Kitabı oku: «Meta-gesund!»
Johannes R. Fisslinger
Titel der amerikanischen Originalausgabe:
META-Health. Decoding your body’s intelligence
© Johannes R. Fisslinger, 2013
Erschienen als E-Book (www.fisslinger.com)
META-Health® ist als Wortmarke mit Geltungsbereich in der Europäischen Union geschützt.
Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://dnb.d-nb.de abrufbar.
VAK Verlags GmbH
Eschbachstr. 5
79199 Kirchzarten
Deutschland
Stand 2014
© VAK Verlags GmbH, Kirchzarten bei Freiburg 2013
Abbildungen: Johannes R. Fisslinger
Übersetzung: Beate Brandt
Lektorat: Norbert Gehlen
Cover: Kathrin Steigerwald, Hamburg
Layout: Karl-Heinz Mundinger, VAK
Satz: Goar Engeländer (www.dametec.de)
Druck: MediaPrint GmbH, Paderborn
Printed in Germany
ISBN 978-3-86731-137-3 (Paperback)
ISBN 978-3-95484-137-0 (ePub)
ISBN 978-3-95484-138-7 (Kindle)
ISBN 978-3-95484-139-4 (PDF)
Inhalt
Vorwort
Einführung
Was ist META-Health?
Was denken Sie zum Thema Gesundheit?
Kapitel 1: Die Intelligenz des Körpers
Symptome haben eine Bedeutung
Die „META-Sichtweise“ von Heilung
Unsere Körper-Geist-Ganzheit – ein energetisches Universum
Kapitel 2: Die fünf zentralen Punkte und Phasen des Heilungszyklus
Gesundheit hat Prozesscharakter
Der Zyklus von Erkrankung und Heilung
1. Der Stressauslöser
2. Die Stressphase
3. Der Regenerationsauslöser
4. Die Regenerationsphase
5. Die Genesung
Kapitel 3: Zusammenhänge zwischen Organen, Stress, Emotionen und Überzeugungen
Organe haben Symptome
Emotionen und Stressauslöser
Die Verbindung zwischen Organen, Stress und Emotionen
Welche Körperseite ist dominant?
Überzeugungen und Werte
Kapitel 4: Die META-Health®-Analyse
Fragebogen zur Selbstanalyse
Die Zuordnung von Organen und Emotionen
Tabelle der Organe und Emotionen
Kapitel 5: Fallbeispiele aus der Arbeit mit META-Health®
Bevor Sie dieses Kapitel lesen …
Der Aufbau der Fallbeispiele
Die Fallbeispiele – geordnet nach den betroffenen Organen
Kapitel 6: Der META-Health®-Test
Die 12 Fragen
Die Auswertung
Kapitel 7: META-Health®-Selbsthilfe-Empfehlungen
Entscheiden Sie sich für eine gesunde Lebensweise!
Das META-Health-Fitnessprogramm
META-Health Fit – der Organscan
META-Health Fit – die Organatmung
META-Health-Events
Anhang
Danksagung
Literaturverzeichnis
Über den Autor
Hinweis des Verlags
Dieses Buch dient der Information über eine neue Methode zur Förderung der Gesundheit. Wer sie anwendet, tut dies in eigener Verantwortung. Autor und Verlag beabsichtigen nicht, Diagnosen zu stellen oder Therapieempfehlungen zu geben. Die Informationen in diesem Buch sind nicht als Ersatz für professionelle therapeutische Hilfe bei gesundheitlichen oder psychischen Problemen zu verstehen.
Gewidmet
meiner wunderschönen und liebevollen Frau Yuan
und meinen Kindern Alessandro und Victoria
Vorwort
META-Health steht für eine neue Idee von Gesundheit. Diese Methode wird Ihnen helfen, Ihre Beschwerden und Symptome besser zu verstehen und auch zu erkennen, welche Stressauslöser, einschränkenden Gefühle und Überzeugungen mit Ihrer Erkrankung verbunden sind, sodass Sie sich diese bewusst machen und gezielte Maßnahmen zur Selbstheilung ergreifen können.
Sie können die Grundprinzipien und Verfahren von META-Health problemlos in Ihr tägliches Leben integrieren und das erreichen, was Sie sich wirklich wünschen – Gesundheit auf körperlicher, geistiger und sozialer Ebene.
Worauf meine Leidenschaft für META-Health sich gründet
Ich bin davon überzeugt, dass META-Health Ihnen dabei helfen wird, gesünder, glücklicher und bewusster zu leben, weil ich die Wirkungsweise immer wieder an mir selbst erlebt habe. META-Health gab mir die notwendigen Antworten und leitete mich an, mich selbst zu heilen und in meiner Persönlichkeit zu wachsen.
Es war so, als ginge mir ein Licht auf – plötzlich verstand ich, was die Symptome mir sagen wollten, warum Körper und Geist auf eine bestimmte Art und Weise reagierten, wie der Stressauslöser und die begleitenden Emotionen aussahen und welche Überzeugungen und Assoziationen in meinem Kopf (in meinem Verstand) für meine Reaktion verantwortlich waren.
Unser Gesamtsystem aus Körper und Geist ist ein äußerst weiser Organismus und in dem Moment, wenn wir den intelligenten (oder, wenn Sie so wollen: den göttlichen) Sinn und Zweck hinter allem Geschehen entdecken und bereit sind, die tiefere Bedeutung anzunehmen, ist alles möglich.
Der Prozess der Gesundung mit Meta-Health ist eine persönliche Erfahrung, etwas in Ihrem Inneren, das Ihnen niemand nehmen kann: ein tiefes Verständnis für die körpereigene Intelligenz, gepaart mit Vertrauen, aus dem heraus Sie sich für die Bedeutung Ihrer Symptome öffnen und auf diese Weise der Heilung den Weg bereiten.
Mein persönliches Schlüsselerlebnis war dieses: Als ich 18 Jahre alt war, entzündeten sich meine Augenlider und waren ständig gerötet. Meine Augen waren trocken und brannten wie Feuer. Zwei bis drei Jahre lang klapperte ich alle möglichen Spezialisten ab – von Augenärzten (Medizin) über Heilpraktiker (Naturheilmittel) bis hin zu einem geistigen Heiler (Energie). Nichts schien zu helfen.
Wundersamerweise verschwanden die Symptome, nachdem ich ein paar Monate in Indien gewesen war und an mir und meinem persönlichen Wachstum gearbeitet hatte. Erst 20 Jahre später verstand ich, warum meine Augen diese Symptome entwickelt hatten und warum der Zustand chronisch wurde. META-Health lieferte mir die Antwort. Endlich konnte ich die Verbindung herstellen zwischen meinem inneren Stress (weil ich das Gefühl hatte, dass ich zu wenig Zeit hätte, um meine Familie und meine Freunde zu treffen) und meinen Augensymptomen.
Vor etwa 10 Jahren traten bei mir starke Schmerzen im Rücken auf, die mich einige Jahre lang begleiteten. Ich konnte weder Tennis spielen noch andere Sportarten ausüben und manchmal fiel mir sogar das Gehen schwer. Die Schmerzen waren so stark, dass ich das Schlimmste befürchtete.
Entschlüsseln Sie die Intelligenz Ihres Körpers und „meta-heilen“ Sie sich selbst!
Nachdem ich die Belastung und die Emotionen verstanden hatte, die meine Rückenschmerzen ausgelöst hatten, und nachdem ich mir die tiefere Botschaft der Intelligenz meines Körpers bewusst gemacht hatte, erlebte ich meine eigene „Meta-Heilung“ und dann stellten sich Zuversicht und tiefes Vertrauen ein, die mich seither begleiten.
Heute bin ich nicht mehr überrascht oder betroffen, wenn sich neue Symptome zeigen. Stattdessen begrüße ich sie als Signale meiner Körperintelligenz, die mir genau zeigen, welche Bereiche meines Lebens einer Regulierung bedürfen und was ich an meiner Lebensweise ändern muss, um zu einem Zustand von Gesundheit und innerem Gleichgewicht zurückzufinden. Meine Erfahrungen haben mich gelehrt: Mein Körper und mein Geist – oder mit anderen Worten: meine Körper-Geist-Ganzheit – ist ausgesprochen intelligent und weise.
Ich möchte Sie dazu anregen, die in diesem Buch vorgestellten Prinzipien für sich umzusetzen. Machen Sie sie zu einem Teil Ihres täglichen Lebens, Ihres bewussten und unbewussten Verhaltens. Revidieren Sie Ihre grundlegenden Gedanken über Erkrankung und Genesung, über Krankheit und Gesundheit. Sorgen Sie dafür, dass Ihr Körper gesund und leistungsfähig ist, mit Emotionen und Gedanken, die Sie stark machen. Leben Sie Ihr Leben bewusst und mit Leidenschaft und geben Sie ihm einen Sinn!
Dies ist ein Buch für intelligente Menschen. Ich glaube fest daran, dass kluge Menschen wie Sie Gesundheit zu schätzen wissen und offen sind für ein ganz neues Verständnis von Gesundheit, das so hilfreich und wirkungsvoll wie einfach ist.
Im Grunde genommen gibt es drei Möglichkeiten für den Umgang mit gesundheitlichen Problemen. Die erste besteht darin, Ihren Arzt oder Therapeuten um Rat zu fragen und deren Empfehlungen ohne Wenn und Aber zu befolgen. Als zweite Möglichkeit können Sie Experte für Selbstheilung werden. Der dritte Weg ist der, sich für eine Kombination der ersten beiden Optionen zu entscheiden.
Wohlgemerkt, ich sage hier nicht, dass Sie nicht zum Arzt gehen sollten – ich rate Ihnen sogar dazu, professionellen Rat einzuholen. Aber ich glaube, dass letztlich Sie selbst die Entscheidungen treffen sollten, die für Ihre Gesundheit ausschlaggebend sind. Viele Möglichkeiten stehen Ihnen offen und Sie müssen Ihre persönliche Wahl treffen.
Entsprechend dem Wort „Meta-“ im Titel dieses Buches geht es hier um eine Ebene jenseits des üblichen Verständnisses von Gesundheit, das heißt, um allgemeine Prinzipien, die Ihnen ein nützliches Bezugssystem, ein Rahmenkonzept, einen Interpretationsrahmen an die Hand geben und erklären, warum und wie Sie sich „meta-heilen“ können.
Wenn Sie erkennen, welche Rolle bestimmte Stressauslöser, Emotionen, Gedanken und Überzeugungen spielen und auf welche Weise sie mit bestimmten Organen und den Hauptphasen der Heilung verbunden sind, können Sie selbst die Verantwortung übernehmen und kluge Entscheidungen treffen. Am besten steigen Sie noch heute auf die „meta-gesunde“ Lebensweise um!
Johannes R. Fisslinger
Los Angeles, im Januar 2013
Einführung
Was ist META-Health?
Sicher kennen Sie das auch: Irgendetwas ist passiert und plötzlich bekommen Sie Kopfschmerzen, Muskelschmerzen, hohen Blutdruck, eine Schwellung oder Entzündung, Sie fühlen sich schlapp, körperlich oder geistig erschöpft oder es tauchen andere Symptome auf. Sie fragen sich vielleicht:
● Warum?
● Was ist passiert?
● Warum gerade jetzt?
● Was hat das Auftreten dieser Symptome ausgelöst?
● Ist das alles Zufall oder ist da ein intelligentes System am Werk?
● Welche Rolle spielen die Gefühle?
● Inwieweit spielt Stress eine Rolle?
Wenn Sie grundsätzlich die Auffassung teilen, dass es möglich ist, sich der Signale unserer Körperintelligenz bewusst zu werden und sich selbst zu heilen, dann wird META-Health Ihnen hilfreiche Antworten und brauchbare Strategien bieten. Lassen Sie mich dies an einem Beispiel demonstrieren:
Schulterschmerzen
Ein 40-jähriger Mann leidet an Schulterschmerzen auf der rechten Seite und fühlt sich total erschöpft. Die Schmerzen haben vor drei Wochen begonnen.
Mit ein paar einfachen META-Health-Fragen (dazu später mehr) erfahren wir, was dieser Mann gerade durchmacht bzw. durchgemacht hat:
– Schulterschmerzen und das Gefühl der Erschöpfung, das heißt: Organisch gesehen geht es um seine Knochen (speziell der Schulter) – sie befinden sich in einer „Regenerationsphase“. (Näheres dazu weiter hinten in diesem Buch.)
– Damit verbunden sind starke Emotionen und ein Gefühl mangelnden Selbstwerts (– denn die Knochen stehen in Zusammenhang mit dem Thema Selbstwert),
– Sein Problem ist auch verbunden mit seiner Partnerin (– er ist Rechtshänder und das Symptom zeigt sich auf seiner dominanten rechten Seite).
– Das Thema ist vor drei Wochen von der Stress- in die Regenerationsphase übergegangen (– er fühlte sich vor drei Wochen total unter Druck).
– Da dieses Problem bisher noch nie aufgetreten, also akut ist, können wir ziemlich sicher auf Folgendes schließen: Etwa sechs bis zehn Wochen vorher muss er ein traumatisches und belastendes Ereignis erlebt haben (– es war unerwartet und dramatisch, er konnte nicht darüber reden und er hatte keine Strategie, wie er damit umgehen sollte).
– Es hatte mit seiner Partnerin zu tun und löste Gefühle der Wertlosigkeit bei ihm aus. Wir erfahren außerdem: Die problematische Situation wurde irgendwie rückgängig gemacht, bereinigt (– wahrscheinlich durch eine Entscheidung wie die, sich wieder mit der Partnerin zu versöhnen).
– Sein Organismus ist nun dabei, den Schaden zu reparieren und den Körper zu regenerieren (– da Schulterschmerzen als Organsymptom Teil der Regenerationsphase sind). Unser Mann befindet sich also wahrscheinlich gerade mitten in der „Regenerationsphase“.
– Wenn kein Rückfall eintritt, werden die Schulterschmerzen innerhalb weniger Wochen vollständig verschwunden sein.
Ist es nicht erstaunlich, wie ganzheitlich und klug unsere Körperintelligenz reagiert? Und all das haben wir mithilfe weniger einfacher Fragen erfahren. Näheres zu diesen Fragen und zur Anwendung der META-Health-Methode werde ich Ihnen in diesem Buch Schritt für Schritt erläutern.
*
In nicht allzu ferner Zukunft werden Sie möglicherweise Leute sagen hören:
– „Ich habe das Gefühl, meine Meta-Gesundheit verbessert sich mehr und mehr.“
– „Vor Kurzem habe ich eine Meta-Heilung erlebt.“
– „Ich praktiziere mit großem Erfolg META-Health-Fitness.“
– „Ich fühle mich meta-gesund.“
– „Willst du nicht auch meta-gesund werden?“
META-Health basiert auf drei fundamentalen Gesetzmäßigkeiten oder Leitgedanken:
1. auf der Intelligenz Ihres Körpers,
2. auf den fünf Hauptphasen von Heilungsprozessen,
3. auf dem Zusammenhang zwischen Organen, Stressfaktoren, Emotionen und Überzeugungen.
Für den Anfang möchte ich mit den folgenden Aussagen umreißen, was ich unter META-Health verstehe:
Die META-Health-Methode fördert Gesundheit auf körperlicher, geistig-seelischer und sozialer Ebene, basierend auf der Wahrnehmung der Intelligenz des Körpers, auf dem Zusammenhang zwischen Organen, Stressfaktoren, Emotionen und Überzeugungen sowie auf der Kenntnis der fünf Hauptphasen und Hauptpunkte (oder Hauptmomente) der Heilung.
„Meta-gesund“ zu werden bedeutet, dass Sie sich der Organe, Stressauslöser, Emotionen und Überzeugungen bewusst sind, mit denen Ihre Symptome zusammenhängen, und bewusst Maßnahmen zur Selbstheilung und zum persönlichen Wachstum ergreifen.
Begriffe wie „Meta-Heilung“ oder „sich selbst meta-heilen“ stehen für den Transformationsprozess, den Sie (auf verschiedenen Ebenen) durchlaufen, um Gesundheit auf körperlicher, geistig-seelischer und sozialer Ebene zu erlangen.
Was denken Sie zum Thema Gesundheit?
Haben Sie schon einmal versucht, die neueste, modernste Version eines Computerprogramms auf einem Rechner mit einem veralteten, überholten Betriebssystem zu installieren? – Sie fragen sich nun vielleicht, warum Sie so etwas (Unsinniges) tun sollten …? Denn das wäre doch zwecklos, von vornherein zum Scheitern verurteilt, das könnte ja gar nicht funktionieren …
Aber genau so verhalten sich die meisten von uns, wenn es um das Thema Gesundheit geht: Wir verwenden ein veraltetes, noch aus dem 19. Jahrhundert stammendes „Gesundheits-Betriebssystem“, das häufig bereits vor vielen Jahrzehnten programmiert wurde und das wir entweder von unseren Eltern „kopiert“ oder auf andere Weise übernommen haben. Haben Sie jemals überprüft, ob Ihre Überzeugungen und Annahmen zum Thema Gesundheit und Ihr Verständnis von Krankheit und Gesundheit auf dem neuesten Stand sind und noch Gültigkeit haben?
Ihr „Gesundheits-Betriebssystem“ – das sich aus Ihren Wertvorstellungen, Überzeugungen und Ihrer verstandesmäßigen Sichtweise von Krankheit und Gesundheit zusammensetzt – legt fest, wie Sie mit Symptomen umgehen:
● Macht jedes kleine Symptom Sie nervös, unsicher und unruhig?
● Bereiten Ihre Krankheitssymptome Ihnen Angst?
● Glauben Sie, dass Krankheitssymptome eher zufällig zustande kommen und keine tiefere Bedeutung haben? Oder empfinden Sie sie sogar als Strafe?
● Vertrauen Sie der Intelligenz Ihres Körpers?
● Ist Ihnen klar, was Ihre Symptome symbolisieren und welche Bedeutung sie für Sie haben?
● Vertrauen Sie auf die Selbstheilungskräfte Ihres Körpers, während Sie eine Erkrankung durchmachen?
Wenn Sie beispielsweise glauben, dass Viren oder Bakterien (wie zum Beispiel das Bakterium Heliobacter pylori, das häufig mit Magengeschwüren in Verbindung gebracht wird, oder ein Grippevirus) die Krankheiten verursachen, dann erscheint es sinnvoll und richtig, diese Viren oder Bakterien zu vernichten, um sie loszuwerden. Oder: Betrachten Sie einen Tumor als bösartiges, unkontrolliertes Zellwachstum, das Sie zerstören will, dann scheint es eine gute Wahl zu sein, ihn herauszuschneiden oder ihn durch Bestrahlung oder andere Methoden unschädlich zu machen …
Ihre Überzeugungen in puncto Gesundheit bestimmen, was Sie denken und fühlen, wenn sich Symptome zeigen; sie entscheiden darüber, wie Sie mit den Symptomen umgehen und welche Behandlungen und Methoden Sie wählen.
Wahrscheinlich haben Sie den tieferliegenden und größtenteils unbewussten Annahmen und Überzeugungen, aus denen sich Ihr „Gesundheits-Betriebssystem“ zusammensetzt, bislang nur wenig Beachtung geschenkt. Wäre es nicht eine gute Idee, dieses Betriebssystem zu überprüfen und auf den neuesten Stand zu bringen und dann in Ihrem Unterbewusstsein neue, aktuelle „Gesundheitsprogramme“ zu installieren?
In diesem Sinne möchte ich sagen: Willkommen beim „Gesundheits-Betriebssystem 2.0“! Eignen Sie sich Überzeugungen zum Thema Gesundheit an, die dem 21. Jahrhundert entsprechen!
Was verursacht Krankheiten?
Während ich dieses Buch schrieb, las ich einmal in einer Online-Zeitung und fand dort einen Artikel über die weltweit größten Gesundheitsrisiken; Bluthochdruck nahm dabei offenbar erstmalig den Spitzenplatz ein. Nach der in dem Artikel zitierten Studie waren die größten Gesundheitsrisiken im Jahr 2012 folgende:
● Bluthochdruck
● Rauchen
● Alkohol
● Schlechte Luftqualität (in Räumen)
● Fehlernährung
● Fettleibigkeit
● Typ-2-Diabetes
● Unterernährung (bei Kindern)
● Mangel an körperlicher Bewegung
Das wirklich Interessante waren allerdings die Kommentare der Leser. Es überraschte mich, wie intensiv die Gründe für hohen Blutdruck dort diskutiert wurden und wie sicher die Leser in ihren Aussagen zu sein schienen. Ein paar Beispiele:
– „Ich rauche, weil mein Blutdruck sonst zu niedrig ist.“
– „Hoher Blutdruck ist eine Folge von häufigem Rauchen.“
– „Stress im Alltag ist die Ursache für hohen Blutdruck.“
– „Das viele Salz ist der Übeltäter.“
– „Die Ursache für Bluthochdruck ist übermäßiger Zuckerkonsum.“
– „Hoher Blutdruck ist eine Nebenwirkung bestimmter Medikamente.“
– „Bestimmte Lebensmittel sind die Verursacher.“
Diese Kommentare zeigten mir, wie unterschiedlich und zum Teil völlig veraltet unsere Ansichten im Gesundheitsbereich sind. Über die Presse, die Werbung und andere Quellen erhalten wir eine solche Flut an Informationen, dass wir den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sehen. Die tatsächliche, sachliche Information und der größere Zusammenhang, das größere Bild (= das „Meta-Bild“) werden dabei häufig aus den Augen verloren.
Empfehlung Nr. 1:
Nehmen Sie Gesundheitsinformationen, die Sie lesen oder hören, genau unter die Lupe!
Wenn Sie in einer Zeitschrift einen Artikel zum Thema Gesundheit lesen, sollten Sie sich stets kritisch fragen, wer dafür wohl gezahlt und wer den Artikel geschrieben hat. Wurde er von der Pharmaindustrie oder der Medizinbranche, von Krankenkassen, Versicherungen, von einer Firma, die ein bestimmtes Produkt vertreiben will, oder von einem Ministerium finanziert? Wenn Sie den Artikel in diesem Bewusstsein lesen, werden Sie schnell feststellen, was die wahre Absicht hinter den dort präsentierten Informationen ist. Wird beispielsweise eine neue Art von „Syndrom“ beschrieben – wie das „Restless-Legs-Syndrom“, das genetische Syndrom, das chronische Erschöpfungssyndrom oder Ähnliches –, dann wird häufig am Ende des Artikels ein neues Medikament erwähnt, das ein paar Monate später auf den Markt kommen werde … Bleiben Sie also wachsam und lesen Sie zwischen den Zeilen!
Bekannte Risikofaktoren
In der medizinischen Literatur finden wir viele Faktoren, die zum Entstehen von Krankheiten beitragen, beispielsweise:
● Mangel- oder Fehlernährung
● Bewegungsmangel
● Aus- oder Nebenwirkungen von Medikamenten
● Genetische/vererbte Konstitution
● Giftstoffe
● Stress
Wahrscheinlich haben Sie schon beobachten können, dass viele Ärzte, Forscher und generell im Gesundheitswesen tätige Personen ihre eigene Ansicht vehement vertreten. Gestützt auf ihre Fachkenntnisse verkünden sie etwa Dinge wie diese:
– Ungesunde Ernährung verursacht Diabetes, hohe Cholesterinwerte und Herzleiden.
– Rauchen verursacht Lungenkrebs.
– Eine Infektion mit dem Papillomavirus kann zu Krebs an Gebärmutterhals, Vulva, Gebärmutter, Penis, Mundrachenraum und Anus führen sowie zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
– Die Gene BRCA1 und BRCA2 sind für einige Formen von Brustkrebs verantwortlich.
– Blockierte Energie oder nicht frei fließendes Chi sind die Ursachen für Beeinträchtigungen der Gesundheit.
– Schocks aufgrund von Auseinandersetzungen sind der einzige Grund für alle Krankheiten.
Es scheint in der Natur des Menschen zu liegen, sich allein auf den eigenen Standpunkt und die eigenen Kenntnisse zu fixieren. Aber das Leben und die Gesundheit sind komplex und einfache, einseitige Lösungen schränken den Handlungsspielraum ein und funktionieren in der Regel nicht. Also:
Seien Sie mutig und begeben Sie sich in die „Meta-Position“, die eine Position des Überblicks ist. Betrachten Sie sich selbst und Ihre gesundheitlichen Probleme von einer höheren, neutralen Warte aus.
Denn in den meisten Fällen können die oben genannten „Ursachen“ oder „Risikofaktoren“ weder die typischen Symptome erklären noch den individuellen Krankheitsverlauf. Sie bieten uns keine zufriedenstellende und ganzheitliche Basis für wirkliches Verstehen einer Erkrankung und geben auch keine Antworten auf die wichtigsten Fragen, die wir uns in Bezug auf unsere Gesundheit stellen.
Kapitel 1
Die Intelligenz des Körpers
Eine der wichtigsten neuen Thesen und Überzeugungen zum Thema Gesundheit ist die innere Gewissheit, dass unsere Körper-Geist-Ganzheit ausgesprochen weise ist. Da ist Ihre Entscheidung gefragt: Gehen Sie davon aus, dass Sie in einem intelligenten Universum leben, oder nicht? Ist Ihr Körper intelligent und passieren die Dinge aus einem bestimmten Grund und folgen einem Plan (– auch wenn wir nicht immer gleich alle Zusammenhänge verstehen) oder nicht? – Führen Sie sich Folgendes vor Augen:
● Ein gebrochener Knochen wird wie von Zauberhand wiederhergestellt (– auch wenn es zunächst vielleicht schmerzhaft ist).
● Sie schneiden sich aus Versehen mit einem Messer in den Finger und können dann beobachten, wie die Wunde verheilt, ohne dass eine Narbe zurückbleibt – auf der Grundlage einer „Blaupause“, das heißt, eines inneren Bauplans, einer immanenten Vorgabe, die hochintelligent zu sein scheint.
Vielleicht sagen Sie jetzt, das sei ja nichts Besonderes. Aber wenn Sie wirklich die Überzeugung übernehmen, dass Ihr Körper und Ihr Geist (ich spreche hier von unserem gesamten Organismus) extrem intelligent sind, haben Sie damit plötzlich ein Fundament, auf dem Sie aufbauen können – ein Fundament, das nicht nur einleuchtet, sondern es Ihnen auch erlaubt, auf ihre natürliche Intelligenz zu vertrauen.
Unbewusste Selbstregulation
Wir bestehen aus etwa 70 000 000 000 000 (= 70 Billionen) einzelnen Zellen. Jede Zelle muss gesund sein, damit der gesamte Organismus gut „funktioniert“. Ist hier nicht eine höhere Intelligenz erforderlich, die alle diese Zellen koordiniert?
Das Ganze funktioniert wie ein anspruchsvolles Musikstück, bei dem Millionen von Musikern zusammen spielen – dabei entsteht ein einziger komplexer Organismus, der all die wunderbaren Dinge zustande bringt, die wir täglich erleben.
Wir sind uns natürlich des zugrunde liegenden Plans und der unzähligen Funktionen, die unser Körper in jeder Sekunde erfüllt, nicht bewusst. Dennoch passieren sie, und zwar ohne unser bewusstes Zutun:
● Wir atmen automatisch.
● Unser Herz pumpt Blut durch unseren Körper, auch wenn wir schlafen.
● Nach einem anstrengenden Tag erholt unser Körper sich in der Nacht.
● Ganz unterschiedliche Arten von Lebensmitteln werden in einem komplexen System verdaut.
● Die Essenz dessen, was wir essen, treibt unseren Organismus an, gibt uns Energie und Leben.
● Unsere Gehirnzellen „feuern“, wenn sie stimuliert werden. Die elektrische Ladung im Axon gelangt über Neurotransmitter zu einer Synapse, damit die elektrochemische Signalübertragung stattfinden kann.
Alle diese Funktionen sind unbewusst, hochintelligent und unabdingbar für unser Überleben und das tägliche Funktionieren unseres Organismus.
Ihr Körper vertraut Ihnen. Ihr Körper arbeitet Tag und Nacht für Sie. Ist es nicht an der Zeit, dass Sie Ihrerseits Ihrem Körper vertrauen? Ist Ihr Körper nicht sogar noch viel komplexer und intelligenter, als Sie es überhaupt erfassen können?
Mit unserem „kleinen“ Verstand (– und das meine ich weder negativ noch als Beleidigung, sondern einfach basierend auf der Tatsache, dass es für ein Gehirn unserer Größe unmöglich ist, alle biologischen und unbewussten Funktionen und Aktivitäten des Körpers zu verstehen) können wir unser vorhandenes, hochintelligentes System unterstützen, indem wir nicht gegen die Selbstregulation (Fachbegriff: „Autoregulation“) arbeiten, die eine natürliche biologische Kraft ist.
Autoregulation ist eine natürliche biologische Kraft
Innerhalb dieses erstaunlichen Komplexes von Zellen, Organen und Körpersystemen ist die Autoregulation eine der grundlegenden Eigenschaften. „Autoregulation“ ist ein medizinischer Fachbegriff, der für das Konzept der biologischen Selbstheilung steht: Ihr Organismus ist in der Lage, sich selbst zu regulieren und zu regenerieren. Er kann ein entstandenes Ungleichgewicht wieder ins Lot bringen und das wiederhergestellte Gleichgewicht halten.
Nun fragen Sie sich vielleicht: Warum treten dann überhaupt Symptome bei mir auf? Warum habe ich Schmerzen? Warum ist dieser Virus oder dieses Bakterium bei mir aktiv? Warum bekomme ich ein Ekzem, hohen Blutdruck oder Krebs?
Haben Sie jemals darüber nachgedacht, dass die Symptome, die bei Ihnen auftreten, womöglich gar nichts „Schlechtes“ oder Negatives sind? Können Sie sich vorstellen, dass all diese Symptome auftreten, weil sie als Teil der Autoregulation Ihres Körpers auftreten müssen?
Lassen Sie uns diesen Prozess am Beispiel einer Schnittwunde einmal näher betrachten.
Im Normalzustand der Haut existieren die Epidermis (die obere Hautschicht) und die Dermis (die innere Schicht) in einem stabilen Zustand des Gleichgewichts und bilden einen Schutz gegen äußere Einwirkungen. Wenn Sie sich schneiden, wird diese Schutzschicht durchbrochen und der Wundheilungsprozess wird automatisch in Gang gesetzt.
Zunächst entsteht ein Fibringerinnsel, um die Blutung zu stillen (Hämostase), dann werden Bakterien und Rückstände phagozytiert und entfernt (Entzündungsphase) und am Ende beginnt die Wunde, sich zu schließen (Proliferations- und reparative Phase).
Autoregulation ist eine primäre Naturkraft und folgt einem äußerst intelligenten Plan, einer inneren Gesetzmäßigkeit. Vielleicht denken Sie jetzt: Das mag ja in Bezug auf einige Symptome Sinn ergeben, aber es erklärt noch längst nicht alle!
Doch sobald Sie einmal beginnen, der Intelligenz von Körper und Geist zu vertrauen, werden Sie erkennen, dass auch sogenannte „gefährliche“ Symptome wie Tumore, Herzanfälle oder „bösartige“ Viren, Bakterien und Pilze Teil eines intelligenten Plans sind. Sie sind wichtige Komponenten eines höheren intelligenten Prozesses innerhalb Ihres Organismus.
Sie und das Universum sind von Natur aus intelligent und werden von Naturgesetzen gelenkt. Einige dieser Gesetze sind uns bekannt, andere noch nicht. Der größte Schritt hin zum Erreichen von Gesundheit, Glück und Erfolg in Ihrem Leben besteht darin, die Tatsache zu akzeptieren, dass Ihre Körper-Geist-Ganzheit ungemein weise ist. Dieses Prinzip ist äußerst wichtig und wird vermutlich noch häufiger auf die Probe gestellt werden, wenn Sie tiefer in die Sichtweise von META-Health einsteigen.
Nehmen Sie sich für den Augenblick einfach einmal kurz Zeit, um tief in Ihrem Inneren die natürliche Intelligenz des Lebens zu spüren. Nehmen Sie sie voll und ganz wahr und entspannen Sie sich in dieses Gefühl einer höheren Ordnung und Intelligenz hinein. Von diesem Ort, dieser Ebene tiefer Weisheit aus können Sie Ihre Körperintelligenz weiter erforschen.
Nachdem Sie einmal begonnen haben, auf Ihren Körper zu hören und ihm zu vertrauen, wird es Ihnen nicht schwerfallen, seine Weisheit zu verstehen.
Symptome haben eine Bedeutung
Ich erinnere mich, dass meine Mutter und meine Großmutter der festen Überzeugung waren, dass Kinderkrankheiten wie beispielsweise Windpocken keine echten Krankheiten seien, sondern vielmehr wichtige Schritte in der Entwicklung eines Kindes. Sie behandelten die Symptome als natürliche Ereignisse und sorgten einfach nur dafür, dass der kleine Patient ein paar Tage lang das Bett hütete, bis er sich wieder erholt hatte.
Ähnlich ist es ja mit grippalen Infekten. Der übliche Spruch meines Vater dazu lautete: „Wenn du dir eine Grippe einfängst, brauchst du ohne Medikamente 1 Woche, um wieder gesund zu werden – und mit Medikamenten 7 Tage …“
In der heutigen Zeit wird nahezu jedes Symptom, das sich zeigt, als gefährliche Krankheit angesehen, die sofort bekämpft werden muss. Der Mehrzahl der Symptome, die außerhalb der „Norm“ liegen, wird der Stempel „Krankheit“ aufgedrückt. (Denken Sie nur an das Restless-Legs-Syndrom …) Speziell in Bezug auf Viren, Bakterien, Krebs, Diabetes und so weiter wird ein gnadenloser „Kampf“ geführt.
Aufgrund der Tatsache, dass sich unsere Lebensumstände und die Notfallmedizin verbessert haben, leben wir heutzutage wesentlich länger. Merkwürdig daran ist nur, dass die Menschen in ihrer Gesamtheit dadurch nicht sehr viel gesünder geworden sind. Einige Krankheiten wurden ausgerottet, andere sind neu entstanden – vielleicht liegt das ja an unserer Interpretation der Symptome? Vielleicht ist es an der Zeit, unser Verständnis, unsere Sichtweise zu verändern und Krankheiten nicht länger zu bekämpfen.
Warum sehen Sie Ihre Körpersymptome nicht als bedeutungsvolle Fingerzeige an? Warum betrachten Sie sie nicht als Signale, als eine Form von Feedback, als Teil einer Lebenslektion und Ausdruck eines größeren Prozesses, der sich in Ihrem Inneren abspielt?
Zugegeben: Symptome können manchmal schwierig, unangenehm und in einigen Fällen sogar gefährlich sein. Wenn Sie sie jedoch aus einer „Meta-Sicht“ betrachten und die tiefere Bedeutung erspüren, anstatt gegen sie anzukämpfen, werden Sie die Intelligenz Ihres Körpers verstehen und als Person heil werden und wachsen.
Glauben Sie an Wunder?
In unserem heutigen saloppen Sprachgebrauch wird nahezu jedes Ereignis, das statistisch unwahrscheinlich und positiv belegt ist, als „Wunder“ oder als „wundervolles“ Ereignis bezeichnet. Auch bestimmte Zufälle werden gern unter der Kategorie „Wunder“ eingeordnet.
Für mich ist jede Heilung ein Wunder. Ich spreche hier nicht vom Behandeln von Symptomen oder davon, wie ein Mensch einen anderen „heilt“, sondern von der natürlichen Intelligenz unseres Körpers und seiner Fähigkeit zur Autoregulation.
Dr. Andrew Weil bestätigt dies, wenn er sinngemäß schreibt, Spontanheilungen seien eine biologische Tatsache und das Ergebnis des natürlichen Heilungssystems, über das jeder von uns von Geburt an verfüge. Selbst lebensbedrohliche Krankheiten, schwere Traumen und chronische Schmerzen könnten durch Spontanheilung verschwinden.
Ihre Überzeugungen haben einen großen Einfluss und einer der wichtigsten Glaubenssätze im Leben und speziell in Bezug auf Heilung lautet, dass alles möglich ist. Der Placebo-Effekt hat mehr als deutlich gezeigt, wie viel Macht unsere Überzeugungen haben, wenn wir einen lebensverändernden Prozess durchlaufen.
● Woran glauben Sie im Zusammenhang mit Gesundheit?
● Können Sie sich selbst als gesunden Menschen sehen?
● Wissen Sie tief in Ihrem Inneren, dass Ihre Symptome nur vorübergehend sind und Sie zu Ihrem vitalen und gesunden Selbst zurückfinden werden?
Beobachten Sie Ihre einschränkenden Gedanken und Überzeugungen genau und treffen Sie die bewusste Entscheidung, sich für neue Möglichkeiten zu öffnen und an die Heilkraft Ihrer Körperintelligenz zu glauben!
Vielleicht erkennen Sie noch nicht, auf welche Weise die Heilung stattfinden könnte oder wie der Prozess im Einzelnen aussehen wird. Und natürlich bedeutet Ihre Grundentscheidung für Vertrauen auch nicht, dass es auf dem Weg keine Hindernisse geben wird. Aber das Vertrauen in Ihr höheres Selbst sowie der tiefe Wille, diesen Vertrauensvorschuss zu leisten, machen den Weg frei für Wunder.
Wenn ich hier vom Glauben an Wunder spreche, dann lade ich Sie damit dazu ein, sich für die Möglichkeiten und die Selbstregulierungskräfte Ihres Körpers zu öffnen.
Die „META-Sichtweise“ von Heilung
Lassen Sie uns zunächst definieren, was wir mit „heilen“ und mit der Vorsilbe „META-“ meinen. In meinen Lexika fand ich unter dem Begriff „heilen“ diese Definitionen:
– ganz oder heil machen
– die Gesundheit wiederherstellen
– bewirken, dass ein unerwünschter Zustand überwunden wird
– verarzten (nach Verwundung oder Bruch)
– sich versöhnen (nach einem Streit)
– zur ursprünglichen Reinheit oder Ganzheit zurückführen
Nirgendwo ist hier die Rede davon, dass man Symptome bekämpfen oder eine Krankheit loswerden müsse. Es geht allein um das Wiederherstellen von Ganzheit und Intaktheit.
Die Übersetzung des griechischen Wortes μετά lautet (unter anderem): oberhalb, jenseits, angrenzend.
Als wir vor vielen Jahren die Idee und das Konzept von META-Medicine ins Leben riefen, geschah dies aus dem Eindruck heraus, dass damals (ebenso wie heute) im Gesundheitswesen das „große Gesamtbild“ fehlte – das Zusammenwirken aller Spezialisten und Experten und das Entwickeln eines Modells, das es allen ermöglicht, miteinander zu kommunizieren.
Leider ist der Sprachgebrauch von Fachärzten für Chirurgie und Innere Medizin, von Psychologen und Heilpraktikern, von Energiearbeitern und Geistheilern meist sehr unterschiedlich. Häufig verstehen sie einander nicht oder wissen nicht, wie sie miteinander kommunizieren können.
Wir als Patienten haben ein ähnliches Problem. Wenn Sie mit Ihren Symptomen zu fünf verschiedenen Experten gehen, werden sie Ihnen sehr unterschiedliche Erklärungen, Vorschläge und Behandlungsmethoden an die Hand geben.
Ich und meine Mitstreiter als Vertreter des META-Health-Konzepts glauben, dass alle Methoden ihre Berechtigung haben. Die einzelnen Experten beleuchten ein Thema einfach nur aus verschiedenen Blickwinkeln. Daher versuchen wir, die „META-Position“ einzunehmen (= Blick von oben auf eine Situation oder Herausforderung, um eine gemeinsame Grundlage und Lösung zu finden) und die geistige, körperliche und soziale Verbindung sowie die tiefere Bedeutung von Gesundheitsproblemen so zu beschreiben, dass jeder Behandler und Patient sie verstehen kann.
Das erleichtert die Kommunikation, weil wir die gleiche Sprache sprechen und die gleichen Begriffe verwenden, und zwar unabhängig von der Behandlungsmethode, auf die wir spezialisiert sind.
Empfehlung Nr. 2:
Überprüfen Sie Ihre Ansichten zum Thema Gesundheit von einem META-Standpunkt aus.
Treten Sie innerlich einen Schritt zurück. Machen Sie sich Ihren eigenen Standpunkt bewusst und die Tatsache, dass es womöglich noch andere Standpunkte gibt, die genauso Gültigkeit beanspruchen können. Schaffen Sie Abstand zwischen Ihrem Ich und Ihren Gefühlen, Gedanken, Ansichten und insbesondere Ihren Überzeugungen in Bezug auf Gesundheit. Wenn Sie ein detailorientierter Mensch sind, treten Sie am besten noch einen weiteren Schritt zurück. Versuchen Sie jede Situation von einer höheren Warte aus zu betrachten und spüren Sie, wie alles miteinander zusammenhängt. Das Einnehmen der Meta-Position wird Ihnen nicht nur auf Ihrer Reise zur Selbstheilung helfen, sondern auch bei der Kommunikation mit anderen, innerhalb von Beziehungen und generell bei allen Belangen des Lebens.
Integrative Medizin
Das META-Health-Konzept hat seine Wurzeln in der Intelligenz unserer Körper-Geist-Ganzheit und in der integrativen Medizin. Mein persönliches Ziel beim Schreiben dieses Buches ist es, Ihnen Instrumente an die Hand zu geben, die es Ihnen ermöglichen, Ihrer Körperintelligenz zu vertrauen, sich die tiefere Bedeutung Ihrer gesundheitlichen Probleme bewusst zu machen und die notwendigen Veränderungen Ihrer Lebensweise vorzunehmen, um sich selbst zu heilen.
Die meisten Leser dieses Buches werden vermutlich der Auffassung zustimmen, dass es eine enge Verbindung zwischen der körperlichen und der geistig-seelischen Ebene des Menschen gibt; das bedeutet, dass unser Körper Einfluss auf das Geistig-Seelische ausübt und umgekehrt. Die auf diese Auffassung gegründete integrative Medizin nutzt die heilende Kraft unserer Gedanken und Gefühle, um unsere körperliche Gesundheit zu beeinflussen. Die meisten alten Heilungspraktiken wie die traditionelle chinesische Medizin oder Ayurveda betonen die Verbindung zwischen Geist und Körper. Heute interessieren sich die Menschen verstärkt für alte Traditionen wie Yoga und Meditation. Programme, die Körper und Geist einbeziehen, werden nicht mehr mit Misstrauen betrachtet, sondern haben sich inzwischen selbst an renommierten medizinischen Instituten auf der ganzen Welt etabliert.
Integrative Medizin ist eine heilungsorientierte Medizin, die den Menschen als Ganzheit aus Körper, Geist und Seele betrachtet und auch die Lebensweise mit einbezieht. Sie legt großen Wert auf die therapeutische Beziehung und nutzt verschiedenste konventionelle und alternative Behandlungsformen.
Der amerikanische Arzt Andrew Weil, einer der Pioniere der integrativen Medizin, definierte ihre grundlegenden Prinzipien wie folgt:
● Partnerschaft von Behandler und Patient im Heilungsprozess
● Der Situation und dem Problem entsprechender, zweckdienlicher, sachgerechter Einsatz konventioneller und alternativer Methoden zur Unterstützung der natürlichen Heilungsreaktion des Körpers

Quellen der integrativen Medizin
● Berücksichtigung aller Faktoren, die Einfluss auf Gesundheit, Wohlbefinden und Krankheit haben (Geist und Seele, soziales Umfeld und Körper).
● Einsatz natürlicher und möglichst wenig invasiver Interventionen, wann immer dies möglich ist
Diese Definition integrativer Medizin dient Behandlern weltweit als Richtlinie. Von besonderer Bedeutung ist sie aber auch für die Patienten, denn sie gibt ihnen Wahlmöglichkeiten. Einfach ausgedrückt berücksichtigt die integrative Medizin, dass alle Therapien und Methoden ihre Vor- und Nachteile haben, und ermöglicht es den Patienten, die Heilungsmethode zu wählen, die für sie am besten geeignet ist.
Treten Sie als „informierter Patient“ auf und fragen Sie Ihren Arzt oder Behandler, ob er den Ansatz der META-Medicine oder zumindest den der integrativen Medizin kennt. Stellen Sie alle Fragen, die Ihnen am Herzen liegen, und zwar so lange, bis Sie zufrieden sind und Vertrauen fassen.
Empfehlung Nr. 3:
Übernehmen Sie selbst die Verantwortung für Ihre Heilung!
Intelligente und mit Sachverstand gestellte Fragen sind Ihre besten Verbündeten. Informieren Sie sich schlau und übernehmen Sie Verantwortung. Ob es Ihnen gefällt oder nicht: Für Ihre Heilung sind allein Sie selbst zuständig. Akzeptieren Sie das und handeln Sie entsprechend.
META-Health – Gesundheit auf körperlicher, geistiger und sozialer Ebene
Hier möchte ich zunächst erläutern, wie ich die Beziehung, Verbindung oder Verknüpfung zwischen Körper, Geist und sozialem Umfeld verstehe [engl.: Mind-Body-Social Connection]. Körper und Geist sind unmittelbar miteinander verbunden und arbeiten synchron. Selbst wenn es manchmal so wirken mag, als litten wir „nur“ an einem körperlichen Symptom, gibt es in Wirklichkeit synchrone Reaktionen auf allen unseren Seinsebenen.
Wir wissen mittlerweile sogar noch mehr: Jedes Organ steht in Beziehung zu bestimmten Emotionen und Gedankenmustern; und beide zusammen – Organe und Emotionen – sind wiederum verknüpft mit einer bestimmten Gehirnregion.
Sie als Körper-Geist-Wesen mit ureigenen Emotionen, Gedanken und Überzeugungen sind außerdem eingebettet in und unmittelbar verbunden mit ihrer Umgebung, Ihrem sozialen Umfeld.
Sie können sich nicht abkoppeln von der Realität, die Sie erschaffen haben und in der Sie leben. Sie sind Teil Ihres Universums, das Sie – basierend auf dem Gesetz der Anziehung – durch Ihre subjektive Wahrnehmung der Realität erschaffen haben.
Ihre äußere Realität und, wichtiger noch, Ihre Wahrnehmung dieser Realität ist ein unmittelbares Abbild Ihrer inneren Realität. Ihr Körper spiegelt Ihre bewussten und unbewussten Gedanken und Gefühle wieder. Dieses Konzept wird häufig missverstanden, weil der unbewusste Teil der Gedanken und Gefühle nicht berücksichtigt wird.

Stellen Sie sich das Ganze wie einen Eisberg vor, bei dem 80 Prozent der Masse unter Wasser sind. Nur 20 Prozent sind sichtbar. Genauso ist es mit Gedanken, Gefühlen und Überzeugungen. Die meisten Ihrer Gedanken und Ansichten sind unbewusst (sozusagen unter Wasser).
Wenn Sie dies verstehen und in Ihrem Leben umsetzen, haben Sie den Schlüssel zu persönlicher Transformation und Heilung gefunden.
Die Ebenen des Bewusstseins
Lassen Sie uns noch ein wenig tiefer gehen und einen Blick auf die verschiedenen Ebenen unseres Seins werfen – von der körperlich-biologischen bis hin zur spirituellen Ebene. (Vgl. Abbildung S. 36)
In diesem Buch werden wir uns immer wieder auf die in dieser Abbildung genannten Ebenen beziehen. Wichtig ist hierbei, dass wir realisieren und verinnerlichen, dass die einzelnen Ebenen eng miteinander verbunden sind.
Aus der Meta-Perspektive betrachtet besteht Ihr Körper aus Ihren Körpersystemen, aus Organen, Zellen, Meridianen, Energiefeldern und Ihrer Lebenskraft. Die Lebenskraft, die Meridiane oder Energiefelder stellen die Verbindung, die Bindeglieder zwischen Körper und Geist dar. Alle diese Teilsysteme gehören noch zum materiellen Teil Ihres Organismus.

Ebenen des menschlichen Seins
Der geistig-seelische Anteil des Menschen ist nichtmateriell und besteht aus Gefühlen, Gedanken, Überzeugungen, reaktiven emotionalen Mustern, Träumen und Ahnungen.
Diese Körper-Geist-Ganzheit interagiert mit Ihrem sozialen Umfeld. Sie sind eingebettet in Ihre Umgebung, in Ihre Realität.
Die Quelle, die alles miteinander verbindet, liegt jenseits von Geist und Körper: Das reine Bewusstsein kann im Jetzt gefunden werden, tief in Ihrem Inneren.
Unsere Körper-Geist-Ganzheit – ein energetisches Universum
Das Denken der meisten von uns ist noch dem alten, von der Materie geprägten Paradigma verhaftet: Dementsprechend glauben wir (zumindest die meiste Zeit), dass unser Körper eine feste Form besitze. Wir betrachten uns selbst, unsere Umgebung und die Welt als physische Realität, die etwas „Solides“ oder „Festes“ an sich hat. Doch stimmt das wirklich? Sind wir feste Körper, die „wie aus Stein gemeißelt“ sind, oder aber energetische Wesen, die eher die Konsistenz von Wasser oder einer Wolke haben?
Vielleicht sind Sie aber nun auch bereit, sich auf bewusster wie unbewusster Ebene mit dem neuesten Stand der Wissenschaft anzufreunden: Seit Einstein wissen wir, dass alles, was existiert, Energie ist. Selbst ein Fels, der fest und stabil aussieht, ist in Wirklichkeit nichts anderes als stark verdichtete Energie. In ihrem Kern ist jede Materie Energie.
Wir können unser Einssein, unsere Verbindung mit unserer Umgebung am einfachsten spüren, wenn wir in diesem Sinne energetisch denken: Wir sind energetische Wesen, die um sich herum eine Aura ausstrahlen. Diese Aura ist unmittelbar mit uns verbunden und interagiert mit allem und jedem um uns herum.
Für mich persönlich hat es sich als äußerst hilfreich erwiesen, mir eine energetische Sicht der Welt anzueignen. Warum? Weil Energie niemals statisch ist. Sie fließt und ist in Bewegung und Sie können Ihre Energie jederzeit in die von Ihnen gewünschte Richtung lenken.
Wenn Sie die Welt aus energetischer Sicht betrachten, nehmen Sie Veränderungen wesentlich schneller wahr und bekommen so ein Feedback, das Ihnen hilft, auf Ihren Heilungsprozess zu vertrauen. Ihr Körper mag Wochen oder Monate benötigen, um vollständig zu gesunden, aber Ihre Aura, Ihre Chakren und Ihre Lebenskraft (Chi) verändern sich rasch und Sie können bereits innerhalb weniger Minuten oder Stunden eine Verbesserung wahrnehmen.
Wenn Veränderungen so schnell möglich sind, ist es nur eine Frage der Zeit, bis Körper und Geist die von Ihnen gewünschten Änderungen umsetzen. Sie tragen die Verantwortung – Sie lenken die Energie – Sie sind sozusagen der Fahrer Ihres Fahrzeugs!
Empfehlung Nr. 4:
Erspüren Sie die Energie Ihres Körpers! Horchen Sie, wann immer Sie können, in Ihren Körper hinein und nehmen Sie seine Energie oder auch die Energie einzelner Organe wahr.
Diese einfache Übung kann eine derart transformierende Wirkung haben, dass Sie mehr und mehr im Zustand dieses energetischen Empfindens bleiben.
Die Energie folgt den Gedanken
Machen Sie sich diesen Satz einmal wirklich bewusst: Die Energie (= das Leben) folgt unseren Gedanken.
Wenn wir hier über Gedanken sprechen, betrifft das natürlich nicht nur unser bewusstes Denken. „Positives Denken“ ist sicherlich nicht verkehrt, aber unsere bewussten Gedanken machen nur einen kleinen Teil der Gesamtheit unserer Gedanken aus.
Die meisten unserer Gedanken sind von eher beiläufiger Art, wahllos, ziellos, ungesteuert, sie wiederholen sich oft und sind größtenteils unbewusst. Der Yoga-Lehrer Bryan Kest fasste es in einem Interview für den Film Titans of Yoga wie folgt zusammen: „Neunzig Prozent unserer Gedanken ähneln einander, es ist sozusagen der gleiche Kram, den wir immer wieder denken. Wenn wir uns diese unbewussten Denkmuster bewusst machen, stärken wir unser inneres Gleichgewicht und gewinnen an Lebensfreude.“
Dabei muss es aber nicht bleiben: Sie können lernen, das volle Potenzial Ihres Geistes zu nutzen. Wenn Ihre bewussten Gedanken und die unbewussten Denkmuster sozusagen am gleichen Strang ziehen, werden Sie spüren, wie das Universum sich danach ausrichtet und Sie unterstützt.
Stress und Krankheiten
In den vergangenen 20 Jahren haben Hunderte von Untersuchungen gezeigt, dass Stress bei den großen Gesundheitsproblemen unserer Zeit eine wichtige Rolle spielt – auch bei der weltweit häufigsten Todesursache, den Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Krebs, Hormonstörungen, psychische Probleme und eine Vielzahl anderer stressbedingter Krankheiten sind die häufigsten Gründe für Besuche in den Praxen von Ärzten, Heilpraktikern und Therapeuten.
Untersuchungen fanden sogar einen Zusammenhang zwischen einem länger andauernden belastenden Erlebnis und der Unfähigkeit von Immunzellen, auf die Hormonsignale zu reagieren, die normalerweise Entzündungen regulieren.
Die Frage, die es zu untersuchen gilt, ist folgende: Warum und wie wirkt sich Stress auf Körper und Geist aus? Schadet jede Art von Belastung unserer Gesundheit? Oder sind es ganz bestimmte Arten von Stress oder Stressfaktoren, die sich schädlich auswirken?
Bei META-Health nehmen wir es ganz genau und achten darauf, welche Art von Stress bestimmte Organe belastet. Dabei gehen wir davon aus, dass jedes Organ mit einem ganz spezifischen unbewussten reaktiven Stressmuster in Beziehung steht.
Beispiele für die Verbindungen zwischen Stress und bestimmten Organen
– Eine emotionale Belastung, die zu tun hat mit dem Verlust des Kontakts zu jemandem, den wir lieben, ist direkt mit der äußeren Hautschicht (Epidermis) verbunden.
– Ein Gefühl von Abscheu oder Ekel (weil wir mit etwas in Berührung gekommen sind, was wir als „schmutzig“ empfinden) wird der inneren Hautschicht (Dermis) zugeordnet.
– Die Herzkranzarterien reagieren, wenn wir ständig im Streit mit jemandem liegen und das Gefühl haben, dass unsere Grenzen überschritten werden.
– Ein Gefühl der Unwürdigkeit oder Wertlosigkeit, das uns in unserem „Kern“ trifft, belastet die Knochen.
– Wenn wir etwas emotional nicht verarbeiten können, dann reagiert unsere Speiseröhre.
– Die Unfähigkeit, eine Situation zu verdauen, und die daraus resultierende Angst oder der Kampf gegen einen Konkurrenten lassen unseren Magen reagieren (genauer gesagt: die Magenschleimhaut).
Wie Sie an diesen Beispielen erkennen können, beschäftigen wir uns nicht nur mit den Organen allgemein, sondern (auch) mit bestimmten Teilen (Geweben) eines Organs. In den späteren Kapiteln finden Sie ausführlichere Informationen dazu.
Geben Sie nicht anderen die Schuld!
Manchmal, wenn ich mit Klienten über den Zusammenhang zwischen Gefühlen, Gedanken und Erkrankungen spreche, spüre ich, dass sie im ersten Moment noch deprimierter und hoffnungsloser werden, weil sie das Gefühl haben, sie allein trügen die Verantwortung für ihre Krankheit oder seien irgendwie daran schuld.
Dann kommen Gedanken auf wie diese: „Mein Denken und Fühlen ist die Ursache für meine Krankheit? Soll ich etwa daran schuld sein, dass ich krank bin?“ Oder: „Also ist letztendlich mein untreuer Ehemann, mein prügelnder Vater oder mein schrecklicher Chef für meinen Krebs verantwortlich?“
Es ist sehr wichtig zu erkennen, dass aufgrund der tief verwurzelten biologischen und daher unbewussten Natur dieser Krankheitsauslöser von „Schuld“ hier keine Rede sein kann. Schließlich haben wir unsere Körperintelligenz ja zu keinem Zeitpunkt bewusst aufgefordert, nun bitteschön mit der Entwicklung von Symptomen zu beginnen, oder? Auch andere sind nicht für unsere Symptome verantwortlich, denn sie reagieren ebenso unbewusst wie wir selbst. Allerdings:
Damit Heilung eingeleitet werden kann, ist es unabdingbar, sich Dinge bewusst zu machen, eine bewusste Wahl zu treffen und aktiv die notwendigen Veränderungen in unserer Lebensweise vorzunehmen. Aus spiritueller Sicht sind bedeutsame emotionale Erfahrungen ein essenzieller Bestandteil unseres Lebens. Ohne sie wären wir nicht in der Lage, zu lernen und zu wachsen.
Um ein bekanntes Beispiel aufzugreifen:
Wäre Ray Charles …
… ein so erstaunlicher Musiker geworden, wenn er nicht den tragischen Ertrinkungstod seines jüngeren Bruders miterlebt hätte? Schauen Sie sich einmal den Film Ray an – er vermittelt auf beeindruckende Weise das intensive emotionale Trauma. Ray Charles musste hilflos mit ansehen, wie sein Bruder ertrank. Kurz darauf begannen seine Augen zu reagieren, ein paar Jahre später war er vollständig erblindet. Im Film wird deutlich gemacht, wie sich das Trauma auf seine Musik, seine Beziehungen und sein Leben auswirkte.
Sie erschaffen selbst – bewusst und unbewusst – Ihre Realität. Was Sie erleben, formt Ihre Persönlichkeit und diese wiederum erschafft Ihre Realität. Ich möchte Sie ermutigen, die Erfahrungen, die Sie machen, als Chancen zu begreifen, sich Ihrer Lebenslektionen bewusst zu werden und als menschliches und spirituelles Wesen zu wachsen.
Geben Sie nicht Ihren Genen die Schuld!
Die meisten von uns glauben vermutlich, dass unsere Gene über unseren Körper bestimmen. Aber die Forschung hat mittlerweile aufgezeigt, dass Ihre DNA (das Genom) in Bezug auf Ihre Zellen am ehesten als „Hardware“ bezeichnet werden kann und das Epigenom als „Software“. „Wenn ich möchte, kann ich auf meinen Macintosh-Rechner auch Windows laden“, erklärt Joseph Ecker, Biologe am Salk Institute und führender epigenetischer Experte. „Chip und Genom bleiben gleich, aber die Software ändert sich. Das Ergebnis ist ein anderer Zelltyp.“
Die Epigenetik untersucht die Veränderungen in der Genaktivität, in den Mustern der Genexpression, die von dem Zellmaterial, das über dem Genom und außerhalb davon sitzt – dem Epigenom –, gesteuert werden. (Die Vorsilbe epi- bedeutet unter anderem „oberhalb“.) Es sind die sogenannten epigenetischen Marker, die Ihren Genen sagen, ob sie sich an- oder ausschalten, ob sie laut sprechen oder flüstern sollen. Faktoren wie Ernährungsweise, Stress und pränatale Ernährung können über epigenetische Marker die Gene prägen; diese Prägung kann von einer Generation an die nächste weitergegeben werden.
Was Sie essen, wie Sie sich fühlen, wo Sie leben, was Sie denken und was Ihre Überzeugungen sind – das alles hat also einen direkten Einfluss auf Ihre Genexpression. Durch das Verändern Ihrer Lebensweise können Sie daher nicht nur den Gesundheitszustand von Körper und Geist verändern – Sie geben diese „verbesserten“ Gene auch noch an zukünftige Generationen weiter.
Geben Sie nicht Mikroben die Schuld!
Über Mikroben zu sprechen ist immer ein wenig verzwickt, weil viele Menschen ziemlich festgefahrene Ansichten darüber haben, was Bakterien, Viren und Pilze so tun. Der im 19. Jahrhundert lebende französische Chemiker und Mikrobiologe Louis Pasteur hat unsere Kenntnisse über Mikroorganismen erheblich geprägt. Da sie bei Kranken häufig vorzufinden waren, entwickelte er die These, dass sie die Ursache von Erkrankungen seien – die sogenannte Keimtheorie.
Claude Bernard, ein Zeitgenosse von Pasteur, war im Gegensatz dazu der Ansicht, die Ursache für Krankheiten sei das „Milieu“ – der menschliche Körper. Er betrachtete pathologische Mikroorganismen lediglich als Nutznießer eines bereits vorhandenen ungesunden Zustands des Körpers. Bernard und Pasteur stritten sich zeit ihres Lebens über diesen Punkt.
Mit unserem neuen Heilungsparadigma gehen wir sogar noch einen Schritt weiter: Hier werden die Mikroben nicht als Nutznießer einer Krankheit angesehen, sie spielen vielmehr eine wichtige Rolle beim Wiederaufbau von Gewebe, beim Wiederherstellen der Funktion sowie bei der Zersetzung von Gewebe und Zellen, die nicht länger benötigt werden.
Im Sinne dessen, was ich bereits über Glaubenssätze oder Überzeugungen zum Thema Gesundheit ausgeführt habe, schlage ich Ihnen nun vor, hier und jetzt eine neue Überzeugung zu übernehmen, die zunächst vielleicht schwer zu verinnerlichen ist, sich aber bald schon als lebensverändernd erweisen wird. Sie lautet:
Mikroben sind keine „Bösewichte“, sondern hilfreiche Mikroorganismen und ein lebenswichtiger Teil Ihres Organismus.
Wussten Sie, dass 90 Prozent Ihres Körpers aus Mikroben bestehen? „Wir sind eine Art Legierung, eine Mixtur aus Bakterien und menschlichen Zellen. Nach einigen Schätzungen sind 90 Prozent der Zellen in unserem Körper Bakterien“, sagt der Molekularbiologe Steven Gill, früher am Institut für Genomforschung (TIGR) und heute an der State University of New York in Buffalo tätig. „Unser Wohlbefinden hängt von dieser Mikrobenpopulation ab. Wenn sich hier etwas verschiebt, was zu einem Mangel an nützlichen Mikroben führt, kann dies Störungen im Stoffwechsel nach sich ziehen und es können Leiden wie zum Beispiel entzündliche Darmerkrankungen entstehen.“
Diese Mikroben (Viren, Bakterien und Pilze) sind ebenso intelligent wie der Rest unserer Körper-Geist-Ganzheit und ebenso wichtig wie jeder andere Teil unseres Organismus.
Empfehlung Nr. 5:
Achten Sie auf Ihre Ansichten über Mikroben. Es ist interessant, dass diese kleinen Partikel in unserem Körper so viel Angst in unserem Geist erzeugen können. Achten Sie einmal auf Ihre Überzeugungen und Glaubenssätze in Bezug auf Viren, Bakterien und Pilze. Fragen Sie sich, ob Ihre Ansichten zu Ihrer Heilung beitragen oder nicht. Beobachten Sie einfach nur, was Sie denken, ohne zu werten oder zu kommentieren. Seien Sie achtsam.
Ihre Erwartungen an die Selbstheilung
Haben Sie bestimmte Vorstellungen oder Gedanken dazu, wie Ihr Körper und Geist reagieren oder wie Sie sich fühlen sollten? Möchten Sie, dass Ihre Symptome einfach nur verschwinden? – Wir alle haben in Bezug auf unser Leben und unsere Gesundheit bestimmte Erwartungen und diese Erwartungen schränken uns in vielfältiger Weise ein. Phänomene wie die Gesamtheit, das Zusammenspiel von Körper und Geist und wie Heilung sind Mysterien. Lassen Sie daher alle Erwartungen bezüglich Heilung (wie sie vonstattengeht und wie die einzelnen Stufen aussehen) los. Seien Sie offen für neue Entwicklungen, ja, für „Wunder“.
Sie können nicht erwarten, dass Sie auf die gleiche Weise fühlen, denken und handeln, wie dies in der Vergangenheit der Fall war, bevor Sie die Krankheitssymptome entwickelten. Bereiten Sie sich also auf neue Gefühle, Gedanken und Handlungsweisen vor.
Denken Sie daran: Ihr Organismus ist äußerst intelligent und hat das Bestreben, sich selbst zu regulieren. Wir müssen einfach nur die entsprechenden Maßnahmen einleiten und die Heilung zulassen.
Sie werden auf Ihrer Reise immer wieder körperliche und geistig-seelische Symptome erleben. Symptome sind nichts Schlechtes. Sie sind äußerst wichtig und werden Ihnen bedeutsames Feedback liefern.
Lassen Sie zu, dass Selbstheilung geschieht. Leben ist Veränderung. Akzeptieren und wertschätzen Sie Veränderungen und damit das Leben selbst! Achten Sie die Signale Ihrer Körperintelligenz und lernen Sie von ihnen. Nehmen Sie das Leben voll und ganz an!
Ihre Motivation oder: Warum wollen Sie sich ändern?
Dies ist eine der wichtigsten Fragen auf Ihrem Weg zur Heilung:
– Warum?
– Warum möchte ich gesund sein?
– Was ist meine Motivation?
– Warum ist es wichtig für mich, gesünder und glücklicher zu sein und ein erfüllteres und erfolgreicheres Leben zu führen?
Nur wenn Sie motiviert genug sind, echte Veränderungen in Ihrem Leben vorzunehmen (wie klein sie auch immer sein mögen), werden Sie überhaupt aktiv werden. Vielleicht lesen Sie dieses und viele andere Bücher, nehmen an Seminaren teil, und wenn Sie wieder zu Hause sind, machen Sie genauso weiter wie vorher …
Halten Sie deshalb nun einmal inne! Nehmen Sie sich, bevor Sie umblättern und den Rest des Buches lesen, einen Moment Zeit und fragen Sie sich, warum Sie gesünder sein wollen. Notieren Sie mindestens zehn bedeutsame, emotionale, überzeugende und leidenschaftliche Gründe, warum Sie gesünder sein und ab jetzt mit kleinen Veränderungen Ihrer Lebensweise beginnen wollen.
Kapitel 2
Die fünf zentralen Punkte und Phasen des Heilungszyklus
Gesundheit hat Prozesscharakter
Der erste Schritt auf unserer META-Health-Reise besteht darin, den Prozess von Erkrankung und Heilung vom energetischen Standpunkt aus zu betrachten und uns stärker mit der angeborenen heilenden Intelligenz der Natur und unserer Körper-Geist-Ganzheit zu verbinden, damit unser Vertrauen wachsen kann.
In der Regel betrachten wir Krankheit und Gesundheit als feste, statische, voneinander abgegrenzte Seinszustände oder Befindlichkeiten. Wenn wir körperliche Symptome oder Signale wahrnehmen, die wir normalerweise nicht haben oder für deren Auftreten wir keine Ursache erkennen, dann sind wir nach herkömmlicher Betrachtungsweise krank, nicht wahr? Wenn Körper und Geist auf eine Weise reagieren, die außerhalb Ihres „normalen“ Erfahrungsbereichs liegt, dann leiden Sie nach landläufiger Meinung unter einer Krankheit.
Aber ist das wirklich so? Sind Krankheit und Gesundheit wirklich statische Zustände?
Ganz sicher nicht! Bitte bedenken Sie einmal Folgendes: Unsere Körperparameter verändern sich ständig. Blut, Muskeln, Lymphsystem, ja, wirklich alle Teile unseres erstaunlichen, prozesshaft angelegten Organismus sind permanent „im Fluss“. Daher gilt: Auch Erkrankung, Heilung und Gesundheit sind ein Prozess und die Symptome geben Ihnen ein Biofeedback dazu, welche Bereiche Ihres Lebens Ihrer Aufmerksamkeit bedürfen.
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