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Das Containerhaus

Wenn wir von einem Containerhaus sprechen, meinen wir tatsächlich ein Haus, welches aus einem Schiffs- bzw. Frachtcontainer gebaut wurde. Es gibt am Markt nämlich auch Anbieter von Modulhäusern, die gerne das Wort Containerhaus verwenden, da die meist rechteckigen Module wie einzelne Container miteinander kombiniert werden können.
Verfügbare Containergrößen
Frachtcontainer werden auf der ganzen Welt verwendet, um Waren zu transportieren. Daher ist es nötig, dass sie in Standardabmessungen produziert werden, damit sie überall auf der Welt gleich und einfach verwendet werden können. Das ermöglicht effektiven Einsatz während des Transportes und eine schnelle Logistik. Wer schon einmal im Hamburger Hafen war, kennt die schier endlosen Reihen dieser Stahlkolosse.
Die Container werden in Fuß gemessen und weltweit in 5 Größen hergestellt. Es gibt sie in 20, 40, 45, 48 und 52 Fuß. Aus Länge x Breite x Höhe berechnet sich dann die verfügbare Grundfläche in Quadratfuß.
Der Einfachheit halber sind hier die Maße in Metern bzw. Quadratmetern umgerechnet:

Die Größe der einzelnen Container legt dann die Abmessungen für den Bau des Containerhauses fest. Allerdings können einzelne Container miteinander verbunden werden, um dadurch auch größere Häuser zu bauen. Dadurch lassen sich spektakuläre Ergebnisse erzielen, die echte Blickfänge sind. Die einzelnen Container können nebeneinander, übereinander oder auch kreuz und quer zueinander aufgestellt werden. Um die einzelnen Module dann miteinander zu verbinden müssen lediglich Löcher in die entsprechenden Wände oder Decken geschnitten werden. Man sollte sich allerdings darauf einstellen, dass Schweiß-arbeiten zum Bau eines Containerhauses dazu gehören. Zudem muss man beim Herausschneiden von Teilen auch darauf achten, dass die Statik nicht beein-trächtigt wird.

Umbau eines Containers
Die Container sind in der Regel komplett geschlossen und verschweißt, bis auf die beiden Flügeltüren an der Stirnseite. Um aus solch einem Metallklotz ein bewohnbares Haus zu bauen, müssen Türen und Fenster ausgeschnitten werden. Oft werden die Flügeltüren ausgebaut und gegen moderne (Schiebe-) Türen ersetzt. An der anderen Stirnseite werden meist große, bodentiefe Fensterelemente eingebaut, um mehr Licht in den Container zu lassen.
Um den Container bewohnbar zu machen, muss eine Dämmung angebracht werden, da das Metall die Außentemperatur (egal ob heiß oder kalt) stark leitet und es sonst entweder sehr kalt oder sehr warm im Haus werden kann. Da die Container von außen besonders rustikal und interessant aussehen, entscheiden sich viele der Besitzer für eine entsprechende Innendämmung um den Look zu erhalten. Dadurch steht dann allerdings auch weniger Platz für den Innenausbau zur Verfügung. Für die Außen-fassade wird als Alternative auch gerne langlebiges Holz verwendet.
Vorteile von Containern als Tiny House
– Relativ günstige Anschaffungskosten
– Robust und durch die Lackierung wetterfest
– Einfacher Transport durch Standardmaße
– Ausbau vergleichsweise schnell umzusetzen
– Ökologisch, da nur wenig zusätzliches Baumaterial nötig ist
– Benötigen nur ein einfaches Punkt- oder Streifenfundament
Nachteile von Containern als Tiny House
– In Deutschland schwer, eine Baugenehmigung zu erhalten aufgrund fehlender Raumhöhe, Statik oder Bebauungsplan der umliegenden Nachbarschaft
– Isolierung aufwendig und evtl. kostspielig
– Herkunft und Transportinhalt oft nicht klar, der Container und die Lackierung können chemisch belastet sein
– Einfacher Grundriss, daher kann die Einrichtung problematisch sein
– Niedrige Deckenhöhe kann zu Unbehagen führen
Genau wie beim stationären Tiny House ist auch ein Containerhaus genehmigungspflichtig und unterliegt dem Baurecht. Es ist daher vor dem Kauf unbedingt beim Bauamt zu erfragen, ob das Containerhaus überhaupt auf das gewünschte Grundstück gebaut werden darf.
Bezugsquellen
Wer sich für den Kauf oder Bau eines Containerhauses interessiert, findet weitere nützliche Informationen auf der Webseite pocketcontainer.de. Hier werden Blogbeiträge und Bilderstrecken angeboten, Baupläne zum Download bereitgestellt und Hinweise zur Baugenehmigung gegeben.
Wer auf eigene Faust einen Container suchen und finden möchte, kann sich direkt an Reedereien, Speditionen, Logistikunternehmen oder große Baufirmen wenden. In deren Betriebe werden die Container bereits für Baustellenbüros, Unterkünfte, Lager- und Verwaltungsräume verwendet. Mit etwas Glück werden diese auch irgendwann ausgemustert und man kann vielleicht ein Schnäppchen inklusive Dämmung abgreifen. Es gibt auch die Möglichkeit im Ausland nach Containern zu suchen, da diese in der Regel günstiger sind als in Deutschland. Man sollte allerdings unbedingt vor dem Kauf die Qualität der Container überprüfen und auch erfragen, was in dem Container transportiert wurde. Schließlich kann im Laufe eines Containerlebens alles Mögliche darin gelagert worden sein, von Gummistiefeln bis hin zu radioaktivem Abfall. Daher sollte darauf geachtet werden, dass der Container über eine CSC- Plakette verfügt. Auf dieser Plakette wird auf einer Skala von A-D angegeben, wie die Qualität des Containers ist. A steht für eine sehr gute Qualität, D steht für schlechte Qualität.
Kosten für einen Container
Der Preis für einen Container- Rohling hängt stark vom Alter und Zustand sowie der Qualitätsstufe ab. Ein komplett nackter Container ist aber bereits ab 3.000 Euro zu finden. Dazu kommen in der Regel noch Kosten für den Transport, die individuell mit dem Verkäufer zu klären sind. Die Aufstellung eines Containers erfolgt per Schwerlastkran, der ebenfalls kostenpflichtig ist. Für einen bereits fertigen und ausgebauten Container variieren die Preise stark pro Hersteller, beginnen aber in der Regel ab 15.000 Euro. Im weiteren Verlauf dieses Buches haben wir eine Kostenaufstellung für den kompletten Ausbau eines Schiffscontainers aufgeführt.

Hier eine kleine Auswahl von Herstellern von Containerhäusern:
Big Box Berlin ist ein Full- Service Anbieter, der seine Kunden von der Entwicklungsphase (Konstruktion, Brandschutz, Baugenehmigung) bis hin zur Aufstellung betreut. Die Häuser kommen komplett mit Dusche und WC und können auch mit Sonderausstattungen und Wunschlackierung erworben werden.
Your Boxx ist ein Anbieter aus NRW, genauer gesagt aus Kerpen. Dort befindet sich sogar eine Werksausstellung für fertig ausgebaute Seecontainerhäuser. Auf der Seite findet man Wissenswertes rund um das Thema Baugenehmigung, Transport, Energieeffizienz, Statik, Bauweise, Kosten und Qualitätsanspruch der Your-Boxx Minihäuser.
Sisu Containers sind zwei Freunde und Handwerker, die im Wendland interessante Containerprojekte in Handarbeit erstellen. Das außergewöhnliche Design überzeugt und sorgt für echte Blickfänge. Vor allem die wunderschönen Außenfassaden haben uns begeistert.
Das Erdhaus

Das wohl bekannteste Erdhaus der Welt ist das Haus von Bilbo Beutlin, dem Hobbit aus dem Film „Herr der Ringe“. Mit seiner runden Tür, den runden Fenstern und dem schönen Bewuchs hat das Erdhaus einen unglaublich charmanten und gemütlichen Charakter. Diese Art zu wohnen gibt es bereits seit Jahrhunderten auf der ganzen Welt. Schon die Ureinwohner Amerikas bauten ihre Unterkünfte in die Erde, da sie so besser vor Wind und Wetter schützen als ein Zelt oder Tipi.
Ein Erdhaus zeichnet sich insbesondere dadurch aus, dass zur Herstellung oder Bedeckung von Wänden und Decken eine dicke Schicht Erde verwendet wird. Die darunterliegende Stützkonstruktion wurde in früheren Tagen entweder aus Stein in Form eines Gewölbes gemauert oder mit einem Ständerwerk aus Holz gebaut. Heutzutage wird häufig Stahlbeton verwendet, der entsprechend in Form gegossen werden kann. Dadurch entstehen die typischen Rundungen an der Decke und an den Wänden. Das Erdhaus muss dabei nicht zwingend in die Erde gebaut werden, sondern kann auch auf einer offenen Fläche aufgestellt und anschließend mit Erde überschüttet werden. Die Erde dient zum einen als Schutz des Hauses gegen Wind und Wetter. Zum anderen hat die Erde gute isolierende Eigenschaften, so dass dem Erdhaus ein angenehmes Raumklima nachgesagt wird. Im Sommer kühlt die Erde das Haus und schützt vor zu großer Hitze, im Winter speichert es hingegen die Wärme, die nur langsam von innen nach außen dringt.
Vorteile eines Erdhauses
Gute Energieeffizienz
Ein Erdhaus verfügt aufgrund der dicken Erdschicht über eine sehr gute Isolierung. Die Erde wirkt dabei wie eine warme Decke und sorgt dafür, dass die Wärme von Innen nur langsam nach außen entweichen kann. Dadurch muss im Schnitt weniger geheizt werden als bei einem herkömmlichen Haus. Die Körperwärme der Bewohner sowie die Abwärme beim Kochen oder Duschen werden ebenfalls dauerhaft gespeichert und reichen teilweise schon aus, um ein angenehmes Raumklima zu erzeugen. Das spart Energie und Kosten. Dadurch verursacht ein mittelgroßes Erdhaus im Schnitt nur rund 300 Euro Heizkosten im Jahr. Zusätzlich kann auch mit einem kleinen Holzofen geheizt werden, um die Kosten noch weiter zu senken. Im Sommer hingegen erwärmt sich das Haus nur sehr langsam und ist daher deutlich kühler. Dadurch lassen sich jährlich zwischen 40 und 50 % des gesamten Energiebedarfs eines herkömmlichen Hauses einsparen. Dies ist ein ausschlaggebender Faktor für alle, die sich dem Klimaschutz verschrieben haben und sich für mehr Nachhaltigkeit einsetzen wollen.
Dachbepflanzung
Die dicke Erdschicht ermöglicht es, das Dach mit Zier- oder Nutzpflanzen zu bepflanzen. Die Bepflanzung sorgt zum einen für Festigkeit. Die aufgeschüttete Erde kann nicht einfach vom Regen fortgespült werden. Zum anderen speichert die Pflanzendecke die Feuchtigkeit und gibt diese dann langsam an die Pflanzen ab.
Schutz vor Unwetter
Die tiefliegende Struktur eines Erdhauses bietet einen sehr guten Schutz vor der Witterung, vor allem bei heftigen Stürmen. Anders als bei einem herkömmlichen Haus sind die Seitenwände oder das Dach bei Sturm deutlich weniger anfällig für Schäden. Die runde Form sorgt dafür, dass der Wind wenig Angriffsmöglichkeiten hat und eher um das Haus herumführt. Somit werden die Materialien auch weniger in Mitleidenschaft gezogen verleiht dem Erdhaus seine Langlebigkeit.
Nachteile eines Erdhauses
Fehlendes Tageslicht
Erdhäuser sind meist an drei der vier Seiten geschlossen und in der Regel weist nur die Südseite Fenster auf. So kann schnell das Gefühl einer „Höhle“ entstehen. Hier muss mit ausgeklügelten Lichtinstallationen, Dachfenstern oder Solar- Röhren gearbeitet werden, damit ein angenehmes Wohnklima entsteht.
Runde Wände
Die typische Form eines Erdhauses ist eher kuppel- oder gewölbeförmig. Das führt dazu, dass die Innenwände in der Regel nicht senkrecht, sondern gekrümmt sind. Dadurch können sich Probleme bei der Anbringung von Möbeln oder Bildern ergeben. Es ist notwendig schon bei der Planung auch auf die Errichtung von geraden Flächen im Haus zu achten.
Schimmelgefahr
Durch die dicke Erdschicht werden Wärme und Feuchtigkeit länger gespeichert. Die Luftfeuchtigkeit ist also deutlich höher als bei einem herkömmlichen Haus. Das kann bei mangelhafter Lüftung im schlechtesten Fall zu Schimmelbildung führen. Ein konsequenter Lüftungs- Plan oder automatisierte Lüftungslösungen können Abhilfe schaffen.
Baugenehmigung
Ein Erdhaus ist in Deutschland noch relativ wenig verbreitet. Daher kennen sich Städte und Gemeinden meist nicht mit dieser Art zu wohnen aus. Das könnte zu Schwierigkeiten bei der Ausstellung einer Baugenehmigung führen. Ein klärendes Gespräch mit der örtlichen Behörde kann hier schnell für Klarheit sorgen.
Kosten für ein Erdhaus
Die Kosten für ein Erdhaus hängen natürlich von Art und Größe des Hauses ab. Es wird zwischen bodentiefen und Erdhügel- Häusern unterschieden. Ein Haus in den Boden zu bauen ist dabei aufwendiger als erst das Haus zu bauen und dann mit Erde zu überschütten. Da zudem der Bau für die runden Wände und Decken im Spritzgussverfahren spezielle Kenntnisse und Baumaterialien verlangt, ist ein Erdhaus in der Regel 10% teurer als ein herkömmliches Haus. Diese zusätzlichen Kosten rechnen sich jedoch im Laufe der nächsten Jahre schnell über die gesparten Energiekosten wieder auf.
Der Zirkus- bzw. Bauwagen
Spätestens seit der Fernsehserie „Löwenzahn“ mit Peter Lustig verbindet man das Leben in einem Bau- oder Zirkuswagen mit Romantik, Freiheit und einem individuellen Lebensstil. Für all diejenigen, die Peter nicht mehr aus ihrer Kinderzeit kennen, hier ein Bild von seinem selbstausgebauten Bauwagen, in dem er inmitten eines Schrebergartens gewohnt hat.

Die Abmessungen können stark variieren, es gibt Bauwagen, die 4 Meter lang sind bis hin zu den etwas massiveren Zirkuswagen, die gut und gerne mal 8-9 Meter lang sind. In der Breite messen die Wagen zwischen
2,5 und 3 Metern. Da diese Wagen in der Regel auf einer höher gelegenen Deichsel bzw. einem Trailer stehen, ergibt sich so bereits eine gewisse Wagenhöhe. Anders als beim Tiny House sind dadurch zweistöckige Aufbauten eher ungewöhnlich.
Früher wurden solche Zirkuswagen noch von Tieren gezogen, mittlerweile erfolgt der Transport mithilfe von starken Zugmaschinen wie Pickups, LKWs oder Traktoren. Der Trailer bietet die Grundfläche, auf dem in der Regel ein Ständerwerk aus Holz befestigt wird. Darauf setzt man dann die runden Dachbalken für das Bogendach, die dem Wagen sein schönes Aussehen verleihen.
Anders als in der damaligen Zeit sind die heutigen Zirkuswagen mit moderner Technik ausgestattet, die es ermöglichen, bequem und ganzjährig darin zu wohnen. Der Vorteil eines höheren Trailers ist hierbei, dass auch unter dem Wagen Möglichkeiten für Aufbewahrung und Stauraum angebracht werden können, ohne das schöne Allgemeinbild des Wagens zu zerstören.

Bezugsquellen
Auf Portalen wie Ebay oder Ebay Kleinanzeigen findet man mittlerweile eine Vielzahl solchen Schindelwagen. Suchbegriffe wie Zirkuswagen, Zigeunerwagen, Holzwagen, Bauwagen oder Schindelwagen führen hier sicherlich zu ausreichenden Treffern bei der Suche. Ein weiteres Portal, um einen Wagen zu finden ist Schausteller.de. Hier findet man neben den Terminen für Volksfeste und Jahrmärkte auch einen Bereich für Kleinanzeigen. Dort bieten die Schausteller ihre Fahrzeuge an.
Neu gebaute Zirkuswagen findet man auch auf der Webseite Zirkuswagenbau.info. , Zirkuswagen.com oder Wohlwagen.de. Dort werden Komplettsysteme inklusive Ofen, Dusche, Heizung, Terrasse, Dämmung und antiken Möbeln angeboten. Preise sind meist auf Anfrage verfügbar und variieren je nach Umfang und Einrichtung des jeweiligen Modells.
Kosten eines Zirkus-/ bzw. Schindelwagens
Wer einen Zirkuswagen auf dem Gebrauchtmarkt anstatt neu bei einem Händler kauft, kann Geld sparen. Für einen Wagen um 6 Meter Länge muss man mit einem Kaufpreis zwischen 4.000 und 6.000 Euro rechnen. Das hängt natürlich auch vom Alter, dem Zustand und der Ausstattung des Wagens ab. Für einen neuen Wagen, der individuell und neu angefertigt wird, muss mit Kosten ab 15.000 Euro gerechnet werden. Die Grenze nach oben ist offen. Je größer die Fahrzeuge werden, umso höher der Kaufpreis. Für ein vollausgestattetes Modell mit Dusche, Heizung, Möblierung sowie Solaranlage entstehen Kosten zwischen 40.000 und 60.000 Euro.

Rechtliches zum Schindelwagen
Egal ob man solch einen Wagen gebraucht oder neu kauft, er benötigt eine Straßenzulassung. Bei einem Gebrauchtkauf sollte darauf geachtet werden, ob diese auch vorliegt. Sofern der Wagen dauerhaft mobil bleibt, ist es grundsätzlich gestattet ihn außerhalb von Ortschaften zu parken. Dabei dürfen aber weder Sitzgelegenheiten (Stühle und Bänke), noch eine Kochstelle oder Toilette zusätzlich aufgestellt werden. All das wird dann nämlich wieder genehmigungspflichtig. Ausnahmen gibt es natürlich z.B. beim Zirkus oder fahrenden Volk, hier werden die Wagen in der Regel von der Stadt geduldet, solange niemand gestört oder belästigt wird. Eine Genehmigung für dauerhaftes Abstellen gibt es jedoch meist nicht.
Ähnlich wie bei einem Tiny House besteht die Möglichkeit, sich mit Campingplätzen oder anderen Grundstückseigentümern zu einigen. Zunächst sollte das Gespräch mit dem Campingplatzbetreiber gesucht werden, ob die Anmeldung als Erstwohnsitz auch erlaubt ist. Auf allen anderen Grundstücken gilt in der Regel: Dauerhafter Wohnsitz = Einhaltung des Baurechts. Der Weg zum örtlichen Bauamt ist hier unbedingt zu empfehlen, um zu klären, ob ein Bauantrag gestellt werden muss.

Das Hausboot

Hausboote gibt es schon seit Jahrhunderten und sind nicht nur in Asien eine beliebte Wohnform. Wer schon einmal durch die schönen Grachten von Amsterdam spaziert ist, kennt den Charme einer Wohnung auf dem Wasser. Das Hausboot erfreut sich in der heutigen Zeit wieder wachsender Beliebtheit. Schließlich vermittelt kaum eine andere Wohnform so sehr das Gefühl von Freiheit als das Leben auf dem Wasser. Schon Huckelberry Finn hatte ein Hausboot, auf dem er und sein Freund Tom Sawyer auf dem Mississippi ihre Abenteuer bestritten.
Floating Home vs Hausboot
Zunächst muss zwischen dem Begriff Hausboot und Floating Home unterschieden werden. Ein Hausboot besitzt die Möglichkeit, den Standort zu wechseln. Es verfügt über einen Motor und ein steuerbares Ruder. Solch ein motorbetriebenes Hausboot gilt sogar als Sportboot, solange es eine Länge von 24 Metern nicht überschreitet. Sobald ein Hausboot mehr als 15 Meter Länge aufweist, muss es in ein meist kostenpflichtiges Schiffs-register eingetragen werden. Daher bietet es sich für ein Hausboot an, sich für einen Schiffstyp zu entscheiden, welche diese Größe nicht überschreitet.
Tipp: Wer über solch ein mobiles Hausboot verfügt, sollte von Anfang an ein Logbuch bei allen Reisen führen. Dadurch verringert man das Risiko, dass das Hausboot irgendwann von den Behörden als bauliche Anlage angesehen wird.

Als Floating Home werden Hausboote bezeichnet, die fest an einem Liegeplatz liegen. In den meisten Fällen schwimmt das Boot dann auf Pontons, auf denen eine feste Betonplatte angebracht ist. Darauf wird dann das Haus gebaut. Alternativ kann man auch Boote oder Schiffe verwenden, bei denen der Antrieb entfernt wurde. Wenn das Haus dann später an einen anderen Liegeplatz bewegt werden soll, muss es von einem anderen Schiff dorthin gezogen werden.
Anders als bei einem normalen Haus muss bei einem Hausboot keine Grundsteuer entrichtet werden, schließlich gibt es auf dem Wasser keinen Grund und Boden. Doch wer auf dem Wasser leben möchte und nicht über einen eigenen See verfügen kann, ist auf einen Liegeplatz angewiesen. Man kann nicht einfach mitten auf dem Wasser Anker werfen, da man dadurch den Wasserweg blockieren würde. Daher ist es auf einem öffentlichen Gewässer nur erlaubt, am Ufer anzulanden um zu übernachten. Und dazu benötigt man einen meist offiziellen Liegeplatz.
Ein fester Liegeplatz für ein Floating Home fällt dann allerdings unter die Vorschriften aus dem Wasserbau der jeweiligen Stadt bzw. Gemeinde. Solche Plätze sind noch relativ selten, heiß begehrt und je nach Lage auch ziemlich kostspielig. Fällt das Hausboot allerdings in die Kategorie Sportboot ist es deutlich einfacher einen normalen Liegeplatz zu nutzen.
Die Kosten für solche Liegeplätze sind dann meist Verhandlungssache. Zum Beispiel kostet ein Liegeplatz im Binnenhafen von Emden zwischen 150 und 300 Euro pro Monat.
Wer dauerhaft auf dem Hausboot an einer Stelle wohnen will, muss sich an die zuständige Behörde wenden, um die Vorschriften zu erfahren. Wenn es sich nicht um ein Bundesgewässer handelt, reicht meist der Weg zum örtlichen Wasser- und Schiffartsamt. Dort erfährt man dann Einzelheiten zum Genehmigungsverfahren. Denn auch an Ufern gibt es manchmal Bebauungspläne, die eingehalten werden müssen. Zudem ist zu prüfen, ob das Hausboot als erster Wohnsitz angemeldet werden kann, was leider nicht in jeder Stadt möglich ist.
Die Stadt Hamburg hat einen Genehmigungsleitfaden für Hausboote veröffentlicht, der hier zu finden ist: Genehmigungsleitfaden der Stadt Hamburg. Der Leitfaden enthält viele nützliche Tipps und ist daher sicherlich auch für Hausboot- Interessenten geeignet, die nicht aus Hamburg kommen.
Betriebskosten
Neben den Anschaffungskosten für das Hausboot und den Kosten für den Liegeplatz fallen die üblichen Kosten für Strom, Wasser, Abwasser und Müllabfuhr an. Da das Hausboot in der Regel viel Fläche bietet, kann für die Stromversorgung oft auf die Hilfe von Solaranlagen zurückgegriffen werden. Zudem wird auch eine Bootsversicherung nötig sein.
Sofern das Boot mobil bleibt und von Zeit zu Zeit bewegt wird, müssen Treibstoffkosten einkalkuliert werden. Ähnlich wie andere Fahrzeuge muss auch ein Boot regelmäßig zur technischen Überprüfung, quasi zum TÜV. Bei Booten mit Motor alle drei Jahre, bei Booten ohne Motor alle sechs Jahre. Dazu muss das Boot in der Regel in eine Werft, da auch der Rumpf auf Schäden oder Lecks überprüft werden muss. Allein der Transport in die Werft kann teuer werden, die technische Prüfung selbst verursacht natürlich weitere Kosten.

Wasser und Abwasser
Sofern der Liegeplatz keine Möglichkeit bietet, das Boot an die Kanalisation anzuschließen, wird eine passende Sanitäranlage benötigt. Schließlich kann man seinen Unrat nicht einfach in das Gewässer leiten. Die Lösung kann zum Beispiel aus einer Trenn- Toilette mit Kompost und einem entsprechenden Tank für das Abwasser bestehen. Für das Spülwasser bietet es sich an, das Wasser direkt aus dem Gewässer zu pumpen, um keinFrischwasser zu verbrauchen. Eine entsprechende Ansaugpumpe muss also verbaut werden.
Bezugsquellen
Wer sich für ein Hausboot interessiert kann sich auf unterschiedlichen Portalen wie Boot24.com, Bestboats24 oder de.boats.com umsehen. Auch auf Ebay Kleinanzeigen findet man zahlreiche Angebote. Gerade die Suche auf den niederländischen Homepages lohnt sich, da hier das Angebot größer und die Preise günstiger als in Deutschland sind.

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