Kitabı oku: «Tierfreunde aus Blumenstadt : Schwein gehabt»

Yazı tipi:

INHALT

Helden

Schwein gehabt

Willi’s Notizbuch

Schwein

Tipps zum Tierschutz

Blumenstadt

Ein tierisches Hallo

So ein Vogel!

Gewöhnlich ungewöhnlich

Autoren

Copyright

Helden


In Blumenstadt treffen sich mit Tieren:

Diederich

Ein hilfsbereiter Freund und Kollege von Bastis Papa. Er liebt alle Tiere, besonders aber seine Hündin Nora.

Basti

ist immer bereit für Abenteuer, aber nicht immer für ihre Folgen. Seine Mama ist Juristin, sein Papa ist Bankangestellter.

Lisa

ist ein leichtfertiges, aber sehr süßes, blauäugiges Mädchen. Sie möchte jedem helfen und alle Tiere retten. Ihre Eltern sind freiberufliche Designer.

Frau Schmalz

Wenn es eine Neuigkeit gibt, ist sie immer zur Stelle! Die schelmische Nachbarin ist die Klatschtante der Stadt. Ihr Mann ist ein begeisterter Jäger. Die beiden können sich ein wildes Tier nur auf einem Teller oder an einer Wand als Dekoration vorstellen.

Basti s Oma

Bastis Oma ist eine schlanke, lebhafte ältere Dame. Obwohl sie in einem kleinen Dorf wohnt, ist sie sehr modern, trägt modische Sachen und fährt einen Mini.

Willi

Willi gilt als Streber, aber das findet er echt klasse. Denn er will einmal wie sein Papa zu einem berühmten Biologen werden. Willis Eltern sind beide Wissenschaftler. Sein Papa ist oft auf verschiedenen Expeditionen unterwegs.

Willis Mama ist seine Assistentin, besorgt aber lieber den Haushalt.

Da Willi schon sehr viel weiß, benutzt er manchmal ein Notizbuch, um wichtiges Tierwissen aufzuschreiben. Er hat auch zahlreiche interessante Beobachtungen und Steckbriefe notiert, die es in diesem Buch zu finden gibt.

Schwein gehabt


Endlich Sommerferien! Nun konnte Basti nach Herzenslust faulenzen, bis in die Puppen aufbleiben und vor dem Tablet rumgammeln … Doch seine Eltern hatten andere Pläne für ihn: Sie schickten ihn für ein, zwei Wochen zu seiner Oma aufs Land.

„Was könnte besser sein für die Gesundheit als Bewegung an der frischen Luft? Dann können sich deine Augen auch mal von diesem ewigen Auf-den-Bildschirm-Starren erholen. Der Augenarzt hat gesagt, dass du von dem ständigen Zocken kurzsichtig werden könntest. Vom Bewegungsmangel ganz zu schweigen“, sagte die Mama.

Und was die Mama sagte, war Gesetz.

Basti hatte seine Oma natürlich sehr gern und wusste, dass sie sich über seinen Besuch freute, aber wie öde war das denn – „Bewegung an der frischen Luft“. Noch dazu, weil die Oma mittlerweile ganz schön eingerostet war und höchstens noch zu Hause Marmelade einkochte.

„Sei nicht traurig, Basti. Kopf hoch! Sobald deine Mama und ich hier mit der Arbeit fertig sind, gehen wir zusammen in die Berge wandern!“, munterte der Papa ihn auf.

Zur selben Zeit bereitete Bastis Oma alle möglichen Freizeitaktivitäten vor, damit sich ihr Enkel auf dem Land auch ja nicht langweilte. Eifrig plante sie auch einen Ausflug zu einem Bauern, der den größten Schweinestall in der ganzen Gegend besaß.

„So was hast du noch nie gesehen, nicht mal im Zoo“, versprach sie Basti schon am ersten Tag mit einem verschwörerischen Augenzwinkern.

Und sie hatte recht. Der ganze Stolz des Schweinebauern war die berühmte Sau Gerda. Sie war gerade Mutter geworden und größer als ein Nilpferd, hätte Basti schwören können. Um ihren riesigen Bauch herum hatten es sich zwölf rosafarbene Ferkel bequem gemacht, die alle gleich aussahen. Na ja, nicht ganz, eins hatte ein Muttermal auf der Wange. Dieses Ferkel gefiel Basti am besten. Es öffnete kurz die Augen und sah ihn unter seinen weißen Wimpern schon ganz verständig an.

In dieser Woche unternahmen Basti und seine Oma lauter interessante Ausflüge: Sie besuchten Kühe und Pferde auf der Weide, und einmal sammelten sie sogar Pilze im Wald. Aber am meisten hatte Basti doch das Ferkel mit dem Muttermal beeindruckt.

Doch wenn ihr denkt, dass das Freizeitprogramm auf dem Land damit zu Ende war, irrt ihr euch.

„Morgen steigt bei uns ein großes Fest! Es kommen Akrobaten ins Dorf, und auch sonst wird es sicher eine dolle Sause“, sagte Bastis Oma eines Tages und fügte scherzhaft hinzu: „Die habe ich extra für dich bestellt.“

Beim Fest amüsierten sich wirklich alle königlich, allerdings fast nur Omas und Opas aus dem Dorf. Junge Leute gab es hier kaum, und Kinder höchstens im Kinderwagen. Genau aus diesem Grund fanden sich auch für einen der vielen tollen Wettbewerbe keine Teilnehmer.


Es ging darum, wer am schnellsten an einem Seil hochklettern und dann noch Seillaufen konnte, und als Preis winkte etwas ganz Fantastisches und Außergewöhnliches. Den Organisatoren fiel ein Stein vom Herzen, als sich schließlich doch noch ein Teilnehmer fand, der natürlich auch gleich gewann. Es war, wie ihr euch denken könnt, Basti.

„Und jetzt kommen wir zum Höhepunkt unserer Veranstaltung …“, verkündete der Bürgermeister des Dorfes feierlich, „… unserer Preisverleihung! Der Preis wird von unserem verehrten Herrn Rübe überreicht.“


Herr Rübe war der Schweinezüchter, und der Preis ein hübscher großer Korb mit einer Schleife. In diesem saß … ein echtes, lebendiges Ferkel! Und zwar das mit dem Muttermal. Es schien zwar etwas schüchtern zu sein, blickte Basti aber mit demselben verständigen Blick wie vor ein paar Tagen an. So ein Glück!

Herr Rübe erklärte sich sogar bereit, im Garten von Bastis Oma eine kleine Hütte aufstellen zu lassen, in der das Ferkel vorübergehend wohnen konnte. Er meinte, das Schweinchen sei das schönste und wohlerzogenste, das seine Gerda jemals zur Welt gebracht hätte.

Bastis Oma war froh, dass sie ihren Enkel nun nicht mehr beschäftigen musste – für Unterhaltung sorgte ab sofort Dolly (so hatten sie das Ferkel genannt).

Basti stellte fest, dass er mit dem Schweinchen wie mit einem Hund um die Wette laufen konnte.

Außerdem schien es alles zu verstehen, was man ihm sagte. Nur manchmal schauten seine klugen Augen ziemlich traurig drein, denn ihm fehlten gewiss seine große dicke Mama und seine Geschwister.


Eines Morgens goss es wie aus Eimern. Dolly verkroch sich trübselig in einer Ecke und wollte nicht rausgehen, selbst nicht, als das Wetter wieder aufklarte. Sie rührte nicht einmal ihr Frühstück an und sah aus, als ob sie ihnen etwas mitteilen wollte. Basti befürchtete schon, das Schweinchen wäre krank. Deswegen fuhren er und Oma mit Dolly sogar zur Tierärztin. Sie erklärte aber, dass mit Dolly alles in Ordnung sei – sie war einfach gestresst. Vielleicht hatte das Gewitter am Morgen sie erschreckt.

Weder Basti noch seine Oma erfuhren jemals, was wirklich mit Dolly geschehen war. Aber wir wissen es! Wenn Dolly sprechen könnte, hätte sie vermutlich Folgendes erzählt:

Eines Abends beschloss das Ferkel, etwas weiter weg von zu Hause spazieren zu gehen. Als es zu einer Waldlichtung kam, staunte es nicht schlecht: Ihm gegenüber stand ein anderes Ferkel, das genauso aussah wie Dolly selbst, nur gestreift.


Na so was, dachte sie sich, ob sich wohl jemand von meinen Geschwistern einen gestreiften Pelz übergezogen hat?

Das gestreifte Schweinchen lud die hübsche Schwester mit dem Muttermal zum Spielen ein, und zusammen liefen sie in den Wald. Dort traf Dolly auf noch mehr Geschwister, allesamt gestreift.

„Bleib doch bei uns! Wir haben hier jede Menge Spaß!“, riefen alle.

Dolly hatte schon lange nicht mehr mit anderen Ferkeln gespielt, und jetzt erst merkte sie, wie sehr ihr das gefehlt hatte. Da kam auch schon ihre Mama herbei. Sie war ebenfalls ganz komisch angezogen, steckte in einem grauen, struppigen Fell. Auch sie begrüßte Dolly herzlich und gab ihr sogar Milch zu trinken. Mmmh … Dolly hatte schon ganz vergessen, wie gut das schmeckte. Dann begannen sie alle gemeinsam, mit ihren Rüsseln in der Erde nach Wurzeln zu graben.

Die Wurzeln schmeckten ein bisschen seltsam, aber lecker. Dolly kam sich vor wie im Schweinehimmel. „Hier bleibe ich“, entschied sie und legte sich mit den anderen am warmen Bauch der Mama schlafen.

Doch das himmlische Vergnügen hielt nicht lange an. Plötzlich erglühten in der Dunkelheit schreckliche grüne Augen – sie gehörten zu einer riesigen gelben Katze mit buschigen Ohren und einem kurzen Schwanz, die sich lautlos anschlich. Die Katzen, die Dolly bisher zu Gesicht bekommen hatte, waren alle viel kleiner und überhaupt nicht schrecklich gewesen. Aber dieses Biest hatte offenbar vor, eins der Schweinchen zu fressen.

Da stürzte sich Dollys Mama ohne Zögern in den Kampf, um ihre Kinder zu beschützen. Bis jetzt hatte sie eher schwerfällig gewirkt, doch in dem kurzen Gemenge, das nun folgte, zeigte sie sich so geschickt und furchtlos, dass sich die Wildkatze leise knurrend zurückzog und ins Gebüsch flüchtete.

Puh, überstanden! Dolly beruhigte sich wieder, aber an Einschlafen war nicht mehr zu denken. Irgendjemand schnaufte und ächzte, irgendwo knackte es unheimlich … Ihre Geschwister schliefen friedlich weiter, sie waren das gewohnt, solche Geräusche waren nachts im Wald ganz normal. Wenn die Schrecken damit wenigstens vorbei gewesen wären! Doch gegen Morgen gab es ein furchtbares Gewitter, Blitze zuckten vom Himmel, und es donnerte so laut, dass man meinte, alle Bäume würden gleich umstürzen. Dolly war bis auf die Haut durchnässt, und sie zitterte vor Angst und Kälte. Ihren pelzigen Geschwistern dagegen war das Wetter egal. Ihr borstiges Fell schützte sie vor Kälte und Regen. Von wegen Schweinehimmel!

Schließlich kam die langersehnte Morgendämmerung, und der nächtliche Sturm ließ nach. Hastig verließ Dolly die friedlich schlafende Familie und schaffte es irgendwie nach Hause. Ihr gesunder Schweineverstand sagte ihr, dass ihre Hütte zwar kein Paradies war, aber man es hier doch gut aushalten konnte. Von Abenteuern hatte sie jedenfalls genug.

Nun kennt ihr sie, die Geschichte, wie ein Hausschweinchen mit der Wildschweinfamilie Bekanntschaft schloss. Eine Geschichte, von der Basti nie etwas erfahren sollte.


Bald wurde Dolly wieder fröhlicher, an Stress dachte keiner mehr, und was geschehen war, blieb ihr kleines Geheimnis.

Langsam wurde es Zeit, wieder nach Hause zu fahren, aber Basti wollte Dolly nicht im Dorf zurücklassen. Er musste sich nur eine gute Begründung für seine Eltern überlegen, damit das lustige Ferkel wenigstens den Sommer über bei ihm daheim bleiben dürfte. Und danach würde man mal sehen …

Herr Rübe, der Schweinebauer, bot an, Dollys Hütte abzubauen und sie für ihn einzupacken. Alle Nachbarn kamen auf die Straße, um dem Mini nachzuwinken, den Bastis Oma noch immer fuhr. Sie wollte Basti selbst nach Hause bringen und ein gutes Wort für Dolly einlegen. Unterwegs beschlossen sie, Bastis Eltern doch besser übers Handy vorzuwarnen.

„Hallo, Mama, ich bin’s. Ich bringe einen tierisch guten Preis mit nach Hause. Ich habe nämlich ein Mini-Schweinchen gewonnen!“ (Basti fand, dass „Mini-Schweinchen“ schicker und harmloser klang, also flunkerte er ein bisschen … egal, was für ein Donnerwetter ihn dafür später erwartete.)

Aber zu Hause lärmte gerade der Staubsauger, und so konnte Bastis Mama ihren Sohn nicht richtig verstehen: „Was hast du gewonnen? Einen Mini Cooper? Wie den von der Oma?“

„Nein, ein Mini-Schweinchen! Du weißt schon, ein kleines Schweinchen!“

„Ein Meerschweinchen?“


„Nein, einfach ein Schweinchen. Aber nur ein ganz kleines.“

„WAS?!“

In dem Moment gab es ein lautes Krachen, und Basti hatte schon Angst, dass seine Mama in Ohnmacht gefallen war. Aber sie hatte wohl bloß den Staubsauger umgestoßen, der Lärm verebbte.

Bastis Mama gehörte zu denen, die ihre Gefühle fest im Griff hatten. Mit eiserner Stimme sagte sie: „Ich hoffe doch sehr, dein Preis reist zusammen mit deiner Oma wieder ab. Den Biohahn aus ökologischer Haltung hat sie ja auch behalten.“

„Aber Mama, das ist kein gewöhnliches Schwein. Es hat ein Muttermal und ist total süß! Es heißt Dolly.“

„Na, wenigstens nicht Lady Gaga“, mischte sich nun auch sein Papa ins Telefongespräch ein. „Übrigens, wo gibt es denn im Dorf von Oma Mini-Schweinchen? Als deine Mama und ich zuletzt dort waren, haben wir nur furchtbar dicke Riesenschweine gesehen.“

Wenig später hielten sie schon vor dem Haus der Eltern.

Noch bevor sie sich begrüßen konnten, seufzte Bastis Oma und murmelte kleinlaut: „Tja, euch kann man einfach nichts vormachen. Das ist die Tochter unserer berühmten Sau Gerda … Es wäre wirklich eine Schande, so ein Geschenk abzulehnen!“

Die Tochter der berühmten Gerda war bereits aus ihrem Körbchen gehüpft und erkundete ihr neues Reich – den kleinen Vorgarten von Bastis Eltern. So viel Platz wie bei Bastis Oma gab es hier natürlich nicht, aber es ließ sich gewiss gut aushalten.

Und dann geschah ein Wunder: Bastis Mama, die sich sonst nie erweichen ließ, erklärte: „Na gut, meinetwegen kann dieses angebliche Mini-Schweinchen bis zum Ende der Sommerferien hierbleiben. Aber nach den Ferien wird es sofort an seinen Besitzer zurückgegeben! Schon allein deshalb, weil wir hier keinen Platz für Nilpferde haben – so groß wird dein süßes Schweinchen nämlich irgendwann.“

„Hurra!“, freute sich Basti. Er fragte sich, ob seine Oma wohl etwas mit Magie am Hut haben könnte. Vielleicht war sie ja eine gute Fee, die seine Mama verzaubert hatte?


Aber der wahre Grund war viel einfacher. Bastis Eltern hatten in den letzten Wochen so hart arbeiten müssen, dass sie für die versprochene Wandertour in den Bergen viel zu erschöpft waren. Und mit dem Schweinchen würde Basti ja eine Beschäftigung haben, die ihn von diesen ungesunden Computerspielen ablenken würde.

So blieb Dolly in der Stadt und in ihrer kleinen Hütte wohnen, in die sie schon jetzt kaum noch hineinpasste. Schüchtern war sie auch längst nicht mehr. Sie verhielt sich wie ein ganz normales Familienmitglied, kam auch ins Haus und tat alles, was sie wollte: Sie warf ordentlich zusammengelegte Klamotten durcheinander, wühlte in der Erde und steckte überall ihren schmutzigen Rüssel hinein, und wenn sie in einer Pfütze gebadet hatte, ruhte sie sich auf dem Sofa aus – wie es sich nach einem Bad gehörte.

Ihr könnt euch denken, wie das Wohnzimmer nach einer Weile aussah. Besonders schlimm erging es dem weißen Ledersessel. Er überlebte das Zusammentreffen mit dem frechen Ferkel nicht lange und segnete bald das Zeitliche. Kurzum, Dolly benahm sich wie ein richtiges Schwein. Trotzdem konnte niemand dem Ferkel mit dem Muttermal auf der Wange böse sein. Wenn sie wieder irgendeinen Unfug angestellt hatte, setzte Dolly sich mit Unschuldsmiene ins

Wohnzimmer und sah die Familie mit ihren klugen Augen an, als wolle sie sagen: „Ich bin euch wirklich treu ergeben, und ich verstehe alles, aber passiert ist passiert …“

Eines Abends kam Bastis Mama sehr spät von der Arbeit nach Hause und legte sich gleich ins Bett. Bastis Papa hatte offenbar nicht auf sie gewartet, sondern schnarchte schon vor sich hin, fest in seine Bettdecke gewickelt. Bastis Mama wollte gerade über ihrem Buch eindösen, als plötzlich … ihr Ehemann hereinkam! Offenbar hatte er ebenfalls Überstunden machen müssen.

Mit einem Schlag war sie hellwach. Sie setzte sich kerzengerade im Bett auf. Und ratet mal, wer da so friedlich neben ihr auf der Bettseite ihres Mannes vor sich hin schnarchte?

„Dieses Wochenende kommt Dolly zurück ins Dorf. Sie hat sich hier nicht angepasst, das Experiment Hausschwein ist leider gescheitert!“, entschieden Bastis Eltern einstimmig.

„Aber die Ferien sind doch noch gar nicht vorbei! Gebt ihr doch noch eine Chance, bitte!“, bettelte Basti, aber ohne Erfolg.


Schließlich unternahm er einen letzten Versuch: „Wir könnten ihr doch bessere Manieren beibringen, sie ist schließlich ein kluges Schweinchen.“

„Und wie willst du das anstellen?“

„Es gibt hier doch eine Hundeschule. Warum schicken wir Dolly nicht dort hin?“

„Hm, gar keine schlechte Idee. Einen Versuch ist es jedenfalls wert“, bekam Basti unerwartet Unterstützung von seinem Papa. Der hatte nämlich ein ganz schlechtes Gewissen, weil die angekündigte Wandertour ausgefallen war.

„Dann müsst ihr zwei euch aber allein darum kümmern, ich habe keine Zeit für so was“, entschied Bastis Mama. „Und wenn es nicht klappt, hätte ich schon eine Idee. Es wäre eine Schande, das Ferkel ins Dorf zurückzuschicken – wir können doch nicht zulassen, dass ein Familienmitglied zu Schinken verarbeitet wird. Aber am Stadtrand gibt es doch dieses Völkerkundemuseum mit dem kleinen Bauernhof. Dort wohnen Ziegen und ein Esel, und ich bin sicher, auch für Dolly findet sich da ein Plätzchen. Ein Ferkel haben sie nämlich noch nicht. Dann könnten wir sie auch immer besuchen.“

Dennoch wollten Basti und sein Papa ihr Glück erst einmal in der Hundeschule versuchen. Gleich am nächsten Tag gingen sie zum Hundetrainer, einem äußerst bodenständigen Mann.

„Wir möchten gerne unser Haustier zum Kurs anmelden“, begann der Papa.

„Gut. Welcher Rasse gehört denn Ihr Welpe an?“

„Sehen Sie, es ist eigentlich kein Welpe –“

„Sondern?“, fragte der Trainer verblüfft.

„Es ist sehr klug. Genauer gesagt, sie“, rief Basti begeistert.

„Wer, sie?“

„Na, Dolly. Unser Ferkel.“

Bei diesen Worten fiel der Hundetrainer fast vom Stuhl. Doch zum Glück hatte er Sinn für Humor, und so ließ er sich schließlich überreden, es einmal mit Dolly zu versuchen. „Warum eigentlich nicht? Schließlich sind Schweine sogar klüger als Hunde. Aber“, warnte er vor, „es ist bloß ein Versuch, und wenn es nicht klappt, dann muss Ihre Dolly die Schule leider verlassen. Ist nicht böse gemeint, das verstehen Sie sicher.“

Basti und sein Papa waren einverstanden und kauften sogleich ein Geschirr und eine Leine, wie es sich für einen echten Hund gehörte. Damit führten sie Dolly erst mal spazieren. Als die Leute so einen ungewöhnlichen „Hund“ sahen, kamen sie alle herbeigelaufen.

Dolly war darüber gar nicht erstaunt, sondern ließ sich problemlos streicheln und hinter den Ohren kraulen. Auch gegen die Leine schien sie nichts zu haben. Sie verstand wohl, dass ihre wilde Rabaukenzeit vorbei war und sie sich nun wie ein wohlerzogenes Schweinefräulein benehmen musste.

Dann kam der erste Tag in der Hundeschule. Dollys Mitschüler waren junge Welpen, zwar unterschiedlicher Rassen, aber allesamt recht tollpatschig und drollig, mit ständig verhedderten sich Pfoten und Ohren.

„Was ist das denn für ein Hund? Anscheinend haben wir eine Miss Piggy in der Schule!“, spottete jemand.

Dolly gefiel das gar nicht, doch sie ließ sich nichts anmerken. Wahrscheinlich dachte sie im Stillen an das Sprichwort: Wer zuletzt quiekt, quiekt am besten.

Die Hunde nahmen ihre seltsame Mitschülerin unterschiedlich auf. Manche bellten sie wütend an, andere beschnupperten sie interessiert, und ein Labrador wollte sich offensichtlich gerne mit ihr anfreunden. Aber Dolly hatte keine Ahnung, wie man mit Labrador-Freunden spielte. Stattdessen konzentrierte sie sich voll und ganz auf den Unterricht und befolgte die Befehle bald besser als die Hunde.

Herumgetobt hatte sie schon genug. Jetzt wollte sie etwas Neues lernen, wo sie auch ihre Klugheit unter Beweis stellen konnte. Dolly wurde sogar eine richtige Einserschülerin! Es gab natürlich auch Schlusslichter, zum Beispiel den Rottweiler Blacky, dessen Herrchen Dolly am Anfang so höhnisch „Miss Piggy“ genannt hatte.

Selbstverständlich war keine Rede mehr davon, Dolly vom Unterricht auszuschließen. Gerüchte über die kluge Schweinedame machten in der ganzen Stadt die Runde, und es kamen nicht nur Blumenstädter, sondern auch Journalisten zur Hundeschule, um sie zu sehen.

Dolly zeigte allen ihr Können: Auf Kommando apportierte sie und brachte ein Stöckchen zurück, sie sprang über Hürden und balancierte über einen Holzbalken. Und wie sie Wache hielt – da kam man ihr lieber nicht zu nahe, wenn man nicht in der Luft zerrissen werden wollte.


Aber am besten konnte sie versteckte Gegenstände aufstöbern, das machte ihr so schnell keiner nach! Der einzige Befehl, den das neunmalkluge Schweinchen nicht befolgen konnte, war „Gib Laut!“. Sie gab wirklich ihr Bestes, aber bellen konnte sie beim besten Willen nicht.

In Blumenstadt gab es nur einen einzigen Menschen, dem das Ganze nicht gefiel. Und diejenige war war natürlich Frau Schmalz. Überall fand sie etwas auszusetzen, noch immer sandte sie lauter Beschwerdebriefe an sämtliche Ämter und Behörden. Diesmal verfasste sie Schreiben an den Bürgermeister (Es handelt sich um eine unerlaubte Schweinezucht in der Stadt!), ans Gesundheitsamt (Oh weh, die Leute könnten sich mit Schweinegrippe anstecken!), an die Polizei (Sagen Sie, zu welchem Zweck wird ein Kampfschwein ausgebildet?) und sogar ans Finanzamt (Da geht es doch um Steuerhinterziehung und nicht angemeldete Tierzucht!).

Alle waren schon längst an die Beschwerden dieser streitsüchtigen Person gewöhnt, aber von Amts wegen musste man trotzdem allem nachgehen und ihr ordnungsgemäß antworten.

Und so beschloss auch Polizeiinspektor Schnellböck mit einem Seufzer, dass er besser mal nachsah, was für ein Kampfschwein sich da im friedlichen Blumenstadt niedergelassen hatte. Er fuhr zu der angegebenen Adresse, aber bei Basti war niemand zu Hause.

„Fahren Sie am besten zur Hundeschule, da findet gerade eine Vorführung statt“, rieten die Nachbarn dem Inspektor. „Da finden Sie die ganze Familie, auch Dolly.“

„Dolly, ist das ein Hund?“

„Aber nein, ein Ferkel! Es trainiert nur zusammen mit den Hunden.“

Polizeiinspektor Schnellböck kratzte sich am Kopf und machte sich auf den Weg zur Vorführung. Auf dem Übungsplatz der Hundeschule hatte sich die halbe Stadt versammelt – alle wollten das Wunderferkel sehen. Es war sogar ein Kamerateam vom Fernsehen vor Ort.


Schnellböck hatte in seinem Leben schon vieles gesehen, aber so etwas war ihm noch nie untergekommen. Das Schweinchen war einfach großartig! Richtig ärgerlich, dass solch ein Talent einfach vergeudet wurde! Da hatte der Inspektor eine Idee: Ein Kumpel von ihm, ebenfalls Polizist, hatte sich neulich beschwert, dass es bei der Drogenfahndung nicht genügend gescheite Hunde gab, die nach Drogen suchen konnten.

Ha, Hunde gibt es vielleicht nicht genug, aber dafür offenbar ein hundsgescheites Schwein!, dachte sich Schnellböck und ging sogleich zu Basti und seinen Eltern, um ihnen einen Vorschlag zu unterbreiten: „Ihr Schwein ist einfach genial, ich denke, es würde sich hervorragend für den Polizeidienst eignen. Wegen der Arbeitsbedingungen müssen Sie sich keine Sorgen machen, die sind wirklich gut. Ich glaube, das Schicksal hat mich zu Ihnen geschickt!“

Streng genommen war es zwar eigentlich Frau Schmalz gewesen, die ihn geschickt hatte, aber ihren Beschwerdebrief hatte er schon völlig vergessen. So wurde die Frage gelöst, wo sie Dolly zukünftig unterbringen sollten, und einen Arbeitsplatz bekam die kluge Schweinedame gleich dazu.

Basti fiel es schwer, sich von seiner neuen Freundin zu trennen, aber er verstand, dass sie zu Hause einfach zu wenig Platz hatten, und auch nicht genügend Zeit, um sich ordentlich um Dolly zu kümmern. Bei der Polizei hingegen hätte sie eine sauwichtige Aufgabe, wie es so ein talentiertes Schwein auch verdient hatte.

Jetzt arbeitet Dolly also als Drogenfahnderin, und wie man hört, ist sie damit sogar äußerst erfolgreich. Es stand sogar schon ein Artikel über sie in der Zeitung, und bald soll ihre Geschichte ins Kino kommen – Basti, seine Eltern, seine Oma und Polizeiinspektor Schnellböck freuen sich schon auf den Film. Und Schweinebauer Rübe und alle übrigen Dorfbewohner natürlich auch. Das ist schließlich schon das zweite Mal, dass ein Tier aus ihrem Dorf im Kampf gegen das Verbrechen berühmt geworden ist.


Willi’s Notizbuch

› Schweine sind überhaupt keine Schmierlappen, wie viele Menschen denken. Sie können einfach nicht schwitzen und suhlen sich im Schlamm, um sich abzukühlen.

› Schweine sind ordentlich. Weder Erwachsene noch neugeborene Ferkel gehen jemals auf die Toilette, wo sie essen, sondern nur weit von diesem Ort entfernt.

› Schweine sind sehr intelligent und neugierig. Sie sind Hunden und manchmal Primaten oft in ihrer Intelligenz überlegen. Zwei Wochen alte Ferkel reagieren oft schon auf ihre Namen.

› Schweine können mit einer Geschwindigkeit von 17 Stundenkilometern laufen. Und schwimmen können sie auch.

› Schweine haben keine Angst vor Schlangen. Sie zertrampeln sie und essen sie dann.

› Schweine haben einen ausgezeichneten Geruchssinn. Sogar Landminen und Sprengstoffe können Schweine erschnüffeln.

Schwein

Klasse und Ordnung: Säugetiere, Paarhufer

Art: Hausschwein

Größe und Gewicht: bis 1,80 m lang, 110 cm hoch und 130 kg

Lebensdauer: bis 12 Jahre

Nahrung: Allesfresser

Charakterzug: Sehr gesellig und intelligent

Zu beachten: Wenn sich Schweine bedroht fühlen, werden sie zu aggressiven Kämpfern

Symbol: Fruchtbarkeit, Stärke, Wohlstand, Glück

Interessant: Schweine gehören zu den ältesten Haustieren

Tipps zum Tierschutz

Bestimmt hast du Tiere genauso gern wie Lisa, Basti und Willi und möchtest, dass es ihnen immer gutgeht. Vielleicht überlegst du sogar, dir ein eigenes Haustier anzuschaffen. Doch was uns Menschen gefällt, das kann für Tiere ganz schön anstrengend sein – oder sie sogar ganz ungesund und unglücklich machen. Auch in Blumenstadt läuft nicht alles so, wie die drei Freunde sich das vorgestellt haben. Fehler im Umgang mit Tieren macht jeder mal. Wichtig aber ist, daraus zu lernen und diese nicht zu wiederholen. Denn wer ein Tier hat, der trägt eine große Verantwortung.

Verschiedene Tierschutzorganisationen haben für dich mehrere Tipps und Hinweise vorbereitet, die dir bei dem Umgang mit Tieren helfen können. Tierschutzorganisationen sind Menschenverbände, die Tieren in Not helfen.

CHARAKTER UND AKTIVITÄT. Genauso wie es unterschiedliche Menschen gibt, haben auch Tiere verschiedene Wesen. Manche sind eher gemütlich, andere kommen gar nicht zur Ruhe. Das ist vor allem bei Hunden wichtig zu wissen. Zwischen den Rassen gibt es teilweise große Unterschiede. Nicht alle Hunde mögen lange Spaziergänge, andere wiederum würden am liebsten den ganzen Tag lang rennen. WICHTIG: Überleg genau, wie aktiv DU bist. Informiere dich dann genau darüber, wie viel Auslauf und Aktivität dein Wunschtier braucht. Triff eine wohlüberlegte Entscheidung, die mit deinem Lebensstil gut zusammenpasst.

WIND UND WETTER. Mit manchen Tieren musst du einfach raus – vor allem mit Hunden. Bei jedem Wetter. Egal ob Hitze, Schnee, Wind oder Regen. Achte darauf, dem Wetter angemessene Kleidung zu tragen. WICHTIG: Wenn es sehr kalt ist, brauchen auch einige Tiere etwas, das sie draußen warmhält. Ist es sehr heiß, überfordere dein Tier nicht. Achte auf genügend Schatten und Wasser.

ZEIT. Ein Tier zu haben, das kann ganz schön lange dauern. Zum Teil viele, viele Jahre. Sei dir bewusst, dass du dich mit einem Tier dazu verpflichtest, solange gut für das Tier zu sorgen, bis es stirbt. Und zwar ohne Ausnahme. Bist du dafür bereit?

KOSTEN. Anschaffung, Futter, Ausstattung, Spielzeug, Versicherungen, Steuer, Tierarzt, … Puh, ein Tier kann ganz schön was kosten! Natürlich gibt es dabei große Unterschiede zwischen den Tierarten. Für ein Pferd musst du viel mehr Geld ausgeben als für einen Hamster. WICHTIG: Informiere dich ganz genau, welche individuellen Kosten auf dich zukommen und ob du dir das wirklich leisten kannst. Nur das Futter zu bezahlen, das reicht nicht.

PLATZ. Zu einer artgerechten Haltung gehört auch, dem Tier den Platz zu bieten, den es für seine individuelle Entfaltung braucht. Wie viel Raum ein Tier benötigt, ist verschieden und hängt auch davon ab, wo und wie du wohnst. ABER: Einen großen Vogel in einen kleinen Käfig zu sperren – das geht nicht! Hast du zu wenig Platz, kannst du kein großes Tier halten. WICHTIG: Viele Tiere brauchen meist mehr als nur Platz, um sich wohlzufühlen. Überleg, in welchem Lebensraum das Tier in der Natur wohnen würde. Beratung findest du zum Beispiel bei Tierschutzvereinen. Gestalte den Platz für das Tier zu Hause dann so, wie es auch draußen sein würde. Denke dabei an Dinge wie die richtige Temperatur, Pflanzen, Ecken zum Klettern und Verstecken, ... AUCH WICHTIG: Wohnst du in einer Wohnung, musst du deinen Vermieter immer erst um Erlaubnis bitten, bevor du dir ein Tier anschaffst.

DRECK. Ein Tier macht viel Dreck. Wenn sich niemand darum kümmern möchte, kann der Haussegen auch mal ganz schnell schief hängen. Also, schnapp dir Staubsauger, Lappen und Besen und dann ran an die Arbeit!

SPONTANITÄT UND URLAUB. Du möchtest unter Palmen in der Sonne liegen? Oder über das Wochenende zu Oma und Opa fahren? Prima Idee. Nur was machst du mit deinem Haustier? Mitnehmen geht meistens nicht. Im Flugzeug oder auf langen Autofahrten fühlen sich Tiere gar nicht wohl. Organisiere vorher genau, wer dein Tier betreuen kann, wenn du mal nicht da bist. WICHTIG: Bedenke dies auch schon, bevor du dir ein Tier anschaffst! Wäre es ein Problem, länger mal nicht da zu sein? Manchmal passiert es auch, dass du dich in anderen Ländern in ein Tier verliebst und es am liebsten sofort mitnehmen würdest ABER: Einfach einpacken und mitnehmen – das geht nicht! Wende dich in so einem Fall an Tierschutzvereine vor Ort. Damit ein Tier nach Deutschland darf, muss man nämlich strenge Regeln beachten.

ÄRGER. Dein Meerschwein hat dein Ladekabel angeknabbert? Deiner Katze gefällt das neue Sofa viel besser als der Kratzbaum und deine neuen Sneaker findest du angekaut im Hundekorb? Das alles wäre besser zu ertragen, wenn du doch nur ein Stündchen länger hättest schlafen können. Leider wollte dein Wellensittich den Morgen heute viel früher begrüßen als du und hat noch vor dem Weckerklingeln wie wild gepiepst. Das alles auf Dauer zu ertragen, ist manchmal sehr anstrengend. Frag dich also bei dem Gedanken an ein neues Haustier auch, ob du mit diesem Stress umgehen könntest.

KUNSTSTÜCKE UND LERNEN. Viele Tiere sind klüger als gedacht und können sehr gut lernen. Manche gehen auch in die Schule! Mit einem Hund solltest du sogar regelmäßig eine Hundeschule besuchen, damit das Zusammenleben zwischen euch gut klappt. Aber nicht jedes Tier, das dir gefällt, kannst du frei nach deinem Geschmack trainieren. Tiere, die schon lange an den Menschen gewöhnt sind, können einfacher kleine Tricks lernen als solche, die in der Regel keinen Kontakt zu Menschen haben – und kein Interesse daran zeigen, mit dir Kunststücke zu üben! WICHTIG: Informiere dich beim Tierschutz, ob es möglich ist, deiner Tierart Tricks beizubringen und wie dein Tier am besten dazulernen kann. Überfordere dein Tier nicht. Kleine Belohnungen sind angebracht, wenn etwas gut gemacht wurde – aber keine Bestrafungen, wenn es nicht nach deinem Willen läuft! Nicht nur du, auch dein Tier muss Spaß an der Sache haben. WICHTIG: Achte darauf, deinem Tier keine Dinge abzuverlangen, die es nicht erbringen kann. Zwing dein Tier niemals zu etwas, vor allem, wenn es Schmerzen erleiden würde. Es ist verboten, aggressives Verhalten anzutrainieren, das dem Tier, dir sowie anderen Menschen und Tieren schaden könnte!

TIER HOLEN – WO UND WIE? Ob Basti das Ferkelchen auch mitgenommen hätte, hätte er gewusst, dass Tiere gar nicht als Preis ausgelobt werden dürfen? So verlockend es sein kann, irgendwo ein Tier mitzunehmen: Bleib verantwortungsbewusst und hole Tiere nur aus seriösen Quellen, zum Beispiel guten Tierheimen. Dort kannst du dich ausführlich beraten lassen, welches Tier zu dir passt. Sei ehrlich im Gespräch mit den Mitarbeitern. Für dich und das Tier wollen sie nur das Beste. Frag auch nach, welche Vorgeschichte dein Tier hat, was du beachten musst und ob es noch erzogen werden muss. Besuche dein zukünftiges Tier vor dem Abholen öfter, damit ihr euch in Ruhe kennenlernen könnt. Mögt ihr euch gegenseitig sehr gern? Herzlichen Glückwunsch!

… Und was, wenn es doch nicht passt? Hol dir Hilfe! Informiere den Tierschutz und lass dich beraten. WICHTIG: Setze dein Tier niemals einfach aus oder lass es irgendwo zurück! Das ist strafbar.

TIER IN NOT? Findest du ein in lebensbedrohliche Not geratenes Tier, helfen dir Polizei und Feuerwehr bei der Bergung. Ist ein Tier krank oder verletzt, unterscheidet man beim weiteren Vorgehen zwischen Haustieren und herrenlosen Tieren. Haustiere kannst du vorsichtig zum Tierarzt bringen. Ein Erwachsener kann dir beim Transport helfen. Handelt es sich um ein wildes Tier, rufst du beim örtlichen Tierschutzverein, einer Wildtierauffangstation oder beim Tierarzt an. Dort kann man dir sagen, wer zuständig ist. Bei einem großen Wildtier muss man auch die Polizei informieren.

WICHTIG: Wilde Tiere nicht einfach so mitnehmen! Das könnte dir als Wilderei ausgelegt werden. Pass auch gut auf, wenn du ein Tier anfassen musst. Das kann gefährlich sein.

Willst du auch Tiere unterstützen, die Hilfe brauchen? Dann melde dich bei einer der Tierschutzorganisationen.

Blumenstadt

Die Erzählung « Schwein gehabt »

aus der Buchreihe «Tierfreunde aus Blumenstadt »

Das Lied von Blumenstadt hier anh ö ren:

https://youtu.be/2ZVC0ZVru8E

„Tierfreunde aus Blumenstadt“ ist eine

Buchreihe für Kinder und Tierliebhaber.

Hier gibt es:

• Witzige Geschichten mit verschiedenen Tieren

• Tierwissen, mit Spaß vermittelt

• Spannende Abenteuer

• Alltagsnähe

Jedes Buch besteht aus mehreren Geschichten über die drei Freunde aus Blumenstadt – Basti, Lisa und Willi – und deren Eltern. Die Kinder sind recht unterschiedlich, doch vereint sie ihre große Tierliebe. So finden sie eine verletzte Eule im Wald, kaufen einen vorwitzigen Hund, schlagen sich mit einem singenden Papagei herum oder bringen ein Pferd zum Tanzen. In Blumenstadt trifft man auch: einen Reptilienforscher, einige Zirkusartisten und natürlich die kauzige Frau Schmalz, die es immer wieder schafft, andere Leute in Schwierigkeiten zu bringen. Aber für die Kinder ist jedes Problem kein Problem!


Ein tierisches Hallo


Papierbucher (Hardcover)

Band 1: Ein tierisches Hallo

Willkommen in Blumenstadt! Hier wohnen die Kinder Basti und Lisa mit ihren Familien. Und wie jedes Kind, wünschen sie sich sehnlichst ein Haustier. Doch ob Hund, Papagei, Hase oder Igel - einfach ist das Leben mit den kleinen Freunden nicht immer. Einfach nicht, aber aufregend! So entstehen lustige und verrückte Geschichten, die das Leben schreibt. Und wenn dann die schelmische Nachbarin Frau Schmalz ihre lange Nase reinsteckt, wird es noch verrückter. Aber die drei Freunde finden immer den richtigen Weg, wie man mit Tieren umgeht, damit alle Freude haben und glücklich sind.

So ein Vogel!


Papierbucher (Hardcover)

Band 2: So ein Vogel!

Blumenstadt öffnet wieder die Pforten. Dieses Mal treffen wir nicht nur die Schulkameraden Basti und Lisa, sondern auch Willi, der richtig Ahnung von Tieren hat. Zumindest tut er so. In den drei Erzählungen erleben sie viele Abenteuer — einen Katzenurlaub, einen Hahnenkrimi und eine Eulendressur. Doch kann ein Hahn zum Detektiv und eine Eule wirklich dressiert werden? Davon erfahren die drei Freunde in dem neuen Buch aus der Reihe „Tierfreunde aus Blumenstadt“.

Gewöhnlich ungewöhnlich


Papierbucher (Hardcover)

Band 3: Gewöhnlich ungewöhnlich

Welche Tiere treffen die Freunde Lisa, Basti und Willi dieses Mal? Kann die einsame Lisa ein trauriges Pferd zum Lächeln bringen? Und ein Schwein geschickter als ein Hund werden?

Die Kinder lernen wieder ganz gewöhnliche und ganz außergewöhnliche Freunde kennen. Sogar ein Drache wird nun zum Haustier. Bis er flüchtet. Was da so alles passieren kann? Auch die listige Frau Schmalz schläft nicht. Jetzt wird sie allen richtig zeigen, wer etwas in Blumenstadt zu sagen hat! Und die Kinder müssen sie unbedingt aufhalten, bevor es zu spät ist.

Autoren


Autorin Katharina Abel

Katharina lebt in einer wunderschönen Kleinstadt voller Blumen und Tiere. Einige trifft sie persönlich und dann passieren Geschichten, die sie später aufschreibt. Dabei hilft ihr der flauschige Kater Haneur. Wahrscheinlich heißt sogar diese Stadt, in der sie wohnt, Blumenstadt — aber das weiß niemand so genau.


Illustratorin Olga Sall

Seit sie sich erinnern kann, illustriert Olga Bücher, das ist die Leidenschaft ihres Lebens. Sie mag Bücher und ihre Mitbewohner. Davon hat sie eine Menge: zwei Kinder, einen Ehemann, einen recht betagten Schäferhund, einen nicht ganz so klugen, aber sehr fröhlichen Hamster und einen Vogel im Kopf. Wahrscheinlich fehlt ihr nur noch ein Leguan …

Copyright

Katharina Abel

Tierfreunde aus Blumenstadt: Schwein gehabt

Alle Rechte © Wunderhaus Verlag GmbH, Dresden 2022

Umschlag und Innenillustrationen: Olga Sall

Übersetzung: Hanna Wiesner

Lektorat: Christine Weber

Korrektorat: Hannah Koinig

Gestaltung, Satz und Layout: Marianna Korsh

ISBN 978-3-96372-989-8

NOCH MEHR Tiere und NOCH MEHR Spaß gibt es in weiteren Büchern der Reihe “Tierfreunde aus Blumenstadt”. Sie sind im Buchhandel und auf

www.wunderhaus-verlag.de erhältlich.