Kitabı oku: «Rolled Ice Cream - Die coolsten Rezepte.»

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INHALT

DIE STORY VON ROLLING ICE

Von Hamburg nach Thailand und wieder zurück

Aller Anfang ist schwer

Der Wendepunkt

Pfingsten auf St. Pauli

Der Traum geht weiter

DIE BASICS

Die Grundlagen – Technische Voraussetzungen

Die Technik der Ice Cream Rolls

Toppings

Schokoladensauce

Vegane Karamellsauce

Karamellsauce

Rote Fruchtsauce

Vanillesauce

Premix-Rezepte

Premix »Klassisch«

Premix »Vegan-Soja«

Premix »Vanille«

Premix »Sorbet«

DIE REZEPTE

Basics

Oreo Dream

Mr. Monkey

Peanutbutter Magic

Popcorn Diva

Hamburger Jung

Fruchtig

Bikinifigur

Altes Land

Purple Rain

Copacabana

Hamburger Deern

Obstsalat

Sweeties

Omas Käsekuchen

Hot Bandito

Schoko-Orange

Go Nuts

Mein Name ist Hase

American Dream

Oh Honey

Kalte Schnitte

Krümelmonster

Solo con Giotto

Let's get vegan

Big in Japan

Berry Me

Bananarama

Sauer macht lustig

Vanillemix

Cocochoco

Let's get crazy!

Hello India

Bullerbü

Prince of Persia

Komm ins Café

Turkish Delight

Dank

Impressum & Bildnachweis


VON HAMBURG NACH THAILAND UND WIEDER ZURÜCK

Moin Moin, wir sind die Eismänner Yeshe und Keywan. Kennengelernt haben wir uns eher zufällig als Kollegen im Restaurant, damals im Sommer 2015.

Ich, Keywan, damals 19 Jahre alt, gerade frisch aus dem Abi, versuchte mich mit dem Job über Wasser zu halten, um Geld für eine Weltreise zu sammeln, und Startkapital für etwas Eigenes. Was, wusste ich nicht, Hauptsache etwas Eigenes.

Ich, Yeshe, damals 34 Jahre alt, ein Weltenbummler, der schon in Hotels und Restaurants auf der ganzen Welt gearbeitet hat. Von Sydney bis nach L.A. und wieder zurück nach Hamburg, spürte ich damals den Drang, etwas Neues zu wagen.

Mit Eis hatten wir beide eigentlich nie viel zu tun, doch dies änderte sich schlagartig im Thailand-Urlaub 2015. Im Thailand-Urlaub 2015 war ich, Yeshe, mit meiner Freundin Tanja auf den berühmten und berüchtigten Nachtmärkten unterwegs. Neben den gewöhnlichen Heuschrecken und anderen Köstlichkeiten fiel meiner Freundin auf einmal ein Stand ins Auge. Dort hatte sich eine kleine Menschentraube gebildet, sodass wir auch neugierig wurden, was dort am Stand angeboten wird. Zuerst wussten wir überhaupt nicht, was da passiert. Wir sahen nur einen kleinen Jungen wild auf einer Edelstahlplatte herumschlagen, mit Spachteln wie aus dem Baumarkt in der Hand. Mit sehr viel Fingerspitzengefühl bearbeitete er eine weiße breiige Masse, strich sie aus und rollte das Ganze zum Schluss auf. Als er fertig war, fragten wir verwundert, was das denn sei. »Ice Cream«, sagte der kleine Junge. Eis?! Wir kannten Eis nur fertig als Kugeln in der Waffel oder im Becher. Das mussten wir natürlich sofort probieren. Nach kurzem Überlegen hatten wir Lust auf ein frisches Mango-Kokos-Eis und schauten gespannt zu, wie aus einer frischen Mango und Kokosnuss nach wenigen Augenblicken ein cremiges gerolltes Eis für uns wurde. Wir waren verzaubert und konnten es nicht abwarten, unser Eis zu probieren. Und dann kam der Aha-Moment, es schmeckte tatsächlich so, wie es aussah: Fantastisch. In diesem Moment wussten wir. DAS MUSS NACH HAMBURG.

Angekommen in Hamburg zeigte ich Keywan sofort ein Video von den leckeren »Ice Rolls«. Zuerst verwundert, doch dann begeistert, sagte ich, Keywan, sofort mit einem breiten Grinsen im Gesicht: »Lass machen!« An diesem Tag fiel der Startschuss für eine unglaubliche Reise voller Eis, Spaß und Vergnügen, auf die wir euch jetzt gerne mitnehmen möchten.

ALLER ANFANG IST SCHWER

Sommer 2016. 30 Grad. Irgendwo in Hamburg auf einem Parkplatz.

Wir wollten endlich loslegen. Den Verkaufswagen hatten wir schon gekauft. Auf Ebay-Kleinanzeigen gesehen und sofort verliebt. Fiat Ducato Baujahr 90 in gelb, wie ein altes Postauto. Nicht lange überlegt, und schon saßen wir im Zug nach Dresden, um das Auto abzuholen. Nun waren wir bereit. Dachten wir. Auto steht, Eismaschine ist im Auto. Wetter ist bombastisch in Hamburg. Dann konnte es doch losgehen, oder?

Ein gelber Eiswagen? Wir sind keine Borussia-Dortmund-Fans und von der Post sind wir auch nicht gesponsert. Also passte das nicht so ganz. Da kam uns beiden die glorreiche Idee, einfach alles selbst zu machen. Frei nach dem Motto, selbst ist der Mann. Nur das Problem war, dass wir beide jeder eher zwei linke Hände hatten, und vom Heimwerken wenig bis gar keine Ahnung. Also ab in den Baumarkt und erst mal schön mit Farbe und mit allem Weiteren eingedeckt, was wir so brauchten, um das Auto zum Food Truck werden zu lassen. Schnell noch ein paar YouTube-Videos geguckt und los ging es.

Da standen wir nun. Sommer 2016. 30 Grad. Irgendwo in Hamburg auf einem Parkplatz.

Bewaffnet mit Pinsel, Farbrolle und Schleifpapier verbrachten wir den ein oder anderen langen Sommertag. Und am Ende war er nicht mehr gelb. Jetzt war er auf einmal blau-weiß und wir hatten einen richtigen Food Truck. Aber was ist eigentlich mit dem Eis? Die Eismaschine hatten wir im Auto, so weit so gut, aber von Eisrollen konnte man noch lange nicht sprechen. Also noch mal schnell ein paar YouTube-Videos gucken und irgendwie versuchen, das Eis zum Rollen zu bringen. Leichter gesagt als getan, doch nach zwei Wochen Übung konnte man schon langsam von Eisrollen sprechen. Jetzt mussten wir nur noch einen Standplatz besorgen, wo wir unser Eis an den Mann oder auch an die Frau bringen konnten. Erst mal jedem Veranstalter eine Mail geschickt und selbstbewusst behauptet, das coolste Eis in Hamburg zu haben. Und siehe da, einer meldete sich auch wirklich zurück und bot uns einen Standplatz vor der gut besuchten Rindermarkthalle an. Na endlich, nach monatelangen Kämpfen hatten wir es geschafft. Wir stehen. Jetzt aber schnell alles bereit machen und Klappe auf. Am 9. Juni 2016 ging es dann wirklich offiziell los. Wir waren Food Trucker!

DER WENDEPUNKT

Was sind denn überhaupt diese Rollen? Diese Frage hörten wir am Anfang ständig. Irgendwie hatten wir uns das Ganze leichter vorgestellt. Unserem Selbstverständnis folgend klebten wir vorne an unsere Verkaufsfläche ein Schild, auf dem Eis durchgestrichen war. Wir machen nicht herkömmliches Eis, wir machen Eisrollen. Im Nachhinein sorgte dieses Schild sicherlich für ganz schöne Verwirrung, aber wir fanden es damals total cool. Wir wollten uns abgrenzen vom Standard-Eiswagen. Wir wollten fresher sein und ganz hoch hinaus, doch am Anfang war eher Ballflachhalten angesagt. Viele Standplätze hatten wir nicht. Jeden Samstag und Sonntag vor der Rindermarkthalle, ansonsten war nicht viel los. Irgendwie hatten wir uns das anders vorgestellt mit dem eigenen Eiswagen. Wir wollten raus, am liebsten jeden Tag, und die Menschen begeistern mit dieser neuen Art, Eis zu machen. Also ging es weiter, einen Veranstalter nach dem anderen abklappern, mit der Hoffnung, an weitere Standplätze ranzukommen. Doch die meisten reagierten gar nicht oder hatten schon genug Anbieter. Doch wir gaben nicht auf und wurden tatsächlich für unser Durchhaltevermögen belohnt. Wir konnten ab Juli jede Woche mittwochs und donnerstags auf dem Spielbudenplatz stehen. Ein Traum wurde wahr, nun waren wir mittendrin in der Szene und durften mit der »Crème de la Crème« der Hamburger Food Trucks jede Woche feinstes Essen (also Eis) an den Mann bringen.

Langsam ging es wirklich bergauf und wir konnten uns einen Namen machen in der Szene. Eis für Eis ging über die Theke, und wir hatten viel Spaß, Teil dieser Food Truck-Bewegung zu sein.

Hamburg. 06. August 2016. Fischauktionshalle. »Ice Cream Festival« 10 000 Menschen. 50-Meter-Schlangen. 10 Stunden durchhacken. Dieser Tag hat alles verändert. Seit diesem Tag wussten wir, welch ein Potenzial in unserem Produkt steckt. Die Leute liebten es. Jeder wollte unser Eis probieren und wir kamen überhaupt nicht mehr hinterher. Wie im Rausch machten wir Eis. Wir hatten nicht mal genug Zeit, um einen Schluck zu trinken, geschweige denn, etwas zu essen. Auf so einen Ansturm waren wir nicht vorbereitet, doch er öffnete unsere Augen. Nun wussten wir, wir machen die Sache ganz groß!


PFINGSTEN AUF ST. PAULI

Tourleben. Jede Woche ein Event. Richtige Food Trucker.

Von nun an ging es richtig los. Seit dem Wendepunkt in der Fischauktionshalle verlief auf einmal alles viel leichter. Die Events kamen ran, und wir konnten den Sommer in Hannover auf unserem letzten Event im September beenden. Am Ende des Jahres wurden wir sogar unter die sechs besten Trucks in Hamburg gewählt. Was für ein krönender Abschluss der ersten Saison. Nun waren wir voller Vorfreude auf das nächste Jahr und konnten es kaum abwarten, die Leute wieder mit unseren Eisrollen glücklich zu machen.

Tourleben. Jede Woche ein Event. Leben wie ein Rockstar.

Nur ohne Groupies natürlich, doch ansonsten fühlte es sich wirklich genau so an. Die Saison 2017 verging wie im Flug. Nun waren wir in ganz Norddeutschland unterwegs. Bremen, Hannover, Kiel, Rostock und sogar fast bis nach NRW in Minden. Firmen schrieben uns an und wollten uns buchen. Von Montblanc über KPMG bis ARD. Alle wollten unser Eis probieren und wir waren auf einmal total gefragt. Unser Leben hatte sich mit einem Mal total gewendet und wir waren nur noch unterwegs. Es machte richtig Spaß, da die Leute uns und das Produkt immer mehr verstanden. Dank Instagram und YouTube, wo unser Kumpel Gil Grobe mit seinem Channel »Ice Cream Rolls« die ganze Welt eroberte, kannte auf einmal fast jeder diese Eisrollen. Wir waren in ganz Hamburg bekannt als der Eiswagen Nummer 1. Was für eine Geschichte. Doch hier sollte es nicht aufhören. Wir wollten noch höher hinaus. Noch mehr Leute begeistern und der coolste Food Truck des Landes werden. Mit dieser Motivation gingen wir in die Saison 2018. Voller Energie und Eislust. Da standen wir nun. Pfingsten 2018 auf St. Pauli. Fünf Tage perfektes Wetter.

Und dazu passend eine fünf Tage nicht endende Schlange. Wir hatten ja schon einiges erlebt bis zu diesem Event, aber das stellte wirklich alles in den Schatten. Es war ein Heimspiel auf St. Pauli. Jeden Tag von Mittag bis Mitternacht Verkauf. An Schlaf war nicht mehr zu denken. Morgens früh aufstehen zum Einkaufen und Vorbereiten und nachts spät nach Hause kommen. Zeitungsreporter vor Ort, um ein Interview mit uns zu machen. So wurde die Saison 2018 eingeläutet. Fast schon unwirklich. Am letzten Eventtag, nach gefühlt 80 Stunden Arbeit in fünf Tagen, bauten um 18.00 Uhr dann langsam alle Trucks ab und fuhren los. Doch bei uns war nicht an abbauen zu denken. Bis 21.00 Uhr riss die Schlange nicht ab, bis wir am Ende die letzten waren, die noch auf dem Spielbudenplatz standen. Wie sollte das noch getoppt werden?

DER TRAUM GEHT WEITER

Doch es wurde getoppt. Von Eisfest zu Eisfest. Von Event zu Event. Von Catering zu Catering. Es war der beste Sommer unseres Lebens. Hamburg wurde zu einer fast schon tropischen Metropole. Jeden Tag gefühlt 30 Grad und nur Sonnenschein. Wir kamen kaum mehr hinterher mit Anfragen. Und so verging auch dieses Jahr wie im Flug, doch dieses Jahr inspirierte uns, einen Schritt weiter zu gehen. Und das taten wir dann auch. Die Saison 2019 war eingeläutet. Es wurde Zeit für einen zweiten Truck. Nicht nur das, sondern unser ganzer Auftritt sollte auf das nächste Level gehoben werden. Also gingen wir an die Arbeit. Neues Logo, neue Farben für die Trucks und ein größeres Team. Jetzt wollten wir noch mehr Menschen glücklich machen, und das gelang uns auch. 2019 wurden neue Städte überrollt. Wir waren jetzt wirklich fast überall. Berlin, Oldenburg, Dortmund und Braunschweig. Rolling Ice war im ganzen Land.

Berlin. Hamburg. Bremerhaven.

Plötzlich standen wir an drei Orten gleichzeitig, da wir auch noch mobiles Catering anboten. Was für eine Logistik. Wir hatten ein Catering für ein riesiges Modeunternehmen mitten auf dem Ku‘damm in Berlin. Parallel dazu noch zwei Eisfeste. Es sollte das größte Wochenende werden, was wir je hatten. Doch dieses Mal verlief nicht alles nach Plan. Zwei Eismaschinen gaben den Geist auf, der Truck blieb auf dem Weg liegen, und plötzlich war Mitte Mai nur noch 10 Grad und Regen angesagt.

Was für ein Wochenende. Doch anstatt aufzugeben ließen wir nicht locker. Auch wenn der Start etwas holprig verlief, wurde die Saison 2019 dennoch zu unserer erfolgreichsten Saison.

Wir hatten es wirklich weit geschafft. Die zwei Eismänner aus Hamburg. Angefangen mit einer einfachen Idee und auf einmal waren wir in der ganzen Republik unterwegs!

2020

Wir sitzen zu Hause und schreiben an unserem eigenen Buch. Wer hätte das gedacht, was aus dem Thailand-Urlaub 2015 alles geworden ist. Es ist die Geschichte eines Traumes, der Wirklichkeit wurde. Ein Weg voller Ups und Downs, einer kleinen Prise Glück und ganz viel Eisliebe.

Doch der Traum ist noch lange nicht vorbei. Wir arbeiten gerade an weiteren Konzepten und Möglichkeiten uns zu vergrößern … Immer nur mit dem einen Ziel: mehr Leute mit unserem Eis glücklich zu machen!

Auf unserer Reise haben wir schon zahllose Eiskreationen ausprobiert. In diesem Buch zeigen wir Euch unsere Favoriten. Zum Selbernachmachen. Viel Spaß!

Eure



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12 kasım 2024
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61 s. 50 illüstrasyon
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9783959615112
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