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Europa nach dem Ende der Imperien
Kitap hakkında
Mit dem Ende des Ersten Weltkriegs brachen vier Imperien zusammen – das Osmanische, das Habsburgische, das Russische und das Deutsche. Was folgte, war keine geordnete Neugeburt Europas, sondern ein jahrzehntelanges Ringen um Grenzen, Identitäten und politische Systeme. Die Landkarte wurde neu gezeichnet, doch die alten Machtstrukturen verschwanden nicht – sie verwandelten sich.
Dieses Buch zeichnet nach, wie Europa zwischen 1918 und 1989 mit dem Erbe imperialer Ordnungen umging: von den gescheiterten Demokratien der Zwischenkriegszeit über die ethnischen Säuberungen und Bevölkerungsverschiebungen des Zweiten Weltkriegs bis zur stillen Kontinuität kolonialer Denkweisen in der europäischen Nachkriegspolitik. Im Fokus stehen nicht nur Staatsverträge und Diplomatie, sondern die gesellschaftlichen Risse, die imperiale Strukturen hinterließen – in Sprache, Recht, Wirtschaft und kollektivem Gedächtnis.
Quellengestützt und analytisch bietet dieses Werk eine neue Perspektive auf die europäische Moderne: nicht als triumphalen Fortschritt, sondern als mühsame, unvollendete Neuverhandlung nach dem Zusammenbruch alter Weltordnungen.
