Kitabı oku: «Selbst im Traum werde ich reicher», sayfa 6
Über die oben beschriebenen Dinge hat jeder schon gehört, aber niemand hat sie zusammengefasst, um was es dabei wirklich geht. Sie haben sicher die ein oder andere Angst in sich wiedererkannt. Oder Ihnen sind Fehler von anderen erschienen, nur haben Sie noch nie darüber gelesen. Sie sagen dann: „Ja, ja, ja, das passt zu dem oder dem.“
Ihre Aufgabe im Leben ist es, Erfolge zu erzielen! Damit Sie erfolgreich sein können, brauchen Sie Seelenfrieden. Dazu müssen Sie die notwendigen finanziellen Mittel fürs Leben beschaffen.
Es gibt noch ein anderes Gefühl, außer den oben beschriebenen, dies nennen wir Habgier.
Habgier
Es ist ganz normal, dass Menschen sich nach etwas Besserem oder Schönerem sehnen, in wunderschönen Häusern leben, wundervolle Autos fahren, sich am anderen Ende der Erde bräunen und etwas besitzen wollen, das mehr Spaß macht. Das heißt, sie arbeiten, damit sie sich ihre Wünsche erfüllen können. Sie wünschen sich Geld, weil sie glauben, dass sie damit Freude und Glücksgefühle kaufen können. Aber die Freude und die Glücksgefühle, die wir mit Geld kaufen, halten nicht lange an. Sie benötigen noch mehr Geld, kaufen sich noch mehr Freude und Glücksgefühle, Amüsement, Komfort und Sicherheit. So arbeiten sie weiter. Weiter, in der Hoffnung, dass das Geld ihre von Ängsten und Habgier geplünderte Seele erleichtert. Aber das Geld besitzt auch diese Macht nicht.
Was länger hält? – Das echte Heim, echte Glücksgefühle oder die mit viel Geld gekauften Freuden, Glücksgefühle oder mit schnödem Geld gekauften Freuden und Glücksgefühle?
Die Antwort erwarte ich mir von Ihnen beim Autor-Leser-Treffen, vielleicht gibt es ja einige von Ihnen, die zwei Arten von Freude und Glücksgefühlen erlebt haben.
Enttäuschung
Bevor jemand Erfolg oder Reichtum erlangen kann, ist es unausweichlich, dass er Niederlagen und vielleicht auch schwere Enttäuschungen erleidet. Wenn jemand durch eine Niederlage am Boden ist, erscheint es am einfachsten und logischsten, aufzugeben. Genau das machen die meisten. Danach fängt man öfter von neuem auf dem Weg zum Erfolg an. Dann erreichen sie ihren größten Erfolg, wenn sie einen Schritt über den Punkt hinausgehen, an dem sie ihre Niederlage erlitten haben.
Die Enttäuschung ist ein Gauner, sie hat ein hoch entwickeltes Gefühl für Ironie und Mätzchen. Sie hat große Freude daran, dann ein Bein zu stellen, wenn jemand ganz kurz vor dem Ziel ist.
Bei den Reichen gibt es auch Ängste. Aber sie sollte man eher beneiden als bemitleiden. Es ist eine andere Angst, vor einem Nichts ins andere zu fallen oder vom Guten ins weniger Gute.
Reiche sind nicht wegen ihrer Neugier, sondern wegen der Angst reich. Sie sind wirklich davon überzeugt, dass das Geld – die Angst davor, dass sie verarmen und ihr ganzes Geld verlieren – alles löst. Sie horten es tonnenweise. Wenn das Geld uns meidet, ist es genauso schlimm wie die Angst davor, viel davon zu verlieren. Es ist auch eine schlechte Angst, wenn Sie gelernt haben, reich zu sein, und auf einmal wird Ihnen alles genommen. Ihre schwache, unterstützungsbedürftige Seele schmerzt jetzt, weil Sie Ihre Position in der Gesellschaft, oben an der Spitze, das große Haus, die Luxuslimousine, Urlaub am anderen Ende der Welt nicht missen wollen. Sie müssen die Gedanken beseitigen, was Freunde oder Bekannte sagen würden, wenn Sie viel verlieren würden. Viele machen sich Sorgen, obwohl sie keinen Grund dafür haben, weil sie viel besitzen und ihr Vermögen weiter wächst.
Für den Erhalt des Lebensstandards muss über das Vermögen gewacht werden.
Nicht dass einmal der Morgen kommt, an dem man das gegenteilige Leben lebt und lernen muss, wie das Geld einen dazu zwingt, für andere zu arbeiten. Wenn Sie sich dafür entscheiden, für Geld zu arbeiten, dann gleicht Ihr Schicksal den vielen Millionen Armen und der Mittelschicht auf der Erde. Oder Sie halten es für wichtig, die Fähigkeit zu besitzen ein Vermögen anzuhäufen, damit Sie sorglos leben können.
Zwischen Armut und Reichtum gibt es keine Möglichkeit für Kompromisse. Die zwei Wege, einer Richtung Armut, einer Richtung Reichtum, führen in komplett gegensätzliche Richtungen. Wenn Sie Reichtum wollen, dürfen Sie die Umstände, die Richtung Armut führen, nicht akzeptieren. – Das Wort „Reichtum“ wird hier in einem weiteren Sinn, als finanzieller, geistiger und seelischer Reichtum verstanden. –
Erfolgreich werden diejenigen, für die das erfolgreiche Denken charakteristisch ist. Enttäuschung erfahren diejenigen, die unbedacht zulassen, dass sie Gefangene der Denkweise der Enttäuschung werden.
Der Schlüssel zum Reichtum liegt darin, dass man das Einkommen und den Lohn, so schnell es geht, in ein passives Einkommen umwandelt. Die meisten Steuern zahlen diejenigen, die von einem Einkommen leben. Das wenigste zahlt man nach einem passiven Einkommen. Einfach gesagt, nennt man passives Einkommen das, wofür Sie nicht selber gearbeitet haben, sondern zum Beispiel Ihr anderes Haus, das Sie vermieten. Dieser Mieter zahlt Ihnen ein passives Einkommen. Das ist eine Möglichkeit, wie Ihr hart verdientes Geld schnell für Sie arbeiten kann. Der Staat besteuert Ihr hart verdientes Geld höher als Ihr investiertes Geld. Diejenigen, die für Geld arbeiten, bekommen nicht ihr ganzes Gehalt. Der Staat schöpft die Steuer ab. Sie zahlen Steuern, wenn sie Geld verdienen, wenn sie Geld ausgeben und einkaufen, wenn sie sparen. Das gilt nur für die Armen und die Mittelschicht und für ihre Angehörigen. Reiche zahlen keine Steuern. Die Arbeitswelt besteht aus vier unterschiedlichen Beschäftigungstypen. A. Angestellter. B. Investor. M. Selbstständiger. Ü. Geschäftsmann. Die meisten Menschen lassen sich in der Schule zu Angestellten oder Selbstständigen ausbilden. Sie zahlen viele Steuern, machen nichts dagegen, sie geben sich damit zufrieden, wohin das Schicksal sie geführt hat. Die meisten Menschen studieren jahrelang an den Universitäten, und nachdem sie fertig sind, entwickeln sie sich auf dem Gebiet der Finanzen nicht weiter. Diese Gedanken kommen ihnen nicht in den Sinn. Sie nehmen einen Job an, bekommen ihr Gehalt und begleichen ihre Schulden. Und das war’s, sie sind ausgebrannt. Sie wundern sich, dass sie finanzielle Probleme haben. Danach denken sie, dass nur mehr Geld ihre Sorgen lösen kann. Nur wenige denken daran, dass das eigentliche Problem das fehlende Wissen über Geld ist. Viele begeistern sich nicht wirklich dafür, es zu erlernen. Sie wollen nur in die Schule gehen, eine Ausbildung haben und einen Job finden. Eines Tages wachen sie auf und merken, dass sie Geldprobleme haben, und sie können nicht damit aufhören, noch mehr zu arbeiten. Das ist der Preis dafür, dass sie nur wissen, wie man für Geld arbeitet, anstatt zu lernen, wie Geld für sie arbeiten kann. Sie wachsen in einem schlechtbezahlten Job auf, beschweren sich, kündigen, um zu einer gleich schlechten Stelle zu wechseln. Gedanken wohnen sowieso in ihrem Kopf, sie tragen ihn nicht leer mit sich herum. Wäre es nicht besser, da oben Gedanken zu haben, wie man das eigene Leben sorglos gestalten könnte?
2 Vom Fahrrad bis zum Mercedes Mein Leben in Mezőberény
Die Tanyawelt östlich von Mezőberény, was zu Mezőberény gehört, wo die Sonne aufgeht, nennt man Kereki. Nicht in Japan, das ist ein Irrtum. Wenn Sie in Mezőberény aufwachen und einen Sonnenaufgang sehen wollen, dann müssen Sie Richtung Kereki schauen. Das ist der VI. Bezirk von Mezőberény. Am 31. Oktober 1951 bin ich in Mezőberény geboren. Dr. Miska Bak war der Arzt, der mich entbunden hat. Ich bin als fünftes Kind von sieben Kindern auf die Welt gekommen. Die Vorfahren meines Vaters, Ádám Gottschick, sind aus Lüneburg, Niedersachsen ausgewandert. Meine Mutter, Maria Sáli, stammt aus der adeligen Thomka Familie mit Wappen mütterlicherseits, aus der heutigen Slowakei, aus Thomkaháza im Komitat Kurz. Der älteste, noch zu ermittelnde Ahne hieß Jordán Thomka. Das hat meine Cousine Helena Ruzsa aus Komarno recherchiert. Wir haben es erst nach dem Tod unserer Mutter erfahren. Sie hat vorher nie mit uns darüber geredet. Aber jetzt weiß ich, woher ihr ehrlicher und liebevoller Charakter stammt. Wahrscheinlich waren auch Soldaten unter unseren Ahnen mütterlicherseits, weil in unserem Wappen ein Soldat, der auf einem weißen Pferd reitet, zu sehen ist. Der andere hält einen menschlichen Kopf, aufgespießt auf ein gezogenes Schwert. Vielleicht haben sie im Zuge der Türkenvertreibung den adeligen Rang erhalten. Meine Mutter stammt väterlicherseits aus der Gegend von der Saale in Deutschland. Im Namen wurde er auf Sáli gekürzt. Ich hoffe, mir bleibt genug Zeit, um dem auch auf den Grund zu gehen.
Bevor ich geboren wurde, war mein Vater fünf Jahre, von 1943–1948, in russischer Gefangenschaft in der Sowjetunion. In Grosny Tschetschenien sind 1940 Marika, 1942 Ádám und 1943 Jani zur Welt gekommen. Danach kam die Gefangenschaft, und als mein Vater nach Hause kam, sind 1949 Icuka, 1952 Csuri und 1955 Miska geboren. Meine Mutter hatte es, alleine mit drei Kindern nicht leicht. Sie haben bei der Gottschick Großmutter (Magdolna Krattinger) gewohnt. Damals war mein Großvater, Josef Gottschick, bereits verstorben. Meine Mutter wohnte damals mit drei Kindern in Tökfalu, so hieß ein Teil von Kereki. Meine Onkel Mihály, András und Hendrik sowie meine Tante Erzsébet wurden 1945 zur „Málenkij robot“ (Zwangsarbeit) verschleppt und sind erst 1947 von dort zurückgekehrt. Danach sind meine Eltern nach Kereki 134 gezogen. Zwei meiner Onkel, Márton Gottschick und Pál Sáli, sind im Krieg gefallen. Márton Gottschick hat einen Grabstein in der Nähe von Uvarovka, 60 km östlich von Moskau. Sie konnten nicht einmal seinen Namen richtig schreiben. Ich glaube, dass sie der Aussprache nach – Gotsik – den Namen auf den Grabstein gravierten. Aber wen haben sie gefragt? Ich nehme an, dass in seinem Soldatenbuch sein richtiger Name – Gottschick – stand, und es gab ja auch die sogenannte Erkennungsmarke. Von der Erkennungsmarke habe ich von meinem Vater beim Abendessen gehört. Márton ist 31 Jahre alt geworden. Der Bruder meiner Mutter lebte 26 Jahre. Mezőberény, 25. Oktober 1917–Bohorodychyn 6. Mai 1944. 19 Uhr. Heldentod durch einen feindlichen Schuss in den Bauch, 28 km von Kolomyja. Er liegt auf dem Heldenfriedhof von Bohorodychyn.
Meine Wiege stand in Kereki 134. Es gab keine Straßen, nur Feldwege und Schotterwege. John Loudon McAdam, 1756–1836, ein schottischer Straßenbauer, erfand die Straßen, neben denen Straßengraben entstanden. Von dort wurde die Erde gehoben. Wir wohnten in der Úri Feldweg, auf einer Tanya, die der Familie meiner Mutter gehörte. Dieser Feldweg führte von der Kereki Brücke geradeaus Richtung Osten zu unserer Tanya und runter bis zum Büngösd. Bei der König Tanya dreht sich der Weg. Úri Feldweg – heißt einer der Feldwege bei den Ackerfeldern in Kereki. Er heißt deshalb Úri Feldweg, weil reiche Herrschaften dort ihre Felder hatten. Wie dem Apotheker Hacskó, dem Anwalt Hegedüs, dem Postmeister Horváth und dem Notar Kolozsi. Sie bekamen wohl noch das Freiland, weil ich diese Namen von meinen Eltern nie gehört habe.
Zu 90 % gehörten die Felder Familien mit deutschen Namen in Kereki. Unter meinen Klassenkameraden finden man deshalb wenig deutsche Namen, weil sie ungarisiert werden mussten oder sie wurden 1946 ausgesiedelt. Später kauften wir die Tanya mit der Nummer 259 in der Nähe des Körös-Damms. Von Süden der Hosszúfok-Kanal. 500 Meter von unserer Tanya mündet er in den Körös. Der Körös ist die westliche Grenze von Kereki. Von Osten und vom Norden wird er von dem Büngösd Bach umrahmt.
Lüneburg
Mein erster Ahne, der Großvater meines Urgroßvaters Johannes Adamus Gottschick aus Deutschland, Niedersachsen, wanderte als General aus Lüneburg nach Siebenbürgen aus. Meine Recherchen ergaben, dass er jung General wurde. Laut meinem Mann hat er eine große Tat vollbringen oder vorbildlich dienen müssen, im Jargon arschkriechen, salutieren, damit er so jung den Rang des Generals bekleiden durfte. Ich glaube, er war nur entschlossen, vorbildlich, immer nach dem Besseren bestrebt – wie ich – und ein treuer Soldat, der wusste, was er wollte. Seine Vorgesetzten wussten ebenfalls, was man ihm zutrauen konnte. Es gibt mehrere Beispiele in der Weltgeschichte, bei denen es sehr junge Thronfolger und Heeresführer gab. Alexander der Große, König von Makedonien, hat mit 19 den Thron von seinem Vater geerbt. Er hat halb Europa erobert. Wieso hätte mein Ahne nicht ein geschickter Heeresführer sein sollen?
Lüneburg am Fluss Illmenau war eine Handelsstadt – Hanse. Seit 956 gibt es schriftliche Überlieferungen. Salz hat die Stadt reich gemacht. Vor 1100 Jahren hat man die Salzquellen unter der Erdkruste entdeckt.
Der Legende nach hat ein Jäger ein Wildschwein mit schneeweißem Fell verwundet, der zu einer Quelle rannte. Die Quelle war stark salzhaltig. Am Fell des Wildschweins hingen weiße Salzkristalle. Seitdem hat man das Salz in Eimern aus der Salzkammer an die Oberfläche geholt. In Bächen hat man das stark salzhaltige Wasser in die Salzhütten geleitet. Dort haben sie das Wasser gesiebt, verdampft und versickern lassen. Ich habe keinen Beweis dafür, aber ich vermute, dass meine Vorfahren keine Minenarbeiter, sondern Salinenarbeiter waren. Johannes Adamus wurde vielleicht deshalb Soldat, weil es bereits weniger „Salzarbeit“ gab. Salz wurde in den nordischen Städten – hauptsächlich in Lübeck – verschifft. Ein Fass weißes Gold reichte für das Salzen von fünf Fässern Heringe. Lüneburg blühte. Wunderschöne Häuser und Paläste entstanden. Auf einmal versiegten die Salzquellen und meine Ahnen und viele weitere Lüneburger mussten sich nach einer neuen Existenz umsehen. Die Salzquellen gab es noch bis 1980, aber sie konnte nicht die ganze Stadtbevölkerung ernähren. Die Auswanderung von Lüneburg begann um 1787. Joseph Habsburg der II. Kaiser von Lothringen, Sohn von Maria Theresia, Habsburger Kaiserin, hatte Ungarn geerbt und große Reformen vollzogen. Unter anderem hat er die unbesiedelten Gebiete besiedeln lassen.
Das Bürgermeisteramt von Lüneburg wurde 1230 gegründet, ständig erweitert, und 1720 bekam es seine heutige Form. Mein Urgroßvater hat es auch in seiner heutigen Form gesehen.
Die Geschichte mit den Salzquellen muss man kennen, ansonsten würde man nie verstehen, wieso unser Gottschick Ahne dieses Schmuckkästchen verlassen hat. Die Habsburg-Monarchie benötigte auch Arbeitskräfte in Siebenbürgen. Aber die Habsburger haben ihre Versprechen nicht gehalten. Es herrschte Unruhe. Zu dieser Zeit haben sie meinen Ahnen benötigt, damit dort wieder Ruhe einkehrt. – Ich bin die achte Generation. – Bis Kelheim ist er zu Fuß gegangen, von dort ist er ca. 700 km bis zum eisernen Tor auf der Donau mit dem Schiff gefahren. Er kam zu Land und gründete eine Familie. Eines Tages wurde in Kereki ein Lehrer gesucht. Die Kinder der dort angesiedelten Donauschwaben wurden geboren. Ein Sohn des Johannes Adamus Gottschick, Martin Gottschick, hat sich auf diesen Lehrerstuhl gesetzt.
Unbekümmerte Kindheit
Meine Kindheit würde ich als unbekümmert und sorglos beschreiben. Ich hatte zwar mehr Pflichten als Rechte. Ich wuchs dort auf, wo die Arbeit nie ausging: Aber damals wusste ich noch nicht, dass eine Kindheit auch anders aussehen kann, nur nicht meine. Ich war ein sehr aufbrausendes, ständig etwas Neues, etwas Anderes wollendes Kind. Mein Bruder Miska nannte mich Fuchs, weil er wahrscheinlich meine Cleverness ebenfalls gesehen hat. Meine Mutter hat mich nie geschlagen, aber mein Vater häufig. Meine Eltern waren sehr fleißige Bauern. Sie haben Tag und Nacht für uns gearbeitet. Sie sind sechs Jahre in die Schule gegangen, weil es nicht mehr gab. Meine Mutter sprach Slowakisch und lernte in der Schule Ungarisch. Mein Vater beherrschte vier Sprachen: Deutsch sprachen sie zu Hause, in der Schule lernte er Ungarisch, Slowakisch lerne er von meiner Mutter und Russisch in der Gefangenschaft. Ich weiß nicht, wie viel Hektar Land wir besaßen bis zu der Zeit, soweit ich mich zurückerinnern kann. Mein Urgroßvater war Großgrundbesitzer. Genaue Daten habe ich darüber nicht, wie viel Hektar Acker, Weidefläche und Wald er besaß. Ein feierwütiges Familienmitglied hat angeblich 10 Hektar verprasst. Im Durchschnitt gab es bei uns acht Kinder durch mehrere Generationen in unserer Familie. So wurde der Großgrundbesitz aufgeteilt. Meinem Großvater blieb nicht mehr viel. Ich habe auch keinen schriftlichen Beweis darüber, wie viel Hektar mein Vater geerbt hat und wie viel meine Mutter mitbrachte. Unseren Obstgarten hat er wahrscheinlich Anfang der 50er Jahre – nachdem er aus der russischen Gefangenschaft zurückkam – aufgebaut, weil ich mich an junge, gerade Ertrag bringende Bäume und Pflanzen erinnere. Wir hatten Apfelbäume, Jonathan mit Weingeschmack, mehrere Sorten Sauerkirschenbäume, Pflaumenbäume, Quittenbäume, Birnenbäume, Stachelbeeren und Ribisel. Mehr kann sich ein Kind kaum wünschen. Wir konnten nicht alles essen, die Speis war auch voll mit Eingemachtem und Marmeladen. Ich habe am liebsten die saure Pflaumenmarmelade gegessen. Die Äpfel und die Kartoffel lagerten wir für den Winter. Hinter der Tanya gruben wir tiefe Löcher, darin lag zunächst Heu, dann Äpfel, in der anderen Kartoffel, danach wieder Heu und dann Erde. Fertig war das Lager. Aus mehreren Früchten ließ mein Vater Schnaps brennen. Er trank nicht viel. Wusste, wann es genug war. Er hat nichts davon verkauft, „vielleicht gibt es nächstes Jahr nichts“. Ádám- und János-Tage wurden gefeiert, für diese Tage hat er Schnaps benötigt, weil Verwandte, Nachbarn und Freunde gekommen sind. Mit Wein hat uns mein Onkel „kleiner Roter“ Mihály versorgt.
Der „kleine Rote“ Mihály war der ältere Bruder meines Vaters, Ádám Gottschick. Bevor er zur Zwangsarbeit musste, hatte er geheiratet und bekam eine kleine Tochter namens Erzsébet – Liszka. Während er bei den Russen war, wurden seine Frau und seine Tochter nach Deutschland, Filderstadt, ausgesiedelt. Als er von der Zwangsarbeit zurückkam, beantragte er die Rückkehr seiner Frau und seiner Tochter nach Mezőberény. Ich weiß nicht, wie viel Zeit vergangen ist, aber ihm dauerte das Warten zu lange und er heiratete erneut. Er verliebte sich in Frau Cuszka Emrich – deren Mann Ádám Bartolf aus dem Krieg nie zurückkehrte. Sie hatte drei Kinder: Zsuzsa, Erzsébet und Ádám Bartolf. Onkel Mihály begann in seinem Garten mit Frau Cuszka zu gärtnern und wurde zum Winzer. Von hier kam sein Spitzname „kleiner Roter“, weil er Rotwein anbaute, klein und dick war und ein rotes Gesicht hatte. Ich erinnere mich an ihn als einen netten Onkel. Liszka und ihre Mutter kamen eines Tages aus Deutschland zurück. Onkel Mihály blieb mit Frau Cuszka zusammen und die Mutter von Liszka sagte: „Bleib bei ihr, wo du bisher warst.“
Meine Mutter sagte, dass es Frau Cuszka gut ergangen ist. Meine Mutter lebte fünf Jahre mit der Ungewissheit, ob mein Vater aus der Gefangenschaft nach Hause kommt oder nicht.
In meiner Kindheit wurden große Hochzeiten gefeiert. Meine Mutter nähte uns neue Kleider. Es war ein heißer Sommerabend. Ich kann mich gut daran erinnern, dass wir Kinder auch bei der Hochzeit von Erzsébet Bartolf und Lajos Szegedi dabei waren. Es war ca. 1960. Würde ich schätzen. Wir waren ca. 100 Gäste. Die Zigeuner spielten bis in die Morgenstunden. Wir Kinder aßen, liefen rein und raus und aßen erneut. Es gab Hühnersuppe mit Schneckennudeln, irgendein Pörkölt, Brot aus dem Backofen, gebratenes Huhn, Kuchen und Torten ohne Ende. Der Brautführer läutete mit jeweils einem Gedicht den nächsten Gang ein.
Über die Gefangenschaft
und die Normandie
Geburtstage haben wir nicht gefeiert. Am Abend aß die ganze Familie gemeinsam zu Abend. Dann erzählte mein Vater, wie sein Leben als Soldat war. Er arbeitete in der Kohlemine, in der Gefangenschaft in Grosny, in Tschetschenien. Er hat viel gelitten. Ich kann mich sogar daran erinnern, dass er sagte, seine Freilassung aus der Gefangenschaft habe er den Alliierten – amerikanische und englische Soldaten – zu verdanken, als sie in der Normandie, in Frankreich, an Land gingen. Auf Omaha Beach und noch drei weiteren Orten, Utah Beach, Pointe du Hoc und Juno Beach. Er hat noch gesagt, dass es schade war, dass sie nicht vom Süden, von Rijeka gekommen sind, wie sie es ursprünglich geplant haben, weil dann hätten in Ungarn nicht die Russen regiert, sondern die amerikanischen, englischen und französischen Soldaten. Der Westen von Deutschland hat Glück gehabt. Mein Vater hat mit Fischgräten Pullover gestrickt aus der zerrissenen Decke, und sogar mit Fischgräten ein kleines Kissen gestickt mit einem Fasan drauf.
Mit meinem Vater zusammen waren fünf Soldaten an der Front aus Mezőberény. Adus Fürstenzeller, Marcus Steigerwald, Pajó Sipiczki, Pasó Krekács und mein Vater Ádám Gottschick. Später kamen Karcsi Vasporos, Gyurka Herzberger und Hendrich Gschwindt dazu, so wurden sie acht. Fünf Deutsche, ein Slowake und ein Ungar. Karcsi Vasporos lag neben meinem Vater im Schützengraben, und ein Granatensplitter hatte eines seiner Beine abgeschnitten. Ich bedauere es sehr, dass so etwas mit ihm passiert ist. Ich freue mich, dass mein Vater, zwar mit einem kranken Magen, aber gerade noch nach Hause gekommen war. Karcsi hat auch einen anderen Familiennamen, ich kann nur vermuten, dass er ungarisch ist, aber ich kenne ihn nicht. Er bekam den Namen, weil er lange Eisenpulver (vaspor) in Mezőberény verkaufte. Eisenpulver wurde für die Reinigung des Kochherds verwendet. Man musste es mit Wasser verdünnen und auf das kalte Eisen streichen. Kochherd entspricht der heutigen Kochplatte. Mein Vater und Onkel András trugen noch lange die deutsche Wehrmachtsuniform. Nachdem Deutschland den Krieg verloren hatte, kamen die deutschen Soldaten aus der Sowjetunion und Rumänien zurück. Sie gingen quer durch den Bauernhof meiner Gottschick Großmutter Magdolna Krattinger. Sie baten um zivile Kleidung von meiner Mutter und ließen ihre da.
Stoppelfeldsplitter,
Sonnenblumen-Pogatschen
Ich bin ein wenig abgedriftet. Ich bin gerade erst auf die Welt gekommen und schon in Lüneburg und in der Normandie. An die Jahre vor der Schule habe ich nicht so viele Erinnerungen. Als ich in die Schule kam, vergingen die Tage auf der Tanya so, dass jedes Familienmitglied etwas machen musste. Die Arbeit ging nie aus, obwohl ich die Hoffnung hatte, dass ich eines Tages nicht früh aufstehen und viel arbeiten muss. Das Weiden der Tiere begann im Frühling, ging über den Sommer bis in den Spätherbst. Im Frühling, Sommer und im Herbst standen wir – außer in den Ferien – um 4 Uhr auf. Wir haben die Tiere weiden lassen, gegessen und dann sind wir in die Schule gegangen. Die Kühe trieben wir zur Herde, weil sie sowieso auf dem Weg zur Schule war. Gegen Mittag kamen wir wieder nach Hause und aßen zu Mittag. Häufig bekamen wir zu Mittag in einem 1-Liter-Krug Sauermilch mit leckerem, selbst gebackenem Brot. Wir stellten den Krug zwischen unsere Beine und löffelten die Milch. Für die Nachmittagsjause aßen wir Fettbrot mit Wurst oder Sonnenblumen-Pogatschen oder etwas anderes. Die Sonnenblumenkerne bekamen wir in Form von Pogatschen und Öl zurück. Das war etwas Ähnliches wie die bulgarische Halva. Wir haben es mit Zucker oder mit Honig bestreut und es war himmlisch. Eigentlich war es als Futter für die Tiere gedacht, aber es hat so gut geschmeckt, dass wir nicht widerstehen konnten. Wir haben unsere Hausaufgaben erledigt, und im Anschluss haben wir Arbeiten verrichtet, die gerade anfielen. Wenn die Maisstangen schon abgeschnitten wurden, haben wir die Wurzel aus der Erde geholt, daraus wurde Brennstoff für den Ofen oder den Herd. Danach wieder Tiere weiden. Wenn Getreide geerntet wurde, haben wir sie auf dem Stoppelfeld weiden lassen. Häufig wurde der Weizen, die Gerste oder der Hafer nicht am Stengelansatz, sondern weiter oben geerntet, weil sie geneigt waren. Wir sind barfuß darauf gegangen und die Getreidestauden haben unsere Sohle aufgeschlitzt. Mehrmals hat sie geeitert. Dann haben wir unsere Beine Harn aufgetragen, damit es zu keiner Infektion kommt.
Am Abend haben wir die Kühe nach Hause getrieben, Mutter hat sie gemolken, mein Vater und meine Brüder haben die Tiere mit Futter und Trinken versorgt. Wir haben uns zum Abendessen hingesetzt. Wir sind in der Reihenfolge gesessen, in der wir geboren wurden. Mutter, Adi, Jani, Icuka, ich, Csuri, Miska, mein Vater. Bis mein kleiner Bruder am Tisch sitzen konnte, kann ich mich nicht mehr erinnern, ob Marika auch am Tisch gesessen wäre. Mutter gab jedem etwas auf den Teller. Mein Vater wartete so lange, bis jeder genug hatte. Oder es kam auch noch etwas anderes auf den Tisch. Es war immer genug, jeder wurde satt. Nach dem Abendessen haben wir noch in einem großen Korb Mais gerebelt, Körner selektiert, Nüsse aufgemacht, das Essen für den nächsten Tag vorbereitet und dabei ungarische Lieder gesungen.
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