Kitabı oku: «Grow Healthy», sayfa 2

Yazı tipi:

«You are the sky. Everything else
– it’s just the weather.»
Pema Chodron­
Nebst deren Freude an Yoga, zeigten mir die Kinder auch, wie einfach und spielerisch sie mit Meditation umgehen konnten. Kinder sind stets im Jetzt, während wir als Erwachsene oft erfolglos versuchen, dorthin zu finden. Mit einfachen Übungen, die Du in diesem Buch findest, finden auch die zappeligsten Kinder ihren Zugang zur Meditation. Kinder leben oft in ihrer „eigenen Welt“. Manchmal scheint es eine Art Rückkehr oder Zuflucht in ihre Sinnesphase zu sein. Geprägt durch die vielen Einflüsse von außen, familiäre Umstände, Stress in der Schule oder gar Mobbing durch Freunde ist dies eine natürliche „Re“-Aktion. Gerade bei den Kindern, die sehr unruhig oder verträumt sind, ist es wichtig, dass der Geist einen Zufluchtsort finden darf – eine Höhle der Stille und Geborgenheit, in der eine Auszeit erlaubt ist – ihre Fantasiewelt, in der sie einfach wieder einmal sie selbst sein dürfen. Kindern fällt es ausgesprochen leicht, einfach „zu sein“ und den Geist komplett herunterzufahren. Durch einfache Yogaübungen können jederzeit kleine Ruheoasen erschaffen werden. Diese kann Dein Kind alleine üben oder Ihr könnt die Stille gemeinsam erforschen, welche eine magische Kraft für Eure Beziehung haben kann.


«If every 8-year-old in the world is taught meditation, we will eliminate violence from the world within one generation.»
Dalai Lama
Über das Yoga hinaus, das mittlerweile zu einem wertvollen Bestandteil unseres Alltages wurde, spielt auch die Ernährung eine zentrale Rolle.
Essen war für mich nie nur eine Nebensache. Als Kind zelebrierte meine Familie oft große Familienessen – geprägt durch die italienische Seite meines Vaters. Es wurde oft stundenlang gekocht und noch länger zusammengesessen und über das Leben philosophiert.
Dieses Gefühl von Zusammensein und Verbundenheit, gekrönt durch den kulinarischen Genuss des mit viel Liebe zubereiteten Essens, prägte mich sehr. Die kostbarsten Momente des Lebens finde ich im Zusammensein, Philosophieren und Lachen – im Austausch mit den Liebsten und im Teilen eines köstlichen Essens. Die Auswahl der Lebensmittel jedoch wurde für mich im Laufe der Familienjahre immer wichtiger. Ich wurde selektiver, kritischer und es war für mich wichtig, Verantwortung dafür zu übernehmen, was ich meinen Kindern zu Essen gebe.


Es liegt mir sehr am Herzen, dass Ihr Euch bewusst seid, dass Ihr die ganze Verantwortung tragt, wie Ihr Euch und Eure Kinder ernährt. Die ersten Essgewohnheiten sind wie ein Speicher, den Ihr programmiert. Ebenso die damit verbundenen Emotionen. Es ist mir bewusst, dass wir in einem Überangebot an Lebensmitteln schwimmen. Und der Griff zum Sandwich und zu Chips ist oft der einfachere – aber nicht der bessere. Wir können jeden Tag bewusst wählen, welche Lebensmittel uns und unseren Kindern die Energie geben, die uns und ihnen guttut.
Wir müssen beim Kindergeburtstag nicht auf Schokoladekuchen verzichten. Wir bereiten sie ganz einfach anders zu. Auf Seite 116 findest Du ein wunderbares Schokoladekuchen-Rezept, das Deinem Kind bestimmt schmecken wird.
Die Einschränkung oder der Verzicht des Zuckers liegt mir persönlich besonders am Herzen. Wir alle wissen, dass unser Körper den Industriezucker nicht braucht, dass er sogar Schaden anrichtet. Und trotzdem geben wir diesen unseren Kindern tagtäglich und viel zu oft. Oder sie werden sogar damit belohnt oder getröstet. Die Programmierung „Ich bin traurig, also bekomme ich Schokolade, damit es mir besser geht“ hilft Deinem Kind nicht – bitte glaube mir. Diese kleinen Tröster können später zu Seelenfutter werden, wofür Deine erwachsenen Kinder Dir nicht dankbar sein werden. Umarme Dein Kind, wenn es traurig ist. Geh mit Deinem Kind in den Wald oder spring in einen Fluss … Jede Aktion, die mit einem Gefühl verbunden ist, wird in das System deines Kindes programmiert. Sei Dir bitte dieser größten Aufgabe, die wir als Eltern haben, bewusst. Diese Programmierung wird im Laufe der Jahre bei den Kindern immer wieder aufgerufen und diese Muster sind wie eine Landkarte auf ihrer Reise.
Ich weiß – es braucht Zeit, Motivation und Disziplin, erst einmal unser System neu zu programmieren. Unsere alten, immer wiederholten Muster sind so stark gefestigt, dass wir automatisch gewisse Dinge tun, obwohl wir eigentlich wissen, dass sie uns nicht guttun. Wenn wir uns jedoch dazu entscheiden, unser Bewusstsein tagtäglich zu trainieren – wenn wir beginnen, bewusst zu essen, uns bewusst zu bewegen – dann werden unsere Kinder diese Strukturen übernehmen und es wird ihnen viel einfacher fallen, ein gesundes, glückliches Leben zu führen.


In diesem Buch findest Du wunderbar einfache und kindgerechte Rezepte, die schmecken und die Ihr bedenkenlos im Alltag als Snack, Hauptmahlzeit oder Dessert essen könnt.

EINLEITUNG
Kinder wachsen heute in einer schnelllebigen Zeit auf. Die jüngste Generation wird auf Leistung getrimmt und durch unzählige Medienkanäle beeinflusst. Das „Kind-Sein“ ist von kurzer Dauer und umso wichtiger erscheint es mir, Kindern die Gelegenheit zu geben, sich immer wieder auf sich selbst einzulassen. Kinder müssen im Kontakt mit sich selbst Erfahrungen machen und diesen Gefühlen nachgehen können.
Das Innehalten fällt den Kindern leichter als gedacht und deren Neugier ist unendlich. Was gibt es also Interessanteres zu entdecken, als sich selbst?
Wenn ich meine kleinste Tochter beobachte – sie ist nun seit vier Jahren auf dieser Welt – dann bin ich fasziniert davon, wie sie jeden Tag etwas Neues an sich selbst entdeckt: die Sprache, die Sozialisierung oder den Umgang mit Gefühlen. Dieses Erfahren wird nicht aufhören. Denn, wenn ich meine 16-jährige Tochter beobachte, sehe ich, dass die Selbst-Entdeckung seit ihrer Geburt keine Pause gemacht hat.
Nun mache ich einen Generationensprung und beobachte meine Mutter. Eine wunderbare Frau in den 70ern. Obwohl sie sehr viel Zeit in ihrem spannenden Leben hatte, sich selbst zu entdecken, ist diese Neugier noch nicht gesättigt.
Täglich ist diese innere Entdeckungsreise und das bewusste Wachstum das wohl spannendste und reichste Abenteuer, das wir erleben dürfen. Wer sich dessen bewusst ist, versteht, dass verantwortungsvolle Selbstversorgung und inneres Wachstum viel wichtiger sind, als ein Bild zu wahren oder ein Leben zu führen, das fremdbestimmt ist. Nicht nur für sich selbst, sondern für unsere Kinder und das gesamte kollektive Feld, in dem wir uns bewegen.
«There is a voice inside of you that whispers all day long –
I feel this is right for me, I know that this is wrong. No teacher, preacher, parent, friend or wise man can decide what’s right for you – just listen to the voice that speaks inside.»
Shel Silverstein
Jedes Kind ist in der Lage, Yoga zu praktizieren. Egal welche Fähigkeiten oder körperliche Konstitution es mitbringt. Das Yoga unterstützt und hilft jedem Kind, ein Gleichgewicht zu erlangen.
Das Yoga ist eine wunderbare Methode, sich selbst zu entdecken. Wir verbinden damit den Körper, den Geist und die Seele, die Erde, den Himmel, die Quelle. Und erkennen irgendwann wieder, dass wir gar nichts verbinden müssen, da alles schon immer zusammenfließt.


Nehmen wir ein Beispiel aus der Praxis: Ein Kind kommt zu mir in die Yogastunde. Während der Körperübungen geschehen unzählige Dinge in seinem Körper, seinem Geist und seiner Seele. Vielleicht kommt das Kind in einer Übung an seine Grenzen, spürt sich selber so stark und klar wie wohl nie zuvor. Vielleicht entdeckt es eine physische Fähigkeit, von der es davor nicht wusste. Diese Erkenntnis löst wunderbare Gefühle aus. Das Kind ist stolz, es spürt Stärke und Kraft – den Mut, einen Schritt weiter zu gehen. Es beginnt, sich mit seinem Körper zu versöhnen und ihn zu lieben, was von großer Wichtigkeit ist. Nun kommt der Kopf ins Spiel. Das Kind ist immer noch in der Yogaübung und fragt sich selbst: „Gehe ich weiter und probiere es aus oder gebe ich auf und setze mich hin?“ Leider tendieren viele Kinder dazu, sich hinzusetzen. Die gespeicherten Glaubenssätze wie „Das ist zu gefährlich“, „Pass auf“, „Du schaffst das nicht“, „Du bist zu klein dafür“ etc. treten in immenser Stärke auf. Und genau dies ist der Moment, in dem wir das Kind motivieren können, sich „wieder“ selbst zu entdecken – herauszufinden, was alles in ihm steckt, welch riesengroßes Potential ihr Körper besitzt und wie der Kopf dem Körper auch sagen darf, zu was er fähig wäre.
Die Kinder wachsen in einem System auf, in dem ihnen immer wieder eingeredet wird, dass sie es nicht gut genug machen, dass sie schlechter als andere sind. Deshalb scheint es mir sehr wichtig, dieses Umdenken endlich zuzulassen. Zum Beispiel: Ein Kind schreibt eine Prüfung in der Schule. Tausend Verknüpfungen mit Gefühlen und diesem Moment entstehen. Das Prüfungsblatt kommt mit rot markierten Fehlern zurück, was suggeriert: Dies, das und jenes ist falsch. Was richtig ist, wird oft nicht kommuniziert. Das Kind programmiert also in seinem System „Ich bin nicht gut genug“. Dies ist nur eines von vielen Bespielen, wie Kinder meines Erachtens falsch „programmiert“ werden.
Die Seele, der innerste Kern des Kindes, kommt in diesem Moment der Yogaübung zum Vorschein. Ob die Übung durchgeführt wird oder eben nicht, ist nicht der Punkt. Viel wichtiger ist es, was das Kind in diesem Moment für sich selbst lernt und mitnimmt. Ob das Kind seine ureigene Entscheidung treffen mag und auf seinen perfekten Körper vertraut – ob es Mut spürt und einen neuen Weg auf seiner Landkarte zeichnet.
Die sogenannte „Mindcontrol» verstehen die Kinder sehr gut, wenn wir an den Controller der Playstation und das Gamen denken. Alle Kinder, egal aus welchen Schichten, Kulturen und egal welchen Alters, besitzen die große Fähigkeit, das Gehirn zu trainieren. Ob ich ein sogenanntes „Glückstraining“ oder ein „Konzentrationstraining“ in die Stunden einbaue – es bietet immer die Möglichkeit, sich selbst zu entdecken.
Oft kommen Kinder zum Yoga, die eine phlegmatische Neigung aufzeigen, oder aber es sind Kinder, die sehr lebhaft und reizüberflutet sind. Das Energielevel bei Kindern mit eher phlegmatischer Neigung zu steigern oder bei sehr lebhaften Kindern den Geist und Körper zur Ruhe zu bringen – dieses Herstellen des Gleichgewichtes, das wir mit dem Yoga erreichen können – ist großartig. Jedes Kind kann sich selbst auf seine Weise, in seinem Tempo näherkommen.
Es gibt in der Beziehung mit uns selbst kein richtig oder falsch – gut oder böse. Genauso ist es mit dem Praktizieren des Yoga: Egal welches Alter das Kind hat, es gibt kein richtig oder falsch. Vielmehr ist es das „In-sich-kehren“, den Körper erforschen und kennenlernen. Und das ganz ohne Vergleiche, ohne zu werten oder in einen Wettkampf zu gehen.
Wenn das Yoga auf spielerische Weise täglich praktiziert und der fokussierte Atem dabei stets mit einbezogen wird, können wir Kinder auf eine wundersame Weise begleiten und ihnen eine kraftvolle innere Stärke mit auf den Weg geben.
Das Gefühl des Glücklich- und Ausgelassen-Seins, das wir nach dem Yoga erfahren, ist die magische Zauberkraft, die Kinder auf eine ganz eigene Art und Weise mit auf ihren Weg nehmen und daran wachsen können.
«The best and most beautiful things in the world cannot be seen or even touched – they must be felt with the heart.»
Helen Keller


YOGA
Yoga hat momentan die Spitze in der Bekanntheit erreicht. Viele assoziieren das Yoga mit coolen Handständen, krassen Verrenkungen und zirkusartigen Performances. Unser Körper wird durchaus beweglicher, kräftiger und flexibler, was sich auch wunderbar anfühlt. Der Weg des Yoga ist aber viel mehr nach innen gerichtet als nach außen. Unser Bewusstsein wird erweitert, Denkmuster dürfen gelöst werden und unser Seinszustand darf transformiert werden. Dies ist ein Prozess, auf den wir uns einlassen dürfen und der viel Zeit, Disziplin, Geduld und vor allem Selbstliebe erfordert.
Ich möchte in diesem Buch nicht zu stark auf die Philosophie des Yoga eingehen. Die „acht Stufen des Yogaweges nach Patanjali*“ sind jedoch leicht verständlich und eignen sich wunderbar für einen Einstieg. Zudem lassen sich diese auch sehr gut in den Familienalltag einbauen.
Die acht Stufen des Yogaweges nach Patanjali
Erste Stufe: YAMA
„Yama“ ist die erste Stufe. Sie zeigt uns Vorschläge auf, wie wir in der äußeren Welt handeln können. Sie wird in fünf Glieder unterteilt:

1 AHIMSA: Zeigt einen rücksichtsvollen Umgang mit uns und allen Lebewesen auf.

2 SATJA: Zeigt die aufrichtige Kommunikation auf. Wahrhaftigkeit und ehrliche Offenheit.

3 ASTEYA: Zeigt uns den bewussten Umgang mit Habgier auf. Loslösung von materiellem Besitz, der uns nicht zu glücklicheren Menschen macht.

4 BRAHMACHARYA: Zeigt uns das richtige Maß an Handeln auf.

5 APARIGRANHA: Zeigt uns das wahre Erkennen unserer Bedürfnisse auf. Wenn wir lernen, mit dem Begehren umzugehen, drehen wir den Spieß des Habenwollens um und genießen die Dinge intensiver, die wir schon besitzen.

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101 s. 53 illüstrasyon
ISBN:
9783991072034
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