Kitabı oku: «Wanderführer Senioren: Wanderungen für Senioren Fränkische Schweiz. 30 entspannte Touren.»
Gemütliche Genusstouren
Wanderungen
für Senioren
Fränkische Schweiz
30 entspannte Touren mit herrlichen Aussichten
Exklusiv für Sie als Leser:
MIT GPS-DATEN ZUM DOWNLOAD
unter: gps.j-berg.de

Inhalt
Tourenüberblick
Wanderspaß in der Fränkischen und Hersbrucker Schweiz
Die Schweiz in Franken
Hersbrucker Schweiz
1Entlang der Pegnitz bei Schwaig
Zwischen Natur und Seniorenspielplatz
2Auf den Arzberg bei Hersbruck
Über den Aussichtsturm zur Edelweißhütte
3Rund um den Happurger See
Ein Ganzjahresvergnügen
4Entlang der Pegnitz: erster Teil
Von Hohenstadt nach Vorra
5Entlang der Pegnitz: zweiter Teil
Alles im und am Fluss
6Hirschbacher Ziegenweg
Aussichtsreich über dem Hirschbachtal
7Zur Petershöhle bei Hartenstein
Höhlen- und Felsenwege
8Der karstkundliche Weg bei Neuhaus
In einer anderen Welt
9Zur Burg Hohenstein
Eine kurze Sonntagstour
10Im Veldensteiner Forst um Plech
Höhlenromantik pur
Fränkische Schweiz
11Neuhaus und sein Wasserschloss
Fränkische Teichwirtschaft
12Forchheim
Hier wurde europäische Geschichte geschrieben
13Vexierkapelle und die Retterner Kanzel
Unbekannte Wege bei Weilersbach
14Auf das Walberla
Von der Keltenburg zur christlichen Wallfahrt
15Zur Wallfahrtskirche St. Moritz
Eine Kirche zwischen wundersamen Wassern
16Auf den Schlossberg bei Egloffstein
Glücksmomente am plätschernden Wasser
17Durch das Trubachtal
Ein Bach wächst zum Fluss heran
18Von Gößweinstein nach Allersdorf
Durch die Wälder des Jura
19Von Gößweinstein nach Bösenbirkig
Zu kleinen und großen Naturwundern
20Durch das Püttlachtal
Über die Himmelsleiter ins Tal
21Durch das Klumpertal
Fränkische Schweiz abseits der großen Straßen
22Durch das Ahorntal
Herzstück der Fränkischen Schweiz
23Um Waischenfeld
Zum Steinernen Beutel
24Von Buttenheim auf den Senftenberg
Blue Jeans und Georgskapelle
25Bamberg
Die Stadt von Heinrich und Kunigunde
26Besinnungsweg bei Lohndorf
Moderne Kunst in der Fränkischen Toskana
27Von Scheßlitz auf den Gügel
Wallfahrtskirche und Burggasthaus
28Von Aufseß zum Kathi-Bräu
Zwei Burgen und ein Biergarten
29Von Hollfeld durch das Tal der Kainach
Auf dem Kurat-Hollfelder-Gedächtnisweg
30Bayreuth
Nicht nur Richard Wagner
Zugabe
Register
Impressum

2 Zum Arzberger Aussichtsturm

14 Unterwegs auf dem Walberla

20 Auf dem Weg zur Himmelsleiter

25 Kleinvenedig in Bamberg

30 Stadtwanderung durch Bayreuth
Piktogramme erleichtern den Überblick
| leicht |
| mittel |
| schwer |
| Gehzeit |
| Höhenunterschied |
| Weglänge |
| Einkehr |
| kindergeeignet |
| Sehenswürdigkeit |
| wintergeeignet |
| viel Sonne |
| eher Schatten |
| Bademöglichkeit |
| Anreise mit Bahn/Bus |
Zeichenerklärung zu den Tourenkarten
| Tour |
| Tourenvariante |
| Richtungspfeil |
| Ausgangs-/ Endpunkt der Tour |
| Bahnlinie mit Bahnhof |
| S-Bahn |
| Tunnel |
| Seilbahn, Gondelbahn |
| Bushaltestelle |
| Parkmöglichkeit |
| Hafen |
| Autofähre |
| Personenfähre |
| Flugplatz |
| Kirche |
| Kloster |
| Burg/Schloss |
| Ruine |
| Wegkreuz |
| Denkmal |
| Turm |
| Leuchtturm |
| Windpark |
| Windmühle |
| Mühle |
| Hotel, Gasthof, Restaurant |
| Jausenstation |
| Schutzhütte, Berggasthof (Sommer/Winter) |
| Schutzhütte, Berggasthof (Sommer) |
| Unterstand |
| Grillplatz |
| Jugendherberge |
| Campingplatz |
| Information |
| Museum |
| Bademöglichkeit |
| Bootsverleih |
| Sehenswürdigkeit |
| Ausgrabung |
| Kinderspielplatz |
| schöne Aussicht |
| Aussichtsturm |
| Wasserfall |
| Randhinweispfeil |
| Maßstabsleiste |
Tourenüberblick

| leicht |
| mittel |
| schwer |
| Gehzeit |
| Höhenunterschied |
| Weglänge |
| Einkehr |
| kindergeeignet |
| Sehenswürdigkeit |
| wintergeeignet |
| viel Sonne |
| eher Schatten |
| Bademöglichkeit |
| Anreise mit Bahn/Bus |
Wanderspaß in der Fränkischen und Hersbrucker Schweiz
Am besten kann man die Fränkische und die Hersbrucker Schweiz natürlich zu Fuß erkunden. Nur so kommen wir den Naturschönheiten nahe und dürfen sie intensiv und in Ruhe erleben. Deswegen haben wir 30 Wanderungen zusammengestellt, die über die schönsten Wege in die fränkische Landschaft führen. Alle Touren sind dabei eher einfach und nicht zu schwer, sodass für jeden etwas dabei ist.
Mit ihren leicht hügeligen Landschaften, den Flusstälern, den stillen Wäldern und den beeindruckenden Felsformationen eignen sich die Hersbrucker und die Fränkische Schweiz bestens für genussvolle Wanderungen ohne Altersgrenzen.
Denn auch jenseits von 60 Jahren hat man Freude an der Bewegung in der Natur, und das kann man am besten beim Wandern! Die Zeit an der frischen Luft hilft, fit zu bleiben, und überdies gibt es jede Menge Naturerlebnisse und zusätzlich die eine oder andere Sehenswürdigkeit zu bestaunen. Und natürlich dürfen wir unsere sportliche Tat mit einer genussvollen Einkehr verbinden – und von diesen gibt es gerade in Franken jede Menge.
Am Ende des Tages ist eines garantiert: Alle fühlen sich glücklich und zufrieden und haben noch dazu etwas für ihre Gesundheit getan.
In diesem Sinn wünschen wir Ihnen viele angenehme Wandertage in Franken mit wunderbaren Begegnungen und schönen Erlebnissen, die hoffentlich lange in bester Erinnerung bleiben.
Lisa und Wilfried Bahnmüller

Weites Land in der Hersbrucker Schweiz bei Arzberg (Tour 2)
Die Schweiz in Franken
Wie kommt die Schweiz nach Franken? Diese Frage stellt sich automatisch, wenn man von der Fränkischen oder von der Hersbrucker Schweiz liest. Die Antwort erhält man, wenn man das Rad der Geschichte etwa 200 Jahre zurückdreht. Das war die Zeit, als die ersten Touristen ins Tal der Wiesent kamen und begeistert davon in Büchern oder Zeitschriften erzählten. 1807 tauchte der Begriff »Schweiz« für diese fränkische Landschaft zum ersten Mal in einem Reisebericht auf und war damit unausrottbar in die Welt gesetzt. Rasch wurde der Begriff auch für andere ähnliche Landschaften in Deutschland verwendet – Hersbruck im Tal der Pegnitz wollte von dem werbewirksamen Kuchen auch etwas abbekommen und so entstand flugs neben der Fränkischen auch die Hersbrucker Schweiz.
Geologie
Ihre wunderschöne Landschaft haben die Fränkische und Hersbrucker Schweiz aber einem noch viel länger zurückliegenden Ereignis in der Geschichte zu verdanken. Das gesamte Gebiet war einst ein Meer, in dem viele Tiere und Pflanzen lebten. Nach ihrem Tod sanken die Reste zu Boden und bildeten im Laufe der Zeit Schichten aus Kalkstein. Aufgrund der Kontinentalverschiebung wurde der Meeresboden nach oben gedrückt, das Wasser floss ab, und ab diesem Zeitpunkt begann die Verwitterung. Bäche gruben tiefe Täler in das Land und auch Regen und Wind begannen das Land zu formen. Da Kalk im Regenwasser leicht löslich ist, konnte sich das Wasser auch in die Tiefe graben. So entstanden Höhlen aller Art. Das hatte jedoch zur Folge, dass die umliegenden Hochflächen sehr wasserarm waren. Höfe, Siedlungen und Dörfer hatten ständig unter Wassermangel zu leiden, bis in den 1950er-Jahren eine zentrale Trinkwasserversorgung gebaut wurde.

An der Pegnitz bei Velden (Tour 5)
Zwei Flüsse – zwei Täler
Zwei lange Täler durchziehen unser Wandergebiet. Im Süden ist es die Pegnitz mit den Orten Lauf, Hersbruck, Neuhaus und Pegnitz. Im Norden hingegen formte die Wiesent das Tal, in dem Forchheim, Ebermannstadt, Gößweinstein, Waischenfeld und Hollfeld liegen. Das ganze Land ist bestens für den Fremdenverkehr erschlossen. Gelegenheit zur Übernachtung findet man nicht nur in den Städten, sondern in allen größeren Dörfern. Auch für die Camper gibt es reichlich Campingplätze und Stellplätze. Fast überall stehen Gasthäuser, die oft ihre eigene Brauerei im Haus haben. Franken ist für seine vielen Hausbrauereien berühmt, die alle ein ausgezeichnetes Bier auf den Tisch stellen.
Charakterzüge
Typisch sind auch die vielen Burgen und Ruinen, die immer an Punkten stehen, die eine weite Sicht über das Tal gewährten – so konnte jeder Burgherr sein Land bestens kontrollieren. Noch etwas ist charakteristisch für die Fränkische und Hersbrucker Schweiz: ihre zahlreichen Höhlen. Es gibt gut erschlossene, für die man Eintritt bezahlen muss. Das lohnt sich, denn man betritt eine fremde Welt mit Stalagmiten und Stalaktiten – obskure Kalkgebilde –, die meist durch geschickte Beleuchtung richtig zur Geltung kommen. Es gibt aber auch große und kleine Höhlen, in die man einfach hineingehen kann. Das ist spannend, denn man fühlt sich wie ein Pionier. Gut, wer hier eine Taschenlampe dabeihat, aber trotzdem muss man aufpassen, denn das Betreten erfolgt immer auf eigene Gefahr!
Noch etwas Besonderes hat das Land zu bieten: Unübersehbar sind die vielen, häufig skurrilen Felsformationen. Türme, Pilze, Nadeln, Säulen und seltsam geformte Buckel aus hartem Felsen ragen vielerorts unvermittelt aus dem Boden in den Himmel. Die Fantasie gibt ihnen oft ausgefallene Namen, die manchmal mit überirdischen Mächten in Verbindung gebracht werden. Dabei ist die Erklärung dieser Formen sehr einfach. Sie bestehen aus härteren Gesteinsschichten als die Umgebung und sind bei der Erosion der Erdoberfläche einfach stehen geblieben.

Pottenstein liegt im Herzen der Fränkischen Schweiz.
Wandern ohne Altersgrenzen
Für das »Wandern im besten Alter« gibt es einige Verhaltensregeln zu beachten und zu beherzigen, was vor allem für absolute Wanderanfänger wichtig ist. Dieses Buch führt zwar nicht in alpine Regionen, aber auch Franken ist sehr hügelig und, wie in der Einleitung beschrieben, von vielen Felsen durchzogen. So verlaufen unsere Routen nicht immer auf breiten Wanderwegen, sondern auch auf Pfaden, steinigen Wegen und Waldstrecken. Manchmal muss man sogar schwindelfrei oder trittsicher sein – das ist aber aus dem Tourencharakter zu entnehmen. Viele gute, allgemeine Tipps gibt es übrigens auf der Website des Deutschen Alpenvereines: www.alpenverein.de.
Touren
Selbstverständlich wissen wir, dass jeder von uns die Anstrengung bei einer Wanderung unterschiedlich stark empfindet. Aus eigener Erfahrung können wir auch sagen, die erste Tour in jeder neuen Saison ist immer die schwerste! Wir haben uns sehr bemüht und 30 Touren zusammengestellt, von denen wir überzeugt sind, dass sie keinerlei Schwierigkeiten beinhalten. Aber bei einer so großen Bandbreite an verschiedenen Touren ist eine Einteilung in die drei Bereiche »leicht – mittel – schwer« nicht einfach. Wir haben uns entschieden, dass Touren, die mehr Höhenmeter beinhalten, automatisch mehr Kondition erfordern und somit von uns immer als schwieriger eingestuft wurden. Der trainierte Wanderer mag vielleicht über diese Einstufung schmunzeln, aber grundsätzlich gilt ja beim Wandern immer, Rücksicht auf den Langsameren und Schwächeren zu nehmen. Deshalb gilt für alle, die noch nicht viel Wandererfahrung haben: unbedingt mit den einfachen Touren beginnen! Steigern kann man sich immer.
Schwierigkeitsgrade
Leicht: eher kurze Runden, die keine oder kaum Trittsicherheit erfordern und nur wenige Steigungen beinhalten
Mittel: Touren mit längeren Auf- und Abstiegen, die eine gewisse Kondition und zumindest etwas Trittsicherheit erfordern
Schwierig: Diese Touren richten sich an unsere »rüstigen Senioren«. Auf weniger stark frequentierten Wegen stehen auch felsige sowie mit Wurzeln überzogene Abschnitte an. Eine gute Kondition am Berg ist erforderlich. Alle Touren dieser Kategorie lassen sich durch Varianten entschärfen bzw. abkürzen.
Gehzeiten und Höhenangaben
Wir haben uns sehr um genaue Zeit- und Höhenangaben bemüht. Alle aufgeführten Zeiten verstehen sich als reine Gehzeit. Pausen und Zeit für Besichtigungen sind nicht mit eingerechnet. Ein ausreichendes Zeitfenster für Unvorhersehbares wie Wetteränderungen, unpassierbare Wege oder ungeplante Umwege sollte man immer einkalkulieren. So kommen wir sicher vor Einbruch der Dunkelheit ans Ziel.
Ausrüstung
Feste Wanderstiefel (oder Trekkingschuhe) sind Grundvoraussetzung für sicheres Wandern. Falsches Schuhwerk (Halbschuhe, Turnschuhe etc.) bieten niemals genügend Halt und sind Auslöser für viele Unfälle. Teleskopstöcke sind vor allem beim Abstieg bequem und entlasten die Gelenke. Bei der Auswahl des Rucksackes ist es am besten, sich ein passendes Modell von einem Fachhändler empfehlen zu lassen. Neuartige Belüftungssysteme verhindern einen verschwitzten Rücken, und Kleinigkeiten wie Kartenmaterial oder Trinkflaschen sind in Außenfächern immer griffbereit. Die Hüftgurte oder Brustriemen gehören verschlossen, denn nur so nützt man den Tragekomfort aus und entlastet überdies den Rücken. Bequeme Wanderkleidung aus Funktionsmaterial ist praktisch und spart Ersatzwäsche, denn sie trocknet schneller. Grundsätzlich gilt das »Zwiebelprinzip«: Unterhemd–T-Shirt–Bluse/Hemd–Pullover–Jacke. Vor allem eine wärmende Jacke wie z.B. ein Windstopper oder eine Wetterschutzjacke darf in unseren Breitengraden eigentlich nie fehlen. Für einige der Touren darf man im Sommer seine Badesachen einpacken. Darüber hinaus sollte man Sonnenschutz – Sonnencreme sowie eine Kopfbedeckung oder Sonnenbrille – immer dabeihaben. Praktisch ist auch ein Insektenabwehrmittel, am besten mit Zeckenschutz (Beine einsprühen nicht vergessen!). Vernünftig ist ein Handy sowie ein winziges Erste-Hilfe-Täschchen mit Rettungsfolie (Fachhandel), das gut im Rucksack liegt und nicht viel Platz wegnimmt.

Eine besonders schöne Jahreszeit zum Wandern in der Fränkischen Schweiz ist das Frühjahr, wenn unzählige Obstbäume blühen.
Wanderkarten
Die Karten im Buch zusammen mit der Beschreibung im Text sind eigentlich ausreichend. Wer aber die Tour verlängern oder abkürzen will, dem tut eine zusätzliche Wanderkarte zur Orientierung gut. Wir haben sehr gute Erfahrungen mit den Kompasskarten gemacht, die noch dazu den Vorteil haben, dass sie bei uns fast überall erhältlich sind. Die drei Karten Südliche Fränkische Schweiz Nr. 171, Nördliche Fränkische Schweiz Nr. 165 und Nürnberg Nr. 163, alle im Maßstab 1:50 000, decken das ganze Gebiet ab.
Einkehr und Verpflegung
Zu einer Wanderung gehört eine leckere Brotzeit. Es gibt wunderschöne Picknick- und Raststellen entlang der Wege. In fast allen Dörfern kann man sich dazu mit einer echten fränkischen Brotzeit bei einem Bäcker oder Metzger eindecken. Beinahe jede Wanderung führt aber auch an einer Einkehrmöglichkeit vorbei. Ruhetage können sich genauso wie Öffnungszeiten ändern und es gibt auch Betriebsferien. Deshalb haben wir immer etwas Notproviant, der aus Obst, Keksen oder einem Müsliriegel besteht, dabei. Vor allem Getränke dürfen wir nicht vergessen: minimum ein Liter pro Person!
Sicherheit
Bei der Tourauswahl sollte man seine eigene Leistungsfähigkeit – und die der Begleiter – berücksichtigen. Wandern gilt als gesundheitsfördernd, trotzdem müssen wir bei Herzkreislauf-, Atemwegs- und Stoffwechselproblemen sowie Bluthochdruck mehr aufpassen. Bitte unbedingt auf die Warnsignale des Körpers achten. Besser wandert man nie alleine, denn falls etwas passiert, kann die Begleitung Hilfe holen. Alleine deshalb ist die Mitnahme eines Handys sinnvoll (Notruf 112). Fast ganz Bayern ist mit einem zuverlässigen flächendeckenden Empfangsnetz ausgerüstet.

Fast überall finden wir Einkehrmöglichkeiten, wo wir die fränkische Küche genießen können.
Hersbrucker Schweiz

Alfalter an der Pegnitz (Tour 4)
1 Entlang der Pegnitz bei Schwaig
Zwischen Natur und Seniorenspielplatz
Altehrwürdige knorrige Bäume säumen die Ufer und strecken ihre Äste über die Pegnitz. Der Flusslauf gibt unserem Wanderweg die Richtung vor. So passen wir unseren Schritt der trägen Geschwindigkeit des Pegnitzwassers an und wandern gemächlich dahin.

Wichtiges zur Tour
Tourencharakter
Sehr leichte, fast ebene Wanderung auf Feldwegen entlang der Pegnitz. Gut ausgeschildert als Schwaiger Rundgang mit einem roten Kringel auf weißem Grund
Ausgangs- und Endpunkt
Schwaig, Hallenbad Pegnitzaue
GPS 49.475520, 11.204807
Höchster Punkt
Behringersdorfer Straße, 316 m
Anfahrt
Bus/Bahn: Mit der S-Bahn ab Nürnberg nach Schwaig. Von dort auf der Behringersdorfer Straße nach Norden wandern, dann rechts in den Mittelbügweg zum Schwimmbad gehen
Auto: Von der A 3 Ausfahrt Nürnberg/Mögelsdorf, östlich der Autobahn liegt schon Schwaig, das Schwimmbad befindet sich im Mittelbügweg.
Einkehr
Unterwegs mit einem kleinen Abstecher liegt das Hotel-Restaurant Weißes Ross (Montag Ruhetag) in Behringersdorf. Am Ende der Tour gibt es in Schwaig den Gasthof Roter Löwe, der durchgehend geöffnet hat.
Informationen
www.schwaig.de

Mächtige Bäume säumen die Pegnitz und sind Naturdenkmäler.

Flussaufwärts Wir beginnen unsere Wanderung beim Schwaiger Sportgelände am Hallenbad Pegnitzaue. Für ein kurzes Stück folgen wir noch der Straße nach Osten und verlassen somit Schwaig. Nach einem kleinen Waldstück biegen wir vor einer Hecke links auf einen Pfad ein, der sich nach rechts wendet und damit einige Häuser umgeht. Kurz darauf stoßen wir auf einen größeren Feldweg, dem wir nach links folgen. Dabei queren wir noch ein Bächlein und sind dann schon auf den sonnigen Feldern entlang der Pegnitz unterwegs. Der Fluss ist in diesem Abschnitt von urwüchsigen Bäumen gesäumt. Kreuz und quer wachsen hier alte Weiden, stützen sich gegenseitig oder drohen ins Wasser zu fallen. Diese wilde Natur ist ein einmaliger Anblick.
Behringersdorf Wir wandern jedoch nicht lange flussabwärts, sondern queren bald nach links die Pegnitz. Hier befand sich einst das Gaulboot, das Behringersdorfer Flussbad. Bevor es Freibäder gab, waren diese alten Flussbäder ein beliebtes Sommervergnügen.
Nach der Brücke geht es links zum Ortsrand von Behringersdorf, wo wir uns nochmals links halten und stets der Markierung »Roter Kringel« folgend ein Pferdegestüt passieren. Wenig später laufen wir durch die Straße Am Stangenbrunn zur Maria-Magdalena-Kirche. Dahinter liegt das Neue Schloss der Familie Tucher, das von außen gut zu sehen ist.
Flussabwärts Wir folgen der Straße und passieren dabei die Kirche und das Schloss. Dann wendet sich die Autostraße in einer Linkskurve in südliche Richtung. Unser Wanderweg begleitet die Straße, ist jedoch durch die Schlossmauer von ihr getrennt. Wir nähern uns wieder der Pegnitz, dort zweigt rechts ein größerer Feldweg ab, dem wir nun folgen wollen. (Wer jedoch schon müde ist, bleibt einfach weiter entlang der Straße auf dem Fuß- und Radweg. Das wäre der schnellste Weg zurück nach Schwaig, wo wir nur noch links durch den Mittelbügweg zum Ausgangspunkt müssten.)
Alle anderen folgen dem rechten Weg, weiter flussabwärts. Wieder überraschen die vielen alten Bäume. Kurz vor der nächsten Brücke erreichen wir die »Sieben Schwestern«, eine eng zusammenstehende Baumgruppe von sieben hochgewachsenen Eichen – ein echtes Naturdenkmal.
Seniorenspielplatz Gleich danach queren wir die Pegnitz und erreichen Malmsbach mit seinem ehemaligen Wasserschloss. Auch der dahinterliegende denkmalgeschützte Falkhof verdient Beachtung, dann weist uns die Beschilderung am Gasthof Roter Löwe in die Mustleitenstraße. Jetzt geht es durch die Neubausiedlung. Wir könnten einfach der Straße folgen, schöner ist es jedoch, nach dem freien, noch unverbauten Wiesenstück links zwischen den Häusern abzubiegen. Am Ende der Minisackgasse (Wanderschild) beginnt dann wieder ein richtiger Wanderweg, der um die Häuser herumführt und uns schließlich zu einem herrlichen Seniorenspielplatz führt. Richtig gelesen – ein Spielplatz für Senioren. Genau genommen ein generationenübergreifender Spielplatz, der sich direkt neben dem Wanderweg befindet. Kräftigungsübungen an verschiedenen Geräten oder Gleichgewichtsschulung auf der Wackelbrücke machen bei diesem Fitnessparcours jedem Spaß.
Nach dem Training ist es auch nicht mehr weit zu wandern. Hinter dem Spielplatz stoßen wir auf die Behringersdorfer Straße, in die wir rechts einbiegen. Wir gehen minimal bergauf, wechseln an der Ampel die Straßenseite und biegen links in den Mittelbügweg ein, der uns zum Ausgangspunkt zurückbringt.

Ruhig fließt die Pegnitz bei Schwaig.

Kirche Maria Magdalena am Schloss Behringersdorf

Der historische Falkhof, ein Fachwerkhaus, steht in Malmsbach.

Das ehemalige Wasserschloss in Malmsbach
Das Neue Schloss in Behringersdorf
Die Baugeschichte um das Neue Schloss gleicht manchen Geschichten aus der heutigen Zeit, die einige von uns kennen oder ähnlich erlebt haben. 1715 reichte ein Herr von Tucher einen Bauantrag ein – er wollte eine Orangerie für seine Gartenpflanzen bauen. Das wurde ihm genehmigt. Doch zwei Jahre später stellte das Bauamt fest, dass auf dem Bauplatz ein großes Herrenhaus entstand. Jetzt begann ein Streit mit dem Bauamt, der ganze 100 Jahre dauerte, den aber am Ende die Familie Tucher gewann.
2 Auf den Arzberg bei Hersbruck
Über den Aussichtsturm zur Edelweißhütte
Durch lichte Buchenwälder wandern wir zum Aussichtsturm Arzberg oberhalb von Hersbruck. Über die Edelweißhütte mit ihrem schönen Biergarten geht es auf einsamen Feldwegen zurück.

Wichtiges zur Tour
Tourencharakter
Schattige Wanderung auf Waldwegen. Zum Aussichtsturm etwas steiler ansteigend, dafür relativ sacht im Abstieg. Gut ausgeschildert mit einem blauen Punkt und einem roten Kreuz auf weißem Grund
Ausgangs- und Endpunkt
Parkplatz Oberbecken bei Happurg
GPS 49.477851, 11.457484
Höchster Punkt
Arzberg, 612 m
Anfahrt
Bus/Bahn: Mit der Bahn nach Hersbruck, weiter mit dem Bus 364 nach Deckersberg. Dann die Wanderung von dort starten (Bus fährt jedoch sehr selten)
Auto: Von der A 9 Ausfahrt Lauf/Hersbruck, auf der B 14 über Hersbruck zum Happurger See, dort rechts hinauf Richtung Deckersberg. Der Wanderparkplatz liegt am Waldrand beim ehemaligen Staubecken.
Einkehr
Edelweißhütte (Montag und Dienstag Ruhetag), geöffnet meist von 11.00–22.00 Uhr
Informationen
www.hersbruck.de

Streuobstwiesen im Abendlicht

Auf den Arzberg Wir überqueren vom Wanderparkplatz die Landstraße und halten uns dabei etwas rechts. Gleich im Wald beginnt nach links der Aufstieg. Unter unseren Füßen raschelt das Buchenlaub des vergangenen Herbstes und die Vögel zwitschern frech dazu. Wir folgen nun dem blauen Punkt (und der grünen 5) geradeaus und erreichen am Waldrand einen quer verlaufenden Feldweg. In diesen biegen wir links ein, nun wechseln sich Wald und Felder ab. An einer großen freien Fläche treffen wir nochmals auf einen quer verlaufenden Weg. Diesmal biegen wir nach rechts und folgen dann der Linkskurve am Wasserschutzgebiet wieder in den Wald hinein. Jetzt steigt der Weg steiler an. Geradeaus queren wir einen Forstweg, dann erreichen wir schon die ersten moosbewachsenen Steine unterhalb des Arzberges. Der Turm ist zwischen den Bäumen schon zu sehen und mit einem finalen Aufschwung schnell zu schaffen. Wobei final nicht ganz stimmt, denn wir wollen im 1885 erbauten Aussichtsturm noch 117 gusseiserne Wendeltreppenstufen zur Aussichtsplattform hinauf. Bei klarer Sicht ist der Rundumblick wirklich sensationell.
Edelweißhütte Vom Turm aus folgen wir einfach dem sanft abfallenden, breiten Forstweg. Nun lotst uns ein rotes Kreuz auf weißem Grund zuverlässig durch den Wald. Ein klein wenig geht es im Zickzack, im Großen und Ganzen aber nach Süden. Dabei sind alle kritischen Stellen hervorragend markiert. So steigen wir schließlich an einer Zufahrtsstraße zu einer Waldlichtung zur Edelweißhütte hinunter. Der Einkehr steht nun nichts im Wege, ein schattiger Platz im Biergarten ist schnell gefunden. Für kalte Tage wartet eine warme Stube mit Kachelofen auf uns. Obendrein gibt es beste fränkische Küche und im Sommer sogar Eis.
Weite Feldwege Nach der Rast folgen wir dem Zufahrtssträßchen, das zur Edelweißhütte führt. Alle Abzweigungen ignorierend erreichen wir so den kleinen Weiler Deckersberg. Gleich nach den ersten Häusern biegen wir links ein und halten uns dann kurz rechts und sofort wieder links. Wir verlassen auf einem Feldweg den Ort, die Wegnummer 5 gibt wieder die Richtung vor. Schnurgerade steigt der Weg nun an Streuobstwiesen vorbei zum Waldrand hinauf. Dort gehen wir geradeaus in den Wald, halten uns dann schnell rechts und wandern bald abwärts, bis wir unweit des Startplatzes im Buchenwald wieder auf den bekannten Hinweg treffen. In wenigen Minuten sind wir so am Wanderparkplatz zurück. Jetzt ist sicherlich noch Zeit, zum Oberbecken hinaufzusteigen, das jedoch schon lange nicht mehr als Pumpspeichersee betrieben wird. Trotzdem hat die öde Wildnis am Beckenboden ihren Reiz, außerdem ist die Aussicht von seinem Rand über das Hersbrucker Land herrlich.

Im Wald finden wir Steine, die Schlossmauern gleichen.

Der Arzbergturm lässt sich besteigen.

Weitblick bei Deckersberg

Neben der Edelweißhütte gibt es eine Jugendfreizeitstätte.

In der Edelweißhütte kehren wir ein.
Arzbergturm
Gegen eine Gebühr kann man den Arzbergturm bei schönem Wetter von Mai bis Oktober am Wochenende/Feiertag von 10.00–18.00 Uhr besteigen. Wenn er geöffnet ist, weht auf dem Turm eine Fahne.
3 Rund um den Happurger See
Ein Ganzjahresvergnügen
Die Wanderung rund um den Happurger Stausee ist immer ein Vergnügen. Im Frühling steht das Wasser hoch und umspült mächtige Weiden. Im Sommer kann man baden, und im Herbst leuchten die Berghänge in allen Farben. Im Winter lassen wir uns den Wind um die Nase pfeifen und kehren dann auf einen warmen Tee ein.

Wichtiges zur Tour
Tourencharakter
Sehr einfache, fast ebene Wanderung rund um den Happurger Stausee. Viel Sonne! Im Sommer Badesachen nicht vergessen
Ausgangs- und Endpunkt
Café-Restaurant Seeterrassen am
Westufer des Happurger Sees
GPS 49.482224, 11.476406
Höchster Punkt
Startplatz, 370 m
Anfahrt
Bus/Bahn: Mit der Bahn nach Hersbruck, weiter mit dem Bus 364 nach Happurg, Haltstelle Marktplatz. Dann die Wanderung von dort starten
Auto: Von der A 9 Ausfahrt Lauf/Hersbruck, auf der B 14 über Hersbruck zum Happurger See. Der Startplatz liegt direkt am großen Parkplatz an der St 2236 Richtung Förrenbach.
Einkehr
Direkt am Startplatz liegt das Café-Restaurant Seeterrassen, hervorragend geeignet, um nach der Wanderung den Tag perfekt ausklingen zu lassen (im Winter nur an den Wochenenden/Feiertagen geöffnet). In Happurg gibt es Brotzeiten in der Metzgerei Süß (hervorragende fränkische Landmetzgerei) oder beim Bäcker Wacker am Marktplatz.
Informationen
www.hersbruck.de

Nach der Wanderung lockt das Café-Restaurant Seeterrassen.

Happurger Geschichtsweg Verlaufen können wir uns nicht, der See mit seinem Uferweg gibt die Richtung vor. So wandern wir vom Parkplatz am Café-Restaurant Seeterrassen vor zum Wasser und legen nach rechts los. Wir umrunden den See gegen den Uhrzeigersinn, wobei das natürlich andersherum genauso schön ist. Rund um den See hat der Tourismusverein Infotafeln aufgestellt. Sie berichten Wissenswertes aus der Lokalgeschichte. Das ist ein weiterer Pluspunkt für diese Wanderung, die dadurch noch interessanter wird. Überhaupt gibt es einiges zu schauen. Viele Wasservögel tummeln sich im See. Die Ufer sind gesäumt von mächtigen Weiden und Erlen, die zum Teil ganz schön nasse Füße bekommen, denn im Frühjahr steht das Wasser hoch im Stausee. Bald überqueren wir den Kainsbach und wenig später, unweit von Förrenbach, den Happurger Bach. Dann sind wir schon am Ostufer unterwegs und schreiten auf Happurg zu.
Am Fuße der Houbirg Jetzt wandern wir am Fuße des geschichtsträchtigen Bergrückens Houbirg entlang. Der relativ flache Berg war bereits von den Kelten bewohnt, die dort ein Oppidum, eine Befestigungsanlage mit Wall, errichteten. Aber Knochenfunde zeigen, dass dieser Platz bereits schon sehr viel früher, wahrscheinlich in der Bronzezeit, besiedelt war. Sehr traurig hingegen ist die jüngere Geschichte des Berges aus den Jahren 1944 und 1945. Unter dem Tarnnamen »Esche 1« mussten bei unmenschlichen Arbeitsbedingungen Zwangsarbeiter aus dem KZ-Außenlager Hersbruck, einem Außenlager des KZ Flossenbürg, in den Houbirg das Stollensystem »Doggerstollen« graben. In den unterirdischen Gängen sollte ein BMW-Flugzeugmotorenwerk entstehen. Bei den Bauarbeiten kamen 4000 Häftlinge ums Leben. Heute sind die Stollen zugemauert, aber zumindest profitieren Fledermäuse von den düsteren unterirdischen Gemäuern.
Happurg So erreichen wir etwas nachdenklich vorbei an der Staumauer den Ort Happurg. Der schnellste Weg zurück ist links über den Happurger Bach, den man an einem Wehr queren kann. Er führt uns zum stillgelegten Kraftwerk am Happurger Stausee mit seinem Umspannwerk und von dort aufwärts zum Rad- und Wanderweg parallel zur Autostraße. Wir können aber auch gerne noch eine Schleife durch das Dorf zum Marktplatz zurücklegen oder mit einem Abstecher nach rechts in zusätzlichen 20 Minuten die Andachtsstätte Doggerwerk besuchen. Sie ist über den Höhenweg zu erreichen. Nach der Besichtigung queren wir auf irgendeinem der Stege im Ort ebenfalls den Bach und erreichen dann über die Kainsbacher Straße auch den Fuß- und Radweg. Dieser verläuft zum Glück mit etwas Abstand zur Autostraße, sodass wir fast völlig verkehrsberuhigt zum Ausgangsort zurückkehren.

Das Dorf Happurg liegt direkt am Stausee.

Die Houbirg über dem Happurger See

Fast völlig flach geht es um den See.

Hersbruck mit seiner schönen Altstadt …

… und dem Schloss lohnt einen Besuch.
Bummel durch Hersbruck
Nach der Wanderung lohnt sich auf jeden Fall noch ein Besuch in der benachbarten Stadt Hersbruck, die durch ihre ungewöhnlich hübsche Altstadt, die Stadttore und das malerische Schloss einen ganz besonderen Charme besitzt.
4 Entlang der Pegnitz: erster Teil
Von Hohenstadt nach Vorra
Mal sanft und träge, dann wieder grummelnd und manchmal rauschend begleitet uns die Pegnitz auf ihrem Weg durch die Hersbrucker Alb. Wer die Augen unterwegs offen hält, entdeckt am Ufer des Wasserlaufes und auf den angrenzenden Wiesen und Feldern eine wunderschöne Flora und Fauna.

Wichtiges zur Tour
Tourencharakter
Sonnige Wanderung mit sehr wenig Schatten, meist eben entlang der Pegnitz. Den Rückweg treten wir mit der Bahn an, die fast stündlich verkehrt. Wer genügend Ausdauer besitzt, kann bis zum nächsten Bahnhof in Rupprechtstegen weiterwandern, das sind aber noch einmal weitere sechs Kilometer (siehe Tour 5). Alternativ kann man den Bus z. B. ab Artelshofen nehmen.
Ausgangspunkt
Hohenstadt (Mittelfranken), Bahnhof
GPS 49.517433, 11.491823
Endpunkt
Vorra, Bahnhof
Höchster Punkt
Ortsausgang Eschenbach, 363 m
Anfahrt
Bus/Bahn: Mit der Bahn nach Hohenstadt (Mittelfranken)
Auto: Von der A 9 Ausfahrt Lauf/Hersbruck, auf der B 14 über Hersbruck nach Hohenstadt. Der Bahnhof liegt nördlich des Ortes, es gibt einige Parkplätze.
Einkehr
In Vorra gibt es den Biergarten Inselblick, direkt an der Pegnitzinsel (Dienstag Ruhetag), sowie ein sehr nettes Café im Dorfladen Vogelbeere. Beide liegen in der Bahnhofstraße. Alternativ die Pizzeria Toni in der Hauptstraße.
Informationen
www.vorra.info

Erstes Ziel: Eschenbach Vom Bahnhof von Hohenstadt beginnen wir unsere Wanderung nach links Richtung Norden. Wenige Schritte später sind wir mitten in der Natur, und der Weg führt über die Felder. Rechts von uns fließt die Pegnitz, der wir uns mal mehr und mal weniger nähern. Ihr Ufer ist von dicken Weiden, Erlen und Eschen gesäumt. Vor uns liegen die Häuser von Eschenbach, auf die wir einfach zusteuern. Wir erreichen den Ort an seinem Sportplatz. In die Fahrstraße biegen wir rechts ein, queren die Pegnitz und folgen danach gleich links der leicht ansteigenden Straße (Radwegschild Neuhaus). Am Ende der Bebauung von Eschenbach wird unser Weg wieder zu einem Feldweg, der uns nun im Auf und Ab entlang der Gleise führt.
Über Alfalter nach Vorra Die Pegnitz erahnen wir bei diesem Streckenabschnitt nur, denn wir wandern ein gutes Stück oberhalb der Talsohle. Kurz vor Alfalter queren wir die Gleise und nähern uns wieder dem Fluss. Dabei bleiben wir jedoch am rechten Ufer und biegen noch vor der Pegnitzbrücke auf den Wanderweg nach rechts ein. Jetzt sind wir wieder direkt am Wasser. An der kleinen Staustufe lockt eine Rastbank – auf jeden Fall ein schönes Plätzchen zum Verschnaufen. Danach geht es einfach weiter flussaufwärts. Gut, wer jetzt einen Sonnenschutz dabeihat, denn es gibt hier keinen Schatten. Wir passieren den Weiler Düsselbach und kurz darauf unterqueren wir die Bahn. Jetzt wird es etwas schattiger und schließlich erreichen wir auf der Straße Am Schloßpark das Ziel unserer Tour, Vorra. Die Straße endet unweit der etwas trutzigen Marienkirche in der größeren Hirschbacher Straße. Auf ihr geht es nach links, am Schloss vorbei und über die Pegnitz. Die nächste Straße rechts ist bereits die Bahnhofstraße, die uns zum Bahnhof bringt, sofern uns nicht vorher der Biergarten Inselblick ausbremst. Eine schöne Alternative ist auch das nette Café im Dorfladen Vogelbeere.

Eschenbacher Schloss

Sehr sonnig führt der Weg entlang der Pegnitz.

Alfalter liegt idyllisch an der Pegnitz.
Schloss Vorra
Die Grundmauern von Schloss Vorra mit seinem prächtigen Park gehen auf das Jahr 1601 zurück. Damals kaufte Carl von Tetzel im Ort ein Bauernhaus sowie einige Grundstücke und ließ es zu einem Schloss umbauen. 1780 wurden der Schlossbau und alle Nebengebäude durch ein Feuer komplett zerstört. Das heutige Schloss entstand 1890 durch den neuen Besitzer, Freiherr von Soden. Ein schwieriges Unterfangen, denn der weiche Boden in der Nähe der Pegnitz war nicht dafür geeignet. Dennoch konnte der Bau 1891 vollendet und der Schlosspark angelegt werden. In den Kriegsjahren wechselten dann die Besitzer. Heute gehört das Schloss zum Schullandheimwerk Mittelfranken, einem Verein, der Bildungsangebote für Schulklassen anbietet.
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