Kitabı oku: «Wilde Wasserfälle und Klammen in den Bayerischen Hausbergen»

Yazı tipi:

Spannende Pfade

Wilde Wasserfälle
und Klammen
Bayerische Hausberge

Erfrischende Wanderungen zu grandiosen Naturschauplätzen

Exklusiv für Sie als Leser:

MIT GPS-DATEN ZUM DOWNLOAD

unter: gps.j-berg.de


Inhalt

Tourenüberblick

Wilde Wasserfälle und Klammen

Einleitung

Zwischen Füssen und dem Werdenfelser Land

1Die Drachenschlucht von Roßhaupten

Perfekte Mischung aus Wasser und Aussicht

2Durch die Schleifmühlenklamm

Mit Gipfelglück zur Schlucht

3Durch die Asamklamm

Nervenkitzel bei Eschenlohe

4Die Farchanter Kuhfluchtfälle

Wo die Römer Spuren hinterließen

5Schalmei- und Faukenschlucht

Garmischer Intermezzo

6Berühmte Partnachklamm

Weite Ausblicke und eine tiefe Schlucht

7Durch die Höllentalklamm

Wild und ungestüm

In den Münchner Hausbergen

8Zu den Kochler Lainbachfällen

Mystischer Schleierfall

9Zum Obernacher Wasserfall

Unbekanntes Kleinod

10Durch die Hüttlebachklamm

Spannende Wanderung entlang der jungen Isar

11Die Leutascher Geisterklamm

Wilde Sagengestalten in einer tiefen Schlucht

12In der Gießenbachklamm

Almen-Glücksplatz am Talende

13Zum Jachenauer Wasserfall

Eiskaltes Bad im Hochsommer

14Kleine und Große Wolfsschlucht

Vom Alten Bad über Siebenhütten in die Klamm

15Die Rottacher Wasserfälle

Abseits bekannter Routen

16Farbenfroher Sibli-Wasserfall

Schiffbach und Siblialm

17Zu den Josefsthaler Wasserfällen

Genussvolles Schlendern

18Im Jenbacher Wasserparadies

Schleierfälle und tiefgrüne Gumpen

19Zum Arzmoos-Wasserfall

Spaziergang mit Almflair

20Die Tatzelwurm-Wasserfälle

Im Reich der Drachen und Ungetüme

21Die zweite Gießenbachklamm

Familienparadies mit Kaiserblick

Ausflug nach Tirol

22Wasserfallweg Bad Häring

Exkurs ins Kufsteiner Land

23Durch die Kundler Klamm

Kindgerecht und einfach

24Felsige Kaiserklamm

Kurzes Wandervergnügen in Tirol

25Zum Dalfazer Wasserfall

Bergtour im Rofangebirge

26Durch die Wolfsklamm

Zur ältesten Wallfahrt Tirols

Chiemgau und Berchtesgadener Land

27Zur Entenlochklamm

Schmugglerweg und Hängebrücken

28Durch die Klausenbachklamm

Längere Wanderung oder kurzer Spaziergang

29Die Aschauer Klamm

Naturbelassene Kostbarkeit

30Durch die Almbachklamm

Wasser und Wallfahrt

Zugabe

Register

Impressum


8 Zu den Kochler Lainbachfällen


11 Die Leutascher Geisterklamm


12 In der Gießenbachklamm


23 Durch die Kundler Klamm


26 Durch die Wolfsklamm

Piktogramme erleichtern den Überblick


leicht
mittel
schwierig
Gehzeit
Höhenunterschied
Weglänge
Einkehr
kinderfreundlich
Sehenswürdigkeit
viel Sonne
eher Schatten
wintergeeignet
Seilbahn
Baden
Anreise mit Bahn/Bus

Zeichenerklärung zu den Tourenkarten


Tour
Tourenvariante
Richtungspfeil
Ausgangs-/ Endpunkt der Tour
Bahnlinie mit Bahnhof
S-Bahn
Tunnel
Seilbahn, Gondelbahn
Bushaltestelle
Parkmöglichkeit
Hafen
Autofähre
Personenfähre
Flugplatz
Kirche
Kloster
Burg/Schloss
Ruine
Wegkreuz
Denkmal
Turm
Leuchtturm
Windpark
Windmühle
Mühle
Hotel, Gasthof, Restaurant
Jausenstation
Schutzhütte, Berggasthof (Sommer/Winter)
Schutzhütte, Berggasthof (Sommer)
Unterstand
Grillplatz
Jugendherberge
Campingplatz
Information
Museum
Bademöglichkeit
Bootsverleih
Sehenswürdigkeit
Ausgrabung
Kinderspielplatz
schöne Aussicht
Aussichtsturm
Wasserfall
Randhinweispfeil
Maßstabsleiste

Die Touren im Überblick

Leichte Touren

2Schleifmühlenklamm

3Asamklamm

4Farchanter Kuhfluchtfälle

5Schalmei- und Faukenschlucht

8Kochler Lainbachfälle

9Obernacher Wasserfall

11Leutascher Geisterklamm

12Gießenbachklamm

13Jachenauer Wasserfall

15Rottacher Wasserfälle

16Sibli-Wasserfall

17Josefsthaler Wasserfälle

18Jenbacher Wasserparadies

19Arzmoos-Wasserfall

20Tatzelwurm-Wasserfälle

21Zweite Gießenbachklamm

22Wasserfallweg Bad Häring

23Kundler Klamm

24Kaiserklamm

26Wolfsklamm

Mittelschwere Touren

1Drachenschlucht von Roßhaupten

6Partnachklamm

7Höllentalklamm

10Hüttlebachklamm

14Kleine und Große Wolfsschlucht

25Dalfazer Wasserfall

27Entenlochklamm

28Klausenbachklamm

30Almbachklamm

Schwere Touren

29Aschauer Klamm

Tourenüberblick




Wilde Wasserfälle und Klammen


An den Kuhfluchtfällen von Farchant (Tour 4)

Lust auf Abenteuer und Abkühlung? Dann wandern Sie doch mit uns zu den spektakulärsten Schluchten und wildesten Wasserfällen zwischen Füssen und Berchtesgaden! Enge Felsdurchlässe, tosendes Wasser, steile Fallstufen, idyllische Gumpen und eiskalte Duschen – wir zeigen Ihnen 30 Wanderwege zu atemberaubenden Naturschönheiten, die nicht nur an heißen Tagen spannend sind.

»Das Wasser ist das schönste Ding der Welt.«

Thales von Milet

Neben all den grandiosen Gipfeln beherbergen unsere heimischen Berge auch ein großes Wasserreich, denn die Gletscher leisteten hier vor ca. 20 000 Jahren ganze Arbeit: Als sie sich in der letzten Eiszeit über das Land schoben, frästen sie nicht nur Ebenen zwischen die Berge, sondern hinterließen auch zahlreiche Moränenhügel. Zwischen diesen haben sich Bäche und Flüsse ihren Lauf gesucht – ein geologischer Prozess, der bis heute anhält. Und je nachdem, mit wie viel Kraft und vor allem auf welchen Untergrund das Wasser trifft, bietet es einzigartige Naturschauspiele, wie etwa Wasserfälle, die manchmal wild, laut und mit Getöse, dann wieder sacht, leise und still über Stufen in die Tiefe stürzen oder plätschern.

Wasserfälle sind aber nicht nur schön anzusehen, sondern sie haben nebenbei auch eine beachtliche heilklimatische Wirkung und sind gesundheitsfördernd: Der Sprühnebel, der beim Fallen entsteht, beinhaltet Abermillionen kleinste Wassertropfen, die Atemwegserkrankungen lindern und die Nase freimachen können – ideal also für Asthmatiker, Allergiker oder Heuschnupfengeplagte.

Sind die Wassermassen groß genug und treffen zudem auf ihrem Weg ins Tal auf einen nicht gar so harten Untergrund, kann im Lauf von einigen Jahrtausenden eine Schlucht entstehen. Genau genommen ist es aber nicht das Wasser, das den Untergrund abschleift, sondern die durch die Wasserkraft mitgerissenen Steine reiben in feinsten Nuancen den Untergrund ab und vertiefen so Jahr für Jahr die Klammen. Wer in einer Schlucht wandert und zwischen den Felsen den Blick nach oben richtet, ist oft erstaunt darüber, wie tief sich das Wasser eingegraben hat. Gut, dass es spannende Klammwege gibt, die uns das Naturspektakel hautnah erleben lassen.


Auf dem Weg zur Partnachklamm wandern wir über den Eckbauer (Tour 6).

Ob Wasserfälle oder Klammen: Lassen Sie sich faszinieren von diesen beeindruckenden Naturwundern, die für unvergessliche Erlebnisse sorgen!

Lisa und Wilfried Bahnmüller


Wasserfall in der Schleifmühlenklamm (Tour 2)

Einleitung

In diesem Buch sind 30 Wanderungen beschrieben, die zu einem Wasserfall oder durch Klammen führen. Das können kürzere Touren sein, aber auch tagesfüllende Wanderungen mit sportlichem Charakter. Mit etwas Grundkondition lassen sie sich sicherlich alle schaffen. Die folgenden allgemeinen Informationen rund ums Wandern und Bergsteigen sollen bei der Planung und Durchführung der Touren helfen.

Ausrüstung

Wasserabweisende und feste Wanderstiefel (oder Trekkingschuhe) sind Grundvoraussetzung für sicheres Wandern – vor allem in den Klammen, wo der Untergrund gern feucht und rutschig ist. Falsches Schuhwerk (Halbschuhe, Turnschuhe etc.) bieten niemals genügend Halt und sind mitverantwortlich für viele Unfälle. Teleskopstöcke sind vor allem beim Abstieg bequem und entlasten die Gelenke. Gut, wenn sie klein und leicht sind und so bei Nichtgebrauch an den Rucksack gebunden werden können. Bei der Auswahl des Rucksacks raten wir, sich ein gutsitzendes Modell von einem Fachhändler empfehlen zu lassen.


Einige wenige Klammen wie die Partnachklamm lassen sich auch im Winter besuchen (Tour 6).

Bequeme Wanderbekleidung aus Funktionsmaterial ist praktisch und trocknet schneller. Grundsätzlich gilt das Zwiebelprinzip mehrerer Schichten: Unterhemd, T-Shirt, Bluse/Hemd, Pullover, Jacke. Vor allem eine wärmende Jacke, wie etwa ein Windstopper, darf nicht fehlen. Für viele Klammen ist auch ein Regenschutz (z. B. ein Cape) sinnvoll, aber bitte keinen Regenschirm, denn dieser nimmt auf den engen Wegen zu viel Platz ein und stört so andere Wanderer.

Sonnenschutz (Brille, Creme, Kopfbedeckung etc.) sollte man immer dabeihaben, denn wir sind auf unseren Touren nicht nur in Schluchten unterwegs. Praktisch ist auch ein Insektenabwehrmittel, am besten mit Zeckenschutz (Beine einsprühen nicht vergessen!). Vernünftig ist neben einem kleinen Erste-Hilfe-Set inklusive Rettungsfolie (Fachhandel), das gut im Rucksack liegt und nicht viel Platz braucht, auch ein Handy, mit dem wir sowohl im Notfall helfen als auch selbst um Hilfe bitten können.


Die Klause am Stanser Bach in der Wolfsklamm (Tour 26)


Auf dem Weg in die Höllentalklamm (Tour 7)

Gehzeiten

Alle aufgeführten Zeiten sind Richtlinien und verstehen sich als reine Gehzeiten. Für Pausen zwischendurch oder am Gipfel sowie auf Almen und auch für Besichtigungen muss man extra Zeit einplanen.

Kondition und Fitness

Selbstverständlich empfindet jeder die Anstrengung bei einer Wanderung unterschiedlich stark. Unsere Touren würden unter den Kriterien des Alpenvereins wohl alle die Einstufung »leicht« bzw. »mittelschwer« erhalten, und konditionstechnisch hilft uns bei einigen Wanderungen auch ein Lift. Dennoch haben wir in diesem Buch eine Einteilung in die drei Bereiche »leicht«, »mittel« und »schwer« vorgenommen, denn obwohl sich diese Einstufung eher an Wanderungen in der Ebene orientiert, werden neben Flachwanderungen natürlich auch Bergtouren beschrieben. Diese Touren, die in die Höhe führen, erfordern automatisch mehr Kondition und wurden somit als schwieriger eingestuft. Der trainierte Wanderer mag dann bei einer für ihn eher mittelschweren, hier aber als »schwer« eingestuften Bergtour vielleicht darüber schmunzeln, doch grundsätzlich gilt: Lieber mit den einfachen Touren beginnen, steigern kann man sich immer!

Beim »Tourencharakter« haben wir uns bemüht, die jeweiligen Wegbeschaffenheiten sowie die gegebenenfalls zu erwartenden Schwierigkeiten genau zu beschreiben – vor allem, wenn Trittsicherheit und Schwindelfreiheit verlangt werden.


Oft tropft das Wasser auch von oben auf uns herab – wasserscheu darf man nicht sein!

Gegen Hunger und Durst

Fast alle Touren führen zu einer Einkehr, Wirtshäuser und/oder Almen liegen oft am Weg. Zur Sicherheit sollte man aber die Öffnungszeiten im Vorfeld noch einmal überprüfen – Almen haben meist nur im Sommer geöffnet, und in Gasthäusern wechseln Pächter und Ruhetage bzw. sind sie gerade in der Übergangszeit teilweise geschlossen. Zudem öffnen manche Hütten bei schlechtem Wetter nicht. Es schadet sicherlich nicht, ausreichend Getränke und etwas Notproviant, der aus Obst, Keksen oder einem Müsliriegel bestehen kann, mitzunehmen.

Sicherheit

Bereits bei der Auswahl der Touren sollte man seine eigene Leistungsfähigkeit und – ganz wichtig! – auch die der Begleiter kritisch in die Planung einbeziehen. Überanstrengen sollte sich niemand! Wichtig ist auch, während der Tour ausreichend Pausen einzulegen und genügend zu trinken. Notfalls brechen Sie die Tour lieber ab. Und grundsätzlich wandert man besser nicht allein – nicht nur, weil es zu zweit lustiger ist, sondern weil im Notfall jemand Hilfe leisten oder holen könnte. Wer wirklich allein losziehen möchte, teilt vorher sein Ziel und seine voraussichtliche Rückkehrzeit anderen mit.

Zur konkreten Planung sollten vor Tourenbeginn unbedingt Erkundigungen über die aktuellen Wegverhältnisse eingeholt werden. Dies ist inzwischen über das Internet in diversen Tourenforen möglich. Gezielte Informationen geben auch die Internetseiten der Seilbahnen oder die Tourist-Informationen.


Auf der Wanderung zum Arzmoos-Wasserfall im Sudelfeldgebiet (Tour 19)

Die Mitnahme eines Handys ist sicher immer sinnvoll, denn wo es ein Netz gibt, kann man schnell Hilfe anfordern (Notruf 112) – dabei die W-Fragen nicht vergessen: Wo, was, wie viele Personen sind betroffen etc. Nach dem Notruf sollte man das Handy eingeschaltet lassen und nicht mehr weiter telefonieren – so hat die Rettungsleitstelle die Möglichkeit, bei Fragen zurückzurufen.

Wenn die moderne Technik einmal nicht genutzt werden kann, greift man auf das altbewährte alpine Notsignal zurück: Es besteht aus sechs optischen oder akustischen Signalen (Rufen, Pfeifen, Winken) in der Minute (alle 10 Sekunden), dann folgen drei Minuten Pause vor einer Wiederholung. Antwort: dreimal pro Minute ein Signal.

Wanderkarten

Die Wanderungen sind vor Ort gut ausgeschildert und markiert und werden zudem im Buch detailliert beschrieben, sodass man sich problemlos ohne zusätzliches Kartenmaterial zurechtfinden sollte. Dennoch empfehlen wir, immer eine Wanderkarte des Gebiets mitzunehmen – hilfreich sind hier u. a. die Kompass-Karten, die noch dazu fast überall erhältlich sind.


Wasserparadies am Oberen Jenbach bei Bad Feilnbach (Tour 18)

Wetter

Das Wetter spielt beim Wandern eine entscheidende Rolle, vor allem am Berg, da es sich unglaublich schnell ändern kann. Deshalb sollte man unbedingt direkt am Wandertag noch einmal die Wetterprognosen abrufen. Wenn für den Nachmittag Gewitter angekündigt sind, sollte man früh aufbrechen, um rechtzeitig die Tour beendet zu haben, auch wenn sich am Morgen noch keine Wolke am Himmel zeigt. Wer von einem Gewitter überrascht wird, sollte besser umkehren und vor allem exponierte Wegstellen meiden. Vorsicht ist auch bei starkem Wind in Wäldern geboten – es besteht immer die Gefahr von Windbruch durch herabfallende Äste.

Naturschutz

Wir sind nur Gast in der Natur und sollten – außer Fußspuren – nichts hinterlassen. So schön Bergblumen sind und zum Mitnehmen locken mögen: Ein Großteil von ihnen steht unter Naturschutz, und auch nachfolgende Wanderer erfreuen sich an ihnen. Des Weiteren nimmt man seinen Abfall wieder mit ins Tal, und zwar jeglichen, auch den, der normalerweise verrottet! Ein besonderes und leidiges Thema sind die mittlerweile zahlreichen Papiertaschentücher, die man hinter allen Holzstößen und Büschen findet – daher richtet sich dieser Apell vor allem an die weiblichen Wandersleut’: Ein Taschentuch ist für das »kleine Geschäft« in der Natur definitiv nicht nötig (Männer benutzen auch nie eines)!

SPECIAL

Für die Wanderungen zu Wasserfällen und durch Klammen gelten einige Besonderheiten:

•Auf gesicherten Wegen durch Klammen bestehen höhere alpine Risiken (Steinschlag, umstürzende Bäume oder abrechende Äste) als in anderen Gebieten.

•Bei plötzlichem Starkregen können Klammwege zu lebensbedrohlichen Engstellen werden. Flutwellen sind zwar selten, aber den Wassermassen könnte man nicht ausweichen.

•Viele Wege durch Schluchten sind durch Geländer gesichert, das aber nicht immer zwingend durchgehend. Trittsicherheit ist immer nötig, manchmal auch Schwindelfreiheit. Die Wege sind meist feucht und können rutschig sein, was gutes Schuhwerk besonders nötig macht. Achtung auch bei niedrigen Felsvorsprüngen!

•In vielen Klammen wird ein Wegezoll verlangt. Diese Gebühr dient vor allem zum Erhalt der Wege, Stege und Brücken.

•Kinder lieben Klammwege, denn sie sind spannend, und am Wasser entlang laufen die Kleinen ganz von allein. Trotzdem sollte man die Kinder in einer Schlucht niemals aus den Augen bzw. allein umhersausen lassen – auch wenn die Wege gesichert sind, besteht die Gefahr, dass Kinder auf die Absperrungen klettern oder untendrunter durchrutschen. Übrigens lassen sich die engen Schluchten mit ihren vielen Stufen (bis auf wenige Ausnahmen) nicht mit dem Kinderwagen befahren, und selbst mit einer Kraxe kann es aufgrund der niedrigen Höhe bzw. durch Felsvorsprünge schwierig werden.

•Einige Schluchten lassen sich auch im Winter begehen, andere sind gesperrt. An die Absperrungen muss man sich natürlich halten, denn die Wege hier können immer vereist sein! Gefährlich wird es zur Schneeschmelze, da Gefahr durch Eisbruch droht – zu dieser Zeit sind alle Klammen gesperrt.

•Unter Wasserfällen kann man baden, sofern es nicht ausdrücklich verboten ist. Aber Achtung: Unter der Naturdusche herrscht ebenfalls große Steinschlaggefahr! Die Steine werden genauso wie Äste durch das Wasser mitgerissen und können von oben herabfallen. Bitte auch nicht mit Sonnencreme auf der Haut ins Wasser steigen – das glasklare Wasser soll nicht verunreinigt werden, bietet es hier doch zahlreichen Tieren und Pflanzen einen Lebensraum, der sehr klein und fragil ist! So stört man z. B. auch die Wasseramsel nicht oder zertritt seltene Moose auf Steinen im Wasser.

Bei all unseren Handlungen in der Natur gilt die Devise: Wir genießen diesen besonderen Lebensraum so, wie er ist, und gehen stets achtsam damit um bzw. verändern nichts!

Die Wege, die wir gehen, sind offizielle Wanderwege (Alm- und Forststraßen, schmale Pfade und Steige), die extra angelegt wurden. Der Unsitte, Wege abzukürzen, folgen wir nicht, entstehen doch so Erosionsschäden! Ebenso laufen wir nicht querfeldein über eine Wiese, die als Nahrungsgrundlage für Almtiere dient – nur wenn der offiziell markierte Wanderweg über die Wiese führt, dürfen wir ihn nehmen, ansonsten gehen wir an ihrem Rand entlang. Alle Gatter und Weidevorrichtungen, die wir öffnen, müssen auch immer wieder verschlossen werden.

Und zu guter Letzt: Durch die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln zum Ausgangspunkt einer Tour können wir einen kleinen Beitrag zur Entlastung der Umwelt leisten. Deshalb haben wir, wo möglich, die Anreise mit dem ÖPNV angegeben.


Am Arzmoos-Wasserfall (Tour 19)

Corona

Bei Drucklegung dieses Buchs war noch nicht absehbar, welche Auswirkungen die COVID-19-Pandemie auf die Situationslage und damit auf die beschriebenen Wanderungen haben wird. Daher sollte man sich zuvor genau erkundigen über:


Einige kürzere Touren wie in Bad Häring eigenen sich besonders gut für Senioren (Tour 22).

•die Ein- und Ausreise nach und von Österreich

•die Bestimmungen bei der Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel und Seilbahnen sowie die Öffnungen bzw. Besuche von Gaststätten

•die allgemeinen Neubestimmungen innerhalb des Infektionsschutzes.

Gegebenenfalls unterliegen bestimmte Gebiete einer Impfpflicht.

Wichtig: In einigen Klammen besteht Maskenpflicht, da man aufgrund der engen Wegverhältnisse den Mindestabstand nicht einhalten kann – hier wurden zudem auch Einbahn-Wanderrichtungen eingeführt.

Zwischen Füssen und dem Werdenfelser Land


Abkühlung in der Schleifmühlenklamm (Tour 2)

1Die Drachenschlucht von Roßhaupten
Perfekte Mischung aus Wasser und Aussicht

Direkt bei Roßhaupten findet man einen beachtlichen Moränenhügel mit unglaublicher Aussicht. Dazu überrascht die Drachenschlucht, die uns zum Forggensee bringt – eine kurze Wanderung, aber oho!


Tourencharakter

Längere Rundtour auf Wanderwegen und kleinen Pfaden. Am Beginn gewinnt man Höhenmeter mit der Besteigung des Buchs, danach nur noch wenige Steigungen.

Ausgangs-/Endpunkt

Roßhaupten, Rathaus/Hauptstraße

GPS: 47.653618, 10.718157

Anfahrt

ÖPNV: Mit der Bahn bis Füssen, weiter mit dem Bus nach Roßhaupten

Auto: Roßhaupten liegt an der B 16 am Nordende des Forggensees. Parkmöglichkeiten in der Ortsmitte, Mini-Parkhaus hinter dem Rathaus

Einkehr

Unterwegs keine. Unbedingt Brotzeit mitnehmen, es gibt herrliche Rastplätze vor allem am Buch, auf dem Kobus und am Forggenseeufer. Badesachen im Sommer nicht vergessen

Information

rosshaupten.de


Über den BuchVom Roßhauptener Rathaus folgen wir der Hauptstraße vorbei an der Kirche St. Andreas in Richtung Seeg und biegen kurz vor dem Dorfende links in den Feldweg ein, der Richtung Buch/Zwieselberg beschildert ist. Zunächst gemütlich ansteigend, geht es in den Wald, wo wir über zwei Kurven an Höhe gewinnen. Ein Wegstück später weist uns das Wanderschild zum Buch nach rechts auf einen Pfad, der gleich darauf ein Bächlein quert. Jetzt geht es steiler bergauf zu einer Forststraße, auf die wir uns nach rechts wenden (bis zu dieser Stelle werden wir später wieder absteigen).


Das malerische Dorf Roßhaupten liegt bereits am Rand des Ostallgäus.


Wasser und Berge satt dürfen wir auf dem Rückweg am Forggensee erleben.

Nach einer Linkskurve geht es durch einen herrlichen Buchenwald zu einem Aussichtspunkt mit Rastbank. Es lohnt sich, von hier in wenigen Minuten bis zum Gipfelkreuz des 1055 Meter hohen Buchs hinaufzusteigen. Von der dortigen Bank auf der Almwiese genießen wir einen perfekten Ausblick, der über den Forggensee in die nahen Allgäuer Berge hinein reicht, die von hier aus so mächtig und groß erscheinen. Gut, wer eine Brotzeit mitgebracht hat – diese schenkt uns noch mehr Zeit zum Verweilen.

Panorama-AbstiegDanach steigen wir auf dem Hinweg abwärts zur Forststraße. Dort bleiben wir geradeaus und wandern aussichtsreich durch den Weiler Vorderzwieselberg. Wir folgen hier jedoch nicht der Teerstraße bergab, sondern biegen vorher scharf links ein (unbeschildert!), um auf einem Wiesenweg über die Felder abzukürzen. Wir treffen auf ein Sträßchen, auf dem wir nach links wandern. Kurz vor den nächsten Häusern biegen wir links in einen schmalen Wanderweg ein, der Beschilderung »Am Felsen« folgend. Wildromantisch geht es gleich darauf rechts auf einem Pfad durch ein Wäldchen – wir dürfen uns dabei aber nicht wundern, dass uns der Weg fast retour nach Vorderzwieselberg bringt, denn schließlich folgen wir dem Bernmoosbach nach rechts und sind kurz darauf wieder auf einem breiteren Forstweg unterwegs.


Auf Drachen treffen wir mehrmals auf dieser Tour.


Grüne Wildnis in der Drachenschlucht

Der Heilige Magnus und sein Drache

Der Legende nach tötete der Hl. Magnus – ein Mönch, der von Füssen die Gegend christianisierte – einst im Tiefental bei Roßhaupten einen Drachen. Aus dieser Geschichte heraus entstand die Idee für den Drachenweg, auf dem wir heute unterwegs sind.

In einer Serpentine teilt sich dann der Weg. Wir halten uns rechts und wandern gleich darauf über Almwiesen sanft bergab. Die Aussicht ist prächtig, das Gras steht im Frühjahr hoch, und die ersten Kühe sind dann auf der Weide. An einem landwirtschaftlichen Gebäude ist der Weg zu Ende, und wir stoßen auf die Straße nach Ussenburg. Diese queren wir etwas nach links und folgen nun der Beschilderung zum Drachenweg.

Durch die DrachenschluchtDafür geht es geradeaus in den Feldweg hinein, wobei sich ein Abstecher nach links hinauf zum Aussichtspunkt Kobus lohnt – dort finden wir nicht nur die Reste des alemannischen Höhenwalls Gabis, sondern auch einen weiteren schönen Rastplatz. Unser Drachenweg zweigt wenig später vom Feldweg nach rechts ab, und es geht leicht abwärts über eine Wiese und durch ein Waldstück zu einer Forststraße. Dieser folgen wir nach links und passieren das Drachenbrünnlein. Ein gutes Stück weiter steigen wir dann rechts auf einem steilen Weg abwärts in die Drachenschlucht; das Drachentor zeigt uns den Weg. In der Talsohle treffen wir dann wieder auf den Bernmoosbach, der wildromantisch durch eine kurze Schlucht bis zum Forggensee fließt. Viel zu schnell ist der schöne Weg vorbei, und wir steigen mit Blick auf die Tiefentalbrücke aufwärts zum größeren Forstweg. An der Tiefentalkapelle stoßen wir auf die B 16, die wir unterqueren.


Die Drachenschlucht wird zum Tiefental, bevor sie sich mit dem Forggensee vereint.


St.-Mang-Kapelle bei Roßhaupten

Am ForggenseewegFür den Rückweg folgen wir nun noch ein Stück dem Forggensee-Uferweg. Nach gut 10 Minuten erreichen wir den Badeplatz »Via Claudia«, eine der schönsten Stellen am See, wo man mit herrlichem Bergpanorama schwimmen kann. Der Weg wendet sich nach Norden, aber gleich folgen wir wieder rechts dem Ufer. So erreichen wir die Mangmühle, vor der wir nach links abbiegen, um an den Fischweihern vorbei der Beschilderung nach Roßhaupten zu folgen. Noch einmal unterqueren wir die B 16, dann geht es vorbei an der Kapelle mit dem Heiligen Magnus nach Roßhaupten zurück. Mit der dortigen Kirche im Blick erreichen wir wieder die Hauptstraße und somit unseren Ausgangspunkt am Rathaus.

2Durch die Schleifmühlenklamm
Mit Gipfelglück zur Schlucht

Die Schleifmühlenklamm ist meist nur der Auftakt für höhere Bergziele wie den Pürschling oder den Teufelstättkopf. Aber es gibt auch noch einen kleinen unbekannten Gipfel, den die meisten links liegen lassen: das Steckenbergkreuz.


Tourencharakter

Einfache Wanderung, Aufstieg über eine Forststraße und auf steilen, schmalen Bergpfaden. Beim Abstieg geht es auf ebenfalls schmalen Wegen und Stegen durch die Schleifmühlenklamm.

Ausgangs-/Endpunkt

Wanderparkplatz Steckenberg bei Unterammergau

GPS: 47.609992, 11.019727

Anfahrt

ÖPNV: Von München Richtung Oberammergau bis Haltestelle Unterammergau, dann zusätzlich 20 Min. Fußweg

Auto: Über die A 95, weiter nach Oberau, dort rechts auf die B 23 und über Ettal und Oberammergau bis zum Ortsanfang von Unterammergau, dort links zum Wanderparkplatz Steckenberg

Einkehr

Unterwegs keine, aber fast direkt am Startplatz liegt die Steckenbergalm mit der Sommerrodelbahn.

Information

ammergauer-alpen.de


Zum SteckenbergkreuzWir starten am Wanderparkplatz und gehen zunächst geradeaus auf der leicht ansteigenden Forststraße in Richtung Pürschling. Die Abzweigung nach rechts in die Schleifmühlenklamm lassen wir vorerst unberücksichtigt – wir werden die Klamm erst am Ende der Tour von oben kommend durchwandern. Jetzt dauert es nicht lange, und schon biegen wir von der Pürschlingstraße links auf den Bergpfad ab, der zum Steckenbergkreuz ausgeschildert ist. Aber Vorsicht, diese Abzweigung kann man leicht übersehen! Sollten wir an das obere Ende der Klamm kommen, sind wir zu weit gegangen.

Nun geht es steil aufwärts und im Zickzack stets an der Hangkante entlang. Der Weg ist von frei liegenden Baumwurzeln überzogen, und bei Nässe muss man hier etwas aufpassen. Aber so macht Wandern einfach viel mehr Spaß als auf geebneten Forstwegen. Ab und zu finden wir an den Bäumen ein weißes Schild mit einem kleinen grünen Pfeil, dem wir folgen. Nach einem ersten steileren Stück treffen wir oberhalb der Skipisten – die im Sommer allerdings als solche schwerer zu identifizieren sind – auf einen Forstweg. Diesem folgen wir nach rechts, und schon kurz darauf weist uns der grüne Pfeil wieder nach links auf einen Wanderweg in den Wald. Der Pfad führt weiter an der Hangkante entlang aufwärts, bis sich der Wald langsam lichtet. Das letzte Stück geht es nun nochmals steil entlang eines Zauns hinauf zum Steckenbergkreuz (1211 m).


Nach der Wanderung ist sicher noch etwas Zeit für das sonnige Ammermoor zwischen Unterammergau und Ettal.


Auch für eine Einkehrmöglichkeit ist gesorgt.

Von der Aussicht in die kühle KlammDas Kreuz steht auf einem winzigen Wiesenbuckel hoch über dem Ammertal. Unter uns liegt Unterammergau, direkt nördlich davon erhebt sich das Hörnle. Eine Lücke gibt den Blick auf den Hohen Peißenberg frei, und bei guter Sicht sind die kleine Wallfahrtskirche und die Wetterstation auf seinem Gipfel mit bloßem Auge zu erkennen. Noch weiter in der Ferne erkennt man die Satellitenschüsseln der Erdfunkstelle von Raisting und dahinter sogar das Südufer des Ammersees.

Zurück geht es anfangs das erste steile Stück auf demselben Weg, den wir gekommen sind. Wir können die Tour aber zu einem Rundweg gestalten – dafür brauchen wir nur etwas Orientierungssinn und ein wenig Gespür für ein kurzes Wegstück, wo der Pfad schlecht zu sehen ist. (Achtung: Wer sich unsicher fühlt, um diese Rundtour zu wagen, der wandert bis zur Pürschlingstraße am Hinweg zurück und hält sich dann dort für wenige Meter nach links bis zum oberen Ende der Schleifmühlenklamm.) Wenn wir nach dem ersten Steilstück vom Gipfel wieder in den Wald hinunterkommen, sehen wir links von uns zwischen den Bäumen eine Almwiese, auf der wir weiter in Wanderrichtung gehen. Anfangs ist der Boden noch sehr feucht, aber nach wenigen Minuten stoßen wir auf einen breiteren Forstweg, der hier beginnt. Wenn wir diesem Weg folgen, erreichen wir über ein Brücklein wieder die breitere Pürschlingstraße. Dieser folgen wir nach rechts und bald steil bergab. Von links stößt noch einmal ein breiterer Forstweg zu unserem Weg, wir aber bleiben rechts und wandern weiter hinunter. Bald passieren wir viele kleine Berghütten, dann weist uns ein Schild nach links in die Schleifmühlenklamm.


Auf dem Weg in die Klamm


Aussicht vom Steckenbergkreuz


Alter Mühlstein

Historischer WetzsteinabbauNun geht es gleich steil hinunter und vorbei am ersten großen Wasserfall. Der Weg ist schmal und führt zum Teil über Stege und eiserne Brücken. Das Wasser rauscht in seinem Bachbett und fällt über mehrere Stufen abwärts. Erst im unteren Teil der Klamm nähern wir uns allerdings dem Wasser und können hier an mehreren Stellen einen Platz für eine erfrischende Pause suchen. In diesem Bereich der Klamm kann man auch noch Spuren des Wetzsteinabbaus erkennen – in der Landwirtschaft wurden früher Wetzsteine zum Schleifen für Sensen benötigt (s. Tipp).


Das Wasser schäumt und brodelt in der Klamm.

Unterammergauer Wetzsteine

In der Schleifmühlenklamm kann man die Spuren der Steinbrecher noch sehen, und im Wetzsteinmuseum neben dem Gasthof Schleifmühle lernt man, wie aus einem groben Steinblock ein Wetzstein wird. Das Wetzsteinmuseum kann zu den Öffnungszeiten des Gasthofs (täglich 10–22 Uhr, Tel. 08822/13 23) kostenlos besichtigt werden.

Am Ende der Klamm stoßen wir wieder auf die Pürschlingstraße, der wir nur noch wenige Meter bis zum Wanderparkplatz folgen müssen.

3Durch die Asamklamm
Nervenkitzel bei Eschenlohe

Die Asamklamm ist zwar nicht mit großen Gebirgsschluchten, wie z. B. der Partnachklamm, vergleichbar, aber gerade, weil sie unbekannter ist, genießen wir sie fast alleine. Und für Nervenkitzel ist auf der hohen Brücke gesorgt.


Tourencharakter

Einfache Wanderung mit z. T. steilem An- und Abstieg rund um die Klamm. Etwas schwindelfrei muss man für die Klammbrücke sein. Verlängerung der Wanderung zum Heldenkreuz möglich (zusätzlich 170 Hm, 2,5 km)

Ausgangs-/Endpunkt

Eschenlohe, Loisachbrücke

GPS: 47.597377, 11.186997

Anfahrt

ÖPNV: Mit der Bahn nach Eschenlohe, dann zusätzlich 10 Min. Fußweg zur Loisachbrücke im Ortszentrum (einfach den Kirchturm anvisieren) Auto: Über die A 95 bis Ausfahrt Eschenlohe, weiter nach Eschenlohe und im Ort parken

Einkehr

Unterwegs keine, erst im Anschluss an die Wanderung gibt es den Landgasthof Alter Wirt oder die Taverne Athen in Eschenlohe.

Information

zugspitzland.de


Klamm und HeldenkreuzWir starten an der Loisachbrücke und wandern auf die östliche Fluss-Seite. Gleich drauf teilt sich die Straße, und wir folgen links der Walchenseestraße. Diese quert kurz darauf die Eschenlaine und steigt schließlich bergan. Wir folgen der starken Rechtskurve und passieren den Tonihof. Kurz nach den letzten Häusern erreichen wir einen ersten Wanderparkplatz. Von hier können wir einen Abstecher zum Heldenkreuz unternehmen (zusätzlich 170 Hm, 2,5 km): Dafür folgen wir zunächst der Forststraße für ca. 800 m in nördliche Richtung, bis nach rechts ein Pfad beginnt, der bis zum Heldenkreuz hinaufführt. Von dort genießen wir eine wunderbare Aussicht über das weite Loisachtal bis nach Garmisch hinein. Zurück geht es dann auf demselben Weg.

Zur AsamklammWer nicht zum Heldenkreuz aufsteigen möchte, folgt einfach weiter der Walchenseestraße. Die erste Abzweigung (ca. 300 m nach dem ersten Wanderparkplatz) nach links in die Asamklamm lassen wir noch unberücksichtigt und wandern ein Stück auf der Straße weiter, bis sich der Wald lichtet und wir auf einer kleinen Wiese stehen. Hier biegen wir nun nach links und folgen der Beschilderung zur Asamklamm über die Wiese. Sogleich verlieren wir an Höhe und steigen ein Stück Richtung Klamm hinunter.

Sie erhielt ihren Namen vom Hofrat Dr. Wilhelm Asam, der Arzt in Murnau und Eschenlohe war. Früher hieß die Klamm »Schwarze Brüll-Klamm«. Dieser Name passt ebenfalls sehr gut zu dieser Klamm, denn nach starken Regenperioden, verbunden mit der Schneeschmelze, kam es schon des Öfteren in Eschenlohe zu verheerenden Überschwemmungen – und das auch noch in jüngster Zeit (1999 und 2005), wo eigentlich Hochwasser Schutzmaßnahmen bereits vorhanden waren. Dass sich in diesen Momenten die Klamm in ein brüllendes Wasserinferno verwandelt, kann man sich gut vorstellen.


Glattpolierte Felsen im unteren Bereich der Asamklamm laden zum Rasten ein.

Spannende BrückenquerungDann queren wir die Eschenlaine auf einer schwindelerregend hohen Brücke, die uns tief in das dunkle Wasser hinabblicken lässt. Den Rat, dass nur drei Personen gleichzeitig die Brücke betreten dürfen, sollten wir tunlichst befolgen, denn die Brücke ist schon ziemlich alt: Sie stammt aus dem Jahr 1936. Auf der anderen Seite steigen wir dann in einem kleinen Rechtsbogen hinunter zur Schlucht. Wenn es kein Hochwasser hat, ist das ein wunderbarer Platz für eine Rast: Hoch über uns sehen wir den Brückensteg, und tief unter uns sucht sich das Wasser schäumend seinen Weg durch die Felsen.

Kurzweiliger Erlebnispfad

In Eschenlohe gibt es noch einen netten Erlebnispfad, der etwas außerhalb des Dorfs vom neuen Friedhof in der Höllensteinstraße auf den Bühl führt – gerade für Kinder ein spannender und abwechslungsreicher Weg mit 20 Mitmach- und Rätselstationen. Erwachsene freuen sich über die Aussicht an der Nikolauskapelle.

Für den Rückweg bleiben wir einfach in Flussnähe und folgen dem Wasserlauf. Nach einer Hochwassersperre lichtet sich der Wald, und schließlich verlassen wir den Flusslauf nach links in die Asamklammstraße. Dieser stets geradeaus folgend, erreichen wir wieder unseren Ausgangspunkt, die Loisachbrücke.

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Türler ve etiketler

Yaş sınırı:
0+
Litres'teki yayın tarihi:
12 kasım 2024
Hacim:
262 s. 255 illüstrasyon
ISBN:
9783862469833
Yayıncı:
Telif hakkı:
Bookwire
İndirme biçimi:

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