Kitabı oku: «Vier Pfoten und ein Van»
Vier Pfoten
und ein Van
TRAVEL WITH FREYA
TEXT LISA LESCHHORN – BILDER SILVIO SCHATZ

Inhalt
Einleitung
Wir drei – ein Rudel
Weniger Alltag, mehr Abenteuer
Unser rollendes Zuhause
Neues Abenteuer
Fremde Welt
Leuchttürme und roter Sand
Freya
Drei auf engem Raum
Silvio’s vanlife kitchen – our favourites
Frühstück
Lunch
Dinner
Drinks
Kanadische Luft
Kein zurück mehr
Von uns für dich
Danksagung
Zum Abschied
Wir sind travel with Freya

Hallo liebe Leser!
DANKE! Ihr haltet unseren ganzen Stolz in euren Händen. Unser erstes Buch. Es freut mich sehr, dass ihr euch für unsere Reisen und Abenteuer interessiert. Ich möchte euch vorab noch ein paar Infos zu uns geben, damit ihr einige Dinge bereits über uns wisst, bevor ihr das wunderbare Buch durchstöbert.
Wir sind Lisa und Silvio, beide in unseren Mittzwanzigern. Wir haben uns 2012 in Konstanz kennengelernt und seitdem sind wir wie zu einem alten Ehepaar zusammengewachsen. Silvio ist gelernter Koch, ich habe eine Ausbildung zur Hotelfachfrau abgeschlossen. So sind wir uns 2012 auch das erste Mal in dem Hotel, in welchem wir beide unsere Ausbildungen absolviert haben, über den Weg gelaufen.
Silvio und ich sind ein eingespieltes Team. Ich bin so froh, dass wir dieselben Interessen haben: Reisen, Tiere und seit Neustem auch Skateboarden.
Silvio kommt aus Inzigkofen, wo er auch heute noch hin und wieder anzutreffen ist, wenn er seine Oma besucht. Silvio liebt die Berge sowie sein Fernglas und kann Stunden damit verbringen, Vögel im Ried zu beobachten. Ich komme aus Friedrichshafen am wunderschönen Bodensee. Am liebsten erinnere ich mich an Urlaube mit meinen Eltern im Wohnmobil, unseren schwarzen Labrador Miro und meine Freunde, die nun alle ganz verstreut in der Welt wohnen.
Zusammen erinnern wir uns gern an den 25. Juni 2016. Ein ganz spezielles Datum. Damals hatte Silvio mir superromantisch einen Heiratsantrag auf Green Island in Australien gemacht. Bis heute steht noch kein Hochzeitsdatum, das sollten wir mal ändern.
Silvio ist außerdem ein leidenschaftlicher Fotograf, ein Bild hat es sogar schon mal in die Top 5 der National Geographic Online geschafft. Darauf ist er bis heute superstolz. Ansonsten dokumentieren wir unser Leben auf unserem Instagram-Account @travelwithfreya. Wir lieben es, uns mit Gleichgesinnten auszutauschen und neue Leute zu treffen.
Und Freya? Freya ist unser Sonnenschein und gleichzeitig auch unser Wirbelwind. In dem Buch werdet ihr noch einiges mehr über uns erfahren. Ganz viel Spaß beim Lesen und Bilder betrachten. Wenn ihr uns schreiben mögt, dann könnt ihr das gerne über Instagram oder sayhello@travelwithfreya.de machen.
Alles Gute!
Lisa, Silvio und Freya

Silvio, Freya und Lisa auf dem Hochgrat

Freya ist gespannt auf Neues!
Einleitung

Die Schiebetür unseres Wohnmobils geht langsam auf und die ersten Sonnenstrahlen breiten sich in dem kleinen Raum aus. Freya schnuppert die frische, kühle Luft. Erwartungsvoll schaut sie uns an und wartet, dass sie aus dem Bus springen darf. Ihre kleinen bernsteinfarbenen Augen strahlen Abenteuerlust und Zufriedenheit aus.
Diese Reise ist eine gute Entscheidung.
Lisa und Silvio sind Weltenbummler und immer auf der Suche nach dem nächsten Abenteuer. Als Australian Cattle Dog Hündin Freya das Rudel komplett macht, gehen die drei auf die Suche nach neuen Abenteuern. Vorerst innerhalb Deutschlands und Europas. Freya bei einem Ereignis zurückzulassen kommt für alle nicht infrage.
Der Alltag in Deutschland wird ihnen nach einer Weile zu monoton, so muss eine ganz andere Idee her. Eine Reise nach Kanada mit Freya und einem selbst ausgebauten Oldtimer-Wohnmobil scheint genau die Reise zu sein, die sie gesucht haben.
Zu dritt und mit ihrem Wohnmobil wagen sie sich ins ferne Kanada. Eine einzigartige Reise, bei der das kleine Rudel von Tag zu Tag mehr zusammenwächst.
Immer mit dabei ist Silvios Kamera, mit der die schönen Momente auf Freyas großer Reise – durch Kanada und im Van – eingefangen und die wunderschöne und raue Natur Kanadas festgehalten wird.
Ein einzigartiges Erlebnis mit Hund und rollendem Zuhause, bei dem das Wohnzimmer die atemberaubende Natur Kanadas ist.

Oben: Mount Surprise in Australien
Unten: Lea, Marley und Freya in Sardinien
Wir drei – ein Rudel

Immer wenn Silvio und ich über Wünsche und Träume geredet haben, kamen ausschließlich zwei Themen zum Vorschein: ein Hund und ein Wohnmobil.
Und es sollte dann endlich, nach vielen Jahren der Träumerei, eine Australian Cattle Dog Hündin sein. Wie kamen wir auf diese Rasse? Allzu bekannt ist der Cattle Dog in Deutschland ja nicht.
In den Jahren 2015 bis 2017, als Silvio und ich in Australien gelebt und auf einem Campingplatz mitten in der Pampa in Mount Surprise gearbeitet haben, hatte unsere Nachbarin und Arbeitskollegin eine Australian Cattle Dog Hündin mit dem schönen Namen »Freya« gehalten. Noch nie zuvor hatten wir von dieser Rasse gehört. Zuerst hatten wir gedacht, dass sie wohl ein Mischlingshund sein musste. Wir waren von dem Temperament und der Lebensfreude des Hundes sofort angetan. Täglich sind wir mit der australischen Freya laufen gewesen, hatten uns schnell an sie gewöhnt und sie ganz fest in unser Herz geschlossen.
Wir Mitarbeiter des Campingplatzes »Bedrock Village« in Mount Surprise haben damals alle zusammen nebeneinander in kleinen Containern abseits der Touristen gewohnt und Freya hatte in den Container ihres Frauchens nicht hineingedurft. Wir haben Freya dann immer beobachtet, wie sie nachts auf unsere Veranda geschlichen und in einen unserer Campingstühle gehüpft ist. Dort hatte sie dann friedlich geschlafen, bis wir morgens aufgestanden waren. Am liebsten hätten wir sie damals mitgenommen, aber sie hatte bereits ihre australische Familie und das war nun mal ihr Leben. Außerdem war unsere Reise noch nicht beendet und somit einfach noch keine Zeit, einen Hund zu haben.
Die Entscheidung nach einer Rasse war für Silvio und mich allerdings nach jahrelangem Hundewunsch schnell gefallen: Irgendwann sollte es ein Australian Cattle Dog sein – wenn die Zeit und die Umstände es erlauben würden. (Und noch eine Sache, die ganz sicher war: Irgendwann sollte es auch nach Australien zurückgehen, in diesem Land haben wir unser Herz gelassen.)

Oben: Unser Wohncontainer in Mount Surprise
Unten: Die Australische Freya
Als Rucksacktouristen und Arbeiter in verschiedenen Ländern ist es doch etwas schwierig mit Hund.
Nach zwei Jahren in Australien ging es für uns nicht nach Hause, wir waren zwischendurch zwar mal in Deutschland auf Besuch, aber komplett heim wollten wir einfach noch nicht. Nein, wir sind direkt weiter nach Neuseeland gereist. Wir hatten ein Work and Travel Visa für Neuseeland beantragt und konnten somit für ein Jahr dort reisen, leben und arbeiten. Wir hatten sogar das Glück, von Brisbane nach Auckland ein kostenfreies Upgrade von der Economy- in die Businessclass bei Emirates zu bekommen – eine »once in a lifetime experience«! Daran könnten wir uns gewöhnen! Vor allem ich, da ich ja sowieso so panische Flugangst habe. Was haben wir Luftsprünge gemacht, als die nette Dame am Schalter uns mitgeteilt hatte, dass unsere Sitzplätze in die Businessclass umgebucht worden waren. Wir, mit unseren Wanderschuhen und großen Rucksäcken, saßen nun für die nächsten dreieinhalb Stunden Champagner trinkend mit Serviette um den Hals in der Businessclass von Emirates. Aus einem Menü konnten wir auch auswählen, das war ich als Vegetarierin bei Flügen überhaupt nicht gewohnt. Am Ende der Businessclass gibt es sogar eine komplett ausgestattete Bar und in den Toiletten gibt es edles Parfum und ein richtiges Fenster.

Hitchhiking in Australien

Oben: Campen in Neuseeland
Unten: Kepler Track Tag 2

Oben: Kepler Track Tag 1
Unten: Neuseeland Kepler Track

Samoa
Einmal im Leben Businessclass, echt ein Glücksgriff für uns.
Wir hatten gerade unsere sechsmonatige Saisonstelle in einer Wilderness Lodge in Neuseeland »Lake Moeraki Wilderness Lodge« beendet und zur Belohnung unsere Rucksäcke für eine dreitägige Bergwanderung für den Kepler Track gepackt, als Silvio bei einer Australian Cattle Dog Züchterin in Deutschland anrief. Es gibt in Deutschland nicht viele Züchter dieser Rasse. Wir hatten im Internet hoch- und runterrecherchiert, es war wirklich nicht einfach gewesen, einen Züchter dieser Rasse zu finden.
Silvio telefonierte eine ganze Weile mit Sara. Sie hatte noch eine Blue Heeler Hündin zu vergeben (Blue Heeler oder Red Heeler nennt man die »blauen« und »roten« Australian Cattle Dogs). Er verstand sich mit Sara auf Anhieb super am Telefon. Als das Telefonat beendet war, wären wir vor lauter Aufregung und Vorfreude am liebsten direkt in den nächsten Flieger gestiegen und nach Deutschland geflogen – aber die dreitägige Wanderung in Neuseeland, die gebuchten Flüge nach Samoa, Fidschi und Hongkong sollten uns noch etwa weitere drei Wochen warten lassen. Außerdem hatten wir uns so auf die Trips gefreut und wer weiß, wann sowas wieder möglich wäre, sobald wir unseren Australian Cattle Dog in Deutschland abgeholt hatten?
Während der nächsten drei Wochen auf Reisen überlegten wir uns schon einige Namen. Wir hatten uns von dem hart erarbeiteten Geld aus Neuseeland schöne Hotels in Samoa, Fidschi und Hong Kong gebucht, einfach, weil wir uns das mal leisten wollten, nur um später festzustellen, dass wir nächstes Mal lieber wieder mit dem Rucksack und dem Zelt verreisen wollten. Zwar ist es schön, Cocktail schlürfend auf einer einsamen Insel bei Fidschi in einem Liegestuhl zu liegen, aber irgendwie passt das einfach nicht zu uns.

Fidschi
Wie wir da so am Meer lagen und die Sonne auf unseren Körper scheinen ließen, hatten wir bereits eine ganze Liste mit Hundenamen erstellt:
Rosie, Ivy, Ilvy, Mila, Frankie, Talula, Carlie, Ella, Georgie, Toni, Carla, Khiva, Tahlia, Kirra und Ava wurden zu unseren Favoriten.

Hongkong
Aber irgendwie hat uns keiner dieser Namen zu hundert Prozent überzeugt. Die Kirsche auf dem Sahnehäubchen war einfach noch nicht dabei.
Irgendwann mussten wir schließlich zugeben, dass wir eigentlich bereits die ganze Zeit den Namen »Freya« ausgewählt hatten. Der Name erinnerte uns an den Australian Cattle Dog in Australien und an die wunderschöne Zeit, die wir dort hatten. Bis heute sagen wir beide einstimmig, dass wir in Australien die beste Zeit unseres Lebens hatten.
Freya, der Name bedeutet »die Herrin« oder »die Edle«. Außerdem hat er eine altnordische Herkunft und taucht in der nordischen Mythologie auf, wo Freyja die Göttin der Liebe und Schönheit darstellt. Was wirklich auch sehr passend ist.
Im Mai 2018 waren wir wieder in Deutschland und hatten nichts anderes mehr im Kopf, als zu Sara in die Nähe von Frankfurt zu fahren und unseren Welpen kennenzulernen. Natürlich begrüßen wir zuerst einmal unsere Familien und Freunde, waren wir doch so lange nicht mehr zu Hause gewesen.
Ende Mai, nach einer langen Zugfahrt von Friedrichshafen nach Frankfurt am Main, betraten wir total aufgeregt den großen Garten der Züchterin Sara in der Nähe von Frankfurt. Sieben kleine Welpen rannten aufgeregt hin und her – eine kleine Hündin war mutig, schnupperte an Silvio und ließ sich direkt streicheln. Und natürlich, wie sollte es auch anders sein, war das unsere Freya.
Wir hatten uns ganz speziell für diese Züchterin entschieden. Denn Sara hatte selbst einige Zeit in Australien verbracht und deshalb einen ganz besonderen Bezug zu genau dieser Rasse. Ihren ersten Australian Cattle Dog hatte sie damals von Australien mit nach Deutschland gebracht. Daraus war dann ihre Züchtung entstanden. In Freya steckt also noch »richtiges« australisches Blut.
Vor lauter Begeisterung verpassten wir fast unseren Zug weiter nach Kiel, denn hier verbrachten wir die nächsten zwei Nächte. Silvio mochte sich eine Uni anschauen, vielleicht würden wir hierherziehen? Hatten wir doch eigentlich vor, uns wieder in Deutschland sesshaft zu machen und ein »geregeltes Leben« anzufangen.

Oben: Freya als Welpe
Unten: Freya immer dabei
Zwei Wochen später, im Juni 2018, durften wir Freya abholen. Die Nacht davor konnten wir kaum ein Auge zumachen. Um fünf Uhr in der Früh starteten wir mit unserem Auto in Friedrichshafen am Bodensee. Mit einigen Stopps, Burger essen auf der Autobahnraststätte und fünf Stunden später kamen wir in der Nähe von Frankfurt an – super nervös, aufgeregt und mit tausenden Schmetterlingen im Bauch!
Wir blieben eine ganze Weile bei Sara, wir verstanden uns super mit ihr.
Sie erklärte uns einiges, wir unterzeichneten den Vertrag und plauderten noch ein wenig über Hunde, Australien und unsere Zukunftspläne, die sich sowieso alle paar Tage änderten. Dann nahmen wir unsere kleine Freya mit in unser Auto. Sie durfte auf meinem Schoß sitzen und natürlich hatten wir schon vor ein paar Tagen einiges an Hundesachen eingekauft. Dem kleinen, zerbrechlichen Wesen sollte es an nichts fehlen.
Wir machten uns auf den Heimweg.
Freya schlief die meiste Zeit, gab keinen Mucks von sich und wir machten mehrere Stopps. Sie hatte uns jetzt schon den Kopf verdreht und unsere Herzen mit Freude und Liebe verpackt.
Die ersten Wochen vergingen wie im Flug. Silvio und ich hatten, als Freya bei uns eingezogen war, extra Teilzeitjobs angenommen – Silvio arbeitete immer abends als Koch in unserem Lieblingsrestaurant »Zum Klosterwirt« in Friedrichshafen und ich tagsüber als Rezeptionistin – damit wir so viel wertvolle Zeit mit ihr verbringen konnten wie nur möglich.
Wir lebten nun bei meinen Eltern in Friedrichshafen. Das war super für Freya, denn meine Eltern hatten eine Golden Retriever Hündin, Lea, und eine Labradorhündin, Marley. Freya lernte so unglaublich viel von den zwei Hunden, ich denke, dass es für sie so perfekt war, mit anderen Hunden im Haushalt aufzuwachsen.
Es war wirklich erstaunlich, wie viel Aufmerksamkeit man bekam, wenn man mit einem Welpen unterwegs war. Und dann auch noch mit einer Rasse, die fast kein Mensch kennt. Daran mussten wir uns noch gewöhnen. JEDER mochte Freya streicheln und tragen. Puh, das konnte ganz schön anstrengend sein, das kann ich euch sagen.
Nach einer Weile hatten wir auch unsere Lieblings-Gassirunden entdeckt. Wir hatten das Glück, nur einen kurzen Fahrtweg vom Bodensee entfernt zu leben. Freya war zwar zuerst skeptisch mit dem Bodenseewasser gewesen, aber nach kurzer Zeit hatte sie sich als reinste Wasserratte entpuppt. Man konnte sie fast nicht mehr aus dem Bodensee herausbekommen, wenn sie einmal drin war. Sie sieht so zuckersüß aus, wenn sie von Kopf bis Fuß patschenass ist.
Nach ein paar Wochen brachen wir in unser erstes Abenteuer auf. Denn schöne Abenteuer sollte es geben, und davon einige. Irgendwie war uns schon jetzt klar, dass wir mit Freya kein »geregeltes Leben« führen wollten. Ein Leben in einer Wohnung mit geregelten Jobs passte einfach nicht zu uns. Die Unipläne hatte sich Silvio auch schon wieder aus dem Kopf geschlagen, obwohl er als Koch ohne Abitur einen Platz an einer deutschen Uni im Studiengang Ökotrophologie ergattert hätte. Seine Ausbildung als Koch plus seine vielen Jahre Berufserfahrung in seinem Job hätten ihn dafür qualifiziert. Aber naja, irgendwie wollten wir einfach nicht die nächsten Jahre in Deutschland festsitzen und Silvio wollte nicht nochmals die »Schulbank« drücken.
Wir fuhren mit Freya also nach Garmisch-Partenkirchen. Hier waren wir schon einige Male über die letzten Jahre verteilt gewesen und uns hatten die Landschaft und die tollen Wanderungen dort unglaublich gut gefallen.
Es tat gut, mit Freya eine erste kleine Auszeit und kleinere Wanderungen zu unternehmen. Sie war so neugierig und voller Lebensfreude. Eigentlich stand bereits fest, dass aus Freya mal eine richtige Abenteurerin werden sollte – und vielleicht ein Van-Dog?
Freya hatte auch bereits eine beste Freundin gefunden: in Leni, einer Mischlingshündin aus Rumänien. Leni und ihre »Eltern« Meli und Jerome (@a.kind.journey auf Instagram) trafen wir über Monate hinweg jeden Sonntag in unserer Lieblings-Dönerbude in Lindau am Bodensee. Das war für uns die Mitte, denn die drei wohnten zu dieser Zeit vorübergehend in Vorarlberg.
Jerome kannten wir schon eine ganze Weile, hatten wir doch vor Jahren zusammen im selben Restaurant gearbeitet. 2016 hatten wir uns dann zufällig mit den beiden in Australien verabredet, da die zwei damals auf Weltreise gewesen waren und wir ja in Australien gelebt hatten. Wir hatten uns damals in Melbourne zum Essen getroffen und ich hatte Meli nach kurzer Zeit bereits in mein Herz geschlossen.

Oben: Leni und Freya, beste Freunde
Unten: Treffen mit a.kind.journey
Ein paar Jahre später waren wir also beide von unseren fernen Reisen zurück am Bodensee, beide mit Hund. Es tat gut, mit Gleichgesinnten über das Reisen zu sprechen und Zukunftspläne zu schmieden. Immer sonntags waren wir mit unseren Fellkindern Leni und Freya spazieren, einen veganen Döner bei Rosin essen und haben uns schon auf nächsten Sonntag gefreut. Das war unser geregelter Ablauf, jeden Sonntag.
Über ein paar Tage im Februar hatten wir uns dann ein Häuschen in Österreich gemietet, um ein komplettes Wochenende zusammen zu verbringen. Silvio, Freya und ich haben den Lebensmittelkauf erledigt und, was soll ich sagen, wir hätten wohl jeden Abend für eine Familie mit zwanzig Kindern kochen können. Aber mit Silvio und Jerome, zwei super talentierten Köchen, hat man eben jeden Tag morgens, mittags und abends ein Festmahl.
Es gibt nicht viele Leute, mit denen wir uns einen Urlaub zusammen vorstellen konnten, aber die drei gehören auf jeden Fall dazu!
Freya und Leni waren natürlich total aus dem Häuschen, dass wir alle für ein paar Tage zusammen sein würden. Viele Wanderungen, erste Schlittenfahrten mit den Hunden (Ohje, die Begeisterung lag bei Freya in Grenzen) und schöne Fotos sind bei unserem kleinen Winterurlaub entstanden. Meli, Jerome und Leni sind, genau wie wir, Weltenbummler, die von der Neugier und Reiselust angetrieben werden und wir werden die drei wohl immer wieder treffen, auch auf anderen Kontinenten.
Silvio, Freya und ich sind nun ein kleines Rudel und Freya ist aus unserem Alltag nicht mehr weg zu denken. Es ist so erstaunlich, wie schnell man sich an das Fellkind gewöhnt und seinen Alltag nach dem Welpen richtet. Man arrangiert sich sehr schnell damit, jeden Tag mehrere Stunden an der frischen Luft zu laufen, alleine Einkaufen zu gehen, weil jemand auf den Welpen aufpassen muss, oder gewisse Dinge einfach abzusagen.
Manche Aktivitäten macht man eben nicht mehr, man sucht sich zum Beispiel Bademöglichkeiten, wo man Hunde mitnehmen darf. Da wir direkt am Bodensee wohnen, ist das zum Glück kein Problem, denn wir finden genug Bademöglichkeiten bei Fischbach und Lindau. Freya ist eben eine richtige Wasserratte. Am Anfang haben wir ihr eine orangefarbene Schwimmweste angezogen, diese hat sie aber nach kurzer Zeit nicht mehr gebraucht. Stolz schwimmt sie nun neben mir im Bodensee, nur auf ihre Krallen muss man achten, das kann sonst ganz schön wehtun. Einen kleinen Sonnenschirm haben wir auch immer für sie dabei und ein Spielzeug. Ihr Hundehandtuch nehmen wir meistens umsonst mit, denn sie liegt viel lieber auf dem Gras.
Alles ist schöner mit Freya. Jeder Spaziergang, jeder Ausflug und sogar der Fernsehabend, wenn das kuschelige Wesen neben einem liegt und sich an einen schmiegt. Da geht mir das Herz auf.
Man verpasst wirklich viel, so ohne Hund.

Oben: Wandern in den Bergen
Unten: Erster Tag bei uns

Ferienhaus in Sardinien
Nichts ist schöner, als sich auf das zu freuen, was kommt.
Weniger Alltag, mehr Abenteuer

Aufgeregt und schwanzwedelnd rennt Freya in Richtung des Meeres. Der Sand ist warm und das Wasser glitzert bereits aus der Ferne. Freya liebt das Meer. Bellend fordert sie uns auf, ihren Ball in die rauschenden Fluten zu werfen. Glücklich flitzt sie am menschenleeren Sandstrand entlang. Ihre Freude ist ansteckend und zu dritt genießen wir diesen wunderschönen Tag am Meer.
Sardinien ist ein Traum von einer Insel. Meine Trauminsel. Ich verbringe schon seit meiner Kindheit mindestens zwei Wochen im Jahr an der Costa Rei, ganz im Süden des Eilands. Ganz früher im Zelt, dann in gemieteten Ferienunterkünften und schließlich im Wohnmobil.
Ich kann gar nicht mehr aufzählen, wie oft ich schon auf dieser wunderschönen Insel gewesen bin.
In der Nebensaison wie auch in der Hauptsaison ist es ebenso ein Paradies für Hunde. Ich bin mit Hunden aufgewachsen, diese waren immer bei uns im Urlaub mit dabei. Mit Labrador Miro habe ich die schönsten Erinnerungen an Sardinien. Für mich als Einzelkind war Miro immer mein Fellbruder mit vier Pfoten, mit dem ich am Strand gespielt und jede Minute verbracht habe. Somit kenne ich die schönsten und all die tollen geheimen Orte, an denen man mit Hund auf Sardinien verweilen kann.
Perfekt also für uns, mit Freya endlich mal wieder in den Urlaub zu fahren und dem Alltag zu entfliehen.

Oben: Strada Statale
Unten: Lieblingsplatz in den Bergen
Freya ist nun etwas über ein Jahr. Die Welpen- und Junghundeschule haben wir beendet, sie hört so gut, worauf wir besonders stolz sind. Wir sind so fest zusammengewachsen, dass sie aus unserem Leben nicht mehr wegzudenken ist. Mit ihr ist alles schöner. Alles. Jeden Moment mit ihr genießen wir in vollen Zügen, wir möchten sie nicht mehr missen.
Die kompletten acht Stunden Fahrt vom Bodensee bis nach Livorno schläft Freya auf dem Rücksitz unseres kleinen Minis, eingequetscht neben den vielen Taschen und Rucksäcken. Ihr macht das Autofahren nichts aus. Schon von Welpenalter an war sie überall mit uns dabei und ist das Autofahren gewohnt. Wir machen viele Stopps auf dem Weg zum Hafen, von wo wir mit dem Schiff auf die Insel übersetzen. Falls ihr auch mal nach Sardinien fahren wollt, kann ich euch die Firma Turisarda Krause Travel Adventure GmbH empfehlen. Herr Krause und sein Team buchen seit Jahren unsere Fähren und die Hundekabinen.
Wir halten an vielen Autogrill-Raststätten, um uns italienische Latte macchiatos zu holen. Sobald wir an dem ersten Autogrill sind und unseren Kaffee trinken, fängt für mich der Urlaub an. Noch eine »Bomba« (italienischer Berliner), und alles ist perfekt. Obwohl, vielleicht gibt es auch noch ein Magnum-Eis hinterher. So, jetzt aber wirklich.
In Livorno bleiben wir eine Nacht in einem hundefreundlichen Hotel (Hotel Universal) am Meer, nicht weit vom Hafen Livorno entfernt. Schon hier kann Freya die frische Meeresbrise erschnuppern und es dauert keine fünf Minuten, bis sie schon ins Meer und wild hin und her springt oder wie eine Verrückte über den Sandstrand flitzt. Manchmal hat sie ihre fünf Minuten, zieht wie eine Furie den Po ein und saust wild von links nach rechts, kurz ins Meer und schmeißt sich wie eine Verrückte auf den warmen Strand.
Die zehn Stunden Überfahrt mit der Sardinia Ferries am Tag nach Golfo Aranci verbringen wir bequem in einer hundefreundlichen Schlafkabine mit zwei Einzelbetten und einem voll ausgestatteten Bad mit Dusche. Normalerweise nehmen wir immer die Nachtfähre, aber da wir dieses Mal im Juni unterwegs sind, waren alle Nachtfähren ausgebucht. Die Hundekabinen haben keinen Teppichboden. Das ist der einzige Unterschied zur »normalen« Kabine. Nach jahrelanger Erfahrung mit den Fähren können wir sicher sagen, dass sich das Buchen einer Hundekabine bei Tag- und Nachtfahrt lohnt. Es ist einfach viel entspannter. So können wir uns nach der langen Fahrt ausruhen und entspannt abduschen.
Auf dem obersten Deck gibt es eine »Dog Area«. Freya ist von dem kleinen Becken mit Steinen nicht begeistert, macht aber dann doch mit unglücklicher Miene ihr Geschäft auf die bereits pitschpatschnassen Steine. Die restlichen Hunde pinkeln und stinkern fleißig auf das Sonnendeck, bei jeder kleinen Welle fließt das Pipi dann über das komplette Deck, mhh … lecker.

Capo Ferrato
Es ist aber eine sonnige und sanfte Überfahrt und so sind wir fit für den Rest des Tages.
So oft waren Silvio und ich schon auf Sardinien, aber jedes Mal sind wir voller Vorfreude, wenn wir das große Schiff mit dem Auto verlassen und die erste Brise Sardiniens tief einatmen. Wir halten kurz nach dem Hafengelände, laufen ein Stück mit Freya, schließen die Augen und lassen den ersten Eindruck einen Moment auf uns wirken. Dieses Gefühl, wenn einfach alles passt. Unbeschreiblich!
Uns zieht es eigentlich immer direkt in den Süden Sardiniens, nach Capo Ferrato und an die Costa Rei. Aber dieses Mal nehmen wir uns etwas Zeit und machen ein paar Stopps auf dem Weg in den Süden. Langsam und entspannt wollen wir die Orte dieses Mal mit Freya gemeinsam erkunden.
Wir wollen mehr von der Insel sehen, an Orten übernachten, die wir sonst nur bei einem Tagesstopp genießen.
Für Freya ist Sardinien ein Traum, dies ist ihr zweiter Sardinienurlaub. Die warme Luft, der helle Sand und das glitzernde Meer erfüllen all ihre Wünsche.
Hundefreundliche Unterkünfte finden sich im Voraus schnell. Die erste Nacht verbringen wir zum Ankommen in der Nähe des Hafens im B&B Nacchinono. Bevor es aber zur ersten Unterkunft geht, holen wir uns und Freya noch ein paar Leckereien im Supermarkt. Der erste Abend auf der Insel ist immer etwas ganz Besonderes.
Die Unterkunft ist wirklich wunderschön und liegt abgelegen. Somit haben wir unsere Ruhe und können den ersten Abend auf unserer Veranda mit einem Glas Wein und sardischem Vesper ausklingen lassen. (Der Käse hier auf Sardinien ist echt ein Träumchen!)
Wenn wir in den Süden Sardiniens fahren, fahren wir immer die SS125 Route entlang der Berge. Hier haben wir auch schon unsere traditionellen Gassi- und Kaffeestopps. In der Nähe der Wanderung Cala Luna ist einer dieser traditionellen Stopps. Freya quiekt aufgeregt auf dem Rücksitz, weil sie die Schweinchen schon von Weitem riechen kann.
Eigentlich ist dieser Stopp nur eine kleine Schotterstraße. Aber für uns ist es hier jedes Mal aufs Neue magisch. Freya kann in aller Ruhe in dieser malerischen Berglandschaft auf Entdeckungstour gehen, während wir unser sardisches Vesper mit köstlichem Käse aus der Region genießen. Das Leben ist schön.
Dieses Jahr beschließen wir, zwei Nächte auf »Sardiniens höchstem Campingplatz«, Camping Silana, zu verbringen. Wir sind dieses Mal nicht im Wohnmobil meiner Eltern unterwegs, aber der Campingplatz bietet auch ein paar wenige, sehr einfach ausgestattete Bungalows an. Penibel darf man auf keinen Fall sein und auch die Vorreservierung per Internet hat irgendwie nicht funktioniert, trotz Buchungsbestätigung. Aber das gehört nun mal zum Abenteuer dazu. Nach kurzer Zeit checken wir dann in unseren Bungalow ein. Es ist sehr heiß. Wir müssen ihn wohl selbst noch etwas reinigen.
Hier so hoch oben in den Bergen fühlt sich Freya pudelwohl. Die Mittagssonne macht uns allen zwar etwas zu schaffen, aber die kleinen Bäche in der Nähe bieten Möglichkeiten zum Abkühlen.
Am nächsten Tag fahren wir zurück zum Parkplatz und Ausgangspunkt für die Wanderung »Cala Luna«. Die Fahrt dorthin ist schon recht abenteuerlich mit unserem kleinen Auto. Ich hatte die Wanderung vor etwa 15 Jahren bereits mit meinem Vater gemacht, bis heute haben sich die Straßenverhältnisse nicht geändert.
Trotzdem ist es diese Fahrt auf alle Fälle wert.
Von dem Parkplatz geht der Weg einen Fluss entlang und inmitten der Bergketten führt er zu einem Strand. Diesen kann man allerdings auch per Shuttleboot erreichen, deshalb ist er leider nicht ganz so einsam, wie man nach solch einer langen Wanderung hoffen mag. Am besten macht man die Wanderung Ende September, wenn nicht allzu viele Touristen auf der Insel sind.
Im Juni wurden wir außerdem auf dem Weg darauf hingewiesen, dass während der Sommerzeit dort wohl auch keine Hunde gestattet sind. Wir machen diese Wanderung heute nicht bis zum Schluss. Für Freya wird es zu heiß und die Luft zu stickig. Nach etwa zwei Stunden machen wir kehrt und genießen den Rest des Tages mit einer Abkühlung am Fluss und im Schatten der Oleanderbäume. Auch wenn man die Wanderung nicht macht, kann ich nur empfehlen, trotzdem einen Tagestrip hierher zu machen. Man kann den ganzen Tag hier entlang des Flusses verweilen.
Mit einigen Stopps geht es am nächsten Tag gen Süden. Costa Rei. Wir haben uns ein kleines Häuschen gemietet, es liegt abgelegen vom Touristenort und trotzdem nur 700 Meter vom Meer entfernt. »Kleine« Hunde sind im Häuschen erlaubt. Freya geht mit ihren 15 Kilo als kleiner Hund durch, oder?

Oben: Camping Silana
Unten: Kleines Küsschen vorm Bungalow

Oben: Cala Luna
Unten: Vesperplatz in den Bergen
Simona, die Hausbesitzerin, empfängt uns herzlich und eine Flasche Wein der Region steht auch schon auf dem Tisch der einfachen, aber wunderschönen Finka bereit.
Ich kenne diese Ecke Sardiniens so gut wie meine Westentasche. Allein über diesen Fleck Sardiniens könnte ich wohl ein ganzes Buch schreiben.
Hinter unserem gemieteten Häuschen ragt der Monte Ferru empor. Perfekt für uns, denn diesen 299 Meter hohen Berg werden wir in den nächsten Tagen erklimmen.
Strandtage sind Freyas Lieblingstage. Sie liebt Sandstrände und das Meer. So laufen wir viermal täglich die jeweils 700 Meter zum Strand. Mittags vespern wir in unserem Häuschen den leckeren sardischen Käse, trinken ein Ichnusa Limone und Freya bekommt eine Auszeit der Sonneneinstrahlung auf ihrem Kopf.
Zurück am Strand haben wir immer einen Schirm für Freya dabei. Man muss sie wirklich ab und an aus dem Wasser holen und überreden, doch mal eine Pause zu machen. Sie ist eine wahre Wasserratte.
Für die warmen Abende haben wir seit Jahren unsere Stammlokale. Pizza bei Michele in Capo Ferrato ist zwei- bis dreimal im Urlaub geplant. Aber das absolute Highlight ist jedes Mal der Abstecher nach San Priamo ins Restaurante Su Corgallu. Die besten Muscheln und Penne mit Pilzen gibt es hier. Außerdem ist die Atmosphäre einfach urig und traditionell. Keine Touristen und wir müssen uns mit unseren wenigen Italienischkenntnissen durchkämpfen. Es funktioniert.
Freya wartet derweil in unserem Häuschen. Im Auto ist es zu warm und sie ist sowieso fix und fertig von den Strandtagen und der Sonne.
Für heute ist die Wanderung auf den Monte Ferru eingeplant. Den Berg kann man schon von Weitem erkennen und so laufen wir früh morgens los, um dann die Aussicht über Capo Ferrato und die Costa Rei zu genießen.

Oben: Monte Ferru
Unten: Am Ziel der Wanderung
Freya ist natürlich begeistert von der Idee, heute wandern zu gehen. Für sie haben wir eine Trinkflasche und einige Leckerli eingepackt. Es gibt verschiedene Startpunkte für die Wanderung. Wir parken am Ende der geteerten Straße und begeben uns auf den Weg nach oben. Es ist eine mittelmäßig anstrengende Wanderung, je nachdem wie heiß und stickig es an dem Tag ist.
Nach etwa eineinhalb Stunden erklimmen wir den Berg und die Aussicht raubt uns mal wieder den Atem. Von dem Monte hat man eine traumhafte Sicht über den kompletten Strand der Costa Rei und einen endlosen Blick auf das blaue, glitzernde Meer. Freya scheint sichtlich geschafft und so bekommt sie zur Belohnung erstmal reichlich Wasser und einige Leckerli. Sie ist so zufrieden. Wenn es einen meiner Lieblingsorte auf der Welt gibt, gehört dieser auf jeden Fall in die Top 3.
Wir genießen die Aussicht noch eine Weile und machen ein paar Bilder, bevor es wieder zurück zu unserem Ausgangspunkt geht.
Danach springen wir zu dritt in das blaue Meer, eine Abkühlung tut gut.
Latte macchiato trinken wir auf unseren Sardinienurlauben immer sehr viel und an Gelato darf es natürlich auch nicht fehlen. Für Freya gibt es im Urlaub selbstverständlich auch immer mal wieder eine ganz besondere Kleinigkeit: Eine Kugel italienisches Joghurteis darf für sie nicht fehlen.
In der nächsten Kleinstadt Muravera machen wir hin und wieder einen Tagestrip auf den Markt, wo wir Pommes holen und in einigen Cafeterias eine Pause machen. In Muravera gibt es sogar einen Hundeshop, der Hundeeis verkauft. Freya gibt sich aber mit dem Joghurteis zufrieden.
Eine weitere Wanderung, die mit Hund wunderschön ist, möchte ich euch unbedingt noch ans Herz legen: Faro Di Capo Ferrato.
Kurz nach unserer Lieblingspizzeria »Bar Pizzeria Capo Ferrato« kommt rechts ein Picknickplatz unter Pinienbäumen. Hier ist der Ausgangspunkt. Wenn man dem Schotterweg dann zu Fuß folgt, kommt auch ein Schild, welches den Leuchtturm anzeigt. Man läuft etwa eine Stunde entlang des Schotterwegs, bis man beim Leuchtturm ankommt. Hier muss man durch die Absperrung klettern, um in das Gelände zu gelangen. An dem weißen Leuchtturm hat man einen wunderschönen Blick auf das glitzernd blaue Meer. Wir nehmen uns immer ein paar Getränke mit, wenn wir diese Wanderung machen und ein paar Snacks. So bleiben dann ein paar Stunden an diesem wunderschönen Ort. Auf jeden Fall eine Wanderung mit Hund wert.
Sardinien. Hier können wir durchatmen und unsere Seele baumeln lassen. Wie sehr freue ich mich immer, wenn die Fähre gebucht ist und es dann endlich losgeht.
Unser »home away from home«.

Auch Freya genießt die Sicht.

Oben: Traumhafte Aussichten
Unten: Weg zum Leuchtturm

Silvio am Grundieren
Welcome home.
Unser rollendes Zuhause

12. Mai 2019
Freya merkt genau, dass irgendetwas Neues passieren wird. Sie schaut uns fragend an, als der taubenblaue Bus schnatternd und laut in unsere Hofeinfahrt rollt.
Wir haben den Hingucker auf einer Oldtimermesse entdeckt, beziehungsweise zuerst meine Eltern, dann wir. Silvio und ich lieben Oldtimer, der blaue Bus gehörte da natürlich direkt in unser Beuteschema. Wir waren ganz aus dem Häuschen, dass wir so ein tolles Teil gefunden hatten.
Das soll unser kleines fahrendes Zuhause werden. Es wird sicherlich eine Umstellung für uns alle. Die nächsten Monate wollen wir den alten, muffeligen Bus so gemütlich wie möglich umbauen und Freya damit ein neues Heim auf Rädern präsentieren.

Bevor alles begann
Ein Reiseziel steht bereits fest: Kanada.
Etwa einen Kilometer von meinem Elternhaus entfernt hat ein Freund meines Vaters, und nun auch Freund von uns, einen Hof, auf dem wir unseren blauen Bus abstellen können. Danke Hans, ohne dich wäre das alles nicht möglich gewesen!
Über die kompletten Sommermonate werkeln wir nun an unserem Magirus-Deutz 90D 5,2 aus dem Jahr 1977 rum. Wir lieben unseren Bus, und wie man ja weiß, macht Liebe manchmal blind. Das funkelnde Blau und die tolle Form des Oldtimers haben uns wohl etwas über einige Schwachstellen des Wohnmobils hinwegsehen lassen. Und der Bus hat so einige davon gehabt, wie sich später herausgestellt hat.
War der komplette hintere Teil des Vans unter der Verkleidung undicht, wurden Roststellen wohl »noch schnell« von dem Vorbesitzer übermalt, damit man diese nicht erkennen konnte. Oh je. Was haben wir uns da nur eingebrockt? Nach der Vorfreude kommen schnell Zweifel. Vielleicht ist das Projekt zu groß für uns? Zweifel werden uns in den nächsten Wochen noch mehrmals kommen. Aus eigener Erfahrung kann ich nun sagen, dass so ein Van-Umbau, so toll das alles auch ist, mal kurz zu der reinsten Verzweiflung führen kann. Aber am Ende lohnt es sich doch allemal, so ein Einzelstück zu besitzen.
Obwohl der Kastenwagen 1981 bereits komplett zum Wohnmobil ausgebaut worden ist, haben wir uns nicht davor gescheut, nochmals alles neu und genau nach unseren Vorstellungen zu bauen. Vor allem auch, um jede Schwachstelle des Vans so gut wie möglich zu beseitigen.
Unser Van kommt aus Österreich, deshalb müssen vorerst einmal Basisarbeiten erledigt werden. Für das deutsche Vollgutachten müssen einige Sachen erneuert werden: Eine Fensterscheibe muss ausgetauscht, ein Rückspiegel erneuert (diesen hat Silvio am Tag zuvor beim Ausparken auf Hans’ Hof kaputt gefahren), das Lenkgetriebespiel eingestellt und die Gasanlage ausgebaut werden, da wir diese nicht benötigen und somit keine Gasprüfung ablegen müssen. Außerdem müssen neue Bremsschläuche und Rücklichter her. Da unser Kastenwagen etwas ganz Besonderes ist, sind die Ersatzteile rar. Allein für die passenden Rücklichter haben wir Wochen um Wochen gesucht – und letztendlich keine passenden gefunden. Also komplett neue Rücklichter einbauen. Bremsschläuche mussten speziell angefertigt werden. So wird es uns in den nächsten Monaten noch einige Male gehen, dass die originalen Ersatzteile nicht auffindbar sind und wir improvisieren müssen.

Links oben: Tägliche Baustelle
Links mitte: Überall Rost
Links unten: Fast alles draußen
Rechts: Kräftige Unterstützung von Lisas Papa
Aber: Der Weg ist das Ziel und manchmal ist der Weg eben etwas holprig.
Ohne Hilfe wäre das ganze Projekt von vornherein nicht möglich gewesen. Meine ganze Familie wurde zu »Vanarbeiten« eingespannt, vor allem weil mein Papa unglaublich begabt ist, was handwerkliche Arbeiten betrifft. Wir können uns glücklich schätzen, dass wir so tolle Freunde haben, die uns tatkräftig beiseitestehen und einige Stunden mit uns am Van arbeiten.
Perper, wir können uns gar nicht oft genug bedanken! Vielen Dank an Bekim und Nico und alle, die mit uns viele Stunden am Van gewerkelt, bei dreißig Grad geschwitzt und mit uns das ein oder andere kühle Bierchen am Van getrunken haben! Wir sind so dankbar, dass ihr das Projekt mit uns gemeistert habt!
Im Juni ist es dann endlich soweit. Wir haben unsere deutschen Papiere für das Wohnmobil und neuen TÜV. Die originalen, österreichischen Papiere müssen wir bei der Zulassungsstelle abgeben, können diese aber in sechs Monaten wieder abholen. In den alten Papieren ist noch ein original Polaroidfoto des Kastenwagens von 1977 drin, als er noch weiß, glänzend und kein Wohnmobil war. (Anmerkung Juli 2020: Vor ein paar Monaten konnte mein Vater die originalen Papiere abholen.)
Bis hierhin ist es schon ein langer Weg gewesen. Nun kann es endlich mit dem Umbau losgehen. Oder etwa nicht?
Wir reißen das komplette Innenleben des Wohnmobils raus und fahren mehrmals täglich zum Wertstoffhof. Ich kann nicht sagen, wie oft wir letztendlich dort waren. Die Mitarbeiter kennen uns auf jeden Fall schon und der blaue Bus ist allzeit bekannt in der näheren Umgebung.
Auf dem Hof von Hans haben wir auch schon unsere regelmäßigen Besucher, die für ein kurzes Schwätzchen anhalten und schauen, was wir Neues am Bus geschafft haben. Es ist wirklich toll, wie viele Leute sich für den Oldtimer und den Ausbau interessieren. Auch die lokale Zeitung bekommt bald Wind davon und so wird der blaue Bus zu einer Berühmtheit in der Gegend.

Oben: Erste Bilder mit dem Van
Mitte: Noch viel zu machen
Unten: Fahrten zum Recyclinghof
Als böse Überraschung entpuppte sich das Innenleben des Wohnmobils. Der hintere Teil des Vans hat wohl vor einiger Zeit einen Wasserschaden gehabt. Es müffelt und die Holzplatten sind feucht. Ein reinstes Kabelgewirr, bei dem wir absolut nicht mehr durchblicken konnten.
Und Rost. Sehr. Viel. Rost. Oh weh.
Die nächsten Tage verbringen wir damit, die rostigen Stellen raus zu flexen, Bleche zuzuschneiden und diese wieder neu einzuschweißen. Ebenso haben wir die alten Lüftungsschlitze des vorherigen Kühlschranks entfernt und durch Bleche ersetzt. Diese Arbeiten müssen wir wohl oder übel ein paar Mal wiederholen, denn es klappt nicht immer alles auf den ersten Versuch und somit verbringen wir mehrere Tage, die Bleche an den Kastenwagen zu kleben. Das sind dann immer wieder solche Momente, in denen ich den kompletten Bus am liebsten im Bodensee versenken würde.
Bis man die passenden Materialien gefunden hat, ist es eine Odyssee. Ich kenne nun jedes Handwerkergeschäft, jeden Baumarkt und alle Pizza- und Dönerlieferanten im Bodenseekreis. Bierkenner können wir uns nun wohl auch schon nennen. Haha.
Einige Leute sind so hilfsbereit – echt toll, mit was für netten Menschen man bei so einer Aktion in Kontakt kommt!
Alles mithilfe sehr guter Freunde, denen wir unendlich dankbar sind.
Als erste Basis möchten wir uns nun an den Boden wagen. Hierfür müssen wir allerdings Hunderte an alten Nieten aus dem Boden entfernen und die Löcher mit Dichtmasse flicken, wieder einiges an Rost entfernen und versiegeln.
Nun kann die Basis für den Boden beginnen. Wir legen Kantholz und befestigen es mit Schrauben am Boden. Zwischen dem Kantholz werden 19 Millimeter selbstklebenden Armaflex’ als Dämmschutz und Wärmeisolierung verlegt. Zusätzlich verlegen wir eine dünne Bodenunterlage (die man eigentlich in Häusern verwendet). Darauf verschrauben wir 2,5 Zentimeter OSB-Platten. Die Spalten zwischen den Platten haben wir mit Feinspachtel aufgefüllt.
Daraufhin wurde der komplette Boden mehrmals fein abgeschliffen, bis keine Unebenheiten mehr zu spüren waren. Das waren einige Stunden Arbeit.
Wir haben uns für einen PVC-Boden in Holzoptik entschieden, da dieser keine extra Fugen hat und bei Feuchtigkeit keine Probleme macht. Der Boden wurde von unserem Freund und Fachmann Bekim professionell eingeklebt und gefällt uns bis heute ausgesprochen gut.
Da sich einige Fenster als undicht entpuppt haben und wir kein Risiko eingehen wollten, haben wir »mal eben« alle Fenster ausgetauscht. Das war eine große Aktion, denn die passenden Größen gibt es nicht. Also: Was nicht passt, wird passend gemacht.
Die Karosserie wird passend für die Fenster zugeschnitten. Diesen Vorgang mussten wir mehrmals wiederholen, denn die Blechstücke zur Verkleinerung der Karosserie wollten einfach nicht heben. Nach viel Schweiß, Fluchen und Arbeit hat es dann endlich funktioniert.
Die fünf neuen Fenster sind ein Traum. Mit Moskitonetz und Verdunklungsrollo. Irgendwie der totale Luxus bei einem so alten Van.
Helles Holz wurde für die Wandverkleidung und die Schränke verwendet. Wir wollten das Holz auch zum größten Teil in einem Naturton lassen. Deshalb haben wir die Schränke und das Bettgestell ausschließlich mit Bienenwachs bestrichen. Und gut riechen tut es auch noch!
Das Bett im hinteren Teil haben wir etwas nach oben gebaut, damit darunter viel Stauraum entsteht. Uns war ein »festes« Bett wichtig. Da wir Vollzeit im Van wohnen wollen, haben wir keine Lust, jeden Tag ein Bett in eine Sitzecke umzubauen. Vor das Bett ist an den Seitenwänden jeweils eine kleine Sitzmöglichkeit mit einem aus dem Bett ausziehbaren Tisch. Der Tisch lässt sich auch in die andere Seite ausziehen, sodass wir die Türen hinten aufmachen und somit bei schönen Plätzen unseren Kaffee mit offenen Türen genießen können.
Links neben der Sitzecke befand sich unsere Küche mit einem Waschbecken. Das Waschbecken haben wir von IKEA, vielleicht nicht zu Hundert Prozent für den Wohnmobil-Ausbau geeignet, aber dafür sieht es superschön aus.

Schweißarbeiten

Oben: Wände plus neue Fenster
Unten: Der Innenausbau nimmt Form an.
Als Arbeitsplatte suchen wir uns Vinyl-Platten mit schwarz-graugeometrischen Mustern aus. Es sind doch immer kleine Dinge, die wunderschöne Akzente setzen.
Wir haben nur Kaltwasser, einen 50-Liter-Frischwasser- und einen 25-Liter-Abwassertank. Die Wasserpumpe haben wir selbst eingebaut. Unser Wasserhahn ist auch von IKEA. Diesen werden wir nun irgendwann auswechseln, da wir damit zu viel Wasser verschwenden. Durch diesen Wasserhahn kommt eine zu große Menge an Wasser.
Es gibt keinen separaten Raum. Eine kleine Porta Potti versteckt sich im Schrank neben dem Frischwassertank und muss bei Benutzung herausgenommen und auf den Kaschmirteppich gestellt werden. Der Kaschmirteppich ist übrigens unser Heiligtum im Van und ein Erbstück meines Opas. Deshalb wird dieser gehegt und gepflegt.
Bei den Stromangelegenheiten haben wir Hilfe vom Fachmann Nico herbeigeholt – denn damit haben wir keinerlei Erfahrung und kennen uns überhaupt nicht aus. Nico hingegen schon und erklärt alles super genau. Wir lernen aber gerne dazu, deshalb helfen wir tatkräftig bei der Installation mit.
Für Kanada brauchen wir außerdem einen Trafo für die Stromumwandlung.
Wir verbauen zweimal 105-Ah-AGM-Batterien. Durch unsere Solaranlage mit 120 Watt werden die Batterien versorgt. Verbaut ist auch ein Sicherungskasten mit einem Notschalter. Für eine gute Stromversorgung im Wohnraum sorgt unser 1000-Watt-Stromumwandler. In Kanada kommt hier dann der Trafo ins Spiel. Ohne Trafo könnten wir dort von außen keinen Strom anstecken. Da es in Kanada 110 Volt sind. Wir besitzen einen deutschen Außenstecker, der mit einem normalen Reiseadapter für Kanada verbunden wird, welcher wiederum mit einem kanadischen Verlängerungskabel genutzt werden kann. Somit können wir dann in Kanada den Van an das Stromnetz anschließen.
Verschiedene LED-Leuchten werden angebracht. Links und rechts an der Decke werden Streifen befestigt. Diese verbrauchen wenig Strom und sehen auch noch cool aus. Wir können unseren Van sogar in einen Disco-Bus verwandeln und die coolsten Lichtkombinationen in unserer LED-Leiste einstellen.
Die beiden »Planar 44D & 2D«-Diesel-Heizungen – eine im Wohnraum und eine im Fahrerraum – bauen wir selbst ein. So kann der Winter in Kanada kommen.
Freya bekommt ihren eigenen Platz im Fahrerraum über dem Motor, zwischen unseren Sitzen. Mein Papa hat ihr ein kleines Holzgestell gebaut. Mit ihrer Kuscheldecke hat sie es nun sehr bequem unter der Fahrt. So kann sie alles genaustens im Blick haben.
Ein kleines, fahrendes Zuhause ohne viel Schnickschnack und Luxus, das ist genau nach unserem Geschmack. Es braucht nicht viel, wenn man nur das Nötigste einpackt. Und mit Freya haben wir eigentlich schon alles, was wir brauchen.
Die Organisation für die Verschiffung wird nebenbei erledigt. Wir buchen unsere Verschiffung über eine Organisation in Düsseldorf: »Seabridge«. In wenigen Schritten ist alles geklärt und organisiert. Der Innenraum muss bei Verschiffung »blickleer« sein. Ansonsten verstauen wir unsere Winterkleidung, Schuhe, Kochutensilien und Werkzeug in unseren Schränken und Staufächern. Ein ganzes Staufach ist vollgestopft mit Freyas Hundeleinen, Spielsachen und Decken.
Unser Display für die Rückfahrkamera verstecken wir unter dem Armaturenbrett und die Schränke verschließen wir zusätzlich mit Stricken. Zuschließen darf man nicht, für den Fall, dass der Zoll noch einen letzten Blick in die Schränke werfen möchte. Auf unseren Kaschmirteppich legen wir eine Folie und auch auf den Fahrersitz wird ein Handtuch gelegt.
Da unser Wohnmobil speziell und sehr alt ist und man wirklich genau wissen muss, wie man das Auto zum Laufen bekommt, haben wir eine Gebrauchsanweisung angefertigt, mit Bildern und Texten in Englisch und Deutsch. Sicher ist sicher.
Unser Wohnmobil wird am 11. September in Hamburg abgegeben und wird dann etwa zwei Wochen später mit dem RoRo-Schiff am Hafen von Halifax eintreffen.
Unsere Visa für Kanada haben wir bereits beantragt. Per Losverfahren haben wir beide ein Working-Holiday-Visum ergattert. Dieses ermöglicht es uns, bis zu einem Jahr in Kanada zu reisen und zu arbeiten.

Oben: Maske immer dabei
Unten: Stolze Besitzer
Das Visum an sich ist nicht schwer zu beantragen gewesen, jedoch haben es unsere vorherigen Aufenthalte in Australien und Neuseeland etwas komplizierter gemacht. Australische und neuseeländische Führungszeugnisse und Führerscheinchecks haben zusätzlich zu den deutschen beantragt werden müssen.
Außerdem haben wir nach Berlin fliegen müssen, um dort unsere Fingerabdrücke für das kanadische Visum abzugeben. Nachdem das alles erledigt war, konnten wir erstmal durchatmen.
Zusätzlich kümmern wir uns noch um eine Auslandskranken- und Haftpflichtversicherung. So weit, so gut.
Was uns allerdings am meisten am Herzen liegt: Freya.
Für sie soll alles 110-prozentig geregelt und organisiert sein. Weit im Voraus erkundige ich mich über den kanadischen Zoll über die Einreisebestimmungen für Hunde.
Glücklicherweise gibt es keine Quarantäne, wenn die notwendigen Impfungen nachzuweisen sind. Trotzdem stehen ein paar Tierarztbesuche zur Impfauffrischung an. Des Weiteren informieren wir uns über »Entspannungsmittel« für den Flug beim Tierarzt und auch in einem CBD-Geschäft holen wir Leckerli mit CBD und Tropfen. Wir wollen ja nichts unversucht lassen. (Die CBD-Tropfen sind auch für mich von Vorteil für meine panische Flugangst!)
Außerdem müssen wir mit Freya innerhalb der zehn Tage vor Abflug zum Amtstierarzt. Hier wird sie kurz durchgecheckt und bestätigt, dass sie flugbereit ist.
Apropos Flug: Wir haben uns extra für den Flug mit Condor von Frankfurt nach Halifax entschieden. Das ist der kürzeste Direktflug von Deutschland nach Kanada mit nur sieben Stunden Flugzeit. Für Freya haben wir die größte Box gewählt. Sie wird in der Cargo Area des Flugzeugs fliegen. Das macht uns Bauchweh.
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