Kitabı oku: «Die erotischen Erzählungen des Grafen Bruno von Bötrhoff»

Yazı tipi:

Marcel-Martin Kuhnt

Die erotischen Erzählungen des Grafen Bruno von Bötrhoff

Dagna Nachfolger, aber nur für Erwachsene

Dieses ebook wurde erstellt bei

Inhaltsverzeichnis

Titel

Inhalt

Personen

Prolog

Roderich

Kuno

Der Roderichtrank

Aufklärung durch Dagna

Tach ich bin Roderich

Jutta trifft ein

Die Pieselbande

Susis Aufnahme/Badetag

Was will Jutta hier?

Was Mägde so treiben

Magdas Klagen

Weiterbildung

Meister Schreiner reingelegt

Neue Mitglieder

Dreifelderwirtschaft

Juttas Abschied

Dagnas Kinder

Ausritt mit Morgenstern

Ein Reitunfall

Ein verwundetes Mädchen

Wundersame Heilung

Die Arbeit ruft

Ein Kuss im Stroh

Minchen verlängert ihr Bleiben

Auf zur Pieselbande

Eine Königin

Freundinnen unter sich

Die Forscherin

Wo ist Susi?

Die Gefangene

Lösegeld

Erben müssen her!

So werden Adlige gemacht

Hochzeit der besonderen Art

Susi bleibt sich treu

Munt Zeugen gesucht

Sieglinde von Wichtingen

Geständnis einer Geschändeten

Beistand für Alexandra naht

Alexandras trifft Sieglinde

Alexandras Leid

Kunos Erhebung

Krieg, Krieg!

Wir brauchen Verbündete

Eine Horde Hochzeitsbitter

Die Falle

Johanna, Fürstin von Berlo

Baldur und Johanna

Auf, auf es geht gegen Johann!

Ein Verräter

Reinigung der besonderen Art

Die Schlacht

Noch jemand ohne Weib?

Schande?

Wie kriegen wir Camillo unter die Haube

Im schönsten Kerker der Welt

Ende

Glossar

Impressum neobooks

Inhalt

Die erotischen Erzählungen des

Grafen Bruno v. Börhoff

Ein Märchen Autor: M.-M.-Kuhnt

Personen

Graf Bruno von Börhoff

Gräfin Dagna von Börhoff

Ihre Kinder: Alexander von Börhoff

Alexandra von Börhoff

Camillo von Börhoff

Camilla von Börhoff

Hermine, Minchen von Börhoff

Kuno das Findelkind, war mal ein Elf

Roderich, der Hauself mit Zauberkraft

Paul und Bertha Pflegeeltern des Kuno

Die Pieselbande: Alfred, Sohn vom Wirt

Magda, später Freundin vom Alfred

Wilhelm,

Bodo,

Peter,

Gerd und Susi, Geschwister

Götz von Wichtingen mit Baldur Sohn

Siglinde Tochter

Die Lodowinger, drei Brüder

Fürstin Johanna

Fürst Johann Stiefbruder der Johanna

Sowie eine Jutta, ein Händler, ein Schreiner mit Frau ein Baron mit Amme, ein Hauptmann, und Andere. Sowie der Schreiber der die Geschichte schrieb.

Prolog

Der Graf lag auf seinem Bett, Doktor Varius maulierte: „Den ganzen Tag hockt der Schreiber bei euch, ihr solltet der Ruhe pflegen!“ „Der Ruhe pflegen!“ röchelte der Graf

„Was ich an einem Tag erlebt habe, habt ihr in euren ganzen Leben nicht erlebt! All das muss doch der Nachwelt erhalten werden! Also Schreiber, spitzt die Ohren und schreibt, manches habe ich selbst erlebt, anderes wurde mir erzählt! Glaubt mir auch Feen und Elfen gibt es! Ach meine Dagna, wo bist du nur? Seit Wochen ist sie unterwegs, zu eine ihrer Schwestern, sagte sie jedenfalls. Zur Isolde, wollte sie, Medizin holen. Unser Freund der Roderich besucht mich jede Nacht und verschafft mir Linderung. Das ist ein Elf!“ „Ja, ja ein Elf, es ist meine Medizin die wirkt!“ sagte der Doktor. „Eure Medizin, dass ich nicht lache, die landet im Nachtgeschirr! Ach ich spüre da so einen Druck, ich möchte mich erleichtern ruft den Bediensteten!“ Schon huschte eine junge Frau, im Gewand der Kammerjungfern herein. Als sie den Begehr erfuhr, errötete sie. Oje, der Kammerherr Thomas, der mit derartigen Aufgaben beauftragt war, nicht da. „Ich hole das Geschirr!“ war zu hören. ‚Ich soll dem Herrn beim Erleichtern behilflich sein, wie mach ich das nur, bin so schamhaft! ’ dachte sie beim Wiedereintritt in das Zimmer. Graf Bruno hat sich auf die Seite gedreht und schien sich auf die nun folgende Prozedur mit der jungen Kammerzofe zu freuen. Man sah es am Blitzen, des sonst müden Auges. Der Graf war sogar behilflich, beim Heben der Decke. Alle anderen Anwesenden drehten sich beiseite und sprachen über belanglose Dinge. Die Jungfer zog recht umständlich, das Nachtgewand des Grafen hoch. Der Graf strahlte sie an: „Nur zu, dass die Erleichterung nicht im Bette landet!“ Widerwillig wollte sie das Nachtgeschirr platzieren, da trat der Thomas ein. Die Freude darüber war der jungen Frau ins Gesicht geschrieben. „Gott sei Dank, hier kommt der Herr Thomas, der für derartige Tätigkeiten bestens geeignet ist, ich bitte untertänigst die Aufgabe weiterreichen zu dürfen.“ sagte die Jungfer und wollte das Nachtgeschirr dem Herrn Thomas übergeben. „Nein“, sprach der Angesprochene „ihr müsst die Sache auch lernen, stellt euch nicht so an, das Geschirr an die rechte Stelle halten!“ Die Kammerjungfer, errötete sowie eine Tomate im reifsten Stadium. Am leichten zittern der Hände erriet man ihre Unsicherheit. Mit einer Bewegung schloss der Graf die Bettdecke. „Nicht doch Jungferchen, wie werdet ihr gerufen?“ Als der Graf ein leises „Jutta.“ hörte tat er einen Lacher das alle Anwesenden erstaunt aufschauten. „Schon gut mein Kind, ihr seid von der Aufgabe entbunden, ihr dürft euch entfernen!“ Sichtlich erleichtert, drückte sie dem Thomas das Nachtgeschirr in die Hand, um dann mit vielen Verbeugungen den Raum geschwind zu verlassen. Nach dem der Thomas die angestrebte Erleichterung ermöglicht hatte erklärte der Graf: „Ich kannte da eine Jutta, die war von einem ganz anderen Schlag! Das war eine Person, ha, ha! Aber diese Jutta hier, wird es auch noch lernen, ha, ha!“ Das letzte „ha“ war dann wohl mehr ein röcheln als Lachen.

„Nun Schreiber, wie weit waren wir?“ „Eure Hoheit, berichteten von einem Elf Namens Roderich.“ „Ich werde die Geschichte wie ein Beobachter erzählen und ihr macht mir eine schöne Geschichte draus! Aus allem was ich erzähle, macht ihr eine Geschichte!“ befahl der Graf und so sind folgende Geschichten entstanden.

Roderich

Roderich ist ein Elf, ein Hauself. Diese Elfen leben nicht im Wald oder auf der Wiese, sondern haben sich den Menschen angeschlossen. Natürlich ohne diese um Erlaubnis zu fragen. Die Menschen merken es ja auch gar nicht. Die guten Taten der Hauselfen bleiben meist im Verborgenen. Es wird als selbstverständlich angesehen, dass das Feuer die Ofentür nicht verlässt! Wie oft aber hat sich ein Hauself fast die Finger, verbrannt um die Glutstücke die herausgefallen waren, wieder in den Ofen zu bekommen! So manches Unglück haben sie verhindert! Das Dach schnell gelöscht nach dem Blitzschlag! Keiner hat`s bemerkt! Und heute grollte der Himmel auch mal wieder. „Wir haben aber hoffentlich Glück, bei uns schlägt der Blitz nicht ein, ist das Gewitter auch noch so doll!“ sagt der kleine Kuno zu seiner, so glaubte er, Mutter!

Kuno

Ach ja Kuno! Er war ein Elfenschüler, der sehr unvorsichtig war und von Menschen gesehen wurde. Diese Elfen verlieren ihre Flügel und vergessen alle Zaubersprüche! Jetzt ist er ein Mensch und das kam so.

Er hatte sich in den Sessel vom Kutscher Martin gesetzt und war eingeschlafen. Martin wollte sich in seinen Sessel setzen, aber da saß ja jemand! Er hatte sich draufgesetzt! Sprang hoch, sah aber niemand. Da Martin ein mutiger Mensch war, fasste er dahin, wo er gesessen hatte. So wie man im Feuerschein jemand sieht, flackernd saß da jemand! Er konnte es spüren! Plötzlich, ein kleiner Junge! Hatte zunächst noch ein Schimmerhemdchen an. Aber das verschwand. „Wo kommst du Nacktfröschlein her?“ Der Junge wimmerte aber nur und sagte nichts. Martin griff sich den Morgenmantel und wickelte das Häufchen Unglück darin ein. Nahm sich das Bündel und lief schnurstracks zu seinem Herrn dem Grafen Bruno von Börhoff.

„Herr Bruno, seht was ich in meinen Sessel gefunden hab!“ „Haha, ihr hattet wohl eine geheime Liebschaft die euch…“ Weiter konnte Bruno nicht fabulieren, da seine Gemahlin eingetreten war. Gräfin Dagna trat sofort auf Martin zu. Sie nahm ihm behutsam das Kindlein ab. Ganz vorsichtig, erst ein wenig, hauchte sie das Bündel an. Dann aber pustete sie den Jungen mit aller Kraft an. „Schade, zu spät.“ Sprach sie mit einer sehr traurigen Stimme. Gebannt hat Martin das Tun verfolgt. Graf und Gräfin steckten die Köpfe zusammen und tuschelten. Dann erhob die Gräfin ihre Stimme und fragte: „Martin, hast doch letztlich von dem Ehepaar, Martha und Paul, berichtet die sich schon seit langem ein Kind wünschen, wo sind die zwei?“ „Kann sie sofort holen, sind beide da, haben Korn an uns geliefert.“ „Schaff sie schnell herbei!“ sagte Graf Bruno.

Paul und Martha traten mit vielen Verbeugungen vor ihre Herrschaft. „Schon gut, ihr seid Bauern?“ fragte Bruno „Ja, Herr!“ sprach Bertha mit freundlicher, selbstbewusster Stimme, „Mein Mann und ich arbeiten für den Herrn Rothold, leider noch als Tagelöhner, da wir das Geld für eigenes Land noch nicht zusammen haben, aber bald haben wir es geschafft!“ „Habt ihr Kinder?“ fragte Dagna.

„Leider nein, wir geben uns alle Mühe, aber so ein Glück, wie das eure, wurde uns nicht zuteil!“ Vier Kinderchen hatten Dagna und Bruno. An Dagnas Leib konnte man erkennen, dass sie schon wieder in gesegneten Umständen war. Gräfin Dagna winkte die zwei näher heran und sprach: „Wir machen euch ein Angebot, dass ihr nicht ausschlagen solltet, also. Wir haben hier ein Waisenkind das dringend Eltern sucht. Wie ihr wisst, gehört uns das Haus an der Brennesselwiese. Bis vor drei Jahren haben wir selbst dort gewohnt. Da sich aber unsere Familie so vergrößert hat, sind wir hierher, in das ehemalige Anwesen meiner Schwiegereltern, gezogen. Wir übereignen euch die Brennesselwiese, das Haus sowie die drei dazugehörigen Äcker. Diesen Jungen, Kuno heißt er, macht ihr dafür zu einem tüchtigen Menschen. Zu seinem einundzwanzigsten Geburtstag, soll er in den Stand erhoben werden, den er sich bis dahin verdient hat. Ich selbst will seine Patin sein. Ihr bekommt von mir ein Handgeld zum Start. Was sagt ihr?“ Zuerst wollte Bertha fragen, wie hoch denn das Handgeld wäre. Besann sich aber und fragte stattdessen: „Wo ist denn das Kind?“ Köchin Irene die sich inzwischen um den Kleinen gekümmert und ausgestattet hat, wurde hereingerufen. „Was für ein hübsches Kind!“ rief Berta in echter Begeisterung. Sie stupste Paul an: „Oh ja, machen wir! Das Kindlein soll es gut bei uns haben, nicht Paul?“ „Ja, sicher doch, gerne!“ stimmte Paul zu. Bruno sprach: „Gut so soll es sein, Martin“, der war auch anwesend, hatte sich aber im Hintergrund gehalten „du wirst auch Pate des Kindes sein. Schau ab und zu mal nach Kuno!“ „Jawohl, mach ich gern!“

So kam es, dass wieder Leben in das Haus an der Brennesselwiese einzog. Am nächsten Tag zogen Bertha, Paul und Kuno ein.

Der Roderichtrank

Einige Jahre waren vergangen und des Abends zog ein Gewitter auf. „Krieche doch unter den Tisch!“ sagte grinsend Paul zu Kuno „Aber nein, geh in den Keller dort bist du sicher!“ Bertha schüttelte tadelnd den Kopf und sagte: „Der Kuno ist ein wenig ängstlich, aber vorsichtige Leute fallen nicht in die Kartoffelgrube so wie du!“ „Bin doch nicht hineingefallen, sondern wollte nur sehen wie tief die Grube ist!“ „Aha! Hattest nur die Lampe vergessen!“ spottete die Bäuerin.

Natürlich hat Roderich, der Hauself, sofort mitbekommen, dass der kleine Kuno nicht schon immer ein Mensch war. Mit dem könnte ich vielleicht Kontakt aufnehmen! Dieser Gedanke spukte Roderich schon lang im Kopf herum. Hätte ich endlich wieder jemand zum Reden!

Ob ich mal Dagna frage? Dagna ist zwar jetzt ein Mensch hat aber noch Zauberkräfte, da sie eine Jotanafee war. Aber die ist bestimmt sehr beschäftigt, mit regieren und so!

Heute hatte Roderich wieder mal einen Zaubertrank hergestellt. Natürlich muss vorher gekostet werden ob er schädlich ist. Der Ziegenbock, die Kuh, die Hühner, alle mussten schon Roderichs Tränke kosten. Erst dann, hat er Kuno, ein Schlückchen untergejubelt. Mal im Tee, mal im Wasser. Bis jetzt hat aber kein Trank irgendwelche Wirkungen, außer einmal. Plötzlich legte eins der Hühner blaue Eier! Zum Glück war es gerade Ostern und keiner hat`s gemerkt. Auch aus diesem Grund, wollte Roderich, den neuen Trank, erst mal an den Hühnern ausprobieren.

Da das Gewitter heftig grummelte, war die Hühnerschar auch im Stall versammelt. „Wer möchte mal wer hat noch nicht?“ mit diesen Worten betrat Roderich den Stall. Tiere und Elfen verstehen sich an und für sich gut! „Na was hast du denn heute für meine Prinzessinnen mitgebracht?“ fragte der Hahn. Einen Namen hat der Hahn nicht. Alle sagten nur, das ist der Hahn. Es gab auch keinen anderen Hahn weit und breit. „Dieses Mal“, schmeichelte Roderich, „werden die Federn glänzender, das Auge klar und die…“ „Das sollte schon beim letzten Mal passieren!“ maulierte Emma, die dicke braune Glucke. „Ja, ja, und feste Zehennägel!“ warf Elke, ein sehr helles Brahmahuhn, ein.

„Und“, sagte Roderich machte eine theatralische Geste, so mit Finger leicht nach vorn, „glänzt dein Federkleid denn nicht hervorragend, dank meiner exzellenten Tinkturen?“ „Oh, ja“, antwortete die Geschmeichelte „Ich frage ja nur…“ „Natürlich muss niemand die Tinktur kosten, man lebt ja auch wenn man nicht beachtet wird, wie ein Perlhuhn ohne Perlen, ein Seidenhuhn ohne Seide,“ „Oder eine Glucke ohne Eier!“ warf der Hahn ein. „Waaas! Meinst du mich, du alter Gockel! Als du noch jung warst …. aber heute! Was ist los mit dir! Roderich hast du nicht so ein Elixier für den Hahn!“ krähte die Glucke los. „Ja, Ja“ rief es von allen Seiten „der soll uns erfreuen, kann sich aber selbst kaum noch auf den Beinen halten!“ „In Ordnung, heute darf unser verehrter Hahn kosten.“ sagte darauf Roderich. Ein allgemeines, zustimmendes Gegacker setzte ein. Ganz schüchtern gab der Hahn zu bedenken: „Wenn ich nun auch dann blaue Eier...“ Weiter kam der Hahn nicht. Ein fürchterliches Spektakel setzte ein. Man hätte denken können, der Fuchs wäre zu einem Kurzbesuch erschienen!

„Du hast noch nie ein Ei gelegt!“ „Du Jammerlappen!“ das war noch Milde gegen über den anderen Schimpfworten die der Hahn zu hören bekam!

„Ruuuhe!“ verschaffte sich Roderich Gehör! „Alle Damen auf die Stangen!“ krähte plötzlich der Hahn. „Ich werde euch zeigen, wer hier Herr im Haus ist! Her mit dem Gesöff!“ Bevor Roderich etwas sagen konnte nippte der Hahn an der Tasse mit dem Elixier! Hühner trinken immer nur Schluckweise. Schnabel ins Getränk, Kopf hoch und dann den Schluck runter laufen lassen. Das genügte auch schon. Plumps, da saß der Hahn auf allen vier Buchstaben! Verdrehte die Augen und fing an zu wachsen! Fast so, wie man einen Luftballon aufbläst! Immer mehr! Aber dann weniger! Viele Farben! Orkanartige Drehungen! Dann – stand da plötzlich ein wunderschöner Italiener Hahn! Schönen Hahnenkamm, mächtige Sporen, breite Brust. „Na, Kinder was sagt Ihr nun?“ sagte der Hahn „habe ich mir so gewünscht, ist das so in Ordnung? Mein Lieben?“ Von allen Hühnerstangen, nur ein „Ohh, jaaaa!“ Roderich schnappte sich die Tasse mit dem Elixier und schnell raus aus dem Hühnerstall!

Roderich saß immer noch mit dem Trank in seiner Klause. Er hatte sich ein Buch herbei geholt um alles aufzuschreiben, wie die wundersame Verwandlung des Hahnes von Statten ging. Dabei stieß er, aus Versehen, den Trank um, so dass sich dieser auf das Buch ergoss. Das Buch begann plötzlich zu leuchten und zu schimmern! Seltsame Zeichen entstanden im Buch. Die Zeichen kannte Roderich, alles Zauberformeln, das ganze Buch voll! Natürlich begann er sofort mit dem Studium dieses Buches! Kein bisschen nass oder so! Also lernen was steht da alles drin!

Er las das Zauberbuch und half in der freien Zeit im Haus wie es Hauselfenart ist. Niemand bemerkte etwas. Niemand?

Aufklärung durch Dagna

Kuno hatte eines Tages ein Loch im Stiefel. Neue kaufen? Nein so reich waren sie nun nicht. Werde morgen einen Flicken drauf nähen, dachte sich Kuno und ging zu Bett. Als er des Morgens aufstand, sapperlot! Der Stiefel war wieder heil! Zunächst zweifelte Kuno an sich selbst. Als tags drauf, sich die kaputte Hose selbst genäht hat, wusste Kuno, hier stimmt was nicht! Am gleichen Tag hatte er beim Truchsess Fechtunterricht. Anwesen war auch eine interessierte Zuschauerin, Dagna die Gräfin selbst.

Am Ende der Stunde fragte Dagna den Truchsess: „Wie ich sehe macht sich euer Schüler recht ordentlich, was sagt ihr zu seinem Können?“ „Ach meine Teuerste, “ fing der Truchsess an zu jammern „dieser Schüler, ich kann ihm nichts mehr beibringen, schon so manche Blessur hat er mir zugefügt, bitte erlöst mich und bestimmt einen anderen Lehrer!“ „Dann bestimmt doch den Hauptmann der Wachen...“schlug Dagna vor „Nein, der weigert sich energisch. Habe das schon probiert, aber der Kuno ist ihm der Art in die Parade gefahren, dass ihm hören und sehen vergangen ist. Nicht eine Minute will er mit Kuno üben, keiner am Hofe mag es mit Kuno aufnehmen.“ „Na gut, dann seid ihr entbunden!“ „Danke, alleruntertänigster Dank, ich werde zum Bader eilen, dass er mir mein Auge kühlt!“ Da der Truchsess jetzt den Kopf wandte, konnte man sehen, dass das linke Auge in allen Farben leuchtete, vor allem Blau! Ein herrliche ‚Blaues Auge’! Dagna sah Kuno von oben bis unten an, schüttelte leicht den Kopf und fragte: „Geht man so mit seinem Lehrer um?“ „Entschuldigt, sehr geehrte Frau Gräfin, aber in der Hitze des Gefechts…“ Dagna unterbrach ihn: „Schon gut, es freut mich, wenn ich, als deine Patin sehe welch großartige Fortschritte du machst.“ Kuno senkte den Blick und mit leicht zittriger Stimme: „Es hört sich vielleicht etwas sonderbar an, aber ich, ich weiß nicht wie ich es sagen soll?“ „Nur heraus damit, dafür sind ja Paten da, dass sie das beantworten, was ihrem Mündel auf der Seele brennt!“ „Bei mir zu Haus, “ stotterte Kuno los „so zu Hause eben, passieren Sachen, ich habe es meiner Mutter…“ „Deiner Mutter?“ unterbrach ihn Dagna „na Mutter, ich weiß nicht, ob sie meine richtige Mutter ist, sie und Paul sind immer gut zu mir. Ich habe Bertha gesagt, dass da eben Sachen passieren, die ich mir nicht erklären kann. Mal sind kaputte Stiefel wieder ganz, der Schweinetrog ist schon sauber, obwohl ich noch keinen Handschlag gemacht habe! Sie glaubt mir kein Wort!“ Dagna muss herzhaft lachen, fast prustet sie los, hat sich aber schnell wieder in der Gewalt. „Brave Leute!“ sagt sie.

„Komm Kuno wir setzen uns auf die Bank dort hinten, ich muss dir allerhand erzählen, aber dazu solltest du besser sitzen.“ Kuno ging, wie es sich geziemt, einen Schritt hinter der Gräfin zur Bank, blieb aber stehen. Ein Bauernsohn mit einer Gräfin auf einer Bank, das hat die Welt noch nicht gesehen, das darf wohl nicht sein, dachte Kuno. „Setz dich!“ kurz und knapp sprach Dagna „Wir sind ein bisschen verwandt!“

Ein Glück das Kuno schon saß, sonst hätte es ihn umgehauen! „Der dir da immer hilft, das ist Roderich, ein Elf. Und du bist als Elf geboren!“ „Ich bin doch ein Junge! Wie...“ Dagna sprach, trotz der Unterbrechung, in einem sehr ruhigen Ton weiter: „Es gibt auch männliche Elfen, aber das tut nichts zur Sache, Elfen die von Menschen erkannt werden, sich so wie du, entdecken lassen, müssen dann als Menschen weiterleben. Der Kutscher Martin hat dich gefunden, als du in seinen Sessel, eingeschlafen, warst. So ein kleiner Elf, wie du damals warst, kann das schon passieren. Ein Geheimnis will ich dir noch verraten, aber zu niemand ein Wort, hörst du!“ „Ja, kein Wort!“ stammelte Kuno dem schon sämtliche Farbe aus dem Gesicht gewichen war. „Ich war auch, oder bin noch, ein bisschen, eine Fee. Ich bin eine Jotanafee. Was das ist, wirst du noch zeitig genug erfahren. Das sollst du noch wissen, der Roderich möchte mit dir Kontakt aufnehmen. Dieses Wissen, was du heute erlangt hast, wirst du, zum Teil wieder, vergessen. Es wird dir aber Gewahr werden, wenn du es brauchst!“ „Schau mich an!“ forderte Dagna Kuno auf. Kuno schaute Dagna in die Augen und die Sinne schwanden ihm. Als er nach kurzer Zeit erwachte, brummte ihm der Kopf, Feen, Elfen, Jotanafee, zunächst konnte er sich keinen Reim draufmachen. War ich eingeschlafen, hier auf der Bank? Erst mal nach Haus!

Tach ich bin Roderich

Zu Hause angekommen sah er, Vater und Mutter im Stall wirtschaften. Also ging er erst mal ins Haus. Sah sich um, Donnerwetter, auf der Ofenbank saß jemand! Aber nicht so richtig, mehr wie ein Geist, so ein bisschen durchsichtig, „Tach, ich bin Roderich!“ fühlte er den Geist reden. RODERICH da fiel ihm die Aussage der Gräfin ein, Roderich der Elf. Ein Elf im Haus und ich kann ihn hören! Kolossal gut! „Ich bin Kuno!“ „Nicht so laut!“ zischte Roderich. „Wenn dich jemand hört, denken die, du bist irre im Kopf, redest mit der Wand oder mit dem Stuhl!“ „Richtig, darf keiner mitkriegen, hast Recht!“ antwortete Kuno kaum merklich. „Ich möchte mich erst mal vorstellen, Roderich dein persönlicher Hauself! Und wenn du Zeit hast können wir zusammenspielen! „Spielen?“ fragte Kuno, „sind wir da nicht ein wenig zu alt?“ „Zum Spielen ist man nie zu alt!“ „Morgen fahren doch Paul und Martha zum Markt, da wird ich dir ein paar schöne Spiele zeigen!“ „Geht leider nicht, hab morgen wieder Reitunterricht, aber danach - werden wir sehen.“

Jutta trifft ein

Als Kuno das achtzehnte Lebensjahr erreicht hatte, nahmen Paul und Bertha ihn bei Seite und Bertha, mit Tränen in den Augen sprach: „Leider bist du nicht unser Kind, du bist ein Findelkind. Nur die Herrschaften, Bruno und Dagna wissen wahrscheinlich von deiner Herkunft. Gräfin Dagna ist deine Patin und wenn du einundzwanzig Jahre alt bist sollst du bei Ihr vorsprechen…“ Weiter kam sie nicht denn Kuno unterbrach sie sehr heftig: „Ihr seid meine Eltern, du meine Mama und du Paul bist mein Papa, dass soll immer und ewig so sein!“ „Ist ja gut“, sprach Bertha „wir sind auch nicht mehr die Jüngsten und haben daher die Herrschaften gebeten uns eine Magd zur Unterstützung zu schicken. Sie wird wohl heute eintreffen.“ Kaum ausgesprochen klopfte es auch schon an der Tür. „Herein!“ rief Paul.

Ein brünettes, dralles, Weib trat ein. Leinenbluse, die nur soweit zugeknöpft war um das notwendigste zu bedecken und ein Rock, besser gesagt Röckchen. Paul konnte nicht anders und pfiff anerkennend zwischen den Zähnen. „Was führt euch denn in unser bescheidenes Heim“, wollte Bertha wissen. „Gräfin Dagna schickt mich, ich soll bei euch dienen, solang ihr es wollt.“ Dabei drückte sie ein Bündel, wohl die restliche Kleidung, vor ihren stattlichen Busen. Kuno musste schlucken. Solch eine Frau hatte er seinen Lebtag nicht gesehen. Mit Mädchen hatte Kuno nicht viel im Sinn. Jammern immer bei jeder Kleinigkeit. Außer einer, die Susi, die gefiel ihm. Er war aber nicht der einzige Susi Verehrer! Das kam so.

Die Pieselbande

Kuno half, um sich ein paar Kreuzer zu verdienen, oft im Gasthaus aus. Mit dem Sohn des Wirtes freundete er sich schnell an. Man half sich gegenseitig, wenn es nötig war. Eines Nachmittags, die Arbeit war getan, sagte Alfred, der Sohn des Wirtes: „Möchtest du Mitglied in unserer Bande werden? Wir sind vier Jungen und halten zusammen wie Pech und Schwefel! Jeder hilft jeden, wenn es sein muss!“ „Oh gern!“ War Kunos Antwort. „Wir haben aber ein Aufnahmeritual, dass du bestehen musst. Trink mal ganz viel Wasser und sei so in einer Stunde am Sühnestein, wir holen dich dort ab.“ Grinste Alfred bevor er wegging. Viel trinken, wieso das? Kuno tat aber, wie geheißen und trabte anschließend zum Sühnestein, an der Landstraße. Dort wurde er von vier Jungen begrüßt. Alfred, der das Wort führte stellte vor: „Knecht Bodo, Knecht Wilhelm, Freier Peter, und ich bin hier Ritter Alfred. Komm mit ab jetzt bist du Anwärter Kuno!“

Alle Mann gingen wohl eine viertel Stunde in den Wald bis sie an ein Hüttlein kamen. „Hol den Pieselstock!“ sagte Alfred zu Wilhelm, der auch Fluchs loslief. Mit einem recht langen, graden Ast kam er zurück. „So nun erklär ich dir, siehst du die beiden Kerben am Ast? Bis dahin musst du von hier aus pieseln dann wirst du Knecht bei uns. Die Knechte bedienen die Ritter. Der Runde Kreis dahinter dann bist du Freier! Freier bedienen niemand und werden auch nicht bedient. Die zwei Kreuze dahinter wirst du Ritter so wie ich.“ „Dahinter sind noch zwei Kreise. Was bedeuten die?“ wollte Kuno wissen. Ein heiteres Gelächter brach aus, „Dann wirst du König, hat aber noch nie einer geschafft!“ rief der Junge, der Peter hieß. „Aufstellen! Hose runter! Und lospieseln!“ befahl Alfred. War das eine Erleichterung, durch das viele trinken war die Blase voll. Am Anfang erreichte der Strahl tatsächlich die zwei Kreuze. Dann ließ der Druck nach und Kuno zog die Hose wieder hoch. Allgemeines Schulterklopfen! Klasse, prima, haben jetzt zwei Ritter. „Dennoch bleibt Alfred erster Ritter. Er hat ein neues Mitglied mitgebracht! Darauf einen Umtrunk!“ brüllte Wilhelm. „Klar doch, mein Vater hat ein Gasthaus, zählt aber nie die Flaschen!“ rief Alfred froh. „Männer jeder eine Flasche! Und Prost!“ Wilhelm verteilte die Flaschen. „Auf ex!“ rief Peter der Freie! Kuno trank so viel er konnte, schaffte aber nur die Hälfte. Als er absetzte sah er, dass die anderen nicht so viel geschafft hatten. „Guter Mann, der Kuno, nehmt euch ein Beispiel!“ sagte Bodo der bis jetzt keinen einzigen Ton gesagt hatte. „Natürlich als Ritter ist es deine Pflicht uns ein neues Mitglied zu besorgen. Wir nehmen aber nicht jeden, pieseln muss er gut können!“ „Und saufen!“ jodelte Peter. „Männer, solange ihr noch was mitkriegt, morgen wie verabredet helfen wir der Witwe Hilde, die hat auch noch Tochter und Sohn. Morgen also alle Mann Stroh einbringen!“ sprach Alfred mit ernster Stimme. Gut machen wir.

Am nächsten Tag kam Kuno wie versprochen bei der Witwe Hilde an. Ihr Sohn der Gerd war wohl in ihrem Alter, so um die Achtzehn, Neunzehn Jahre alt. Auch die Tochter, sie war wohl ein bisschen jünger, trat jetzt mit umgebundener Schürze aus der Tür. Sie sprang gleich in Gerds Arme. „Heute, Bruder, haben wir ja tüchtige Hilfe!“ sprach sie und gab Gerd einen ordentlichen Schmatzer auf die Wange. „Ich will auch ein Küsschen!“ meldete sich der sonst so schweigsame Peter. Und prompt bekam er, was er verlangte. Darauf alle anderen: „Ich auch, ich auch!“ Nachdem alle abgebusselt waren, ging es los auf das Feld. Viele Hände – Arbeit schnell zu Ende! Schon war alles verladen und in die Scheune gebracht. „Sag mal wie heißt deine Schwester? Das ist ja ein verrücktes Huhn!“ fragte Kuno den Gerd. „Wie heißt du denn Susi?“ fragte Gerd seine Schwester. Die sah ihn ganz entgeistert an: „Susi, glaub ich?“ Alle jubelten los, auch Susi hielt sich den Bauch vor Lachen.

„So ist mein Schwesterlein, das Liebste auf der Welt! Ich bin immer für dich da!“ „Weiß ich doch!“ war ihre Antwort. Da entschloss sich Kuno den Gerd zu fragen, ob er nicht Mitglied in ihrer Bande werden will. „Gern doch, aber nur mit meiner Schwester zusammen!“ „Oh, das wird schwierig“, sagte Kuno, „wir haben da so ein Aufnahmeritual das für Jungfern wohl nicht geeignet ist. Aber sei du morgen Abend am Sühnekreuz, wir treffen uns dort!“ Zu Alfred: „Wir bekommen ein neues Mitglied, habe Gerd eingeladen, morgen Abend am Sühnekreuz!“ „Prima, ich sag den anderen Bescheid. Als bis Morgen!“

Susis Aufnahme/Badetag

Am nächsten Abend waren wir alle schon am Hüttlein. „Wilhelm du gehst los und holst Gerd ab und bringst ihn her, wir bereiten alles vor. Der Pieselstock wurde bereitgelegt, auch die Getränke, man war sich sicher, Gerd schafft das! Nach einer Weile tauchte Wilhelm auf. In seinem Gefolge, Gerd und Susi. Oh je, „Das wird wohl nix!“ sagte Alfred zu Gerd, „Wir haben ein Aufnahmeritual, das muss bestanden werden. Ich glaube Weiber können das nicht:“ „Was heißt, Mädchen können das nicht, meine Schwester kann alles was ich auch kann! Sie besteht die Prüfung genau wie ich, oder wir beide gehen!“ „Lass sie doch, wenn sie unbedingt wollen!“ grinste Wilhelm. Alfred sagte: „Nun gut, wenn du meinst, das hier ist der Pieselstock, siehst du die Kerben?“ Ausführlich erklärte Alfred die Regeln. Gerd wurde sehr blass im Gesicht. Er drehte sich nach seiner Schwester um. „Hast du das gehört Susi?“

Und dann kam das, womit wohl keiner der Jungen gerechnet hat. „Klaro, ich mach mit und werde König, äh Königin!“ „Gut, wenn du meinst“, sagte Gerd, „ich fang an!“ das Kommando hatte heute Kuno. „Also Hose runter und lospieseln!“ Gerd schaffte auf Anhieb Edler! Klasse Schulterklopfen. Jetzt war Susi dran. „Muss man unbedingt stehen?“ fragte sie Kuno.

Kuno: „Weiß nicht, frag Alfred.“ „Hose muss runter, oder Rock hoch, stehen oder sitzen mir egal!“ Da zog sich Susi vor versammelter Mannschaft den Rock aus. Alle stierten natürlich auf die Stelle wo sie raus pieseln muss. Aber außer einem wilden schwarzen Haarbüschel sah man nichts. Nun setzte sich Susi, schaute Kuno an und sagte: „Gib Kommando!“ Kuno ganz verdattert: „Lospieseln!“ Susi rief plötzlich ganz laut und zeigte an den Waldesrand: „Um Gottes willen, dahinten, ein Bär!“ Alle schauten natürlich sofort in die Richtung, konnten aber nichts erkennen. Als man sich wieder umgedreht hat, stand Susi schon wieder und zog sich an. Das Pieselholz war bis zu den zwei Kreuzen benässt. „Ritter, äh Ritterin!“ sagte Kuno. „Kann man sich hier die Hände irgendwo waschen?“ So eine Frage hatte hier noch niemand gestellt. „Wasser haben wir hier nicht, aber Wein! Kann man sich zur Not über die Hände gießen!“ sagte Alfred. „Also auf einen Streich zwei neue Mitglieder! Prima! Dem Kuno gebührt die Ehre!“ rief Bodo. Da sprach Gerd: „Also so lang ihr Susi, wie eure Schwester behandelt, ist alles gut…“ weiter kam er nicht, denn Susi sprach: „Alles gut, Bruderherz, ich kann selbst auf mich aufpassen. Und wenn ich zur Bildung den hier anwesenden Herrn zu tun kann, ist das doch gut. Noch was, an alle, anschauen was ich zeige, ist in Ordnung. Anfassen total verboten! Klar für alle?“ „Ja, aber sicher, jetzt hast du sechs Brüder!“ sagte Peter und rief: „Waschen geht doch, vorn am Hegersee!“ „Baden auch?“ fragte Susi, „nach dem Pieseln?“ „Müsste auch gehen“, rief Alfred. „Aber wir begleiten dich!“ Also alle Mann los zum See. Sachen flogen nur so vom Leib und rein ins Wasser!

Außer Susi, wie eine ordentliche, junge Frau so ist, legte sie ihre Kleidung, natürlich hübsch gefaltet, zusammen. „Was glotzt ihr so!“ rief Susi fröhlich. Mit den Armen und Händen versuchte sie zunächst die schamhaftesten Stellen zu verdecken.

„Gleich fallen euch die Augen raus!“ Sie gab alle Verdeckung auf und lief, in der Art wie Mädchen laufen, ins Wasser. Direkt auf den verdutzten Peter zu und schubste ihn um. Der hat wohl eine große Ladung Wasser geschluckt. Aber auch Susi konnte sich auf dem Schlickboden nicht halten und fiel, dem nahe stehenden Kuno, so rücklings, in die Arme. Der wollte sie festhalten und griff dahin wo man bei einer Frau nicht hin fasst. Susi stieß einen spitzen Schrei aus. „Sofort loslassen!“ schrie sie! Kuno brauchte gar nichts machen, denn Susis nasser, glatter Körper rutsche an ihm hinab. Prustend taucht sie wieder auf. Strahlte Kuno an „Soll ich dir gleich eine runterhauen, du Wüstling!“ „Ich wollte doch nur helfen!“ verteidigte sich Kuno. „Schöne Hilfe, an den Busen fassen…!“ „Ich will auch helfen!“ rief Peter der sich noch das Wasser aus den Augen rieb. „Ich auch!“ tönte Wilhelm. „Schöne Helfer, ich werde euch!“ lachte Susi und spritzte eine große Fontäne Wasser auf ihren Bruder Gerd, der bis dahin fast noch trocken geblieben war. Der aber nicht faul spritzte sofort zurück. Traf aber Bodo der bis jetzt grinsend abgewartet hat. So entbrannte eine Wasserschlacht jeder gegen jeden, aber alle gegen Susi. Als es ihr zu viel wurde, sprang sie an Land und legte sich in die Sonne so wie Gott sie geschaffen hat. Lang war sie nicht allein, die Jungens platzierten sich rings um. Keiner konnte wohl die Augen von Susis Körper lassen. Susi spürte natürlich die Blicke die auf ihr ruhten. Was soll ich euch sagen, sie genoss es so richtig. Als man nun genug getrocknet war, erhob sie sich und zog sich an.

Aber keiner der Jungen wollte es ihr gleichtun. „Wollt ihr nicht mitkommen?“ Erst jetzt fiel ihr auf, alle lagen auf dem Bauch!

„Na gut, dann kommt nach! Ich geh dann schon mal!“ sprach`s und entfernte sich grinsend.

Was will Jutta hier?

„Wirklich die Gräfin schickt euch? Wir sind Bauern, das Wirtshaus für feine Damen, wie ihr eine seid, ist ein Ort weiter in Grünwiesen, am Fuße des Kaiserberges.“ sagte Bertha ganz entgeistert. „Ich bin Jutta, es ist doch heute so heiß, dass ich nur leichte Kleidung anhabe, sonst lauf ich nicht so umher. Meine Arbeitskleidung, hier, habe ich mit. Den Rest meiner Sachen bringt Martin, der Kutscher der Herrschaften. Wo soll ich hin?“ fragte Jutta „Mein Mann, der Paul, hat die Dachkammer für dich zurechtgemacht. Kuno, geh und zeig ihr die Kammer.“ Jutta drückte Kuno ihr Bündel in die Hand, „Na los junger Mann, wo ist die Kammer?“ Kuno sprang auf und zeigte auf die Flur Türe „Hier lang bitte, meine Dame!“ „Ich bin Jutta, du Jüngling, Damen findest du im Schloss!“ Kaum hatten die beiden die Stube verlassen sagte Martha zu Paul: „Das ist die Versuchung auf zwei Beinen! Welches Mannsbild soll da nicht wuschig werden! Was hat sich Gräfin Dagna da gedacht, uns eine solche Person zu schicken.“ „Ach“, sagte Paul, „Brünette können mir nicht gefährlich werden, das weißt du doch…!“ „Und der Kuno, sie wird dem Ärmsten wohl den Kopf verdrehen…“ „Der Kuno interessiert sich wohl noch nicht für Weibsbilder. Als wir vorige Woche in der Schenke zum grünen Baum gerastet haben, trat dort eine schnuckelige Blondine auf und sang ganz liebliche Lieder. Der Kuno aber hatte nur Augen für den Braten, den Herrschaften am Nachbartisch verspeisten.“ „Ich werde die Person aber nicht aus den Augen lassen, und beim geringsten Anlass fliegt diese, dieses...“ sinnierte Martha.

Kuno und Jutta waren an der steilen Treppe angekommen, die in die Bodenkammer führte. „Hier geht es rauf,“ sagte Kuno zu Jutta. „ziemlich steil. Geh du vor, ich fang dich auf, wenn du fallen solltest!“ fuhr Kuno fort. Jutta musste schallend lachen.

„Du Hänfling willst mich auffangen?“ Kuno trat einen Schritt auf Jutta zu, tatsächlich überragte er Jutta um Kopfesslänge. Jutta erklomm die ersten Stufen.

Ein Glück das die Treppe so dunkel war sonst wäre ihm wohl ein Blick unter das Röckchen gelungen! So aber konnte man mehr ahnen als sehen. Oben angekommen überreichte er schnell das Bündel. Jutta bückte sich nach vorn um das Bündel in eine dastehende Truhe zu verwahren. Ihre Brüste schaukelten so, als wollten sie aus der Bluse hüpfen. Kuno dachte, nur nicht hinsehen, nichts wie weg! Die letzten drei Stufen rutschte er aus und krachte fast auf dem Boden. Zum Glück war Roderich unterwegs und fing ihn auf. „Was passiert?“ hörten sie Jutta rufen. „Wer ist denn das?“ fragte Roderich. „Eine Magd, angeblich hat Gräfin Dagna sie geschickt. Ich habe aber auf ihre Hände geschaut, viel gearbeitet hat die noch nicht.“ flüsterte Kuno Roderich zu. Laut aber rief er: „Nein alles gut!“ Jutta oben aber grinste vor sich hin. Den hat sie so richtig verwirrt! Was war Dagnas Auftrag? Was macht der Kuno immerzu im Wald? Hat er eine Freundin? Wenn nein, dann zeig ihm, was man mit einem Weib so machen kann!

Was Mägde so treiben

Am Abend lief Kuno rasch zum Sühnekreuz und dann zum Hüttlein. Dort angekommen begrüßte er Gerd, Susi und Wilhelm. Auch Bodo war im Anmarsch. „Leute, “ sprach Kuno „Wir haben jetzt eine Magd! Was für eine, solche Oberweite!“ dabei deutete er mit den Armen die Größe an, „Die läuft auch unten ohne rum!“ „Ohne, mach ich auch!“ sagte Susi belustigt. „Ja, aber ein bisschen musst du noch auf die Weide, dass alles noch die rechte Größe erreicht!“ spottete ihr Bruder der Gerd. „Anschauen tut ihr das aber gern!“ sagte Susi etwas beleidigt. Bodo der Schweigsame sagte plötzlich: „Anschauen wäre gut, musst sie mal fragen, unsere Magd macht sich für drei Kreuzer nackig!“ „Und wie viel hast du schon ausgegeben?“ wollte Wilhelm wissen.

„Ganz schönen Batzen!“ grinste Bodo, „Na Kuno hast du den Mut, die neue Magd mal zu fragen?“ „Sicher doch, “ prahlte Kuno, „wenn ihr wollt bring ich sie sogar her!“ Da kam der Peter. „Ich habe das mit der Magd gehört, ganz schön gefährlich sag ich euch! Meine Mutter hat meinen Vater mit der Magd erwischt!“ sagte er mit finsterer Miene. „Die Gerda, unsere Magd, war an und für sich, wie so ein Mauerblümchen. Früh aus dem Bett und abends war sie beizeiten in ihrer Kammer verschwunden.“ „Ja, die kenne ich!“ mischte sich Gerd ein. „Nichts Besonderes, immer den Blick nach unten, “ „Aber einen prallen Arsch hat die Gerda!“ pflichtete Bodo bei. „Na gut, ich kann es euch ja erzählen.“ fuhr nun Peter fort, „Bei uns von der Tenne aus, kann man direkt in Gerdas Kammer sehen. Abends wenn sie eine Kerze anhat, war der Blick am besten. Die Bäuerin hat schon mit Gerda geschimpft, weil sie so viel Kerzen brauchte. Zum Lesen, hat sie immer gesagt. Ja gelesen hat sie, habe ich selbst gesehen. Das war zunächst langweilig. Immer saß sie da und las. Dann aber habe ich gemerkt, meist freitags wusch sie sich, so richtig nackig! Und eine Festbeleuchtung, etliche Kerzen hatte sie sich angemacht um sich im Spiegel zu betrachten. Leider war ich, plötzlich oft, durch meinen Vater beschäftigt, hat mir Aufgaben aufgegeben. Und das immer freitags!

Und freitags hat meine Mutter meinen Vater bei ihr erwischt. Schade, die musste die Koffer packen.

Wir Männer haben zusammengelegt und ihr ein ordentliches Handgeld mitgegeben. Vater wusste von meiner Aussichtsstätte.“ „Also pass auf deinen Alten auf!“ kicherte Susi. Kuno nickte. „Ist wirklich ein steiler Zahn, die Neue, ich mach mich mal nach Hause!“

„Heute nichts trinken?“ maulierte Wilhelm. „Heut zieh ich mich aber nicht aus!“ verkündete Susi. „Oh, so schöne Aussichten willst du uns vorenthalten?“ schmeichelte Alfred. „Mach du dich doch nackig!“ war Susis prompte Antwort. Da brach ein Gejohle los!

Man traf sich oft am kleinen Hüttlein am Sühnekreuz.

Aber auch gute Taten wurden geplant.

Magdas Klagen

So wurde dem Müller ein paar Tage geholfen, als der es im Kreuz hatte. Dem Schreiner Wiegalt, der seiner Magd nachstellte, haben sie einen ordentlichen Denkzettel verpasst und das ging so!

Die Magd Magda trafen sie am Sühnekreuz als alle auf dem Heimweg waren. Alle kannten Magda, denn sie war ein hübsches Weib wohl um die zwanzig Jahre alt.

„Der Kerl ist Weibstoll!" Sobald der einen Rock sieht dreht der am Rad, “ klagte Magda die Magd der Familie des Schreiners. „Seine Alte ist so blöd und merkt das nicht. Immer bin ich schuld, greift er mich unter den Rock, ist der ihrer Meinung nach, zu kurz und aufreizend. Fasst er mich an dem Busen, bin ich auch schuld, weil er so wackelt. Ich mag die engen Brusttücher nicht. Was soll ich nur machen, wäre ja schon fortgelaufen, aber die bezahlen anständig und außer den Nachstellungen habe ich nichts zu klagen.“ „Man müsste seiner Frau wohl zeigen, dass der Kerl hinter jeden Rock hinter her ist.“ meinte Susi. „Gute Idee!“ meinte Bodo. „Aber mir glaubt sie nicht, habe ich schon oft probiert, wenn ihr das hinkriegt werde ich mich erkenntlich zeigen!“ bat Magda. „Pieseln!“ rief da Wilhelm. „Halt den Mund du Esel!“ fauchte ihn Alfred an. „Was Pieseln?“ fragte Magda. „Nichts da, das könnte euch so passen, ich dulde keine Konkurrenz!“ grinste Susi!

„Ich habe die Idee!“ sagte Kuno „Ich rede mal mit unserer Jutta, die wäre der perfekte Lockvogel!“ „Wenn es klappt, gibst du Bescheid!“ sagte Bodo alle gingen nach Haus.

Weiterbildung

Am Abend als alle schliefen, schlich sich Kuno in Juttas Kammer. Er hat geahnt, dass die nicht verschlossen ist. Jutta schien auch überhaupt nicht verwundert, dass Kuno ohne die Antwort abzuwarten, nach dem Klopfen eintrat. Sie war noch nicht zu Bett, hatte aber ein, fast, durchsichtiges seidenes Nachthemd an. „Was führt den Herrn zu mir?“ sprach sie, erhob sich und legte ihre Arme auf seine Schulter. Ihr Busen hob und senkte sich im Gleichklang mit ihrem Atem. „Ich hoffe was Wichtiges!“ „Ja,“ stammelte Kuno „ihr müsst mir, meine uns, nein der Magd Magda helfen.“ „Ich helfe doch gern“, sagte Jutta „, wenn du mir hilfst!“ und warf dabei den Kopf in den Nacken. „Wie soll ich dir helfen?“ fragte Kuno der ganz verdattert tat, dabei ahnte er was Jutta vorhatte. „Ich hör mir erst mal an, was du willst.“ sprach Jutta und setzte sich auf ihr Bett.

Kuno schilderte die missliche Lage in der sich Magda befand. Jutta lachte los: „Ja kenne ich, aber was hast du damit zu tun, ist sie deine Freundin?“ „Nein, ich habe keine, äh eben nicht so richtige Freundin.“ „Entweder man hat eine, oder keine, nicht so richtig, was ist denn das?“ fragte Jutta

„Wir haben eine gemeinsame Freundin, die Susi, der Wilhelm, Bodo, Alfred, Peter...“ Weiter kam er nicht denn Jutta unterbrach ihn „Was alle Mann ein Mädchen??“ „Nein doch so doch nicht!“ wand Kuno ein „Also nacheinander?“ „Nein nicht doch, sie ist unsere Freundin keiner rührt sie an!“ „Aha also platonisch so zum Ansehen.“ „Ja“, pflichtete Kuno freudig zu. „Zum Ansehen! Wir sind doch eine Bande, wir helfen eben auch wenn es jemand nötig hat.“ „In eurer Bande nur ein Mädchen, warum das?“ fragte Jutta interessiert. „Liegt wahrscheinlich an unserem Aufnahmeritual.“ sagt Kuno fast ein wenig traurig. „Aufnahmeritual??“ fragte Jutta. Kuno erklärte alles ausführlich auch Susis Trick, mit hinsetzen, begann er zu schildern. Aber weiter kam er nicht denn Jutta schüttelte sich vor Lachen: „Gut, gut, ich helfe euch!“ Dann setzte sie ein schelmisches Lächeln auf, gab Kuno einen Kuss auf die Lippen. Kuno zitterten plötzlich die Kniee und er wollte flüchten, aber Jutta hatte ihn fest umfasst und zog ihn in ihr Bett.

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