Kitabı oku: «American Football», sayfa 2
Die Hashmarks
In einem Abstand von 12 Yards (12 m, die Maße variieren zwischen Profi- und sonstigen Ligen), von den beiden Seitenlinien (Sidelines) gemessen, laufen zudem zwei Linien der Länge nach durch das Spielfeld, die sogenannten Hashmarks. Sie werden nicht durchgezogen, sondern nur durch kurze Striche angedeutet. Im Abstand von einem Yard/Meter gesetzt, helfen sie den Schiedsrichtern, den Ball nach einer Aktion wieder richtig zu platzieren. Wer das Spielfeld genau betrachtet, wird noch zwei weitere kurze Linien entdecken: Jeweils drei Meter vor der → Endzone, parallel zur → Goal Line genau in der Mitte, ist eine meterlange Linie aufgezeichnet. Von hier startet die Mannschaft, die einen → Touchdown erzielt hat, ihren Zusatzversuch.
Die Teamzone
Alle Spieler, die nicht zu den elf Akteuren auf dem Feld gehören, sowie Trainer und Betreuer müssen sich in einer markierten Zone an der Seitenlinie aufhalten, der sogenannten Teamzone. Die zwei Teamzonen befinden sich auf beiden Seiten des Spielfelds zwischen den beiden 32-Yards/Meter-Linien.
Der Spielablauf
Beim American Football geht es darum, einen eiförmigen Lederball in die → Endzone zu tragen. Um dieses Ziel zu erreichen bzw. den Gegner daran zu hindern, wird jede Mannschaft in ein Angriffs- (→ Offense) und ein Abwehrteam (→ Defense) mit jeweils elf Spielern unterteilt. Ausgewechselt werden darf dabei während Spielunterbrechungen beliebig. Die Offense versucht durch Laufen und Passen den Ball in die Endzone des Gegners zu transportieren, während der Defense die eigene Endzone verteidigt (siehe auch Kapitel »Die Akteure«).

Nummerntafeln markieren klar die 10-Yards-/Meter-Linien.
Kickoff
Mit dem → Kickoff an der »eigenen« 35-Yard/Meter-Linie beginnt das Spiel: Der → Kicker der zuvor gelosten Mannschaft schießt den Ball von einer kleinen Plastikhalterung, die auf der Linie befestigt wird, mit dem Fuß in die Spielhälfte des Gegners. Dort wird der Ball von einem Gegenspieler gefangen und dieser versucht, ihn so weit wie möglich in die Gegenrichtung zu tragen. An der Stelle, an der der Ballträger zu Fall gebracht wird, startet seine Mannschaft den ersten von vier Versuchen, die zum Ziel haben, den Ball über 10 Yards bzw. 10 Meter vorwärts zu tragen oder zu werfen.
Der Snap
Bevor der Ball ins Spiel kommt, nachdem der Schiedsrichter das Signal zur Freigabe gegeben hat, stehen sich → Offense der einen und → Defense der anderen Mannschaft an der → Line of Scrimmage gegenüber. Beim → Snap reicht der → Center den Ball durch seine gespreizten Beine hindurch nach hinten zum → Quarterback, der den Spielzug einleitet.

Mit dem Kickoff an der 35-Meter-Linie beginnt das Spiel.

Kurz vor dem Snap: Der Quarterback (Nr. 19) der Uni Alabama gibt letzte Anweisungen.
Downs und Touchdowns
First, Second, Third und Fourth → Down heißen die vier Versuche, die der → Offense zur Verfügung stehen, um zehn Yards/Meter mit dem eiförmigen Ball zu überbrücken. Das kann entweder mit Ballträgern oder durch einen Pass des → Quarterbacks auf einen der Fänger geschehen. Gelingt es der angreifenden Mannschaft, erhält sie vier neue Downs und rückt weiter vor, ansonsten wechselt das Angriffsrecht und die bislang verteidigende Mannschaft greift an. Das Ziel der Angreifer ist, den Ball in die gegnerische → Endzone zu befördern und so einen → Touchdown zu erzielen. Für diese gelungene Aktion werden der Offense sechs Punkte gutgeschrieben.

Dem Running Back der Tampa Bay Buccaneers gelingt es, trotz Störversuche zweier Gegenspieler der New Orleans Saints, einen Touchdown zu erzielen.
Ein → Touchdown kann auf folgende Weise erzielt werden:
›Ein Spieler der → Offense läuft mit dem Ball in die → Endzone.
› Ein Spieler der Offense kann den ihm zugepassten Ball in der Endzone fangen (beide Beine müssen dabei die Endzone berühren).
›Ein Spieler der → Defense schnappt sich einen freien Ball (nach einem → Fumble) oder fängt einen Pass eines Angreifer ab (→ Interception) und läuft damit in die gegnerische Endzone.
PAT und Conversion
Nach erfolgtem → Touchdown kann die angreifende Mannschaft sich noch einen Bonus verdienen. Eine Möglichkeit ist, dass der → Kicker in Aktion tritt und versucht, den Ball über das Torgestänge zu schießen. Dabei wirft der → Center von der 3-Yards/Meter-Linie dem → Holder, der an der 10-Yards/Meter-Linie kniet, den Ball zu, dieser setzt ihn auf den Boden auf und lässt den Kicker schießen. Die ganze Aktion läuft innerhalb weniger Sekunden flüssig ab, denn schließlich versucht die Abwehr den Schuss abzublocken. Gelingt es dem Kicker, den Ball über dem Gestänge zu platzieren, gibt es einen Bonuspunkt (→ Point after Touchdown oder PAT). Als Alternative zum Torschuss kann auch ein neuer Spielzug von der 3-Yard/Meter-Linie aus gestartet werden, um so den Ball noch einmal in die → Endzone zu befördern: Für diese Aktion gibt es zwei Zusatzpunkte und man spricht von einer → Conversion.

Der Lauf des Ballträgers der Green Bay Packers wird hier jäh gestoppt.
Im Idealfall kann man mit einem Touchdown acht Punkte erzielen; gelingen PAT oder Conversion nicht, bleibt es bei sechs Punkten.
Fourth Down
Beim → Fourth Down hat die an - greifende Mannschaft verschiedene Optionen, die in erster Linie von der Entfernung zur gegnerischen oder eigenen → Endzone abhängen: → Punt, vierter Versuch oder → Fieldgoal (siehe unten). Befindet man sich noch in der eigenen Spielhälfte und bestehen kaum Chancen, die erforderlichen 10 Yards/Meter noch zu schaffen, übergibt man dem Gegner den Ball mit einem Punt. Dabei wird der Ball vom Punter mit dem Fuß möglichst weit in die andere Hälfte geschossen, wo ihn der Gegner wie beim → Kickoff fängt und zurückträgt. Wo er zu Boden geht, beginnt der Gegner dann mit seinen eigenen vier Versuchen.
Steht die angreifende Mannschaft vor dem vierten Versuch schon nahe der gegnerischen → Endzone, kann sie versuchen, die noch zehn fehlenden Yards/Meter im vierten Versuch zu überbrücken. Das wird meist dann praktiziert, wenn es sich nur mehr um wenige Zentimeter oder einen Meter handelt. Das Risiko dabei ist, dass bei Nichtgelingen der Gegner an der Stelle, wo man gescheitert ist, den Ball übernimmt.
Fieldgoal
Ein → Fieldgoal zu versuchen, bietet sich immer dann an, wenn es zu riskant wäre, im vierten Versuch den benötigten Raumgewinn »regulär« zu erreichen, andererseits aber die → Endzone schon nahe ist. Dazu schickt die → Offense ihren → Kicker aufs Spielfeld. Wie beim → PAT wird der Ball platziert und der Kicker schießt ihn mit dem Fuß in Richtung Tor. Falls es ihm gelingt, den Ball zwischen die Pfosten und über die Querstange zu kicken, werden seinem Team drei Punkte gutgeschrieben.
Interception und Fumble
Natürlich versucht die jeweils abwehrende Mannschaft, das Vorrücken des Gegners zu verhindern. Gelingt ihr das, geht der Ball an sie über und sie erhält Gelegenheit, Boden gut zu machen und zu punkten. Die Abwehr kann jedoch auch regelgerecht während der Angriffe des Gegners in Ballbesitz kommen oder sogar selbst punkten. In Ballbesitz gelangt man auf zweierlei Art: durch eine → Interception oder eine → Fumble Recovery. Ersteres ist ein von einem Verteidiger abgefangener Pass der angreifenden Mannschaft. Von Fumble spricht man, wenn der balltragende Angreifer den Ball unbeabsichtigt fallen lässt. Dann ist der Ball frei und wer ihn als Erster zu fassen bekommt (Fumble Recovery), dessen Mannschaft ist mit dem Angreifen am Zuge. Kann ein Verteidiger den Ball ohne gegnerische Berührung aufnehmen, darf er sogar sofort selbst versuchen, die gegnerische → Endzone zu erreichen und einen → Touchdown zu erzielen. Ähnlich verhält es sich bei einer Interception.

Interception: Dem Abwehrspieler der Kansas City Chiefs (weißes Trikot) gelingt es, den für den Receiver der Los Angeles Rams bestimmten Ball abzufangen.

Hat es gereicht? Manchmal müssen die Schiedsrichter genau nachmessen, ob der nötige 10-Meter-Raumgewinn auch tatsächlich geschafft wurde.
Der Safety
Die Verteidigung (→ Defense) kann auch auf andere Art, ohne in Ballbesitz zu sein, punkten: mit einem → Safety. Dabei muss es einem Verteidiger entweder gelingen, den Ballträger der angreifenden Mannschaft in deren eigener → Endzone zu → tackeln. Oder ein abgeblockter → Punt bzw. → Kick rollt in die Endzone des angreifenden Teams und über die End- oder Seitenlinie aus dem Spielfeld. Dafür erhält die verteidigende Mannschaft zwei Punkte.
Die 10-Meter-Kette und die Chain Crew
Ein neuer → Down beginnt dort, wo die angreifende Mannschaft zuletzt von der Verteidigung gestoppt wurde. Damit man weiß, wie viele Yards/Meter schon zurückgelegt wurden und um welchen Versuch es sich handelt, gibt es am Spielfeldrand Schiedsrichterassistenten. Sie sind verantwortlich für eine exakt 10 Yards/Meter lange Metallkette, an deren Enden Stangen befestigt sind. Die eine davon wird an der Anspiellinie aufgesetzt, die andere markiert das Ziel, d. h. die 10 Yards/Meter. Allein die Spitze des Balls muss darüber hinausragen, damit es einen neuen → First Down gibt. Ein dritter Assistent der sogenannten → Chain Crew steht zwischen den beiden Stangen der straff gespannten Kette und hält nicht nur eine Tafel mit dem derzeit anstehenden Down (1, 2, 3 oder 4), sondern steht zugleich genau auf der Höhe, wo der nächste Spielzug beginnt. Wichtig ist diese Meterkette als Orientierungshilfe nicht nur für die Schiedsrichter, sondern auch für Spieler, Trainer und Zuschauer.
Ende eines Spielzugs
Ein Spielzug oder → Down endet durch den Abpfiff eines Schiedsrichters und der Ball gilt dann als »tot«.
Der Hauptschiedsrichter pfeift einen Spielzug ab, wenn
›die Angreifer einen → Touchdown, ein → Field Goal oder einen → Safety erzielen konnten, also gepunktet haben;
›der Ballträger durch ein → Tackling gestoppt wurde, d. h. zu Boden geht;
› der Ballträger oder der Ball die Seitenlinie überschreitet;
› der Ball nach einem Pass den Boden berührt, ehe er von einem Spieler gefangen werden konnte;
›der Ball nach einem → Punt oder → Kickoff auf dem Spielfeld zu liegen kommt, ohne dass ihn ein Spieler berühren konnte.

Blocken und Tackeln gehören zum erlaubten Körpereinsatz.
Blocken und Tackeln
Schon beim ersten Spielzug wird eines klar: Beim American Football darf man – wenn auch in genau fixierten Grenzen (siehe Kapitel »Die Akteure«) – richtig zupacken (to tackle). Maßgebend sind dabei zwei Grundregeln:
Die Angreifer dürfen einen Gegner nicht mit den Händen umwerfen, sondern müssen mit ihrem Körper bzw. ausgestreckten Armen »blocken«. Auf diese Weise werden Verteidiger weggedrückt, am Vorwärtskommen gehindert oder dem balltragenden Mitspieler eine Gasse freigeblockt.
Ein Defensespieler darf hingegen härter hinlangen: Er kann den gegnerischen Ballträger mit Händen und Körper »tackeln«, d. h. packen und umwerfen. In keinem Fall erlaubt ist Festhalten.

Trotz regelgerechten Körpereinsatzes kann der Abwehrspieler nicht verhindern, dass der Wide Receiver beim All-Star-Spiel der NFL auf Hawaii den Ball sicher fängt.

Mit einem Hechtsprung versucht der Wide Receiver der Philadelphia Eagles im NFL-Spiel gegen die Arizona Cardinals den Ball doch noch zu fangen.
Die Spielzeit
Ein American Football-Spiel geht über 60 (→ NFL und College) bzw. 48 Minuten (Amateure) reine Spielzeit. Diese wird in viermal 15 bzw. 12 Minuten, in sogenannte → Quarter, unterteilt. Nach den beiden ersten Quarters, also nach 30 bzw. 24 Spielminuten, gibt es eine Halbzeitpause. Dass ein Spiel jedoch meist doppelt so lange dauert, liegt daran, dass die Uhr nach gewissen Unterbrechungen – beispielsweise wenn der Ball ins Seitenaus geht oder der Hauptschiedsrichter eine offizielle Unterbrechung nach einem Regelverstoß anzeigt – angehalten wird.
Die Mannschaft, die am Ende die meisten Punkte erzielt hat, ist Sieger. Bei einem Unentschieden wird in der NFL um maximal 15 Minuten verlängert, doch gilt dann das Prinzip des »Sudden Death«, d. h. wenn eine Mannschaft punktet (außer Field Goal), ist Schluss. Im College Football erhält jede Mannschaft in der Overtime hingegen einen Spielzug ab der 25-Meter-Linie. Sieger ist das Team, das dabei mehr Punkte erzielt.
DIE AUSRÜSTUNG

Wie Eishockey ist American Football ein sogenannter »Kontaktsport«, d. h., Körpereinsatz ist wesentlicher Bestandteil des Spiels. In der Tat prallen die Spieler bei vielen Aktionen mit voller Wucht aufeinander und auch das → Tackeln und → Blocken des Gegners sieht nicht eben sanft aus. Verletzungen wären vorprogrammiert, gäbe es nicht zum Schutz der Spieler eine mehrteilige Ausrüstung. Bevor die Spieler aufs Spielfeld laufen, sind erst einmal rund 10 kg an Schutzausrüstung anzulegen. Und noch etwas unterscheidet American Football von anderen Ballsportarten: das Spielgerät. Es ist kein runder Ball, sondern ein spitzovaler, der an einen Rugby-Ball erinnert.
Inzwischen sind die Tage längst vorbei, als sich Spieler noch selbst ihre Ausrüstungen bastelten. Hightech-Ausrüstung ist Standard und das Regelwerk des American Football schreibt sogar die Details der Schutzausrüstung vor. Unterschieden wird dabei zwischen Pflicht- (Mandatory Equipment) und optionaler Ausrüstung (Optional Equipment), wobei ein Komplettsatz zwischen 500 und 1000 Euro kostet. Hinter dem massig wirkenden Muskelprotz kann sich oft ein eher schmächtiger Junge verbergen, denn gerade die Schulterpolster oder »Pads« – was jegliche Art von Polstern bezeichnet – machen die Form aus, täuschen Breite und Muskeln vor, wo eventuell gar keine sind.

»Pille« oder »Pigskin« – der American Football ist kein »normaler« Ball.
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