Kitabı oku: «Camp & Hike Deutschland»
Marion Landwehr

CAMP & HIKE
Deutschland
100 Wanderungen rund um die besten Camping- und Stellplätze
Exklusiv für Sie als Leser:
MIT GPS-DATEN ZUM DOWNLOAD
unter: gps.bruckmann.de

Inhalt
Vorwort
CHIEMGAU UND BERCHTESGADENER LAND
Campingplatz Litzelau
Camping-Resort Allweglehen
Wanderungen
1.Märchenschloss auf der Insel – Rundwanderung Herrenchiemsee
2.Wahrzeichen des Chiemgaus – Auf den Ostgipfel der Kampenwand
3.Alpenidylle mit vielen Highlights – Premiumweg Klausenbachklamm
4.Traumhafte Schlucht – Durch die Almbachklamm nach Ettenberg
5.Den Watzmann im Blick – Traumpanorama auf der Kneifelspitze
6.Himmlische Wanderung – Zum Purtschellerhaus in 1692 Metern Höhe
7.Majestätische Kulisse – Auf dem Königsweg am Jenner
8.In den Ramsauer Dolomiten – Genusswanderung vom Hirschbichl zum Hintersee
BAYERISCHER WALD
Campingplatz Klingenbrunn
Campingplatz Lam
Wanderungen
9.Verborgener See – Über den Rachel zum Rachelsee
10.Im Herzen des Nationalparks – Urwald auf dem Rundweg »Siebenschläfer«
11.Zauberhafte Flusswanderung – Kurzweilig am Schwarzen Regen entlang
12.Ein gläserner Kreuzweg – Entspannte Wanderung auf den Hennenkobel
13.Zum König des Bayerischen Waldes – Über das Mittagsplatzl auf den Großen Arber
14.Beschauliche Runde – Einmal um den Kleinen Arbersee
15.Eine Naturgewalt – Die Rißlochwasserfälle bei Bodenmais
3. FRÄNKISCHE SCHWEIZ
Campingplatz Steinerner Beutel
Wanderungen
16.Seltenes Naturschauspiel – Zu den Sinterterrassen im Lillachtal
17.Markante Formationen – Von Gößweinstein zum Felsentor
18.Abwechslungs- und lehrreich! – Erdgeschichte erwandern am Plankenfels
19.Im Tal der Aufseß – Brauereien, Schloss und Höhlen
20.Tour voller Geheimnisse – Über den Promenadenweg rund um die Burg Rabenstein
4. THÜRINGER WALD
Campingplatz am Waldbad
Wanderungen
21.Gipfel in der Einsamkeit – Vom Campingplatz auf den Brunnenhügel
22.Zwei-Täler-Wanderung – Mischwälder, Berg- und Blumenwiesen
23.Berg, Blicke und Baude – Spitzenpanorama auf dem Adlersberg
24.Ein Erlebnis jagt das andere – Rundwanderweg Masserberg–Fehrenbacher Schweiz
25.Entspannte Aussichten – Über den Rennsteig zum Triniusstein
26.Naturverständnis leicht gemacht – Auf dem Naturlehrpfad Gießübler Schweiz
5. SÄCHSISCHE SCHWEIZ
Campingplatz am Treidlerweg
Wanderungen
27.Blick bis Dresden – Anspruchsvolle Kurzwanderung auf den Lilienstein
28.Gewagte Perspektiven – Eine Tour auf drei Tafelberge
29.Drunter und drüber – Über Leitern, durch Höhlen und Tunnel
30.Abenteuer aller Art – Über den Rauenstein und zum Großen Bärenstein
31.Im Felsenreich – Kuhstall, Idaloch und Flößersteig
32.Berühmte Bastei – Der Klassiker in der Sächsischen Schweiz
6. MECKLENBURGISCHE SEENPLATTE
Campingplatz Sternberger Seenland
Campingplatz Boek C16
Wanderungen
33.Ursprüngliche Landschaft – Durchs wilde Warnow-Durchbruchstal
34.Am Wasser entlang – Der schönste Abschnitt der Mildenitz
35.Mystisches Nebeltal – Kurzweilige Wanderung am Fluss
36.Zickzack im Urwald – Serrahn-Runde von Teerofen
37.Das Tor zum Nationalpark – Rund um Bock in der südlichen Müritz-Region
7.HARZ
Campingplatz am Waldbad
Camping Braunlage
Wanderungen
38.Wald- und Aussichtstour – Von der Burg Hohnstein zur Talsperre Neustadt
39.Blick ins Harzer Vorland – Über den Poppenturm zur Burg Hohnstein
40.Idyllischer Waldweiher – Zum Stierbergsteich und ein Rendezvous mit der Harzbahn
41.Viel los auf dem Wurmberg – Schöne Tour zu den Bode-Fällen
42.Der Promi im Harz – Auf den Brocken, den höchsten Berg Norddeutschlands
43.Gebündelte Impressionen – Vielseitige Runde um den Oderteich
44.Übers Hochmoor – Einmal um das große Torfhausmoor
8. LÜNEBURGER HEIDE
Camping Brunautal
Wanderungen
45.Ein ruhiges Stück Heide – Der Örtzeweg von Munster zur Dethlinger Heide
46.Kleine Erhebung, großer Blick – Von Oberhaverbeck zum Wilseder Berg
47.Den Heidschnucken auf der Spur – Auf bezaubernden Pfaden durch die Behringer Heide
48.Kurzweiliger Genuss-Spaziergang – Heidegarten als Highlight
49.Kontrastreiche Naturerlebnisse – Über Bohlenwege durchs Pietzmoor
50.Staunen in Neuenkirchen – Auf dem Heide-Erlebnispfad
9. TEUTOBURGER WALD
Campingplatz Am Furlbach
Wanderungen
51.Durchs romantische Furlbachtal – Wanderung vom Feinsten
52.Bedeutende Steine und eine Burg – Von den Externsteinen zur Falkenburg
53.Inmitten der Binnendünen – Eindrucksvoller Augustdorfer Dünenpfad
54.Best of Teutoburger Wald – Prähistorische Zeugnisse und Naturjuwelen
55.Zwerge und ein Eiserner Anton – Rundweg mit Aussicht im östlichen Teutoburger Wald
10. EIFEL/MOSEL/HUNSRÜCK
Wellness-Rheinpark-Camping
Campinginsel Sonnenwerth
Wohnmobilstellplatz am Hunsrückhaus
Wanderungen
56.Auf der Linzer Basaltschleife – Romantisch, abwechslungsreich und informativ
57.Natur- und Krippenkunst – Von den Trasshöhlen ins Brohltal
58.Traumpfädchen in der Eifel – Wohlfühlwanderung bei Mayen-Kürrenberg
59.Abenteuer Rabenlay – Ein Rundweg, der es in sich hat
60.Herrlicher Hatzenporter Laysteig – Über Steilhang und Weinberge
61.Der Klassiker an der Mosel – Zeitreise ins Mittelalter auf der Burg Eltz
62.Europas steilster Weinberg – Nervenkitzel auf dem Calmont-Klettersteig
63.Burg, Fluss, Tal – und Archäologie – Abwechslungsreiche Hahnenbachtaltour
64.Höchster Berg in Rheinland-Pfalz – Nationalpark-Tour »Gipfelrauschen«
11. DIE PFALZ
Campingplatz Wappenschmiede
Campingplatz Büttelwoog
Camping Clausensee
Wanderungen
65.Im Pfälzerwald ganz oben – Auf den Gipfel der Kalmit
66.Pfälzer Markenzeichen – Die Rietburg ist die Ruine einer Hangburg
67.Drei Burgen plus Ausblicke – Auf dem Annweilerer Burgenweg
68.Von Fels zu Fels – Bizarrer Sandstein auf dem Dahner Felsenpfad
69.Kaiserliche Felslandschaft – Premiumwanderweg Napoleon-Steig
70.Burgruinen und tolle Einkehr – Auf und ab auf der Arius-Tour
71.Viel Pfalz auf einen Schlag – Heidelsburg, Wolfsschlucht und Seelenfels
72.Natur pur in der Karlstalschlucht – Wildromantische Klamm der Moosalb
73.Höllisch gut – Auf dem Premiumwanderweg Teufelspfad
12. SCHWÄBISCHE ALB
Campingplatz Pfählhof
Sonnencamping Albstadt
Wanderungen
74.Ein Schloss macht Staat – Wanderweg »hochgehträumt« in Lichtenstein
75.Was für ein Naturschauspiel! – Über den Wasserfallsteig zum Uracher Wasserfall
76.Auf Zeitreise – Ruinen, Höhlen und Wälder auf dem Hohenwittlingensteig
77.Wie ein Märchenschloss – Tour zur prächtig gelegenen Burg Teck
78.Die Burg der Burgen – Zur majestätischen Residenz der Hohenzollern
79.Wilde, verwunschene Natur – Traufgang Hossinger Leiter
80.Steigen und staunen – Panoramaschleife Hausen am Tann
81.Im schwäbischen Grand Canyon – Aussichtsfelsen, Schloss und Kloster
82.Genießertour im Donaubergland – Unterwegs auf der »Donauwelle Kraftstein-Runde«
13. SCHWARZWALD
Natur-Camp Tannenfels
Camping Schluchsee
Wanderungen
83.Zu den Geroldsauer Wasserfällen – Immer am Bach entlang
84.Und Action! – Kletteralarm am Karlsruher Grat
85.Tiefer See und hoher Berg – Natur-Highlights Mummelsee und Hornisgrinde
86.Im wilden Nationalpark – Vom Lotharpad zum Buhlbachsee
87.Hinauf auf Haslachs Hausberg – Waldsee-Runde zum Urenkopfturm
88.Vielseitige Tour mit Wasserfall – Buntes Programm auf der Klösterle
89.Echtes Schwarzwald-Erlebnis – Wildbachtour bei Simonswald
90.Der Schluchsee in ganzer Pracht – Rund um den größten Schwarzwald-See
91.Durch die Wutachschlucht – Unterwegs im größten Canyon Deutschlands
14. BODENSEE UND ALLGÄU
Campinggarten Wahlwies
Wohnmobilstellplatz Hochgratblick
Camping Bannwaldsee
Wanderungen
92.Zur Ruine Altbodman – Panorama-Wanderung am Überlinger See
93.Drei auf einen Streich – Schloss Salem, Affenberg und Pfahlbauten erwandern
94.Insel-Feeling – Rund um die Welterbestätte Reichenau
95.Naturjuwel in der Nagelfluh-Kette – Eindrucksvolle Buchenegger Wasserfälle
96.Allgäu pur! – Zum Gipfelkreuz am Dreiländerblick
97.Zwei Seen und ein Felsentor – Tour zum Alatsee und Weißensee
98.Von einem Klassiker zum anderen – Die Neuschwanstein-Hohenschwangau-Kombination
99.Panorama auf Schritt und Tritt – Über den Kalvarienberg und um den Schwansee
100.Entspannt von See zu See – Vom Hopfen- zum Faulensee mit Burg-Abstecher
Register
Bildnachweis und Impressum
Vorwort
DIE PERFEKTE SYMBIOSE: WOHNMOBIL UND WANDERN
100 Touren mit passenden Campingplätzen im ganzen Land
DASS IN EIN EINZIGES BUCH nicht alle schönen Wanderungen ganz Deutschlands passen, von dem Gedanken musste ich mich erst einmal verabschieden – aber das fiel schwer, denn derart großartig präsentiert sich Deutschland als Wanderland! Hier trifft das Wort von Goethe voll zu: »Wozu in die Ferne schweifen? Sieh, das Gute liegt so nah«. Denn egal, mit welchem Wander-Anspruch man sein persönliches Eldorado sucht – es liegt quasi vor der Haustür.
Sollen es die hohen Berge und alpine Wanderungen sein? Dann sind der Chiemgau und das Berchtesgadener Land ebenso gut geeignet wie das Allgäu. Oder lieber ein Mittelgebirge? Dann ab in den Harz oder in den Schwarzwald! Oder gehören Sie zu den Flachlandindianern? Die Mecklenburgische Seenplatte oder die Lüneburger Heide bieten zahlreiche Tourenmöglichkeiten. So vielseitig wie das Land präsentieren sich die Wanderungen. Ich habe mich bemüht, für die jeweiligen Gebiete eine bunte Mischung für jeden Anspruch zusammenzustellen. So ist von der kurzen, aber durchaus kräftezehrenden Fünf-Kilometer-Tour bis zur gemächlichen 15-Kilometer-Strecke alles vorhanden, was das Wanderer-Herz höherschlagen lässt.
Und was liegt näher, wenn man den Tag in der Natur verbracht hat, ihn auch in der Natur ausklingen zu lassen? Das geht am besten, wenn man mit dem Wohnmobil unterwegs ist. In vielen Fällen habe ich schöne Wanderungen direkt von Stell- oder Campingplätzen aus gefunden – oder umgekehrt: Wo es eine gute Wanderung gab, habe ich den »passenden« Campingplatz dazu gesucht. Prinzipiell ballen sich alle Touren ganz ohne oder mit nur einer kurzen Anfahrt um einen bis drei Übernachtungsstandorte pro Wandergebiet. So verbringt man möglichst wenig Zeit auf der Straße und kann vom Übernachtungsplatz aus mehrere Tage mit Wander-Programm abdecken.
Bewusst habe ich auf »Mainstream«-Wanderungen verzichtet, in wenigen Fällen habe ich eine klassische Tour mit aufgenommen, wenn sie gar zu reizvoll ist und nicht ausgelassen werden sollte. Bei den Campingplätzen finden Sie kaum den Fünf-Sterne-Platz mit Animationsprogramm, sondern eher die naturbelassenen, überschaubar großen Plätze. Das entspricht meiner Meinung nach mehr dem Charakter einer Symbiose von »Camp & Hike«.
Viele schöne Fleckchen Deutschlands wollen nun von Ihnen entdeckt, viel Natur erlebt werden, und so mancher abgeschiedene Campingplatz wartet auf Ihren Besuch – ich wünsche Ihnen fantastische Erlebnisse in einem wunderbaren Wanderland!
Herzlichst, Ihre Marion Landwehr
Auf dem Klettersteig Calmont an der Mosel

Genuss pur: Mit dem Wohnmobil im Berchtesgadener Land
Chiemgau und Berchtesgadener Land

Grüß Gott in Bayern

Reit im Winkl – sanfte Bergidylle im Chiemgau

Campingplatz Litzelau
Schöne Natur, jede Menge Ruhe und ein Bach
Der Chiemgau und das Berchtesgadener Land empfehlen sich in jeder Hinsicht: Liebliche Natur und die schroffen Spitzen der Berge prägen das Landschaftsbild. Der glasklare Chiemsee ist ein Urlaubsidyll, und die Chiemgauer Alpen mit der dominanten Kampenwand sind ein Eldorado für Wanderer und Naturbegeisterte.
Kleiner, naturnaher und von Wald umgebener Platz im Achental nahe der Wanderung zur Klausenbachklamm. Die geräumigen Stellplätze bieten viel Privatsphäre. Wenig Geräusche, abgesehen vom plätschernden Wössner Bach. An der Rezeption gibt es das Nötigste zu kaufen und einen Kühlschrank mit Getränken. Dort kann man Semmeln für den Folgetag bestellen. Zum Campingplatz gehört das Wirtshaus Litzelau mit leckeren Gerichten zu fairen Preisen (große Portionen!). Gepflegte, neue Sanitäranlagen. Stromanschlüsse für jeden Stellplatz. Es gibt auf dem ganzen Platz verteilt Frischwasser, W-LAN ist kostenlos vorhanden.
Info
GEEIGNET ALS
Wochenendtrip oder Mehrtagesurlaub
ADRESSE
Litzelau 4, 88246 Unterwössen, Tel. 08640/87 04, E-Mail: camping-litzlau@t-online.de, camping-litzelau.de
ANFAHRT
Vom Chiemsee über die B305 Richtung Reit im Winkl fahren. Am Ortseingang von Oberwössen ist der Campingplatz links ausgeschildert.
GPS
47.717483, 12.478549
BESONDERHEIT
Der Platz liegt inmitten der Chiemgauer Berge, der Chiemsee ist nur eine halbe Stunde Fahrt entfernt. Wander- und Radtouren vom Platz aus und in der nahen Umgebung


Camping-Resort Allweglehen
Viel geboten inmitten der Bergwelt
In und um den Alpen-Nationalpark Berchtesgaden treffen Wanderer auf hohe Gipfel, tiefe Schluchten und reißende Gebirgsflüsse an der Grenze zu Österreich. Die nachfolgend beschriebenen Wanderungen versuchen, überlaufene Highlights zu umgehen, den Attraktionen auf anderen Wegen aber dennoch nahezukommen.
Der 5-Sterne-Platz hat ein großes Angebot, deshalb wird er auch stark nachgefragt: Vom beheizten Außenpool über den Wellness-Bereich bis zum sehr guten Restaurant und Kiosk ist alles vorhanden. Der Hauptteil des Platzes breitet sich um einen Hügel mit schönem Ausblick aus (steile Auffahrt!), ein Fußweg führt nach Berchtesgaden. Wer es ruhiger mag, dem sei der separat unterhalb des Hauptplatzes gelegene Wohnmobil-Stellplatz empfohlen – dort befindet sich auch die Ver- und Entsorgungsstation, jedoch stehen keine sanitären Anlagen zur Verfügung. Die Touren Almbachklamm und Königsweg liegen nur eine kurze Fahrdistanz entfernt.
Info
GEEIGNET ALS
Wochenendtrip oder Mehrtagesurlaub
ADRESSE
Allweggasse 4, 83471 Berchtesgaden, Tel. 08652/23 96, E-Mail: urlaub@allweglehen.de, allweglehen.de
ANFAHRT:
Von Berchtesgaden über die B305 in nordöstliche Richtung fahren. Etwa 4,5 km nach dem Kreisverkehr in Berchtesgaden zweigt nach rechts die Allweggasse zum Campingplatz ab.
GPS
47.646693, 13.039200
BESONDERHEIT
Durch die terrassenförmige Anlage toller Bergblick, kurze Wege vom Platz aus; Fahrradverleih, damit Ausflug zur Wanderung Almbachklamm gut möglich


1 Märchenschloss auf der Insel
Rundwanderung Herrenchiemsee
Das erste Event dieser kurzen, leichten, aber eindrucksvollen Wanderung ist die Anfahrt mit dem Schiff. An der Anlegestelle folgen wir nicht den Touristenscharen, die auf dem kürzesten Weg zum berühmten Schloss pilgern, sondern steuern zunächst nach rechts auf die Nordspitze der Insel zu. Dort wacht die malerische Seekapelle zum Heiligen Kreuz über den Chiemsee. Der Blick von hier aus ist etwas ganz Besonderes!
Nach diesem schönen Auftakt wenden wir uns gen Süden und biegen gleich nach links ab zur Pfarrkirche St. Maria, der Schlosswirtschaft Herrenchiemsee und dem alten Domstift. Danach geht es zurück auf den Hauptweg, weiter Richtung Süden und schließlich nach links zum prunkvollen Schloss. Hinter den munter plätschernden Springbrunnen erreichen wir über einen Kiesweg die Blumenrabatten und die Brunnen Latona, Fama und Fortuna. Die empfehlenswerte Führung durch das unvollendete Schloss dauert eineinhalb Stunden. An seiner Nordseite führt dann der Weg wieder zurück zur Bootsanlegestelle.

Info
DAUER
1.10 Std.
HÖHENMETER
30 Hm
LÄNGE
4,3 km
SCHWIERIGKEIT
Leicht
TOURENCHARAKTER
Einfach begehbare Wege ohne nennenswerte Anstiege, keine besonderen Anforderungen
AUSGANGS-/ENDPUNKT
Bootsanlegestelle der Insel Herrenchiemsee (Parken auf dem Festland für Wohnmobile zum Beispiel am großen Parkplatz Prien/ Stock Hafen)
ANFAHRT
GPS: 47.860474, 12.402082
WoMo: A8 bis Ausfahrt Bernau, dann nach Prien und am ersten Kreisverkehr rechts dem Schifffahrtsschild bis zum Parkplatz der Anlegestelle folgen.
EINKEHR
Schlosswirtschaft Herrenchiemsee, Schloss-Café Herrenchiemsee
INFORMATION
chiemsee-chiemgau.info, herrenchiemsee.de, tourismus.prien.de

Der malerische Latona-Brunnen vor Schloss Herrenchiemsee

2 Wahrzeichen des Chiemgaus
Auf den Ostgipfel der Kampenwand
Natürlich könnte man auf die Kampenwand laufen – aber da es oben noch anstrengend genug wird, gönnen wir uns eine Fahrt mit der nostalgischen Gondel der Kampenwandbahn. Von der Bergstation ist es nur ein Katzensprung zur Sonnenalm, wir folgen Richtung Steinlingalm und Kampenwand immer der Markierung mit dem roten Punkt. Mit einem kleinen Schlenker, der vom Hauptweg abzweigt, erreichen wir das Andachtskreuz. Hier wartet ein gigantisch schöner Blick auf den Chiemsee und das Chiemgau auf uns. Weiter geht es entlang der Nordseite der Kampenwand bis zu einer Abzweigung. Nach links erreicht man die Steinlingalm, nach rechts den Ostgipfel der Kampenwand, den wir uns nun vornehmen. Dazu rechts abbiegen, es folgt nach wenigen hundert Metern der Aufstieg durch ein breites Geröllfeld, das nach oben hin immer steiler wird – hier sind Trittsicherheit und Schwindelfreiheit gefragt, aber der Aufstieg ohne ausgesetzte Stellen ist gut machbar.
Schließlich kraxelt man durch einen schroffen Felsengarten in die Schlechtinger Scharte und passiert die sogenannten Kaisersäle. Der letzte dieser Felsen ist mit einem Stahlseil gesichert, danach haben wir es fast geschafft – eine stählerne Brücke führt hinüber zum Chiemgaukreuz auf dem Ostgipfel. Es ist das größte Gipfelkreuz der Bayerischen Alpen, errichtet zum Gedenken an die Gefallenen und Vermissten der beiden Weltkriege. Rund ums Kreuz bietet sich ein fantastischer Panoramablick auf das Priental und die Zentralalpen.
Über das Geröllfeld geht es nun wieder hinunter und zur Steinlingalm, dann folgen wir dem Rundweg ein Stück hinab Richtung Aschau. Oberhalb der Schlechtenbergalm biegen wir links auf den »Königlichen Reitweg« ab und begeben uns auf den Wiederaufstieg zur Bergstation. Erneut ist Trittsicherheit gefragt, der Weg ist streckenweise sehr steil. Dann folgen wir der Beschilderung Richtung Bergstation der Kampenwandbahn, die wir nach einem Waldstück und einem weiteren herrlichen Chiemsee-Blick erreichen.
Info
DAUER
2.30 Std.
HÖHENMETER
330 Hm
LÄNGE
5,8 km
SCHWIERIGKEIT
Schwer
TOURENCHARAKTER
Anspruchsvolle Tour, alpine Erfahrung, festes Schuhwerk, Trittsicherheit und Schwindelfreiheit unbedingt erforderlich
AUSGANGS-/ENDPUNKT
Bergstation der Kampenwandbahn (Parken auf dem Parkplatz der Talstation der Kampenwandbahn, An der Bergbahn 8 in Aschau im Chiemgau)
ANFAHRT
GPS: 47.752699, 12.352324
WoMo: Nach Aschau im Chiemgau fahren, in der Ortsmitte über die Kampenwandstraße der Ausschilderung Talstation Kampenwandbahn folgen
EINKEHR
Sonnenalm, Steinlingalm, Schlechtenbergalm, Möslarnalm
INFORMATION
chiemsee-chiemgau.info, kampenwand.de, aschau.de/kampenwand
Die nostalgische Kampenwandbahn könnte uns Auf- oder Abstieg abnehmen.

Das Andachtskreuz bietet einen Vorgeschmack auf das eigentliche Gipfelkreuz auf dem Ostgipfel. Man erreicht es über einen lohnenswerten Umweg vom Hauptweg aus. Meist geht es hier ruhiger zu als am Ostgipfel.

Das ist der Ausblick, der sich an der Bergstation der Kampenwandbahn präsentiert: Unendliche Weite, unten Aschau und der Chiemsee – man fühlt sich wie auf dem Gipfel der Welt! Und es wird noch besser, wenn der Ostgipfel erreicht ist …
Noch einmal tief durchatmen, dann beginnt ein abenteuerlicher Aufstieg durch eine Felsenscharte – für alle Fitnesslevel gut machbar!
Von hier oben präsentiert sich der Chiemgau in all seiner Pracht. Berge, so weit das Auge reicht. Ein Paradies für Wanderer!
Die Kühe hier oben sind es gewohnt, dass täglich einige Menschen ihre Wege kreuzen. Ganz unerschrocken liegen sie mitten auf den Wegen und beäugen die Besucher der Kampenwand fast wohlwollend, so war mein Eindruck …

3 Alpenidylle mit vielen Highlights
Premiumweg Klausenbachklamm
Ein Wildfluss, eine Klamm mit rauschendem Wasserfall, das Bergpanorama und ein Hochmoor – kann eine Wanderung abwechslungsreicher sein? Wohl kaum … Die Klausenbachklamm bei Reit im Winkl bietet alle genannten Attraktionen. Los geht’s am Sportplatz mit der Beschilderung »Rundweg Klausenbachklamm« und zunächst über Wiesen, dann durch den schattigen Wald in stetem Auf und Ab. Bald ist der breite Wildfluss Lofer erreicht, dessen Ufer zu einer Pause verleitet (später folgt jedoch eine noch schönere Stelle mit kleinem Strand). Nach etwa einer halben Stunde Gehzeit wandern wir nach links hinauf zum Hochmoor Mühlau. Man geht links am Moor entlang und dann durch einen Wald auf schattigen Wegen bergauf. Der Anstieg ist moderat und beträgt etwa 180 Höhenmeter. Kurz nacheinander folgen zwei Almen (nicht bewirtschaftet). Zwischen ihnen vollziehen wir eine Wendung um beinahe 180 ° und gehen nun in nördlicher Richtung bergab. Wir überqueren noch einmal die Lofer über den sogenannten Krautloidersteg, darunter befindet sich ein kleiner Badestrand. Über weite Wiesen, garniert mit der schönen Bergkulisse, wandern wir dem Highlight entgegen. Wir kommen an einem kleinen See vorbei und zweigen dann ab zur Klausenbachklamm. Auf dem Klammsteig mit seinen Holzbrücken umfängt einen die Kühle der Schlucht. Die Natur ist sich hier selbst überlassen, es ist ein magischer Ort! Nach diesem Naturspektakel lassen wir die Tour langsam ausklingen und gehen um den Sportplatz herum zurück zum Ausgangspunkt.
Info
DAUER
2.50 Std.
HÖHENMETER
240 Hm
LÄNGE
9,6 km
SCHWIERIGKEIT
Mittel
TOURENCHARAKTER
Mittelschwer mit einem Steig durch die Klamm (unwegsam, mitunter auch rutschig, kann bei starker Nässe umgangen werden), Trittsicherheit vorteilhaft
AUSGANGS-/ENDPUNKT
Parkplatz am Sportplatz Reit im Winkl (Tiroler Straße 37)
ANFAHRT
GPS: 47.675316, 12.466235
WoMo: Über die B305 und Oberwössen Richtung Süden nach Reit im Winkl fahren, im Ort links auf Tiroler Straße, der Parkplatz folgt linker Hand
EINKEHR
Unterwegs keine, zahlreiche Restaurants in Reit im Winkl (sehr empfehlenswert die Stoaner Alm mit fantastischer Aussicht, mit dem Wohnmobil nicht ganz nach oben fahren, da kaum Wendemöglichkeit. Unbedingt reservieren!)
INFORMATION
chiemsee-chiemgau.info, reitimwinkl.de

Imposant stürzen sich die Wassermassen in der Klausenbachklamm über mehrere Stufen hinab.

Das Hochmoor Mühlau bietet einen Kontrast zur Klamm. Alles ist sattgrün und Stille umfängt uns.

4 Traumhafte Schlucht
Durch die Almbachklamm nach Ettenberg
Die Almbachklamm ist meine erklärte Lieblingsschlucht. Fast drei Kilometer lang geht es ab dem Kassenhäuschen (Zugang kostenpflichtig, Hunde an der Leine erlaubt) durch die wildromantische Klamm, vorbei an rauschenden Wasserfällen, Kaskaden und Gumpen, über Brückchen, Leitern, Treppen und einen Tunnel an den Felsen entlang. Immer begleitet vom munter rauschenden Almbach.
Die Klamm ist nicht ganz einfach zu begehen, kurze, ausgesetzte Passagen fordern die Konzentration, aber an allen kritischen Stellen gibt ein Stahlseil im Felsen Halt. Über die gesamte Strecke führt ein gut gesicherter Steig. Insofern lässt sich die Almbachklamm ohne weiteres begehen, auch bei Höhenangst ist sie unproblematisch. Eine Ausschilderung existiert nicht, sie fehlt aber auch nirgends – es geht geradeaus durch die Klamm, und alle Optionen sind auf gelben Wegweisern vermerkt. Am Ende machen wir noch einen kleinen Abstecher zum Sulzer Wasserfall, mit 114 Metern Fallhöhe einer der höchsten Wasserfälle Deutschlands.
Danach wandern wir zurück zur Abzweigung nach Ettenberg. Anhaltend steil und über unendlich viele Stufen geht es knackig bergauf, bis wir an einer Wallfahrtskirche aus dem Wald heraustreten. Zur Belohnung für die Strapaze kehren wir beim Mesnerwirt ein, bevor wir mit herrlichem Bergpanorama vor Augen erst über Wiesen, dann durch den Wald und zuletzt über den jäh hinabführenden Hammerstielsteig den Rundweg beenden. Eine weniger steile, dafür längere Variante führt vom Sulzer Wasserfall weiter bis zur Staumauer Theresienklause und von dort in angenehmen Serpentinen nach Ettenberg. Eine Abstiegsalternative führt über den Gatterlweg.
Info
DAUER
3.15 Std.
HÖHENMETER
362 Hm
LÄNGE
4,75 km
SCHWIERIGKEIT
Schwer
TOURENCHARAKTER
Gute Grundkondition, Schwindelfreiheit und festes Schuhwerk unbedingt erforderlich. Steile Passagen bergauf und bergab sowie ausgesetzte, schmale Stellen in der Klamm. Teilweise rutschig
AUSGANGS-/ENDPUNKT
Parkplatz Kugelmühle
ANFAHRT
GPS: 47.670379, 13.031499
WoMo: Von Berchtesgaden auf der B305 (Berchtesgaden-Salzburg) nach Norden fahren, die Klamm befindet sich nach 7 km links von der Bundesstraße.
EINKEHR
Mesnerwirt, Gasthaus zur Kugelmühle am Start-/Endpunkt
INFORMATION
berchtesgaden.de, almbachklamm.com

Stege und Brücken führen durch die Klamm; am Ende dann der Sulzer Wasserfall.

Nach einem beschwerlichen Aufstieg nach Ettenberg folgt der entspannte Abstieg zurück zum Startpunkt.

5 Den Watzmann im Blick
Traumpanorama auf der Kneifelspitze
Ausgangspunkt dieser abwechslungsreichen Wanderung ist die Wallfahrtskirche Maria Gern, das Ziel die Berggaststätte Paulshütte auf der Kneifelspitze. Nach dem Besuch der Kirche folgen wir den gelben Schildern, die uns den Weg zum Gipfel weisen. Zunächst wandern wir steil bergauf zum Parkplatz beim Lauchlehen, dann folgt ein Abzweig nach rechts zur Marxenhöhe. Die Belohnung des kurzen Umwegs ist ein gigantischer Blick auf Berchtesgaden und das Berchtesgadener Land. Über einen Wiesenweg gelangen wir schließlich in den Wald und nehmen zuletzt, immer den gelben Schildern folgend, den steilen Zickzack-Aufstieg in Angriff. Am Ende dieser Strapazen mündet ein Fahrweg in unseren Weg ein – diesem folgen wir nun nach links und erreichen kurz darauf die Berggaststätte und mit ihr den Gipfel der Kneifelspitze. Ein kleiner Abzweig führt zu einem Aussichtspunkt über die Salzburger Tiefebene.
Zum leckeren Essen (besonders empfehlenswert sind die Germknödel!) gesellt sich ein sagenhafter Panoramablick auf den Berchtesgadener Talkessel und den Watzmann. Zurück wandern wir – nun der Ausschilderung »Maria Gern« folgend – die Serpentinen steil bergab, halten uns aber an der Kreuzung links und genießen so noch einmal andere Blickwinkel auf die Bergwelt. Aus südlicher Richtung nähern wir uns dem Ausgangspunkt.
Info
DAUER
2.30 Std.
HÖHENMETER
50 Hm
LÄNGE
6,9 km
SCHWIERIGKEIT
Mittel
TOURENCHARAKTER
Kurze Wanderung auf gut begehbaren Wegen mit einigen Höhenmetern und steilem Anstieg über Serpentinen
AUSGANGS-/ENDPUNKT
Wallfahrtskirche Maria Gern in Berchtesgaden
ANFAHRT
GPS: 47.653616, 13.002622
WoMo: Von der Ortsmitte Berchtesgaden über die B305 in nördliche Richtung bis zur Abzweigung der Salzburger Straße, dort nach links, dann über die Straße Nonntal auf die Locksteinstraße, dieser knapp 3 km bis zur Kirche folgen, Parken unterhalb der Kirche.
EINKEHR
Paulshütte
INFORMATION
berchtesgaden.de, kneifelspitze-berchtesgaden.de
Die beiden Wanderer marschieren von der Marxenhöhe zurück Richtung Parkplatz Metzenleiten. Die Tour klingt ruhig aus.
Vom Aussichtspunkt Marxenhöhe aus liegt der 2713 Meter hohe Watzmann, vor allem nach einem schneereichen Frühsommer, oft in den Wolken.

6 Himmlische Wanderung
Zum Purtschellerhaus in 1692 Metern Höhe
Ja, diese Wanderung ist kurz, aber jaaaa, sie hat es in sich! Denn über eine steile Treppe, die kein Ende nehmen will und einen anschließenden Steig geht es bergauf, alle Höhenmeter müssen also auf nur eineinhalb Kilometern Strecke bewältigt werden. Das Ziel ist jede Mühe wert: Das urige Purtschellerhaus lockt nicht nur zur Einkehr bei leckerer Kost und fantastischem Blick – mitten durch die Hütte verläuft zudem die Grenze zwischen Deutschland und Österreich!
Zunächst führt der Hinweg noch identisch mit dem Rückweg über einen Forstweg und der Ausschilderung zum Purtschellerhaus folgend (gelbe Wegweiser). Früh schon offenbart sich ein Blick auf die scheinbar im Himmel thronende Hütte hoch oben auf 1692 Metern Höhe. Am Eckersattel gilt es, sich für den deutschen (rechts) oder den österreichischen (links) Weg als Aufstieg zu entscheiden. Es empfiehlt sich, hoch dem deutschen Weg zu folgen, damit wir die Holzstufen knieschonend bergauf bewältigen. Von der Hütte ist die Aussicht auf den Hohen Göll, die Chiemgauer und die Berchtesgadener Alpen sensationell. Der Rückweg auf der österreichischen Seite folgt der Beschilderung »Roßfeldstraße«. Über einen schön angelegten Weg mit herrlicher Aussicht aufs Salzachtal geht es bergab und auf den Forstweg vom Beginn; dann auf diesem zurück zum Parkplatz.
Info
DAUER
1.30 Std.
HÖHENMETER
381 Hm
LÄNGE
3,5 km
SCHWIERIGKEIT
Schwer
TOURENCHARAKTER
Traumhaft schöne, aber kräfteraubende Panorama-Wanderung mit vielen Holztreppenstufen und steilem Auf- und Abstieg; viele Höhenmeter auf kurzer Distanz. Trittsicherheit und gute Grundkondition erforderlich
AUSGANGS-/ENDPUNKT
Parkplätze bei der Alm Ahornkaser an der B999
ANFAHRT
GPS: 47.617631, 13.078328
WoMo: Über Berchtesgaden und die B305 Richtung Oberau und bis Mautstelle Roßfeld-Panoramastraße in Eck fahren
EINKEHR
Purtschellerhaus, Ahornkaser am Start-/Endpunkt
INFORMATION
berchtesgaden.de, purtschellerhaus.de
Ganz dort oben thront das Purtschellerhaus, Ziel unserer Wanderung. Es geht also ordentlich bergauf …
Ein Kuriosum: Mitten durch die urige Hütte mit Traumblick in alle Richtungen verläuft die Landesgrenze zwischen Deutschland und Österreich.

7 Majestätische Kulisse
Auf dem Königsweg am Jenner
Der Königssee ist nicht nur das Highlight im Berchtesgadener Land – und entsprechend gut besucht. Ein Weg, der zwar nicht einsam, aber keineswegs überlaufen ist, ist der wahrhaft königliche Weg am Jenner. Gemütlich führt er vorbei an Almen und Wiesen, stets die traumhafte Bergwelt im Blick. Die gelben Schilder weisen uns den Weg.
Vom Parkplatz aus laufen wir zunächst durch den schattigen Wald und erreichen nahe der Mittelstation der Jennerbahn den künstlichen See für die Beschneiungsanlagen, über den die Gondeln der Jennerbahn hinwegschaukeln. Unbedingt Badesachen mitnehmen, es ist herrlich, sich im klaren Wasser zu erfrischen. Wir erreichen schließlich die ersehnte Stelle mit dem wunderschönen Blick auf den Königssee. Anschließend versüßt uns der neben uns her plätschernde Königsbach den folgenden steilen Anstieg. Der Waldweg führt stracks den Berg hinauf, bis wir erschöpft die bewirtschaftete Königsbachalm erreichen und uns einen deftigen Erbseneintopf schmecken lassen.
Nach der Stärkung geht es weitere 60 Höhenmeter aufwärts, dann ist der Anstieg geschafft und der Weg führt in nördliche Richtung über Kuhweiden (der Sonne ausgesetzt) zurück zur Mittelstation der Jennerbahn. Ganz am Ende lassen wir die Wanderung auf einem ebenen, breiten Forstweg durch den Wald ausklingen. Zum leckeren Essen (besonders empfehlenswert sind die Germknödel!) gesellt sich ein sagenhafter Panoramablick auf den Berchtesgadener Talkessel und den berühmten Watzmann. Zurück wandern wir – nun der Ausschilderung »Maria Gern« folgend – die Serpentinen steil bergab, halten uns aber an der Kreuzung links und genießen so noch einmal andere Blickwinkel auf die Bergwelt. Aus südlicher Richtung nähern wir uns dem Ausgangspunkt Hinterbrand.
Info
DAUER
3 Std.
HÖHENMETER
310 Hm
LÄNGE
9,4 km
SCHWIERIGKEIT
Mittel
TOURENCHARAKTER
Leicht begehbare Wege, steiler Anstieg zur Alm, gute Grundkondition vorteilhaft
AUSGANGS-/ENDPUNKT
Parkplatz Hinterbrand, Schönau am Königssee
ANFAHRT
GPS: 47.595426, 13.023474
WoMo: Von der Ortsmitte Berchtesgaden Richtung Hauptbahnhof, dann etwa 200 m nach einer Tankstelle scharf links und bei der Obersalzbergbahn rechts auf die Salzbergstraße abbiegen. Dieser lange folgen, am Kreisverkehr Richtung Hinterbrand fahren
EINKEHR
Restaurant Halbzeit an der Jennerbahn-Mittelstation, Königsbachalm
INFORMATION
berchtesgaden.de, jennerbahn.de

Ein Stückchen abseits des Weges erhascht man Blicke auf den Königssee.

8 In den Ramsauer Dolomiten
Genusswanderung vom Hirschbichl zum Hintersee
Um dieselbe Strecke nicht hin und zurück zu laufen, empfiehlt es sich, vom Hintersee mit dem Almerlebnisbus (im Sommer Abfahrt mehrmals täglich) zum Hirschbichl zu fahren. Von dort folgt man den gelben Wegweisern zurück zum Hintersee und hat dabei mehrere Möglichkeiten, an Haltestellen wieder in den Bus zu steigen. Über kurze Aufstiege lassen sich mehrere kleine Almen erreichen. Alternativ kann man natürlich auch auf die Busfahrt verzichten und die Wanderung am Hintersee beginnen (der Ausschilderung Hirschbichl folgend). Sie hat dann am Hirschbichl ihren Umkehrpunkt und führt auf demselben Weg zurück.
Vom Hirschbichl an der österreichischen Grenze wandern wir zunächst auf der Passstraße einige hundert Meter bergauf bis zum Sattel und dann über einen Steig durch den Wald hinauf zur Litzlalm. Dort präsentiert sich ein Top-Ausblick auf die Ramsauer Dolomiten, wie die Felsabbrüche eines Teils der Reiter Alm genannt werden. Über einen Forstweg geht es zurück zum Hirschbichl und auf einem bequemen Genussweg durch das Klausbachtal hinab zum Hintersee. Während der Weg durch das sanft abfallende Tal führt, begleitet uns der Klausbach. Von einer Hängebrücke aus bietet sich ein Blick auf die Mühlsturzhörner. Vorbei an der Lahnwald-Diensthütte führt der Weg anschließend wieder zurück zum Nationalpark-Infozentrum Klausbachhaus.
Info
DAUER
2.30 Std.
HÖHENMETER
80 Hm bei Busfahrt, 550 Hm bei Hin- und Rückweg
LÄNGE
11,4 km (einfacher Weg)
SCHWIERIGKEIT
Mittel
TOURENCHARAKTER
Traumhaft schöne Wanderung auf bequem zu begehenden Wegen; steiler Anstieg zur Litzlalm. Beim Wandern von Hin- und Rückweg einige Höhenmeter und eine lange Wegstrecke
AUSGANGS-/ENDPUNKT
Parkplatz des Nationalpark-Infozentrums
ANFAHRT
GPS: 47.755582, 12.796254
WoMo: Von Berchtesgaden über die Straße Im Tal in westliche Richtung abbiegen, sie mündet in die Hinterseer Straße; dieser bis zum Ende folgen.
EINKEHR
Alpengasthof Hirschbichl, Jausenstation Litzlalm, diverse Almen am Wegesrand
INFORMATION
berchtesgaden.de, almerlebnisbus.com/fahrplan
Wieder auf dem Rückweg verläuft die bequem zu gehende Strecke vom Hirschbichl ins Klausbachtal.
Der Kaser befindet sich fotogen gelegen auf dem Weg vom Hirschbichl zur Litzalm auf österreichischer Seite.
Bayerischer Wald

Grenzenlose Wildnis

Hervorragende Wandermöglichkeiten haben dem Bayerischen Wald zum Prädikat »Qualitätsnaturpark« verholfen.

Campingplatz Klingenbrunn
Dem Wald ganz nah
An der Grenze zwischen Bayern und Tschechien befindet sich der Nationalpark Bayerischer Wald, der erste Nationalpark Deutschlands. Zahlreiche Wanderwege führen durch die geschützte Natur des Mittelgebirges. Der schicke Luftkurort Zwiesel ist bekannt für seine Glasindustrie.
Einer von nur zwei Campingplätzen, die an das Gebiet des Nationalparks grenzen (im Nationalpark selbst ist das Campen nicht erlaubt): ein ruhig gelegener und zwanglos geführter Platz, von Wald umgeben. Jeder sucht sich seinen Stellplatz selbst aus. Der Platz in Klingenbrunn hat neue, saubere Sanitäranlagen, Be- und Entwässerung sowie Strom für jeden Stellplatz. Eine kleine Gaststätte mit Biergarten und ein Semmelnservice sind ebenfalls vorhanden. Über das freie W-LAN gibt es relativ guten Empfang. Manko: Die Betreiber sind nur schlecht telefonisch oder per Mail erreichbar. Man sollte Hunde mögen, sie laufen weitgehend frei auf dem Platz herum.
Info
GEEIGNET ALS
Wochenendtrip oder Mehrtagesurlaub
ADRESSE
Bergstraße 44, 94518 Klingenbrunn/Spiegelau, Tel. 08553/727, E-Mail: info@camping-nationalpark.de, camping-nationalpark.de
ANFAHRT
Zwischen Klingenbrunn und Spiegelau am Südwestrand des Nationalparks gelegen
GPS
48.916881, 13.331528
BESONDERHEIT
Sowohl die Startpunkte der beiden Wanderungen innerhalb des Nationalparks als auch die Ausgangsorte in Zwiesel sind mit dem Wohnmobil schnell erreicht.


Campingplatz Lam
Fern von allem Trubel
Er ist der dominante Berg und das Markenzeichen des Bayerischen Waldes: Der Große Arber ist mit einer Höhe von 1456 Metern der höchste Berg in der Region, der höchste Gipfel Bayerns außerhalb der Alpen und nach dem Feldberg im Schwarzwald sogar der zweitgrößte Berg Deutschlands.
Am Rande der verschlafenen Marktgemeinde Lam liegt dieser kleine, übersichtliche und privat geführte Campingplatz. Eine Wiese bietet Stellflächen für zehn Reisemobile, alle Plätze haben Stromanschluss. W-LAN wird angeboten, funktioniert aber nur im Sanitärgebäude. Duschen und WC nicht topmodern, aber sehr sauber. Waschmaschine, Ver- und Entsorgung sowie Frischwasseranschluss vorhanden. Das Ortszentrum am Marktplatz mit Gastronomie ist zu Fuß in zehn Minuten erreichbar. Einen kurzen Spaziergang entfernt gibt es auch ein Freibad und ein Hallenbad.
Info
GEEIGNET ALS
Wochenendtrip
ADRESSE
Ginglmühlerweg 1, 93462 Lam, Tel. 09943/13 86, E-Mail: hubert.falkner@t-online.de, camping-wohnmobilstellplatz-lam.obsg.de
ANFAHRT:
Von Bodenmais über Drachselsried, Arnbruck und Arrach nach Lam fahren. Der Campingplatz liegt am Ortseingang links (ausgeschildert).
GPS
49.193521, 13.052605
BESONDERHEIT
Von diesem Platz aus gelangt man schnell zu den Wanderungen Kleiner Arbersee, Großer Arber und Rißlochwasserfälle.


9 Verborgener See
Über den Rachel zum Rachelsee
Der Startpunkt am Parkplatz Gfäll ist nur mit dem Nationalpark-Bus, dem »Igelbus«, erreichbar (das gilt auch für die alternativen Ausgangspunkte). Von der Schutzhütte an der Haltestelle wandern wir in westliche Richtung, es geht gleich stramm zum Rachel, dem höchsten Berg im Nationalpark, hinauf. Oben belohnt ein schöner Panoramablick vom Gipfelkreuz. Man sieht von hier auch sehr eindrücklich die Sturm- und Käferschäden – doch überall wächst junger Wald nach. Es folgt der Abstieg zum Rachelsee, der rechts unten auch schon hin und wieder durch die Bäume funkelt. Auf halbem Weg dorthin passiert man die Rachelkapelle, die aber kein Gotteshaus ist, sondern ein überdachter Aussichtspavillon – mit Blick auf den Rachelsee unten und den Gipfel des Rachels oben. Über einen verschlungenen Pfad geht es weiter steil den Berg hinunter zum Ufer des Rachelsees. Das Baden ist verboten, auch Hunde sind nicht erlaubt. Es gibt keinen Rundweg um den See, da das Gebiet unter strengem Naturschutz steht. Wir genießen noch einmal den Blick auf den Berg und die Rachelkapelle, dann machen wir uns auf den Rückweg. Vorbei an einer Nationalpark-Toilette wandern wir in einem großen Bogen und streckenweise auch über steinige und wurzelige Pfade durch dichten Wald zurück (etwa eine Stunde ab dem See). Wenn der Weg besser wird, haben wir das Ziel fast erreicht.

Info
DAUER
3.45 Std.
HÖHENMETER
524 Hm
LÄNGE
11 km
SCHWIERIGKEIT
Schwer
TOURENCHARAKTER
Festes Schuhwerk und Trittsicherheit erforderlich, evtl. Wanderstöcke für den steilen An- und Abstieg. Ab der Hälfte unwegsame Passagen
AUSGANGS-/ENDPUNKT
Per Nationalpark-Bus zum Parkplatz Gfäll
ANFAHRT
GPS: 48.960553, 13.374671
WoMo: Mit dem Wohnmobil nach Spiegelau fahren (liegt zwischen Zwiesel im Norden und Grafenau im Süden) und von dort mit dem Igelbus zum Ausgangspunkt.
EINKEHR
Keine
INFORMATION
bayerischer-wald.de, bayerwald-ticket.com

Auf dem höchsten Berg des Nationalparks Bayerischer Wald, dem Rachel, thront ein Gipfelkreuz.

Der Rachelsee ist ein eiszeitlicher Karsee. Man kann an seinen Ufern entspannen, aber nicht im See baden.

10Im Herzen des Nationalparks
Urwald auf dem Rundweg »Siebenschläfer«
Auf der geruhsamen Tour durch das Zentrum des Nationalparks Bayerischer Wald begleitet uns der Siebenschläfer – ein guter Einstieg in das Kerngebiet! Der Weg ist mit einem schwarzen Siebenschläfer auf gelbem Grund sowie dem Holz-Wegweiser »Großer Rundweg« gekennzeichnet. Vom Parkplatz geht es zunächst über einen breiten Forstweg, nach einem weiteren Parkplatz in den dichten Wald und – der Beschilderung »Mittelsteighütte« folgend – mitten hinein in den Urwald. Hier zeigt sich das Konzept des Nationalparks sehr deutlich: Die Natur wird sich selbst überlassen, der Wanderer steigt über umgestürzte Bäume oder weicht ihnen aus, die Strecke führt durch Furten und über Stock und Stein. Die entsprechende Passage ist die einzige steile Stelle der Rundtour. Schließlich trifft der Mittelsteighütte-Weg auf eine breite Forststraße, der wir noch 2,2 Kilometer bis zum Parkplatz folgen. Unterwegs ist nach links ein Abstecher zum Großen und zum Kleinen Falkenstein ausgewiesen.
Info
DAUER
2.15 Std.
HÖHENMETER
170 Hm
LÄNGE
7,3 km
SCHWIERIGKEIT
Mittel
TOURENCHARAKTER
Breite Forstwege, unwegsamer Abschnitt über den Pfad Mittelsteighütte (nach Regen rutschig)
AUSGANGS-/ENDPUNKT
Parkplatz P1 in Zwieslerwaldhaus
ANFAHRT
GPS: 49.087827, 13.246545
WoMo: Von Zwiesel über die B11 in nördliche Richtung fahren, nach dem Nationalparkzentrum Falkenstein rechts abbiegen, der Parkplatz folgt nach 3,5 km.
EINKEHR
Am Start-/Endpunkt die Gaststätte Zwieslerwaldhaus Alm
INFORMATION
bayerischer-wald.de

Immer dem Siebenschläfer-Symbol hinterher!

Viele Wege kreuzen sich hier, kurz bevor der Rundweg »Siebenschläfer« urwaldartig wird.

Im wahrsten Sinne des Wortes querfeldein und über Stock und Stein führt der Weg und offenbart die Wildheit des Nationalparks Bayerischer Wald.
Tipp
GLASSTADT ZWIESEL
Zehn Kilometer vom Startpunkt dieser Wanderung entfernt liegt die Stadt Zwiesel, bekannt für ihre Glasindustrie und Kristallmanufakturen. Das Glasmuseum Theresienthal in der »Glasstadt« zeigt Glasobjekte des 19. Jahrhunderts. museen.de/glasmuseum-theresienthal-zwiesel.html

11Zauberhafte Flusswanderung
Kurzweilig am Schwarzen Regen entlang
Entspannter geht’s kaum – immer mehr oder weniger nah am Schwarzen Regen entlang führt uns diese als »Flusswanderung« (Weg 21) ausgeschilderte Tour durch ein Stück Kanada mitten in Bayern. Der reißende Fluss begleitet die gemütliche Wanderung mit seinem lauten Rauschen. Manchmal kommt man ans Ufer heran und kann die Füße im klaren Wasser kühlen.
Teils urwaldartig mit viel Farn, teils lieblich, dann wieder rau präsentiert sich die Landschaft entlang des Wegs, der immer neue Impressionen beschert. Ein Highlight ist die alte Holzbrücke, die den Fluss malerisch überquert – eine zweite, noch ältere Brücke versteckt sich hinter der ersten. Wir entfernen uns von den Flussufern und wandern der Beschilderung »Außenried« folgend in den Ort. Von dort aus fahren wir mit der im Stundentakt fahrenden Waldbahn zurück zum Ausgangspunkt am Bahnhof Zwiesel (oder laufen alternativ denselben Weg retour).
Info
DAUER
2 Std.
HÖHENMETER
130 Hm
LÄNGE
8,9 km
SCHWIERIGKEIT
Leicht
TOURENCHARAKTER
Festes Schuhwerk vorteilhaft, nach Regenfällen können die schmalen Pfade matschig sein.
AUSGANGS-/ENDPUNKT
Parkplatz am Bahnhof Zwiesel
ANFAHRT
GPS: 49.020847, 13.227190
WoMo: Über die B11 nach Zwiesel fahren, der Bahnhof der Waldbahn befindet sich am Bahnhofsplatz 3.
EINKEHR
Unterwegs keine, Gastronomie in Zwiesel
INFORMATION
bayerischer-wald.de, zwiesel.de, laenderbahn.com/waldbahn

Ein Fliegenfischer probiert im Schwarzen Regen sein Glück.

Hier wäre so eine Stelle, an der man direkt am Ufer die Füße ins Wasser strecken könnte.

Meist besteht die Flusswanderung nur aus einem ganz schmalen Pfad.

12Ein gläserner Kreuzweg
Entspannte Wanderung auf den Hennenkobel
Am Rand des Bayerischen Waldes liegt der Hennenkobel, von dessen Gipfel aus man einen Fernblick über den Ort Regen bis hin zum Großen Arber genießt. Zunächst geht es vom Parkplatz einen breiten Forstweg hinauf, gleich zu Beginn an einer hübschen Kneippanlage vorbei. Lange wandern wir bergauf, bevor es kurz vor der Abzweigung zum Gipfel noch ein Stückchen geradeaus zu einem kleinen See und dem historischen Quarzbruch geht (ausgeschildert, Sackgasse). Informationstafeln geben Auskunft darüber, dass der Bruch am Hennenkobel Mitte des 19. Jahrhunderts ein wichtiger Quarzlieferant für die Glasindustrie des Bayerischen Waldes war. Zurück auf dem Hauptweg, führt der Weg nun rechts hinauf über einen Steig zum Berggipfel. Ein Kreuzweg mit Glaskunst begleitet diesen Streckenabschnitt. Das große Gipfelkreuz auf einem einzeln stehenden Felsen oberhalb einer Schutzhütte ist über eine kleine Kraxeleinlage erreichbar, ein Handlauf erleichtert die Passage. Ein herrlicher Panoramablick entschädigt für die Kraftanstrengung! Anschließend geht es zwar bergab, jedoch recht steil und steinig, unterbrochen von wenigen ebenen Wegstücken. Wir nähern uns wieder der Zivilisation und gelangen an der Rückseite des Schlosses Rabenstein vorbei zum Wanderparkplatz.

Info
DAUER
2 Std.
HÖHENMETER
210 Hm
LÄNGE
7,1 km
SCHWIERIGKEIT
Mittel
TOURENCHARAKTER
Überwiegend gut begehbare Wege, felsiger Aufstieg zum Gipfelkreuz, anschließend steiniger, steiler Abstieg
AUSGANGS-/ENDPUNKT
Wanderparkplatz Rabenstein
ANFAHRT
GPS: 49.049517, 13.201618
WoMo: Über Spiegelau, Frauenau und Zwiesel nach Rabenstein fahren, durch den Ort hindurch, gleich nach dem Hotel Robenstein folgt der große Wanderparkplatz.
EINKEHR
Keine
INFORMATION
bayerischer-wald.de, zwiesel.de

Unwegsam und steil, aber nur kurz ist die Passage vor dem Gipfel.

Eine einsame Lore ist eines der Relikte im historischen Quarzbruch.

Gipfelkreuz am Hennenkobel

13Zum König des Bayerischen Waldes
Über das Mittagsplatzl auf den Großen Arber
Während am Startpunkt der Tour, am Großen Arbersee, noch einiger Trubel herrscht, wird es auf dem Weg über die frühere Almweide Mittagsplatzl zum Großen Arber deutlich ruhiger – nur im Gipfelbereich geht es wieder lebhafter zu, wenn man auf die Gäste trifft, die mit der Seilbahn heraufgegondelt sind. Zunächst leiten die Wegweiser »Hauptwanderweg« (grüne Schilder) zum Gipfel und ab diesem ist der Große Arbersee als Rückweg ausgeschildert.
An der Südostflanke des Großen Arbers wandern wir vom See aus in einem weiten Bogen um die Arberseewand, die oberhalb des Gewässers aufragt. Es geht stetig aufwärts, bis wir nach knapp fünf Kilometern das Mittagsplatzl erreicht haben. Damit sind schon fast 400 Höhenmeter bewältigt, bis zum Gipfel des Berges kommen dann »nur noch« knapp 150 Höhenmeter hinzu. Hoch über dem Großen Arbersee gelegen, bieten sich vom Mittagsplatzl aus tolle Blicke auf den Karsee aus der letzten Eiszeit.
Es folgt nach einem Anstieg über einen felsigsteinigen Pfad der 1456 Meter hohe Gipfel des Großen Arbers. Mit ein bisschen Kraxeln gelangen wir auf einen Felsen mit dem Gipfelkreuz, das den höchsten Berg des Bayerischen Waldes markiert. Nach einem wunderbaren Ausblick bis zu den Alpen wandern wir Richtung Bergstation der Seilbahn (über einen kurzen Abstecher wären die Gastronomien Arberschutzhaus und Eisensteiner Hütte erreichbar) und gelangen zur Arberkapelle, meinem Lieblingsplatz auf dieser Tour. Neben dem Gotteshaus klettert man auf den Felsaufbau und genießt noch einmal einen sensationellen Panoramablick über den Bayerischen Wald (diesmal mit dem Arbergipfel im Bild). Von jetzt an geht es nur noch bergab, das allerdings steil. Wir wandern zwischen Farn hindurch und an einer 260 Jahre alten Buche vorbei. Nun aus nördlicher Richtung kommend erreichen wir schließlich wieder den Großen Arbersee – und können zum Ausklang der kurzen Wanderung noch eine Tretbootfahrt unternehmen …
Info
DAUER
3.30 Std.
HÖHENMETER
550 Hm
LÄNGE
11,4 km
SCHWIERIGKEIT
Schwer
TOURENCHARAKTER
Gute Grundkondition und Trittsicherheit erforderlich, zwei Kraxeleinlagen und steile An- und Abstiege auf zum Teil felsig-steinigen Pfaden. Einige Höhenmeter. Zu beachten: Im Frühjahr und im Herbst kann Schnee liegen, im Sommer steckt der Gipfelbereich oft im Nebel, deshalb warme Kleidung mitnehmen!
AUSGANGS-/ENDPUNKT
Parkplatz des Großen Arbersee
ANFAHRT
GPS: 49.099173, 13.158344
WoMo: Aus Richtung Lam über die Lamer Straße und über Lohberg Richtung Süden, man passiert den Parkplatz des Großen Arbersee automatisch.
EINKEHR
Unterwegs: Arberschutzhaus, Eisensteiner Hütte (jeweils kurzer Abstecher), am Start-/Endpunkt: ArberseehausI
INFORMATION
bayerischer-wald.de, arberland-bayerischer-wald.de

Im Gipfelbereich des Großen Arbers präsentiert sich dieser Blick über den Bayerischen Wald.

Die kleine Arberkapelle unterhalb des Gipfels hat eine jahrhundertealte Tradition. Hinter ihr ein Felsaufbau mit Panoramablick
Und hier ist er endlich: Der Gipfel des Großen Arbers, mit 1456 Metern der höchste Berg des Bayerischen Waldes.

Start- und Endpunkt der Wanderung ist der idyllische Große Arbersee an der Südflanke des Berges.

14Beschauliche Runde
Einmal um den Kleinen Arbersee
Der Kleine Arbersee muss keineswegs im Schatten seines größeren Namensvetters stehen – im Gegenteil: Weitaus beschaulicher präsentiert sich der Bergsee, der aus der letzten Eiszeit stammt, am nördlichen Hang des Arbers in einem Naturschutzgebiet. Dass man nicht bis zum Seeufer fahren kann, wirkt sich ebenfalls positiv aus. Wir starten deshalb einen kleinen Spaziergang vom See entfernt am Wanderparkplatz bei der Mooshütte und folgen den Wegweisern mit dem stilisierten Glasbläser.
Wer nicht bis zum See laufen möchte, dem sei eine Fahrt mit der Kleinen Arberseebahn empfohlen. Sie tuckert am Bahnhof in Lohberghütte los und kutschiert ihre Fahrgäste zum Seehäusl am Westufer des Sees.
Wählen wir den Weg zu Fuß, ist nach knapp eineinhalb Kilometern das Seeufer erreicht – wir gehen gegen den Uhrzeigersinn und passieren die Einkehrmöglichkeit Seehäusl.
Weiter geht es immer am See entlang auf naturbelassenen Wegen und stets mit Blick auf die drei Inseln. So umrunden wir den See einmal in aller Ruhe und gehen schließlich über die gleiche Strecke wie auf dem Hinweg zum Parkplatz zurück.
Info
DAUER
1 Std.
HÖHENMETER
40 Hm
LÄNGE
4 km
SCHWIERIGKEIT
Leicht
TOURENCHARAKTER
Sehr einfacher Spazierweg auf gut begehbaren Wegen
AUSGANGS-/ENDPUNKT
Wanderparkplatz Kleiner Arbersee (beim Berghotel Mooshütte)
ANFAHRT
GPS: 49.137524, 13.130315
WoMo: Aus Richtung Lam über die Lamer Straße und über Lohberg Richtung Süden, nach einer scharfen Linkskurve folgt rechter Hand der Parkplatz.
EINKEHR
Unterwegs: Seehäusl am Kleinen Arbersee, am Start-/Endpunkt: Berghotel Mooshütte
INFORMATION
bayerischer-wald.de, wenzl-bodenmais.de/kleine-arberseebahn

Einkehr Seehäusel (rechts) am Ufer des Kleinen Arbersees

15Eine Naturgewalt
Die Rißlochwasserfälle bei Bodenmais
Nach Regenfällen ist das Spektakel besonders beeindruckend: Dann rauscht der Rißbach, ein von mehreren Zuflüssen gespeister Fluss, so tosend bergab, dass man auf dem Wanderweg das eigene Wort nicht mehr versteht. Und der Weg hat es in sich: Sehr felsig und nicht nur nach Regen rutschig, führt er am Rißbach entlang bergauf, bis schließlich nach eineinhalb Kilometern der Wasserfall erreicht ist. Von einer Brücke aus steht man ergriffen vor dem Becken, in das sich die Wassermassen ergießen. Es ist beeindruckend! Um dorthin zu gelangen, wendet man sich an einer Gabelung hinter dem Wanderparkplatz nach links. Dann geht es gleich steil und sehr felsig bergauf. Dieser Weg ist einfacher hoch zu gehen als herunter. Am Wasserfall überqueren wir die Brücke und folgen der Wegmarkierung »2« weiter steil nach oben. Nach zwei Holzbrückchen ist die höchste Stelle des Rundwegs erreicht. Wir wandern einen etwas breiteren, aber weiterhin felsigen und immer noch nicht bequemen Weg steil bergab, bis wir wieder auf die Gabelung treffen. Alternativ kann man natürlich auch ab der Wasserfallbrücke denselben Weg zurückgehen.
Die Natur entlang des Wegs bleibt sich komplett selbst überlassen, was die urtümliche Ausstrahlung des Wasserfalls unterstreicht. An manchen Stellen kommt man bis ans Wasser heran. Vor allem an heißen Sommertagen ist die Wanderung ein Genuss!
Info
DAUER
2 Std.
HÖHENMETER
210 Hm
LÄNGE
3 km
SCHWIERIGKEIT
Schwer
TOURENCHARAKTER
Felsiger, steiler Aufstieg entlang des Rißbachs. Stark von Wurzeln durchzogene Abschnitte. Nach Regen feucht und zum Teil rutschig. Trittsicherheit und festes Schuhwerk unbedingt erforderlich!
AUSGANGS-/ENDPUNKT
Wanderparkplatz Rißlochfälle
ANFAHRT
GPS: 49.070148, 13.103803
WoMo: Im Zentrum von Bodenmais auf den Rißlochweg in nördliche Richtung abbiegen, die Straße komplett durchfahren, der Wanderparkplatz befindet sich am Ende des Rißlochwegs.
EINKEHR
Unterwegs keine, Gastronomie in Bodenmais
INFORMATION
bayerischer-wald.de, bodenmais.de

Von Wurzelwerk durchzogen ist der steile Aufstieg, der zum Wasserfall führt. Manchmal ist er rutschig, dann ist besondere Vorsicht geboten.

Nach Überqueren der Brücke kommt man beim weiteren Aufstieg ganz nah an den tosenden Wasserfall heran.

Wilde Natur am Rißbach
Fränkische Schweiz

Schroffe Felsen und liebliche Täler

Felszinnen sind charakteristisch für die Fränkische Schweiz.

Campingplatz Steinerner Beutel
Perfekter Ausgangsort an der Wiesent
Die Fränkische Schweiz in Oberfranken zeichnet sich durch Berge und Hügel, aber in erster Linie durch markante Felsformationen, Höhlen sowie Burgen und Ruinen aus. Das Gebiet ist überschaubar weiträumig, die Wege sind nicht weit – und bislang von den größeren Touristenströmen verschont.
Der Campingplatz Steinerner Beutel liegt mitten im Gebiet der Fränkischen Schweiz und verfügt außerdem über einen direkten (kostenpflichtigen) Zugang zum beheizten städtischen Freibad. Die Wohnmobile stehen auf zwei großen Wiesenflächen, eine davon erstreckt sich direkt an der Durchgangsstraße. Viele Dauercamper nutzen den Platz. Die Sanitäranlagen sind renoviert und sauber, Waschmaschine und eine Gaststätte mit Biergarten bereichern das Angebot. Direkter (kostenloser) Zugang zum Freibad, außerdem Fliegenfischen möglich sowie Bootfahren auf der Wiesent. Täglich frische Semmeln, einmal wöchentlich fährt ein Verkaufswagen einer ortsansässigen Metzgerei vor. W-LAN (kostenpflichtig) vorhanden.
Info
GEEIGNET ALS
Wochenendtrip oder Mehrtagesurlaub
ADRESSE
Hauptstraße 54, 91344 Waischenfeld, Tel. 09202/359, E-Mail: mai.roland@t-online.de, campingplatzwaischenfeld.de
ANFAHRT
Waischenfeld befindet sich inmitten des Dreiecks Forchheim, Bayreuth und Coburg, der Campingplatz liegt an der Umgehungsstraße des Orts (Hauptstraße) direkt nach einer Tankstelle (Fahrtrichtung Norden).
GPS
49.851045, 11.341807
BESONDERHEIT
Da alle Wanderungen in überschaubarer Fahrdistanz zum Platz liegen, reicht er als einziger Übernachtungsstandort in der Fränkischen Schweiz aus.


Wanderung auf dem Geo-Pfad von Plankenfels (Tour 18)

16Seltenes Naturschauspiel
Zu den Sinterterrassen im Lillachtal
Wie eine Tropfsteinhöhle im Fluss muss man sich dieses seltene Naturphänomen vorstellen, das im Rahmen einer wunderschönen, abwechslungsreichen Wanderung einen Teil des Weges bestimmt. Es geht ins liebliche Lillachtal hinein, zuvor jedoch durch den Ort Weißenohe bis nach Dorfhaus. Am Ortsende kommen wir an diversen landwirtschaftlichen Direktvermarktungen vorbei – es gibt frische Milch vom Bauernhof zu kaufen, selbstgemachtes Eis oder Marmeladen. Kleingeld nicht vergessen!
Nach den Fischzuchtbecken folgen schon bald die ersten Sinterterrassen, die durch Kalkablagerungen entstanden sind. Es stehen mehrere Informationstafeln am Wegesrand, an denen wir uns über dieses Naturphänomen schlau machen können. Aber noch viel wichtiger ist: die wunderschöne Umgebung genießen und den liebevoll angelegten Weg, der über Holzstege, Treppen und Plattformen neben den Terrassen entlangführt.
Immer der Markierung mit dem gelben Balken beziehungsweise gelben Kringel folgend, erreichen wir einen breiten Weg, von dem wir nach links in den Wald abbiegen. Wir kommen zur einer romantischen Holzbrücke mit Schutzhütte (perfekt für ein Picknick) am Umkehrpunkt der Wanderung. Noch einmal geht es – nun auf der anderen Seite des Lillachtals – über einen Waldpfad, dann über eine gepflasterte Straße zurück zum Ort und oberhalb von diesem zurück zum Parkplatz.
Info
DAUER
2 Std.
HÖHENMETER
160 Hm
LÄNGE
7,3 km
SCHWIERIGKEIT
Leicht
TOURENCHARAKTER
Gut zu begehende Wege, moderate Steigungen, Treppen entlang der Sinterterrassen
AUSGANGS-/ENDPUNKT
Parkplatz West in Weißenohe
ANFAHRT
GPS: 49.628976, 11.250408
WoMo: Über die B2 nach Weißenohe fahren, in der Ortsmitte auf die Hauptstraße abbiegen, Parkplatz liegt direkt an der Kreuzung.
EINKEHR
Am Ortsende von Dorfhaus Selbstversorgungshäuschen, am Start-/Endpunkt Klosterbrauerei in Weißenohe
INFORMATION
frankenlandler.com, fraenkische-schweiz.com

Die Wanderung verläuft zunächst sonnig direkt an der Sintach entlang, die über kleine Kalkstufen in das Tal herunterfließt.

Dann geht es bergauf und der Weg wird schattiger. Oberhalb einer größeren Felsstufe ist er mit Holzgeländern gesichert.

17Markante Formationen
Von Gößweinstein zum Felsentor
Start und Ziel ist das wunderschöne Gößweinstein, für das man sich vor oder nach dem Wandern unbedingt Zeit nehmen sollten. Der Parkplatz liegt mitten im Ort, sodass eine Erkundung problemlos möglich ist. Zunächst geht es aus Gößweinstein hinaus und über die Umgehungsstraße hinweg, dann über Felder, Wiesen und durch den Wald hinunter in den Felsenort Tüchersfeld. Dort befindet sich die Attraktion des Wegs, die Felszinnen (auch Zeckentürme genannt). Eine davon kann man erklimmen, hierfür muss man durch den Ort bis zum Feuerwehrhaus gehen und dann von hinten hochsteigen.
In Tüchersfeld gibt es das Museum Fränkische Schweiz und ein breites gastronomisches Angebot (Cafés, Restaurants und Läden mit Erzeugnissen von den umliegenden Bauernhöfen). Wir verlassen den Ort, queren die Straße und eine Brücke und gelangen zum Campingplatz Jurahöhe mit Gastronomie. Danach geht es rechts steil bergauf in den Wald. Wir verlassen das Flusstal und erreichen eine Hochebene. Weiter an zwei Orten vorbei, teils über eine kaum befahrene Kreisstraße, genießen wir die Blumenpracht auf den Wiesen. In einer großen Schleife über Felder und durch den Wald nähern wir uns wieder Gößweinstein – in der Ferne erblicken wir schon die Basilika mit Franziskanerkloster. Von zwei Aussichtspunkten aus bieten sich besonders schöne Blicke, bevor es in den Ort zurückgeht.

Info
DAUER
4.15 Std.
HÖHENMETER
347 Hm
LÄNGE
13 km
SCHWIERIGKEIT
Mittel
TOURENCHARAKTER
Mittelschwer aufgrund der Länge. Gut begehbare Wege, Klettereinlage an den Felszinnen optional
AUSGANGS-/ENDPUNKT
Großer Parkplatz An der Martinswand
ANFAHRT
GPS: 49.768531 11.331931
WoMo: Über Waischenfeld und vorbei an der Burg Rabenstein nach Gößweinstein fahren (enge Ortsdurchfahrten, steile Straßen, aber alles mit Wohnmobil möglich). Nach Gößweinstein über die Petzoldstraße, die Straße An der Martinswand zweigt rechts ab.
EINKEHR
Gastronomie in Gößweinstein (Start- und Zielpunkt), in Tüchersfeld und der Gaststätte des Campingplatzes Jurahöhe
INFORMATION
fraenkische-schweiz.com, frankentourismus.de/orte/goessweinstein

Nach der Wanderung sollte man unbedingt den schmucken Ort Gößweinstein anschauen.
Höhepunkt der Wanderung sind die Felszinnen.

18Abwechslungs- und lehrreich!
Erdgeschichte erwandern am Plankenfels
Mancher wird von einer Wanderung mit erdgeschichtlichem Fokus etwas mehr Geologie erwarten, aber die Tour ist in Sachen Idylle und Abwechslungsreichtum auf vergleichsweise kurzer Strecke kaum zu überbieten. Es gibt eine Wegmarkierung (blaues Schild mit Aufschrift »geo«). Ich empfehle jedoch, die Runde gegen die Laufrichtung der Ausschilderung zu gehen, da man damit den steilen Aufstieg gleich zu Beginn hinter sich bringt und dieser zudem durch den schattigen Wald führt. Orientieren kann man sich trotzdem an den Ausschilderungen, deren Pfeile dann eben in die andere Richtung zeigen. Zudem ist der Weg mit einem gelben Kringel markiert.
Nach dem steilen, einen Kilometer langen Aufstieg folgt schon bald ein Highlight der Tour: der fantastische Panoramablick vom Plankenstein aus über die Höhen der Fränkischen Schweiz. Anschließend geht es hinab in den gleichnamigen Ort und über 1,2 Kilometer auf einer schmalen, kaum befahrenen Teerstraße bis zum Dörfchen Meuschlitz. Direkt danach biegen wir links ab und wandern auf einem Wiesenpfad hinunter ins beschauliche Lochautal. Kurz steigt der Weg im Wald an, dann verläuft er zwischen blühenden Wiesen, durch die die Lochau mäandert.
Wir überqueren den Bach auf einer Brücke, geradeaus führt uns ein kurzer Abstecher zum alten Steinbruch. Wieder zurück auf dem Hauptweg ist es nur noch ein knapper Kilometer bis zum Ausgangspunkt.
Info
DAUER
2 Std.
HÖHENMETER
160 Hm
LÄNGE
6,1 km
SCHWIERIGKEIT
Mittel
TOURENCHARAKTER
Steiler Anstieg zu Beginn, dann über schmale, zum Teil zugewucherte Wiesenpfade, ansonsten bequeme Wege und eine kurze Strecke über die Teerstraße
AUSGANGS-/ENDPUNKT
Wanderparkplatz Plankenfels
ANFAHRT
GPS: 49.886677, 11341096
WoMo: Von Waischenfeld nach Plankenfels fahren, der Wanderparkplatz liegt unmittelbar am Ortseingang hinter dem Gasthof Schwarzer Ritter.
EINKEHR
Unterwegs keine, direkt am Parkplatz (Ausgangs-/Endpunkt) Gasthof Schwarzer Ritter
INFORMATION
fraenkische-schweiz.com, plankenfels.de

Das Beste kommt hier zu Beginn: Der Ausblick vom Plankenfels ist einfach großartig.

Am Ende der Tour führt der Weg am idyllischen Bach Lochau entlang.

Schon der Auftakt der Wanderung verheißt etwas Besonderes: Munter plätschert die Lochau unter der Brücke hindurch, darüber spannt sich eine malerische Steinbrücke.

19Im Tal der Aufseß
Brauereien, Schloss und Höhlen
Durchs schöne Aufseßtal führt der abwechslungsreiche Weg, der auf dem Parkplatz unterhalb von Schloss Unteraufseß startet. Ein gelber Balken dient als Markierung. Die Schlossanlage gehört zu den ältesten in Oberfranken, in ihrem Innenhof befindet sich die markante evangelische Schlosskirche in schlichtem Barock. Wir wandern im Uhrzeigersinn entlang des Flusses Aufseß. Dass hier Forellenzucht betrieben wird, zeigen einige Fischzuchtbecken. Wir überqueren nach etwa drei Kilometern den Fluss und wenden uns anschließend in nördliche Richtung.
Wer gerne Höhlen erkundet, sollte für diese Wanderung eine gute Taschenlampe mitnehmen. Die Höhle Fuchsloch – eigentlich ein ganzes Höhlensystem – ist mit einer kleinen Kletterei zugänglich. Die Schweizerhaushöhle wurde früher zur Lagerung genutzt. Man kann sehr weit in die riesige Höhle hineingehen, es ist allerdings wirklich stockdunkel darin.
In der kleinen Siedlung Heckenhof erreichen wir den Brauereigasthof Kathi-Bräu – mehr als nur eine Einkehr! Das charmante fränkische Wirtshaus mit einem schönen Biergarten und leckerem Landbier genießt Kultstatus. Hier führt auch der »Brauereienweg« vorbei. Nach der Stärkung wandern wir durch Heckenhof und weiter Richtung Norden am Galgenhügel vorbei bis zur Ortschaft Neuhaus. Mit einem kleinen Abstecher erreicht man über den Friedhof von Neuhaus den Felsengarten mit der Felsnadel »Himmelssteuberer«. Anschließend geht es vom Friedhof wieder am Ufer der Aufseß entlang zurück in den gleichnamigen Ort zum Parkplatz.
Info
DAUER
4 Std.
HÖHENMETER
160 Hm
LÄNGE
12,2 km
SCHWIERIGKEIT
Mittel
TOURENCHARAKTER
Mittelschwere Wanderung mit moderaten Steigungen, aufgrund der Länge gute Grundkondition vorteilhaft
AUSGANGS-/ENDPUNKT
Wanderparkplatz in Aufseß an der Straße nach Heiligenstadt
ANFAHRT
GPS: 49.910329, 11.223889
WoMo: Vom Campingplatz Steinerner Beutel Richtung Plankenfels fahren, am Ortsrand von Plankenfels dann links ab nach Aufseß, der Wanderparkplatz befindet sich Ecke Bamberger Straße und Unterer Schloßberg.
EINKEHR
Unterwegs: Brauereigasthof Kathi-Bräu (und weitere Brauereigasthöfe in Heckenhof), am Start-/Endpunkt: Brauereigasthöfe in Aufseß
INFORMATION
fraenkische-schweiz.com, aufsess.de, kathibraeu.de
Das Highlight auf der Strecke ist die Schweizerhaushöhle.

Vorbei geht es auch an Schloss Oberaufseß. Die Anlage ist von einer Mauer mit Rundtürmen umgeben.

20Tour voller Geheimnisse
Über den Promenadenweg rund um die Burg Rabenstein
Zwar bewältigt die Wanderung auf relativ kurzer Strecke schon ein paar Höhenmeter, die über dem Tal aufragende Burg Rabenstein lohnt diesen Kalorienverbrauch jedoch allemal. Neben der Burg stehen zwei weitere typische Attraktionen der Fränkischen Schweiz auf dem Programm, nämlich Höhlen und Felsen. Der Promenadenweg trägt seinen Namen dabei zu Recht. Herrliche Blicke und bedeutende Sehenswürdigkeiten reihen sich hier aneinander.
Über Felsenstufen und Treppen führt der gut ausgeschilderte Weg (mit »Promenadenweg« beziehungsweise der Königsfigur aus dem Schachspiel markiert). Neben der mittelalterlichen Burg Rabenstein liegt auch die Sophienhöhle auf der Strecke. Sie ist eine typische Tropfsteinhöhle der Fränkischen Schweiz, die im Rahmen von Führungen besichtigt werden kann. Frei zugänglich ist die Ludwigshöhle, die ihren Namen vom bayerischen König Ludwig I. hat – 1830 lud ihn der Graf von Schönborn-Wiesentheid zum Tafeln in die Höhle ein und ließ dafür den Boden ebnen.
Den Höhepunkt der Tour markiert die mittelalterliche Burg Rabenstein mit einer eigenen Falknerei. An ihrem Parkplatz beginnt und endet die Wanderung.
Info
DAUER
2 Std..
HÖHENMETER
170 Hm
LÄNGE
3,9 km
SCHWIERIGKEIT
Mittel
TOURENCHARAKTER
Auf kleinen Pfaden, Trittsicherheit und festes Schuhwerk jedoch unbedingt erforderlich
AUSGANGS-/ENDPUNKT
BWanderparkplatz der Burg Rabenstein
ANFAHRT
GPS: 49.818949, 11.364139
WoMo: Von Waischenfeld Richtung Süden fahren, zum Parkplatz der Burg geht es von der Kreisstraße nach links (ausgeschildert).
EINKEHR
Am Start- und Endpunkt Gutsschenke der Burg Rabenstein
INFORMATION
fraenkische-schweiz.com, burg-rabenstein.de

Majestätisch wie ein Adlerhorst sitzt die Burg Rabenstein auf einer Felsspitze. Ein Blickfang, der weithin sichtbar ist!

Die Sophienhöhle ist eine aktive Tropfsteinhöhle. Man kann im Rahmen von Führungen den unterirdischen Palast besuchen.
Thüringer Wald

Eintauchen ins Grün

Auf dem Weg zum Adlersberg (Tour 23) zeigt die Landschaft ihre Reize.

Campingplatz am Waldbad
Urlaub im Herzen des Thüringer Waldes
Wandern im Thüringer Wald entschleunigt – durchatmen, genießen und die Stille spüren, das macht das Wander-Erlebnis in diesem waldreichen deutschen Mittelgebirge aus. Immer wieder begeht man auch Teilstrecken des Rennsteigs, dem 170 Kilometer langen Höhen-Fernwanderweg auf dem Kamm des Thüringer Waldes.
Einer der schönsten Campingplätze in der Sammlung! Hier laufen auch mal die Hühner auf dem Platz herum … Jeder der geräumigen Stellplätze hat Flair, es fällt schwer, einen auszusuchen. Auf dem terrassiert angelegten Platz sind die zahlreichen Dauercamper vorwiegend auf der untersten Ebene nahe dem Naturbad angesiedelt. Kostenpflichtig sind die Duschen, warmes Wasser zum Spülen, Kochplatten in der Spülküche und Waschmaschine (münzbetrieben), das freie W-LAN funktioniert nur nahe dem Rezeptionsgebäude. Sehr netter Betreiber, der den Platz mit viel Einsatz führt. Ziegen und Kaninchen für die Kinder. Inmitten der Natur gelegen und von reichlich Wald umgeben.
Info
GEEIGNET ALS
Mehrtagesurlaub
ADRESSE
Campingplatz 1, 98553 Breitenbach, Tel. 036841/411 53, E-Mail: info@camping-breitenbach.de, campingbreitenbach.de
ANFAHRT
Breitenbach liegt zwischen Suhl und Schleusegrund. In den Ort hineinfahren, zum Campingplatz in westliche Richtung abbiegen (ausgeschildert)
GPS
50.546501, 10.781539
BESONDERHEIT
Einer von wenigen Campingplätzen, von dem aus gleich mehrere unterschiedliche Wanderrouten starten.


In der Gießübler Schweiz wartet ein toller Naturlehrpfad auf die Wanderer.

21Gipfel in der Einsamkeit
Vom Campingplatz auf den Brunnenhügel
Der besondere Reiz dieser Wanderung: Sie ist bequem vom Campingplatz am Waldbad aus zu gehen, das Wohnmobil hat also Pause. Die Wanderung folgt jedoch keiner Wegmarkierung, sodass es zwingend nötig ist, sich den Link für diese Tour vorher herunterzuladen oder die hier abgebildete Karte zu nutzen. Vom Campingplatz wandern wir zunächst zur sehr empfehlenswerten, authentischen Gaststätte Blockhaus in idyllischer Lage (auf dem Rückweg kommt man hier noch einmal vorbei). Danach geht es bei nächster Möglichkeit rechts steil bergauf und dann über eine breite Forststraße bis zur nächsten Abzweigung nach rechts. Ab jetzt sollte man sich an der Karte orientieren. Wir wandern immer wieder stramm hinauf über den Höhenzug auf den Brunnenhügel, wo uns ein Gipfelkreuz erwartet. Die Picknickplätze sind zugewachsen, der Ausblick ebenfalls, und auch das Gipfelbuch zeugt nicht von regen Besuchen – umso schöner ist es, hier in der Ruhe des Thüringer Waldes zu rasten! Zurück geht es durch das stille und naturbelassene Nahetal, laut Blockhaus-Wirt eines der schönsten Täler in diesem Teil des Thüringer Waldes. (siehe Tour 22).

Info
DAUER
3 Std.
HÖHENMETER
320 Hm
LÄNGE
9,2 km
SCHWIERIGKEIT
Mittel
TOURENCHARAKTER
Ein paar steile Anstiege auf zuweilen unwegsamen Pfaden, vor allem nach Regenfällen sehr matschig
AUSGANGS-/ENDPUNKT
Campingplatz am Waldbad
ANFAHRT
50.546501, 10.781539
WoMo: Keine Anfahrt nötig, da Startpunkt am Campingplatz
EINKEHR
Berggasthof Blockhaus
INFORMATION
thueringer-wald.de

Wundervolle Ausblicke über den Thüringer Wald sind auf dieser Wanderung inklusive.

Auf dem Brunnenhügel gibt es sogar ein Gipfelkreuz. Der Abstieg führt durchs Nahetal zurück zum Campingplatz.

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