Kitabı oku: «Wochenend und Wohnmobil. Kleine Auszeiten am Bodensee.»
ZIELE IM ÜBERBLICK
Radolfzell/Nordwestufer des Untersees
Rheinfall Schaffhausen
Stein am Rhein und Umgebung
Überlinger See mit Bodman
Konstanz
Überlingen und Umgebung
Meersburg und Umgebung
Friedrichshafen und sein Zeppelin
Inselstadt Lindau und tolle Ausflüge
Bregenz und Vorarlberg
Rhein und Bodensee mit purer Natur
Rorschach
Romanshorn
Kreuzlingen

INHALT
EINLEITUNG
Bodensee und Vierländerregion
Das Schwäbische Meer mit toskanischem Flair
1 Charmanter Auftakt am Untersee
Radolfzell und das Nordwestufer des Untersees
2 Tosender Riese mit Sprühkraft
Am Naturspektakel Rheinfall Schaffhausen
3 Mediterran und mittelalterlich
Traumhafter Ort Stein am Rhein und Umgebung
4 Viel Natur und Ruhe
Überlinger See mit Bodman-Ludwigshafen
5 Das touristische Herz des Sees
Zentral gelegenes Konstanz
6 Mittelalterliche Kurstadt
Vielseitiges Überlingen und Umgebung
7 Kleiner, traumhaft schöner Ort
Viel geboten in Meersburg und Umgebung
8 Vom Luftschiff dominiert
Friedrichshafen und sein berühmter Zeppelin
9 Mit Löwe und Leuchtturm
Pittoreske Inselstadt Lindau und tolle Ausflüge
10 Jetzt geht's nach Österreich!
Bregenz und die herrliche Natur Vorarlbergs
11 Flussdelta am Bodenseeufer
Wo Rhein und Bodensee mit purer Natur aufwarten
12 Kunst, Kultur und Bergerlebnis
Von allem ein bisschen was in Rorschach
13 Hafenort mit Mittelmeer-Flair
Romanshorn als Tor zur anderen Seeseite
14 Im Herzen des Kantons Thurgau
Kreuzlingen als größte Schweizer Stadt am See
Orts- und Sachregister
Impressum

Der größte Binnensee Deutschlands ist durch und durch mediterran.
BODENSEE UND VIERLÄNDERREGION
Das Schwäbische Meer mit toskanischem Flair

Idylle pur – im Vordergrund der Bodensee, dahinter das Alpenpanorama
Der Bodensee ist eines der beliebtesten Urlaubsziele Deutschlands, was vor allem an der Vielfältigkeit der Region liegt. Dank der Lage mit Seeufern in drei verschiedenen Ländern und den Alpen im Hintergrund kommen Freunde des Wassersports, Badefans, Wanderer, Radfahrer und Naturfreunde gleichermaßen auf ihre Kosten.
Los geht es am westlichen Zipfel mit dem Untersee als besonders schöne Bodensee-Ecke und dem Hegau, das ist eine Vulkan- und Burgenlandschaft. Am Untersee liegen die Städte Radolfzell mit den verwinkelten Altstadtgassen und das lebendige, mediterrane Konstanz mit zahlreichen Sehenswürdigkeiten. Weiter geht es mit dem Überlinger See, der auch als »Finger des Bodensees« bezeichnet wird. Die Hauptattraktion des Überlinger Sees ist die berühmte Blumeninsel Mainau. Aber auch die legendären Pfahlbauten von Uhldingen-Mühlhofen, ein Freiluftmuseum mit rekonstruierten Pfahlbauten aus der Stein- und Bronzezeit, sind ein Kultur-Highlight am Bodensee.
Aktive Städte wie Meersburg mit der traumhaft schönen Burg und Friedrichshafen, bekannt für den berühmten Zeppelin, historische Bauten und jede Menge Wasserspaß bietet der Obersee. Am Obersee befindet sich auch Lindau, einer der entzückendsten Orte am Bodensee mit der historischen Altstadt und dem malerischen Hafen auf einer Insel.
Am südöstlichen Ende des Bodensees liegt Vorarlberg als Vertreter des österreichischen Anrainerstaates. Mit der Landeshauptstadt Bregenz und der bergigen Landschaft sind hier viele unterschiedliche Freizeitaktivitäten geboten. Nahtlos schließt die Ostschweiz an, die das gesamte südliche Bodenseeufer abdeckt. Perlen wie das charmante Städtchen Stein am Rhein mit seinen engen Altstadtgässchen oder der naturgewaltige Rheinfall in Schaffhausen sind nur zwei der zahlreichen Attraktionen. Der Bodensee wird Vierländerregion genannt, wobei nur die drei Länder Deutschland, Österreich und die Schweiz direkt an den See grenzen. Zu den vier Ländern wird meist auch das Fürstentum Liechtenstein gezählt, das über kein Seeufer verfügt. Deshalb bleibt Liechtenstein in diesem Reiseführer auch außen vor. Von den 280 Kilometern Uferlänge liegen rund 170 Kilometer in Deutschland in den beiden Bundesländern Baden-Württemberg und Bayern. Auf Österreich und die Schweiz entfallen die restlichen gut 100 Kilometer.
KURZURLAUBTAUGLICH
Zwar kann man am Bodensee mit seinen Zielen rundherum und auch denen in der weiteren Umgebung durchaus einen langen Urlaub verbringen –der Bodensee eignet sich jedoch gleichermaßen für einen Kurzurlaub beziehungsweise einen Wochenendtrip. Denn auch bei einem kürzeren Aufenthalt – oder eigentlich gerade dann! – kann man viel erleben am Schwäbischen Meer. Die Distanzen zwischen den Orten und den Ausflugszielen sind kurz – und sollten Sie einmal um den See herumführen. Strategisch günstige Fährverbindungen stellen zudem sicher, dass die Fahrt von Ort zu Ort nicht lange dauert und vor allem eine zusätzliche Attraktion ist, nämlich die, den Bodensee auf dem Wasserweg zu überqueren.
Das heißt, hat man für das Wohnmobil einen Standort gewählt, ist in alle Himmelsrichtungen so ziemlich alles erreichbar, ohne dass man dafür stundenlang unterwegs sein müsste. Wobei meist schon die Fahrten am Seeufer entlang ein Erlebnis sind. Und man hat die Qual der Wahl zwischen Planschen, Sonnenbaden und Relaxen in einem der schönen Strandbäder oder einer sportlichen Betätigung zu Wasser oder zu Land, einem Kurztrip in die Bergwelt, einer entspannenden Bootsfahrt oder der Besichtigung einer der schönen Schlösser und Burgen. Zu tun gibt es genug, erreichbar ist alles gut, und Stell- und Campingplätze sind ebenfalls ausreichend vorhanden.

Das ist Dolce Vita: mit dem Schlauchboot treiben und die Seele baumeln lassen.

Wandern am Ufer des Bodensees …

… auf zahlreichen Wanderwegen.
Und wem das noch nicht reicht, der darf sich an den zahlreichen Veranstaltungen freuen, die das ganze Jahr über rund um den See stattfinden. Eine besondere Attraktion ist das Seenachtfest in Konstanz, das jährlich im August Tausende Besucher in die Konzilstadt lockt. Und stimmungsvolle Weihnachtsmärkte vor Seekulisse verwandeln die Städte am Bodensee in der Adventszeit in eine Märchenwelt.
Ausnahmezustand herrscht zur Faschingszeit, die am Bodensee »Fasnet« heißt. Am »Schmotzge Dunnschtig«, dem Schmutzigen Donnerstag, sind alle außer Rand und Band. Von frühmorgens an sind die Narren auf den Beinen, und es herrscht eine ausgelassene Stimmung mit Umzügen, zahlreichen Veranstaltungen und Ständen in den Innenstädten.
ELDORADO FÜR WOHNMOBILREISENDE
Das Netz an Plätzen ist vor allem an der deutschen Seeseite hervorragend. In den meisten Orten kann man zwischen Stell- und Campingplatz wählen, zwischen einem gut ausgestatteten Platz mit viel Infrastruktur oder einem einfachen und/oder naturnahen und zwischen einem Platz in der Stadt oder direkt am Seeufer. Selbst in der Hochsaison befindet sich in kurzer Distanz der nächste Platz, wenn der angesteuerte belegt ist.
Ein wenig anders sieht das in und rund um Bregenz sowie am Schweizer Bodenseeufer aus. Stellplätze gibt es hier so nur wenige. Rund um die Städte Rorschach und Romanshorn gibt es überhaupt keine, zwischen Kreuzlingen und Schaffhausen bessert sich die Lage ein wenig. Hinzu kommt, dass es zwischen Bregenz und Kreuzlingen auch wenig Campingplätze gibt. Die vorhandenen sind zudem mit Dauercampern befüllt, sodass wenig Touristenplätze übrigbleiben. Für die raren Plätze empfiehlt sich eine Reservierung. Rund um Rorschach/Romanshorn wurde mangels Masse pro Ziel nur ein Platz beschrieben, wobei man jeweils den des nächsten Zieles aufgrund der Nähe ebenso gut nutzen kann.

In Hanglage werden die Bodenseetrauben von der Sonne verwöhnt.
Haben die Plätze eine direkte Bodenseelage, sind sie oft auch ausgestattet mit Wassersportangeboten. Sei es die Möglichkeit, ein Kajak oder Standup-Paddleboard zu mieten oder sei es eine am Platz ansässige Surf- oder Segelschule, man kann sich auf alle Fälle beim Wassersport austoben. Ansonsten sind die in der Natur oder am Stadtrand gelegenen Plätze oft auch Ausgangspunkt zahlreicher Wander- und Radwege.
Die meisten Plätze, die direkt am Wasser liegen und oft einen eigenen Seezugang haben, bieten auch Stellplätze nah am Wasser. Im Vorfeld sollte man sich beim Platz seiner Wahl erkundigen, ob es Stellplätze am Wasser gibt und ob man diese reservieren kann. Erfahrungsgemäß sind es die Touristenplätze, die in Wassernähe liegen, nicht die für Dauercamper.
DER OBSTGARTEN DEUTSCHLANDS
Obst direkt vom Erzeuger, Stände am Straßenrand und in den kleinen Ortschaften mit den berühmten Bodenseeäpfeln, Kirschen, Pflaumen, selbst gemachten Marmeladen und frisch gebackenem Brot – das hier ist das Schlaraffenland. 1200 Obstbauern bauen auf 7000 Hektar Äpfel an. Eine solche Sortenvielfalt an Äpfeln ist in Europa einmalig. Das Geheimnis liegt im Zusammenspiel von Frühnebel und warmer Spätsommersonne mit kühlen Nächten – und natürlich trägt auch das ausgewogene Klima des Gebietes nördlich der Alpen nachdrücklich zum feinen Aroma der Früchte bei. Außerdem haben Birnen, Steinobst, Erdbeeren und andere Beerenfrüchte nie einen weiten Weg hinter sich, wenn sie an den ansprechend aufgemachten Obstständen oder in den zahlreichen Öko- und Bio-Hofläden angeboten werden.
EINZIGARTIG: DER BODENSEEWEIN
Nicht weniger lecker als das frische Obst der Region ist der Bodenseewein. Ein gekühltes Glas Weißwein mit dem typischen Bodenseefisch Felchen, das Ganze eingenommen im Außenbereich eines Restaurants direkt am See – das ist Dolce Vita. Das mediterrane Klima ist verantwortlich für den exquisiten Geschmack des Weines, der hier angebaut wird. Tags und nachts herrschen ausgeglichene Temperaturen, und die Hanglagen ermöglichen den Trauben eine perfekte Sonneneinstrahlung.
Mit einer Gesamtfläche von 400 Hektar ist die Bodenseeregion eines der kleinsten Weinanbaugebiete in Baden. Aufgrund der Höhenlage zwischen 400 und 530 Metern über dem Meeresspiegel ist Weinbau hier überhaupt möglich. Die Reben gedeihen prächtig, weil das Binnengewässer als Wärmespeicher fungiert, der in der kälteren Jahreszeit die im Sommer gespeicherte Wärme langsam abgibt.
Die für den Bodensee typischen Rebsorten sind als Weißwein der Müller-Thurgau und als Rotwein der Spätburgunder. Letzterer zählt zu den ältesten noch angebauten Reben am Bodensee. Ansonsten ergänzen Grau- und Weißburgunder sowie Kerner und Silvaner als Weißweinsorten und Regent sowie Frühburgunder bei den Rotweinen das Sortiment der Bodenseeweine.

In Ortschaften und entlang der Landstraßen kann man das leckere Obst kaufen.
WASSERSPORT AM BODENSEE
Egal, ob man bereits Erfahrung hat oder zum ersten Mal auf einem Surfbrett steht – der Bodensee ist eine herrliche Location für Wind- und Kitesurfen. Es gibt einige Surfschulen am See, bei denen man diesen Sport erlernen und zugleich die richtige Ausrüstung dafür ausleihen kann. Der Wind lässt zwar manchmal auf sich warten, aber wenn er dann da ist, macht Windsurfen riesigen Spaß. Kitesurfen ist am Bodensee nur mit Sondergenehmigung und an bestimmten Spots erlaubt, zum Beispiel beim Campingplatz Sandseele (Insel Reichenau), am Klausenhorn Dingelsdorf, am Strandbad Ludwigshafen und am Seegarten Allensbach. Die kostenpflichtige Genehmigung erhält man beim Schifffahrtsamt unter bestimmten Auflagen.
Rasant geht es zu beim Wasserskifahren oder beim Wakeboarden. Entweder von einem Motorboot oder einem Lift gezogen, brettert man mit Vollgas über den See. Anfänger sind zu Beginn meist im, statt auf dem Wasser … Gemächlicher lässt sich das Schwäbische Meer per Kanu erkunden. Überall gibt es Mietstationen, bei denen man stundenweise oder auch für einen ganzen Tag Kanus ausleihen kann. Bei Anbietern wie dem Kanuzentrum La Canoa in Konstanz kann man auch geführte Kanutouren buchen.
Segeln ist ebenfalls eine beliebte Wassersportart, denn der Bodensee ist ideal dafür. In den Segelschulen rund um den Bodensee kann man den Segelschein in zahlreichen Segelschulen machen. Wer schon Erfahrung hat, kann selbst ein Boot chartern beziehungsweise ein scheinfreies Boot ausleihen.

Fährverbindung über den See

Bootfahren ist ein Ganzjahresvergnügen.

Ausflugsschiffe verkehren in alle Richtungen und zu allen Tageszeiten.
Schließlich gibt es eine Sache, die man unbedingt einmal ausprobieren sollte und zwar nicht nur, weil sie gerade im Trend liegt, sondern weil dieser Wassersport unaufwendig und an vielen Stellen möglich ist: Standup-Paddling, kurz SUP. Der anstrengende Balanceakt auf dem Board macht Spaß und ist für jeden machbar – man muss dafür keine Sportskanone sein, denn auch wenn es einfacher aussieht, als es ist, hat man nach kurzer Zeit den Dreh raus. Beim Camping Sandseele auf der Insel Reichenau (siehe Ziel 5) kann man ein Board ausleihen, besonders schön ist das zum Sonnenuntergang.
BADEN UND BOOTFAHREN
Man ist nicht am Bodensee gewesen, ohne einmal ein Strandbad besucht oder eine Schifffahrt unternommen zu haben. Im klaren, sauberen Wasser des Bodensees zu planschen, ist schon etwas Besonderes. Und ob naturbelassene Bucht, Frei- oder Strandbad, mit oder ohne Sprungturm, Wasserrutschen und Sportwiesen, mit oder ohne Badeaufsicht, Kiosk oder sonstiger Infrastruktur – für jeden Badetyp ist etwas dabei. Und zwar nie weit entfernt. Die Welt ist perfekt, wenn ein Campingplatz einen eigenen Seezugang mit Badestrand hat!
Ein Bodenseestrandbad kann ganz einfach nur ein Badestrand am Seeufer sein oder auch eines, das mit allerhand kommerziellen Angeboten ausgestattet ist. Es kann auch ein Freibad sein mit Sport- und Kinderbecken und zusätzlich einen Seezugang aufweisen. Oft ist der Zugang zum Strandbad an feste Öffnungszeiten gebunden und stellt ein saisonales Angebot dar. Für Kinder sind die Strandbäder aufgrund ihres flach zum See hin abfallenden Strandes optimal. Das Wasser ist nicht sehr tief, und so können die Kleinen im Wasser planschen, spielen und vielleicht sogar erste Schwimmübungen absolvieren. An separat ausgewiesenen Strandabschnitten des Strandbades sind auch Hunde ausdrücklich erlaubt.
Der Bodensee hat eine Fläche von 536 Quadratkilometern. Das ist viel. Und ist super per Boot, Schiff oder Fähre erlebbar. Selbst ein Boot zu mieten und mit Kanu, Kajak, Ruderboot, Schlauchboot, Tretboot oder Motorboot den See in seiner ganzen Naturgewalt kennenzulernen, ist ein großer Spaß für jedes Alter. Die Bootsverleiher stellen hierfür alle Arten von Booten zur Verfügung – und sie sind zahlreich vorhanden, es ist kein Problem, an jedem erdenklichen Standort eine Bootsvermietung zu finden. Wer sich lieber gemütlich auf dem See herumkutschieren lassen möchte, kann dies an Bord einer der zahlreichen Unternehmen tun, die Schiff- und Ausflugsfahrten anbieten. Mit oder ohne thematischen Bezug, mit oder ohne Verpflegung, als einfache Hafenrundfahrt oder einmal quer oder längs über den See – auch hier gibt es keine Variante, die es nicht gibt. Und stets im Hintergrund: das herrliche Alpenpanorama! Ganz originell geht es auch mit dem Solarboot, dem Dampfschiff oder dem Katamaran über den See.

Eine der beliebtesten Aktivitäten ist das Erkunden der Region per Fahrrad.
Ebenso der Transport des eigenen Fahrzeuges ist kein Problem. Man muss nicht den ganzen See umrunden, um von Konstanz nach Meersburg zu gelangen – das geht ganz einfach mit der Autofähre, die Tag und Nacht verkehrt und auch das Wohnmobil problemlos mit an Bord nimmt. Eine weitere Fährverbindung bringt Fußgänger, Radfahrer und Wohnmobilisten von Friedrichshafen ins Schweizerische Romanshorn.
WANDERN UND RADFAHREN
Natürlich stehen zwei weitere Aktivitäten in der Bodenseeregion hoch im Kurs: Wandern und Radfahren. Ob Fernwanderweg, Themenweg oder eine Kombination zwischen Wandern und Schifffahrt – es ist für jede Wanderwade und jede Konstitution etwas dabei. Ein ausgedehntes Wanderwegenetz am Seeufer sowie im Hinterland bis hin zu den bergigen Regionen lädt zu Wanderungen in allen Längen und Schwierigkeitsgraden ein.
Dasselbe gilt für das Radwegenetz. Es muss nicht gleich der Bodensee-Radweg sein, der 260 Kilometer lang ist und entlang des Bodensees führt – er kann es aber sein, zumindest in Teilstrecken. Aber auch kürzere Radtouren, familientaugliche oder anspruchsvollere, zum Beispiel mit dem Mountainbike, sind möglich. Ein ausgedehntes Netz an Fahrradvermietungen ist vorhanden, bei den meisten kann man auch E-Bikes ausleihen.
BODENSEE TICKET
Mit dem Bodensee Ticket kann man grenzüberschreitend unbegrenzt Bahn, Bus und Fähre fahren. Das Ticket gibt es als Tageskarte oder 3-Tages-Pass und ist mit einer Fahrradmitnahme kombinierbar. Die Preise und Geltungsbereiche findet man unter www.bodensee-ticket.com. Die Bodensee Card PLUS berechtigt zum kostenfreien Besuch (fast) aller Ausflugsziele und Sehenswürdigkeiten rund um den Bodensee. Sie gilt an drei oder sieben frei wählbaren Tagen und beinhaltet auch die Kursschifffahrt sowie einige Klassiker wie das Pfahlbaumuseum Unteruhldingen oder den Affenberg Salem. Mehr zum Preissystem und den Geltungsbereichen unter www.bodensee.eu/de/was-erleben/bodensee-highlights.
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CHARMANTER AUFTAKT AM UNTERSEE
Radolfzell und das Nordwestufer des Untersees

Rund um Radolfzell und an seinem schönen Uferbereich ist Genießen angesagt.
Dank der Lage zwischen Singen und Konstanz und direkt am Ufer des Untersees bietet Radolfzell – übrigens die einzige Stadt, die den Zusatz »am Bodensee« im Stadtnamen trägt – nicht nur eine gute Ausgangslage für Aktivitäten in alle Richtungen. Auch der Ort selbst ist abwechslungsreich und einladend.
In der schnuckeligen Altstadt des staatlich anerkannten Erholungsortes Radolfzell merkt man dem Ort die Große Kreisstadt kaum an – noch weniger, dass es die drittgrößte Stadt am Bodensee ist. Vielmehr herrscht in Radolfzell eine Atmosphäre der Sommerfrische, wofür natürlich auch das allseits präsente Seeufer verantwortlich ist. Von Radolfzell aus erreicht man schnell die Stadt Singen, unter anderem berühmt für die Burgruine, oder in die andere Richtung den beliebten Wildpark Allensbach.
RADOLFZELL AM BODENSEE
Die malerische Altstadt mit ihren engen Gässchen, den hübschen Läden und urtümlichen Restaurants stellt den Mittelpunkt von Radolfzell dar. Der Ort ist eine gelungene Mischung aus historischem Stadtkern und Moderne. Hier finden außerdem die regelmäßigen Wochen- oder Abendmärkte statt. Mittwochs und samstags bieten die Gemüsebauern von den Inseln Höri und Reichenau und aus dem Hegau ihre Waren an. Im Sommer (Ende Juni bis Mitte September) findet immer donnerstags von 16 bis 21 Uhr der Abendmarkt statt, bei dem es außer frischem Obst und Gemüse auch Kunsthandwerk und Unterhaltung gibt.
Am Marktplatz ist das imposante Münster Unserer Lieben Frau Radolfzell einen Besuch wert. Es wurde im Jahr 826 von Bischof Radolf von Verona erbaut. Die spätgotische Basilika, deren Grundstein 1436 gelegt wurde und die vermutlich eine spätromanische Basilika abgelöst hat, ist ein Wahrzeichen Radolfzells. Der Kirchturm des Münsters ist mit 82 Metern Höhe der höchste am Bodensee! Er ist an allen verkaufsoffenen Sonntagen und zu Veranstaltungen zugänglich.
Die Altstadt steht auch im Mittelpunkt einiger ganz besonderer Führungen. Empfehlenswert ist der amüsante Stadtspaziergang mit Pfarrköchin Anna, die die Gäste mit ins Jahr 1551 nimmt. Zeitgeschehen, Geschichte und Brauchtum spielen dabei eine große Rolle. Bei der Führung »Auf den Spuren Radolfs« geht es durch die historische Altstadt mit Einkehr auf dem Abendmarkt. Der kulturhistorische Rundgang startet am Stadtmuseum und integriert die bedeutendsten historischen Gebäude Radolfzells. Veranstalter ist jeweils die Tourismus- und Stadtmarketing Radolfzell GmbH. Ebenfalls historisch geht es zu im Stadtmuseum in der alten Stadtapotheke. In den Räumlichkeiten einer Apotheke aus dem Jahr 1689 untergebracht, wird hier die Stadtgeschichte Radolfzells präsentiert, mysteriöse Fundstücke bereichern das Kuriositätenkabinett.
INMITTEN DER ALTSTADT kann man im urigen Restaurant Liesele leckere Hausmannskost nach Omas Rezepten essen. Die Speisen sind schmackhaft zubereitet und reichhaltig, bei gutem Wetter kann man vom Außenbereich aus dem Treiben in der Altstadt zusehen. Eine Reservierung ist vorteilhaft (www.liesele.de).
Eine Oase in einem Teil der historischen Altstadt und mitten im Zentrum von Radolfzell ist der Stadtgarten. Eine ganzjährige Blütenpracht erfreut die Besucher bei einem Spaziergang durch die liebevoll gestaltete Parkanlage. Besonders schmuck sieht in dieser Umgebung der weiße Musikpavillon im Zentrum des Gartens aus, der sich gegenüber dem Busbahnhof befindet (die Nähe hierzu hat dem Stadtgarten den Beinamen »Der schönste Wartesaal Deutschlands« eingebracht) und jederzeit frei zugänglich ist. Das Wohnmobil kann man am Parkplatz Weltkloster im Kapuzinerweg abstellen.
Wenden wir uns dem Bodenseeufer zu, dem Highlight des Ortes: Radolfzell verfügt über den längsten begehbaren Uferabschnitt des Bodensees. Ein Spaziergang in beliebiger Länge ist ein Muss! Ansonsten sind natürlich die Strandbäder am Bodensee ein tolles Ziel. Das Strandbad Mettnau ist gut ausgestattet mit Tischtennisplatten, Bocciabahnen, einem Beachvolleyballfeld, einer Dusche und einem Spielplatz. Das kleinere Seebad Mettnau liegt näher am Zentrum und verfügt ebenfalls über einen Spielplatz und eine Dusche. Beide Strandbäder bieten ein gastronomisches Angebot. Zwischen den beiden Bädern befindet sich der Mettnaupark mit Grünflächen, Kiesstränden, Wander- und Radwegen.
Sehenswert, da skurril, ist El Nino, eine Skulptur, die an der Hafenmole im Wasser des Bodensees hockt und den Wasserstand des Bodensees angibt –denn je nach Pegelstand sieht man mehr oder weniger von dem jungen Mann, der von dem Stuttgarter Bildhauer Ubbo Enninga erschaffen wurde.

Gasthaus Liesele in der Altstadt

Freilichtbühne im Konzertsegel
RADOLFZELLER UMLAND
Das Umfeld Radolfzells kann sich ebenfalls sehen lassen – hier genießt man vor allem unberührte Natur in Form von ausgedehnten Riedlandschaften, Wäldern, Naturseen und Wildblumenwiesen. Zahlreiche Wandermöglichkeiten erschließen das Gebiet rund um den Ort und führen zu den besten Aussichtspunkten. Die Radolfzeller Runden beschreiben Rundwanderwege, der Premiumwanderweg SeeGang ist ein Fernwanderweg, der von Konstanz über Bodman-Ludwigshafen und Sipplingen nach Überlingen führt. Über den Radolfzeller Teilort Liggeringen gibt es einen Zuweg zum SeeGang. Außerdem stehen zahlreiche Natura Trails zur Verfügung, über die die Natur- und Vogelschutzgebiete rund um Radolfzell erwandert werden können.
Eine Radtour rund um Radolfzell ist vor allem im Frühjahr zu Zeiten der Streuobstblüte ein Erlebnis. Es gibt diverse Fahrradverleihe in Radolfzell, bei Zweirad Joos beispielsweise kann man sowohl E-Bikes mieten, als auch Segway- oder Mountainbike-Touren buchen.
Östlich von Radolfzell befindet sich die Mettnau. Das ist eine 180 Hektar große Halbinsel im Untersee, die dreieinhalb Kilometer lang und bis zu 800 Meter breit ist. Die Spitze der Insel besteht hauptsächlich aus dem Naturschutzgebiet Mettnau, einem der ältesten Naturschutzgebiete Deutschlands, das auch die kleine, südlich vorgelagerte Liebesinsel einschließt. Zu dieser kann man per Kanu paddeln oder mit einem gemieteten Boot schippern (beides bei der Bootsvermietung Albiez erhältlich), man kann den Mettnau-Turm besteigen und die Aussicht genießen oder einen Spaziergang durch das Naturschutzgebiet unternehmen. Besonders empfehlenswert ist der Life-Pfad Untersee, der von der Mettnau bis zum Naturfreundehaus Bodensee in Markelfingen (im Norden der Mettnau) führt und eindrucksvoll über die Bodenseelandschaft informiert. Auf dem bebauten Teil der Halbinsel befindet sich das Kurgebiet von Radolfzell.
In Radolfzell sind ausreichend Parkflächen vorhanden, die auch für Wohnmobile geeignet sind. Wer sich jedoch die Parkplatzsuche sparen möchte, kann das Gefährt auf dem Park-and-Ride-Parkplatz im Ortsteil Böhringen abstellen und kostenlos mit dem Zug in die Innenstadt fahren.

Festung Hohentwiel auf einem Vulkankegel

Mettnau Strandpromende
SINGEN AM HOHENTWIEL
Singen ist nach Konstanz die zweitgrößte Stadt im Landkreis Konstanz und bildet das Zentrum des Hegau, einer Vulkan- und Burgenlandschaft am westlichen Bodensee. Berühmteste Sehenswürdigkeit der Stadt ist die Festungsruine Hohentwiel. Sie thront auf dem gleichnamigen, 686 Meter hohen Berg Hohentwiel, dem Hausberg der Stadt Singen, einem ehemaligen Vulkan.
Auch die Festungsanlage darf sich mit einem Superlativ schmücken: Sie gilt als größte Deutschlands und bietet einen grandiosen Panoramablick. Die Anlage ist eine ehemalige Gipfelburg, die normalerweise für Besucher zugänglich ist. Aktuell (Stand: Frühjahr 2020) ist sie jedoch infolge eines Steinschlages aus Sicherheitsgründen gesperrt. Zwar kann man sich ihr trotzdem auf einem der zahlreichen Wanderwege nähern und die Anlage von außen betrachten – das Betreten ist jedoch bis auf Weiteres nicht möglich. Der Kiosk auf dem Hohentwiel in unmittelbarer Nähe zur Festung und mit ebenfalls tollem Blick ist geöffnet, sodass sich ein Besuch hoch über der Stadt Singen dennoch lohnt.
Übrigens gibt die Burg – auch von außen besehen – ein gutes historisches Zeugnis darüber, wie bedeutsam sie in der Vergangenheit war. Die mächtigen Verteidigungsmauern und Turmstümpfe und die Häuserruinen zeugen vor allem von der militärischen Bedeutung der Anlage.
UNTER DEM NAMEN »Hegauer Kegelspiel« finden sich einige Premiumwanderwege, die die Hegauer Vulkanlandschaft erschließen. Sie sind zwischen 6 und 15 Kilometer lang und führen zu den Vulkankegeln, entlang von Flussläufen, durch romantische Schluchten und zu tollen Ausblicken. Über den Weg Hohentwieler erreicht man die Höhen des Hohentwiels und die Festung hoch oben. Dieser Premiumwanderweg ist 7,5 Kilometer lang mit zwar steilen Anstiegen, aber für jeden machbar. Eine Wandertafel am Wanderparkplatz weist den Weg.
Von der Historie zur Moderne: Das MAC Museum Art & Cars präsentiert unter dem Motto »Einzigartig anders« die Verbindung zwischen Kunst und Automobil – eine deutschlandweit einmalige Kombination. Schon allein die moderne Architektur der beiden Museumsgebäude, MAC 1 und MAC 2 genannt, ist überaus beeindruckend. Das Gesamtkonzept des Museums besteht aus den drei Säulen Oldtimer, Kunst und Architektur.
So hingen an den Wänden bereits Werke von Andy Warhol oder James Francis Gill. Und das Auto wird nicht nur als Fortbewegungsmittel thematisiert, sondern auch als Designobjekt und Zeuge vergangener Gestaltungsformen, womit wieder die Verbindung zur Kunst hergestellt wäre. Sonn- und feiertags finden um 15 Uhr offene Führungen im MAC 1 statt; hierfür ist keine Anmeldung erforderlich. Außerhalb dieser Zeiten sind Führungen auf Anfrage möglich. Weitere, zum Teil sehr attraktive Führungen findet man auf der Homepage des Museums unter Besucherinfos. Sehr empfehlenswert, da aus dem Rahmen fallend, ist übrigens auch das museumseigene und mediterrane Restaurant PARK 1.
NICHT EINFACH NUR EIN FREIZEITPARK
Der Wild- und Freizeitpark Allensbach ist eine Institution am Bodensee. Auf einer Fläche von 75 Hektar kann man über 300 Wildtiere in Freigehegen hautnah erleben. Manche Gehege sind sogar zugänglich, ein Spaziergang zwischen freilaufenden Hirschen ist etwas ganz Besonderes. In einer Falknerei werden Greifvogelschauen geboten, und auch Braunbären gehören zu den Parkbewohnern. Ergänzt wird das Naturerlebnis von Spielspaß: Eine Parkeisenbahn im Westernstil dreht ihre Runden, und ein Abenteuerspielplatz sowie Fahrgeschäfte (einzeln kostenpflichtig) sind das Highlight für Kinder. An einer Grillstelle kann man das mitgebrachte Grillgut brutzeln!
Ein besonderes Erlebnis ist eine Sonnenuntergangsfahrt auf dem Solarboot HELIO. Die romantische Fahrt auf diesem Katamaran, dem größten auf dem See, dauert eineinhalb Stunden. Informationen unter www.solarfaehre.de.
Immer samstags führen fachkundige Wanderführer die Gäste durch die Natur rund um Radolfzell. Die Touren sind einfach bis mittelschwer, dauern ungefähr drei Stunden und beinhalten eine Einkehr. Infos, Anmeldung und Tickets gibt es bei der Tourismus- und Stadtmarketing Radolfzell GmbH, www.radolfzell-tourismus.de.
Jedes Jahr findet in Singen Ende Juli ein Burgfest statt. Das ist ein weit über die Grenzen hinaus bekanntes Kulturfest mit Musik, Kabarett und Comedy. 2019 ist das Burgfest wegen der Sperrung der Burgruine ausgefallen. Für künftige Veranstaltungen erhält man Informationen von der Touristinformation.
AUF EINEN BLICK
STADT/REGION: Radolfzell/Untersee
BESTE REISEZEIT: April–Oktober
OPTIMALE REISEDAUER: 2–3 Tage
TOURISTINFO: Tourismus- und Stadtmarketing Radolfzell GmbH, Bahnhofplatz 2, 78315 Radolfzell am Bodensee, Tel. 07732/815 00, info@radolfzell-tourismus.de, www.radolfzell-tourismus.de. Touristinformation Singen, Marktpassage, August-Ruf-Straße 13, 78224 Singen, Tel. 07731/852 62, tourismus.in-singen.de
SEHENSWÜRDIGKEITEN
MÜNSTER UNSERER LIEBEN FRAU RADOLFZELL: Marktplatz 4, 78315 Radolfzell am Bodensee
STADTMUSEUM RADOLFZELL: Seetorstraße 3, 78315 Radolfzell am Bodensee, Tel. 07732/815 30, museum@radolfzell.de, www.radolfzell.de/stadtmuseum
STADTGARTEN RADOLFZELL: Stadtmitte, gegenüber Busbahnhof, 78315 Radolfzell am Bodensee, Tel. 07732/815 00, www.radolfzell-tourismus.de
STRANDBAD METTNAU/SEEBAD METTNAU: Strandbadstraße 100, 78315 Radolfzell am Bodensee, Tel. 07732/102 32, www.radolfzell-tourismus.de
METTNAUPARK: Häuslegarten 17, 78315 Radolfzell am Bodensee, Tel. 07732/15 18 10
EL NINO: Karl-Wolf-Straße, 78315 Radolfzell am Bodensee
ZWEIRAD JOOS GMBH & CO. KG: Schützenstraße 11 + 14, 78315 Radolfzell am Bodensee, Tel. 07732/82 36 80, info@zweirad-joos.de, www.zweirad-joos.de
BOOTSVERMIETUNG ALBIEZ: Karl-Wolf-Straße 9, 78315 Radolfzell am Bodensee, Tel. 07732/567 20, info@bootsvermietung-radolfzell.de, www.bootsvermietung-radolfzell.de
FESTUNGSRUINE HOHENTWIEL: Infozentrum, Auf dem Hohentwiel 2a, 78224 Singen, info@festungsruine-hohentwiel.de, www.festungsruine-hohentwiel.de
KIOSK AUF DEM HOHENTWIEL: Auf dem Hohentwiel 2a, 78224 Singen
MAC MUSEUM ART & CARS: Parkstraße 1, 78224 Singen, Tel. 07731/926 53 74, museum@museum-art-cars.com, www.museum-art-cars.com
WILD- UND FREIZEITPARK ALLENSBACH: Gemeinmärk 7, 78476 Allensbach, Tel. 07533/93 16 19, info@wildundfreizeitpark.de, www.wildundfreizeitpark.de
CAMPINGPLATZ BÖHRINGEN
ADRESSE: Hindenburgstraße 64, 78315 Radolfzell am Bodensee, Tel. 0176/24 89 32 48
ANFAHRT: Von Radolfzell nach Böhringen fahren, an der Kirche in die Rommelstraße einbiegen, von dieser nach rechts auf die Hindenburgstraße, dieser bis zum Ende folgen, sie mündet in einem großen Parkplatz.
GPS: N 47°45‘42‘‘, E 8°56‘06‘‘
Der Campingplatz besteht aus zwei Bereichen: Der eine liegt in unmittelbarer Ufernähe und beim Café-Bistro Böhringer See mit lauschigem Biergarten und Blick auf den See, der andere ist eine großen Wiese, auf der sich die Stellplätze befinden. Dazwischen ist ein großes abgeschlossenes Areal für Dauercamper. Direkt beim Bistro (sehr leckeres Essen!) stehen je nach Größe sechs bis acht Wohnmobilplätze zur Verfügung, die direkt bei den Sanitäranlagen liegen. Diese sind von der Stellplatzwiese recht weit entfernt, was man einkalkulieren sollte, wenn man mit einem Campingbus unterwegs ist. Ansonsten ist die Wiese sehr idyllisch und inmitten der Natur gelegen mit Spülbecken und Stromanschlüssen. Direkt neben dem Platz befindet sich eine Badeanstalt, ein Bäcker ist im Ort und zu Fuß in einem 1 Kilometer langen Spaziergang erreichbar.
WOHNMOBILSTELLPLATZ METTNAU
ADRESSE: Strandbadstraße, 78315 Radolfzell am Bodensee, info@radolfzell-tourismus.de
ANFAHRT: Vom Zentrum Radolfzells Richtung Halbinsel Mettnau fahren. Am Kreisverkehr auf die Strandbadstraße fahren, der Stellplatz folgt nach der nächsten Abzweigung linkerhand.
GPS: N 47°44‘18‘‘, E 8°58‘44‘‘
Im Juli 2019 neu eröffneter, sehr gepflegter Stellplatz am Beginn der Halbinsel Mettnau für etwa 31 Reisemobile. Großzügige Stellplätze für je zwei Wohnmobile. Modernes, helles Sanitärgebäude, das mit einer Servicekarte zugänglich ist. Diese wird für die Nutzung von Strom, Wasser, Duschen und WC benötigt. Man erhält die Karte am Automaten beim Kauf eines Stellplatztickets und der Bezahlung einer Pfandgebühr in Höhe von 10 Euro. Jede Parzelle verfügt über einen eigenen Stromanschluss. WLAN, Ver- und Entsorgung vorhanden. Ruhige, ortsnahe Lage, eine Bushaltestelle befindet sich ebenfalls ganz in der Nähe.

Auf einer Wiese liegen die Touristenplätze des Campingplatzes Böhringen.

Das Mac Museum Art & Cars

Neuer Wohnmobilstellplatz Mettnau
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TOSENDER RIESE MIT SPRÜHKRAFT
Am Naturspektakel Rheinfall Schaffhausen

Imposant stürzt das Wasser des Rheinfall Schaffhausen in die Tiefe.
Die Schweizer Stadt Schaffhausen im gleichnamigen Kanton ist vor allem für eines berühmt: den größten Wasserfall Europas. 235Meter hoch und 150 Meter breit lässt er in einem naturgewaltigen Schauspiel 600 Kubikmeter Wasser pro Sekunde in die Tiefe stürzen. Ein Abstecher dorthin ist ein Muss bei einem Bodenseetrip.
Schaffhausen ist allein wegen des Rheinfalls und der damit verbundenen Attraktionen und Sehenswürdigkeiten einen Besuch wert. Für kurze Wege zu dem Naturschauspiel und den Angeboten drumherum stehen ein Campingplatz und ein Wohnmobilstellplatz zur Verfügung. Vom Stellplatz aus kann man sogar bequem zu Fuß zum Rheinfall laufen, das Fahrzeug also stehen lassen.
ERSTE ATTRAKTION AM PLATZ
Auch die sehenswerte historische Altstadt muss zurückstecken: Der Rheinfall ist nun mal das Highlight Nummer 1 von Schaffhausen. Genau genommen befindet sich der Wasserfall etwa vier Kilometer westlich von Schaffhausen auf den Stadtgebieten von Neuhausen am Rheinfall und Schloss Laufen am Rheinfall, Dachsen. Zwei riesige Besucherparkplätze bieten auch großen Wohnmobilen Platz. Während der beim Eingang meist früh belegt ist, läuft man vom größeren der beiden Parkplätze über einen Zugangsweg durch den Wald zum Kassenbereich. Alternativ kann man mit der nostalgischen Bimmelbahn Rhyfall Express von der Stadt Schaffhausen zum Rheinfall tuckern. Aus- und Wiederzustieg bei Bedarf jederzeit möglich.
Hat man das Eintrittsgeld entrichtet, erreicht man auf dem Gelände rechts und links des Wasserfalls Aussichtsplattformen, von denen aus man den tosenden Wasserfallmassen dabei zuschauen kann, wie sie sich in ein 13 Meter tiefes Becken ergießen. Einen besonderen Kick erlebt man, wenn man die Klippe besteigt, an der sich der Wasserfall hinabstürzt. Das ist natürlich nur im Rahmen einer Bootsfahrt mit dem Rhyfall-Mändli (Gelbe Linie) möglich. Abenteuerlich arbeitet sich das Boot durch unruhiges Gewässer an den Fuß des Felsens, entlädt dort die Fahrgäste, die über schmale, steile Treppen den Felssporn erklimmen, und holt sie später wieder ab.
Wer bequemer in den Genuss des Sprühnebels gelangen will, dem sei ebenfalls eine Bootsfahrt empfohlen und zwar zu dem am Wasserfallbecken thronenden Schloss Laufen. Vom Anleger aus führt ein gläserner Fahrstuhl abenteuerlich die Klippen entlang nach oben zur Aussichtsplattform. Insgesamt stehen mit dem Rhyfall-Mändli vier farbig markierte Routen rund um den Rheinfall zur Verfügung. Neben der Gelben Linie gibt es reine Fährverbindungen zwischen den beiden Rheinseiten, aber auch Rundfahrten durch das gesamte Rheinfallbecken.
Ohne Boot gibt es diverse Rundwander- und Spazierwege um den Wasserfall herum, die das Gebiet rund um den Rheinfall für »Landratten« erschließen.
Besonders romantisch und stimmungsvoll ist die abendliche Illumination des Rheinfalls. Diese ist täglich außer bei Vollmond und dem Folgetag in Betrieb und kann von einem der Restaurants am Rheinfall bei einem gemütlichen Abendessen besonders schön zelebriert werden. Noch beeindruckender ist das Feuerwerk »Fire on the rocks«, das Ende Juli stattfindet. Dieses Event hat regelmäßig ein hohes Besucheraufkommen, weshalb sich eine frühe Anreise oder eine ohne Fahrzeug empfiehlt.

Das Wahrzeichen der Stadt ist die Festung Munot aus dem 16. Jahrhundert.

Bei tosendem Wellengang nähern sich die Boote dem Felsen mit der Aussichtsplattform.

Miniaturwelt Smilestones

Stein am Rhein en miniature
DAS ANGEBOT AUSSENHERUM
Mitten auf einer kleinen Rheininsel im Becken des Rheinfalls befindet sich das charmante Schlösschen Wörth, eine Burg aus dem 12. Jahrhundert. Das Schlösschen ist äußerst hübsch anzusehen mit einem sechseckigen Turm und seiner Lage auf dem vom Rhein umflossenen Felsen. Es ist über einen Steg erreichbar und beherbergt im Inneren ein Restaurant.
Bei sportlich ambitionierten Besuchern steht der Adventure Park Rheinfall sehr hoch im Kurs. Wie der Name schon vermuten lässt, befindet sich der Hochseilgarten nahe dem Rheinfall an der Rheinschlinge und dem Kopfende des Wasserfalls. Und wenn man sich durch die Baumwipfel hangelt, ergeben sich zur Belohnung Blicke aus der Vogelperspektive auf den Wasserfall!
Die Schweiz aus einer neuen Perspektive kennenlernen kann man in der überdachten Miniaturwelt Smilestones. Sie zeigt die Schweiz in all ihrer Schönheit anhand von Eisenbahnlinien mit Zügen, Landschaft, fahrenden Autos und Bergbahnen sowie Figuren. Es ist die größte Miniaturwelt der Schweiz. Bislang gibt es die Regionen »Vom Säntis bis zum Rheinfall« und »Das Berner Oberland« zu sehen, geplant sind weitere Gebiete der Schweiz, die auf der derselben Anlage entstehen. Besonders imposant ist der Rheinfall, der wie echt wirkt.

Im Swiss Science Center Technorama …

… darf man experimentieren.
SCHAFFHAUSEN SELBST
Es ist eine mittelalterliche Stadt, die oft im Schatten des berühmten Wasserfalls steht. Schon alleine die verwinkelten Gässchen, die vielen Erker (was Schaffhausen den Beinamen »Erkerstadt« verlieh) und die einladenden Straßencafés lohnen einen Besuch der 36 600-Einwohner-Stadt. Die schöne historische Altstadt ist autofrei und liegt direkt am Rheinufer. Von der mittelalterlichen Stadtbefestigung sind noch der Obertorturm und das Schwabentor erhalten. Gotische und barocke Bürgerhäuser zieren mit ihren Fresken und bildhauerisch gestalteten Fassaden das Ortsbild.
Die romanische Münsterkirche in der südlichen Altstadt liegt inmitten des Klosters Allerheiligen mit einem öffentlich zugänglichen Kreuzgang. Während das Kloster eine Benediktinerabtei war, ist das Münster heute eine evangelisch-reformierte Pfarrkirche. Neben dem Münster umfasst die Klosteranlage mehrere Kapellen aus verschiedenen Epochen.
Im Museum zu Allerheiligen innerhalb des Klosters werden Archäologie, Geschichte, Kunst und Naturkunde der Region präsentiert. Damit vereint es als großes Universalmuseum unter einem Dach unterschiedliche Themen in umfangreichen Dauer- und regelmäßigen Wechselausstellungen. Die Exponate sind zum größten Teil in den Räumen des ehemaligen Benediktinerklosters untergebracht.
Als Wahrzeichen wacht der Munot über Schaffhausen. Das ist eine beeindruckende Festung im Zentrum der Stadt aus dem 16. Jahrhundert oben auf dem Emmersberg. Erbaut aus Quader- und Bruchsteinen wirkt sie ausgesprochen wehrhaft, musste aber tatsächlich nur ein einziges Mal für den Verteidigungsfall herhalten und zwar im Jahr 1799, als die französischen Truppen sich vor den Österreichern zurückzogen. Heute dient die weithin sichtbare, sehr ansehnliche Anlage als Veranstaltungs- und Kulturzentrum. Es lohnt sich ein Blick auf die Homepage des Munotvereins, um ein passendes Event zu finden, das man gerne besuchen möchte (siehe »Auf einen Blick«). Außerdem werden Führungen angeboten, die gut eine Stunde dauern und unter anderem in einen Wehrgang und einen unterirdischen Gang vordringen.
NICHT NUR BEI SCHLECHTEM WETTER
Eine Institution in der Nähe von Schaffhausen ist das Swiss Science Center Technorama im Schweizerischen Winterthur. Technik und Natur werden Besuchern jeden Alters auf spielerische, interaktive, experimentelle und vor allem hautnahe Art und Weise nähergebracht. 28 Kilometer ist dieser Ganztagesausflug von Schaffhausen entfernt – die Strecke lohnt sich auf jeden Fall, bei Weitem nicht nur für Familien mit Kindern. Die Ausstellungen wechseln ständig, das Personal beantwortet die Fragen der Besucher, und interessante Präsentationen laden zum Anfassen und Ausprobieren ein. Insgesamt befinden sich auf einer Ausstellungsfläche von 6500 Quadratmetern über 500 Experimentierstationen.
Es werden außerdem Workshops zu Themen aus der Biologie, Chemie und Physik angeboten, ständig finden spezielle Vorführungen und Demonstrationen statt, und in den AdventureRooms werden mit dem im Technorama vermittelten Wissen ähnlich wie bei einem Escape Room Rätsel gelöst, um dem Raum entkommen zu können. Es gibt Open-Air-Exponate im Park, ein Restaurant und eine Picknickzone sowie einen sehr schönen Museumsshop.
Rechts neben dem Eingangs- und Kassenbereich führt ein Weg außerhalb des Geländes (ganz legal!) zu einer Brücke, die direkt gegenüber vom Rheinfall schöne Blicke – allerdings ohne Sprühnebel – auf den Wasserfall bietet. Damit umgeht man die Eintrittsgebühr. Viele Besucher machen von dieser Möglichkeit Gebrauch, den Wasserfall von recht nah kostenlos zu bestaunen.
Unter anderem durch das Schaffhauserland führt die Grand Tour of Switzerland. Diese geht auf 1600 Kilometern, landschaftlich höchst reizvoll und durch vier Sprachregionen, über fünf Alpenpässe zu zahlreichen UNESCO-Welterbestätten, Seen und Biosphären. Aus Richtung Zürich erreicht man zunächst den Rheinfall, dann die mittelalterliche Stadt Schaffhausen und schließlich Stein am Rhein (siehe Ziel 3).
AUF EINEN BLICK
STADT/REGION: Schaffhausen/Kanton Schaffhausen
BESTE REISEZEIT: April–Oktober
OPTIMALE REISEDAUER: 1–2 Tage
TOURISTINFO: Schaffhauserland Tourismus, Herrenacker 15, CH-8200 Schaffhausen, Tel. +41 52 632 40 20
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