Kitabı oku: «Wochenend und Wohnmobil - Kleine Auszeiten im Schwarzwald»

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ZIELE IM ÜBERBLICK


Murgtal
Sasbachwalden
Nationalpark Schwarzwald
Baiersbronn
Freudenstadt
Gutach und Triberg
Titisee
Schluchsee
Feldberg
Belchen
Freiburg

KLEINE AUSZEITEN IM

-SCHWARZWALD-



INHALT

EINLEITUNG

Ferienregion Schwarzwald Das größte Mittelgebirge Deutschlands

1 Hinein ins schöne Murgtal Forbach und das wildromantische Schluchtental

2 Im Fachwerk- und Blumendorf Sasbachwalden am Westrand des Schwarzwaldes

3 Im Park am Ruhestein Unterwegs im Nationalpark Schwarzwald

4 Genuss für Leib und Seele Baiersbronn: Mehr Schwarzwald gibt’s nirgends

5 Mitten im Nordschwarzwald Malerisches und modernes Freudenstadt

6 Der Mittlere Schwarzwald Gutach und Triberg im geografischen Zentrum

7 Perle im Hochschwarzwald Urlaubsparadies Titisee

8 See mit vielen Superlativen Kurort Schluchsee am gleichnamigen Stausee

9 Auf dem Schwarzwald-Gipfel Majestätischer Feldberg

10 Aussichtsreicher Panoramaberg Ganzjährige Action auf dem Belchen

11 Die Hauptstadt im Schwarzwald Perfekte Stadt-Natur-Kombi Freiburg

Orts- und Sachregister

Impressum


Der Schwarzwald ist ein Paradies für Wohnmobilreisende.

FERIENREGION SCHWARZWALD
Das grösste Mittelgebirge Deutschlands


Natur-Highlight im Südwesten Baden-Württembergs

Auf 11 100 Quadratkilometern erstreckt sich die Ferienregion Schwarzwald – das ist eine Menge und diese Fläche beinhaltet Abwechslung, Ursprünglichkeit und Natur, Natur und noch mal Natur …

Der Schwarzwald liegt im Südwesten Baden-Württembergs, ist das meistbesuchte und größte zusammenhängende Mittelgebirge Deutschlands und die wichtigste Tourismusregion des Bundeslandes. Er wird im Westen flankiert von der französischen Grenze und im südlichen Bereich grenzt er an die Schweiz.

Im Nordschwarzwald beherrschen langgezogene Waldberge die Kulisse, im mittleren Schwarzwald sind es breite Wiesentäler und im Südschwarzwald dominieren die baumfreien Bergkuppen mit dem höchsten Vertreter, dem Feldberg mit seinen knapp 1500 Metern. Jede einzelne dieser Regionen ist abwechslungsreich und hat einen hohen Erlebniswert – keine dieser Regionen ist also innerhalb eines Aufenthaltes zu »schaffen«. Schon gar nicht ist es möglich, den gesamten Schwarzwald auf einmal kennenzulernen. Aber das macht auch nichts; wenn man einmal hier war, will man sowieso immer wieder kommen!

Da das Gebiet recht groß ist und so viel zu bieten hat, können nicht alle Randregionen in diesem Reiseführer mitberücksichtigt werden. Das Gebiet für die Touren wird definiert durch die Oberrheinische Tiefebene im Westen, die Linie Karlsruhe-Pforzheim im Norden, den Verlauf der B294 und ab Schiltach der B462 im Osten und die Schweizer Grenze im Süden. Dabei nicht berücksichtigt sind am westlichen Rand die Kurstadt Baden-Baden und Offenburg, das Markgräflerland und der Kaiserstuhl, die südlichsten Städte direkt an der Schweizer Grenze und das Albtal im Norden.

NORDSCHWARZWALD

Zwischen Karlsruhe und Pforzheim im Norden und dem Renchtal und Freudenstadt im Süden erstreckt sich der Nordschwarzwald. Kantige, bewaldete Gipfel charakterisieren diesen Teil des Schwarzwaldes, der sich mit Höhen bis zu 1000 Metern über die Rheinebene erhebt. Die höchste Erhebung ist mit 1164 Metern die Hornisgrinde. Der nördliche Teil ist der waldreichste des gesamten Schwarzwaldes. Etliche Flussläufe durchziehen den Nordschwarzwald, darunter die Murg, die Nagold und die Enz. Auch diverse Karseen sind typisch für die Region, allen voran der Mummelsee, aber auch der Sankenbachsee, der verwunschene Wildsee am Ruhestein oder der abgelegene Huzenbacher See.

Einer der beliebtesten Orte des Schwarzwaldes überhaupt ist der Tourismusmagnet Baiersbronn (nach Fläche immerhin die zweitgrößte Stadt Baden-Württembergs nach Stuttgart!), bekannt unter anderem für seine Spitzengastronomie. Im Nordschwarzwald befindet sich seit 2014 der anfangs sehr umstrittene Nationalpark Schwarzwald (siehe Ziel 3). Es ist der erste Nationalpark Baden-Württembergs, er liegt zwischen dem Murgtal und der Schwarzwaldhochstraße.


Zwei Klassiker: Kuckucksuhr und Walmdachhaus


Eldorado für Radfahrer

MITTLERER SCHWARZWALD

Zwischen den Südausläufern des Kniebis und dem Renchtal bis kurz vor Freiburg reicht das Gebiet des Mittleren Schwarzwaldes. Das Kinzigtal dominiert die Mitte der Mitte zwischen Offenburg im Westen und vorbei an vielen Nebentälern, schmucken Städtchen und verträumten Orten sowie abgelegenen Schwarzwaldhöfen bis tief hinein in den Schwarzwald mit Schiltach und Schramberg als östlicher Grenze.

Hier sind es mehr die schmalen Bergrücken, fast schon zierlich gegen die kantigen Pendants im Nordschwarzwald. Talsohlen und hügelige Hochtallandschaften kennzeichnen das Landschaftsbild. Eines der vielen Highlights sind die Triberger Wasserfälle, ihres Zeichens höchste und bekannteste Wasserfälle Deutschlands.

Die Fachwerkstädtchen Gengenbach, Wolfach oder Schiltach brillieren mit ihren malerischen Hausfassaden. Der Bollenhut, Symbol des Schwarzwaldes, kommt ebenso aus dem Mittleren Schwarzwald wie die Kuckucksuhr, ebenfalls ein Klassiker aus dem Schwarzwald.

SÜDSCHWARZWALD

Der Südschwarzwald ist der höchste Teil des Schwarzwaldes – mit einem Hochgebiet, von dem die Täler ausgehen. Die Gipfel des Feldberges, des Belchen und des Schauinsland überragen die Rheinebene mit Höhenlagen bis zu 1500 Metern. Im Südschwarzwald gibt es mit dem 2016 geschaffenen Biosphärengebiet und dem Naturpark Südschwarzwald geschützte Naturräume. Der Waldanteil ist bei weitem nicht so hoch wie im Mittleren und vor allem nicht wie im Nordschwarzwald.

Für den Südschwarzwald Highlights zu benennen, ist ein schwieriges Unterfangen, denn der ganze Süden ist ein einziges Highlight. Wo anfangen? Freiburg ist als Stadt die Perle des Schwarzwaldes, die beiden lieblichen Bergseen Titisee und Schluchsee sind zu Recht touristische Magnete, die Wutachschlucht ist ein Naturspektakel und der Feldberg als höchster Berg Baden-Württembergs ist sowieso eine Attraktion für sich. Subalpin geht es hier zu und wem das nicht reicht, kann sich am Fernblick auf die Alpen, die Vogesen und den Mont Blanc erfreuen.

Zahlreiche Freizeitaktivitäten, Kultur und Tradition machen den Südschwarzwald neben den charmanten Städten und der sanften Natur zu einem wunderbaren Ausflugsziel

CHARAKTERISTIKA

Fünf Dinge sind es, die mehr als alles andere den Schwarzwald symbolisieren: der Bollenhut, die Kuckucksuhr, der Schwarzwälder Schinken sowie die Schwarzwälder Kirschtorte und das Schwarzwaldhaus.


Schwarzwälder Schinken und Kuckucksuhren …


… sind Markenzeichen.

Natur genießen, Seele baumeln lassen – Schwarzwald als ideales Campingziel

Der Bollenhut ist ein Strohhut mit aufgesetzten Bommeln aus Wolle, der seit etwa 1800 zur Tracht der Frauen gehört und aus dem Mittleren Schwarzwald stammt (ausführlich hierzu Ziel 6), aber inzwischen zum Symbol des gesamten Schwarzwaldes geworden ist.

Weltruhm hat die Kuckucksuhr erlangt, deren Gehäuse-Grundform ein Häuschen mit Schrägdach ist, mehr oder weniger reich verziert mit geschnitzten Holzornamenten. Ein mechanischer Kuckuck, der hinter einer Tür oberhalb des Zifferblattes angebracht ist, schwingt meist zu jeder vollen Stunde aus der Tür und gibt die Stundenanzahl mit Kuckucksrufen an.

Die kulinarische Köstlichkeit Schwarzwälder Schinken ist seit 1997 als regionale Herkunftsangabe geschützt. Es handelt sich um einen knochenlosen, geräucherten Rohschinken. Um den Schinken als Schwarzwälder Schinken verkaufen zu dürfen, muss er im Schwarzwald hergestellt, geschnitten und verpackt werden.

Ebenfalls lecker und eine Institution ist die Schwarzwälder Kirschtorte, eine Sahnetorte, die mit einem Kirschwasser-aromatisierten Schokobiskuitboden, einer Kirschfüllung, Sahne, Kirschen und Schokoraspeln als Verzierung ausgestattet einen Kalorienangriff startet.

Unendlich malerisch präsentieren sich die typischen Schwarzwaldhäuser, erkennbar an dem an den Seiten weit herabgezogenen Walm- oder Krüppelwalmdach, das von der Firstsäule getragen wird. Es handelt sich dabei um ehemalige Wohnstallhäuser, die besonders im Südschwarzwald verbreitet sind.

TOURISTISCHE STRASSEN

Es gibt zwei dominante Fernstraßen im Schwarzwald, beide ein Traum für Wohnmobilfahrer: die Schwarzwaldhochstraße (B500), die in Baden-Baden beginnt, dann steil den Hauptkamm des Nordschwarzwaldes erklimmt, den Mummelsee passiert und mit ihm die Hornisgrinde, den höchsten Berg im Nordschwarzwald, tangiert. Das Naturschutzzentrum mit dem Verwaltungssitz des Nationalparks am Ruhestein liegt ebenfalls am Streckenverlauf, bevor es über die Höhenzüge des Schliffkopfs vorbei am Kniebis geht und die Straße schließlich in Freudenstadt endet. Über 60 Kilometer weit führt sie vorbei an sehenswerten Dörfern und durch unberührte Natur.

Das Schwarzwälder Symbol Kuckucksuhr rückt auf der Deutschen Uhrenstraße in den Vordergrund. Hier wird der Fokus zwar auf die Zentren der Schwarzwälder Uhrenherstellung gelegt, beispielsweise mit der weltgrößten Kuckucksuhr in Schonach, dennoch verbirgt sich auch viel Natur links und rechts der Straßenführung. So liegen beispielsweise die Triberger Wasserfälle und der Titisee direkt an der Deutschen Uhrenstraße. Die Ferienstraße startet im Mittleren Schwarzwald, durch den sie eine Schleife zieht, und führt bis nach Lenzkirch im Süden.

GUTE INFRASTRUKTUR FÜR WOHNMOBILISTEN

Nahezu flächendeckend stehen im Schwarzwald Stell- und Campingplätze zur Verfügung. Unterschiedlich ausgestattet sind einige von ihnen so schön, dass man buchstäblich die Qual der Wahl hat, wo man stehen möchte. Sei es der Platz in einem waldigen Tal direkt am Bach oder direkt am Ufer des Titisees oder Schluchsees oder sei es der Stellplatz mit einem Rundumblick auf Wiesen – man möchte am liebsten jede Nacht umziehen, um in den Genuss jedes Platzes kommen zu können. Meist ist es sinnvoll und empfehlenswert, den Platz im Voraus zu reservieren, denn immerhin haben wir es hier mit einer der beliebtesten Tourismusregionen Deutschlands zu tun. Das bedeutet vor allem für die Sommermonate und rund um die Highlights, dass es schon mal voll werden kann. Auch wenn man aus diesem Grund die Sommermonate nach Möglichkeit meiden sollte, sind doch gerade diese besonders schön, wenn die drückende Sommerhitze durch die gute Schwarzwaldluft abgemildert wird.

AKTIVITÄTEN

Auf der Liste möglicher Freizeitaktivitäten steht ganz oben das Wandern. Der Schwarzwald, egal welche Region, ist ein Wanderparadies sondergleichen. Und das das ganze Jahr über! Was darf’s sein: badische Weinhänge am Westrand, hohe Gipfel oder doch lieber tiefe Schluchten? So vielseitig die Naturlandschaft ist, so vielfältig sind die Angebote für Wanderer. Etliche Panoramawege, viele davon prämiert, verteilen sich auf den Schwarzwald. Jeder einzelne ist ein Erlebnis – aber es muss kein prämierter Weg sein. Eigentlich ist jede Wanderung jedweder Länge etwas ganz Besonderes. Und immer mit dabei: die herrliche Schwarzwaldluft!

Der Schwarzwaldverein prüft und wartet das fast 24 000 Kilometer umfassende Netz an Wanderwegen regelmäßig. Und das merkt man auch. Sei es die Picknickbank mit Ausblick, die zuverlässige Ausschilderung oder die an den richtigen Stellen platzierten Holzbrückchen in einer Schlucht – man kann sich unbesorgt auf jeden Weg einlassen. So kann man sich auf die unverfälschte Natur konzentrieren, die Flora und Fauna entdecken und Entspannung und Abenteuer gleichermaßen finden.

Die malerische Landschaft lässt sich natürlich auch bestens mit dem Fahrrad erkunden. Ob mit dem klassischen Fahrrad, dem Mountainbike oder einem modernen E-Bike – auf zwei Rädern sieht man noch viel mehr von der atemberaubenden Natur und kann sich ganz einfangen lassen von den hohen Gipfeln und tiefen Schluchten.

Im Winter wird das ganze Sortiment an Winteraktivitäten geboten: Langlauf, Abfahrtski, Winterwandern, Schneeschuhwandern und Rodeln. Vorausgesetzt natürlich, es ist Schnee vorhanden. In den meisten Wintersportgebieten stehen künstliche Beschneiungsanlagen zur Unterstützung bereit. Im Sommer laden nicht nur die Flüsse und zahlreichen Kneippanlagen zu einer Erfrischung ein, sondern auch die zahlreichen Seen – ganz vorne seien natürlich auch hier wieder der Titisee und der Schluchsee genannt. Der Schwarzwald verfügt aber auch über eine große Bandbreite an Schwimmbädern; sowohl Freibäder als auch Hallenbäder und einige Erlebnisbäder sind vorhanden.

Spielt das Wetter einmal nicht so mit, kann man einem der zahlreichen Museen mit besonderen Schwerpunkten einen Besuch abstatten. Auch Bergwerke, Freilichtmuseen und Klöster laden zu einer Besichtigung ein.

Viele Vergünstigungen gibt es mit Gästekarten.


Typisches Walmdachhaus

BONUSKARTEN

An den meisten Campingplätzen erhält man für die Übernachtungsgebühr eine der Gästekarten, die im Schwarzwald verbreitet sind. Die KONUS-Gästekarte gilt als Freifahrt-Ticket für Busse und Bahnen kreuz und quer durch den Schwarzwald unabhängig vom jeweiligen Verkehrsverbund (ww.schwarzwald-tourismus.info/planen-buchen/konus-gaestekarte). Mit der SchwarzwaldCard erhält man bei etlichen Attraktionen freien Eintritt an drei frei wählbaren Tagen im Jahr (www.schwarzwald-tourismus.info/planen-buchen/schwarzwaldcard). Dann gibt es noch die Hochschwarzwald Card, die ebenfalls freien Eintritt zu über 100 Attraktionen gewährt (www.hochschwarzwald.de/card).

Die Karte SchwarzwaldPlus (www.schwarzwaldplus.de) kann für Ermäßigungen und freie Eintritte rund um Baiersbronn eingesetzt werden und die Gutachtal-Card (www.gutach-schwarzwald.de/tourismus/gutachtal-card) ermöglicht Vergünstigungen im Mittleren Schwarzwald. Lokale Karten einzelner Städte (beispielsweise Freiburg und Bad Dürrheim) ergänzen das Angebot.

Es lohnt sich, den Campingplatzbetreiber auf eine der Bonuskarten anzusprechen. Manche Campingplätze werben auch im Internet damit, eine der genannten Karten zur Verfügung zu stellen.

HINEIN INS SCHÖNE MURGTAL
Forbach und das wildromantische Schluchtental


Das Wiedenbachtal ist ein Seitental des Murgtals und ebenso malerisch.

1

Der Luftkurort Forbach zeichnet sich durch zwei Dinge aus: die zahlreichen Wander- und Freizeitaktivitäten im und rund um den Ort und seine Lage am Flüsschen Murg, dem wir im Nordschwarzwald des Öfteren begegnen werden. Dieses Ziel ist ein Traum für alle Naturliebhaber, denn viel anderes gibt es hier nicht …

Wie die meisten Städtchen entlang der B462, die sich kurvenreich und landschaftlich traumhaft schön das Murgtal hinaufwindet, bietet auch Forbach einen pittoresken Gesamtanblick. Weithin sichtbar ist die neuromanische Kirche, die das Bild dominiert. Man kann das Wohnmobil am Bahnhof parken und ans Ufer der Murg gehen. Dann fällt auch schnell der Blick auf das Kleinod der Ortschaft, die historische Holzbrücke. Sie prägt als überdachte Holzbrücke mit einem besonderen Brückenbogen das Ortsbild der Schwarzwald-Gemeinde. Denn sie wurde, 1778 fertiggestellt, auf einer Länge von knapp 38 Metern ohne Mittelpfeiler erbaut und ist somit die längste stabile freitragende überdachte Holzbrücke Europas. Fahrzeuge unter drei Tonnen dürfen die Brücke befahren. Nach einem Abbau der alten Brücke in den 1950er-Jahren wurde sie originalgetreu wiederaufgebaut und im Jahr 1955 feierlich eingeweiht.

Im Ortsteil Bermersbach befindet sich das Murgtal-Mueseum im ehemaligen Schulhaus und präsentiert ein Klassenzimmer der alten Dorfschule, Leben und Wohnen in früheren Zeiten, einen Dorfkrämerladen sowie Freizeit- und Handwerkstätigkeiten. Das soll es aber mit dem Sightseeing gewesen sein – Forbach lädt zum aktiven Urlauben ein. Ein umfangreiches Rad- und Wanderwegenetz umgibt den Ort, viele Themenwege stehen auch Familien mit Kindern zur Verfügung, man kann Kajak fahren oder sich an einem Murg-Rafting probieren, auch eine Flussbettwanderung mit Einstieg am Bahnhof von Forbach ist möglich. Steine und Felsbrocken sowie Gumpen machen den Weg durch den Fluss zu einer sportlichen und landschaftlich reizvollen Herausforderung.

Wer sich nicht auf eigene Faust den Weg durch den Fluss suchen möchte, kann dies unter fachkundiger Leitung tun. Beispielsweise führt das Unternehmen Adventure World/Murgtal-Arena mit Sitz in Bad Herrenalb Besucher durch das Flussbett, bietet aber auch Kajakkurse und Rafting und für besonders Wagemutige Gleitschirm-Tandemflüge an.

FORBACH LIEGT AM WUNDERSCHÖNEN RADWEG Tour de Murg. Das ist ein Weg, der am Stadtbahnhof von Freudenstadt (siehe Ziel 5) startet (oder endet) und offiziell bis zum Bahnhof nach Rastatt führt (oder dort startet). Da sich aber der spektakulärste Streckenabschnitt zwischen Forbach und Freudenstadt befindet, wird der Schwerpunkt auf diesen Teil gelegt. Es geht mal rechts, mal links der Murg entlang, in einem stetigen (und teils heftigen) Auf und Ab werden viele Höhenmeter bewältigt, aber die Landschaft entschädigt für alle Mühen. Ein spezieller Tipp ist es, eine der beiden Strecken mit der Karlsruher Stadtbahn zu fahren – das Mitnehmen eines Fahrrades ist problemlos möglich. Sowohl talauf- als auch talabwärts ist der Weg gut ausgeschildert.


Eine Flusswanderung durch die Murg ist ein Abenteuer!


Malerisch ist sowohl die neuromanische Kirche …


… als auch die historische Holzbrücke.

Herrlich schlängelt sich der Fluss Murg durch das von ihm geschaffene Tal.

Sowohl für sportlich aktive Urlauber als auch für Genießer ist das Montana-Badezentrum eine Empfehlung. Ausgestattet mit einem Nichtschwimmerbecken, einem Schwimmerbecken (beide sind über einen Schwimmkanal miteinander verbunden) und einem Sprungbecken mit Ein- und Dreimeterbrett sowie Liegewiesen, Sonnenterrasse, Kneippbecken und Spielflächen ist das schön angelegte Freibad ein Ausflugsziel für die ganze Familie.

Übrigens wird es ab Sommer 2021 in Forbach-Herrenwies im denkmalgeschützten ehemaligen Rossstall des Forsthauses Herrenwies mit dem Nationalparkzentrum ein Besucherzentrum des Nationalparks Schwarzwald geben (siehe auch Ziel 3). Dort kann man sich über den Nationalpark informieren, sich bezüglich Touren und Wanderungen beraten lassen und nach Veranstaltungen erkundigen.

DAS MURGTAL

Früher spielte der Fluss Murg eine wichtige Rolle als Handelsstraße für die Holz-Flößerei. Das geschlagene Holz wurde über die Murg transportiert, getrocknet und zu größeren Flößen montiert. Dann hat man es auf dem Rhein nach Mannheim und von dort teilweise bis in die Niederlande geflößt. Heute ist das Murgtal ein gut erschlossenes und sehr romantisches Tal, das als eins der größten und tiefsten mitten hinein in den Schwarzwald führt. Es gliedert sich in die Tallandschaften Oberes Murgtal im Bereich Baiersbronn (siehe Ziel 4) – hier prägen Auen und Wiesen das Landschaftsbild –, das Mittlere Murgtal rund um Forbach mit zahlreichen Waldschluchten und das Untere Murgtal mit richtig tiefen Schluchten und Gernsbach als Zentrum. Ab Kuppenheim fließt die Murg durch die Rheinebene und mündet schließlich bei Steinmauern in den Rhein.


Ganzjahresziel Schwarzenbachtalsperre


Auf der Schwarzwaldhochstraße

Wild und romantisch präsentieren sich Tal und Fluss, oft malerisch umgeben von schroffen Felsen, imposanten Wäldern und weiten Ebenen mit Streuobstwiesen. Schnuckelige Schwarzwald-Ortschaften schummeln sich dazwischen und sorgen für zusätzliche Abwechslung. Eine Fahrt mit dem Wohnmobil durch das Murgtal ist ein Erlebnis und man sollte ausreichend Zeit dafür einplanen. Sowohl fürs Aussteigen, um die einzigartige Atmosphäre zu genießen und Relikte wie alte Mühlen zu bewundern (die Zeit scheint an manchen Stellen einfach stehengeblieben zu sein), als auch zum Wandern. Oder um die Gegend per Fahrrad zu erkunden – zum Beispiel auf Teilstrecken der Tour de Murg (siehe Tipp).

STAUSEE IN TRAUMLAGE

Luftlinie ist sie nur einen Katzensprung entfernt, aber auch mit dem Wohnmobil innerhalb einer Fahrt von nur zehn Minuten zu erreichen: die Schwarzenbachtalsperre. Der Stausee dient der Stromgewinnung. 668 Meter hoch gelegen zwischen dem Murgtal und der B500 (als Schwarzwaldhochstraße bekannt) und umrahmt von den Bergen des Schwarzwaldes, ist der See ein beliebtes Ziel und bei schönem Wetter bevölkert von Ausflüglern (allen voran Motorradfahrern). Dann stehen Bootfahren, Wandern, Radfahren und Baden auf dem Programm. Auch im Winter hat die Schwarzenbachtalsperre ihren Reiz, sodass sie ein lohnendes Ganzjahresziel darstellt. Die 400 Meter lange Mauerkrone kann begangen werden. An einem Kiosk befindet sich ein hübscher Badeplatz. Baden ist weder ausdrücklich erlaubt noch verboten, sondern wird vielmehr auf eigene Verantwortung geduldet. Manchmal gibt es einen Blaualgenbefall im See, dann wird auf Hinweisschildern davor gewarnt und das Baden verboten. Von Mai bis Oktober kann man nahe der Staumauer an einem Anlegesteg Tretboote und Elektroboote ausleihen.


EIN 6,5 KILOMETER LANGER Wanderweg umrundet einmal komplett den Stausee der Schwarzenbachtalsperre. Auf der nördlichen Uferseite geht man direkt am See entlang, auf der südlichen Seite führt der Weg durch den schattigen Wald. Auf Informationstafeln erfährt man Interessantes über die Baugeschichte der Talsperre und die Technik der Stromgewinnung.

FREIZEITANLAGE AN DER SCHWARZWALDHOCHSTRASSE

Ist man schon mal an der Schwarzenbachtalsperre, sind es über den Mini-Ort Herrenweis nur zehn Kilometer bis zum Mehliskopf (von Forbach aus sind es 19 Kilometer). Im Zentrum des Interesses steht der knapp über 1000 Meter hohe Berg Mehliskopf im Hauptkamm des Nordschwarzwaldes. Oberhalb der Schwarzwaldhochstraße gelegen, ragt der östliche Teil des Berges schon in das Terrain des Nationalparks Schwarzwald hinein (siehe Ziel 3).

Auf dem Gipfelplateau befindet sich der steinerne Mehliskopf-Turm. Das ist ein elf Meter hoher Aussichtsturm mit einer überdachten Aussichtsplattform aus Holz. Vom Parkplatz des Freizeitzentrums Mehliskopf aus erreicht man den Turm in einem zwei Kilometer langen Fußmarsch.

Der Trubel an diesem Schwarzwaldberg spielt sich jedoch definitiv an dessen Nordflanke ab, nämlich beim Freizeitzentrum Mehliskopf. Bestehend aus einer Bobbahn, Downhill-Carts und einem Klettergarten sowie einem Snowpark, einem Skihang mit Liften und zahlreichen Skiwanderwegen ist die Anlage ein Ganzjahresziel. Highlight ist sicherlich die Bobbahn, bei der man auf einer Bahnlänge von 1,3 Kilometern mit Geschwindigkeiten von bis zu 40 Stundenkilometern auf stählernen Schienen und durch zahlreiche Steilkurven bergab brettert.

In sieben Parcours unterschiedlicher Schwierigkeitsgrade von Baum zu Baum klettern kann man im Klettergarten, der für jeden Übungsgrad geeignet ist (Kinder ab sechs Jahren). Ein großer Spaß ist die Downhill-Fahrt in einem Bullcart – das sind spezielle Dreiräder, die man per Schlepplift bequem bergauf transportiert bekommt und mit denen man auf einer eigenen Piste hinabsausen kann. Es geht 400 Meter bergauf und 500 Meter bergab.

Wer noch nicht genug ausgepowert ist, kann sich am Bungee-Trampolin austoben oder sich ein Mountainbike ausleihen. Die Lage des Freizeitzentrums inmitten des Bike-Wegenetzes Murg-Enz bietet zahlreiche Möglichkeiten.

VIER NATUR-HIGHLIGHTS

Zur Entspannung geht es nun noch einmal zurück in die Natur. Vier ganz besondere Leckerbissen hat die Region zu bieten: Das sind der Wildnispfad an der Schwarzwaldhochstraße, die Badener Höhe, die Gertelbach-Wasserfälle und der Geroldsauer Wasserfall.

Das erste dieser Ziele, der Wildnispfad, liegt ganz nahe beim Freizeitzentrum Mehliskopf an der Schwarzwaldhochstraße. Dieser Pfad hat es in sich und ist ein Abenteuer für Groß und Klein. Denn ein schmaler Weg führt im wahrsten Sinne des Wortes über Stock und Stein durch den Wald, über querliegende Baumstämme oder unter ihnen hindurch und steile Treppen oder Leitern müssen bewältigt werden. Ein Adlerhorst mit Aussichtsplattform ist der Höhepunkt der Wanderung durch die Wildnis. Warum hier alles der Natur überlassen wird? Orkan Lothar fegte 1999 durch diesen Wald und riss einen großen Teil der uralten Bäume um. Seitdem entwickelt sich der Wald ohne menschliches Zutun neu und überall sprießt neues Leben. Informationstafeln begleiten den Weg und erläutern das Konzept. Die gesamte Streckenlänge beträgt 4,5 Kilometer, man kann den Weg jedoch auf 2,8 beziehungsweise 3,5 Kilometer abkürzen. Da es mitunter wirklich unwegsam zugeht, sollte man den zeitlichen Aufwand nicht unterschätzen. Außerdem sollte im hölzernen Nest des Adlerhorstes unbedingt eine Picknickpause eingelegt werden.


Rasante Kart-Abfahrt am Mehliskopf


Klettergarten am Mehliskopf


Der Adlerhorst ist das Highlight des Wildnispfades.

Hinweis: Der Weg ist für ganz junge Kinder nicht geeignet, da eine gute Kondition für die Bewältigung der natürlichen Hindernisse nötig ist. Das Wohnmobil kann man am Parkplatz Plättig auf der dem Einstieg gegenüberliegenden Straßenseite der Schwarzwaldhochstraße parken.

Aussichtsturm auf der Badener Höhe


Wilde Gertelbachschlucht

Vom Mehliskopf über den Ort Herrenwies fährt man, wenn man zur Badener Höhe möchte. Das ist der Name eines knapp über 1000 Meter hohen Berges auf den Gemarkungen von Baden-Baden und Forbach innerhalb des Nationalparks Schwarzwald und oberhalb des Forbacher Ortsteils Herrenwies. Highlight ist der auf dem Gipfelplateau thronende Friedrichsturm, ein 34 Meter hoher Steinturm, dessen Grundstein 1890 von Großherzog Friedrich I. von Baden höchstpersönlich gelegt wurde, 1891 weihte er den nach ihm benannten Turm ein. Über 168 Stufen erreicht man eine eiserne Kuppel, von der aus sich ein sensationeller Blick über den Nordschwarzwald ergibt, bei gutem Wetter sogar bis zur Rheinebene, zu den Vogesen und zum Pfälzerwald. Für ein Picknick stehen eine Schutzhütte sowie Bänke und Tische zur Verfügung. Man erreicht die Badener Höhe zu Fuß oder mit dem Mountainbike.

Der kürzeste Fußweg zur Badener Höhe und zum Friedrichsturm startet am Parkplatz des ehemaligen Kurhauses Sand an der Schwarzwaldhochstraße; von hier aus sind es 3,5 Kilometer bis zum Aussichtsturm. Eine anspruchsvollere Alternative ist es, ab dem Ortszentrum von Herrenwies zum Aussichtsturm zu wandern, dann beträgt die Wegstrecke 8,5 Kilometer. Einen Katzensprung vom Mehliskopf entfernt befindet sich die wildromantische Gertelbachschlucht mit den Gertelbach-Wasserfällen. Ausgangspunkt ist der Wiedenbach-Parkplatz. Über das Wiedenbachtal gelangt man hinein in die Schlucht, durch die sich ein schmaler Pfad über Stege, Stufen und verwitterte Holzbrückchen schlängelt. Der Weg führt mal links, mal rechts am Gertelbach entlang. Im spektakulärsten Teil der Klamm stürzt sich in mehreren Stufen Wasser über riesige und mit Moos bewachsene Granitblöcke. Einen Rundweg kann man aus der Tour machen, wenn man von den oberen Gertelbach-Fällen über das Hotel Wiedenfelsen (sehr empfehlenswert ist der Ausblick vom Wiedenfelsen) und dem Paradiesweg der gelben Raute folgend weiterwandert. Es geht zur Hertahütte, dann zum Waldgasthaus Kohlbergwiese mit Biergarten und dann über den Talweg zurück zur Autostraße und zum Parkplatz Wiedenbach. Diese große Runde ist elf Kilometer lang und beinhaltet 377 Höhenmeter.

Ein verwunschenes Kleinod ist der Geroldsauer Wasserfall. Ein angenehmer Spaziergang durch ein wildromantisches Bachtal führt dorthin; er ist 1,5 Kilometer lang (einfacher Weg) und es sind nur 100 Höhenmeter zu bewältigen. Urwaldähnlich führt der Fußpfad über Stege und kleine Brückchen durch die kühle Schlucht des Grobbachs, weshalb dieser Weg vor allem im Hochsommer eine Empfehlung ist. Startpunkt ist der Waldparkplatz Geroldsauer Wasserfall. Highlight ist der Grobbach, der sich über eine neun Meter hohe Stufe als Geroldsauer Wasserfall eindrucksvoll in die Tiefe stürzt. Während der Blütezeit wird der Wasserfall von blühendem Rhododendron eingerahmt.

Kurz nach dem Wasserfall gibt es die Möglichkeit, sich in der Waldgaststätte Bütthof zu stärken, bevor es auf demselben Weg zurück zum Parkplatz geht. Von Forbach aus gelangt man in einer 30-minütigen, kurvenreichen Fahrt in nordwestliche Richtung zum Ausgangspunkt der Wanderung. Rund um den Gasthof gibt es weitere Wanderungen.

AUF EINEN BLICK

Info

STADT/REGION: Forbach/Landkreis Rastatt

BESTE REISEZEIT: Mai–Oktober

OPTIMALE REISEDAUER: 2–3 Tage

TOURIST-INFO: Tourist-Info Forbach, Landstraße 27, 76596 Forbach, Tel. 07228/390, Tourist-Info@forbach.de, www.forbach.de

SEHENSWÜRDIGKEITEN

MURGTAL-MUSEUM: Kirchstraße 15, 76596 Forbach, Tel. 07228/7 88, info@murgtalmueseum-bermersbach.de, www.murgtalmuseum-bermersbach.de

ADVENTURE WORLD MURGTAL-ARENA: Schwimmbadstraße 29, 76332 Bad Herrenalb, Tel. 0783/932 47 99, info@murgtal-arena.de, www.murgtal-arena.de

MONTANA-BADEZENTRUM: Murgtalstraße 1A, 76596 Forbach, Tel. 97228/24 02

BOOTSVERLEIH SCHWARZENBACHTALSPERRE: Tel. 0151/53 75 77 05, www.schwarzenbach-bootsverleih.de

FREIZEITZENTRUM MEHLISKOPF: Schwarzwaldhochstraße/Am Stadtwald 4, 77815 Sand bei Bühl/Baden, Tel. 07226/13 00, mail@mehliskopf.de, www.mehliskopf.de

CAMPINGPLATZ ERBERSBRONN

ADRESSE: Erbersbronn 18, 76596 Forbach, Tel. 07228/774, camping.spissinger@gmx.de, www.campingplatz-erbersbronn.de

ANFAHRT: Von Forbach über die B462 in südliche Richtung fahren. Nach 6 km links abbiegen, dann wieder nach links der Straße nach Erbersbronn folgen, der Campingplatz liegt links der Straße.

GPS: N 48°37‘54‘‘, E 08°18‘58‘‘ Ruhige, abgeschiedene und daher sehr idyllische Lage an einem Bach. Gute Ausstattung mit Waschmaschine und Trockner, Ver- und Entsorgung, Stromanschlüsse, Grillplatz, Tischtennis und Kinderspielplatz. Viele Dauercamper. Der Platz wird freundlich und familiär geführt. Morgens Brötchenservice. Schmale und kurvenreiche Zufahrtsstraße.

Abgeschieden: Camping Erbersbronn


Stellplatz Am Rappenfelsen

WOHNMOBILSTELLPLATZ AM RAPPENFELSEN FORBACH

ADRESSE: Murgtalstraße 1, 76596 Forbach, Tel. 0172/742 06 14

ANFAHRT: Über die B462 in den Ort Forbach hineinfahren und 500 m nach dem Montana-Badezentrum links auf die Murgstraße abbiegen und sofort wieder links auf die Murgtalstraße. Der Stellplatz folgt in einer Kurve (linke Straßenseite).

GPS: N 48°41‘20‘‘, E 8°21‘44‘‘ Wohnmobilstellplatz der Extraklasse: Zentral gelegen, aber trotzdem schöner Platz mit Blick über das Tal, sehr gute Ausstattung mit WLAN, Ver- und Entsorgung, Stromanschlüssen, Frischwasser und sogar Brötchen- und Gasflaschenservice. Gute Ausgangslage für alle Aktivitäten in und um Forbach, Supermarkt und Restaurants in der näheren Umgebung, Bahnhof in 400 Metern. Nette Betreiber, die immer ansprechbar sind. Stellplätze sind asphaltiert.

IM FACHWERK- UND BLUMENDORF
Sasbachwalden am Westrand des Schwarzwaldes


Historische Mühlen sind das Markenzeichen von Ottenhöfen.


Fachwerkort Sasbachwalden


Genuss mit Ausblick im Biergarten des Restaurants Spinnerhof

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Entlang einer sieben Kilometer langen Panoramastraße erstreckt sich der Ferienort Sasbachwalden mit seinen Fachwerkhäusern, den Restaurants, Gasthöfen und Weingütern und den umgebenden Obstbaumwiesen, Weinbergen und Kastanienwäldern. Bis hinauf zur Hornisgrinde reicht diese sagenhafte Ferienregion.

Sasbachwalden hat an sich schon viel zu bieten, doch auf dem Weg »nach oben« zur Hornisgrinde reihen sich Naturerlebnisse aneinander, die allesamt einen Ausflug wert sind. Der Ferienort am Westrand des Schwarzwaldes bietet hierfür einen guten Ausgangspunkt, sodass man nach der Besichtigung des zauberhaften Ortes in die Natur eintauchen kann.

SCHWARZWÄLDER WEINDORF

Wein, Blumen, Fachwerk, Kultur und Kulinarik – auf weniger kann man den im Ortenaukreis gelegenen Ort Sasbachwalden nicht beschränken! Überzeugen wir uns selbst von der Vielfalt und brechen auf zu einem Ortsrundgang. Der Ortskern ist von Fachwerkhäusern geprägt, den besten Blick über dieses denkmalgeschützte Ensemble genießt man von den umgebenden Weinbergen aus, insbesondere vom Aussichtspunkt Münsterblick.

Tipp

Einen sehr schönen Eindruck von Sasbachwalden und den genannten Sehenswürdigkeiten erhält man auf einem 2,8 Kilometer langen Stadtspaziergang, der am Kurhaus Zum Alde Gott startet und dort wieder endet. Eine knappe Stunde Zeit sollte man dafür kalkulieren. Unter www.sasbachwalden.de/Natur-Panoramen/Ortsrundgang-durch-Sasbachwalden kann man ein detailliertes PDF mit den Tourdaten und den interessanten Punkten herunterladen oder sich alternativ bei der Tourist-Info Sasbachwalden informieren.

Das Kurhaus Zum Alde Gott beherbergt die Tourist-Info Sasbachwalden und bietet neben einem Restaurant Kultur in Form von Konzerten, Kleinkunst und Theater. Hinter dem Kurhaus schließt sich der Sonnengarten an, das ist der obere Kurpark. Er lädt zum Relaxen oder zu einem Picknick ein – für beides stehen Sonnenliegen sowie Tische und Stühle bereit. Highlight der katholischen Pfarrkirche Heilige Dreifaltigkeit ist der barocke Hochaltar aus dem frühen 18. Jahrhundert mit der Darstellung der Heiligen Dreifaltigkeit und von Marias Krönung. Die schlichte, im romanischen Stil erbaute Kirche war einst eine Wallfahrtskirche.


Schnaps ist ein großes Thema in und um Sasbachwalden.

Mitten im Ort liegt an der Talstraße der City-Schnapsbrunnen … Das ist ein Brunnen, in dem gekühlt diverse Schnaps- und Likörsorten liegen und darauf warten, probiert zu werden. Um das hochprozentige Getränk besser genießen zu können, kann man sich auf Fässern als Sitzgelegenheit niederlassen. Alle Schnäpse kosten 0,80 Euro, der Betrag wird in eine bereitstehende Kasse entrichtet. Der jederzeit frei zugängliche Schnapsbrunnen ist gut ausgeschildert und befindet sich schräg gegenüber der Hornisgrinde Apotheke und auf der anderen Seite der Talstraße – dort die Rampe hinaufgehen zu dem lauschigen Plätzchen. Ganz in der Nähe kann man sich auch am Schnapsbrunnen im Fass an Schnaps und Weinbrand gütlich tun. Hier gibt es in einem überdimensionierten Fass, in dem auch Sitzplätze bereitstehen, Liköre, Weinbrand und Kirschwasser zum Testen. Im Umkreis von Sasbachwalden locken weitere Schnapsbrunnen in teils höchst idyllischer Lage – es sind so viele, dass ihnen eine eigene Internetpräsenz gewidmet ist: www.sasbachwalden.de/Feste-Traditionen/Unsere-Schnapsbrunnen.

Und da wir schon beim Alkohol sind: Die Lage am Westrand des Schwarzwaldes ist sonnig und so gedeihen auf den Granit- und Schieferwitterungsböden hervorragende Weine. Eine weit über die Landesgrenze hinaus bekannte Winzergenossenschaft ist die Alde Gott Winzer Schwarzwald eG – ihre Spätburgunder zählen zu den höchstprämierten Deutschlands. Man kann sich im Rahmen einer Weinverkostung selbst davon überzeugen und alle Weine und Schnäpse natürlich auch kaufen. In ansprechendem Ambiente werden die Weine im Verkaufsraum präsentiert und neben einer professionellen Beratung darf man probieren, was man da kauft. Im Ort bieten weitere Güter preisgekrönte Weine an.


MAN KÖNNTE DIE ALDE GOTT PANORAMARUNDE auch einfach Schnapsbrunnenweg nennen – das trifft es genauso gut. Denn auf dem 9,8 Kilometer langen Schwarzwälder Genießerpfad laden neben eindrucksvollen Panoramablicken ein paar Schnapsbrunnen zu einem Stopp ein. Es geht einmal rund um Sasbachwalden und hinein in die Weinberge, Wiesen und Wälder. Wer etwas Festes im Magen haben möchte, dem stehen einige Einkehrmöglichkeiten zur Verfügung. Die im folgenden beschriebene Friedenskapelle ist ein Wegpunkt der Wanderung. Startpunkt ist der Schnapsbrunnen im Fass. Man sollte beim Schnapskonsum beachten, dass bei einem stetigen Auf und Ab 430 Höhenmeter bewältigt sein wollen.

Das beheizte Erlebnisfreibad Sasbachwalden in wunderschöner Lage erfreut kleine und große Badegäste mit Schwimmer- und Nichtschwimmerbecken, einem Sprungturm und – besonders für Jugendliche ein Magnet – einer 56 Meter lange Riesenrutsche. Eine Liegewiese mit Spielflächen, Tischtennis und ein Kiosk runden das Angebot des Freibades ab. Entfernen wir uns ein wenig vom Ortskern und begeben uns mitten hinein in die Natur. Da seien zuvorderst die nahe zum Ortskern gelegenen Gaishöll-Wasserfälle genannt. In einer wilden Schlucht stürzt sich kaskadenartig der Brandbach ins Tal hinab. Von Sasbachwalden aus gesehen führt ein sehr empfehlenswerter Wanderweg 242 Höhenmeter (und über 13 Brückchen) hinauf zum Ortsteil Bischenberg/Hörchenberg. Eine Rundweg-Variante wäre zum Beispiel die 4,9 Kilometer lange AugenBlick-Runde, die am Kurhaus Zum Alde Gott startet und weiter durch den oberen Kurpark und das Wohngebiet bis zum Einstieg in die Gaishöll-Schlucht führt. Nun beginnt der schönste Teil über einen schmalen Pfad entlang der Wasserfälle das enge Tal hinauf. Der Weg durch die Klamm endet an der Bergstraße, von wo aus man Richtung Tal und über einen Wiesenweg und vorbei an der Straubenhofmühle wieder in den Ort wandert. Verlässt man die Schlucht am oberen Ende, lohnt sich ein Abstecher zum Augen-Blick am Hörchenberg, einem besonders schönen Aussichtspunkt mit Sitzbank, Tisch und Panoramkarte.

Ein Ort der Stille und des Friedens, garniert mit einer wunderbaren Aussicht, ist die Friedenskapelle Sankt Katharina. Erst 2013 eingeweiht, steht die Kapelle in einer Traumlage mit herrlichem Blick in die Ortenau. Besonders sehenswert sind neben dem Glockenturm und dem goldenen Kreuz die Glasfenster der Kapelle, die dem Innenraum bei einfallendem Sonnenlicht eine fröhliche Atmosphäre verleihen. Jede Darstellung auf diesen kunstvoll gefertigten Fenstern hat eine Bedeutung. Neben Gottesdiensten finden regelmäßig auch Konzerte, Lesungen und andere Veranstaltungen in der Kapelle statt.


Die Alde-Gott-Panoramarunde führt auch durch die Weinberge.

Tipp

Direkt unterhalb der romantischen Kapelle kann man hervorragend im Restaurant Spinnerhof einkehren (Am Schlossberg 8, 77887 Sasbachwalden, Tel. 07841/36 09). Neben der feinen badischen Küche und dem sehr netten Service lässt sich bei einem guten Glas Wein und einem leckeren Essen vor allem der Sonnenuntergang genießen. Am besten einen Tisch draußen und in vorderster Reihe zum Sonnenuntergang reservieren!

Ebenso hoch oben thront auf einer Waldlichtung die geheimnisumwobene Burgruine Hohenrode, auch Brigittenschloss genannt. Sie stammt aus dem 11. Jahrhundert, liegt auf 760 Meter ü. NN. und bietet eine sensationelle Aussicht in die Rheinebene und bis zu den Vogesen.

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