Kitabı oku: «Wochenend und Wohnmobil - Kleine Auszeiten in der Pfalz»
KLEINE AUSZEITEN IN DER
–PFALZ–


INHALT
EINLEITUNG
Eine Region zum Verlieben!
Die Pfalz bietet eine Fülle von Aktivitäten
1Auftakt Südliche Weinstraße
Dolce Vita, tolles Klima und malerische Dörfer
2Schmuckes Annweiler am Trifels
Die Burg wacht über der historischen Altstadt
3Die südlichste Region der Pfalz
Bad Bergzabern und Südliche Weinstraße
4Ferienregion Dahner Felsenland
Bizarre Felsgiganten und -burgen rund um Dahn
5Bilderbuchlandschaft Wasgau
Mit bezaubernden kleinen Ortschaften
6Hier schlägt das Herz der Pfalz
Bad Dürkheim ist das geografische Zentrum
7Mediterrane, mondäne Domstadt
Speyer hat viel zu bieten
8An der Deutschen Weinstraße
Zu Besuch in den Orten Edenkoben und Neustadt
9Der südwestliche Pfälzerwald
Pirmasens – reizvolle Lage und tolles Umfeld
10Mini-Orte mittendrin!
Rund um Trippstadt und Johanniskreuz
11 Viel Natur rund um die Metropole
Kaiserslautern hat ein vielseitiges Umfeld
Orts- und Sachregister
Impressum

Um das Thema Wein in allen Variationen kommt man nicht herum …
ZIELE IM ÜBERBLICK
Südliche Weinstraße
Annweiler am Trifels
Bad Bergzabern
Dahner Felsenland
Wasgau
Bad Dürkheim
Domstadt Speyer
Edenkoben und Neustadt
Pfälzerwald
Trippstadt und Johanniskreuz
Kaiserslautern
EINE REGION ZUM VERLIEBEN!
Die Pfalz bietet eine Fülle von Aktivitäten

Wanderer fühlen sich wie im Paradies!

Aber auch Radler kommen auf ihre Kosten.

Dank dem milden Klima gedeihen die besten Rebsorten.
Sie ist ein Wanderparadies, eine landschaftliche Naturgewalt und eine höchst gastfreundliche Region – die Pfalz, im Süden des Bundeslandes Rheinland-Pfalz gelegen. Sie ist charmant, abwechslungsreich und einfach überwältigend schön! Und da es Klima und Wetter zudem noch ausgesprochen gut meinen, ist eine Fahrt in die Pfalz für Wohnmobilreisende eine wahre Freude.
DIE REGION
Wenn von der Pfalz die Rede ist, ist damit nicht das gesamt Bundesland Rheinland-Pfalz gemeint. Die Pfalz ist grob skizziert die Region zwischen den Rheinauen an der Grenze zu Baden-Württemberg und den Gipfeln des Pfälzer Berglands im Nordwesten. Im Westen rahmt das Nachbarland Frankreich die Pfalz ein, im Osten fließt der Rhein als natürliche Begrenzung der Region. Mit einer Höhe von 687 Metern ist der Donnersberg inmitten des Pfälzer Berglandes die höchste Erhebung der Pfalz, dicht gefolgt vom Gipfel der Kalmit an der Südlichen Weinstraße mit 673 Metern Höhe.
WALD, BURGEN UND FELSEN
Herzstück der Pfalz ist der Pfälzerwald, welcher als Naturpark und Biosphärenreservat anerkannt ist. Die Mittelgebirgslandschaft zeichnet sich durch Mischwälder, sonnige Wiesentäler und vor allem jede Menge Felsentürme und Burgruinen aus. Der Pfälzerwald ist das größte zusammenhängende Waldgebiet Deutschlands und bedeckt gut ein Drittel der Fläche der Pfalz. Seit 1992 von der UNESCO als Biosphärenreservat anerkannt, geht es in die Vogesen über, die sich südlich der deutsch-französischen Grenze an das Gebiet anschließen und bildet mit diesem das grenzüberschreitende UNESCO Biosphärenreservat Pfälzerwald-Nordvogesen.
Besucher finden hier vor allem ein einzigartiges Wandergebiet. Auf etwa 7 000 Kilometern markierter Wanderwege kann man sich austoben, darunter etliche klassische Highlights wie der Dahner Felsenpfad (siehe Ziel 4) oder die 4-Burgen-Tour bei Nothweiler (siehe Ziel 5), die zwischen Deutschland und Frankreich hin- und herpendelt. Unzählige vom Pfälzerwaldverein bewirtschaftete Hütten laden auf den Wegen zur Einkehr ein und bereichern die Wanderungen. Auch Fahrrad-Enthusiasten kommen auf ihre Kosten, beispielsweise auf dem Queichtal-Radweg durch die Südwestpfalz (siehe Ziel 4) oder im Mountainbikepark Pfälzerwald mit einem Streckennetz von 20 Touren (siehe Ziel 10).
LIEBLICHE WEINSTRASSE
Das zweite Highlight der Pfalz ist die Deutsche Weinstraße. Es ist ein Vergnügen, mit dem Wohnmobil komplett entschleunigt von Weinort zu Weinort auf der schnuckeligen kleinen Straße zu tuckern, die herrlichen Fachwerkhäuser zu bestaunen, sich über die riesige Zahl an Weingütern zu wundern, an üppigen Weinbergen und Obstplantagen und sanften Hügeln vorbeizufahren und hier und da eine Burg über der Szenerie wachen zu sehen. Die Weinberglandschaft ist eine liebliche Region und dank ihres südländischen Klimas gedeihen hier die besten Pfälzer Weine. Es ist die erste Weintouristikroute; sie startet in Schweigen an der französischen Grenze als Südliche Weinstraße (siehe Ziel 3) und führt auf einer Länge von 85 Kilometern Richtung Norden bis nach Bockenheim bei Worms. Dabei verbindet sich die Rebenlandschaft harmonisch mit Burgen und Schlössern.
WEINLAND PFALZ
Was die Landschaft an der Weinstraße selbstredend besonders prägt, ist der Wein. Ungefähr jede dritte Flasche Wein in deutschen Supermärkten stammt aus der Pfalz. Das Weinspektrum ist groß, aber bei fast 2 000 Sonnenstunden im Jahr ist das auch kein Wunder – reife, füllige und elegante Weine gedeihen an den Hängen der Pfalz. Die bekannteste Rebsorte der Region ist der Riesling, diesen gibt es in vielerlei Geschmacksvariationen. An der Südlichen Weinstraße dominieren die Burgundersorten Weiß-, Grau und Spätburgunder.
So viel Wein will gefeiert werden und das tun die Pfälzer ausgiebig. Kleine und große Weinfeste überzeugen die Besucher von der besonderen Qualität der Weine. Im Internet findet man ganze Weinfestkalender, gespickt mit Terminen dieser ganz besonderen Feste über die gesamte Pfalz verteilt. Das geht im zeitigen Frühjahr los und zieht sich das ganze Jahr hindurch bis in den Herbst – mancherorts gibt es auch stimmungsvolle Winterfeste im Advent. Viele Feste bieten neben Wein und Essen auch durch ihr Setting etwas Besonderes. Beispielsweise das Stadtmauerfest in Freinsheim oder das Fest in Mühlhofen bei Billigheim-Ingenheim, bei dem in den verschiedenen schmucken Winzerhöfen gefeiert wird (Ende Juli). Besonders stimmungsvoll ist auch das Ilbesheimer Kalmitfest – hier bauen die Weingüter an der Kleinen Kalmit mitten im Weinberg ihre Stände auf und bieten ihre Weine und kreative Pfälzer Gerichte an – garniert mit einem tollen Ausblick auf Ilbesheim! (Siehe auch Ziel 1).

Die Weinstraße ist durchweg gut ausgeschildert.
Zwei Dinge sind für Besucher der Pfalz in Sachen Wein überlebenswichtig zu wissen: Es wird zwingend Weinschorle getrunken und zwar aus dem »Dubbeglas«. Die Schorle heißt auch nicht Schorle, sondern »Schoppe« und besteht zu einem ansehnlichen Teil aus Wein und nur einer geringen Beimengung Mineralwasser. Der Pfälzer begründet das gerne damit, dass das Wasser in der Pfalz zu teuer sei, um es verschwenderisch in eine Weinschorle zu kippen … Das typische Glas ist ein 0,5-Liter-Trinkglas mit runden Vertiefungen in der Außenseite des Glases (»Dubbe« ist Pfälzisch für Tupfen). Bestellt man in der Gastronomie ein »Dubbeschoppe«, outet man sich sicherlich nicht als Auswärtiger …
Hofläden, Obst- und Gemüsestände bieten frische Erzeugnisse.
PFÄLZER SPEZIALITÄTEN
Zu so viel vorzüglichem Wein gehört auch ein gutes Essen. Die Pfalz bringt so manche kulinarische Köstlichkeit auf den Tisch, viele typische und weithin bekannte Gerichte gibt es nur hier. Der verstorbene Altkanzler Helmut Kohl machte beispielsweise den Pfälzer Saumagen berühmt – es war sein Leibgericht, so hieß es zumindest. Das Pfälzer Nationalgericht besteht aus einer Mischung aus magerem Schweinefleisch, Bratwurstbrät, Kartoffeln und Zwiebeln – alles zusammen kommt in einen gereinigten Schweinemagen, dieser wird zugebunden und siedet anschließend zwei bis drei Stunden in Salzwasser. Gereicht wird der Saumagen meist mit Sauerkraut.
Hier wird schon klar: Die Pfälzer Küche zeichnet sich durch deftiges Essen aus. Der »Schiefe Sack« oder der »Pfälzer Teller« beispielsweise stehen oft auf der Speisekarte von Hütten und Weinstuben. Bei beidem handelt es sich um Kombinationen aus einer Bratwurst, einem Leberknödel mit Kraut und Brot, zusätzlich kommt auf den Pfälzer Teller noch eine Scheibe angebratener Saumagen. Auch Leberknödel ist eine deftige Pfälzer Spezialität, bestehend aus kleingeschnittener Rindsleber, jeder Menge Gewürze, Ei und Semmelbrösel. Im Herbst ist der Zwiebelkuchen mit neuem Wein der Klassiker (und wird als »Zwiwwlkuche un neier Woi« angeboten). Soll es fleischlos sein, dann sind Dampfnudeln mit Kartoffelsuppe ein Pfälzer Hauptgericht. Variiert werden kann das, indem man als Beilage statt Kartoffelsuppe Weinsauce, Vanillesauce oder Eingekochtes (Zwetschgen oder Birnen) reicht. Zwetschgen haben ihre Hauptsaison im Herbst, da gibt es dann Zwetschgenkuchen mit Kartoffelsuppe (»Quetschekuche unn Grumbeersupp«). Ebenfalls vegetarisch sind Pellkartoffeln mit Quark. Nun war oft die Rede von Kartoffelsuppe – die Pfalz ist mit Kartoffeln ebenso gesegnet wie mit Rettich, Radieschen, Spargel und Kürbissen. Darüber hinaus zählen Kastanien (Pfälzisch »Keschde«) als Frucht des Pfälzerwaldes. Die Pfälzer Küche zaubert daraus Maronensuppe, Kastaniengemüse, Kastanienkuchen und Maronenmus. Bei den Obstsorten sind natürlich Trauben der Renner, dicht gefolgt von Äpfeln. Hofläden und Obststände bieten die frischen Erzeugnisse besonders ansprechend an.
EINKEHREN VOM FEINSTEN
All das leckere Essen und Trinken schmeckt am besten entweder in einem der liebevoll herausgeputzten Weingüter, mit denen die Pfalz so zahlreich aufwarten kann, oder im Rahmen einer Wanderung in einer der urigen Hütten. Vor allem in den kleinen Weindörfern entlang der Weinstraße hat man die Qual der Wahl, in welches der einladenden und hübsch geschmückten Weingüter man einkehrt. Jedes ist auf seine Art besonders und eins haben sowieso alle gemeinsam: Es gibt köstlichen Wein.

Die Einkehr in eine der urigen Pfälzerwaldhütten ist ein Genuss.
Was die Hütten anbelangt, so sind sie einer der Hauptfaktoren, die die Pfalz zum Wanderparadies machen. Nicht umsonst wurden sie im Frühjahr 2021 zum UNESCO-Kulturerbe ernannt! So findet man mitten im Pfälzerwald rustikale Blockhütten mit schönen Außenbereichen, bestem Pfälzer Essen und der obligatorischen Weinschorle.
Das Netz an bewirtschafteten Wanderhütten, die meist der Pfälzerwaldverein bewirtschaftet, ist einzigartig, denn eine solche Dichte gibt es in keiner anderen deutschen Mittelgebirgsregion. Es sind über 100 Waldgasthäuser und Wanderhütten, in denen hungrige Wanderer wieder zu Kräften kommen. Die Speisekarte umfasst Pfälzer Spezialitäten und oft auch hausgemachten Kuchen. Beim Wandern in der Pfalz kann man fast schon sagen, dass nicht der Weg das Ziel ist, sondern die Hütte …
Bei einem Weingut handelt es sich um einen auf den Weinbau spezialisierten landwirtschaftlichen Betrieb. Es werden Weinverkostungen mit dem eigenen Wein des Winzers angeboten. Für Weinliebhaber ist deshalb eine Einkaufstour von Weingut zu Weingut wie eine Fahrt durchs Schlaraffenland. Die Pfälzer selbst haben ihre ultimativen Adressen, bei denen sie ihren Wein einkaufen – und dieser Wein wird dann jedem wärmstens empfohlen. Nicht zu vernachlässigen ist das sehr gute Preis-Leistungsverhältnis beim Kauf direkt vor Ort. Heißt also: Platz im Wohnmobil für viele Weinkisten freihalten!

Perfektes Wohnmobil-Reiseziel!

Das Deutsche Weintor in Schweigen ist das Wahrzeichen der Pfalz.
CAMPEN PFÄLZER ART
Was die Weinverkostung und die Einkehr in einem Weingut nur noch toppen kann, ist, wenn man anschließend nicht mehr fahren muss. Und dafür gibt es in der Pfalz die beste Lösung, die es nur geben kann: Man übernachtet da auch gleich! Dann kann man den leckeren Wein direkt beim Winzer erst so richtig genießen. Davon abgesehen ist es aber auch ein Erlebnis für sich, einen Abend im Weinberg zu verbringen und sich an der Frische und Stille am Morgen zu erfreuen. Zahlreiche Weingüter bieten in der Pfalz eine solche Übernachtungsmöglichkeit an. Meist liegen sie idyllisch und etwas abgelegen und fast immer sind die Stellplätze von Weinreben umgeben. In diesem Reiseführer werden einige Plätze auf Weingütern vorgestellt (siehe Ziel 8). Die Ausstattung ist unterschiedlich und reicht von ganz einfach und ohne Infrastruktur bis hin zu Stromanschlüssen und Sanitäreinrichtungen.
Das Netz an Campingplätzen in der Pfalz ist nicht unglaublich dicht, aber ausreichend. Es sind vor allem die Plätze in besonderer Lage, die einen Wohnmobilurlaub attraktiv machen – sei es der Naturcampingplatz, der von einer Felskulisse umgeben ist, oder der Platz am Altrheinarm oder einem See, sei es einer inmitten des Biosphärenreservates Pfälzerwald oder einer im Pfälzer Bergland. Es ist von allem etwas vorhanden. In diesem Reisführer werden die naturnahen, idyllischen Plätze bevorzugt beschrieben, hingegen wird auf Plätze mit Vollprogramm und Animation verzichtet; diese sind ohnehin recht rar in der Pfalz.

Schorle gibt's im »Dubbeglas«.

Jede Menge schnuckelige Weingüter

Highlights sind die Stellplätze bei den Weingütern!
Schließlich gibt es eine große Zahl von Stellplätzen, vor allem in den Städten findet sich immer mindestens eine dieser Übernachtungsoptionen. Diese sind dann oft auf Parkplatzuntergrund und mit wenig Charme, dafür aber stadtnah und günstig für alle Ausflüge in der entsprechenden Region gelegen. Es gibt aber auch Stellplätze mitten im Wald und in aller Stille, trotzdem aber zumindest mit Strom ausgestattet. Auch hier wird in diesem Reiseführer auf eine ausgewogene Mischung aus allen Arten von Stellplätzen Wert gelegt.
WANDERPARADIES
Einige der Stell- und Campingplätze befinden sich in unmittelbarer Nähe oder direkt am ausgeprägten Wanderwegenetz. Viele Plätze sind so gelegen, dass eine der empfohlenen Pfalzwanderungen am Platz vorbeiführt oder zumindest zu Fuß erreichbar ist und man das Wohnmobil stehenlassen kann.
Die Pfalz bietet für Wanderer einfach alles. Vom kurzen Spaziergang auf relativ ebenem Weg über anspruchsvollere Wanderungen mit ein paar Höhenmetern bis hin zu schweißtreibenden Halbtages- oder Tagestouren ist alles mit dabei. Manche Wege führen sogar hinüber ins benachbarte Elsass, so zum Beispiel die 4-Burgen-Tour bei Nothweiler (siehe Ziel 5) oder die Wanderung zu den Altschlossfelsen (ebenfalls Ziel 5). Viele Wege stehen unter einem bestimmten Motto, so zum Beispiel führt der Dahner Felsenpfad (siehe Ziel 4) an all den attraktiven Felsformationen vorbei, von denen das Dahner Felsenland reichlich im Angebot hat. Die Wege folgen dann zuverlässig einer Wegmarkierung, sodass ein Verirren gar nicht möglich ist. In diesem Reiseführer befinden sich sowohl Klassiker unter den Pfalzwanderungen als auch Geheimtipps, kurze, entspannte Touren werden ebenso vorgestellt wie Bergtouren auf den höchsten Pfälzer Berg. Einen umfassenden Überblick über besonders schöne und empfehlenswerte Wanderungen in allen Längen und Schwierigkeitsstufen gibt mein ebenfalls im Bruckmann Verlag erschienener Wanderführer »Wander dich glücklich Pfalz«.
Im Internet findet man unter dem Stichwort »Wandermenü Pfalz« 48 Prädikatswege, die die Vielseitigkeit der Pfalz und ihre landschaftliche Schönheit mit der für die Pfalz bezeichnenden Kulinarik verbinden.
Die Touren zaubern jedem Wanderer ein Strahlen ins Gesicht.

Fantastische Farben im Herbst!

Fahren, an schönen Stellen halten, Seele baumeln lassen …

Viel Fachwerk in den Ortschaften
KONTRASTPROGRAMM STÄDTE
Neben so viel Natur, die die Pfalz zu bieten hat, steht uns möglicherweise auch mal der Sinn nach kultureller Abwechslung. Ein paar Städte bieten das Alternativprogramm zum Landleben: Kaiserslautern mit Dinosauriern auf dem Gartenschau-Gelände und seinen vielfältigen Kultureinrichtungen (siehe Ziel 11) oder Pirmasens, einst Zentrum der Schuhproduktion (siehe Ziel 9). Neustadt an der Weinstraße bildet den Mittelpunkt der Deutschen Weinstraße (siehe Ziel 8) und ein Klassiker ist natürlich Speyer, die mediterrane Domstadt am Rhein (siehe Ziel 7). Bad Dürkheim ist berühmt für das überdimensional große Weinfass (siehe Ziel 6). Allerdings ist keine der Städte, auch nicht Kaiserslautern, eine »richtige« Großstadt. Denn sogar in den Städten spiegelt sich die Pfälzer Beschaulichkeit wider, die die Natur der Region nahezu verschwenderisch mitgegeben hat.
BESONDERE JAHRESZEITEN
Im Frühling und im Herbst erleben Besucher ein besonderes Highlight in der Pfalz: Im Frühjahr ist die Gegend rund um die Weinstraße geradezu verzaubert mit einem rosaroten Mandelblütentraum. Das beginnt schon Anfang März – auch wieder wegen des milden, mediterranen Klimas so früh! – und dauert bis Mitte/Ende April. Auch das wird natürlich gebührend gefeiert, beispielsweise mit dem Gimmeldinger Mandelblütenfest in einem Ortsteil von Neustadt an der Weinstraße (siehe Tipp Tour 8). Es gibt sogar einen ausgewiesenen Mandelblütenpfad, der sich auf einer Länge von 100 Kilometern erstreckt, aber in Teilabschnitten gegangen werden kann; er führt an besonders schönen, blühenden Alleen entlang.
Nicht minder beeindruckend ist der Herbst mit den leuchtend bunt gefärbten Weinbergen. Das ist Indian Summer in Deutschland! Rund um die beiden Orte St. Martin (siehe Ziel 8) und Leinsweiler (siehe Ziel 2) präsentiert sich die Landschaft golden und leuchtend rot im Wechselspiel. Das ist meist gegen Ende Oktober der Fall, bei einem sehr trockenen Sommer auch schon früher.
ZU GAST IN DER PFALZ
Es ist nun schon angeklungen: Die Pfälzer sind ein höchst gastfreundlicher Menschenschlag. Sie sind weltoffen und umgänglich, man fühlt sich jederzeit willkommen und eingeladen. Vor allem bei den Weinfesten und Veranstaltungen, aber auch beim Wandern oder Sightseeing findet man schnell Kontakt und fühlt die Herzlichkeit, mit denen die Bewohner der Pfalz Besucher aufnehmen.
Sie selbst bezeichnen sich gerne als Urgestein und sind mitunter auch etwas eigenwillig, dies aber auf sympathische Art und Weise. Sie sind genussfreudig und gesellig und sind – zu Recht! – stolz auf ihr herrliches Fleckchen Erde und ihre Kulturlandschaft. Sie sehen alles nicht allzu eng und finden für die meisten Probleme und Problemchen eine unkomplizierte Lösung.
Was mitunter schwierig werden könnte, ist die Verständigung. Der Pfälzer Dialekt hat es in sich und manches kann man mehr erahnen, als es wirklich verstehen. Das macht den Reiz der Region aus, führt aber auch zu meist amüsanten Verständigungsschwierigkeiten. Zusätzlich erschwert wird das Ganze dadurch, dass sich der Dialekt oft von Ort zu Ort unterscheidet. Die Pfälzer untereinander haben jedoch keine Verständigungsprobleme. Mit ihrem munteren und offenen Wesen schaffen es die Pfälzer, eine liebenswerte Region noch attraktiver zu machen und Besuchern einen unvergesslichen Urlaub zu bereiten. Sie sind sozusagen die Krönung einer vielseitigen, bezaubernden und in jeder Hinsicht außergewöhnlichen Ecke Deutschlands!
AUFTAKT SÜDLICHE WEINSTRASSE
Dolce Vita, tolles Klima und malerische Dörfer

Zugang zum Kalmitwingert an der Südwestseite der Kleinen Kalmit
1
Weinberge, so weit das Auge reicht, wunderschöne Weindörfer und paradiesische Bedingungen für Weinliebhaber und Aktive – das beschreibt den Startpunkt der Südlichen Weinstraße, deren Erkundung wir in der Kulturstadt Landau starten.
In Landau selbst gibt es keinen Campingplatz, aber nur zehn Kilometer entfernt ist Camping im Klingbachtal eine gute Ausgangslage für Aktivitäten an der Südlichen Weinstraße. Und stellvertretend für die vielen schönen Stellplätze auf Weingütern ist das Weingut Loretz nur wenige Kilometer nördlich des Stadtgebietes von Landau eine Empfehlung.
KULTUR AN DER SÜDLICHEN WEINSTRASSE
Landau hat viele Namen und Bezeichnungen – es ist eine ehemalige Festungs- und heutige Universitätsstadt und wird aufgrund ihrer zahlreichen Parkanlagen auch Gartenstadt genannt. Außerdem schreibt sich Landau auf die Fahnen, das mildeste Klima Deutschlands zu haben. Und eins zeichnet die drittgrößte Stadt der Pfalz (nach Kaiserslautern und Neustadt an der Weinstraße) besonders aus: Sie ist eine Kulturstadt. Das offenbart sich bereits bei einem ersten Blick – denn durch die verschiedenen Baustile der Gebäude der Stadt aus vergangenen Jahrhunderten und die Nostalgie, die diese ausstrahlen, fühlt man sich in die Vergangenheit zurückversetzt. Besonders erwähnenswert ist die nahezu pompöse Jugendstil-Festhalle, ein denkmalgeschütztes Gebäude aus der Jugendstilzeit (frühes 20. Jahrhundert), das heute als Veranstaltungsstätte dient. Highlights sind auch das Französische Tor und das Deutsche Tor. Beide sind Relikte der ehemaligen Festung Landau und waren im Mittelalter die einzigen Zugangsmöglichkeiten zur Stadt. Sie sind im Stil römischer Triumphbögen erbaut und zeigen das Wappen der Bourbonen und des Sonnenkönigs Ludwig VIX. Das Deutsche Tor am Untertorplatz markierte früher die nördliche Grenze der Stadt und wird von einem riesigen, steinernen Löwen bewacht. Das Französische Tor am Obertorplatz beherbergt das empfehlenswerte Restaurant Mio.
Zwischen beiden Toren, die 900 Meter voneinander entfernt stehen, spielt sich das Innenstadtleben Landaus ab. Da ist vor allem der historische Rathausplatz mit seinen schicken Gebäuden (zum Beispiel das Alte Kaufhaus, heute Kulturzentrum), den Cafés und Restaurants und einem wunderbaren mediterranen Flair. Die Marienkirche, nicht weit entfernt vom Rathausplatz, ist ein gewaltiger Kirchenbau, der dem Dom zu Speyer (siehe Ziel 7) durchaus das Wasser reichen kann. Die beiden jeweils 60 Meter hohen Türme sind weithin sichtbar.

PIZZA, PASTA UND EIS gibt es im Mio Landau im Französischen Tor – alles super lecker und mit einem wunderbar entspannten Ambiente. Auch der Außenbereich ist vor allem an Sommertagen sehr schön. mio-landau.de
Nach der Kultur kommt die Natur – 30 Naturdenkmale und Parkanlagen bilden die grüne Lunge der Stadt. Sie alle aufzuzählen, würde den Rahmen sprengen. Besonders zentral liegt in der Nähe des Hauptbahnhofs eine kleine Parkanlage mit dem Schwanenweiher im Mittelpunkt. Südwestlich vom Zentrum ist der Goethepark mit seinem Springbrunnen ein beliebtes Ziel nicht nur an heißen Tagen. Der im englischen Stil angelegte Park ist das Herzstück der Landauer Grünflächen. Ein Besuch in Landau ist besonders im Frühjahr schön, wenn überall Narzissen, Tulpen und Krokusse sprießen und blühen.
Tipp
Wer sich intensiver mit den Parkanlagen beschäftigen möchte, dem sei der im Landauer Knechtverlag erschienene Parkführer »Die Gartenstadt Landau und ihre Parks« empfohlen. Neben Geschichte und Besonderheiten der Parkanlagen beschreibt dieser Führer auch fünf Rundgänge durch die Parks.
Auch die Tierwelt ist rege in Landau. Zwei Besonderheiten hat die Stadt zu bieten, das ist einmal der Zoo Landau, der nur wenige Gehminuten von der Innenstadt entfernt 900 exotische Tierarten in naturnah gestalteten Gehegen beherbergt. Von der Stadt aus weisen Straßenschilder mit drei orangefarbenen Dromedaren den Weg dorthin. Mit Streichelzoo, Spielplatz, Führungen für alle Altersklassen und Ferienprogramm ausgestattet, ist er ein beliebtes Ausflugsziel. Hunde an der Leine sind erlaubt.

Der Rathausplatz ist das Zentrum der Landauer Innenstadt.

In schickem Gewand: das Deutsche Tor …

… und das Französische Tor
Dann gibt es das Reptilium Landau, der größte Reptilienzoo Deutschlands. Hier können neben verschiedenen Reptilien- und Amphibienarten auch wirbellose Tiere wie exotische Spinnen bestaunt werden. Es gibt außerdem ein Außengelände, eine Brut- und Jungtierstation sowie eine 600 Quadratmeter große Wüstenhalle. Stündliche Schaufütterungen und Tierpräsentationen sind im Tagesprogramm enthalten.
Wer vom sperrigen Wohnmobil auf einen schnittigen Rennflitzer umsteigen will, der ist im Kart Center Landau richtig. Auf der 450 Meter langen Indoorkartbahn können sich Anfänger und Fahrprofis, Kinder und Erwachsene miteinander messen. Wetterabhängig kann auch eine 250 Meter lange Außenstrecke befahren werden. Über ein schummelsicheres Zeitabnahmesystem werden die Rundenzeiten gemessen. Im Bistro kann man sich im Anschluss an die Challenge bei Pfälzer Spezialitäten stärken.

EBENFALLS AUSTOBEN KANN man sich im Freizeitbad LA OLA. Mit Wasserwelt, Wellenbecken, Saunalandschaft, Wellness, Whirlpools, Kinderbereichen und Riesenrutschen ist für jede Wasserratte und jedes Alter etwas dabei.
Beliebtes Ausflugsziel: die Kleine Kalmit

Das historische Stadttor von Billigheim-Ingenheim
Zu Besuch im Zoo Landau
SEHENSWERTES RUND UM LANDAU
Als Auftakt an der Südlichen Weinstraße ist Ilbesheim mit dem bezeichnenden Motto »Verlieb‘ dich in Ilbesheim« ein Paradebeispiel für ein schnuckeliges Weindorf. Nur sechs Kilometer vom Zentrum Landaus entfernt, präsentiert sich der Ortskern mit historischen Winzerhäusern und einem schmucken Rathaus. Rad- und Wanderwege erschließen die Umgebung. Der Kalmitwingert, ein historischer Weinberg mit 19 verschiedenen Reberziehungsformen von der Antike bis in die Neuzeit, beschreibt die Entwicklungsgeschichte des Weinbaus. An Picknickbänken kann man den besonderen Charme des Plätzchens genießen. Der Ausblick von hier aus wurde 2020 zur schönsten Weinsicht der Pfalz gekürt!
Absolutes Highlight des Ortes ist jedoch das Naturschutzgebiet Kleine Kalmit (an dessen Südwesthang sich der Kalmitwingert befindet). Es ist ein von Weinreben umsäumter Hügel, auf dessen Kuppe malerisch eine Kapelle thront. Picknick- und Ruhebänke sowie verschiedene Aussichtspunkte machen einen Rundgang auf diesem ganz besonderen Pfälzer Berglein zu einer Attraktion.

RUND UM DIE KLEINE KALMIT mitsamt Kapelle geht es auf dem sehr schönen, 4,8 Kilometer langen Rundweg, der sowohl den Ort Ilbesheim als auch den Kalmitwingert integriert. Er startet am Parkplatz in der Arzheimer Straße und folgt der Wegmarkierung 5 durch den Ort und vorbei am Rathaus. Dann wandern wir aus dem Ort hinaus und hinein in die Weinberge. Nach herrlichen Ausblicken folgt schließlich die Mater-Dolorosa-Kapelle auf der Spitze der Erhebung mit Bänken und einer sagenhaften 360-Grad-Aussicht über Pfälzerwald, Odenwald und Schwarzwald. Links vor der Kapelle geht es wieder hinab. Der Weg führt dann unterhalb der Kapelle entlang und schließlich zum Kalmitwingert mit der schönen Weinsicht. Die Wanderung ist besonders im Herbst ein Erlebnis, wenn die ganze Umgebung in leuchtenden Farben erstrahlt. Picknick und vielleicht einen Wein nicht vergessen!
Tipp
Wer Ende Juli in der Gegend ist, sollte sich auf keinen Fall das ganz besondere Event Kalmitweinfest entgehen lassen. Mitten in den Weinbergen begrüßen die Ilbesheimer Weingüter die Gäste mit ausgewählten Weinen und leckeren Köstlichkeiten – zuzüglich einem wunderschönen Blick auf die Weinberge der Südlichen Weinstraße. Es gilt als eines der schönsten Weinfeste der Pfalz.
Ein weiteres charmantes Weindorf an der Südlichen Weinstraße ist Billigheim-Ingenheim. Hier ist insbesondere das historische Stadttor sehenswert – mit einem Wohnmobil kann man gerade noch so durchfahren. Das »Obere Tor« ist das Wahrzeichen Billigheims, eine der ältesten Gemeinden der Südpfalz. Es entstammt der mittelalterlichen Stadtbefestigung, ist sehr gut erhalten und im Turm befindet sich eine Weinstube. Reste des Stadtgrabens sind ebenfalls noch erhalten und markieren den ursprünglichen Verlauf der Stadtmauer.
Von Landau aus gut erreichbar ist ein besonderes, geschichtsträchtiges Relikt ganz anderer Art: die historische Walddusche am Hainbach in Gleisweiler. 1848 von einem ortsansässigen Arzt errichtet, trafen sich hier an heißen Sommertagen tapfere Kaltduscher. Patienten wurden für Dusch-, Sturzbad- und Wellenbad-Anwendungen mit der Pferdekutsche hierher transportiert. Es ist die einzige noch existierende Anlage dieser Art in ganz Deutschland. Sie wurde in den 90er-Jahren wieder instandgesetzt, sodass man sich heute sowohl im Kneipp-Becken die Beine vertreten kann, als auch – dazu gehört aber einiges an Überwindung! – das zwischen acht und zwölf Grad kalte Wasser unter dem drei Meter hohen Duschstrahl »genießen« kann. Ein entspannter, etwa ein Kilometer langer und nahezu ebener Spaziergang durch den Wald (mit »Walddusche« ausgeschildert) führt zu diesem besonderen Platz.
Nach so viel Kultur und Natur gibt es noch einen Leckerbissen für alle aktiven Urlauber, die sich gerne in luftigen Höhen bewegen: Der Kletterpark Fun Forest in Kandel bietet Spaß und Action für alle Altersstufen auf unterschiedlichen Kletter-Parcours, auf schmalen Wackelbrücken und an rasanten Seilrutschen.
Der Kletterpark ist in die Baumwipfel des Bienwaldes integriert, einem Landschaftsschutzgebiet im äußersten Süden der Pfalz, das zu Wanderungen und Radtouren auf ebenen Wegen einlädt. Es ist ein ursprüngliches, 12 000 Hektar großes Waldgebiet, bestehend aus knorrigen alten Eichen und durchzogen von idyllischen Bächen. Fast schon mystisch mutet der Niederungswald an, der sich dank eines Schutzprojektes wieder zum Urwald zurückentwickelt.

Aussichtspunkt mit Blick über die Umgebung von Ilbesheim
Die malerischen Rheinauen

Besondere Erfrischung: historische Walddusche
DURCH DEN URWALD EINES ALTRHEINARMES
Östlich vom Bienwald befindet sich mit den Rheinauen ein weiteres Natur-Kleinod. Sowohl zu Fuß als auch mit dem Fahrrad kann man sehr schön vom Goldgrund die urwaldartigen Rheinauen durchstreifen/durchradeln. Start ist das Ende der Goldgrundstraße in Maximiliansau. Von dort machen wir uns auf den Weg in südliche Richtung und über eine Brücke hinein in den Dschungel, den eine Altrheinschleife gebildet hat. An einer Kreuzung orientieren wir uns nach Westen und nach einem Damm erreichen wir die südliche Seite des Rheinarms. Wir treffen auf das Rheinufer, folgen dem Fluss gen Süden und gelangen an einen kleinen Badestrand. Zurück geht es anschließend in nordwestliche Richtung und durch dichten Wald, mitten durch die Rheinauen, an denen alte Kähne liegen, die wohl bei Hochwasser hierher gespült wurden.
Wer die ganze Schönheit der Südpfalz eindrucksvoll und auf einen Schlag kennenlernen möchte, dem sei ein ganz besonderes Erlebnis empfohlen: eine Fahrt mit der Südpfalz -Draisinenbahn. Mit Startpunkt in der Hornbachstraße 11 in Bornheim, nur wenige Kilometer nordöstlich von Landau, geht es mit mehreren Stopps und Rastmöglichkeiten nach Westheim und wieder zurück. Insgesamt sind 24 Kilometer Wegstrecke zu strampeln, gemütlich durch Wiesen und Felder. Es gibt Draisinen für vier, fünf oder sieben Personen.
AUF EINEN BLICK
Info
STADT/REGION: Landau/Südliche Weinstraße
BESTE REISEZEIT: Ganzjährig
OPTIMALE REISEDAUER: 2 Tage
TOURISTINFO: Südliche Weinstraße – Büro für Tourismus Landau in der Pfalz e.V., Marktstraße 50, 76829 Landau in der Pfalz, Tel. 06341/13 83 11, touristinfo@landau.de, landau-tourismus.de
SEHENSWÜRDIGKEITEN
ZOO LANDAU IN DER PFALZ: Hindenburgstraße 12, 76829 Landau in der Pfalz, Tel. 06341/13 70 10, zoo@landau.de, zoo-landau.de
REPTILIUM TERRARIEN- UND WÜSTENZOO GMBH: Werner-Heisenberg-Straße 1, 76829 Landau in der Pfalz, Tel. 06341/59 79 66 60, info@reptilium.de, reptilium-landau.de
KART CENTER LANDAU: Im Justus 4, 76829 Landau, Tel. 06341/96 26 99, info@kartcenter-landau.de, kartcenter-landau.de
FREIZEITBAD LA OLA: Horstring 2, 76829 Landau in der Pfalz, Tel. 06341/13 92 00, info@la-ola.de, la-ola.de
FUN FOREST KANDEL: Badallee, 76870 Kandel, Tel. 07275/61 80 32, office@abenteuerpark-kandel.de, kandel.funforest.de
SÜDPFALZ-DRAISEINENBAHN: Tel. 06344/9 44 26 70, info@suedpfalzdraisine.de, suedpfalz-draisine.de

Stimmungsvolles Kalmitweinfest

Draisinenfahrt durch die Südpfalz

Idyllisch: Stellplatz am Weingut Lorentz

Camping im Klingenbachtal
WOHNMOBILSTELLPLATZ WEINGUT LORENTZ
ADRESSE: Lindenbergstraße 76, 76829 Landau in der Pfalz, Tel. 06341/6 32 24, weingut.lorentz@t-online.de, weingut-lorentz.de
ANFAHRT: Von Landau Richtung Norden nach Nußdorf fahren. An der T-Kreuzung im Ort links über die Lindenbergstraße bis zum Ortsausgang, rechterhand folgt das Weingut mit Stellplatz
GPS: 49.222778, 8.102778
Idyllisch am Ortsrand von Nußdorf gelegenes Weingut mit sechs großzügigen Stellplätzen für Wohnmobile. Rasenuntergrund. Mit Strom, Wasser und Entsorgung. Sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis. Mit dem Fahrrad 15 Minuten bis Landau. Campen eingerahmt von Rebstöcken und ruhig gelegen (vor allem die Plätze hinter dem Weingut) – sehr empfehlenswert.
CAMPING IM KLINGBACHTAL
ADRESSE: Klingener Straße, 76831 Billigheim-Ingenheim, Tel. 06349/61 45, camping-klingbachtal.de
ANFAHRT: Von Landau über die B38 bis Ingenheim fahren, im Ort rechts auf Klingener Straße, dieser folgen, bis es rechts zum Campingplatz und Freibad geht
GPS: 49.135833, 8.072222
Der gepflegte und überschaubar große Platz liegt direkt neben dem schmucken Weindorf Klingen beim Sportplatz und direkt neben dem Freibad (Eintritt im Übernachtungspreis inbegriffen). Saubere, moderne Sanitärgebäude. Vor dem Campingplatz befinden sich Kurzzeit-Wohnmobilstellplätze (nicht reservierbar), die Einrichtungen des Platzes können mitbenutzt werden.
SCHMUCKES ANNWEILER AM TRIFELS
Die Burg wacht über der historischen Altstadt

Die hübsch restaurierte Burg Trifels hoch über dem Ort Annweiler
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Die Stauferstadt Annweiler liegt, umgeben von Wäldern, Bachtälern und sanften Hügeln, mitten im Trifelsland. Nicht nur die Reichsburg Trifels thront hoch über dem Bilderbuchort, viele weitere Burgen und Burgruine in der nahen Umgebung locken zu Ausflügen, ebenso zahlreiche, einzigartige Wanderungen.
Mit dem Campingplatz Naturfreunde Annweiler befindet man sich nicht nur zwischen der romantischen Stadt Annweiler und der Natur, sondern zugleich am Ausgangspunkt vieler Wanderungen.
STAUFERSTADT ANNWEILER
Allein die traumhaft schöne Altstadt von Annweiler ist einen Besuch wert. Durchzogen vom Flüsschen Queich, über das so manches Brückchen führt, gesäumt von wunderschön restaurierten Fachwerkhäusern und bestückt mit zahlreichen, einladenden Cafés und Restaurants ist die 7 000-Einwohner-Gemeinde ein Ort zum Genießen. Am nördlichen Rand der Altstadt und von der B10 aus erreichbar, befindet sich der kostenlose Parkplatz Gotthold, auf dem auch kleinere Wohnmobile und Camper Platz finden. Über eine Brücke und durch ein Tor geht es dann mitten hinein in die herrliche Altstadt, die innerhalb des Rings der mittelalterlichen Stadtmauer Denkmalzone ist.
Ein schönes Beispiel für ein historisches Fachwerkhaus ist das Gasthaus Storchentor, ein dreigeschossiger Barockbau aus dem Jahr 1560. Es ist das älteste Gasthaus der Südlichen Weinstraße und stand früher in der Nähe des Storchentors, welches das westliche Stadttor der nunmehr zerstörten Stadtmauer darstellte.
Besonders pittoresk ist das Alte Rathaus von Annweiler, das entgegen seiner Bezeichnung »altes« Rathaus noch erstaunlich jung ist – es wurde 1950/51 erbaut und befindet sich inmitten des Zentrums am Rathausplatz. An der linken Gebäude-Ecke bewacht der in Sandstein gehauene Kaiser Friedrich II. das schicke Fachwerkgebäude. In direkter Nachbarschaft bewundern wir die ebenfalls sehr sehenswerte protestantische Kirche. Diese wurde im Jahr 1153 erbaut, 1944 zerstört und in ihrem heutigen Erscheinungsbild 1952 wiedererrichtet. Markant sind der erhaltene Turm aus dem Jahr 1318 und die Glasmalereien im Chor. Am Rathausplatz lädt in exponierter Lage der Außenbereich des Cafés Chelini (cafe-chelini.de) dazu ein, die besondere Atmosphäre zu genießen.
Erwähnenswert ist außerdem das Museum unterm Trifels. Es informiert über die Vergangenheit der Stadt Annweiler, die Burg Trifels und die Region Trifelsland und natürlich über die Staufer. Drei Fachwerkhäuser und die ehemalige Wassermühle beherbergen die Ausstellungsfläche, auf der den Besuchern anhand von Rekonstruktionen die Geschichte nähergebracht wird. Das Gerberhandwerk ist ein großes Thema, eine historische Gerberwerkstatt kann besichtigt werden.
Tipp
Verschiedene Themenführungen durch Annweiler bringen den Gästen das Städtchen noch ein bisschen näher. Als historische Persönlichkeit führt sie beispielsweise Richard Löwenherz durch den Ort. Inhaltlich ist alles geboten, von den Kirchen und den Fresken über die Stadtmauer, Tore und Türme bis hin zu den Gerbern. Anmeldung beim Büro für Tourismus Annweiler (vg-annweiler.de/tourismus).
Südlich der Altstadt lädt der Kurpark Markwardanlage zu einem Besuch ein. Ein kleiner See, Spazierwege, ein Spielplatz, Wassertretbecken und eine Minigolfanlage sind vorhanden. Das Flüsschen Bindersbach durchzieht den Park, dessen südliches Ende ein Lama-Gehege bildet. An der Anlage befindet sich ein Wohnmobilstellplatz (siehe Auf einen Blick) und ein Fußweg führt durch die Markwardanlage hindurch in die Altstadt von Annweiler.
SANDSTEIN-BURG AUF FELSENRIFF
Annweiler mag ein noch so schöner Ort sein – das unbestrittene Highlight jedoch ist die Burg Trifels auf der Kuppe des fast 500 Meter hohen Sonnenberges. Die Felsenburg hatte während des Mittelalters den Status einer Reichsburg. Im 12. und 13. Jahrhundert war sie eine der wichtigsten Stätten salisch-staufischer Herrschaft über das Heilige Römische Reich. Man sieht das mächtige Bauwerk sehr gut aus der Ferne und von unten vom Ort Annweiler aus beeindruckt es sehr. Aber auch der Blick von der Burg aus ist ein Erlebnis: Annweiler und das Queichtal direkt darunter, im Osten die Rheinebene, im Westen die Höhenlagen des Pfälzerwaldes.

Der Fluss Queich fließt malerisch durch Annweiler.

Viel Fachwerk im Ort

Im Zentrum der schicke Rathausplatz

DIE BURG TRIFELS kann im Rahmen eines ausgeschilderten Spaziergangs von der Altstadt Annweiler aus erobert und besichtigt werden. Es finden regelmäßig sowohl öffentliche Führungen (samstags, sonntags und feiertags 10.30 bis 13 Uhr) als auch Workshops und Mitmach-Events statt. Von Mai bis Oktober wird immer samstags um 15 Uhr ein Stationentheater durch Burg und Geschichte angeboten.

Tolle Sicht auf den achteckigen Rehbergturm auf dem gleichnamigen Berg
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