Kitabı oku: «Panoramawege Allgäu»

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Steht irgend eine Weltstadt auf der Wunschliste? Dann folgen Sie diesem »Wegweiser« an der Krinnenalpe (Tour 31)…

Janina und Markus Meier

Panoramawege
ALLGÄU

35 Wanderungen mit spektakulären Aussichten

Exklusiv für Sie als Leser:

MIT GPS-DATEN ZUM DOWNLOAD


Inhalt

Vorwort

Einleitung

DIE TOUREN

Touren im Oberallgäu

1Herrliche westliche Nagelfluhkette3:00 Std.

Falken, 1561 m, und Hochhäderich, 1566 m

2Luftig über den Grat5:00 Std.

Seelekopf, 1663 m, und Eineguntkopf, 1639 m

3Panorama satt in der östlichen Nagelfluhkette7:00 Std.

Vom Hochgrat, 1834 m, zum Mittag, 1420 m

4Traumhafte Allgäuer Hörnertour3:00 Std.

Rangiswanger Horn, 1661 m, und Weiherkopf, 1665 m

5Gemütliche Gipfelüberschreitung4:30 Std.

Riedberger Horn, 1787 m, und Großer Ochsenkopf, 1662 m

6Gebirgssee, Höhenweg und urige Alm7:30 Std.

Schrecksee und Jubiläumsweg

7Gar nicht neblig – über die Sonnenköpfe5:00 Std.

Schnippenkopf, 1833 m, und Sonnenkopf, 1712 m

8Aussichtskanzel über Oberstdorf6:00 Std.

Aufs Rubihorn, 1957 m

9Spannender Geheimtipp für Ambitionierte6:00 Std.

Über den Entschenkopf, 2043 m

10Felsen-Feeling mit großem Finale6:15 Std.

Über den Hindelanger Klettersteig

11Steinig und aussichtsreich – über das Koblat6:00 Std.

Auf den Großen Daumen, 2280 m

12Im Angesicht von Höfats und Schneck7:30 Std.

Über das Laufbacher Eck, 2178 m

13Steil und unnahbar – die Höfats6:30 Std.

Rund um einen berühmten Allgäuer Grasberg

14Blumenwege am Söllereck3:30 Std.

Fellhorn, 2038 m, und Schappoltkopf, 1968 m

15Höhenwege im Doppelpack9:00 Std.

Zur Mindelheimer Hütte, 2058 m

16Seit über 100 Jahren berühmt und beliebt15:00 Std.

Am Heilbronner Weg zum Bockkarkopf, 2609 m

Touren im Kleinwalsertal

17Auf einen außergewöhnlichen Berg5:15 Std.

Zum Hohen Ifen, 2230 m

18Gratwanderung über dem Schwarzwassertal4:30 Std.

Über die Ochsenhofer Köpfe, 1950 m

19Großartig – der Mindelheimer Klettersteig8:30 Std.

Über die drei Schafalpenköpfe, 2320 m

20Die spannende Baader-Umrahmung5:30 Std.

Güntlespitze, 2092 m, und Hochstarzel, 1974 m

21Der Große Widderstein »light« – für Wanderer6:00 Std.

Rundtour zur Widdersteinhütte, 2039 m

Touren im Tannheimer Tal

22Luft unter den Sohlen über Jungholz4:30 Std.

Sorgschrofen, 1636 m, und Zinken, 1612 m

23Zwei-Gipfel-Tour im westlichen Tannheimer Tal5:00 Std.

B’schießer, 1998 m, und Ponten, 2045 m

24Aussichtsreich überm Vilsalpsee6:30 Std.

Auf das Gaishorn, 2247 m

25Hochgenuss für Kraxelkünstler6:45 Std.

Überschreitung des Rauhhorns, 2241 m

26Drei-Seen-Tour vom Neunerköpfle5:30 Std.

Zum Aussichtsgipfel Schochenspitze, 2068 m

27Im Reich der Felsenkünstler5:00 Std.

Gräner Höhenweg zum Brentenjoch, 2000 m

28Panoramagang über dem Alpenvorland3:30 Std.

Zur Großen Schlicke, 2059 m

29Ein Klassiker – der Friedberger Klettersteig4:30 Std.

Auf die Rote Flüh, 2108 m

30Hüttentour mit prächtiger Aussicht4:30 Std.

In die Nesselwängler Scharte, 2007 m

31Von Gamsböcken und Alpenrosen3:00 Std.

Über die Krinnenspitze, 2000 m

32Auf den höchsten Gipfel der Vilsalpseegruppe9:30 Std.

Zur Leilachspitze, 2274 m

Touren im Ostallgäu

33Aussichtsrunde in die Bleckenau3:30 Std.

Tegelberg, 1699 m, und Branderschrofen, 1879 m

34Felsen-Fensterln überm Ammerwald5:30 Std.

Auf die Ammergauer Hochplatte, 2082 m

35Im Paradies des Märchenkönigs6:00 Std.

Auf die Große Klammspitze, 1924 m

Alle Touren auf einen Blick

PS:

Register

Impressum


Einfach märchenhaft: der Schrecksee über dem Ostrachtal. TOUR 6


Schöne Blumen am Wegesrand: Die Allgäuer Alpen sind sehr vegetationsreich.


Die Rohnenspitze im Tannheimer Tal ist eine hübsche Gipfelvariante. TOUR 23


Entspannter Rastplatz am Weg zu Falken und Hochhäderich. TOUR 1

Großartiges Panorama beim Start von der Rappenseehütte zum Heilbronner Weg. TOUR 16


Die Wege im Allgäu sind sehr gut ausgeschildert.

Anlockversuche des Allgäuer Fleckviehs


Silberdisteln finden wir häufig am Wegesrand.


Abstieg zum Vilsalpsee – die schwierigsten Passagen liegen hinter uns (Tour 24).

Vorwort

Panoramawege im Allgäu verbindet man mit wunderbaren Aussichtstouren in einer faszinierenden Berglandschaft. Das Allgäu zählt zu den schönsten und beliebtesten Wanderregionen in den Bayerischen Alpen. Charakteristisch für die Allgäuer Berge sind die steilen Grasflanken, die teilweise bis in die Gipfelregionen reichen; aber auch saftige Almwiesen, gut bewirtschaftete Almen (hier Alpe genannt) und traumhafte Aussichten gehören zum Allgäu.

Schwerpunkt der Touren in diesem Buch bildet die Region des Oberallgäus: Im Bereich von Oberstaufen über Sonthofen bis nach Oberstdorf haben wir 16 Touren aufgenommen.

Südwestlich von Oberstdorf schließt das Kleinwalsertal an, das bereits zum österreichischen Bundesland Vorarlberg gehört. Hier finden wir einige ausgesprochen schöne Panoramatouren.

Östlich von Sonthofen gelangt man übers Oberjoch ins Tannheimer Tal, welches zu den schönsten Hochtälern Europas gehört und gleichzeitig eine grandiose Wanderregion ist.

Als letzte Region kommen wir zum Ostallgäu – auch hier stellen wir drei Touren vor, und zwar in den Ammergauer Alpen.

Jede der beschriebenen 35 Touren bezaubert durch ihren eigenen Reiz und ihren eigenen Charakter. Es lohnt sich also, alle Touren zu erkunden und ihren Zauber selbst zu entdecken.

Die Umrundung des Widdersteins führt über schönes Wandergelände (Tour 21).

Das Allgäu, das Kleinwalsertal und das Tannheimer Tal haben sich für uns in den letzten Jahren zu unserer favorisierten Gebirgsregion entwickelt. Man findet dort alles, was man sich als Bergwanderer wünscht, und zudem ist das Gebiet von den süddeutschen Regionen zwischen Stuttgart und München sehr gut zu erreichen.

Wir hoffen, dass Sie beim Lesen und Wandern mit diesem Buch etwas von der Faszination dieser tollen Region spüren, und laden Sie nun zu einer erlebnisreichen Reise ein auf den aussichtsreichsten Wanderwegen im Allgäu, im Kleinwalsertal und im Tannheimer Tal.

Dußlingen an einem sonnigen Tag im Frühling,

Markus und Janina Meier

Einleitung
Wege und Gipfel mit viel Aussicht

Höhenwandern liegt im Trend, und häufig wird dabei auch gar kein Gipfel bestiegen. Wir haben bei der Tourenauswahl versucht, eine bunte Mischung an aussichtsreichen Wanderungen zusammenzustellen. Uns war es wichtig, häufig einen Gipfel mit dabeizuhaben, bilden doch Gipfel einen Höhepunkt auf jeder Tour.

Viele unserer Wanderungen starten an der Bergstation einer Seilbahn, was den Vorteil hat, dass wir gleich mit einer großen Aussicht starten können.

Die Mehrzahl unserer Touren ist für den ambitionierten Bergwanderer gedacht, und längere Bergfahrten können gut auf zwei Tage verteilt werden. Es gibt natürlich auch ein paar kürzere Touren, bei denen man gemütlich dahinbummeln kann. Die Auswahl an Klettersteigen ist überschaubar, wir wollten aber auf sie nicht verzichten, handelt es sich doch bei den vorgestellten Klettersteigen um klasse Aussichtstouren.

Unsere Touren verteilen sich auf vier Gebiete. Trotz der Nähe zueinander weisen sie teils doch einen recht unterschiedlichen Charakter auf.

Oberallgäu: Unsere Touren beginnen in der Nähe von Oberstaufen. Hier beschreiben wir drei Touren in der Nagelfluhkette – darunter auch einen zertifizierten Premiumwanderweg –, und anschließend geht’s im Naturpark Nagelfluh weiter nach Süden zu den aussichtsreichen Gipfeln der Hörnergruppe.


Von der Krinnenalpe blicken wir zu den Tannheimer Kletterbergen (Tour 31).


Gerstruben, eine verlassene Almsiedlung und inzwischen »Freiluft-Museum« (Tour 13)

Auf der anderen Seite des Illertals besuchen wir das verträumte Hintersteiner Tal und erwandern ein paar der beliebten und bekannten Touren rund um Oberstdorf. Hier finden wir auch eine der berühmtesten Allgäuer Touren, den Heilbronner Weg, für den man sich idealerweise drei Tage unter der Woche Zeit nimmt.

Kleinwalsertal: Südwestlich von Oberstdorf schließt das Kleinwalsertal an. Die beiden Regionen sind touristisch eng miteinander verknüpft, und eine vorzügliche Infrastruktur von Seilbahnen und öffentlichen Verkehrsmitteln erwartet uns. Gleich bei den ersten Touren nutzen wir diese und besteigen mit dem Hohen Ifen einen sehr eigenartig geformten Berg.

Vom Kleinwalsertal aus starten wir auch zum großartigen Mindelheimer Klettersteig, doch auch unbekannte Touren wie die Baader-Umrahmung über die Hochstarzel erwarten uns.

Tannheimer Tal: Das wunderschöne Tannheimer Tal ist eine wirklich tolle Wanderregion, wo man auf kleinem Raum viele Höhenwanderungen findet – hervorzuheben sind hier die Höhenwege vom Füssener Jöchle zur Kissinger Hütte, zur Großen Schlicke oder zur Roten Flüh.

Auf der südlichen Talseite kann man so beliebte Ziele wie Gaishorn und Krinnenspitze erwandern, und auch die Drei-Seen-Tour vom Neunerköpfl zur Landsberger Hütte darf nicht fehlen. Durch den Felssturz am Vilsalpsee haben wir eine leicht veränderte Routenführung aufgenommen.

Ostallgäu: Im Ostallgäu beschränken wir uns auf drei schöne Überschreitungen in den Ammergauer Alpen: Während die Tour am Tegelberg bereits mit großer Aussicht beginnt, müssen wir uns eine solche an der Hochplatte und der Großen Klammspitze erst erarbeiten – dafür ist oben dann das Panorama wirklich großartig. Bei der Klammspitze handelt es sich sogar um eine Überschreitung ins Graswangtal.


Blick zurück zum Brentenjoch; der Anstieg ist einfacher als es aussieht (Tour 27).

Alle Touren haben etwas gemeinsam: Neben einer großen Aussicht verlaufen sie niemals auf dem gleichen Weg hinauf und hinunter, sondern sind als Überschreitungen oder Rundtouren angelegt. Mit dabei sind auch einige Routenkombinationen, die wir bisher kaum in Tourenführern gefunden haben.

Alle Touren verlaufen auf gut markierten Wanderwegen, lediglich am Grasköpfl ist ein kurzer Abschnitt unmarkiert. Die Markierungen sind in den jeweiligen Regionen allerdings sehr unterschiedlich – sie reichen von vorbildlich markierten Wanderwegen mit Wegweisern inklusive Zeitangabe bis hin zu einfach markierten Wegen mit spärlichen Wegweisern. Hier wäre eine einheitliche Markierung wünschenswert, wie z. B. in unserem Nachbarland, der Schweiz.

Anreise

Alle Ausgangspunkte sind auf gut ausgebauten Straßen erreichbar. Zentraler Zubringer für die Wanderer aus der Region Stuttgart/Ulm ist dabei die A 7 Ulm–Füssen. Weiter über Sonthofen gelangt man nach Oberstaufen oder Oberstdorf. Von Oberstdorf geht es dann ins Kleinwalsertal.

Aus der Region Augsburg fährt man über die B 17 und die B 12 und über Kaufbeuren nach Kempten und weiter Richtung Sonthofen.

Aus Richtung München fährt man über die A 96 Richtung Lindau, bis man auf die B 12 nach Kaufbeuren abbiegen kann.

Das Tannheimer Tal erreicht man ebenfalls über die A 7 bis zur Ausfahrt Oy-Nesselwang; von hier geht’s über Oberjoch ins Hochtal. Die Augsburger benutzen ebenfalls die B 17 und die B 12 bis Kempten und fahren dann weiter über die A 7 bis Oy-Nesselwang. Alternativ besteht auch die Möglichkeit, bei Marktoberdorf auf der B 16 nach Pfronten und weiter ins Tannheimer Tal zu fahren.

Von München gelangt man über die A 96 auf die Bundesstraßen. Alternativ kann man auf der Autobahn Richtung Garmisch-Partenkirchen fahren, in Oberau rechts nach Ettal abbiegen und durch das Graswangtal zum Plansee fahren; über Reutte geht’s dann hinauf ins Tannheimer Tal.

Die Touren im Ostallgäu werden aus dem Stuttgarter Raum über die A 7 angefahren; von der Ausfahrt Füssen fährt man nach Schwangau oder aber nach Halblech.

Von Augsburg fährt man auf der B 17 bis zu den Ausgangspunkten.

Diese Bundesstraße kann man auch von München kommend benutzen, nachdem man auf der A 96 bis Landsberg am Lech gefahren ist. Eine Alternative ist auch die Anfahrt über Starnberg, Weilheim in Oberbayern und Peißenberg nach Halblech bzw. Schwangau.

Da viele der hier beschriebenen Touren unterschiedliche Ausgangs- und Endpunkte haben, ist die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln ideal. Das Ostallgäu und das Kleinwalsertal sind bequem mit dem Zug erreichbar, und die Busverbindungen sind vorbildlich ausgebaut. Auch die anderen Talorte im Tannheimer Tal oder im Ostallgäu sind gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen.

Ausrüstung

Für die meisten in diesem Buch beschriebenen Touren ist eine gute Bergwanderausrüstung ausreichend. Sie sollte allerdings der Jahreszeit und dem Wetter angepasst sein.

Bei der Bekleidung hat sich das Zwiebelprinzip mit mehreren Schichten bewährt. Die Materialien von Shirts, Hemden und Unterwäsche sind idealerweise aus Kunstfaser oder Merinowolle. Während Kunstfaser die Feuchtigkeit vom Körper wegtransportiert, wärmt Merinowolle auch im feuchten Zustand noch. Zudem riecht sie auch nach Tagen nicht unangenehm. Eine lange Berghose gehört zur Standardausrüstung und ist auch an heißen Sommertagen, wenn Shorts ausreichen, zumindest im Rucksack mit dabei. Ein Fleece-Pullover gegen Auskühlung und für Regenwetter ein Anorak gehören ebenso in den Rucksack wie bei kühleren Temperaturen Handschuhe und Mütze.

Die Bergschuhe sollten passen, eine gute Profilsohle aufweisen und idealerweise über die Knöchel gehen. Vor langen Wanderungen sollte man die Schuhe einlaufen.

Gute Wandersocken haben eine Polsterung an den empfindlichen Stellen, die den Tragekomfort deutlich erhöht. Einige haben auch eine Bezeichnung für »rechts-links«, die man unbedingt beachten sollte. Weitere wichtige Ausrüstungsgegenstände sind ein guter Rucksack, Sonnenschutzcreme, Sonnenbrille, Taschen- oder Stirnlampe, Erste-Hilfe-Set, Biwaksack, Brotzeit und Getränke. Bei langen Abstiegen können Teleskopstöcke von Vorteil sein und die Gelenke deutlich entlasten. Für die Übernachtung auf Alpenvereinshütten benötigt man einen Hüttenschlafsack.


Bei der Tour vom Tegelberg in die Bleckenau: Blick zu Gabelschrofen und Krähe (Tour 33)

Für die Klettersteige sind Steinschlaghelm, Hüftgurt, Klettersteigset und Klettersteighandschuhe notwendig.

Tourenplanung

Eine sorgfältige Tourenplanung bildet die Grundlage für eine sichere und gelungene Tour.

Hierzu nutzt man eine gute topografische Karte. Der Deutsche Alpenverein gibt zusammen mit dem Bayerischen Landesvermessungsamt Alpenvereinskarten im Maßstab 1:25 000 für den gesamten Bayerischen Alpenraum heraus. Diese decken das gesamte Gebiet dieses Buchs ab. Aufgrund der Routenbeschreibungen in diesem Buch kann auf weitergehende Literatur verzichtet werden.

Zur konkreten Planung sollten unbedingt Erkundigungen über die aktuellen Verhältnisse eingeholt werden – dies kann man inzwischen im Internet auf diversen Tourenforen recherchieren. Gezielte Informationen geben auch die Internetseiten der Seilbahnen, oder man fragt telefonisch bei Hüttenwirten oder Fremdenverkehrsämtern nach.

Wetter

Da man sich beim Wandern in der freien Natur bewegt, spielt das Wetter eine entscheidende Rolle. Heutzutage sind die Wetterprognosen für die nächsten 24 bzw. 48 Stunden sehr genau, und Informationen dazu bekommt man am besten über den Alpenvereinswetterbericht (www.alpenverein.de, Tel. 089/290 50 70).

Wenn man sich einmal unsicher ist, kann man die persönliche Beratung des Österreichischen Alpenvereins in Anspruch nehmen; unter Tel. +43/(0)512/29 16 00 beantworten hier von 13–18 Uhr Meteorologen mit Bergführer-Ausbildung alle Fragen nach dem Wetter.

Leider beobachtet man häufig, dass viele Wanderer das Wetter unterschätzen, was zu gefährlichen Situationen führen kann. Wenn für den Nachmittag Gewitter angekündigt sind, sollte man früh aufbrechen, um rechtzeitig die Tour beendet zu haben – auch wenn sich am Morgen noch keine Wolke am Himmel zeigt!

Notfälle

Die Bergunfallstatistik besagt eindeutig, dass die meisten der Bergunfälle beim Bergwandern passieren. Deshalb kommt es neben einer guten Tourenplanung besonders auf das richtige Einschätzen des eigenen Leistungsvermögens an.

Sollte es doch einmal zu einem Unfall kommen, heißt es ruhig bleiben und Erste Hilfe leisten. Es ist wichtig, schnell Hilfe zu holen. Das Mobiltelefon, das inzwischen auf jeder Tour im Rucksack mit dabei ist, macht das Herbeiholen von Hilfe deutlich schneller und einfacher.

Die internationale Notrufnummer ist die 112. Folgende Angaben sind erforderlich:

Wo ist der Unfall passiert: eindeutige Ortsangabe (Koordinaten, Kartenblatt)


Abendstimmung über Schloss Hohenschwangau (Tour 33)

Was ist passiert: Art und Schwere der Verletzungen

Wie viele Personen sind verletzt

Welche Verletzungen haben die Personen: Art und Schwere der Verletzung

Warten auf Rückfragen: Nach dem Notruf mit dem Handy sollte man dieses angeschaltet lassen und nicht mehr telefonieren – so kann die Rettungsleitstelle bei Rückfragen zurückzurufen.

Alpines Notsignal: Sollte man einmal keinen Handyempfang haben, muss man das Alpine Notsignal anwenden, um Hilfe zu holen:

Sechsmal in einer Minute ein optisches oder akustisches Signal geben (Pfeifen, Rufen, Lichtsignal); die wiederholt man nach einer Pause von einer Minute, und zwar insgesamt so lange, bis man eine Antwort erhält. Diese besteht aus drei Signalen innerhalb von einer Minute.

Hubschraubereinsatz: Beim Hubschraubereinsatz signalisiert man mit der »YES«-Position, dass man Hilfe benötigt. Der Hubschrauber ist dann einzuweisen – hierzu sollte der Einweiser mit dem Rücken zum Wind stehen und sich nicht bewegen, wenn der Hubschrauber sehr nahe kommt (evtl. knien). Der Landeplatz sollte frei von losen Gegenständen sein.

Alpine Gefahren

Wetter: Wie schon beschrieben, kann sich das Wetter im Gebirge innerhalb eines Tages schnell ändern, und Wetterstürze bringen Gefahren mit sich: Während bei Gewitter die unmittelbare Gefahr eines Blitzschlags besteht, kann bei Wetterstürzen mit Neuschnee einfaches Wandergelände plötzlich vereisen, oder die damit verbundene Kälte kann bei unzureichender Ausrüstung schnell zur Unterkühlung führen. Bei Gewittergefahr sollte man nach Möglichkeit umkehren; auf alle Fälle sind Grate und Gipfel ebenso wie Wasser führende Rinnen und Gräben unbedingt zu meiden sowie Drahtseile auf keinen Fall mehr zu berühren! Man sollte Mulden aufsuchen und sich auf eine isolierende Unterlage (Rucksack) setzen.

Altschneefelder und Wechten: Nicht nur ein plötzlicher Wettersturz kann durch Schnee, Vereisung oder Nässe zu Gefahren führen. Im Frühsommer behindern häufig Altschneefelder auf den Wegen ein einfaches Fortkommen – hier helfen Steigeisen und Pickel gut darüber hinweg. Im Fall eines Sturzes sollte man sich sofort mit dem Gesicht zum Hang drehen und in die Liegestützposition kommen, um den Sturz abzufangen.

Gerade im Frühsommer können auf den Graten von höheren Gipfeln Wechten ausgeprägt sein. Hier sollte man nie ganz auf dem Grat gehen, sondern lieber etwas unterhalb. Auch auf den Gipfeln sollte man dann sehr vorsichtig sein.

Steinschlag: Vor allem auf Klettersteigen, aber auch bei schrofigen Passagen im Bereich von Rinnen besteht die Gefahr von Steinschlag. Diese Passagen sollte man schnell durchqueren, zudem ist vor allem im Felsbereich ein Steinschlaghelm unverzichtbar.


Sehr aussichtsreich: der Premiumwanderweg »Luftiger Grat« bei Oberstaufen (Tour 19)

Subjektive Gefahren: Man sollte bei der Auswahl der Touren neben der eigenen konditionellen Verfassung und dem persönlichen Können auch das der Mitwanderer unbedingt berücksichtigen. Im Zweifelsfall wählt man lieber eine kleinere Tour als bei einer größeren dann überfordert zu sein und sich und andere womöglich in Gefahr zu bringen. Während der Tour sollte man ausreichend Pausen einlegen und genügend trinken. Notfalls bricht man die Tour lieber ab – das kostet keinen »Zacken in der Krone«!

Kondition kann man sich durch regelmäßiges Training aneignen, und das persönliche Können erwirbt man durch Üben, z. B. mit einem erfahrenen Begleiter auf einer Tour oder, noch besser, durch entsprechende Kurse, die bei den Sektionen des Deutschen Alpenvereins angeboten werden. Eine zusätzliche Hilfe sind auch Bücher, z. B.: Pepi Stückl/Georg Sojer: Outdoorpraxis Bergsteigen, oder: Karl Schrag: Alpin Lehrplan Band 1: Bergwandern – Trekking.

Umweltschutz

Unsere Alpen sind durch den Tourismus einer immer stärkeren Belastung ausgesetzt – und wir können durch eine Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln einen kleinen Beitrag zu ihrer Entlastung leisten. Deshalb haben wir, wo es möglich und sinnvoll ist, die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln bei jeder Tour mit angegeben.

Es versteht sich natürlich von selbst, den eigenen Müll wieder mit ins Tal zu nehmen – genauso, wie man die Blumen, und seien sie noch so schön, auf der Wiese stehen lässt. Man will ja selbst auch nicht durch eine Müllhalde und über abgerupfte Wiesen laufen.


1 Herrliche westliche Nagelfluhkette
Falken, 1561 m, und Hochhäderich, 1566 m

Den höchsten Punkt der westlichen Nagelfluhkette bildet der Hochhäderich, und wenige Meter unter seinem Gipfel lädt der gleichnamige Berggasthof zur Einkehr ein. Diese müssen wir uns aber zuerst verdienen – der Übergang vom Falken zum Hochhäderich ist nicht nur aussichtsreich, sondern im letzten Gratabschnitt auch etwas ausgesetzt.


Tourencharakter

Schöne Gratüberschreitung, die beim Übergang zum Hochhäderich Trittsicherheit und Schwindelfreiheit erfordert

Ausgangs-/Endpunkt

Alpengasthof Hörmoos (1283 m)

Anfahrt

Bahn & Bus: Mit dem Zug nach Oberstaufen und weiter mit dem Bus zum Alpengasthof

Auto: Nach Oberstaufen und weiter nach Steibis, von dort mit dem Bus zum Alpengasthof

Höchster Punkt

Hochhäderich (1566 m)

Beste Jahreszeit

Anfang Juni bis Mitte Oktober

Hütten / Einkehr

Berggasthof Hochhäderich, Tel. +43/(0)664/922 24 10, www.hochhaederich.info;

Berggasthof Falkenhütte, Tel. 08386/81 13, www.falkenhuette.de;

Alpengasthof Hörmoos, Tel. 08386/81 29, www.hoermoos.de

Karte

Alpenvereinskarte Bayerische Alpen 1:25 000, Blatt BY1 Allgäuer Voralpen West – Nagelfluhkette/Hörnergruppe

Tourismus-Info

Tourist-Information Oberstaufen, Tel. 08386/930 00, www.oberstaufen.de


Zum Falken Am Alpengasthof Hörmoos (1283 m) verlassen wir den Bus, der uns von Steibis heraufgebracht hat, und wandern vom Gasthof auf der asphaltierten Straße aufwärts. Den ersten nach rechts abbiegenden Weg ignorieren wir, bis ein weiterer Weg nach links abzweigt; hier gehen wir auf der Straße geradeaus weiter.

Über den freien Rücken wandern wir aufwärts bis zu einer weiteren Wegteilung; wo wir uns für den linken Fahrweg entscheiden, auf dem wir unter dem Gipfel des Falken nach Osten bis zum Berggasthof Falkenhütte (1500 m) hinüberqueren. Hier, an dem großen, bestens bewirtschafteten Gasthof, gönnen wir uns erst einmal eine kurze Pause und sammeln ein wenig Kraft.


Schöner Ausblick vom Hochhäderich nach Norden zur Alpe Hörmoos

Anschließend machen wir uns an den weiteren Aufstieg zum Nagelfluhgrat. Hierfür wandern wir in südwestlicher Richtung hinauf in die Einsattelung zwischen Falken und Eineguntkopf. Jetzt drehen wir nach rechts und steigen über den Grat hinauf zum Gipfel des Falken (1561 m) – die letzten Meter hinauf zum Gipfelkreuz sind ordentlich steil. Aufgrund der guten Erreichbarkeit sind wir hier oben leider selten allein. Sollte sich direkt unter dem großen Kreuz kein Platz mehr finden, so bietet sich ein paar Meter weiter westlich auf der Wiese im Gipfelbereich genügend Platz.

Im weichen Gras sitzend bewundern wir die grandiose Aussicht, die weit nach Süden reicht. Dabei erkennen wir so bekannte Allgäuer Gipfel wie Großen Daumen, Hochvogel, Großen Krottenkopf, Biberkopf und Hohen Ifen. Mit etwas Glück können wir sogar die Kuchenspitze im Verwall und die Schesaplana im Rätikon erkennen. Auch unser nächstes Ziel, den Hochhäderich, sehen wir bereits.

Kräuteralp Hörmoos

Neben dem Alpengasthof Hörmoos befindet sich die Kräuteralp Hörmoos, eine auf Eigeninitiative angelegte private Anlage mit Wildwuchs-Kräutergarten. Im Haus befindet sich die höchstgelegene Destille des Allgäus – hier werden die Kräuter aus dem eigenen Garten zu edlen Tropfen verarbeitet. Bei der Bayerischen Obstbrandprämierung wurden sechs Destillate mit Gold ausgezeichnet.

Übergang zum Hochhäderich Nach der Gipfelrast machen wir uns an den Weiterweg. Hierfür steigen wir vom Falken in westlicher Richtung wieder in eine Einsattelung hinab, wo es nach rechts wieder zurück zum Alpengasthof Hörmoos ginge. Wir wollen aber hinauf zum Gipfel des Hochhäderich und zum gleichnamigen Berggasthaus und folgen so dem Steig ein Stück aufwärts, bis er nach rechts abbiegt. Achtung, die Abzweigung ist leicht zu übersehen, da auch geradeaus Steigspuren weiterführen – dieser früher begangene Weg ist aber deutlich schwieriger als die Umgehung des Gratkopfes auf der rechten Seite!


Angekommen: auf dem Gipfel des Hochhäderich mit seinem großen Kreuz


Luftig: der letzte Abschnitt des Grats zwischen Falken und Hochhäderich

Auf dem teilweise etwas feuchten Pfad gelangen wir ohne größere Schwierigkeiten bis zum Gratansatz des Hochhäderich. Dort beginnt der leichte Klettersteig hinauf zum Gipfel, und in anregender Kraxelei geht es über diesen schönen Nagelfluhgrat aufwärts. Die ausgesetzten Stellen sind versichert.

Oben empfängt uns der Gipfel mit viel Platz und einem großen Gipfelkreuz. Abermals schweift hier unser Blick gen Norden bis weit ins Alpenvorland hinaus, aber auch die umliegenden Gebirgsgruppen wie der Bregenzer Wald und die Allgäuer Alpen präsentieren sich wunderbar. Dabei können geübte Augen wieder einige bekannte Allgäuer Berggipfel wie Hohen Ifen, Trettach und Großen Krottenkopf erkennen.

Zurück nach Hörmoos Über den einfachen Steig wandern wir in wenigen Minuten hinunter zum Berggasthof Hochhäderich (1556 m), in dem wir gemütlich einkehren – wir sollten hier unbedingt nach der Tagesempfehlung fragen, denn häufig gibt es ein traditionelles, oft lokales Gericht.

Vom Gasthof wandern wir auf dem Forstweg kurz nach Westen, bis nach rechts ein Steig abzweigt. Dieser bringt uns über Wiesen hinunter zur Kleinhäderichalpe. Hier biegen wir nach rechts ab und spazieren hinunter zum Hubertushaus und weiter zum Alpengasthof Hörmoos .

2 Luftig über den Grat
Seelekopf, 1663 m, und Eineguntkopf, 1639 m

Immer mehr Deutsche packt das Wanderfieber, und so zertifiziert das Deutsche Wanderinstitut viele wunderschöne Wege, die sich dann »Premiumwanderwege« nennen dürfen. Auch in der Umgebung von Oberstaufen finden wir inzwischen drei dieser grandiosen Wege: Einer davon ist der »Luftige Grat«, der an der Bergstation der Hochgratbahn beginnt.


Tourencharakter

Gut markierter Premiumwanderweg mit versicherten Stellen. Überquerung des Lanzenbachs bei viel Wasser mühsam. Trittsicherheit erforderlich

Ausgangspunkt

Bergstation der Hochgratbahn (1796 m)

Endpunkt

Bergstation der Imbergbahn (1225 m)

Anfahrt

Bahn & Bus: Mit dem Zug nach Oberstaufen, dann weiter mit dem Bus zur Hochgratbahn

Auto: Nach Oberstaufen und weiter über Steibis zur Talstation der Imbergbahn, dort parken. Weiter mit dem Bus zur Hochgratbahn.

Höchster Punkt

Seelekopf (1663 m)

Beste Jahreszeit

Anfang Juni bis Oktober

Hütten / Einkehr

Staufnerhaus, Tel. 08386/82 55, www.staufner-haus.de;

Oberstiegalpe, Tel. 08386/81 78, www.oberstiegalpe.de;

Remmeleckalpe, Tel. 08386/71 26

Karte

Alpenvereinskarte Bayerische Alpen 1:25 000, Blatt BY1 Allgäuer Voralpen West – Nagelfluhkette/Hörnergruppe

Tourismus-Info

Tourist-Information Oberstaufen, Tel. 08386/930 00, www.oberstaufen.de


Zum Eineguntkopf Der Premiumwanderweg »Luftiger Grat« erwartet uns an der Bergstation der Hochgratbahn (1704 m). Nachdem wir hier schon mal den großartigen Ausblick bewundert haben, folgen wir dem Wegweiser in Richtung Westen. Zuerst geht’s auf breitem Weg bergab zu einem Sattel oberhalb des Staufner Hauses des Deutschen Alpenvereins. Da wir aber erst am Beginn unserer Wanderung stehen, heben wir uns die Einkehr für später auf.


Am Start des »Luftigen Grats«; gleich dahinter gehen wir durchs »Tor der Alpen«.


Das Staufner Haus steht wenige Meter unterhalb unseres Wanderwegs.

Der Gratweg bringt uns nun aufwärts zu einer Wegverzweigung unterhalb des Seelekopfes. Den kleinen Abstecher hinauf zum Gipfel unternehmen wir gern, und so wandern wir auf dem Steig geradeaus nach oben. Er ist teilweise versichert, wir packen fest zu und erreichen bald den Gipfel des Seelekopf (1663 m). Neben dessen großem Gipfelkreuz legen wir eine erste kleine Pause ein und lassen die Aussicht auf die Allgäuer Bergwelt auf uns wirken. Besonders schön ist der Rückblick zum Hochgrat, der sich über der Bergstation erhebt. Weit reicht der Blick aber auch nach Süden bis zu den Hauptgipfeln der Allgäuer Alpen.


Erstes Gipfelziel: Gleich genießen wir vom Seelekopf ein wunderschönes Panorama.

Anschließend wandern wir am Südwestgrat wieder bergab. Wir treffen bald auf den etwas einfacheren Umgehungsweg, den wir zuvor ignorierten, und folgen dem schönen Gratweg über den Hohenfluhalpkopf bis zum Eineguntkopf (1639 m).

Zur Oberstiegalpe Die Gipfelwiese des Eineguntkopfes verführt uns nochmals zu einer kleinen Rast, bevor wir noch ein Stück am Grat entlang weiter wandern und dann nach rechts zur Falkenhütte abbiegen. Hier an der großen Alm können wir einkehren und uns ein wenig stärken, bevor wir unsere Wanderung fortsetzen.

Über den Rücken unterhalb der Alm erreichen wir in nördlicher Richtung den Verbindungsweg Schneelochalpe–Oberstiegalpe. Hier gehen wir nach rechts und wandern durch den Wald und über die anschließende freie Wiese zur Oberstiegalpe (1178 m), auf deren Sonnenterrasse wir uns nun eine ausgiebige Rast gönnen.

Die Oberstiegalpe gehört der gleichnamigen Interessensgemeinschaft. Am 1. Januar 1994, 44 Jahre nach Vereinsgründung, wurde das Haus, das ursprünglich der Polizei zur Erholung diente, vom Land Baden-Württemberg gekauft. Die Mitglieder des Vereins kümmern sich seither liebevoll um das Haus, wie wir auf der Homepage der Alpe sehen können.

Zur Imbergbahn Der »Luftige Grat« endet allerdings nicht an der Oberstiegalpe, sondern führt weiter zur Imbergbahn. Von der Oberstiegalpe geht es hinunter zu einer Forststraße, auf der wir nach links abbiegen und an der Mittleren Stiegalpe vorbeikommen. Nach ein paar Kehren zweigt nach rechts der Steig ab, auf dem wir durch den Wald hinunter zum Lanzenbach wandern. Hier treffen wir jedoch auf keine Brücke, sondern auf zwei gespannte Seile, mit deren Hilfe wir den Bach überwinden – bei viel Wasser kann dies ein recht prickelndes (und feuchtes) Unterfangen sein.

Auf der gegenüberliegenden Bachseite wandern wir hinauf zur Remmeleckalpe (1050 m). Auch auf dieser Alpe gibt es eine Einkehrmöglichkeit; und hier treffen wir auch wieder auf eine Forststraße. Wir wenden uns nach links und steigen hinauf zur Bergstation der Imbergbahn , die wir nach fünf bis sechs Stunden vom Hochgrat aus erreichen. Mit der Seilbahn schweben wir dann hinunter zur Talstation bei Steibis, wo man idealerweise schon am Morgen sein Auto geparkt hat und mit dem Bus von der Imberg- zur Hochgratbahn gefahren ist. Da die gesamte Runde recht lang ist, sollte man sich zuvor unbedingt über die letzte Talfahrt der Imbergbahn informieren.


Wackelig: Zwei-Seil-Brücke über den Lanzenbach

3 Panorama satt in der östlichen Nagelfluhkette
Vom Hochgrat, 1834 m, zum Mittag, 1420 m

Die Überschreitung der Nagelfluhkette vom Hochgrat zum Mittag ist ein Allgäuer Klassiker. Wir wandern über einen aussichtsreichen Gratkamm, den man relativ unschwierig bezwingt. Beeindruckend ist die Formation der Gebirgskette: steile Felsflanken im Norden, blumenreiche Grasflanken auf der Südseite und dazu das schöne Allgäuer Panorama.


Tourencharakter

Großartige Kammwanderung, die aufgrund der vielen Auf- und Abstiege gute Kondition erfordert. Die Tour ist leicht, lediglich beim Abstieg vom Stuiben und beim Übergang zum Steineberg sind einige Passagen mit Drahtseilen gesichert.

Ausgangspunkt

Bergstation der Hochgratbahn (1796 m)

Endpunkt

Bergstation der Mittagbahn (1451 m)

Anfahrt

Bahn & Bus: Mit dem Zug nach Oberstaufen und weiter mit dem Bus zur Talstation der Hochgratbahn. An der Hochgratbahn ein Verbundticket mit der Mittagbahn kaufen!

Auto: Nach Oberstaufen; Weiterfahrt am besten um 8.35 Uhr mit dem Bus zur Talstation der Hochgratbahn

Höchster Punkt

Hochgrat (1834 m)

Beste Jahreszeit

Anfang Juni bis Oktober

Hütten / Einkehr

Staufnerhaus, Tel. 08386/82 55, www.staufner-haus.de;

Gasthaus Gipfelwirt am Mittag, Tel. 08323/35 55

Karte

Alpenvereinskarte Bayerische Alpen 1:25 000, Blatt BY1 Allgäuer Voralpen West – Nagelfluhkette/Hörnergruppe

Tourismus-Info

Tourist-Information Oberstaufen, Tel. 08386/930 00, www.oberstaufen.de


Zum Rindalphorn Da die Rückkehr von Immenstadt nach Oberstaufen mit dem Zug erfolgt, empfiehlt es sich, das Auto am Bahnhof in Oberstaufen zu parken und mit dem ersten Bus hinauf zur Talstation der Hochgratbahn zu fahren. Die kleinen, etwas nostalgischen Gondeln bringen uns dann hinauf zur Bergstation (1796 m) wenig unterhalb des Hochgratgipfels.

Von hier wandern wir in gemütlichen 30 Minuten hinauf zum Gipfel des Hochgrats (1834 m). Der Steig führt dabei an die steil abfallende Nordseite heran; erste Drahtseile verhindern, dass wir uns dem Abgrund zu sehr nähern. Oben am Gipfel präsentiert sich ein großartiges Panorama, das uns heute den ganzen Tag begleiten wird: Aus der Schweiz grüßt der Säntis herüber, im Süden stehen die Gipfel des Allgäuer Hauptkamms, und ganz im Osten sehen wir die Tannheimer Berge. Im Norden schweift unser Blick bis weit ins Allgäuer Alpenvorland hinaus.


Ausgesetzt und markant: der Gipfelaufbau des Rindalphorns


Auf dem Gratweg gibt’s gemütliche Passagen, auf denen wir die Aussicht genießen.


Sehr schöne Aussicht ins Illertal nach Sonthofen

Über den breiten Grat wandern wir nun in östlicher Richtung abwärts in die Brunnenauscharte (1624 m), wo bei unsicherem Wetter die Möglichkeit besteht, die Tour nach Norden hin abzubrechen. Von hier wandern wir wieder recht schweißtreibend hinauf zum Grat. Jetzt sind es noch ein paar Meter bis zum exponierten Gipfelkreuz auf dem Rindalphorn (1821 m), von wo aus wir deutlich die für die Nagelfluhkette typischen schräg geschichteten Gesteinsbänke erkennen.

Zum Stuiben Vom Rindalphorn steigen wir durch eine grasiglehmige Rinne ab zur Gündlesscharte (1542 m), von der uns der Weg wieder bergan bringt zum Gündleskopf (1748 m) – dies ist der anstrengendste Anstieg der gesamten Tour.

Anschließend führt und der Steig etwas gemütlicher, aber auch ein wenig ausgesetzt (Seilsicherungen) zum Buralpkopf (1772 m) und weiter über den Grat in die Scharte vor dem Sedererstuiben (1737 m).

Am folgenden Anstieg passieren wir den Gipfel und stehen bald am Gipfelkreuz des Stuiben (1749 m). Auf diesem tollen, aussichtsreichen Gipfel nehmen wir uns noch mal Zeit für eine ausgiebige Rast mit schöner Rundschau – die haben wir uns aufgrund der Länge des bisherigen Wegverlaufs auch redlich verdient.

Zum Steineberg Der Abstieg vom Stuiben ist kurz versichert, aber nicht besonders schwierig. Trotzdem erfordert diese Passage ein gewisses Maß an Trittsicherheit und entsprechende Achtsamkeit.

Der Weg nimmt uns danach weiter über den Grat mit. Immer wieder wandern wir an Konglomeratfelsen vorbei, und nach einem kurzen Gegenanstieg stehen wir auf einer kleinen grasigen Erhebung. Kurz danach überkraxeln wir an einem Felszacken eine versicherte Passage, bevor wir in wenigen Minuten am Gipfelkreuz des Steinebergs (1660 m) ankommen. Auf der weiten Gipfelwiese setzen wir uns ins Gras und genießen einen wunderschönen Rundblick. Wir befinden uns nun auf dem letzten Gipfel unserer Gratüberschreitung vom Hochgrat zum Mittag, daher heißt es langsam Abschied nehmen von diesem wunderbaren Grat.

Nach der Pause wandern wir am Grat zurück und steigen unter den Felswänden des Steinebergs zur Gipfelleiter. Von hier wandern wir auf schönem Weg in Richtung der Bergstation am Mittag (1451 m) und erreichen nach einem Waldstück das Kreuz des Bärenkopfs. Hier beginnt ein breiter Fahrweg, der uns direkt zur Bergstation des Sessellifts bringt. Mit dem Sessellift geht’s dann zügig hinunter nach Immenstadt, von wo wir mit dem Zug zurück nach Oberstaufen fahren.


Auf dem letzten Gipfel der Tour, dem Steineberg, mit schönem Ausblick zum Alpsee

4 Traumhafte Allgäuer Hörnertour
Rangiswanger Horn, 1661 m, und Weiherkopf, 1665 m

Das absolute Highlight in den Bergen westlich von Sonthofen ist die Hörnertour. Mithilfe der Lifte von Ofterschwang und der Hörnerbahn bei Bolsterlang unternehmen wir diese gemütliche und ungemein aussichtsreiche Bergwanderung. Dabei besuchen wir mit dem Ofterschwanger Horn, dem Rangiswanger Horn und dem Weiherkopf drei Gipfel.


Tourencharakter

Leichte, aussichtsreiche Wanderung in der Hörnergruppe, die mit Nutzung der beiden Seilbahnen angenehm kurz ist.

Ausgangspunkt

Bergstation (1270 m) des Sessellifts »Weltcup-Express«

Endpunkt

Bergstation der Hörnerbahn (1540 m)

Anfahrt

Bahn & Bus: Mit dem Zug nach Sonthofen und weiter mit dem Bus nach Ofterschwang

Auto: Nach Sonthofen und dort abbiegen Richtung Ofterschwang und zur Talstation des Sessellifts

Höchster Punkt

Weiherkopf (1665 m)

Beste Jahreszeit

Mitte Mai bis Mitte Oktober

Hütten / Einkehr

Fahnengehrenalpe

Karte

Alpenvereinskarte Bayerische Alpen 1:25 000, Blatt BY1 Allgäuer Voralpen West – Nagelfluhkette/Hörnergruppe

Tourismus-Info

Gästeinformation Ofterschwang, Tel. 08321/821 57, www.ofterschwang.de


Zur Fahnengehrenalpe Von Ofterschwang aus fahren wir mit dem Sessellift »Weltcup-Express« hinauf zur Bergstation (den Namen trägt der Lift übrigens wegen des regelmäßig hier stattfindenden Ski-Weltcup-Rennens) – zuvor sollten wir möglichst an der Talstation ein Kombi-Ticket für beide Bergbahnen lösen.

Wir wandern von der Bergstation auf dem breiten Wanderweg östlich um das Ofterschwanger Horn herum. Von Ofterschwang kommt bald ein Weg von links herauf, der weiter hinauf zum Gipfel des Ofterschwanger Horns (1406 m) führt. Hier gilt es zu entscheiden, ob wir direkt zur Alpe wandern oder noch die paar Höhenmeter bis hinauf zum Gipfel unternehmen. Von dort oben bietet sich uns ein atemberaubender Rundumblick auf das Allgäu zwischen Sonthofen und Oberstdorf sowie auf den im Süden aufragenden Allgäuer Hauptkamm.


Vom Ofterschwanger Horn blicken wir zur Fahnengehrenalpe und ins Illertal.


sehr aussichtsreich – beim Abstieg vom Weiherkopf zur Hörnerbahn

Wir wandern vom Gipfel nach Süden in den Sattel, wo wir wieder auf den Weg treffen, der um das Ofterschwanger Horn herumführt. Wenige Meter daneben steht die Fahnengehrenalpe (1300 m) – es gibt wohl keine Alm in den Allgäuer Voralpen, die so aussichtsreich über dem Illertal liegt. Die Alm wird in den Sommermonaten von der Hirtenfamilie Eberhardt bewohnt und bewirtschaftet. Hier bietet sich eine erste Rast an.

Zum Rangiswanger Horn Von der Alpe führt der Weg zunächst durch den Wald, bevor wir schließlich die ebenfalls bewaldeten Osthänge des Sigiswanger Horns queren. Auf der Südseite des Gipfels breitet sich eine schöne Almwiese aus, über die wir zu einer Wegverzweigung gelangen. Geradeaus weiter würden wir den Gipfel des Rangiswanger Horns (1616 m) umgehen und direkt zur Bergstation der Hörnerbahn wandern. Wir aber wollen ganz hinauf. Deshalb biegen wir hier nach rechts ab und steigen über die freien Hänge hinauf zum Gipfel. Hier oben liegt uns das Allgäu zu Füßen: Aufgereiht im Süden sind die imposanten Felsgipfel des Hauptkamms zu bewundern, und im Norden reicht unser Blick bis zur Nagelfluhkette mit dem Hochgrat. Sehr beeindruckend ist auch der Blick auf die andere Talseite zum relativ frei stehenden Grünten.

Zur Hörnerbahn Über den Südkamm steigen wir hinunter in einen Sattel. Der Weg nimmt uns mit bis kurz vor den Weiherkopf (1665 m) – ein letzter Anstieg, diesmal auf einem breiten Weg, und wir erreichen den Gipfel mit Kreuz und der Liftstation. Eine Bank lädt uns zum Ausruhen ein, sodass wir auf dem letzten Gipfel unserer Panoramatour noch einmal die schöne Aussicht genießen können.

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Türler ve etiketler

Yaş sınırı:
0+
Litres'teki yayın tarihi:
09 kasım 2024
Hacim:
305 s. 292 illüstrasyon
ISBN:
9783734315480
Yayıncı:
Telif hakkı:
Bookwire
İndirme biçimi:

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