Kitabı oku: «Take the Slow Road Frankreich»

Yazı tipi:

MARTIN DOREY

TAKE THE SLOW ROAD

FRANKREICH

INSPIRIERENDE TOUREN DURCH FRANKREICH MIT CAMPINGBUS UND WOHNMOBIL


Allen Slow-Road-Abenteurern wünsche ich: bonne route!!!

Copyright © Martin Dorey, 2021

Die englische Originalausgabe mit dem Titel

»Take the Slow Road – France«

erschien 2021 bei Bloomsbury Publishing Plc.

1. Auflage 2021

Die Rechte für die deutsche Ausgabe liegen beim

Verlag Delius Klasing & Co. KG, Bielefeld.

Folgende Ausgaben dieses Werkes sind verfügbar:

ISBN 978-3-667-12238-4 (Print)

ISBN 978-3-667-12393-0 (Epub)

Aus dem Englischen von Katja Ernst

Lektorat: Katja Ernst, Hanno Vienken

Text und Fotos: Martin Dorey

Illustrationen: David Broadbent

Gestaltung: Austin Taylor

Satz und Herstellung: Axel Gerber

Datenkonvertierung E-Book: Bookwire - Gesellschaft zum Vertrieb digitaler Medien mbH

Alle Rechte vorbehalten! Ohne ausdrückliche Erlaubnis des Verlages darf das Werk weder komplett noch teilweise vervielfältigt oder an Dritte weitergegeben werden.

www.delius-klasing.de


INHALT

Über dieses Buch

Wie man dieses Buch benutzt

Warum Frankreich?

Unverzichtbare Campingausrüstung

Wo man in Frankreich stehen kann

Anreise nach Frankreich

Das Fahren in Frankreich

Ist Frankreich wohnmobilfreundlich?

Woran man in Frankreich denken sollte

Frankreich für Anfänger

Landkarten

Das französische Klima

Frankreich: Highlights

Ein Wohnmobil oder einen Campingbus mieten

Meine zehn Lieblingscampingplätze in Frankreich

Frankreich: C’est extra!

Regionale Spezialitäten

DER NORDEN

01 CALAIS-ÉTRETAT

02 UTAH BEACH-OUISTREHAM

03 LOCQUIREC-LE MONT-SAINT-MICHEL

04 NORT-SUR-ERDRE-PORT-LAUNAY

05 SOURCE DE LA SEINE-LE HAVRE

06 FISMES TO VILLENAUXE-LA-GRANDE

DER OSTEN

07 ARMENTIÈRES-VERDUN

08 STRASBOURG-COLMAR

09 BESANÇON-BELLEGARDESUR-VALSERINE

10 THONON-LES-BAINS-VAL-D’ISÈRE

11 GRENOBLE-ENTREVAUX SAINT-MARTIN

DER SÜDEN

12 SAINT-MARTINLE LAVANDOU

13 GRASSE-NYONS

14 SAINT-MARTIN-D’ARDÈCHE VALLON-PONT-D’ARC

15 SAINT-JEAN-DU-GARD-FLORAC

16 FLORAC-MILLAU

DIE MITTE

17 PUY DE DÔME-FIGEAC

18 FIGEAC-CAHORS

19 BRIVE-LA-GAILLARDE-MONTIGNAC

DER WESTEN

20 NANTES-CHAMBORD

21 QUIBERON-LES PORTES-EN-RÉ

22 POINTE DE GRAVE-CAP FERRET

23 PILAT-HENDAYE

24 SAINT-JEAN-DE-LUZ-COL DE PEYRESOURDE

25 CASTRES-PERPIGNAN

26 HUELGOAT-CARANTEC

REGISTER

DANKSAGUNG


ÜBER DIESES BUCH

Bonjour!

Bienvenue à la route lente!!!!!!

Willkommen in Frankreich

Frankreich verfügt über ein schier unerschöpfliches Reservoir an Attraktionen für Touristen und Entdeckungsreisende, die gern auf dem »Slow Road« unterwegs sind. Es ist das meistbesuchte Land auf diesem Planeten, und dennoch gibt es dort nach wie vor Unmengen an Platz und genügend »langsame Straßen«, die Sie nutzen können.

Von den langen, schnurgeraden Straßen Aquitaniens bis zu den hohen Pässen der Pyrenäen, von den heißen und kurvenreichen Deichen der Loire bis zu den ergreifenden Schlachtfeldern des Ersten Weltkriegs im Wald von Verdun hat Frankreich alles zu bieten.

Was auch immer Ihre Gründe für einen Besuch Frankreichs mit dem Wohnmobil oder dem Campingbus sein mögen, weder werden Ihnen Stellplätze und Übernachtungsmöglichkeiten ausgehen noch interessante Dinge, die man anschauen oder tun kann. Das Land ist auf Sie und Ihre Bedürfnisse eingestellt, egal zu welcher Jahreszeit, und Sie werden dank des Netzes an aires de camping car immer einen Platz zum Übernachten finden. Campingplätze gibt es ebenfalls im Überfluss, Sie können unter Tausenden auswählen. Viele Gemeinden betreiben eigene Campingplätze. Das heißt, dass Sie die Wahl haben zwischen großen Anlagen oder der ruhigeren, einfacheren und billigeren Variante. Sie können sogar kostenlos auf den Tausenden von privaten Plätzen des France-Passion-Verbundes übernachten.

Touristenattraktionen und -Hotspots gibt es ebenfalls im Überfluss. Sie können atemberaubend schöne Châteaus besichtigen, Ihre Liebe in Form eines Schlosses an einer Seine-Brücke festschließen, weltbekannte Skipisten herunterbrettern, an Atlantikstränden surfen, auf ehemaligen Schlachtfeldern Geschichte nacherleben, in belebten Urlaubsorten in der Sonne liegen, in privaten Weinbergen verweilen und an einsamen Stränden spazieren gehen.

Wenn Sie diese Dinge lieben, dann ist Frankreich genau das Richtige für Sie.


Klimaneutral reisen

Frankreich hat in den letzten Jahren große Anstrengungen unternommen, um nachhaltiger zu werden. Ich bitte Sie, dies zu unterstützen – und sich dafür zu bedanken, dass sie dort aufgenommen werden –, indem Sie für Aufforstungsprojekte spenden, um Ihren CO2-Fußabdruck zu reduzieren, während Sie dieses wunderschöne Land entdecken. Wenn man mit dem Campingbus unterwegs ist, erzeugt das unter Umständen zwar weniger Treibhausgase als das Reisen mit dem Flugzeug, aber es verursacht dennoch Emisionen. Nach heutigem Wissensstand sollten wir Klimaneutralität als etwas Unverzichtbares betrachten.

Danke.

Für die Entstehung dieses Buches habe ich etwa 16.000 Kilometer zurückgelegt. Dafür habe ich meinen Beitrag geleistet, indem ich die Pflanzung von 40 Bäumen in Frankreich finanziert habe über www.reforestaction.com/de/reforestation-france.


Lassen Sie es langsam angehen. Auf dem Slow Road unterwegs zu sein, bedeutet, in einem Rhythmus zu reisen, in dem man sich mit dem Land, seinen Bewohner und seinen Bräuchen intensiv beschäftigen kann. Fahren Sie also von der autoroute ab, und lassen Sie sich ein wenig treiben. Nehmen Sie sich Zeit, und halten Sie auch mal an einer Pâtisserie, genießen Sie ein Glas Rosé, einen café au lait oder die Begegnungen mit Menschen.

Es ist jetzt 35 Jahre her, seit ich zum ersten Mal mein Lager in Frankreich aufgeschlagen habe. Auf dieser ersten Reise bin ich mit einem VW Käfer die Westküste hinuntergefahren, um zu surfen. Es war ein tolles Erlebnis, das mein Leben verändert hat. Seitdem bin ich viele Male wieder dort gewesen und Variationen der gleichen Route gefahren, immer auf der Suche nach Rotwein, gutem Essen und – selbstverständlich – einer epischen Brandung.

Als ich für dieses Buch recherchierte, hatte ich das Glück, die ausgetretenen Pfade zu verlassen und so die allerschönsten Orte zu entdecken. Ich war in Gegenden, von denen ich nie gedacht hätte, dass ich jemals dorthin kommen würde, und habe dabei jeden Augenblick genossen. Ich kann Ihnen versichern, dass Frankreich immer noch genauso aufregend ist wie damals im Juli 1985, als ich an einem sonnigen Tag von der Fähre in Roscoff heruntergerollt und nach Süden gefahren bin.

Bonne route!!


WIE MAN DIESES BUCH BENUTZT

C’est facile!

In den ersten Kapiteln dieses Buches geht es um die Reisevorbereitungen. In diesen Abschnitten möchte ich Sie auf Ihr französisches Abenteuer vorbereiten und Ihnen Details vermitteln: die verschiedenen Arten von Stellplätzen, woran Sie unbedingt denken sollten sowie weitere interessante Informationen, die ich unterwegs zusammengetragen habe.

Sie werden feststellen, dass es in diesem Buch eine Menge Touren gibt. Dabei handelt es sich um meine Empfehlungen: großartige Straßen und Routen, die es zu entdecken gilt. Einige führen über Küstenstraßen, andere durchs Binnenland, wieder andere an Flüssen entlang oder durch die Berge. Einige führen zu uralten Stätten, an historisch bedeutende Orte oder, wie im Fall von Paris, sogar mitten durch die Stadt. Einige Touren sind zum Radfahren geeignet, zum Surfen, zum Snowboarden oder Sightseeing. Und alle sind sehr gut geeignet, um Frankreich kennenzulernen!

Jede Route besteht aus zwei Teilen. Der erste beschreibt das, was ich dort erlebt habe, und soll Ihnen einen Eindruck davon vermitteln, was Sie dort erwartet, und die Beschreibung etwas bunter und persönlicher gestalten. Auch wenn es meine persönlichen Erfahrungen sind, so hoffe ich, dass diese Ausschnitte aus meinen Reiseerzählungen Sie dazu anregen, Ihre eigene Erzählung über Frankreich zu schreiben. Die Begegnungen, die ich auf meinen Reisen hatte, waren selten geplant, außer wenn ich einen Ausflug oder einen Guide gebucht habe, um Ihnen eine bessere Vorstellung von dieser speziellen Route zu vermitteln.

Ich hoffe, dass diese Abschnitte des Buches Sie dazu animieren, direkt online zu gehen und Ihr Ticket nach Frankreich zu buchen.

Im zweiten Teil jeder Route geht es um den praktischen Kram, darum, wie man von A nach B kommt. Er soll Ihnen beim Fahren der Tour helfen und Ihnen vermitteln, was Sie unterwegs erwartet. Nutzen Sie ihn auch dann gern als Ausgangspunkt, wenn Sie sich treiben lassen und lieber auf Ihre Nase oder Ihren Instinkt verlassen möchten. Regeln gibt es keine. Ich bin in den ersten Abschnitten so detailliert wie nur möglich vorgegangen, aber Sie werden dennoch eine gute Landkarte zum Navigieren brauchen.

Die Karten in diesem Buch sollen Ihnen helfen, sich zurechtzufinden, aber nur in einem gewissen Maße. Bitte erwarten Sie nicht, dass diese Karten allein ausreichen, wenn Sie vor Ort unterwegs sind. Ich empfehle Ihnen den Straßen- & Reiseatlas Frankreich von Michelin im Maßstab 1:200.000, denn meine Karten sehen zwar hübsch aus, werden aber auf der Reise nicht viel nützen!

Am Ende jeder Tour habe ich ein paar Stellplätze aufgelistet – und Dinge, die man in der Region unternehmen kann. Diese Informationen basieren auf meinen persönlichen Erfahrungen und stellen nicht alles dar, was man in Frankreich sehen oder unternehmen kann, ganz und gar nicht. Also gehen Sie nicht davon aus, dass es sich dabei um das Maß aller Dinge handelt. Weder habe ich sämtliche Touristenattraktionen noch sämtliche Campingplätze besucht.

Zu guter Letzt: Für den Fall, dass Sie nicht über einen Camper verfügen, habe ich auf den Seiten 48/49 Verleihfirmen aufgelistet, bei denen Sie ein Fahrzeug mieten können. Es gibt also keine Entschuldigung, nicht loszufahren.

Wir sehen uns auf der Straße.


WARUM GERADE FRANREICH?


Die Reihe Take the Slow Road war bislang nur in Großbritannien unterwegs. Als wir überlegten, welches Land für unseren ersten Streifzug auf dem europäischen Kontinent perfekt sein könnte, mussten wir nicht lange suchen, sondern nur einmal den Kanal überqueren. Frankreich ist ein wunderbares Land zum Reisen. Es ist exotisch, wunderschön, geheimnisvoll und vertraut zugleich. Es verfügt über eine großartige touristische Infrastruktur und heißt jedes Jahr 80 Millionen Besucher willkommen.

Frankreich empfängt auch Hunderttausende (vielleicht sogar Millionen) von Wohnmobil- und Campingbus-Reisenden im Jahr aus ganz Europa. Sie kommen wegen der Kultur, des Wetters, der Lebensart, den Stränden und den guten Bedingungen für einen gelungenen Urlaub. Frankreich verfügt über ein riesiges Netzwerk von Campingplätzen, aires de camping car und Tausenden von France-Passion-Stellplätzen, auf denen man kostenlos stehen darf, wenn man sich im Gegenzug für den Weinberg, das Château, die Erzeugnisse oder das Geschäft des Eigentümers interessiert. Das ist ein fairer Tausch. Und, das verspreche ich Ihnen, Sie werden willkommen sein, weil man in Frankreich Ihren Wert – und den der Tourismusindustrie – kennt.

Frankreich hat so viele Gesichter, dass es ebenso viele Gründe für einen Besuch gibt. Es war Schauplatz vieler historischer Ereignisse und hat den Krieg in seinem ganzen schrecklichen Ausmaß gesehen, ebenso wie das Kaiserreich. Es hat Sonnenkönige und Guillotinen gesehen, Glamour und Elend. Es hat Kunst und Architektur von Weltrang hervorgebracht, alte wie neue. Denken Sie nur an Versailles und das Centre Pompidou in Paris. Frankreich hat großartige Städte, Flüsse, Berge und Strände. Wenn Sie mich fragen: Frankreich ist einfach großartig.

Und es ist die Heimat der Franzosen, die stolz, kreativ, leidenschaftlich, witzig, interessant und freundlich sind.

Sie fahren nur manchmal ein wenig zu schnell.

Aber das macht Ihnen doch keine Angst, oder?

Warum sollte gerade ich Sie durch Frankreich führen?

Frankreich und mich verbindet eine lange Geschichte.

Mein erster Campingurlaub (ohne Eltern) fand 1985 statt. Ich hatte gerade meine A-Levels bestanden und wollte mit Freunden auf einen Surf-Trip gehen. Zu dritt brachen wir von Plymouth aus in meinem bis unters Dach vollgepackten VW Käfer auf und machten uns auf die Suche nach Wellen. Unterwegs sammelten wir Paul auf, einen Freund, der eigentlich den Sommer über in der Bar seines Onkels in der Bretagne arbeiten sollte. Wir legten dagegen unser Veto ein und nahmen ihn auf ein dreiwöchiges Abenteuer mit, von dem wir heute noch reden. Es war ein Rausch aus Wein, Campingplätzen, Brandung, Baguettes, Gauloises, fehlgeschlagenen Versuchen, Mädchen aufzureißen, und Sonnenschein. Im folgenden Jahr kehrte ich in der Hoffnung, die tolle Zeit wiederholen zu können, in einem lächerlichen französischen Auto zurück, das allerdings perfekt für das Fahren auf den staubigen Nebenstraßen der Aquitaine geeignet war. Seitdem bin ich immer wiedergekommen.

Zuletzt bin ich im September 2019 die Westküste hinuntergefahren, als Teil dieses Buchprojekts. Während dieser Reise habe ich auch viele neue Orte entdeckt und zum ersten Mal die Corniche Basque gesehen – und geliebt – sowie einen unvergesslichen Trip in die Berge unternommen.

Meine erste Campingreise 1985 war nicht meine erste Erfahrung mit Frankreich. Im Alter von zehn Jahren hatten meine Eltern mich über Weihnachten zu einer französischen Familie nach Paris geschickt. Ich war völlig überfordert und verunsichert wegen der zu kurzen Badewanne, dem merkwürdigen Essen (sie haben mir wirklich Froschschenkel vorgesetzt) und dem noch merkwürdigeren Käse, lernte aber eine Menge über Resilienz, genauso wie passables Französisch. Später reiste ich mit derselben Familie nach Chamonix und entdeckte die Berge, Mille Bornes (ein klassisches französisches Kartenspiel) und tarte aux myrtilles (die sollten Sie unbedingt probieren). Ein Jahr danach war ich zu Gast bei Francis, dem Sohn des alten Brieffreundes meiner Tante Joyce. Wir verstanden uns auf Anhieb, und unsere Freundschaft besteht bis heute. Er hatte großen Einfluss auf mich, und unsere Lebenswege verliefen ähnlich. Wir trafen uns zum ersten Mal seit Jahren, als ich in Paris war, um dieses Buch zu schreiben, und es war fantastisch.


Später, mit Anfang 30, arbeitete ich fünf Monate lang an einem Filmprojekt in Le Touquet – mit französischen Arbeitszeiten, einer französischen Crew und auf Französisch. Während dieses Aufenthalts lernte ich viel über Frankreich. Ich lernte zum Beispiel einen guten Sancerre zu schätzen und Baguette mit Pâté, das wir jeden Tag zum Mittagessen verdrückten. Außerdem genoss ich es, meine freien Tage in den Dünen zu verbringen.

Vielleicht haben Sie ähnliche Verbindungen zu Frankreich. Unsere Länder (Großbritannien und Frankreich) unterhalten seit mehr als 1.000 Jahren enge Beziehungen, was ja auch genauso für Deutschland und Frankreich gilt. Wir waren Feinde und Verbündete, so grundverschieden und uns dennoch so ähnlich. Uns verbinden Elemente unserer Sprachen sowie unserer Sitten und Gebräuche. Sie nennen uns nach unserem Essen »Rosbif«, und wir nennen sie nach ihrem »Frogs«.

Wir sind durch einen Tunnel verbunden und durch ein Meer getrennt.

Sie sind uns ein wenig suspekt, und trotzdem sind wir neugierig auf sie.

Gilt das auch für Sie?

Buchen Sie Ihre Reise jetzt. Wenn es jemals ein Land gab, das sich perfekt für ein Abenteuer auf dem Slow Road eignet, dann ist es Frankreich.

Sie werden es lieben.


UNVERZICHTBARE CAMPINGAUSRÜSTUNG


Mit dem eigenen Fahrzeug reisen

Selbstverständlich benötigen Sie die richtige Ausrüstung. Abgesehen von naheliegendem Zubehör wie Handy-Ladegerät, Kabeln, Surfstick, Spielen und Musik gibt es einige unverzichtbare Dinge, die Sie sich besorgen sollten.

Sicher haben Sie Ihre eigene Liste. Falls nicht, ist hier meine:

Umweltplakette »Certificat Qualité de l’Air« Diese Plakette ist in einigen Städten bzw. Zonen Pflicht. Mehr Informationen dazu finden Sie auf Seite 30. Zu bestellen unter: www.certificat-air.gouv.fr/de.

Télépéage-Transponder Nutzen Sie die »t«-Spuren auf mautpflichtigen Autobahnen, ohne anzuhalten. Weitere Informationen auf Seite 28. Zu bestellen unter: www.bipandgo.com/de/

CampingCard ACSI Mit dieser Karte erhalten Sie außerhalb der Saison auf Hunderten von Campingplätzen in Frankreich Rabatt. Sie kann auch als Sicherheit auf dem Campingplatz hinterlegt werden, wenn Sie Ihren Ausweis lieber nicht abgeben möchten. Zu bestellen unter: www.campingcard.com/de.

Seife Am besten benutzen Sie dafür eine Dose, das ist praktisch und weniger unappetitlich.

Universal-Abflussstöpsel Einige Campingplätze haben keine Stöpsel in ihren Abwaschbecken. Wenn Sie keinen Universalstöpsel haben, können Sie als Ersatz auch den Deckel einer Konservendose nehmen.

Badehosen In allen französischen Schwimmbädern sind für Männer maillots de bain vorgeschrieben, das heißt keine Shorts, sondern eng anliegende Badehosen. Man wird sonst nicht hineingelassen. Wenn Sie mich fragen, sind diese Dinger der nackte Horror, aber ein notwendiges Übel, wenn man schwimmen, baden oder sich in Bädern bzw. Pools aller Art amüsieren möchte.

LPG-Adapter Wenn Ihr Wohnmobil oder Campingbus einen fest verbauten LPG-Tank oder -Flaschen hat, müssen Sie diese/n irgendwann wieder nachfüllen. In Frankreich heißt LPG »GPL« oder »Autogas«. Zum Nachfüllen benötigen Sie einen Adapter für Frankreich, wo DISH-Anschlüsse üblich sind. Diesen erhalten Sie zum Beispiel über www.autogasadapter.de.

Wenn Sie unsicher sind, konsultieren Sie die Website www.mylpg.eu/de. Gaszylinder dürfen nur wiederbefüllt werden, wenn Sie der Norm EN 1949 entsprechen.

LPG-Stationen finden

Alle LPG-Stationen in Frankreich (oder zumindest die meisten) sind auf einer interaktiven Karte auf www.mylpg.eu/de verzeichnet. Es gibt auch eine dazugehörige App, die sehr praktisch ist, wenn Sie mal schnell einen Tee kochen möchten.

Schläuche und Universaladapter Vielleicht benutzen Sie gar keinen Schlauch, um Wasser nachzufüllen, sondern haben dafür einen Kanister. Trotzdem ist ein zehn Meter langer Schlauch mit Wasserhahnadaptern sehr praktisch.

In Camping-car-Versorgungseinrichtungen kann es manchmal Probleme geben, wenn Sie Wasser nachtanken wollen, weil die Hähne oder Anschlüsse nicht passen. Mit einem Satz Schlauchanschlüssen von Hozelock und einem Universaladapter sind Sie immer auf der sicheren Seite. Außerdem benötigen Sie einen Spezialadapter für Ihren Tank.

Wenn Sie eine tragbare Campingtoilette oder eine fest eingebaute Toilette haben, hilft ein etwa ein Meter langer Schlauch – der getrennt vom Frischwasserschlauch aufbewahrt werden sollte – beim Säubern.

Auffahrkeile und Wasserwaage Sicherlich wissen Sie bereits, dass man schlecht in Hanglage schlafen kann. Vergessen Sie also nicht Ihre Unterleg- und Auffahrkeile, mit denen Sie, bei richtiger Anwendung, wieder in die Gerade kommen. Es ist eine hohe Kunst, ein Wohnmobil auf schiefem Untergrund zu nivellieren, aber der Aufwand lohnt sich. Sollten Sie Ihre Wasserwaage vergessen haben, tut es auch ein Glas Wasser auf einem Tisch.

SCHLAUCHZUBEHÖR

• 10 m langer, elastischer Schlauch zum Frischwasserauffüllen

• 1 Satz Wasserhahn-Schlauch-Universaladapter

• 1 m langer Schlauch zum Toilettenleeren

Stromkabel und Adapter Wenn Ihr Wohnmobil über Stromanschluss verfügt, benötigen Sie ein dazugehöriges Kabel mit blauem CEE-Stecker bzw. -Kupplung. Die meisten französischen Campingplätze haben CEE-Anschlüsse, doch in der Regel hat einer von zehn Schuko-Steckdosen, weshalb Sie zusätzlich zu Ihrem CEE-Kabel einen entsprechenden Adapter benötigen. Ein circa 25 Meter langes Kabel reicht meist aus, um jeden Stellplatz zu erreichen.

NIVELLIERUNGSZUBEHÖR

• Set mit Unterleg- und Auffahrkeilen

• Wasserwaage

Landkarten, Landkarten, Landkarten Ich habe immer eine Landkarte zum Planen der Route dabei. Und dazu eine Karte der jeweiligen Region, in der ich mich gerade befinde, mit großem Maßstab. So finde ich mich am besten zurecht. Sie können sich ein ganzes Set mit regionalen Michelin-Karten im Maßstab 1:150.000 anschaffen oder den Straßen- & Reiseatlas Frankreich von Michelin im Maßstab 1:200.000, der nur einen Bruchteil des Preises kostet. Letzteren habe ich für die Touren benutzt.

ELEKTROZUBEHÖR

• 25 m langes CEE-Kabel

• Adapter: CEE-Kupplung auf Schuko-Stecker


Bücher, Bücher, Bücher Vergessen Sie nicht Ihre Handbücher mit den aires und France-Passion-Stellplätzen. Die folgenden sollten auf keiner Reise fehlen:

• France Passion (Bestellung unter www.france-passion.com/de)

• Le guide officiel – Aires de services camping-car (z. B. bei www.amazon.de erhältlich)

• Campingführer

Spezialreiseführer für besondere Interessengruppen sind ebenfalls praktisch. Diese habe ich benutzt:

• Cool Camping (coolcamping.com)

• Alan Rogers (alanrogers.com)

• Wildschwimmen (www.wildswimming.co.uk)

• Surf-Guides von Low Pressure Stormrider (lowpressure.co.uk)

Erste-Hilfe-Set Neben Ihren persönlichen Medikamenten sollten Sie natürlich Pflaster und die übliche Erste-Hilfe-Ausrüstung dabeihaben, inklusive Insektenspray, desinfizierende Salbe und Antihistamin, wenn Sie allergisch auf Insektenstiche reagieren.

Wenn Sie Adrenalin-Fertigspritzen oder Notfallmedikamente benötigen, vergessen Sie diese nicht.

Wetterausrüstung Muss ich Sie wirklich daran erinnern? In Frankreich kann es sehr heiß werden! Es kann auch sehr kalt werden. Und manchmal nass. Nehmen Sie Regenkleidung, Sonnenbrille, Sonnencreme, Sonnenhüte usw. mit, je nachdem, zu welcher Jahreszeit Sie unterwegs sind.


Ausrüstung zum Feuermachen In Frankreich ist es größtenteils heiß und trocken. Das heißt, es könnte extrem dumm sein, einfach irgendwo Feuer zu machen. Viele Campingplätze haben spezielle Grillplätze, wo es erlaubt ist, aber auf zahlreichen anderen ist es ganz verboten. Bevor Sie Feuer machen, sollten Sie erst einmal die lokalen Vorschriften in Erfahrung bringen, einen Eimer Wasser bereitstellen und kein Risiko eingehen.

Auf der Website www.pitchup.com finden Sie Campingplätze, auf denen Feuermachen erlaubt ist.

Toilettenzubehör Bei uns Briten ist es ein Running Gag, dass die Franzosen (speziell die Männer) überall hinpinkeln. Und das tun sie auch wirklich. Frauen sind da etwas diskreter, haben aber ebenfalls nichts gegen die merkwürdige Angewohnheit, sich in der freien Natur zu erleichtern.

Manchmal findet man Toilettenpapier und anderes an besonders schönen Orten. Bitte machen Sie es nicht noch schlimmer.

Urinieren Sie nicht in weniger als 30 Metern Entfernung von offenen Gewässern, Flüssen oder Bächen. Wenn Sie sich zusätzlich erleichtern müssen, tun Sie es in größtmöglicher Entfernung von Flüssen, Bächen, Gebäuden und Tieren. Vergraben Sie Ihre Exkremente. Benutzen Sie dazu eine Schaufel oder einen Faltspaten.

Wenn Sie eine Toilette haben, benutzen Sie keine giftigen, blauen Chemikalien. Nehmen Sie das grüne Zeug ohne Formaldehyd.

TOILETTENZUBEHÖR

• »Grüne« Chemikalien für die Toilette

• Schaufel, wenn Sie keine Toilette haben

• Billiges Klopapier (löst sich leichter auf)

Französische Toiletten: Papier mitbringen

Manche Leute schrecken voller Ekel vor den altmodischen französischen Toiletten (ein Loch im Boden) zurück. So schlecht sind die aber gar nicht. Man sollte nur an Toilettenpapier denken, da es oft keins gibt. Sogar auf Campingplätzen. Ja, wirklich. Benutzen Sie jedoch auf keinen Fall Feuchttücher, auch nicht die zum Wegspülen. Die lösen sich nicht so gut auf wie Klopapier und verstopfen Toiletten und Rohre.


»Grünes« Zubehör Mit ein paar grundlegenden umweltfreundlichen Verhaltensweisen können Sie Ihren Müll ganz einfach reduzieren. Angesichts dessen, was wir heute über Plastikmüll und die Zerstörung der Umwelt wissen, ist das das Mindeste, was wir tun können. Außerdem muss man dann nicht so oft nach Mülleimern suchen. Die Recyclingmöglichkeiten in Frankreich sind in der Regel okay, aber spezielle Plastiksammelstellen gibt es nicht, sondern gemischtes Recycling.

MEINE WICHTIGSTEN »GRÜNEN« AUSRÜSTUNGSGEGENSTÄNDE

• Grüne Toiletten-Chemikalien

• Wiederverwendbare Kaffeebecher: vermeiden Plastikmüll, oft gibt es auch Rabatt darauf.

• Wasserflaschen: warum Geld für Softdrinks ausgeben, wenn Leitungswasser gut und umsonst ist?

• Wiederverwendbare Einkaufstaschen: Geld sparen und Müll vermeiden, indem man seine eigene Tasche mitbringt

• Wiederverwendbare Beutel: sparen Müll, wenn man loses Obst und Gemüse einkauft – und Platz im Kühlschrank

• Trockenshampoo: verursacht keinen Müll und kann aus Hygienegründen in einer Dose aufbewahrt werden. Reicht ewig und nimmt auch weniger Platz weg

• Tupperware-/Plastik-Boxen: können mitgenommen werden zum Metzger, in Lebensmittelläden und auf Märkte, wenn Sie lokal einkaufen. Das spart Müll. Einige Supermärkte haben sich bereits darauf eingestellt. Es kann mühsam sein, wenn man seine eigenen Verpackungen mitbringt, aber halten Sie durch, es funktioniert. Sagen Sie einfach: »Pas de plastique s’il vous plaît.«

Wenn Sie ein Wohnmobil mieten

Prüfen Sie die Ausrüstungsliste, die Ihrem Fahrzeug beiliegt. Stellen Sie sicher, dass Sie das Allerwichtigste dabeihaben: grüne Toiletten-Chemikalien, einen Schlauch oder eine andere Möglichkeit für die Frischwasserversorgung und Gas zum Kochen. Alles andere – wie Stühle, Tisch, Vorzelt und Dachgepäckträger – sind Extras.

Solange Sie heizen, kochen und essen können, Wasser haben und die Toilette benutzen können, ist alles okay. Alles andere ist nebensächlich. Bedenken Sie nur, dass Schränke und Stauraum begrenzt sind. Nehmen Sie also nur das mit, was Sie auch wirklich brauchen.


Türler ve etiketler

Yaş sınırı:
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Litres'teki yayın tarihi:
09 kasım 2024
Hacim:
643 s. 440 illüstrasyon
ISBN:
9783667123930
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