Kitabı oku: «Immunsystem Hacks»
MATT FARR
IMMUN
SYSTEM
HACKS
ÜBER 175 WEGE, DAS IMMUNSYSTEM
ZU STÄRKEN, SICH GEGEN VIREN UND
KRANKHEITEN ZU SCHÜTZEN UND
SICH EINFACH GUT ZU FÜHLEN

Die Originalausgabe erschien unter dem Titel
Immune system hacks – 175+ ways to boost your immunity, protect against viruses and disease, and feel your very best!
ISBN 978-1-5072-1525-8
Copyright der Originalausgabe 2020:
Copyright © 2020 by Simon & Schuster, Inc.
All rights reserved.
Copyright der deutschen Ausgabe 2021:
© Börsenmedien AG, Kulmbach
Übersetzung: Philipp Seedorf
Cover: Alaya Howard
Gestaltung, Satz und Herstellung: Sabrina Slopek
Lektorat: Rotkel. Die Textwerkstatt
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ISBN 978-3-86470-749-0
eISBN 978-3-86470-750-6
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INHALT
Einleitung
001. Lernen Sie, Pilze zu lieben
002. Singen Sie nach Herzenslust
003. Tanken Sie ein wenig Mittagssonne
004. Knoblauchatem, na und?
005. Bringen Sie sich morgens in Schwung
006. Kultivieren Sie Ihr Qi
007. Vermeiden Sie nachts helles Licht
008. Essen Sie Beeren
009. Suchen Sie nach einem tieferen Sinn
010. Stellen Sie Ihre Vorannahmen infrage
011. Machen Sie Yoga
012. Trinken Sie einen Ginger-Shot
013. Akzeptieren Sie Ihre Immunreaktion
014. Erden Sie sich
015. Entspannung vor dem Zubettgehen
016. Üben Sie sich in Dankbarkeit
017. Überwachen Sie Ihr Immunsystem mithilfe der HRV
018. Reduzieren Sie raffinierte Kohlenhydrate und Zucker
019. Fasten Sie, um Ihr Immunsystem zu stärken
020. Praktizieren Sie Tai-Chi
021. Achten Sie auf die Gartemperatur
022. Lachen Sie
023. Seien Sie kein Warmduscher
024. Umweltbewusstsein entwickeln
025. Schließen Sie den Mund
026. Mehr Magensäure
027. Probieren Sie Akupunktur oder Akupressur
028. Schütten Sie die Mundspülung weg
029. Umdenken bei Antibiotika
030. Bringen Sie Ruhe rein
031. Praktizieren Sie die Wim-Hof-Methode
032. Kontrollieren Sie Ihr Körperfett
033. Reduzieren Sie Entzündungen
034. Machen Sie einen Waldspaziergang
035. Bringen Sie mehr Würze ins Leben
036. Verbessern Sie Ihren Tiefschlaf
037. Überwachen Sie Ihre Immungesundheit
038. Lassen Sie los
039. Probiotische Nahrungsergänzungsmittel
040. Jeden Tag ein Tänzchen
041. Reduzieren Sie Elektrosmog
042. Achten Sie auf Ihr Lymphsystem
043. Bekämpfen Sie Depressionen
044. Hören Sie Musik
045. Vergeben Sie anderen
046. Mehr Vitamin D
047. Ein sicheres soziales Umfeld, das Sie unterstützt
048. Schlafen Sie mehr
049. Unterstützen Sie Ihre Mitochondrien
050. Lindern Sie Angstzustände
051. Lieben Sie
052. Schaffen Sie Selbstvertrauen
053. Atmen Sie durch die Nase
054. Arbeiten Sie mit Ihrer Wut
055. Essen Sie Vollwertkost
056. Gehen Sie unter Menschen
057. Sorgen Sie für genug Selen
058. Steigern Sie die Menge des EZ-Wassers in Ihrem Körper
059. Achten Sie auf genug Eisen
060. Überwachen Sie Ihren Ernährungszustand
061. Meditieren Sie regelmäßig
062. Weniger Koffein
063. Heilen Sie Kindheitstraumata
064. Kontrollieren Sie Ihren Zinkspiegel
065. Trauen Sie Ihrem psychologischen Immunsystem
066. Probieren Sie verschiedene Fastenmethoden aus
067. Vollkorn – möglichst naturbelassen
068. Beten Sie
069. Praktizieren Sie Achtsamkeit
070. Spielen Sie ein Musikinstrument
071. Mehr Magnesium
072. Umarmen Sie Ihre Liebsten
073. Vergessen Sie Mäßigung
074. Freunden Sie sich mit den Jahreszeiten an
075. Treiben Sie täglich Sport
076. Lächeln Sie mehr
077. Knabbern Sie Kreuzblütlergemüse
078. Geben Sie das Rauchen auf
079. Vorsicht vor 5G
080. Nehmen Sie Echinacea gegen virale Infektionen
081. Probieren Sie mal Kolostrum
082. Lieben Sie sich selbst
083. Ein sinnerfülltes Leben im Dienst am Nächsten
084. Immer mit der Ruhe
085. Essen Sie genug Ballaststoffe
086. Emotionen durch Schreiben ausdrücken
087. EFT – klopfen Sie sich gesund
088. Weniger Alkohol trinken
089. Bewegen Sie sich mehr – viel mehr
090. Essen Sie Fisch
091. Werden Sie kreativ
092. Mikroben sind Ihre Freunde
093. Vergeben Sie sich selbst
094. Verwenden Sie Kokosöl
095. Erkältung und Fieber aushungern
096. Saubere Luft
097. Minimieren Sie Chemie im Essen
098. Vorsicht beim Fliegen
099. Filtern Sie Ihr Wasser
100. Benutzen Sie andere Reinigungs- und Pflegeprodukte
101. Schalten Sie den Fernseher aus
102. Essen Sie die Speise der Götter
103. Sorgen Sie im richtigen Moment für blaues Licht
104. Gehen Sie in die Sauna
105. Bekämpfen Sie Erkältungen und Allergien mit Bocksdorn
106. Machen Sie sich mit der Schumann-Resonanz vertraut
107. Trinken Sie grünen Tee
108. Weinen Sie
109. Seien Sie selbstlos
110. Probieren Sie es mal mit Lactoferrin
111. Unterstützen Sie Ihr Mikrobiom
112. Reduzieren Sie Schwermetalle
113. Trinken Sie unbehandelten Kakao
114. Heilen Sie PTBS
115. Pflegen Sie das Immunsystem Ihres Gehirns
116. Vermeiden Sie säurebildende Lebensmittel
117. Investieren Sie in Ihre Gesundheit
118. Nehmen Sie Vitamin C
119. Trinken Sie mehr Wasser
120. Pflegen Sie Ihre Haut
121. Schütteln Sie es ab
122. Achten Sie auf Mondzyklen
123. Essen Sie naturbelassenen Honig
124. Nehmen Sie täglich Chlorella
125. Boosten Sie Ihren Melatoninspiegel
126. Bringen Sie Schwung in Ihr Work-out
127. Aktivieren Sie Autophagie
128. Nehmen Sie Borstige Taigawurzel
129. Die richtigen Kräuter verwenden
130. Medizinische Astrologie
131. Den Menstruationszyklus verstehen
132. Achten Sie auf die Sonne
133. Trinken Sie Kokoswasser
134. Essen Sie Bio
135. Machen Sie einen Verdauungsspaziergang
136. Achten Sie auf die großen Acht
137. Friede und Harmonie für Ihr Immunsystem
138. Praktizieren Sie intermittierende hypoxische Atmung
139. Händewaschen, aber mit Verstand
140. Rotlicht
141. Entzündungshemmende Ernährung
142. Heilen Sie Ihren Darm
143. Nutzen Sie die Schlafbeere zur Stärkung des Immunsystems
144. Lassen Sie entzündungsfördernde Fette weg
145. Reduzieren Sie oxidativen Stress
146. Ein Freund, dem Sie vertrauen
147. Nutzen Sie diese Öle zur Unterstützung des Immunsystems
148. Eisenmangel beheben
149. Kümmern Sie sich um ein Haustier
150. Gesunde Vorbilder
151. Praktizieren Sie Pranayama
152. Heilende Klänge
153. Gehen Sie raus und gärtnern Sie
154. Experimentieren Sie mit Magnetfeldtherapie
155. Ein integrierter Ansatz
156. Essen Sie weniger Fleisch
157. Übernehmen Sie die Verantwortung
158. Probieren Sie CBD-Öl
159. Klären Sie nicht körperliche Ursachen einer Immunschwäche
160. Nehmen Sie Spirulina
161. Minimieren Sie die schädlichen Effekte von WLAN und Handys
162. Geben Sie dem Spirituellen Nahrung
163. Nutzen Sie Acetylcystein
164. Sorgen Sie für einen gesunden Vitamin-E-Spiegel
165. Mannschaftssport
166. Sorgen Sie für genug Vitamin A
167. Kräftigen Sie den Vagusnerv
168. Für einen gesunden Kupferspiegel sorgen
169. Machen Sie langsam
170. Lassen Sie Sprossen wachsen
171. Steigern Sie den Glutathion-Spiegel
172. Schützen Sie sich vor Viren mit asiatischem Ginseng
173. Machen Sie ein Nickerchen
174. Essen Sie mehr Obst und Gemüse
175. Genießen Sie fermentierte Nahrung
176. Bestäuben Sie das Immunsystem
177. Essen Sie mehr Rohkost
178. Ermitteln Sie genetische Mutationen
179. Eliminieren Sie negative Lebensmittelreaktionen
180. Nutzen Sie Propolis für ein starkes Immunsystem
181. Nutzen Sie pflanzliche Fette
182. Lindern Sie die Winterdepression
183. Glutathion als Nahrungsergänzungsmittel
184. Lösen Sie sich von Scham
185. Ein befriedigendes Sexleben
186. Reduzieren Sie die Auswirkungen von Stress
187. Steigern Sie Ihre Lebensenergie
EINLEITUNG
Es ist an der Zeit, so gesund zu leben, wie es nur geht!
Das Immunsystem ist einzigartig im Vergleich zu jedem anderen System Ihres Körpers, denn es hat Zugang zu allen Ihren Zellen und sämtlichen Arten von Gewebe. Es arbeitet rund um die Uhr, um Sie vor Keimen, Viren und vielem mehr zu schützen. Es ist eng verbunden, nicht nur mit jedem anderen System des Körpers, sondern auch mit der Umwelt und selbst mit Ihren Emotionen. Alles, von einer Intoleranz gegen bestimmte Nahrungsmittel bis zu Stress, kann die Gesundheit Ihres Immunsystems beeinflussen, und einen dieser Faktoren zu verbessern heißt, das Ganze zu verbessern. Ihr Immunsystem zu regulieren bedeutet, Ihr gesamtes Sein zu regulieren – Körper und Geist.
Aber wie fördert man ein gesundes Immunsystem? Immunsystem Hacks will Ihnen genau dabei helfen! In diesem Buch werden Sie über 175 einfache Hacks finden, um ein gesünderes und besser funktionierendes Immunsystem zu entwickeln. Von Lebens- und Nahrungsergänzungsmitteln, die Sie vor Krankheiten schützen können, bis zu Gewohnheiten und Therapien, die chronische Entzündungen heilen, gibt es Hacks für fast jede Situation und jede Immunbeeinträchtigung. Sie werden ganzheitliche Ansätze entdecken, um Ihr Immunsystem zu optimieren, die ebenfalls Ihr soziales, mentales, emotionales und spirituelles Wohlergehen fördern.
Ob Sie sich vor Infektionen schützen wollen, eine akute Infektion bekämpfen möchten, Entzündungen reduzieren oder eine Allergie oder Autoimmunerkrankung lindern wollen – dieses Buch wird Ihnen dabei helfen, sich so gut zu fühlen, wie es nur geht – und das über Jahre hinweg. Blättern Sie gleich zu den Hacks, die Ihnen ins Auge fallen, oder lesen Sie jede einzelne Seite, um Ihr Immunsystem zu stärken.
HACK 001
LERNEN SIE, PILZE ZU LIEBEN
Wenn man nach Lebensmitteln sucht, die das Immunsystem kräftigen, dann kommt man kaum an Pilzen vorbei. Sie enthalten Beta-Glucane, ein Gewebe, das – wenn man es durch die Nahrung aufnimmt – eine Immunreaktion auslöst, die die Zahl der weißen Blutkörperchen erhöht, mit denen Infektionen bekämpft werden. Mit der Zeit stärkt dieser Effekt Ihr Immunsystem. Neben anderen nützlichen Wirkungen führen die Effekte von Beta-Glucanen dazu, dass sie sogar in der Krebstherapie eingesetzt werden, um das Krebszellenwachstum zu verlangsamen.
Zusätzlich zur Stärkung des Immunsystems können Beta-Glucane auch …
den Cholesterinspiegel senken,
den Appetit mindern,
die Aufnahme von Glukose aus dem Magen in den Blutkreislauf verlangsamen (was Menschen mit Insulinresistenz/Diabetes helfen kann).
Es gibt Nahrungsergänzungsmittel, die Beta-Glucan enthalten, aber Sie können es auch mit der Nahrung aufnehmen, indem Sie Pilze, Hafer oder Gerste essen. Zusätzlich zu dieser nützlichen Wirkung haben Pilze mit den höchsten Gehalt an Vitamin D, ein weiterer Nährstoff, der das Immunsystem stärkt.
Zu den Pilzen mit dem höchsten Gehalt an Beta-Glucan gehören Shiitake, der Gemeine Klapperschwamm und Reishi. 100 Gramm Pilze enthalten zwischen 0,2 bis 0,5 Gramm Beta-Glucan. Es hat positive Wirkungen, mehr als drei Gramm Beta-Glucan pro Tag aufzunehmen. Wenn Sie eine Autoimmunerkrankung haben, sollten Sie vorsichtig sein, zu viel Beta-Glucan enthaltende Nahrungsmittel zu verzehren – aufgrund der immunsteigernden Eigenschaften.
HACK 002
SINGEN SIE NACH HERZENSLUST
Denken Sie an das letzte Mal, als Sie Ihr Lieblingslied laut mitgesungen haben. Sie haben sich bestimmt richtig gut gefühlt, oder? Ihre Laune besserte sich, Sie fühlten sich befreit und jeder Stress, den Sie vielleicht hatten, löste sich in Luft auf. Der therapeutische Nutzen von Gesang ist uns instinktiv bewusst. Und die Wissenschaft hat ihn bestätigt.
Wenn Sie singen, nutzen Sie Ihre Stimmbänder, die nahe an einem sehr wichtigen Nerv liegen, dem sogenannten Vagusnerv. Dieser Nerv ist Teil des parasympathischen Nervensystems (PNS). Wenn dieser Teil des Nervensystems voll aktiviert wird, dann arbeiten Ihr Immun-, Verdauungs- und Entgiftungssystem optimal. Eine geringe Aktivität des PNS bedeutet schlechte Immunabwehr.
Wenn Sie singen, dann vibrieren Ihre Stimmbänder und stimulieren diesen Teil des Nervensystems. Außerdem hat eine Studie des Royal College of Music gezeigt, dass nur eine Stunde in einem Chor zu singen den Ausstoß von Immunzytokinen (eine Sorte weißer Blutkörperchen) stimuliert, den Cortisolspiegel verringert und bei Krebspatienten den Oxytocinspiegel erhöht. Cortisol ist das wichtigste Stresshormon des Körpers und es hemmt das Immunsystem. Oxytocin ist das „Wohlfühl-“/Liebeshormon, nach dem wir uns alle sehnen.
Also nur zu: Drehen Sie Ihre Lieblingsmusik auf und singen Sie mit.
HACK 003
TANKEN SIE EIN WENIG MITTAGSSONNE
Sie wissen vielleicht bereits, dass Vitamin D sehr wichtig für die Funktion Ihres Immunsystems ist und Ihr Körper es als Ergebnis von Sonneneinstrahlung produziert. Aber Ihnen ist möglicherweise nicht bekannt, dass Sonnenlicht diese Reaktion nicht zu allen Zeiten des Tages oder Jahres auslöst.
Für eine optimale Gesundheit des Immunsystems sollten Sie am besten mittags draußen sein. Wieso?
Das liegt an der Beziehung zwischen Ihrem Körper und der Sonne – besonders an den verschiedenen Wellenlängen des Lichtes, das die Sonne ausstrahlt. Die vertrautesten Wellenlängen sind diejenigen, die man im Regenbogen sieht und die auf der Trennung der Lichtwellen basieren, wenn sie durch Wassertropfen oder ein Prisma gebrochen werden. Jede Farbe korrespondiert mit einer bestimmten Wellenlänge des Lichtes.
Nicht alle Lichtwellen erreichen die Erde zur selben Zeit. Manche durchdringen die Atmosphäre der Erde nur zu bestimmten Tages- oder Jahreszeiten. UV-B-Strahlen sind die Wellenlänge, die für Ihr Immunsystem am wichtigsten ist. Nur wenn UV-B-Strahlen die Haut erreichen, produziert der Körper Vitamin D. UV-B-Strahlen erreichen die Erde vor allem von Frühlingsbeginn bis in den Frühherbst und sind am stärksten, wenn die Sonne am höchsten am Himmel steht (mittags). UV-B ist nahezu nicht vorhanden, wenn die Sonne niedrig steht. Ab Frühlingsmitte steigt der UV-B-Anteil und auch die Einstrahlungsdauer. Gegen Ende des Sommers nimmt er wieder ab und ab Mitte Herbst sind sie nicht mehr vorhanden. Wenn man näher am Äquator lebt, wird man höhere Mengen an UV-B-Strahlen abbekommen, und das sowohl während des Tages als auch im ganzen Jahr verglichen mit dem Rest der Welt, also können Sie etwas flexibler sein, wann Sie hinaus gehen, um ein wenig Vitamin D zu tanken.
Welchen besseren Grund könnte es geben, um zum Mittagessen nach draußen zu gehen?
HACK 004
KNOBLAUCHATEM, NA UND?
Knoblauch gehört zu den Laucharten, die benutzt wurden, um verschiedene Krankheiten zu behandeln, unter anderem Fieber, Verdauungsstörungen, Ohrenschmerzen, Cholera und sogar die Grippe. Neben Knoblauch gehören zu den Lauchgewächsen auch Zwiebeln, Schalotten, Frühlingszwiebeln, Bärlauch, Lauch und Schnittlauch.
Einer der Hauptgründe für die Immunwirkungen der Lauchgewächse ist der Bestandteil Alliin (der in höchster Konzentration im Knoblauch vorkommt). Wenn man diese Pflanzen kaut, setzt das Alliin einen Stoff frei, eine Organoschwefelverbindung, die stark antioxidative, antivirale und antibakterielle Eigenschaften hat. Pflanzen enthalten diese hohen Dosen an Schwefelverbindungen, um sich selbst gegen Fressfeinde zu schützen. Deswegen steigen einem beim Zwiebelschneiden Tränen in die Augen und man riecht aus dem Mund, wenn man diese Gemüsesorten isst.
Knoblauch beugt außerdem gegen Erkältungen vor und teilweise gegen die Grippe, denn er hilft, die Anzahl weißer Blutzellen zu erhöhen, wenn man infiziert wird.
Neben dem Alliin unterstützen die Lauchgemüsesorten auch wegen folgender Inhaltsstoffe die Immungesundheit:
Immunsteigerndes Vitamin C, Kalium und Selen
Quercetin (ein starkes Antioxidans)
Flavonoide, die den Glutathion-Spiegel erhöhen, der für Immun- und Entgiftungsprozesse zuständig ist
Fructane (nur in Knoblauch und Zwiebeln), die die Bakterien in Ihrem Bauch nähren, welche Ihre Immunabwehr steigern
Um diese nützlichen Effekte freizusetzen, muss Lauchgemüse gehackt, zerquetscht oder gekaut werden, damit das Alliin seine wirkungsvollen Schwefelverbindungen freisetzen kann. Auch wenn es keinen Standardwert für Knoblauchverzehr gibt, haben Studien gezeigt, dass zwei bis zehn Gramm Knoblauch pro Tag (ein bis zwei Zehen) Ihr Immunsystem boosten können. Sie können auch Knoblauchkapseln nehmen, wenn Ihnen das lieber ist.
Falls Sie am Reizdarmsyndrom leiden, sollten Sie vorsichtig sein, denn diese Gemüsesorten können Ihren Magen reizen. Besonders Knoblauch hat blutverdünnende Eigenschaften, was bedeutet, dass Menschen ihn meiden sollten, die Medikamente wie Warfarin nehmen.
HACK 005
BRINGEN SIE SICH MORGENS IN SCHWUNG
Wie Sie Ihren Tag beginnen, hat einen großen Einfluss auf Ihre Immungesundheit. Ihr Körper hat eine innere Uhr – Ihre biologische Uhr. Sie haben sogar nicht nur eine biologische Uhr, sondern eine in jeder Zelle. Mittels dieser „Uhren“, kollektiv als circadianer Rhythmus bezeichnet, wissen ihre Zellen, wann sie biologische Vorgänge starten sollen wie die Aktivierung von Genen und Enzymen oder die Freisetzung von Hormonen.
Dieser Rhythmus ist entscheidend für die Gesundheit Ihres Immunsystems und jedes anderen Systems und jeder Zelle Ihres Körpers. Satchin Panda (der führende Forscher auf dem Gebiet des circadianen Rhythmus) und sein Team haben herausgefunden, dass eine Störung des circadianen Rhythmus zu vermehrtem oxidativen Stress führt (Schäden durch freie Radikale) und zu Entzündungen, und damit steigt das Risiko für viele Immunkrankheiten wie Krebs, Infektionen, entzündliche sowie metabolische Krankheiten. Sogar die Weltgesundheitsorganisation hat die Aussage getroffen, dass häufig wechselnde Arbeitszeiten im Vergleich zu gleichbleibenden vermutlich karzinogen sein können (also die Wahrscheinlichkeit für eine Krebserkrankung erhöhen), und man konnte zeigen, dass eine Grippeimpfung am Morgen eine stärkere Antikörperreaktion auslöst als zu anderen Zeiten.
Man kann seine circadiane Gesundheit steigern, indem man seine täglichen Angewohnheiten zeitlich mit dem in Einklang bringt, was dem eigenen Körper entspricht. Wie man in den Tag startet, ist ebenfalls entscheidend für die circadiane Uhr. Hier drei wichtige Angewohnheiten, die man seiner morgendlichen Routine hinzufügen sollte:
Setzen Sie sich natürlichem Licht aus (draußen oder mithilfe einer Lampe, die über 10.000 Lux leistet) innerhalb der ersten Stunde, nachdem Sie aufstehen.
Machen Sie Sport in der ersten Stunde nach dem Aufstehen.
Essen Sie jeden Tag zur selben Zeit Frühstück.
Einfache Angewohnheiten wie diese können einen bedeutenden Einfluss auf Ihre Immungesundheit und Ihr Krankheitsrisiko haben.
HACK 006
KULTIVIEREN SIE IHR QI
Man konnte zeigen, dass die antike Kunst des Qi-Gongs große Auswirkungen auf die Gesundheit und das Immunsystem hat. „Qi“ bezieht sich auf die Lebenskraft oder Vitalenergie, während „Gong“ Arbeit bedeutet. Qi-Gong auszuüben bedeutet also, an der Lebensenergie zu arbeiten oder sie zu kultivieren.
Qi-Gong mischt sanfte Bewegungen, Posen, Meditation und kontrollierte Atmung, um das Qi zu stärken, zu reinigen und durch den Körper zirkulieren zu lassen. Die Stagnation des Qi ist eng verbunden mit schlechter Gesundheit und Krankheiten.
Zu den wichtigsten Effekten, die Qi-Gong auf das Immunsystem haben kann, gehören:
eine bessere Funktion der inneren Organe,
ein gesünderes Nerven- und endokrines (hormonelles) System,
eine Stärkung des Immunsystems,
eine Vermehrung der weißen Blutkörperchen,
die Linderung von Schmerzen,
das Freisetzen von tief vergrabenen Emotionen und das Nachlassen von Anspannung.
Auch wenn die moderne Wissenschaft viele Praktiken und Lehren antiker Traditionen noch nicht umfassend erforscht hat, gibt es dennoch ausreichend wissenschaftliche Untersuchungen, die den Wert von Qi-Gong für die Stärkung der Immungesundheit belegen. Ein Hauptfokus des Großteils der Forschung lag auf Krebspatienten, die in Behandlung sind (unter anderem Chemotherapie). Die Ergebnisse legen nahe, dass Qi-Gong Stress reduziert (Cortisolproduktion), Erschöpfung lindert, das Immunsystem stärkt und die Lebensqualität und die Überlebensraten von Krebspatienten verbessert. Es gibt verschiedene Arten von Qi-Gong, aber die angemessenste, um das Immunsystem zu boosten, ist medizinisches (heilendes) Qi-Gong. Sie können online mehr über Qi-Gong erfahren und hilfreiche Videoanleitungen finden.
HACK 007
VERMEIDEN SIE NACHTS HELLES LICHT
Ihre Immungesundheit und Schlaf hängen zusammen. Wenn Sie nicht gut schlafen, werden Sie leichter krank.
Ein wichtiger Aspekt, der sowohl unseren Schlaf als auch unsere Immungesundheit beeinflusst, ist Licht. Das Gehirn nutzt das Licht, um Ihre Umgebung zu erfassen und die Tageszeit zu bestimmen. Sowohl die Art des Lichtes (Wellenlänge) als auch die Helligkeit (Intensität) werden vom Gehirn über das Auge und Fotorezeptoren auf der Haut erfasst und es bestimmt anhand dessen die angemessenen biologischen Reaktionen.
Wenn es Dunkelheit wahrnimmt, wird vom Gehirn Melatonin ausgeschüttet. Melatonin ist am bekanntesten für seine Rolle beim Einleiten des Schlafs, aber es beeinflusst auch das Immunsystem. Es moduliert selbiges, was bedeutet, es wird Immunfunktionen entweder stimulieren oder unterdrücken (und kann daher entzündungssteigernde oder -hemmende Wirkung haben), abhängig von anderen Faktoren.
Aber wenn die Melatoninausschüttung auf irgendeine Weise gehemmt wird, stört das auch die Fähigkeit des Körpers, das Immunsystem zu regulieren. Und das ist genau, was passiert, wenn man sich nachts Licht aussetzt, besonders innerhalb der letzten zwei Stunden vor dem Zubettgehen.
Helles und/oder blaues Licht (Wellenlänge) haben beide erwiesenermaßen melatoninhemmende Eigenschaften. Blaues Licht kann von jeder Lichtquelle stammen (die nicht unbedingt blau sein muss), aber der Anteil ist besonders hoch bei Licht von Mobilgeräten, Computern und Fernsehern, die Sie vielleicht abends benutzen.
Für ein gesundes, reaktionsschnelles Immunsystem sollten Sie sich also abends weniger Licht aussetzen, besonders blauem Licht. Dabei kann man es auf verschiedene Arten reduzieren, durch Blaulichtfilter der Geräte oder spezielle blaulichtfilternde Brillengläser.
HACK 008
ESSEN SIE BEEREN
Beeren sind ein besonders nützlicher Bestandteil Ihres Immunarsenals, denn sie haben viele positive Effekte auf das Immunsystem.
Sie enthalten immunstärkende Vitamine (Vitamin C), Antioxidantien, Phytonährstoffe und andere das Immunsystem fördernde Bestandteile. Beeren unterstützen auch das Mikrobiom in Ihrem Darm, das eine wichtige Rolle für das Immunsystem spielt. Abgesehen von den allgemeinen Wirkungen haben Beeren auch einzigartige Eigenschaften. Himbeeren, Brombeeren, Blaubeeren und Erdbeeren haben einen hohen Vitamin-C-Gehalt (besonders Erdbeeren) und enthalten viele Flavonoide. Flavonoide sind wirkungskräftige Polyphenole, die man in Pflanzen findet und die Ihr internes Antioxidantiensystem stärken, Entzündungen mindern und die Zahl an Mitochondrien erhöhen. Mitochondrien sind die Zellorganellen, die die Energie bereitstellen, die Ihre Zellen, Organe und Systeme Ihres Körpers zum Funktionieren brauchen. Wenn man mehr Mitochondrien in den Zellen des Körpers hat, wird das Immunsystem gesünder und reaktionsfreudiger. Zusätzlich enthalten Blaubeeren auch Pterostilbene, ein weiterer Pflanzennährstoff, der angeblich entzündungshemmende, cholesterinsenkende und immunbeeinflussende Wirkungen haben soll.
Heidelbeeren, Preiselbeeren und Granatäpfel (ja, das sind ebenfalls Beeren) haben nachweislich entzündungshemmende Wirkung und helfen, das Immunsystem zu regulieren.
Granatäpfel enthalten außerdem Vitamin E und haben antibakterielle und antivirale Eigenschaften.
Holunderbeeren können die Erholungszeit und die Schwere von Erkältungen und der Grippe halbieren! Sie haben ebenfalls antivirale, antikarzinogene und entzündungshemmende Wirkung. Das erklärt, wieso so viele Menschen darauf schwören, Holundersirup gegen Erkältungen, Grippe und Nebenhöhlenentzündungen einzunehmen. Essen Sie Holunderbeeren nicht roh; sie müssen gekocht werden und man kann daraus Marmelade oder Sirup machen.
Fügen Sie Beeren Ihrem Speiseplan hinzu – in Smoothies und Joghurt oder wie Sie diese sonst gern genießen, um auf leckere Art Ihr Immunsystem zu fördern.
HACK 009
SUCHEN SIE NACH EINEM TIEFEREN SINN
Zu versuchen, sein Immunsystem in Ordnung zu bringen, weil es entweder zu wenig aktiv (das heißt, Sie sind häufig krank) oder überaktiv ist (das heißt, Sie haben eine Autoimmunerkrankung oder Entzündungen), wird vermutlich oft zu oberflächlichen Lösungen führen wie sich zu lange auf entzündungshemmende oder immunstimulierende Nahrungsbestandteile (Kräuter) zu verlassen. Diese Art Lösung ist für eine vorübergehende Linderung nützlich, aber ändert nichts an den dahinter liegenden Problemen der Fehlfunktion des Immunsystems. In Wahrheit hat das Problem vermutlich nichts mit dem Immunsystem zu tun, denn jedes Problem an der Oberfläche ist fast immer ein Symptom einer tiefer liegenden Ursache.
Ihr Immunsystem reagiert stets auf seine wahrgenommene Umgebung – oder es wird durch andere Faktoren (Medikamente, Kräuter, Toxine, Gesundheitszustand und so weiter) beeinflusst, auf bestimmte Weise zu reagieren. Man sollte sich vor Augen führen, dass es ein System ist, das in einem größeren Netzwerk an Systemen arbeitet. Das bedeutet, es ist besser, einen Schritt zurückzutreten, um sich zu überlegen, wieso es auf eine bestimmte Weise reagiert, statt sofort bei bestimmten Symptomen nach der einfachsten Lösung zu greifen.
Sie können ruhig bestimmte Nahrungsergänzungs- oder Lebensmittel als vorübergehende Lösung zur Linderung von Symptomen einsetzen, aber die wahren Lösungen werden Sie finden, wenn Sie tiefer graben, um zu verstehen, wieso Ihr Immunsystem sich auf eine bestimmte Weise verhält.
HACK 010
STELLEN SIE IHRE VORANNAHMEN INFRAGE
Sie fragen sich vielleicht, was es mit Ihrem Immunsystem zu tun hat, wenn man die eigenen Vorannahmen in Zweifel zieht – nun, es ist sogar entscheidend!
Sie handeln Tag für Tag in Übereinstimmung mit Ihren Glaubenssätzen. Diese bestimmen Ihre Angewohnheiten und Ihr Verhalten, also was Sie essen, wie viel Sport Sie treiben, wie viel Sie schlafen und so weiter. Und auch wenn diese Vorannahmen über Ihr Leben und die Welt um Sie herum für Sie selbst sehr real und wahr erscheinen mögen, ist jeder Glaubenssatz das Ergebnis persönlicher Erfahrung und/oder dem, was Sie von anderen gelernt haben. Das meiste davon geschieht unterbewusst. Wir haben alle jede Menge Glaubenssätze, die nicht auf harten Fakten beruhen.
Während des Tages werden Sie von Hunderten Milliarden Bits an Informationen pro Sekunde bombardiert. Das ist offensichtlich überwältigend. Um also die geistige Gesundheit zu bewahren, gibt es einen Teil Ihres Gehirns, das sogenannte aufsteigende retikuläre Aktivierungssystem, welches den Großteil dieser Informationen filtert, verzerrt oder löscht, sodass nur 2.000 Bits übrig bleiben. Diese 2.000, die es auswählt, sind diejenigen, die mit Ihren aktuellen Glaubenssätzen am ehesten übereinstimmen. Kurz gesagt, was Sie vom Leben erfahren, ist nicht etwas, das Ihnen einfach zustößt, sondern Sie erschaffen es durch Ihre Glaubenssätze.
Aber was, wenn ein Teil dessen, was Sie für wahr halten, nicht stimmt? Und was, wenn diese Vorannahmen nicht nur falsch sind, sondern Ihnen schaden? Deswegen ist es wichtig, regelmäßig das, was Sie für Ihre Gesundheit für relevant halten, zu reflektieren und infrage zu stellen. Einige der Glaubenssätze, die Sie haben, und die daraus entstehenden Erfahrungen könnten Sie davon abhalten, die Veränderungen vorzunehmen, die Ihre Gesundheit und die Ihres Immunsystems bedeutend verändern könnten. Zum Beispiel:
Verdienen Sie Liebe, Gesundheit oder Glück?
Was glauben Sie zu brauchen, um glücklich oder erfolgreich zu sein?
Was glauben Sie über sich selbst und Ihren Körper?
Die Glaubenssätze, die Sie in diesen Bereichen haben, und viele andere beeinflussen Ihre Handlungen, die entweder Ihre Gesundheit und Ihr Immunsystem fördern oder negativ beeinflussen. Wenn Sie zum Beispiel glauben, dass Sie kein Glück verdient haben, kann das dazu führen, dass man sich nicht genug um sich selbst kümmert und ungesunde Angewohnheiten entwickelt. Der Glaube, dass Sie eine Menge Geld verdienen müssen, um glücklich zu sein, kann dazu führen, dass Sie all Ihre Zeit mit Arbeit verbringen und Ihr Wohlergehen dabei vernachlässigen.
Führen Sie eine offene und ehrliche Unterhaltung mit sich selbst über das, was Sie glauben. Ermitteln Sie, ob diese Glaubenssätze Ihnen wirklich helfen oder ob es an der Zeit ist, sie infrage zu stellen. Das zu tun, kann vielleicht das Wichtigste sein, was Sie für die Gesundheit Ihres Immunsystems tun können.
Sie können damit anfangen, einige der Glaubenssätze aufzudecken, die Ihre Immungesundheit beeinflussen, indem Sie einfache Aussagen treffen wie: „Ich ____________________ nicht, weil _____________________ .“ Überlegen Sie sich nun, ob dieses Verhalten für Ihre Immungesundheit förderlich ist. Schreiben Sie die Antworten auf, die Ihnen als Erstes einfallen, wenn Sie Ihre Filter beiseitelassen.
HACK 011
MACHEN SIE YOGA
Yoga hat zahllose Auswirkungen auf die Gesundheit – viele verbessern sie und die Funktion des Immunsystems. Dazu gehören:
die Beruhigung und Entspannung des Nervensystems (Stressreduktion),
die Minderung chronischer Entzündungen,
eine bessere Funktion des Lymphsystems,
eine Kräftigung der Lunge,
die Freisetzung von Toxinen und Schleim, die sich in lebenswichtigen Organen ansammeln,
die Verbesserung des Pranaflusses (Lebensenergie).
In einer Untersuchung, die die entzündungshemmenden und immunmodulierenden Wirkungen des Yoga betrachtete, stellte man fest, dass Yoga in diesem Bereich sehr viele positive Wirkungen hat, was es besonders relevant für diejenigen macht, die an Entzündungen oder Autoimmunerkrankungen leiden. Forscher kamen außerdem zum Schluss, dass Yoga die Funktion von Immunzellen verbesserte, die sich auf der Magenschleimhaut und im Atemtrakt befinden. Auch wenn es mehrere Formen von Yoga gibt, haben die meisten Forscher das Hatha-Yoga betrachtet, das sich auf bestimmte Körperhaltungen konzentrierte, die für gewisse Zeit eingenommen werden.
Um den vollen Nutzen des Yoga zu entfalten, versuchen Sie, es so auszuüben, wie es gedacht war: Es sollte eine Philosophie sein und nicht nur ein Work-out. Die Stellungen (Asanas), mit denen Sie vielleicht vertraut sind, sind nur ein Zweig von Yoga. In seiner reinsten Form beinhaltet Yoga Meditation, Ernährung, Atmung (Pranayama), Mantras, Mudras und noch mehr. Um den größten Nutzen daraus zu ziehen, sollten Sie so viel wie möglich davon miteinbeziehen. Allerdings ist die beste Yogaübung diejenige, die Sie auch regelmäßig praktizieren, also finden Sie einen Weg, der Ihnen am meisten zusagt, und machen Sie sich damit vertraut, so wie es Ihnen richtig erscheint und in Ihrem eigenen Tempo.
Viele Stellungen werden Ihrem Immunsystem nützen, aber eine mit dem größten Nutzen ist Shavasana (Totenhaltung). Sie erfordert die völlige Entspannung des Körpers und Geistes (Gedanken). Machen Sie sich mit dieser Haltung online vertraut und wie man sie im Rahmen des Hatha-Yoga auf täglicher Basis praktiziert. Vielleicht finden Sie auch einen Yogakurs in Ihrer Gegend.
HACK 012
TRINKEN SIE EINEN GINGER-SHOT
Ingwer enthält viele gesundheitsfördernde Substanzen mit beeindruckend klingenden Namen wie Gingerol, Paradol, Shogaol oder Zingeron. Die Namen dieser Bestandteile sind nicht wirklich wichtig; wichtig sind die Wirkungen. Es wurde nachgewiesen, dass diese Inhaltsstoffe die Leber schützen, den Körper vor oxidativem Stress schützen (Schäden durch freie Radikale) und antikarzinogen, antimikrobiell, entzündungshemmend und antiallergisch wirken. Mit anderen Worten bedeutet es, dass Ihr Immunsystem besser funktioniert, Sie weniger Entzündungen haben und Ihr Immunsystem in seiner Aufgabe unterstützt wird, Sie vor schädlichen Mikroben und Krebszellen zu schützen.
In einer Studie wurde gezeigt, dass Ingwer Entzündungen in der Lunge (eine häufige Quelle für Infektionen der Atemwege) lindern kann, die durch das Immunsystem verursacht werden. Nachgewiesenermaßen mindert es zudem asthmatische Symptome, hemmt die Schleimproduktion und reduziert insgesamt Entzündungen in der Lunge.
Ingwer wurde auch aufgrund seiner möglichen positiven Wirkung auf die Verdauung untersucht. Ein Großteil dieser Forschung hat sich auf die Fähigkeit der Wurzel konzentriert, Übelkeit zu lindern, und einige Untersuchungen ergaben, dass es dabei so effektiv ist wie Medikamente – jedoch keine unerwünschten Nebenwirkungen hat.
Darüber hinaus wies man nach, dass Ingwer beim Abnehmen helfen kann und beim Regulieren des Blutzuckers, was beides ebenfalls das Immunsystem fördert. Das Großartige an der Ingwerwurzel ist, dass sie so vielseitig ist: Man kann sie beim Kochen verwenden, dem Tee hinzufügen, sie als „Shot“ trinken oder als Nahrungsergänzungsmittel konsumieren.
HACK 013
AKZEPTIEREN SIE DIE IMMUNREAKTION
Die natürliche Reaktion Ihres Körpers auf eine Infektion kann Fieber (erhöhte Körpertemperatur) beinhalten, Entzündungen (das Anschwellen und die Rötung von Gewebe), Erschöpfung, schlechte Laune, Durchfall, Husten und Schnupfen. Diese Symptome werden oft als die unangenehme Seite der Infektion betrachtet; aber das sind sie nicht: Sie sind die Konsequenz des Kampfes des Immunsystems gegen eine Infektion.
Die Lösung der modernen Medizin für Infektionen ist es zu versuchen, diese Symptome durch Medikamente zu bekämpfen. Und auch wenn einem das hilft, sich besser zu fühlen und besser den Alltag zu bewältigen, tut es nichts, um Ihren Körper beim Kampf gegen die Infektion zu unterstützen. Tatsächlich ignorieren Sie damit die körpereigene Intelligenz. Diese Reaktionen sind die Folge davon, dass das Immunsystem eine Infektion bekämpft, wieso sollte man sie also verhindern? Indem man diese Symptome unterdrückt, zieht man tatsächlich die Bremse, wenn es darum geht, von selbst zu heilen und sich wieder zu erholen.
Der berühmte Philosoph Hippokrates sagte einst: „Gebt mir ein Fieber und ich kann jede Krankheit heilen.“ Die Erhöhung der Körpertemperatur (Fieber) wird ausgelöst von Botenstoffen des Immunsystems, den sogenannten Pyrogenen, die einen Teil des Immunsystems aktivieren. Das Fieber unterstützt das Immunsystem dabei, das Virus oder das Bakterium effektiver zu bekämpfen, indem es eine weniger günstige Umgebung dafür schafft.
Durchfall ist zum Beispiel der Versuch des Körpers, eine Infektion des Verdauungstrakts zu beseitigen, und wenn man ihn unterdrückt, kann man die Infektion sehr verschlimmern und die Immunreaktion verstärken, was zu einer Intensivierung der Krankheitssymptome führt. Und die Erschöpfung und schlechte Stimmung, die man verspürt, wenn man krank ist, soll einen bremsen und dazu bringen, dass man sich ausruht und sich isoliert, um die Verbreitung der Infektion zu verhindern. Der Histaminausstoß und die daraus resultierende triefende Nase, das Niesen oder Anschwellen sind dafür da, um die Blutversorgung zum entsprechenden Bereich zu erhöhen und durchlässiger zu machen, damit Immunzellen an die Infektion/das Allergen herankommen und den Eindringling bekämpfen können.
Eine Entzündung ist häufig eine Reaktion, um Reparaturvorgänge zu fördern und den Immunzellen zu signalisieren, dass sie an den Ort der Infektion oder Verletzung kommen. Eine akute Entzündung, die von einer Wunde oder Infektion ausgelöst wird, ist völlig normal und sollte nicht unterdrückt werden, außer sie gerät außer Kontrolle. (Chronische Entzündungen sind etwas anderes und müssen behandelt werden, um daraus resultierende Probleme zu vermeiden.)
Es ist besser, auf den Körper zu hören und seine natürliche Immunreaktion zu unterstützen, indem man die angemessenen Nährstoffe und Kräuter zuführt. Es gibt natürlich Ausnahmen, und ein Übermaß einer bestimmten Reaktion (zum Beispiel ein Fieber über 39 Grad Celsius oder eine allergische Reaktion) kann in seltenen Fällen lebensbedrohlich sein, aber meistens ist das nicht der Fall.
HACK 014
ERDEN SIE SICH
Eine wichtige, aber weniger verstandene Komponente der Gesundheit ist Ihre eigene Verbindung mit der Erde. Sowohl der menschliche Körper als auch die Erde sind elektrisch: Sie haben eine entweder vorherrschende positive oder negative Ladung. Und die Balance der elektrischen Ladung des Körpers spielt eine entscheidende Rolle für die Gesundheit. Wenn sie sich vom natürlichen Zustand entfernt, kann das Gesundheitsprobleme verursachen. Bis vor Kurzem wurde die elektrische Balance des Körpers stets dadurch gewahrt, dass er eine Verbindung zur Erde hatte, aber die Entwicklung moderner Gebäude, Straßen, Bodenbeläge und von Schuhen mit Gummisohlen hat zu einem bedeutenden Verlust dieser Verbindung gesorgt. Diese Unterbrechung zusammen mit vielen anderen Aspekten des modernen Lebens hat zu unnatürlichen Pegeln an positiver Ladung gesorgt, die sich im Körper ansammelt.
Weil die Ladung der Erde zum Negativen neigt, kann man, indem man sich mit ihr verbindet, die vermehrte positive elektrische Ladung durch den modernen Lebensstil entladen und neutralisieren. Das ist bekannt als „Erdung“. Studien zeigen, sich zu erden kann …
die Funktion des Immunsystems regulieren,
den Stresspegel (Cortisol) senken,
Schäden durch freie Radikale mindern (oxidativer Stress),
diverse Beschwerden lindern wie Autoimmunerkrankungen, Schmerzen, Entzündungen, Depression, Erschöpfung, Angstzustände oder schlechten Schlaf.
Erden erreicht man durch Hautkontakt mit der Erde, indem man entweder barfuß darüber geht oder auf dem Boden liegt. Damit das funktioniert, muss es auf einer elektrisch leitfähigen Oberfläche geschehen wie Ackerboden, Gras, Sand oder Beton. Für eine optimale Wirkung sollten Sie das Erden jeden Tag für 30 Minuten praktizieren. Man kann nichts falsch machen, wenn man einfach mal rausgeht und sich mit der Erde verbindet.
HACK 015
ENTSPANNUNG VOR DEM ZUBETTGEHEN
Ihr Schlaf und die Gesundheit Ihres Immunsystems sind zutiefst verbunden. Leidet das eine, dann geht es dem anderen wahrscheinlich auch nicht so gut. Ein Hauptgrund dafür ist, dass sowohl der Schlaf als auch das Immunsystem in weiten Teilen vom parasympathischen Nervensystem gesteuert werden. Das ist der Zweig des Nervensystems, der für Entspannung, Verdauung und Erholung zuständig ist. Wenn Ihr Nervensystem vom anderen Zweig stark stimuliert wird, dem sympathischen Zweig des Nervensystems (verursacht durch Stress oder ungesunde Angewohnheiten), dann wird Ihr parasympathisches System gehemmt und Ihr Schlaf und Immunsystem werden beeinträchtigt.
Das Hormon Melatonin verbindet ebenfalls den Schlaf mit dem Immunsystem. Man bezeichnet es meistens als das Schlafhormon, denn es wird für einen tiefen Schlaf benötigt, aber es ist auch ein wichtiges Antioxidans und hilft dabei, die Immunfunktionen zu regulieren.
Eine weitere Verbindung zwischen Schlaf und der Immungesundheit entsteht durch Entzündungen. Entzündungen sind eine Folge davon, dass das Immunsystem auf den Plan gerufen wird. Sie können das Einschlafen verhindern. Das erklärt, wieso Menschen mit Autoimmunerkrankungen häufig Probleme mit dem Schlaf haben und wieso eine Krankheit das Einschlafen erschweren kann. Schlaf hilft andererseits dabei, die Immunfunktionen zu regulieren (und damit potenziell Entzündungen zu reduzieren) und unterstützt die Reparatur von beschädigtem Gewebe.
Alles für einen gesunden Schlaf zu tun, trägt eine Menge dazu bei, die Gesundheit Ihres Immunsystems zu verbessern. Es gibt viele Angewohnheiten, die Ihnen dabei helfen können, aber eine, die Sie sofort ausprobieren können, ist, sich vor dem Zubettgehen mindestens eine halbe Stunde zu gönnen, um sich zu entspannen (durch Lesen, Tagebuchschreiben, Meditieren und so weiter). Das wird Ihr Nervensystem herunterfahren, die Aktivität des Parasympathikus erhöhen und den Ausstoß von Melatonin unterstützen (das Hormon, das Ihren Schlaf-wach-Rhythmus reguliert).
HACK 016
ÜBEN SIE SICH IN DANKBARKEIT
Es mag fast zu einfach erscheinen, aber seine Dankbarkeit auszudrücken, kann zahllose positive Effekte auf Ihren Körper und Geist haben. Von den vielen beschriebenen positiven Wirkungen sind diejenigen, die Ihre Immungesundheit verbessern, vor allem:
die Reduktion von Entzündungswerten und Erhöhung von Immunantikörpern,
die Verbesserung der mentalen Gesundheit, unter anderem in Bezug auf Depression, Angstzustände oder Wut, indem die emotionalen Zentren des Gehirns beeinflusst werden, sodass aufwühlende emotionale Reaktionen weniger automatisch erfolgen,
die Steigerung der Wohlfühl-Botenstoffe Serotonin, Dopamin und Oxytocin im Gehirn,
die Reduktion von Anspannung im Körper durch die Senkung von Stresshormonen (Cortisol) und die Stimulation des parasympathischen Nervensystems (dem System, das dabei hilft, alles herunterzuregeln, und das die optimale Funktion der Verdauung und des Immunsystems stützt),
die Verbesserung der Schlafqualität und der Schlafdauer sowie die Verkürzung der Einschlafphase (wenn man es vor dem Zubettgehen tut).
Außerdem werden Gefühle der Einsamkeit reduziert und Geselligkeitsgefühle vermehrt.
Es gibt viele einfache Arten, wie Sie in Ihrem Alltag mehr Dankbarkeit praktizieren können, unter anderem durch …
1.Dankbarkeitslisten: Schreiben Sie eine Liste mit bis zu zehn Dingen, für die Sie dankbar sind und warum.
2.Dankbarkeitstagebuch: Schreiben Sie detailliert die Ereignisse und Erfahrungen des Tages auf, für die Sie dankbar sind.
3.Dankschreiben/Dankesbriefe: Schreiben Sie kurze Nachrichten, Briefe, E-Mails oder sogar längere Texte, in denen Sie jemandem Ihre Dankbarkeit aussprechen.
4.Dankbarkeitsmeditation: Während Sie meditieren, konzentrieren Sie Ihre Aufmerksamkeit auf das, wofür Sie dankbar sind, und spüren Sie die Auswirkungen auf Ihren Körper. (Sie können auch online geführte Dankbarkeitsmeditationen finden.)
5.Dankbarkeitskata: Nutzen Sie diese spezifische Bewegungsfolge in Kombination mit Aussagen der Dankbarkeit, um diesem Gefühl eine körperliche Entsprechung zu geben, was es besonders effektiv macht.
6.Ein Dankbarkeitsfreund: Suchen Sie jemanden, mit dem Sie jeden Tag darüber reden können, wofür Sie dankbar sind.
Erforschen Sie die verschiedenen Methoden und experimentieren Sie, um herauszufinden, was für Sie in Ihrem Alltag am besten funktioniert. Um die Wirkungen einer Dankbarkeitsübung zu optimieren, kann es auch hilfreich sein, sich …
auf die tieferen Gefühle zu konzentrieren, die durch Gedanken und Worte ausgelöst werden,
mehr auf die Dankbarkeit gegenüber den Menschen in Ihrem Leben zu konzentrieren und weniger auf materielle Dinge,
die Ursachen dessen in Erinnerung zu rufen, wofür Sie dankbar sind,
während jeder Übung neue Dinge zu überlegen, für die man dankbar sein kann – oder Gründe, wieso man dafür dankbar ist,
aufzuschreiben, wofür man dankbar ist und es hinterher laut auszusprechen.
Aber seien Sie vor allem geduldig: Die positiven Wirkungen der Dankbarkeit lassen oft auf sich warten. Ihr Gehirn zu verändern, passiert nicht über Nacht!
HACK 017
ÜBERWACHEN SIE IHR IMMUNSYSTEM MITHILFE DER HRV
Wenn Sie Ihr Immunsystem verbessern wollen, ist es vielleicht hilfreich, seine Funktion zu überwachen. Auf diese Art können Sie im Auge behalten, wie Ihr Immunsystem arbeitet. Eine einfache Methode, das zu tun, ist das Messen der Herzratenvariabilität (HRV). Das ist eine Messung der Balance zwischen Ihrem sympathischen Nervensystem (SNS) und parasympathischen Nervensystem (PNS). Niedrige Werte deuten auf eine exzessive Aktivität des SNS hin, was ein beeinträchtigtes Immunsystem signalisieren kann, eine SNS-Aktivierung hemmt die Immunfunktion. Das SNS wird auch während einer ersten Immunreaktion (Entzündung) aktiviert, die durch eine Verletzung, ein Trauma oder eine Infektion ausgelöst wird. Beide Szenarien werden die HRV senken und bedeuten schlechte Neuigkeiten für Ihre Immungesundheit.
Die HRV ist jedoch kein direkter Maßstab für die Immungesundheit. Es wurde in Studien bestätigt, dass sie ein nützlicher Indikator der Immunfunktion ist, weshalb professionelle Athleten darauf zurückgreifen. Man kann jedoch auch die Immungesundheit verbessern, ohne dass sich der HRV-Wert verbessert.
Sie können Ihren HRV-Wert sehr einfach bestimmen, indem Sie eine HRV-App auf Ihr Smartphone herunterladen und sie mit einem Herzratenmonitor verbinden. Die meisten Apps werden Ihnen einen kompatiblen Herzratenmonitor empfehlen.
HRV ist auch ein Indikator für ein Infektionsrisiko (erhöhter Stress) oder das Frühstadium einer Infektion (Entzündung). Nachdem Sie Ihre HRV mehrere Wochen aufgezeichnet haben, werden Ihnen die meisten HRV-Apps einen Baseline-Score liefern. Wenn Sie eine größere Schwankung nach unten auf diesem Score sehen – besonders, wenn sie mehrere Tage nacheinander auftritt –, deutet das entweder auf Stress oder eine Entzündung hin. Ein Ansteigen Ihrer Baseline-HRV für einen längeren Zeitraum bedeutet eine Reduktion von Stress und eine Verbesserung der Immungesundheit.
HACK 018
REDUZIEREN SIE RAFFINIERTE KOHLENHYDRATE UND ZUCKER
Kohlenhydrate und Zucker können die Funktion des Immunsystems unterdrücken. Nicht alle Kohlenhydrate und Zuckerarten sind der böse Feind, aber raffinierte Kohlenhydrate und Zucker sind es. Das sind die menschengemachten, künstlich hergestellten Quellen von Kohlenhydraten.
Durch die Verarbeitung kohlendhydratreicher Lebensmittel (zum Beispiel Weißmehl und raffinierter Zucker) gehen wertvolle Ballaststoffe, Vitamine und Mineralien verloren. Dies hinterlässt nur die Kohlenhydrate ohne Ballaststoff in der Nahrung, die, wenn man sie aufnimmt, ein schnelles Ansteigen des Blutzuckerwerts verursachen (Hyperglykämie). Wenn man diese über längere Zeiträume zu sich nimmt (über Monate und Jahre), kann das zu einer Insulinresistenz und zu Diabetes führen.
Insulinresistenz ist problematisch, denn Insulin spielt eine wichtige Rolle bei der ordnungsgemäßen Funktion der T-Zellen des Immunsystems. Häufiger Konsum von Nahrung mit hohem Gehalt an raffinierten Kohlehydraten und Zucker wird daher die Funktion des Immunsystems hemmen. Im Gegensatz dazu enthalten kohlenhydratreiche Lebensmittel in ihrem natürlichen Zustand Ballaststoffe, Vitamine und Mineralstoffe, die eine wichtige Rolle dabei spielen, die Verdauung und Aufnahme von Kohlenhydraten und Zucker in den Blutstrom zu verlangsamen und die Aufnahme in die Zellen zu verbessern, was Hyperglykämie verhindert.
Darüber hinaus kann eine Hyperglykämie, die durch verarbeitete Kohlenhydrate verursacht wird, das Immunsystem schädigen, denn der Anstieg des Blutzuckers interagiert mit den Proteinen des menschlichen Gewebes (zum Beispiel von Blutzellen) durch einen Prozess, den man Glykation nennt. Diese Interaktion produziert schädliche Stoffe, die sogenannten fortgeschrittenen Glykationsendprodukte (advanced glycation end products, AGE). Die AGEs unterdrücken die Funktion von Immunzellen namens Makrophagen, die unterschiedliche wichtige Rollen im Immunsystem spielen. AGEs verursachen außerdem oxidativen Stress und Entzündungen (eine Immunreaktion). Das bedeutet, das Immunsystem wird in gewisser Weise gehemmt und an anderer Stelle angeregt, was die vorhandenen Ressourcen mindert, potenzielle Infektionen zu bekämpfen.
Versuchen Sie, raffinierte Kohlenhydrate und Zucker zu eliminieren oder zumindest die Menge auf Ihrem Speiseplan zu reduzieren: Ihr Körper wird es Ihnen danken.
Sie werden vielleicht sogar andere positive Nebenwirkungen bemerken wie eine bessere Haut, weniger Heißhunger und mehr Energie.
HACK 019
FASTEN SIE, UM IHR IMMUNSYSTEM ZU STÄRKEN
Fasten wurde in den letzten Jahren zu einem der beliebtesten Gesundheits-Hacks, zum Teil aufgrund der Popularität des Intervallfastens als Methode, Gewicht zu verlieren oder hohen Blutdruck in den Griff zu bekommen. Aber abgesehen von einer kleineren Zahl auf der Waage oder verbesserten Blutdruckwerten betreffen einige der wichtigsten positiven Wirkungen des Fastens das Immunsystem. Der größte Nutzen des Fastens ist die Aktivierung der Autophagie, wozu das Recycling alter, beschädigter und überflüssiger Zellen gehört, um neue Zellen zu produzieren, die besser funktionieren und gesünder sind. Während dieses Prozesses werden defekte Immunzellen oder ihre Bestandteile ersetzt und Toxine und Pathogene aus diesen Zellen freigesetzt. Autophagie kann auch durch Sport, bestimmte Nährstoffe/Stoffverbindungen, Ketose und sogar Schlaf ausgelöst werden. Fasten kann heißen, dass man jeden Tag nur zu bestimmten Zeiten isst (zum Beispiel durch zeitlich beschränkte Nahrungsaufnahme, ZBN) oder dass es eine längere Periode von einem bis zu fünf Tagen gibt, während der man nichts isst. Zu den positiven Effekten kurzfristigen Fastens wie ZBN gehören …
eine reduzierte Immunoseneszenz (das Altern des Immunsystems),
eine Verringerung der weißen Blutkörperchen (Lymphozyten, darunter natürliche Killerzellen und Neutrophilen),
eine Reduzierung von Entzündungen und pro-inflammatorischen Markern,
der Schutz gegen und die Heilung von Krankheiten, die auf Entzündungen zurückgehen, wie Alzheimer, Diabetes, Arteriosklerose und Fettleibigkeit,
ein niedrigerer Cortisolspiegel in der Nacht,
eine verbesserte Sensitivität gegen Insulin,
ein niedrigerer Spiegel von Low-density Lipoproteinen (LDL, die Cholesterol von der Leber ins Körpergewebe transportieren),
die Unterstützung von Heilungsvorgängen der Darmschleimwand,
ein langsameres Fortschreiten von Diabetes und Fettleibigkeit,
ein schnellerer Gewichtsverlust,
es hilft, metabolische und neurologische Krankheiten zu verhindern,
eine verbesserte Effektivität von Krebsbehandlungen.
Auch wenn die Forschung noch nicht ermittelt hat, was der effektivste Zeitrahmen ist, um kurzfristiges Intervallfasten zu praktizieren, scheint ein Nahrungsfenster von etwa acht bis zehn Stunden die beste Balance zwischen Umsetzbarkeit und Nutzen zu bringen. Weniger als sechs Stunden erbringen weniger eindeutige Resultate, und mehr als zehn scheinen eine bedeutende Reduktion der positiven Effekte zu bedeuten.
Längere Fastenperioden ohne feste Nahrung (zum Beispiel Fasten nur mit Wasser), die einen oder mehrere Tage andauern, haben ihren eigenen Nutzen für das Immunsystem.
Gemäß Valter Longo – eine der weltweit führenden Autoritäten, was das Fasten angeht – können wir mit Fastenperioden zwischen 38 bis 72 Stunden den Glykogenvorrat (Glukose) der Leber erschöpfen, sodass wir unsere Energie aus dem Körperfett beziehen müssen. Das ist der Zustand der Ketose, in der der Körper alte Immunzellen als Energiequelle aufzehrt. Im Ergebnis sinkt die Menge der Immunzellen, aber sie werden später, wenn wir wieder essen, durch frische, neue Zellen ersetzt. Während Fastenperioden von zwei bis vier Tagen wird das Proteinkinase-A-Gen, welches den Metabolismus von Kohlenhydraten und Fett in der Zelle steuert, abgeschaltet, was die Stammzellen dazu veranlasst, neue Immunzellen zu produzieren. Laut den Forschungen von Dr. Longo besteht der kumulierte Effekt von wiederholten, längeren Fastenperioden (zwei bis vier Tage) darin, dass das gesamte Immunsystem ausgetauscht wird.
Um von längerem Fasten zu profitieren, müssen wir mindestens drei und vorzugsweise vier bis fünf Tage ohne Nahrung fasten, um einen optimalen Effekt zu erzielen. Wenn Sie Gesundheitsprobleme haben oder krank sind, sollten Sie den Rat Ihres Arztes einholen, bevor Sie fasten. Einige Experten empfehlen, dass längeres Fasten (mehr als 48 Stunden) nur in einer kontrollierten Umgebung stattfinden sollte, wo verschiedene Gesundheitsfaktoren überwacht werden können.
HACK 020
PRAKTIZIEREN SIE TAI-CHI
Eine sehr gute körperliche Betätigung, um das Immunsystem zu boosten, ist Tai-Chi. Man konnte nachweisen, dass Tai-Chi die Funktion vieler Organe und Körpersysteme verbessert, die die Funktion des Immunsystems beeinflussen sowie das Immunsystem selbst. Es fördert die Verdauung und das lymphatische System (das bestimmte Arten von Immunzellen transportiert und bei der Ausscheidung von Abfallstoffen hilft), verbessert die Blutzirkulation und den Schlaf und reduziert nachweislich Depressionen.
In einer Studie der UCLA besuchten ältere Teilnehmer dreimal pro Woche für 16 Wochen einen Tai-Chi-Kurs und erhielten eine Impfung gegen das humane Herpesvirus. Verglichen mit der Kontrollgruppe zeigten sie eine doppelt so starke Immunreaktion durch die Impfung.
Eine weitere Studie durch die National Natural Science Foundation in China untersuchte, wie Tai-Chi das Immunsystem von Überlebenden von Lungenkrebs beeinflusst, die sich als Teil ihrer Behandlung einer Operation unterziehen lassen mussten. Während die Kontrollgruppe eine signifikante Reduktion an Immunzellenfunktion hatte und eine Zunahme an Stresshormonen während der Erholungsphase (die normale Reaktion auf eine solche Behandlung), bewahrten diejenigen, die am Tai-Chi-Kurs teilnahmen, ihre Immunfunktion und erlebten keine vermehrte Ausschüttung an Stresshormonen.
Es konnte also bewiesen werden, dass Tai-Chi Menschen mit einer das Immunsystem beeinträchtigenden Krankheit wie Asthma, Fibromyalgie, HIV oder rheumatischer Arthritis helfen kann – was alles darauf hindeutet, dass Tai-Chi effektiv das Immunsystem regulieren kann.
Suchen Sie weitere Informationen über Tai-Chi sowie massenweise einfach nachzuvollziehende Anleitungen im Internet oder belegen Sie einen Kurs in Ihrer Nähe.
HACK 021
ACHTEN SIE AUF DIE GARTEMPERATUR
Wenn Sie Essen, insbesondere solches, das reich an Fetten und Protein ist, bei hohen Temperaturen – oder für lange Zeit – kochen, können Sie damit Ihre Immungesundheit beeinträchtigen. Das liegt daran, dass dadurch fortgeschrittene Glykationsendprodukte (AGEs) produziert werden. Das trifft vor allem auf Nahrungsmittel mit vielen tierischen Fetten und Proteinen zu und ist weniger ein Problem bei kohlenhydratreichen oder pflanzlichen Lebensmitteln.
Von AGEs weiß man auch, dass sie oxidativen Stress und Entzündungen im Körper hervorrufen können, die wiederum viele der Komplikationen auslösen, die mit Diabetes (einem Zustand der chronischen Hyperglykämie, der ebenfalls AGEs verursacht) in Zusammenhang stehen. Außerdem setzen sie Diabetiker signifikant erhöhten Risiken der meisten degenerativen Krankheiten aus, die man heute sieht (Herzkrankheiten, Krebs und so weiter).
Entzündungen werden von entzündungsfördernden Immunzellen bei ihrem Versuch ausgelöst, den Körper vor Schaden zu schützen. Diese Zellen werden aufgrund der Schäden an den Zellen durch die AGEs auf den Plan gerufen. Das Immunsystem, das nun damit beschäftigt ist, auf die AGEs zu reagieren, ist weniger dafür gewappnet, auf eine potenzielle Infektion zu reagieren.
Studien zeigen, dass Kochmethoden, die höhere Temperaturen verwenden, wie Frittieren, Grillen und Rösten, bedeutend mehr AGEs produzieren verglichen mit Kochen, Pochieren, Schmoren und Dämpfen. Und wenn man Zubereitungsmethoden mit niedrigeren Temperaturen wählt, reduziert dies nicht nur AGEs, sondern erhöht außerdem den Nährwert der aufgenommenen Nahrung.
Abgesehen davon, Kochen mit hohen Temperaturen zu vermeiden, kann man die Aufnahme von AGEs auch reduzieren, indem man weniger gehärtete Fette, fettiges Fleisch und stark verarbeitete Lebensmittel nutzt. Sie reduzieren die Bildung von AGEs zudem, wenn Sie Fleisch garen, indem Sie es in Essig oder Zitronensaft marinieren. Köstlich und gesund für Sie!
HACK 022
LACHEN SIE
Das ist einer der einfachsten und erfreulichsten Hacks für Ihr Immunsystem: Lachen Sie mehr! Es gibt viele Gründe, wieso Lachen das Immunsystem stärkt. Es …
betätigt Muskeln in Ihrem Gesicht, die mit den Emotionszentren im Gehirn verbunden sind und den Ausstoß von Endorphinen fördern, die dafür bekannt sind, die Aktivität von Immunzellen zu stärken,
steigert den Serotonin- und Dopaminspiegel, was hilft, das Immunsystem zu regulieren,
erhöht die Anzahl der T-Zellen, natürlichen Killerzellen und Antikörper, die wichtige Immunzellen sind und Sie vor Bakterien, Viren und Krebs schützen,
reduziert Stress, der bekannterweise das Immunsystem schwächt.
Interessanterweise kann sogar künstliches Lachen viele der gleichen nützlichen Wirkungen zeitigen wie echtes. Tun Sie also, was Sie können, um mehr zu lachen: Sehen Sie Komödien an, lesen und betrachten Sie lustige Beiträge und Videos in den sozialen Medien, verbringen Sie mehr Zeit mit Ihren lustigen Freunden und Familienangehörigen, entwickeln Sie eine spielerischere Einstellung zum Leben oder probieren Sie Hasya-Yoga (Lach-Yoga).
HACK 023
SEIEN SIE KEIN WARMDUSCHER
Eine einfache Methode, Ihr Immunsystem zu stärken, besteht darin, jeden Tag eine kalte Dusche zu nehmen. Das mag überraschend klingen, denn wie viele haben Sie vielleicht auch als Kind gehört (oder sogar als Erwachsener), dass es das Krankheitsrisiko erhöht, sich der Kälte auszusetzen. Aber dafür gibt es keine wissenschaftliche Basis.
Ganz im Gegenteil gibt es mehrere Gründe, die dafür sprechen, dass es die Funktion des Immunsystems verbessern kann, sich der Kälte auszusetzen. Zahlreiche Studien haben gezeigt, dass sich der Kälte auszusetzen …
entzündungssteigernde Reaktionen des Immunsystems hemmt und entzündungshemmende steigert – besonders nützlich für diejenigen, die an Autoimmunerkrankungen leiden und unter entzündlichen Krankheiten, die das Immunsystem beeinträchtigen,
das körpereigene antioxidative System stärkt,
die Zahl der weißen Blutkörperchen erhöht mithilfe einer Steigerung des Metabolismus,
die Autophagie steigert – ein wichtiger Recyclingprozess, bei dem der Körper alte, überflüssige oder defekte Zellen abbaut und sie durch neue, gesunde Zellen (inklusive Immunzellen) ersetzt.
Selbst eine 30 Sekunden lange kalte Dusche kann die Zahl der Krankentage vermindern. Den Körper regelmäßig der Kälte auszusetzen, entweder für lange Zeitspannen einer vergleichsweise milden Temperatur (Forschungen legen nahe, dass 15 Grad Celsius effektiv sind) oder für kurze Zeitspannen einer viel niedrigeren Temperatur (zum Beispiel für zwei Minuten die Dusche so kalt drehen, wie Sie es aushalten), wirkt sich positiv auf die Immungesundheit aus, besonders, wenn es darum geht, chronische Entzündungen zu reduzieren. Ein zusätzlicher Bonus ist laut der Forschung, dass es durch Stimulation des Metabolismus einen Gewichtsverlust fördern kann, wenn man sich der Kälte aussetzt.
HACK 024
UMWELTBEWUSSTSEIN ENTWICKELN
Ihre Immungesundheit und die Gesundheit der Erde sind zutiefst verbunden. In fast jeder Situation ist das Gesündeste für den Planeten zufälligerweise auch das Gesündeste für Ihr Immunsystem. Im Folgenden neun Gründe, wieso:
1.Weniger giftige Umweltverschmutzung: Die Nutzung von Produkten und Lebensmitteln zu verringern, die einen hohen Gehalt an chemischen Toxinen und Schwermetallen aufweisen, trägt dazu bei, die Vergiftung des Bodens, der Meere und der Luft zu verringern, die dem Planeten, den Tieren, Fischen und der Vogelpopulation schadet. Viele Umweltgifte sind auch toxisch für Ihren Körper und die Immungesundheit.
2.Weniger Schwermetalle und entzündungsförderndes Fleisch: Den Fleisch- und Fischkonsum zu reduzieren, verbessert Ihre Immungesundheit, denn es reduziert die Schäden durch Schwermetalle (etwa in vielen Fischen) und reduziert die entzündlichen Wirkungen, die von exzessivem Fleischverzehr verursacht werden. Es wird auch dem Ökosystem der Erde zu einer gesünderen Balance verhelfen.
3.Höherer Nährstoffgehalt: Mehr Bio-Lebensmittel und/oder weniger industriell und kommerziell gewonnene Pflanzen-, Tier- oder Bienenprodukte zu konsumieren, kann nicht nur das Ausmaß, in dem Sie sich schädlichen Toxinen aussetzen, signifikant verringern, sondern auch den Nährstoffgehalt der Nahrung erhöhen, was Ihre Immungesundheit beträchtlich verbessert. Damit tragen Sie außerdem dazu bei, die Nachfrage nach solchen Produkten zu mindern und den Lebensstandard im Tier- und Pflanzenreich erhöhen.
4.Reduzierte Nutzung von Chemikalien, Verpackung und Energieressourcen: Sich von organischen Produkten zu ernähren und verarbeitete Nahrung weitestgehend zu vermeiden, reduziert die Nutzung von Chemikalien in der Nahrung, Energieressourcen und Lebensmittelverpackungen, die für die Erde giftig sind und Ressourcen verschwenden, während gleichzeitig Ihre Immungesundheit unterstützt wird.
5.Ein reduzierter CO2-Fußabdruck: Regionale Produkte sind meist frischer und nahrhafter, was gleichzeitig den CO2-Fußabdruck reduziert, indem es Transportwege verringert. Diese Nahrungsmittel in anderen Ländern herstellen zu lassen, ist besonders verschwenderisch, wenn sie auch in Ihrem Heimatland wachsen.
6.Weniger fossile Energieträger: Indem Sie sich mehr bewegen, mehr laufen und Rad fahren, werden Sie weniger motorisierte Verkehrsmittel nutzen, was Ihre Immungesundheit stärkt, während Sie gleichzeitig weniger fossile Brennstoffe verbrauchen.
7.Eine engere Verbindung zur Erde: Wenn man häufiger rausgeht und sich mit der Natur verbindet, hat das viele positive Effekte für die Gesundheit und das Immunsystem, man schätzt die Natur mehr und verbringt weniger Zeit drinnen, wo man Elektrizität für Fernseher, PC et cetera nutzt.
8.Weniger Lichtverschmutzung: Weniger Licht in der Nacht zu benutzen, ist sowohl für Sie als auch für die Erde gut. Lichtverschmutzung (besonders blaues Licht) bringt den circadianen Rhythmus von Wildtieren, Pflanzen, Vögeln und Insekten durcheinander, was ihr Wachstum und ihre Entwicklung hemmt. Es schadet auch Ihrer Gesundheit und Ihrem Immunsystem, Ihrem Schlaf und der Gesundheit Ihres eigenen circadianen Rhythmus.
9.Weniger Antibiotika: Indem man die Nutzung von Antibiotika bei Mensch und Tier verringert, kann man auch die Entwicklung mutierter Bakterien vermeiden, die großen Schaden bei Menschen und Tieren anrichten können. Außerdem bewirkt es eine verbesserte, gesündere Balance an Bakterien in Ihrem Körper.
Indem man im Hier und Jetzt eine bessere Entscheidung trifft, kann man die eigene Immungesundheit und die Gesundheit des Planeten, des Pflanzen- und Tierreichs jetzt und künftig bewahren.
HACK 025
SCHLIESSEN SIE DEN MUND
Sind Sie ein „Überatmer“? Zu viel zu atmen ist eine verbreitete, aber wenig bekannte Folge der heutigen schnelllebigen Gesellschaft, die Menschen chronischem Stress aussetzt. Das passiert, wenn Sie mehr Luft einatmen, als Sie physisch benötigen. Das mag sich harmlos anhören, aber es kann enorme Konsequenzen auf den Metabolismus – besonders bezüglich der Ausscheidung metabolischer Abfallstoffe – haben.
Die hauptsächliche physische Ursache von Überatmung ist das Atmen durch den Mund. Der Grund dafür, dass durch den Mund zu atmen ein solch großes Problem darstellt, liegt darin, dass man dabei zu viel Kohlenstoffdioxid ausstößt. Das mag sich wie eine gute Sache anhören, da viele von uns in der Schule gelernt haben, dass Kohlenstoffdioxid nur ein metabolisches Abfallprodukt ist, aber es hat eine noch viel größere Bedeutung. Kohlenstoffdioxid wird benötigt, damit Sauerstoff aus dem Blut in die Zellen transportiert werden kann, wo er gebraucht wird, außerdem, um die Blutgefäße zu weiten, die Luftwege zu öffnen und den pH-Wert des Blutes auszubalancieren. Wenn Sie zu viel atmen und den Kohlenstoffdioxidspiegel absenken, steigt Ihr Blutdruck, den Zellen fehlt wertvoller Sauerstoff und Ihr Blut wird alkalischer.
Längere Überatmung kann zu Angstzuständen, Schlaflosigkeit (besonders Müdigkeit beim Laufen), Asthma, Allergien, Übergewicht und Erschöpfung führen. Viele dieser unmittelbaren und anhaltenden Auswirkungen werden die Funktion Ihres Immunsystem beeinträchtigen.
Daher wird es Ihre Immungesundheit auf vielerlei Weise verbessern, wenn Sie Überatmung vermeiden. Eine einfache Methode, das zu erreichen, besteht darin, den Mund bewusst geschlossen zu halten außer beim Essen, Trinken oder Reden.
HACK 026
MEHR MAGENSÄURE
Magensäure, die von den Parietalzellen des Magens gebildet wird, ist ein wichtiger Bestandteil der Immunabwehr. Das scheint sinnvoll angesichts der Tatsache, dass der Haupteintrittspunkt in den Körper der Magen ist. Alle Pathogene, die wir über die Nahrung aufnehmen, müssen erst durch den Magen und sich mit einem pH-Wert von 1 bis 2 anfreunden, der von der Magensäure erzeugt wird. Diese hochsauere Umgebung tötet die Mehrzahl der Pathogene. Magensäure hilft ebenso bei der Verdauung und Absorption von Proteinen und Mineralien.
Schädliche Mikroorganismen kommen nicht nur durch den Konsum von Nahrung und Getränken in den Magen, sondern auch über Mund und Nase. Diese schützen den Atemtrakt vor Infektionen, indem sie Eindringlinge in Speichel und Schleim kleiden und zur Vernichtung in den Magen schicken.
Dieser Prozess wird negativ beeinflusst, wenn die Produktion von Magensäure vermindert wird (Hypochlorhydrie) oder der pH-Wert unter 3 fällt. Stress mindert die Produktion von Magensäure genauso wie schlechte Ernährung (und der Konsum von Alkohol), Proteinmangel, verarbeitete Nahrung und Zinkmangel. Einige Medikamente, Antazida, eine Infektion mit Helicobacter pylori, alkalisches Wasser und das Altern können ebenfalls Probleme verursachen. Symptome von Hypochlorhydrie sind unter anderem: Säurereflux (Sodbrennen), Blähungen, Aufstoßen, Völlegefühle, Lebensmittelallergien/-unverträglichkeiten, Durchfall und Verstopfung.
Vielen Menschen mangelt es unwissentlich an ausreichend Magensäure aufgrund von Stress oder schlechter Ernährung. Wenn Sie vermuten, dass Ihr Magensäurespiegel zu niedrig sein könnte, sollten Sie die beschriebenen Hauptursachen in Erwägung ziehen und sich außerdem von Gesundheitsexperten beraten lassen.
HACK 027
PROBIEREN SIE AKUPUNKTUR ODER AKUPRESSUR
Die Akupunktur, ein Teil der Traditionellen chinesischen Medizin (TCM), funktioniert, indem sie Blockaden auf den Pfaden der Körperenergie – auch „Meridiane“ genannt – aufhebt. Jeder Energiemeridian hängt mit einem bestimmten System des Körpers zusammen, Organen, Drüsen, Gelenken, Muskeln und anderen Arten von Körpergewebe. Es gibt ein Netzwerk dieser Meridiane, das durch den Körper verläuft und das man sich ähnlich wie das Adersystem vorstellen kann. Die Meridiane transportieren das „Qi“ (die Lebensenergieform, die das Leben erschafft). Gemäß der TCM-Lehre führt die Störung dieses Qi-Flusses zu schlechter Gesundheit und Krankheiten.
Akupunkteure stechen an Schlüsselpunkten auf diesen Energiepfaden, den sogenannten Akupunkturpunkten, spezielle Nadeln in die Haut, um den Energiefluss durch diese Pfade wiederherzustellen. Akupressur funktioniert auf die gleiche Weise, nur arbeitet sie mit Druck statt mit Nadeln.
Auch wenn die moderne Wissenschaft noch nicht erklären kann, wie Akupunktur oder Akupressur funktionieren, haben zahlreiche Studien gezeigt, dass beide dem Immunsystem nützen können. Studien zeigen, dass …
Akupunktur und Akupressur verschiedene Arten von entzündungsfördernden Immunbotenstoffen (Zytokine) und Immunzellen modulieren können,
Akupunktur krankhafte Zustände exzessiver Immunaktivierung und Immununterdrückung verbessern kann,
Akupunktur und Akupressur Allergien und Autoimmunerkrankungen wie Heuschnupfen, Asthma, Ekzeme oder rheumatische Arthritis lindern können,
Akupunktur krankhafte Zustände in Zusammenhang mit Entzündungsvorgängen wie Reizmagen und Colitis ulcerosa lindern kann.
Weil Akupunktur und Akupressur auf bestimmte Meridiane abzielen, die mit bestimmten Organen und Drüsen zusammenhängen, haben sie einen Vorteil gegenüber Kräutern und Medizin, die eine breitere Wirkung haben (und ungewollte Nebenwirkungen auslösen können). Ein gutes Beispiel effektiver Akupressur ist das Qu-Chi-Heuschnupfenband, ein einfaches Band, das man um den Arm trägt und das Druck auf den Qu-Chi-Akupressurpunkt ausübt (LI11) entlang des Energiemeridians des Dickdarms, der das Gesicht, den Kopf, die Nase und den Hals verbindet. Druck auf diesen Punkt auszuüben, reduziert oder eliminiert normalerweise Heuschnupfensymptome. Man kann Akupressur zu Hause oder unterwegs anwenden oder einen professionellen Akupressur- oder Akupunkturanwender aufsuchen.
HACK 028
SCHÜTTEN SIE DIE MUNDSPÜLUNG WEG
Ihnen mag bewusst sein, dass es in Ihrem Magen ein ganzes Ökosystem an Mikroorganismen gibt, aber wussten Sie, dass ein solches Ökosystem auch in Ihrem Mund existiert (das Mund-Mikrobiom)? Dieses Ökosystem enthält über 500 verschiedene Arten von Bakterien und auch Pilze, Viren und Protozoen. Diese Mikroorganismen spielen eine wichtige Rolle, wenn es darum geht, die Gesundheit von Zahnfleisch und Zähnen zu erhalten, und hilft bei der ersten Zersetzung der Nahrung. Außerdem unterstützt es Ihr Immunsystem dabei, potenzielle Eindringlinge zu bekämpfen.
Die alte Idee, dass wir uns vor allen Mikroorganismen schützen müssen, hat gewisse Angewohnheiten und Praktiken hervorgebracht, die Ihrer Gesundheit schaden, besonders der Immungesundheit. Darunter ist auch die beliebte Mundspülung. Die Werbung will Sie glauben machen, dass sie ein wichtiger Bestandteil der Mundhygiene ist. Aber darin liegt ein Problem: die Inhaltsstoffe, die aus vielerlei Gründen schädlich sein können.
Mundspülung enthält Zutaten wie Alkohol und Stickoxid, die viele Formen von Mikroorganismen abtöten, darunter auch nützliche. Sie enthält außerdem Zutaten wie Natriumlaurylsulfat, das eine Entzündung (eine Immunreaktion) verursachen kann und Geschwüre im Mund. Das sind alles keine guten Neuigkeiten für Ihr Immunsystem.
Wenn Sie Mundspülung benutzen, um Mundgeruch zu bekämpfen oder sich gegen Mundinfektionen zu schützen, so sind die wahren Probleme nicht die Mikroben: Es ist Ihr beeinträchtigtes Immunsystem und eine ungesunde Balance des Mund-Mikrobioms. Diese Probleme sollten angegangen werden. Die Mundspülung ist Teil des Problems, nicht der Lösung. Aber wenn Sie nicht darauf verzichten wollen, sollten Sie eine verwenden, die nicht die oben aufgeführten schädlichen Bestandteile enthält.
HACK 029
UMDENKEN BEI ANTIBIOTIKA
Auch wenn Antibiotika ein Instrument sind, um potenziell schädliche und lebensbedrohliche Bakterien zu bekämpfen, haben sie auch zu massiven Problemen geführt.
Antibiotika können alle Arten von Bakterien in Ihrem Körper töten, sowohl schädliche als auch nützliche Arten, die eine wichtige Rolle für Ihre Immungesundheit spielen. Aus diesem Grund empfehlen viele Gesundheitsexperten, in den Wochen nach einer Antibiotikabehandlung ein hoch dosiertes probiotisches Nahrungsergänzungsmittel zu nehmen. Das hilft, reicht aber nicht aus. Besondere Aufmerksamkeit sollte auch auf den Lebensstil und die Ernährungsgewohnheiten gelegt werden, die ein gesundes Mikrobiom unterstützen.
Ein weiteres bedeutendes Problem, wenn man sich zu sehr auf Antibiotika verlässt, besteht darin, dass Mikroorganismen wie alle Lebensformen leben wollen – und sie passen sich an, um zu überleben. Sie entwickeln sich unglaublich schnell und potenziell in aggressivere oder noch lebensbedrohlichere Formen. Deswegen kann die Grippeimpfung, die entwickelt wird, um das Grippevirus des vorhergehenden Jahres zu bekämpfen, oft nur begrenzte Wirkung gegen das Grippevirus des aktuellen Jahres entfalten. Wir befinden uns stets in einem Wettrennen gegen die sich entwickelnden Mikroorganismen.
Auch wenn Menschen kurzfristig von Antibiotika profitieren, schafft man damit eine tickende Zeitbombe. Wir sehen bereits die ersten Anzeichen einer steigenden Zahl antibiotikaresistenter Bakterien (zum Beispiel MRSA). Leider werden Antibiotika immer noch in unverantwortlich hoher Zahl verschrieben. Das heißt nicht, dass Sie nie Antibiotika verwenden sollten, aber es ist weise, sie nur zu verwenden, wenn es absolut unerlässlich ist. Ihre persönliche Nutzung von Antibiotika zu verringern, wird Ihr Immunsystem heute und in der Zukunft verbessern, indem es Ihnen hilft, die gesunde Balance der Mikrobiome in Ihrem Körper zu erhalten und gleichzeitig die Entwicklung von weiterentwickelten, aggressiveren Bakterienstämmen zu verhindern.
HACK 030
BRINGEN SIE RUHE REIN
Ihr Nervensystem und Ihr Immunsystem sind eng verbunden und beeinflussen sich gegenseitig auf verschiedene Weisen – in beide Richtungen.
Der Bereich Ihres Nervensystems, der Körperprozesse regelt, wie den Herzschlag, Schweißdrüsen und das Immunsystem, ist das autonome Nervensystem. Dieses kann weiter in zwei Bereiche aufgeteilt werden, das sympathische Nervensystem (SNS) und das parasympathische Nervensystem (PNS). Das SNS hat einen stimulierenden Effekt auf den Körper – die Kampf-oder-Flucht-Reaktion –, während das PNS einen beruhigenden Effekt hat und für alle Dinge verantwortlich ist, die mit Ruhe und Erholung zu tun haben.
Beide Systeme können das Immunsystem beeinflussen und werden davon beeinflusst. Meistens ist die Aktivierung des SNS wichtig während der ersten entzündlichen (Notfall-)Immunreaktion, während das PNS zu allen anderen Zeiten wichtig für das Funktionieren des Immunsystems ist. Abgesehen von einem Notfall (Infektion oder Verletzung) sollten Sie anstreben, dass das PNS die meiste Zeit aktiv ist. Aufgrund des Stresses in unserem Alltagsleben verbringen die meisten Menschen den Großteil ihrer Zeit jedoch in einem SNS-Zustand. Das hemmt die PNS-Aktivität, denn man kann nicht in beiden Zuständen gleichzeitig sein. Solange Ihr Körper über längere Zeit mit einer SNS-Reaktion beschäftigt ist, ist Ihr Immunsystem beeinträchtigt.
Ihr PNS zu aktivieren, sollte daher Priorität haben. Das PNS wird durch die Stimulierung des Vagusnervs aktiviert, der das PNS beinhaltet. Es gibt viele Methoden, das zu erreichen, aber eine besonders einfache besteht darin, langsame, tiefe Atemzüge durch die Nase zu machen und übertrieben durch den Mund oder die Nase wieder auszuatmen, und das für ein paar Minuten am Tag.
HACK 031
PRAKTIZIEREN SIE DIE WIM-HOF-METHODE
Wim Hof, auch als der „Eismann“ bekannt, ist ein holländischer Extremathlet, der viele Weltrekorde hält im Zusammenhang mit extremer Kälte und Luftanhalten. Durch die Entwicklung seiner Methoden hat er eine Menge erreicht, wenn es darum geht, die enormen Wirkungen aufzuzeigen, die Kälte und Atmung auf die Verbesserung der menschlichen Gesundheit haben können.
Die Wim-Hof-Methode nutzt eine Kombination aus Kälte, Atmung, Yoga und Meditation, und es konnte gezeigt werden, dass sie Symptome von Krankheiten wie rheumatischer Arthritis, Multipler Sklerose, Parkinson, Asthma, Sarkoidose, Vaskulitis und verschiedene Autoimmunerkrankungen lindern kann – alles Krankheiten, die mit der Funktion des Immunsystems in Verbindung stehen.
Einige der wichtigsten Effekte der Wim-Hof-Methode in Verbindung mit der Gesundheit des Immunsystems sind:
Stressreduktion,
verbesserter Schlaf,
gekräftigte Mitochondrien,
eine verringerte Entzündungsreaktion des Immunsystems, wovon Menschen profitieren, die an chronisch entzündlichen Krankheiten wie Autoimmunerkrankungen leiden.
Sie können mehr über die Wim-Hof-Methode lernen und sich Videomaterial und kostenlose Mini-Kurse auf www.wimhofmethod.com ansehen. Reden Sie mit Ihrem Arzt, bevor Sie die Wim-Hof-Methode praktizieren, denn bei manchen Menschen ist sie riskant.
HACK 032
KONTROLLIEREN SIE IHR KÖRPERFETT
Es gibt überwältigende Belege für einen Zusammenhang zwischen Körperfett und Fettleibigkeit und einem geschwächten Immunsystem. Eine Review aus dem Jahr 2016 kam zum Schluss, dass Fettleibigkeit zu einer verringerten Funktion vieler verschiedener Immunzellen und von Immungewebe führt. Diese Review beinhaltete auch eine Erörterung darüber, dass fettleibige Kinder häufiger Allergien haben und übergewichtige Individuen eine geringere Immunreaktion auf Impfstoffe wie die Grippeimpfung zeigen.
Eine der Haupterklärungen dafür ist die leichte chronische Entzündung, die man bei übergewichtigen Menschen sieht. Es wurde nachgewiesen, dass Fettzellen Immunproteine freisetzen (chemische Botenstoffe), sogenannte Zytokine. Diese entzündungsfördernden Zytokine aktivieren eine Entzündungsreaktion innerhalb des Immunsystems. Das ist problematisch, denn wenn das Immunsystem begrenzte Ressourcen einsetzt, um auf diese entzündungsfördernden Botenstoffe zu reagieren, kann es weniger auf anderen Bedarf reagieren, wenn beispielsweise eine Infektion entsteht. Das bietet einem Pathogen bessere Möglichkeiten, sich auszubreiten. Die Entzündungsreaktion, die von Fettzellen ausgelöst wird, erklärt auch, wieso fettleibige Individuen ein höheres Risiko haben, degenerative Erkrankungen wie Herzkrankheiten, Krebs oder Diabetes zu entwickeln.
Man konnte außerdem nachweisen, dass Fettleibigkeit die Immunoseneszenz erhöht. Immunoseneszenz ist die Degeneration des Immunsystems im Lauf der Zeit. Alter ist der wichtigste Faktor bei der Immunoseneszenz, aber man weiß, dass Fettleibigkeit sie ebenfalls erhöht. Einige Experten haben sogar behauptet, dass ein fettleibiger 30-Jähriger Immunzellen hat, die denen eines schlanken 80-Jährigen ähneln. Das erklärt, wieso fettleibige Menschen typischerweise schneller krank werden, schwerwiegendere Symptome haben und länger krank bleiben.
Körperfett zu reduzieren, ist eine der wichtigsten Methoden, mit der Sie die Gesundheit Ihres Immunsystems verbessern können! Natürlich ist es wichtig, zuerst zu prüfen, welchen Körperfettanteil Sie haben, um zu sehen, ob es eine gute Option für Sie ist. Es wird häufig auf den BMI oder das Körpergewicht abgestellt, um die physische Gesundheit zu beurteilen, aber diese Kennzahlen haben sich als unzuverlässig erwiesen, wenn es darum geht, die kardiovaskulären und metabolischen Krankheitsindikatoren zu bestimmen, denn es werden nicht die viszeralen (im Bauch befindlichen) Fettmengen berücksichtigt, die stark damit zusammenhängen. Forschungsergebnisse, die 2017 veröffentlicht wurden, zeigten, dass Körperfettanteil und das Verhältnis von Bauchumfang zu Körpergröße weit genauere Prädiktoren sind. Ein gesunder Körperfettanteil beträgt bei Männern 8 bis 19 Prozent und bei Frauen 21 bis 30 Prozent, während ein Verhältnis von Bauchumfang zu Höhe (der Bauchumfang in Zentimetern geteilt durch Ihre Größe in Zentimetern) unter 0,5 ein geringes Risiko anzeigt.
Sie können Ihr Körperfett mit einer Caliper-Zange messen, mit Bioimpedanz-Spektroskopie oder Körperfettwaagen (bioelektrische Impedanzanalyse), auch wenn die Genauigkeit schwanken kann. Einfache Dinge, die Sie sofort tun können, um Körperfett zu verlieren, sind: Vollwertkost, den Verzehr von raffinierten Kohlehydraten reduzieren, Sport und sich mehr bewegen, Stress reduzieren sowie den Schlaf und den circadianen Rhythmus verbessern.
HACK 033
REDUZIEREN SIE ENTZÜNDUNGEN
Entzündungen haben eine Verbindung zu fast jeder degenerativen Erkrankung; wann immer Sie eine Entzündung haben, ist das Immunsystem daran beteiligt. Wenn Zellen durch eine Verletzung, ein Trauma oder eine Infektion verletzt werden, werden Immunbotenstoffe freigesetzt. Diese Botenstoffe rufen die Immunzellen auf den Plan (Leukozyten), um den Körper zu schützen. Das ist eine entzündliche Reaktion.
Degenerative Erkrankungen, die zu chronischer Entzündung führen, sind unter anderem: Fettleibigkeit, metabolisches Syndrom, Diabetes, Bluthochdruck, Hypercholesterinämie, Krebs, Herzkrankheiten, Alzheimer, Depression, Autoimmunerkrankungen und mehr. Wenn Sie an irgendeiner dieser Krankheiten leiden, dann ist Ihr Immunsystem zum Teil beeinträchtigt. Wenn das Immunsystem ständig auf den Plan gerufen wird – wie bei einer chronischen Entzündung –, sind weniger Ressourcen verfügbar, um andere Bedrohungen zu bekämpfen, und Sie werden vermutlich eine geschwächte und/oder verzögerte Reaktion haben. Das bietet jeder eindringenden Mikrobe oder einer Krebszelle eine größere Chance, Schaden anzurichten, als es anderweitig der Fall wäre. Das bedeutet außerdem, dass das Immunsystem wenig Möglichkeiten hat, Gewebe wiederaufzubauen, sich zu erholen und Reparaturen vorzunehmen, was zu übersteigerter Aktivität und Degeneration führt.
Den Körper dabei zu unterstützen, Entzündungen zu regulieren – und noch besser, die Ursachen der Entzündung zu bekämpfen –, wird Ihre Immungesundheit enorm verbessern und Ihr Krankheitsrisiko senken. Entzündungen haben viele Ursachen, unter anderem chronischer Stress; der Verzehr verarbeiteter Nahrung, Zucker und ungesunder Fette; chemische Giftstoffe; Schlafmangel; Alkohol; Rauchen oder ein ständiger Einfluss elektromagnetischer Felder (EMF). Eine Vollwertkost reich an Pflanzennahrung, guter Schlaf, ein verbesserter emotionaler Zustand und sich weniger EMFs auszusetzen sind einige einfache Verbesserungen, die Sie vornehmen können, um das Ausmaß an Entzündungen in Ihrem Körper zu reduzieren.
HACK 034
MACHEN SIE EINEN WALDSPAZIERGANG
Sich in der Natur aufzuhalten, hat viele positive Wirkungen auf das Immunsystem. Einige davon, die sich einstellen, wenn man regelmäßig rausgeht, sind: Stressreduktion, verbesserte mentale Gesundheit, eine Aktivierung des parasympathischen Nervensystems (dem Teil des Nervensystems, der Körperfunktionen aktiviert, die mit Erholung und Regeneration zu tun haben) und eine Reduktion von Fettleibigkeit und Diabetes. Das alles hat positive Effekte auf die Immungesundheit.
In Japan konnte man nachweisen, dass die Tradition des Shinrin-yoku, was sich mit „Waldbaden“ übersetzen lässt, die Funktion des Immunsystems stärkt. Dieser Brauch beinhaltet im Grunde nur, langsam und aufmerksam im Wald spazieren zu gehen, während man all die Dinge aufnimmt, die der Wald den Sinnen bietet, inklusive Gerüche, was man sieht, Geräusche, Geschmack und jegliche körperliche Empfindung,
Der japanische Wissenschaftler Dr. Qing Li und sein Team, die das Shinrin-Yoku untersucht haben, konnten zeigen, dass der Aufenthalt im Wald bestimmte Immunzellen vermehrt, die als natürliche Killerzellen bekannt sind. Die Killerzellen gehören zu den am schnellsten reagierenden Zellen des Immunsystems und töten Zellen, die mit Viren infiziert sind, und sie lokalisieren und töten Krebszellen. Dr. Li erklärt, dass in seiner Forschung die positiven Effekte der Natur auf das Immunsystem zum Teil mit einem essenziellen Öl namens Phytonzid zusammenhängt, das von Bäumen freigesetzt wird, um sie vor schädlichen Mikroben zu schützen.
Ein zweiter Grund für diese positiven Effekte sind die negativen Ionen, die sich in solchen Gebieten sammeln. Es ist bekannt, dass negative Ionen die Funktion des Immunsystems unterstützen, Stress reduzieren, den Schlaf verbessern und Mikroben abtöten. Sie können im Übermaß nach einem Gewitter gefunden werden oder an Orten wie am Strand oder bei Wasserfällen, überall, wo große Wassermengen in Bewegung sind.
HACK 035
BRINGEN SIE MEHR WÜRZE INS LEBEN
In östlichen Ländern wurden Kurkuma und der Inhaltsstoff Curcumin seit Tausenden Jahren wegen ihres gesundheitlichen Nutzens verwendet. Und die wissenschaftliche Gemeinde widmet sich dieser Tatsache zunehmend und hat bisher über 12.500 Studien dazu veröffentlicht. Die Wirkstoffe in Kurkuma, die die meisten der nützlichen Wirkungen verursachen, sind die Curcuminoide (Curcumin). Curcumin reguliert das Immunsystem und viele Arten von Immunzellen. Es senkt außerdem die Menge an entzündungsfördernden Zytokinen. Curcumin ist ein wirkungsvolles Antioxidans und stimuliert die Produktion von Glutathion, dem am häufigsten vorkommenden Antioxidans im Körper.
Darüber hinaus hat Curcumin stark entzündungshemmende Wirkung und blockiert unter anderem NF-KB, ein Protein, das entzündungsfördernde Gene aktiviert. Studien haben gezeigt, dass Curcumin viele Krankheiten bekämpft, die mit dem Immunsystem, Entzündungen, Neurodegeneration, dem Metabolismus und dem kardiovaskulären System zusammenhängen. Es kann sogar bei der Verhinderung und Heilung von Krebs eine Rolle spielen. Curcumin unterstützt auch die Entgiftung von Schwermetallen und chemischen Giftstoffen, die die Immunfunktion hemmen können.
Leider wird weder Kurkuma noch Curcumin leicht vom Verdauungstrakt absorbiert, denn über 90 Prozent wird wieder ausgeschieden. Um den vollen Nutzen daraus zu ziehen, werden Sie Curcumin in einer speziellen Form als Nahrungsergänzungsmittel aufnehmen müssen, das besser absorbiert wird, wie in Kombination mit Piperin (was die Absorption um 2.000 Prozent steigert) oder als liposomales Curcumin, Curcumin-Nanopartikel oder als Curcumin-Phospholipid-Komplex. Natürlich hat es immer noch positive Wirkung, wenn man Curcumin (oder Kurkuma) so einnimmt – nur in geringerem Umfang als durch Nahrungsergänzungsmittel. Wenn Sie es mit der Nahrung oder als Tee zu sich nehmen, fügen Sie schwarzen Pfeffer hinzu, der Piperin enthält, um die Absorption zu verbessern. Es kann die Aufnahme ebenfalls begünstigen, wenn Sie es mit Fett zusammen einnehmen, denn Curcumin ist fettlöslich.
Die Empfehlungen für eine Dosis variieren je nach Gesundheitszustand, also informieren Sie sich online, um die beste Dosis für Sie herauszufinden. Zur allgemeinen Förderung der Gesundheit werden 500 Milligramm empfohlen. Sie sollten mit Ihrem Arzt reden, bevor Sie es einnehmen, denn bei manchen Menschen kann es das Blut verdünnen oder zu Verdauungsstörungen führen.
HACK 036
VERBESSERN SIE IHREN TIEFSCHLAF
Die Wissenschaft bestätigt, was Sie vielleicht bereits intuitiv wissen: Je besser Sie schlafen, desto besser ist Ihre Immungesundheit. Und auch wenn Ihr Immunsystem 24 Stunden sieben Tage die Woche aktiv ist, zeigen Forschungen, dass es während des Schlafes besonders aktiv ist – zumindest bestimmte Komponenten davon.
Wie alle Zellen müssen die Immunzellen regelmäßig repariert oder ersetzt werden. Das geschieht durch den Prozess der Autophagie, bei dem alte, überflüssige oder defekte Zellen recycelt werden, um neue gesunde Zellen zu produzieren. Wenn dieser Prozess beeinträchtigt ist, wird Ihr Immunsystem degenerieren und ineffizienter arbeiten. Meistens findet Autophagie statt, wenn Sie schlafen, besonders während der Tiefschlafphase.
Die Qualität und die Tiefe Ihres Schlafs zu verbessern, ist daher extrem wichtig, sowohl für die optimale Funktion als auch die Regeneration Ihres Immunsystems. Wenn Sie sich bei Ihrem Schlaf leicht stören lassen oder aufwachen und sich unausgeruht fühlen, fehlt es Ihnen fast sicher am Tiefschlaf, der erholsamsten Phase des Schlafs. Das wird sowohl unmittelbar als auch langfristig Ihre Immungesundheit beeinträchtigen.
Probieren Sie diese drei einfachen Tipps aus, um Ihrem Tiefschlaf auf die Sprünge zu helfen:
1.Schalten Sie alle Lichter aus. Vermeiden Sie mindestens eine (besser zwei) Stunden vor dem Zubettgehen alle künstlichen Lichtquellen. Das trifft besonders auf Bildschirme und helle Innenbeleuchtung zu.
2.Schalten Sie vor dem Zubettgehen einen Gang herunter. Vermeiden Sie alles, was exzessiv stimulierend wirkt, sei es körperlich, mental oder emotional, und das ein bis zwei Stunden vor dem Zubettgehen. Konzentrieren Sie sich stattdessen auf Aktivitäten, die beruhigend und entspannend wirken, wie leichte Lektüre, eine heiße Badewanne, Meditation oder Tagebuch führen.
3.Drehen Sie die Heizung herunter. Halten Sie den Körper während des Schlafes kühl, indem Sie die Temperatur in Ihrem Schlafzimmer auf unter 21 Grad Celsius senken und wenig Kleidung tragen.
HACK 037
ÜBERWACHEN SIE IHRE IMMUNGESUNDHEIT
Es gibt unzählige Arten, wie Sie Ihre Immunität verbessern können, aber ohne Ihre Immungesundheit überwachen zu können, woher wollen Sie da wissen, ob irgendetwas davon bei Ihnen angeschlagen hat?
Zum Glück können Sie Ihr Immunsystem bewerten und überwachen, und das zu Hause mit ein paar wenigen praktischen, preisgünstigen und nicht invasiven Methoden. Die einfachste Methode ist, die Schwere oder Häufigkeit sämtlicher Symptome zu überwachen, die mit dem Immunsystem zu tun haben. Diese Symptome können über das hinausreichen, was Sie normalerweise mit der Immungesundheit verbinden würden, und können zum Beispiel die Schwere oder Häufigkeit folgender Symptome/Krankheiten betreffen:
Krankheiten wie Erkältungen oder Grippe,
Symptome, die mit bakteriellen, fungalen oder parasitären Infektionen zu tun haben (alle Arten von Infektion wie etwa der Harnwege, lebenswichtiger Organe, des Verdauungssystems, der Lunge, Augen, Mund, Nase, Ohren oder der Haut, zum Beispiel Fußpilz, Infektionen der Zehennägel, Dermatophytose, Leistenflechte et cetera),
Verdauungsbeschwerden (Reizdarmsyndrom, Blähungen, Durchfall, Verstopfung et cetera),
Autoimmunerkrankungen,
chronische Entzündungen,
Migräne,
langsame Wundheilung,
atopische Krankheiten wie Asthma, Ekzeme, Schuppenflechte oder Heuschnupfen,
häufige/chronische Erschöpfung,
schlechter Schlaf, Einschlafschwierigkeiten,
hoher Stresspegel.
Das ist keine vollständige Liste, aber sie dient als nützlicher Anhaltspunkt. Linderung eines der obigen Symptome oder einer der genannten Krankheiten kann die Immungesundheit verbessern oder auf eine Verbesserung dieser hinweisen.
HACK 038
LASSEN SIE LOS
Stress und aufwühlende Emotionen können nicht nur psychologische Krankheiten, sondern auch physische auslösen. In diesem Sinne können Sie sich buchstäblich „krank denken“. Auch wenn das wie ein Fluch erscheinen mag, ist es gleichermaßen eine große Chance: Sie haben die Macht, Ihren eigenen Stress und inneren Frieden herzustellen, und wenn Sie das tun, verändern Sie dramatisch die Zukunft Ihrer Immungesundheit!
Eine der wirkungsvollsten Methoden, inneren Frieden herzustellen, ist das Loslassen oder „Ablösen“. Sie bilden jeden Tag Anhaftungen – an bestimmte Ergebnisse, Menschen, Objekte, Ereignisse, Umstände, Erfahrungen, Verhaltensweisen und an nahezu alles Mögliche. Wenn Sie einem Ideal anhängen, sind Sie von Natur aus gegenüber jeder Alternative verschlossen. Natürlich führt das schnell zu Problemen, denn das Leben läuft selten nach Plan. Alles andere als Ihr Ideal schafft Stress, der normalerweise in Form von Angst, Nervosität, Wut, Frustration, Ablehnung oder Enttäuschung spürbar wird.
Die beste Methode, diesen Stress zu mindern und Ihre Gesundheit und Ihr Wohlergehen zu fördern, besteht darin, diese Anhaftungen loszulassen. Das mag Ihnen zunächst schwierig vorkommen, aber mit Übung wird es leichter. Leiten Sie die folgenden Schritte ein, um loszulassen:
1.Machen Sie sich Ihre Anhaftungen bewusst. Wann immer Sie Stress erleben, werden Sie eine Anhaftung vorfinden. Fragen Sie sich selbst, welches Verhaften Ihnen gerade Stress verursacht.
2.Identifizieren Sie die dahinter liegenden Annahmen und/oder Glaubenssätze. Genau wie der Stress aus Anhaftung entsteht, entstammt die Anhaftung einer tieferen Annahme oder einem Glaubenssatz.
3.Entscheiden Sie sich, loszulassen. Loslassen ist ein willentlicher Akt: Machen Sie sich Ihre Kraft zunutze, etwas loszulassen, das Ihnen nicht hilfreich ist.
Versuchen Sie, diese Schritte so regelmäßig wie möglich einzuüben. Letztlich wird sich das Loslassen fast wie ein automatischer Vorgang anfühlen.
HACK 039
PROBIOTISCHE NAHRUNGSERGÄNZUNGSMITTEL
Ein Probiotikum enthält Leben: Bakterien, die die Gesundheit Ihres Verdauungstrakts unterstützen, typischerweise, indem sie die Balance der Darmbakterien verbessern. Probiotika können in Form von fermentierter Nahrung vorliegen oder als Nahrungsergänzungsmittel (zum Beispiel in Kapsel- oder Pulverform). Die Nahrung mit Probiotika zu ergänzen, kann …
Entzündungen reduzieren und entzündliche Zustände wie kardiovaskuläre Erkrankungen,
die Reaktion von Immunzellen regulieren,
Infektionen der Atemwege (Erkältung und Grippe), des Verdauungstrakts und der Rachenhöhle verhindern,
Verdauungsstörungen lindern wie Reizdarmsyndrom, Blähungen, Verstopfung und Durchfall,
Depressionen und Angstzustände lindern,
Allergien und Ekzeme lindern,
Gewichtsverlust beschleunigen.
Der Nutzen von Probiotika bei einem bestimmten Gesundheitszustand hängt normalerweise vom Bakterienstamm ab, der benutzt wird. Daher sollten Sie, bevor Sie ein probiotisches Nahrungsergänzungsmittel verwenden, online herausfinden, welche Bakterienstämme die gewünschten Wirkungen haben. Zum allgemeinen Gebrauch sollten Sie sicherstellen, dass es eine gewisse Bandbreite an Stämmen und eine hohe Zahl von Bakterien aufweist (nahe an hundert Milliarden ist ideal).
Trotz ihres Nutzens haben Probiotika auch ihre Grenzen. Selbst ein hoch dosiertes Probiotikum enthält immer noch nur einen kleinen Teil der zehn bis hundert Billionen Bakterien, die man im menschlichen Körper findet. Darüber hinaus enthalten sie nur wenige Stämme, während Ihr Verdauungstrakt etwa 1.000 verschiedene Stämme enthält. Ein großer Teil der Bakterien kann außerdem absterben zwischen dem Zeitpunkt der Herstellung und dem Konsum. Aus diesem Grund sollten Sie sich, um den Nutzen einer probiotischen Nahrungsergänzung voll auszukosten, gesund ernähren und einen gesunden Lebensstil pflegen, der eine gesunde Balance des Mikrobioms begünstigt.
HACK 040
JEDEN TAG EIN TÄNZCHEN
Tanzen ist nicht nur ein spaßiger Zeitvertreib, es ist auch sehr förderlich für Ihre Immungesundheit! Wie man bei Forschungen über die Auswirkungen von Musik herausgefunden hat, ergeben sich die positiven Wirkungen des Tanzes auf das Immunsystem aus den Effekten, die er auf das Nervensystem und bei der Stressreduzierung hat. Regelmäßig zu tanzen, kann Stress und Depressionen lindern und die Funktion des parasympathischen Nervensystems (der Teil des Nervensystems, der zuständig ist für Ruhe, Reparatur und Regeneration des Körpers, der Zellen, Organe und der Systeme, die mit der Verdauung, Entgiftung und dem Immunsystem zusammenhängen) fördern. Von einer Reduktion des Cortisolspiegels (dem Stresshormon) und einem Anstieg von Serotonin und Endorphinen (Wohlfühlhormone) wurde ebenfalls berichtet.
Die allgemeineren positiven Effekte auf die Gesundheit, die mit Tanz in Verbindung stehen, können auch die Immungesundheit verbessern. Dazu gehören …
verbesserte Fitness,
das Ausführen dynamischer Bewegungen (durch Drehen, Strecken et cetera), die das Lymphsystem und den Kreislauf fördern,
die Freisetzung starker oder unterdrückter Emotionen (Katharsis),
verbesserte Stimmung,
mehr soziale Interaktionen und Kontakte.
Nehmen Sie sich vor, wenigstens zehn Minuten am Tag zu tanzen. Spielen Sie ein Lieblingslied mit flottem Beat ab und tanzen Sie zu Hause dazu oder melden Sie sich für einen Tanzkurs an in einem Stil, den Sie mögen.
HACK 041
REDUZIEREN SIE ELEKTROSMOG
Es gibt Tausende Studien, die zeigen, dass elektromagnetische Felder (EMFs) schädliche biologische Wirkungen zeitigen. Sie können alle Arten von Zellen schädigen – unter anderem Immunzellen. Diese Felder stammen von elektrischen Geräten, die drei Arten von EMFs verursachen können: elektrische, magnetische und Mikrowellen. Das Schadensausmaß hängt von der Frequenz des Feldes ab (gemessen in Hertz), seiner Stärke, dem Abstand von der Quelle, der Dauer der Einwirkung und der Gesundheit.
Magnetische Felder dringen tiefer ein als elektrische Felder und sind schädlicher, wobei Mikrowellen den größten Schaden anrichten. Zu den häufigen EMF-Quellen gehören:
Niedrige Frequenzen (1–300 Hz): Küchengeräte, Fernseher, Computer, Mobilgeräte, wenn sie geladen werden, Föhne und Stromleitungen.
Mittlere Frequenzen (300 Hz–100 kHz): Fernsehbildschirme, Computerbildschirme und „schmutzige Elektrizität“, die aus Spannungsspitzen und Stößen elektromagnetischer Energie entsteht, die durch Stromleitungen fließt.
Hohe Frequenzen (100 kHz–300 GHz): Mikrowellengeräte, intelligente Zähler (Gas, Wasser und Strom), Mobilgeräte und Wi-Fi.
Drei bis zehn Prozent der Weltbevölkerung reagieren sensibel auf EMFs, das heißt, sie haben eindeutige und offensichtliche Symptome, wenn sie sich ihnen aussetzen. Natürlich bedeutet das nicht, dass alle anderen sicher sind; es bedeutet nur, dass andere (noch) keine eindeutigen Symptome haben.
Gegenwärtige Sicherheitslimits für EMFs basieren auf Richtlinien, die in den 1970er-Jahren festgelegt wurden und bei denen nur thermische Effekte von EMFs berücksichtigt wurden. (Thermische Effekte beziehen sich auf biologische Veränderungen, die durch eine Erhöhung der Temperatur von menschlichem Gewebe ausgelöst werden.) Das ignoriert die sehr schädlichen nicht thermischen Effekte, die auch schon damals bekannt waren. Ein Bericht der US-Navy aus dem Jahr 1972, der 2.200 Studien berücksichtigte, stellte mehr als 120 schädliche biologische Effekte von EMFs fest (viele davon nicht thermisch). Eine aktuellere unabhängige Review aus dem Jahr 2012 über die biologischen Effekte von niedrigfrequenten EMFs wurde von 29 unabhängigen Wissenschaftlern und Gesundheitsexperten durchgeführt. Nachdem sie 1.800 Studien begutachtet hatten, fanden sie überwältigende Belege für schädliche Wirkungen. Hunderte von Studien, die Peer-Reviews unterzogen worden waren (der Goldstandard für Studien), zeigten ebenfalls schädliche Effekte.
Zu den biologischen Effekten von EMFs, die besonders relevant für die Funktion des Immunsystems sind, gehören: Stimulation/Hemmung von Immunzellen; oxidativer Stress; Entzündung; DNA-Schäden; Schäden der Zellmembranen, des Verdauungstrakts und der Blut-Hirn-Schranke; Schlafstörungen; psychologische Schäden; Störung der Balance der Mikroben im Verdauungstrakt.
Auch wenn Sie EMFs nicht komplett eliminieren können, können Sie das Ausmaß reduzieren, in dem Sie sich ihnen aussetzen, und sich damit zum Teil vor den Effekten schützen. Dazu sollten Sie …
alle elektrischen Geräte ausstecken, wenn Sie sie nicht benutzen – besonders im Schlafzimmer,
einen Abstand von zwei Metern zu elektrischen Geräten einhalten, die eingesteckt sind – wieder vor allem im Schlafzimmer,
die Nutzung von schnurlosen/DECT-Telefonen meiden,
Mikrowellen entweder nur selten oder gar nicht benutzen,
sich möglichst wenig Stressfaktoren in der Umwelt aussetzen, besonders chemischen Toxinen, Pathogenen und Schwermetallen, die sich anreichern können und Ihre Anfälligkeit für EMFs erhöhen,
alle Arten von Stress und Entzündungen minimieren,
Ihr natürliches Verteidigungssystem von Antioxidantien optimieren, indem Sie sich möglichst pflanzenreich ernähren,
sich jeden Tag erden (barfuß auf dem Erdboden stehen),
oft nach draußen in die Natur gehen,
den Schlaf optimieren,
Produkte verwenden, die erwiesenermaßen vor EMFs schützen.
Erfahren Sie mehr über EMFs online auf www.ehtrust.org, www.electricsense.com oder www.emfscientist.org.
Ücretsiz ön izlemeyi tamamladınız.