Kitabı oku: «Wochenend und Wohnmobil - Kleine Auszeiten in Hamburg & Umgebung»

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MICHAEL HENNEMANN ist ausgebildeter fototechnischer Assistent. Als begeisterter Outdoorsportler ließ er sich auch im Geografiestudium nicht von dem abhalten, was er am liebsten mag: draußen unterwegs sein. Seit über 20 Jahren berichtet er als Autor und Fotograf in zahlreichen Büchern und Zeitschriften über seine Touren und Erlebnisse und verbringt für seine Recherchen rund 100 Tage pro Jahr in seinem Camper.


KLEINE AUSZEITEN IN

-HAMBURG & UMGEBUNG-



INHALT

EINLEITUNG

Pulsierende Hafenmetropole Hamburg und sein Umland

1 Tradition trifft Moderne Speicherstadt und HafenCity

2 Schiffsbahnhof und sündige Meile Landungsbrücken und Reeperbahn

3 Shopping und Sightseeing Jungfernstieg und Binnenalster

4 Schiff ahoi in Hamburgs Westen Wedel und Haseldorfer Marsch

5 Königstraum, Elbstrand und Matjes Glückstadt und Kollmarer Marsch

6 Elbe und Natur pur Elbinsel Krautsand und Kehdinger Land

7 Flanieren am alten Hafen Hansestadt Stade

8 Niedersachsens Obstgarten Altes Land

9 Märchenhaftes Flair Hansestadt Buxtehude

10 Gipfelsturm im Hamburger Süden Harburger Berge und Fischbeker Heide

11 Naturparadies und steile Kante Zwischen Lauenburg und Geesthacht

12 Mittelalterflair und Telenovela-Kulisse Hansestadt Lüneburg

13 Wasser, Wald und eine Domstadt Naturpark Lauenburgische Seen

14 Winnetou und Fledermäuse Karl-May-Stadt Bad Segeberg

15 Die letzten ihrer Art und viel Vinyl Tierpark Arche Warder und Nortorf

Orts- und Sachregister

Impressum


Wer Lust auf Wasser hat, ist in Hamburg und Umgebung genau richtig.

PULSIERENDE HAFENMETROPOLE
Hamburg und sein Umland


Die Speicherstadt: Weltkulturerbe mitten in Hamburg

Hamburg, das ist Hafen, Jungfernstieg und Reeperbahn. Um nur einmal drei der bekannteren Attraktionen zu nennen. Die Aufzählung an Sehenswürdigkeiten ließe sich nahezu beliebig erweitern, denn Deutschlands zweitgrößte Stadt mit rund 1,85 Millionen Einwohnern hat viel zu bieten. Und wer genug Kultur und Amüsement genossen hat, lässt sich einfach auf dem Elbdeich die frische Brise um die Nase wehen und träumt den dicken Pötten hinterher. Die Metropolregion Hamburg ist als Reiseziel für Städtefreunde wie für Naturliebhaber gleichermaßen attraktiv und selbstverständlich werden auch Reisemobilisten mit einem freundlichen »Moin« willkommen geheißen.

Die Freie und Hansestadt Hamburg liegt in der norddeutschen Tiefebene am Unterlauf der Elbe. Obwohl es flussabwärts noch rund 100 Kilometer bis zur Mündung in die Nordsee sind, ist der maritime Einfluss in der gesamten Stadt allgegenwärtig.

Der Hamburger Hafen ist der größte deutsche Seehafen und europaweit werden nur in Rotterdam und Antwerpen mehr Container umgeschlagen. Der Hafen ist Herz der Stadt, Motor für die Wirtschaft und das bunte Treiben der wendigen Barkassen, mächtigen Containerriesen und prächtigen Luxuskreuzfahrer zieht Touristen und Stadtbewohner gleichermaßen in seinen Bann.

Als Drehkreuz für den weltweiten Warenumschlag ist Hamburg eine weltoffene Stadt. Vielfältig zeigen sich auch die zahlreichen Stadtviertel, jedes mit seiner unverwechselbaren Atmosphäre. Das Spektrum reicht von pulsierender Urbanität bis zur fast schon beschaulichen ländlichen Idylle, vom bodenständigen Eimsbüttel über das vornehme Blankenese bis hin zu angesagten Szenevierteln wie der Sternschanze.

Ob teuerstes Konzerthaus oder größte Modellbahnanlage der Welt: Hamburg trumpft mit so manchem Superlativ auf. Den besonderen Reiz aber macht vor allem die stimmige und spannende Mischung aus maritimem Flair, hanseatischer Noblesse und einem breit gefächerten Unterhaltungsprogramm für jeden Geschmack aus. Ob Sightseeing, Einkaufsbummel oder Musical: In Hamburg warten Entdeckungen ohne Ende. Langweilig wird es bestimmt nicht.

STELL- UND CAMPINGPLÄTZE NACH WUNSCH

Trotz der Lage hoch im Norden ist Hamburg aus allen Teilen der Republik ohne Probleme gut zu erreichen. So führt die A7 als längste Autobahn einmal von Süden nach Norden quer durch Deutschland und verläuft mitten durch das Stadtgebiet. Wer aus Nordrhein-Westfalen kommt, nimmt die A1, aus der Hauptstadt Berlin führt die A24 auf direktem Weg nach Hamburg. Dort angekommen, gibt es wohl kaum eine zentralere Übernachtungsgelegenheit als im Reisemobil. Vom Parkplatz am StrandPauli schweift der Blick direkt über das breite Hafenpanorama hinter der Kaimauer und viele Sehenswürdigkeiten rund um Hafen, Speicherstadt und Landungsbrücken sind gut zu Fuß zu erreichen.

Wer es lieber ruhig mag, kann aus einer ganzen Reihe von vorzüglichen Stell- und Campingplätzen am Stadtrand wählen. Mit S- oder U-Bahn gelangt man von dort unkompliziert und in kürzester Zeit mitten ins pulsierende Stadtleben und freut sich über ideale Voraussetzungen, um Großstadtfeeling und Naturerlebnis, um erlebnisreichen City-Trip und ungezwungene Campingatmosphäre unter einen Hut zu bringen. Ein besonderes Highlight für Naturfreunde sind die oftmals idyllischen Camping- und Stellplätze direkt am Elbstrand. Hier kommen mitunter sogar Lagerfeuerromantiker auf ihre Kosten und der erlebnisreiche Tag in der Großstadt klingt mit Blick in die lodernde Glut unter leuchtendem Sternenhimmel aus.

In jedem Fall haben Wohnmobilfahrer die freie Auswahl und die breit aufgestellte Stell- und Campingplatzlandschaft in und um Hamburg hält für jeden Wunsch die passgenaue Stellmöglichkeit vom einfachen Parkplatz über komfortable Wohnmobilhäfen mit umfangreicher Ausstattung bis hin zum Campingplatz im Grünen bereit.

Die Frage ist schlussendlich also nicht, ob man mit dem Reisemobil nach Hamburg fahren sollte, sondern wann. Dabei ist die Stadt grundsätzlich zu jeder Jahreszeit eine Reise wert. Durch die Nähe zum Meer fallen die Winter vergleichsweise mild aus. Allerdings kann es, ebenso wie im Herbst, bisweilen sehr stürmisch werden. Am angenehmsten ist in der Regel wohl der der Zeitraum von Juni bis August. In den Sommermonaten ist es angenehm warm, dank der stetig von der See wehenden Brise wird es aber nicht unangenehm heiß. Mit dem berüchtigten Hamburger Schietwetter ist allerdings rund um das ganze Jahr zu rechnen.

Pöttegucken vom Sandstrand, so geht Sommer in Hamburg.

DAS MARITIME HAMBURG ENTDECKEN

Jüngster Touristenmagnet der Stadt ist die 2017 feierlich eröffnete Elbphilharmonie, die auf einem alten Hafenspeicher thront. Zwar zog sich die Bauzeit wie bei so manch anderem deutschen Großprojekt in die Länge und die geplanten Baukosten für das Konzerthaus der Superlative explodierten von 77 Millionen Euro um über das Zehnfache auf 789 Millionen Euro, inzwischen aber hat das über 100 Meter hohe Gebäude mit einer unverwechselbaren, geschwungenen Glasfassade und seiner einzigartigen Akustik die Kritiker verstummen lassen. Einmalig ist auch der Ausblick über Elbe, Hafen, Speicherstadt und HafenCity von der öffentlich zugänglichen Aussichtsplattform am Übergang vom historischen Backsteinsockel zum gläsernen Neubau, der sogenannten Plaza in 37 Meter Höhe. Hinauf führt, wie sollte es anders sein, die mit 82 Metern längste Rolltreppe Westeuropas. Wer allerdings die spezielle Akustik der Elbphilharmonie bei einem Konzert erleben möchte, muss die Karten üblicherweise lange im Voraus bestellen, da die meisten Veranstaltungen aufgrund der hohen Nachfrage schnell ausverkauft sind.

Zu Füßen der Elphi, wie Hamburgs neues Wahrzeichen mit seinem wellenförmigen Dach im Volksmund liebevoll genannt wird, liegt die historische Speicherstadt. Der frühere Lagerhauskomplex zählt zum UNESCO-Welterbe und mittlerweile beherbergen die prächtigen Backsteinbauwerke aus wilhelminischer Zeit mit imposanten Giebeln, Erkern und Türme so manche hochkarätige Touristenattraktion wie das Miniatur Wunderland, eine liebevoll gestaltete Modelleisenbahnlandschaft, die weltweit einzigartig ist und die Augen großer und kleiner Modellbaufans zum Leuchten bringt. In direkter Nachbarschaft zu den historischen Lagerhäusern auf dem Gebiet des ehemaligen Freihafens schließt sich mit der HafenCity Hamburgs jüngster Stadtteil an, der den Strukturwandel der Stadt sichtbar macht. Durch den stetigen Anstieg des Containerumschlags wanderte der Hafen im Laufe der Jahrzehnte immer weiter elbabwärts und auf den zu klein gewordenen Kaianlagen entstand ein neuer, rund 155 Hektar großer Stadtteil mit Büros, Wohnungen sowie schönen Uferpromenaden und weitläufigen Plätzen, die zum Flanieren einladen. Spaziert man nur einige Schritte weiter, so sind bald die Landungsbrücken erreicht. Ozeandampfer nach Übersee legen hier zwar längst nicht mehr ab, aber als Startpunkt für eine Hafenrundfahrt mit einer der für Hamburg so typischen Barkassen geht es immer noch sehr lebhaft zu.

Links und rechts der Elbe warten gut ausgebaute Radwege.

HOCHKARÄTIGE FESTIVALS UND EVENTS

Am gegenüberliegenden Elbufer bleibt der Blick nahezu unweigerlich an der kühnen, gelb leuchtenden Zeltdachkonstruktion des Stage Theaters hängen. Hier wird seit 2001 der Musical-Dauerbrenner König der Löwen aufgeführt und bis heute ist praktisch jede der Vorstellungen, die die Abenteuer des Löwenjungen Simba in der afrikanischen Serengeti musikalisch zum Leben erweckt, ausverkauft. Den Grundstein für die Musicalmetropole an der Elbe legte 1986 die Deutschland-Premiere des Musicals Cats von Andrew Lloyd Webber und mittlerweile zählt Hamburg nach New York und London zum drittgrößten Musicalstandort weltweit.

Weiteren Kulturgenuss garantieren über 60 Theater und ebenso viele Museen, hunderte Musikclubs und beinahe 30 Kinos. Zusätzlich sorgen eine Reihe von Veranstaltungen und Events im gesamten Jahresverlauf für abwechslungsreiche Unterhaltung. Eine feste Größe unter den regelmäßigen Terminen ist der dreimal im Jahr stattfindende Dom. Im Frühling, Sommer und Winter verwandelt sich das Heiligengeistfeld auf St. Pauli mit imposantem Riesenrad und spektakulären Fahrgeschäfte sowie vielfältigen Imbissbuden in das größte Volksfest im Norden.

Hoch im Kurs stehen selbstverständlich auch Feste mit maritimem Bezug. Der alljährlich stattfindende Hafengeburtstag ist bekannt für sein legendäres Schlepperballett auf der Elbe, ein buntes Rahmenprogramm auf der Hafenmeile sowie ein großes Feuerwerkspektakel am Samstagabend. Immer in ungeraden Jahren locken die Cruise Days Kreuzfahrtfans aus der ganzen Welt nach Hamburg. Dicht an dicht drängt sich das Publikum an den Elbpromenaden, um die festlich beleuchteten Luxusliner zu bestaunen, die sich elbabwärts durch den illuminierten Hafen schieben.

Weniger pompös, aber nicht weniger spannend und auf jeden Fall ein fester Bestandteil des Hamburger Kulturprogramms ist das Reeperbahn Festival, bei dem sich jeweils am dritten Septemberwochenende der Kiez rund um den Spielbudenplatz in ein einzigartiges Festivalgelände für Musik und Kunst verwandelt, das nationalen und internationalen Newcomern eine Bühne in einzigartiger Atmosphäre bietet.

WANDERN, RADELN, PADDELN: HAMBURG AKTIV ERLEBEN

Hamburg weiß aber nicht nur als quirlige Großstadt mit unzähligen Sehenswürdigkeiten, aufregendem Nachtleben und reichhaltigem Kulturangebot zu begeistern, sondern präsentiert sich als bisweilen erstaunlich grüne Metropole und lädt mit weitläufigen Stadtparks, ausgedehnten Waldflächen und den beiden Flussläufen von Alster und Elbe zu aktiven Entdeckungstouren zu Fuß, mit dem Rad oder im Paddelboot ein.

Ein Spaziergang durch den Park Planten un Blomen entführt in eine ruhige grüne Oase inmitten der hektischen Großstadtbetriebsamkeit, während eine SUP-Tour auf den Alsterfleeten eine völlig neue Perspektive auf die Hamburger City eröffnet. Bei einer Wanderung auf dem Alsterwanderweg wird die Natur mit jedem Schritt, den man sich vom Hauptbahnhof entfernt, grüner und der Wald üppiger. Das Falkensteiner Ufer schließlich, nur wenige Kilometer vom Hafen elbabwärts gelegen, ist ein wahres Naturparadies und der breite Strand mit seinem feinen weißen Sand zählt ohne Zweifel zu den schönsten Abschnitten am Elbufer, die Hamburg zu bieten hat. Auf dem Steilufer, das jäh zur Elbe hin abfällt, wächst ein dichter Mischwald mit Kiefern, Birken und Buchen, von den schönen Wanderwegen fällt der Blick durch die Baumwipfel auf die schillernde Wasseroberfläche der Elbe und nur hin und wieder erinnert ein Haus an die Nähe zur Großstadt. Übrigens: Falls kein eigener Drahtesel in der Heckgarage mitfährt, kann auf die auffälligen roten Leihfahrräder von StadtRAD zurückgegriffen werden, um die Hansestadt im Sattel auf eigene Faust zu erkunden. Leihstationen gibt es im ganzen Stadtgebiet und nach einer einmaligen Registrierung lassen sich die Räder rund um die Uhr einfach per App ausleihen.

GROSSSTADTHEKTIK ADÉ: ENTDECKUNGEN IM UMLAND

Romantische Fachwerkstädte und eine einmalige Natur von sandigen Dünen über tiefe Wälder bis hin zu Moorgebieten: Vor den Toren Hamburgs locken viele schöne Ecken zu unvergesslichen Ausflügen ins Umland. Unter den beschaulichen Kleinstädten in Hamburgs Peripherie findet sich so manches Kleinod, das zu einer kulturellen Entdeckungstour einlädt: das 1614 auf Geheiß des dänischen Königs gegründete Glückstadt zum Beispiel oder die zauberhafte Salzstadt Lüneburg, in deren alten Kopfsteinpflastergassen das Mittelalter zum Leben erwacht.

Das Alte Land im Südwesten von Hamburg, Europas größtes geschlossenes Obstanbaugebiet, zieht seine Besucher mit einer weiten Landschaft hinter dem Elbdeich, reetgedeckten Bauernhäusern und frisch geerntetem Obst in den Bann. Besonders eindrucksvoll gerät der Ausflug im Frühjahr, wenn die blühenden Kirsch- und Apfelbäume die gesamte Landschaft zu einer optischen Symphonie in Weiß und Zartrosa machen.

Radfahren auf dem Elbdeich und Wandern auf dem Heidschnuckenweg sind nur zwei Beispiele für tolle Aktivitäten vor den Toren Hamburgs. Einmalige Naturerlebnisse und tolle Bedingungen zum Wandern, Radfahren oder Paddeln versprechen unter anderem die Lüneburger Heide im nördlichen Niedersachsen mit ihren violettfarbenen Heideflächen und grünen Wäldern auf sandig-gelbem Boden oder das UNESCO-Biosphärenreservat Schaalsee mit einer Kette von idyllischen Seen inmitten dichter Wälder als Lebensraum für seltene Tiere und Pflanzen an der Grenze zwischen Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern.

Der Wildpark Schwarze Berge schließlich ist ein beliebtes Ziel für einen unvergesslichen Ausflug mit der ganzen Familie. Schon gleich nach dem Eingang dürfen die niedlichen Hängebauchschweinchen gestreichelt und gefüttert werden. Das weitläufige Freilaufgelände für das Damwild ist groß genug für einen kleinen Spaziergang und die täglich angebotenen Flugschauen, unterschiedliche Fütterungen sowie der fantasievolle Abenteuerspielplatz machen den Aufenthalt garantiert zum Erlebnis.


Das Alte Land ist für sein frisches Obst bekannt.


Aussichtspunkt Steinwerder: Bester Blick auf Hamburgs Skyline

TRADITION TRIFFT MODERNE
Speicherstadt und HafenCity


Die Elbphilharmonie ist Hamburg jüngstes Prachtstück.

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Ein Streifzug durch Speicherstadt und HafenCity verbindet Geschichte und Gegenwart. Hier prägen Kanäle, auf norddeutsch Fleete genannt, Brücken und die neogotischen Backsteinfassaden der einstigen Lagerhäuser aus Wilhelminischer Zeit das Bild, dort entsteht als eines der größten Städtebauprojekte in Europa die HafenCity mit der markanten Elbphilharmonie als Hamburgs jüngstem Wahrzeichen.

Ganz im Osten der HafenCity entsteht derzeit das Elbbrückenquartier als jüngster und letzter Teilbereich des neuen Stadtviertels. Geplant sind Hochhäuser mit bis zu 14 Stockwerken, die Platz für rund 11 000 Arbeitsplätze und 1400 Wohnungen bieten sollen. Zum Abschluss wird sich hier zukünftig der 233 Meter hohe Elbtower als höchstes Gebäude der Stadt in den Hamburger Himmel strecken und ganz entgegen dem sprichwörtlichen hanseatischen Understatement einen optischen Paukenschlag setzen und das stolze Hamburger Selbstbewusstsein weithin sichtbar machen.

Bereits seit ein paar Jahren in Betrieb ist der ebenfalls futuristische Bahnhof Elbbrücken mit seinem kühn geschwungenen Glasdach. Er bietet sich als Startpunkt für den Spaziergang durch HafenCity und Speicherstadt an und seine Aussichtsplattform verspricht einen schönen Blick auf die Elbe und den rasanten Fortschritt der Bautätigkeiten.

Erste Station unseres Spaziergangs ist der Baakenhafen mit der Aussichtsplattform Himmelsberg mit Blick bis zur Elbphilharmonie und einem beliebten Spielplatz samt Fußball- und Basketballspielfeld. Die nächste Möglichkeit für eine Vogelperspektive auf HafenCity und Bautätigkeiten lässt nicht lange auf sich warten. Die markante, orange leuchtende Aussichtsplattform des HafenCity Viewpoint bietet Platz für 25 Personen in 13 Meter Höhe. Seit 2004 hat der zwölf Tonnen schwere Stahlkoloss mit seiner an ein Periskop erinnernden Optik mehrmals den Standort gewechselt und folgt dem Fortschritt der Großbaustelle HafenCity. An der Baakenhafenbrücke steht er seit 2013.

Der Kaispeicher B am Brooktorhafen wurde in den Jahren 1878/79 noch vor der Speicherstadt gebaut. Heute beherbergt der älteste erhaltene Speicher in der Hansestadt das Internationale Maritime Museum Hamburg. Auf insgesamt zehn Etagen gibt es rund 40 000 Schiffsmodelle, 5000 Gemälde und unzählige weitere maritime Gegenstände zu bestaunen. Eine besondere Attraktion für Groß und Klein ist der Schiffssimulator, in dem die Besucher unter Anleitung eines waschechten Kapitäns das Navigieren und Manövrieren erklärt bekommen und selbst das Steuer in die Hand nehmen dürfen, um ein Containerschiff durch den Hamburger Hafen zu steuern. Die Übungsfahrten mit dem professionellen Schiffssimulator werden sonntags, dienstags und mittwochs ab 14 Uhr angeboten und die Teilnahme ist kostenlos.


KLEIN, ABER KULT: Eingeklemmt unter der Oberhafenbrücke, die die HafenCity mit der Altstadt verbindet, hält die Oberhafen-Kantine die Tradition der einst für Hamburg so typischen Kaffeeklappen am Leben. Wo sich früher die Hafenarbeiter für ihre schweißtreibende Arbeit stärkten, stehen heute hausgemachte saisonale und regionale Spezialitäten auf der Speisekarte. Stockmeyerstraße 39, 20457 Hamburg, Tel. 040/32 80 99 84, reservierung@oberhafenkantine-hamburg.de, www.oberhafenkantine-hamburg.de.

VOM WOHNQUARTIER ZUM LOGISTIKZENTRUM

Die Speicherstadt entstand gegen Ende des 19. Jahrhundert. Mit der Gründung des Deutschen Reichs 1871 wurde die bis dahin vom Zoll ausgenommene Hansestadt an den Zoll angeschlossen. Damit die Kaufleute ihre importierten Waren weiterhin zollfrei lagern und verarbeiten konnten, wurde in einem Mammutprojekt das Wohnviertel auf den Elbinseln Kehrwieder und Wandrahm dem Erdboden gleichgemacht und mit dem Bau der Speicherstadt begonnen.

Rund 20 000 Menschen mussten dem neuen Freihafen weichen und es entstand der größte zusammenhängende Lagerhauskomplex der Welt. Auf rund 1,5 Kilometer Länge reihen sich die auf Eichenpfählen errichteten Lagerhäuser mit bis zu sieben Etagen entlang der Fleetufer aneinander und legen ein eindrucksvolles Zeugnis der Backsteingotik aus der Gründerzeit ab.

Über dem Zusammenfluss von Wandrahmsfleet und Holländischbrookfleet thront das malerische Wasserschloss. Es ist ein Schmuckstück des Backstein-Expressionismus und dank seiner einmaligen Lage, eingerahmt von zwei Fleeten und umgeben von imposanten Speichergebäuden, zählt es zu den beliebtesten Fotomotiven in Hamburg. Es war ursprünglich das Haus der Windenwärter und -wächter, jener Hafenarbeiter, die für die Wartung und die Reparatur der Winden (mit denen die Waren entlang der Fassade hochgezogen wurden) sowie für den Transport der Waren in die Speicher zuständig waren.


Elbarkaden


Futuristisches Glasdach an der Haltestelle Elbbrücken


Gigantische Schiffsschraube vor dem Internationalen Maritimen Museum

Besonders gut zur Geltung kommt die historische Architektur mit ihren verzierten Giebeln, Erkern und Türmen bei einem Spaziergang in den Abendstunden, wenn Gebäude und Brücken durch Lichtinstallationen wunderschön illuminiert werden (www.lichtkunst-speicherstadt.de).

BESUCHERMAGNETEN IN DER SPEICHERSTADT

Seit 2015 ist die Speicherstadt Teil des UNESCO-Weltkulturerbes. Kaffee, Tee, Kakao, Gewürze und Tabak werden hier aber schon seit Jahrzehnten nicht mehr gelagert. Stattdessen sind die historischen Lagerhäuser heute eine renommierte Büroadresse und beherbergen eine Vielzahl an Museen und touristischen Attraktionen.

Der Besuch der Speicherstadt darf bei keinem Hamburgaufenthalt fehlen.

Jährlich pilgern über eine Million Besucher in das Miniatur Wunderland. Die größte Modellbahnanlage der Welt im Maßstab H0 entführt auf einer Fläche von 1500 Quadratmetern in liebevoll und mit viel Sinn fürs Detail gestalte Städte, Regionen und Länder im Kleinformat. So kann man alle 15 Minuten dem brodelnden Ausbruch des Vesuvs in Form einer LED-Show beiwohnen oder entdeckt im sich über zwei Stockwerke erstreckenden Schweiz-Abschnitt eine Schokoladenfabrik, die auf Knopfdruck tatsächlich ein echtes Stück Schokolade ausspuckt. Immer wieder greifen die Modellbauer aber auch aktuelle und politische Themen auf, und so treibt beispielsweise in der Skandinavien-Welt eine gegen spritfressende SUVs protestierende Greta Thunberg auf einer Eisscholle übers Wasser.

Im selben Speichergebäude wie das Miniatur Wunderland zu Hause ist das Hamburg Dungeon, ein Gruselkabinett mit Lokalkolorit. In einer Kombination aus Show und Geisterbahnfahrt werden die besonders dunklen Momente der Hamburger Stadtgeschichte von Inquisition über Pest und Folter bis hin zu einer leibhaftigen Begegnung mit dem Piraten Klaus Störtebeker zum Leben erweckt.

Sowohl Miniatur Wunderland als auch Hamburg Dungeon sind wahre Besuchermagneten und in der Saison bilden sich oftmals lange Schlangen vor den Eingängen. Um unnötige Wartezeiten zu vermeiden ist es daher empfehlenswert, vorab über das Internet Tickets zu reservieren.

VIELFÄLTIGE MUSEUMSLANDSCHAFT

Stilecht untergebracht in einem einstigen Speicher von 1888 beantwortet das Speicherstadtmuseum umfassend die Fragen, wie die Speicherstadt entstanden ist und für welche Waren die Gebäude als Lager genutzt wurden. Im Spicy’s Gewürzmuseum nebenan dreht sich alles um Gewürze. Die Besucher dürfen exotische Gewürze riechen und schmecken und erfahren, welche Gewürze es gibt und wie sie verarbeitet werden.

In den Räumen des alten Zollamts Kornhausbrücke stellt das Deutsche Zollmuseum anschaulich die Arbeit des Zolls und auch die Veränderung des Schmuggels gestern und heute dar. Ein paar Schritte weiter widmet sich das Kaffeemuseum Burg in einem Lagerhaus am St. Annenufer ganz dem beliebtesten Heißgetränk der Deutschen und informiert über Anbau, Handel und Weiterverarbeitung der edlen Bohnen. Natürlich können die unterschiedlichen Kaffeesorten auch probiert werden.

Wer genug Museumsluft geschnuppert hat, schlendert über die Magellan-Terrassen zum Traditionsschiffhafen im Sandtorhafen und bestaunt mit einem Fischbrötchen in der Hand die traditionellen Motor- und Segelschiffe an den Schwimmpontons, die sich mit den Gezeiten heben und senken. Im Schwimmkran Greif an Ponton 5 findet sich mit Harrys Hafenbasar wohl Hamburgs skurrilstes Museum mit Voodoo-Puppen und vielen anderen kuriosen Seemannsmitbringseln aus der ganzen Welt.


Historische Schiffe im Sandtorhafen

Nur einen Katzensprung vom Sandtorhafen entfernt erhebt sich Hamburgs jüngstes Wahrzeichen. Zwar mussten die Hamburger länger auf ihre Elbphilharmonie warten als ursprünglich geplant, aber seit der feierlichen Eröffnung 2017 weiß das prächtige Konzerthaus sowohl akustisch als auch architektonisch auf ganzer Linie zu überzeugen. Ein Besuch der öffentlich zugänglichen Aussichtsplattform, der sogenannten Plaza, zwischen dem historischen Kaiserspeicher-Sockel und der gläsernen Fassade in 37 Meter Höhe darf bei keinem Rundgang durch die HafenCity fehlen. Das Gebäude kann einmal vollständig umrundet werden und der 360-Grad-Panoramablick über Elbe, Hafen, Speicherstadt und HafenCity ist einmalig. Kostenlose Tickets sind erhältlich am Infopoint im Eingangsbereich sowie im Elbphilharmonie Besucherzentrum auf der gegenüberliegenden Straßenseite. Die Ticketanzahl ist aus Sicherheitsgründen begrenzt. Gegen eine Buchungsgebühr von 2 Euro pro Ticket können jedoch online vorab Eintrittskarten zum Wunschtermin reserviert werden.

ABSTECHER INS KONTORHAUSVIERTEL

Die Spitze der Insel Großer Grasbrook, auf der sich die Elbphilharmonie erhebt, markiert das westliche Ende der HafenCity. Für einen tollen Überblick über das gesamte Stadtviertel lohnt sich der Abstecher zum Mahnmal St. Nikolai am Nikolaifleet nördlich des Binnenhafens. Nähert man sich dem über 147 Meter hohen Turm und damit fünfthöchsten Kirchturm der Welt, so stellt man fest, dass es keine dazugehörige Kirche mehr gibt. Die einstige Hauptkirche St. Nikolai wurde im Zweiten Weltkrieg zu großen Teilen zerstört. Nur der Kirchturm blieb verschont, da er den Bomberpiloten als Orientierungshilfe für den Anflug auf die Stadt diente. Heute ist die Ruine Hamburgs zentrale Gedenkstätte für die Opfer des Krieges und des NS-Regimes. Ein gläserner Lift bringt Besucher bequem hinauf zur Aussichtsplattform in 76 Meter Höhe.


Dampfschiff Schaarhörn


Das Schiff, Hamburgs schwimmende Bühne

Harrys Hafenbasar beherbergt kuriose Seemannsschätze aus der ganzen Welt.

Keine 5 Gehminuten entfernt erinnert in der Reichenstraße 27 das Afrikahaus an die Hamburger Kolonialvergangenheit, ein Thema, mit dem sich die Hansestadt bis heute schwertut. Das Gebäude wurde 1899 für den Hamburger Unternehmer Adolph Woermann errichtet, der einen Großteil seines wirtschaftlichen Erfolgs dem Engagement für eine deutsche Kolonialpolitik verdankte. Am Eingang des seit 1972 denkmalgeschützten Gebäudes werden Besucher von der Bronzestatue eines afrikanischen Kriegers empfangen und im Innenhof flankieren zwei große Elefantenstatuen den Zugang zum Hinterhaus.

Das Kontorhausviertel zählt wie die benachbarte Speicherstadt zum UNESCO-Weltkulturerbe. Die imposanten Bürohäuser aus Backstein (Kontor ist das hanseatische Wort für Büro) entstanden 1913/14 nach dem Abriss des alten Gängeviertels als reines Büroviertel für die Kaufleute und Handelsgesellschaften. Besonders beeindruckende Gebäude sind der neunstöckige Sprinkenhof mit gleich drei Innenhöfen und das Chilehaus mit seiner geschwungenen Front. Ein Spaziergang entlang der prächtigen Klinkerarchitektur lohnt sich aber nicht nur für Architekturinteressierte, denn es laden zahlreiche kleine, individuelle Läden, Cafés und Restaurants zum Shoppingbummel und Verweilen ein.

Der Hamburger Hafen an der Überseebrücke

Gegenüber vom Chilehaus kann man sich im Hachez Chocoversum ganz in die Welt der Schokolade versenken und das Probieren ist ausdrücklich erwünscht. Auf einer der mehrmals täglich angebotenen Führungen erfährt man alles über den Weg von der Kakaobohne bis zur feinen Schokolade und in der Schokowerkstadt kann eine individuelle Tafel Schokolade ganz nach eigenen Vorstellungen und Geschmack hergestellt werden. Vom Schokoladenmuseum ist es nur noch ein kurzer Fußweg zum Hauptbahnhof, von wo man mit der S3 in rund 5 Minuten zurück zum Wohnmobilhafen fahren kann.

Tipp

Mit dem HafenCity RiverBus lassen sich Hafen- und Stadtrundfahrt kombinieren. »Stadtkreuzfahrt« nennt der Anbieter das. Die etwa 70-minütige Tour mit dem Amphibienbus startet am Brooktorkai in der HafenCity und führt durch die Speicherstadt bis zur Halbinsel Entenwerder. Hier wird der Bus zum Schiff und schippert die Elbe flussabwärts bis zur Billwerder Bucht. Vom Holzhafen geht es dann, nun wieder an Land, zurück in die HafenCity. Brook 2/Block H, 20457 Hamburg, Tel. 040/76 75 75 00, hamburg@hafencityriverbus.de, www.hafencityriverbus.de.

AUF EINEN BLICK

Info

STADT/REGION: Speicherstadt und HafenCity

BESTE REISEZEIT: Ganzjährig

OPTIMALE REISEDAUER: 2–3 Tage

TOURISTINFO: Hamburg Tourismus, Wexstraße 7, 20355 Hamburg, Tel. 040/30 05 17 01, www.hamburg-tourism.de

SEHENSWÜRDIGKEITEN

INTERNATIONALES MARITIMES MUSEUM: Kaispeicher B, Koreastraße 1, 20457 Hamburg, Tel. 040/30 09 23 00, info@imm-hamburg.de, www.imm-hamburg.de, tgl. 10–18 Uhr

SPEICHERSTADTMUSEUM: Am Sandtorkai 36, 20457 Hamburg, Tel. 040/32 11 91, info@speicherstadtmuseum.de, www.speicherstadtmuseum.de, März–Oktober: Mo–Fr 10–17 Uhr, Sa/So und Feiertage 10–18 Uhr, November–Februar: Mo–So 10–17 Uhr

DEUTSCHES ZOLLMUSEUM: Alter Wandrahm 16, 20457 Hamburg, museum@zoll.de, Tel. 040/30 08 76 11

KAFFEEMUSEUM BURG: St. Annenufer 2, 20457 Hamburg, Tel. 040/55 20 42 58, info@kaffeemuseum-burg.de, www.kaffeemuseum-burg.de, tgl. 10–18 Uhr

ELBPHILHARMONIE: Platz der Deutschen Einheit, 20457 Hamburg, Tel. 040/357 66 60, www.elbphilharmonie.de, Besucherzentrum (Am Kaiserkai 60–62) tgl. 10–20 Uhr, Aussichtsplattform tgl. 10–23 Uhr

MINIATUR WUNDERLAND: Kehrwieder 2, 20457 Hamburg, Tel. 040/300 68 00, info@miniatur-wunderland.de, www.miniatur-wunderland.de, tgl. mindestens 9:30–18 Uhr, in den Ferien und am Wochenende z. T. deutlich länger

HAMBURG DUNGEON: Kehrwieder 2, 20457 Hamburg, Tel. 01806/66 69 01 40, hamburg.dungeons@merlinentertainments.biz, www.thedungeons.com/hamburg

SCHOKOLADENMUSEUM HAMBURG: Meßberg 1, 20095 Hamburg, Tel. 040/41 91 23 00, info@chocoversum.de, www.chocoversum.de, tgl. 10–18 Uhr, die Führungen dauern ca. 90 Minuten

WOHNMOBILHAFEN HAMBURG

ADRESSE: Grüner Deich 8, 20097 Hamburg, Tel. 040/30 09 18 90, wohnmobilhafen-hamburg@die-roten-doppeldecker.de, www.wohnmobilhafen-hamburg.de

ANFAHRT: Aus Norden kommend auf der A7 bis zur Ausfahrt 26-Hamburg-Stellingen. Am Ende rechts auf die B4 Richtung Centrum und dieser für ca. 10 Kilometer durch die City folgen. Aus Richtung Süden auf der A7 bis zum Autobahnkreuz 37-Horster Dreieck und weiter auf der A1 Richtung Lübeck/Berlin/Hamburg. An der folgenden Gabelung links halten, dann weiter auf der A255 und schließlich der B4/B75 Richtung Centrum folgen. Hinweis: Die Zufahrt auf das Stellplatzgelände erfolgt auf Höhe von Jet-Tankstelle/McDonald’s über die Süderstraße.

GPS: N 53°32‘36“ E 10°1‘33“ Großer Stellplatz mit geschottertem Untergrund für bis zu 200 Reisemobile nordöstlich des Zentrums im Ortsteil Hammerbrook. Das gesamte Gelände ist eingezäunt und wird videoüberwacht. Geboten wird eine Komplettausstattung mit Ver- und Entsorgung, Stromanschlüssen und WC/Dusche. Von den vor den Sanitärcontainern aufgestellten Strandkörben lauscht man allerdings nicht dem Meer, sondern dem Verkehrslärm. Das Gelände wird eingerahmt von Bundesstraße, Tankstelle und Bürogebäuden und die S-Bahntrasse führt direkt darüber hinweg. Wer sich an der Geräuschkulisse nicht stört, wird durch die zentrale Lage belohnt und kann nach einem etwa 30-minütigen Spaziergang die Innenstadt erreichen. Noch schneller und einfacher geht es mit der S3, die Haltstelle Hammerbrook liegt keine 5 Gehminuten entfernt. Der Stellplatz ist ganzjährig geöffnet und eine Anreise ist rund um die Uhr möglich. Reservierungen werden nicht angenommen. Betreiber des Stellplatzes ist die Firma, die auch Sightseeing-Touren mit den roten Doppeldeckern anbietet und wer möchte, kann direkt vom Stellplatz zu einer Stadtrundfahrt durch Hamburg starten.


Citynah: Wohnmobilhafen Hamburg


Im Elbepark Bunthaus gibt es Stellmöglichkeiten direkt an der Elbe …


… und ruhige Plätze in zweiter Reihe.

ELBEPARK BUNTHAUS

ADRESSE: Moorwerder Hauptdeich 33, 21109 Hamburg, Tel. 040/18 04 72 15, info@elbepark-bunthaus.de, www.elbepark-bunthaus.de

ANFAHRT: A1 bis Ausfahrt Stillhorn, von dort der Beschilderung Stellplatz Bunthaus folgen.

GPS: N 53°27‘40“ E 10°3‘47“ Am südlichen Zipfel der Wilhelmsburger Insel zwischen den Flussarmen von Norder- und Süderelbe bietet der Elbepark Bunthaus in idyllischer Lage rund 60 z. T. allerdings recht enge Plätze in vier Kategorien vom unverstellten Blick auf die Elbe in der ersten Reihe bis zu Plätzen im Innenhof. Auf dem Gelände gibt es eine Gaststätte und morgens wird ein Brötchenservice angeboten. Der Stellplatz ist von Mitte März bis Anfang Oktober geöffnet. Die Hälfte der angebotenen Stellplätze kann online über die Website reserviert werden. Trotz der ruhigen Lage im Grünen gibt es eine vergleichsweise gute ÖPNV-Anbindung. Von der Bushaltestelle direkt vor der Zufahrt erreicht man mit der Buslinie 351 (verkehrt tagsüber im Stundenrhythmus) und einem Umstieg in die S3/S31 in Wilhelmsburg die HafenCity in gut einer halben Stunde.

SCHIFFSBAHNHOF UND SÜNDIGE MEILE
Landungsbrücken und Reeperbahn


Blick von den Landungsbrücken über die Elbe auf den Containerhafen

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Luxusliner, Containerriesen, traditionelle Großsegler und manchmal sogar Schweinswale: An Hamburgs Waterkant gibt es immer was zu sehen und so haben sich Landungsbrücken und Hafenpromenade zu einer beliebten Flaniermeile entwickelt. Von der Hafenstraße sind es nur ein paar Treppenstufen den Elbhang hinauf zur Reeperbahn. St. Paulis sündige Meile ist zwar nicht mal einen Kilometer lang, steckt aber voller Kontraste.

Der seit 1703 stattfinde Fischmarkt ist eine Hamburger Institution und bisher konnten ihm nur das Hochwasser der Sturmflut von 1962 und die Corona-Pandemie etwas anhaben. Hamburgs traditionsreichster Wochenmarkt ist ein großes Touristenspektakel und jeden Sonntag ab 5 Uhr in der Früh bringen die lautstarken Marktschreier kistenweise Wurst, Fisch, Obst und Gemüse oder auch Grünpflanzen an den Mann oder die Frau. Ursprünglich diente der Fischmarkt dazu, den frisch angelandeten Fisch zu verkaufen, bevor der verderben konnte, aber frischer Fisch wird in der historischen Fischauktionshalle schon lange nicht mehr versteigert. Dafür wippen die Schnäppchenjäger, Frühaufsteher und Nachtschwärmer beim Frühschoppen mit Bier, Kaffee, Fischbrötchen oder Bratwurst zum Takt der Livemusik.

24 METER UNTER DER ELBE

Folgt man der Hafenpromenade vom Fischmarkt in östliche Richtung, so kommt bald das monumentale Bauwerk der Landungsbrücken aus Tuffstein mit seinen zwei Türmen in Sicht.

Unter der mächtigen Kuppel am westlichen Ende verbirgt sich der Zugang zum Alten Elbtunnel. Der erste Flusstunnel Europas war bei seiner Eröffnung eine technische Sensation und dem rasanten Wachstum der Hansestadt geschuldet, die sich immer stärker auf das südliche Elbufer verlagerte. Als die Werften in den 1970er-Jahren in die Krise rutschten und nachdem der neue Elbtunnel gebaut wurde, nahm die verkehrspolitische Bedeutung des Alten Tunnels aber immer weiter ab. Mit dem Beginn der Sanierung der Weströhre 2019 ist die verbleibende Röhre bis auf Weiteres autofrei und nur noch Radfahrern und Fußgängern vorbehalten. Den Weg hinab unter den Grund der Elbe kann man entweder über 132 Treppenstufen oder bequem mit dem Fahrstuhl bewältigen. In 24 Meter Tiefe führt dann die Röhre mit einem Durchmesser von 6 Metern auf einer Länge von über 425 Metern unter der Elbe hindurch. Die Wände sind durchgängig gekachelt und mit unzähligen historischen Reliefs verziert. Auf der gegenüberliegenden Seite kommt man an der Aussichtsplattform Steinwerder am Bornsteinplatz wieder ans Tageslicht. Von dort bietet sich ein fantastischer Blick auf die Hamburger Skyline und der Fischbrötchencontainer Brücke 10 am Alten Elbtunnel kredenzt passend zum Hafenpanorama ein leckeres Fischbrötchen samt Bierchen.

TOURISTENMAGNET UND VERKEHRSKNOTENPUNKT

Die Landungsbrücken sind Hamburgs schwimmender Wasserbahnhof und waren einst die letzte Station in Europa für die Übersee-Dampfschiffe, von der diese zu ihrer langen Reise über den Atlantik aufbrachen. Heute sind die Landungsbrücken S- und U-Bahnstation und an den schwimmenden Pontons legen die Hafenrundfahrtbarkassen, Ausflugsschiffe sowie die Hamburger Hafenfähren an und ab.


Der Alte Elbtunnel verbindet die Landungsbrücken mit Steinwerder.

Eventlocation mit Tradition: Fischauktionshalle Altona

Als imposantes Zeugnis der stolzen Seefahrertradition der Hansestadt liegt an der Landungsbrücke 1 der über 110 Jahre alte Frachtsegler Rickmer Rickmers mit seinen drei Masten. Das schwimmende Wahrzeichen mit leuchtend grünem Bug und der eher ungewöhnlichen Galionsfigur in Form eines kleinen, pausbäckigen Jungen im Matrosenanzug am Bug beherbergt ein maritimes Museum sowie ein Restaurant. Gleich dahinter liegt das Museumsschiff Cap San Diego, das vom Maschinenraum bis zur Brücke besichtigt werden kann. Der ausrangierte Stückgutfrachter ist das größte fahrtüchtige Museumsschiff der Welt und läuft hin und wieder sogar zu Gästefahrten aus.

HAFENRUNDFAHRT FÜR SPARFÜCHSE

Eine Hafenrundfahrt gehört zum Hamburgbesuch wie das Tüpfelchen auf das i. Entsprechend groß sind die Angebote, um den Hamburger Hafen vom Wasser aus zu erleben und an den Landungsbrücken buhlen unzählige Reedereien um die Gunst der Kunden.

Zwei Hamburger Wahrzeichen: Rickmer Rickmers und Elbphilharmonie

Klassiker ist die etwa einstündige Große Hafenrundfahrt zu den wichtigsten maritimen Sehenswürdigkeiten der Hansestadt. Es gibt aber auch die Hafenrundfahrt XXL mit einer Fahrtzeit von bis zu drei Stunden. Die angesteuerten Ziele werden zum Teil auch durch die Schiffsform bestimmt. Der kultige Schaufelraddampfer z. B. passt im Gegensatz zu den Barkassen nicht unter den flachen Brücken der Speicherstadt hindurch. Es gibt also große Unterschiede und bevor Sie an Bord steigen, sollten Sie sich mit dem jeweiligen Anbieter über den Umfang der Tour verständigen und in Erfahrung bringen, welche Teile des Hafens angesteuert werden. Eine kostengünstige Alternative zur touristischen Hafenrundfahrt stellen die Hafenfähren (www.hadag.de) dar, die mit einem ganz normalen Ticket des Hamburger Nahverkehrs (HVV) genutzt werden können. Sie sind natürlich längst kein Geheimtipp mehr und die Linie 62 ist wohl die am stärksten frequentierte Fähre der Stadt. Sie legt an Brücke 3 der Landungsbrücken ab und schippert elbaufwärts vorbei an den Docks der Werft Blohm+Voss, dem Fischmarkt, dem Dockland, dem Museumshafen Övelgönne mit schönem Elbstrand und fährt dann von den imposanten Blankeneser Villen hinüber nach Finkenwerder am gegenüberliegenden Elbufer. Bei den Fähren muss man zwar auf das touristische Begleitprogramm verzichten, dafür wird der Geldbeutel geschont und man kann an den einzelnen Stationen aussteigen. Sogar die Fahrradmitnahme ist möglich und der Schiffsausflug kann mit einer schönen Radtour entlang der Elbe kombiniert werden.


SPEISEN IM NICHT ALLTÄGLICHEN AMBIENTE kann man im Kleinhuis Restaurantschiff im Museumshafen Övelgönne. An Bord der historischen HADAG-Fähre »Bergedorf« werden Labskaus und andere Hamburger Spezialitäten serviert. Werktags gibt es einen kostengünstigen Mittagstisch und Nachmittag das Kaffeeklatsch-Gedeck mit frischem Kuchen. Der fantastische Blick auf die Elbe ist immer inklusive. Ponton Neumühlen, 22763 Hamburg, Tel. 040/39 73 83, museumshafencafe@web.de, www.kleinhuis-restaurantschiff.de.

ST. PAULI BEI NACHT

Einen guten Ausblick über Hafen und Landungsbrücken bietet sich vom Aussichtspunkt »Bei der Erholung« vor dem Hotel Hafen Hamburg, den man von der Hafenstraße aus über ein paar Treppenstufen erreicht. Von hier ist es nur noch ein Katzensprung bis zur historischen Davidwache, die nicht zuletzt dank der Vorabendserie Großstadtrevier wohl das berühmteste Polizeikommissariat von Hamburg ist. Auf der Reeperbahn schlägt das Herz von St. Pauli und die blinkenden Neonreklamen von Sexshops, Kneipen, Schnellrestaurants, Erotikkinos und Spielhallen sind allgegenwärtig. Besonders hoch ist die Dichte der Kneipen und Nachtclubs in der Großen Freiheit, die am Beatles-Platz von der Reeperbahn abzweigt. Der runde Platz erinnert mit seinem schwarzen Bodenbelag an eine Schallplatte und Stahlsilhouetten stehen für die fünf damals noch unbekannten englischen Rockmusiker, die ab August 1960 in den Clubs auf der Reeperbahn ihre Weltkarriere starteten.


Steinwerder zählt zu den schönsten Aussichtspunkten in Hamburg.

Die Große Freiheit ist die bekannteste Seitenstraße der Reeperbahn.

Der Kiez ist aber nicht nur Rotlichtviertel, sondern hat auch eine ganze Menge bürgerlicher Kultur zu bieten. Im Stage Operettenhaus legte 1986 die Premiere von Cats den Grundstein für Hamburgs Karriere als Musicalstadt und rund um den Spielbudenplatz bieten Schmidt Theater, Schmidts Tivoli und Schmidtchen gerne besuchte Bühnen für Kleinkunst, Varieté und Musiktheater.

Nebenan hat sich der Wahlhamburger Udo Lindenberg mit der Panikcity selbst ein Denkmal gesetzt. Die multimediale Erlebniswelt informiert über Leben und Werdegang des Altrockers. Dank Virtual Reality können Besucher alte Weggefährten des Künstlers treffen und im Tonstudio selbst eine Aufnahme mit Udo einspielen.

Das nahe gelegene Panoptikum öffnete bereits 1879 seine Türen. Über 120 namhafte Prominente aus Kunst, Kultur, Sport und Politik gibt es in Deutschlands ältestem Wachsfigurenkabinett zu bestaunen und man merkt den Machern die Liebe zum Detail an. Die täuschend echten Figuren bieten die Chance auf ein Selfie mit der Queen und anderen bekannten Persönlichkeiten, denn das Fotografieren ist ausdrücklich erwünscht.


DEM HIMMEL GANZ NAH ist man im clouds – Heaven’s Bar & Kitchen im Hochhaus Tanzende Türme des Stararchitekten Hadi Teherani am Anfang der Reeperbahn. An das Restaurant im 23. Stock schließt sich die vollständig verglaste Dachterrasse im 24. Stock an. Natürlich ist Hamburgs höchstes Restaurant nicht gerade preiswert, dafür ist ein phänomenaler Blick über nahezu die gesamte Stadt garantiert. Reeperbahn 1, 20359 Hamburg, Tel. 040/30 99 32 80, restaurant@clouds-hamburg.de, www.clouds-hamburg.de.


Beatles-Platz Ecke Reeperbahn und Große Freiheit


Der Großsegler Rickmer Rickmers ist der Stolz des Hamburger Hafens.

AUF EINEN BLICK

Info

STADT/REGION: Landungsbrücken und Reeperbahn

BESTE REISEZEIT: Ganzjährig

OPTIMALE REISEDAUER: 2–3 Tage

TOURISTINFO: Hamburg Tourismus, Wexstraße 7, 20355 Hamburg, Tel. 040/30 05 17 01, www.hamburg-tourism.de

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