Kitabı oku: «Panoramawege Elbsandsteingebirge»

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Ausblick von der Bastei zur Stadt Wehlen, TOUR 11 .

Michael Moll

Panoramawege
ELBSANDSTEINGEBIRGE

Die 33 schönsten Aussichtstouren

Exklusiv für Sie als Leser:

MIT GPS-DATEN ZUM DOWNLOAD

unter: gps.bruckmann.de


Inhalt

Vorwort

Einleitung

DIE TOUREN

Klassiker im Elbsandsteingebirge

1Barbarine auf dem Pfaffenstein2:30 Std.

Klassische Felsnadeln und imposante Höhlen

2Unterwegs im Gelobtbachtal5:00 Std.

Malerisches Tal mit anschließenden Aussichtspunkten

3Vom Campingplatz zu den Wasserfällen5:00 Std.

Fantastische Ausblicke von den Schrammsteinen

4Panoramarunde bei Bad Schandau4:00 Std.

Zu den Aussichten auf die Sächsische Schweiz

5Im Auf und Ab über die Tafelberge2:30 Std.

Mit Einkehr zum Kleinhennersdorfer Stein

6Wo man Feen und Trolle vermutet2:30 Std.

Entspannte Wanderung durch den Uttewalder Grund

7In die Kirnitzschklamm an der Grenze5:00 Std.

Große Nationalparkrunde bei Hinterhermsdorf

8Tafelberge in einer Elbschleife4:30 Std.

Spannende Tour am Kleinen und Großen Bärenstein

9Malerische Felsen mitten im Wald5:00 Std.

Unterwegs zum Winterstein und zum Goldsteig

Über Stufen zu den Aussichten

10Einsam wandernd im Elbsandsteingebirge4:00 Std.

Wandertour zum Kleinen und Großen Pohlshorn

11Klassiker im Elbsandsteingebirge3:30 Std.

Durch die Schwedenlöcher hinauf zur Bastei

12Wanderung mit Klettervergnügen4:30 Std.

Abenteuerwanderung in der Häntzschelstiege

13Aufregende Stiegenwanderung4:00 Std.

Über Starke Stiege und Rotkehlchenstiege

14Auf einsamen Pfaden unterwegs4:00 Std.

Von Krippen bis auf den Kohlbornstein

15Ein ruhiges Tal erwartet uns3:30 Std.

Durch das Polenztal an Hohnstein vorbei

16Große Rundtour am linken Elbufer7:30 Std.

Die linkselbischen Tafelberge in Kombination

17Wanderung mit zweimaliger Schifffahrt3:30 Std.

Von Rathen über die Bastei nach Wehlen und zurück

18Auf den höchsten Berg des Gebirges7:00 Std.

Über die Tyssaer Wände zum Hohen Schneeberg

19Wanderung mit Kulturgeschichte4:00 Std.

Am Ufer der Elbe entlang bis zur Kaiserkrone

20Durch den Böhmerwald in Tschechien6:00 Std.

Das Tal der Kirnitzsch auf der tschechischen Seite

Grenzenloses Wandern

21Unterwegs auf dem Kögler Naturpfad8:00 Std.

Sehr gut informiert durch die Böhmische Schweiz

22Zum Katzfels bei Cunnersdorf3:00 Std.

Aussichten im beinahe unberührten Terrain

23Die Sächsische Schweiz in Miniatur4:30 Std.

Mit Aussichten und Flusswanderung zum Lilienstein

24Kurzausflug zum Prebischtor3:30 Std.

Eindrucksvoller Torbogen auf tschechischer Seite

25Wanderung im Bielatal2:30 Std.

Zwischen Kletterern am Herkulesfelsen

26Der Malerweg – Etappe 14:30 Std.

Von Liebethal nach Wehlen

27Der Malerweg – Etappe 25:00 Std.

Von Wehlen nach Hohnstein

28Der Malerweg – Etappe 34:00 Std.

Von Hohnstein nach Altendorf

29Der Malerweg – Etappe 47:00 Std.

Von Altendorf nach Neumannmühle

30Der Malerweg – Etappe 55:00 Std.

Von Neumannmühle nach Schmilka

31Der Malerweg – Etappe 66:30 Std.

Von Schmilka nach Gohrisch

32Der Malerweg – Etappe 75:00 Std.

Von Gohrisch nach Weißig

33Der Malerweg – Etappe 84:00 Std.

Von Weißig nach Pirna

Bruckmanns Tourenfinder

PS:

Register

Impressum


Die Barbarine ist gut zu erkennen, TOUR 1.


An manchen Aussichtspunkten helfen Infotafeln weiter, TOUR 2.


Die Wanderwege sind gut ausgeschildert, TOUR 3.


Auch Höhlen hat die Sächsische Schweiz viele zu bieten, TOUR 5.


Steinhäufchen am Wegesrand, TOUR 13


Für diesen Sonnenaufgang lohnt sich das frühe Aufstehen, TOUR 11.


Unterwegs in der Felsenburg Bastei, TOUR 17


Geschnitzte Eule an einer Einkehrmöglichkeit, TOUR 15


Fast immer wandert man mit Aussicht, TOUR 22.


Besser als jedes Katzenvideo, TOUR 22


Manchmal ist man zwischen hohen Felswänden unterwegs, TOUR 25.


Bezaubernde Städtchen warten auf die Wanderer, TOUR 28.

PIKTOGRAMME ERLEICHTERN DEN ÜBERBLICK


leicht
mittel
schwer
Gehzeit
Höhenunterschied
Weglänge
mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar
Seilbahn

ZEICHENERKLÄRUNG ZU DEN TOURENKARTEN


Wandertour mit Lawfrichtung
Tourenvariante
Ausgangs-/ Endpunkt der Tour
Wegpunkt
Bahnlinie mit Bahnhof
S-Bahn
Tunnel
Seilbahn, Gondelbahn
Bushaltestelle
Parkmöglichkeit
Hafen
Autofähre
Personenfähre
Flugplatz
Kirche
Kloster
Burg/Schloss
Ruine
Wegkreuz
Denkmal
Turm
Leuchtturm
Windpark
Windmühle
Mühle
Hotel, Gasthof, Restaurant
Jausenstation
Schutzhütte, Berggasthof (Sommer/Winter)
Schutzhütte, Berggasthof (Sommer)
Unterstand
Grillplatz
Jugendherberge
Campingplatz
Information
Museum
Bademöglichkeit
Bootsverleih
Sehenswürdigkeit
Ausgrabung
Kinderspielplatz
schöne Aussicht
Aussichtsturm
Wasserfall
Randhinweispfeil
Maßstabsleiste

Die Touren im Überblick


Leicht
4 Panoramarunde bei Bad Schandau
5 Im Auf und Ab über die Tafelberge
6 Wo man Feen und Trolle vermutet
10 Einsam wandernd im Elbsandsteingebirge
14 Auf einsamen Pfaden unterwegs
15 Ein ruhiges Tal erwartet uns
19 Wanderung mit Kulturgeschichte
22 Zum Katzfels bei Cunnersdorf
25 Wanderung im Bielatal
26 Der Malerweg – Etappe 1
33 Der Malerweg – Etappe 8
Mittel
1 Barbarine auf dem Pfaffenstein
2 Unterwegs im Gelobtbachtal
7 In die Kirnitzschklamm an der Grenze
9 Malerische Felsen mitten im Wald
11 Klassiker im Elbsandsteingebirge
16 Große Rundtour am linken. Elbufer
17 Wanderung mit zweimaliger Schifffahrt
18 Auf den höchsten Berg des Gebirges
20 Durch den Böhmerwald in Tschechien
21 Unterwegs auf dem Kögler Naturpfad
23 Die Sächsische Schweiz in Miniatur
24 Kurzausflug zum Prebischtor
28 Der Malerweg – Etappe 3
32 Der Malerweg – Etappe 7
Schwer
3 Vom Campingplatz zu den Wasserfällen
8 Tafelberge in einer Elbschleife
12 Wanderung mit Klettervergnügen
13 Aufregende Stiegenwanderung
27 Der Malerweg – Etappe 2
29 Der Malerweg – Etappe 4
30 Der Malerweg – Etappe 5
31 Der Malerweg – Etappe 6


Ausblick vom Hohen Schneeberg, TOUR 5

Vorwort

Liebe Leser,

in Deutschlands Regionen gibt es Landstriche, die sich zuweilen ähneln und bei denen rein optisch eine gewisse Verwechslungsgefahr lauert. Und es gibt Landschaften, die in Deutschland einmalig sind. Dazu zählt neben dem Wattenmeer und den Alpen auch das Elbsandsteingebirge in Sachsen. Rechts und links des noch jungen Elbtals erheben sich traumhafte Tafelberge, wie man sie in keinem anderen Bundesland findet. Zirkelstein, Kaiserkrone, Lilienstein, Königstein, Papststein und Rauenstein sind nur einige, die die Silhouette im Süden Sachsens prägen. Sie bieten mit ihren meist abgeflachten Plateaus eine markante Optik. Das Gute: Sie lassen sich relativ leicht erwandern oder erklimmen. Schlüpfen Sie in Ihre Wanderschuhe und lernen Sie die Aussichten von jedem dieser Tafelberge kennen. Blicken Sie vom Gohrisch auf den Königstein, bevor Sie dort die Festung besichtigen – mit Blick über das Elbtal und zum Lilienstein. Die Wanderwege in der Sächsischen Schweiz verlaufen immer wieder auf und ab, oftmals über Stufen oder Leitern. Das können auch mal über 800 Stufen am Stück sein wie bei den Brandstufen oder den Schwedenlöchern. Aber auch das ist ein unvergleichliches Erlebnis. Über die Schwedenlöcher gelangt man übrigens zur Bastei. Die Basteibrücke gilt als das Wahrzeichen der Sächsischen Schweiz und ist in ein beliebtes Fotomotiv und Ziel jedes Reisenden im Elbsandsteingebirge. Neben den Tafelbergen erheben sich zahlreiche Felsnadeln im und um den Nationalpark Sächsische Schweiz. Ob das die bei Kletterern beliebten Herkulessäulen im Bielatal sind oder die majestätisch aufragenden Schrammsteine oberhalb der Elbe – sie alle prägen die Landschaft genauso wie die Tafelberge – und sie bieten ebenfalls wunderbare Panoramen. Übrigens: Landschaftsräume enden nicht unmittelbar an einer Staatsgrenze. Das Elbsandsteingebirge zieht sich südwärts bis nach Tschechien. Dort liegt der höchste Gipfel in der Region, der Hohe Schneeberg. Er beherbergt die Dresdner Aussicht, von der man fast bis zur sächsischen Landeshauptstadt sehen kann. Gleich in der Nähe erheben sich die schroffen Tyssaer Wände und nahe der Staatsgrenze erlebt man mit dem Prebischtor eine Naturschönheit, die ihresgleichen sucht.


Es gibt jede Menge Rastmöglichkeiten, TOUR 7 .

Es gibt also viel zu erwandern, zu erleben und zu entdecken. Dieser Reiseführer soll Ihnen dabei eine hilfreiche Unterstützung sein. Haben Sie viel Spaß auf den Touren im Elbsandsteingebirge!

Michael Moll

Einleitung


Grüne Landschaften auf jeder Tour, TOUR 9

Die Sächsische Schweiz ist genau richtig für Erholungssuchende als auch für Aktivurlauber. Egal, ob Wanderer, Kletterer oder Radreisender oder ob man einfach nur mit seiner Kameraausrüstung frühmorgens auf der Suche nach einem schönen Landschaftsmotiv ist, fündig wird hier jeder. Die markanten Felsen im Elbsandsteingebirge bieten vielerlei Möglichkeiten für einen angenehmen Aufenthalt, den man zusätzlich noch mit einer Städtetour durch das sogenannte Elbflorenz, also Dresden, kombinieren kann.

Dabei ist kaum eine andere Landschaft in Deutschland unverwechselbar wie das Elbsandsteingebirge zwischen Pirna und der tschechischen Grenze. Markante Felsformationen erheben sich aus dem Blätterwirrwarr der Wälder und ragen oberhalb der Elbe weit in die Höhe. Die Felsen sind das ganze Jahr über eine Naturschönheit, ob im Sommer, wenn sie über den grün leuchtenden Baumkronen zu schweben scheinen und zahllose Kletterer aus Nah und Fern anlocken, oder im Winter, wenn der mittlerweile selten vorkommende Schnee eine glitzernd weiße Krone auf den abgeflachten Felsen bildet.

Rund drei Wochen vor der Wiedervereinigung wurde die Sächsische Schweiz zum Nationalpark erklärt, eine der letzten Amtshandlungen, die in der Deutschen Demokratischen Republik ausgeführt wurden. Er gehört zu den kleineren Nationalparks in Deutschland und erstreckt sich über zwei räumlich voneinander getrennte Gebiete. Beide befinden sich östlich der Elbe. Schon früh, nämlich in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts, wurde das Gebiet des heutigen Nationalparks für Besucher mit zahlreichen Wanderwegen erschlossen. Mitte desselben Jahrhunderts begann man zudem mit der »Wanderung in der Vertikalen« und entdeckte die Sächsische Schweiz als Klettergebiet, das sich bis heute großer Beliebtheit erfreut. Der Nationalpark Sächsische Schweiz reicht bis an die deutsch-tschechische Grenze, wo auf tschechischer Seite die Böhmische Schweiz beginnt und sich mit dem Nationalpark Böhmische Schweiz das entsprechende Pendant anschließt. Im Rahmen des Umweltschutzes und der Förderung des sanften Tourismus in den beiden Regionen wird bereits seit einigen Jahren grenzüberschreitend zusammengearbeitet.

Bei aller Freude über die markanten Felsformationen der Sächsischen Schweiz darf man darüber hinaus natürlich den Fluss nicht übersehen, der Namensgeber für das Elbsandsteingebirge war. Die Elbe entspringt im Riesengebirge, wo sie noch den tschechischen Namen Labe trägt, und überquert südöstlich von Bad Schandau die Grenze. In mehreren weiten Schleifen fließt sie durch das enge Tal unterhalb der steil aufragenden Felsen. Mit dem Erreichen von Pirna verlässt die Elbe die Sächsische Schweiz und durchquert später die Landeshauptstadt Dresden. Auch an ihrem Ufer lässt es sich entspannt wandern, während auf dem Fluss Ausflugsschiffe pendeln, von denen aus man einen herrlichen Blick auf das berühmte Basteigebiet oder die Festung Königstein genießen kann.

Übernachtung

Eine Vielzahl an Möglichkeiten hält das Elbsandsteingebirge bereit, um sein Haupt zu betten und sich für die Erlebnisse des nächsten Tages zu stärken. Klassisch sind die Gastgeberverzeichnisse der örtlichen Tourismusbüros, aber die meisten Übernachtungsmöglichkeiten sind ohnehin im Internet vertreten, wo man sie insbesondere für die Ferienzeiten vorab reservieren sollte.

Pensionen: Wer als Selbstversorger unterwegs ist und ein wenig sparen möchte, der wird bei der riesigen Auswahl an Privatzimmern und Ferienwohnungen sicherlich fündig. Meistens sind diese sehr schön gelegen, können aber auch schon mal in einer gewöhnlichen Wohnsiedlung Pirnas liegen. Der Einrichtungsstil hängt natürlich sehr vom Eigentümer ab und kann von topmodern bis zu historisch reichen. Man sollte sich auf jeden Fall nicht wundern, wenn Gästebücher aus der Zeit der DDR im Regal stehen.

Hütten: Wer sich auf die Suche nach einer klassischen Wanderhütte macht, wird nicht zwangsläufig fündig. Beim genaueren Hinsehen stellt sich meistens heraus, dass die eine oder andere Wanderhütte eher eine Pension oder gar ein Hotel ist. Diese bieten dann wiederum jeglichen Komfort, sind aber auch auf Wanderer eingestellt und erlauben praktischerweise auch die nur einmalige Übernachtung.


Der Klassiker in der Region: Treppenstufen, TOUR 10

Jeder Aufstieg wird mit einer Aussicht belohnt, TOUR 11 .

Boofen: Boofen ist nicht nur eine Art der Übernachtung, sondern gleichzeitig Mundart, denn es leitet sich vom umgangssprachlichen Wort pofen für schlafen ab. Daher gibt es Boofen in dieser Form bzw. unter diesem Namen nur in der Sächsischen Schweiz. Gemeint ist ein Biwakplatz in freier Natur, so zum Beispiel in einer Höhle oder an einem Überhang der Sandsteinfelsen. Allerdings ist darauf zu achten, dass das Boofen im Nationalpark nur an gekennzeichneten Stellen erlaubt ist und auch nur von Kletterern ausgeübt werden darf. Denn das Biwakieren in einer Boofe stammt traditionell von den Bergsteigern im Elbsandsteingebirge, die während ihrer Klettertour eine Übernachtungsmöglichkeit benötigten.

Camping & Wohnmobilstellplätze: Ein gutes Dutzend Campingplätze laden Zelt- und Wohnwagentouristen zum Übernachten auf ihren Plätzen ein. Die Ausstattungen reichen dabei von einfach bis komfortabel, meist mit sehr schöner Lage und natürlich der Möglichkeit, seine Wäsche zu trocknen oder das Wohnmobil an die Stromversorgung anzuschließen. Im Vergleich zu anderen deutschen Flusstälern wie dem Weserbergland, der Mosel oder dem Mittelrheintal hinkt das Elbtal in der Sächsischen Schweiz jedoch bei Wohnmobilstellplätzen hinterher. So gehört der Wohnmobilstellplatz in Struppen beispielsweise zum Campingplatz, wo auch Wohnwagen und Zelttouristen unterkommen. Hervorzuheben ist hier Pirna mit einem Stellplatz für acht Wohnmobile im Schlosspark von Schloss Sonnenstein und einem kostenlosen Übernachtungsplatz am Elbufer, wo Wohnmobile für eine Nacht geduldet werden.


Rastbank am Zirkelstein, TOUR 2

Ausrüstung

Die geringste Ausrüstung braucht man beim Wandern, das mal vorweg. Immerhin reicht ein Paar gute und sichere Wanderschuhe, mit denen jeder auf den Waldwegen und Wurzelpfaden der Sächsischen Schweiz unterwegs sein kann. Doch um alle Wege der Region zu erwandern, sollte man viel Zeit mitbringen. Die Gesamtlänge aller Wanderwege beträgt über 1000 Kilometer. Die Auswahl reicht dabei von einfachen Rundkursen, auf denen auch Familien mit Kinderwagen auf ihre Kosten kommen, und barrierefreien Wegen, die eigens für Rollstuhlfahrer klassifiziert wurden, da hier besonders die Wegbeschaffenheit und das Streckenprofil eine große Rolle spielen.


Die Basteibrücke ist ein beliebtes Reiseziel, TOUR 11 .

Eine Besonderheit bilden die Stiegentouren, die sich an erfahrene Wanderer richten. Diese Stiegen sind fest im Fels installierte Trittstufen, die zwischen engen und hohen Felswänden das Wandern in der Vertikalen ermöglichen. Auf manchen Stiegen wird zusätzlich ein Klettersteigset zur Sicherung empfohlen. Aufgrund der Enge und der Höhe sind solche Stiegentouren nicht für jedermann geeignet. Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sind oftmals erforderlich. In manch schmaler Felskluft ist es auch hilfreich, wenn man kein Problem damit hat, sich durch Engstellen zu winden. Einige dieser Engstellen sind so schmal, dass hier eine Einbahnregelung gilt, weil es einfach keinen Platz für entgegenkommende Wanderer gibt.

Wer mehr als nur eine Tageswanderung unternehmen und dennoch auf Gepäck verzichten möchte, kann auf einen Gepäcktransport zurückgreifen. Diese Variante bietet sich vor allem auf dem Malerweg an (s. Touren 26–33). Dieser 112 Kilometer lange Wanderweg ist in acht Etappen unterteilt und gilt als Hauptwanderweg im Elbsandsteingebirge. Dabei handelt es sich beinahe um einen Rundwanderweg, der im Norden von Pirna beginnt und durch die schönsten Abschnitte der Sächsischen Schweiz bis zur tschechischen Grenze führt. Dort wechselt man auf die linke Seite der Elbe und genießt die Landschaft auf dem Rückweg nach Pirna. Seinen Namen erhielt der Weg übrigens durch die zahlreichen Maler, die hier unterwegs waren und die spektakulären Landschaften auf Leinwand bannten. Der berühmteste von ihnen dürfte Caspar David Friedrich gewesen sein, der hier sein Werk Der Wanderer über dem Nebelmeer schuf.

Anforderungen

Die Schwierigkeitsgrade hängen vom Zustand der Pfade und Wege sowie der Beschaffenheit des Geländes ab.

Leicht: Spaziergänge auf guten, meist ebenen Wegen mit geringen Steigungen mit einer Dauer von bis zu drei Stunden.

Mittel: Wanderungen mit einer Dauer von mehr als drei Stunden und geringen Steigungen bzw. Spaziergänge von geringerer Dauer mit teils schwierigen Wegbedingungen, z. B. hervorstehende Baumwurzeln oder umgestürzte Bäume.

Schwer: Längere Wanderungen mit Steigungen von mehr als 500 Höhenmetern, die Trittsicherheit und Schwindelfreiheit voraussetzen.

Gehzeiten

Die Angaben im Buch sind nur als ungefähre Näherungswerte und ohne Pausen zu verstehen. Diese hängen natürlich von der eigenen Kondition und Geschwindigkeit ab.

Einkehrmöglichkeiten

Nicht alle Touren führen an Einkehrmöglichkeiten vorbei. Daher ist auf Rucksackverpflegung zu achten. Außerdem sollte man sich vor Antritt der Wanderung am Ausgangspunkt über die Öffnungszeiten der anvisierten Einkehrmöglichkeit informieren. Sie können saisonbedingt unterschiedlich ausfallen.

Naturschutz

Natürlich sind die Wege nicht zu verlassen, Pflanzen sollten nicht unnötig gepflückt werden, und Tiere sind in Ruhe zu lassen. Am besten erlebt man die Sächsische Schweiz, wenn man sich selbst leise durch die Landschaft bewegt und Gespräche während der Wanderung in angemessener Lautstärke führt. Bewährt hat sich die Regel, dass man nie mehr als seinen Fußabdruck hinterlassen sollte. Besonders das Zurücklassen von Verpackungsmüll ist gedankenlos und nicht nachvollziehbar. Wer seine Verpackung gut gefüllt in die Natur bringen konnte, kann sie anschließend auch leer wieder mitnehmen, um sie im Mülleimer zu entsorgen. Nachkommende Menschen und natürlich auch die hier lebenden Tiere möchten die Natur ebenfalls genießen. Das gilt auch für unnötiges Zertrampeln und Abreißen von Pflanzen. Und auch wenn Steine totes Material sind, bleiben Felsritzungen für immer bestehen und sind keine Schönheit, sondern ein unnötiger Eingriff in die Natur.

Für eine besondere Vegetation sorgt die skurrile Felslandschaft der Sächsischen Schweiz. In den engen und zum Teil tiefen Schluchten zwischen den Felswänden und Nadeln ist es auch an heißen Tagen deutlich kühler und es bildet sich ein Mikroklima, das eher an kalt-feuchte Keller erinnert. So wachsen in diesen eher schattigen Lagen Pflanzen, die man sonst oftmals nur in Hochgebirgslagen vorfindet. Dazu gehört zum Beispiel das Zweiblütige Veilchen, das normalerweise in Höhen von über 1000 Metern gedeiht. Finden kann man es überwiegend rechts der Elbe, so unter anderem im Uttewalder Grund oder im Amselgrund. Vorkommen gibt es zwar auch im Kirnitzschtal, diese sind aber durch Hochwasser gefährdet.

Ebenfalls selten sind in Mitteleuropa verschiedene Farnpflanzen, die aber im Bereich des Nationalparks anzutreffen sind oder dort zumindest einmal wuchsen. Ein Beispiel ist der Englische Hautfarn, der Mitte des 19. Jahrhunderts im Uttewalder Grund entdeckt wurde, aber durch menschliche Einflüsse leider in der Region ausstarb.

Die Sächsische Schweiz ist waldreich. Weit verbreitet ist die Stieleiche, doch Rotbuchen, Weißtannen und Kiefern trifft man bei Wanderungen durch die Wälder an. Vor allem die Kiefer fällt durch ihre meist einsame Lage auf. Beinahe jeder zweite Baum in der Sächsischen Schweiz ist eine Fichte und sogar die größte Fichte Sachsens wächst in der Region. Man findet sie in der Kirnitzschklamm, sie ist über 60 Meter hoch und wächst bereits seit fast 400 Jahren.


Verlaufen ist kaum möglich, TOUR 12 .

Klima und Reisezeit

Die beste Zeit zum Wandern in der Sächsischen Schweiz liegt zwischen April und Oktober, wenn die Temperaturen am ansprechendsten sind. Allerdings muss man dann mit heftigen Sommergewittern rechnen. Doch auch im Herbst und Winter kann sich die Sächsische Schweiz sehen lassen, insbesondere, wenn der Tag mit Nebel beginnt und aus dem Nebelmeer die einzelnen Felstürme nach oben ragen. Trotz der Bezeichnung Gebirge ist im Elbsandsteingebirge mit heftigen Schneefällen eher selten zu rechnen.


Dichte Wälder in engen Tälern, TOUR 6

Klassiker im Elbsandsteingebirge


Über Stock und Stein wandert man vielerorts.


Beim Wandern gibt es viel zu entdecken.


Engstellen gehören zum Wandern in der Sächsischen Schweiz dazu .


Den Tafelberg Königstein erkennt man gut an der gleichnamigen Festung.

1 Barbarine auf dem Pfaffenstein
Klassische Felsnadeln und imposante Höhlen

Eines der Wahrzeichen in der Sächsischen Schweiz ist zweifelsohne die Barbarine. Wie ein Fels in der Brandung, möchte man beinahe sagen, wäre hier doch Brandung, ragt die Felsnadel in die Höhe. Beim Anblick der Barbarine gibt es zudem drumherum Aussicht pur.


Tourencharakter

Grundsätzlich eigentlich leichte und kurze Tour, die jedoch durch Engstellen und Eisenleitern eher als mittel einzustufen ist und Trittsicherheit erfordert.

Ausgangs-/Endpunkt

Bushaltstelle Pfaffendorf Ortsmitte

Anfahrt

Mit dem Bus 244a ab Kleingießhübel via Cunnersdorf; mit dem Auto in Königstein die B172 verlassen und der Beschilderung nach Pfaffendorf folgen. Entweder bis zum Parkplatz an der Haltestelle oder 500 m weiter bis zum Wanderparkplatz

Gehzeiten

Rundweg ab Bushaltestelle – Kreuzung am Waldrand 0:20 Std. – Berggaststätte Pfaffenstein 0:45 Std. – Barbarine 1:00 Std.– Aussichtspunkt Quirl 1:40 Std.– Diebskellerhöhle 1:50 Std.

Beste Jahreszeit

Ganzjährig

Einkehr

Berggaststätte Pfaffenstein, Pfaffensteinweg 1, 01824 Königstein, Tel. 035021/594 10, www.pfaffenstein.com

Hinweis

Trittsicherheit erforderlich; Kinder sollten wegen Absturzgefahr beaufsichtigt werden; Hundebesitzer wählen besser den »bequemen Aufstieg«, siehe Beschilderung und Hinweis im Text.


Auf dem Weg zur Barbarine durchquert man zunächst das Naturschutzgebiet Paffenstein auf dem gleichnamigen Tafelberg. Nicht die schlechteste Voraussetzung für eine tolle Wanderung. Außerdem sind es nur wenige Meter, bis wir das überschaubare Zentrum vom nahe gelegenen Ort Pfaffendorf verlassen haben. Gleich neben der Haltestelle und dem Parkplatz verläuft ein schmaler Trampelpfad zwischen zwei Häusern hindurch. Kaum erblickt, hat man schon die ersten leichten Höhenmeter absolviert. Am Sportplatz wenden wir uns nach links und spazieren zunächst auf dem asphaltierten Landwirtschaftsweg. Keine Sorge, der Asphalt verschwindet noch. Vor uns erhebt sich bereits deutlich sichtbar der Tafelberg Pfaffenstein und man ahnt schon, dass der Untergrund dort alles andere als asphaltiert ist.

Parallel zu den Häusern von Paffendorf und mit Blick über den Ort gelangen wir zur ersten Wegkreuzung. Von links kämen nun die Wanderer, die mit dem Auto angereist sind und sich lieber für den etwas größeren Wanderparkplatz am hinteren Ende des Dorfes entschieden haben. Die Richtung scheint klar, wir biegen rechts auf den Pfaffensteinweg ab und haben gleich am Waldrand die Qual der Wahl. Die Beschilderung schlägt vor, dass wir rechts einen bequemen Aufstieg wählen können. Ja, er ist in der Tat bequem und führt zunächst am Waldrand entlang und wenig später dann mit einem leichten Aufstieg durch die sogenannte Nasse Schlucht. Keine Frage, das ist absolut sehenswert. Aber wir mögen es dann doch lieber etwas herausfordernder und die Nasse Schlucht mit ihren engen Felswänden können wir auch von der anderen Seite aus erreichen. Und solange wir ohne Vierbeiner unterwegs und mit dem Besteigen von Eisenleitern vertraut sind, wählen wir den links abzweigenden Weg durch den Wald. Zunächst sind es nur ein paar Holzbohlen, die wir überwinden und dabei an Höhe gewinnen. Ab und an müssen wir den Kopf einziehen, weil so mancher Gesteinsbrocken neben dem Aufstieg liegt und mit seinem Überhang in den Wanderweg hineinragt. Den breiten Stufen aus Holzbohlen folgt eine schmalere steinerne Treppe. Ein Handlauf gibt uns beim Aufstieg Sicherheit und Halt, während sich rechts und links von uns die Felswände in die Höhe erheben.


Und plötzlich ragt ein Felsen in die Höhe.

Stellenweise wird es so eng, dass wir den Gegenverkehr abwarten müssen. Und nach kurzer Zeit folgt im Anschluss an eine Engstelle die bereits erwähnte Eisenleiter. Auch hier heißt es nochmal Kopf einziehen. Der Rucksack schleift vielleicht noch ein wenig an dem überhängenden Felsen, doch ehe man sich‘s versieht, hat man die Leiter hinter sich gebracht. Nicht ohne Grund trägt dieser Aufstieg auch den Namen Nadelöhr. Hinter dem Nadelöhr wandern wir deutlich angenehmer und folgen der weiß-rot-weißen Markierung durch den Wald des Pfaffensteins. An einem Abzweig hätten wir die Möglichkeit zu einem kleinen Abstecher nach rechts, um die bereits erwähnten Felswände in der Nassen Schlucht zu erleben. Ganz automatisch kommen wir geradeaus an der Berggaststätte Pfaffenstein vorbei. Aber warum eigentlich »vorbei«? Die Tische und Bänke laden zu einer herrlichen Pause bei einer kleinen Speise ein. Und ganz nebenbei erhebt sich direkt neben der Gaststätte ein runder Aussichtsturm. Einen Rundumblick darf man jedoch nicht erwarten, denn auf dem 29 Meter hohen Turm ist das Panorama durch die umstehenden Bäume ein wenig eingeschränkt. Das mag bei der Fertigstellung im Jahr 1904 noch anders gewesen sein. Damals ersetzte dieser Turm einen bereits bestehenden hölzernen Aussichtsturm.

Die Festung Königstein ist gut zu erkennen.

Der Wanderweg auf dem Tafelberg bietet weitere spektakuläre Engstellen. Gerade einmal 40 bis 50 Zentimeter sind zwischen zwei Felswänden Platz, die eine weitere enge Treppe flankieren. Kopf einziehen und wieder ein wenig mit dem Rucksack an den Wänden entlangschleifen – aber das kennen wir ja schon. Am Ende des Weges erreicht man schließlich ein felsiges Plateau. Eine gute Gelegenheit, den Rucksack abzustreifen, sich hinzusetzen und einfach bei einem kleinen Picknick den Blick über die bewaldeten Hügel schweifen zu lassen. Insbesondere nach Süden und Westen kann man gut blicken. Nach Norden weniger, denn von dort kamen wir durch die Felsschluchten. Und für den Blick nach Osten gehen wir ein paar Schritte zurück und durch die schmale Schlucht hinein zum Aussichtspunkt.

Der Ausblick ist fantastisch. In der Ferne weitere Hügel und Wälder, unter uns in der Tiefe ein paar Kletterer und direkt vor uns erhebt sich die über 40 Meter hohe Barbarine. Sie scheint zum Greifen nah, ist aber dennoch unerreichbar. Das gilt auch für die vielen Kletterer, die hier normalerweise in der Sächsischen Schweiz aktiv sind und denen man während einer Wandertour immer wieder zuschauen kann. Seit 1975 darf die Barbarine aus Gründen des Naturschutzes nicht mehr bestiegen werden. Genau 70 Jahre zuvor stand der erste Mensch auf der abgeflachten Kuppe der Felsnadel. Damals wurde die Barbarine von einem Dresdner und einem amerikanischen Bergsteiger in einer Erstbesteigung »erobert«. Nachdem wir die Pause auf dem Plateau bei einer leckeren Brotzeit ausgiebig genossen haben, ziehen wir los zu unserem nächsten Wanderziel auf dieser Tour. Dafür gehen wir ein kurzes Stück zurück bis kurz vor die Berggaststätte und wenden uns nach links. Dort führt uns der sogenannte bequeme Abstieg langsam wieder vom Pfaffenstein herunter. An der Kreuzung könnten wir rechts abbiegen und am Waldrand entlang wieder zum bereits bekannten Abzweig zurückgelangen. Wir gehen jedoch geradeaus und folgen dem Pfad durch den Wald bis zum Oberen Kohlweg. Diesen berühren wir jedoch nur kurz und verlassen ihn schon nach wenigen Metern wieder halbrechts. Über die Felder zu unserer Rechten blicken wir zurück zum Pfaffenstein. Auf unserer linken Seite erhebt sich inmitten der Bäume der nächste Aussichtspunkt. Nach einer scharfen Linkskurve geht es für uns wieder deutlich in die Höhe und wir gelangen zum Aussichtspunkt Quirl. Auch beim Quirl handelt es sich um einen Tafelberg, auch wenn er kaum als solcher erkennbar ist. Er ist bekannt für zahlreiche Höhlen, die sich zum Teil erkunden lassen. Zu ihnen gehört zum Beispiel die Baumannhöhle in unmittelbarer Nähe zur Aussicht. Ein wenig weiter im Wald gelangt man zur größten Höhle der Sächsischen Schweiz, der Diebskeller-Höhle. Mit einem Felsen als Tisch bietet sie guten Unterschlupf, falls das Wetter während der Wanderung nicht mehr halten sollte. Doch leider hat diese Bequemlichkeit auch ihren Preis, denn die Höhle wird in den Abendstunden gern von ortsansässigen Jugendlichen als Treffpunkt genutzt. Unrat, alte Lagerfeuerplätze und zum Teil verrußte Felswände sind die stummen Zeugen.

Pfaffenstein

Der Tafelberg Pfaffenstein trägt auch den Beinamen »Sächsische Schweiz im Kleinen«. Grund hierfür ist die vielseitige Struktur mit zahlreichen Höhlen, Schluchten und zerklüfteten Felswänden auf dem Berg. Touristisch erschlossen wurde der Pfaffenstein insbesondere durch Carl Gottlob Jäckel im 19. Jahrhundert, der erste Wege anlegte und ausbaute.

Die Barbarine ist eines der Wahrzeichen der Region.


Einige Stufen sind zu überwinden.

Auf einem schmalen Weg geht es langsam wieder hinab und durch den Wald bis zum Waldrand. Abermals blickt man auf den rund 1 Kilometer entfernten Pfaffenstein, der mit seinen aufragenden Felswänden ein toller Hingucker ist. Es dauert nicht lange, bis wir die ersten Häuser von Pfaffendorf erreichen. An der ersten Gabelung vor den Gebäuden halten wir uns rechts und umrunden einen Sportplatz. Wir kennen ihn schon, denn an seinem anderen Ende finden wir den Abstieg zum Ausgangspunkt bzw. der Haltestelle wieder.

2 Unterwegs im Gelobtbachtal
Malerisches Tal mit anschließenden Aussichtspunkten

Bei einem Blick auf den Start- und Zielpunkt könnte man auf den Gedanken kommen, dass man einfach nur dem Elbufer flussabwärts folgte. Zugegeben, so könnte man tatsächlich wandern, das wäre kurz, schnell und einfach. Aber wer will das schon so haben?


Tourencharakter

Durch die Länge der Tour und der Steigleitern an den Aussichtspunkten eine mittelschwere Wanderung. Bis auf einen deutlichen Aufstieg aus dem Elbtal heraus jedoch kaum größere Anstiege.

Ausgangs-/Endpunkt

Bahnhof Schöna oder Fährstelle Schöna gleich daneben; Endstation ist der Fähranleger Krippen.

Anfahrt

Mit der S1 oder RE20 oder U28 zum Bahnhof Schöna. Parkmöglichkeiten nur auf tschechischer Seite, von dort mit der kleinen Elbfähre zum Ausgangspunkt. Da es sich um eine Streckenwanderung handelt, empfiehlt es sich, den Wagen in Krippen abzustellen, mit der Bahn zum Ausgangspunkt zu fahren und zum Auto zurückzuwandern.

Gehzeiten

Bis Grenzübergang nach Tschechien 0:20 Std. – Gelobtbach-Wasserfall 0:30 Std. – Zilka-Quelle 0:50 Std. – Zirkelstein 2:00 Std.– Kaiserkrone 2:30 Std. – Hunskirche 3:15 Std. – Kleine Bastei 4:00 Std.

Beste Jahreszeit

April–Oktober

Einkehr

Zur Waldschänke, Marktweg 112, 01814 Schöna, Tel. 035028/801 50; Landgasthaus Zirkelstein, Hauptstraße 37b, 01814 Reinhardtsdorf-Schöna, Tel. 035028/802 24, www.gasthaus-zirkelstein.de; Café Sonnenuhr, Elbweg 9a, 01814 Bad Schandau (Krippen), Tel. 035028/85 90 00, www.sonnenuhr-krippen.de


Daher wenden wir uns am Ausgangspunkt, dem Bahnhof in Schöna, in die andere Richtung. Wir schauen dorthin, wo das Wasser der Elbe herkommt. Der Blick geht nach Süden, also Richtung Tschechien. Und das eigentlich südliche Nachbarland ist im Grunde schon da. Wir sind ungefähr auf der Hälfte der Strecke, auf der die Elbe einen Grenzfluss bildet. Wir, linkselbisch und jetzt aktuell am westlichen Ufer, stehen in Deutschland und drüben am gegenüberliegenden Flussufer sind die Fußgänger und Autofahrer in Tschechien unterwegs. Die Staatsgrenze verläuft hier genau in der Flussmitte.

Zu Beginn unserer Wanderung bleiben wir aber zunächst am Flussufer. Wir lassen den Bahnhof und den kleinen Fähranleger hinter uns und wandern dem Fluss entgegen. Auf dem Elberadweg zwischen Uferböschung und Bahngleisen wird uns schnell klar, dass wir irgendwann eine deutliche Steigung zu überwinden haben. Denn gleich hinter dem Bahndamm geht es steil bergauf. Vereinzelt ragen Felsgruppen zwischen den Baumkronen heraus und zeigen ihr beeindruckendes Antlitz. Es ist soweit, sobald wir den Grenzübergang nach Tschechien erreicht haben. Hier, wo die Elbe zumindest zur Hälfte ihre ersten Meter auf deutscher Seite zurücklegt, verlassen wir sie und unterqueren die Bahngleise nach rechts. Das Elbtal lassen wir damit hinter uns und sind nun im Gelobtbachtal unterwegs. Doch Tal ist nicht gleich Tal. Das Gelobtbachtal begrüßt uns gleich mal mit einer Steigung, die es in sich hat. Das zarte Bächlein kommt uns entgegengesprudelt, während wir uns ein wenig damit abmühen, den Höhenunterschied zu überwinden. Doch keine Sorge, das ist der anstrengendste Teil der Wanderung und nach spätestens 10 Minuten nur noch Geschichte.

Belohnt werden wir oben nicht nur damit, dass es fortan deutlich flacher und langfristig sogar bergab geht, sondern auch mit dem Anblick des Gelobtbach-Wasserfalls. Der Wasserfall alleine ist zwar weniger beeindruckend, doch schön anzuschauen ist das Gesamtensemble. Das Wasser fällt in den künstlich angelegten Teich, wird auf der einen Seite gestaut und auf der anderen Seite von einer meterhohen und steil abfallenden Wand flankiert. Gleich dahinter verläuft der Wanderweg über Stock und Stein durch das malerische Gelobtbachtal. Immer wieder findet man im Unterholz die kleinen weißen und quadratischen Grenzsteine mit den Lettern C und D. Wir wandern nämlich stets an der deutschtschechischen Grenze entlang und überqueren dabei immer mal wieder den Bachlauf. Verwunschen wirkt das idyllische Tal, das auch in heißen Sommermonaten für etwas Abkühlung sorgt. Zwischen moosbehangenen Felswänden blicken wir auf Flechten und Farne und folgen dem Bachlauf bzw. der grünen Grenze zwischen Deutschland und Tschechien, bis wir den Abzweig zur Ziska-Quelle entdecken.


Treppauf geht es zum Zirkelstein und zur Kaiserkrone.

Quergelobtbach heißt dieses kleine Tal, in dem wir weiter an Höhe gewinnen und nach kurzer Wanderung die ausgewiesene und gefasste Quelle entdecken. An der Quelle wenden wir uns nach rechts und wandern in Richtung Zielpunkt. Das heißt, wir sind jetzt oberhalb unseres bisherigen Wanderwegs unterwegs, nur eben in die andere Richtung. Auf dem Weg durch den Wald überqueren wir ganz nebenbei den Schwarzen Pfützenbach, hinter dem wir uns entscheiden können, da es zwei Wegmöglichkeiten gibt. Die etwas unsichere Variante, für die ein GPS-Gerät hilfreich ist, verläuft nach rechts. Knappe 100 Meter darauf halten wir uns an einer Weggabelung halblinks und biegen weitere 800 Meter später an einer Waldkreuzung links ab. Dem Hauptweg folgt man nun bis zur Schiebquelle, um kurz dahinter in der Nähe einer kleinen Wohnsiedlung den Waldrand zu erreichen. Unsicher ist der Weg, weil viele Forstwege abzweigen, was zu Verwechslungen führen kann. Einfacher ist es daher, hinter dem Schwarzen Pfützenbach geradeaus zu wandern, um auf dem Gelobtweg und später dem Marktweg die Wohnsiedlung von der anderen Seite aus zu erreichen. Das hat ganz nebenbei noch den Vorteil, dass man an der Gaststätte Zur Waldschänke vorbeikommt, die jedoch nur an Wochenenden geöffnet hat. Kurz hinter der Gaststätte kommt man zu einem Wanderparkplatz. Wenn wir dort rechts abbiegen, erreichen wir 300 Meter später genauso den Waldrand und wandern zwischen Wald und Feld geradeaus.

Hunskirche

Hunskirchen, zuweilen auch Hundskirche geschrieben, haben nichts mit den treuen vierbeinigen Begleitern zu tun. Vielmehr leitet sich der Begriff aus dem Mittelhochdeutschen ab und steht für hochragender (hun) Fels (kerk). Davon gibt es in der Sächsischen Schweiz mehrere, die berühmteste ist die Große Hunskirche am Papststein, die gern als Kletterfelsen genutzt wird.

Über das Feld hinweg erblicken wir schon den Zirkelstein, den wir anvisieren. Denn er ist nach einer Linkskurve unser nächstes Zwischenziel auf dieser Tour. Dazwischen passieren wir das Zirkelsteinressort, eine Jugendherberge in fantastisch ruhiger Umgebung. Gleich dahinter halten wir uns scharf rechts und folgen dem nur noch kurzen, steilen Aufstieg bis hinauf auf den Zirkelstein – die letzten Höhenmeter mittels Stufen und Handlauf. Ein toller Ausblick, der uns hier erwartet! Nach Norden schaut man auf die markanten Felsen der Schrammsteine und man ahnt, wie dort unterhalb dieser Felswand die Elbe verläuft. Davor, beinahe zum Greifen nahe, erhebt sich die Kaiserkrone, die wir gleich mal ansteuern wollen, um auch von dort einen Rundumblick genießen zu können.


Der Zirkelstein von der Kaiserkrone aus gesehen

An der Nordseite steigen wir vom Zirkelstein wieder ab, erreichen nach einem kurzen Weg durch den Wald, der den Tafelberg umschließt, einen landwirtschaftlichen Weg. Wir wenden uns nach rechts und folgen dem Weg zu den Häusern, die wir gerade schon vom Gipfel des Zirkelsteins sehen konnten. Sie gehören zu Schöna, dem Ortsteil von Reinhardtsdorf-Schöna. Praktischerweise kommen wir beim Spaziergang durch den Ort am Landgasthaus Zirkelstein vorbei, in dem wir uns ein wenig stärken können. Von der Hauptstraße zweigt die Bahnhofstraße ab. Wer schon müde Füße hat, kann hier einfach der Hauptstraße folgen, doch wer sich noch für einen weiteren Aussichtspunkt begeistern kann, der wandert auf der Bahnhofstraße rund 250 Meter bis zum ersten Abzweig nach links. Zwischen den Wohnhäusern beginnt der Aufstieg, der ebenfalls über so manche Leiter auf die Kaiserkrone führt.


Unterwegs wird man von Steinskulpturen begrüßt.

Im Gegensatz zum Zirkelstein bietet dieser Tafelberg gleich mehrere Aussichtspunkte. Einer davon wird als Caspar-David-Friedrich-Denkmal bezeichnet. Der Fels dort gilt als der Aussichtspunkt, auf dem der berühmte Wanderer über dem Nebelmeer aus dem gleichnamigen Gemälde posierte. Nachdem wir den höchsten Gipfel der Kaiserkrone erreicht haben und nach dem Genuss der Aussichten wieder vom Tafelberg hinabsteigen, gehen wir den gleichen Weg zurück zur Bahnhofstraße und zur Hauptstraße in Schöna. Wir wandern durch die Siedlung und biegen erst an der Haltestelle Reinhardtsdorf-Ehrenmal rechts ab, um die Wohnhäuser hinter uns zu lassen.

Zwischen den Feldern erreichen wir den Wald, tauchen in diesen ein und gelangen schon bald zu einem weiteren Aussichtspunkt. Von der Plattform Hunskirchen blicken wir hier in das Elbtal und in das kleine Örtchen Schmilka am gegenüberliegenden Flussufer. Oberhalb der Elbe wandern wir nun gute 3 Kilometer durch den Wald und genießen dabei immer wieder den Ausblick auf die mächtigen Schrammfelsen am rechtsseitigen Elbufer. Ein kleines Hinweisschild schickt uns noch nach rechts zu einem Abstecher zur Kleinen Bastei. Ansonsten bleiben wir geradeaus bis zur Asphaltstraße Zum Mittelhang und unterqueren gleich an der ersten Gelegenheit die Bahntrasse. Danach nur noch nach links und schon sind wir wieder auf dem Elbtalradweg und wandern am Ufer bis zum Fähranleger.

3 Vom Campingplatz zu den Wasserfällen
Fantastische Ausblicke von den Schrammsteinen

Herrliche Ausblicke belohnen unsere Wanderung auf einem der schönsten Pfade in der Sächsischen Schweiz. Der Grat über die Schrammsteine bietet immer wieder Aussichten, die über Treppen, Leitern und Stiegen zu erreichen sind. Entlang des Kleinen Winterbergs, der weitere Panoramen bereithält, gelangen wir zu den Klassikern der Region – dem Kuhstall mit der Himmelsleiter.


Tourencharakter

Schwere Wanderung, die über zahlreiche Stiegen, Leitern und Treppen verläuft. Wer sich das zutraut, wird mit tollen Aussichten und Panoramen belohnt.

Ausgangs-/Endpunkt

Campingplatz Ostrauer Mühle im Kirnitzschtal; Endpunkt ist der Lichtenhainer Wasserfall, ebenfalls im Kirnitzschtal

Anfahrt

Mit der Kirnitzschtalstraßenbahn ab Bad Schandau bis zur Haltestelle am Campingplatz. Rückweg ebenfalls mit der Straßenbahn. Mit dem Auto in Bad Schandau die B172 verlassen und in die Kirnitzschtalstraße bis zum Campingplatz. Rückweg zum Auto mit der Straßenbahn.

Gehzeiten

Bis Schrammsteintor 1:00 Std. – Schrammsteinaussicht 1:30 Std. – Breite Kluft 2:00 Std. – Kleiner Winterberg 3:30 Std. – Neuer Wildenstein 4:15 Std.

Beste Jahreszeit

April–Oktober

Einkehr

Berggast-Bergwirtschaft Am Kuhstall, Kuhstall 1, 01814 Bad Schandau, Tel. 035971/520 44, www.berggast.de; Restaurant Lichtenhainer Wasserfall, Kirnitzschtalstraße 11, 01855 Sebnitz, Tel. 035971/537 33, www.lichtenhainer-wasserfall.de

Hinweis

Trittsicherheit erforderlich


Am westlichen Rand des Campingplatzes überqueren wir den kleinen Fluss Kirnitzsch und stecken schon mitten in der Wanderung. Für ein kurzes Stück wandern wir direkt am Campingplatz vorbei und folgen dem Flößersteig am Waldrand entlang. In Höhe des Gebäudes auf dem Campingplatz wenden wir uns scharf nach rechts und beginnen mit einem Aufstieg, der uns durch den Wald führt. Rund 100 Höhenmeter überwinden wir und durchqueren dabei eine Spitzkehre.

Auf dem Mühlweg gelangen wir zum Liebenweg, streifen ein paar terrassenförmig angelegte Ferien- und Wohnhäuser, bevor wir halblinks weiter in den Wald hineingehen und auf dem Steinbrecherweg abermals aufwärts wandern. Es dauert ein kurzes Weilchen, bis wir mit dem Liebentor die ersten Felsen sehen, die sich im dichten Wald verstecken wollen. Sie sind sehenswert, aber noch nichts im Vergleich zu dem, was später kommen wird. Um dahin zu gelangen, wenden wir uns nach halbrechts und kommen zum etwas breiteren Wenzelweg, von dem gleichzeitig der Elbleiterweg abzweigt. Letzterer ist der Weg, den wir nehmen, um zwischen zwei spektakulären Felsmassiven hindurchzuwandern. Es ist zu verlockend, einen kleinen Abstecher nach rechts einzulegen, um zum Falkenstein zu gelangen. Er ragt fast 100 Meter hoch und lugt damit deutlich aus dem Wald empor. Der aus Sandstein bestehende Felsen ist den Schrammsteinen vorgelagert und gilt als einer der beeindruckendsten frei stehenden Felsen in der Region. So unglaublich sich das anfühlen mag, wenn man vor seinen steil aufragenden und zum Teil sehr glatten Wänden steht: Im 14. Jahrhundert befand sich auf dem Gipfel des Falkensteins eine Burgwarte, also eine Art Beobachtungsturm. Doch lange hatte dieser keinen Bestand. Schon Mitte des 15. Jahrhunderts wurde er als verfallener Turm bezeichnet. Kein Wunder, hat man doch jahrzehntelang um ihn und seine strategische Bedeutung gekämpft.


Der Kuhstall gehört zu den beliebten Wanderzielen.

Kuhstall

Die Herkunft des Namens Kuhstall für das Felsentor ist nicht eindeutig geklärt. Entweder waren es die Bewohner der einstigen Burg, die im Durchgang ihr Vieh unterbrachten, oder die schwedischen Soldaten, die im Dreißigjährigen Krieg durch die Region zogen. Touristisch interessant wurde der Kuhstall spätestens im Jahr 1824, als die benachbarte Gaststätte öffnete.

Durch seine Unzugänglichkeit tauchte der Falkenstein für mehrere Jahrhunderte in einen Dornröschenschlaf und wurde erst im 19. Jahrhundert sozusagen wiederentdeckt. Dieses Mal jedoch für touristische und sportliche Zwecke. Im Jahr 1864 erreichten vier Kletterer zum ersten Mal den Gipfel des Falkensteins. Ihre Überraschung dürfte groß gewesen sein, als sie dort Überreste des mittelalterlichen Turmes fanden, sofern sie das damals nicht wussten. Mit der neuzeitlichen Erstbesteigung wurde der Grundstein für das Klettern in der Sächsischen Schweiz gelegt. Natürlich, das damalige Klettern ist nicht mit dem heutigen Klettersport zu vergleichen. Immerhin nutzte man zu dem Zeitpunkt verschiedene Hilfsmittel wie Leitern, die heutzutage beim Klettern natürlich nicht vorzufinden sind. Nach dem Besuch am Falkenstein wandern wir auf unserem ursprünglichen Weg weiter und erreichen schon nach wenigen Metern die markanten Schrammsteine. Wir passieren sie zunächst zu unserer Linken, doch nur wenige Gehminuten später wenden wir uns nach links und durchqueren sie auch noch. Das Schrammsteintor besteht aus einem Weg zwischen den steil aufragenden Felsen, die hier die Vorderen Schrammsteine bilden. Gleich dahinter wandern wir auf dem Schrammsteinweg unterhalb der mächtigen Felswand auf der einen Seite und oberhalb des Elbtals auf der anderen Seite.

Der Kuhstall ist ein Felsendurchgang.

Viele dieser Felsen tragen verschiedene Namen. Hinter dem Felsen namens Jungfer erblicken wir links eine nicht enden wollende Leiter. Sie ist Teil des Wildschützensteigs, der uns einen Weg bergauf zwischen den engen Felswänden ermöglicht. Der Wildschützensteig ist eine Einbahnstraße und es ist kein Abstieg auf ihm erlaubt. Sollten wir also, oben einmal angekommen, umkehren wollen, müssen wir den Weg über den weiter östlich gelegenen Mittelwinkel und Jägersteig nehmen. Nach dem spannenden Aufstieg erreichen wir den Schrammsteinwächter mit der Elbaussicht und kurz darauf die Schrammsteine mit der wunderschönen Schrammsteinaussicht. Die Treppen, Leitern und Stiegen haben wir damit aber noch nicht hinter uns gebracht. Es geht zwar nicht mehr weiter bergauf, aber dafür wandern wir auf dem Grat der Schrammsteine immer wieder im Auf und Ab. Unterwegs erleben wir weitere tolle Ausblicke über das Elbtal.

Eine der schönsten Aussichten erreichen wir mit dem Plateau Breite Kluft. Hier ist der Gratweg oder auch Schrammsteinweg nicht nur deutlich breiter, sondern bildet zudem einen wunderbaren Picknickplatz, von dem aus man in südlicher Richtung über die sanften Hügel der Sächsischen Schweiz blicken kann. An einer Gabelung entscheiden wir uns gegen den Oberen Terrassenweg und halten uns halblinks. Nach weiteren Aufs und Abs sowie einigen Kurven gelangen wir zum Zurücksteig, der mit weiteren Leitern aufwartet und uns zum Reitsteig bringt. Hier wenden wir uns nach rechts bis zum Unteren Fremdenweg, der nach links abzweigt. Wir bleiben auf dem Unteren Fremdenweg, denn der Obere Fremdenweg verläuft über den Kleinen Winterberg. Den Ansporn, diesen Berg zu überwinden, haben wir jedoch nicht, weil die schöneren Aussichtsplätze sich an seiner Ostflanke befinden. Und diese ist nur über den Unteren Fremdenweg zu erreichen. Für die genannten Aussichtspunkte biegen wir immer wieder mal für einige Meter nach rechts ab und halten zwischendurch inne. Die Ausblicke sind so schön, dass man einfach mal sitzen, genießen und vielleicht auch eine kleine Brotzeit einlegen sollte. Das gilt insbesondere, da wir uns an dieser Stelle langsam an den Abstieg machen werden. Auf einem kurzen Zickzack-Pfad verlieren wir spürbar an Höhe und überqueren wenig später die Zeughausstraße. Wir lassen den Unterstand an der Kreuzung hinter uns und halten uns wenig später auf dem Fremdenweg halblinks. Es dauert nicht lange, bis wir abermals eine Leiter bzw. einen Steig vorfinden. Sie bringt uns hinauf auf den Neuen Wildenstein bzw. auf einen Teil davon. Im unteren Bereich lockt zunächst das Gasthaus Am Kuhstall mit einer idyllisch gelegenen Einkehrmöglichkeit. Doch die Neugier mag bei dem einen oder anderen größer sein und so biegen wir nach links ab, um den sogenannten Kuhstall zu erreichen. Dieses nach dem Prebischtor in Tschechien zweitgrößte Felsentor der Region wird unterquert und führt zu einem weiteren Aussichtsplateau.


Die Schrammsteinaussicht überzeugt


Am Torstein wandert man zwischen den hohen Felsen hindurch.

An der Aussicht sollten wir einen kleinen Bogen nach links machen und der Beschilderung zur Himmelsleiter folgen. Die Himmelsleiter ist eine Treppe zwischen zwei steilen Felswänden, die so eng ist, dass man die Leiter nur in eine Richtung, nach oben, begehen darf. Oben angekommen, stehen wir auf dem Neuen Wildenstein, genießen weitere Aussichten und folgen dem Rundweg über den Gipfel, um auf weiteren Treppen wieder hinabzusteigen. Nach links können wir noch einen kleinen Abstecher zum Schneiderloch, einem weiteren schönen Aussichtspunkt, einlegen. Ansonsten wenden wir uns nach rechts, gehen zurück zur Gaststätte und folgen nach einer gemütlichen Einkehr der einfach zu gehenden Kuhstallstraße und der Beschilderung zum Ziel unserer Wanderung, dem Lichtenhainer Wasserfall. Von hier fahren wir mit der über 100 Jahre alten Kirnitzschtalstraßenbahn zurück zu unserem Ausgangspunkt am Campingplatz.

4 Panoramarunde bei Bad Schandau
Zu den Aussichten auf die Sächsische Schweiz

Es existieren so viele schöne Aussichtspunkte innerhalb der Sächsischen Schweiz. Warum nicht einfach mal eine verhältnismäßig leichte Wanderung angehen und dabei einen wunderbaren Blick von außen auf die Sächsische Schweiz genießen? Die Panoramarunde oberhalb von Bad Schandau ermöglicht es.


Tourencharakter

Sehr leichte Wanderung, die zwar nicht durch die klassischen Sehenswürdigkeiten der Region verläuft, dafür aber einen schönen Blick auf selbige zulässt.

Ausgangs-/Endpunkt

Marktplatz in Bad Schandau

Anfahrt

Mit den Bussen 241 oder 252 bis Haltestelle Bad Schandau Markt. Mit dem Auto auf der B172 und dort entweder am Elbufer oder am Kurpark parken.

Gehzeiten

Bis Klamm 1:15 Std. – Adamsberg 2:15 Std. – Aussichtsturm Rathmannsdorf 3:00 Std.

Beste Jahreszeit

Ganzjährig

Einkehr

Gasthaus Heiterer Blick, Sebnitzer Straße 20, 01855 Sebnitz, Tel. 035022/427 14, www.gasthaus-heiterer-blick.de; diverse Einkehrmöglichkeiten im Zentrum von Bad Schandau

Hinweis

Der Aussichtsturm Rathmannsdorf ist nur nach Einwurf von 1 Euro pro Person zugänglich. Kleingeld also nicht vergessen!


Um den Blick auf die Felsen der Sächsischen Schweiz zu genießen, starten wir unsere Wandertour mitten in der Sächsischen Schweiz, genauer gesagt am zentral gelegenen Marktplatz von Bad Schandau. Bevor wir losgehen, können wir vorab noch einen Blick in die St.-Johannis-Kirche am südöstlichen Ende des Marktplatzes werfen. Sie wurde im 18. Jahrhundert errichtet und präsentiert sich im Inneren mit einem Renaissance-Altar, der eigentlich für die Dresdner Kreuzkirche errichtet wurde. Der aus Sandstein geschaffene Altar ist mit Marmor verziert und stammt aus der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts. Nach einer der fünf Zerstörungen der Kreuzkirche brachte man den Altar zunächst in die Dresdner Annenkirche. Seit 1927 ziert er nun den Innenraum der Bad Schandauer Kirche.


Aussichtsturm bei Rathmannsdorf

Vor dem Gotteshaus wenden wir uns nach links in die Kirchstraße. Am Ende der Straße erhebt sich hinter den Wohnhäusern eine steil aufragende Felswand. Oben sehen wir den Aussichtspunkt der Schlossbergpromenade. Von dort werden wir zum Schluss der Wanderung den Ausblick genießen, bevor es wieder in die Stadt hinabgeht. Doch so weit sind wir noch nicht. Zunächst halten wir uns rechts, spazieren über den Basteiplatz und überqueren die Kirnitzsch, um in den Bad Schandauer Kurpark zu gelangen. Parallel zum Fluss gehen wir durch die Grünanlage und haben nach kurzer Zeit die Möglichkeit zu einem Museumsbesuch auf der rechten Seite. Das Museum Bad Schandau informiert auf mehreren Etagen sowohl über die Geschichte der Stadt als auch über das Bergsteigen im Elbsandsteingebirge. Nachdem wir den Kurpark verlassen und die Klinik passiert haben, überqueren wir den Fluss und bleiben ihm noch eine Zeitlang treu. An der nächsten Brücke könnten wir einen weiteren Zwischenstopp einlegen und den kleinen Botanischen Garten aufsuchen. Er befindet sich rechts des Flusses und besticht durch eine gepflegte Rhododendron-Anlage.

Unser Wanderweg geht indes auf der linken Straßenseite weiter. Ein kurzer Aufstieg bringt uns bis zur Hartung-Promenade, der wir leicht oberhalb der Straße weiter folgen. Dabei bleiben wir zunächst parallel zur Straße und erreichen das Waldhäusl. Bis hierhin war die Wanderung nur ein Spaziergang und wir könnten die wenigen Meter wieder hinab zur Straße gehen und dort an der Haltestelle in die Kirnitzschtalstraßenbahn einsteigen und zurück nach Bad Schandau fahren. Aber das wollen wir natürlich nicht, denn wenig später wird es erst so richtig interessant. Auf der Hartung-Promenade wandern wir weiter unterhalb der steil aufragenden Felsen und erreichen in dem engen Tal bald schon den Altendorfer Bach. Hier verlassen wir das Kirnitzschtal. Wir nutzen die Metallleitern und steigen durch die Dorfbachklamm deutlich nach oben. Von einem Felsvorsprung haben wir einen ersten schönen Ausblick in die Tiefe. Danach wandern wir nordwärts, parallel zum leise plätschernden Altendorfer Bach. Unser Wanderweg mündet in die Untere Dorfstraße von Altendorf, auf der wir den Ort auf befestigtem Weg durchqueren. Zwischen den Wohn- und Ferienhäusern hindurch gehen wir bis zum Ende der Straße, wenden uns an der Sebnitzer Straße nach links und biegen kurz darauf halbrechts in die Rathmannsdorfer Straße ein. An Feldern und am Waldrand entlang entdecken wir wenig später auf der linken Seite einen schmalen Pfad, der uns zum Aussichtspunkt auf den Adamsberg bringt.

Schlossberg Schandau

Auf dem Schlossberg befand sich eine Burganlage aus dem 13. Jahrhundert. Sie war sehr klein und diente vor allen Dingen der Kontrolle des Handels auf der Elbe. Das heutige sichtbare Bauwerk wurde erst viel später gegen Ende des 19. Jahrhunderts errichtet und war von vornherein als Schlossruine konzipiert, weshalb sie auch als künstliche Ruine bezeichnet wird. Auf den Terrassen unterhalb des Burgplateaus befand sich einst eine Gaststätte.

Der Gipfel des Adamsbergs befindet sich gerade einmal auf knapp 300 Metern Höhe, also keine wirkliche Herausforderung. Zumal wir ja ohnehin schon in über 250 Höhenmetern unterwegs sind. Daher ist der Adamsberg für uns nur eine leichte Kuppe in der Landschaft. Doch dafür bietet diese Kuppe einen tollen Ausblick. An einer Schutzhütte blicken wir südwärts und freuen uns über die hier aufgestellten Infotafeln, die uns das Landschaftsprofil am Horizont erläutern. Denn unser Blick reicht bis nach Tschechien und zu den markanten Tafelbergen der Region. Insbesondere der Lilienstein fällt deutlich auf und ist uns eine gute Landmarke, um gleich links davon den Königstein zu sehen. Der deutlich kleinere Quirl, abermals links vom Königstein, ist nur schwer auszumachen, doch weiter links erkennt man wieder gut den Pfaffenstein mit seiner Barbarine. Rechts vom Lilienstein erkennen wir die drei Erhebungen Kleiner Bärenstein, Großer Bärenstein und Rauenstein. Und zu guter Letzt brauchen die Schrammsteine kaum erwähnt zu werden. Ihre markante Felsenfront ist deutlich sichtbar und scheint zum Greifen nahe. Wer mag, folgt dem kleinen Rundweg auf dem Adamsberg, der nach gerade einmal 500 Metern durch den Wald wieder am Aussichtspunkt endet. So wie wir aus Altendorf hierher gelangt sind, so wandern wir wieder bis zur Selbnitzer Straße bergab. Halbrechts befindet sich das Gasthaus Heiterer Blick, praktisch für eine Einkehr, wenn man nicht gerade sein Vesper auf dem Adamsberg verspeist hat.


Der Kirchturm in Bad Schandau

Der Wanderweg verläuft noch ein kleines Stück weiter auf dem Asphaltweg und zwar halblinks auf dem Wiesenweg durch Altendorf. In einer Linkskurve vor dem Haus Nummer 8 verlassen wir den Ort und wandern auf einem zweispurigen Traktorpfad zwischen den Feldern hindurch. Vor uns richtet sich der Blick auf die Tafelberge, während zu unserer Linken weiterhin die Schrammsteine das Landschaftsbild dominieren. Und wenn wir nach rechts hinten über die Schulter schauen, blicken wir auf den Adamsberg zurück. Auf diesem Panoramaweg folgt nach gut 900 Metern ein Abzweig nach rechts, der uns in das Goldgründeltal bringt. Wir überqueren den kleinen Wasserlauf namens Goldgründel und folgen dem Weg durch den Wald bis zu einem Parkplatz. Abermals überqueren wir hier die Sebnitzer Straße und gewinnen wieder ein wenig an Höhe, bis wir auch die Schandauer Straße überqueren und an wenigen Wohnhäusern vorbei auf einem zweiten Abschnitt der Schandauer Straße folgen. Zwar ist die kleine Straße asphaltiert und nicht vergleichbar mit den schmalen Pfaden in den Schrammsteinen oder auf den Tafelbergen, doch über die Felder auf der rechten Seite sehen wir bereits einen Aussichtsturm, der sich eben nur so erreichen lässt und weitere tolle Ausblicke verspricht. Wir folgen dem Weg bis zur Altendorfer Straße, wenden uns nach links und biegen gleich an der ersten Möglichkeit erneut nach links in die Pestalozzistraße ein. Der Rest erklärt sich von alleine, der markante und architektonisch interessante Aussichtsturm Rathmannsdorf ist deutlich zu erkennen. Wer keinen Euro für den Zugang zum Turm dabeihat und daher auf die Besteigung verzichten muss, kann stattdessen neben dem Turm eine kleine Runde im Wassertretbecken absolvieren.


Auch vom Aussichtsturm genießt man wunderbare Ausblicke.

Nach der Pause am Aussichtsturm gehen wir zur Straße zurück und folgen der Pestalozzistraße geradewegs zwischen den Feldern bis zum Wald, in den wir eintauchen. In zwei weiten Kurven gehen wir hinab bis nach Bad Schandau, wo wir zugegebenermaßen durch die Zaukenstraße und Marktstraße wieder zum Ausgangspunkt zurückkehren könnten. Doch anfangs sahen wir ja die Schlossbergterrassen. Den dazugehörigen Schlossberg können wir zum Abschluss unserer Wanderung noch aufsuchen. Zwischen den Häusern 6 und 10 der Sebnitzer Straße steigen die Stufen zur Zauken-Promenade an, die uns durch den Wald auf den Schandauer Schlossberg führt. Auf dem Weg zu den Terrassen mit der Aussicht über Bad Schandau und hinauf zu den Ruinen auf dem Schlossberg sehen wir schon rechter Hand den späteren Abstieg hinab in die Stadt.


Tafelberge in der Ferne

5 Im Auf und Ab über die Tafelberge
Mit Einkehr zum Kleinhennersdorfer Stein

Tolle Ausblicke, die wir auch im Sitzen bei einer gemütlichen Einkehrmöglichkeit genießen können, erwarten uns auf dem Papststein bei Gohrisch. Von dort geht es anschließend weiter zum Kleinhennersdorfer Stein. Wer will, kann seine Wanderung hier mit einer anderen Tour kombinieren.


Tourencharakter

Leichte Wanderung, die auf zwei benachbarte Tafelberge führt. Stellenweise sind Metallleitern zu überwinden.

Ausgangs-/Endpunkt

Wanderparkplatz Galgenschänke

Anfahrt

Mit den Bussen 244a oder 244b zur Haltestelle Papstdorf Papststein. Mit dem Auto ab Königstein nach Gohrisch und weiter auf der Landstraße in Richtung Papstdorf. Auf halber Strecke liegt im Wald der kostenpflichtige Parkplatz.

Gehzeiten

Bis Papststein 0:30 Std. – Lichterhöhle 1:00 Std. – Gipfel Kleinhennersdorfer Stein 1:30 Std. – Hunskirche 2:00 Std.

Beste Jahreszeit

Ganzjährig

Einkehr

Bergwirtschaft Papststein, Auf dem Papststein 1, 01824 Gohrisch, Tel. 035021/609 56, www.berggast.de

Hinweis

Kleingeld für den Parkscheinautomaten mitnehmen


Mitten im Wald und zwischen den Ortschaften Gohrisch und Papstdorf liegt der kostenpflichtige Wanderparkplatz Galgenschänke. Er ist ein idealer Ausgangspunkt für diese Touren. Vom ersten Schritt an geht es in die Höhe und wir wandern auf einem sanft ansteigenden und stufenförmigen Weg durch den Wald. Die Abzweigungen ignorieren wir und gehen geradeaus weiter bis zum Hunskirchenblick. Dort haben wir, wie der Name schon sagt, einen Ausblick auf den beliebten Kletterfelsen Hunskirche. Wir folgen den Stufen weiter bergauf und es dauert nur ein kurzes Stück, bis wir zwischen den Felsen eine Metallleiter erklimmen und gleich im Anschluss den Gipfel des Papststeins erreicht haben. Der Papststein begrüßt uns einerseits mit einer Berggaststätte und einem Feuerwachturm, den wir schon bei der Anreise sehen konnten. Der Turm kann zwar nicht bestiegen werden, doch das schmälert die Aussichten vom Papststein nicht. Das Panorama reicht über die südlich gelegenen Felder und Wälder bis zur Böhmischen Schweiz. Nach Norden hin schauen wir über Baumwipfel in die Ferne und genießen dabei den Anblick der markanten Felsen, die steil aus dem Wald herausragen.


Rast mit Aussicht auf die Hunskirche

Nachdem wir uns für den Rest der Wanderung ein wenig gestärkt haben, folgen wir dem Wanderweg in östlicher Richtung weiter und steigen im Vergleich zum Aufstieg deutlich sanfter vom Papststein hinab. Dabei tauchen wir wieder in den Wald ein und erreichen am Ende des Weges eine T-Kreuzung. Hier könnten wir kurz nach rechts abbiegen, um nach wenigen Metern zum Wildgehege Kleinhennersdorf zu gelangen und dort das Damwild zu beobachten. Die eigentliche Wanderung bringt uns aber an der T-Kreuzung nach links und wieder ein wenig in die Höhe. Es dauert nicht lange, bis wir zwischen Felsen und Steinen umherwandern. Manche der schweren Gesteinsbrocken sind zwischen Felswänden eingeklemmt, was dem Wanderweg eine wundervolle Atmosphäre verleiht. Im Bereich dieser Felsen lädt die Lichterhöhle dazu ein, erkundet zu werden. Sie ist die größte und am leichtesten zugängliche Höhle in diesem Bereich. Gern wird diese von Menschenhand erweiterte Höhle zur Übernachtung genutzt. Mit der Großen Hampelhöhle und der Eishöhle gibt es zwar zwei weitere Höhlen im näheren Umfeld, doch sind diese nicht ganz so leicht zugänglich.


Neugierige Blicke


Wilde Landschaften in Deutschland

Die Höhlen markieren für uns zugleich, dass wir nun über den Kleinhennersdorfer Stein wandern. Dieser Tafelberg ist um einiges niedriger als die anderen Tafelberge in der Sächsischen Schweiz. Außerdem ist er stark bewaldet und hat weniger ausgeprägte Felsformationen. Daher sind Aussichten vom Kleinhennersdorfer Stein weniger möglich. Nichtsdestotrotz genießen wir die Wanderung zwischen den aufragenden Felsen. Dabei müssen wir ein wenig genauer schauen, wo der Weg verläuft und am stärksten ausgetreten ist. Auf der Mitte des Berges beginnt der Höllenweg, der zunächst ganz sanft in westlicher Richtung und wenig später nach Norden hin deutlicher abfällt.

Papststein

Schon Ende des 15. Jahrhunderts wurde der Papststein zum ersten Mal schriftlich erwähnt, damals jedoch noch als Bogerßdorfer Stein. Der Tourismus an diesem Tafelberg begann erst Mitte des 19. Jahrhunderts. Der spätere König Friedrich August II. bestieg den Berg 1830. Im Lauf der folgenden Jahre legte man Wege an, schuf Pavillons und schließlich 1862 die noch heute vorhandene Berggaststätte.


An jeder Weggabelung die Qual der Wahl

Zurück im Wald und ganz ohne Felsen gelangen wir zu einer Kreuzung mit dem Königsteiner Steig, an der wir uns nach links wenden. An einer Gabelung halten wir uns halblinks, könnten aber auch geradeaus und später nach links abbiegen, um an der Westflanke des Kleinhennersdorfer Steins im leichten Auf und Ab zum Suppelgrundsweg zu gelangen. Ungefähr auf halber Strecke gibt uns eine kleine Schutzhütte nochmals Gelegenheit zu einer Pause. Doch weit ist es nicht mehr bis zu unserem Ausgangspunkt. An der Kreuzung halten wir uns leicht rechts. Dabei umrunden wir auf der Alten Rietschgrundstraße die Große und Kleine Hunskirche.

In einer Rechtskurve des breiten Waldwegs haben wir die Möglichkeit, auf einen schmalen Pfad nach links abzubiegen. Dieser würde uns abermals über Stufen hinauf zur Großen und Kleinen Hunskirche bringen, von wo aus wir noch einmal einen schönen Ausblick genießen können. Wer mag, kann von hier aus sogar wieder zum bereits bekannten Wanderweg auf dem Papststein gelangen. Ansonsten bleiben wir auf dem Waldweg und folgen ihm auf den letzten 250 Metern, bis wir wieder an der Straße und dem Wanderparkplatz angekommen sind. Wem das noch nicht genug an Wanderung war, der kann das Auto stehen lassen und sich gleich im Anschluss den weiter westlich gelegenen Gohrisch vornehmen und erklimmen.


Vom Papststein blickt man auf die Kirche in Papstdorf.

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Yaş sınırı:
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Litres'teki yayın tarihi:
09 kasım 2024
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369 s. 333 illüstrasyon
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9783734322112
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