Kitabı oku: «Ich, Mike Shiva»

Yazı tipi:

Ich – Mike Shiva

ICH

MIKE SHIVA

Die Wahrheit über

die «Wahrheit»


Copyright ©2018 Cameo Verlag GmbH, Bern

Alle Rechte vorbehalten.

Redaktion: Christian Waefler, Zürich

Lektorat: Katja Völkel, Dresden

Umschlaggestaltung: Cameo Verlag GmbH, Bern

Umschlagabbildung: Remo Neuhaus, Rubigen

Layout und Satz: Cameo Verlag GmbH, Bern

ISBN: 978-3-906287-47-8

Printed in Germany

Inhaltsverzeichnis

Ich – Mike Shiva

Ich bin dein Zukunftsberater

Facetten meines Lebens

So lege ich die Karten

Kartenlegen ist eine Kunst

Spirituelle Segensflüsse

Meine Lieblingsmenschen

Mike, mein Bub

Wenn Seelen sich treffen

Wenn dir Geister erscheinen

Leben in Spiritualität

Mein Hypnose-Revival

Shiva privat

Die Liebe ist’s allein

Meine Fernseh-Karriere

Kartenlegen auf allen Kanälen

Ich und der Promi-Fragebogen von Proust

Mike – Ein Freund fürs Leben

Trash oder Traum? Mein Auftritt bei Promi Big Brother

Für alle Herzensmenschen und

Liebenden – vor allem aber für

Mama, Oma und Großpapa


Ich – Mike Shiva

Das Licht der Welt erblickte ich, Mike Shiva, an einem schönen Tag im Monat Juni, es war der 17. Und wie ich heute sehe, wurde ich unter einem guten Stern geboren.

Ein Basler Beppi

Meine Heimatstadt ist Basel. Ich bin also ein geborener «Beppi» und habe in meiner Jugend den gediegenen Basler Dialekt gesprochen. Da meine Familie später nach Thun zog, nahm ich die dortige Mundart schnell an. Deshalb spreche ich heute bei meinen Beratungen Berndeutsch mit Basler Einsprengseln, was viele Leute als angenehm empfinden.

Viele meiner Verwandten wohnten damals in der Berner Oberländer Metropole, auch mein Großvater, mit dem ich als Bube eine innige Beziehung hatte. Mein Großpapa war ein Fahrender. Von ihm habe ich meine hellseherischen Fähigkeiten geerbt.

Thun ist mit dem See und den Bergen im Hintergrund eine malerische Stadt und ich lernte dort auch viele interessante und liebe Menschen kennen. Aber leider auch andere, die halt Bergler waren und wenig Verständnis für mein spezielles Wesen hatten.

Damals hieß ich noch Mike Wehner, aber heute kennt man mich unter dem Namen Mike Shiva. Klingt doch schön und speziell, –oder? Zum Namenswechsel entschied ich mich damals aus diversen privaten Gründen. Nun ja, Shiva – denken die Leute –, das hat was mit Indien und mit dem Gott Shiva zu tun. Aber nein, mit der indischen Kultur und dem Hinduismus verbindet mich nichts. Wenn schon, wäre mir der friedfertige Buddhismus näher.

Aufgewachsen bin ich eher mit Jesus, der mich damals sehr interessierte. Ich bin also christlich erzogen worden und stütze mich in meinem «Job» auf dieses friedfertige Fundament.

Meine Mutter – Meine beste Freundin

Nach dem Tod meines Vaters zog ich mit meiner Mutter zurück ins weltoffenere Basel. Mit meiner Mama verbindet mich eine enge und tiefe Beziehung. Bin ich deshalb vielleicht ein Muttersohn? – Jedenfalls ist meine Mutter die beste Variante einer Mutter, die man haben kann. Sie ist auch meine beste Freundin und Vertraute, mit der ich alles besprechen kann. Wir sind auf derselben Wellenlänge. Nicht jedem Sohn ist diese Verbindung beschieden!

Mit meinen spirituellen Fähigkeiten hat meine Mama aber nicht direkt zu tun. Meine Begabung stammt von meinem Großvater mütterlicherseits. Er hat sich zwar nicht Hellseher genannt, aber er besaß die Gabe, Dinge vorauszusehen und vorauszusagen.

Das Leben als Fahrender

Heute schnuppere ich tagtäglich Zirkusluft, denn ich begleite den Circus Royal auf seiner Tournee durch die Schweiz – und zwar im Wohnwagen. Ich bin also im wahrsten Sinn ein Fahrender. Und das habe ich echt im Blut, denn ich stamme aus einer Zirkusfamilie.

Prägend für meine Karriere als Wahrsager und Hellseher war, wie gesagt, mein Großvater. Er befand sich aber weder auf einem Esoterik-Trip, noch hat er sein tiefes Wissen aus Büchern geschöpft. Nein, Fahrende besuchten ja damals keine Schule. Sein Talent hellzusehen war ihm angeboren und er hatte echte Inspirationen und wahre Eingebungen. Genauso wie ich heute.

Während meiner Schulzeit hatte ich zwar schon einigermaßen den Durchblick, denn ich sah schon damals hell, aber ein Musterschüler war ich nicht eben. Weil ich sah, dass einem da vieles eingepaukt wird, das man im Leben nie brauchen wird. Gut war ich im Rechnen – das ist ja auch wichtig fürs Leben – und ich entwickelte die Fähigkeit, anständig zu schreiben. Ich will die Schule zwar nicht verteufeln, aber die Schulbank gedrückt habe ich nicht mit spezieller Lust, galt aber nicht als schlechter Schüler. Ehrenwort!

Natürlich gehörte ich wegen meines speziellen Outfits und meiner spirituellen Neigungen nicht gerade zum Mainstream in der Schule. Mit vielen meiner Mitschüler konnte ich nicht viel anfangen. So suchte ich mir meine Freunde gezielt aus.

«Hilfe, ein Geist!»

Man fragt mich oft: «Mike, wann hast du deine hellseherischen Fähigkeiten entdeckt?» Liebe Freunde, solche Gaben kann man nicht einfach so eines schönen Tages entdecken. So wie man auch nicht mehr weiß, seit wann man die Schuhbändel selber knüpfen oder mit Besteck essen konnte. Die hellseherische Gabe war bei mir immer schon da und sie wird immer da sein. Man verliert das auch nicht. Seit meiner frühesten Jugend habe ich diese Feinfühligkeit gespürt. Vielleicht, weil ich öfter allein war – aus heutiger Sicht ein Glück für mich.

Ich kann mich allerdings an ein prägendes Initialereignis erinnern. Es geschah während meiner Pubertät. Es war nachts. Die Eltern waren ausgegangen und ich lag allein im Bett. Da passierte es: Ich habe gesehen, wie jemand mein Zimmer betrat und ich spürte plötzlich Angst und geriet in Panik, denn ich habe auch Berührungen durch das Wesen gespürt. Echte Berührungen. Da kamen glücklicherweise die Eltern nach Hause und in dem Moment, da sie mein Zimmer betraten, flog ein Vogel vom Fenster – ein lebendiger, der vorher nicht da war.

Solche Begegnungen mit «Geistern» oder paranormalen Phänomenen hatte ich in der Folge noch öfter. Außerdem habe ich bereits in der Kindheit regelmäßig gewisse Dinge schon im Voraus gewusst. Ich spreche hier von Ereignissen, die dann wirklich eingetreten sind. Aber das war für mich und für meine Mutter ganz normal, wie wenn nichts wäre.

Shiva und Jesus

In diesen spirituellen Kontext gehört auch mein damaliges brennendes Interesse für Religion: Als Teenager wollte ich Pfarrer werden. Ich besuchte auch alle möglichen Kirchen und spürte in diesem spirituellen Ambiente auch übernatürliche, geistige Phänomene. Jesus und seine Wundertaten, die biblischen Botschaften und der Religionsunterricht: das faszinierte mich ungemein. Ja, und apropos die Wunder, die Jesus vollbrachte: die waren für mich logisch und absolut nachvollziehbar.

Alle diese wunderbaren Phänomene habe ich mir nicht angelesen, wie meine Freunde es getan haben, sondern ich habe sie echt erlebt, gespürt und gewusst! Schon als Teenie bestand für mich kein Zweifel: Wenn man etwas auf geistiger Ebene anstrebt, dann kann man es auch erreichen, dank festem Willen und Konzentration der Gedanken. Es war für mich einfach normal, dass man alles erreichen kann, wenn man das auch wirklich will.

Warum ich dann nicht Pfarrer geworden bin? All diese religiösen Faktoren waren eben nur eine Zeitlang meine Begleiter, die ich nicht in externen Quellen – zum Beispiel in einer Religion oder in der Esoterik – gefunden habe, sondern tief drinnen in mir selbst.

Ich habe Spiritualität immer aus meinem eigenen Innern geschöpft. Die Frage stellt sich deshalb: Bin ich denn überhaupt gläubig? Die Antwort lautet: absolut ja! Indem ich an Gott glaube, denn aus meiner Warte ist jeder Mensch ein Teil Gottes. Den Glauben aber mit einer organisierten Gemeinschaft zu verbinden und dem herrschenden Gruppenmechanismus zu folgen, davon halte ich null und nichts.

Auch deshalb nicht, weil gewisse religiöse Gemeinschaften Missbrauch mit ihren Anhängern betreiben.

Ein Super-Karrierestart

Und was machte der junge Herr Shiva nach der Schule? Ins Gymnasium gehen oder eine Lehre anfangen? – Nein, meine Passion war das Hypnotisieren, Kartenlegen und Wahrsagen, und ich wollte das als Beruf wählen. Und wirklich, bereits als Fünfzehnjähriger gelangen mir als Newcomer meine ersten Karriereschritte. So habe ich forsch angefangen, Leute zu hypnotisieren, und zwar in Gruppen oder massenweise – und voilà, es hat funktioniert!

Ich war so der jüngste Massenhypnotiseur der Welt. Rekord! Gleichzeitig erwachte mein Showtalent. Daher habe ich mir ein Konzept ausgedacht, wie man eine Show montieren könnte. Schließlich entstamme ich einer Zirkusfamilie, weshalb ich früh Blut geleckt und gemerkt habe, dass man auch performen muss. Und, oh Glück! Ich bekam schnell Gelegenheit, an verschiedenen öffentlichen Anlässen meine Fähigkeiten zu beweisen und die Menschen mit meinen Talenten zu begeistern.

Zum Beispiel an einem Großanlass in der Tennishalle Thun mit dem Sänger Michel Villa. Und der Event wurde gleich zu einem Riesenerfolg. Villa lud mich im Anschluss nach Brig ein, dort trat gleichzeitig mit mir die Rockgruppe Dschinghis Khan auf – und auch dort: grand succès. Selbstbewusst stellte ich mein Licht nicht unter den Scheffel und war ziemlich offensiv bei der Suche nach Engagements. So durfte ich im «Sonntagsmagazin» des Schweizer Fernsehens bei der damals sehr bekannten Moderatorin Ursi Spaltenstein auftreten, und anschließend in einem bekannten Theater in Basel, gerade neben dem legendären Atlantis. Und, wow! Da kam das Fernsehen mit Riesen-Aufnahmewagen – wie stolz ich da war!

Damals schon hat es richtig Boom gemacht. Die ganze Performance war der Hit und ich war ein Jahr lang ausgebucht – mit Hypnose und Kartenlegen.

Shiva, der Showstar

Ist Shiva also ein Showman? Nein, denn in diesem Fall müsste ich auf der Bühne oder im TV auf Spektakel aus sein, also tricksen und Dinge machen, die zwar echt aussehen, aber raffinierte Fakes sind. Oder ich müsste dann echt unmögliche Experimente durchführen, wie zum Beispiel mit Verstorbenen Kontakt aufnehmen oder ähnlichen Humbug. Doch solches interessiert mich nicht, sondern die Wahrheit des Lebens. Es gibt Leute, die nehmen meine Beratung an und merken, dass es ihnen plötzlich besser geht oder dass sie wieder gehen können und ähnliches. Außerdem gelingt es mir, mit Kartenlegen Prognosen zu stellen. Was ich auf der Bühne mache, ist eine Mischung aus Spiritualität und Show. Der Fokus liegt aber immer auf dem geistigen Universum.

Ich gebe den Menschen aus einem spirituellen Bewusstsein heraus inspirierende Wahrheiten mit auf den Lebensweg. Natürlich liebe ich es, im Radio, im TV und öffentlich aufzutreten und meine spirituellen Fähigkeiten direkt auf das Publikum anzuwenden. Ob es mir mehr Spaß macht, öffentlich zu performen oder die Leute individuell und privat zu beraten? Da gibt es keinen Unterschied. Ich mache nur, was mir Freude bringt.

Darum trete ich nicht mehr in öffentlichen Hypnoseshows auf. Just, weil es mir keinen Fun mehr macht. Im Gegenteil: Heute wirken sich solche Events für mich als Stressfaktor aus. Weil die Events ja echt sind und keine billige Fakes, und es da auch keine vorbereiteten Gags gibt. Da die Shows live und echt sind, kann es passieren, dass der erstrebte Effekt zwar eintritt, aber optisch nicht optimal in Erscheinung tritt.

Shiva «ON AIR»

Mit Hypnoseshows begann ich im zarten Alter von 16 Jahren, und mit 23 beschloss ich, mich von diesem Format zu verabschieden. Die Events waren so erfolgreich und zahlreich, dass sie sich stressig auf mich auswirkten. Das Herumreisen, die Abhängigkeit von der Technik und von anderen Leuten gipfelte für mich in eine unerwünschte Hektik. Aber meine Beratungen als Hellseher und Wahrsager florierten. Zu meinen Events sind die Leute von überall her geströmt, sogar von Übersee.

Zehn Jahre lang wirkte ich dann «on air», das heißt, ich betreute meine Anrufer am Radio, zum Beispiel bei Radio Grischa, Radio Basel und Radio Edelweiss. Jede Woche einmal in jedem Radio – und zwar ohne Gage! Das als Hinweis an all jene, die kritisieren, ich sei ein Profiteur und würde arme Leute abzocken.

In einem weiteren Quantensprung hieß es dann: gestylt auftreten und Make-up auflegen, denn bald trat ich – ich bin ein TV-Junkie – im Fernsehen auf. Zuerst in Stuttgart, wo man mir ohne vorheriges Casting gleich eine Live-Sendung anbot, die ich natürlich mit Enthusiasmus annahm. Dazu kamen noch andere TV-Stationen, unter anderem ein österreichischer Sender. Nach vielen Stunden Gratisberatung am Radio wollte ich auch mal Geld sehen und entwickelte als Pionier ein Zahlsystem, das super funktionierte. So tröpfelte, nein, sprudelte nach und nach Geld in die Kasse, so dass ich als Youngster von 25 Jahren meine erste Eigentumswohnung kaufen konnte.

Das Abenteuer Shiva-TV

Nach dieser Erfahrung begann die Challenge Shiva TV, das am Anfang Mike Shiva TV hieß, und sich zu einem großen Abenteuer und zu einem Imperium entwickelte, mit zahlreichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Schließlich habe ich Shiva TV verkauft und war im Anschluss daran eine Zeitlang beim Unternehmen angestellt. In dieser Zeit musste ich aber Dinge erleben, die ich nicht vertreten konnte, und habe schließlich den Entschluss gefasst zu kündigen.

Direkter Draht ins Universum

Da ich bisher tausende von Beratungssendungen gemacht habe, stellt sich die Frage, ob ich denn auch eine Art «Sendungsbewusstsein», also einen Helfer-Impuls, habe. Ein solches vermeintliches Helfersyndrom trifft man ja in der Esoterik an, wo Exponenten die Menschen zu einer Doktrin oder sektenmäßigen Religion überreden wollen. Aber in Wirklichkeit helfen diese Menschen ja niemand anderem als sich selber, da sie dabei meistens für sich viel Geld scheffeln.

Aber bei mir steht nicht ein Helfersyndrom im Vordergrund. Würde ich mich so präsentieren, könnte ich natürlich in einem strahlenden Licht glänzen. Folgendes ist meine Mission: Ich schaue in die Karten und vermittle den Menschen Wahrheiten. Ich gebe besorgten Menschen Ratschläge in den Bereichen Liebe, Job, Beziehungen, Gesundheit und Geld. Ich strebe an, den Menschen Mut zu machen und ihnen zu zeigen, dass es aus jeder negativen Situation heraus einen hoffnungsvollen Ausweg gibt. Man nannte mich schon mal «das Orakel von Basel»! Ich selber sage dann, ich hätte einen direkten Draht ins Universum.

Natürlich stehe ich für Frieden, für Liebe und für das Positive im Menschen. Und exakt diese Botschaft verbreite ich auch bei meinen Gedanken- und Energieübertragungen, bei denen ich die Menschen für das Gute motiviere.

Wenn es jemandem nach dem Kontakt mit mir besser geht und ich ihm Wahrheiten übermitteln konnte und alles gut wird, dann bin ich natürlich happy, klar. Und ich erhalte auch kistenweise Post von Leuten, die Wunder erlebt haben. Darunter finden sich auch zahlreiche Prominente. Aber damit bluffe ich nicht!

Shiva in der Cyberwelt

Und wie geht es nun nach Shiva TV weiter?, fragen sich Interessierte. Ich mache weiter, einfach im kleineren Stil. Ich habe sozusagen bei null wieder angefangen. Zum Beispiel mit dem neuen Format Webcam. Diese Variante hat den Vorteil, dass man mich auf der ganzen Welt sehen und kontaktieren kann. Im Effekt ist es ja auch Fernsehen, nur eben online – Shiva in der Cyberwelt! Und biografisch gesehen ist es ein Revival meiner TV-Liebe. So bin ich auch mit meinem Leben zufrieden, weil ich das Glück habe, machen zu dürfen, was ich gerne mache.

Und gerade als Hellseher, der ja von Natur aus in die Zukunft schaut, verfolge ich die Entwicklung in den Medien aufmerksam und bin sicher, neue innovative Formen zu entdecken. So schaue ich positiv in die Zukunft – ich «sehe» das auch so. Obwohl es natürlich Menschen gibt – Neider –, denen es nicht passt, wenn ich reüssiere ... Natürlich habe ich mit den Menschen um mich herum, vor allem mit meinem engsten Mitarbeiter Denis Clyde, ein herzliches Verhältnis.

Shiva, der Promi

Durch meine Medienpräsenz und wegen meines auffälligen Outfits – Stirnband, Sonnenbrille, lange schwarze Haare, viel Schmuck – kennt man mich überall. Ich bin ein Promi. Manche Leute sagen sogar über mich, ich sei eine «Kultfigur». Wie sich das denn so anfühle, so ein Promi zu sein – bei uns der Ersatz für Adel –, fragt man mich. Meine Antwort: Seit ich ein Teenie bin, kenne ich nichts anderes. Ich fühle mich super dabei. Und es gibt ja in meiner Branche keinen anderen, den man als Promi einstufen könnte.

Schon als Junge hatte ich ständig Kontakt mit den Medien. So wächst man nach und nach in diesen Status hinein. Ich bin ja nicht etwa durch eine Castingshow über Nacht berühmt geworden, sondern allmählich. Es freut mich, wenn mich Leute auf der Straße erkennen und Teenies mit mir ein Selfie machen wollen.

Auf Red-Carpet- und Cüpli-Anlässe bin ich zwar nicht sehr scharf, aber wenn ich eingeladen werde, besuche ich diese Events gerne. Da ich aber ein Mensch mit Ecken und Kanten bin und als exponierter Typ manchmal auch polarisiere, zögern gewisse Leute, mich einzuladen. Weil sie sich dann vielleicht Fragen stellen müssen in der Art: «Was, du findest den gut?!?» Wenn es sich aber um die Lancierung von Produkten oder Ähnlichem handelt, dann lädt man mich gerne als prominenten «Lockvogel» ein und profitiert so von meinem Renommee.

Wie man weiß, lebe ich ja meistens im Wohnwagen. Das bringt es mit sich, dass man, abgesehen von der Beratung am Telefon und auf der Webcam, zum Einzelgängertum neigt.

Natürlich habe ich auch ein Flair für Fashion, wie figura zeigt, und für glamourösen Schmuck. Nun muss man sagen, dass auch Männer aus gewissen ethnischen Gruppen viel Schmuck tragen. Deshalb erachte ich Bling Bling nicht als modisches Statement, sondern als authentischen Ausdruck meiner Herkunft und meines Wesens.

Happy Life

Erfolg im Wahrsagen und Kartenlegen, einen lieben Mensch um sich haben und dazu noch Chocolat, den smarten Pudel im Schoß: Das ist doch ein happy life, denken wohl manche.

Ja, ich bin sicher happy und zufrieden, abgesehen von kleinen Nuancen, die sich entwickeln, oder Irritationen, die sich auch mir nähern. Denn es gibt natürlich auch Leute, denen mein Erfolg ein Dorn im Auge ist. Ich selber mag es, mit allen Leuten gut auszukommen. Aber ich kann mich auch wehren und harsche Antworten geben wenn nötig, oder auch in der Beratung harte Fakten ansprechen, was die Leute bisweilen ein wenig irritieren mag. Aber wer wie ich die Wahrheit erkennen kann, darf die Dinge nicht schönreden. Sie sind der Ausgangspunkt eines geistigen Prozesses, den ich meinen Klienten ans Herz lege.

Und persönlich fragt man mich ab und zu mal: Gab es bei dir auch schon ein Happy End in der Liebe? Ich gebe ja Leuten Rat, denen Amor nicht gerade hold gesinnt ist, und sie möchten wissen, ob ihnen mal die Liebe lacht. Zum Glück habe ich dieses Problem nicht. Ich bin glücklicher Single und sehne mich nicht nach einer festen Liebesbeziehung. Was, aber, Herr Shiva, was wäre, wenn Mr. Right plötzlich auftauchen würde? Man hat im Leben auch gerne mal jemanden zum Kuscheln.

Auch ein Hellseher kennt ab und zu Depressionen und Ängste. Wenn man so in Gedanken verfällt, taucht ab und zu eine trübe Stimmung auf. Aber Angst ist das Produkt von Dingen, die passieren könnten und so Macht über den menschlichen Geist ausüben. Passiert das, wehre ich mich dagegen, indem ich meinen Gedanken eine positive Wendung gebe. Diese Praxis vermittle ich ja auch in meinen Gedanken- und Energieübertragungs-Sessionen.

Mein Daily Life

Mein Alltag hat in der Regel nichts Spektakuläres. Meistens nehme ich alles ruhig und entspannt, obwohl ich noch weitere berufliche Ziele anpeile. Morgens stehe ich nicht allzu früh auf, nehme eine warme Dusche, nasche ein paar Scheibchen von meiner berühmten Citterio-Salami, dann will mein Pudelchen Chocolat mal raus. Ich gehe mit ihm Gassi, trinke unterwegs mal Kaffee und esse meine obligaten zwei Spiegeleier oder als Variante Rührei. Nach dem Frühstück mache ich das Bett – ein großes, mit vielen Kissen. Für Neugierige: In mein Bett lasse ich nur meinen Pudel Chocolat ... Seinen Platz hat er auf der rechten Seite. Er ist – Ehrenwort – der Einzige, mit dem ich schlafe.

Im weiteren Verlauf des Vormittags räume ich auf, damit alles schön arrangiert ist. Leintücher, Bettüberwürfe mit vielen Rüschen oder Geschirrtücher bügle ich allesamt – ein kleiner Spleen von Shiva? Dann nehme ich Telefone ab und checke das Internet und berate Menschen in Krisen. Natürlich schwirren mir auch immer viele Pläne und Projekte im Kopf herum und ich versuche, sie zu realisieren. So vergeht der Tag im Flug.

Außerdem bin ich auch ständig mit Denis zusammen, der gerade im Wohnmobil neben mir logiert, und wir besprechen Projekte oder chatten einfach – aber natürlich face to face, bei trautem Zusammensein.

Mein Partner Patrick

Ja, klar, in meinem Leben gab es auch Männer. Zum Beispiel Patrick. Er war mein Lebenspartner und reiste auch mit mir im Wohnwagen durch die Schweiz. Patrick spielte eine wichtige Rolle beim Aufbau von Shiva TV. Wir arbeiteten als ein eingespieltes Tandem. Ich war der «spiritus rector» und er kümmerte sich um die «weltlichen» Dinge, also zum Beispiel um die Technik, das Business etc.

In der geistigen Welt herrscht ewige Harmonie, aber leider nicht immer in der irdischen. So entstanden bei uns strategische Dissonanzen, die wir schließlich so lösten, dass beide künftig ihrer Wege gingen. Privat haben wir heute ein harmonisches Verhältnis. Patrick hat inzwischen geheiratet und eine reizende Frau. Den beiden wurde ein Junge geboren, dessen Pate ich mit Freuden bin. Patricks Familie bildet für mich als Single heute so eine Art Ersatzfamilie.

Mein Gefährte Denis

Ja, und nun dieser Denis. Er ist ein hübscher Junge, sehr clever, begabt und mein Assistent und – vor allem – mein enger Freund. Kennengelernt habe ich ihn in einer Shiva-Oase, wo ich eine Gedanken- und Energieübertragung zelebrierte. Nach einigen Gesprächen fand ich, dass er mich beim Aufbau meines neuen Beratungsformats unterstützen könnte, so ähnlich wie früher Patrick. Unter anderem kümmert Denis sich um den visuellen Auftritt, um das Internet, um Grafiken und so weiter. Denn in vielen Dingen ist der Junge ein Genie. Ohne ihn wäre ich – Ehrenwort! – auf vielen Gebieten aufgeschmissen. Er berät mich auch in Sachen Fashion und Beauty. Denis hat sogar eine eigene Kosmetiklinie entwickelt. Von Vorteil für unser Duo ist, dass Amor nicht mit von der Partie ist – es also keinen Sex gibt. Und als großes Plus kommt dazu: Denis kann auch Kartenlesen! Das hatte er mir am Anfang verschwiegen, mit der Begründung: «Wie kann man dem ‹Godfather› des Kartenlegens sagen, man beherrsche diese Kunst auch...!»

Denis Clyde über Mike Shiva

«Mike ist mein bester Freund und Vertrauter. Mit ihm kann ich mich über alle Themen bestens unterhalten. Wir haben eine wichtige Sache gemeinsam – beide sind wir Kartenleger. Wie Mike versuche auch ich, mich in meine Kunden hineinzuversetzen und ihnen mit Empathie zu begegnen. Wir sehen in den Karten Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. In der Vergangenheit liegt meistens der Schlüssel zum Thema in der Gegenwart, damit dieses für die Zukunft gelöst werden kann.

Ich bin aber auch Shivas Assistent oder Mädchen für alles. Im Gegensatz zu Shiva bin ich zum Glück technisch begabt und bewege mich easy in der Cyberwelt. So tüfteln wir gemeinsam neue Projekte aus.

Manchmal quassle ich ein wenig zu viel und dann muss Mike mich mal energisch bremsen. Auch ist er zum Glück nicht so eine Diva wie ich und auch viel weniger eitel als ich – ein Fashionista erster Güte. Ich schaue ständig in den Spiegel, anders als Mike – er nur sechsmal pro Tag ...

Ich lebe in meinem eigenen Wohnwagen, aber die Wagen stehen ständig Seite an Seite – so wie Mike und ich. Super und danke, lieber Mike!»

Mikes Mutter über ihren Sohn

«Mike und ich haben mehr als nur eine Mutter-Sohn-Beziehung. Er vertraut mir alles an und holt manchmal auch Rat bei mir. Sei es in relativ kleinen Dingen, wie dem Kauf eines Gegenstandes, oder in Sachen Liebe und Leben. Eigentlich bin ich der Mittelpunkt seines Lebens.»

«Mein Ziel ist es, Menschen durch spirituelle Kräfte ein positives Feeling zu vermitteln. Ich beeinflusse die Ratsuchenden so, dass sie mittels eines positiven Denkens und Handeln ein besseres und konstruktives Lebensgefühl bekommen. Mit meinen Gedanken- und Energieübert ragungen und speziellen Konzentrationsübungen gelingt es mir, Ratsuchende für die Herausforderungen des Lebens zu motivieren.»

MIKE SHIVA


Ich bin dein Zukunftsberater

Wie läuft’s in der Liebe, im Job, im Portemonnaie? Mit diesen Fragen kommen Menschen zu mir und suchen Rat. Dazu lege ich die Karten und lese daraus die Prognosen und gebe Tipps. Wie das geht, erfährst du im folgenden Kapitel. Außerdem rede ich in diesem Abschnitt über meine Beziehungen zum Jenseits. Spannend!

Bin ich ein Orakel oder eher ein Lebensberater? Diese Frage stellt man mir bisweilen. Ein gewöhnlicher Lebensberater bin ich sicher nicht. Denn heutzutage machen ja schon Hausfrauen auf Lebensberater in den Medien. Auf dieses Niveau möchte ich mich nicht begeben. Ich bin für viele Menschen ein Orakel, also ein Mensch, der zuverlässig in die Zukunft schaut.

Wenn die Menschen Auskünfte über die Zukunft haben möchten, dann gehe ich so vor: Ich vertiefe ich mich in den Menschen, lege die Karten und aus der gewonnenen Erkenntnis heraus versuche ich, ihm Informationen über die Zukunft zu vermitteln und ihn außerdem so zu coachen, dass er wieder ins Lot kommt.

Denn der Mensch muss sich in einer gewissen Balance befinden, in der die Elemente Yin und Yang ausgeglichen sind. Wenn die Person ein gewisses Ziel hat – also etwas Bestimmtes erreichen will –, dann vermittle ich ihr, was ich in den Karten sehe und was mir meine Eingebungen suggerieren, und so kann er sein gewünschtes Ziel erreichen. Als Fazit kann man sagen: Ich bin an sich nicht ein Lebens-, sondern ein Zukunftsberater!

Es handelt sich bei meinen Sitzungen also um einen Mix von Voraussage und Zukunftsberatung. Man kann zudem sagen, dass ich der Lehrer der neuen Energie bin. Das bedeutet Folgendes: Alles rund um uns herum ist energetisch aufgeladen und im Fluss. Ich versuche, die Menschen dazu zu bringen, ihre innere Energie zu aktivieren und sie aus festgefahrenen Mustern und Fehlprogrammierungen zu befreien. Das heißt, ich befreie sie aus der Vergangenheit und begleite sie in die Zukunft. Damit sie sich zurechtfinden und Erfolg haben können.

Werde ich mich verlieben?

Oft kommen natürlich Menschen mit Liebesthemen oder -problemen zu mir. Zum Beispiel fragen sie mich: Werde ich mich nächstens verlieben? Ob ich dazu Auskunft geben kann? Ja, das kann ich effektiv. Ich kann also erklären, wie es kommen wird. Aber manchmal sind die Fragen eine Projektion von Wunschdenken. Das heißt, die Leute sind innerlich auf eine bestimmte Antwort hin fixiert. Sie komme mit genau umrissenen Vorstellungen, was sie hören möchten, damit sie zufrieden sein werden.

Nehmen wir ein konkretes Beispiel. Da ist etwa die attraktive Frau, die einem sexy Mann mit blonden Haaren und einem Porsche begegnet ist – einem gut situiert und intelligenten Typen, mit dem man auch noch diskutieren kann. Aber das Problem mit dem Adonis ist, dass er verheiratet ist. Aber, erklärt die Frau, der Typ schaue sie so sexy an, so dass sie nur denken kann, er sei in sie verliebt. In diesem Fall erwartet sie natürlich eine positive Prognose und möchte die Wahrheit nicht hören, dass aus der Geschichte nichts wird, wie die Karten sagen.

Bekomme ich den Job?

Natürlich kommen die Leute auch immer wieder mit Themen aus dem Arbeitsleben. Zum Beispiel will jemand wissen, ob er oder sie den gewünschten Job erhalten wird. Ja, auch da kann ich etwas sehen. Ich schaue in die Karten und höre auf meine Eingebungen. Natürlich kann ich nicht alle Details den Karten entnehmen, aber das große Ganze schon.

Interessant ist dabei die Frage, ob ich das Resultat optisch vor Augen sehe. Nein, ich kann es nicht konkret optisch erfassen, aber ich sehe die entsprechenden Karten vor mir und die sind ja ein Orakel. Gemischt mit den Eingebungen, die ich spontan empfange, weiß ich das Resultat einfach, das geht ganz ohne optischen Support. Bilder oder Videoclips sehe ich also nicht.

Und die Eingebungen, die ich eben erwähnt habe, sind Botschaften, die ich aus meinem Innern heraus empfange. Sie erscheinen einfach in meinem Geist und fließen aus der spirituellen Welt herüber. Dabei befinde mich in einem anderen Bewusstseinszustand, wie in einer Art Trance. Wenn mich jemand genau beobachtet, sieht er, dass sich meine Augen verändern, dass ich gespannt bin und nach innen blicke.

Die Passage ins Jenseits

Auch Krankheit und den Tod kann ich effektiv voraussehen. Kürzlich ist eine Frau zu mir gekommen. Ich habe ihr die Karten gelegt und ihr mitgeteilt, was ich sah: Dass es in ihrer Umgebung demnächst einen Todesfall geben werde. Zehn Tage später ist ihr Mann gestorben. Sie fragte mich dann, warum ich ihr das nicht klar gesagt hätte. Ich erklärte ihr daraufhin, dass ich in den Karten nicht sehen kann, wer genau betroffen sein wird. Denn auf der Karte steht der Name nicht. Das hat auch einen rechtlichen Hintergrund – sonst könnte man zum Beispiel noch schnell eine Lebensversicherung abschließen oder ähnlich.

Prophezeiungen wie einen Todesfall teile ich Ratsuchenden auch mit. Denn es war die Wahrheit, wenn auch eine traurige, aber die spreche ich aus. Wer sie potenziell nicht ertragen kann, sollte mich nicht anfragen.

Kann ich Krankheiten heilen?

Kürzlich kam jemand zu mir und sagte mir, dass er sich einer schwierigen Operation unterziehen müsse und wissen möchte, ob sie gut ausgehen werde. In so einem Fall lege ich wie immer die Karten, aber detailliert sagen, ja oder nein, kann ich nicht. Ich befrage die Gesundheitskarte und die wird mir sagen, ob da etwas angezeigt ist – aber das kann auch eine Grippe sein. Oder es kommt die Erfolgskarte, dann ist die Prognose günstig. Aber eine direkte medizinische Diagnose kann ich nicht stellen. Das hätte aber auch eine gesetzliche Problematik, denn ich könnte mich unter Umständen auch irren oder es passiert in der Zwischenzeit etwas Entscheidendes.

Ein wichtiges existenzielles Thema, das die Menschen beschäftigt, ist die Frage, ob ich auch Krankheiten heilen kann. So direkt kann ich das nicht, allein schon aus gesetzlichen Gründen nicht. Es kann aber sein, dass meine Beratungsmethode dazu führt, dass es jemandem nachher effektiv besser geht. Es kann sein, dass es jemandem schlecht geht, aber dass er sich aus meinem Rat heraus so benimmt, dass er sich verliebt und als Folge der Glücksgefühle nicht mehr krank ist.

Was heilsam ist und was nicht, kann man einfach beantworten: Negative Sachen machen krank und positive gesund. Was heilsam ist und was nicht, sehe ich in den Karten. Und da eine Begegnung mit mir eine positive ist, geht es den Leuten nach dem Besuch bei mir gut. Ob man das heilen nennt oder nicht, sei jedem freigestellt.

Ich möchte kein Heiler im klassischen Sinn sein, aber ich weiß, dass meine Aussagen eine heilende Wirkung entfalten. Ich verfahre nach dem einfachen Prinzip von Liebe und Licht, von Harmonie und Frieden, und ich versuche, die Leute aus diesen Quellen heraus zu motivieren. Liebe ist ein Grundelement guten Lebens! Ich rate den Menschen, sich von negativen Einflüssen, welcher Art auch immer, zu befreien. Denn dann sind die Grundsteine zu guter Gesundheit, Glück und Erfolg gelegt.

Zukunftsberatung

Hier nochmals die Elemente des Prognose-Prozesses: Was ich mache, geschieht aufgrund von gestellten Fragen, Kartenlegen und Eingebungen. Diese Quellen sind verlässlich und erprobt. Deshalb habe ich Kunden, die mich seit Jahrzehnten konsultieren.

Und noch eine Präzisierung: Dort, wo es nicht um eine explizite Prognose geht, sondern um die Variante Zukunftsberatung, passiert Folgendes: Ich lenke die Menschen aus meiner Spiritualität heraus in die richtige Richtung, damit es ihnen gut geht. Das geschieht nicht, weil ich in erster Linie die Mission habe, zu helfen, was ja an sich positiv wäre und mir ein Super-Image geben würde. Nein, es verhält sich so: Wenn die Leute meinen Rat befolgen, geht es ihnen automatisch gut. Wenn sie zum Beispiel den Rat befolgen, negativ Einflüsse aus der Umgebung zu eliminieren, das heißt die entsprechenden Leute aus ihrem Lebenskreis zu entfernen, die ihnen nicht gut tun, dann haben sie automatisch gewonnen, und zwar an Lebensqualität.

Business Consulting

Unter meine Kunden mischen sich auch Geschäftsleute. Ich betreue also nicht, wie Kritiker oft böswillig sagen, nur arme und verzweifelte Menschen. Businessmen kommen in der Regeln nicht zu mir und sagen, sie hätten spezifische Probleme. Nein, sie haben Projekte und möchten wissen, was darüber in den Karten steht. Ich kommuniziere ihnen, was ich sehe und was meine Eingebungen sagen. Sie bedanken sich und gehen wieder.

Diese Manager und Finanzfachleute kommen nie mit expliziten Erwartungen, etwas Bestimmtes hören zu wollen. Das läuft ganz easy ab. Es handelt sich oft um geplante Millionenprojekte, wo sich CEOs aus Wirtschaft und Hochfinanz von meinen Erkenntnissen inspirieren lassen wollen.

Was können diese Geschäftsleute konkret von mir hören? Das kann ich, ohne einen konkreten Fall zu erwähnen, nicht einfach sagen. Ich vermittle ihnen einfach, was ich in den Karten sehe und die Inhalte meiner Eingebungen. Es gibt welche, die stellen keine weiteren konkreten Fragen. Andere schon, und dann schaue ich nochmals in die Karten und antworte konkreter. Es handelt sich zumeist um professionelle, aber lockere Begegnungen, die auf einer anderen Ebene als meine alltäglichen Beratungen angesiedelt sind. Und viele dieser Businessleute kommen wieder, weil sie erkannt haben, dass meine Prognosen und Statements für sie wertvoll sind. Meine Voraussagungen geben ihnen Entscheidungshilfen. Die meisten sagen mir am Schluss der Session nämlich: Jetzt wissen wir, was wir tun müssen.

Tradition des Hellsehens

Es gibt eine Orakeltradition, zum Beispiel Pythia, die berühmte Wahrsagerin aus der griechischen Antike. Aber die bedeutet mir nichts, denn ich beziehe mich auf keine Tradition. Ich bin Mike Shiva, das genügt. Aber apropos Shiva: der hinduistische Gott, auf den ich mich trotz desselben Namens nicht berufe, hat immerhin eine Ähnlichkeit mit mir.

Shiva ist der Gott der Zerstörung, aber auch gleichzeitig der Gott des Wiederaufbaus. Und genau das entspricht oft auch meiner Praxis. Manchmal muss ich die Leute beim Coaching gewissermaßen zuerst «zerstören», das heißt, ich muss schädliche Elemente eliminieren, bevor ich sie wieder aufbaue, damit sie den Weg zu sich finden. Weil sie in einer Fantasie gefangen sind, aus der sie nie mehr von selber rauskommen würden. So baue ich sie wieder auf, damit sie Erfolg haben in der Gestaltung ihres künftigen Lebens.

Hilfe, böse Menschen!

Man begegnet immer wieder bösen Menschen. Und da fragen mich die Kunden, wie man mit ihnen umgehen soll – im Geist der Liebe und Vergebung oder ob man sich auch rächen darf? Aus meiner Sicht des Wahrsagers sollte man den Mitmenschen mit Liebe und Wohlwollen begegnen, selbst wenn sie einem nichts Gutes getan haben. Von Menschen hingegen, bei denen man mit Liebe nicht weiterkommt und die hartnäckig versuchen, einem weiterhin zu schaden oder ins Elend zu stürzen, sollte man sich distanzieren und sie einfach meiden.

Aber ich höre immer wieder, man habe doch das Bedürfnis, sich zu rächen. Nein, das ist nicht gut! Denn wenn man sich rächt oder zurückschlägt, dann reagiert man auf derselben negativen Ebene wie der schlechte Mensch. Dadurch steigt man selber auf dieses erbärmliche Niveau hinunter und das ist ethisch nicht tragbar und kommt sowieso nicht gut. Es heizt den Konflikt nur noch an.

In diesem Fall ist es am besten, wenn man sich von diesen Menschen trennt, sie also aus seinem Lebenskreis und seinem Bewusstsein entfernt und danach strebt, nichts mehr mit ihnen zu tun zu haben. Denn jedes Mal, wenn man sie sieht oder an sie denkt, aktiviert man wieder schlechte Energien, die einem obendrauf noch physisch und psychisch selber schaden.

Mein Assistent hat mir gegenüber kürzlich so eine negative Figur erwähnt, ganz nebenbei im Gespräch. Ich habe ihn sofort gebeten, nicht mehr von dieser Person zu reden, sonst habe ich sie wieder in meinem Bewusstsein. Ich will einfach nicht mehr mit ihr konfrontiert werden, in welcher Form auch immer. Solch böse Menschen ruinieren einem oft auch noch die Gesundheit. Es braucht natürlich oft Kraft und Energie, manchmal sogar Geld, um diese «Teufel» zu eliminieren. Es klingt krass, ist aber so.

Thema Jenseits und Wiedergeburt

Ich glaube, verbindlich zu wissen, dass es wirklich ein Jenseits gibt, weil sich gewisse Menschen, wenn sie sterben, bei mir melden. Es handelt sich um Menschen, die ich kenne. In solchen Momenten fühle ich, dass jemand um mich herum ist. Ich kann nicht sagen, wer genau es ist, aber ich weiß es einfach. Wie es dort im Jenseits ist und wie die Dinge ablaufen, kann ich nicht genau sagen, aber ich bin felsenfest überzeugt davon, dass es diese spirituelle Welt gibt.

Und ich glaube auch an eine Wiedergeburt, weil ich mich an den Zeitpunkt erinnern mag, als ich mich entschieden habe, in welches Leben ich kommen möchte. Das war unmittelbar vor meiner Geburt. Das weiß ich heute noch ganz genau. Man hat mir auch ganz bestimmte Informationen auf den Weg gegeben. Von daher kommt auch die Tatsache, dass mich der spirituelle Aspekt von frühester Jugend an begleitet hat und er ein entscheidender Teil meines Lebens war. Und schon damals hielt ich mich gerne in Kirchen auf, die für mich eine extrem spirituelle Atmosphäre ausstrahlten. Ich besuchte auch die Kirche in Ephesus, wo die Mutter Gottes, Maria, begraben sein soll. In Kirchen spürte ich deutlich die Präsenz von Geistwesen. Und in frühester Jugend begegnete ich an diesen heiligen Orten Erscheinungen und Manifestationen aus der spirituellen Welt.

Es ist für einen Laien etwas Erstaunliches und Unbegreifliches zu hören, dass ich wählen konnte, in welches Leben ich eintauchen wollte. Ich verstehe das, aber es war wirklich so. Ich wurde kurzfristig damit konfrontiert worden und hatte verschiedene Varianten zur Verfügung. Und ich habe mich für das Leben entschieden, das ich jetzt führe. Dies waren die Konsequenzen für mein jetziges Leben als Wahrsager und Hellseher, wie sie damals bestimmt wurden. Aus diesem Grund war es für mich nie die Frage, ob meine Tätigkeit richtig sei oder falsch. Ich werde mein Leben lang Hellseher und Wahrsager sein, da es meine Bestimmung ist.

Deshalb wollte ich mit sechzehn auch keinen bürgerlichen Beruf wählen, sondern gleich mit Hypnose und Wahrsagen anfangen und eine Karriere in diesem Bereich starten. Schließlich hatte ich dann meinen ersten TV-Auftritt bereits mit sechzehn Jahren.

Dem eigenen Schicksal in die Karten schauen

Die Menschen fragen mich manchmal: Mike, kannst du auch deine eigene Zukunft voraussehen? Man muss zwar nicht immer alles voraussehen, so wie man nicht in der Vergangenheit leben sollte, aber die Zukunft ist insofern wichtig, als man sich vor gewissen Dingen bewahren kann. Es gibt in meinem Leben gewisse Ereignisse, von denen ich weiß, dass sie kommen werden und dass ich mich nicht davor bewahren kann.

Hier ein Beispiel so eines privaten Voraussehens: Ich habe den Verkauf von Shiva–TV vorausgesehen, und zwar detailliert. Ich habe von einem bestimmten Zeitpunkt an alles gewusst – und es ist genauso gekommen, wie es meine Visionen angezeigt hatten. Und weil ich das vorausgesehen hatte, konnte ich mich vorbereiten. Alles kam so, wie ich es vorausgesehen hatte, und wenn das nicht der Fall gewesen wäre, hätte das Ganze in einer Riesenkatastrophe geendet. Ich wusste, welche Leute mich betrügen würden und aus welchem Bewusstsein heraus.

Nach dem Fall Shiva-TV habe ich wieder neu gestartet, auch mit Erfolg. Ob ich jetzt glücklich bin? Ja, sehr. Aber es gibt manchmal auch Begegnungen in meinem Leben, die mich ins Schwanken bringen und die mich belasten, und die ich noch eliminieren muss. Genauso wie noch Dinge bestehen, die sich besser entwickeln könnten. Da ich aber in Einklang mit mir bin, sehe ich zuversichtlich in die Zukunft.

So coache ich dich als Wahrsager, Hellseher und Kartenleger und verhelfe dir zu mehr Lebensqualität durch zuverlässige Prognosen und als Zukunftsberater.

Die Wohltaten meiner Beratung

Ich – Mike Shiva,

–mache dir Mut, auch schwierige Lebensphasen zu bewältigen

–muntere dich in schwierigen Lagen auf

–helfe dir, Ängste zu bekämpfen

–betone immer die positiven Seiten einer Situation

–bewege dich dazu, aktiv zu sein

–rate dir, den Mitmenschen mit Liebe und Zuneigung zu begegnen

–rate dir, «böse Menschen» aus deinem Leben zu eliminieren

–empfehle dir: Wende dich Menschen zu, die sonst niemanden haben, die ihnen zuhören und bei denen sie ihre Sorgen und Nöte abladen können.

DIE BENEFITS FÜR DICH!

Ich muss mich einer Operation unterziehen. Wird sie erfolgreich sein?

So präzise sehe ich das nicht. Ich lege die Karten wie immer und sage, was ich sehe. Wenn zum Beispiel neben der Karte Gesundheit die Karte Katastrophe kommt, dann gehe ich davon aus, dass die Operation nicht so gut verlaufen wird. Sehe ich aber daneben die Karte Erfolg, dann ist das ein starkes Indiz dafür, dass alles gut verläuft. Ich würde meinem Gegenüber auch die pessimistische Variante darlegen, natürlich mit dem nötigen Gespür.

FRAGE ZUR GESUNDHEIT

Mein Partner oder meine Partnerin hat mich verlassen. Wird er oder sie zurückkehren?

Hier spielen die beiden Elemente Prognose und Zukunftsberatung zusammen. Für die Prognose lege ich die Karten und lasse mich von den Eingebungen beeinflussen. Dann weiß ich die Antwort. Falls die Antwort nicht positiv ist, coache ich den Fragesteller und vermittle ihm positive Energien.

FRAGE ZUR LIEBE

Werde ich im Lotto gewinnen? Kannst du mir die Lottozahlen voraussagen?

Auch hier lege ich Karten und dann sehe ich entweder Geld auf dich zukommen oder nicht. Wenn ich in den Karten Gewinn sehe, dann würde ich sagen: Falls du Lotto spielst, dann hast du Chancen. Vielleicht fließt aber auch von sonst irgendwo Geld und deine Situation wird dadurch gut.

Die Lottozahlen kann ich nicht präzise voraussagen, die Karten zeigen solche Details nicht an. Abgesehen davon: Wenn ich die Gewinnzahlen richtig voraussagen könnte, würde ich öfter mal mein Glück versuchen und dann an einem schönen Strand meine Zeit verbringen.

FRAGE ZUM THEMA FINANZEN


Facetten meines Lebens

Ich schreibe hier über mein Leben und die Liebe, über meine Mission und meine Passion, aber auch über die Faszination Fashion und Shiva als Showman.

Wahrsagen, Hellsehen und Kartenlegen – ja, das sind drei Fähigkeiten, die mir in die Wiege gelegt wurden, denn ich wusste schon vor meiner Geburt, wohin meine Reise gehen würde. Und schon in meiner frühesten Jugend konnte ich gewisse Dinge voraussehen und -sagen. Erstaunlich, nicht?

Geboren bin ich im Sternzeichen Zwilling, aber Astrologie war nie eine große Passion für mich. Ich habe mich nie richtig damit beschäftigt, finde sie aber etwas Wertvolles, denn Voraussagen der Astrologie zeigten für mein Leben auffällige Parallelen zu meinen eigenen Wahrsagungen. Ich interessiere mich übrigens auch für Numerologie und Kabbala. Auch astrologische Charakteranalysen haben sich bei mir als treffend erwiesen. Meine positive Beurteilung der Astrologie beruht nicht auf Theorien, sondern auf Erfahrungen.

Vorgeburtliches Wunder

Meine spirituellen Erfahrungen zeigen aber in eine andere Richtung als die Astrologie. Das offenbart sich bei folgendem außergewöhnlichen Phänomen: Ich konnte nämlich vor meiner Geburt wählen, in welchen Körper ich eintauchen möchte und welche Mutter ich haben werde. Bei meinen Entscheidungen hatte ich echte Alternativen und Optionen und man gab mir auch Instruktionen mit auf den Weg ins irdische Leben. Ich wählte meine jetzige wunderbare Mama. Diese spirituellen Vorgänge kann ich nicht detailliert darlegen, denn ich habe auch keine optischen Erinnerungen daran. Es handelt sich einfach um spirituelle Wahrheiten. Ich weiß es einfach! Prinzipiell könnte ich dieses Phänomen raffiniert ausschmücken, damit es aufregender klingt und alle staunen würden – aber es würde nicht der Wahrheit entsprechen. Ich bin da ehrlich. Ich verstehe, dass man sich dieses Phänomen nicht so leicht vorstellen kann, weil es außerhalb unserer herkömmlichen Vorstellungskraft liegt, also in einer anderen spirituellen Dimension. Es handelte sich bestimmt um die Dimension des Jenseits.

Wahrsagen als Lifestyle

Ich denke, dass meine Entscheidung bei der Geburt, ein spirituell inspiriertes Leben zu führen, eine irdische Mission zur Folge hatte. Also eine Verpflichtung für mein späteres Leben als Wahrsager und Hellseher. Deshalb erachte ich diese spirituelle Tätigkeit als Lebensaufgabe, oder, modern gesagt, als meinen Lifestyle. Wahrsagen und hellsehen sind keine Tätigkeiten, die man einfach so macht oder nicht macht. Dies reicht tiefer in das Innere eines Menschen hinein. Man hat eine innere Motivation dazu, eine Kraft, die einen pusht!

Ich werde zwar nicht von spirituellen Kräften zu einem solchen Leben gezwungen, aber ich fühle einfach, dass es von einer höheren Warte her gewünscht wird.

Genau aus diesem Grund habe ich mit sechzehn Jahren keine Lust gehabt, einen richtigen Beruf zu erlernen, sondern den Wunsch, mich dem spirituellen Leben zu widmen. Diese Hingabe war für mich bisher absolut stimmig. Und ich habe bis jetzt auch nie Dinge gemacht, die nicht mit meinem Inneren in Einklang waren.

Der Weg der Liebe

Sicher gab es auch negative Seiten in einem solchen Leben, denn man wird ja ständig mit Herausforderungen konfrontiert und muss sich entscheiden, welchen Weg man wählen will: den guten oder den schlechten. Das passierte auch mir. Natürlich ist es besser, den guten Pfad zu gehen. Sich also in Richtung der Liebe und des Lichts zu bewegen. Man sollte den Pfad der Ethik und der Moral beschreiten und nicht den Boulevard des unethischen Handelns, der einem manchmal einen unmittelbaren Erfolg beschert – Geld, einen guten Job, einen vermeintlich attraktiven Lover. Dieser Weg jedoch ist sicher nicht im Sinne Gottes und des Guten.

Shiva – ein «Auserwählter»?

Ob ich wegen meiner Spiritualität und der Mission, die ich bei meiner Geburt empfangen habe, vielleicht ein «Auserwählter» sei, werde ich bisweilen gefragt. Meine Antwort lautet so: Wir sind alle Auserwählte! Weil wir es im Strom all der Millionen Spermien ans Ziel geschafft haben, sind wir schon mal eine Art Sieger. Weil wir uns gegen Millionen von Konkurrenten durchgesetzt haben – und das ist schon sehr exklusiv und dafür sollte man auch dankbar sein! Aus diesem Grund betrachte ich meinen Geburtstag als Ehrentag und feiere ihn auch, in Dankbarkeit für das Geschenk des Lebens.

Eine Bemerkung zur finalen Transformation meines Lebens: Ich bin ja ein Hellseher, begleite meine Mitmenschen in die Zukunft und kann meine eigene Zukunft bis zu einem gewissen Grad voraussehen. Aber wie lange ich leben werde, kann ich nicht sehen, weder für mich noch für andere.

Zurück zur Frage, ob ich wegen meiner spirituellen Prägung ein «Auserwählter» sei. Es gibt Abstufungen von Auserwählung. Die Annahme, warum man Leute wie mich als auserwählt betrachtet, hat folgenden Grund: Weil meinen Beruf relativ wenige Leute ausüben, gilt man schon bald einmal als etwas Spezielles. Außergewöhnlich ist bei mir vielleicht, dass ich, anders als die meisten Leute, einen spirituellen Draht zum Universum habe, aber deswegen nicht mehr wert bin als ihr, meine lieben Mitmenschen.

Papst oder Müllmann – der Wert eines Menschen

Ehrlich gesagt, wenn jetzt der Papst oder ein Müllmann vor mir stehen würde, fände ich den katholischen Ober-Hirten nicht wertvoller als den Kehrrichtmann. Im Gegenteil: Vor dem Müllmann habe ich mehr Respekt als vor dem Pontifex mit seinen oft fragwürdigen Verlautbarungen. Ich habe öfter mit Menschen aus weniger gebildeten oder privilegierten Schichten zu tun, führe aber mit ihnen meistens die wertvolleren Gespräche und tieferen Freundschaften als mit erfolgreichen, vermögenden oder gebildeten Menschen.

Fazit: Ich empfinde mich zwar nicht als «Auserwählten», aber ich bin sehr happy über meine Begabung und möchte mit niemandem tauschen, auch nicht mit einem höhergestellten oder superreichen Menschen.

Begegnung mit den «Teufeln»

Was mein persönliches Wohlergehen anbetrifft, ist auch mir als Hellseher in den letzten Jahren nicht immer nur Gutes widerfahren. Es gab – im Zusammenhang mit Shiva-TV – durchaus Konfrontationen mit Mitmenschen, die mir an die Substanz gingen. Leider waren die Attacken auf Zerstörung angelegt. Klar habe ich dabei auch gelitten, aber das war im Vergleich zu den Leiden anderer Menschen natürlich harmlos.

Es waren Konfrontationen mit Menschen, die ich «Teufel» nenne, also mit bösartigen Menschen, die auf Zerstörung aus waren. Diese Menschen gibt es überall, und sie haben sich dem Bösen verschrieben. Es macht ihnen Spaß, zerstörerische Energien zu entwickeln. Wenn sie merken, dass der Konflikt richtig heiß wird, bekommen sie erst recht den Kick, weiter zu kämpfen. Sie zerstören mit ihrem destruktiven Tun Gutes. Diese «Teufel» haben mir nicht gut getan und ich habe sie leider zu nah an mein Leben gelassen. Aber Gott sei Dank ist es mir schließlich gelungen, sie aus meinem Geist zu eliminieren. Wenn es ganz feindlich wird, bitte ich die aggressive Person in aller Freundschaft, die Kommunikation zu beenden. Und das ist auch mein Rat an dich:

Wenn du Menschen begegnest, die für Körper und Geist schädlich sind, dann «eliminiere» sie, das heißt, verlasse sie und entferne sie aus deinen Gedanken.

Mein früheres Leben

Nun zu den Einflüssen meiner Spiritualität: Ich befolge unter anderem die Gebote des Christentums, aber nicht nur diese, denn es sind ja noch andere wegweisende Gebote der Weisheit überliefert. Es gibt in der langen Kulturgeschichte der Menschheit zahlreiche verschiedene ethische Moralvorstellungen. Ethische Theorien, die ich aus einem früheren Leben kenne, sogar aus der Nähe. Ich kann also sagen, wer ich in einem früheren Leben war. Erstaunlich, nicht wahr?

Faszination für Kirchen

Religiös wurde ich nicht erzogen, meine Familie besuchte die Kirche nie. Aber den kirchlichen Unterricht in der Schule fand ich sehr spannend und ich war auch engagiert dabei.

Außerdem besuchte ich so oft es ging Kirchen, also Stätten der heiligen Spiritualität, von denen ich schon als Knirps stark inspiriert war.

Obwohl ich die christliche Botschaft faszinierend finde, bezeichne ich mich trotzdem nicht als einen in der Kirche organisierten Christen. Und auch wenn ich den Buddhismus, wie ich ihn zum Beispiel in Thailand finde, als sanfter und respektvoller finde als gewisse Strömungen im Christentum, die alles verteufeln, kann ich mich auch nicht vollkommen mit ihm vereinen.

Die Botschaft Jesu Christi empfinde ich im Übrigen als moralisch wertvoll, und ich glaube auch, dass Jesus wirklich gelebt hat. Seine Botschaften sind von hoher Intelligenz und Spiritualität, und er hat sie selber auch vorgelebt.

Ich war ein Einzelkind und habe eine glückliche Kindheit erlebt. Vater und Mutter waren erfolgreiche Wirte und dementsprechend stark beschäftigt, so dass sie nicht so viel Zeit für mich hatten. Deshalb verbrachte ich viele Stunden bei einer Freundin der Familie, die wie eine Großmutter für mich war, und hatte ein inniges Verhältnis zu meinem Großvater, dem Zirkusartisten.

Heitere Jugend und nochmals «Teufel»

Mein Alleinsein hatte einen großen Vorteil: So konnte ich meine Persönlichkeit optimal entwickeln und meine spirituellen Fähigkeiten ausbilden. Summa summarum habe ich eine sehr gute Erinnerung an meine Kindheit und Jugend.

Mein Vater war mir vom Typ her vielleicht nicht so nahe wie meine Mutter, denn er war ziemlich streng, und deshalb nicht so sympathisch wie die Mutter, die alles für mich getan hat und mit mir bis heute ein Herz und eine Seele ist. Nebst meiner harmonischen Zeit mit den Eltern erinnere ich mich aber auch an eine Episode aus meiner Jugend, die der blanke Horror war.

Während einer gewissen Zeit war ich bei Verwandten einquartiert, als meine Eltern den Wirtekurs absolvierten. Die Erinnerungen daran sind rabenschwarz. Da habe ich erlebt, wie es ist, wenn man als Kind älteren Personen total ausgeliefert ist. Und wie es menschliche Abgründe gibt – so wie ich sie in veränderter Form später beim Verkauf von Shiva-TV nochmals erlebte. Diese Erfahrung war krass, aber sie dauerte Gott sei Dank nur eine kurze Sequenz.

Meine Eltern reagierten unterschiedlich auf meine spirituellen Fähigkeiten und Neigungen. Mein Vater hat nicht viel davon mitbekommen. Meine Mutter dagegen schon. Sie als sensible Frau hat sofort gemerkt, dass ich Dinge voraussehen konnte, aber sie hat das nie als etwas Außergewöhnliches betrachtet. Für sie war das etwas ganz Normales – wie ja auch für mich. Heute ist meine Mutter stolz auf mich, aber nicht primär, weil ich ein bekannter Wahrsager bin, sondern ganz einfach, weil ich ihr Sohn bin.

Negatives überwinden

Ich war schon früh von der geistigen Welt imprägniert. Schon als Teenager habe ich meditiert und fühlte mich Gott eng verbunden. Das war sicher eine Folge meines vorgeburtlichen Erlebnisses, als ich mein künftiges Leben wählen konnte, wie ich schon dargelegt habe.

Die erwähnte traumatische Phase bei Verwandten hatte zur Folge, dass ich damals eine extreme Gottverbundenheit entwickelte. Der Glaube an das Prinzip Liebe und an das Göttliche hat mich in dieser Terrorphase darin bestärkt, dass man Negatives überwinden kann. Ich habe damals aber auch den naiven Glauben verloren, dass alle Leute gut sind. Trotzdem hat mein schmerzliches Erlebnis mein Bild von der Menschheit nicht einseitig negativ geprägt, sondern es gab mir einen Einblick in das Leben, wie es tatsächlich ist. Die traurigen Erlebnisse bei meinen Verwandten zeitigten noch eine andere, eine positive Folge. Wenn man mich im TV sieht und es geht zum Beispiel um Kinder in Not, dann bin ich immer auf ihrer Seite, weil ich aus schmerzlicher Erfahrung weiß, was man ihnen antut oder antun kann.

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