Kitabı oku: «Wochenend und Wohnmobil - Kleine Auszeiten im Harz»


MIRIAM FUCHS war langjährige Pressesprecherin des Harzer Tourismusverbandes und liebt ihre Heimat. Das drückt sie als selbständige Autorin in Blogbeiträgen und Reiseführern aus. Die Unabhängigkeit bei Reisen mit dem Wohnmobil genoss sie in Australien und im Harz. Mit großer Freude erkundet sie ihre Heimat für ihre Leser.
STEFAN SOBOTTA ist als Fotograf und Multimediajournalist in der ganzen Welt unterwegs, doch seine Heimat ist der Harz. Mit Camper und Wohnmobil reiste er durch Australien, Neuseeland, das südliche Afrika, Österreich und einmal rund um die Ostsee. Die Fototour durch den Harz brachte auch ihm neue, spannende Ein- und Ausblicke.

KLEINE AUSZEITEN IM
-HARZ-


INHALT
EINLEITUNG
Magische Gebirgswelt Harz
Heimat der Hexen, Luchse und Bergleute
1Von Kaisern und Bergmännern
Welterbe Goslar entdecken
2Wandern, Wellness, Wohnmobil
Sole-Heilbad Bad Harzburg
3Kleinod am Grünen Band
Osterwieck und Fallstein
4Märchenschloss und Fachwerk
Buntes Wernigerode
5Stadt der Kontraste
Halberstadt
6Mythen, Sagen, Naturschauspiel
Das Bodetal
7Zwischen Mittelalter und Moderne
Weltkulturerbe Quedlinburg
8Für Naturfreunde und Ruhesuchende
Das Selketal
9Outdoor-Action und Wilder Westen
Stadt Oberharz am Brocken
10Perle des Südharzes
Historisches Stolberg
11Auf den Spuren Barbarossas
Die Region Kyffhäuser
12Bergwildnis entdecken
Nationalpark Harz
13Gipfelerlebnisse und Familienspaß
Braunlage
14Märchenhafter Südharz
Bad Sachsa
15Aktiv im Weltkulturerbe
Erlebnisreicher Oberharz
16Geheimnisvolle Naturlandschaften
Südharz bei Osterode
Orts- und Sachregister
Impressum

Die Walpurgishalle in Thale im mystischen Bodetal
MAGISCHE GEBIRGSWELT HARZ
Heimat der Hexen, Luchse und Bergleute

Der sagenumwobene Brocken – der höchste Gipfel im Harz
Dunkle Wälder, malerische Täler, faszinierende Ausblicke und geheimnisvolle Mythen und Sagen von Hexen und Teufeln machen den Harz zur »magischen Gebirgswelt«. Lassen Sie sich verzaubern von dem nördlichsten Mittelgebirge Deutschlands, dem höchsten im Norden zwischen Hannover, Göttingen und Magdeburg.
Seit über 100 Jahren gehört der Harz zu den beliebtesten Urlaubsregionen in Deutschland. Traditionsreiche Bergstädte, malerische Fachwerkstädte und gepflegte Kurorte begeistern Urlauber aus Nah und Fern. Auch wenn der Begriff »Mittelgebirge« kleine Berge suggeriert, so hat der Harz eine eindrucksvolle Landschaft mit schroffen Tälern und steilen Hängen zu bieten. Das spüren vor allem Wanderer oder Mountainbiker, die mit so manchem Weitblick für ihren Aufstieg belohnt werden.
Auf Schritt und Tritt ist im Harz die Geschichte zu spüren. Beginnend mit dem Bergbau der vergangenen Jahrtausende über Kaiserpfalzen, Schlösser und Adelssitze des Mittelalters bis hin zur deutsch-deutschen Teilung, die das Gebirge 40 Jahre lang trennte. Traditionen werden lebendig gehalten, zum Beispiel die alljährliche Walpurgisnacht, die Osterfeuer oder verschiedene Bergfeste.
DIE BESTE REISEZEIT
Auch immer mehr Wohnmobilisten entdecken den Harz als Urlaubsregion. Die gute Infrastruktur, überwiegend gut ausgebaute Straßen und geeignete Stellplätze in schöner Landschaft erfreuen das Camper-Herz. Zudem ist der Harz ein Ganzjahres-Reiseziel und auch für spontane Auszeiten bestens geeignet. Im Frühjahr, wenn die Natur zum Leben erwacht, im Sommer, wenn die Wälder Schatten spenden, im Herbst, wenn ein Hauch Indian Summer Teile des Harzes einnimmt oder im Winter, wenn man in den Wäldern abseits der Skipisten kaum jemandem begegnet: Die Region ist jederzeit eine Reise wert. Die meisten der im Buch genannten Ausflugstipps sowie auch die Camping- und Wohnmobilstellplätze sind ganzjährig geöffnet. Saisonzeiten sind ggf. angegeben. Für das Wandern sind Frühjahr und Herbst die beliebtesten Reisezeiten. In den Sommermonaten sorgen zahlreiche Feste und Veranstaltungen für eine lebendige Erlebnisvielfalt.
ANREISE UND RUNDREISE
Über die Autobahnen A 7 (Westen), A 36 (Norden) und A 38 (Süden) ist der Harz schnell erreichbar. Am Harzrand entlang und teilweise durch den Harz führen gut ausgebaute Bundesstraßen, auf denen auch große Wohnmobile unproblematisch vorankommen. Schwieriger wird es allerdings in den Städten. Die historischen Fachwerkstädte mit ihren schmalen Gassen werden mit einem größeren Wohnmobil schnell zur Herausforderung. Die innerstädtischen öffentlichen Parkplätze sind selten für Fahrzeuge mit mehr als fünf Meter Länge ausgelegt. Daher geben wir in den Beschreibungen Hinweise, wo Sie besser zu Fuß oder per Rad auf Entdeckungstour gehen sollten, sofern Sie mit einem großen Reisemobil unterwegs sind.
Im Harz gibt es zahlreiche sehr gut ausgestattete Campingplätze, einige reine Wohnmobilstellplätze mit Ver- und Entsorgungsstation sowie viele Parkplätze, die zugleich als Wohnmobilstellplätze ausgewiesen sind. In den Serviceteilen (»Auf einen Blick«) zur jeweiligen Rundreise finden Sie passende Empfehlungen für jeden Geschmack. Bitte beachten Sie, dass in Landschaftsschutzgebieten und im Nationalpark Harz das Übernachten auf öffentlichen Parkplätzen untersagt ist. Dies ist teilweise mit entsprechenden Hinweisschildern gekennzeichnet. Daher empfehlen wir die Übernachtung auf ausgewiesenen Stell- oder Campingplätzen.
Im Winter sind in den höheren Lagen M&S-Reifen oder Winterreifen vorgeschrieben. Schneeketten werden nur sehr selten benötigt, doch bei akutem Schneefall kann das auf der B 4 zwischen Bad Harzburg und Torfhaus oder in Sankt Andreasberg durchaus vorkommen. Dann sollten Sie die Ketten rechtzeitig aufziehen.
Oberharz, Hochharz und Unterharz bezeichnen Teilregionen des Gebirges. Der Oberharz umfasst vornehmlich den nordwestlichen Bereich des Harzes rund um Clausthal-Zellerfeld, Altenau und Wildemann. Verwirrung kann die Stadt Oberharz am Brocken stiften, die ein Zusammenschluss der Stadt Elbingerode mit weiteren Orten im östlichen Teil des Harzes ist. Der Hochharz beschreibt die Anhöhen rund um Brocken und Wurmberg. Der östliche und südöstliche Harz wird auch als Unterharz bezeichnet.
Die Reiseempfehlungen in diesem Buch können Sie beliebig zu einer Rundreise durch den Harz verbinden. Die Vielfalt des Harzes ist kaum in zwei bis drei Tagen zu erleben. Daher finden Sie in den Reiseberichten genügend Tipps, um den Harz öfter anzusteuern.
Schloß Wernigerode®

Beeindruckende Winterlandschaft

Der Oderteich, Teil des Weltkulturerbes Oberharzer Wasserwirtschaft
KULTUR, NATUR UND ABENTEUER
Der Harz ist eine sehr vielseitige Region. Im Mittelalter hielten Kaiser und Könige hier Reichs- und Hoftage ab und schrieben europäische Geschichte. Die Reichtümer der Erde, Kupfer, Blei, Zink und Silber, wurden jahrtausendelang in den Gruben des Harzes abgebaut. Heute locken Besucherbergwerke vielerorts zu Erlebnissen unter Tage. Der einstige Reichtum der Region spiegelt sich in reich verzierten Fachwerkhäusern, imposanten Stadtvillen und märchenhaften Burgen und Schlössern wider. Die Natur ist es, die viele Menschen zu einem Urlaub im Harz bewegt. Weite Wälder, bunte Bergwiesen, malerische Flusstäler und urige Felsformationen gilt es zu entdecken. Der Nationalpark Harz mit dem Brocken, dem höchsten Berg im Harz, bildet das Zentrum der magischen Gebirgswelt. Während im Südharz eher Misch- und Laubwälder vorherrschen, sind im Oberharz überwiegend Nadelwälder zu finden. Über 8000 Kilometer gut ausgeschilderte Wanderwege und über 2000 Kilometer ausgewiesene Mountainbikerouten erschließen die Region. Vielerorts sind Wildtierbeobachtungen möglich. Hirsche, Luchse, Fledermäuse und viele weitere Tiere sind im Harz zu Hause. Bei geführten Erlebnistouren entdecken Sie Flora, Fauna, Geschichte und Geschichten des Harzes.

Blick von den Rabenklippen zum Brocken

Mountainbiker-Paradies Harz

Die typischen Harz-Rinder: Rotes Harzer Höhenvieh
Groß und Klein können im Harz ihr ganz persönliches Abenteuer erleben. Denn abgesehen von der geheimnisvollen Landschaft und den Entdeckungen in der Natur gibt es zahlreiche Ausflugsziele und Freizeitmöglichkeiten mit Nervenkitzel. Eine der längsten Hängebrücken weltweit, Kletterparks, Baumschwebebahn, Monsterroller, Erlebnistouren unter Tage, Gleitschirmflüge oder Ballonfahrten: Abwechslung wird reichlich geboten.
DER WALD IM WANDEL
Wer nach langer Zeit mal wieder in den Harz reist oder auch zum ersten Mal zu Besuch ist, wird sich vor allem im Ober- und Hochharz über zahlreiche abgestorbene Fichten wundern. Der Wald befindet sich im Wandel. Die einst von Menschenhand angelegten dichten Fichtenwälder, die den Bergwerken und Hütten als Holzlieferanten dienten, leiden unter den Einflüssen des Klimas. Die Hitze- und Trockenperioden der vergangenen Jahre haben den Wald geschwächt und führen zusammen mit Pilzen, Borkenkäferbefall und anderen Krankheiten zu massivem Baumsterben. In den Wirtschaftswäldern wird aktiv eingegriffen, Totholz gefällt und abtransportiert und Wälder werden neu aufgeforstet. Im Nationalpark hingegen darf Natur Natur sein und der Waldwandel wird in seiner eigenen Dynamik zugelassen. Totholz, in dem Borkenkäfer nicht mehr leben, verbleibt als wichtiger Lebensraum im Wald. Gerade die Mischung aus alten und jungen Bäumen, aus lebendigem Wildwuchs auf totem Gehölz, macht den urwaldähnlichen Charakter des Nationalparks aus.

Indian-Summer-Feeling: Die Natur des Harzes begeistert zu jeder Jahreszeit.
Der Wald im Wandel: Die Fichtenmonokultur weicht einem naturnahen Mischwald.
Um den Waldwandel besser zu verstehen, gibt es zahlreiche Führungen, Veranstaltungen und Lehrpfade. Zudem informiert die Initiative »Der Wald ruft« des Harzer Tourismusverbandes über die Hintergründe zur aktuellen Waldsituation.
Das Landschaftsbild verändert sich, doch die Anziehungskraft und der Erholungsfaktor der magischen Gebirgswelt bleiben dadurch ungetrübt.
HATIX – MOBIL MIT DER KURKARTE ODER GÄSTEKARTE
Das Wohnmobil stehen lassen und dennoch mobil sein? An vielen Orten im Harz ist dies dank der HATIX-Kooperation möglich. Praktisch: Die Kurkarte oder Gästekarte der einzelnen Orte wird zum Fahrschein für den öffentlichen Nahverkehr im Landkreis Harz sowie auf ausgewählten Linien im Landkreis Mansfeld-Südharz und in den Landkreisen Goslar und Göttingen (Altkreis Osterode). So lassen sich Ausflüge in benachbarte Städte und größere Wanderungen wunderbar planen, ohne das eigene Reisemobil zu bewegen oder sich um geeignete Parkplätze Gedanken zu machen. Wo HATIX genau gültig ist, ist unter www.hatix.info ausführlich beschrieben. Auch die örtlichen Touristinformationen geben hierzu Auskunft. Wichtig: Auch bei Übernachtungen auf Stellplätzen ist in den örtlichen Touristinformationen der Kur- oder Gästebeitrag zu entrichten.

Malerische, ruhige Plätze finden sich überall im Harz.

Malerische Fachwerkstädte locken zum Besuch.

Naturnaher Urlaub im Harz
HARZCARD – EIN TICKET, ÜBER 100 ERLEBNISSE
Über 100-mal freien Eintritt oder freie Fahrt im Harz bietet die käuflich zu erwerbende HarzCard, das Urlauberticket der Region. In zwei Varianten – 48-Stunden- oder 4-Tage-Gültigkeit – ist die Karte erhältlich. Sowohl Kultur- als auch Freizeiteinrichtungen, Museen, Schwimmbäder, Seilbahnen und viele mehr beteiligen sich an diesem Projekt. Die HarzCard ist in den Touristinformationen vor Ort oder vorab online unter www.harzcard.info zu beziehen.
STEMPELJAGD IM HARZ
Mit der Harzer Wandernadel entdecken Sie die schönsten Wanderwege, Ausblicke und Pfade der Region. Denn es wurden im Harz über 222 Stempelstellen aufgestellt. In einem Wanderpass werden die Stempel gesammelt. Bereits ab acht unterschiedlichen Stempeln kann ein Wanderabzeichen erworben werden. Wer alle 222 Stempel vorweisen kann, wird zum Harzer Wanderkaiser ernannt. Der Wanderpass ist in den Touristinformationen und bei diversen Verkaufsstellen erhältlich. Allgemeine Infos unter www.harzer-wandernadel.de.
WISSENSWERTES FÜR DAS CAMPERWOCHENENDE
Wenn Sie kein eigenes Wohnmobil besitzen, können Sie im Harz u. a. bei Harz Camper in Osterwieck (www.harzcamper.de), beim Autohaus Höfert in Goslar (www.hoefert24.com), bei Caravan & Camping Heller in Berga (www.cc-heller.de) oder bei McRent in Aschersleben (www.mcrent.de) eines mieten.
Campingmärkte sind in Goslar (mit Werkstatt, Tel. 05321/513 36, www.campingmarkt.de) und Osterode (Tel. 05522/818 57, www.hessefreizeit.de) zu finden. Weitere Händler mit Reparaturservice sind in Berga, Nordhausen und Harzgerode ansässig.
In den größeren Städten gibt es Baumärkte, die vor allem in der Sommersaison auch Campingutensilien vorrätig haben.
MEHR INFORMATIONEN ZUM HARZ
Harzer Tourismusverband, Tel. 05321/340 40, www.harzinfo.de Nationalpark Harz, Tel. 03943/550 20, www.nationalpark-harz.de
VON KAISERN UND BERGMÄNNERN
Welterbe Goslar entdecken

Die Kaiserpfalz – ein Wahrzeichen der ehemaligen Kaiserstadt Goslar
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Die über tausendjährige Kaiserstadt Goslar, 922 gegründet, beeindruckt mit ihren schmalen Gassen, historischen Gebäuden und einer lebendigen Atmosphäre. Rund 3000 Jahre Bergbaugeschichte sind zu erleben. Als lohnenswerte Abstecher locken die Ortsteile Hahnenklee und Vienenburg. Ein Wochenende ist hierfür zu kurz.
Die Kaiserpfalz und der malerische Weihnachtsmarkt sind wohl die überregional bekanntesten Attraktionen in Goslar. Die ehemalige Kaiserstadt, dreifaches UNESCO-Weltkulturerbe und lebendige Kreisstadt, begeistert durch ihre Kontraste. Schmale, kopfsteingepflasterte Gassen wechseln sich mit dem großen Marktplatz ab. Historische Gebäude sind Zeitzeugen der eindrucksvollen Geschichte, während am EnergieCampus Wissenschaftler die Zukunft gestalten. Moderne Kunst wird in geschichtsträchtigen Räumen präsentiert. Nur wenige Kilometer entfernt liegt der Ortsteil Hahnenklee inmitten der Harzer Berge. Ein Kurztrip nach Goslar wird zu einer erlebnisreichen Zeitreise zwischen Mittelalter und Gegenwart sowohl für Kulturliebhaber als auch für Genießer und Aktivurlauber.
Vor allem Goslars Altstadt ist eher verwinkelt und mit größeren Wohnmobilen eine Herausforderung. Doch die Stellplätze am Großparkplatz Osterfeld oder an der Füllekuhle liegen nur einen 15-minütigen Spaziergang vom Marktplatz entfernt. Das Harz Camp bietet vollen Komfort 3,5 Kilometer abseits vom Zentrum. Tagesbesucher können den Parkplatz an der Kaiserpfalz im Zentrum nutzen.
1000 SCHRITTE DURCH DIE ALTSTADT
Täglich um 10 Uhr wird von der Touristinformation (Markt 7) aus ein geführter Stadtrundgang durch den historischen Stadtkern angeboten, der Einblicke in die Geschichte der Stadt gewährt. Ein guter Einstieg, um Goslar kennenzulernen und sich zu orientieren. Oder Sie lassen sich treiben, bummeln durch die schmalen Gassen der Altstadt und genießen die besondere Atmosphäre der Stadt.
Der Marktplatz, an dem sich auch die Touristinformation befindet, ist der zentrale Platz der Stadt. Die eindrucksvollsten Gebäude sind das Rathaus aus dem 15. und 16. Jahrhundert und die Kaiserworth, das Gildehaus der Kaufleute, aus dem 15. Jahrhundert. Letzteres wird gern mit dem Rathaus verwechselt, da es durch seine farbenfrohe Fassade und die reichen Verzierungen eher ins Auge fällt. Seit 2015 wird das historische Rathaus saniert und soll bald als Welterbe-Infozentrum eröffnet werden. Während der Sanierungsphase bleibt auch der Huldigungssaal geschlossen. Dieser spätgotische Ratssitzungssaal, aufwendig saniert und durch moderne Licht- und Klimatechnik geschützt, fasziniert mit seiner vollständigen Ausgestaltung mit Tafelgemälden. Nach Abschluss der Rathaussanierung wird es wieder eine Möglichkeit der Besichtigung des Huldigungssaals geben.
Die Kaiserworth beherbergt ein Hotel und Restaurant sowie den gemütlichen »Dukatenkeller«. Von der ersten Etage aus grüßen an der Fassade barocke Kaiserfiguren. Doch zum Schmunzeln verleitet der Dukatenscheißer, der etwas versteckt an der linken Gebäudeecke unter Abundantia, der Göttin für Wohlstand, Erfolg und Fülle, sitzt. Der historische Marktbrunnen wird vom Goslarer Adler gekrönt. Entdecken Sie den Frosch im Brunnen, der sich seines Lebens freut, auch wenn er häufig übersehen wird?
Tipp
Bequem und informativ erhalten Sie bei einer Fahrt mit der Goslarer Bimmelbahn einen Einblick in die Altstadt. In rund 35 Minuten geht die Tour ab Marktplatz durch Unter- und Oberstadt. Durch malerische Gassen und vorbei an zahlreichen Sehenswürdigkeiten zuckelt die Bahn, Erläuterungen zur Stadtgeschichte inklusive.

DIE GASTRONOMIE in der historischen Altstadt von Goslar mit Cafés, Bars, Restaurants, einem Brauhaus und vielem mehr ist vielseitig. Besonders harztypisch wird es im neu eröffneten »Brumbys«. In der ehemaligen Traditionsbuchhandlung werden neben Harzer Rotem Höhenvieh und Wöltingeroder Spirituosen Kreationen aus regionalen Produkten serviert. Nebenbei können Bücher aus alten Beständen gelesen werden. Breite Str. 7, 38640 Goslar, Tel. 05321/224 56, www.brumbys.de, tgl. ab 11.30 Uhr, Heiligabend geschlossen
Fachwerk in der malerischen Altstadt

Einer der schönsten Weihnachtsmärkte Deutschlands

Marktkirche und Innenstadt aus der Vogelperspektive
Überragt wird der Marktplatz von den verschiedenen Türmen der 1151 erstmals erwähnten Marktkirche St. Cosmas und Damian. 1589 brannte der Nordturm ab und wurde anschließend in seiner jetzigen Form mit Türmerstube wiederaufgebaut. Benannt ist die Kirche nach den frühchristlichen Zwillingsbrüdern Cosmas und Damian, Heilkundige und Märtyrer. Szenen aus ihrem Leben werden in der farbenfrohen Glasmalerei der Kirchenfenster aus dem 13. Jahrhundert dargestellt. Im eindrucksvollen Inneren vereinen sich verschiedene Epochen, die romanischen Fenster, eine Renaissancekanzel (1581) und ein geschnitzter Barockaltar (1659). Die 1970 errichtete Orgel erklingt zu Gottesdiensten und Orgelkonzerten. Goslar wird aufgrund der vielen Kirchen gern als »Rom des Nordens« bezeichnet. Die Neuwerkkirche, an der Rosentorstraße gelegen, ist eine Rarität. Die ehemalige Klosterkirche stammt aus dem 12. Jahrhundert und weist in allen architektonischen Bereichen den Zustand der Entstehungszeit auf. Der dazugehörige romanische Garten wurde einem mittelalterlichen Klostergarten nachempfunden.

Wallanlagen in Goslar mit dem trutzigen Zwinger

Siemenshaus – Stammhaus der Familie Siemens

Multimediales Goslar-Erlebnis im »Vistory«
Tipp
Erleben Sie Goslar aus der Vogelperspektive! Über 232 Treppenstufen ist der Nordturm der Marktkirche zu besteigen. Von hoch oben haben Sie einen einzigartigen Blick auf die Fachwerkstadt, den Rammelsberg und das Umland. Obacht: Der Glockenschlag ist extrem laut und lässt den Turm leicht schwingen.
Von Ende November bis Ende Dezember findet in Goslar einer der schönsten Weihnachtsmärkte Deutschlands statt. Eine Besonderheit ist der Weihnachtswald inmitten der Altstadt. Ein Besuch zur Weihnachtszeit ist besonders stimmungsvoll.
BRUSTTUCH, BÄCKERGILDEHAUS UND CO.
Das Brusttuch gegenüber der Marktkirche, ein 1521 erbautes Patrizierhaus, hat einen ungewöhnlichen trapezförmigen Grundriss und soll seinen Namen vom dreieckigen Brusttuch des Mittelalters haben. Das Fachwerk am Obergeschoss ist mit Bildschnitzereien reich verziert. Darunter auch eines der Goslarer Wahrzeichen, die Butterhanne mit halb entblößtem Gesäß und Butterfass.
Dem Brusttuch vis-à-vis befindet sich das Bäckergildehaus von 1501 mit einem aufgestockten Obergeschoss von 1557 und dem Wappen der Bäckergilde mit noch ungekröntem Goslarer Adler. Biegt man links vom Bäckergildehaus in die Bergstraße ein, so trifft man nach wenigen Hundert Metern auf ein weiteres markantes Fachwerkgebäude, das Siemenshaus von 1693, Stammhaus der Industriellenfamilie Siemens. Das Siemenshaus ist im Rahmen spezieller Stadtführungen oder auf Anfrage für Gruppen von innen zu besichtigen.

VEGETARISCH, VEGAN und unverpackt: Wer sich im Urlaub nachhaltig versorgen möchte, findet im Goslarer Unverpackt-Laden Obst, Gemüse, Lebensmittel, Brot und mehr zum Selbstabfüllen. Täglich gibt es zwei Gerichte (manchmal auch mit Fleisch), Dessert und eine Kuchenauswahl – alles selbst gemacht. Der Laden ist zu Fuß oder mit dem Rad gut zu erreichen. Mit dem Wohnmobil kann es eng werden. Marstallstr. 4, 38640 Goslar, Tel. 0151/64 07 85 50, Mo–Fr 9–18 Uhr, Sa 9–14 Uhr

EINE VIRTUELLE REISE durch die Goslarer Geschichte im »Vistory« erleben. Im 8-D-Kino wird das Mittelalter dank Virtual Reality lebendig und mit allen Sinnen spürbar. In zwei sogenannten Escape Rooms werden Goslarer Rätsel gelöst und das »Haunted House« sorgt für schaurige Begegnungen. Hoher Weg 5, 38640 Goslar, Tel. 05321/685 85 00, www.vistory.de, Di–Fr 11.30–18.30 Uhr, Sa, So 11–18.30 Uhr
KAISERPFALZ UND KAISERHAUS
Am südlichen Rande der Altstadt liegt die bekannte Kaiserpfalz oder korrekter gesagt das Kaiserhaus. Die Pfalz, deren Bau 1005 von Heinrich II. begonnen wurde, umfasste in Hochzeiten rund sechs Hektar Fläche. Dazu gehörten das heute noch erhaltene Kaiserhaus mit der St.-Ulrich-Kapelle sowie der einstige Goslarer Dom und die Liebfrauenkirche. Vom Dom sind nur noch der Grundriss erhalten, der auf dem Kaiserpfalz-Parkplatz in Form farbiger Pflastersteine gekennzeichnet ist, sowie die Domvorhalle. Das Kaiserhaus, 1040 bis 1050 errichtet, ist der größte weltliche Bau seiner Zeit. Den fast 800 Quadratmeter großen Reichssaal, in dem u. a. Neujahrsempfänge, Konzerte und Veranstaltungen stattfinden, ziert ein riesiges, eindrucksvolles Wandgemälde. Im Auftrag Kaiser Wilhelms I. entstanden 68 Ölgemälde des Malers Hermann Wislicenus, die in Geschichten und Sagen das römisch-deutsche Kaisertum darstellen. Bei einer Führung wird die Geschichte anschaulich erklärt. Zu bestimmten Terminen werden spezielle Familienführungen angeboten.
Tipp
Entdecken Sie das wehrhafte Goslar, trutzige Türme und stattliche Mauern bei einem Gang durch die Wallanlagen oder bei der gleichnamigen Sonderführung. Im Zwinger, einem Wehrturm mit 6,5 Meter dicken Mauern, befindet sich eine Ausstellung mit Rüstungen, Belagerungsgeräten und Waffen des späten Mittelalters. Der Blick über Goslar von der Dachterrasse ist einzigartig.
EINE STADT VOLLER KUNST
Mit dem Goslarer Kaiserring werden seit 1975 renommierte Vertreter der modernen Kunst alljährlich vom Verein zur Förderung moderner Kunst Goslar e. V. ausgezeichnet, darunter Henry Moore, Christo oder Barbara Kruger. Werke von Kaiserringträgern und anderen Künstlern gibt es an vielen Stellen in Goslar zu entdecken. Wohl am bekanntesten sind die Botero-Figuren am Rosentor, der »Nagelkopf« von Rainer Kriester am Marktplatz und der »Goslarer Krieger«, eine Skulptur des ersten Kaiserringträgers Henry Moore, im Kaiserpfalzgarten.
Im Mönchehaus Museum für moderne und zeitgenössische Kunst, 1978 gegründet, wurden im Ackerbürgerhaus von 1528 auf drei Etagen außergewöhnliche Räume für zahlreiche Kunstwerke und wechselnde Ausstellungen geschaffen. Das Museum ist zu Fuß zu erreichen.
Tipp
Sie lieben Kunsthandwerk? Dann sollten Sie Ihre Reise nach Goslar am ersten Augustwochenende planen. Beim Kunsthandwerkermarkt werden Marktplatz, Schuhhof, Großes Heiliges Kreuz und die verbindenden Gassen zu einem Schauplatz für Handgemachtes aller Art: liebevolle Deko, Gartenkunst, Papierkunst, Schnitzereien, Töpfereien und vieles mehr.
Erzbergwerk Rammelsberg – eindrucksvolles Museum und Besucherbergwerk
Auf dem neu errichteten Kulturmarktplatz in der ehemaligen Kaiserpfalzschule (Eröffnung 1. Halbjahr 2021) werden viele kulturelle Einrichtungen der Stadt gebündelt und erlebbar gemacht. Das Goslarer Museum, das Stadtarchiv, die Stadtbücherei, Räume für Veranstaltungen, ein Café und ein Kinderhort laden zum Besuch ein. Auch die wertvolle historische Büchersammlung der Marktkirchen-Bibliothek ist dort zu sehen.
Konzerte, Ausstellungen, Theater und Kabarett füllen den Veranstaltungskalender der Stadt. Freunde der Kleinkunst kommen im Kulturkraftwerk HarzEnergie auf ihre Kosten, wo regelmäßig Vorführungen stattfinden. Jedes Jahr ab Freitag nach Pfingsten begeistern die »Goslarer Tage der Kleinkunst« zehn Tage lang mit unterschiedlichsten Programmen.
ERZBERGWERK RAMMELSBERG
Der Rammelsberg war einst die Schatztruhe Goslars. Rund 3000 Jahre lang wurden hier schätzungsweise 27 Millionen Tonnen Kupfer-, Blei- und Zinkerze, Schwerspat und auch etwas Silber bis zur Schließung 1988 gefördert. Seit 1992 gehört das Erzbergwerk Rammelsberg mit der Altstadt Goslar zum UNESCO-Weltkulturerbe. Parkplätze für mittelgroße Wohnmobile sind vorhanden. Unter Tage werden regelmäßig Führungen angeboten. Eine Tour führt in den Roeder-Stollen und zu den Stätten des Altbergbaus. Hier wird spürbar, welche Leistungen die Bergleute seinerzeit vollbrachten. Bei der zweiten Tour geht es bequem mit der Grubenbahn in den Berg zu den Arbeitsstätten des 20. Jahrhunderts. Über Tage gibt es Führungen durch die gigantische Erzaufbereitungsanlage sowie Fahrten mit dem Schrägaufzug. Im ehemaligen Magazingebäude ist die Geschichte des Bergbaus in Goslar und im Harz zu erleben. Abenteuerlustige können sich zu Spezialführungen in tiefere und unwegsamere Stollen anmelden.

Die nordische Stabkirche im Winter in Hahnenklee

Abenteuer Bergbau: Grubenbahnfahrt im Erzbergwerk Rammelsberg
Auf dem Liebesbankweg
Tipp
Die Geschichte des Rammelsberger Bergbaus wird täglich um 9 Uhr, 12 Uhr, 15 Uhr und 18 Uhr im Rahmen des Glocken- und Figurenspiels am Markt erzählt. Seit 1968 ist dieses Schauspiel im Zwerchgiebel des Kämmereigebäudes Attraktion für viele Touristen.
ABSTECHER IN DIE BERGE
Der Goslarer Ortsteil Hahnenklee-Bockswiese, nur rund 15 Kilometer entfernt, liegt mitten in den Bergen. Der Urlaubsort ohne Durchgangsverkehr ist vor allem bei Naturliebhabern und Aktivurlaubern beliebt. Die 1908 eingeweihte Stabkirche, eine rein aus Holz bestehende Kirche im Stil norwegischer Stabkirchen, beeindruckt durch ihre besonders warme Atmosphäre. Sie bildet einen schönen Raum für Gottesdienste und Veranstaltungen. Ab und an erklingt das Carillon, ein bespielbares Glockenspiel. An der Stabkirche gibt es einen Wohnmobilstellplatz. Großzügige Parkplätze sind im Ort vorhanden.
FREITAGABENDS TRIFFT MAN sich in der Paul-Lincke-Stube. In der urigen Kneipe herrscht gute Stimmung und Betreiber Klaus Elders weiß Geschichten über Stars, Sternchen, den Harz und das Leben zu erzählen. Oberförster-Hermann-Müller-Weg 6, 38644 Goslar-Hahnenklee, Tel. 05325/22 72, Fr 20–0 Uhr
Auch den Stars der deutschen Musikszene ist Hahnenklee ein Begriff. Alljährlich wird der Paul-Lincke-Ring verliehen in Gedenken an den Berliner Operettenkomponisten, der in Hahnenklee seine letzte Ruhestätte fand. Bosse, Ina Müller, Udo Lindenberg und viele weitere Stars wurden ausgezeichnet.
Der Bocksberg, Hahnenklees 727 Meter hoher Hausberg, wird zum Erlebnis für die ganze Familie. Wo sich im Winter Skifahrer, Snowboarder und Rodler tummeln, geht es im Sommer beim Downhill oder mit den Bocksbergcarts rasant den Hang hinab. Der BocksBergBob ist eine Allwetterrodelbahn und bietet das ganze Jahr über Fahrspaß auf 1250 Metern. Weitere Attraktionen sind auf dem Gipfel des Erlebnisbocksberges zu finden. Der Aufstieg kann bequem mit der Bocksbergseilbahn erfolgen oder auch zu Fuß.

EIN WANDERTIPP FÜRS HERZ ist der sieben Kilometer lange Liebesbankweg. Er führt rund um den Bocksberg über teils schmale Pfade, vorbei an idyllischen Teichen und 25 Liebesbänken. Jede Bank vermittelt eine Liebesbotschaft, vom Kennenlernen bis zur Diamantenen Hochzeit. Kunst am Wegesrand, ein Wasserspielplatz, die Partnerschaukel und vieles mehr machen die Wanderung abwechslungsreich. Einstieg direkt am Großparkplatz/Wohnmobilstellplatz an der Stabkirche.
Auf der Innerstetalsperre bei Langelsheim (15 km von Goslar) ist Wassersport erlaubt. Im nahe gelegenen Wolfshagen sorgt die »Wolfshäger Hexenbrut« in der Walpurgisnacht für Stimmung. Der Premium-Spazierwanderweg »Spur der Steine« führt vom Parkplatz Streittorstraße in die Umgebung. In Wolfshagen gibt es einen Campingplatz. In Lautenthal lohnt sich ein Besuch des Bergbaumuseums »Lautenthals Glück«. Stellplatz im Ort.
AUF EINEN BLICK
Info
STADT/REGION: Goslar
BESTE REISEZEIT: ganzjährig
OPTIMALE REISEDAUER: 3–5 Tage
TOURISTINFO: GOSLAR marketing gmbh, Markt 7, 38640 Goslar, Tel. 05321/780 60, Touristinformation@goslar.de, www.goslar.de
SEHENSWÜRDIGKEITEN
WELTKULTURERBE RAMMELSBERG: Bergtal 19, 38640 Goslar, Tel. 05321/75 00, info@rammelsberg.de, www.rammelsberg.de
KAISERPFALZ: Kaiserbleek 6, 38640 Goslar, Tel. 05321/70 44 37, kaiserpfalz@goslar.de, www.goslar.de
GOSLARER MUSEUM: Königstr. 1, 38640 Goslar, Tel. 05321/433 94, goslarer-museum@goslar.de, www.goslar.de
MÖNCHEHAUS MUSEUM: Mönchestr. 1, 38640 Goslar, Tel. 05321/295 70, info@moenchehaus.de, www.moenchehaus.de
ZWINGER: Thomasstr. 2, 38640 Goslar, Tel. 05321/431 40, info@zwinger.de, www.zwinger.de
HARZ CAMP GOSLAR
ADRESSE: Clausthaler Str. 28, 38644 Goslar, Tel. 05321/225 02, info@harz-camp-goslar.de, www.harz-camp-goslar.de
ANFAHRT: Der Platz liegt etwas außerhalb direkt an der B 241 zwischen Goslar und Clausthal-Zellerfeld.
GPS: N 51°53‘22.5“, E 10°23‘55.8“ Das Harz Camp (früher CP Sennhütte) ist trotz der nahen Straße recht ruhig. Wanderwege und Mountainbikerouten starten direkt am Platz. Der Marktplatz Goslar ist 3,5 Kilometer entfernt. Der gebührenpflichtige Komfortplatz bietet großzügige Stellplätze mit Stromanschluss, auf dem Campingplatz mit Hecke parzelliert. Kostenfreie Duschen und Toiletten, Koch- und Spülküche sowie Wäscheraum mit Waschmaschine und Trockner. Große Entsorgungsrinne (3 m) und Camping-Butler (geg. Geb.). Hunde erlaubt. Gastronomie ab Sommer/Herbst 2021.
Harz Camp Goslar

Wohnmobilstellplatz Stabkirche Hahnenklee
CAMPINGPLATZ KREUZECK
ADRESSE: Kreuzeck 5, 38644 Goslar, OT Hahnenklee, Tel. 05325/25 70, urlaub@campingplatz-kreuzeck.de, www.camping-harz.com
ANFAHRT: Von der B 241 (Goslar–Clausthal–Zellerfeld) abbiegen Richtung Hahnenklee. Zweite Zufahrt rechts.
GPS: N 51°50‘48.2“, E 10°20‘59.7“ Terrassenförmiger Platz direkt am Oberen Grumbacher Teich mitten im Grünen, 3,5 Kilometer vom Zentrum Hahnenklee und 13,5 Kilometer vom Zentrum Goslar entfernt. Im Teich darf gebadet werden. Seeblick von den meisten Plätzen. Stromanschluss an allen Plätzen. Duschen und WC, Frischwasser, Entsorgungsschacht und Ausguss für Chemietoilette. Gastronomie und kleiner Shop. Gebührenpflichtig. Hunde erlaubt.
WOHNMOBILSTELLPLATZ AN DER STABKIRCHE
ADRESSE: Am Bocksberg, 38644 Goslar, OT Hahnenklee
ANFAHRT: Im Ort der Ausschilderung »Großparkplatz Stabkirche« folgen.
GPS: N 51°51‘25.6“, E 10°20‘34.7“ Zehn kostenlose Stellplätze direkt am Waldrand mit Entsorgung für Grauwasser und Chemietoilette, Frischwasser, Hunde erlaubt.
WOHNMOBILSTELLPLATZ OSTERFELD
ADRESSE: Reiseckenweg, 38640 Goslar
ANFAHRT: An der B 82 am östlichen Altstadtrand gelegen.
GPS: N 51°54‘31.0“, E 10°26‘26.0“ Kostenloser Stellplatz auf dem Festgelände Goslars. Großer geschotterter Parkplatz. Keine Ver- und Entsorgung.
WANDERN, WELLNESS, WOHNMOBIL
Sole-Heilbad Bad Harzburg

Von den Rabenklippen erstreckt sich ein malerischer Blick bis zum Brocken.
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In Bad Harzburg steht schon seit über 100 Jahren das Wohlergehen der Gäste ganz obenan. Zwischen Kurpark und Bummelallee ist die Tradition des Heilbades spürbar, während sich am Burgberg neue Attraktionen etablieren. Naturfreunde, Wanderer, Golfer und Wellnessfans erleben hier eine erholsame Auszeit.
Der traditionsreiche Kurort Bad Harzburg bietet gleichermaßen die gediegene Atmosphäre eines Heilbades und viel Abwechslung für die ganze Familie. Zwischen Sole-Therme, Burgberg-Seilbahn, Kurpark und Bummelallee lässt es sich wunderbar abschalten. Der nahe gelegene Nationalpark Harz lockt zu ausgiebigen Wanderungen, auf Wunsch mit Wildtierbegegnungen. Im »Wanderland« Bad Harzburg gibt es zahlreiche Themenwanderwege und regelmäßig begleiten erfahrene Wanderführer Urlauber in die Berge.
Die Großparkplätze an der B 4 bieten genügend Möglichkeiten, um auch bei einem Tagesausflug das Wohnmobil bequem zu parken, während es in der Innenstadt durchaus eng werden könnte. Ein Wohnmobilstellplatz befindet sich direkt an der Sole-Therme. In nur wenigen Gehminuten sind die Sole-Therme mit Sauna-Erlebniswelt, Burgberg-Seilbahn, Baumwipfelpfad, Baumschwebebahn und die Bummelallee mit Cafés und Restaurants erreicht. Das Salz- und Lichterfest im August mit Wipfelleuchten im Baumwipfelpfad ist ein Publikumsmagnet. Campingplätze gibt es am Ortsausgang Richtung Ilsenburg und im Ortsteil Göttingerode.
NATURERLEBNIS IN UND UM BAD HARZBURG
Der Luchs ist Bad Harzburgs Maskottchen und begleitet Urlauber auf Schritt und Tritt. Die scheuen Tiere haben seit rund 20 Jahren im Harz wieder eine Heimat gefunden. Im Luchs-Schaugehege an den Rabenklippen oberhalb der Stadt sind die eindrucksvollen Pinselohren zu bewundern. Im HarzWaldHaus an der Talstation der Burgberg-Seilbahn vermittelt eine interaktive Walderlebnisausstellung spannend und unterhaltsam Informationen zu den Harzer Wäldern und ihren Bewohnern.
Gut ausgeschilderte Wanderwege erschließen den Nationalpark Harz ebenso wie die Wälder und Landschaften rings um Bad Harzburg. Vom Wohnmobilstellplatz oder auch von den Campingplätzen aus können Sie direkt auf Wanderschaft gehen. Teufelsstieg, Luchstour, Wildkatzenstieg, Rundweg um den Eckerstausee, Besinnungsweg oder auch der Harzer Grenzweg am Grünen Band sind nur einige der abwechslungsreichen Wanderstrecken.

Salz- und Lichterfest – sommerlicher Veranstaltungshöhepunkt

Eckertalsperre im Nationalpark Harz

Luchsbegegnung an den Rabenklippen

ÜBER DEN TEUFELSSTIEG von Bad Harzburg zum Brocken, dem sagenumwobenen höchsten Gipfel des Harzes, aufzusteigen ist eine Herausforderung und ein Erlebnis. 13 Kilometer beträgt die Strecke. Start ist beim Wandertreff am HarzWaldHaus. Als Wegmarke dient ein weißer Teufel auf grünem Grund. Vorbei an der Eckertalsperre und über den früheren Grenzweg sind rund 950 Höhenmeter bis zum Gipfel zu überwinden. Festes Schuhwerk und wetterfeste Kleidung sind zu empfehlen.
Im Wildkatzengehege an der Marienteichbaude direkt an der B 4 zwischen Bad Harzburg und Torfhaus können von einer Aussichtsplattform aus die Verwandten unserer Hauskatzen beobachtet werden. Der Parkplatz an der Marienteichbaude ist groß genug für Wohnmobile.
Tipp
Luchs-Erlebnis hautnah: Bei den regelmäßigen Luchsführungen mit dem Nationalpark-Ranger erfahren Sie Wissenswertes rund um das Leben der Luchse und das Auswilderungsprojekt. Bei der Luchsfütterung (mittwochs und samstags) am Schaugehege an den Rabenklippen sind die eindrucksvollen Raubkatzen aus der Nähe zu betrachten. Termine und Infos unter www.nationalpark-harz.de.
WELLNESS UND WOHLERGEHEN
Dem heilkräftigen Wasser verschiedener Quellen verdankt Bad Harzburg seinen Heilbadstatus. Heilbad-Flair ist vor allem in der altehrwürdigen Trink- und Wandelhalle zu spüren. In dem 1898 erbauten, imposanten Gebäude wird täglich Heilwasser ausgeschenkt. Auch für Veranstaltungen wird dieser Raum gern genutzt.
Die Bad Harzburger Sole-Therme erwartet Besucher mit einem vielseitigen Wellness- und Gesundheitsangebot. Die wohltuende Natursole aus der eigenen Quelle lindert Beschwerden des Bewegungsapparates und der Atemwege. Im 32 °C warmen Wasser lässt es sich herrlich entspannen. Wunderschön ist das Heilquellenbad der Therme, wo man sich draußen mit Blick auf die Berge das ganze Jahr über treiben lassen kann. Die Sauna-Erlebniswelt, u. a. mit einer Sole-Gabbro-Grotte und einer Schnee-Sauna mit –10 °C, ist ideal für einen erholsamen Urlaubstag.
Im Restaurant Hexenwerk, auf dem Areal des »Sonnenresort Ettershaus« in der Nähe des Wohnmobilstellplatzes an der Sole-Therme, wird kreative, bodenständige Küche geboten. Die Terrasse mit Blick über das Tal ist bestens geeignet für einen abendlichen Absacker. Wer gern etwas feiner speisen möchte, wird im stilvollen Ambiente des Taut’s in der Villa Ettershaus fündig. Das Sagenhaft im Burgbergcenter an der Talstation der Seilbahn hat Burger mit Harzer Spezialitäten auf der Speisekarte.
WIE IN GROSSMUTTERS STUBE fühlt man sich im Café Flora in der Bummelallee, nur einen zehnminütigen Spaziergang vom Wohnmobilstellplatz entfernt. Liebevoll werden hier die Speisen – mit großer vegetarischer und veganer Auswahl – aus überwiegend regionalen und ausgewählten Zutaten nach eigenen Rezepten zubereitet. Damit Sie Ihre Auszeit genießen können, sollten Sie einen Tisch reservieren. Herzog-Wilhelm-Str. 99, 38667 Bad Harzburg, Tel. 05322/905 34 73, www.cafe-flora-harzburg.de, tgl. außer Mi 11–19 Uhr
BERG UND TAL AKTIV ERLEBEN
»Auf geht’s! Rauf geht’s!« heißt es am Baumwipfelpfad in Bad Harzburg, und dieses Motto lässt sich auf viele weitere Angebote übertragen. Ganz bequem rauf auf den Burgberg geht es mit der Großkabinenseilbahn. Auch Kinderwagen oder Hunde können damit auf den 483 Meter hohen Burgberg befördert werden. Dort beginnen Wanderungen in den Nationalpark Harz, zum Luchsgehege oder über den Besinnungsweg.
Der Baumwipfelpfad schlängelt sich durch das Kalte Tal. Sein Startpunkt liegt gegenüber der Talstation der Seilbahn taleinwärts. Auf einer hölzernen, barrierefreien Brückenkonstruktion bietet der Pfad rund 20 Meter über der Erde tolle Ein- und Ausblicke in die Harzer Natur. Informationstafeln und Mitmachstationen machen die Natur begreifbar. Hunde sind auf dem Baumwipfelpfad nicht erlaubt.
Sole-Therme mit Außenbereich

Familienangebot Baumwipfelpfad Harz
Idyllische Spazierwege führen entlang der Gestütswiesen Bad Harzburgs.
Tipp
Vom Burgberg aus geht’s mit der Baumschwebebahn hinab ins Tal, dicht vorbei an mächtigen Laubbäumen und stets mit einem faszinierenden Ausblick bis hin zum Brocken. Rund sechs Minuten dauert der Fahrspaß, allerdings nur für Kinder ab 20 Kilo und Erwachsene bis 120 Kilo inklusive Gepäck. Tickets sind direkt am Startturm auf dem Großen Burgberg erhältlich. Vorbuchungen sind nicht möglich. Apr.–Okt. 9.30–18 Uhr, Nov.–März 10–16 Uhr, www.baumwipfelpfad-harz.de
Kletterspaß an den Wochenenden (April bis Oktober) bietet der Skyrope Hochseilpark, ebenfalls im Kalten Tal gelegen. In vier bis zehn Meter Höhe gilt es, Hindernisse aus Seilen, Holzbalken und Stämmen zu überwinden. Eine wagemutige Herausforderung für Personen ab 1,50 Meter Körpergröße. Ab Bad Harzburg starten sechs Mountainbikerouten der Volksbank Arena Harz in allen Schwierigkeitsstufen von leicht bis schwer. Auf Radwegen entlang des Harzrandes geht es gemütlicher zu.
Tipp
Alljährlich Ende Juli findet die Galopprennwoche auf der Naturrennbahn am Weißen Stein statt. Lassen Sie sich von der Energie der Vollblutpferde anstecken und erleben Sie die Faszination Pferderennen. Für Pferdenarren gibt es im Ortsteil Westerode gleich mehrere Reitschulen und Pferdehöfe.
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