Kitabı oku: «Die 50 besten Spiele zur alltagsintergrierten Sprachbildung - eBook»

Yazı tipi:

Bücken-Schaal, Hoppe
Die 50 besten
Spiele zur
alltagsintegrierten
Sprachbildung

MiniSpielothek

Inhalt

Hören – Tasten – Spüren Spiele zu den Voraussetzungen des Spracherwerbs

Das Eichhörnchen liebt Nüsse

Kratzig oder weich – Spiel mit Seilen

Das Jahreszeiten-Spiel

Gleich und gleich?

Regentanz

Sapperlot – was ist denn das?

Was könnte das sein? – Es ist von daheim!

Zeitungszauber

Füße wecken

Such den warmen Schatz!

Im Mund gehts rund Dynamische Spiele zur Mundmotorik

Korken-Sing-König

Die Zunge macht Hausputz

Blubber-Gesang

Das k-t-p-Monster

Schlangenbeschwörer

Perlensauger

Fliegen fangen

Pusteblumen-Reim

Kussmundbilder

Mundmalerei

Laute – Rhythmus – Melodie Spiele zu Phonetik, Phonologie und Prosodie

Rollender Klangball

Wir wollen uns begrüßen

Sch-sch-sch, der Zug rollt an

Quatsch-Rap

Tiki, tiki, tako, tako

Abzählverse und Zungenbrecher

Echo-Spiel

Silben hüpfen

Der missglückte Zauber

Der Raptanz

Vom Wort zum Satz Spiele zu Morphologie und Syntax

Flugschule für Tiere

Frosch im Teich

Mandala mit Igelbällen

Du kickst jetzt mit dem Fuß

Wenige – mehr – am meisten

Ein Ball – drei Bälle

Sätze würfeln

Schubs den Satz

Toluga

Tassenkuchen

Komm, wir spielen und erzählen uns was Spiele zu Pragmatik und ­Literacy

Zauberlehrling Ritzi-Pitzi

Lustige Knetgummigeschichte

Hat mein Tier einen Schnabel?

Mit Taschenlampe auf Geschichtenfang

Eine Regenjacke erzählt

Spinne Borstenwade

Stinkesocke

Schenkt mir eine Geschichte

Seid geschwind – wer gewinnt?

Und jetzt?



Hören – Tasten – Spüren
Spiele zu den Voraussetzungen des Spracherwerbs


1 Das Eichhörnchen liebt Nüsse

Die Gruppe sitzt rings um ein großes braunes Tuch. Die Spielleitung erzählt eine Geschichte, in der das Wort „Nuss“ mehrmals vorkommt. Entsprechend der Kinderanzahl und der Häufigkeit des Begriffes „Nuss“ in der Geschichte, liegen Nüsse auf dem Tuch (für nachfolgende Beispielgeschichte drei Nüsse pro Kind). Immer, wenn das Wort „Nuss“ genannt wird, nehmen sich alle Kinder eine solche und halten sie in den Händen oder legen sie vor sich ab.

Beispielgeschichte

Das Eichhörnchen freut sich. Es wohnt in der Nähe der Stadt in einem schönen Park. Dort läuft es geschwind die Bäume hoch und hüpft von Ast zu Ast. Im Herbst sammelt es seine Wintervorräte. Wenn es eine Nuss findet, freut es sich ganz besonders. Gerne unternimmt das Eichhörnchen einen Ausflug zum Fluss. Es sieht dem plätschernden Wasser zu. Das sieht ganz wunderbar aus. Manchmal traut sich das Eichhörnchen in die Stadt. Auch dort findet es hier und da am Wegesrand eine Nuss. Was es in der Stadt alles zu entdecken gibt! Es gibt viele Autos zu sehen und das Eichhörnchen schaut gespannt zu. Heute kommt sogar ein Bus an die Haltestelle gefahren und hält. Ein Junge mit grünem Anorak und Bommelmütze will einsteigen. Schnell gibt ihm die Mama noch einen Kuss. Der Junge steigt fröhlich ein. Schon fährt der Bus los. Nun merkt das Eichhörnchen, dass es Hunger hat. Es will in seinen Park zurück. Ob es zwischendurch noch eine leckere Nuss findet? Es hüpft fort und freut sich darauf, noch mehr Schätze zu sammeln.

Hinweis

Neben dem Schlüsselwort „Nuss“ sind der Geschichte ähnliche Begriffe (Fluss, Bus, Kuss) zugefügt worden. Es gilt, diese Wörter voneinander zu unterscheiden.

Material

braunes Tuch, Nüsse


2 Kratzig oder weich – Spiel mit Seilen

Auf dem Boden des Bewegungsraumes werden mit einigem Abstand Springseile (möglichst aus Naturhanf) ausgebreitet. Die Spielleitung stellt ein paar Aufgaben, z.B. über die Seile hüpfen, an ihnen entlang trippeln, rückwärts an ihnen vorbeigehen. Die Aufgaben begleitet sie mit einer Handtrommel. Die Kinder führen die Aufgaben aus und bewegen sich im Rhythmus der Trommel. Mit einem Trommelschlag wird jeweils die neue Aufgabe eingeleitet. Anschließend legen je zwei Kinder mit einem Seil eine Figur auf den Boden und umfahren diese mit einer dicken Perle. Weitere Spielideen der Kinder werden aufgegriffen.

Nach einem Signal mit der Handtrommel setzen sich alle hin und tauschen sich darüber aus, was alles mit den Seilen erlebt wurde.

Nehmen die Kinder die Seile nochmals in die Hand, muntert die Spielleitung sie auf, ihre Seile bewusst zu ertasten: Ob das auch mit geschlossenen Augen geht? Wie fühlt sich das Seil eigentlich an? Die Antworten der Kinder werden gesammelt. Dabei wird festgestellt, wie unterschiedlich die Seile empfunden werden können (kratzig, kitzelig, weich, fest, biegsam, starr, dick, dünn, haarig, gerillt …). Es sind wahre Zauberseile!

Hinweis

Die Beschreibung der Beschaffenheit der Seile kann ausschließlich auf der Basis der (taktilen) Wahrnehmung erwachsen. Das „Be-greifen“ spielt hier eine entscheidende Rolle.

Material

Handtrommel, Springseile (möglichst aus Naturhanf) und dicke Perlen (jeweils halb so viele, wie Kinder mitspielen)


3 Das Jahreszeiten-Spiel

In Anlehnung an das Spiel „Feuer – Wasser – Blitz“ werden passend zur Jahreszeit einige Begriffe ausgewählt und mit bestimmten Tätigkeiten verknüpft. Für den Winter bieten sich beispielsweise folgende Begriffe und Bewegungen an:

 Schnee/schneien: Finger deuten das Rieseln von Schneeflocken an

 Schneesturm: Kinder laufen durch den Raum

 Schneeberg: Kinder legen sich zu Bergen übereinander

 Schlitten fahren/Schlitten: ein Kind legt sich auf den Bauch, ein weiteres Kind setzt sich auf dessen Po

 Schneemann: Kinder stellen sich ruhig hin

Die Begriffe werden von der Spielleitung einzeln gerufen. Dazu führen die Kinder dann jeweils die passende Tätigkeit durch. Das ruhige Stehen als Schneemann sollte das beruhigende Ende bilden.

Um das Spiel an eine andere Jahreszeit anzupassen, müssen die Begriffe und Bewegungen entsprechend verändert werden.

Variation

Die Begriffe können in Form einer kleinen Geschichte abwechselnd genannt werden. Die Kinder hören die Geschichte und bewegen sich dazu durch den Raum. Die zuvor vorgestellten Begriffe begleiten sie mit den entsprechenden Bewegungen.

Geschichte: Jan und Lea (Namen wählen, die nicht in der Gruppe vorkommen) freuen sich. Es hat angefangen zu schneien. Es schneit immer mehr und plötzlich hat sich ein richtiger Schneesturm entwickelt. Es hat so viel geschneit, dass sich ganz viele Schneeberge gebildet haben. Die Kinder freuen sich. Sie wollen Schlitten fahren. Sie setzen sich auf ihren Schlitten und – hui – fahren sie die Schneeberge hinab. Als sie davon genug haben, bauen sie einen schönen Schneemann, der fröhlich aussieht und ganz ruhig dasteht. Wovon der Schneemann wohl träumt?


4 Gleich und gleich?

Eine Kiste (in der Größe eines Wäschekorbes) wird mit Bohnen oder Sand gefüllt. Dann werden mehrere Gegenstände in doppelter Ausführung (z.B. Herbstfrüchte, Nüsse) in der Kiste versteckt. Das erste Kind beginnt zu tasten. Es versucht, zwei gleiche Gegenstände zu finden, und benennt dabei, was es fühlt. Glaubt es, ein Paar gefunden zu haben, holt es die Hände hervor und schaut nach. Hat es recht, behält es die gefundenen Gegenstände. Diese werden dann in der Kiste ersetzt. Lag das Kind falsch, werden die gefundenen Gegenstände wieder in der Kiste versteckt, und das nächste Kind ist an der Reihe.

Material

große Kiste, Bohnen oder Sand als Füllmaterial, Gegenstände (je zwei gleiche)


5 Regentanz

Die Kinder stehen im Kreis und haben in jeder Hand ein Chiffontuch. Ein Kind steht in der Mitte mit einem Regenmacher. Während es den Regenmacher langsam herumdreht, bewegen sich die Kinder im Kreis und schwingen ihre Tücher. Verklingt der Regenmacher, gehen alle Kinder zur Mitte. Das Kind in der Mitte tauscht mit einem anderen Kind seinen Platz und den Regenmacher gegen dessen Tücher ein. Die übrigen Kinder gehen zurück auf die Kreisbahn. Dann beginnt das Spiel von vorn.

Variation

Die Bewegungen mit den Tüchern können mit ruhiger, instrumentaler „Schwebe“-Musik unterstützt werden. So entsteht ein leichter Regentanz.

Material

Regenmacher, Chiffontücher, evtl. Instrumentalmusik


6 Sapperlot – was ist denn das?

Beim Ertasten von Gegenständen sollten die Füße häufiger miteinbezogen werden.

Jedes Kind sucht sich einen Spielpartner. Das Kind, das zuerst raten wird, sitzt auf einem Stuhl. Das andere Kind sitzt davor und hat die Aufgabe, nacheinander einzelne Materialien in einen Stoffbeutel zu legen. Sobald es etwas versteckt hat, ruft es den Satz: „Sapperlot, was ist denn das?“ Dies ist für das erste Kind das Signal, mit seinen Füßen den Gegenstand im Beutel zu ertasten. Hat das tastende Kind erraten, was versteckt wurde, so ruft es laut: „Sapperlot, es ist ein …!“ Anschließend werden die Rollen getauscht.

Bei ungeübten Kindern können dieselben Gegenstände verwendet werden wie in der Raterunde zuvor.

Hinweis

Das Auswählen von Spiel- und Alltagsgegenständen unterstützt insbesondere Kinder, die der deutschen Sprache (noch) nicht so mächtig sind. So werden für sie in diesem Spiel alltägliche Begriffe, wie Auto, Bauklotz, Stift, Murmel und Schere, wiederholt. Für geübtere Kinder oder solche, die bereits einen größeren deutschen Wortschatz haben, können z.B. auch Naturschätze, Korken oder Schnüre ausgewählt werden.

Material

für jedes Kinderpaar: Gegenstände zum Ertasten, Stoffbeutel


7 Was könnte das sein? – Es ist von daheim!

Im Gesprächskreis werden mit den Kindern verschiedene Geräusche benannt oder ausprobiert, die sie aus dem Kindergarten kennen. Dies könnte z.B. das Klopfen mit einem Löffel gegen eine Tasse sein oder das Aufeinanderstellen von Bausteinen. Im Anschluss erhalten die Kinder die Aufgabe, einen Gegenstand, mit dem man ein Geräusch erzeugen kann, von zu Hause mitzubringen. Wichtig ist dabei, dass der Gegenstand unerkannt in den Kindergarten gelangt, z.B. verdeckt in einem Beutel. Im nächsten Gesprächskreis dürfen die Kinder ihre Geräusche versteckt vormachen und die anderen Kinder versuchen, sie zu erraten.

Hinweis

Das Mitbringen von zu Hause erhöht die Motivation der Kinder, mit Gegenständen zu experimentieren, um Geräusche zu erzeugen.


8 Zeitungszauber

Bei diesem Spiel geht es darum, Geräusche zu erkennen und zu unterscheiden.

Jedes Kind erhält ein Zeitungsblatt, um damit Geräusche zu erzeugen. In einer Experimentierphase probiert jedes Kind für sich verschiedene Geräusche aus. Anschließend werden die Geräusche der Gruppe vorgeführt und es wird erklärt, wie das Geräusch entstanden ist (Zeitung zerknüllen, zerreißen, hin- und herwedeln, fest ausschlagen, mit beiden Händen schnell zur Seite ziehen, mit der Schere durchschneiden …).

Im Anschluss wird „Zeitungszauber“ gespielt: Hinter einem Sichtschutz (z.B. umgekippter Tisch) führt ein Kind mit der Zeitung ein Geräusch vor, das die übrigen Kinder erraten sollen. Haben sie herausgefunden, wie das Geräusch erzeugt wurde, darf ein anderes Kind „Zeitungszauberer“ sein.

Material

Zeitung, Schere


9 Füße wecken

Die Spielleitung trägt folgenden Vers vor und die Kinder ahmen die beschriebenen Bewegungen nach. Dabei können immer wieder Pausen eingelegt werden, damit ausreichend Muße zum Streicheln, Kneten und Zupfen des Fußes bleibt.

Ich nehme meinen rechten Fuß in meine Hand mit frohem Gruß. Ich streichle ihn recht freundschaftlich, das mag er sehr, ganz sicherlich. Dann knete ich ihn mit Bedacht, ja, liebe Kinder, gebt fein acht. Jetzt zupfe ich die Zehen lang, das tut ihm gut, drum ist es dran. Mein linker Fuß kommt an die Reih’, er freut sich drauf, ganz einwandfrei. So streichle, knete, zupfe ich, den zweiten Fuß ganz inniglich. Die Füße danken’s mir direkt, so geht’s mir gut – das ist perfekt.

(aus: M. Bücken-Schaal, Gib auf dich acht! 30 Spielverse und Rituale zur Achtsamkeit, Don Bosco 2016)


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