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Kitap hakkında
Das Reizdarmsyndrom ist ein komplexes und multifaktorielles Krankheitsbild, das weit über eine rein funktionelle Störung hinausgeht. Die Symptomatik reicht von wiederkehrenden Bauchschmerzen und Krämpfen über veränderte Stuhlgewohnheiten bis hin zu psychosomatischen Begleitsymptomen wie Stress und Müdigkeit. Diese Vielfalt an Beschwerden unterstreicht die Notwendigkeit einer individuellen und ganzheitlichen Betrachtung bei der Diagnose und Therapie.
Die Diagnose des Reizdarmsyndroms stellt Ärzte vor besondere Herausforderungen, da es keine eindeutigen Biomarker gibt, anhand derer sich die Erkrankung klar abgrenzen lässt. Vielmehr basiert die Diagnose auf dem Ausschluss anderer organischer Erkrankungen sowie auf den sogenannten Roma-Kriterien, die spezifische Symptome und deren zeitlichen Verlauf definieren. Diese Kriterien helfen dabei, RDS von anderen gastrointestinalen Erkrankungen zu unterscheiden, obwohl sie auch immer wieder Anlass zu Diskussionen und Anpassungen in der klinischen Praxis geben.
Angesichts der Komplexität des Krankheitsbildes ist die Behandlung des RDS oft individuell und multidisziplinär ausgerichtet. Neben der medikamentösen Therapie, die häufig krampflösende oder abführende bzw. antidiarrhoische Mittel umfasst, spielt die Ernährung eine zentrale Rolle. Diätetische Maßnahmen wie die Low-FODMAP-Diät können vielen Patienten zu einer deutlichen Symptomlinderung verhelfen. Ebenso wichtig ist die Stressbewältigung, wobei psychotherapeutische Ansätze, insbesondere kognitive Verhaltenstherapie und Entspannungsverfahren, einen wesentlichen Beitrag leisten können.