Kitabı oku: «Mit Vollgas in die Zukunft.de»

Yazı tipi:

Ein Vorwort zur dritten Auflage

Nach 2010 und 2011 gehen wir nunmehr in die dritte Auflage dieses sehr unterhaltsamen Fachbuches für Jugendliche, deren Eltern und Lehrer. Es gibt vieles zu lernen, und es gibt sehr vieles zu vermitteln. Und die rage ist immer wieder die gleiche: „Wie gelingt es, Faszination zu verbreiten?“

Mir fällt hierzu immer wieder ein Zitat von Antoine de Saint-Exupéry ein:

„Wenn du ein Schiff bauen willst, dann trommle nicht Männer zusammen, um Holz zu beschaffen, Aufgaben zu vergeben und die Arbeit einzuteilen, sondern lehre sie die Sehnsucht nach dem weiten, endlosen Meer.“

Genau in diesem Sinne wünsche ich Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, diese Sehnsucht nach einer erfolgreichen Entwicklung in Ihrer zukünftigen Berufsstätigkeit.

Mit Menschen erfolgreich so zu sprechen, dass alle Beteiligten sich (weiter) entwickeln können, sollte nicht nur ein vorübergehendes Ziel, sondern vielmehr eine sinnvolle Lebensaufgabe bleiben. Dieses Buch wird Ihnen sehr gutes Handwerkszeug bereitstellen und gleichsam, und hiervon bin ich überzeugt, Sie faszinieren von und vorbereiten auf einen gelungenen Start in Ihre Zukunft.

Und denken Sie immer daran: Das Leben ist lang, und die Welt ist klein. Man sieht sich immer mehrfach im Leben.

Wir freuen uns auf Sie und werden Sie gerne wo wir können unterstützen.

Ihr Alexis Lamaye

Geschäftsbereichsleiter Personal

Volle Kraft voraus!

Eines ist sicher, die Zukunft kommt bestimmt! Und noch eines ist sicher: Was wir zukünftig erleben wollen, müssen wir heute gestalten!

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

die expert-Firmengruppe möchte heute schon die richtigen Weichen stellen, damit wir morgen weiterhin wachsen und am Kunden erfolgreich sein können. Wir handeln an mehr als 400 Standorten in Deutschland mit Fernsehern, PC’s und Notebooks, MP3-Playern, Elektrogeräten für den Haushalt, Handys, mit Videospielen, CD’s und DVD’S und noch vielem mehr. Und der besondere Charme unserer Gesellschaft und den angeschlossenen Unternehmen ist der, dass wir trotz unserer Größe immer noch die Atmosphäre eines Familienunternehmens leben.

Elektrofachmärkte gibt es einige in Deutschland – aber keine sind so wie wir! Für unsere jungen und engagierten Teams suchen wir ständig motivierte junge Menschen, die mit Lust am Verkauf als Auszubildende in unser Unternehmen mit einsteigen möchten. Wir bieten Perspektive wie kaum ein anderes Unternehmen und fordern Sie als jungen Menschen mit ganzer Leidenschaft heraus.

Wenn Sie bisher noch dachten, dass eine Ausbildung im Einzelhandel langweilig wäre, dann schnallen Sie sich an!

Sie haben gute Schulnoten und die richtige Einstellung zum Beruf, dann sind Sie herzlich willkommen. Sie haben nicht so gute Noten und vielleicht auch einen weniger guten Abschluss, dafür aber brennen Sie mit Begeisterung auf den Kontakt mit interessanten Menschen und Produkten – dann sind auch Sie herzlich eingeladen. Wir wollen Sie!

Die Karrierechancen im Einzelhandel sind ungleich besser als in anderen Branchen. Gerade Auszubildende aus nicht Abiturjahrgängen können sich hier überdurchschnittlich gut entwickeln. Schulleistungen sind auch bei uns nicht unwichtig, aber uns ist wichtiger, dass Sie die richtige Einstellung mitbringen.

Wer sich für eine Ausbildung bei expert entscheidet, der entscheidet sich für eine Karriere im Einzelhandel. Stellen Sie sich vor, dass Sie nicht nur Ihre Ausbildung im Einzelhandel gut absolvieren würden, sondern anschließend bei guter Leistung direkt durch unsere hauseigene Akademie Ihre gesteckten Ziele auch ohne Abitur erreichen können.

Unser Ausbildungsleiter, Herr Alexis Lamaye, und einer der angesagtesten Motivationstrainer, Paul Reinhold Linn, haben für Sie in diesem Buch großartige Themen, Tipps und Tricks zusammengetragen, damit Sie aus ersten Hand die Informationen bekommen, die Sie erfolgreichen machen werden. Jeder Schüler und jede Schülerin haben unabhängig Ihrer schulischen Leistung aus unserer Sicht eine Chance für Ihre berufliche Zukunft verdient. … Hier ist sie!

Nehmen Sie sich Ihre Freunde, Ihre Lehrer und Ihre Eltern und gehen Sie mit denen dieses Buch durch. Sie benötigen die richtige Einstellung und das richtige Herz für den Einzelhandel – wir geben Ihnen das Wissen dazu.

Den beiden Autoren möchte ich für Ihr Engagement sehr herzlich danken. Beide Autoren bringen ihre Erfahrungen ihrer jahrelangen erfolgreichen Arbeit mit Jugendlichen ein. Selbstverständlich sind in diesem Buch auch die Erkenntnisse der modernen Lernpsychologie berücksichtigt worden.


Wenn Sie also einen Ausbildungsplatz suchen, eine neue Chance brauchen und in eine verlässliche und sichere Zukunft starten wollen, dann beginnt Ihre Zukunft jetzt und hier!

Lassen Sie uns ins Gespräch kommen. Wir bauen unsere Zukunft auf Ihre Mitarbeit.

Ihr Volker Müller

Vorstandsvorsitzender der expert AG

Faszination expert Mitarbeiter

Ob jemand den Job haben will, oder nicht, bemerken wir daran, ob jemand eine Leidenschaft entwickelt und dafür brennt. Er oder sie kann uns mit seiner Persönlichkeit deutlich machen, dass er sich jeden Tag dieser Herausforderung stellen kann. Nur wenn es uns gelingt, diese „Flamme“ im Gespräch mit dem Bewerber zu entfachen, ist er ein interessanter Kandidat und kommt für ein weiteres Gespräch in die engere Auswahl. Das passiert bei Bewerbern, die sich mit dem Berufsbild des Einzelhandelskaufmanns auseinandergesetzt haben. Solche, die sagen, dass sie sich eben nicht den ganzen Tag über im Büro wohlfühlen können. Es sind die Bewerber, die etwas aktiv angehen möchten, die jeden Tag mitten im Geschehen stehen wollen und den Kontakt zu Menschen suchen und wollen.

Gute MitarbeiterInnen zu finden ist nicht so leicht. Es reicht nicht aus, einfach nur ein Zeugnis auf gute Noten zu durchsuchen. Viel, viel schwerer ist es für uns herauszufinden, ob zukünftige Azubis für den Verkauf und die Dienstleistung „brennen“. Bewerber, die zu uns kommen, mögen unsere Produkte überdurchschnittlich. Sie sind von unseren Produkten begeistert. Sie lieben CD- oder MP3-Player, die sind einfach technikverliebt. Sie sind offen für neue Medien, für Spielekonsolen und Haushaltsgeräte. Und wir wissen aus Erfahrung, dass nur der Verkäufer, die Verkäuferin, die von den eigenen Produkten begeistert sind, auch Kunden von diesen Produkten begeistern können. Die Liebe zum Produkt spielt in unserer Branche eine sehr große Rolle.

Der Einzelhandel bietet gerade jungen Menschen enorme Entwicklungschancen. Und das Zauberwort ist tatsächlich die eigene Motivation! Wer motiviert und fleißig ist, der kann alles bei uns erreichen!

Wenn man begriffen hat, wie Handel funktioniert, dann kann man in aller kürzester Zeit eine fantastische Karriere gestalten. Wir möchten dies noch einmal betonen: Nur wenn man sich vor dem Bewerbungsgespräch gut informiert hat, kann man ermessen, wie attraktiv tatsächlich der Einzelhandel ist. Der Einzelhandel hat viel Tradition und genießt große Anerkennung.

Das Interessante an unserer Branche ist die schnelle und rasante Entwicklung neuer Techniken und Geräte. Unsere Mitarbeiter werden ständig weiter geschult und bilden sich fort. Jemand, der bei uns arbeitet, muss Technik interessiert sein. Er muss sich jederzeit mit neuen Produkten, Fachzeitschriften und Bedienungsanleitungen auseinander setzen, um dem Kunden stets ein kompetenter Ansprechpartner zu sein. In unseren 420 expert Filialen ist es tatsächlich so, dass unsere Kunden schon deswegen zu uns kommen, weil wir so tolle Verkäuferinnen und Verkäufer haben. Menschen, denen es Freude bereitet, Kunden zu beraten und zu verkaufen. Unsere Verkäufer sind die besten in der Branche! In unseren Geschäften ist uns das Betriebsklima das Wichtigste. Und daraus ergibt sich auch, dass der Service am Kunden ebenfalls immer der Beste ist.

Aus unserer Sicht ist ein guter Mitarbeiter einer, der mit Freude bei der Arbeit ist, der Produkte und Menschen liebt, der motiviert und im Ergebnis erfolgreich ist. Wir haben ein sinnvolles Weiterbildungs- und Motivationssystem, wie es kein zweites in der Branche gibt!

Es gibt viele Beispiele von Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen in unserem Unternehmen, die sich trotz schlechter Voraussetzung dann aber im Sinne einer zweiten Chance sehr gut entwickeln konnten. Hier möchten wir ein Beispiel nennen: Wir hatten einen Berufsausbildungsabbrecher eingestellt, der die Ausbildung zum Elektriker angefangen und aus Gründen einer Allergie die Ausbildung hat abbrechen müssen. Bei uns machte er dann die Ausbildung zum Kaufmann im Einzelhandel. Und schon im dritten Ausbildungsjahr konnte man bei ihm erkennen, dass er neben seinem verkäuferischen Talent noch sehr viel mehr Interesse und Fähigkeiten in Richtung Führung und Betriebswirtschaft bot und weiterkommen wollte. Wir haben diesen Mitarbeiter nach seiner Ausbildung in unsere eigene Akademie aufgenommen und gefördert und er hatte sich im ersten Schritt zum Abteilungsleiter qualifiziert. Mittlerweile führt er selbstständig eine Filiale und ist sehr erfolgreich.

Umgekehrt erleben wir es, dass wir Auszubildende einstellen, die mit sehr gutem Abitur oder besten Noten zu uns kommen. Von der Papierform müsste man davon ausgehen, dass solche Auszubildenden die besten Zukunftschancen im Handel haben müssten. Leider ist es so, dass es tatsächlich auch Abiturienten gibt, die unsere Anforderungen nicht umsetzen können.

Bei uns kommt es natürlich auch auf Bildung an; - aber das ist aus unserer Sicht nicht Alles! Fachkompetenz durch Ausbildung kann man erwerben, aber die Einstellung und die Freude zum Beruf, zum Team und zu den Kunden, die muss man haben! „Ein Autoverkäufer muss sein Auto ja nicht bauen können, um es verkaufen zu können! Er muss begeistert von seinem Auto sein!“ Das Erfolgsrezept bei expert ist, dass wir dem Kunden zeigen und vorleben, dass er bei uns willkommen ist. Wir freuen uns über jeden Kunden, der kommt und jeden, den wir beraten dürfen. Wir nehmen Kunden wahr und stehen zur Verfügung. Jetzt kann man viel sagen oder schreiben, aber es ist tatsächlich so, dass wir in Deutschland zum wiederholten Male zum kundenfreundlichsten Serviceunternehmen erklärt worden sind. Das spricht für sich, oder? Wenn man sich im Markt der Unterhaltungselektronik umschaut, dann fällt jedem auf, dass sich Produkte und Preise kaum voneinander unterscheiden. Der einzige Unterschied ist aus unserer Sicht das Fachpersonal in seiner Kompetenz und seiner Freundlichkeit. Das stellen wir über kontinuierliche Schulungsmaßnahmen und ein permanent offenes Ohr für unsere Mitarbeiter sicher.

Wir stellen im Jahr sehr viele Auszubildende für ganz Deutschland ein und führen viele hundert Bewerbungsgespräche. In der Regel kommt auf sieben Einstellungsgespräche ein Ausbildungsvertrag zustande. Was mich bei Bewerbungsgesprächen am meisten interessiert, ist der Mensch hinter der Bewerbung. Es ist in der Tat so, dass wir nahezu jeden Bewerber auch einladen und mit ihm sprechen wollen. Die einzigen, die wir nicht einladen, sind solche, die unentschuldigte Fehlzeiten auf den eingesandten Zeugnissen haben.

Unentschuldigte Fehlzeiten tolerieren wir nicht!

Fehlzeiten sind ganz normal, aber unentschuldigte Fehlzeiten zeugen von Unzuverlässigkeit, und das akzeptieren wir nicht! Ansonsten hat jeder die gleichen Chancen, sich bei uns vorzustellen. Lernen und gute Noten sind zwar wichtig, uns ist es aber lieber, dass wir einen freundlichen und netten Mitarbeiter gewinnen können, der sich mit einer 4 in Mathematik bewirbt, als einen Mathe-2-Schüler, der unfreundlich oder arrogant wirkt. Jemand, der bei uns arbeiten möchte, sollte ein Mensch sein, der auf Menschen zugehen kann. Aus unserer Sicht findet ein Großteil des erfolgreichen Verkaufs über die eigene Persönlichkeit statt. Das Fachwissen bringen wir dem Bewerber in der Ausbildung bei, das ist unser Auftrag, die Freundlichkeit und gute Umgangsformen bringt er selber mit. Aufgeschlossenheit, Freundlichkeit und Umgangsformen erkennen wir schon daran, wie uns jemand im Einstellungsgespräch entgegen tritt. Kann der Bewerber freundlich grüßen? Nimmt der Bewerber vor dem Gespräch seine durchaus modische Kopfbedeckung ab? Spricht die Person verständlich und deutlich? Denn Sprechen und Sich-darstellen-können ist das Grundwerkzeug im Verkaufsprozess.

Leider ist es oft so, dass Bewerber zu uns kommen und sich noch nicht einmal über das Berufsbild des Einzelhandelskaufmanns informiert haben. Sie wissen einfach gar nicht, was alles auf sie zukommen wird. Wir erleben auch immer wieder, dass sich sehr verschlossen wirkende Menschen bewerben, die niemals Spaß an einer Tätigkeit finden können, die soviel Kontakt mit Menschen mit sich bringt. Die Jahre lange Erfahrung zeigt immer wieder, dass solche verschlossenen Menschen im Verkauf sehr unglücklich sind. Das wollen wir nicht. Denn Verkaufen soll Spaß machen! Es ist unser Anliegen, dass das Verkaufen auch unseren Mitarbeitern Freude bereiten soll. Sonst machen wir etwas falsch!

Wer gerne für andere Menschen eine Dienstleistung erbringen will, wer aufgeschlossen auf Menschen zugehen kann, wer die neue Herausforderung liebt und neugierig auf Menschen ist, der ist bei uns immer und jederzeit herzlich willkommen!

Um es noch einmal deutlich zu machen: Wir legen sehr großen Wert auf ein gutes Betriebsklima! Wir glauben, dass unsere Kunden dies spüren. Der Kunde bekommt sehr gut mit, wie wir uns auf der Verkaufsfläche ergänzen und verstehen. Dies bedeutet für uns alle, dass wir nicht nur den Kunden in seiner Einzigartigkeit sondern auch unsere Kollegen und Mitarbeiter respektieren und wertschätzen werden.

Viele Bewerber kommen auch von anderen Handelsunternehmen zu uns, gerade weil wir ein so gutes Betriebsklima haben. Wir sind ein Team, und wir halten zusammen.

Wir gehen gerne in die Haupt- und Realschulen, um dort Menschen zu treffen, die mit Herzblut bei der Sache sein wollen. Wer erkennt, dass uns die Freundlichkeit und Begeisterung eines Mitarbeiters wichtiger ist, als seine Zeugnisnoten, der wird viel Freude bei uns haben!

„expert hat mit Auszubildenden aus Haupt- und Realschulen

tatsächlich die besten Erfahrungen gemacht!“

Wir setzen auf diese bewährte Zusammenarbeit. Wer verinnerlicht hat, dass der Handel die besten Chancen bietet, der wird mit Hilfe von expert einen großartigen und eigenen Entwicklungsweg gehen können. Karriere durch Leidenschaft.

Der, der will, der darf sich bei uns entwickeln. Wir unterstützen gerne. Getreu dem Motto: „Jeder kann, aber niemand muss!“

Viel Erfolg,

Ihre Personalentwicklung der expert AG, Langenhagen

Darf ich Sie begleiten?


Zur besseren Übersicht und bei ganz wichtigen oder besonders interessanten Textstellen werde Sie gerne begleiten. Ich bin, wenn Sie so wollen, Ihr privater Coach in diesem Buch. Hier und da fasse ich für Sie gerne ein paar Punkte zusammen oder halte einige notwendigen Fragen für Sie bereit.

Lernen Sie wirklich aus Ihren Fehlern?

Sie kennen wahrscheinlich dieses Bild. Ein Kind fasst auf die heiße Herdplatte und verbrennt sich die Finger. Und dann wird es, so die Theorie, nie wieder auf die heiße Herdplatte fassen. Irgendwie einfach, oder? Diesem Bild entsprechend benötigen wir nur genug heißer Herdplatten und eine Menge schmerzlicher Erfahrungen, und schon wissen wir, wie es (zu-)geht im Leben. Rein statistisch gesehen verhält es sich 50:50 zwischen Gewinn und Verlust, zwischen Wohlempfinden und Schmerz, zwischen Glück und Unglück. Vorausgesetzt wir entwickeln uns fortwährend weiter. Dass dies nicht selbstverständlich ist, kann uns die Psychologie bestätigen. Da gibt es Menschen, die vor lauter Angst, einen Fehler zu machen, nichts mehr machen – das Leben verweigern. Und eigentlich kann man diese Menschen doch gut verstehen, oder?

Um noch einmal auf das Risikoverhältnis zurückzukommen: Bei einem Anteil von möglichen 50 Prozent Fehlerquote sollten wir erkennen, dass dies auch eine enorme Zeitverschwendung mit sich bringt. Die Hälfte unserer Zeit benötigen wir, um herauszufinden, was falsch, wirkungslos und enttäuschend ist.

Statt nun zu lernen, was alles nicht funktioniert oder schmerzhaft ist, können wir auch gegenseitig voneinander lernen, was erfolgsversprechender für die eigene Entfaltung ist.

Sie haben Recht, wenn Sie einwenden, dass es keine Patentrezepte geben kann. Dies stimmt unbedingt! So verschieden jeder Einzelne ist, so verschieden sind die Lösungsansätze, die sich ein jeder erarbeiten muss. Dennoch gibt es Erfahrungswerte und Expertenwissen, welches wir nutzen können, um schneller und einfacher an unsere Ziele zu gelangen.

Nicht nur für die Jugendlichen und deren Eltern ist dieses Buch eine sehr gut zugängliche Orientierungshilfe, sondern auch für die, die schon längst in der Berufstätigkeit stehen, wird es ein sehr nützlicher Ratgeber sein, um wieder mehr Freude bei der „Arbeit“ zu erlangen.

Beruf – eine Last oder eine Lust?


Es gibt kaum eine nachhaltigere und lebensbeeinflussendere Entscheidung als die Wahl der eigenen Berufstätigkeit. Jede noch so innige Partnerschaft kann man mehr oder weniger unbeschadet eingehen oder auflösen – bei der Berufstätigkeit geht das nahezu nicht! Bitte verstehen Sie das nicht als Aufforderung zu einer Einwegpartnerschaft – eingehen, nutzen, wegwerfen –, dies ist so weder sinnvoll noch erwünscht. Nur, in dem einen oder anderen Fall ist man selbst als Außenstehender dankbar, dass es die Möglichkeit einer Trennung gibt. Vor wenigen Jahrzehnten war dies nicht so selbstverständlich möglich. Die Berufswahl ist eher eine Entscheidung, die nur in den wenigsten Fällen korrigiert werden kann.

Häufig genug werden Schicksale berichtet, dass ein altersbedingtes Ausscheiden aus dem Beruf oder ein plötzliches Ende der Arbeitstätigkeit die jeweils Betroffenen in eine tiefe existenzielle Krise stürzt. Jetzt fragt sich so mancher Leser, wieso denn das? Die sollten doch froh sein, nicht mehr arbeiten zu müssen. „Rente erst ab 67 Jahren!“ – wer will da noch auf dem Dachfirst als Dachdecker stehen? Erinnern Sie sich, das war die Diskussion im vorletzten Jahr. Das Deutsche Handwerk hat auch wegen solcher Diskussionen enorm an Auszubildenden verloren! Aber vielleicht schafft Arbeit nicht nur Mühen, vielleicht stiftet sie auch Sinn?!

Die Berufstätigkeit macht uns im Wesentlichen aus. Sie schafft uns Möglichkeiten, unser Leben zu leben, es zu unterhalten, es zu entfalten. Mit Hilfe unserer Erwerbstätigkeit können wir ganz wesentlich unser Leben organisieren.

Demnach ist die Wahl des eigenen Berufes oder auch die Entscheidung zur Weiterbildung, zur Umschulung oder zur Selbstständigkeit wichtiger zu nehmen als die Entscheidung zu einem Partner.

Wenn Sie einverstanden sind, dann werden wir uns in diesem Buch als Erstes mit Ihren beruflichen Zielen auseinanderzusetzen haben. Dies betrifft sicher vornehmlich die jüngeren Leser und Leserinnen. Aber warum eigentlich nicht auch Sie, den bereits Berufstätigen? Vielleicht erkennen Sie noch Notwendigkeiten und Möglichkeiten einer Erweiterung Ihrer beruflichen Laufbahn?

Im nächsten Schritt erfahren Sie, wie Sie an Ihren richtigen Arbeitsplatz kommen. Wie und mit welcher Vorbereitung bringen Sie sich in die Gespräche ein, die über Ihre Entwicklung zu entscheiden haben?

Im dritten Block erhalten Sie viele Anregungen für die Freude in Ihrem beruflichen Alltag. Was können und was sollten Sie tun, damit die Arbeit nicht zu einem Joch wird? … Und vielleicht schlummert in Ihnen ein selbstständiger Unternehmergeist? … Wir werden sehen!

Wie immer auch die Fragen an uns ausgehen werden, eines ist sicher: Das berufliche Leben, das berufliche Erleben hat Auswirkungen auf alles, was uns ausmacht. Auf unser soziales Umfeld, auf unseren privatesten Bereich bis hin zu unserem Innersten, der Seele!

Hat unser Beruf noch etwas mit Berufung zu tun? Das Wort Berufung klingt schon ziemlich idealistisch! Aber seit alters her hat ein jeder eine Berufung, etwas für sich und die Allgemeinheit zu tun, zu schaffen. Carl Gustav Jung (1875–1961), einer der Gründerväter der Psychoanalyse, glaubte, dass es für jeden Menschen ein Ziel sein müsse, zu entdecken, was seine Aufgabe (seine Berufung, Anm. d. Verf.) in diesem Leben ist.

Jeder Mensch wird, je komplexer die Gesellschaftsstrukturen sich gestalten, umso mehr seinen Beitrag zum Gemeinwohl erkennen müssen. Demnach kann es keine Aufgabe in der Gemeinschaft geben, die weniger oder mehr wert ist als die jeweils andere, oder? Was nutzt dem Herzchirurgen sein Skalpell, wenn er morgens nicht zur Arbeit fahren kann, weil sein Auto streikt? Wie erfolgreich ist das nobelste und teuerste Hotel am Platz, wenn es im Müll ertrinken muss? … Und der beste Koch könnte nicht erfolgreich kochen, wenn es nicht den Fernfahrer, den Gas- und Wasserinstallateur, die Putzfrau gäbe und sogar den Augenarzt, der ihm am Ende die Klarsicht ermöglichen hilft? … Selbst die Finanzbeamten und die Politiker tragen zum Gemeinwohl bei (auch wenn das nicht immer auf den ersten Blick erkennbar sein muss J). Sie sorgen dafür, dass die Gemeinschaft stark bleibt und nicht im Chaos versinkt.

Dies hat mit den Fähigkeiten und Begabungen des Einzelnen in Bezug auf die gesamte Gemeinschaft zu tun. Es geht um nichts weniger als um die eigenen Talente und um die Verantwortung für das Gemeinwohl – sich einzubringen in eine Gesellschaft. Wir sind abhängig voneinander, und wir können gar nicht ohne das Miteinander sein. In unseren Breiten kann ein einzelner Mensch nicht wirklich überleben. Wir sind aufeinander angewiesen.

Wer Leistung fordert, muss Sinn bieten

Vielleicht ist die Sinnhaftigkeit gleichzusetzen mit der Suche nach unserem Glück? Kann es sein, dass wir uns umso glücklicher bei der Ausübung unserer täglichen Arbeit empfinden, je mehr Sinn wir in der Arbeit erkennen können? Ganz sicher spielt neben dem Sinn auch die Anerkennung im Beruf eine entscheidende Rolle! Wahrscheinlich werden die meisten sofort hinzufügen: Die Anerkennung ist für mich die volle Lohntüte! Stimmt sicher – aber nicht ganz. Die Anerkennung, die ich hier meine, ist jene, die von ganz tief innen aus unserer Seele kommt. … Die Gesellschaft, die Leistung fordert, sollte uns Arbeitenden Sinn bieten. Aber wer wartet hier auf wen? Ich bin ich, und ich bin ein Teil der Gesellschaft! Wenn beides zutrifft, dann kann ich nur als Selbst, als Individuum, aktiv werden. Das Warten (als Teil der Gesellschaft) auf sich selbst wirkt paradox, oder?

Macht es Sinn, auf einen Menschen zu warten, der mir als Individuum durch sein Lob Anerkennung verleiht? Macht mich das Lob eines anderen glücklich? Noch besser: Kann ich nur durch das Lob des anderen (der Gesellschaft) froh und glücklich empfinden? Was wäre für mich als Mensch gewonnen, wenn ich begreifen würde, dass ausschließlich nur ich mich als Mensch vollends anerkennen und glücklich werden lassen kann? Ist das nicht wahrer Sinn allen Handelns?

Meine persönliche Zielvereinbarung

Die meisten Menschen glauben, sie würden alle ihre Ziele kennen: „Ich will gesund leben. Ich will gut aussehen. Ich will viel Geld verdienen. Ich will eine glückliche Partnerschaft …“

In diesem Kapitel werden Sie erfahren, warum solche Zielvorstellungen nicht ausreichend sind und daher eher bedeutungslos bleiben und sehr wahrscheinlich auch scheitern werden.

Sich Ziele zu setzen ist die Grundvoraussetzung, um zielgerichtet denken und handeln zu können.

Da gilt die alte Weisheit, dass ein schlechtes Ziel immer noch besser ist, als gar kein Ziel zu haben.


Hiermit ist der Umstand beschrieben, dass es Menschen gibt, die überhaupt nicht wissen, was sie einmal erreichen möchten oder wohin die Reise gehen soll. Diese Menschen lassen sich buchstäblich treiben: mal hierhin, mal dorthin. Sie wirken wie eine Fahne im Wind. Sie schlagen jeden Tag eine andere Richtung ein.

Im Ergebnis können Sie diese Menschen erleben als Menschen mit tausend Ideen, mit himmelstürmenden Gedanken – es wird nur keine Idee verwirklicht und kein Gedanke zu Ende gedacht. Diese Menschen sind immer rastlos auf Reisen, kommen aber niemals irgendwo an!

Am mangelnden Fleiß wird es bei diesen Menschen nicht fehlen. Wo diese Menschen wirken, da staubt es! Im Prinzip gibt es nur zwei Möglichkeiten, was solch Getriebene erreichen werden: entweder den körperlichen Kollaps oder den seelischen Zusammenbruch.

In dieser tragischen Situation, so empfiehlt es die alte Weisheit, ist es immer noch besser, erst einmal ein Ziel zu besitzen. Selbst wenn es nicht das beste Ziel wäre, so ist es immer noch besser, irgendwo anzukommen als nie etwas zu Stande zu bringen.

Und wenn Sie dann für sich beobachten, dass das bisherige Ziel wirklich nichts Gutes für Sie bringen wird, dann können Sie immer noch Zielkorrekturen durchführen!

Was ist ein Ziel?

Ein Ziel ist erst dann ein Ziel, wenn es unsere Wünsche, Aufgaben, Interessen und Bedürfnisse in klaren, präzisen Absichtserklärungen zum Ausdruck bringt. Ein Ziel ist immer eine Vorausschau in die Zukunft sowie eine Ausrichtung und eine Konzentration unserer Energien und Aktivitäten auf das, was erreicht werden soll. Wie bereits im oberen Kapitel ausgeführt, ist es bei Zielen nicht wichtig, warum Sie etwas erreichen wollen, sondern vielmehr wozu!

Erst wenn Sie wissen, wozu Sie Kraft und Schweiß opfern wollen, dann können Sie Ihre Kräfte bündeln. Und das Fantastische ist, dass Ihre bewussten Ziele, Ihre unbewussten Energien auf Ihr Handeln ausrichten! Ihr Unterbewusstsein wird wie von Geisterhand die wichtigen Entscheidungen und Weichenstellungen herbeiführen, damit Sie ankommen!

Ab wann existiert ein Ziel?

Viele glauben von sich, dass sie ihre Ziele ständig im Kopf, sozusagen bei sich tragen. Dies sei auch besonders praktisch, zumal so eine permanente Arbeit an den Zielen möglich sei.

Ziele existieren erst, wenn sie schriftlich erfasst werden!

Sie wissen auch, dass Gedanken flüchtig sind. Sie kommen und gehen, wie sie wollen. Und wenn es hart auf hart kommt, wie sollten Sie sich dann noch auf ein Ziel konzentrieren können, welches nur flüchtig existiert?

Sie werden feststellen, wie viel Arbeit es bedeuten kann, Ziele klar und präzise auf Papier festzuhalten. Aber dann werden Sie die wichtige Erfahrung machen, wie diese festgeschriebenen Zielvorstellungen eine eigene Dynamik gewinnen.

Übrigens: Auch ein Abgleich der Zielvorstellung mit einem (Teil-)Ergebnis ist erst bei schriftlicher Gegenüberstellung möglich.

Wie werden Ziele definiert?

Sie haben oben bereits einen ersten Hinweis erhalten. Es geht um präzise Absichtserklärungen. Wenn Sie z. B. das Ziel verfolgten, gesünder zu leben, wie präzise wäre dieses Ziel? Was kann gesünder leben alles bedeuten? Vielleicht möchten Sie mit dem Rauchen aufhören, vielleicht kein Fastfood mehr essen, vielleicht weniger Süßigkeiten naschen, vielleicht mehr Sport treiben ..., und was Ihnen noch so alles einfällt. Schon mit dieser kleinen Auflistung erkennen Sie, dass gesünder leben alles und nichts bedeuten kann, weil es nicht präzise genug definiert ist.

Schon die Absicht, mehr Sport zu treiben, ist ebenfalls völlig unpräzise. Möchten Sie mehr Tennis oder Fußball spielen, möchten Sie Rad fahren oder häufiger schwimmen gehen?

Präzisieren Sie bitte. Was möchten Sie genau? Beachten Sie, dass unpräzise Ziele immer daran scheitern, dass sozusagen die genaue Anweisung zum Handeln fehlt!

Also nicht: Ich will mehr Sport treiben. Sondern: Ich will 15 Minuten pro Tag Rad fahren.

Ihre persönlichen Ziele

Probieren Sie es einmal aus. Nutzen Sie die nachfolgenden sechs Fragen, die Ihnen bei der Ausformulierung Ihrer Zielvorstellungen helfen sollen. Beziehen Sie Ihr bereits erarbeitetes Anlagenprofil bei Ihren Überlegungen mit ein.

Am besten ist es, wenn Sie mit Bleistift arbeiten. Dies hat den Vorteil, dass Sie erst einmal alles aufschreiben können, was Ihnen so in den Sinn kommt. Anschließend können Sie immer noch das eine oder andere streichen.

Es wird in vielen Büchern über Ziele und Erfolg eine Harvard-University-Studie aus dem Jahr 1979 zitiert, die über den Werdegang von Studienabgängern über einen Zeitraum von 10 Jahren folgende Resultate beschreibt:

 83 % der Studienabgänger hatten keine klaren Zielvorstellung für ihre Karriere nach dem Studium

 14 % der Absolventen hatten zwar klare Vorstellungen für ihre Karriere, diese aber nicht schriftlich fixiert. Interessant ist hier, dass diese Gruppe der Abgänger im Schnitt tatsächlich 3 mal mehr verdienten, als die Gruppe ohne konkrete Zielvorstellungen

 3 % hatten ihre Karriere geplant und schriftlich ihre Vorstellungen fixiert. Diese Gruppe verdiente das 10fache von der ersten Gruppe

Nur sehr wenige Menschen planen sorgfältig und legen Sie (schriftlich) fest. Und genau die sind es später, die 10mal mehr als die Masse verdienen. Das gibt Ihnen und mir sicher zu denken, oder?



Was will ich erreichen?

Formulieren Sie so präzise wie möglich!

Die Entwicklung Ihrer Zielvorstellungen ist keine spontane Aktion, sondern vielmehr ein spätestens jetzt beginnender Prozess. Durch das Aufschreiben Ihrer Vorstellungen schaffen Sie in Ihrem Kopf Platz für neue und/oder ergänzende Gedanken. Vielleicht träumen Sie plötzlich in den nächsten Tagen irgendwelche neuen Vorstellungen. Geben Sie ihnen Platz in Ihren Aufzeichnungen. Denken Sie ruhig Ihre Ideen analog aller sechs Fragestellungen durch. Aussortieren können Sie immer noch.

Wozu will ich es erreichen?

Was springt für Sie dabei heraus, wenn Sie Ihr Ziel erreichen? Wird das Erreichen des Ziels Sie verändern? Möchten Sie das?

Wie realistisch ist mein Ziel?

Bringen Sie alle Voraussetzungen mit, Ihr Ziel erreichen zu können? Wo stehen Sie heute, und wo möchten Sie hin?

Was benötige ich, um mein Ziel zu erreichen?

Was an Wissen, wie viel Power, wie viel Zeit benötigen Sie? Welche Unterstützung oder welche Begleitung ist vonnöten?

Wie will ich mein Ziel erreichen?

Alleine, mit anderen zusammen? In welchen Etappen denken Sie? Ist es z. B. besser, erst nach einer Berufsausbildung ein Studium zu beginnen? Benötigen Sie zum erfolgreichen Start Ihrer angestrebten Selbstständigkeit bestimmte Rahmenbedingungen, Geld, Kinderversorgung oder Ähnliches?

Bis wann soll mein Ziel erreicht sein?

Die entscheidende Frage bei einem Ziel ist die Zeitfrage. Die besten Ziele scheitern, wenn nicht klar definiert ist, bis wann ein mögliches Ziel erreicht werden soll.

Ein Ziel ist perfekt, wenn es machbar, nachprüfbar und motivierend wirkt

Wenn Sie beispielsweise im Außenhandel eine Karriere anstreben, sollten Sie auch Fremdsprachen können und mögen. Oder Sie möchten Techniker werden, dann sollten Sie Mathematik lieben. Sind Sie handwerklich talentiert und geschickt, dann bringen Sie beste Voraussetzungen für das Handwerk mit. Wer keine Hochschulreife bzw. Fachhochschulreife erworben hat, kann nicht studieren.

Als zweites Qualitätskriterium sollten Sie zu jeder zeit überprüfen können, wie weit Sie bei der Erreichung Ihres Zieles sind. Gibt es Zwischenschritte, die im wahrsten Sinne des Wortes abzuhaken sind? ... Und abhaken können Sie nur etwas, was Sie vorher auch aufgeschrieben haben. Dies ist besonders wichtig: Schreiben Sie immer Ihre Zielvorstellungen und voraussichtliche Schritte dorthin auf!

Alles, was einen tieferen Sinn für uns erzeugt, motiviert uns ungemein. Mit anderen Worten: Sinnlosigkeit oder sinnlose Aktionen demotivieren immer!

Unterscheiden Sie Wichtiges vom Unwichtigen

In der Wissenschaft hat sich seit mehr als 100 Jahren das Pareto-Prinzip zum Verständnis von vielen Zusammenhängen gut bewährt. Pareto (1848–1923) entdeckte als Ökonom, dass es so etwas wie eine Naturkonstante gibt, die sich immer wieder bestätigt. Beispiel: Ein Fußboden muss erneuert werden, weil 20 % seiner Fläche abgenutzt sind. Noch deutlicher: In einer Zeitung stehen auf 20 % der bedruckten Zeitungsseiten 80 % aller wesentlichen Informationen!

Unwichtige Themen (20 %) beanspruchen 80 % unserer Zeitressourcen.

Investieren Sie pro Tag nur 10 Minuten, und Sie werden staunen, wie viel Zeit Sie sparen können. Schreiben Sie sich einen Plan, was zu tun ist. Und dabei unterscheiden Sie in wichtige Aktionen, die sofort und ohne Aufschub zu erledigen sind.


Dann listen Sie sich die zweite gruppe auf in Dinge, die wichtig, aber nicht sofort zu erledigen sind, und anschließend noch die sofort zu erledigenden Themen, die nicht ganz so wichtig erscheinen. Was am Ende übrig bleibt, nämlich die weder wichtigen noch dringlichen Themen, die vergessen Sie einfach. Dieses Prinzip geht angeblich auf den US-Präsident Dwight D. Eisenhower zurück und ist nach ihm benannt.


Alle Aufgaben werden anhand der Einteilung wichtig/unwichtig und dringlich/nicht dringend in die vier Felder (Quadranten) eingeteilt.

Und nun ordnen Sie Ihre Aufgaben, die weder wichtig noch dringend sind unten links) in den Papierkorb ein. Dem gegenüber stehen die Aufgaben oben rechts in der Matrix. Sie sind dringend und von hoher Wichtigkeit (A-Aufgaben). Hier ist handeln angesagt! Wichtige Dinge, die aber nicht dringend sind (B-Aufgaben), können demnach gut geplant werden, müssen aber nicht sofort erledigt werden. Und die Aufgaben, die zwar dringend, aber nicht wichtig genug sind (C-Aufgaben), die können getrost an andere übergeben werden.


Welche Berufe interessieren mich?

Schreiben Sie einmal auf, was Sie am liebsten im Beruf machen würden? Welche Berufe interessieren am allermeisten?

Was ist sofort zu tun – A-Aufgaben?

Wo bekommen Sie welche Informationen? Wo und wie recherchieren Sie am besten? Wer weiß was? ...

Was ist wichtig und hat noch Zeit – B-Aufgaben?

Priorisieren Sie Ihre Aufgaben. Was ist wichtig als was? Planen Sie.

Was lenkt augenblicklich nur ab – C-Aufgaben?

Die meisten Zeitfresser sind unwichtige Aufgaben. Was muss nicht jetzt sein?

Erfolg hat nur, wer sich präsentieren kann

Was wird aus einer guten Idee, der besten Absicht, der größten Motivation, wenn sie nicht optimal präsentiert wird?

Es gibt großartige Erfinder, fantastische Denker, großartige Praktiker, die aber nur deshalb bekannt sind, weil sie sich präsentieren können. Stellen Sie sich vor, Sie haben einen wichtigen Verbesserungsvorschlag in der Teambesprechung Ihrer Abteilung zu präsentieren. Was würde aus dem Vorschlag werden, wenn Sie nicht in der Lage wären, Ihre Idee und Ihre eigene Person im rechten Licht zu präsentieren? Können Sie sich vorstellen, dass weniger wichtige Vorschläge deswegen mehr Beachtung finden, weil diese Ideen mit mehr Selbstbewusstsein und Leidenschaft vorgetragen werden? Stellen Sie sich vor, Sie sind bestens ausgebildet und können Ihre Leistungen und Ihr Engagement mit überdurchschnittlichen Zeugnissen und Beurteilungen belegen, dennoch wird es auf Ihre Fähigkeit ankommen, dies ansprechend zu präsentieren.

Und wenn sich nun die guten und sehr guten Schüler, Studenten und die sehr gut bewährten Mitarbeiter um ihr Auftreten und ihre Rhetorik bemühen, um wie viel mehr sollten sich die Übrigen bemühen, die keine so tollen Schulnoten oder perfekten Leistungen vorzeigen können?

Wenn ungünstige schulische Leistungen vorliegen, dann kann in einem Bewerbungsgespräch nur noch die eigene Persönlichkeit als solche den Ausschlag zum Erfolg geben. Aber was macht die eigene Persönlichkeit aus, und wie wird präsentiert? Um es in anderen Worten zu sagen: Es ist für jeden Menschen wichtig, sich um seine Person und seine Entwicklung immer und immer wieder Gedanken zu machen, sich zu kultivieren, zu präsentieren und die richtigen Entscheidungen zu treffen.

Der Beginn der menschlichen Reife beginnt mit der Fähigkeit, über sich nachzudenken!


Welche Gedanken sollten Sie sich machen und um welche Entscheidungen wird es gehen? Bestimmen Sie mit Hilfe der nachfolgenden Seiten selbst. Erst wenn Sie sich selbst Antworten für Ihre Zukunft erarbeiten, können Sie für Ihre weitere Zukunft Entscheidungen treffen. Wer nichts entscheidet, trifft keine Fehlentscheidungen. Wer nichts macht, macht keine Fehler. So könnte man aus Vorsicht vor dem Leben erst einmal nichts unternehmen und abwarten, was sich wohl entwickelt.

Dies aber, eben nichts zu tun und nichts zu entscheiden, würde die schlimmste Fehlentscheidung und der folgenschwerste Fehler sein, den Sie begehen können.

Was bedeutet persönlicher Erfolg?


Erfolgreich können wir nur sein, wenn wir lernen, Verantwortung für uns selbst zu übernehmen. Erfolg bedeutet, mehr und mehr seine Ideen unabhängig zu verwirklichen! Möchten Sie auch eine starke Persönlichkeit sein, möchten Sie über eine positive Lebenseinstellung verfügen und möchten Sie, dass Sie gewinnend wirken?

Was bedeutet Ihnen Ihr Erfolg?

Woran würden Sie erkennen, dass Sie erfolgreich sind?

Werden Sie aktiv!

Handeln Sie sofort. Was soll passieren, wenn Sie untätig bleiben? Nichts! Nichts von dem, was Sie erreichen wollen. Trägheit und Unentschlossenheit sind die größten Erfolgskiller. Jedes noch so geniale Ziel beginnt mit dem ersten Schritt. Werden Sie aktiv. Geben Sie Ihren Ideen Energie. Auch wenn Sie anfangs noch nicht direkt ernten können, bleiben Sie hartnäckig. „Gut Ding will Weile haben.“ Sie kennen diesen Spruch. Und er trifft die Sache auf den Punkt. Tun Sie es! Die Erfolglosen wollen auch alles erreichen – nur immer später. Bei den Erfolglosen bleibt das, was sie erreichen wollen, nur eine Fiktion, eine Idee im Kopf. Erfolgreiche Menschen beginnen mit allem, was sie erreichen wollen, sofort. Sie werden Ihre Anerkennung ernten.

Geben Sie Ihr Bestes!

Ihr entschiedenes Wollen und Ihr Ehrgeiz lassen keine halben Sachen zu. Bestleistungen sind möglich, wenn Sie Ihr Bestes geben. Machen Sie aus Situationen und Aufgabenstellungen stets das Beste für sich und andere. Machen Sie das, was Sie tun, ein wenig besser als der Durchschnitt. Und Sie werden das Beste leisten und der Beste sein.

Ihre Probleme sind Ihre Chancen

Auch wenn Sie dies unter Umständen gar nicht so gerne hören bzw. lesen möchten:

Ihre Probleme gehören zu Ihnen! … Es sind nicht zufällig Ihre Probleme!

Sicher, niemand möchte Probleme haben. Auch schon deswegen nicht, weil sie unangenehm sind und unser Leben mehr beeinflussen, als uns lieb ist. Und ein Zweites ist auch sicher:

Wir werden immer die gleiche Menge an Problemen haben!


Kaum lösen wir das eine, da kommt schon ein neues auf uns zu. Stellen Sie sich einmal vor, dass unsere Probleme uns gezielt herausfordern würden. Vielleicht haben wir dann unsere individuellen Herausforderungen nur dazu, um an ihnen zu wachsen. Und im Ergebnis wäre Erfolg nur die Fähigkeit, Probleme lösen zu können.

Die Welt, die Gesellschaft braucht Menschen, die keine Angst vor Herausforderungen (Problemen) haben, die Aufgabenstellungen lösen wollen. Probleme lösen können, das ist Erfolg! Probleme lösen können, heißt Reifung! Wenn es keine Probleme gäbe, dann hätten wir keine Chance, erfolgreich zu sein, oder? Erfolge sind gelöste Probleme. Solange wir leben, so lange werden wir Probleme haben. Alle Probleme bleiben gleich. Es ändern sich nur die Strategien und Techniken der Bewältigung. Überall und immer werden Menschen händeringend gesucht, die Probleme lösen können! Werden Sie ein Spezialist für Problemlösungen.

Sie wollen einzigartig sein

Verschaffen Sie sich Klarheit darüber, was Sie einzigartig macht. Was können Sie besser als andere? Was bieten Sie an, was andere nicht zu bieten haben? Was sind Ihre Begabungen und Fähigkeiten? Wo sind Sie besonders talentiert? Oder anders gefragt: Woran könnten Sie ab sofort hart arbeiten, um Ihre Einzigartigkeit auszubauen?

Leuchten Sie nachts im Dunkeln?

Was macht Sie aus? Diese Frage aus dem kleinen letzten Unterkapitel wirkt sehr simpel und ist aber bei näherer Betrachtung die Frage, um die es im Leben des Menschen als Individuum zentral geht.

Aus diesem Grund möchte ich dieser beinahe unscheinbaren Frage noch einmal nachgehen. Was macht mich besonders? Welche innerseelischen Eigenschaften oder Eigenarten machen mich einmalig?

Vor einigen Jahren erhielt ich während eines zweitägigen Seminars in einem mittelständischen Unternehmen die schönste Antwort auf diese Frage: „Was macht Sie aus?“

In diesem Seminar ging es unter anderem um Kommunikation und Kundenorientierung. In mehreren Arbeitsgruppen wurden verschiedene Grundsatzfragen zu Produkten, dem Unternehmen und den Mitarbeitern erarbeitet.

Und so war eine Gruppe mit der Frage beschäftigt, welche Besonderheiten dem Kunden in der Zusammenarbeit mit den Mitarbeitern geboten werden kann.

Interessant ist, dass im Marketing der Begriff des Alleinstellungsmerkmals nur für Produkte, wenig für Unternehmen und überhaupt nicht für Menschen herangezogen wird. So ist beispielsweise ein Patent ein klassisches Alleinstellungsmerkmal für ein Produkt. Stellen Sie sich vor, es gäbe eine Kaffeetasse mit drei Henkeln. Und würde dieses Produkt nur von einem Hersteller produziert, dann wäre diese Produkt Tasse ein Alleinstellungsmerkmal für diesen Hersteller. Würde dieses Unternehmen diese Tasse auch noch in einem bisher nie dagewesenen Verfahren herstellen, so wäre dieses Verfahren ebenfalls ein Alleinstellungsmerkmal für das Unternehmen. Oder die Art und Weise der Mitarbeiterführung oder Mitbestimmung könnte in diesem Unternehmen einmalig und damit ein Alleinstellungsmerkmal sein.


In diesem oben erwähnten Seminar ging es nun konkret um die Entwicklung unserer persönlichen Alleinstellungsmerkmale. Vielleicht wirkt diese Wortschöpfung auf Sie zu technokratisch? Ziel dieser Entwicklung der persönlichen Alleinstellungsmerkmale war die mindestens gleichwertige Gegenüberstellung der Ergebnisse mit denen aus produkt- und firmenbezogenen Alleinstellungsmerkmalen. Denn in jedem Unternehmen wird an der Positionierung des Unternehmens und der Produkte am Markt fortwährend gearbeitet. Oft wird dabei der einzelne Mitarbeiter in seinem Verhältnis zum Kunden schlichtweg übersehen.

Nachdem die ersten beiden Gruppen ihre Ergebnisse vorgetragen hatten, kam die dritte Gruppe an die Reihe. Ein Kollege aus diesem Team nahm einige Kärtchen und stellte einzeln die gefundenen Attribute vor: Da wurden Nennungen wie Fleiß, Sorgfalt, Ausdauer und Ehrlichkeit vorgestellt. Und wenn ich ehrlich sein darf, ich hörte nichts Unerwartetes, alles Bisherige entsprach dem Üblichen.

Aber dann: Mitten in seiner Präsentation stockte dieser Kollege und hielt inne. Er legte seine Kärtchen beiseite und stand noch einen Augenblick lang wortlos da. Dann sagte dieser Mann: „Ich bin ein Leuchtturm!” Erst noch recht zögerlich, dann wiederholte er den Satz deutlich lauter: „Ich weiß es, ich bin ein Leuchtturm!“

Einige der anderen Teilnehmer reagierten irgendwie amüsiert. Er sprach weiter: „Ich stehe fest in der Brandung. Und wenn man vor lauter Gischt die eigenen Hände nicht mehr vor Augen sehen kann, dann gebe ich den Menschen, die mir nahe sind, Orientierung. Bei Wind und Wetter stehe ich gerade und weiche keinen Millimeter. Meiner Familie, meinen Freunden und meinen Kunden bin ich fester Halt!“

Stellen Sie sich bitte einmal vor, wen Sie plötzlich vor sich sähen, wenn Sie einen Menschen treffen würden, der von sich sagt, dass er ein Leuchtturm sei?

Und wenn ich damals einen Hut im Seminar dabei gehabt hätte, ich hätte ihn sofort vor diesem Mann gezogen. Schöner, dichter, vielleicht sogar poetischer hätte die Antwort nicht sein können.

Das sind Momente, in denen keiner mehr lacht, niemand mehr grinst. Mir lief damals die Gänsehaut rauf und runter. Und das tut es auch heute noch, wenn ich in Seminaren über dieses wunderbare Erlebnis berichten darf.

Na, wollen Sie wirklich einzigartig sein? – Was wäre, wenn Sie auch eines Tages zu dieser Fraktion der Leuchttürme gehören würden? Was in Ihnen hätte sich wie verändern müssen, damit Ihr Kopf Leuchtkraft gewinnt?


Was macht Sie einzigartig?

Was können Sie besser als andere? „Ich kann ...“

Was sind Ihre Begabungen und Fähigkeiten?

Was machen Sie um Ihre Einzigartigkeit auszubauen?

Warum sollten Sie ein Leuchtturm sein – oder warum nicht?

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Yaş sınırı:
0+
Litres'teki yayın tarihi:
07 ekim 2025
Hacim:
182 s. 38 illüstrasyon
ISBN:
9783844261615
Yayıncı:
Telif hakkı:
Bookwire
İndirme biçimi:

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