Kitabı oku: «Atlan – Das absolute Abenteuer 1: Raumschiff SOL in Not – Leseprobe», sayfa 2

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1.

Atlan erlebte das Erwachen wie das Auftauchen aus tiefem Wasser.

Sein Körper war bewegungslos. Sein Atem ging flach. Er hielt die Augen geschlossen, lag einfach da und lauschte.

Es war still, unglaublich still.

Der Arkonide zitterte innerlich. Mit dieser unheimlichen, ja bedrückenden Lautlosigkeit hatte er nicht gerechnet. Dann spürte er, dass ihn irgendetwas eng umschloss. Er tastete mit den Händen an seinem Körper entlang.

Ich stecke in einem Anzug, vermutlich in einem Raumanzug!, war sein erster klarer Gedanke.

War das der Grund für die Stille?

Nein, jeder vernünftig konstruierte Anzug dieser Art besaß ein System, über das Geräusche von außen nach innen übertragen wurden. Er hob beide Arme, griff nach seinem Kopf und spürte die Rundung des Helms. Genau so, wie er es erwartet hatte.

Atlan öffnete die Augen.

Da war ein Licht, ein weißer Kegel aus Licht, der scheinbar von seiner Stirn ausging und die Umgebung erhellte.

Der Helmscheinwerfer!, durchzuckte ihn die Erkenntnis.

Das Licht fiel auf eine Art Decke, mit seltsamen Ornamenten verziert, niedrig und von gelber Farbe.

Sein Atem stockte. Er hatte Mühe, gegen die aufkommende Panik anzukämpfen.

Irgendetwas ist schiefgegangen!, begriff der Arkonide. Irgendetwas ist ganz furchtbar schiefgegangen. Das ist nicht die SOL.

2.

Chart Deccon, High Sideryt und Bruder ohne Wertigkeit, blickte auf den Bildschirm der Außenbeobachtung. Er sah ein paar Buhrlos wie plumpe rote Motten um das Schiff herum tanzen. Sie sammelten E-kick für Deccon sowie die Magniden und versuchten gleichzeitig, etwas mehr über den Zugstrahl von Mausefalle herauszufinden.

Der Begriff Zugstrahl war im Grunde genommen eine zu simple Bezeichnung, denn er wurde in keiner Weise den Kräften gerecht, denen die SOL seit nunmehr zweieinhalb Wochen ausgesetzt war. In einer Ecke des Bildschirms sah Deccon einen Zipfel von Mausefalle-Sonne. Er erinnerte ihn an ein glühendes Auge, das spöttisch über den Rand des Monitors schielte, um seine Gefangenen zu beobachten.

Und Gefangene waren alle rund 100.000 Besatzungsmitglieder an Bord: SOLAG-Angehörige, Buhrlos, Terra-Idealisten, Monster, Extras, SOL-Farmer und … Deccon hielt in seiner gedanklichen Aufzählung unwillkürlich inne, denn er sah, dass zwei der Buhrlos sich gegenseitig Zeichen gaben. Der High Sideryt hatte die wichtigsten Signale der Weltraummenschen studiert und sich eingeprägt, doch das gestenreiche stumme Gespräch lief so schnell ab, dass er ihm höchstens bruchstückhaft folgen konnte. Er sah, dass einer der Buhrlos kurz die Hände über dem Kopf verschränkte.

Das hieß: Ich habe etwas Bedeutsames gefunden!

Deccon verließ seinen Platz an den Kontrollen und begab sich zu einem Interkomanschluss. Wenn sich der fast zwei Meter große Hüne mit dem von Muskeln und Fleischwülsten bedeckten Körper durch seine Zentrale – er nannte den Raum auch seine Klause – bewegte, wirkte er trotz seiner Trägheit auf eine schwer beschreibbare Weise gebieterisch und entschlossen. Sein Gesicht war massig, rot und aufgedunsen; die Röte zog sich bis zum kahlen Schädel hinauf. Deccons Nase war aufgequollen, fast wie eine Art Geschwür; seine Lippen wulstig wie zwei fette, eng nebeneinanderher kriechende Würmer. In diesem Gesicht waren die Augen kaum zu sehen; wenn Deccon die Brauen hob, erinnerten sie an zwei graue, in feuchten Beton gedrückte Steine.

Der High Sideryt schaltete den Interkom ein. Als uneingeschränkter Herrscher der SOLAG konnte er fast jeden Punkt innerhalb des Schiffes erreichen. Dennoch gab es ein paar Ausnahmen, was ihn ungemein störte, im Augenblick jedoch nicht zu ändern war.

Ein Bildschirm erhellte sich, die eigentliche Zentrale der SOL wurde sichtbar.

»Wer hat Dienst an den Kontrollen?« Deccons Stimme klang tief und dunkel. Sie verstärkte den düsteren Gesamteindruck des Mannes.

»Brooklyn«, antwortete jemand, sich außerhalb des Sichtbereiches der Aufnahme befindend.

Der High Sideryt bewegte sich zur Seite. Seine Jacke, die ebenso wie die Hose aus blau schimmernden Metallschuppen zusammengesetzt war, klirrte leise. Obwohl sich die Kleidung eng an den Körper schmiegte und seine Konturen deutlich erkennen ließ, wirkte sie wie eine Rüstung. Um den Hals trug Deccon ein goldenes Kettchen, an dem ein kleiner Kasten befestigt war. Niemand wusste, was sich in diesem Behältnis befand.

Brooklyn tauchte auf dem Interkomschirm auf. Deccon erinnerte sich daran, dass niemand ihren richtigen Namen kannte. Es ärgerte ihn ein bisschen, denn er sah darin einen gewissen Autoritätsverlust, was ihn selbst anging. Brooklyn gehörte jedoch zur Gruppe der Fortschrittlichen unter den Magniden, und da Deccon insgeheim mit dieser kleinen Partei sympathisierte, vermied er es, ihre Angehörigen zu sehr unter Druck zu setzen.

»Hallo, Chart«, sagte Brooklyn freundlich.

»Wie viele sind draußen?«, wollte Deccon wissen.

Sie dachte nach, als sei sie von der Direktheit seiner Frage irritiert.

Türler ve etiketler

Yaş sınırı:
18+
Litres'teki yayın tarihi:
26 aralık 2025
Hacim:
17 s. 1 illüstrasyon
ISBN:
9783845399560
Telif hakkı:
Bookwire
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