Kitabı oku: «Die 77 erfolgreichsten Wunschregeln»
PIERRE FRANCKH
DIE
77
erfolgreichsten
WUNSCH
REGELN

Wichtiger Hinweis
Die im Buch veröffentlichten Ratschläge wurden von Verfasser und Verlag sorgfältig erarbeitet und geprüft. Eine Garantie kann dennoch nicht übernommen werden. Ebenso ist die Haftung des Verfassers bzw. des Verlages und seiner Beauftragten für Personen-, Sach- und Vermögensschäden ausgeschlossen.
Pierre Franckh gibt Seminare und Intensivkurse.
Termine findest du unter:
www.Pierre-Franckh.de
© KOHA-Verlag GmbH Burgrain
Alle Rechte vorbehalten
1. Auflage 2011
Lektorat: Maria Müller
Innenlayout: Johannes Wiebel | punchdesign
Fotos: Pierre Franckh, Michaela Merten, Julia Franckh
Gesamtherstellung: Karin Schnellbach
978-3-86728-710-4
eBook-Herstellung und Auslieferung:
Brockhaus Commission, Kornwestheim
www.brocom.de
Inhaltsverzeichnis
| Vorwort | |
| 1 | Beschäftige dich konsequent mit deinen neuen Zielen |
| 2 | Erst durch die Entscheidung bekommt unser Wunsch einen Willen |
| 3 | Öffne dich für die vielfältigen Möglichkeiten der Schöpfung |
| 4 | Fang einfach an – am besten mit kleinen Dingen |
| 5 | Unmöglich ist nur das, was wir für unmöglich halten |
| 6 | Mach dir deine alten, negativen Glaubensmuster bewusst |
| 7 | Transformiere deine alten, negativen Glaubensmuster |
| 8 | Streich die Wörter »nicht« und »kein« aus deiner Wunschformulierung |
| 9 | Formuliere deine Wünsche in der Gegenwartsform |
| 10 | Lass dir Zeit und bleib dran |
| 11 | Wir haben die Fähigkeit, alte Überzeugungen zu transformieren |
| 12 | Nutze die Kraft der Affirmationen |
| 13 | So werden Affirmationen benutzt |
| 14 | Nutze Affirmationen, um automatische Gedanken zu verhindern |
| 15 | Tue so, »als ob« der Wunsch bereits eingetroffen wäre |
| 16 | Gehe in die Vorfreude |
| 17 | Umgib dich mit Menschen, die dich motivieren |
| 18 | Werde zu deinem eigenen Fürsprecher |
| 19 | Setze dir kleine Ziele, die du Schritt für Schritt erweitern kannst |
| 20 | Formuliere deine Wünsche klar, knapp und präzise |
| 21 | Betrachte das, was du hast |
| 22 | Verbinde dich mit der Fülle in deinem Leben |
| 23 | Alles geschieht zu deinem Besten |
| 24 | Verbinde dich mit dem Gefühl der Dankbarkeit |
| 25 | Sei voller Vertrauen – gib Zweifeln keinen Raum |
| 26 | Sei offen für Zufälle |
| 27 | Höre auf deine Intuition |
| 28 | Das Wunder des Lächelns |
| 29 | Nutze die Kraft des Visualisierens |
| 30 | Nutze die beste Zeit zum Wünschen |
| 31 | Alles in unserem Leben ist »nur« Energie |
| 32 | Höre immer auch auf dein Bauchgefühl |
| 33 | Den perfekten Partner finden |
| 34 | Denke beim Partnerwunsch weniger an den Partner, sondern mehr an dich |
| 35 | Suche in anderen das Schöne |
| 36 | Notiere den Wunsch |
| 37 | Präzisiere deine Formulierungen durch Aufschreiben |
| 38 | Schaffe klassische Konditionierungen |
| 39 | Übe dich in Verschwiegenheit |
| 40 | Erhöhe deine Eigenschwingung |
| 41 | Finde heraus, wie du am besten deine Ziele materialisierst: loslassen – oder dich immer wieder damit beschäftigen |
| 42 | Finde den passenden Wunsch für dich |
| 43 | Behalte die Kontrolle über deine Ziele |
| 44 | Nutze die Wechselwirkung zwischen Gedanken und Körper |
| 45 | Sprich nur Gutes über deinen Körper |
| 46 | Beschäftige dich mit dem wundervollen Zustand von Gesundheit |
| 47 | Nutze die Heilkraft der Klänge |
| 48 | Komme in Kontakt mit dir selbst |
| 49 | Verändere deine Sichtweise der Vergangenheit |
| 50 | Jede Information hinterlässt einen Eindruck in unserer gesamten Zellstruktur |
| 51 | Befasse dich mit Biografien erfolgreicher Menschen |
| 52 | Gehe dorthin, wo sich für andere deine Wünsche bereits realisiert haben |
| 53 | Transformiere deine Selbstwahrnehmung |
| 54 | Rede mit dir wie mit einer Person, die du liebst |
| 55 | Wünsche dir Schönheit – lass nur positive Gedanken über dich zu |
| 56 | Ich bin sexy |
| 57 | Verstärke den Wunsch durch ein Ritual |
| 58 | Arbeit ist Ausdruck deiner Lebensfreude |
| 59 | Liebe das, was du tust |
| 60 | Vierzehn Schritte zum Erfolg |
| 61 | Die Resonanz entscheidet, was deine Wünsche bewirken |
| 62 | Wünsche nicht allzu konkret |
| 63 | Schütze dich vor Fremdenergie |
| 64 | Verbinde dich mit deinen Zielen |
| 65 | Klopfe an und so wird dir aufgetan |
| 66 | Lass Altes auf sich beruhen – und vergib |
| 67 | Lösche deine nicht mehr gewollten Wünsche |
| 68 | Wünsche gemeinsam mit deinem Partner |
| 69 | Die wichtigsten Punkte, um Reichtum in deinem Leben zu verwirklichen |
| 70 | Erkenne den Zusammenhang zwischen innerem und äußerem Reichtum |
| 71 | Wünsche dir lieber gleich, was du mit dem Geld machen würdest |
| 72 | Der Wunsch nach Reichtum ist vollkommen in Ordnung |
| 73 | Nutze die Kraft der Wunschcollage |
| 74 | Jedes Kind hat seine individuellen Wünsche und Sehnsüchte |
| 75 | Nutze die Kraft der Imagination |
| 76 | Mach dir deine unbewussten Überzeugungen bewusst |
| 77 | Betrachte dich als Teil der Welt |
Vorwort
Durch unsere Überzeugungen erschaffen wir unsere Realität.
Seit vielen Jahren berichte ich nun in meinen Vorträgen und Seminaren, wie man durch Gedankenkraft auf sehr leichte und äußerst effektive Weise sein Leben wieder selbst in die Hand nehmen kann. Seit ebenso vielen Jahren erreichen ganz viele Menschen auf diese Weise ihre Ziele.
Deswegen ist alles, was du in diesem Buch lesen wirst, keine reine Theorie, sondern etwas, das bei vielen Menschen bereits bestens funktioniert hat. Genau genommen entstand dieses Buch auch auf Drängen dieser Menschen, die mich baten, dieses Wissen nicht nur auf meinen Seminaren, sondern die wichtigsten Regeln gesammelt in einem Buch mitzuteilen.
Auch du kannst dein Leben erfolgreich gestalten, spielerisch und leicht.
Das glaubst du nicht? Vielleicht bist du im Moment davon überzeugt, dass das Erreichen von Zielen allein durch Gedankenkraft unmöglich ist. Dann ist das deine Überzeugung. Daran ist nichts falsch oder richtig, nichts gut oder schlecht. Es ist einfach deine Überzeugung. Diese feste Überzeugung hat allerdings Konsequenzen, denn genau danach wird sich dein Leben ausrichten und entwickeln. Denn alles, alles geschieht nach deiner Überzeugung.
Wir alle haben feste Vorstellungen davon, wie gewisse Dinge ablaufen sollen. Wir sind sogar überzeugt davon, dass sie nur auf diese Weise ablaufen können, ja, sogar müssen. Und weil wir so felsenfeste Vorstellungen haben, schaffen wir es meist nicht, von eingefahrenen Gleisen abzuweichen.
Feste Vorstellungen sind nichts anderes als Überzeugungen. Überzeugungen wiederum sind die wahren Schöpfer unseres Lebens.
Ganz gleich, welche Überzeugung du also jetzt im Moment hast, dieses Buch wird »neue«, andere Erfahrungen in dir reifen lassen, auch wenn sie in Wahrheit gar nicht so neu sind. Denn alles, was ich hier schreibe, kennst du bereits. Du hast es nur vergessen, so wie ich es auch vergessen hatte.
Vielleicht hast du in der Vergangenheit auch nur die falschen Annahmen oder die Aussagen anderer Leute für richtig gehalten. Was aber, wenn deine Überzeugungen auf falschen Tatsachen und Informationen basieren? Die Frage ist also einzig und allein: Was sind deine Überzeugungen? Und wie kannst du sie beeinflussen?
Deswegen werden wir in diesem Buch vermutlich vieles anders machen, als du vielleicht erwartest, und dabei wirst du wahrscheinlich viele irreführende Überzeugungen loslassen.
Mit den 77 Regeln in diesem Buch haben wir Folgendes vor. Wir werden …
… den Verstand ein bisschen auf unsere Seite bringen, damit er nicht länger gegen uns arbeitet;
… alte, deine Persönlichkeit verhindernde Programme und Überzeugungen aufspüren und transformieren und neue nützliche Programme und Überzeugungen aufbauen.
Und ja – all dies geht spielerisch und leicht! Du brauchst dieses Buch auch nicht chronologisch durchzuarbeiten. Nimm dir einfach immer wieder verschiedene Kapitel vor. Stöbere ein bisschen, und was dir gefällt, wendest du an. Gehe nach dem Lustprinzip. Was dir heute Spaß macht, zeigt dir, wofür du heute offen bist. Morgen nimmst du dir ein anderes Kapitel vor.
Und dabei wünsche ich dir viel Spaß.
Diese 77 Regeln habe ich für dich aufgeschrieben, damit sich all deine Wünsche, deine Sehnsüchte und Hoffnungen auch in deinem Leben realisieren können.
Alles Liebe
Dein Pierre

1
Beschäftige dich konsequent mit deinen neuen Zielen
Wie wir bereits wissen, können wir durch neue Denkweisen und neue Handlungen neue Nervenzellen des Gehirns aktivieren. Wir können unser Gehirn sozusagen zum Erfolg trainieren.
Aktuelle Erkenntnisse aus der Hirnforschung besagen, dass unser Gehirn veränderbar ist. Es lässt sich formen, je nachdem welcher Tätigkeit wir nachgehen. Es verändert sich nicht nur theoretisch, sondern physisch. Es verändert sich je nachdem, welchen neuen Gedanken wir nachgehen oder welche neuen Erfahrungen wir machen. Man ließ Probanden eine gewisse Zeit lang unbekannte Tätigkeiten ausführen und konnte feststellen, dass der Bereich des Gehirns, der dafür benutzt wurde, an Größe zunahm, vergleichbar mit einem Muskel, den man trainiert, während sich andere Bereiche des Gehirns, die man brachliegen ließ, verkleinerten. Das Gehirn schrumpfte an dieser Stelle tatsächlich in seiner Größe. Gleichzeitig schlossen sich neue Synapsen, der Fluss an Energie nahm dort zu und es begannen sich neue, andere automatische Gedankenketten zu aktivieren.
Das Gehirn besitzt also die Fähigkeit, seine Vernetzungen zu verändern und neue Verknüpfungen von Neuronen auszubilden, wenn wir für eine gewisse Zeit Neues tun oder denken. Die dafür zuständigen Neuronen verändern ihre Funktionen, damit die neuen, dafür nötigen elektrischen Signale – und damit auch die Informationen – wesentlich schneller und leichter weitertransportiert werden können.
Die Wissenschaft hat für diese überraschende Fähigkeit des Gehirns, sich vollständig verändern zu können, bereits einen Namen gefunden: Plastizität.
Das wirklich Faszinierende daran ist nun für uns, dass wir jederzeit eine neue Wirklichkeit für unser Leben erschaffen können. Unser Gehirn reagiert auf unsere Gedanken und bildet je nachdem seine Neuronen aus. Unser Gehirn vernetzt sich völlig neu.
Trainieren wir also für eine gewisse Zeit durch neue Denkweisen unsere bisher brachliegenden Abschnitte des Gehirns, können unsere Erfahrungen in Zukunft völlig anders verlaufen.
Allerdings benötigt unser Gehirn etwas Zeit, um sich umzuwandeln. Werden Nervenzellen gezielt angeregt, bauen sie auch gezielt Verbindungen zu ihren Nachbarzellen auf, und zwar innerhalb von Minuten. Sie bauen schon mal eine »kleine Straße«. Bis diese Straße »befahrbar« ist, also die Informationen tatsächlich ausgetauscht werden können, vergeht allerdings ein Tag. Neurobiologen des Max-Planck-Instituts haben erforscht, dass unsere Nervenzellen bis zu 24 Stunden brauchen, um über die neu gebauten Kontaktstellen Informationen auszutauschen.
Alles neu Erlernte braucht eben seine Zeit. Innerhalb der ersten 8 Stunden wachsen erst einmal kleine Verästelungen. In den darauf folgenden Stunden und Tagen entscheidet sich, ob diese weitergebaut werden und Bestand haben sollen oder nicht.
Wollen wir die neuen Informationen aber behalten, brauchen wir eine gezielte Wiederholung derselben. Das ist ein Lernprozess, der sich nur durch häufiges Wiederholen im Gehirn manifestiert.
Nun verstehen wir auch, warum es so wichtig ist, seine bisherigen Angewohnheiten zu überprüfen und eine gewisse Zeit lang ganz bestimmte, neue Handlungen zu wiederholen.
Übung macht eben den Meister.
Affirmationen
Ich kann jeden Tag mein Leben ändern.
Ich entscheide mich, das Neue in mein Leben einzulassen und beständig darauf fokussiert zu bleiben.
Aufgabe
Entscheide dich, neue Gewohnheiten in deinem Alltag zu etablieren. Welche könnten das sein? Suche dir heute eine aus.
2
Erst durch die Entscheidung bekommt unser Wunsch einen Willen
Warum ist der Wille so wesentlich? Der Wille hilft uns, Dinge in die Tat umzusetzen, und bringt unsere Ziele in den Bereich der Wirklichkeit. Wir alle kennen das Zitat: »Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg.« Im Willen stecken Kraft und Energie. Vor allem aber auch etwas Zielgerichtetes. Durch diese Zielrichtung wird unser Bewusstsein auf bestimmte Aktivitäten gelenkt. Wir werden aktiv. Die Entscheidung wandelt somit unsere Wünsche in Ziele. Erst wenn wir uns entschieden haben, sind wir wirklich fokussiert. Solange wir uns nicht entschieden haben, bleibt unsere Energie diffus.
Wenn wir uns jedoch klare Ziele setzen, produziert das Gehirn Dopamin. Der Botenstoff Dopamin ist als Glückshormon bekannt und hat einen sehr starken Einfluss auf unsere Psyche, und zwar im Positiven wie im Negativen. Dopamin steigert unser Wohlbefinden. Es motiviert und belohnt uns mit Glücksgefühlen und steuert auf diese Weise unser Verlangen.
Ziele beschenken uns daher auch mit einer gehörigen Portion an Motivation. Wir stimmen uns bereits durch die Vorfreude positiv auf sie ein. Es entstehen Leidenschaft, Spaß und die Bereitschaft, sich für die selbst gesteckten Ziele einzusetzen. Mit klaren Zielen vor unseren Augen werden Hindernisse zu überwindbaren Hürden.
Bevor wir beginnen, gilt es demnach, eine Entscheidung zu treffen und klare Ziele zu setzen. Denn wenn wir ankommen wollen, benötigen wir Richtungspunkte. Ansonsten wollen wir nur weg und nicht so sein wie jetzt. Und weil wir einfach nur wegwollen, laufen wir los, ohne zu wissen wohin.
Wer sein Ziel nicht kennt, kann auch nicht dort ankommen.
Wollen wir zum Beispiel abnehmen, darf unser Ziel nicht sein, weniger zu essen oder ein straffes Trainingsprogramm zu absolvieren, das wir mit Sicherheit nicht über einen längeren Zeitraum aufrechterhalten können. Um abzunehmen, gilt es, eine mentale Kraft und Stärke aufzubauen, die eine Langzeitwirkung hat.
Forschungen zum Leistungsverhalten von Athleten zeigen ziemlich deutlich, was den Unterschied zwischen leistungsschwachen und leistungsstarken Menschen ausmacht: klare, fokussierte Ziele.
Sicher hast du das Bild vor Augen: Die Spieler einer Sportmannschaft stehen im Kreis und motivieren sich gegenseitig. Sie schwören sich ein. »Das packen wir!«
Nichts anderes bewirkt deine Entscheidung. Sie lässt dich wissen: »Das packst du.« Aber jeder Athlet weiß, was er packen will. Und bevor er sein Ziel angeht, trifft er eine klare Entscheidung.
Affirmationen
Mein Wille ist klar. Ich gehe dahin, wo sich die Türen für mich öffnen.
Wo mein Wille ist, eröffnet sich auch ein Weg.
Aufgabe
Schreibe in dein Buch eine Vereinbarung mit dir selbst hinein, z.B.: »Heute vereinbare ich mit mir selbst, dass …«
Beschreibe deine Ziele so klar und genau wie möglich.
Dieser Augenblick der Entscheidung ist ein Wendepunkt in deinem Leben. Vielleicht führst du ein kleines Ritual für dich durch.
3
öffne dich für die vielfältigen Möglichkeiten der Schöpfung
»Ich glaube nur, was ich sehe.« Diese und ähnliche Sätze bekommen wir von den eingefleischten Realisten zu hören. Dabei könnte nichts weiter entfernt von der Wahrheit sein. Die Realität ist facettenreicher als unsere Wahrnehmung. Wissenschaftliche Tatsache ist, dass wir nur den kleinsten Teil des vorhandenen Lichtspektrums, nämlich 8 Prozent, mit unseren Sinnesorganen wahrnehmen können. Allein aus biologischer Sicht erkennen wir also die Wirklichkeit in ihrer vollen Gänze gar nicht. Obwohl wir wissen, dass sich 92 Prozent der Wirklichkeit unserer Wahrnehmung verschließen und es sie wohlweislich gibt, tun wir so, als wären sie nicht vorhanden. Aber es gibt sie.
Halten wir einmal fest: Unsere Wahr-nehmung ist gar nicht so wahr. Und: Wir vertrauen unserer persönlichen, limitierten Wahrnehmung mehr als der tatsächlichen Wirklichkeit. Was wir nicht wahrnehmen, existiert für uns nicht.
Wie verhält es sich mit den Dingen, die wir zumindest dank unserer Sinne erkennen könnten? Auch wenn es nur 8 Prozent der gesamten Wirklichkeit sind, so sind dies trotzdem noch Millionen von verschiedenen Einflüssen pro Tag, die auf uns einströmen. Aus diesem Grund kann der Verstand nicht alles bearbeiten, das würde schlicht seine Kapazität sprengen. Deswegen schaltet er bei vielem einfach ab, hauptsächlich bei bereits Bekanntem und Vertrautem. Warum sollte er bei jedem herannahenden Auto auf Alarm schalten? Das meiste, was wir kennen, wird also ganz selbstverständlich und unbewusst ausgeblendet, damit wir genügend Zeit für die Dinge finden, die uns wichtig sind. Was uns nicht wichtig ist, nehmen wir ebenfalls nicht wahr. Das bedeutet, unbewusst nehmen wir pro Sekunde ca. 11.000 Eindrücke auf und speichern sie in unserem Gehirn, ohne dass wir etwas davon wissen. Bewusst nehmen wir pro Sekunde nur 9 bis 10 Eindrücke wahr. Das bedeutet, dass wir von den verbleibenden 8 Prozent aller Dinge abermals nur ein Tausendstel bewusst wahrnehmen und dies für die allumfassende Wahrheit halten. Die Realität, die wir erleben, ist verschwindend klein im Vergleich zu der Realität, die uns insgesamt gibt.
Wir können die Welt nicht in ihrer ganzen Fülle wahrnehmen. Wir entscheiden uns jeden Tag tausendfach – bewusst, aber auch unbewusst –, worauf wir unsere Wahrnehmung lenken. Alles andere existiert für uns nicht. Haben wir gewisse Dinge lange genug aus unserem Leben ausgeblendet, glauben wir nicht einmal, dass sie für andere existieren können. Was aber tun, wenn wir eine andere, neue Realität in unser Leben einladen wollen?
Das Erste ist, sich bewusst zu machen, dass es tatsächlich mehr gibt, als wir bisher wahrgenommen haben.
Das Zweite ist, unsere Aufmerksamkeit auf die gewünschten Bereiche zu lenken. Worauf wir unseren Fokus legen, das kommt in den Bereich unserer Wahrnehmung.
Wenn wir unsere Aufmerksamkeit also auf neue, andere Dinge lenken, verändert sich bald auch unsere Wahrnehmung für diese neuen anderen Dinge. Sie werden dann zu unserer neuen Wahrheit.
Affirmationen
Ich öffne mich für die Möglichkeit einer neuen Wirklichkeit.
Ich vertraue darauf, dass es eine umfassendere Intelligenz gibt als die meine.
Aufgabe
Hast du dir schon einmal überlegt, wie es wäre, wenn du deine Wahrnehmung erweitern würdest? Übe dich darin, über deinen Tellerrand zu gucken und andere Erfahrungen zu machen.
4
Fang einfach an – am besten mit kleinen Dingen
Wie kommt man am schnellsten zu den ersten Erfolgen? Mit kleinen Wünschen. Warum? Gehen denn die großen Wünsche nicht? Doch natürlich, aber bei den kleinen Wünschen kann man leichter spielerisch und unvoreingenommen an das zielorientierte Denken – in unserem Fall »Erfolgreich wünschen« genannt – herangehen. Dinge, die einem weniger bedeuten, sind weniger mit Angst und Zweifeln besetzt. Bei Unwichtigem vertraut man eher darauf, dass der Wunsch erfüllt wird. Vertrauen ist unverzichtbar, um erfolgreich zu wünschen.
Vertrauen schafft Glauben.
Beides zusammen – Vertrauen und Glauben – hilft uns, die richtige Überzeugung zu entwickeln. Erinnere dich: Unsere Überzeugungen erschaffen unsere Welt.
Das mit dem Vertrauen ist am Anfang nicht so leicht, denn es gibt eine innere Instanz, die unsere Pläne ständig boykottieren möchte: unser Verstand. Der Verstand kann nur auf seine bisherigen Erfahrungen bauen und wird uns deshalb zu überzeugen versuchen, dass dies alles nicht funktionieren kann. Er weiß es – noch – nicht besser. Aber jede neue positive Erfahrung und jedes Erfolgserlebnis werden dazu beitragen, ihn bald davon zu überzeugen, dass wir die Fähigkeit haben, unsere Vision zu verwirklichen. Schließlich ist er enorm lernfähig.
Nichts ist so erfolgreich wie der Erfolg selbst, denn er zieht weiteren Erfolg nach sich.
Der Verstand kann jedoch nur das als wahr annehmen, was er greifbar erfahren hat und was er versteht. Deshalb ist er für Wunder nicht zuständig. Er versucht sogar regelrecht, alle möglichen Chancen, Zufälle und Veränderungen zu verhindern. Was nicht in sein Weltbild passt, darf nicht sein.
Es ist immer nur unsere Vorstellung, die etwas zulässt oder verhindert. Weil aber gerade unsere bisherige Vorstellung so gestrickt ist, dass wir nicht wirklich an die Erfüllung unserer Wünsche glauben, arbeiten wir unbewusst sehr stark gegen die Erfüllung von scheinbar großen Dingen.
Kleinere »Wunder« dagegen könnten unter zufälligen Umständen ja doch mal geschehen, ganz nach dem Motto: »Ein blindes Huhn findet auch mal ein Korn.« Das Wesentliche an diesen ersten kleinen erfolgreichen Wünschen ist, dass man den Mut für ein weiteres kleines Wunder findet. Unser Verstand begreift, dass es da anscheinend noch etwas gibt, was er nicht erklären kann. Er passt sich an und baut sich ein neues Konzept. Und plötzlich beginnt er, die neue Welt zu akzeptieren. »Wenn dies wahr ist«, sagt sich der Verstand, »dann könnte man sich doch auch an die größeren Wünsche wagen.«
Durch erste kleine Erfolge können wir den Verstand von der Möglichkeit des zielorientierten Denkens überzeugen.
Und genau dort wollen wir hin. Wir wollen, dass uns das Wünschen bei großen wie bei kleinen Dingen leicht von der Hand geht und wir das gewünschte Ergebnis erhalten. Deswegen trainieren wir erst einmal mit kleinen Wünschen unseren Verstand und sammeln hier unsere Erfahrungen.
Affirmationen
Ich bin verbunden mit meinem Ziel, das ich spielerisch erreiche.
Ich vertraue auf meine mentale Kraft.
Aufgabe
Welche »kleinen« Dinge kannst du als spielerisches Ritual in deinen Wunsch-Alltag einbauen? Den »berühmten« Parkplatz-Wunsch? Oder den ersten Platz in der Warteschlange? Ein Tisch am Fenster deines Lieblingsrestaurants?
Mach es dir zur Gewohnheit, dir jeden Tag einen kleinen Wunsch zu erfüllen, und fange so an, zum Schöpfer deines eigenen Lebens zu werden.
5
Unmöglich ist nur das, was wir für unmöglich halten
Die moderne Hirnforschung bestätigt nun ebenfalls, dass wir mit unsrer Gedankenkraft, unseren Gefühlen und unseren Überzeugungen die Möglichkeit haben, alle Veränderungen in unserem Leben vorzunehmen, die wir uns so sehr wünschen. Durch unsere Gedanken haben wir Einfluss auf unseren Körper, ja sogar auf unsere DNA; wir können unsere Selbstheilungskräfte anregen oder einen schlanken, wundervollen Körper bekommen.
Durch die neuesten Forschungsergebnisse der modernen Hirnforschung wissen wir nun, dass es eine sehr intensive Wechselwirkung zwischen unseren Gedanken, unserem Gehirn und unserem Körper gibt und dass Gedanken unseren Körper verändern können.
Auf welche Weise die betreffenden biochemischen Prozesse ablaufen und sich letztendlich auf den Körper auswirken, können wir zum Beispiel an dem Zustand von Angst betrachten. Wenn man sich für längere Zeit in einem Angstzustand befindet, verändert sich die gesamte Physiologie. Es kann zu chronischen Erkrankungen, Verspannungen und vielen anderen körperlichen Symptomen kommen.
Die moderne Hirnforschung hat aber nun etwas wesentlich Tiefgreifenderes nachgewiesen: Bei länger anhaltenden Gefühlszuständen kommt es zu einer Neuordnung der dafür zuständigen Nervenzellenverbindungen im Gehirn. Das Gehirn baut sich um und sendet andere Hormone und Neurotransmitter aus, sogenannte Katecholamine; durch die permanente Ausschüttung von Katecholaminen werden die Strukturen und die Funktionen von Organen verändert. Das heißt, das Gehirn reagiert zum Beispiel auf unsere Sorgen und Ängste, auf Glücksgefühle und Euphorie – also auf alle unsere Gefühle und Überzeugungen – und bringt unseren Körper durch die Ausschüttung von anderen, neuen Katecholaminen dazu, sich zu verändern.
Inzwischen hat man erforscht, dass sich durch diese Signalstoffe sogar die Zellen verändern können. Im Fall von Angst und ständiger Sorge sind dafür der vom Gehirn ausgesandte Neurotransmitter Dopamin und das Stresshormon Kortisol verantwortlich.
Das Gehirn ist auf diese Weise sogar in der Lage, ganze DNA-Sequenzen stillzulegen oder neue Genverbindungen zu schaffen, indem es Teile von anderen DNA-Strängen kopiert. Unser Gehirn kann die Struktur und die Funktionen unserer Zellen verändern, und zwar ausgelöst durch unsere Gedanken, Gefühle und Überzeugungen. Sobald die Angstzustände nachlassen und wir vorrangig andere Gefühle entwickeln, baut unser Gehirn den Körper wieder um.
Wenn wir also anders denken, fühlen oder wahrnehmen und zu neuen Überzeugungen kommen, entstehen mit Hilfe unseres Gehirns eine andere, neue Wahrnehmung sowie ein anderer Bauplan in unserem Körper, der sich exakt nach unseren neuen Vorstellungen ausrichtet. Gleichzeitig ziehen wir neue andere Ereignisse in unser Leben.
Unser Leben kann sich vollständig ändern – wenn wir es wollen.
Affirmationen
Ich bin offen für Veränderungen.
Ich lade neue Gedanken und Gefühle in mein Leben ein.
Aufgabe
Nimm dir diese Woche vor, etwas ganz anderes zu tun als gewöhnlich. Wenn du gewohnheitsmäßig reagieren würdest, halte inne und frage dich, wie du diesmal anders reagieren könntest.
6
Mach dir deine alten, negativen Glaubensmuster bewusst
Negative Überzeugungen über uns können uns nachhaltig in unserer Weiterentwicklung bremsen. Wollen wir jedoch erfolgreich voranschreiten, sollten wir diese alten – und teilweise ins Unterbewusstsein verdrängten – Glaubensmuster transformieren.
Dabei gehen wir in zwei Schritten vor. Zunächst werden wir sie uns bewusst machen. Denn oftmals haben wir keine Ahnung, dass wir solche sabotierenden Gedanken überhaupt hegen.
Um alte Überzeugungen bewusst zu machen, gibt es einen sehr einfachen Trick. Wir schreiben alles auf, was wir über uns denken: »Ich bin zu langsam, zu dumm, zu dick. Ich bin hässlich. Alle anderen sind besser, schneller, klüger …«
Schreibe ebenso all die Sätze auf, die man dir als Kind immer wieder vorgeworfen hat – all die furchtbaren, demütigenden, verletzenden Sätze, die du hören musstest: »Das kannst du nicht! Dafür bist du zu blöd! Du taube Nuss!« Oder: »So wie du aussiehst, wirst du nie einen Mann finden.« Je ehrlicher du dabei bist, desto mehr wird an die Oberfläche kommen.
Es wird mit Sicherheit auch viel an Abwehr oder Trauer hochkommen. Das ist nur natürlich. Es ist nicht schön, so über sich zu denken. Es ist nicht schön, als Kind solche Abwertungen zu hören.
Das Aufschreiben dieser Sätze bringt oft Vergrabenes wieder zum Vorschein, von dem man geglaubt hatte, all das doch längst hinter sich zu haben. Aber bei genauerer Betrachtung wird man sehr oft erkennen, dass s genau diese Aussagen sind, die noch immer tief in uns wirken und die wir noch heute über uns glauben.
Und das ist das Fatale. Weil wir nach wie vor – manchmal völlig unbewusst – vom Wahrheitsgehalt der Meinungen unserer Bezugspersonen überzeugt sind, holen wir uns noch heute die Bestätigung unserer vermeintlichen Unzulänglichkeit in unser Leben.
Aber jetzt, wo wir uns ihrer bewusst werden, können wir diese Bewertungen beeinflussen. Sobald deine Liste richtig lang geworden ist, wollen wir Folgendes tun:
Nimm dir immer wieder eine dieser Meinungen und Überzeugungen über dich vor. Schließe deine Augen und stelle die Frage: »Wer sagt das?« Wenn du dich das eine Weile fragst, wirst du erstaunt sein, welche längst vergessenen Bilder hochkommen werden. Mit ziemlicher Sicherheit wirst du feststellen, dass viele deiner Überzeugungen gar nicht zu dir gehören, sondern vielleicht von deinem Vater oder deiner Mutter stammen.
Wenn wir nun erkennen, dass dies nur eine angenommene, fremde, vorgepredigte Überzeugung ist und nicht die allein gültige Wahrheit, wird sich unsere Einstellung zu uns selbst verändern. Wir werden uns mit anderen Augen betrachten. Wir werden uns unseres bisherigen Bildes von uns selbst nicht mehr so sicher sein. Und das ist gut so. Denn das nimmt den negativen Befehlssätzen die Kraft, und wir können anhand der nächsten Regel mit dem zweiten Schritt beginnen.
Affirmationen
Ich lasse alle meine alten Glaubensmuster los.
Ich reinige mich von alten, überholten Überzeugungen.
Aufgabe
Mache die beschriebene Übung zweimal in der Woche – bis du das Gefühl hast, deinen seelischen Hausputz gründlich gemacht zu haben.

7
Transformiere deine alten, negativen Glaubensmuster
Seit unserer Kindheit tragen wir diese falschen Glaubensmuster mit uns herum. Jetzt, da sie uns bewusst sind, können wir aus diesem Kreislauf aussteigen. Wir haben nun die Chance, die alten, negativen Muster zu transformieren, sprich: sie loszulassen. Und das wollen wir im zweiten Schritt tun.
Sobald wir akzeptieren, dass wir damals, als man diese negativen Meinungen über uns gefällt hat, gar nicht gemeint waren und dass man uns in unserer kindlichen Kreativität, Neugier, Lebendigkeit und dem Potenzial, das wir in uns trugen, nicht erkannt hat, fällt es uns wesentlich leichter, uns von diesen Sätzen zu distanzieren.
Mach dir bewusst, dass die Personen, die uns diese Vorwürfe gemacht haben, vermutlich gar nicht uns persönlich gemeint haben, sondern selbst in verschiedenen Mustern gefangen waren oder nur sich selbst gesehen haben. Vielleicht war jemand, der uns so bewertet hat, in eigenen Problemen gefangen, war überarbeitet, ungeduldig, steckte in einer Krise mit dem Partner, in finanziellen Schwierigkeiten oder war vollkommen überfordert mit der Situation. Welche Gründe er auch immer gehabt haben mag: Sie haben meist wenig mit uns zu tun.
Sobald uns dafür die Augen aufgegangen sind, werden wir vielleicht eine tiefe Trauer in uns spüren. Sein Leben lang fremdbestimmt gewesen zu sein, ist kein Vergnügen. Aber wir können es jetzt ändern.
Nachdem du alle diese Sätze aufgeschrieben hast, die dein Leben bestimmt haben, beginnst du, sie ins Positive umzuformulieren. Sätze wie: »Das kannst du nicht!«, könntest du zum Beispiel abändern in: »Ich kann alles, was ich möchte.« »Du findest nie einen Mann!« wird zu: »Ich bin ein Geschenk für jeden Mann!« »Du bist unmöglich!« wird zu: »Ich bin wundervoll!« »Du bist zu dick!« wird zu: »Ich liebe mich so, wie ich bin!«
Probiere ein bisschen an den Formulierungen herum. Die sicherste Art, deine Lieblingsformulierung zu finden, ist, dich selber zu fragen, was du am liebsten hören würdest. Dann zeigt dir dein Herz den Weg zu deiner neuen Überzeugung über dich.
Wandeln wir diese Sätze positiv um, geschieht etwas sehr Tiefgreifendes. Unser Verstand beginnt sich neu einzustellen. Wir lernen, dass es eine Alternative zu dem gibt, was wir bisher als »wahr« angenommen haben. Wenn wir unsere Meinung über uns ändern, verändern auch wir uns.
So einfach diese Übung klingen mag, so effektiv ist sie. Die Hirnforschung schlägt uns hier einen Mindestzeitraum von 21 Tagen vor. Innerhalb von 21 Tagen strukturiert sich unser Gehirn in diesem Bereich um und beginnt, automatische Gedankenketten in die neue Richtung zu bauen. Deshalb ist es das Beste, sich mindestens 3 Wochen lang auf die positiven Sätze zu konzentrieren und zu fokussieren.
Am wirkungsvollsten ist auch hier ein kleines Ritual: Vielleicht hast du Lust, deine alten negativen Mustersätze, die du aufgeschrieben hast, zu verbrennen. Während du dies tust, spüre tief in dir, wie du die alten, nicht mehr gültigen Muster loslässt. Lass alle Gefühle, die in diesem Zusammenhang in dir entstehen, aufsteigen und aus deinem Leben gehen.
Fülle die entstandene Leere mit deinen neuen positiven Affirmationen. Konzentriere dich darauf. Spüre die Kraft und die Freude, die von dieser positiven Entsprechung ausgeht. Identifiziere dich damit. Fühle, wie die Wirkung der negativen Mustersätze immer mehr nachlässt und wie sie sich allmählich aus deinem Leben verabschieden.
Sprich die neuen Mustersätze laut und deutlich aus. Lass sie zu deiner neuen Überzeugung werden. Je mehr du in ihre Kraft hineinspürst, desto schneller baut sich das erwünschte Resonanzfeld auf.
Affirmationen
Ich bin in Ordnung so, wie ich wirklich bin.
Ich lasse alles Vergangene los und lebe mein Potenzial.
Aufgabe
Transformiere deine alten negativen Mustersätze. Beginne damit noch heute.
8
Streich die Wörter »nicht« und »kein« aus deiner Wunschformulierung
Dieser Punkt bildet eine überaus wichtige Grundregel beim Formulieren unserer Wünsche.
Wir wissen, wie entscheidend die Wahl unserer Worte ist. Worte, die wir denken oder aussprechen, werden in unserem Gehirn in Bilder übersetzt. Unser Gehirn denkt in Bildern. Auf Verneinungen reagiert es daher in einer eigenwillig anmutenden Weise.
Wie das funktioniert, kann ich dir an einem kleinen Beispiel erklären: Schließe kurz die Augen und denke nicht an Schokolade. Und? Was hast du gesehen? Klar! Schokolade. Sie lag gerade bildlich vor deinem geistigen Auge; womöglich läuft noch das Wasser in deinem Mund zusammen, falls du ein Schoko-Fan bist … Deshalb funktioniert es auch nicht, etwas vermeiden zu wollen, also etwas nicht zu tun. Dann wollen wir nur von etwas »weg« und nicht »zu etwas hin«. Auf diese Weise haben wir kein Ziel, zu dem wir uns hinentwickeln wollen, sondern entwerfen ein intensives Bild von dem Zustand, den wir gerne vermeiden möchten.
Ein »Nicht«- und »Kein«-Wunsch wird fast immer vollkommen gegensätzlich zu unserem wirklichen Wunsch ausgeführt, weil er ein Bild entwirft, das wir gerne loswerden wollten.
Hinter dem Satz »Ich will nicht arm sein« steckt logischerweise die Angst vor der Armut: Die Bilder in unserem Kopf sowie unsere Gefühle kreisen um all das, was für uns Armut bedeutet – und diese Angst ist wesentlich intensiver und stärker als der Wunsch, wohlhabend zu sein. »Ich will nicht arm sein« hat kein neues lohnenswertes Ziel, sondern nur starke emotionale Bilder eines negativen Zustandes.
Obwohl wir es nicht wollen, entsteht in unsren Gedanken und Gefühlen erst einmal das Bild von Armut. Wir können schließlich nicht etwas nicht entstehen lassen.
Wir können immer nur etwas erschaffen und nicht etwas nicht erschaffen. Allein der Gedanke an »nicht erschaffen« erschafft das Unerwünschte.
Etwas vermeiden oder verneinen zu wollen, geht also nicht. Aber wir können das Gegenteil davon entstehen lassen. Wir sollten uns also mit der positiven Entsprechung beschäftigen.
Der Befehl »Ich bin reich« ist einfach und klar. Mit diesem Wunsch beschäftigen wir uns mit unserem Reichtumsbewusstsein und nicht mit dem Mangelbewusstsein.
Aus diesem Grund sollten wir auch das Wort »ohne« aus unserer Formulierung herauslassen. Auch Worte wie »schuldenfrei« oder »sorgenlos«, denn auch diese Worte beschreiben nur das, was du nicht willst, und haben kein neues klares Ziel.
Beobachte doch einmal, wie viele solcher Negativwünsche wir jeden Tag denken und aussprechen: »Ich will nicht arbeitslos werden. Ich will keinen Unfall haben. Ich will nicht verlassen werden. Ich will nicht krank sein. So etwas passiert mir nie wieder …« etc.
Welche Grundhaltung überwiegt in deinen Wünschen? Ist es die positive oder aus Gewohnheit doch noch die negative, verneinende Wunschformulierung?
Vielleicht verstehst du jetzt auch, warum manche Wünsche vermeintlich »falsch geliefert« wurden. In Wahrheit wurden sie gar nicht falsch ausgeführt. Die Lieferung war sogar sehr prompt und exakt. Die Wunschformulierung hat nur eine andere Information durch die Gegend geschickt. Zwei kleine Wörter sollten wir also dringend vermeiden: »nicht« und »kein«.
Affirmationen
Ich bejahe meine Wünsche und Ziele.
Meine Gedanken, Taten und Worte sind zu jeder Zeit positiv.
Aufgabe
Sieh dir deine Wunschformulierungen genauer an. Gibt es irgendwo eine versteckte Verneinung? Achte darauf, dass du alles positiv formulierst. Beschäftige dich ganz klar mit dem, was du tatsächlich wünschst. Was soll in deinem Leben stattfinden?
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Formuliere deine Wünsche in der Gegenwartsform
Diese Regel ist wohl die schwerste für unseren Verstand. Wir sollen etwas behaupten, was – noch – nicht der Wirklichkeit entspricht. Natürlich rebelliert hier der Verstand. Und dennoch ist gerade dieser Punkt der wesentlichste von allen.
Jeder formulierte Wunsch baut Bilder und Überzeugungen in uns auf, nach denen sich unser Leben ausrichtet. Halten wir unsere Wünsche gedanklich in der Zukunft, bleiben sie auch in der Zukunft, da sich unser Unterbewusstsein darauf einstellt.
Der größte Fehler beim Formulieren von Wünschen ist, dass bereits durch die Wahl der Worte eine völlig andere Botschaft ausgesandt wird, als eigentlich beabsichtigt. Meist formuliert man seine Wünsche sogar so, dass man den misslichen Zustand, in dem man sich befindet, erst recht manifestiert.
Wünscht man sich zum Beispiel viel Geld, ist es völlig falsch, den Satz »Ich will reich sein« zu formulieren. Was man dann bekommt, ist der Zustand von »Ich will reich sein.« Diesen Zustand kennen wir bereits. Es ist der Zustand von »etwas wollen« und »nicht haben«. Auf diese Weise verstärken wir nur unseren Mangel.
Der Wunsch »Ich will reich sein« hat sich ja bereits erfüllt. Wir wollen reich sein. Stimmt. In diesem Zustand sind wir gerade. Morgen wollen wir immer noch reich sein. Und übermorgen auch. Auf diese Weise verbleiben wir ständig in diesem Zustand.
Erschaffe nicht den Zustand von »etwas wollen«, sondern von »etwas sein«. Die richtige Formulierung lautet: »Ich bin bereit für den Reichtum in meinem Leben.« Oder: »Ich bin reich und glücklich.« Unser Satz heißt also: »Ich bin reich.« Und nicht: »Ich will reich werden.«
Natürlich triff dies zum gegenwärtigem Zeitpunkt – noch – nicht zu, aber wir möchten ja in diesen Zustand kommen. Also werden der Verstand, dein Unterbewusstsein und dein Resonanzfeld schon nach kurzer Zeit versuchen, diese Diskrepanz zwischen deiner behaupteten Überzeugung und der bestehenden Realität auszugleichen.
Es gibt dafür eine hübsche »Eselsbrücke«: »Das Universum sagt immer Ja.« Senden wir den Gedanken des Wollens aus, erhalten wir den Zustand von Wollen. Senden wir aus, dass es bereits so ist, wird sich dieser Ist-Zustand in unserem Leben realisieren. Was wir denken und fühlen, baut ein Resonanzfeld auf und bringt Gleichschwingendes in unsere Wahrnehmung.
Wir formulieren unsere Ziele von jetzt an immer in der Gegenwartsform, nie in der Zukunftsform.
Auch wenn es anfangs ungewohnt ist, beachte unbedingt, welche Bilder und Überzeugungen du durch deine Formulierung in dir aufbaust.
Affirmationen
Ich bin innerlich und äußerlich reich.
Ich bin in einer harmonischen Partnerschaft.
Aufgabe
Beginne heute damit, mehrere Wünsche in der »Ich bin«-Form zu nutzen. Gewöhne deinen Verstand an diese neue Form.
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Lass dir Zeit und bleib dran
Jeder von uns hat eine sehr klare Meinung über sich. Meist fällt sie nicht sehr positiv aus. Unsere Meinung über uns selbst ist unsere Überzeugung. Wir sind überzeugt, dass wir zu faul, zu langsam oder nicht schön und clever genug sind. All diese Überzeugungen sind Befehlssätze für unser Gehirn.
Gegen unsere Überzeugungen können wir nicht ankämpfen. Sie werden sich auf Dauer immer durchsetzen. Die einzige Möglichkeit ist, unsere tief sitzenden und störenden Überzeugungen zu transformieren. Wenn sich unsere Überzeugungen verändern, wandelt sich unser ganzes Leben. Allerdings benötigt unser Gehirn etwas Zeit, um sich umzuwandeln. Es ist ein Lernprozess, der sich nur durch häufiges Wiederholen im Gehirn manifestiert. Deshalb ist es auch ratsam, die Regeln in diesem Buch zunächst beständig zu wiederholen. Nur durch die konsequente Beschäftigung mit den neuen, gewünschten Überzeugungen lassen sich die alten, unerwünschten Muster verdrängen.
Unser Gehirn kann alte Überzeugungen sogar regelrecht vergessen. Das haben Neurologen inzwischen nachgewiesen. Das heißt, wir haben die Fähigkeit, all die negativen Überzeugungen über uns, die wir seit so vielen Jahren mit uns herumschleppen, vollständig auszulöschen und durch neue zu ersetzen.
Wir sind in jeder Minute in der Lage, unser Lebenskonzept willentlich und bewusst zu verändern. Es braucht nur ein wenig Zeit, Geduld und konsequente Wiederholung der gewünschten Zielsetzung – dann baut unser Gehirn neue Verknüpfungen auf. Wir können unser Leben ändern. Gleichgültig, wie negativ du jetzt auch über dich denkst, es gibt einen Weg heraus. Wir sollten die neu definierten Überzeugungen so lange wiederholen, bis sie sich tief in unserem Bewusstsein verankern. Wir müssen diesen neuen Erfahrungen Zeit und Raum schenken – eine Voraussetzung dafür, dass Wunder in unserem Leben passieren können. Denn Wunder geschehen durch positive Überzeugungen.
Wir sollten unser Denken auf unser Ziel ausrichten und uns damit identifizieren.
Natürlich sind Affirmationen ein sehr starkes Mittel, um unsere Gedanken in die gewünschte Richtung zu lenken, aber es gibt noch viele andere Möglichkeiten, die wir in diesem Buch abhandeln werden. Wesentlich ist nur, dass wir uns immer mit dem gewünschten Ziel identifizieren und uns mit ihm beschäftigen, also unsere Gedanken möglichst oft danach ausrichten.
Je länger und intensiver wir uns mit unserem Wunsch beschäftigen, desto intensiver und nachhaltiger ist die Energie, die wir in unseren Körper und unser Unterbewusstsein senden.
Affirmationen
Ich liebe es, meine Ziele spielerisch und leicht zu definieren.
Ich entspanne mich und halte mein Ziel zu jeder Zeit klar im Visier.
Aufgabe
Nimm dir ein bestimmtes Ziel vor und konzentriere dich nur darauf. Sei geduldig mit dir, beobachte deine Gedanken und sei aufmerksam für die Chancen, die sich dir bieten.
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Wir haben die Fähigkeit, alte überzeugungen zu transformieren
Die neuesten Erkenntnisse der Hirnforschung zeigen, dass unser Gehirn die Fähigkeit besitzt, seine Vernetzungen vollständig zu ändern und neue Verknüpfungen von Nervenzellen (Neuronen) auszubilden, wenn wir für eine gewisse Zeit Neues tun oder anderes denken. Unser Gehirn reagiert auf unsere Gedanken und bildet entsprechend seine Areale aus.
Dabei sollte man wissen, dass die Bereiche für positives oder negatives Denken in unserem Gehirn in verschiedenen Regionen untergebracht sind. Im rechten Frontallappen des Gehirns – er befindet sich etwas oberhalb der Schläfe – finden wir das Areal für alle negativen Gedanken, Gefühle und Überzeugungen. Im linken Frontallappen des Gehirns – also genau gegenüber – befindet sich das Zentrum für unsere positiven Gedanken.
Diese beiden Zentren sind verschieden groß entwickelt, und zwar je nachdem, wie wir gewohnt sind, über uns zu denken. Denken wir oft negativ über uns, wird der rechte Frontallappen sehr ausgeprägt sein. Sind wir eher optimistisch und denken gerne positiv über uns und die Welt, ist das Areal auf der linken Seite größer und stärker entwickelt.
Unser Gehirn passt sich immer dem an, was wir vorrangig tun und denken – die Plastizität des Gehirns. Es vergrößert die dafür benötigten Areale.
Das Gehirn wächst also anatomisch nachweisbar, je nachdem welchen Bereich wir oft benutzen. Die Medizin kann durch eine sogenannte Magnetresonanztomografie sehr genau messen, welches Gehirnareal bei uns mehr entwickelt ist. Richtiger müsste es heißen: in der Vergangenheit von uns entwickelt wurde.
Wenn wir nörgeln, schimpfen, streiten, uns selbst beschimpfen oder fertigmachen, vergrößert sich der rechte Bereich des Gehirns und wird uns sehr rasch selbstständig mit weiteren negativen Gedanken bombardieren und automatische Gedankenketten in dieser Richtung fördern. Das linke Areal für positive Gedanken wird währenddessen kleiner und immer mehr verkümmern. Wir werden also nur noch selten positive Gedanken über uns und andere haben.
Denken wir dagegen vorrangig positiv, loben wir uns, sind wir stolz auf uns, sagen wir Schönes über uns und andere, so wird sich der linke Bereich vergrößern und unser gesamtes Denken darauf ausrichten. Wir werden uns immer positiver wahrnehmen, und unser Leben wird sich danach ausrichten. Es liegt immer in unserer Hand, welchen Bereich des Gehirns wir nutzen und vergrößern wollen.
Das Faszinierende daran ist für uns, dass wir jederzeit eine neue Wirklichkeit für unser Leben erschaffen können. Wenn wir für eine gewisse Zeit durch neue Denkweisen unsere bisher brachliegenden Abschnitte des Gehirns trainieren, können unsere Erfahrungen in Zukunft völlig anders verlaufen. Wir löschen regelrecht alte Programme im Gehirn und erschaffen neue.
Affirmationen
Ich entscheide mich jetzt, vor allem positive Gedanken zu denken.
Ich bin überzeugt, dass ich zu jeder Zeit mein Leben neu beginnen kann.
Aufgabe
Beobachte, wie sich dein Leben und deine Wahrnehmung verändern, wenn du bewusst den positiven Gedanken Kraft schenkst.

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Nutze die Kraft der Affirmationen
Da Affirmationen so viel bewirken, befassen wir uns in den nächsten drei Regeln mit ihnen.
Auf den ersten Blick sind Affirmationen »nur« positive Glaubenssätze. Also Bejahungen, die unsere Lebensziele verstärken. Doch in Wirklichkeit können sie wesentlich mehr bewirken.
Mit Affirmationen können wir am schnellsten unser Gehirn gezielt umprogrammieren – vor allem, da sie sich überall und zu jeder Zeit einsetzen lassen. Jeder Affirmationssatz ist wie ein ausgesandter Befehl an das Unterbewusstsein. Dadurch wandeln Affirmationssätze deine alten Überzeugungen um. Und das ist wesentlich, denn da alles nach unseren Überzeugungen geschieht, kann sich dadurch auch unser Leben umwandeln.
Darüber hinaus kommunizieren wir mit allen anderen auf dieser Welt durch unsere Überzeugungen. Und da nach dem Gesetz der Resonanz alles, was zu deiner neuen Überzeugung passt, in dein Leben gezogen wird, können Affirmationen uns helfen, unser Leben zu verändern.
Affirmationen sind positiv formulierte Sätze, die man beständig wiederholt – wie ein Mantra.
Affirmationen, die immer und immer wieder gedacht oder gesprochen werden, können tief in unser Unterbewusstsein wandern und so unsere gesamte Grundeinstellung transformieren.
Da sich immer das realisiert, was wir glauben, helfen uns Affirmationen am schnellsten, unsere bisherige Haltung zu transformieren und damit – durch die stete Wiederholung – unsere Ziele in unser Leben zu ziehen. Mit Hilfe von Affirmationen konzentrieren wir unsere Energie auf unsere Visionen. Sie sind also der eigentliche Schlüssel, mit dem wir unser Leben verändern können. Das ist der tiefere Sinn von Affirmationen. Der Verstand beginnt, alte Programme aufzulösen und neue Überzeugungen zu integrieren.
Wunschsätze oder Affirmationen helfen uns nicht nur, unser Bewusstsein auf ein Ziel zu fokussieren, sondern sie wirken auch auf unser ganzes Wesen ein. Wir verändern unseren Glauben in Richtung unseres Wunsches und senden diesen als gebündelte Energie in die Welt hinaus. Der alte Satz »Der Glaube versetzt Berge« bekommt auf diese Weise eine ganz neue Dimension.
Unverzichtbar ist dabei, dass wir unseren Affirmationen absoluten Glauben schenken: Wir müssen sie mit Haut und Haaren fühlen. Denn wir ziehen das in unser Leben, was wir auch wirklich fühlen und glauben.
Welche Affirmationen sind nun die besten? Das kann man nicht so generell beantworten. Für jeden ist ein anderer Wunschsatz kraftvoller, da jeder von uns andere Wünsche, Sehnsüchte und Ziele hat – und natürlich auch andere Blockaden.
Suche dir einfach diejenigen Affirmationen heraus, die sich für dich am besten anfühlen und bei denen du am wenigsten Widerstand spürst. Jede Affirmation sollte dir ein warmes, angenehmes und sicheres Gefühl schenken. Wenn du merkst, dass Ängste hochkommen oder du dir selbst nicht glaubst, ändere deinen Wunschsatz so lange ab, bis du ihn widerstandslos denken und sagen kannst.
Affirmationen
Ich bin verbunden mit meiner neuen Wahrheit.
Ich weiß, dass ich durch meine Überzeugungskraft mein Leben verändern kann.
Aufgabe
Suche dir eine Affirmation heraus, die sich für dich kraftvoll anfühlt, und sage sie dir immer wieder in Gedanken. Beobachte, wie diese Affirmation dein Denken und deine Gefühle verändert.
Was verändert sich noch bei dir?
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So werden Affirmationen benutzt
Sprich deine Affirmation stillschweigend in deinen Gedanken oder laut rezitierend aus und spüre in jedem Moment die Zuversicht, die dadurch in dir entsteht. Affirmationen werden durch das ständige Wiederholen sehr kraftvoll und stark.
Schenke deinem Wunsch immer wieder Aufmerksamkeit. Schließe in der U-Bahn oder im Bus kurz die Augen und denke dich in die Affirmation hinein. Oder in der Mittagspause.
Schlafe mit deinem Wunsch und der passenden Affirmation abends ein. Während dein Tagesbewusstsein schläft, kann sich die Wunschenergie ungehindert die ganze Nacht über ausbreiten.
Gönne dir und deinem Wunsch morgens zwei Minuten. Setze dich entspannt hin und wiederhole deine Affirmationen.
Diese Sätze sind deine neue Wahrheit. Sie haben mehr Kraft als alles andere. Wiederhole sie vor allem, wenn Zweifel hochkommen, wenn du dich müde und abgeschlagen fühlst oder wenn du spürst, dass du mutlos wirst oder Gefahr läufst, wieder in altes Fahrwasser zu geraten.
Je bildhafter deine Vorstellung ist, je freudiger deine Erwartung ausfällt, desto stärker wird dein Glaube und damit die Kraft deiner Überzeugung. Du solltest voll von deinen Gedanken überzeugt sein. Ebenso unerlässlich ist es, dass du die Kraft der Affirmation fühlst. Und ganz wichtig: Jede Affirmation sollte bejahend und in der Gegenwartsform formuliert sein.
Setz keinen Druck, sondern Freude hinter die Affirmationen. Druck erzeugt nur Gegendruck. Das lässt uns nicht entspannt und leicht sein. Wollen wir mit aller Gewalt etwas erzwingen, ist dies meist nur ein Hinweis darauf, dass wir unserer eigenen Kraft nicht vertrauen. Erzeugen wir Druck, wollen wir meist etwas anderem entkommen, zum Beispiel dem Mangel, und geben unserem Wunsch vor allem diese Energie mit. Man spürt in unserem Wunsch den energetischen Angstschweiß.
Fühle einfach die Kraft und Energie der Verwirklichung. Auf diese Weise änderst du das ganze Gefüge in deinem Denken und schwingst immer besser mit deinem Wunsch in Resonanz. Du wächst regelrecht in dein Ziel hinein. Du wirst immer mehr zu deinem Ziel.
Wenn du merkst, dass Ängste hochkommen oder du dir selbst nicht glaubst, ändere deinen Wunschsatz so lange ab, bis du ihn widerstandslos denken und sagen kannst. Suche dir einfach diejenigen Affirmationen heraus, die sich für dich am besten anfühlen und bei denen du am wenigsten Widerstand spürst. Jede Affirmation sollte dich mit Freude erfüllen.
Am besten ist es, wenn man sich am Ende jeder Affirmation seinen ganz persönlichen Wunsch bildlich vorstellt. Was immer es ist, lass ihn wie einen kleinen Film vor deinem geistigen Auge ablaufen und bleibe in dieser von dir geschaffenen Energie, solange es geht.
Affirmationen
Ich vertraue auf meine innere Weisheit.
Ich bin im Zustand heiterer Gelassenheit und Freude.
Aufgabe
Sprich jede Affirmation mit einem Lächeln aus – sogleich wird sich bei dir das Gefühl der Freude und des Glücks verbreiten.
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Nutze Affirmationen, um automatische Gedanken zu verhindern
Wir alle kennen das: Völlig ungefragt schießt uns ein negativer Gedanke in den Kopf. Aber anstatt ihn links liegen zu lassen, verfolgen wir ihn sogar weiter und bauen ihn regelrecht aus.
Für mich könnte zum Beispiel eine solche Gedankenkette zutreffen: »Wenn ich mich jetzt nicht hinsetze und das Buch schreibe, werde ich den Abgabetermin nicht einhalten können. Eigentlich bin ich jetzt schon zu spät dran. Ich werde wahrscheinlich die Nächte durcharbeiten müssen. Aber unter Druck fällt mir nichts ein. Es wird also sehr schlecht werden. Der Verlag wird sehr unzufrieden sein, und das Buch wird sich nicht gut verkaufen. Ich werde schlechte Kritiken bekommen, und kein Verlag wird mehr Bücher von mir veröffentlichen. Ich werde ohne Arbeit sein. Ich werde meine Rechnungen nicht mehr bezahlen können. Ich werde aus dem Haus ausziehen müssen, die Schule für meine Tochter nicht mehr bezahlen können und alles wird im Chaos enden.«
Diese Gedanken könnte ich endlos weiterspinnen, bis ich überzeugt davon bin, dass die Lage aussichtslos ist, ich nichts tauge und ich alles verlieren werde. Eine derartige Abfolge von negativen Annahmen nennt man automatische Gedanken.
Da aber Gedanken stets nach Verwirklichung streben, sollten wir diesen automatischen Fluss lieber gleich zu Beginn stoppen. Denn solch ein anfänglicher Gedanke entwickelt sich schnell zu einer festen Annahme und wird schließlich zu einer unüberwindlichen Überzeugung. Darüber hinaus sind diese negativen Gedanken meist emotional sehr geladen und gerade deshalb sehr kraft voll. So ein automatischer Gedanke kann sich auch hinter einem einzigen Wort verstecken. »Oje« ist oft bereits eine Kurzformel dafür.
Sicherlich nützen uns diese negativen Gedankenketten nicht bei der Verwirklichung unserer Wünsche. Daher sollten wir ihnen keine weitere Energie zuführen. Dies können wir am besten, indem wir uns den positiven Affirmationen zuwenden und sie stetig wiederholen, bis wir eine völlig neue, positive und kraftvolle Energie in uns spüren. Diese Energie wird uns dorthin tragen, wo die Erfüllung unseres Wunsches auf uns wartet.
Wir können uns die Funktionsweise der automatischen Gedanken auch zunutze machen, indem wir immer wieder unser Denken in die positive Richtung lenken. Dann werden irgendwann einmal vollkommen automatisch positive Assoziationsketten entstehen.
Du kannst diese Wunschsätze entweder wie ein Mantra benutzen oder auch nur einmal anwenden, wenn du das Gefühl hast, dass du deinem Wunsch bereits genügend Kraft verliehen hast. Sobald du jedoch bemerkst, dass wieder einmal die Zweifel deine Gedanken beherrschen, wende dich deiner persönlichen Wunschformulierung zu und wiederhole sie so lange, bis du die Kraft und den Frieden spürst, die von ihr ausgehen. So bringst du dich in Resonanz mit dem eigentlichen Wunsch und gibst den Zweifeln keinen Raum mehr.
Je klarer die formulierte Affirmation ist, desto wirkungsvoller ist sie. Je besser dein Wunschsatz auf dich zutrifft und du dich mit ihm identifizieren kannst, desto intensiver und kraftvoller ist seine Wirkung.
Affirmationen
Ich beschäftige mich in Gedanken, Taten und Worten nur mit der positiven Kraft.
Ich konzentriere mich nur noch auf das Wesentliche.
Aufgabe
Sooft du bemerkst, dass du gerade einem negativen Gedanken nachhängst oder dich gar darin verstrickst, setzt du ganz bewusst eine positive kraftvolle Affirmation ein. Beobachte, wie es dir dabei geht. Was verändert sich?
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Tue so, »als ob« der Wunsch bereits eingetroffen wäre
Bei der gezielten Ausrichtung unserer mentalen Kraft müssen wir uns absolut sicher sein, dass die Erfüllung unseres Wunsches bereits jetzt geschieht. Es geschieht nicht morgen oder übermorgen oder vielleicht erst ab nächster Woche.
Die Hirnforschung sagt: Unser Gehirn unterscheidet nicht zwischen Realität und Fantasie. Lassen wir zum Beispiel auf der Leinwand unserer inneren Bilder schöne Visionen entstehen, dann glaubt unser Verstand an den Wahrheitsgehalt dieser Bilder und schüttet Glückshormone aus. Für das Gehirn ist dies also bereits Realität. Dies ist zum Beispiel bei der Vorfreude so. Noch intensiver ist es, wenn wir den Trick des »So-tun-als-ob« anwenden.
Das »So-tun-als-ob« ist eine effektive Methode, sich ziemlich rasch in die eigene Überzeugung zu katapultieren und emotionalen Kontakt mit seinen Wünschen zu machen.
Stell dir einfach vor, dass du das, was du dir wünschst, bereits hast.
Wenn du zum Beispiel eine wundervolle Partnerschaft wünschst, tu so, als wäre dein Traumpartner bereits unterwegs. Freue dich, strahle dieses Glücksgefühl nach außen. Lebe bereits jetzt so, wie du es dir erhoffst, dass es sein wird. Fühle dich schon ein. Räume deine Wohnung auf, überlege, was du dem künftigen Partner in der Wohnung zeigen möchtest und was nicht in ein gemeinsames Leben gehört. Du wirst entdecken, wie viel in deiner Wohnung auf dich alleine ausgerichtet ist. All diese Dinge bestärken dich jeden Tag, ja jede Sekunde in dem Gefühl, Single zu sein. Gib deswegen alles her, was dich an diesem Gedanken festhalten lässt. Schaffe dir lieber Umstände, die dich daran erinnern, dass dein Partner bereits unterwegs zu dir ist.
Willst du eine neue Wohnung haben, stell dir vor, wie schön du sie bereits eingerichtet hast, wie nett die Nachbarn sind, wie glücklich du dich in dieser Umgebung fühlst, wie außergewöhnlich die Aussicht ist, die du auf deinem Balkon genießt etc. Lache, freue dich, zeige dein ganzes Glück. Je öfter und intensiver du dies tust, desto größer und kraftvoller wird das Resonanzfeld sein, das du erzeugst, und desto schneller wird das gewünschte Ereignis eintreffen.
Durch das »So-tun-als-ob« stärken wir unser Vertrauen. Wir spüren rein emotional, wie schön der kommende Zustand für uns sein wird. Wir machen also emotionalen Kontakt mit unseren Wünschen.
Gleichzeitig lassen unsere Zweifel nach, denn wir besitzen bereits als Gegengewicht für den zweifelnden Verstand die Erfahrung der Freude und der Lebenskraft, die wir durch das Kommende erhalten werden. »So fühlt es sich an, wenn es da ist.« Emotionen sind immer stärker und intensiver als die Argumente des Verstandes.
Vor allem aber verwandeln wir unser Mangelbewusstsein in ein Wohlstandsbewusstsein. Und: »So-tun-als-ob« macht richtig Spaß!
Affirmationen
Alles Gewünschte ist bereits auf dem Weg zu mir.
Ich bin voller Freude und Dankbarkeit für die Fülle in meinem Leben.
Aufgabe
Tu so, als ob ein Herzenswunsch von dir bereits in Erfüllung gegangen wäre. Was verändert sich dadurch für dich?
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