Kitabı oku: «Akupressur für die Seele»

Yazı tipi:

Dr. Pierre-Noël Delatte
Akupressur für die Seele

Die Soforthilfe mit 5 Punkten


VAK Verlags GmbH

Kirchzarten bei Freiburg

Titel der französischen Ausgabe:

Inhalt

Vorwort: Warum dieses Buch?

Kapitel 1: Was ist Psycho-Bio-Akupressur (PBA)?

Anwendungsbeispiele

Wirkungsweise

Entstehung

Kapitel 2: Die fünf goldenen Regeln

Regel 1: Stress vermeiden

Regel 2: Sich nicht in etwas hineinsteigern

Regel 3: Verantwortung übernehmen, aber sich nicht Schuld unterschieben lassen

Regel 4: Sich vor negativen Menschen schützen

Regel 5: Im Augenblick leben

Kapitel 3: Die zehn wichtigsten Punktesequenzen

Die Vorgehensweise

Sequenz Nr. 1 gegen Depression

Sequenz Nr. 2 gegen negatives Denken und Zweifel

Sequenz Nr. 3 gegen Ängste und Panikattacken

Sequenz Nr. 4 gegen zwanghafte Gedanken und fixe Ideen

Sequenz Nr. 5 gegen Überempfindlichkeit

Sequenz Nr. 6 zum Auflösen von „Narben“ früherer Traumata

Sequenz Nr. 7 zum Wiederaufladen aller energetischen Zentren

Sequenz Nr. 8 zum Freischalten der Ausdrucksfähigkeit

Sequenz Nr. 9 zum Ausbalancieren von Yin und Yang

Sequenz Nr. 10 gegen unterdrückte Wut

Kapitel 4: Die sieben nützlichsten Sequenzkombinationen für Stress- und Krisensituationen

Bei Notfällen

Bei Depressionen

Bei Panikattacken

Bei zwanghaften Gedanken

Bei Prüfungsangst oder Lampenfieber

Bei Übergewicht

Bei Überempfindlichkeit

Blütenessenzen zur energetischen Unterstützung

Wenn noch Zweifel bestehen

Die Sequenzkombinationen im Überblick

Kapitel 5: Elf weitere Punktesequenzen

Sequenz Nr. 11 für bessere Koordination der Gehirnhälften

Sequenz Nr. 12 gegen Allergien

Sequenz Nr. 13 gegen Ekzeme

Sequenz Nr. 14 gegen Akne

Sequenz Nr. 15 für die Stärkung der Blase

Sequenz Nr. 16 für die Stärkung des Darms

Sequenz Nr. 17 für das Ausbalancieren der Schilddrüse

Sequenz Nr. 18 für Kreativität

Sequenz Nr. 19 für das Lenden-Kreuz-Geflecht

Sequenz Nr. 20 für das Sonnengeflecht (Solarplexus)

Sequenz Nr. 21 gegen Impotenz und Verlust der Libido

Kapitel 6: Sequenzkombinationen für die häufigsten psychosomatischen und emotionalen Probleme

Schlusswort

Anhang

Von der „Akupunktur der fünf Punkte“ zur Psycho-Bio-Akupresur

Danksagungen

Verzeichnis der Abkürzungen

Die Fünf-Punkte-Sequenzen im Überblick

Über den Autor

Hinweis des Verlags

Dieses Buch informiert über die Anwendung der Psycho-Bio-Akupressur bei emotionalen Belastungen. Die dargestellten Verfahrensweisen haben sich als sicher und effektiv bewährt. Wer sie anwendet, tut dies in eigener Verantwortung. Autor und Verlag beabsichtigen hier nicht, individuelle Diagnosen zu stellen oder Therapieempfehlungen zu geben. Die Informationen in diesem Buch sind nicht als Ersatz für professionelle therapeutische Hilfe bei gesundheitlichen oder psychischen Problemen zu verstehen.

Vorwort: Warum dieses Buch?

Nouméa, 25. Dezember 2005, 8:43 Uhr am Morgen meines Geburtstags: Ich habe den Klassiksender des australischen Rundfunks eingeschaltet, höre Weihnachtslieder und Pavarotti – genau der richtige Zeitpunkt, um mit diesem Buch zu beginnen.

Ich habe es schließlich versprochen; und zwar all denjenigen unter meinen Patienten, die mir immer wieder die Frage stellten, was sie tun sollten, wenn ich eines Tages nicht mehr praktizieren würde. Und auch denjenigen, die die Freundlichkeit hatten, zu den von mir organisierten Workshops zu kommen, und die etwas Schriftliches haben wollten, damit sie nicht alles gleich wieder vergessen. Und natürlich all denen, die noch nicht die Gelegenheit hatten, an einer solchen Veranstaltung teilzunehmen.

Dann sind da noch die guten Freunde und Bekannten, die mir von Familienmitgliedern oder Freunden berichteten, die mitten in einer Depression waren, aufgrund der räumlichen Distanz jedoch nicht die Möglichkeit hatten, mich aufzusuchen; diese Menschen fragten mich, ob ich ihnen jemanden empfehlen könne, der in der jeweiligen Gegend lebte und genauso arbeitete wie ich. Ihnen musste ich immer wieder antworten, dass ich leider niemanden kannte …

Vor allem aber schreibe ich dieses Buch, weil ich der Meinung bin, dass solche Kenntnisse und Erkenntnisse allen zugänglich gemacht werden sollten. Vielleicht war dies die entscheidende Botschaft in der Bemerkung eines befreundeten Psychiaters und Buddhisten, der einmal zu mir sagte: „Wir sind verpflichtet, das, was wir empfangen haben, weiterzugeben.“

Ich will versuchen – und dies empfinde ich als die größte Herausforderung –, dieses Buch so zu schreiben, dass es leicht verständlich und für jedermann anwendbar ist. Ich möchte, dass jeder Leser und jede Leserin in der Lage ist, sich aus eigener Kraft den Erlebnissen und Belastungen zu stellen, die ihn zu überwältigen drohen, oder beispielsweise seinem Baby zu helfen, das wegen ständiger Darmkoliken nicht schlafen kann und die Nächte zur Tortur werden lässt. Ich denke dabei auch an den Vater oder die Mutter, denen ich eine Möglichkeit an die Hand geben möchte, ihrem Sohn kurz vor seinem mündlichen Examen die Prüfungsangst zu nehmen, einfach indem sie ihm zeigen, welche beiden Sequenzen von fünf Punkten er bei sich selbst durchführen kann, während er darauf wartet, dass er an der Reihe ist …

Ich denke an die zahllosen Situationen, die uns jeden Tag das Leben schwer machen und die wir mithilfe der hier vorgestellten Punktesequenzen innerhalb von 5 Minuten in den Griff bekommen können …

Auch meinen Freunden und Therapeutenkollegen (Mediziner, Psychologen, Osteopathen, Akupunkteure oder Heilpraktiker) möchte ich mit diesem Buch ein zusätzliches Instrumentarium für ihre tägliche Arbeit an die Hand geben.

Ich bin übrigens weder Philosoph noch Theologe noch Guru. Es ist eigentlich ganz einfach: Nachdem ich mein reguläres Medizinstudium abgeschlossen hatte, musste ich, wie viele meiner Kollegen, akzeptieren, dass viele Menschen außerhalb der „offiziellen Medizin“ gesundheitliche Verbesserungen erzielten, die die klassische Medizin nicht erklären konnte; Erfolge, die sich unserem mathematisch geprägten Denken entzogen, jedoch nicht weniger real und verifizierbar waren.

Daraufhin begann ich, mich mit verschiedenen alternativen Methoden zu beschäftigen, etwa mit der Akupunktur nach Patrick Véret (Nutripunktur), der Mesotherapie und der Kinesiologie. Außerdem interessierte ich mich für …

– die Vibrationsmedizin;

– verschiedene Methoden der Farbtherapie (etwa das Auflegen optischer Fasern auf bestimmte Akupunkturpunkte oder die Projektion farbiger Lichtstrahlen auf bestimmte Körperteile – dies ist das Prinzip der Chromotherapie –, sowie die Methode, bei der Diapositive in die Aura projiziert werden);

– den Magnetismus;

– die Wirkung ätherischer Öle sowie von Blütenessenzen (hier sind natürlich in erster Linie die unvermeidlichen Bach-Blüten zu nennen, aber auch die Blütenessenzen einiger Bach-Schüler wie etwa Andrea Korte aus Deutschland, deren hervorragende Recherchearbeit sie von den Kanaren bis nach Amazonien führte; erwähnenswert sind hier auch Ian White und seine außergewöhnlichen australischen Buschblütenessenzen);

– die Wirkung von Kristallen und Ähnlichem.

Ich entdeckte auch das Werk von Mohammed Haddad für mich, dessen Arbeiten zu Fraktalen uns ein neues medizinisches Universum der „Quantenmedizin“ mit spektakulären Erfolgen vor allem bei bestimmten Krebsarten erschlossen haben … All diese bekannten und unbekannten Menschen haben uns Erfolge präsentiert, denen die sogenannte klassische Medizin nichts entgegenzusetzen hat.

Gleichzeitig bin ich ein unverbesserlicher Individualist. Ich habe nie einer Kirche angehört oder eine bestimmte Lehre vertreten und am allerwenigsten kann ich mit Sekten anfangen; und so habe ich mich nie auf eine bestimmte dieser Methoden festgelegt, egal, wie offensichtlich ihre jeweiligen Vorzüge auch sein mochten. Ich habe mich immer an das gehalten, was sich für mich stimmig anfühlte. Aus der Verschmelzung all dessen entwickelte sich schließlich meine eigene individuelle Arbeitsweise. Ich habe immer wieder ausprobiert, ob etwa eine Methode eine andere nicht vielleicht ergänzen und dadurch effektiver machen konnte. Vor allem suchte ich nach Einfachheit und Schnelligkeit, weil ich fand, dass die Menschen, die zu mir kamen, schon genug gelitten hatten.

So kristallisierte sich in fünfzehn Jahren des Forschens und Ausprobierens die „Psycho-Bio-Akupressur“ (PBA) heraus; und nun ist der Zeitpunkt gekommen, meine Erfahrungen mitzuteilen, denn das, was ich damit tue, kann sich jeder von Ihnen aneignen, wenn Sie dieses Buch gelesen haben. Lassen Sie mich jedoch zunächst die Wortneuschöpfung Psycho-Bio-Akupressur erklären:

Psycho: Dieses Wort wurde deshalb gewählt, weil die oben erwähnte Stimulation unmittelbar Einfluss auf unsere Psyche hat; dies ermöglicht es uns zum einen, unsere Emotionen punktuell, also zu einem bestimmten Zeitpunkt und in einer bestimmten Situation zu beeinflussen; zum anderen können wir damit aber auch bereits fest verankerte (pathologische) emotionale Eigenarten wie etwa die Neigung zu Depressionen, chronische Ängste oder Zwangsverhalten verändern.

Bio: Die Silbe „Bio“ bedeutet „Leben“. Tatsache ist, dass wir in der Lage sind, unsere Lebensenergien zu steuern, wenn wir unseren psychischen Zustand beeinflussen, denn jedes Einwirken auf unsere Psyche wirkt sich auch auf unseren Körper aus und trägt dazu bei, möglichen psychosomatischen Erkrankungen vorzubeugen und unser Leben zu verändern. Wir kennen heute die „biologische Landwirtschaft“ – warum sollte es nicht auch „biologische Therapien“ geben, die verhindern, dass wir uns durch den Konsum von Psychopharmaka allmählich selbst vergiften?

Akupressur: Stimulation bestimmter Akupunkturpunkte durch Druck. Seit Shiatsu in Mode gekommen ist, kennen wir alle diese Methode mehr oder weniger gut; in unserem Falle handelt es sich jedoch um eine ganz spezifische Vorgehensweise, bei der immer fünf Punkte am Körper gleichzeitig stimuliert werden – die „fünf Punkte“, die sozusagen das Markenzeichen meiner Methode darstellen.


Was ist Psycho-Bio-Akupressur (PBA)?Kapitel 1

Das ist der größte Fehler bei der Behandlung von Krankheiten, dass es Ärzte für den Körper und Ärzte für die Seele gibt, wenngleich beides doch nicht getrennt werden kann.

PLATON

Die Psycho-Bio-Akupressur (PBA) ist eine einfache, schnelle, jedermann verfügbare Methode, leicht erlernbar und ebenso leicht anwendbar. Sie ermöglicht es Ihnen, …

•punktuell ganz bestimmte Emotionen wachzurufen und sich damit in ganz bestimmte Situationen zu versetzen; diese können relativ banal sein wie Prüfungsangst, aber auch so gravierend wie die Panikattacke vor einem Flug oder so dramatisch wie der Verlust eines geliebten Menschen. (Das Erlebnis als solches wird den Betroffenen dann keinesfalls gleichgültig, aber sie haben die Möglichkeit, den damit verbundenen Stress zu überwinden.)

•lange bestehende, in manchen Fällen tief in der Psyche verankerte negative Emotionen zu verändern und dadurch auch positiv auf krankhafte Zustände wie Depressionen, Zwangsverhalten oder chronische Ängste einzuwirken.

•den emotionalen Anteil abzuschwächen, der für eine Vielzahl von psychosomatischen Erkrankungen wie Ekzeme, Psoriasis, Magengeschwüre oder Darmentzündungen mit verantwortlich ist, und somit deren Heilung zu erleichtern.

Die Methode ist einfach, denn Sie stimulieren mit deutlichem Druck lediglich fünf Akupunkturpunkte und aktivieren damit im Körper einen bestimmten (Energie-) Kreislauf, der für die Emotion, die Sie verändern möchten, spezifisch ist. Später genügt es dann, diese Fünf-Punkte-Sequenzen bzw. Kreisläufe in einer jeweils spezifischen Reihenfolge (= Kombination) zu aktivieren, je nach der Situation oder Problematik, für die Sie eine Lösung suchen.

Die Methode ist schnell, weil die Person, die sie anwendet, bereits nach wenigen Minuten Erleichterung verspürt und in der Lage ist zu reagieren, obwohl es ihr noch kurz zuvor unmöglich war, die Situation, mit der sie konfrontiert war, zu bewältigen.

Die Methode ist für jedermann verfügbar, weil alle, die dieses Buch lesen und sich die zu stimulierenden Akupunkturpunkte merken (detaillierte Übersichten befinden sich am Ende des Buches), diese ohne weitere Vorkenntnisse anwenden können. Sie brauchen kein medizinisches, psychologisches oder anatomisches Fachwissen.

Die Methode ist praktisch, weil sie keine Vorbereitungen, kein bestimmtes Ritual und keine Hilfsmittel erfordert. Hinzuzufügen ist noch, dass sie (wenn nötig) mitten in einer Menschenmenge, in der U-Bahn, im Flugzeug oder in einem Wartezimmer durchgeführt werden kann.

Und schließlich hat die Methode noch einen Vorteil, der nicht unterschätzt werden sollte: dass sie selbst bei Kleinkindern und sogar bei Babys angewandt werden kann.

Anwendungsbeispiele

Im Folgenden habe ich einige Beispiele aus der Praxis zusammengestellt, die veranschaulichen, wie die PBA etwa bei einer schweren Krise, bei einem Trauerfall oder in einer dramatischen Notsituation Hilfe leisten kann:

Zum Beispiel Martha

Eine Familie erschien geschlossen in meiner Praxis, um mir Martha vorzustellen, die einige Tage zuvor ihren Mann auf tragische Weise durch einen völlig unvorhersehbaren Hirnschlag verloren hatte. Sie war sehr tapfer; trotzdem war erkennbar, dass sie völlig am Ende war, sie konnte nicht mehr essen, nicht mehr schlafen und sie konnte nicht aufhören zu weinen. Mehr brauche ich dazu wohl nicht zu sagen, denn sicher kennen Sie ähnliche Situationen.

Ich wandte bei ihr das „Notfallpaket“ an [= eine Kombination verschiedener Punktesequenzen, die man auch als „Notfallset“ oder „Notfallkoffer“ bezeichnen könnte; Anm. d. Vlgs.], das in Kapitel 4 detailliert erläutert wird: Hierbei werden nacheinander die Punktesequenzen gegen negatives Denken, gegen Depression, Panik sowie Hypererregbarkeit durchgeführt, außerdem die Schocksequenz und zum Abschluss die Sequenz zum Wiederaufladen der energetischen Zentren.

Bereits am Ende der dritten Sequenz, also weniger als 5 Minuten nach Beginn meiner Behandlung, spürte ich, dass sie sich entspannte. Sie gab mir die Rückmeldung, dass sie nicht mehr „diesen Druck im Kopf“ spüre. Bei der vierten Sequenz erklärte sie, dass sie den Eindruck habe, dass das Gewicht, das seit dem tragischen Ereignis auf ihrer Brust lastete, leichter geworden sei und dass sie wieder besser Luft bekomme. Am Ende der Sitzung sprach sie davon, dass sie große Ruhe und Gelassenheit spüre.

Martha wird sicher noch einen weiten Weg zu gehen haben, denn leider kann ich ihr ihren Schmerz nicht nehmen; doch sie hat ihre Energie zurückgewonnen und ist damit in der Lage, der Situation zu begegnen, vor allem, seit ich ihr gezeigt habe, wie sie die Sequenzen, die ihr helfen, bei sich selbst durchführen kann.

Wenden wir uns nun einem weniger dramatischen Beispiel zu, um zu zeigen, wie die PBA helfen kann, gegen eine in einer bestimmten Situation auftretende Emotion anzugehen, die uns massiv behindern kann, nämlich: Lampenfieber oder Prüfungsangst.

Zum Beispiel Virginia

Virginia ist vierundzwanzig Jahre alt und versucht zum vierzehnten Mal (!), die Führerscheinprüfung zu bestehen. Beim Üben mit dem Fahrlehrer klappt alles einwandfrei. Er kann ihr nur immer sagen, dass sie alles richtig mache und dass man meinen könne, sie fahre bereits seit vielen Jahren Auto. Und dennoch, am Tag der Prüfung, wenn sie sich dem Prüfer gegenübersieht, vergisst sie alles, was sie gelernt hat. Ihr Herz rast, sie bricht in Schweiß aus, sie weiß nicht mehr, wo sie sich befindet, sie kann nicht mehr klar sehen und ihr ist schlecht. Selbstverständlich fährt sie auch diesmal wieder an einem Stoppschild vorbei oder biegt gegen die Fahrtrichtung in eine Einbahnstraße ein … Es endet unweigerlich mit einem Fehlschlag, sie muss die Prüfung wiederholen. Inzwischen blickt sie auf dreizehn Fehlschläge zurück.

Dabei braucht Virginia ihren Führerschein wirklich dringend; sie hat eine kaufmännische Ausbildung absolviert, alle Prüfungen bestanden, findet jedoch keine Anstellung, denn in ihrer Branche ist die Fahrerlaubnis unbedingt erforderlich. So steht es auch in sämtlichen Stellenanzeigen. Sie weiß, dass sie ohne Führerschein keine Stelle finden wird. Ihre berufliche Zukunft hängt somit davon ab, ob sie es schafft, dieses Dokument zu bekommen. Aber je deutlicher ihr dies wurde, je eindringlicher sie es sich selbst sagte, umso höher wurde der Druck … und sie machte am Tag der Prüfung wieder Fehler und fiel durch. So ging das nun schon ein ganzes Jahr.

Und da ein Unglück selten allein kommt, entwickelte sich parallel dazu auch noch ein Beziehungsproblem, da ihr Partner ihre vergeblichen Versuche finanzierte und mittlerweile das Gefühl hat, dass sie nicht genügend Entschlossenheit zeigt und sich nicht in der Hand hat; vielleicht fragt er sich sogar, ob sie die Prüfung gar nicht bestehen will.

Sie kam auf Empfehlung einer Freundin als aussichtsloser Fall in meine Praxis, ohne allzu viel Hoffnung: Sie hatte bereits alles probiert, Homöopathie ebenso wie Betablocker (ein Medikament, das bei Bluthochdruck den Herzschlag verlangsamt und das manche Mediziner auch bei Stress für das geeignete Mittel halten). Nichts hatte zum Erfolg geführt.

Ich konzentrierte mich auf ihren Pulsschlag, aus dem ich auf ihren emotionalen Zustand schließen konnte. Ich stellte ihr Gleichgewicht mithilfe einiger Punktesequenzen der PBA wieder her, wobei ich eine Reihenfolge einhielt, die ich später genau erläutern werde.

Dann zeigte ich ihr drei Punktesequenzen, die sie bei sich selbst durchführen sollte: Die erste gegen die Panik, die zweite zur Unterstützung jeder Form des Ausdrucks und die dritte zur Wiederherstellung des allgemeinen Gleichgewichts. Ich riet ihr, diese am Morgen der Prüfung sofort nach dem Aufstehen durchzuführen und sie während des Tages mehrmals zu wiederholen, zum letzten Mal unmittelbar vor Beginn der Prüfung.

Einige Tage darauf erreichte mich der Telefonanruf einer erleichterten und triumphierenden Virginia: Sie hatte ihre größte Hürde endlich genommen. Sie berichtete mir, dass sie zu keinem Zeitpunkt der Prüfung Angst gehabt habe. An einem Punkte hatte der Prüfer ihr sogar eine Falle gestellt, die sie früher vollständig aus der Fassung gebracht hätte. Diesmal war sie ruhig und gelassen geblieben, sie hatte sich selbst nicht wiedererkannt.

Beispiele wie das von Virginia kommen tagtäglich vor, die Reihe ließe sich beliebig fortsetzen; etwa mit dem Anwalt, der es sich zur Gewohnheit gemacht hat, vor einem besonders schwierigen Plädoyer bestimmte Punktesequenzen zu stimulieren, oder mit dem Schauspieler, der jedes Mal kurz vor seinem Auftritt vom Lampenfieber überwältigt wurde; oder mit dem Studenten, der vor jeder schriftlichen oder mündlichen Prüfung wie gelähmt war. All diese Menschen haben von der Psycho-Bio-Akupressur profitiert. Dank der Punktesequenzen, die ich bei meinen Patienten einsetze, vor allem aber dadurch, dass ich ihnen zeige, wie sie diese bei sich selbst durchführen können, lassen sich die Emotionen, die uns das Leben schwer machen und die wir immer wieder durchleben, schnell und effektiv unter Kontrolle bringen.

Darüber hinaus hilft die PBA dabei, negative Emotionen, die chronisch zu werden drohen oder es bereits sind, ebenfalls in den Griff zu bekommen. Dies möchte ich am Beispiel von Jacques veranschaulichen.

Zum Beispiel Jacques

Jacques befand sich in einer sehr schwierigen persönlichen Situation. Seine berufliche Position hatte es erforderlich gemacht, dass er für zwei Jahre ins Ausland ging, während seine Familie zurückbleiben musste, weil die Kinder ihre Schullaufbahn nicht unterbrechen sollten. Hinzu kam, dass seine berufstätige Frau keine unbezahlte Freistellung erhielt. Damit war er gezwungenermaßen Strohwitwer, was nichts anderes bedeutete, als dass er nach Feierabend völlig allein war. Es boten sich nicht sehr viele Gelegenheiten auszugehen und er hatte auch nicht wirklich Lust dazu (er war kein „flatterhafter“ Charakter), und so verbrachte er seine Abende freudlos zwischen Fernseher und Whiskyflasche, einem gefährlichen Trostspender; von den Wochenenden wollen wir gar nicht reden. Er war einsam und langweilte sich.

Als er in meine Praxis kam, stand er an der Schwelle zur Depression und ich setzte bei ihm sofort die Kombination der Sequenzen gegen Depression ein. Daraufhin fühlte er sich einige Wochen lang recht gut. Da sich an seiner Situation jedoch nichts änderte, war klar, dass dieselben Ursachen weiterhin dieselbe Wirkung haben würden, und er erlitt sehr schnell einen Rückschlag. Da er sich nicht entschließen konnte, dem Rat seines Arztes zu folgen und ein Antidepressivum einzunehmen, kam er erneut zu mir.

Wohl wissend, dass meine Behandlung angesichts einer Situation, die sich noch lange hinziehen würde, nur punktuell wirken konnte, riet ich ihm, einen meiner Workshops zu besuchen und die Sequenzen selbst zu erlernen, um sich damit Schritt für Schritt von seiner Neigung zur Depression zu befreien.

Als ich ihn einen Monat später wiedersah, erzählte er mir die folgende Geschichte:

„Am Ende des Workshops ging es mir sehr gut; ich war jedoch noch nicht vollständig von der Wirksamkeit der PBA überzeugt. Außerdem hatte ich Ihren Rat vernachlässigt, die Sequenzen jeden Tag anzuwenden.

Zwei Wochen später hatte ich meinen Vorgesetzten zu mir eingeladen. Ich hatte zwar keine große Lust dazu, konnte die Einladung aber nicht mehr hinauszögern. Da kam mir der Gedanke, einige der Sequenzen auszuprobieren, die ich bei Ihnen gelernt hatte, vor allem die gegen Depression. Zu meiner großen Überraschung erlebte ich nicht nur einen viel angenehmeren Abend, als ich es je erwartet hätte – ich war sogar richtig entspannt, fast heiter, und dazu kam noch, dass die Wirkung anhielt: Den ganzen darauffolgenden Tag hatte ich eine Energie, wie ich es lange nicht erlebt hatte. Ich war positiv eingestellt, arbeitete effizient und war weniger niedergeschlagen. Inzwischen habe ich verstanden, wie ich mir selbst helfen kann, und ich habe es zu meinem Ritual gemacht, jeden Morgen ‚meine‘ Sequenzen durchzuführen.“

Sicher, die Situation von Jacques hat sich nicht verändert, er wird seine Familie erst in einem Jahr wiedersehen. Für die verbleibende Zeit hat er jedoch eine Möglichkeit, die ihm durchzuhalten hilft; er ist dem Dunstkreis der Depression entkommen.

Zuletzt noch ein Beispiel dafür, wie die PBA auch Kindern und sogar Babys helfen kann. Den Beweis hierfür liefert Kevin:

Zum Beispiel Kevin

Kevin war acht Monate alt und schlief seit seiner Geburt nicht. Die ganze Familie war am Ende, die Eltern standen kurz vor der Trennung. Sie trugen Kevin Nacht für Nacht abwechselnd umher, er schlief nur an der Schulter von Vater oder Mutter ein; sobald er jedoch abgelegt wurde, begann die Schreierei erneut.

Nichts half. Man versuchte es damit, ihn schreien zu lassen, in der Hoffnung, dass er aus Erschöpfung irgendwann einschlafen würde, weil einige gute Seelen – einschließlich des Kinderarztes – den Eltern einzureden versuchten, dass er nur aus Launenhaftigkeit schrie … Das ständige Weinen machte jedoch alles nur noch schlimmer, der arme Kleine schrie, bis er rot anlief, er war verstört, schwitze, war kurz vor dem Erbrechen … Aber an Schlaf war nicht zu denken.

Auch die Homöopathie zeigte keinerlei Wirkung. Allein bestimmte Medikamente brachten Erleichterung. Die Eltern hatten sich jedoch trotz ihrer Erschöpfung ein gewisses Maß an Vernunft bewahrt und gaben sich nicht mit dieser Scheinlösung zufrieden.

Als sie Kevin zu mir brachten, fragte ich als Erstes nach dem Verlauf der Schwangerschaft und der Geburt. Kevins Mutter hatte ihr erstes Kind im siebten Schwangerschaftsmonat verloren. Die zweite Schwangerschaft mit Kevin war daher von der ständigen Angst vor einer weiteren Fehlgeburt überschattet gewesen. Diese Angst war so übermächtig gewesen, dass die werdende Mutter frühzeitig aufhören musste zu arbeiten und ihr Gynäkologe sie als „Risikoschwangerschaft“ einstufte.

Die Entbindung war eine „Katastrophe“. Acht Tage nach dem errechneten Geburtstermin hatte sich Kevin noch nicht gedreht; noch schlimmer war, dass es Anzeichen für eine Überalterung der Plazenta gab, sodass die Geburt eingeleitet werden musste. Die Wehen waren lang und kräftezehrend. Die Periduralanästhesie wirkte nur zur Hälfte und die Geburtszange kam zu Einsatz. Man hätte meinen könnten – so drückte die Mutter es aus –, dass er nicht geboren werden wollte. (Tatsache ist aber, dass ich jede Woche mindestens einen solchen Fall zu sehen bekomme.)

Dieses Baby war also vollkommen verängstigt. Im Mutterleib hatte es die ganze Angst seiner Mutter miterlebt. Als sich dann die Geburt immer weiter hinzog, nahm es wieder ihre Angst wahr, es zu verlieren. Und schließlich erlebte es die aggressive Gewalt der Geburtszange. Unter diesen Umständen verwundert es nicht, dass Kevin nicht schlafen konnte.

Hierbei darf nicht vergessen werden, dass es eine der größten Ängste unserer frühen Vorfahren war, im Schlaf angegriffen zu werden. Und dass diese Angst im primitivsten Teil unseres Gehirns, dem sogenannten „Reptilienhirn“, das alle Erinnerungen der Menschheit seit ihren Anfängen bewahrt, fest eingraviert ist. Bei Angst besteht deshalb der erste Reflex darin, wach zu bleiben. Für unser Unterbewusstsein bedeutet Schlafen potenziell Gefahr, weil wir dann die Kontrolle über unsere Umgebung verlieren.

Nicht umsonst spricht man vom Schlaf als dem „kleinen Bruder des Todes“, von einem Zustand also, der Angst macht, weil er sich, ebenso wie eine Krankheit, unserem bewussten Einfluss entzieht; aus demselben Grund weckt auch die Liebe bei vielen Menschen Ängste, denn wenn wir uns verlieben, haben wir keine Kontrolle mehr über das, was da mit uns passiert; und welche Angst eine Schwangerschaft auslösen kann, die uns unsere Ohnmacht diesem neuen Leben gegenüber vor Augen führt, haben viele Frauen gewissermaßen „am eigenen Leib“ erfahren.

Wie ich Kevin mit PBA half

Kevin befand sich ganz offensichtlich in einem Zustand der Panik, also konnte er nicht schlafen. Ich wandte bei ihm diejenigen Punktesequenzen der PBA an, die die Panik regulieren, außerdem die Sequenzen gegen Schock und die, die energetischen Zentren wieder aufladen. Vorsichtshalber nahm ich noch die Sequenz zum Lösen von Koliken hinzu, denn bei Kindern „verkörpert“ sich Angst häufig in Form von Bauchschmerzen.

Am Abend dieses Tages und in der Nacht schlief Kevin den Schlaf der Gerechten. Am nächsten Tag riefen mich die Eltern in meiner Praxis an und fragten, ob ich vielleicht ein Zauberer sei … Das bin ich natürlich nicht. Im Grunde genommen ist es nämlich sehr einfach, vorausgesetzt, man verfügt über ein wenig gesunden Menschenverstand, man versteht, was sich abspielt, und kennt die Punktesequenzen der PBA, mit denen das Problem sich lösen lässt.

Ist man wachsam und setzt die PBA bereits bei den ersten Anzeichen eines Problems konsequent ein, so lässt sich eine Verschlimmerung häufig vermeiden. Natürlich hilft die PBA bei akuten, schmerzhaften Ereignissen, die schwierig zu bewältigen sind, aber es wäre falsch, sie auf diese Anwendungsmöglichkeiten zu beschränken. Wird sie präventiv angewandt, so lässt sich damit häufig verhindern, dass eine Störung sich einnistet oder gar auf eine andere Ebene übertragen wird; wir dürfen nämlich nicht vergessen, dass jede längerfristige psychische oder emotionale Störung sich irgendwann als Krankheit „somatisiert“, das heißt: im Körper zum Ausdruck kommt. Damit erklärt sich auch der tiefere Sinn des Begriffs „Psycho-Bio-Akupressur“. Wie bereits erwähnt, wirkt sich eine Störung in unserer Psyche nicht nur auf unseren Geist, sondern auch auf das Funktionieren unserer Organe aus. Glücklicherweise ermöglicht uns die „Akupressur der fünf Punkte“, wieder die Kontrolle über die Situation zu übernehmen, und je eher sie zum Einsatz kommt, desto besser. In Bezug auf Krankheiten sollten wir uns die Einstellung der Heilkunst des Fernen Ostens zu eigen machen, die viel stärker auf Vorbeugung als auf Heilung ausgerichtet ist.

Mich bezeichnen viele aufgrund meines Lebensrhythmus als Einsiedler, denn während der Woche bin ich von morgens 8 Uhr bis abends 20 Uhr in meiner Praxis, samstags von 8 bis 13 Uhr. Am Morgen erwache ich mit meiner Umgebung etwa um 4 Uhr und widme mich dann etwa der Arbeit an einem solchen Buch oder ähnlichen Aufgaben. Von Samstagnachmittag bis Sonntagabend bin ich dann für meine Familie da. Ich kann Ihnen versichern, dass ich mich viel jünger fühle als noch vor zehn Jahren.

Wirkungsweise

Wie lässt sich die Wirkungsweise der Psycho-Bio-Akupressur genauer erklären? – Zunächst möchte ich kurz auf den Begriff „Lebensenergie“ eingehen.

Durch die gesamte Menschheitsgeschichte hindurch haben alle Kulturen auf der ganzen Welt stets die Existenz einer universellen Energie anerkannt, einer Kraft, die im gesamten Universum und ebenso im menschlichen Körper gegenwärtig ist. In Indien wurde diese Kraft „Prana“ genannt, im Fernen Osten „Chi“ oder „Qi“; manche schamanistischen Traditionen sprechen von „Chula“; bei den alten Römern findet sich die Bezeichnung „animus“.

Diese Lebensenergie ist unsichtbar wie Luft, hat aber dennoch entscheidenden Einfluss auf unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden. Sie ist darüber hinaus nicht nur für unsere physische Gesundheit und unser Weiterleben verantwortlich, sondern auch für unser psychisches und emotionales Gleichgewicht: Befindet sich unsere Lebensenergie im Gleichgewicht und kann sie ungehindert fließen, so ist auch unsere körperliche Gesundheit gut. Ist sie hingegen blockiert oder aus dem Gleichgewicht, so führt dies zu Störungen, aus denen sich in der Regel Krankheiten entwickeln.

Die gesamte Materie, wie „dicht“, massiv oder fest sie auch erscheinen mag, besteht aus Energie, aus Atomen, Protonen und Elektronen, und dieses ganze „schwingende“ Universum weist verschiedene Sequenzen auf. Wir leben im elektromagnetischen Feld der Erde, umgeben von lauter Wellen, angefangen von den Niedrigfrequenzen des Radios am einen Ende des Spektrums bis hin zu den kosmischen Strahlen hoher Frequenz am anderen Ende. Alles im Universum besteht aus Energie, die sich verdichtet und auf einer niedrigeren Frequenz schwingt, wenn sie zu Materie wird.

Wir Menschen sind demnach auch energetische Phänomene. Unsere Lebensenergie erstrahlt um unseren Körper herum – sie kann sogar sichtbar gemacht werden, manche nennen sie „Aura“; und sie tritt an den energetischen Zentren, den Chakren, in unseren Körper ein und aus; innerhalb des Körpers fließt sie in Energiekanälen, den „Nadis“ oder „Meridianen“. Gesundheitliche Probleme treten immer dann auf, wenn die Energie „verschmutzt“ ist oder wenn sie zu stark oder zu wenig stimuliert wird. Befinden sich die verschiedenen Energielevel in unserem Körper und um ihn herum im Gleichgewicht, so sind wir bei guter Gesundheit. Die Wirkung einer der ältesten Heilmethoden, der Akupunktur, beruht darauf, dass feine Nadeln auf bestimmte Punkte am Körper gesetzt werden und so den Energiestrom in den Meridianen regulieren.

Die alten Chinesen gingen von zwei einander ergänzenden Energien aus – Yin und Yang –, die zusammen das Chi, also die Lebensenergie, bilden. Es gibt Yin-Organe, wie zum Beispiel die Leber, und Yang-Organe, etwa den Magen. Ebenso existieren sechs Yin-Meridiane und sechs Yang-Meridiane. Entlang dieser Meridiane liegen jeweils dreihundertfünfundsechzig Akupunkturpunkte, an denen sich die Lebensenergie konzentriert. Setzt man genau an diesen Punkten Akupunkturnadeln in die Haut, so lässt sich dadurch der Energiestrom in den jeweiligen Meridianen reduzieren oder stimulieren; auch die Qualität der Energie, die in die Organe fließt, lässt sich damit beeinflussen und die Funktion dieser Organe lässt sich verbessern.

Für Skeptiker sei hier die folgende Information eingefügt: Die Existenz dieser viel zitierten Meridiane, die ohne anatomische Grundlage zu funktionieren scheinen, konnte kürzlich an den Körpern meditierender Yogis sichtbar gemacht werden, indem unterschiedliche Betastrahlen auf ihrer Bahn aufgezeichnet wurden.

Die Psycho-Bio-Akupressur entstand zunächst auf der Basis einer Akupunkturmethode, die ebenfalls mit fünf Punkten arbeitet und in verschiedenen Ländern gelehrt wird, etwa in Australien und auch in Frankreich, wo Dr. Patrick Véret als einer der Wegbereiter erwähnt werden muss. (Nähere Informationen darüber am Ende dieses Buches)

Die Ursprungsidee war, nicht mit einzelnen Akupunkturpunkten separat zu arbeiten, sondern fünf Punkte gleichzeitig zu stimulieren: Dadurch werden im Körper Energiekreisläufe aktiviert, in denen eine ganz spezifische Energie fließt, die sich aus der ursprünglich in den Meridianen fließenden Energie ableitet. Wir arbeiten also nicht mehr mit der Energie eines einzelnen Akupunkturpunktes, sondern mit der ganz spezifischen Energie, die in dem mit fünf Punkten gleichzeitig aktivierten Kreislauf fließt. Jedes Problem hat somit seine Entsprechung in einem spezifischen, mit der Sequenz von fünf ganz bestimmten Punkten aktivierten Energiekreislauf.

Vor mehr als fünfzehn Jahren absolvierte ich eine kurze Ausbildung zu diesen Sequenzen auf der Basis von fünf Punkten und probierte dies anschließend in meiner Praxis aus. Die Ergebnisse, die ich damit erzielte, waren enttäuschend und überraschend zugleich. Wie ich es gelernt hatte, versuchte ich die Energiekreisläufe gegen Bluthochdruck, bei Erkältungen oder bei Ischiasschmerzen einzusetzen. Beim nächsten Termin hatte sich das körperliche Befinden meiner Patienten jedoch kaum verbessert – daher meine Enttäuschung, die ich auch sofort ansprach. Die Überraschung für mich bestand darin, dass die Reaktionen meiner Patienten völlig anders ausfielen, als ich erwartet hätte, nämlich etwa so: „Mein Ischiasschmerz / Mein Schnupfen / Mein Knie ist nicht besser geworden. Aber seit Sie bei mir diese fünf Punkte stimuliert haben, geht es mir psychisch unglaublich gut! Ich fühle mich weniger gestresst, viel gelassener. Es ist wirklich erstaunlich …“

Diese einhelligen Aussagen weckten meine Aufmerksamkeit. Die Sequenzen mussten eine unvorhergesehene psychologische Wirkung haben. Ich dachte lange darüber nach, versuchte, den Grund dafür zu verstehen, erprobte daraufhin vorsichtig viele weitere Sequenzen und dank meiner Ausdauer und genauen Beobachtung wurden mir die Zusammenhänge immer klarer. Schließlich verstand ich, was da geschah. Ich will versuchen, es mit meinen Worten zu erklären:

Beginnen wir mir einem einfachen Vergleich. Unser Gehirn und, davon abhängig, unser Körper funktionieren in gewisser Hinsicht wie ein Computer. Ist mein Computer nicht ans Stromnetz angeschlossen oder ist sein Akku defekt, so funktionieren bestimmte Programme nicht mehr. Dasselbe gilt für unser Gehirn: Wird es nicht mehr ausreichend versorgt, funktionieren bestimmte Programme nicht mehr und wir sind nicht in der Lage, bestimmte Situationen zu bewältigen, mit denen uns das Leben konfrontiert.

Das Problem dabei ist, dass die Energie, die zu unserem Gehirn fließt und es nährt, sich zu einem großen Teil aus unseren Gedanken ableitet, denn unsere Gedanken sind Energie. Diesen Zusammenhang gilt es sich klar zu machen.

Natürlich erhalten wir auch Energie aus unserem Stoffwechsel – hier sind die Spurenelemente besonders wichtig für unser reibungsloses „Funktionieren“ – und, wie wir bereits gesehen haben, ebenso aus unserer Umgebung, aus dem Kosmos und von der Erde; die Energien, die „Störungen“ in unserem Gehirn verursachen, werden jedoch in der Hauptsache von unseren Gedanken produziert.

Jeder von uns ist doch in der Lage, genau wahrzunehmen, ob sein Gesprächspartner beispielsweise wütend oder schlecht gelaunt ist, und zwar selbst dann, wenn dieser es zu verbergen sucht; das ist Beleg genug dafür, dass unsere Gedanken Energie sind, denn dies ist nur möglich, weil wir die Energie wahrnehmen, die der andere verströmt, die Energie seiner Gedanken. Aber auch im umgekehrten Fall, also wenn die andere Person glücklich oder vielleicht verliebt ist, spüren wir dies, denn auch die Liebe ist eine Energie – und was für eine!

Belasten wir unser Gehirn also mit negativer Ladung, so sinkt sozusagen seine „Ladung“ und wir sind nicht mehr oder mehr schlecht als recht in der Lage, Probleme oder Belastungen zu bewältigen, denen wir begegnen.

Je mehr negative Ladung wir uns zuführen, umso stärker beeinträchtigen wir unsere Funktionsfähigkeit, und zwar bis zu einem bestimmten Punkt, an dem sozusagen der Schalter umkippt und andere energetische Systeme aktiviert werden – etwa Depression oder Panik. Möglich ist auch, dass das Geschehen so heftig ist, dass gewissermaßen einige „Sicherungen durchbrennen“; das kann in unserem Energiesystem „Narben“ hinterlassen, die uns dauerhaft beeinträchtigen.

Dasselbe passiert, wenn bei Ihnen zu Hause aufgrund einer Überlastung der Stromversorgung Sicherungen durchbrennen; werden diese nicht ersetzt, so wird ein Teil des Hauses lahmgelegt oder im Dunkeln sein; bestimmte elektrische Geräte funktionieren nicht mehr – und zwar so lange, bis Sie den Stromkreis wieder in Ordnung gebracht und die defekten Sicherungen ausgetauscht haben. Werden diese aber erst nach zwanzig Jahren ausgetauscht, so funktioniert die Elektrik des ganzen Hauses zwanzig Jahre lang nicht richtig. Genau dasselbe geschieht mit unserem Gehirn.

Solche Funktionsstörungen sind jedoch kein unabänderliches Schicksal: Wir können sie beheben und unsere Energien wieder in Ordnung bringen! Dazu müssen wir lediglich spezifische Energiekreisläufe aktivieren, basierend auf jeweils fünf Akupunkturpunkten, durch die die „Gegenspieler“ derjenigen Energien fließen, die wir „ausschalten“ wollen. Innerhalb weniger Minuten fließt die Energie dann wieder normal und die Erleichterung ist unmittelbar zu spüren. Wie bereits erwähnt, ist dies sogar ohne Schmerzen möglich, denn die Quelle schädlicher Energie lässt sich ganz einfach „ausschalten“, indem wir der Akupressur den Vorzug vor den Nadeln geben – schmerzfrei und genauso effektiv.

Die Einmaligkeit der hier vorgestellten Methode hat ihren Ursprung darin, dass ich nach einer Möglichkeit suchte, Akupunkturnadeln zu vermeiden, denn diese sind – vor allem bei der Behandlung von Kindern – oft schwierig zu handhaben und manchmal durchaus schmerzhaft; ich habe sie durch festen Druck auf die fünf Akupunkturpunkte ersetzt. Gleichzeitig habe ich aus der Vielzahl der vorhandenen Punktesequenzen etwa zwanzig ausgewählt, die mir am nützlichsten erschienen und den engsten Bezug zu unserer Psyche aufwiesen. Mit zunehmender Erfahrung habe ich diese im Laufe von fünfzehn Jahren immer wieder abgewandelt und modifiziert, bis ich mit den Ergebnissen vollständig zufrieden war. Zum Schluss habe ich sie zu sehr präzisen Kombinationen zusammengestellt. Jede Kombination zielt genau auf eine bestimmte psychologische Problematik, die gelöst, überwunden oder ins Gleichgewicht gebracht werden soll.

Entstehung

Die Idee, mit Akupressur zu arbeiten, kam mir, wie so oft, bei einer persönlichen Begegnung. Zunächst arbeitete ich ausschließlich mit Akupunkturnadeln, denn darin war ich ausgebildet. Einige Punkte reagierten jedoch immer schmerzhaft, und da – wie bereits erwähnt – Gedanken und Empfindungen Energie sind, bestand die Gefahr, dass das Empfinden von Schmerz die Wirksamkeit des jeweils stimulierten Kreislaufs beeinträchtigte. Außerdem wollte ich gerne mit Kindern und auch mit Babys arbeiten, bei denen die Akupunktur aus offensichtlichen Gründen nicht infrage kommt.

Eines Tages sprach ich mit einem Händler für Akupunkturnadeln im chinesischen Viertel von Sydney, wo ich damals meine Praxis hatte, über dieses Anliegen. Der Händler gab mir daraufhin eine Schachtel mit kleinen selbstklebenden Blättchen, in denen winzig kleine Kügelchen eingeschlossen waren; manche Chinesen benutzen sie zur Selbstbehandlung, etwa bei Migräne, indem sie damit bestimmte Punkte aktivieren. Der Händler gab mir zu verstehen, dass es kein Fehler sein könne, es einmal damit zu probieren.

Ich probierte es tatsächlich, allerdings zunächst ohne Überzeugung. Aber zu meiner großen Verblüffung funktionierte es … In der Folge verstand ich auch, warum die „Aufkleber“ funktionierten. Dazu muss man wissen, dass man auf zwei verschiedene Arten auf einen Akupunkturpunkt einwirken kann: Man kann zum einen seine Energie stimulieren, dann spricht man von Tonisieren; man kann aber auch das Gegenteil tun, nämlich seine überschüssige Energie reduzieren, ihn „beruhigen“; dann spricht man von Sedieren. Will man einen Punkt anregen, so dreht man eine gesetzte Akupunkturnadel im Uhrzeigersinn oder man benutzt eine goldene Nadel; will man die Energie an einem Punkt sedieren, so dreht man die Nadel gegen den Uhrzeigersinn oder setzt eine silberne Nadel.

Anregen lassen sich Akupunkturpunkte allerdings auch mit Hitze – im Fernen Osten erhitzt man die Punkte mit glühenden Beifußstäbchen, „Moxas“ genannt; diese Wirkung lässt sich auch mit Licht, genauer: mit Glasfasern, erzielen – oder aber mit Druck! Der Vorschlag des Händlers, mit den kleinen Aufklebern zu arbeiten, zielte genau in diese Richtung, denn ihre Wirkung beruht ebenfalls auf Druck.

Bei der Methode, die uns interessiert, war das Ziel, fünf Punkte gleichzeitig zu stimulieren; Sedieren war nicht erwünscht. Die Aufkleber waren also perfekt geeignet, denn auch das Hindernis in Form von Schmerz war damit ausgeschaltet.

In der Folgezeit konnte ich also in aller Ruhe auch Babys und Kleinkinder erfolgreich behandeln – bis zu dem Tag, an dem mir eine Patientin gegenübersaß, deren Baby ich erfolgreich behandelt hatte und die nun für sich selbst Hilfe suchte. Allerdings litt sie unter einer Nadelphobie, und da sie wusste, dass ich bei der Behandlung von Erwachsenen mit Nadeln arbeitete, hatte sie große Zweifel, ob ich ihr würde helfen können.

Zu dieser Zeit benutzte ich für die Behandlung von Erwachsenen tatsächlich immer noch Nadeln; ich war davon überzeugt, dass sie letztlich doch effektiver seien und dass die Aufkleber bei Kindern nur deshalb so gut wirkten, weil Kinder empfänglicher und vertrauensvoller waren, weil sie die Dinge weniger hinterfragten.

Mit der Bitte dieser Patientin konfrontiert, wagte ich bei ihr einen Versuch mit Aufklebern. Und es funktionierte auch in diesem Fall! Daraufhin benutzte ich viele Jahre lang nur noch die Aufkleber, bei Kindern ebenso wie bei Erwachsenen, und immer mit dem gleichen Erfolg.

Eines Tages geriet ich schließlich auf einer Auslandsreise in die Situation, einer Person helfen zu müssen, die schwer depressiv war. Es handelte sich um eine Bekannte meiner Freunde, bei denen ich an diesem Tag zu Gast war und die von den positiven Ergebnissen meiner Arbeit wussten. Ich befand mich in einer unangenehmen Lage: Mir war klar, dass sie hofften, ich würde ihrer Freundin helfen; ich hatte jedoch meine Aufkleber nicht zur Hand und fühlte mich ziemlich hilflos. Was sollte ich tun?

Ich fragte mich: Würde es genügen, die fünf Punkte, die ich üblicherweise mit den Aufklebern stimulierte, nur manuell zu aktivieren? Würde der entsprechende Energiekreislauf sich auch so aktivieren lassen? Ich hatte es noch nie zuvor probiert, fühlte mich aber verpflichtet, irgendetwas zu versuchen, schon wegen der Freundschaft mit meinen Gastgebern, aber auch aufgrund meines Mitgefühls für die betroffene Person.

Da ich wusste, dass die Aufkleber durch Druck wirkten, wagte ich (ohne große Hoffnung) den Versuch, die fünf Punkte, die ich sonst mit den Aufklebern stimulierte, nur durch festen manuellen Druck zu aktivieren … Das Ergebnis war überwältigend: Die Wirkung trat viel schneller ein als bei den Aufklebern, sozusagen unmittelbar! Innerhalb weniger Minuten fühlte sich die junge Frau von dem belastenden „Gewicht“ auf ihrer Brust befreit …

Damit war die Psycho-Bio-Akupressur geboren. Und da es sich um eine sehr einfache Methode handelt, habe ich auch ihren Namen vereinfacht, indem ich ihn auf die drei Anfangsbuchstaben reduziert habe: PBA.

Schritt für Schritt entwickelten sich meine Gedanken dazu weiter. Manchmal gehe ich sehr langsam vor, denn damit vermeide ich das, was der berühmte Psychiater C. G. Jung als „geistige Inflation“ bezeichnet hat. Irgendwann sagte ich mir, dass – wenn weder Nadeln noch Aufkleber nötig waren – jeder Mensch lernen konnte, das zu praktizieren, was ich tat. Die Konsequenz daraus ergab sich von selbst: Ich begann, meinen Patienten beizubringen, die Punkte bei sich selbst zu aktivieren. Schließlich unterrichtete ich in Workshops und gab kostenlose Fortbildungen und kam schließlich angesichts des Erfolgs dieser Maßnahmen auf die Idee, dieses Buch zu schreiben, um die Technik einer noch größeren Zahl von Menschen zugänglich zu machen.

Die PBA verfügt über Punktesequenzen, mit deren Hilfe sich negative Energien wie Depression, Panik, Überempfindlichkeit, negatives Denken und Zwangsverhalten auflösen lassen. Durch andere Sequenzen lassen sich sämtliche Energiezentren des Körpers wieder mit positiver Energie aufladen; sogar die Narben, die dramatische Ereignisse unseres Lebens in unserem Energiesystem hinterlassen haben, lassen sich damit entfernen. Es genügt, diese Punktesequenzen in einer spezifischen Reihenfolge zu kombinieren – und innerhalb weniger Augenblicke sind wir dank solcher Kombinationen in der Lage, eine Situation zu meistern, die uns um ein Haar nachhaltig aus dem Gleichgewicht gebracht hätte.

So, wie Virginia vor ihrer Fahrprüfung, kann jeder von Ihnen diese Sequenzen anwenden. Nur wenn wir ständig darauf achten, dass unser Energiesystem im Gleichgewicht ist, befinden wir uns in Harmonie mit uns selbst; mithilfe der PBA können wir selbst dafür sorgen.

Ich persönlich habe die Harmonisierung meiner Energien zu einem Teil meines Morgenrituals gemacht, ebenso wie Rasieren und Zähneputzen, und ich fühle mich sehr wohl damit. Diejenigen meiner Patienten, die ebenso diszipliniert sind (– „Disziplin“ ist allerdings eigentlich ein viel zu großes Wort für etwas, was höchstens 10 Minuten in Anspruch nimmt), bestätigen mir dies.

Natürlich gilt es auch, alles zu tun, um die so wiedergewonnene Energie zu erhalten. Davon handelt das nächste Kapitel.


Die fünf goldenen RegelnKapitel 2

Wir haben bereits festgestellt, dass es wichtig ist zu lernen, wie wir unsere Energien wieder ins Gleichgewicht bringen können; nicht weniger wichtig ist es, zu wissen, wie wir dieses Gleichgewicht aufrechterhalten können. Gemäß der These zu Beginn dieses Buches, dass der größte Teil unserer Lebensenergie aus unseren Gedanken und Empfindungen stammt, müssen wir lernen, diese zu steuern und zu kontrollieren. Gelingt uns dies nicht, so geht uns – wie bei dem berühmten „Fass ohne Boden“ – alles wieder verloren, was wir erreicht haben.

Um unsere Gedanken, Gefühle und Empfindungen im Griff zu behalten, sollten wir einige grundlegende Regeln beachten, da wir sonst eine Frustration oder unangenehme Situation nach der anderen riskieren. Ich habe sie die „fünf goldenen Regeln“ genannt. Ich habe damit nichts Neues erfunden, sondern versuche nur, ein Wissen wiederzuerwecken, das in uns allen schlummert. Einer meiner Freunde hat es so ausgedrückt: „Es geht auch ohne Worte, aber wenn man es ausspricht, geht es leichter.“

Hier sind nun diese fünf Regeln, die sich – glauben Sie mir – leichter aussprechen als umsetzen lassen:

•Stress vermeiden

•Sich nicht festbeißen, nicht in etwas hineinsteigern

•Unberechtigte Schuldzuweisungen zurückweisen

•Sich gegen negative Menschen schützen

•Im gegenwärtigen Augenblick leben

Regel 1: Stress vermeiden

Sicher haben Sie selbst bereits festgestellt, dass Ihnen alles viel ernster, viel schwerwiegender erscheint, wenn sie nicht gelassen sind, sondern ärgerlich, ängstlich, deprimiert oder desillusioniert. Sind Sie hingegen entspannt, lebensfroh und zuversichtlich, so begegnen Sie demselben Ereignis mit Gleichmut oder zumindest entwickelt sich für Sie kein Drama daraus.

Es ist deshalb sinnvoll zu lernen, eher unbedeutende Probleme nicht zu nahe an sich heranzulassen; das wiederum hängt von unserer geistigen Verfassung im jeweiligen Augenblick ab. Es geht also darum, die Dinge zu relativieren.

Jeder von uns tut dies bewusst oder unbewusst nach einem ganz eigenen, individuellen Rezept. Sind Sie mit dem Ihrigen zufrieden und erscheint es Ihnen effizient genug, dann ändern Sie es auf keinen Fall; denken Sie jedoch daran, es systematisch und bewusst bei der geringsten Unstimmigkeit einzusetzen. Gehen Sie dann zu Regel Nummer 2 weiter.

Sollten Sie kein solches Rezept zur Hand haben, so möchte ich Ihnen im Folgenden mein eigenes verraten; es ist vielleicht nicht das beste, es kann aber auch nicht das schlechteste sein, da es mir bei etwa jedem zweiten Fall hilft und ich so die Hälfte meiner Energie spare: Jedes Mal, wenn ich mich ärgere oder Unannehmlichkeiten habe, frage ich mich: „Werde ich mich in fünf Jahren noch daran erinnern?“ Wenn die Antwort negativ ausfällt, so stufe ich das Problem in seiner Bedeutung herab. Das heißt nicht, dass ich nicht versuche, eine Lösung dafür zu finden; dies geschieht jedoch nicht unter Stress, nicht unter Verausgabung meiner gesamten Solarplexus-Energie. Ein kleines Beispiel soll dies verdeutlichen:

Beispiel: Autopanne

Nehmen wir an, ich muss verreisen und bleibe auf dem Weg zum Flughafen mit einer Autopanne liegen; es besteht die Gefahr, dass ich meinen Flug verpasse.

Nun habe ich zwei Möglichkeiten:

– Ich kann „explodieren“, mich sinnlos aufregen, mein Pech verfluchen, mich in die Opferrolle begeben, gegen die schlecht gewartete Straße wettern …, kurz: Ich kann meine gesamte Energie verlieren, ohne dass mich das rechtzeitig zu meinem Flugzeug bringt.

– Oder ich kann mich fragen, ob ich mich wohl in fünf Jahren noch daran erinnern werde, dass ich heute eine Panne hatte und Gefahr lief, mein Flugzeug zu verpassen?

Eins ist klar: Würde ich noch fünf Jahre danach daran denken, dann nur deshalb, weil ich nichts Besseres zu tun hätte; das Problem kann also nicht so schwerwiegend sein, dass es sich lohnen würde, meine Energie daran zu verschwenden. Nach einem solchen Selbstgespräch finde ich meine Ruhe wieder, ich finde Abstand zu der Situation und genau in diesem Augenblick sehe ich einen Bekannten vorbeifahren, den ich anhalte und der mich abschleppt oder nach Hause fährt oder der mich vielleicht sogar rechtzeitig zum Flughafen bringt …! Hätte ich mich aufgeregt, so hätte ich ihn wahrscheinlich gar nicht gesehen oder erst, nachdem er schon an mir vorbeigefahren wäre, also zu spät, um ihn auf mich aufmerksam zu machen.

Hier noch ein kleiner praktischer Hinweis: Machen Sie sich immer die Mühe, das genaue Datum zu nennen, also zum Beispiel: „Werde ich mich am 20. Oktober 2016 noch daran erinnern? Oder am 14. Februar 2018? …“ Die Aussage „In fünf Jahren werde ich nicht mehr daran denken“ ist dagegen zu vage, zu allgemein, die Formulierung verkommt rasch zur leeren Phrase, auf die das Gehirn nicht mehr reagiert. Man sollte immer alles ganz bewusst tun, nicht automatisch – damit die Wirkung nicht verloren geht.

Diese Technik können wir gut für all die kleinen Ärgernisse einsetzen, die tagtäglich an uns nagen: 5 Minuten zu spät im Kino angekommen, obwohl wir diesen Film doch auf gar keinen Fall verpassen wollten; dann fiel da dieser unangenehme Satz unseres Kollegen; dann war da die schlechte Englischnote unseres Sprösslings; oder es war unmöglich, einen Parkplatz zu finden, dadurch haben wir ein Treffen verpasst … und vieles andere mehr.

Halten Sie Ihre eigene Rückschau und erinnern Sie sich an alles, was Sie seit Beginn dieses Monats unter Stress gesetzt hat. Nun schauen Sie sich das genauer an, woran Sie sich noch in fünf Jahren erinnern werden. Sie werden sehen, wie viel Energie Sie bereits vergeudet haben …

Noch einmal: Ziel dieser fünf Regeln oder Rezepte ist es, so viel Energie wie möglich zu sparen, von dieser lebenswichtigen Energie, ohne die unser „Gehirncomputer“ nicht richtig funktionieren kann.

Regel 1

Regel Nummer 1 könnte man also auch so formulieren: „Ich lehne es ab, Energie an etwas zu verlieren, an das ich mich in fünf Jahren nicht mehr erinnern werde. Ich trete einen Schritt zurück und regle meine Probleme mit mehr Gelassenheit.“

Regel 2: Sich nicht in etwas hineinsteigern

Was machen wir aber mit den Dingen, an die wir uns in fünf Jahren noch erinnern werden? – Hier greift die zweite Regel: Steigern Sie sich nicht zu sehr hinein! Die Erfahrung zeigt nämlich ganz klar, dass sich ein Problem nicht lösen lässt, wenn man sich allzu sehr darauf konzentriert.

Das wohl bekannteste Beispiel dafür ist das junge Paar mit Kinderwunsch, bei dem der Wunsch zur fixen Idee wird. Alle Gynäkologen im Land werden konsultiert, aber kein Kind kündigt sich an. Bei jeder Regelblutung durchlebt die arme Frau dieselbe Enttäuschung, spielt sich dasselbe Drama ab. Nach fünfzehn Jahren beschließt das Paar, ein Kind zu adoptieren – und zwei Monate später ist die Dame schwanger …

Dann gibt es da noch die jungen Mädchen und all die Frauen, die unbedingt abnehmen wollen. Sie essen fast nichts mehr, stellen sich aber mindestens viermal täglich auf die Waage und – verlieren kein einziges Gramm. Dann kommt der nächste Sommer, man fährt mit der Familie in Urlaub, entspannt sich, weil die ganze Disziplin ja doch nichts gebracht hat – Milchshakes, Eisbecher, Kuchen, alles ist wieder erlaubt. Auf dem Heimweg meldet sich dann das schlechte Gewissen: Was wird die Waage wohl zu vermelden haben? Und dann die Überraschung: Sie zeigt weniger Gewicht an. Unbegreiflich! Und doch ist es ganz einfach: Im Urlaub hat man sein Gewicht völlig vergessen …

Es genügt ja sogar schon, sich abends zu fragen, ob man wohl gut schlafen wird, um anschließend eine schlaflose Nacht zu verbringen. Und wem von uns ist es noch nicht passiert, dass er als Schüler bei einem Geschichtstest fast verzweifelt ist, weil ihm der Name dieses Generals einfach nicht einfallen wollte – aber sofort nach Verlassen des Klassenzimmers, nachdem der Test geschrieben war, da fiel uns der Name wieder ein!

Fachleute raten deshalb dazu, in einer wichtigen Prüfung keine Zeit mit den Fragen zu verschwenden, die man nicht sofort beantworten kann, sondern zur nächsten Frage überzugehen; zuletzt sollte man dann noch einmal zu dem zurückgehen, was man zunächst nicht lösen konnte, denn nur so hat man eine Chance, doch noch auf die Lösung zu kommen.

Ist es Ihnen nicht auch schon passiert, dass Sie einen Freund getroffen haben, der Ihnen davon berichtete, dass ihm etwas Unglaubliches passiert sei, etwas, mit dem er nicht mehr gerechnet habe … Und es ist ja tatsächlich paradox: Eben weil Ihr Freund nicht mehr damit gerechnet hat, weil er aufgehört hat, daran zu denken, ist das Unerwartete doch noch eingetreten.

Hier muss man Folgendes verstehen: Konzentrieren wir uns stark auf ein bestimmtes Thema oder Problem, so nimmt unser Denken daran den ganzen Raum ein und hindert den Rest des Gehirns daran, sich auszudrücken. Keine Erinnerung, keine Intuition, keine Information aus dem Unterbewusstsein stellt sich ein, aus diesem Unbewussten, also aus all den Gehirnbereichen, von denen wir bis jetzt noch nicht einmal genau wissen, wie sie funktionieren. Alles andere ist blockiert, weil unser Denken den gesamten Raum für sich beansprucht.

Hat man sich angesichts eines Problems entschieden, dass man sich in fünf Jahren wohl nicht mehr daran erinnern wird, so relativiert man es, es verliert an Brisanz und Dringlichkeit. Wird man sich hingegen in fünf Jahren noch daran erinnern, handelt es sich also um ein ernstes oder gar schwerwiegendes Problem, so sollte man sich auf keinen Fall darauf fixieren. Wird einem nach einer bestimmten Zeit klar, dass man bei der Suche nach einer Lösung nicht mehr weiterkommt, sondern „sich im Kreis dreht“, so sollte man den Mut und den Willen haben, die Sache für ein paar Stunden oder einige Tage (je nach Wichtigkeit) loszulassen, liegen zu lassen und – ganz wichtig – höchstens hin und wieder am Rande daran zu denken, auf keinen Fall jedoch andauernd.

Ich selbst mache abends vor dem Einschlafen meinen Kopf immer leer; häufig schickt mir dann meine Intuition eine Lösung, etwa in Form eines Geistesblitzes direkt nach dem Erwachen; oder mein Unterbewusstsein schickt mir eine Nachricht in Form eines Traums, den ich dann entschlüsseln muss. Verbringe ich hingegen eine schlaflose Nacht, so kann ich sicher sein, dass ich keine Lösung finde. Deshalb sagt der Volksmund, dass man „erst mal eine Nacht darüber schlafen sollte“!

Regel 2

Die zweite Regel, die man nicht vergessen sollte, lautet also mit anderen Worten: „Ich vermeide es um jeden Preis, mich auf ein Problem zu fixieren, sei es auch noch so ernst.“

Des Weiteren sollte man auf jeden Fall vermeiden, über eine unglückliche Erfahrung, die nicht mehr zu ändern ist, immer wieder zu grübeln: Das bringt nichts als Verbitterung … und Erschöpfung.

Regel 3: Verantwortung übernehmen, aber sich nicht Schuld unterschieben lassen

Das Problem mit der Schuld ist, dass wir als Kinder darauf konditioniert wurden: Unser ganzes Universum, unser gesamtes Bildungssystem basiert auf „Schuld“ und „Fehlern“. Alles wurde so konzipiert, dass wir die beiden Begriffe „Verantwortung“ und „Schuld“ verwechseln. Dabei geht es ausschließlich um Macht, denn der Besitz der Macht hat den Machthabern durch die gesamte Geschichte hindurch die Fügsamkeit der Massen gesichert.

Sind wir geistig auf unsere Verantwortlichkeit ausgerichtet und darauf, Verantwortung zu übernehmen, so befinden wir uns im Einklang mit einer positiven Energie. Geht es jedoch um das Thema Schuld, so erhalten wir eine negative energetische „Ladung“.

Erinnern Sie sich doch einmal an ihre Schulzeit: Sie vergaßen im Diktat das „h“ in „Weihnachten“ – und was markierte die Lehrerin am Heftrand? Fehler! Wir hatten „gefehlt“ und meist waren wir uns unserer „Schuld“ auch bewusst, denn wenn wir unseren Eltern die schlechte Note „beichteten“, fühlten wir uns „schuldbewusst“. Und jetzt frage ich Sie: Wollten Sie Ihrer Lehrerin oder gar Ihren Eltern schaden? Nein, natürlich nicht. Also handelt es sich hier nicht um einen Fehler im Sinne von Schuld, sondern einfach nur um „Versuch und Irrtum“! Von diesem Tag an jedoch vermischten sich in Ihrem Kopf die Begriffe „Fehler“ im Sinne von Irrtum und „Fehlen“ (Verfehlung) im Sinne von Schuld.

Ein paar Jahre später lieferten Sie im Kunstunterricht vielleicht eine nicht ganz gelungene Zeichnung ab. Kein Gesetz der Welt schreibt vor, dass Sie künstlerische Fähigkeiten haben müssen; was zählt, ist der gute Wille. Nun war also die Tusche vielleicht ein wenig verlaufen, die Striche waren nicht ganz sauber gezogen, die Farben leicht verwischt … Ihr Kunstlehrer gab es Ihnen zurück, versehen mit wütenden Strichen, überzogen mit Rot, der Farbe der Wut: Schlecht! Auch hier frage ich Sie wieder: Wollten Sie mit Ihrer Zeichnung etwa jemandem schaden?

Das ganze System basiert auf dem Begriff „Fehler“ im Sinne von „Schuld“. Stellen Sie sich ein junges Paar vor, das ins Kino geht. Die junge Frau möchte ihrem Mann gefallen und verweilt etwas zu lange im Badezimmer, bei Spiegel und Make-up, und überlegt noch hin und her, welches Kleid sie anziehen soll. Das Ergebnis ist, dass der Film schon begonnen hat, als sie im Kino ankommen. Was macht der junge Mann? Er wendet sich seiner Frau zu und sagt: „Das ist deine Schuld!“

Es ist ganz offensichtlich, dass die Frau für die Verspätung verantwortlich ist, weil sie sich ihre Zeit nicht gut einzuteilen wusste – sie ist aber keinesfalls „schuldig“. Dieser Schuldbegriff ist tief in uns verankert, er wirkt unterschwellig. Immer dann, wenn Sie sich fragen, ob Sie an etwas „schuld“ sind, fragen Sie sich zuerst, ob Sie tatsächlich jemandem schaden wollten. Ist die Antwort ein Nein, so weisen Sie die Schuldzuweisung zurück.

Überall um uns herum lauert die Schuldfalle. Ist eins unserer Kinder „schlecht“ in der Schule oder hat es psychische Probleme, so ist unsere erste Reaktion, uns selbst zu fragen, was wir falsch gemacht haben könnten oder was wir nicht gesehen haben oder was wir durch unsere Unwissenheit ausgelöst haben – und dann fühlen wir uns schuldig. Dabei vergessen wir, dass unser Schöpfer in seiner unendlichen Weisheit etwas ganz bewusst unterlassen hat: Unsere Kinder kommen ohne „Bedienungsanleitung“ auf die Welt. Wir sind gezwungen, mit all unserem guten Willen, aber auch mit all unserer Unerfahrenheit als Eltern zu handeln.

Und wir sind dazu verdammt, Fehler zu machen. Erfahrung sammeln heißt, dass das Kind auch mal „in den Brunnen fallen“ muss. Erfahrung sammeln heißt, immer wieder hinfallen, wenn wir Laufen, Radfahren oder Surfen lernen. Versuch und Irrtum sind unumgänglich, nur so können wir lernen. Mit Schuld hat das nichts zu tun. Man wird sich nur dann dessen bewusst, was man ist, wenn man sich dessen bewusst wird, was man nicht ist. So formuliert es Neale Donald Walsh in seinem Buch Gespräche mit Gott. Nur Versuch plus Irrtum ergibt Erfahrung.

Natürlich stehen wir als Erwachsene in der Verantwortung, wir müssen unsere Verantwortung übernehmen und mit den Folgen unseres Handelns umgehen. Negatives müssen wir reparieren, wiedergutmachen. Wie ich bereits erklärt habe, bedeutet Verantwortung übernehmen, in einer positiven Energie zu stehen. Sich schuldig zu fühlen heißt, negative Energien auf sich zu laden; so wird jeder Versuch der Wiedergutmachung schwierig oder gar unmöglich.

Wir müssen unsere kindliche Seele wiederfinden. Erinnern Sie sich: Sie waren vielleicht vier Jahre alt und hatten ein Glas zerbrochen. Ihre Mutter kam wütend herein. Was haben Sie zu ihr gesagt? Vielleicht: „Ich habe es nicht mit Absicht getan“? Mit vier Jahren kannten Sie bereits den Unterschied zwischen Irrtum und Schuld.

Hat Ihre Mutter Ruhe bewahrt und Ihnen aufgetragen, Schaufel und Besen zu holen und die Scherben aufzufegen, so hat sie Sie an Ihre Verantwortung herangeführt und das war gut so. Hatte sie allerdings sowieso schon einen schlechten Tag oder handelte es sich gar um das letzte Glas aus dem Bestand der Großmutter, an dem sie besonders hing, kurz: verlor sie die Fassung und schimpfte Sie gründlich aus, so hat sich wiederum diese unheilvolle Verwechslung verankert: Sie konnten Irrtum und Schuld nicht mehr auseinanderhalten und steckten in dem Schema fest, aus dem es kein Entrinnen mehr gab.

Regel 3

Regel Nummer 3 lautet also: Fragen Sie sich immer: „Wollte ich wirklich jemandem schaden?“ Fällt die Antwort negativ aus, so weisen Sie die Schuld von sich, ohne jedoch die eigene Verantwortung zu verweigern.

Regel 4: Sich vor negativen Menschen schützen

Jeder unglückliche oder aggressive Mensch lädt uns mit negativer Energie auf. Jeder von uns hat schon einmal eine Situation wie die folgende erlebt: Wir treffen einen Bekannten, der uns eine Stunde lang in allen Einzelheiten von seinem Unglück berichtet und sich dann mit den Worten verabschiedet: „Es hat mir sehr gut getan, mit dir zu sprechen, ich fühle mich jetzt viel besser.“ Seltsamerweise fühlen wir uns nicht besser, sondern erschöpft oder traurig, denn wir haben die negative Energie unseres Gesprächspartners wie ein Schwamm aufgesogen.

Genauso kann ein aggressiver Mensch uns mit negativer Energie belasten, in zweierlei Hinsicht. Wir dürfen nie vergessen, dass wir in einer Welt von „Energievampiren“ leben und dass wir unbewusst ununterbrochen auf der Suche nach den Energien anderer Menschen sind, um uns wieder aufzuladen. Genau aus diesem Grund gibt es so viel Mobbing: Derjenige, der andere mobbt, zieht für sich Energie aus der Angst oder Unterwürfigkeit seines Opfers. Dieser Vorgang wurde von James Redfield in seinem Roman Die Prophezeiungen von Celestine (1993) perfekt beschrieben.

Wir müssen also unsere Energie schützen. Und dafür müssen wir uns einen energetischen Schutzschirm zulegen. Dazu sind wir tatsächlich in der Lage, denn wir haben bereits darüber gesprochen, dass Gedanken Energie sind und unser Gehirn einem Computer ähnelt. Also können wir unseren Gehirncomputer so „programmieren“, dass er uns einen Schutzschirm zur Verfügung stellt, den wir benötigen, um negative Energien von uns fernzuhalten. Gelingt es uns nicht, dieses Programm zu aktivieren, so wird auch nichts geschehen. Denken Sie nur an die Vielzahl der Programme auf der Festplatte Ihres Computers zu Hause oder am Arbeitsplatz: Werden diese nicht angeklickt, dann werden sie auch nicht hochgefahren und aktiviert.

Wir müssen also …

•erstens festlegen, welches Programm wir aktivieren wollen;

•zweitens dem Programm einen Namen geben (ein Bildsymbol eignet sich sehr gut) und schließlich …

•drittens lernen, wie wir das Programm aktivieren können.

1. Das Programm festlegen

Wir brauchen eine Energie, die uns schützt, uns jedoch nicht gleichgültig werden lässt. (Braucht etwa ein Freund unsere Unterstützung, so können wir ihn nicht unter dem Vorwand zurückweisen, dass er uns mit negativer Energie belastet. Wir sind jedoch auch nicht verpflichtet, mit ihm zusammen ins selbe Loch zu fallen, denn in diesem Fall können wir ihm keinesfalls helfen.)

Die Art von Energie, die wir installieren wollen, lässt sich am ehesten mit dem Schutzanzug eines Feuerwehrmannes vergleichen: Ein Feuerwehrmann, der ohne Schutzanzug in ein brennendes Haus stürzt und dort mit verbrennt, ist vielleicht ein „Held“, er hat aber niemandem geholfen. Zieht er jedoch einen Schutzanzug an, so tut er das ja keinesfalls, weil ihm der Bewohner des brennenden Hauses egal ist, sondern weil er dann viel effizienter arbeiten und vielleicht sogar noch die Katze retten kann. Genauso muss die Energie beschaffen sein, die wir suchen: Sie muss uns schützen, wie der Schutzanzug den Feuerwehrmann, sie darf uns aber auf keinen Fall gleichgültig werden lassen.

2. Dem Programm einen Namen geben

Eigentlich können wir ihm einen beliebigen Namen geben; das ist nur eine Frage der Übereinkunft zwischen uns und unserem Gehirn. Wir können unsere Schutzenergie einfach „Schutzschirm“ oder „Schutzschild“ nennen (oder auch „Otto“), das spielt keine Rolle. Haben wir uns einmal für einen Namen entschieden, so sollten wir ihn nicht mehr ändern, um unser Gehirn nicht durcheinanderzubringen. Auch im Computer kann ein Programm ja nicht mehrere Namen haben.

Ich selbst bezeichne dieses Programm aus didaktischen Gründen mit „neutraler Schutzschild“. Das ist leicht zu merken, denn wir brauchen ja einen Schutzschild; andererseits sollten Sie mithilfe der Selbsthilfetechniken, die Sie hier erlernen, eigentlich in der Lage sein, sich selbst in einen positiven energetischen Zustand zu bringen. Die Menschen, denen wir begegnen, befinden sich hingegen häufig in einem negativen energetischen Zustand. Also müssen wir eine Art neutralisierenden Schutzschild dazwischenschalten.

Nochmals: Sie können sich für einen eigenen Namen entscheiden; sagt Ihnen ein anderer Name mehr zu, so zögern Sie nicht, diesen zu verwenden.

3. Lernen, wie man das Programm aktiviert

Das ist sehr einfach. Jedes Mal, wenn Sie mit jemandem zusammen sind, der unglücklich oder aggressiv oder sonst negativ gestimmt ist, warten Sie nicht lange ab (– der Feuerwehrmann wartet auch nicht erst ab, ob er sich wirklich verbrennt, bevor er seinen Schutzanzug anlegt). Atmen Sie dann tief ein und – sehr wichtig – halten Sie die Luft an!

Warum Sie das tun sollen? Weil Ihr Gehirn nicht reagieren wird, wenn Sie Ihren Schutzschild allzu automatisch aufrufen wollen, wenn Sie zerstreut oder vielleicht schon von dem abgelenkt sind, was der andere Ihnen erzählt, oder wenn Sie gar schon mitten in dessen Konflikt sind. Halten Sie jedoch die Luft an, so werden Sie sich innerhalb von 10 Sekunden – darauf wette ich – die Frage stellen: „Was tue ich hier eigentlich gerade?“ In dem Augenblick, in dem Sie sich diese Frage stellen, sind Sie nicht mehr länger in der Situation des anderen, sondern wieder bei sich selbst und bereit, die Dinge bewusst anzugehen.

Sie atmen also tief ein, halten die Luft an, und wenn Sie sicher sind, dass Sie sich genau dessen bewusst sind, was Sie tun, sagen Sie im Stillen zu sich selbst: „Neutraler Schutzschild“. Anschließend brauchen Sie nichts weiter zu tun, alles geschieht automatisch, die schützende Energie wird aktiviert.

Ebenso gehen Sie vor, wenn Sie einen aggressiven Gesprächspartner am Telefon haben. Erfinden Sie irgendeine Ausrede, damit Sie den Hörer kurz aus der Hand legen können, atmen Sie tief ein, sagen Sie zu sich: „Neutraler Schutzschild“ – und die Runde geht an Sie!

Natürlich kommt es auch vor, dass Sie nicht neutral sein können; bringt das Schicksal eines anderen Menschen Sie zum Weinen, dann weinen Sie. Sagt jemand Dinge, die Sie verletzen, dann schimpfen Sie ruhig. Ist die Situation erst einmal vorüber, so werden Sie feststellen, dass Sie nicht aus dem Gleichgewicht geraten sind, weil Sie die Energie, die diese Situation begleitet hat, nicht aufgenommen haben.

Ich selbst verbringe bei meiner täglichen Arbeit viel Zeit mit Menschen, die deprimiert sind oder in dramatischen Umständen leben. Hätte ich nicht meinen neutralen Schutzschild, so wäre mit Sicherheit ich selbst derjenige, der den letzten Patienten des Tages mit negativer Energie belasten würde … Andererseits glaube ich nicht, dass ich ohne Schutzschild fünfzehn Jahre lang diesen beruflichen Weg hätte gehen können, der häufig emotional sehr schwierig ist, auf den mich aber meine Berufung geführt hat.

Dennoch bin ich, das können Sie mir glauben, keinem meiner Patienten gegenüber gleichgültig. Ich übernehme nur nicht ihre negativen Energien. Diesen Rat gebe ich all denjenigen, die sehr unmittelbar mit den Energien anderer Menschen in Kontakt kommen: Masseure, Krankengymnasten und Physiotherapeuten, Osteopathen, Pflegepersonal, Kosmetikerinnen, Friseure … Ihnen und allen anderen, die den „Bekenntnissen“ und Kümmernissen ihrer Mitmenschen ausgesetzt sind sage ich immer wieder: „Denken Sie daran, so oft wie möglich Ihren neutralen Schutzschild zu aktivieren.“ Ich habe noch niemanden getroffen, der mir berichtet hätte, dass dies nicht funktioniert.

Mir passiert es sogar, dass ich angesichts der täglichen Nachrichten im Fernsehen wie automatisch meinen neutralen Schutzschild aktiviere …

Regel 4

Hier also nochmals die Regel Nummer 4: Denken Sie daran, sich gegen negative Energie zu schützen, indem Sie Ihren neutralen Schutzschild aktivieren, und seien Sie sich bewusst, dass Sie dadurch nicht Ihr Mitgefühl und Ihre Hilfsbereitschaft einbüßen.

Regel 5: Im Augenblick leben

Hier werfen wir zunächst einen Blick auf die Quantenmechanik. Nach den Erkenntnissen der Physiker Bohr und Einstein leben wir Menschen in unserem „Raum-Zeit-Kontinuum“, in dem unsere Energie von kosmischen wie auch von Erdenergien gespeist wird. Befinden wir uns außerhalb dieses Kontinuums, so sind wir von der Energieversorgung abgekoppelt, wir empfangen keine essenziellen Energien mehr.

Gemäß Definition ist dieses Raum-Zeit-Kontinuum unsere Gegenwart: Die kosmischen Energien, die genau in diesem Moment hier ankommen, sind nicht dieselben wie zu Zeiten Karls des Großen oder Napoleons. Leben wir also nicht im gegenwärtigen Augenblick, so sind wir von unserer Energiezufuhr abgeschnitten. Nicht in der Gegenwart zu sein bedeutet – dies ist natürlich eine Binsenwahrheit –, dass wir in der Vergangenheit oder in der Zukunft leben.

Leben Sie nicht in der Vergangenheit!

Vergangenheit, das bedeutet unter anderem Nostalgie, Bedauern, Groll oder Reue oder auch Wut. Nehmen wir als Beispiel die Wut. Manche Religionen lehren das Verzeihen, betrachten Verzeihen jedoch als einen rein intellektuellen Akt. Angeblich erfreut es unseren Schöpfer, dass wir auch noch die linke Wange hinhalten, wenn uns jemand auf die rechte schlägt – Sie kennen das sicher. Dies ist eine spirituelle Sichtweise von Verzeihen und selbstverständlich respektiere ich sie.

Dennoch sollten wir uns davon nicht daran hindern lassen, die Dinge auch aus einer anderen Perspektive zu betrachten: Verzeihen bedeutet nämlich auch, dass man das, was geschehen ist, loslässt, was nichts anderes heißt, als in die Gegenwart zurückzukehren und sich wieder an die Energien der Gegenwart anzuschließen. Es ist wirklich so einfach – und genau das ist es, was die Quantenmechanik uns lehrt.

Leben wir nicht in einer wunderbaren Zeit, in der die Erkenntnisse der modernen Physik das bestätigen, was bisher ausschließlich dem Bereich der Spiritualität zugeschrieben wurde?! Es ist sicherlich nicht ganz einfach, Nostalgie, Bedauern, Groll, Reue und Wut hinter sich zu lassen, und dennoch, schaffen wir es, so bewahren wir uns unsere Energie.

Bleiben wir in der Vergangenheit, so wird sich niemals etwas ändern. Wenn Sie auf den Händen laufen und den richtigen Moment nicht erwischen, um wieder auf die Füße zu kommen, so kann es passieren, dass Sie von Paris bis Versailles auf den Händen laufen …

Leben Sie auch nicht in der Zukunft!

Wir verbringen unser Leben damit, uns künftige Situationen auszumalen, sie schließlich zu durchleben und dann schlecht zu „funktionieren“ mit dem, was wir uns vorgestellt haben. Wir produzieren Filme, in denen wir die Hauptrolle spielen – in Wahrheit sind wir jedoch Gefangene dieser Filme, wir leben sie, als wären sie Realität, wir finden nicht mehr heraus und verlieren all unsere Energie.

Unser Denken ist unser Feind, es erschafft nie glückliche Situationen, in denen in puncto Gesundheit, Liebe, Familie oder Beruf alles gut für uns verläuft. Unsere Grundangst sorgt dafür, dass wir uns immer nur das Schlimmste ausmalen. Wir stellen uns nie vor, dass wir im Lotto gewinnen oder in einem wunderschönen Haus in einem bekannten Badeort am Meer leben; auch nicht, dass ein Chauffeur in Livree uns jederzeit in einer teuren Limousine umherfährt.

Wir stellen uns ständig Katastrophen vor: Ist unser Sohn 5 Minuten nach der verabredeten Zeit noch nicht zu Hause, so befürchten wir, er könnte einen Unfall gehabt haben; wir können uns nicht vorstellen, dass ihm vielleicht einfach nur das Benzin ausgegangen oder der Akku seines Handys leer ist und er uns nicht über seine Verspätung informieren kann.

Ich erinnere mich an einen Patienten, der mit einer schweren Depression zu mir kam: Er hatte gehört, das Unternehmen, in dem er arbeitete, plane Entlassungen. Da er als Letzter eingestellt worden war, lief bei ihm sofort der Film ab: „Wer zuletzt gekommen ist, wird zuerst entlassen.“ Für ihn war klar, dass er als Erster würde gehen müssen; dann könnte er die Raten für sein Haus und die Klavierstunden seiner Kinder nicht mehr bezahlen, er sah schon den Gerichtsvollzieher an seine Tür klopfen … Er nahm Angst lösende Medikamente und Antidepressiva ein.

Sechs Monate später hatte die Firma noch immer niemanden entlassen. Er hatte seine gesamte Energie verschwendet, bis hin zur Depression, und zwar nur, weil seine Fantasie ihn hatte glauben lassen, dass sich die Situation in eine ganz bestimmte Richtung entwickeln werde. Die Realität hatte mit dem, was er sich vorgestellt hatte, nicht das Geringste gemeinsam.

Häufig suchen junge Menschen mich auf, wenn sie gerade vor einer Prüfung stehen. Manche von ihnen erklären mir, dass sie sich psychisch in einer sehr schlechten Verfassung befänden, weil sie sich die Folgen eines eventuellen Versagens ausmalten: Wie würden ihre Eltern reagieren, wie sollte es danach für sie weitergehen?

Ich erwidere dann stets, dass man sich mit einem Fehlschlag erst dann auseinandersetzt, wenn die Ergebnisse wirklich vorliegen. Denkt man nämlich vor und während der Prüfung ständig daran, so ist man deprimiert, man hat nicht genügend Energie und als Folge davon läuft die Prüfung schlecht, man ist mit den Gedanken woanders und riskiert so, wichtige Punkte zu verschenken.

Man beschäftigt sich mit einem Problem an dem Tag, an dem es auftaucht, und nicht bei der bloßen Vorstellung daran, dass es auftauchen könnte! Ich glaube nicht an die Philosophie derjenigen, die immer mit dem Schlimmsten rechnen, weil sie glauben, dass sie so am besten darauf vorbereitet seien, sollte es wirklich eintreten. Tritt das Schlimmste gar nicht ein, wie viel Energie haben diese Menschen dann vergeudet!

Natürlich muss man auch in die Zukunft blicken, nur so können wir unserem Leben einen Sinn geben. Wir können nicht leben wie die Vögel in den Bäumen, unsere Pläne sind notwendige Konstruktionen. Eines Tages sind wir aufgefordert zu entscheiden, was wir tun wollen, was wir schaffen wollen. Danach sollten wir aber wieder in die Gegenwart zurückkehren und – ganz im gegenwärtigen Augenblick – offen sein für die Gelegenheiten oder Synergien, die es uns erlauben, in die von uns gewählte Richtung zu gehen. Wir sollten unsere Zeit nicht damit verschwenden, uns den Misserfolg auszumalen.

Unser Denken ist äußerst kreativ; haben wir es erst einmal geschafft, uns unseres Erfolgs so sicher zu sein, wie wir sicher sind, dass die Luft Sauerstoff enthält, so werden sich die Ereignisse ganz automatisch nach unseren Wünschen entwickeln. „Der Glaube versetzt Berge“, so steht es bereits in der Bibel.

Regel 5

In der Gegenwart leben, ganz im „Hier und Jetzt“, wie manche Philosophien es ausdrücken, und dauerhaft von den kosmischen und den Erdenergien genährt zu werden, ist also die fünfte Regel, die hier beachtet werden muss.

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Merken Sie sich die hier erläuterten fünf Regeln und bewahren Sie so Ihre Energie! Diese „Lebenshygiene“, die in jedem Augenblick Wachsamkeit und Disziplin verlangt, wird es Ihnen ermöglichen, optimal und dauerhaft von der Wiederherstellung Ihres energetischen Gleichgewichts zu profitieren, das Sie mithilfe der PBA erreichen.

Ich möchte dieses Kapitel mit zwei weiteren Begriffen abschließen, die ich für äußerst wichtig halte, weil sie dazu anregen können, die Techniken dieses Buches regelmäßig anzuwenden.

1. Zum einen sollten Sie sich bewusst sein, dass wir ein ganz bestimmtes Bild von uns selbst haben. Unser Handeln richtet sich unweigerlich an diesem Bild aus, das wir uns von uns gemacht haben. Unser Geist ist sehr kreativ und sein größtes Bestreben ist, dieses Bild immer weiter zu verwirklichen. Sagen Sie sich daher nicht: „Ich bin alt, verblüht, auf dem absteigenden Ast“, sondern: „Mein Körper ist voller Leben, und ich möchte noch eine Menge Dinge tun.“ Nicht: „Ich bin fett und hässlich, niemand mag mich und ich habe im Leben nichts erreicht“, sondern: „Habe ich meine Probleme erst gelöst, dann brauche ich mein Übergewicht nicht mehr als Schutz; ob ein Leben gelungen ist, lässt sich nicht einfach am sozialen Erfolg messen; es ist einfach so, dass ich meinen Platz im Puzzle des Lebens noch nicht gefunden habe, und dafür gibt es keine Altersbegrenzung …“ Setzen Sie also einem negativen Gedanken immer sofort einen positiven entgegen.

Die PBA ermöglicht es uns, diesen positiven Geisteszustand aufrechtzuerhalten; dies unterstützt uns wiederum darin, ein positives Bild von uns zu bewahren. Das Negative bringt uns nur dazu, uns selbst immer mehr abzuwerten, und dies ist der erste Schritt in Richtung Depression.

2. Des Weiteren ist es wichtig zu wissen, dass wir uns selbst und auch unseren Mitmenschen gegenüber die Verpflichtung haben, so eng wie möglich an positive Energien angeschlossen zu bleiben.

Was uns selbst angeht, so sind wir verpflichtet, unseren Organen und unserem Körper ihre Gesundheit zu bewahren; dies lässt sich am besten dadurch erreichen, dass wir sie dauerhaft mit der bestmöglichen Energie versorgen.

Wir haben jedoch auch eine Verpflichtung anderen gegenüber, weil wir alle eins sind. Je mehr wir also ins Positive hineingehen, umso mehr davon teilt sich unserer Umgebung mit. Es ist wirklich so einfach.

Lassen Sie mich an dieser Stelle eine kleine Geschichte einfügen. Dazu müssen Sie wissen, dass ich in Australien lebe und arbeite. Aufgrund des Zeitunterschieds erfahren wir wichtige Nachrichten eines Tages häufig erst am darauffolgenden Morgen, wir sind zeitlich 9 Stunden weiter als Europa und 14 Stunden weiter als die Ostküste der USA.

In der Nacht vom 11. auf den 12. September 2001 haben unglaublich viele meiner Patienten schlecht geschlafen. Die meisten wälzten sich schlaflos im Bett hin und her, bis sie schließlich gegen 4 Uhr morgens ein Schlafmittel einnahmen. Bis zu ihrem Erwachen wusste keiner von ihnen, was sich in der Zwischenzeit in New York abgespielt hatte, nämlich der Anschlag auf das World Trade Center.

Die Schlafstörung ist auf die schreckliche Energie des Entsetzens und der Panik zurückzuführen, die sogar die Milliarden Menschen vor den Fernsehgeräten erfasst hatte, die sich fragten, ob dies vielleicht den Ausbruch eines neuen Weltkrieges bedeutete; die gesamte von ihren Gedanken produzierte Energie entwich in die Atmosphäre und bewegte sich rund um den Erdball. Und dieser üble Strom negativer Energie gelangte bis nach Australien, er drang sogar in den Schlaf der Menschen vor und störte ihn. Ich selbst erinnere mich noch gut daran, dass meine jüngste Tochter Emanuelle, die damals neun Jahre alt war, sich in dieser Nacht ohne ersichtlichen Grund übergeben musste.

An diesem 12. September habe ich einmal mehr begriffen, wie sehr wir alle miteinander verbunden sind. Was wiederum unterstreicht, wie wichtig es ist, so eng wie möglich mit positiven Energien verbunden zu bleiben; die regelmäßige Anwendung der PBA ermöglicht und das.

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