Kitabı oku: «Wochenend und Wohnmobil. Kleine Auszeiten im Bayerischen Wald.»

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ZIELE IM ÜBERBLICK

Weltkulturerbe Regensburg

Oberpfälzer Seenland

Cham im Regental

Bad Kötzting und Viechtach

Kultur und Leben in Straubing

Deggendorf und der Klosterwinkel

Spaziergänge in Furth im Wald

Wanderparadies Lamer Winkel

Nationalpark Bayerischer Wald

Bodenmais

Stadt Regen

Freyung und Grafenau

Waldwoge im Dreiländereck

Dreiflüssestadt Passau

Donau-Uferpromenade in Obernzell


INHALT

EINLEITUNG

Land der endlosen Wälder

Natur und Kultur erleben im Bayerischen Wald

1 Weltkulturerbe Regensburg

2000 Jahre Geschichte an der Donau

2 Spaß im Oberpfälzer Seenland

Idyllische Plätze für Wassersportler und Nixen

3 Cham im Regental

Die Urlaubsregion im Land der Regenbogen

4 Im Naturpark Bayerischer Wald

Waldbuckelwelt um Bad Kötzting und Viechtach

5 Kultur und Leben in Straubing

In der historischen Herzogsstadt an der Donau

6 Deggendorf und der Klosterwinkel

Kulturgenuss in der Knödelstadt

7 Spaziergänge in Furth im Wald

Wunder und Natur in der Drachenstadt

8 Wanderparadies Lamer Winkel

Am Osser, Arber und Hohenbogen

9 Nationalpark Bayerischer Wald

Ferienregion in uriger Waldwildnis

10 Bodenmaiser Urlaubsanimationen

Im Tourismuszentrum des Bayerischen Waldes

11 Im Tal des Schwarzen Regen

Die Stadt Regen ist eine Perle am Fluss

12 Städte Freyung und Grafenau

Spaß in der Bärenstadt Grafenau

13 Am Dreiländereck

Waldwoge hinter Waldwoge im Dreiländereck

14 Die Dreiflüssestadt Passau

Barockes Herz mit mediterranem Flair

15 Donau-Perlen im Passauer Land

Erlebnis Donau-Uferpromenade in Obernzell

Orts- und Sachregister

Impressum


Im Bauernhausmuseum Lindberg ist auch ein uriges Wirtshaus (Tour 10).

LAND DER ENDLOSEN WÄLDER
Natur und Kultur erleben im Bayerischen Wald


Am Erlebnispark Wasser-Fisch-Natur im Oberpfälzer Seenland (Tour 2)

Zusammen mit dem Böhmerwald bildet der Bayerische Wald das größte zusammenhängende Waldgebirge Mitteleuropas. Die Landschaft besticht durch ausgedehnte Wälder, mächtige Bergrücken und sanfte Hügel, kleine Bergseen und klare Bäche. Die abwechslungsreiche Mittelgebirgslandschaft mit mehr als 130 Berggipfeln über 1000 Meter Höhe kann gut erwandert werden. Entlang der Grenze zu Tschechien liegt Deutschlands einziger Urwald, der Nationalpark Bayerischer Wald. Hier entwickelt sich die Natur völlig unberührt von Menschen und bietet Tierarten wie Luchs oder Fischotter, die schon als ausgestorben galten, Lebensraum.

Zwischen Donau, Böhmerwald und der österreichischen Landesgrenze erleben Urlauber grüne Natur in reinster Luft. In den Wintermonaten, wenn sich der Bayerische Wald tief verschneit präsentiert, kommen sowohl Alpin-Skifahrer als auch Langläufer auf ihre Kosten. Es gibt rund 2000 Kilometer gespurte Loipen und leistungsfähige Lifte und Bergbahnen. Romantische Weihnachtsmärkte sorgen für Abwechslung.

Auch Kunst und Kultur findet in dieser Ecke Bayerns statt. Sehens- und Erlebenswertes erwartet die Gäste entlang der touristischen »Straße der Kaiser und Könige« in den geschichtsträchtigen Städten Regensburg, Straubing, Deggendorf und Passau. Eine Fülle von Sehenswürdigkeiten kann man in all den Museen der Städte, der Klöster und auf Burganlagen finden.

REISEN IM BAYERISCHEN WALD

Mit dem eigenen Auto oder kleinen Wohnmobil kommt man am bequemsten überall hin. Auf kleineren Ortsverbindungsstraßen und engen Bergstraßen stoßen größere Wohnmobile über sieben Meter an ihre Grenzen. Besonders Parkplätze können ein Problem darstellen. Gute Anbindung mit öffentlichen Verkehrsmitteln bieten die Orte, die mit der Bahn erreichbar sind. Fast jedes Dorf wird mit dem Bus angefahren. ALEX, Oberpfalzbahn, Waldbahn, Wanderbahn, Ilztalbahn, Ostbayernbus, Radlbus, Skibus, Igelbus, Stadtbuslinien, Rufbus, Bayerwald-Ticket, und GUTi-Gästekarte sind die verwirrenden Schlagworte, wenn es um öffentliche Verkehrsmittel geht. Wenn auch die verschiedenen Verkehrsunternehmen eigene Internetauftritte haben, umfasst die Fahrplanauskunft der Deutschen Bahn auch den ALEX, die Oberpfalzbahn, die Waldbahn, die Wanderbahn, die Ilztalbahn und den Ostbayernbus (www.bahn.de). Die Fahrpläne der Ostbayernbusse, Radlbusse, Skibusse, Igelbusse im Nationalpark und der Rufbusse sind auf der Ostbayernbus-Seite zu finden (www.ostbayernbus.de). Über die Stadtbuslinien geben die Seiten der jeweiligen Betreiber Auskunft, wie zum Beispiel für Regensburg die Seite www.rvv.de.


Die Kürnburg ist eine der größten Burganlagen der Oberpfalz (Tour 3).

Besondere Tickets und Gästekarten bieten vielfache Vergünstigungen oder kostenlose Fahrten. Auskunft und Fahrpläne hält die örtliche Touristinformation bereit. Das Bayerwald-Ticket ist ein preiswerter Tagesfahrschein für Tagesgäste im Bayerischen Wald. Mit der GUTi-Gästekarte der teilnehmenden Gemeinden kann der gesamte öffentliche Verkehr im Bayerischen Wald kostenlos genutzt werden (www.bayerwald-ticket.com). Auch in den Städten gibt es für Touristen eigene Ticketangebote, wie zum Beispiel die Passau-Card (www.passaucard.de). Es lohnt sich immer, Erkundigungen über besondere ÖPNV-Angebote einzuholen.

DIE ZIELE

Die für dieses Buch ausgewählten Ziele stellen Kurztrips für die Reise mit dem Wohnmobil dar. Dabei kann nach Lust und Laune zwischen Städtetouren, Urwaldgebiet und stiller Urlaubsgegend gewählt werden. Es sind Ziele mit Genussfaktor, Abenteuer, Natur und Erholung. Natürlich lassen sie sich auch für einen längeren Aufenthalt kombinieren.

AKTIVITÄTEN

Beispiele für Wanderungen, Kanufahrten oder Radtouren sowie empfehlenswerte Einkehrmöglichkeiten sind im Text für die schnelle Orientierung mit entsprechenden Symbolen versehen. Weitere Auskünfte geben die Touristinformationen oder entsprechende Internetplattformen (www.bayernbike.de, www.bayerischer-wald.de/ebike, www.bayerischer-wald.de/eldorado, www.goldsteig-wandern.de, www.pferdeerleben-bayern.de und andere Seiten der Orte, Städte und Gebiete).

BÜCHER, KARTEN UND BROSCHÜREN

Die örtlichen Touristinformationen und überregionalen Fremdenverkehrsämter halten eine Menge an meist kostenlosen Informationsbroschüren bereit. Da sind auch Broschüren oder Übersichtskarten für spezielle Interessen zu finden wie zum Beispiel die Wintererlebniskarten, Radkarten, Museen, Campingplätze, Wandertipps, Erlebnisse für Kinder, Wellness und vieles mehr. Es lohnt sich, bei den Touristinformationen vorbeizuschauen oder sich Material vorab schicken zu lassen. Die Touristinformationen sind bei den Zielen jeweils angegeben. Topografische Wanderkarten unterschiedlicher Maßstäbe haben zum Beispiel der Kompass-Verlag (www.kompass.de) oder das Landesamt für Digitalisierung, Breitband und Vermessung (www.ldbv.bayern.de) im Programm.


Der sanft hügelige Regensburger Vorwald ist Bauernland (Tour 1).

INTERNET

Es gibt viele Internetplattformen, die für die Reiseplanung in den Bayerischen Wald genutzt werden können. Daneben haben alle Städte und Fremdenverkehrsorte ihre eigenen Internetauftritte.

Für Anreise und Urlaubsplanung: Tourismusverband Ostbayern, Im Gewerbepark D04, 93059 Regensburg, Tel. 0941/58 53 90, info@bayerischer-wald.de, www.bayerischer-wald.de, www.bayern-fahrplan.de.

Allgemeine Informationen: www.bayern-im-web.de, www.ostbayern-tourismus.de, www.oberpfaelzerwald.de, www.bayerischer-wald-ganz-oben.de, www.vorderer-bayerischer-wald.de, www.nationalpark-bayerischer-wald.de, www.naturpark-bayer-wald.de, www.sehenswerter-bayerischer-wald.de.

BESTE JAHRESZEIT

Für viele ist ein Urlaub im Bayerischen Wald in den Sommermonaten am schönsten, wobei es für Aktivitäten auch mal zu heiß sein kann. Herrlich ist der Herbst mit seinen unvergleichlichen Farben und das Wetter kann stabiler sein als im Sommer. Wer Blumen liebt, wird sich je nach Höhenlage am Frühling oder am Frühsommer orientieren. Die Regionen sind unterschiedlich einzustufen. Die Berge und Hochlagen sind von rauen Luftströmungen beeinflusst und haben eine viel kürzere Vegetationszeit. Anders die Vorwaldzonen des Bayerischen Waldes an der Donau. Dort wird nun wieder, wie auch in früheren Zeiten, Wein angebaut. Während an der Donau die Blumen blühen und der Wein wächst, liegen in den hohen Bayerwaldbergen noch Schneefelder.

WETTER

Wettervorhersagen machen einige Internetplattformen wie zum Beispiel www.wetteronline.de. Für die aktuellen Wetteraussichten eines bestimmten Ortes benutzen Sie am besten eine der örtlichen Wetterstationen (http://wetterstationen.meteomedia.de/?station=107960&wahl=vorhersage).

WANDERUNGEN

Der Bayerische Wald ist Deutschlands Wanderregion Nummer eins. Es gibt fast unendlich viele Wanderwege und schönste Gipfel über 1000 Meter Höhe wie Großer Arber, Großer Falkenstein, Großer Rachel und viele andere. Alle Pfade sind im Gelände bestens ausgeschildert, wie etwa der Weitwanderweg Goldsteig (www.goldsteig-wandern.de) oder der Burgensteig in der Oberpfalz und im Regensburger Land (www.burgensteige.de). Die meisten Wandervorschläge in diesem Buch sind den Wanderführern »Panoramawege Bayerischer Wald« und »Wandergenuss Bayerischer Wald« des Verfassers entnommen, in denen sich genaue Wegbeschreibungen befinden.


Blick von der Burg Falkenberg auf den Falkenberger Vorwald (Tour 1)


Im wildromantischen Naturschutzgebiet Hölle bei Brennberg (Tour 1)


Gipfelglück auf dem Plöckenstein (Tour 13)

FLORA UND FAUNA

Mit den über 1400 Meter hohen Gipfeln nimmt das urwüchsige bayerisch-böhmische Grenzgebirge einen ganz besonderen Platz mit seinem unverwechselbaren Charakter ein. Die waldfreien Gipfelbereiche tragen pflanzliche Eiszeitrelikte. Botanische Besonderheiten sind Krähenbeere, Sumpfenzian, Ungarischer Enzian, Bärwurz, Fieberklee, Sonnentau, Bärlapp-Arten, Berg-Greiskraut, Platanenblättriger Hahnenfuß, Alpen-Frauenfarn, Alpenlattich und Blauer Eisenhut. Außer Birk- und Auerhuhn findet man hier Vogelarten, die gewöhnlich für das Hochgebirge typisch sind, wie den Bergpieper, die Alpenbraunelle und den Schneesperling. Auch der Luchs und verschiedene Greifvögel sind im Waldgebirge heimisch. Das Ilztal bildet eine lange Aneinanderreihung von Biotopen. Der seltene Straußfarn und die sibirische Schwertlilie sind hier zu finden. Eisvogel, Wasseramsel und Gebirgsstelze schwirren durch diesen Lebensraum. Fischotter, Biber und die inzwischen sehr seltene Flussperlmuschel sind in der Ilz zu Hause.

NATURSCHUTZ

Geschützte Pflanzen sind in all ihren Teilen geschützt und sollten auch nicht zertreten werden. Wir müssen daher auf den Wegen bleiben, dürfen keine »Abkürzer« benutzen und keine weglose Wildnis beschreiten. Gibt es auch an einigen Stellen eine geschützte Pflanze in großen Mengen, bleibt sie insgesamt doch eine bedrohte Art.

Wildtiere benötigen besonders in den Bergen ihre Ruhezonen. Die kaum erschlossenen Grenzkammwälder sind Rückzugsräume für Auerhuhn, Birkhuhn und Luchs und dürfen daher ebenfalls nicht betreten werden. Die Ilz ist ein einmaliger, urwüchsiger Lebensraum zahlreicher Arten, der besonders schützenswert ist und der Achtsamkeit der Wanderer und Radfahrer bedarf.

REGIONALE KÜCHE

Das Leibgericht der Einheimischen war und ist der Schweinebraten mit Knödel und Sauerkraut. Früher war dies für die armen Bauern nur ein Sonntagsmahl. Man musste von dem leben, was man selbst ernten konnte. Daher gab und gibt es viele Gerichte aus Getreide, Kartoffeln, Kraut, Obst, Eiern, Schmalz und Milchprodukten. Der Pichelsteiner Eintopf stammt aus dem Bayerischen Wald. Die böhmische und österreichische Küche nahmen schließlich Einfluss auf die Tische des Bayerwaldes. Einkehrmöglichkeiten in Wirtshäusern, Brotzeitstuben und Berghütten sind bei Zielen und Wanderungen angeführt.


Blick vom Oberhaus auf Passau (Tour 14)


Die Abtei Metten birgt wichtige Kunstschätze (Tour 6).


Im barocken Kloster Walderbach (Tour 3)

1
WELTKULTURERBE REGENSBURG
2000 Jahre Geschichte an der Donau


Die Walhalla steht eingebettet in eine Hügellandschaft über der Donau (Tour 1).

Regensburg ist das urbane Tor zum Oberen Bayerischen Wald. Die mittelalterlichen Patrizierhäuser, der Dom Sankt Peter und die weltbekannte Wurstkuchl an der Steinernen Brücke vermitteln eine Atmosphäre, die Gäste aus aller Welt anlockt. Das Regensburger Land erfreut mit seiner lieblichen Landschaft am Regen.

Regensburg, die Hauptstadt der Oberpfalz, hat sich im Mittelalter zu einer reichen Handelsstadt entwickelt. Das Besondere ist der Erhaltungszustand der Gebäude aus dem 11.-13. Jahrhundert, weshalb Regensburg auch mit dem UNESCO-Kulturerbe-Siegel ausgestattet ist. Schöne Plätze, enge Gassen, Patrizierhäuser, Geschlechtertürme und Kirchen sowie die Steinerne Brücke aus dem 12. Jahrhundert bilden eine Kombination, die Regensburg zu einer unbedingt sehenswerten Stadt machen.

REGENSBURGER GESCHICHTE

•90 n. Chr. errichteten die Römer ein Kastell und 179 n. Chr. das Lager Castra Regina.

•Im 6. Jh. n. Chr. wird die Residenz der Agilolfinger erste bayerische Hauptstadt.

•1135: Die Steinerne Brücke wird gebaut.

•1180: Die Herrschaft der Wittelsbacher beginnt.

•Von 1245 bis 1803 ist Regensburg freie Reichsstadt.

Eine gute Sache sind öffentliche Stadtführungen oder eine Stadtrundfahrt mit einem Touristen-Zug (www.tourismus.regensburg.de). Eine Besichtigung ist mit dem Stadtplan in der Hand auch auf eigene Faust gut durchzuführen, denn von allen Seiten können sich die Besucher am Dom orientieren.

SEHENSWERTES IN REGENSBURG

Der Dom Sankt Peter gilt als Hauptwerk der bayerischen Gotik. Ab 1273 wurde an der Basilika gebaut. Der Figurenschmuck an den Außenflächen und die Wasserspeier an den Dächern sind bemerkenswert. Besonders die Westfassade besticht zu jeder Tageszeit.

Auf der Ostseite des Domplatzes steht die romanisch-gotische Basilika Sankt Ulrich aus dem 13. Jahrhundert. Hinter Sankt Ulrich biegt die Niedermünstergasse nach links zur romanischen Niedermünsterkirche aus dem 12. Jahrhundert ab. Im Innern trifft der Besucher auf römische Fundamente.

In der quer verlaufenden Gasse Unter den Schwippbögen ist links ein Teil der römischen Porta Praetoria zu sehen, Rest des Nordtors des Römerkastells Castra Regina aus dem 2. Jahrhundert. Neben dem Tor gelangen wir in den Bischofshof, einst bischöfliche Residenz, heute Hotel. Schließlich kommen wir am Krauterermarkt fast wieder beim Dom heraus.

Dort gehen wir nun nach Norden in Richtung Donau, biegen aber gleich nach links in die Goliathstraße ein. Auf der linken Seite steht das Goliathhaus, ein Profanbau aus dem 13. Jahrhundert mit einem Fresko der biblischen Szene David und Goliath.

Ein kleines Stück weiter geht links der Watmarkt ab und wir schauen auf den Baumburger Turm aus dem 13. Jahrhundert. Es ist ein sogenannter Geschlechterturm eines Patrizierhauses. Im Turm ist heute der »Dampfnudel-Uli«, eine urige bayerische Wirtschaft. Auch der Goldene Turm zwischen Unterer Bachgasse und Wahlenstraße ist ein Geschlechterturm. Die reichen Patrizierfamilien bauten im Mittelalter diese Türme als Statussymbol.

Nun kommen wir über den Kohlenmarkt zum Rathausplatz, auf dem das Alte Rathaus aus dem 13. Jahrhundert mit dem schönen Portal den Blick fängt. Im alten Rathaus ist auch die Touristinformation. Im Reichssaalgebäude fanden ab 1594 die vom Kaiser einberufenen Reichsversammlungen statt. Geradeaus weiter erreichen wir den großzügigen Haidplatz. Auch hier findet sich noch ein großer Geschlechterturm am historischen Hotel Goldenes Kreuz.

Wer das fürstliche Schloss Thurn und Taxis besichtigen will, geht nach dem Haidplatz auf der Glockengasse 400 Meter nach links in Richtung Süden. Das Schloss beherbergt die fürstlichen Museen und mehrere prunkvoll eingerichtete Säle (www.thurnundtaxis.de). Kulturhistorisch interessanter ist die nördlich des Schlosses stehende Benediktinerabtei Sankt Emmeram aus dem 11. Jahrhundert. Das ursprüngliche Reichskloster geht auf das 8. Jahrhundert zurück. Gebäudeteile wie Vorhalle und Krypta sind den bedeutendsten Werken der Romanik zuzuordnen. Das Innere der Basilika erhielt durch die Gebrüder Asam eine prunkvolle Rokokoausstattung.

Bei der kurzen Stadtbesichtigung gehen wir aber vom Haidplatz rechts in die Weingasse und dann rechts in die Keplerstraße mit schönen Patrizierhäusern. Das Haus Nummer 5 ist das Kepler-Haus, in dem der Astronom Johannes Kepler von 1626 bis 1630 wohnte. Noch ein Stück weiter und wir sind an der weltberühmten Steinernen Brücke an der Donau. An der Brücke steht auch der Salzstadel aus dem 17. Jahrhundert, in dem heute das Besucherzentrum Welterbe Regensburg untergebracht ist.

DIE HISTORISCHE WURSTKUCHL an der Steinernen Brücke ist genauso alt wie die Brücke selbst, denn sie wurde ursprünglich als Baustellenkantine angelegt. Der Gastraum ist winzig, aber urgemütlich. Fast schon legendär sind die Bratwürste aus der hauseigenen Metzgerei und auch das Kraut und der Senf dazu werden nach altem Rezept selbst gemacht. Bei schönem Wetter vor der Wurstküche zu sitzen und auf die Steinerne Brücke zu schauen, gehört einfach dazu, wenn man Regensburg erleben will. Thundorfer Straße 3, 93047 Regensburg, Tel. 0941/46 6210, www.wurstkuchl.de

Oben auf der Steinernen Brücke zeigt sich eine der schönsten Ansichten Regensburgs mit seiner Donau-Seite. Die Brücke wurde 1146 fertiggestellt und ist ein Meisterwerk der mittelalterlichen Baukunst. Auf der Nordseite der Donau ist auf der idyllischen Insel linker Hand der herrliche Biergarten Spitalgarten, in dem eine willkommene Pause die Stadtbesichtigung unterbricht.

Weiter geht es von der Wurstkuchl an der Uferpromenade nach Osten in Richtung Eiserne Brücke. Hier besteht die Gelegenheit, eine Schifffahrt auf der Donau zu unternehmen (www.donauschifffahrt.eu, www.schifffahrtklinger.de). Nach den Ticketverkaufsstellen liegen zwei alte Schiffe in der Donau. Sie bilden das Donau-Schiffahrts-Museum (www.donau-schiffahrtsmuseum-regensburg.de). An der Eisernen Brücke steht das neu errichtete Museum der Bayerischen Geschichte. Es zeichnet den Weg Bayerns vom Beginn des Königreichs bis heute nach (www.museum.bayern). Die Eiserne Brücke ist ein guter Standort für ein Foto, denn hier zeigt sich die Steinerne Brücke in ganzer Länge.

Schließlich könnten wir tagelang in Regensburg herumbummeln. Da sind zum Beispiel über 20 Museen zu besichtigen. Oder wie wäre es mit einem Einkaufsbummel in den schönen Geschäften, Läden und Galerien der Altstadt? An Einkehrmöglichkeiten in Cafés und Restaurants ist kein Mangel. Etwas Besonderes sind die historischen, echt bayerischen Wirtshäuser und Biergärten und viele Brauereien, wie zum Beispiel der Kneitinger am Arnulfsplatz 3 oder das Regensburger Weissbräuhaus in der Schwarze-Bären-Straße 6.


Im Regensburger Weissbräuhaus


Im Bergwerk Silberschacht

DIE WALHALLA

Obwohl zehn Kilometer entfernt, gehört die Walhalla doch zu einem Besuch in Regensburg. Schon wegen der Aussicht über die Donau ist der Ruhmestempel ein Erlebnis. Im Auftrag König Ludwigs I. baute der Architekt Leo von Klenze im 19. Jahrhundert das Bayerische Nationaldenkmal im Stil eines dorischen Tempels. Gegenwärtig umfasst die Sammlung 130 Büsten und 65 Gedenktafeln berühmter Personen (www.walhalla-regensburg.de).

DAS HISTORISCHE ARMENSPITAL ist heute ein gemütliches Restaurant an der Zufahrt zur Walhalla und kann uneingeschränkt empfohlen werden. Walhallastraße 9, 93093 Donaustauf, Tel. 09403/969 01 50, www.historisches-armen-spital.de

Mit dem Fahrrad sind es auf dem gut beschilderten Donauradweg nur acht Kilometer zur Walhalla. Von Regensburg fährt der Bus Linie 5 nach Donaustauf unterhalb der Walhalla (www.rvv.de). Bis zu dreimal täglich fährt ein Schiff die Strecke Regensburg-Walhalla (www.donauschifffahrt.eu, www.schifffahrtklinger.de). Direkt an der Walhalla ist am Ende der Walhallastraße ein Parkplatz, der gegen Gebühr auch als Wohnmobilstellplatz dient (www.touristinfo-donaustauf.de).


Auf dem Campingplatz Nittenau


Die Kapelle der Burg Falkenstein


Die Steinerne Brücke stammt aus dem 12. Jahrhundert.


Der Chinesische Turm der Familie Thurn und Taxis


Der Nepaltempel im Bayerischen Wald

MARKT FALKENSTEIN

Der idyllisch gelegene Luftkurort Markt Falkenstein profitiert von der sehenswerten, bald 1000 Jahre alten Burg Falkenstein. Der Turm bietet einen Panoramablick über den Vorderen Bayerischen Wald (der Türautomat verlangt eine 50-Cent-Münze). Der Biergarten in der Vorburg ist schon wegen der Aussicht ein Genuss (www.burg-falkenstein.com). Der zwölf Hektar große Schlosspark Falkenstein um die Burg ist ein natürlicher, märchenhafter Wald mit gewaltigen Felsformationen aus Granit. Feste Schuhe mit griffigen Sohlen werden empfohlen. www.markt-falkenstein.de

DER BOCKERL-RADWEG nach Falkenstein ist 40 Kilometer lang und verläuft zwischen Regensburg und Falkenstein. Es ist eine der schönsten Strecken im Vorderen Bayerischen Wald. Der Radweg nutzt die alte Bahntrasse, auf der von 1913 bis 1984 das Falkensteiner Bockerl schnaufte. Ein Fahrradbus erspart bei Bedarf eine Strecke (Linie 34 nur im Sommer). www.rvv.de

ÜBER DIE AUSSICHTSREICHEN Hügel um den Markt Falkenstein verläuft der Falkensteiner Panoramaweg. Immer wieder steht die Burg Falkenstein im Blick. Vom Parkplatz am Schwimmbad aus ist der Rundweg bei 280 Höhenmetern über die Jungfrauenhöhe und Ölbergkapelle acht Kilometer lang (Wohnmobile werden auf dem Festplatz an der St 2148 geduldet). www.markt-falkenstein.eu

NITTENAU AM REGEN

Am Regen weiter flussaufwärts folgt der zentrale Ort dieser Region, das ebenfalls über 1000 Jahre alte Nittenau im Naturpark Oberer Bayerischer Wald. Der Marktplatz setzt mit seinem Brunnen und dem Storchenturm mit Treppengiebel besondere Akzente. Im Biergarten am Regen hinter dem Gasthof Jakob sitzt und genießt der Gast bei einem Bier aus der Nittenauer Brauerei besonders schön (www.brauereigasthof-jakob.de).

DER REGENTAL-RADWEG verläuft auf einer alten Bahntrasse, auf gut ausgebauten Radwegen und auf wenig befahrenen Nebenstraßen entlang idyllischer Flussauen und durch unberührte Natur. Der gut beschilderte Weg von Regensburg nach Nittenau ist mit moderatem Höhenprofil 34 Kilometer lang (einfache Strecke).

ERLEBNISREICH FÜR KANUTEN: Wasserwanderer sehen bei Nittenau eine der schönsten Abschnitte des Regen. Bei geringer Strömung gleiten die Kanus 18 Kilometer lang durch eine herrlich einsame Landschaft. Regental-Kanu, Am Burghof 16, 93149 Nittenau, Tel. 09436/27 40, www.bootwandern.de

Regensburg kann gut als Winterreise empfohlen werden. Es gibt vier verschiedene Weihnachtsmärkte unterschiedlicher Prägung: den Adventsmarkt im Spitalgarten, den Christkindlmarkt am Neupfarrplatz, den Lucrezia-Markt am Haidplatz und Kohlenmarkt mit vielen Kunsthandwerkern und den romantischen Weihnachtsmarkt im Schloss Thurn und Taxis.

Die 500-jährige Bergbaugeschichte, die leuchtenden Wasserflächen und glitzernden Abbauhöhlen mit noch funktionierenden Maschinen begeistern die Besucher des Schmucksteinbergwerks Silberschacht im nahen Bach an der Donau. Tel. 0160/94 95 84 60, www.schmucksteinbergwerk.de

Der Pavillon in Wiesents Nepal Himalaya Park stand im Jahr 2000 auf der Expo in Hannover. Blumen, ein Seerosenteich und eine Buddhastatue vervollkommnen das Bild eines Meditationsgartens. Geöffnet von Mai bis Oktober. Martiniplatte, 93109 Wiesent, Tel. 09482/95 96 86, www.nepal-himalaya-pavillon.de

AUF EINEN BLICK

STADT/REGION: Regensburg, Oberer Bayerischer Wald

BESTE REISEZEIT: Januar–Dezember

OPTIMALE REISEDAUER: 2–3 Tage

TOURISTINFO: Altes Rathaus, Rathausplatz 4, 93047 Regensburg, Tel. 0941/507 44 10, tourismus@regensburg.de, www.regensburg.de

STELLPLATZ DULTPLATZ REGENSBURG

ADRESSE: Pfaffensteiner Weg, 93059 Regensburg, Tel. 0941/507 44 10, tourismus@regensburg.de, www.tourismus.regensburg.de

ANFAHRT: Auf der A 93 Ausfahrt 39 Regensburg-Pfaffenstein und auf der B 8 und auf der Oberpfalzbrücke zum Dultplatz.

GPS: N 49°01‘35“, E 12°05‘19“

Der gebührenfreie, ganzjährig nutzbare Wohnmobilstellplatz (außer bei Veranstaltungen) liegt auf der Donauinsel nördlich der Altstadt. Der Aufenthalt ist auf zwei Tage beschränkt. Der Großparkplatz besteht aus einer asphaltierten Fläche mit gekiesten Bereichen ohne jegliche Ausstattung. Ein öffentliches WC ist vorhanden. Bis in die Innenstadt sind es zu Fuß über die Steinerne Brücke 1,2 Kilometer. Der öffentliche Bus in das Zentrum startet vor dem Dultplatz (www.rvv.de).

Ein weiterer Wohnmobilstellplatz ist an der Nibelungenbrücke auf einem öffentlichen Großparkplatz (N 49°01‘15“, E 12°06‘43“).

AZUR CAMPINGPARK REGENSBURG

ADRESSE: Weinweg 40, 93049 Regensburg, Tel. 0941/27 00 25, regensburg@azur-camping.de, www.azur-camping.de

ANFAHRT: Von der A 93 Ausfahrt 40 Regensburg-West auf der Clermont-Ferrand-Allee und Boessnerstraße zum Weinweg.

GPS: N 49°01‘40“, E 12°03‘32“

Der ganzjährig geöffnete Campingplatz mit gebührenpflichtigen Wohnmobilstellplätzen liegt im Nordwesten der Stadt direkt an der Donau. Die Stellplätze sind auf befestigtem Untergrund oder auf Wiese, teilweise aufgelockert durch Bäume und Hecken. Die Ausstattung umfasst einen Minimarkt, Strom, Ver- und Entsorgung, WC und Dusche. Bis in die Innenstadt sind es zu Fuß oder mit dem Fahrrad auf dem Donauradweg 3,8 Kilometer. Der öffentliche Bus in das Zentrum startet vor dem Campingplatz (www.rvv.de). Vor dem Campingplatz befindet sich ein Gasthaus mit Biergarten. Der Ausflug zum Donaudurchbruch bei Kelheim ist auf dem Donauradweg 28 Kilometer lang. Zur Walhalla fährt man mit dem Rad entlang der Donau 15 Kilometer.

CAMPINGPLATZ NITTENAU

ADRESSE: Lärchenweg 13, 93149 Nittenau, Tel. 0172/786 07 29, touristik@nittenau.de, www.nittenau.de

ANFAHRT: Von der A 93 Ausfahrt 35 Teublitz auf der St 2145 nach Nittenau.

GPS: N 49°12‘06.6“, E 12°16‘18.8“

Der von April bis Oktober geöffnete Campingplatz liegt idyllisch nahe dem Regenufer, umgeben von Wiesen und Wald. Die Stellplätze sind auf befestigtem Untergrund oder auf Wiese, teilweise aufgelockert durch Bäume. Die Ausstattung umfasst Strom, Ver- und Entsorgung, WC und Dusche. Das benachbarte Freizeit- und Erholungsbad können Campinggäste kostenlos nutzen. Bis in die Innenstadt mit Einkaufsmöglichkeiten und Gasthäusern sind es 800 Meter. Rad- und Wanderwege in der schönen Regentalaue mit den zahlreichen Burgen und Burgruinen führen am Campingplatz vorbei.


Unter der Steinernen Brücke mit Blick auf die Eiserne Brücke


Der Stellplatz auf dem Dultplatz


Auf dem Azur Campingplatz Regensburg

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SPASS IM OBERPFÄLZER SEENLAND
Idyllische Plätze für Wassersportler und Nixen


Die größte begehbare Holzkugel der Welt steht am Steinberger See.

Das Oberpfälzer Seenland im Übergang vom Oberen Bayerischen Wald zum Oberpfälzer Wald ermöglicht Wassersport jeglicher Art. Neben schön angelegten Sandstränden reizen der Erlebnispark Wasser-Fisch-Natur und die riesige Erlebnisholzkugel mit traumhaftem Panoramablick über die Seen zu Entdeckungen an.

Wasser, so weit das Auge reicht – das klingt nach Meer, oder, in der Oberpfalz, nach vielen Seen und Weihern. Hier ist die perfekte Urlaubsregion für jeden, der sich gerne ins nasse Vergnügen stürzt oder sein Urlaubsglück im Wassersport findet. Die Gewässer Murner See, Steinberger See und Hammersee liegen wie Smaragde in dieser Landschaft. Bis in die 1980er-Jahre war das Landschaftsbild vom Braunkohle-Tagebau geprägt. Heute finden Urlauber eine Idylle aus Waldlandschaft und Seengebiet vor. Das Oberpfälzer Seenland liegt in schöner Hügellandschaft in den Naturparks Oberer Bayerischer Wald und Oberpfälzer Wald. Viele Teile des Gebiets stehen unter Landschaftsschutz oder sind als Naturschutzgebiet ausgewiesen. Mehr als 700 Kilometer gut ausgeschilderter und gepflegter Wander- und auch Radwege erschließen die Region.

STEINBERG AM SEE

1185 wurde Steinberg in einer Urkunde des Klosters Waldsassen erstmals urkundlich erwähnt. Der Ort war im 19. Jahrhundert für den Granitabbau bekannt. Im 20. Jahrhundert wurde bis in die 1980er-Jahre intensiv Braunkohle im Tagebaubetrieb gefördert. Die Gruben wurden im Lauf mehrerer Jahre geflutet.

STEINBERGER SEE

Aus der einstigen Industriewüste entstand Ostbayerns größter See, dessen Wasser sehr sauber ist. Für alle Sonnenanbeter und Badenixen gibt es am Steinberger See schön angelegte Strände. Der beste Badeplatz befindet sich am Ostufer beim Bootsverleih Seetreff Müller (Tel. 09431/74 22 99, www.bootsverleih-steinberg.de). Die 200 Hektar große Wasserfläche bietet auch Wasserskifahrern, Seglern und trendigen Stand-up-Paddlern genügend Raum. Im neuen inMotion PARK Seenland am Steinberger See steht die größte begehbare Erlebnisholzkugel der Welt mit 50 Meter Durchmesser und weitem Ausblick. Über die spiralförmige Riesenrutsche geht es für Mutige nach unten (In der Oder 7, 92449 Steinberg am See, Tel. 09431/798 65 16, www.dieholzkugel.de).


Luftbild der Altstadt von Schwandorf

WACKERSDORF

In den 1970er-Jahren war Wackersdorf aufgrund des Braunkohleabbaus eine der reichsten Gemeinden Bayerns. Der Ort erlangte durch die Proteste von 100 000 Menschen gegen die geplante atomare Wiederaufbereitungsanlage Wackersdorf weite Bekanntheit. 1987 erreichten die Auseinandersetzungen um die Anlage mit dem »Blutigen Herbst« einen gewalttätigen Höhepunkt. Beobachter sprachen von Bürgerkrieg. Zwei Jahre später wurden die Pläne für die WAA aufgegeben, eine herbe Niederlage für den damaligen bayerischen Ministerpräsidenten Strauß. Heute zählt die Gemeinde Wackersdorf zu den wirtschaftlichen Spitzenstandorten in der Oberpfalz.

MURNER SEE

Vor der Rekultivierung war auch der Murner See ein Braunkohletageabbau. Neben den Badeplätzen und Wassersportmöglichkeiten mit Bootsverleih (www.bootsverleih-steinberg.de) ist der Erlebnispark Wasser-Fisch-Natur die größte Attraktion. Die Flora und Fauna wird durch Informationselemente sowie Spielgeräte ergänzt. Die Tradition der Fischzucht wird ebenfalls gezeigt. Am Teich 3 bieten Linsen zur optischen Vergrößerung beeindruckende Ansichten der Lebewesen im und auf dem Wasser. Teich 5 ist nur zum Spielen gedacht. Bei einer Wassertiefe von 20 Zentimetern können sich Kinder richtig austoben (Holzhauser Straße, Tel. 09431/743 60, www.oberpfaelzerwald.de/erlebnispark-wasser-fisch-natur). Um den Murner See führt eine wunderschöne und flache Wanderung mit Ausblicken über Murner See und Brückelsee (6,5 Kilometer).

DIE MIT DEM SYMBOL 4 S beschilderte flache Route des Vier-Seen-Radwegs tangiert den Murner See, Brückelsee, Knappensee und Steinberger See. Die Orte am Weg sind Rauberweiherhaus, Wackersdorf, Steinberg am See und Grafenricht. Sehens- und Erlebenswertes am Weg sind der Erlebnispark Wasser-Fisch-Natur, ein Bootsverleih, die Erlebnisholzkugel und einige Museen (34 Kilometer).

BODENWÖHR

Bodenwöhr ist staatlich anerkannter Erholungsort im Naturpark Oberer Bayerischer Wald. Nach der Schließung eines Hüttenwerks im Jahr 1971 wurde die Nutzung des Hammersees zu Freizeit- und Erholungszwecken in den Vordergrund gestellt. Bodenwöhr bietet sechs Rundwanderwege an. Der Kunst- und Wasserweg um den Hammersee ist sechs Kilometer lang. Der Bodenwöhrer Rundweg führt rund um den Warbrucker Weiher, den Hammersee sowie den Weichselbrunner Weiher (elf Kilometer). Es werden drei örtliche Radwege in unterschiedlicher Länge angeboten (www.bodenwoehr.de).


Am historischen Marktplatz in Schwandorf

HAMMERSEE

Der beliebte Badesee liegt malerisch in der Ortsmitte von Bodenwöhr. Der neu gestaltete Badeplatz Im Seewinkl mit dem künstlichen Seeungeheuer ist der beliebteste Badeplatz mit Kiosk und Bootsverleih (Tel. 09434/90113 33). Schöne Aussicht über den Hammersee besteht vom Biergarten des Brauereigasthofes Jacob (Brauerei Jacob, Ludwigsheide 2, 92439 Bodenwöhr, Tel. 09434/941 00, www.brauerei-jacob.de).

BRUCK IN DER OBERPFALZ

Die Landschaft um Bruck ist von hügeligen Waldlandschaften geprägt. Der Seenradweg verbindet Bruck mit dem gesamten Gebiet des Oberpfälzer Seenlandes und ist auch für weniger geübte Radler geeignet. Im ruhigen Bruck lässt sich ein Tagesbesuch ohne Stress und Hektik machen. Am Marktplatz steht das Gasthaus zur Post Weißes Rössl zur Einkehr offen (Tel. 09434/409 9910, https://gasthaus-bruck.de). Bekannt ist Bruck vor allen Dingen wegen der Sand-Oase. Ein Radiosender hat die Anlage den 100 schönsten Erlebnissen in Bayern zugerechnet. Beim Badesee mit Insel befindet sich ein Kinderareal mit Spielmöglichkeiten. Außer dem Badegelände bieten die Sanderlebnisräume mit ihren speziellen Tier- und Pflanzenarten besondere Highlights (www.marktbruck.de/leben-in-bruck/sandoase).

SCHWANDORF

Die Große Kreisstadt Schwandorf kann auf eine über 1000-jährige Geschichte zurückblicken. Sie präsentiert sich heute als lebendiger Mittelpunkt der Tourismusregion Oberpfälzer Seenland. Die Stadt bietet einige Sehenswürdigkeiten, zahlreiche Einkaufsmöglichkeiten und beliebte Restaurants in einem gemütlichen Altstadt-Ambiente. Ein großzügiger Wohnmobilstellplatz ist auf dem Festplatz am Angerring.

Vorgeschichtliche Funde aus der Bronzezeit lassen eine sehr frühe Besiedlung erkennen und schon zur Römerzeit war die Naab ein wichtiger Handelsweg. Bereits 1158 gab es eine Schiffsanlegestelle, über die Salz und Eisen gehandelt wurde.

Um den dreieckigen Marktplatz stehen die Bürgerhäuser, die zum Teil auf das 16. Jahrhundert zurückgehen, wie etwa der Gasthof zur Post mit dem barocken Schneckengiebel. Das Glockenspiel erinnert an Konrad Max Kunz, den Komponisten der Bayernhymne. Sein Vater war Türmer im historischen Blasturm aus dem 15. Jahrhundert in der Blasturmgasse. Heute beherbergt das Wahrzeichen der Stadt ein kleines Museum, das an das Türmerleben und an Konrad Max Kunz erinnern soll. Das Glockenspiel am Marktplatz spielt täglich um 10 Uhr und um 17 Uhr die Bayernhymne. Der Blasturm diente auch Carl Spitzweg als romantisches Motiv für eines seiner Bilder.


Der Blasturm war einst Teil der Schwandorfer Stadtmauer.


In den Felsenkellern unter der Stadt Schwandorf


Am Erlebnispark Wasser-Fisch-Natur

DIE BAYERNHYMNE

1. Gott mit dir, du Land der Bayern, deutsche Erde, Vaterland! Über deinen weiten Gauen ruhe Seine Segenshand! Er behüte deine Fluren, schirme deiner Städte Bau und erhalte dir die Farben seines Himmels, Weiß und Blau!

2. Gott mit dir, dem Bayernvolke, dass wir, uns’rer Väter wert, fest in Eintracht und in Frieden bauen uns’res Glückes Herd! Dass mit Deutschlands Bruderstämmen einig uns ein jeder schau und den alten Ruhm bewahre unser Banner, Weiß und Blau!


Tretboote laden zu einem Ausflug ein.

Unter der Stadt liegt Bayerns größtes Felsenkellerlabyrinth. Die bis zu 500 Jahre alten Felsenkeller waren einst von enormer Bedeutung. Als kühle Lagerräume für Bier verhalfen sie Schwandorf zu wirtschaftlicher Blüte. Eine Besichtigung ist im Rahmen einer Führung möglich, Anmeldung im Tourismusbüro Kirchengasse 1, Tel. 09431/455 50, www.schwandorf.de.

AUF EINEN BLICK

STADT/REGION: Oberpfälzer Seenland

BESTE REISEZEIT: April–Oktober

OPTIMALE REISEDAUER: 2–3 Tage

TOURISTINFO: Zweckverband Oberpfälzer Seenland, In der Oder 7 a, 92449 Steinberg am See, Tel. 09431/75 93 40, info@oberpfaelzer-seenland.de, www.oberpfaelzer-seenland.de

STELLPLATZ MOVINGROUND FREIZEITPARK STEINBERGER SEE

ADRESSE: Steinberg, 92449 Steinberg am See, Tel. 09431/75 92 42, mvginfo@movinground-freizeitpark.de, www.movinground-freizeitpark.de

ANFAHRT: Auf der A 93 Ausfahrt 33 Schwandorf-Mitte und auf der B 85 und Industriestraße zum Steinberger See.

GPS: N 49°16‘56“, E 12°10‘25“

Die gebührenpflichtigen von Ostern bis Oktober nutzbaren Stellplätze befinden sich auf dem mit Kies befestigten Platz gegenüber dem Freizeitpark am See. Ver- und Entsorgung am Platz. Die Toilettenanlage und Duschen des Freizeitparks können von 8–22 Uhr benutzt werden. Am Freizeitpark sind ein Biergarten und ein Bootsverleih. Der inMotion PARK Seenland mit der Erlebnisholzkugel liegt zwei Kilometer, der Erlebnispark Wasser-Fisch-Natur am Murner See zehn Kilometer entfernt. Der Wanderweg um den See ist sechs Kilometer lang. Nach Schwandorf sind es mit dem Fahrrad acht Kilometer und 13 Kilometer zur Sand-Oase bei Bruck. Ein weiterer Wohnmobilstellplatz ist an der Anlage Wild Wake & Ski am Nordufer des Sees (N 49°17‘24“, E 12°09‘34“).

CAMPINGPLATZ MURNER SEE

ADRESSE: Sonnenrieder Straße 1, 92442 Wackersdorf, Tel. 09431/38 57 97, info@see-camping.de, www.campingpark-murnersee.de

ANFAHRT: Auf der A 93 Ausfahrt 32 Schwandorf-Nord und auf der Holzhauser Straße, Rauberweiherhauser Straße und Murner Seestraße zum Campingplatz.

GPS: N 49°20‘44“, E 12°12‘31“

Der von April bis Oktober geöffnete Vier-Sterne-Campingplatz liegt am Ostufer des Murner Sees. Die Stellplätze sind auf befestigtem Untergrund oder auf Wiese, teilweise aufgelockert durch Bäume und Sträucher. Die Ausstattung umfasst einen Minimarkt, Restaurant, Verleih von E-Bikes und Booten und mehrere Badeplätze. Der Oberpfälzer Märchenpark liegt neben dem Campingplatz. Bis zum Erlebnispark Wasser-Fisch-Natur sind es 1,7 Kilometer. Neun Kilometer entfernt ist der inMotion PARK Seenland am Steinberger See. Der schöne Wanderweg um den See ist 6,5 Kilometer lang. Nach Schwandorf sind es mit dem Fahrrad elf Kilometer. Ein kostenfreier Wohnmobilstellplatz auf einem Großparkplatz ohne jegliche Ausstattung ist an der Zufahrt zum Murner See (N 49°20‘22“, E 1 2°1 2‘39“).

CAMPINGPLATZ WEICHSELBRUNN HAMMERSEE

ADRESSE: Ludwigsheide 50, 92439 Bodenwöhr, Tel. 09434/900 70, info@campingweichselbrunn.de, www.campingweichselbrunn.de

ANFAHRT: Auf der A 93 Ausfahrt 33 Schwandorf-Mitte und auf der B 85 und Schwandorfer Straße zum Campingplatz in der Ludwigsheide.

GPS: N 49°16‘37“, E 12°17‘59“

Der von April bis September geöffnete Campingplatz liegt am Westufer des idyllischen Hammersees. Die Stellplätze sind auf befestigtem Untergrund oder auf Wiese, teilweise aufgelockert durch Bäume und Sträucher. Die Ausstattung umfasst einen Minimarkt, Verleih von E-Bikes und Strand. Ein Restaurant ist 400 Meter entfernt. Zur Ortsmitte von Bodenwöhr mit Gasthäusern und Einkaufsmöglichkeiten ist es nur einen Kilometer. Nebenan ist der Seecamping Ludwigsheide, www.campingplatz-ludwigsheide.de.


Der Stellplatz am Steinberger See


Der Campingplatz am Murner See besitzt eine moderne Ausstattung.


Der Campingplatz Weichselbrunn hat direkten Zugang zum Hammersee.

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Türler ve etiketler

Yaş sınırı:
0+
Litres'teki yayın tarihi:
09 kasım 2024
Hacim:
246 s. 195 illüstrasyon
ISBN:
9783734320330
Yayıncı:
Telif hakkı:
Bookwire
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