Kitabı oku: «Die besten lustigsten Geschichten / Лучшие смешные рассказы», sayfa 11

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Der schwere Brief

Ein Mann wollte einen Einschreibebrief am Schalter aufgeben. Da der Brief nicht genügend frankiert war, forderte der Postbeamte noch eine Marke auf den Umschlag zu kleben. Das konnte der Mann nicht verstehen.

„Der Brief ist zu schwer“, erklärte der Postbeamte.

„Warum soll ich noch eine Marke aufkleben? Der Brief wird davon noch schwerer!“ staunte der Mann.

* * *

„Albrecht, wo liegen die Alpen?“ fragt Erwin seinen älteren Bruder.

„Da musst du Mutti fragen, sie räumt hier immer auf.“

Ein geborener Verkäufer

Sie wollen sich bei mir als Verkäufer bewerben?81 fragte der Buchhändler und sah den schmächtigen Mann, der vor ihm stand, spöttisch an.

Der, Ewald Hinz mit Namen, nickte. Aber so leicht bekam er die Stelle nicht. Eben betrat eine Kundin den Laden, eine noch junge Frau.

„Ich möchte ‚Die ideale Ehe‘ von Ludwig Pampel“, forderte sie sehr bestimmt.

Der Buchhändler flüsterte Herrn Hinz zu:

Das Buch ist nicht auf Lager82. Nun zeigen Sie mal, was Sie können!“

Laut sagte er: „Der junge Mann hier wird Sie bedienen, meine Dame!“

Da stand nun der arme Ewald Hinz und sollte seine Verkäuferkunst an einer aussichtslosen Sache beweisen,während der Buchhändler sich diplomatisch zurückzog83.

Hinz blickte die Kundin nachdenklich an und sagte dann:

„Das Buch, das Sie wünschen, kann ich ihnen verkaufen – aber empfehlen kann ich es Ihnen nicht, leider. Das Buch ist überholt, es ist nicht mehr der heutigen Zeit entsprechend, verstehen Sie? Und eine moderne Frau wie Sie wird doch nicht ein solches Buch wollen! Sie sind doch verlobt? Sie wollen demnächst heiraten! EinGlückspilz84 ist ihr Herr Verlobter, dem ich zu seiner Wahl nur gratulieren kann.“

Die Kundin errötete. Herr Hinzließ inzwischen einen Blick über dieBücherbretterschweifen85. Halt, da war schon was: er zog einen dicken Band zu zwanzig Mark heraus.

„Hier steckt mehr Philosophie drin als in allen Büchern über die Ehe“, sagte er. „Hier ist Erkenntnis und Weisheit.“

„Aber das ist ja…“

„Ein Kochbuch! Jawohl, meine Dame!“

Soweit hörte der Buchhändler hinter dein Vorhang das Gespräch zwischen Herrn Hinz und der Kundin, dann läutete das Telefon. Seine Frau war am Apparat. Als das längere Gespräch beendet war, hatte die Kundin bereits den Laden verlassen, und Herr Hinz stand allein da, armselig und schmächtig wie vorher.

„Na?Nichts geworden?86 fragte der Buchhändler.

Hinz jedoch nickte stolz.

„Sie hat das Kochbuch genommen, dann noch ein ärztliches Hausbuch, ein Buch überKinderpflege87 und – ach ja dann auch noch einen Atlas!“

„Wieso denn auch noch einen Atlas?“

Ich habe ihr klar gemacht, dass sie einen Atlas nötig hat88, lächelte Herr Hinz. „Sehen Sie, – habe ich gesagt, – Sie werden doch bestimmt, wenn Sie verheiratet sind, immer mal Radio hören, während Sie die Hausarbeit machen, beispielsweise Nachrichten. Da können Sie die Orte, die genannt werden89, immer gleich im Atlas aufsuchen. Wann ihr Mann abends nach Hause kommt, wissen Sie schon immer über alles besser Bescheid als er. Na, ja, und das sah die Kundin auch ein“.

Herr Hinz bekam die Stelle.

81.– Sie wollen sich bei mir als Verkäufer bewerben? – Вы хотите работать у меня продавцом?
82.– Das Buch ist nicht auf Lager. – Этой книги нет в наличии.
83.– während der Buchhändler sich diplomatisch zurückzog – в то время как книготорговец дипломатично удалился
84.– Glückspilz – счастливчик
85.– ließ einen Blick schweifen – бросил взгляд
86.– Nichts geworden? – Ничего не вышло?
87.– Kinderpflege – уход за детьми
88.– Ich habe ihr klar gemacht, dass sie einen Atlas nötig hat. – Я дал ей понять, что ей нужен атлас.
89.– die Orte, die genannt werden – места, которые называются
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