Kitabı oku: «Exil und Heimatferne in der Literatur des Humanismus von Petrarca bis zum Anfang des 16. Jahrhunderts»

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Francesco Furlan / Gabriel Siemoneit / Hartmut Wulfram

Exil und Heimatferne in der Literatur des Humanismus von Petrarca bis zum Anfang des 16. Jahrhunderts

L’esilio e la lontananza dalla patria nella letteratura umanistica dal Petrarca all’inizio del Cinquecento

Narr Francke Attempto Verlag Tübingen

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ePub-ISBN 978-3-8233-0094-6

Inhalt

  Einleitung

 I. Ursprünge im Trecento / Le origini nel TrecentoExul o peregrinus?BibliografiaDella scrittura petrarchesca come esperimento dell’esilioBibliografia«Cacciato e isfolgorato dalla fortuna»: Variazioni sul tema dell’esilio, e gli inizî della novella italianaBibliografia

 II. Florenz: Cosimo de’ Medici und Filelfo / Firenze: Cosimo de’ Medici e il FilelfoCosimo de’ Medici: The Exile as HeroPoggio BraccioliniAntonio PaciniLapo da CastiglionchioFrancesco FilelfoBibliographyExiled from the Cradle of HumanismBibliographyMunde, tuus rursum venit modo, dire, PhilippusLiteraturverzeichnis

 III. Weitere Italiener im italienischen Exil / Altri italiani in esilio in ItaliaIn familiæ patriæque absentiaBibliografiaEsilio e satira in un epigramma di Porcelio de’ PandoniBibliografiaEt grauior Scythico mihi uisa Bononia caeloLiteraturverzeichnisPlutarchus exilium nostrum solatus estBarbatos Erfolg im Kontext der Plutarchrezeption im 16. JahrhundertBarbatos Intentionen – Eine Untersuchung des Widmungsschreibens an Leo X.Lateinische Übersetzungen und soziale NetzwerkeBarbato als Kenner von Plutarch: Zur Auswahl von De exilioBarbato als Übersetzer von Plutarch: Einige ausgewählte BeispieleBibliographiePolitica, esilio e ‹viaggio› culturale123BibliografiaTröstende Wissenschaft?Literaturverzeichnis

 IV. Italiener jenseits der Alpen / Italiani OltralpeSündenpfuhl, Burgverlies und Autodafé: Wie Poggio Bracciolini nördlich der Alpen die Antike wiederfindet1. Eine Konstanzer Trias im Makrotest der Epistolaria omnia2. Sündenpfuhl in Baden (Pogg. Epist. I 46 an Niccoli, 14. Mai 1416)3. Burgverlies in St. Gallen (Pogg. Epist. II 4,5 an Guarino, 16. Dezember 1416)4. Autodafé in Konstanz (Pogg. Epist. II 4, 6 an Bruni, 30. Mai bzw. Frühsommer 1416)5. Poggio am Bodensee: Die Antike im KopfLiteraturverzeichnisCallimaco Esperiente esule in Polonia e i suoi CarminaBibliografiaUnter Barbaren im Exil (Ovid, Poliziano, Campano)1. Vorbemerkung2. Vorläufer3. Renaissance-Humanismus4. Resümee und AusblickAnhangZum selben ThemaLiteraturverzeichnisBriefe aus Deutschland1. Der ‚Wanderhumanist‘ Giannantonio Campano2. Briefe aus Deutschland3. ZusammenfassungLiteraturverzeichnis

 V. Byzantiner in Italien / Bizantini in ItaliaKulturvermittler im ExilEinleitungBedingungen und Erwartungen für ExilgriechenDie Exilgriechen im Fokus der Kultur(Religions)politikGemeinsame InteressenGriechische ExilliteraturLiteraturverzeichnisBessarione e Gemisto Pletone: Lettere dall’esilioLo sbarco (immaginario) in Sicilia dei migranti greciAntefatti (e fatti storici)Gemisto Pletone: Il viaggio in Italia (1438–39)Lettere dall’esilioMorte in esilio e segni incisi nella pietraBibliografiaIl tema dell’esilio come archetipo dell’esclusione nella poesia di Manilio Cabacio RalloBibliografiaPatrie et identité dans les poèmes d’exil de Marulle1. Ob patriam pugnare: La définition de la patrie et la justification de l’action2. L’exil comme apprentissage de la vertu: La construction de l’identité d’un poète-proficiens3. L’exil, paradigme d’une poésie philosophique: de l’errance à la connaissance universelleBibliographie

 VI. ‚Zentraleuropäische‘ Humanisten und ihre Erfahrungen / Umanisti dell’‚Europa centrale‘ e loro esperienzaDie Neudimensionierung der römischen Liebeselegie durch autobiographische RaumstrukturenLiteraturverzeichnisHeinrich Bebel in IngstettenEinführungRückzug auf das LandKontext: Rede vor MaximilianLand und LiebeKunst und LebenKarikatur des romantischen DichtersLiteraturverzeichnisDie Fremde als HeimatI. Erasmus peregrinusII. Ein Brief aus der HeimatIII. Abwehr I: Hieronymus als VorbildIV. Abwehr II: Die silenische IdentitätV. PetrarcaVI. SchlussLiteraturverzeichnisApproches de l’exil chez Marc-Antoine Muret (1526–1585): Entre traumatisme originel et création subliméeL’exil de Marc-Antoine Muret vu par Denis LambinL’exil de Muret vu par François Le DuarenDes lettres de France aux lettres sur la Pologne: de l’exil inversé à l’exil aboliBibliographie

 VII. Ungewöhnliche Reisen / Viaggi inconsuetiEsilio e ritorno in patria nel Sannazaro dell’Arcadia1. Il poeta arcadico nel Parnaso di Raffaello2. La storia editoriale ricostruita dal Summonte nella dedica a Luigi d’Aragona3. Il nostalgico ricordo di Napoli gentile nell’ultima settimana dell’esilio4. Il viaggio di ritorno nel ventre della terra5. Il finale tragico del romanzo pastoraleBibliografiaI nuovi mondi di Colombo e VespucciBibliografiaÄußere und innere Entfremdung: Der Tractatus de moribus, condictionibus et nequicia Turcorum des Georgius de Hungaria OPLiteraturverzeichnisDiogo Pires (1517–1599), poète et humaniste juif de la Renaissance portugaise en exil à RaguseBibliographieIndex nominum selectus

Einleitung

Hartmut Wulfram (Wien)

Der staatlich sanktionierte Ausschluss aus der ‚Heimat‘, das ‚Exil‘ im engeren Sinne, ist ein Schicksal, das zu Anfang der Frühen Neuzeit nicht wenige exponierte Persönlichkeiten ereilte und von den Humanisten als ‚Männern des Wortes‘ auf vielfältige und oft paradigmatische Weise reflektiert bzw. fingiert wurde. Bei genauerer Betrachtung gilt es freilich die unterschiedlichen Ausprägungen und rechtlichen Konsequenzen der jeweiligen Verbannung zu differenzieren, und sind die Grenzen zu anderen Formen von Heimatferne, wenigstens partiell und / oder der artikulierten Wahrnehmung nach, durchaus fließend. Ohne Anspruch auf systematische Vollständigkeit (im konkreten Einzelfall ist ohnehin mit Überlappungen zu rechnen) mag hier vorab die große Bandbreite historischer, soziologischer und psychologischer Konstellationen sowie das daraus resultierende Potential literarischer Narrative umrissen werden. Heimatferne oder Exil im weiteren Sinne kann demnach politisch, kriegerisch, juristisch, wirtschaftlich, ‚beruflich‘, gesundheitlich oder sonst wie (mehr oder weniger) erzwungen sein, ein Individuum betreffen oder gleich ganze Familien, Religionsgemeinschaften und Volksgruppen, eine Existenz fern vom ‚angestammten Lebensraum‘ wird aber auch bisweilen (mehr oder weniger) selbstbestimmt gewählt, sei es weil sie ein Entkommen aus unliebsamen persönlichen Verhältnissen verspricht, die vom Liebeskummer über öffentliche Scham bis hin zur Steuerlast reichen, sei es aus wissenschaftlichem, meist geographisch-ethnologischen Erkenntnisdrang, religiösen Gründen (Pilgerfahrt) oder aus purer Reise- und Abenteuerlust. Unabhängig davon, ob dies von den beteiligten Akteuren ursprünglich so geplant war oder nicht, kann Heimatferne desweiteren auf lebenslange, ja generationenübergreifende Dauer angelegt sein (Auswanderung) oder sich als nur von vorübergehender Natur erweisen, d.h. eine begrenzte Anzahl von Wochen, Monaten, Jahren umfassen, und ‒ mehr oder weniger selbsttherapeutisch ‒ zur inneren wie äußeren Abgrenzung gegenüber der neuen Umgebung und Vergewisserung der eigenen Identität führen oder aber umgekehrt zu kulturellen Assimilationsprozessen bis hin zur schrittweisen Loslösung von dem, was man einst als das eigene Land, Staat, Volk, die eigene Sprache und Familie erachtete.1

Die im vorliegenden Band versammelten Beiträge, die auf eine internationale Tagung zurückgehen, die vom 18. bis 21. Oktober 2016 an der Universität Wien stattfand, bewegen sich in dem soeben skizzierten, semantisch weiten Feld von Exil und Heimatferne. Schwerpunktmäßig nehmen sie die lateinische Literatur des Quattrocento (15. Jh.), wenn man so will: das ‚heroische Zeitalter‘ des italienischen Renaissance-Humanismus in den Blick, ergänzend und zur wechselseitigen Beleuchtung sind aber auch die beiden rahmenden Jahrhunderte (14. und 16. Jh.), humanistische Autoren, die nicht aus Italien stammen, sowie volkssprachige und spätbyzantinische Texte gebührend repräsentiert. Der berühmte, noch ganz dem Mittelalter zugehörige Exilant Dante Alighieri wurde dagegen ebenso gezielt ausgeklammert wie später am anderen Ende des Zeitfensters die nicht unbeträchtliche Zahl an Intellektuellen, deren Migrationen primär auf dem konfessionellen Gegensatz von Katholiken und Protestanten beruhte. Obgleich bei den meisten der behandelten Prosaautoren und Dichtern einschlägige autobiographische Erfahrungen zugrunde liegen, ging es den Organisatoren / Herausgebern nicht in erster Linie darum, das historische Substrat zu rekonstruieren, sondern die kreativen Impulse, ideengeschichtlichen Vorstellungen und literarischen Diskursformen auszuloten, die Exil und Heimatferne im Wechselspiel von Fakten und Fiktionen, Selbst- und Fremdbeobachtung, Theorie und Praxis, zeitgenössischer Lebenswelt und der Tradition antiker Texte und Exempla (vor allem römischer, aber auch griechischer und biblisch-christlicher) jeweils entfalteten. Die insgesamt 28 Aufsätze von Forscherinnen und Forschern aus acht Ländern, verfasst in den vier Wissenschaftssprachen Deutsch, Italienisch, Französisch und Englisch (in abnehmender Reihenfolge), wurden, um dem Leser eine bessere Orientierung zu gewährleisten, in sieben Sektionen untergliedert.

Die erste Sektion „Ursprünge im Trecento“ zeigt, wie sich der „Vater des Humanismus“ Francesco Petrarca in verschiedenen Gattungen und Kontexten, mit christlichen, odysseischen und stoischen Konnotationen, bald als Heimatloser, peregrinus ubique, bald als autonomer Kosmopolit, mundanus, ein Profil gab (siehe die Beiträge von Enrico Fenzi und Philippe Guérin) und wie sein jüngerer Freund Giovanni Boccaccio und zwei von dessen Epigonen mutatis mutandis den ‚heterotopischen‘ Rahmen ihrer Novellensammlungen als narrativen Freiraum nutzten (Piotr Salwa). Die zweite Sektion umfasst ebenfalls drei Beiträge und wendet sich mit Cosimo de’ Medici und Francesco Filelfo zwei mit Blick auf unsere Thematik herausragenden politischen Antagonisten zu. Während promediceische Autoren in Briefen und Proömien zu plutarchischen Viten antiker Exilanten Cosimos geduldiges Ausharren außerhalb von Florenz (1433‒1434) heroisch überhöhten, thematisierte der versierte Literat Filelfo die postwendend erfolgte Verbannung der antimediceischen Fraktion (ab 1434) in Form von verbitterten Briefen, eines gelehrten moralphilosophischen Dialogs de exilio und einer beißenden Hexametersatire, in der Cosimo vorgeworfen wird, Filelfo selbst noch im vermeintlich sicheren Sienesischen Asyl nach dem Leben zu trachten (David Marsh, Jeroen De Keyser, Maria Barbara Kapeller).

Die dritte und mit sechs Beiträgen umfassendste Sektion „Weitere Italiener im italienischen Exil“ wirft weiteres Licht auf die polyzentrische Staatenwelt der Halbinsel, innerhalb derer der Aufenthalt in der Fremde, von der Vielfalt an Dialekten einmal abgesehen, keinen grundlegenden Sprachwandel mit sich brachte (die okzidentale res publica litterarum war im behandelten Zeitraum ohnehin durch ihre lateinische Kultur vereint). Leon Battista Alberti, als illegitimer Spross einer exilierten Florentiner Kaufmannsfamilie gleich doppelt exkludiert, entwickelt nach Aufhebung der Schranken ein zunehmend distanziertes Verhältnis zu den väterlichen Ursprüngen (Francesco Furlan), die beiden Epigrammatiker Porcelio de’ Pandoni (Antoinetta Iacono) und Ludovico Emilio Boccabella (Burkhard Krieger) schließen sich stark an Ovids Tristien und Epistulae ex Ponto an und schildern mit satirischen, panegyrischen und elegischen Elementen ihr wirkliches bzw. stilisiertes Exil in Mailand und Bologna, der Emigrant Angelo Barbato übersetzt Plutarchs einschlägigen Traktat Περὶ φυγῆς (De exilio) elegant ins Lateinische und versieht ihn mit einem die schwierige persönliche Situation reflektierenden Widmungsbrief an Papst Leo X. (Boris Dunsch), während erst berufliche und politisch erzwungene Dislozierungen den ‚Politiker‘ Niccolò Machiavelli zum Literaten machen (Davide Canfora) und sich der Napoletaner Scipione Capece über sein Exil im nahen Salerno durch intellektuelle Betätigung hinwegtröstet, genauer: die Abfassung eines philosophisch-naturwissenschaftlichen Lehrgedichts samt autobiographischem Finale (Claudia Schindler).

Die vierte Sektion fasst vier Beiträge zusammen, die untersuchen, mit welchen stereotypen Denkfiguren bzw. auf wessen literarischen Fußspuren namhafte Quattrocento-Humanisten persönliche oder imaginierte Erlebnisse im ‚barbarischen‘ Ausland nördlich Italiens beschrieben haben. Der Epistolograph Poggio Bracciolini zeigt sich in seiner Wahrnehmung bzw. Erzählung so sehr von den studia humanitatis konditioniert, dass er der Antike ‚tausend‘ Jahre nach ihrem Ende selbst am Bodensee auf Schritt und Tritt begegnet (Hartmut Wulfram), der vom Vatikan verfolgte Filippo Buonaccorsi alias Callimachus Experiens feiert als kosmopolitisch gewendeter Ovid die geistige Freiheit und eine neue Liebe in Polen (Stefano Pittaluga) und der Elegiker Angelo Poliziano gesteht im Umgang mit dem moribunden Ovid den unzivilisierten Schwarzmeervölkern sogar ein größeres Maß an humaner Pietät zu als den antiken Römern (Kurt Smolak). In ebenfalls stark ovidisch inspirierten Epigrammen, Elegien und Briefen, die auch vor chauvinistisch anmutenden Invektiven nicht haltmachen, werden dagegen Mensch und Natur in deutschen Landen von Giannantonio Campano, der sich so nach Italien ‚zurückschreibt‘, geradezu perhorresziert (K.S., Tobias Dänzer).

Mit dem brain drain spätbyzantinischer Gelehrter nach Italien vollzieht die fünfte Sektion unseres Bandes einen erneuten Perspektivenwechsel. Griechische Emigranten machten ‒ je nach Interessenlage der sie Aufnehmenden ‒ wechselhafte Erfahrungen durch, sei es als Vermittler antiker Sprache und Kultur, kritisch beäugte Fremdgläubige und Konvertiten oder bei ihren verzweifelten Versuchen, den Westen zum militärischen Eingreifen gegen die Türken zu bewegen (Christian Gastgeber). Der neuplatonische Philosoph Georgios Gemisthos Plethon, dessen Gebeine 1465 symbolhaft von Mistra nach Rimini überführt wurden, vermochte auch dank seines zum Katholizismus übergetretenen Schülers Kardinal Bessarion wichtige Fundamente für die prisca theologia der Florentiner Akademie zu legen (Monica Centanni). Das Trauma von Flucht und Vertreibung führt im poetischen Werk des sozial gut integrierten Manilius Cabacius Rallo gleichwohl zu emotionalem Selbstausschluss von Liebe, Fest und Dichterruhm (Giuseppe Germano), während sein ebenfalls auf Latein dichtender Freund Michael Marullus, der sein idealisiertes Vaterland selbst gar nicht gekannt hat, die Exilthematik zu raffinierten Konstruktionen griechischer und autobiographischer Identität nutzt und mit philosophischen Reflexionen verbindet (Hélène Casanova-Robin).

Mit dem Überschwappen des Humanismus über Italiens Grenzen wurde in ‚Zentraleuropa‘ natürlich auch der humanistische Diskurs bezüglich Exklusion und Heimatferne unter veränderten geographischen und politischen Rahmenbedingungen fortgeschrieben, wie unsere sechste Sektion illustriert. Der „deutsche Erzhumanist“ Konrad Celtis gibt der römischen Liebeselegie eine neue Richtung, indem er sich, im Uhrzeigersinn seine landesgeschichtliche Germania illustrata vorbereitend, vier Liebschaften im Osten, Süden, Westen und Norden des Reiches ausmalt (Thomas Gärtner), und der Poetikprofessor Heinrich Bebel kehrt, durch die Pest genötigt, in die bildungsferne Provinz seiner Kindheit zurück, die er vorromantisch ‚bukolisiert‘, paradoxerweise aber auch als ihm fremd gewordenes Exil empfindet (Thomas Baier). Nicht minder eng ist Erasmus das Klosterdasein im heimischen Holland geworden, dem der sich zum alter Hieronymus stilisierende vir trilinguis ein internationales Wanderleben im ständigen Austausch mit Gleichgesinnten vorzieht (Felix Mundt), und Marc-Antoine Muret, vor einer Anklage wegen Homosexualität aus Frankreich nach Italien geflohen, veröffentlicht Jahrzehnte später eine Briefsammlung, die den Umzug als freiwillige peregrinatio academica erscheinen lässt (Laurence Bernard-Pradelle).

Die abschließende siebte Sektion fungiert als Sammelbecken für ungewöhnliche Fälle von homines migrantes, die ‒ zwischen Zwang und Neigung ‒ die sprichwörtlich gewordenen Weisheiten „Wenn Jemand eine Reise thut / so kann er was erzählen“ (Matthias Claudius 1774) und „Solang Du in dir selber nicht zuhause bist, bist Du nirgendwo zu Haus’“ (Peter Horton 1975) noch einmal neu aktualisieren und in literarische Bahnen lenken. Unter starkem Einfluss von Dante und Vergil lässt Iacopo Sannazaro sein poetisches Alter Ego „Sincero“ aus Liebeskummer nach Arkadien, bukolisches Traumland und letzter Abglanz der Antike, fliehen, um bei der baldigen Heimkehr nach Neapel durch unterirdische Grotten die unerreichbare Geliebte tot vorzufinden (Pasquale Sabbatino); die Entdecker Christoph Columbus und Amerigo Vespucci verfassen dramatische Berichte über ihre Erlebnisse in der neuen Welt, die in lateinischen Übersetzungen durch Antikisierungen und Missverständnisse wirkungsmächtig verfälscht werden (Robert Wallisch); Georgius de Hungaria, als Lateinschüler ins Osmanische Reich verschleppt, wo er u.a. mit dem mystischen Derwisch-Orden in Berührung kommt, kehrt nach zwanzig Jahren in die christliche Welt zurück, wo er als (rekonvertierter) Dominikaner einen Traktat voll Insiderwissen über den Islam veröffentlicht, der gerade in dessen selbsterlebter Scheinattraktivität eine List des Teufels sieht (Reinhold Glei); und Diogo Pires schließlich, ein portugiesischer Sepharde, der sich genötigt sah vor der Inquisition u.a. nach Antwerpen, Ferrara und Ragusa / Dubrovnik zu fliehen, feiert in neulateinischen Gedichten die unwiederbringlich verlorene Heimat mit einer Saudade, die seine jüdisch-lusitanische Doppelidentität verrät (Rafael Moreira).

I. Ursprünge im Trecento / Le origini nel Trecento
Exul o peregrinus?

L’esilio petrarchesco come arte della fuga

Enrico Fenzi (Genova)

In passato mi sono occupato in modo piuttosto diffuso del tema dell’esilio nell’opera del Petrarca e ancora mi riconosco in quanto ne ho detto, sí che non posso cominciare se non rimandando a quello studio, piú o meno direttamente presente in questo mio intervento.1 Certo, varî contributi mi erano allora sfuggiti e altri in séguito se ne sono aggiunti, dal momento che il tema dell’esilio partecipa in maniera intima e complessa al fascio dei significati e dei valori dell’intera opera del Petrarca.2 La direzione che oggi prenderò non mira in ogni caso a un’impossibile e fuorviante completezza; semmai, approfittando delle molte cose che ormai si sanno, vorrei cogliere alcune speciali articolazioni di questo, ch’è certamente uno dei nodi sensibili dell’esperienza petrarchesca.

Alcune cose vanno súbito ripetute. Il Petrarca non ebbe personalmente a patire dell’esilio: esiliato fu invece suo padre mentre egli aveva pochi anni d’età, e certamente questo fatto condizionò la sua vita e in particolare i suoi rapporti con Firenze, ma su un piano affatto diverso. Viaggiò per buona parte d’Italia e d’Europa senza impedimenti, scelse liberamente ove risiedere, fu in grado d’immaginare una serie di luoghi nei quali avrebbe potuto tranquillamente trasferirsi, e soprattutto non ebbe alcun problema a passare per Firenze quando ebbe l’opportunità e la voglia di farlo. Questa brevissima puntualizzazione, tuttavia, non può e non deve chiudere ogni questione, dal momento ch’è pure indubitabile che una indeterminata e addirittura sfuggente dimensione d’esilio che vorremmo meglio definire sembra informarne gli atteggiamenti e le opere. Ma per arrivare al cuore di tale dimensione occorre rompere la crosta delle esplicite dichiarazioni del Petrarca, tutte tese a dimostrare, in sostanza, che l’esilio ‹non esiste›, come risulta, per esempio, dal testo nel quale egli ha condensato il suo punto di vista, il cap. 67, De exilio, del libro II del De remediis, probabilmente scritto sullo scorcio degli anni Cinquanta e non lontano nel tempo da due lettere probabilmente fittizie dirette a un tal ‹Severo Appenninicola› per consolarlo del suo personale esilio, le Fam. 2, 3 e 4.3 La trama del discorso del Petrarca è di perfetta e prevedibile coerenza stoica e senecana in specie: l’esilio esiste solo per chi lo subisce come tale, mentre gli individui di valore non se ne lasciano minimamente turbare e sanno vivere altrettanto bene in qualsiasi parte della terra, in compagnia della loro intatta virtú che sarà proprio l’‹occasione› dell’esilio a portare in piena luce.4 Cardine forte del discorso è quello dell’uomo come ‹cittadino del mondo› e dunque libero di scegliersi la patria che vuole, esemplarmente affidato anche a un appunto che il Petrarca scrive in margine al f. 36v del suo codice dell’Historia Alexandri di Curzio Rufo, il Par. Lat. 5720: «la patria è qualsiasi luogo nel quale l’uomo forte abbia scelto di restare» (patriam esse ubicumque vir fortis sedem sibi elegerit). E ben si capisce come una siffatta capacità e libertà di scelta in determinate circostanze si trasformi nell’obbligo morale di sottrarsi alla complicità con i malvagi mediante l’esilio volontario, che a sua volta contempla la variante particolare della ‹vita solitaria› quale forma tutta speciale e particolarmente eletta di auto-esilio.5

Il primo passo, come è ovvio, sta nel precisare che si parla di un esilio decretato ingiustamente, sí che il condannato godrà almeno della consolazione di allontanarsi dai malvagi in compagnia della Giustizia, da sempre esiliata dalla terra (sia detto di passaggio, al lettore moderno riesce inevitabile riandare in ogni caso a Dante: qui si potrebbe ben ricordare la canzone Tre donne). A infliggere tale ingiusta condanna sarà dunque un tiranno, il quale caccia i buoni e favorisce i malvagi, oppure un regime di popolo che naturalmente, come sempre è stato, «odia i buoni: un tale tiranno dalle tante teste, infatti, non caccerebbe mai uno che gli assomiglia».6 Ma l’accento del Petrarca non batte tanto su chi esercita il potere e sull’esilio quale atto di condanna giuridicamente caratterizzato, ma su colui che lo subisce e però se ne appropria e lo trasforma e lo capovolge quasi fosse una sua scelta. Cosí, l’uomo forte e virtuoso autodetermina il proprio destino riconoscendosi quale ‹cittadino del mondo›, ch’è appunto il modo (raccomandato soprattutto da Seneca) di svuotare dall’interno e di cancellare la nozione stessa di esilio. In un passo del capitolo De exilio il Petrarca cita prima di tutto una risposta di Socrate che leggeva nelle Tusculanae: «Socrate a uno che gli chiedeva di che paese fosse rispose: ‹Del mondo›, come colui che si riteneva abitante e cittadino del mondo intero».7 Né vi leggeva solo questo, ovviamente, ma anche tutto il capitolo relativo, § 106–109, inteso precisamente a ridimensionare l’opinione che l’esilio sia un gran male, quando invece moltissimi illustri filosofi passarono la vita lontani dal loro paese, e dove infine Cicerone si chiede: «Che considerazione si può avere della qualifica di cittadino in una città dalla quale gli onesti e i sapienti vengono cacciati?», e ancora aggiunge ch’è assai meglio la libertà in esilio che la servitú nel proprio paese attraverso l’esempio di Demarato, fuggito dalla tirannide che opprimeva Corinto e approdato in Italia, a Tarquinia.8 Il nucleo del ragionamento del Petrarca e il suo generale intento dimostrativo non è diverso da quello di Cicerone e, dopo il momentaneo allargamento al motivo della vita stessa come esilio nei confronti della ‹vera› patria celeste, giunge per forza propria a incardinarsi sul concetto espresso molte volte da Seneca e divenuto topico, per esempio anche in Stazio, che a sua volta proclama: «La terra intera è il suolo natale dell’uomo».9

Il famoso verso ovidiano, Fast. 1, 493, appena sopra ricordato, che per intero suona «Non c’è terra che non sia patria all’uomo forte, come l’acqua per i pesci» (ma il Petrarca, abbiamo visto, ne cita solo la prima parte) era già stato ripreso in un passo famoso da Dante, De vulg. el. 1, 6, 3: «noi che abbiamo per patria il mondo come i pesci hanno l’acqua» (Nos autem, cui mundus est patria velut piscibus equor), ma è già in Brunetto Latini, Tresor 2, 84, 11, ov’è uno scambio di battute a proposito dell’esilio tra Paor e Seurtez (Paura e Sicurezza): «Paura dice: ‹Sarai cacciato in esilio›. Sicurezza risponde: ‹Non mi è interdetta la patria ma un luogo, perché tutto ciò che è sotto il cielo è la mia patria […] Tutte le terre sono patria per il virtuoso, come il mare per il pesce›»,10 implicitamente ripetendo quanto faceva, per esempio, Ugo di San Vittore, che spostava il nucleo del discorso verso le qualità morali dell’individuo capace di una scelta siffatta: «È forte quell’uomo per il quale la patria è dappertutto, ma è perfetto quello per il quale il mondo intero è luogo d’esilio»,11 e che, soprattutto, concentrava in un’unica espressione quella distinzione e gerarchizzazione dei due diversi esilî, quello nei confronti della patria terrena e quello nei confronti della patria celeste, alla quale anche il Petrarca, quasi dilatando dall’interno le parole di Ugo di san Vittore, rende omaggio. Ma il Petrarca, per l’appunto, preferisce restare sulla terra e insiste sul tema dell’esilio volontario, quale gesto capace di capovolgere una situazione nella quale l’ingiustizia sembra prevalere, e di ridare al soggetto dignità e libertà. Perciò esorta: «Vattene di tua volontà: cosí sarà un viaggio, non un esilio», e poco avanti:

Scacciato dai peggiori, entra a far parte dei migliori, e dimostra con i fatti che non sei tu indegno della patria, ma la patria di te. Sia lei ad accorgersi di quanto ha perduto, e tu convinciti di non aver perso un bel nulla […] Siano loro a soffrire d’essere lasciati soli, mentre tu godrai d’essertene andato in compagnia. Non voltarti indietro; non pensare a tornare; non voler stare con quelli che vogliono che tu te ne vada. Insomma, non metterti nella condizione di sopportare malamente che altri facciano quello che avresti dovuto fare tu.12

In questa chiave, trovo assai significativo il rimprovero che il Petrarca muove contro Cicerone, che per ostinazione e vanità non ha capito quando sarebbe stato il momento, per dire cosí, di battere sul tempo i nemici e di sottrarsi alla lotta mettendosi in salvo. Nella seconda delle lettere a lui dirette, la Fam. 24, 4 (probabilmente del 1345), gli scrive: «nella tua vita cerco invano solo la fermezza d’animo, la ricerca della quiete ch’è necessaria a chi vuole far professione di filosofo e la fuga dalle guerre civili, quando la libertà è morta e la repubblica già sepolta e compianta».13 Si osservi come la parola-chiave sia qui fuga: la fuga che diventa un obbligo morale per il ‹filosofo› che abbia lucidamente previsto il venir meno delle speranze e la catastrofe che l’aspetta: allora, egli deve sottrarsi ai nemici che lo circondano, tornare a se stesso e fuggire se non vuole restare compromesso nelle follie e nei crimini della storia, e deve riscoprire nella quiete dell’isolamento la sua vocazione allo studio e alla meditazione che fanno di lui un ospite e un testimone, non un attore sul palcoscenico della lotta politica. E ancora non posso trattenermi dal citare un passo dalla Repubblica di Platone, 496c5, che largamente prefigura l’atteggiamento del Petrarca, e illustra quanto sto cercando di dire. Quando la città è irrimediabilmente in rovina,

colui che fa parte di questi pochi [filosofi] e che ha gustato la dolcezza e la felicità di un simile bene, resosi conto della pazzia dei piú, del fatto che nulla vi sia di sensato nel comportamento di nessun uomo politico e del fatto che non vi sono alleati con cui intrapprendere la difesa della giustizia, senza esporsi alla morte; quando simile a un uomo caduto in mezzo a belve feroci, al furore delle quali egli rifiuta di associarsi, senza per altro essere in grado di tener testa da solo a quell’orda selvaggia, è quindi sicuro di morire prima di aver servito la sua città o i suoi amici, senza profitto né per l’una né per gli altri; dopo aver riflettuto su tutto ciò, egli si astiene dall’agire e non si occupa che dei propri affari, e come un viaggiatore sorpreso dalla tempesta ripara dietro a un muro dal turbine di polvere e di pioggia sollevata dal vento, allo stesso modo, nel vedere gli altri traboccare di ingiustizia, egli si ritiene fortunato di trascorrere l’esistenza quaggiú puro dall’ingiustizia e dall’empietà e di uscire dalla vita nella speranza, con serenità e pace dell’anima.14

Può darsi che le ultime citazioni appaiano solo indirettamente legate al tema dell’esilio. Non è cosí. Ci danno, invece, l’orizzonte ultimo entro il quale il discorso del Petrarca sull’esilio trova il proprio posto ed esalta i suoi significati. Fissiamo, per questo, alcuni momenti importanti dai quali ripartire.

1 Seppur per pochi esempî abbiamo visto come il Petrarca presenti l’esilio come una condizione che il soggetto può assumere come una propria scelta sí da anticipare una sentenza di condanna oppure, una volta subíta, a svuotarla di senso. Ora, non c’è dubbio che la parola che piú concretamente si avvicina a un siffatto esilio sia la fuga.

2 Un tale esilio / fuga è giustificato e addirittura esaltato come un atto di lucida autodeterminazione inteso a ricostruire attorno al soggetto le condizioni della sua possibile realizzazione: in ultima analisi, le ragioni medesime della propria vita e della propria felicità.

La dimensione rigorosamente individuale nella quale l’esilio precipita non solo indebolisce ma propriamente recide il legame organico e viscerale del soggetto con la propria patria e la propria terra e la propria gente. L’uomo forte e virtuoso, infatti, non se ne fa condizionare: semmai, costretto all’esilio, arriva a intendere come quel legame fosse in realtà un limite ch’egli è perfettamente in grado di superare riconoscendosi come ‹cittadino del mondo›.

La fuga è una parola estremamente significativa nel Petrarca, sulla quale è necessario fermarsi.15 Non però sul campo metaforico dell’inarrestabile fuga temporis, dentro il quale sta il tema della fuga della giovinezza e della bellezza del corpo,16 ma piuttosto su quello che qui ci riguarda da vicino della fuga vera e propria. All’interno di una tale fuga possiamo azzardare, per amor di schema, due livelli, diversi ma intimamente connessi. Il primo, piú basso, la contempla come espediente per sottrarsi ai fastidî e alle contrarietà quotidiane; l’altro carica la fuga di valori morali e ne fa una scelta di vita che si sublima nell’azione risolutrice attraverso la quale l’individuo esercita al massimo grado la sua libertà: libertà di rifiutare il cumulo delle catene che il mondo gli ha stretto attorno, e di rideterminarsi secondo la propria autenticità. Nell’egloga 8, Divortium, per esempio, sin dalle prime parole (Quo fugis?), è chiaro che proprio questa è la fuga della quale si tratta, capace addirittura di spartire in due la vita intera: il ‹prima› della giovinezza e della maturità asservite, e il ‹dopo› della libertà tardi riacquistata nella stagione che volge ormai alla vecchiaia e alla morte.

Naturalmente, il livello superiore non esclude, ma integra e nobilita l’inferiore. Un esempio concreto e centrale nel Petrarca. Il ritiro a Valchiusa rischiava d’essere interpretato in chiave meramente strumentale, come fuga dagli obblighi troppo diretti di un servizio gravoso e come egoistica ricerca di una ‹qualità di vita› migliore anche sul piano estetico della caotica, sporca, rumorosa vita cittadina che il Petrarca tante volte descrive e condanna, e persino come astuto stratagemma per acquisire una visibilità tutta particolare, come Agostino nel Secretum obietterà a Francesco.17 Ma, per l’appunto, il De vita solitaria ha lo scopo di conferire piena autonomia morale e ideologica a una tale fuga, che il trattato dimostra essere un valore assoluto degno in sé d’essere perseguito e realizzato. Il punto sul quale vorrei insistere è però un altro. Di là dall’arco delle varie interpretazioni che lo schema tracciato contiene a stento, la fuga nel Petrarca è un’esperienza esistenziale quasi sempre connotata in senso positivo.18 Il che è perfettamente coerente con il fatto –vado subito al punto – che, salendo di grado in grado, il massimo di libertà che l’individuo possa esercitare nel mondo consiste, come ho appena accennato, nell’esercizio attivo e fortemente voluto di una capacità di rifiuto attraverso il quale egli arriva a restituire sé a se stesso. Per questo la fuga, per piccola o episodica che sia, è sempre giusta: perché è sempre una scelta di libertà (anche nei confronti dei legami amorosi, visto che nel libro III del Secretum Agostino raccomanda in maniera sin quasi ossessiva a Francesco il rimedio della fuga), ed è insomma, a mio giudizio, una delle chiavi essenziali per comprendere il modo tutto petrarchesco di porre la questione dei rapporti con il mondo del potere in chiave non politica ma esistenziale (lasciando dunque su un piano completamente diverso quella che è stata la concreta attività diplomatico-politica da lui esercitata al servizio dei Visconti). Ma questo discorso ci trascinerebbe troppo oltre. Restiamo invece alla fuga / esilio, e osserviamo che per il Petrarca è il mondo delle cose e il mondo della storia cosí com’è fatto a imporre la fuga come l’unica arma davvero efficace per chi se ne voglia difendere. Appriamo un’altra breve parentesi. Nella splendida Prefatio al libro II del De remediis il Petrarca sviluppa con ampiezza il tema dato nelle prime righe: di tutte le cose lette o ascoltate nulla gli è rimasto piú impresso nell’animo della sentenza di Eraclito secondo la quale tutto ciò che avviene è il risultato di una lotta: «Omnia secundum litem fieri».19 Un poco grossolanamente, il mondo è in perenne guerra con se stesso, e la fatica e il dolore sono le inevitabili compagne di tutto ciò che giunge a esistere, al punto che la possibile e fragilissima felicità umana consiste nel saper usare di un unico universale ‹rimedio›: tenere il mondo a distanza, fuggirlo, trasferendo all’orizzonte cristiano le massime della morale stoica. E l’intero De remediis non fa che decostruire con pazienza l’inessenziale accumulo delle circostanze, non fa che togliere, eliminare per arrivare, ogni volta, al puro nucleo esistenziale dell’io che di per sé, nel suo elementare porsi come tale, è altra cosa da ciò che lo circonda e in infiniti modi lo minaccia, e solo ascoltandosi e restando fedele a se stesso può resistere a un tale micidiale assalto. Su questa essenziale, pervasiva arcatura morale poggiano molte delle riflessioni del Petrarca, e vi poggia l’egloga Divortium (del 1347: mette in scena il distacco del Petrarca dal vecchio padrone / protettore, il cardinal Giovanni Colonna), che applica al caso specifico una verità ben piú generale, dappertutto leggibile in trasparenza, e richiamata con particolare forza al v. 19, là dove Amiclate / Petrarca supplica il Colonna: «Permettimi una fuga giustificata, e abbi pietà di me che vi sono costretto» (iustam permitte fugam, et miserere coacti). Ma perché ‹costretto›? Dal momento che il Colonna finirà per accontentare il poeta (v. 121: I, tamen […]), dov’è piú la fuga e la coercizione? Il fatto è che il Petrarca riferisce la propria situazione personale a uno schema piú comprensivo, entro il quale è pur sempre un atto di rifiuto e di fuga a caricarsi di valori morali e a presentarsi, per questa via, come ‹obbligato›.

Ecco qualche esempio significativo. In una lettera, la Fam. 5, 14, variamente datata al 1343, 1345, 1347 e 1351, lamentandosi di non poter cacciare un vecchio servo rabbioso il Petrarca scrive: quem fugare non licet, fugiam, cioè, giocando su fugare / fuggire, «visto che non posso cacciarlo, me ne fuggirò io».20 È un caso minimo, certo, ma ecco che lo stesso gioco di parole è investito da una riflessione di tono piú serio nelle parole ammonitrici con le quali si conclude il primo libro del De vita solitaria: «Che dunque, se non ricorrere al mio solito consiglio, di fuggire dai mali che non possiamo scacciare? A ciò, l’unica salvezza e rifugio che conosco è una vita solitaria».21 E piú tardi, di nuovo, raccomandando di mettersi al riparo dai «minuti fastidî» della vita che non si riescono a evitare altrimenti: «Ama il silenzio dei boschi: occorre fuggire dalle cose che non si possono né sopportare né scacciare».22 Alla fine di novembre 1347 il Petrarca, arrivato a Genova da Avignone, scrive a Cola la famosa lettera con la quale gli dichiara d’abbandonarne la causa e di lasciarlo al suo destino, e tra altre cose scrive qualcosa che, ormai lo sappiamo, occupa una parte importante nella sua visione della vita: «Perché dovrei torturarmi? Le cose andranno cosí come l’eterna legge del destino ha stabilito: non posso cambiare il corso delle cose, ma posso fuggirle […]».23 Qui non siamo dinanzi ai ‹minuti fastidî›, ma a una situazione che impone una precisa scelta di vita e raccomanda la fuga come un vero e proprio imperativo morale: ancora nel 1356, del resto, contro i focolai di guerra che rendono insicura parte del nord-Italia, il Petrarca confessa al Nelli che non c’è miglior rimedio della fuga (quod remedii genus optimum fuga est).24 Altre occorrenze non mancano, specie nel primo libro del De vita solitaria e nei numerosi testi che esaltano quale modello di vita il ritiro valchiusano, opposto a quello della fetida e corrotta Avignone / Babilonia: vd. tra tanti Rvf 114, 1–4: «De l’empia Babilonia, ond’è fuggita/ ogni vergogna, ond’ogni bene è fori,/ albergo di dolore, madre d’errori,/ son fuggito io per allungar la vita».25 Spesso il Petrarca ripete ch’è opportuno fuggire dalla città, dal contatto con il volgo, dai fastidî della vita quotidiana: si veda come sia esaltata la laborum fuga sin nell’intitolazione di Fam. 11, 5, e addirittura positivamente equiparato l’esilio alla fuga in Fam. 21, 9, 15: «quello che chiamano esilio non è altro che una fuga da innumerevoli fastidi» (id quod exilium vocant, fugam innumerabilium curarum). Questo continuo, vario e spesso sottile ‹elogio della fuga› abilmente e sottilmente intrecciato all’‹elogio dell’esilio› che percorre le pagine del Petrarca ci fa tornare alla seconda lettera a Cicerone, Fam. 24, 4, 2, che, sopra, ha costituito uno dei punti di partenza di questo discorso, e ce lo fa meglio comprendere. Rimandandoci, per esempio, al tentativo di Cola che ha finito per rimettere all’ordine del giorno il problema dei rapporti del Petrarca con i vecchi padroni e con la curia tutt’intera, e ha creato, insieme, le condizioni di non ritorno per la fuga risolutrice che non solo taglia con una serie di compromissioni vecchie e nuove, ma pone, in alternativa, un’esigenza di libertà finalmente e chiaramente intesa all’edificazione di un autonomo ed esemplare progetto di vita. L’ultimo provvisorio soggiorno in Provenza, dal giugno 1351 al giugno 1353, è una sorta di parentesi che non sovverte questa linea, che ne riesce, semmai, confermata. Proprio nel 1352 il Petrarca, infatti, scrive al Cavalchini che unica soluzione per entrambi è quella di fuggire dalla pestifera Avignone, e nell’aprile dello stesso anno ripete che dinanzi a quella ‹spelonca di ladroni› che la curia è diventata non esiste altro rimedio che il piacere della fuga.26 E infine, sempre in quell’aprile, nella Fam. 15, 7 diretta a Stefano Colonna prevosto di Saint-Omer, passando in rassegna la situazione politica dell’Italia e dell’Europa, ripropone con efficace retorica il motivo dell’intima dialettica che corre tra costrizione e libertà:

Fa quello che fanno gli uomini puliti, e non solo gli uomini ma anche alcuni animali di pelo candido che hanno paura della sporcizia e che, uscendo dalla tana, se vedono che il terreno attorno è lordo di fango, ritraggono il piede e tornano a riparare nel loro nascondiglio. Cosí anche tu, se non trovi da alcuna parte ove avere quiete e riposo, rientra nella tua camera e torna a te stesso: veglia con te, parla e taci con te, passeggia con te, fermati con te, e stai certo che non sei solo se stai con te […].27

Potremmo anche tradurre la dicotomia tra costrizione e libertà con quella tra la storia e l’individuo, che proprio attraverso le ‹prove› alle quali è costretto ha modo d’esercitare la propria libertà e d’alimentare il mito della propria separatezza intesa come la garanzia d’una superiorità criticamente ed eticamente fondata nei confronti del proprio tempo. Una separatezza che definisce nettamente i contorni dell’io e della scena che gli appartiene e nella quale agisce, ricavando gran parte della sua consistenza drammatica e del suo fascino dall’originaria rottura, subíta e cercata insieme, nei confronti delle patrie possibili. Al proposito, tra altri che si potrebbero addurre, c’è un testo che mi sembra particolarmente significativo, l’epistola in distici rimati Exul ab Ytalia.28

Nel dicembre 1343 il Petrarca aveva acquistato in Parma la casa che già aveva abitato l’anno precedente, ma nel 1344 Azzo da Correggio vendette la città a Obizzo d’Este suscitando la reazione del Visconti che mise la città sotto assedio, determinando con ciò, da una parte e dall’altra, una fitta serie di contrapposte alleanze. Il Petrarca ne fuggí avventurosamente il 23 febbraio 1345,29 riparando a Verona e tornando poi attraverso un lungo giro per la valle dell’Adige, il passo di Resia, il Tirolo e infine la valle del Rodano, a Valchiusa, ove giunse verso la metà di dicembre. E appunto nella primavera del 1346 indirizzò all’amico Philippe de Cabassole, da poco tornato da Napoli con un messaggio al papa da parte della regina Giovanna, la Exul ab Ytalia, invitandolo ad abbandonare ogni impegno in senso lato politico e diplomatico e a condividere con lui la scelta di ritirarsi nella rustica quiete di Valchiusa.30 A monte della lettera stanno dunque due esperienze drammatiche: quella napoletana del Cabassole, che aveva visto, in un crescendo di trame e tradimenti, nel settembre 1345, l’assassinio nel castello d’Aversa del giovane Andrea d’Ungheria, marito della regina Giovanna che del crimine fu complice, e quella parmense del Petrarca medesimo, testimone diretto della continua serie di guerre tra potentati locali che dissennatamente laceravano l’Italia. L’epistola medesima, del resto, lo sottolinea con efficacia:

Hic tibi Parthenope, dulcis michi reddita Parma,

quas non insidiae quatiant nec clamor ad arma.31

Nel suo insieme, la lettera suona come un manifesto di quell’ideologia della fuga e dell’auto-esilio quali condizioni di una vita libera e serena pur se avvolta in una realtà scellerata fatta di tradimenti e delitti, ed ha per noi un motivo di speciale interesse tanto nei versi d’esordio quanto in quelli finali:

Exul ab Ytalia furiis civilibus actus,

huc subii partimque volens partimque coactus

[…]

Hec tibi per silva scripsit, dignissime presul,

ille tuus, Sorge dicam peregrinus an exul.32

Exul è, si osservi, la prima e l’ultima parola del componimento, che ne è come rinserrato, cosí come il felice modello di vita valchiusana è rinserrato entro un mondo ostile, ed è di dolente intensità lo stato d’animo di chi ha deciso di fuggire ed è contento d’averlo fatto, ma pure vede benissimo quanto la propria decisione sia frutto d’una invincibile costrizione, e insomma configuri il tragico ed essenziale paradosso secondo il quale, nella vita, le scelte di libertà sono imposte dalla necessità. Cosí, nelle verità dell’animo di chi patisce violenza anche le magniloquenti sentenze della moralità stoica si incrinano, e il poeta cacciato in esilio dall’Italia dalla furia delle guerre civili è tornato a Valchiusa in parte per averlo voluto e in parte perché costretto, sí che alla fine, dopo aver illustrato le delizie del suo rifugio transalpino, deve pur ammettere di non sapere se vi dimorerà e v’invecchierà come uno straniero di passaggio, come peregrinus, oppure, in senso proprio, come esule. Cioè, in un caso o nell’altro, come un senza patria, exul ab Ytalia.

Capiamo cosí come l’opposizione che abbiamo visto porre nel De remediis, 2, 67, 12, tra l’esilio e la volontaria peregrinatio: I sponte: peregrinatio erit, non exilium, non sia cosí tranquillizzante e definitiva come si vorrebbe, visto che una peregrinatio coatta mantiene qualcosa sia della fuga che dell’esilio, e ci vuole davvero molto poco perché si colori di sfumature che ne piegano il senso in una direzione o nell’altra. Naturalmente, ciò non mette in discussione il valore di quelle formule della magnanimità, che tuttavia si rivelano percorse, sotto pelle, da perturbanti vibrazioni, come a me pare di vedere, per esempio, anche nella prima lettera all’Appenninigena, ove di nuovo il discorso petrarchesco torna a battere sulla distinzione tra peregrinatio ed exilium:

Occorre che intervenga un elemento di costrizione e di dolore affinché si possa parlare di vero esilio. Se lo ammetti, vedrai allora che dipende da te l’essere un esule o piuttosto un viaggiatore: se te ne sei andato piangente, triste, abbattuto, ti riconoscerai senz’altro come un esule; se invece hai obbedito all’ordine di partire senza dimenticare la tua dignità e senza piegarti, ma con lo stesso atteggiamento sia esteriore che intimo che avevi in patria, allora sei in viaggio, non in esilio.33

Resta dunque pur vero che per il vir forte e virtuoso ‹l’esilio non esiste›, visto che sembra possibile non viverlo come tale, ma è altrettanto vero che un tale vir non è una creatura in carne e ossa ma un modello ideale verso il quale si può tendere per tentativi, per approssimazioni necessariamente imperfette, mentre questa radicale riduzione alla dimensione esistenziale e soggettiva lascia margine a un principio di mistificazione e persino d’ipocrisia, visto che il ‹male di vivere› non ha alternative possibili e il soggetto che proclama la propria libertà di fuggire è forse piú d’altri inchiodato alle leggi della necessità. Agostino ha definito gli stoici come degli ‹infelici con coraggio›: ecco, forse è proprio questa bella formula a tracciare l’orizzonte entro il quale sta anche la singolare percezione che il Petrarca ha della propria condizione di apolide, teorizzata, difesa, esaltata, eppure sofferta proprio in quanto ha di piú vero e profondo: il disincanto, la fuga. In altre parole, guardando alle cose dal lato di chi lo soffre, la fuga è l’intima verità dell’esilio. E il saggio – dice il Petrarca, – non ha per l’appunto altra scelta oltre questa lucida consapevolezza, e l’esilio per lui non esiste semplicemente perché nient’altro definisce meglio l’essenziale solitudine della condizione umana e della sua in particolare: la patria è come l’abito che indossa e porta con sé nella fuga, che lo segue… Il saggio è tale perché ha imparato a sue spese a essere patria a se stesso. In altri termini, di là da applicazioni piú normali e scontate, si direbbe che il Petrarca secolarizzi la nozione cristiana dell’esilio, riportandola dal cielo alla terra. L’uomo non solo è in esilio rispetto alla sua «vera» patria celeste, ma lo è pure rispetto al mondo, cioè alla sua «vera» patria terrena, e quanto gli è dato di ricostruire attorno a sé non dipende che da lui solo, proprio come il Petrarca ricorda al Cabassole: «Dovresti però cercare da te stesso, con le tue forze – e il cielo ti ha dato alto ingegno – di tirare in secco la fragile barca».34 Il che ci immerge nell’altra sottile dialettica: da una parte sta la massima che, prima di Dante, Brunetto ripiglia da Ovidio: «Toutes terres sont païs au proudome autresi come la mer au poisson», che conferisce alla vita la dimensione ulissiaca di un perpetuo viaggio oltre ogni confine di natura geografica e politica; dall’altra sta l’invito, per restare alla metafora marina, a tirarsene fuori, da quel mare, e a godere di un porto sicuro ove ricreare la propria personale ‹piccola patria›, se è vero che un esilio breve restituirà l’individuo alla propria patria, e uno lungo gliene farà trovare una nuova.35

A questo punto, il discorso appena comincia, e ha davanti a sé molte strade, che piegano o superano il tema dell’esilio in direzioni particolari, che a tutta prima possono apparire persino vistosamente contraddittorie rispetto a molti degli enunciati visti sin qui. Si pensi, per non dir altro, al patriottismo tutto italico del Petrarca, declinato spesso in chiave anti-francese: sarà pur vero che patria dell’uomo è il mondo intero, come i suoi filosofi gli insegnavano, ma certo il Petrarca non riesce neppure a immaginare che Francia, Spagna, Inghilterra, e insomma l’Europa intera, valgano quanto un’Italia che resta, nonostante tutto, l’unica vera testimone della grandezza di Roma e nella quale egli riconosce l’unica patria possibile, e della quale fonda il mito. Di qui, da questo appassionato riconoscimento al quale, si può ben dire, il Petrarca ha dedicato la vita, entra in lui prepotente e prende vita (è questo un punto ben illustrato da Luca Marcozzi) il tema di un esilio vissuto non nello spazio ma nel tempo. Investendosi della missione di restauratore dell’Antichità, egli dà corpo a «una costellazione allegorica che tematizza il bando delle muse rappresentandolo come esilio della poesia e degli studî dal mondo contemporaneo», e rappresenta se stesso come l’ultimo custode dei valori che il presente rifiuta e addirittura combatte. Il tema della cacciata della poesia e della philosophia dal mondo del suo tempo – parallelo a quello dell’opposizione tra la Roma ideale dell’umanista e la corruzione di Babilonia – finisce per innervare nel profondo anche i Rerum vulgarium fragmenta, «in cui l’immagine della virtú letteralmente sbandita dal presente è una dolorosa metafora della marginalizzazione degli studia humanitatis, in cui l’esilio del sapere e delle virtú è tematizzato come un esilio reale. Su questo esilio di natura esclusivamente letteraria il Petrarca incardina una rappresentazione esemplare di sé destinata a divenire un prototipo della Modernità, quella del malessere degli intellettuali nel loro tempo, del quale si sentono, per varie ragioni, esclusi, esiliati, banditi».36 Ancora, è fortissimo il legame che corre tra quanto egli afferma sulla natura dell’esilio e la pessimistica visione di un mondo governato dalle feroci leggi del potere e della guerra, che all’individuo non lascia altro spazio che non sia quello della fuga, nutrita dagli studî e dai sogni di tempi migliori. Di qui, quella sua visione a- o addirittura anti-politica, che mette al centro una nozione nuova e per qualche aspetto eversiva della felicità individuale, che inevitabilmente si scontra con le manifestazioni di un potere che pare non abbia altro concreto effetto oltre quello di rendere rara e difficile la pace, ch’è intima aspirazione non solo del poeta e dell’intellettuale, ma dell’umanità tutta intera costretta a una sorta di fuga perenne. Sono, come si vede, strade tutte decisive per comprendere meglio la natura dell’opera del Petrarca. Ma, come del resto ho anticipato, qui ho solo cercato di accostare qualcuno dei modi intelligenti e sottili in virtú dei quali quelle che sono talvolta apparse come topiche e pompose banalità sono animate da una nascosta e sofferta passione, da una vibrazione esistenziale che le riscatta e restituisce loro il fascino inquietante della verità.

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Della scrittura petrarchesca come esperimento dell’esilio

Philippe Guérin (Université Paris-Sorbonne Nouvelle)

Totam fere usque ad hoc tempus in

peregrinationibus vitam duxi

(Sen. IX 2, 1)

Di tutte le cose eccellenti che si sono scritte di recente sul Petrarca e l’esilio vorrei tenere a mente i tre o quattro capisaldi seguenti.1

«Concepito e nato in esilio»: cosí scrive (e ripete) il Petrarca quando parla di se stesso; ma, esiliato, lo è per modo di dire, l’esilio stricto sensu non essendo affatto applicabile alla sua biografia.2 Intende in realtà con questa formula esprimere la percezione che ha della sua condizione esistenziale, dire il suo specifico, vagabondo, essere-al-mondo.3 E il riflettere sull’esilio gli consente di fare il filosofo morale stoico: sia esso quello vero e proprio, oppure quello piú lieve di chi, per necessità ‹professionali›, deve lasciare la patria suo malgrado,4 l’esilio, se lo si considera bene, non è niente.5 Posizione etica che si combina con la visione cristiana del nostro transitus sulla terra, esilio fuori della vera patria, quella celeste cui la nostra anima è bramosa di tornare liberandosi dal carcere del corpo (il carcer exiguus di Rem. II 67, 10).6

A quest’interim,7 il Petrarca dedica la maggior parte del suo tempo – in un’ottica a dire il vero per lo piú profana, volta cioè a pensare la vita mondana, a cercare risposte valide per affrontare quella che è la nostra effimera sorte quaggiú. E quaggiú, per l’appunto, su questa terra, il Petrarca non ha, non vuol avere nessuna patria fissa e definitiva: è lo stesso mondo (l’orbe) che, socraticamente,8 delimita lo spazio di un vivere che è anzitutto, per opzione consapevole, un peregrinare, un exilium-peregrinatio.9

L’alternativa, come scelta di vita, è chiaramente delineata nella lettera familiare II 3 già citata (la consolatoria di data incerta a destinatario forse fittizio) che fa dell’esilio il suo argomento centrale. Il modo in cui si vive tale situazione dipende da una decisione razionale del soggetto interessato (quando precisamente si fa soggetto della propria storia): o la si patisce passivamente, questa sorte, ed è sofferenza e tristezza, è esilio vero e proprio; o si parte consenziente, trasformando l’esilio in un semplice exire, una peregrinatio per l’appunto, che trasfigura l’esperienza traumatica e dolorosa in occasione di crescita morale e intellettuale.10 Noteremo anche che a questo punto si sfiora, con l’interrogazione sull’etymon (isidoriano, cioè extra solum), un’altra costante delle scelte esistenziali petrarchesche, quella della solitudine, del ritiro solitario che appare cosí una sorta di piccolo esilio volontario.11

Posto sotto il segno del rifiuto di qualsiasi piccola patria, a favore di orizzonti sempre rinnovati, l’esilio, considerato cosí, è libertà, e la patria di cui sopra, che ci rinserra tra le sue mura, prigione dove sarebbe stolto voler tornare.12 Il cielo è lo stesso dappertutto, e la condizione dell’esule risulta addirittura invidiabile. L’attaccamento alla patria considerata stricto sensu è invece indizio d’animo angusto.13 Bisogna essere capaci di fuggire, anche dagli affetti piú consolidati, per amore della libertà.14 E anche se, in una prospettiva penitenziale, tale fuga e tale libertà in fin dei conti si rivelano senz’altro illusorie.15

Peregrinus ubique, dunque, e comunque, secondo la nota formula dell’Epystola metrica III 19 a Barbato da Sulmona: peregrinus, cioè nel contempo viaggiatore e straniero. Di tale «stile di vita»16 incarnazione esemplare appare il personaggio di Ulisse, anche per la capacità che offre di distinguersi, confrontandosi all’ingombrante autore del canto XXVI dell’Inferno.17 La peregrinatio ulissea18 sola consente di soddisfare appieno il visendi discendique studium.19 L’animo forte è proprio quello che non rilutta a rimettersi continuamente in moto. Si tratta di un Ulisse il cui viaggio non conosce nessun termine preciso – né casa, né naufragio come punizione di hybris colpevole.20 Non c’è altro termine se non quello sicuro ma imprevedibile della morte naturale. Il perlustrare di continuo contrade nuove è il motore che ci fa andare avanti. E, sul piano che ci interessa ora, quello della scrittura, propendiamo per una comprensione del processo di scrittura nel poeta che, integrando la figura dell’eroe greco, faccia il giusto posto al grande mitologema dell’exul-peregrinus.21 Se vivere è scrivere, tale attività propriamente vitale equivarrà a una vita-odissea nell’oceano delle literæ (in tutti i sensi), a un continuo peregrinare attraverso i segni, provocato dalla compulsione a lasciarsi dietro, esule volontario, tutti i luoghi attraversati. In un modo che resta da definire con maggiore nitidezza.

Ma precisiamo subito un punto. Il movimento in avanti, di fuga, non esclude il desiderio del ritorno, la nostalgia.22 Consideriamo l’esempio di Valchiusa, il porto terrestre per eccellenza.23 Il riparo provenzale, che consentiva di esiliarsi da Avignone,24 in cerca dell’agognata, ma nella realtà dei fatti sempre temporanea, solitudine, questo havre de paix cosí propizio alla scrittura,25 il Petrarca finirà col lasciarlo, come si sa, definitivamente. Con la decisione di volgere le spalle a Valchiusa, a un luogo che potrebbe offrire ancora diverticula amena,26 non vi potrà tornare che come ospite straniero. Epperò egli non riesce a eliminare un intenso senso di nostalgia, riandandolo col pensiero. Questa la dialettica tra, da una parte, la spinta, avvertita come necessità anche morale, a lasciare i luoghi dove successivamente ha eletto dimora e, d’altra parte, l’impossibilità di cancellare del tutto ciò che è stato, di reprimere definitivamente ogni fermento di doloroso richiamo del nostos. Nostalgia che, in altro modo, coinvolge anche l’Italia – quella che appare nell’opera petrarchesca la funzione-Italia, più che qualche luogo ben preciso, nemmeno la culla degli antenati.27 Quella che si potrebbe definire nostalgia del futuro, un futuro che affonda le radici nel passato remoto, seppellito sotto cumuli di rovine, dell’Antichità classica: questa la logica della renovatio.28 Memoria e speme, ossia una storia amorosa.29

L’esilio comporta di conseguenza una pregnantissima dimensione temporale.30 Che si radica anche nel disgusto del tempo presente, il che per l’appunto spinge il Petrarca verso l’Antichità – anche s’egli mitiga qui pure il discorso, affermando che l’amore dei suoi cari gli impedisce di desiderare d’esser nato in un’altra età.31 Come per l’invecchiamento, allontanamento da quel che si è stato, esilio da sé che si dispiega progressivamente nel tempo, vi è deplorazione (della caduta, che suscita sgomento) ma nel contempo esultanza della (ri)scoperta del passato seppellito che (ri)affiora… Perpetue oscillazioni tra approdi e nuove partenze, con traduzione sul piano della scrittura dell’opera tutta.32

Di che tipo di viaggio attraverso i segni si tratta, dunque, limitando ora il discorso ai Rerum vulgarium fragmenta?33 Sul piano tematico, molto si è scritto, a cominciare dalla necessità per il Nostro, nel momento stesso in cui decostruisce il concetto di patria, di fare i conti con tutta una tradizione ancora recente che aveva fatto dell’esilio, liricizzandolo, uno dei cardini dell’ispirazione poetica.34 Ma se l’esilio-peregrinatio, cosí come lo concepisce il Petrarca, è experimentum [sui],35 e dunque occasione d’autoconoscenza, se l’errare ulisseo è esperienza e acquisizione di conoscenza, allora la lingua (poetica) recherà traccia (spie e indizî) anche di quell’atteggiamento fondamentale. Traccia retorica, per cominciare – ma non ci soffermeremo.36 Serve qui però ricordare la teoria petrarchesca dell’imitazione, della mellificazione (o della setificazione), come processo attivo di produzione, rigorosamente sperimentale, ancorato nello studium (in tutti i sensi) di chi ci si dedica: cominciando dal viaggio attraverso i libri, le opere.37 Impegno assiduo, al limite pericoloso: si veda il titolo eloquente della Sen. II 3 ([…] quanti laboris et periculi sit scribere […] Et experientiam matrem artium omnium esse).38 E piú eloquente ancora, la straordinaria pagina della stessa missiva, in cui per illustrare il detto aristotelico experientia artem fecit, si volta repentinamente verso lo spettacolo che ha sotto gli occhi: il porto di Venezia, dove si pratica su grande scala l’arte nautica, prolungando splendidamente e per il bene di tutti gli esordî ancora esitanti, ma già esaltanti, degli Argonautica.39 Qualche verifica, o piú modestamente sondaggio, per mettere l’ipotesi di partenza alla prova.

Sorge una prima domanda, relativa alla funzione del sostrato tosco-fiorentino della lingua petrarchesca costatato dagli specialisti.40 Non può bastare, ovviamente, una spiegazione fondata sulla lingua d’uso nell’ambiente familiare in cui crebbe il piccolo Francesco – la sua lingua poetica non è riconducibile a quella degli «usi pratici».41 Lingua che comunque non è quella che il Petrarca parlava ad Avignone o a Valchiusa, né in Italia, dove, a parte i soggiorni a Roma o Napoli (lontano da Firenze), il suo tropismo era settentrionale e lo spingeva in terra lombarda o veneta (inter Alpes et Apenninum, l’ipotesi privilegiata come approdo della sua navigatio intorno al 1353, anno della partenza definitiva dalla Francia).42 Ma un simile sostrato (tosco-fiorentino), perché essenzialmente la tradizione poetica cui attinge, pur radicata nell’humus provenzale (Triumphus Cupidinis IV, 40–55), saltando in sostanza i precursori siculi («fur già primi», ora sono «da sezzo», come recitano i vv. 35–36), è tosco-fiorentino («siculo-toscani» compresi, se è vero che «Guitton d’Arezzo» nel corteo dei poeti d’amore segue immediatamente Dante e «Cin da Pistoia»: si veda ibid., vv. 31–33; e anche Rvf 287 [all’esule Sennuccio, per la sua dipartita], vv. 10–11, dove l’ordine è però rovesciato).43 Ed è, sul terreno volgare, proprio Guittone che, insieme con il Dante «petroso» e, piú ancora, quello della Commedia,44 gli consente di mollare, anzi di rompere gli ormeggi che avrebbero potuto tenerlo ancorato alla piccola patria della tradizione lirica sboccata nel cosiddetto Stil novo (dolce, solo dolce, e leggiadro), epigoni compresi (Sennuccio e, per quel pochissimo che se ne può sapere, Franceschino).45 Ma si è premunito contro tale rischio, per l’appunto, coltivando la vocazione alla peregrinatio […].46

Ciò che di piú saldo resta della ormai contestata tesi continiana della «fiorentinità trascendentale» (eco del correlativo «autobiografismo trascendentale») è probabilmente il rilievo che riguarda la «misura per nulla trascurabile di defiorentinizzazione» di tale lingua.47 In termini piú semplici, il Petrarca rifiuta recisamente l’assimilazione senza piú alla lingua materna (quale madre, poi, o quale balia?), al fiorentino.48 Dall’imitazione pedissequa è sempre rifuggito, specie nelle «cose volgari», come da scogli («scopul[i]»: si noti il termine mutuato di nuovo dal linguaggio della navigazione).49 Per il servizio delle muse, esse stesse in esilio (Africa IX),50 l’«irrequieto turista»,51 il «poeta sradicato»,52 pratica la «miscidanza»:53 ecco il paradosso di un’appropriazione che è insieme necessario e voluto distacco, di una ricettività intimamente legata alla sua condizione di esule in lingua.

Tratto distintivo dei grandi scrittori (Cicerone, Virgilio e successori), d’altronde, di quelli dalle proposte inedite, sono i mutamenti con i quali arricchiscono la lingua54 – coniando parole nuove,55 imbastendo giri inediti,56 cercando ritmi nuovi (che si allontanano dalla tradizione lirica),57 sottoponendo il tutto a uno smanioso processo di ripresa e revisione.

Ambivalenza, allora, di quest’esilio volontario in lingua, rivendicato come tale, ma con accessi di nostalgia. In realtà, vige una stabile instabilità ricercata del sistema,58 che contempla la possibilità di nostalgici ritorni al fiorentino.59 La cifra che ne consegue, si sa, è il «vario stile», annunciato (ed esibito) nel sonetto proemiale dei Rerum vulgarium fragmenta, con le sue molteplici dimensioni. Ulisse rappresenta sia (in concorrenza con Enea) la forza (anzitutto d’animo, volontà indefessa d’andare avanti, in mezzo alle contrade [in]esplorate, spesso tempestose) sia, contemporaneamente, la fragilità (della condizione umana, in balia delle onde di una pericolosa navigatio).60 L’esperimentazione poetica ne rende conto tramite il «debile stile» mutuato dal flebile carmen dell’Ovidio pontico, il suo stile «incultus»,61 le «lappole et stecchi co la falce adunca» di Rvf 166, 8, fino allo «stile stancho e frale» di 354, 2.

Se ci rifacciamo poi alla dimensione temporale accennata sopra, l’esilio è tempo transitorio tra due mete: dapprima quelle constituite da nascita e morte. Ma anche, frattalmente, tra la seconda nascita al mondo del 6 aprile 132762 e il termine indeterminato della morte dell’io (che dovrebbe coincidere, finendo l’esilio terrestre, con la fine dell’altro esilio, la lontananza da Laura, essa stessa figurata numerose volte vita natural durante dagli allontanamenti episodici; intervallo di tempo all’interno del quale si staglia il tempo che intercorre tra l’incontro primitivo (come si parla di scena primitiva) e la scomparsa dell’amata (6 aprile 1348).63 Gli allontanamenti episodici cui accennavamo costituiscono altrettanti numerosi exilii, altri intervalli di tempo, in cui il cor, come abbiamo già visto sopra, si pasce «di memoria e di speme» (Rvf 331, 1a strofa). Perfino la modalità del futuro anteriore (o, variante, l’ipotesi della realtà al futuro, ma un futuro remoto) consente di proiettarsi in un tempo avvenire, in realtà mai avvenuto, in cui sarebbe data la possibilità di tornare indietro con il ricordo, verso il passato.64 Il tempo, insomma, non cessa di generare di queste frontiere: e da una data frontiera, ci si allontana, quando all’altra ci si avvicina.65

Donde anche l’onnipresenza del tempo sospeso, intervallato, del presente durativo: di un’esperienza dell’immobile mobilità, degli stati transitorî, come della memoria e dei suoi grumi di tempo rappreso. Cosí come si sottolinea il carattere durativo e iterativo (l’«incompiuto» per eccellenza, secondo i grammatici) del gerundio tanto amato dal Petrarca.66 I tempi verbali dall’aspetto per l’appunto «incompiuto» essendo inesorabilmente calamitati dal presente (altrettanto «incompiuto») della memoria (della sua durativa atemporalità) all’interno della quale viene ad alloggiarsi. Tra memoria futuri e memoria del passato, sospensione al «punto senza estensione» del presente.67 Ciò, in sintonia con l’osservazione secondo la quale il poeta, sul piano semantico dominante, quello di sostantivi e aggettivi,68 «si è chiuso in un giro di inevitabili oggetti eterni sottratti alla mutabilità della storia».69

La rammemorazione (attraverso la parola) apre la possibilità di esiliarsi dal presente, segnato indelebilmente dal difetto (di Laura, di Roma: di essere); sostituendolo con il presente di un piano ontologico altro, coincidente con il presente dell’enunciazione, è anch’essa un peregrinare nella lontananza, da un isolotto memoriale a un altro.70 Lacerti mnestici, pezzi di tempo psichico momentaneamente eternati, frammenti immobilizzati, fissati nel momento in cui stanno riaffiorando, ubbidendo alla logica del ritorno degli istanti dilatati.71 Agli antipodi di ogni realismo referenziale, abbiamo a che fare con una temporalità dell’entre-deux tipica delle situazioni d’esilio (anche metaforicamente concepito),72 ch’è spazio aperto per il ricordo di ciò ch’aveva indotto oblío:73 la dialettica già avvistata sul piano propriamente spaziale, in campo geografico, diventa quindi quella dello spazio che si fa tempo, come quando la distanza percorsa dall’aura si fa indice e misura del periodo trascorso nell’assenza.74 E ciò è fonte di piacere,75 che si nutre fin dall’ini­zio del paradosso d’un esilio ch’è un avvicinarsi (Rvf 209, 1–8):

I dolci colli ov’io lasciai me stesso,

partendo onde partir già mai non posso,

mi vanno innanzi et èmmi, ognor adosso

quel caro peso ch’Amor m’à commesso.

Meco di me mi meraviglio spesso,

ch’i’ pur vo sempre, et non son anchor mosso

dal bel giogo piú volte indarno scosso,

ma com piú me n’allungo, et piú m’appresso.

I fragmenta sono inoltre la forma per eccellenza della vita «partita» dai continui esilî.76 Partita, se non spezzettata, anche quand’è in cerca d’una sua unità. Fin dalla giovinezza, il corso dell’esistenza petrarchesca è posto sotto il segno della digressio.77 Non insisteremo sul livello macrostrutturale (la partizione 263 / 264 e il travaglio ad essa connesso, fino alla vigilia della morte),78 se non per ricordare che l’esilio di Laura in cielo (in realtà ritorno alla patria celeste) interviene sullo sfondo dell’esilio perpetuo dell’anima da se stessa, scissa tra i due porti antinomici verso i quali naviga: quello terreno dell’amore per Laura, o meglio della sua immagine memoriale (specie quando «sol memoria m’avanza»: Rvf 331, 10); 79 e quello di lassú raggiunto per l’appunto dall’amata. E che si ripercuote frattalmente nella partizione-frantumazione a tutti i livelli, esistenziali come scrittorî.

Quella dei fragmenta è in generale lingua dell’allontanamento: notiamo anche la presenza massiccia delle figure (in tutti i sensi) della distanziazione, o disgiunzione (sintattica),80 e della dissociazione,81 della scissione, delle dicotomie e delle antitesi…

Legherei allora tutto ciò alla crisi della referenzialità già evocata sopra, che poggia sulla particolare struttura del verso petrarchesco nelle sue componenti lessicali, sintattiche, e perfino ritmiche, con la «moltiplicazione delle sostanze e [la] loro frammentazione».82 Come in un processo di allontanamento dagli oggetti del mondo nella loro prepotente corporeità, il loro spessore triviale, e quindi un esiliarsi da esso mondo, a favore del viaggio interiore nei coaguli di coscienza.83

Il rischio di estenuazione del desiderio per colpa dell’oggetto sfuggente porta d’altronde il Petrarca in senso apparentemente contrario, ad allontanare, esiliare in poesia il detto oggetto al fine d’evitare la sua scomparsa: con perifrasi e traslati («colei che sola a me par donna», «fera bella e cruda» e «candida cerva», e, con lo stigma dell’emblema o dell’allusività, la quasi latina «arbor victorïosa trïumphale», «l’aura gentil», etc.),84 in cui si risolve la logica paradossale di tale desiderio, e della sua espressione.85 Se dobbiamo prendere alla lettera l’idea che ci sia evasività della lingua petrarchesca,86 questa caratteristica si dà anche perché evade da ogni realtà riconducibile all’attualità e all’identità (in senso proprio, letterale: ché l’identico petrarchesco non è mai identico a se stesso, come dimostrano, per stare a un esempio lampante, i rimanti delle sestine).

E su tutto ciò incombe infine il rischio dell’esilio da se stesso (cfr. per esempio Rvf 29, 36: «Da me son fatti i miei pensier’ diversi»),87 che tra le sue diverse modalità possibili può sfociare nell’afasia, prendere la forma specifica d’un esilio nel mondo del silenzio, almeno per quanto riguarda l’espressione lirico-elegiaca degli stati interiori.88

Procediamo, per finire, a un sondaggio piú puntuale su un singolo fragmentum.

Ci pare che la sestina Rvf 80 costituisca un caso esemplare di molte delle tendenze di fondo fin qui reperite. A cominciare dalla propensione cosí tipicamente petrarchesca a lasciare le rive in cui è appena approdato per cercare nuovi orizzonti, spostare, respingere i limiti per riprendere la navigazione allo scopo d’esplorare nuovi paesaggi mentali ed espressivi. Vediamo nel caso presente come il Petrarca si allontani dalla tradizione o, per meglio dire, da quello ch’è solo un abbozzo di tradizione, tale tuttavia per opera e merito suo, essendosi egli cimentato con il genere-sestina a tre riprese soltanto prima di quella che intendiamo ora prendere in esame,89 in gara con due unici predecessori, autori d’un solo componimento ciascuno: il grande Arnaldo e la figura edipica di Dante. Arnaldo cui sembra alluda il capoverso (Chi è fermato di menar sua vita, da mettere a confronto con Lo ferm voler qu’el cor m’intra); Dante onnipresente in particolare nell’asperitas (alquanto temperata, a dire il vero) cui è improntato il componimento, ma anche per il significato della navigazione (che è anche riconducibile al tipo ulisseo) qui evocata.90

È, per l’appunto, il testo che rompe sul piano tematico con la mini-tradizione della sestina (che dice l’irretimento nei lacci dell’amore disperato, labirinto senza uscita formalmente tradotto, quasi visualizzato attraverso la retrogradatio cruciata), introducendo nei Rerum vulgarium fragmenta il motivo dell’esilio come cifra assoluta della condizione umana (quarta occorrenza del lessema dopo 21 [10], 37 [37], 45 [7], ma prima con tale significato).91 Si tratta ora di dire l’inquietudine insanabile dell’esilio-peregrinatio, dell’errare che ci fa passare da punti sempre uguali, sempre diversi,92 senz’altro esito che quello dell’invocazione finale d’un aiuto esterno (divino). Testo dunque che in maniera particolarmente netta segna una svolta, se non una rottura, inaugurando a poca distanza dalla canzone 70 detta degli incipit (o meglio dei versi cum auctoritate, la sua propria, del Petrarca – auctoritas – compresa) un nuovo corso nell’andamento della raccolta, che vale congedo dato alle auctoritates in gioco. Riprendendo, qui anche nella strutturazione giudiziaria del discorso, la tonalità giudicante che informa i fragmenta fin dal primo di essi.

Qualche altra rapida considerazione ancora. Se guardiamo ai verbi, in particolare ai loro aspetti, ci accorgiamo che le frontiere esterne del testo (delimitate dalla protasi, al presente di verità universale, seguito dall’ottativo, un ottativo che diventa la preghiera scettica dell’ultima stanza: in un presente dell’enunciazione che dice l’insanabile smarrimento; preghiera vera e propria nel congedo) iscrivono il suo tempo entro l’inizio – nel passato – della navigatio-exilio e il futuro dell’approdo finale. Costatiamo che i verbi «perfettivi» coniugati ai tempi «incompiuti» (semplici) sono resi «compiuti» dal «poi» dei vv. 4 delle strofe 2 e 3; dopodiché, con un «poi» al v. 28 che cambia completamente segno, il regime delle stanze 3 e 5 è quello dell’incompiuto che si protrae nell’attrettanto «incompiuto» (i.e. tuttora in corso) del presente dell’enunciazione. E per quanto riguarda gli «imperfettivi», l’unico della serie che non rinvii (se non metaforicamente) alla soggettività, agli stati interiori (vedere, credere, sperare, temere, e anche sospirare e ardere), è il concreto «errare» del v. 14 (messo in straordinario rilievo dal rigetto),93 che, nonostante un primo intervento divino che lo allontana dagli scogli, continua come auspicato viaggio verso il porto ultimo, sigillo di un «exilio» che trascende tutto il tempo della storia individuale narrata.

Per la lingua, ora, un paio di riflessioni rapidissime. Oltre alla presenza di Guittone,94 si ravvede (ovviamente, vien fatto di dire) quella di Dante.95 In quanto al piano prettamente linguistico (fonetico, morfologico, sintattico), lasciamo agli specialisti il compito di determinare quanto il nostro pezzo, a prima vista levigatissimo, si discosti o meno dalle caratteristiche medie del sostrato primigenio.96 Sul piano semantico (lessemi portanti delle parole-rima in particolare), il ritorno del medesimo potenzia il gioco della variatio, cifra della peregrinatio attaverso i varî significati di ognuno dei significanti.97 Anche il sistema allitterativo, particolarmente denso, va incluso nel campo della riflessione.98

Nuova partenza, che non significa però riorientamento definitivo, decisione di non guardarsi mai piú indietro – la serie che segue (dopo 81, piú penitenziale ancora) basta a testimoniarlo.99 E, per tornare un attimo a Rvf 70, non è perché vi siano tutti gli estremi del bilancio-congedo che non si canterà piú, né che ci sarà piú soavità o dolcezza, combinata con l’asperità mai dimessa. Il superamento dei punti di passaggio cui si sono voltate le spalle, e quindi le nuove partenze – quelle da se stesso comprese100 – non sono oblío totale: senza parlare delle tracce protratte di cavalcantiana sofferenza (o di dolenti reminiscenze),101 già le cantilene oculorum (71–73) prolungano in qualche modo il «bel guardo soave» ciniano (Rvf 70, 40); e pensiamo pure ai ritorni continui, fino alla fine della raccolta, al «dolce tempo de la prima etade» (limite estremo di tali ritorni: la fronte del sonetto 352,102 e le ultime tentazioni mnesiche della canz. 359).

Manca lo spazio per considerazioni dettagliate sulla sestina doppia (Rvf 332). Ma un’analisi puntuale metterebbe senz’altro in evidenza la straordinaria attitudine petrarchesca a frattalizzare l’esilio-peregrinatio in svariati modi lungo tutto il Canzoniere, specie nei punti nodali, strategici.103

Ecco, a una valutazione fattasi via via piú microscopica, alcuni (alcuni soltanto) aspetti, credo significativi, del vivere petrarchesco esule in lingua. Questa prima ricognizione sembra avvalorare l’ipotesi di un Petrarca che vive nella lingua, che vive la lingua inventandola giorno dopo giorno, da peregrinus; una lingua fattasi nel Canzoniere destino tendenzialmente infelice, specie – ma non solo – dopo la morte di Laura.104 Un pellegrino piú ubique di quanto egli lasci intendere spesso e volentieri, ché bisogna sempre tener conto anche di ciò che dissimula / dissimila: le contrade che vorrebbe farci credere di non aver mai perlustrato, i paesi che dimentica accuratamente di confessare essere stati da lui visitati, ma che lasciano impronte talvolta indelebili.105 Che dire allora per concludere? Che questa prima, molto imperfetta ricognizione invita a nuovi sondaggi, su scala allargata, scavando sistematicamente altri strati. Chiama nuove partenze, condotte con metodo piú sicuro, ma anche con spirito aperto a sorprese, a scoperte di paesaggi insospettati. Per capire meglio come questo scrittore apolide (che avverte l’esilio come una condizione, anzi se ne fregia), non sia senza una terra d’elezione: l’Italia sognata della renovatio e, soprattutto, la lingua che va inventando, man mano che percorre e ripercorre tutte le terre dove ha deciso (o meno) di passare e ripassare per soddisfare la sua inarrestabile e selettiva (ma non esattamente come si credeva) curiosità, sperimentando soluzioni che sono anche – e anzitutto – esperienze di vita. Che lasciano tracce, vestigia improntate anche a nostalgia. La «sapientia» (in fatto di scrittura) essendo figlia della pratica («usus») e della memoria, come insegna Agostino, che «ha definito l’arte come la memoria delle cose sperimentate e che sono piaciute».106

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«Cacciato e isfolgorato dalla fortuna»: Variazioni sul tema dell’esilio, e gli inizî della novella italiana

Piotr Salwa (Roma)

Tra gli studî critici dedicati alla novellistica «di stampo boccacciano» numerosi sono quelli dedicati alle cornici, anche in àmbito europeo e non solo in lingua italiana.1 La cornice, infatti, rappresenta una caratteristica essenziale di un determinato tipo di raccolta narrativa: alcune antologie e/o storie dei generi letterarî la trattano addirittura come un fondamentale criterio tipologico, distinguendo le raccolte «a cornice» dalle sillogi che ne sono sprovviste. Considerata un tempo anzitutto come un espediente formale in grado di conferire all’opera letteraria la necessaria «unità», ma in buona misura di per sé sprovvisto dell’interesse artistico ravvisabile nelle novelle stesse, ha poi attirato l’attenzione dei critici sia come istanza narrativa atta a suggerire una lettura o un’interpretazione dei racconti, sia come discorso in un certo senso metanarrativo che inquadra e modifica ciò che vien veicolato a livelli testuali «inferiori».

Tra i varî aspetti e motivi presenti nelle cornici, merita un momento di riflessione la frequente ricorrenza – quasi un luogo comune del genere – delle trame che hanno il loro nucleo nell’allontanamento dei protagonisti dai luoghi e dalle situazioni abituali della loro esistenza «normale» e quotidiana. Il «novellare» fa parte di solito di un dialogo che si svolge in circostanze insolite o addirittura singolari e drammatiche.2 Prima tuttavia di soffermarci sui casi concreti che si riscontrano in alcune narrazioni novellistiche, sarà utile ricordare una tipologia, anche sommaria, relativa all’allontanamento da un luogo considerato «naturale» per l’individuo.

Il fenomeno vanta ormai una Sekundärliteratur sterminata, ma in questa sede vorrei riferirmi in particolare a un modesto studio di Janina Abramowska che, ispirandosi ai suggerimenti di Michail Bachtin e di Jurij Lotman, propone talune distinzioni elementari che sembrano, ai nostri fini, poter costituire un buon punto di partenza.3 Anche se possono apparire ovvie o addirittura banali, esse permetteranno di tracciare una specie di mapping e di collocare le situazioni concrete riscontrate nelle cornici nell’ambito di un vasto spettro di possibilità virtuali. In primissimo luogo, «allontanarsi» significa dunque abbandonare lo spazio chiuso e familiare rappresentato dalla propria casa per affrontare una realtà piú o meno sconosciuta. Può trattarsi di una decisione libera oppure di una costrizione di vario tipo, mentre la destinazione può essere deliberata, casuale o forzata. Fuori dell’ambiente domestico ci si può limitare a essere osservatori passivi, ma si può anche diventare, volontariamente o meno, protagonisti di vicende eccezionali. Le opposizioni casa vs. mondo, immobilità vs. movimento, stabilità vs. rischio, abituale vs. nuovo, proprio vs. forestiero, etc., si possono associare a valutazioni diverse e contrarie, ognuno dei poli assumendo, a seconda dei casi, un valore positivo o negativo, anche alla luce di pregiudizî e stereotipi di carattere ideologico. Si aggiunga infine che chi abbandona la propria casa può esser percepito come individuo che séguita ad appartenere alla propria collettività, ma altresí come un forestiero. Anche al ritorno a casa, del resto tutt’altro che scontato, si possono attribuire segni diversi: esso può equivalere negativamente a una sconfitta, a una rinuncia o alla ricerca d’un rifugio, ma nella tradizione letteraria il ritorno è di norma connotato piuttosto positivamente, essendo un indiscusso happy end vissuto senza riserve. Esso coincide con il superamento degli ostacoli, con la vittoria sull’avversario (che aveva messo a repentaglio la pace domestica preesistente), con il ritorno all’equilibrio. Il ritorno a casa può tuttavia funzionare come un happy end soltanto nelle società che godono d’una certa stabilità, in cui si avverte univocamente e positivamente la consapevolezza d’avere nel mondo un posto proprio e stabile, e un forte legame con la collettività, con la casata e con la famiglia. L’allontanamento è, indipendentemente dalle motivazioni, un’esperienza chiusa ed eccezionale, non una regola.

In questo vasto e generico panorama l’esilio nel senso più specifico, benché storicamente impossibile da quantificare come fenomeno sociale, assume tuttavia un significato del tutto particolare, non foss’altro perché toccò in sorte a personaggi illustri e di primo piano. La condizione di esule segnò infatti profondamente l’esistenza o l’esperienza di grandi figure della storia e trovò espressione in opere di grande valore e lunga durata. In una prima e ristretta accezione, l’esilio significherebbe inizialmente l’allontanamento forzato d’un cittadino dalla patria, una forma di punizione o repressione, dunque, ma il campo semantico del termine è andato notevolmente estendendosi, certo sotto le pressioni delle svariate situazioni reali. Esso può riferirsi ugualmente a un allontanamento apparentemente volontario, ma in realtà imposto dalla logica dei fatti principalmente per evitare violenze o persecuzioni, le negative conseguenze d’una determinata situazione politica o sociale, ma anche per fuggire problemi fiscali o legali. L’esilio può riguardare singoli individui o intere etnie, può esser interno o interiore, senza uno spostamento fisico e limitato alla sfera psicologica, oppure esterno. Talvolta la differenza tra esilio ed emigrazione non sembra affatto scontata. Per evitare definizioni restrittive, nelle nostre considerazioni potremmo definire l’esilio in modo assai generico, come quello spostamento da un primo luogo «abituale» a un secondo luogo diverso ed estraneo in cui il desiderio d’abbandonare l’uno prevale decisamente sul desiderio di raggiungere l’altro.

*

Nella novellistica italiana i motivi connessi a quel complesso insieme d’idee o di concetti emergono fin dall’inizio.4 Nell’esaminarne le varianti piú significative ci sembra d’uopo ricorrere a un breve questionario, in cui proponiamo di prendere in considerazione i seguenti criterî:

1 esilio volontario / esilio involontario (forzato)

2 motivazione

3 luogo di partenza (caratteristica dominante)

4 luogo d’esilio (caratteristica dominante)

5 tipo di contrasto (peggioramento / miglioramento delle condizioni di vita)

6 ritorno / non ritorno

7 esperienza positiva / esperienza negativa.

Di là da ogni dubbio giustificato o persino (in questo genere di confronti) obbligatorio, il nostro principale punto di riferimento sarà ovviamente fornito dalla cornice del Decameron. In questa sede sarebbe superfluo il ricordarne dettagliatamente la trama. Si tratta del volontario e ben ponderato allontanamento dalla propria città – o patria – d’un gruppo di parenti, vicini e amici le cui motivazioni vengono esplicitate in un articolato discorso dell’«ideatrice» dell’impresa: Pampinea. La sua lunga giustificazione dimostra che si tratta d’una decisione tutt’altro che scontata. È un allontanamento privo di qualsiasi riferimento di carattere politico – la politica è in generale poco presente sulle pagine del Decameron – e di qualsiasi forzatura umana, ma volontario, in realtà, soltanto «in superficie», in quanto a uno sguardo piú attento si rivela condizionato e operato sotto l’ineluttabile costrizione del destino, dato che la vita dei protagonisti si trova in costante pericolo, minacciata com’è dalla peste che infuria in città e dal degrado sociale che vi s’accompagna. Richiamandosi, dunque, sia alla «natural ragione» che alle leggi e all’esempio altrui, i protagonisti affermano il loro diritto di difendere la propria incolumità e – visto che rimanere sul posto si ridurrebbe a un inutile e assurdo «essere testimonie di quanti corpi morti ci sieno alla sepoltura recati […] o ascoltare se i frati di qua entro […] alle debite ore cantino i loro uffici»5 – decidono che la miglior loro difesa consiste nel partire. Allontanarsi sarà inoltre utile dal punto di vista morale, in quanto nella città devastata regnano la dissolutezza e la corruzione; la morte corporale vi s’accompagna alla morte spirituale, ugualmente minacciosa. E anche questo contribuisce a creare quel clima d’insopportabile oppressione in cui l’autoesilio risulta essere l’unica degna soluzione. Pampinea non manca di notare, del resto, come anche sotto tale aspetto la realtà fiorentina sia del tutto contraria alla normalità:

veggiamo coloro i quali per li loro difetti l’autorità delle pubbliche leggi già condannò ad essilio, quasi quelle schernendo, per ciò che sentono gli essecutori di quelle o morti o malati, con dispiacevoli impeti per la terra discorrere […].6

Se in città trovano rifugio quelli che ne son stati giustamente esiliati, devono cercar rifugio in esilio coloro che non vogliono arrendersi di fronte alla corruzione dilagante.

Del resto i protagonisti della cornice decameroniana non fanno altro che seguire l’esempio di molti concittadini:

io giudicherei ottimamente fatto – dice Pampinea – che noi, sí come noi siamo, sí come molti innanzi a noi hanno fatto e fanno, di questa terra uscissimo, e fuggendo come la morte i disonesti essempli degli altri, onestamente a’ nostri luoghi in contado, de’ quali a ciascuna di noi è gran copia, ce ne andassimo a stare, e quivi quella festa, quella allegrezza, quello piacere che noi potessimo, senza trapassare in alcuno atto il segno della ragione, prendessimo.7

La preoccupazione nei confronti dell’onestà da servare ritorna altresí nel breve dibattito che segue la proposta:

se alla nostra salute vogliamo andar dietro, trovare si convien modo di sí fattamente ordinarci, che, dove per diletto e per riposo andiamo, noia e scandalo non ne segua.8

L’esilio scelto dai narratori decameroniani ha una durata ben limitata. Al momento della partenza la questione non desta troppe preoccupazioni e vi s’accenna solo in maniera indiretta: la discretissima Filomena dubita fortemente «se noi alcuna altra guida non prendiamo che la nostra, che questa compagnia di dissolva troppo piú tosto e con meno onore di noi che non ci bisognerebbe», mentre Pampinea si dichiara pronta a dar a tutti l’esempio «per lo quale di bene in meglio procedendo la nostra compagnia con ordine e con piacere e senza alcuna vergogna viva e duri quanto a grado ne fia».9 Trascorsi quindici giorni dalla partenza, la gentile brigata decide di tornare sui proprî passi, non senza però – ci si dice – un animato dibattito: «i ragionamenti furon molti tralle donne e tra’ giovani, ma ultimamente presero per utile e per onesto il consiglio del re […]».10 Di contro alla dettagliata argomentazione addotta per convincere i protagonisti alla partenza all’inizio dell’opera, alla sua fine bastano poche e generiche affermazioni:

acciò che per troppa lunga consuetudine alcuna cosa che in fastidio si convertisse nascer non ne potesse, e perché alcuno la nostra troppo lunga dimoranza gavillar non potesse, e avendo ciascun di noi, la sua giornata, avuta la sua parte dell’onore che in me ancora dimora, giudicherei, quando piacer fosse di voi, che convenevole cosa fosse omai il tornarci là onde ci partimmo.11

Nulla fa invero pensare che siano cessate le disastrose condizioni che erano state all’origine della decisione di partire e le preoccupazioni or ora menzionate non hanno certo, in quel preciso momento, una ragion d’essere piú fondata che per l’innanzi. La chiave della svolta sarebbe piuttosto da ricercarsi nel fatto che in quel breve arco di tempo s’è compiuto il senso ed è stato conseguito l’obiettivo ideale dell’allontanamento. Si conclude il ciclo che aveva dato a ciascun componente della brigata la possibilità d’essere per una giornata «onorato e ubbidito come maggiore»,12 e con esso prende forma anche un ideale ciclo narrativo, in modo più discreto vengono messi in risalto due aspetti di quel volontario e breve esilio, con un leggero ma significativo spostamento d’accenti rispetto al momento della partenza. L’obiettivo principale della partenza – quello di «dovere alcun diporto pigliare a sostentamento della nostra sanità e della vita, cessando le malinconie e’ dolori e l’angoscie, le quali per la nostra città continuamente […] si veggono»;13 viene confrontato con il modo in cui esso è stato raggiunto:

il che secondo il mio giudicio noi onestamente abbiam fatto; per ciò che, se io ho saputo ben riguardare, quantunque liete novelle e forse attrattive a concupiscenzia dette ci sieno, e del continuo mangiato e bevuto bene e sonato e cantato (cose tutte da incitare le deboli menti a cose meno oneste), niuno atto, niuna parola, niuna cosa né dalla vostra parte né dalla nostra ci ho conosciuta da biasimare; continua onestà, continua concordia, continua fraternal dimestichezza mi ci è paruta vedere e sentire.14

Ciò che si riferiva alla realtà fisica e corporea si trova ora in secondo piano, mentre si evidenzia l’aspetto morale e quella che potrebbe definirsi come l’«arte del vivere». Lontano dalle frenetiche preoccupazioni della vita cittadina, e consapevoli del fatto che «le cose che sono senza modo non possono lungamente durare»,15 i protagonisti hanno saputo creare durante quel breve periodo un ambiente cortese e raffinato, alto e nobile, sereno e dedito a onesti piaceri.

Trovandosi per forza di cose in una situazione del tutto eccezionale, liberi loro malgrado dalle preoccupazioni della routine quotidiana, avendo a disposizione tutto il loro tempo e giornate intere, i protagonisti della cornice creano un rituale in cui uno spazio significativo viene dedicato al piacere, sia esso rappresentato dal «continuo mangiare e bere bene» o da «liete novelle» e risate, oppure da passeggiate tra paesaggi incantevoli e, ancora, da balli e canti. La narrazione che ci offre il Boccaccio mette in risalto soprattutto l’importanza del dialogo.

Infatti, al lettore del Decameron, anche poco attento, non possono sfuggire le aperture al dialogo segnalate in varî luoghi del testo. L’opera si presenta già nel titolo come relazione di una serie d’incontri e di conversazioni: «Comincia il libro […] nel quale si contengono cento novelle, in diece dí dette da sette donne e da tre giovani uomini».16 Sin dall’inizio della narrazione il Boccaccio assume apertamente un atteggiamento dialogico, intendendo istituire rapporti diretti con il pubblico da lui privilegiato, le donne, rivolgendosi direttamente a esse: «Quantunque volte, graziosissime donne, meco pensando riguardo quanto voi naturalmente tutte siete pietose[…]».17 Alla partecipazione al dialogo e al dibattito attorno al libro invitano palesemente le stesse, impegnate pagine dell’introduzione alla Quarta giornata e della Conclusione dell’autore, ove si richiamano alla memoria le voci, anche e soprattutto quelle ostili, che già corrono e che dialogano con il Boccaccio narratore, e ove si ribadisce l’importanza della benevolenza e dell’appoggio che l’autore attende dai proprî interlocutori.

Il dialogo non soltanto caratterizza la relazione che l’autore del Decameron intende istituire con i lettori, ma al tempo stesso funziona come parte integrante dei dibattiti che si svolgono tra la lieta brigata. A metterlo in rilievo serve l’accuratissima forma da tutti rigorosamente rispettata. Il dialogare è regolato da una precisa etichetta di norme e di civiltà. Gli incontri hanno luogo sempre alla stessa ora e nello stesso luogo, si svolgono secondo procedure formalizzate e sempre uguali. La cura costante della forma fa sí che nessuno manchi di rispetto al re o alla regina della giornata, nessuno trasgredisca l’ordine nel parlare, nessuno proponga temi estranei ai limiti prestabiliti, nessuno dimostri impazienza nell’ascoltare o, peggio, interrompa l’oratore. Il senso di un tale dialogo consiste fra l’altro nell’opporsi con imperturbato ordine alla disgregazione della civiltà dalla quale i narratori fuggono. L’unico disturbo viene provocato dall’irruzione, all’inizio della Sesta giornata, dei due rozzi servitori Tindaro e Licisca, respinti non solo con risa carnevalesche, fragorose ma chiaramente impregnate di un senso di superiorità, ma altresí dalla ferma decisione della regina: «mentre la Licisca parlava, facevan le donne sí gran risa, che tutti i denti si sarebbero loro potuti trarre […]. […] la reina con un mal viso le ‘mpose silenzio e comandolle che piú parola né romor facesse».18 Al dialogo possono partecipare soltanto coloro che rispettano degli alti criterî morali. Perciò, tra i rischi connessi al prorogare oltre misura l’esilio, Panfilo cita anche il seguente: «Senza che, se voi ben riguardate, la nostra brigata, già da piú altre saputa da torno, per maniera potrebbe multiplicare che ogni nostra consolazion ci torrebbe».19

L’esilio serve dunque, principalmente, in quanto prova di carattere ed esperienza che arricchisce chi la vive soprattutto grazie a una «civil conversazione» ante litteram. L’essersi sottratti alle costrizioni del quotidiano permette un dialogo piú libero, uno scambio d’idee piú aperto e piú innovativo, nonostante il rispetto delle forme. Il ritorno alla normalità avviene in una condizione morale, fisica e spirituale migliore di quella iniziale. Di nuovo, è un percorso in qualche misura analogo a quello che sono chiamati a compiere i lettori del Decameron nell’auspicio dell’autore:

Questo orrido cominciamento vi fia non altramenti che a’ camminanti una montagna aspra e erta, presso alla quale un bellissimo piano e dilettevole sia reposto, il quale tanto piú viene lor piacevole quanto maggiore è stata del salire e dello smontare la gravezza. E sí come la estremità della allegrezza il dolore occupa, cosí le miserie da sopravegnente letizia sono terminate.20

Il gran motivo della cornice riecheggia poi – e la cosa sembra piuttosto scontata – in alcune novelle della raccolta. Sebbene a volte non sembri chiara la linea di demarcazione tra esilio ed emigrazione, il senso dell’allontanamento dalla patria risulta piuttosto evidente, a cominciare dalla novella di apertura (Dec. I, 1), raccontata «acciò che, quella udita, la nostra speranza in lui [sc. Dio], sí come in cosa impermutabile, si fermi e sempre sia da noi il suo nome lodato».21 I suoi protagonisti sono italiani residenti da tempo in Francia, accomunati da un certo senso di solidarietà di fronte ad un ambiente «forestiero», anche se lontanissimi gli uni dagli altri per il loro status sociale e per le motivazioni che li hanno spinti a vivere all’estero: per ser Musciatto Franzesi, «di richissimo e gran mercatante in Francia cavalier divenuto»,22 si trattava d’una brillante carriera politica; per i fratelli fiorentini in Borgogna, «li quali quivi a usura prestavano»,23 della possibilità di svolgere una sospetta ma lucrativa attività economica; per ser Ciappelletto, «il piggiore uomo che mai nascesse»,24 con ogni probabilità della fuga da qualche persecuzione penale, da una esplicita condanna o magari da una vendetta privata. Per tutti, l’allontanamento dalla patria offriva la possibilità di portare alla perfezione il proprio carattere: di grand’uomo d’affari, spregiudicato ed efficace, o di minuto ma spietato sfruttatore o, ancora, di perfetto depravato. Tra emigrazione ed esilio si definisce altresí lo status dei tre fratelli fiorentini (Dec. II, 3), i quali decidono di lasciare la loro città natale per non far vedere la povertà in cui erano caduti per lo smisurato e dissennato loro spendere. Anche per loro il vivere lontano dalla patria è una prova di carattere che riescono a superare, una chance che non si lasciano sfuggire di rifarsi dell’avvilimento di cui sono essi stessi colpevoli.

Il modo d’intendere la funzione dell’esilio diventa piú palese nel confronto di altre due varianti del motivo, l’una ambientata nel mondo aristocratico, l’altra nel mondo comunale.25 Le due novelle sono situate direttamente l’una dopo all’altra: nella prima (Dec. II, 8), il virtuoso conte d’Anguersa parte all’estero per fuggire le possibili e minacciose conseguenze di false accuse (si tratta essenzialmente del motivo noto dalla biblica vicenda della moglie di Putifarre); nella seconda (Dec. II, 9), a fuggire, sempre per via di false accuse connesse alla sfera erotica, è la virtuosa moglie del mercante Bernabò da Genova. Anch’essi superano la prova di carattere, e benché in entrambe le novelle sia in definitiva la Fortuna a decidere del lieto fine «oltre alle speranze» dei protagonisti,26 per i narratori e per il lettore ciò non è altro che una giusta ricompensa per la loro integrità morale. Né molto diverso sembra il caso di Tedaldo degli Elisei (Dec. III, 7) che, respinto dall’amata, dopo varî e vani tentativi per riacquistarne l’amore perduto,

a doversi dileguar del mondo, per non far lieta colei che del suo mal era cagione di vederlo consumare, si dispose. E, presi quegli denari che aver potè, segretamente, senza far motto ad amico o a parente, fuor che ad un suo compagno il quale ogni cosa sapea, andò via […].27

Non tutti protagonisti decameroniani sono tuttavia in grado di superare la prova. Cosí, la fuga di tre coppie d’innamorati in cerca della libertà necessaria a vivere le loro passioni (Dec. IV, 3) finisce in una sanguinosa tragedia. Ciò non cambia, tuttavia, la prospettiva generale: l’esser lontano da casa propria è piuttosto un’occasione da sfruttare, che di solito si rivela utile; e si vedano persino casi cosí «radicali» quali il rapimento della moglie di messer Ricciardo da Chinzica (Dec. II, 10), che trova nel rapitore che se la porta via un uomo preferibile al vecchio marito, e nel rapimento l’occasione di liberarsi di lui.

L’impostazione che il Boccaccio ci propone merita evidentemente il confronto con quella lunga tradizione testuale, e con l’immaginario a essa connesso, in cui l’allontanamento dalla casa e soprattutto il viaggio o la peregrinazione rappresentano metaforicamente un’acquisizione d’esperienza vitale per la statura spirituale del protagonista: a partire da racconti mitologici e biblici, attraverso le fiabe e la poesia epica, fino a Dante, ammirato maestro del Certaldese. Come sempre accade per le strategie narrative minuziosamente elaborate e poi precisamente messe in opera dal Boccaccio, il loro senso andrebbe ricercato in un sottile gioco di analogie e innovazioni, di continuazione e rottura, di consenso e contraddizione. Si tratta, tuttavia, di un confronto che esula dai limiti del breve saggio presente.

Il grandioso tessuto narrativo del Decameron diventa presto, com’è noto, una sorta di «tela aida» sulla quale dei cosiddetti epigoni s’applicheranno a sovrapporre i loro «ricami», non sempre di grande eccellenza. La distanza che separa le loro narrazioni dalla raccolta boccacciana non sembra tuttavia esser sempre l’effetto di un’inconsapevole mediocrità, e potrebbe ben risultare sia da una loro particolare – e assai diversa dalle nostre – interpretazione delle novelle, sia da un calcolato tentativo di piegare il modello ai loro intenti, diversi da quelli del pur ammirato autore. In tale chiave si possono leggere anche i riferimenti al motivo che ci interessa in questa sede. Vediamone due esempî significativi.

Giovanni Sercambi di Lucca sembra adottare nella cornice della propria raccolta di novelle uno schema in superficie analogo a quello del Decameron: un gruppo di persone s’allontana dalla città natale per evitare la moría, proponendosi tuttavia sin dall’inizio di tornare quando i brutti tempi siano passati:

[…] pensonno con un bello exercizio passare tempo tanto l’arie di Lucca fusse purificata e di pestilenzia netta; e raunati insieme, li ditti diliberonno di Lucca partirsi e per la Italia fare i loro camino con ordine bello e con onesti e santi modi.28

Il motivo narrativo suggerito dal Boccaccio viene tuttavia sfruttato per veicolare contenuti assai diversi, in quanto l’esilio volontario dei lucchesi assume due aspetti originali: politico e religioso. Analogamente a quanto avveniva nella cornice del Decameron, si tratta di una scelta superficialmente volontaria ma, in realtà, imposta dall’incombente pericolo di morte. Tuttavia, mentre nella raccolta boccacciana si trattava di un’iniziativa privata che riguardava un esiguo gruppo d’amici e di parenti, desiderosi di seguire l’esempio d’altri, simili e piú o meno anonimi gruppi, nella cornice sercambiana si tratta d’una scelta civica. La posta in gioco non è solo la propria vita ma il destino dell’intera comunità, e la morte incombente non è soltanto quella materiale, ma altresí quella spirituale. Anzi, la questione della morte fisica e la problematica materiale della peste sembrano presto respinti in secondo piano da considerazioni di carattere spirituale e moralizzante. Lo preannunciano già le parole con cui il Sercambi dà inizio al proprio racconto:

È la natura umana creata e fatta da Lui a Sua somiglianza acciò che tale umana natura la celestiale corte debbia possedere, se di peccati non è ripieno; e quando per follia dessa dal celestie paradiso è privata non se ne dè dare colpa se non ad essa umana natura, e simile se E’ li dàe diversitadi per li nostri peccati comissi […].29

L’epidemia di peste non è altro, infatti, che una severa e collettiva punizione dei peccati mandata da Dio; per sottrarsi al pericolo d’annientamento, la comunità deve rompere con il passato e rinascere dando prova di corretta condotta morale:

neuna medicina può riparare, né ricchezza stato né e altro argomento che prender si possa sia sofficiente a schifar la morte altro che solo il bene, ch’è quello che da tutte pestilenzie scampa; e quella è la medicina che salva l’anima e ‘l corpo.30

Per questo, appunto,

alquanti omini e donne, frati e preti et altre della città di Lucca […] diliberonno, se piacer di Dio fusse, […] prima accostarsi con Dio per bene adoperare e da tutti i vizii astenersi; e questo faccendo la pestilenzia e li altri mali che ora e per l’avenire si spettano, Idio per sua pietà da noi cesserà.31

Nell’allontanarsi dalla città contagiata, i protagonisti sercambiani non soltanto vogliono fuggire un luogo nefasto, ma anche intendono avvicinarsi all’agognata meta spirituale seguendo l’insegnamento del loro nuovo leader:

poiché diliberati siemo per campare la vita e fuggire la peste, debiamo eziandio pensare di fuggire la morte dell’anima, la quale è piú d’averne cura che lo corpo. E acciò che l’uno e l’altro pericolo si fugga, è di necessità pigliare la via di Dio e’ suoi comandamenti e, con quelli savi modi che si denno, guidare le nostre persone.32

Da una parte, lo star lontano dalla patria coincide con il compimento d’un lungo viaggio di carattere penitenziale, con un’importante tappa romana dedicata soprattutto a pratiche devozionali. Dall’altra, quell’esperienza serve a mettere a punto la nuova organizzazione sociale e politica dei lucchesi. Infatti, per poter mantenere il giusto rigore morale, essi s’organizzano in una società di tipo signorile: dopo aver scelto un preposto, tutti gli giurano ubbidienza, gli affidano la gestione delle finanze comuni e la scelta dell’itinerario. È lui che comanda per l’intera durata della permanenza fuori Lucca, è lui che nomina i responsabili dell’organizzazione del viaggio, è lui che stabilisce il ritmo delle giornate. Non si tratta, di contro al Decameron, semplicemente d’assegnare i compiti alla servitú, bensí di nominare veri e proprî funzionarî del nuovo potere signorile. Del raffinato clima d’uguaglianza e di reciproco rispetto che regnava nel Decameron non rimane alcuna traccia. In tale contesto cambia anche la funzione attribuita all’atto del narrare: esso non deve servire ad altro che all’indottrinamento degli ascoltatori e tale delicata missione viene affidata esplicitamente e personalmente a un fedele e autorevole portavoce del preposto. L’unico narratore è poi facilmente identificabile, grazie all’acrostico che si trova in un «piacevole sonetto» iniziale, nello stesso Sercambi, noto tra i suoi concittadini come storico e cronachista.33 La brigata sercambiana non dialoga, ma ascolta e impara, limitandosi a lodare gli insegnamenti morali, condannare i vizî e concedersi a volte qualche risata. La voce del narratore unico, e autore della relazione del viaggio,34 è accompagnata esclusivamente da canzoni e poesie moralizzanti; se ci sono tracce di polemiche e divergenze d’opinione, esse sono e rimangono velate e allusive.35 Le analogie tra simile raffigurazione fortemente ideologica – e idealizzata, poiché il nuovo assetto sociale e politico implicitamente s’identifica, nella narrazione sercambiana, con la volontà di Dio – e il reale impegno politico dell’autore sembrano confermare quest’interpretazione.36 Siccome l’unico manoscritto pervenutoci dell’opera è mutilo e tronco, nulla sappiamo del ritorno in patria dei lucchesi. Ma le reali vicende storiche di Lucca e l’instaurazione del potere signorile appoggiata dal Sercambi sembrano offrire una soluzione all’enigma.

Per il Sercambi, dunque, l’esilio è una scelta, che si direbbe inevitabile e ovvia, operata dai giusti di fronte a una corruzione che scatena l’ira di Dio, e contro la quale non si scorgono rimedî diversi. Per fuggire il peccato ci si deve sottoporre a un periodo di prova e di perfezionamento. Se i pragmatici e concreti obiettivi sono per l’autore consoni all’attuale situazione politica della patria, la fase dell’esilio li nobilita e li sublima.

Non stupisce il fatto che in un’opera di cosí evidente carattere politico il motivo dell’esilio o quello del bando ritornino in numerose novelle. Nel mondo narrativo sercambiano l’esilio di un protagonista e di un gruppo di persone consente d’individuare e di caratterizzare un determinato momento storico, quasi a confermare il ruolo emblematico che il fenomeno ebbe nella realtà politica toscana dell’epoca (cfr. Nov. CV, 5: «nella nostra città, molti cittadini lucchesi per male stato di Lucca si partirono», CXXVIIII, 5: «essendo in Vinegia per lo male stato di Lucca andati a stare»), oppure serve a descrivere piú generalmente la condizione politica e sociale (cfr. Nov. CXXXVI e CXXXVII). L’esilio sembra quasi una condizione «abituale» nell’instabile mondo dei potenti (cfr. Nov. CXXXVIII, 9: «i Rossi di Parma furono cacciati»). E il tema ritorna addirittura in una delle canzoni (Nov. CXXXVII, 3) :

chi caccia e chi è cacciato

e tel che piglia quel ch’un altro leva

cosí non mai han tregua

i corpi governati di fortuna.

Ben nota all’autore sembra la precaria condizione dell’esiliato (cfr. Nov. LXXI, 6: «Dante di Firenze non potendo stare in Firenze, né in terra dove la Chiesa potesse, si riducea il preditto Dante alcuna volta con quelli della Scala, et alcuna volta al Signore di Mantova, e tutto il piú al duge di Lucca, cioè con messere Castruccio Castracani»; CXVIII, 9: «stando i preditti […] oggi in un luogo domane in uno altro come li sbanditi fanno»), mentre in una serie di novelle viene messa in risalto la conflittualità provocata dal ritorno degli esiliati in patria (cfr. Nov. CXXXVI, CXXXVII, CXXXVIIII e CXLV).37 L’esilio emerge anche nei racconti di tipo fiabesco, ove dà luogo a una serie d’avventure miracolose (cfr. Nov. LXXXXVI) o porta a una esemplare presa di coscienza, quando l’umiliazione subita insegna al figlio dell’imperatore il vero valore del proprio ruolo sociale (cfr. Nov. LXV).

Il bando non è tuttavia solo l’«appannaggio» dei potenti: è una frequentissima forma di punizione per varî tipi di trasgressione o di reati comuni (cfr. Nov. LXXXXII, LXXXXIIII e LXXXXVIIII) applicata anche a persone di modesta condizione sociale. Sembra che per il Sercambi si tratti d’una soluzione incompiuta o lasciata a metà: il trasgressore non può piú far male ed è quindi «neutralizzato», ma ciò non equivale alla giustizia, soprattutto se il malfattore può nonostante tutto godersi ugualmente i frutti dei proprî reati (cfr. Nov. LXXXXII). Spesse volte il bandito commette nuovi crimini che portano all’unica, per il narratore, giusta soluzione finale ch’è la pena capitale (cfr. Nov. CXV, 57: «li fé tagliare la testa come la ragion vuole»; e CXXXIII, 20: «con belli et onesti modi la donna morire fé»).

Si potrebbe sostenere che nella raccolta novellistica del Sercambi il motivo dell’esilio / allontanamento focalizzi due aspetti dell’intero suo progetto narrativo. Da una parte si tratta d’una forte carica idealizzante e moralizzante: l’abbandono dello spazio domestico può equivalere all’abbandono dei vizî quotidiani e di routine, al rinnovamento spirituale e alla ricerca d’una vita nuova e migliore. Dall’altra, invece, l’esilio è intrinseco elemento della realtà sociale e soprattutto politica che va affrontato con mezzi pragmatici ed efficaci. Si tratta di fenomeni e situazioni fondamentalmente diversi e che vanno valutati, e soprattutto gestiti, con criterî diversi.38

La terza raccolta che vorrei ricordare in questa sede è Il Pecorone di ser Giovanni Fiorentino, opera rimasta finora sostanzialmente anonima in quanto nessun tentativo d’individuarne l’autore storico ha portato a risultati soddisfacenti.39 In proposito, una delle piste da seguire sarebbe, secondo taluni esegeti, per l’appunto legata al motivo dell’esilio, che nel Proemio della raccolta appare in modo tale da meritare che vi ci si soffermi. Come nei casi precedenti, anche in questo il narratore si autopresenta:

[…] ritrovandomi io a Doàdola, isfolgorato e cacciato dalla fortuna, come per lo presente libro leggendo nello fotturo potrete udire, e avendo inventiva e caggione da potere dire, cominciai questo negli anni di Cristo MCCCLXXVIII, essendo eletto per vero e sommo apostolico della divina grazia papa Urbano sesto, nostro italiano; regnando lo ingesuato Carlo quarto, per la Dio grazia re di Buemmia, e imperadore e re de’ Romani.40

La breve presentazione è ricca di puntuali riferimenti politici: nell’inquieto anno 1378 a Firenze si ricorreva piú frequentemente del solito a condanne al bando che dovevano colpire collettivamente, a ondate, gli avversari politici.41 Nel definire o caratterizzare in modo succinto e adeguato quel momento storico, l’autore si serve spontaneamente dei riferimenti alle massime autorità politiche, a lui ben note. Anche la scelta di Dovadola per rifugio sembra alludere a condizionamenti di carattere politico: si trattava infatti d’un feudo dei conti Guidi, casata ben presente nelle vicende politiche toscane e fiorentine. La problematica politica ritornerà poi massicciamente nelle novelle, piú della metà delle quali riprende brani interi della Cronaca del Villani, che viene introdotta nel discorso come «uno morale e alto ragionamento».42 Tutto ciò non permette tuttavia di precisare meglio le condizioni dell’esilio del narratore, e la lettura delle novelle «del presente libro» risulta da questo punto di vista deludente. La questione rimane sospesa e perciò, come tante altre del Pecorone, ambigua fino alla fine. Le allusioni politiche s’intrecciano tuttavia ad altre di ben diversa natura. L’autore intraprende il proprio compito apparentemente sulla scia del Boccaccio:

per dare alcuna stilla di refriggero e di consolazione a chi sente nella mente quello che nel passato tempo ho già sentito io, mi muove zelo di caritevole amore a principiare questo libro, nel quale, per la grazia di Dio e della sua santissima Madre, tratteremo di uno frate e d’una sorore, i quali furono profondatissimamente innamorati l’uno dell’altro, come per lo presente potrete udire; e sepponsi sí saviamente mantenere, e si seppon portare il giogo dello isfavillante amore, che a me dierono materia di seguire il presente libro.43

Il giovane uomo menzionato dal narratore non è poi altro che l’autore stesso, come si può facilmente desumere dal nome, Lauretto, che n’è un semplice anagramma. Pur ammettendo che il suo esilio avesse motivazioni politiche, va rilevato ch’esse non sembrano avergli causato dolori sufficienti a raccontarne piú estesamente le miserie. Il soggiorno a Dovadola, nei pressi di Forlí, luogo delle antiche passioni dell’autore, l’ozio forzato di questi e il molto tempo libero a sua disposizione, sembrano tuttavia aver ben ravvivato in lui la memoria delle cose passate: la raccolta di novelle sarebbe in un certo senso un by-product, un imprevisto effetto dell’esilio. Notiamo infine che, contrariamente alle raccolte citate in precedenza, nel Pecorone non si accenna al ritorno in patria e, in questo senso, non v’è alcun lieto fine. Non è infatti quello l’obiettivo del narratore, che raggiunge il proprio scopo nel momento stesso in cui ricorda la felicità passata:

e’ detti due amanti con singularissimo diletto piú e piú volte s’abbracciorono insieme con molte amorose e dolcissime parole […]. E cosí il detto frate Oretto ebbe dalla Saturnina quella consolazione e quel diletto che onestamente si può avere. E cosí puoson fine a’ lor disiati e dilettevoli ragionamenti, e ciascuno si partí con buona ventura.44

La funzione dell’esilio sembra interamente esaurirsi nell’occasione materiale e nello stimolo psicologico da esso offerti per tornare con la mente ai momenti felici del passato. «Ricordarsi i tempi felici nella miseria» non è motivo di dolore, ma induce riflessione, pace e consolazione. Un sapiente atteggiamento mentale permette di trovare anche nell’esclusione forzata dal proprio ambiente abituale – nella condizione di uomo «isfolgorato e cacciato dalla fortuna» – un tempo di serena tregua dalle stressanti battaglie quotidiane. Appare coerente con quest’impostazione il fatto che il motivo dell’esilio compaia alquanto sporadicamente nelle novelle, sia quelle «familiari» della prima parte della raccolta che quelle “storiche” desunte dalla Cronaca del Villani, non diventandovi mai centrale e riducendosi, anzi, a pochi e scontati ricordi delle reciproche «cacciate» delle varie fazioni politiche nelle città d’Italia, oppure a far da sfondo ad avventurose vicende di carattere fiabesco.

Ciò che può invece sorprendere è la consolazione che offre a se stesso lo sfortunato autore / amante. Carlo Muscetta suggerí decennî fa che vi si rinvenisse addirittura un intento parodistico.45 Il ricordo rievocato con nostalgia è infatti una strana storia, psicologicamente immotivata, in cui i due amanti, «per mitigar la fiamma dell’ardente amore, del quale ismisuratamente ardieno»,46 s’incontrano castamente nel parlatoio di un convento e si raccontano vicendevolmente delle novelle, all’inizio spesso salaci e poi di carattere storico-erudito, talvolta smisuratamente lunghe ma comunque presentate come «la leggiadra inventiva e la vaga maniera e l’innamorati ragionamenti che insieme teneano».47 Irrisolta rimane la questione delle vistosissime incongruenze del Pecorone, e impossibile il dire s’esse siano un involontario effetto dell’incapacità del narratore, o costituiscano messaggi cifrati od obliqui da scoprire, oppure risultino da un assemblaggio approssimativo di due testi preconfezionati ed eterogenei.48

Le osservazioni sin qui presentate non sono che l’abbozzo d’uno studio dell’uso del motivo dell’esilio fatto dalla novellistica italiana dei primi secoli. Nel pur specifico e limitato campione preso in esame si rispecchia la parentela della novella con la cronaca, con l’aneddotica, con la fiaba e con la parabola. Nel riflettere varî usi e manipolazioni diverse, esso ben illustra, soprattutto se confrontato con la letteratura umanistica e d’ispirazione «alta», da un canto, l’eccezionale versatilità del racconto novellistico e ricorda, dall’altro, come ogni convenzione possa esser trasgredita e tradursi in amplissimo e multiforme diapason trascorrente dal sublime all’umile.

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II. Florenz: Cosimo de’ Medici und Filelfo /
Firenze: Cosimo de’ Medici e il Filelfo
Cosimo de’ Medici: The Exile as Hero

David Marsh (Rutgers, New Brunswick)

In the violent and volatile politics of medieval and Renaissance Italy, exile was a common punitive measure employed by rulers and regimes. But in political terms, the most important exile in the Florentine Quattrocento was that of Cosimo de’ Medici in 1433, which led to his return the following year and the consolidation of Medici power that would dominate Tuscany for three centuries. Like other exiles in Western history, and like the numerous fuorusciti of the Italian peninsula, Cosimo’s experience of exclusion was reflected in various literary works that illuminated an individual’s banishment in the wider context of history.1

A central series of texts in the Quattrocento discussion of exile was provided by Plutarch’s lives of the ancient Greeks and Romans. In her magisterial study of the translations, translators, and dedicatees, Marianne Pade concludes:

In pre-Medicean Florence and Venice the humanists working on Plutarch were themselves, to some degree, designers of the ‘myths’ of their city. In the Florence of the Medici and later in papal Rome that was probably less the case, but for various reasons they still used classical Antiquity to support the political claims of self-representation of those in power. It was important for Cosimo de’ Medici to present himself as the republican statesman who had saved his country from great danger by freeing it from a tyrant’s rule. As Alison Brown has shown, the humanists cleverly supported that image by dedicating to him Lives whose eponymous heroes had freed their country from tyrants (Timoleon), rebuilt it after a disaster (Camillus), or, after saving it from great danger, had suffered exile and then returned (Themistocles).2

Indeed, Alison Brown’s classic study of Cosimo as Pater Patriae singles out three sources for this image: two letters addressed to the banker by Poggio Bracciolini, and the prefaces to Plutarchan lives by Antonio Pacini and Lapo da Castiglionchio. But she is most concerned with the image of Cosimo as the leading republican statesman, so that she mentions the theme of exile only in passing. As is well known, this classicizing adulation reached a highpoint thirty years later, when the Signoria posthumously awarded Cosimo the title Pater Patriae, “Father of the Country”, an honor once awarded to Cicero, which in 1465 Verrocchio carved on his burial slab in San Lorenzo.

Poggio Bracciolini

On 31 December 1433 Poggio addressed a consolatory letter to Cosimo de’ Medici in exile, and then wrote a second letter on 28 October 1434, shortly after Cosimo’s return.1 As John W. Oppel has argued, these two letters reveal Poggio’s strategy of aligning himself with the Medici faction and indeed becoming their spokesman. The humanist, who was nine years older than the great banker, strove to consolidate his Florentine base after the crisis of the Roman papacy: for in May 1434 Poggio had like Eugenius IV escaped from Rome, only to be captured and then released by pirates. In his letter of consolation, Poggio tells Cosimo that he is neither the first nor the last just man to suffer exile at the hands of violent factions:

Illa vero cogitatio praecipuam vim habere potest ad te confirmandum; neque primum extitisse, neque postremum fore, qui benemeritus de patria civis fuerit explusus. Habes refertos historicorum libros eorum exemplis, quos excellentes ac singulares viros inique mulctavit sua respublica, cum ob res bene gestas summa praemia mererentur […] Nolo insistere domesticis exemplis, ne quam offensionem contrahat oratio. Attamen si quis praeterita tempora scrutetur diligenter, inveniet plure egregios cives invidia et contentione civili magis quam culpa se suis civitatibus fuisse eiectos.

(For this thought, in truth, may have the greatest power to fortify you: that you are not the first nor will you be the last well-deserving citizen to be expelled from his native land. You have the books of the historians, filled with examples of those excellent and singular men who were roughly handled by the respublica, when, on account of their good deeds, they merited the greatest rewards […]. I will not insist on familiar examples, lest someone take offense. However, if anyone examines past time diligently he will find many outstanding citizens who, more through jealousy and civil strife than for their own fault, were expelled from their countries).2

Poggio continues by adducing ancient examples but, as Oppel notes, cites only Roman examples of famed exiles – Camillus, Scipio, Rutilius, and Cicero – since he had apparently not yet begun to study Greek:

Sed non fuit nostre solum civitatis hec labes et ignominia, verum aliarum quoque, quarum facta summopere admiramur. Respublica romana, ut de Grecis sileam ac Barbaris, etiam tum cum omni virtutum genere florentem Annales describunt, hoc morbo ingratitudinis laboravit. Referam paucos, quo sermo effugiat satietatem. Non tulit sua etas neque virtute neque probitate neque rebus gestis Furio Camillo superiorem. Hic tamen tribunorum et plebis iniquitate pulsus in exilium abiit et quidem eo tempore, quo maxime patria suo auxilio egebat. Quid egerit superior Africanus in patria ex faucibus Hanibalis liberando, qua fuerit animi moderatio, qua continentia et morum gravitate vixerit, non est ignotum tibi; hunc tamen tribunorum insania exulare coegit. Publius Rutilius integerrimus vir fuit ac sanctissimus, quem quia iustior videretur quam vulgi opinio ferret, urbe eiecerunt, cuius in hoc precipue claruit virtutis splendor, quod cum ei per Syllanam victoriam liceret in patriam redire, perpetuum sibi exilium elegit, recusans in eam urbem reverti, in qua plus arma quam leges valerent. Nequitia Clodii conservatorem patrie expulit M. Tullium Ciceronem, quem postea gloriari solitum accepimus se Italie humeris in patriam reportatum. Quamplures preterea historie memorant summos ac clarissimos viros simile exitum sortitos. Sed hos quatuor tantum retuli, ne mireris casum tuum, cum videas tot patrie conservatores talia suorum meritorum premia reportasse.3

(Such disgrace and degradation is not found in our country alone, but also in others whose actions completely amaze us. To leave out the Greeks and barbarians, the Roman republic suffered from the disease of ingratitude even when the annalists describe it as flourishing with every kind of virtue. I shall only relate a few examples to avoid boring you. In his day no one surpassed Furius Camillus in virtue, honesty, and great deeds. But the villainy of the tribunes and the mob drove him into exile precisely when the country needed his aid. You are aware what the elder Scipio Africanus achieved in freeing his country from the jaws of Hannibal ‒ with what moderation, self-control, and high principles he lived. And yet the madness of the tribunes forced him into exile. Publius Rutilius was a very upright and blameless man, but because he seemed more just than public opinion would bear, they expelled him from the city. The splendor of his virtue shone all the more because, after Sulla’s victory allowed his return to his country, he chose perpetual exile, refusing to go back to a city in which arms were more powerful than laws. The villainy of Clodius banished Marcus Tullius Cicero, the savior of his country, although we learn that later he often boasted that he had been carried back to his homeland on Italy’s shoulders. Besides these, history records numerous lofty and famous men who shared a similar fate. But I have only mentioned these four so that you will not wonder at your plight, seeing that so many saviors of their countries received such rewards for their merits).

Antonio Pacini

Concerning Cosimo’s exile and return, the Ciceronian model is invoked by Antonio Pacini of Todi, often called Antonius Tudertinus. A translator of several of Plutarch’s Lives, Pacini dedicated two of them to the Medici brothers, Cosimo and Lorenzo. As Marianne Pade observes, Pacini’s version of the Camillus was “dedicated to Cosimo’s brother Lorenzo, but implicitly addressing also Cosimo himself, who was frequently compared to Camillus after his return from exile.”1 For Cosimo de’ Medici, Pacini translated the Timoleon sometime after 1434: for Pacini’s preface not only cites Cosimo’s contributions to the republic, but extols his triumphant return from exile.2 In the following passage, the humanist’s themes of the banker’s return (reditus), his personal esteem (dignitas), and the role of the “senate” clearly evoke Cicero’s orations Post reditum ad senatum and Post reditum ad Quirites:

Quid igitur dubii est, praestantissime Cosma, ut quemadmodum non solum in hac re publica tua, sed tota Italia consilio, auctoritate, opibus ac nominis claritate, quod apud omnes nationes celebratur, omnibus praestas, sic, si Romae aut Athenis natus fuisses, omnes egregios illos viros, Scipiones, Camillos, Fabricios ceterosque anteisses, cum divino ingenio, summa integritate summaque gravitate, omnibus virtutibus, ut uno verbo absolvam, praeditus sis et di atque homines, praeter quos livor edax excruciat, te ament, te observent. Quis dubitat nisi te hanc rem publicam in bello Lucensi tu vigilantia, consilio, prudentia tuisque opibus servavisse? Quis neget neminem nunquam fuisse, qui plus gloriae in reditu ad patriam habuerit quam tu, in qua tanta bonorum civium benivolentia, tam incredibili popularium voluntate una cum fratre tuo summo viro et singulari receptus es, tanta populari caritate? Cum iam omnes admirabili desiderio tui tenerentur atque animi augerentur, ut senatus omnes invidos omnesque, qui contra te egerant, in exilium eiecerit, necnon infinita nomina multorum, quos invidiosa illa et nepharia relegatione tua adversus te sensisse creditum est, a senatu ac magistratibus abdicata sunt atque deleta, continere non possum me quin in hoc sermone nostra versetur oratio. […] Sed nec illud quod magna admiratione dignum est praetereundum, quod nescio quomodo illis, qui contra reditum tuum contraque rem publicam arma capesserant, e manibus nullis repugnantibus arma ceciderant. Verum profecto deum immortalem hoc et cetera, quae ad te spectabant, egisse arbitror, ut pietati tuae auxilium ipse praestaret et huic rei publicae, quae iam in faucibus tyranni indies prolabebatur, prospiceret atque consuleret. At tu pro dignitate tua extra patriam vitam ducere poteras, patria autem sine te libera esse non poterat.3

(Can there be any doubt, most excellent Cosimo, that you surpass everyone, not only in this city but in all of Italy, by your judgment, authority, wealth, and by your fame that is celebrated in all nations. Indeed, if you had been born in Rome or Athens, you would have surpassed all those outstanding men – the Scipios, Camilluses, Fabricii, and others – for you possess divine wisdom, and the highest integrity and gravity – in a word, all the virtues – so that gods and men (except for those tormented by consuming envy) love and revere you. Who can doubt that only you saved our republic in the war with Lucca by your vigilance, discernment, prudence, and wealth? Who can deny that no one ever enjoyed more glory than you in returning to your country, where with your brother, an excellent and remarkable man, you were welcomed by the greatest goodwill of the best citizens, the most incredible sympathy of the masses, and the great love of the people? Everyone was gripped by such astonishing desire for you and their zeal was so heightened that the senate sent into exile all those envious men and all those who opposed you. What’s more, countless names of the masses – men known to have acted against you by that invidious and nefarious banishment – were abolished and deleted by the senate and the magistrates. Hence, I cannot contain myself in writing this discourse […]. Neither should I omit that fact most worthy of admiration, namely, that somehow those who had taken up arms against your return and the republic laid them down without any opposition. Indeed, I believe that immortal God did this and other actions on your behalf, so that he would confirm your sense of duty, and protect and sustain the republic, which was slipping daily into the tyrant’s maw. By virtue of your dignity, you could live outside your country, but without you the country could not be free).

Returning to the theme of his Plutarchan translation, Pacini adds a comment on Timoleon, who defeated the enemy and expelled the Sicilian tyrants:

Hic ille Timoleon Corinthius est, qui nobilissimam Siciliae insulam profligatis Carthaginensium copiis expulsisque omnibus tirannis in libertatem redegit […].

(This famous Timoleon from Corinth, having scattered the forces of the Carthaginians and driven out all the tyrants, restored the noble island of Sicily to freedom).4

The parallel with Cosimo is hard to miss.

Lapo da Castiglionchio

By the 1430 s Italian humanists were translating vast amounts of Greek literature into Latin, and the Lives of Plutarch offer a window into the political and cultural world of classical studies in the Quattrocento. One of the most productive of the new generation of translators was the short-lived Lapo da Castiglionchio (1406‒1438), a Florentine whose search for patronage was consistently frustrated. In 1434‒1436 he made a version of Plutarch’s Themistocles that he sent to Cosimo de’ Medici.1 His dedication draws exaggerated parallels between the Greek general and the Florentine banker. Where Poggio preferred to cite Roman examples, Lapo says that on the subject of exile he chooses to discuss eminent Greeks:

Ad clarissimum virum et sapientissimum civem Cosmam Medicem Lapi Castelliunculi prooemium in Themistoclis vitam incipit feliciter.

Themistoclis Atheniensis clarissimi et sapientissimi ducis vitam latine interpretatus ad te missurus eram, humanissime Cosma, cum eius exilii recenti memoria multorum ducum et principum civitatum cladibus in mentem mihi revocatis in eam sum, quam saepe soleo, dubitationem compulsus, fortuna ne magis an virtute consilioque opus esset iis, qui in florentissimus rebus publicis administrandis sine periculo vellent et cum dignitate versari. Nam cum me ad Graecorum summos viros, malo enim externa in tali re commemorare quam nostra, mente et cogitatione converto, video pene innumerabiles, in quibus iudicio omnium summa dignitas, summa virtus fuisset, quique in rebus perditis suo consilio et sapientia a gravissimis periculis ac prope interitu patriam vendicassent, partim interemptos esse a suis civibus, partim eiectos, quosdam etiam privatos honoribus misere atque ignominiose vixisse. Quo in loco huius ipsius, quem dico, Themistoclis fuga et persecutio et Miltiadis carcer aliorumque complurium omni dignitate principum non dissimiles exitus subeunt. Quae quidem ego saepe numero mecum repetens vehementer indignari soleo, qui maximis laboribus periculisque suis salutem et incolumitatem caeteris peperissent, tantum abfuisse ut digna suis virtutibus praemia reportarent, ut, quibus saluti fuissent et a quibus ornandi erant, ab ii, ut scelerati et impii, plecterentur […].2

(To the most renowned and wise citizen Cosimo de’ Medici, Lapo da Castiglionchio’s preface to the Life of Themistocles begins auspiciously.

Having translated into Latin the Life of Themistocles, a most renowned and wise Athenian general, I was going to send it to you, most humane Cosimo, but the recent memory of his exile called to mind the ruin of many generals and rulers of republics. I was seized by a doubt that often occurs to me, namely, whether those who seek to administer flourishing states without danger and with dignity have greater need of good fortune or of virtue and judgment. Now, when I turn my attention to the greatest of the Greeks (for on this topic I prefer to review foreign rather than domestic examples), I see nearly countless men universally regarded as endowed with great distinction and great virtue, whose judgment and wisdom in desperate time saved their countries from great perils and near destruction; yet some of them were killed by their fellow citizens, some exiled, and some stripped of their honors to live in distress and disgrace. On this topic, there occur to me the exile and hunting down of the aforementioned Themistocles, the imprisonment of Miltiades, the similar fates of other rulers of every rank. Now, as often as I review such things, I am usually shaken by violent indignation. For men who have obtained the safety and well-being of others by their own great labors and perils, far from reaping the rewards of their virtues are punished by those wicked and impious citizens who, owing their safety to them, should have honored them).

Nam acer et diligens gubernator nihil expavescit, sed fortis contra vim tempestatis insurgit […]. Quem sapientem aegregiumque civem proponere sibi in re publica decet, siquid indigne patitur, non se abicere, sed fortunae et tempori cedere et ad aliam oportunitatem se et suas vires servare, qualem Athenis Aristidem fuisse accepimus, et e nostris Furium Camillum, qui et pulsi irae civium concesserunt, et cum oportuna res cecidit, saluti non defuerunt. Itaque talium virorum quottidie magis gloria claret. A quorum institutis nihil tu mihi aberasse videris, qui nulla tua culpa seditionibus et quasi fluctibus civitatis eiectus patriae iniurias ita tulisti, ut in ea exilii calamitate fortunam tuam indolerent omnes, constantiam probarent, sapientiam mirarentur. Itaque meritissimo communi civium consensu et voluntate summa cum gloria in patriam revocatus perspicue declarasti tibi eiusmodi casum non delicti supplicium, sed illustrandae virtutis materiem extistisse.

(A brave and diligent helmsman fears nothing, but boldly rises up against the fury of the tempest […]. A wise and distinguished citizen in the state should hold up such a model, and if he suffers some injustice, should not be downcast but should yield to fortune and the moment, reserving himself and his strength for another occasion. Such, we hear, was Aristides of Athens, and Furius Camillus among the Romans: both of them yielded to the citizens’ wrath and went into exile, but when the right moment arrived they looked to their survival. The glory of such men shines forth more every day. You seem to me to follow their example, for through no fault of your own you were exiled by the republic’s factional strife and rough seas, as it were, but you bore the insults of your country so well that in the disaster of exile everyone lamented your ill fortune, lauded your constancy, and wondered at your wisdom. Hence by the well-deserved consensus and goodwill of all the citizens you were recalled in glory to your homeland, and you manifestly showed that what befell you was not punishment for a crime but material for displaying your virtue).

Lapo comments that Cosimo’s positive view of exile was not shared by Themistocles, who in all other respects was the greatest of Greek generals:

Quae una ex omnibus virtutibus Themistoci defuit, caeteris tamen ita excelluit, ut eum cunctis Graeciae ducibus anteferre non dubitem. Quare, etsi non me latet, quam imprudenter agam, qui tibi in hac tanta occupatione vitae atque urbis meis scriptis obstrepere audeam, praesertim cum tibi quottidie assit Leonardus Arretinus princeps eloquentiae huius aetatis, decus et ornamentum Latinae linguae, Ambrosius abbas, Nicolaus Nicolus, Poggius, Carolus Arretinus, doctissimi et eloquentissimi viri, qui te suis scriptis teneant, quorum sermonibus tuae assidue mulcentur aures, decrevi tamen meorum laborum ac vigiliarum tibi aliquid impartire, haud nescius ad summorum principum colloquia tenuissimos interdum homines admitti solere.3

(While Themistocles lacked this one virtue, he so far excelled in all the others that I would place him above all the other Greek generals. Now, I am aware how imprudently I act in daring to disturb you with my writings when you are busy with your career and politics, especially since every day you meet Leonardo Bruni – the prince of eloquence in our age and the glory and ornament of the Latin language – Ambrogio Traversari, Niccolò Niccoli, Poggio, and Carlo Marsuppini, all most learned and eloquent men whose writings engage you and whose conversation continually charms your ear. All the same, I resolved to share with you some product of my labors and studies, knowing that lesser men are sometimes admitted to the circle of great rulers).

Fretus igitus tua humanitate Themistoclis res gestas a me nuper ex Plutarcho versas, quod praeclarae mihi visae sunt atque imitatione imprimis dignae, ad te mitto, ut ex iis, si quid ad tuum usum pertinebit, deligere possis et te eum virum pietate simul et felicitate superasse laeteris. In quo si minus tibi meus labor gratus erit, debebis tamen eas et Themistoclis nomine et Plutarchi auctoritate libenter legere; itaque ut facias, te et oro et obsecro et me, si haec probari abs te percepero, plura ac maiora tuo nomine aggressurum esse profiteor.4

(Trusting in your generosity, I send you the deeds of Themistocles that I recently translated from Plutarch, since they seemed excellent and quite worthy of imitation. If something in them proves useful to you, you may select it for imitation, and will rejoice that you surpass this man in both piety and happiness. If any of my work displeases you, you should still gladly read these deeds, encouraged by Themistocles’ reputation and by Plutarch’s authority. I beg and beseech you to do this, and if I see that you are pleased, I promise that I shall undertake more and more important things in your name).

We may note that Guarino of Verona had already translated Plutarch’s Themistocles in 1417 and dedicated his version to the Venetian admiral Carlo Zeno (1333–1418). His dedication says nothing about exile. Instead, he characterizes Themistocles as a great statesman and general, and adds that his teacher Manuel Chrysoloras had stressed the inspiration one derives from the study of history and biography.5

Francesco Filelfo

After Cosimo’s return to Florence, the most noted humanist victim of the 1434 purge was Francesco Filelfo, a friend of Palla Strozzi who first took refuge in Siena and later in Milan at the court of Visconti, the traditional enemy of the Florentine republic. The most vocal and prolific of Medici adversaries, he responded to his misfortune in at least three literary genres: first, in various letters destined to form 48 books of Epistolae Familiares; then in poems he included in Book 5 of his Latin Satyrae; and third, in the Latin dialogue Commentationes Florentinae de exilio that he dedicated to the Milanese count Vitaliano Borromeo (1391–1449).

While most of Filelfo’s writings express an implacable hatred, in 1440 he composed two letters proposing a reconciliation between Florence and Milan. In Epistle 4, 2, dated 1 July 1440 and addressed to the “senate and people of Florence,” Filelfo deplores the plight of Florentine exiles, for which he blames the kind of civil discord that plagued ancient Athens and Rome:

Quid Atheniensium civitate illustrius? Quid praeclarius? Quid denique gloriosius? Quid splendidius? Haec bonarum omnium et laudatissimarum artium inventrix ac parens. Haec belli pacisque disciplina domi forisque insignis. Haec et dignitate et opibus in universum terrarum orbem praepollens atque admirabilis, ubi ad id magnitudinis ac virium ascendisset, ut nulla re prorsus ad foelicitatem egere videretur, nonne mox, posteaquam partium studia fovere, factiones conplecti, pestiferas aemulationes ambitionesque civium alere coepisset, repente ac praeceps in obscuram et sordidam servitutem corruit? Nam de Romanis quis est qui nesciat eos, alia nulla causa quam contrariis inter se voluntatibus et studiis, periisse funditus? Sive enim incipiamus dominatu regio, ab ipso usque Romulo repetentes, sive post exactos reges, senatus ac populi principatum consyderemus, intueri licet quantis ii semper in tempestatibus ac fluctibus iactarentur, quantis laborum et calamitatum praemerentur molibus ob infestas inter se mentes atque contentiones.1

(What is more illustrious than the city of Athens? What more splendid? What, in a word, more glorious? It was the inventor and begetter of all the fine and noble arts; distinguished in the practice of war and peace both at home and abroad. It was eminent and admirable throughout the world for its importance and wealth. But when it had risen to such greatness and power that it seemed to lack no element of happiness, and soon had fostered the heat of partisanship, embraced factions, and nourished the deadly rivalry and ambition of its citizens, did it not suddenly plunge headlong into obscure and sordid servitude? Is there anyone who does not know how the Romans were utterly destroyed by their conflicting desires and parties? Whether we begin with the royal kingdom going back to Romulus himself, or after the expulsion of the kings, when we contemplate the rule of the senate and people, we see clearly that because of their hostile passions and rivalries the Romans were continually tossed by great tempests and rough seas, and overwhelmed by massive struggles and disasters).

He calls for sympathy on the part of the Florentine commune:

Est enim his istis innocentibus et fortissimis vestris civibus, quos solo patrio eiecistis, caritate patria nihil carius, nihil antiquius. Qui si exilium suum patriae conducturum arbitrarentur, modice aequissimoque animo patria carerent. Sed cum manifesto cernunt per huiuscemodi naufragium suum civitatis Florentinae non modo miserabilem iacturam, sed etiam extremam summersionem atque interitum, ut et se patriae et patriam pristinae libertati dignitatique restituant, omni ope, omni opera moliuntur. Cui enim obscurum sit quibus hominibus vos talis ac tantos viros in praesentia parere oportet, qui Florentinum populum omni pecunia exhauriunt, diminuunt dignitate, spoliant gloria, libertate privant. Haec dolent viri optimates, haec ingemiscunt, haec queruntur. Nullo in vos odio sunt affecti, nulla simultate.2

(Those innocent and courageous citizens, whom you expelled from their homeland, hold nothing dearer or more important than love of their country. If they thought that their exile would aid their country, they would forego it with moderation and equanimity. But since they clearly see that their disaster entails not only the pitiful ruin of the city of Florence, but its final downfall and demise, they strive by every means and method to restore themselves to their homeland, and their homeland to its former freedom and dignity. Is it not clear to everyone that you great men must presently obey such fellows as drain the Florentine people of all their money, diminish their dignity, strip them of glory, and rob them of freedom? The men of the best party lament, bewail, and protest this. They bear you no hatred, no animosity).

In a passionate appeal, Filelfo calls for two related measures of reconciliation:

Duo vobis faciunda censeo, viri Florentini, quo rectissime et pacatissime vobis vestraeque civitati consultum sit, ut et civis vestros, viros optimatis, quos exules agitis, in urbem recipiatis, et cum hoc divino principe, Philippo Maria Anglo, in gratiam redeatis.3

(I believe that you must do two things, men of Florence, to take most just and peaceful measures for your city: you must welcome back to the city your fellow-citizens, the optimates, whom you have exiled; and you must make peace with this divine ruler Filippo Maria Anglo Visconti).

In Epistle 4, 3, written only three days later and addressed to Cosimo de’ Medici, the accomplished Hellenist cites a Plutarchan anecdote as an exemplum of rivals – both famous exiles, we recall – who set aside personal differences for a common good:

Aristides Atheniensis, cognomento iustus, cum legatus una cum Themistocle, qui cum ei erant inimiciciae, mitteretur. Ubi ad Atticae fines ventum est, ‘Vis, ait, o Themistocles, nostras hic inimicicias relinquamus? Nam si videbitur, eas rursus cum reverterimus, capiemus.’ Et pie ut semper Aristides, et quam prudentissime monuit. Intelligebat enim utilitati publicae nullo sane pacto per eos consuli posse, qui privato inter se odio dissiderent, at par esse privatam causam publicae semper cedere […]. Cum his igitur de rebus mihi tecum agendum esset, quae et ad publicam pertinent et ad tuam utilitatem, ut […] idem te monerem quod Themistoclem Aristides, operae precium duxi […]. Ex Mediolano. IIII Nonas Iulias MCCCCXXXX.4

(Aristides of Athens, nicknamed the Just, was sent on an embassy together with Themistocles, with whom he was on bad terms. When they came to the border of Attica, he said, “Themistocles, would you like us to forget our differences? If you agree, we may resume them after our return.” Thus Aristides offered advice that was pious, as usual, and extremely practical. For he saw that men divided by private hatred could in no wise serve the public good, but should regard their private interest as equal to the public […]. Since I needed to discuss these matters with you, I thought it worthwhile to advise you just as Aristides did Themistocles […]. 4 July 1440).

If only Cosimo would pardon the exiles, he would truly become the Father of his Country:

Si malueris patriae exules civis restituere quam id pervicacius expectare, ut patriam ipsi pristinae libertati dignitatique restituant, tum eris sane adversante nemine in republica princeps, tum pater patriae appellabere, tum omnes te colent, omnes admirabuntur.

(If you prefer to restore the exiled citizens to their patria instead of awaiting with determination for them to restore their patria to its ancient liberty and dignity, then you will most certainly, with no opposition, be called princeps of the republic and Pater Patriae, then all will honor you, all admire you).5

These two missives seem to represent an isolated moment in which Filelfo thought that Cosimo might be open to compromise. But in several poems in Book 5 of the Satyrae, written in 1435 or shortly thereafter, Filelfo reflects on the exile of the Florentine optimates. Emblematic in this regard is Satire 5, 5, which addresses Onofrio Strozzi, son of the famous Palla and with him an interlocutor in Filelfo’s dialogue On Exile. In the poem, which Filelfo sent on 25 January 1435 from Siena to Strozzi in Padua, Filelfo observes that envy afflicts only the most distinguished citizens, and he cites the legendary exiles (listed by Valerius Maximus) Theseus, Scipio, Themistocles, and Camillus:

Nec mirum est livor si vos exegit ab urbe.

Semper enim sequitur virtutem livor et una

gloria quae radiis livorem splendida perdit

denique. Thersitae nemo, nemo invidet Uti.

Thesea quin etiam, quod vulgo fertur, Athenae

ingratae nimiumque leves iecere parentem;

Scipiadae, patriam quem servavisse ruentem

et Poenum pressisse ferum dirumque rebelli

imposuisse iugum perhibent, stat gratia tanti

exilium meriti. Pateris nil durius omnes

quam clari consuere viri. Damnata Camilli

est pietas, cunctis invisa Themistoclis ingens

gloria: nimirum plebs omnis semper et omnes

ingrati stulti. Satis est quod perfidus olim

ipse etiam exilio livor rubet, atque fatetur

vos indigna pati, verum Pallanta verendum.6

(Small wonder if envy drove you all from the city.

Virtue is always attended by envy, as well as by glory

That in the end destroys envy with its glowing rays.

No one envies Thersites, no one envies Nemo [Niccoli].

But Theseus, the story goes, was expelled by Athens,

Ungrateful and fickle to her father. As for Scipio,

Who, they say, saved his collapsing country and laying low

The fierce Punic horde and placed a dire yoke on the rebel –

The reward for such merits was exile. You suffer nothing

Harsher than what all famed men usually suffer.

Camillus’ piety was damned, and Themistocles’ vast glory

Was hateful to all: for all the mob and all fools are forever

Ungrateful. Suffice it that treacherous envy some day

Blush in exile, and confess your wrongful suffering,

And let Palla be revered).

Dedicated to Rinaldo degli Albizzi, the leader of the exiled optimates, Satire 5, 8 was probably written in early 1440, when Albizzi lead troops into Tuscany. (In the event, the Medici forces would triumph at Anghiari on 29 June 1440.) Filelfo’s conclusion preaches Stoic forbearance while suggesting that Filippo Maria Visconti aid the optimate cause:

Quidquid Deus optimus offert,

nos alacris id ferre decet. Permisit ab urbe

nos pelli patria, modice toleravimus omnes

exilii aerumnas. Reditum nunc monstrat in urbem

calle brevi, nemo quem speravisset inire.

Ingrediamur iter, qua nos Deus ipse vocavit!

Non etenim sine mente Dei, sine numine certo,

auxilium nobis properat praestare Philippus.7

(Whatever God the Best offers us, let us

Cheerfully accept. From our country,

He allowed us to be driven, and we modestly bore

All the hardships of exile. Now he shows how to return home

By a shortcut that none had hoped to take.

Let us enter this path, to which God himself has called us!

It is not without God’s plan or divine aid

That Filippo hastens to bring us aid).

Like Petrarch, Filelfo uses his verse epistles as a form of political negotiation. The first satire of Book 5 (1436) addresses Filippo Maria Visconti, the duke of Milan. In a letter of 13 April 1436, written in Siena to the duke’s secretary Giovan Francesco Gallina, Filelfo characterizes his poem as a “satire-exhortation in verse” (satyrica exhortatio versibus ⟨a⟩ me scripta). Genoa has revolted, but Filelfo calls upon the duke to pardon the rebels, and to aid the exiled Florentines. Filippo Maria’s clemency was already demonstrated by his freeing Alfonso of Aragon, taken prisoner in the naval battle at Ponza (5 August 1435):

Carcere solvisti qui cum tibi semper amicus

Ante fuit, nulla se causa reddidit hostem.

Liberet exilio tua munificentia, qui te

hostili ex animo quo semper inarserat armis,

et studiis et amore pio servetque colatque.8

(You freed from prison a man who was always your friend

Before, but who without cause became your enemy.

Let your generosity free that person who

without the animosity that long kindled him in war,

would protect and honor you with zeal and pious love).

The next poem in Book 5 is addressed to pope Eugenius IV, who had fled to Florence to escape the wrath of the Roman mob. Filelfo consoles him for this misfortune, but deplores his role in Cosimo de’ Medici’s repatriation. As Filelfo narrates the events in his dialogue On Exile, Rinaldo degli Albizzi had planned a coup against the Florentine government, which envisioned an amnesty for the Medici faction. At the pope’s request, the conspirators surrendered their weapons, thus facilitating Cosimo’s return. Exculpating the pontiff, Filelfo suggests that it was the pope’s entourage – by implication, cardinal Giovanni Vitelleschi – that fostered the Medici return and reprisals, which led to the exile of the noble Florentine optimates:

Hinc est prima mali labes, hinc omnis origo

exilii cladisque fluit. Namque illa latronis

impia sacrilegi mox coniuratio Mundi,

subsidiis adiuta tuis potiusve tuorum

(non etenim talem se servantissimus aequi

polluerit meus Eugenius) […]

Nobilitas veneranda suis e sedibus omnis

Truditur insidiis; patriis fugit exul ab oris […]9

(Hence the first stain of evil, hence the whole origin

Of exile and ruin flowed. For soon the impious plot

Of the sacrilegious brigand Cosimo,

With your aid or rather your colleagues’ aid

(For my Eugenius, most observant of what’s right,

Would not have defiled himself so) […]

All the august nobility is driven from its seat

By treachery, and flees from its homeland as an exile).

Filelfo’s most extensive reflections on exile are found in his dialogue Commentationes Florentinae de exilio, initially planned as a series of ten dialogues. In the event, the humanist completed only three books, presumably abandoning the project after the 1440 defeat of the optimates and their Milanese allies at Anghiari.10 As his interlocutors, Filelfo casts a number of prominent Florentines, and he sets the dialogue during the early days of Cosimo’s return in 1434, just before the author and many of the so-called “optimates” were forced to leave Florence. In the first dialogue, On the Misfortunes of Exile (De incommodis exilii), the anti-Medici optimates Rinaldo degli Albizzi, and Palla and Nofri Strozzi are joined by several humanists, including Leonardo Bruni, Poggio Bracciolini, and Giannozzo Manetti. In the next two dialogues, On Disgrace (De infamia) and On Poverty (De paupertate), these interlocutors are joined by Francesco Soderini, Rodolfo Peruzzi, and Niccolò Della Luna.11

The dialogue treats of exile in a slightly detached fashion, since Rinaldo degli Albizzi and the two Strozzis have not yet left their native Florence. But in this work by a disgruntled adversary, the political vicissitudes of Cosimo de’ Medici hardly inspire any laudatory references to the great men of antiquity. If history is written by the victors, then satire is written by the losers.

Bibliography

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Pade, Marianne: The Reception of Plutarch in Fifteenth-Century Italy, 2 vols., Copenhagen 2007.

Pade, Marianne: The Reception of Plutarch from Antiquity to the Italian Renaissance, in: Mark Beck (ed.): A Companion to Plutarch, Oxford 2013, 531–543.

Riccardelli, Fabrizio: The Politics of Exclusion in Early Renaissance Florence, Turnhout 2007.

Starn, Randolph: Contrary Commonwealth: The Theme of Exile in Medieval and Renaissance Italy, Berkeley 1982.

Exiled from the Cradle of Humanism

Francesco Filelfo’s Commentationes Florentinae de Exilio

Jeroen De Keyser (KU Leuven)

“Ainsi, la première chose que la peste

apporta à nos concitoyens fut l’exil. Et le

narrateur est persuadé qu’il peut écrire ici,

au nom de tous, ce que lui-même a éprouvé

alors, puisqu’il l’a éprouvé en même temps

que beaucoup de nos concitoyens.”

(Albert Camus, La peste)

The Italian humanist Francesco Filelfo (1398–1481),1 who during a seven-year stay in Constantinople achieved a high degree of proficiency in Greek and who in 1427 returned to Italy with numerous Greek manuscripts in his luggage,2 came to Florence shortly after his return from the East. Initially sponsored as a teacher at the Florentine Studio by, among others, Palla Strozzi, Leonardo Bruni and Cosimo de’ Medici. Soon he clashed with the humanists supported by Cosimo, especially Niccolò Niccoli, Carlo Marsuppini and Poggio Bracciolini. By October 1433, when Cosimo was exiled to the Veneto, Filelfo appeared secure, having sided with the triumphant aristocratic party. But on Cosimo’s recall less than a year later, in September 1434, a regime change took place, and Filelfo found himself exiled from the city along with the aristocrats.

In the early 1440’s, when already firmly established at the court of Filippo Maria Visconti in Milan, Francesco Filelfo composed his Commentationes Florentinae de exilio.3 This unfinished consolatory dialogue in three books focuses on the fate of the Florentine oligarchs, especially Palla Strozzi, his son Onofrio, and Rinaldo degli Albizzi, who were forced into exile at the return to power of Cosimo de’ Medici. Interlacing their arguments with long philosophical digressions, the participants discuss the unhappy condition of exile and poverty, while trying to define what precisely makes for virtuous behaviour.

The Commentationes were originally planned to take up ten books, but Filelfo apparently abandoned the work after writing only three: the first on the inconveniences of exile in general (De incommodis exilii); the second on infamy (De infamia); and the third on poverty (De paupertate). From a marginal note in one of the few manuscripts transmitting the Commentationes, we know the original lay-out of the entire work: the other seven books were supposed to be addressing slavery, contempt, untimely old age, illness, prison, death and misery.

Ordo decem librorum: Liber primus summatim De incommodis exilii, Liber II De infamia, Liber III De paupertate, Liber IIII De servitute, Liber V De contemptu, Liber VI De intempestiva senectute, Liber VII De aegrotatione, Liber VIII De carcere, Liber VIIII De morte, Liber X De miseria (Florence, Biblioteca Nazionale Centrale, ms. II.II.70, f. 4v).4

It is unclear why the remaining books were left unwritten, since even the existing three were composed at a time when the hopes of the expatriated aristocrats for a reestablishment of themselves in Florence were already unlikely to be realised – but quite a few of Filelfo’s other major writings fell short of their projected length as well.5

Filelfo includes in his text numerous long selections and shorter quotes from various Greek authors, among others Euripides, Sextus Empiricus,6 the pseudepigraphic Cynic Epistles,7 Plutarch and Aristotle, producing perhaps the most accomplished and creative use of Greek texts in the first half of the Quattrocento. The dialogues move from discussions of the contemporary political scene in Florence to anecdotes containing witty observations about famous men, to literary passages translated from ancient Greek sources, and to rather technical philosophical discussions, such as the analysis of the summum bonum or ultimate good in Book 2, which turns out to rely heavily on a discussion of Aristotle’s Nicomachean Ethics by the medieval philosopher Albert the Great. There are also brief comical interludes, the purpose of which is to poke fun at the rival humanist and Cosimo supporter Poggio Bracciolini, who is consistently depicted as a greedy nitwit, glutton and drunk.8

In the first book of the Commentationes Filelfo quotes widely from a range of literary works, both classical and Christian, in order to disprove that exile is an unhappy condition in which to live. The discussion then skips to an analysis of pleasure and its role in human happiness, and to the notion of world citizenship, of worldly life as a state of exile from a homeland that is only truly to be found beyond earthly experience.9

The figure of Rinaldo degli Albizzi dominates the discussion in book two, with an extensive passage consisting in Ridolfo Peruzzi’s rendering of Rinaldo’s speech before Pope Eugenius IV on the eve of the Medici coup, trying to convince the pope to take the aristocrats’ side. The second part of the book is designed to provide a deeper understanding of the nature of ‘praise’ as an outcome of virtuous behaviour. One should pursue right or virtuous action for its own sake, and even though allegations of infamy may come from their fellow citizens, the aristocrats must avoid concerning themselves with how they appear to others; they must instead continue to behave as virtuously as possible.

In book 3, the accent is on the ethical dimensions of poverty and wealth. Filelfo’s interlocutors are looking for an understanding of wealth that is both socially acceptable and philosophically tenable. The guiding light for this dialogue is Leonardo Bruni, who had supported Filelfo’s career when the latter arrived to teach in Florence in the late 1420s. Bruni expounds on the Stoic definition of wealth and maintains that wealth is acceptable when it is linked to virtue.

*

In the third book, when discussing the differences between voluntary and involuntary action – drawing for the greater part on Aristotle’s Eudemian Ethics and on the Magna Moralia – Palla Strozzi has just argued that “Since we have now completed – not so much carefully as briefly – one of the three parts in one of which we classed the voluntary (appetency, itself being tripartite), two parts remain, choice and reasoning: let us briefly skim over these lest we annoy our friend Poggio with this prolix discourse of ours” (3, 125).10 Poggio at once quips that he is done with this hair-splitting, since he is hungry and running to a banquet “both prolix and elegant is in readiness; that is where all my reasoning and choice reside” (3, 126). Rinaldo replies that if Poggio were like Socrates rather than Epicurus, he “would have judged this learned and wise discourse of our friend Palla far preferable to all the rest of your delicacies. But you define everything by the standard of pleasure – not that of the mind, which perhaps even Epicurus recognised, but rather that of the body, by which the senses, gently soothed and as it were lulled to sleep, are customarily moved.” When Poggio is gone, Leonardo Bruni states that he would love to hear Palla continue his explanations, “in particular the part where you expounded for us doctrines from the outstanding philosophical schools” (3, 127), on which, so he confesses, he did not expect Palla to deliver such a detailed and learned discourse. Palla replies with an anecdote (3, 129–130):

At noli mirari, Leonarde. Num es oblitus quod dicere solitum tradunt Philolaum: esse quosdam sermones nobis meliores? Non enim de prophetis et Sibyllis hominibusque afflatis modo intelligi id arbitror oportere, sed de iis omnibus qui quemadmodum ego apud vos gravissimos eruditissimosque viros loquuntur aliquid supra se. Sermo hic profecto meus non est, sed maximi illius sapientissimique viri, quo tu et ego doctore olim amicoque usi sumus, Manuelis Chrysolorae, cuius neptem Theodoram, modestam et pudicam adolescentulam, Iohannis Chrysolorae filiam, Franciscus Philelfus his noster uxorem habet. Cum enim per id temporis quo illustris ille summusque philosophus Graecam sapientiam Florentiae doceret, et nostra haec urbs et universa prope Tuscia pestilentiali morbo laboraret, institui mutandi aeris gratia ruri tantisper agere, donec illa caeli inclaementia mitior Florentiae redderetur. Itaque invitatus a me Manuel, ut erat vir omni humanitate humanior, rus una mecum profectus est, ubi quandiu Florentiam pernicies illa vexavit, mansit assidue. Nam ruri quod est mihi in Casentino, erat aer saluberrimus.

(Do not be surprised, Leonardo. Have you forgotten what Philolaus is reported to have said: some discourses are better than we are? I think this must be understood not only about prophets and Sibyls and inspired men, but also about all those who say something over their heads, as I just did in your presence, you who are the most serious and erudite of men. You see, this discourse is not mine but that of a very great and wise man whom you and I once had as a teacher and a friend, Manuel Chrysoloras, whose grandniece Theodora, a modest and chaste young woman, daughter of John Chrysoloras, our friend Francesco Filelfo here has as his wife. For at the time when that distinguished and supreme philosopher was teaching Greek wisdom in Florence, and this city of ours and practically all Tuscany was suffering from plague, I decided for the sake of a change of air to spend time in the countryside until the rigors of the climate softened in Florence. Therefore, on my invitation, Manuel, being a man more humane than all humanity, set out with me for the countryside, where he remained constantly for as long as the plague was attacking Florence, for the air was very salubrious at my estate in the Casentino).

Reading the framing of this anecdote about Manuel Chrysoloras,11 one recalls Giovanni Boccaccio’s frame story about the plague raging in Florence in 1348, fifty years before Chrysoloras’ sojourn in the city, and about the allegra brigata leaving town and escaping the lethal disease in order to indulge in some storytelling.12 So far scholarship has not, to my knowledge, pointed to any correspondences between Filelfo and Boccaccio, but alongside this narrative element, I believe some more parallels can be drawn. First of all, in the initial setting of his Commentationes in the first book, Filelfo points out that (1, 6):

Quoniam igitur aliquando cum Florentiae agerem, evenit ut quorundam clarissimorum et optimorum civium et eorundem gravitate doctrinaque praestantium de exilio commentationi disputationique familiariter interessem, quae decem deinceps continuis diebus ab illis dicta eleganter, erudite, divinitus audieram, in decem itidem libros contuli.

(Once when I was living in Florence, I happened to be present at a friendly discussion and debate among some of the finest and most distinguished citizens, who were likewise among the most excellent in authority and learning; the topic was exile. So I later set down in ten books what was said eloquently, learnedly, and with inspiration by these men on ten successive days).

The number of interlocutors staged in the three books of Commentationes that Filelfo in the end actually wrote are only nine, but while not participating in the conversations as he recorded them, Filelfo himself may be considered the one who completed the company to ten, which also happens to be the number of speakers during the ten-day long symposium we see related in Boccaccio’s Decameron.

Filelfo’s deliberate interest for significant numerical choices and patterns can be determined beyond all doubt: his collection of satires, for example, consists of ten books of ten satires each – all of them running to exactly one hundred verses in length. And all completed books of his Sphortias, an epic poem about the conquering of Milan by Francesco Sforza, run to exactly 800 verses, while Filelfo initially wanted the epic poem to comprise twenty-four books, matching Homer’s canonical number of books in both the Iliad and Odyssey.

It is a legitimate question, though, whether it would have been plausible for Filelfo to practice imitation of Boccaccio in his oeuvre. A striking aspect of Filelfo’s prolific writings is indeed that he hardly ever dwells on any of the tre corone. For sure, this silence should not be interpreted as an implicitly negative attitude, since Filelfo was allegedly the first humanist who ever lectured on Dante and Petrarch.13 Still, the passages in his Latin writings where he explicitly mentions one of the three canonical vernacular authors are very few. He is even rather dismissive of his efforts in this respect: in a letter sent to Giovanni Andrea Bussi on 13 February 1471 (PhE·33.05),14 Filelfo states that he cannot comply with Bussi’s wish to obtain a copy of Filelfo’s commentary on Petrarch’s poems, which he once produced at the request of Filippo Maria Visconti, since he does not have the text at hand (anymore), nor does he know where it is (Petis tu quidem quae quondam ducis Philippi iussu in Ethruscas Francisci Petrarcae delicias commentati sumus. Ea mihi non sunt, neque cui sint novi.).

Interestingly, however, in one of his earliest satires (1, 5), written probably in 1436, shortly after his Florentine period, Filelfo attacks Niccoli – Utis, as he is nicknamed, ‘Nobody’ – who allegedly dismisses Chrysoloras, Dante and Petrarcha (Additur huic dius Dantes suavisque Petrarca, 38), Leonardo Bruni, Antonio Beccadelli (Panormita), Guarino, Cencio de’ Rustici, Antonio Loschi, Flavio Biondo, Giovanni Aurispa and Giannozzo Manetti, while he usually only praises people of his own kind, “pederasts and drunks” (cinaedos / ac madidos, 46b–47a), such as Poggio Bracciolini and Carlo Marsuppini. Furthermore, so Filelfo claims, Niccoli does not refrain from criticizing major classical writers like Ovid, Statius, Lucan and Virgil and even Cicero himself.15

Within the context of this grotesque attack on Niccolò Niccoli, perhaps the über-classicist of his era, it may seem remarkable that Dante and Petrarch are placed on the same level as both the founding fathers of the humanism movement and the Latin classics, yet we should bear in mind that Dante and Petrarch were Latin writers as well. However, apart from the above-mentioned tepid remark about Filelfo’s previous occasional interest in Petrarch, the topic of the opposition between ancients and moderns, between Latin and volgare, that is, the central issue of Leonardo Bruni’s important Dialogi ad Petrum Paulum Histrum,16 seems absent from Filelfo’s writings. In Filelfo’s mind that issue was not really an issue: for him it was crystal clear that Latin was the only language and literature that mattered. Although he considered Tuscan the superior version of the volgare, he asserted that the volgare was to be used only in casual communication that was not to be transmitted to the posteri. A more relevant distinctive element, according to Filelfo, was the role of Greek. Filelfo always fashioned himself as a Graecus, and as he was producing writings in both languages and seeking prominence in more literary genres than anybody else, the issue whether it was possible to equal, let alone surpass the ancients, is answered by Filelfo by producing his own versatile oeuvre, not by settling any quarrel about Latin and volgare.17

Only once, in a letter sent to Lorenzo de’ Medici on 29 May 1473 (PhE·37.02), does Filelfo briefly mention Boccaccio, along with Guido Cavalcanti, Guido Guinizelli, Dante, Petrarch, and Cecco d’Ascoli. While he is praising all these writers, the context is one in which Filelfo adamantly denies that the ancient Romans could ever have spoken anything like “this vulgar language which is now used all over Italy,” for if they did, there would be traces of it, that is, “poetry or prose writings such have been produced in a most learned and elegant way by the writers of our times, and which will never be erased from human memory.” Therefore, the modern-day vernacular has nothing whatsoever in common with the language used in Cicero’s times.18

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While it might thus be doubted that Filelfo had an interest in Italian vernacular literature great enough to see him really engaging in literary imitatio and aemulatio with it, the presentation of the Chrysoloras anecdote as a gathering of friends leaving Florence during a plague epidemic, within the whole narrative concept of a ten-day frame story, must almost inevitably have summoned a recollection of the Decameron in the mind of Filelfo’s readers. A more interesting parallel, though, beyond the decadal formalism, is in my opinion the immediate cause of the escape to the countryside. The plague that is driving away both Boccaccio’s bunch in the Decameron and Chrysoloras with Palla from Florence, has a metaphoric counterpart in the Commentationes as a whole. When describing how the aristocrats’ exile came about, Filelfo relates how the imminent fall of the aristocratic republic in Florence was first avoided by the noble class, who “resolved to come to the rescue of the failing state and quench the crisis as if it were a public plague (et eam veluti publicam pestem extinguere) by the moderate punishment of a single individual. Therefore, they banned for ten years to the Veneto the hottest spark and instigator of all those fires, Cosimo de’ Medici, son of Giovanni, without bloodshed, torture, proscription, or loss besides” (1, 8). Yet after Cosimo had been banned, Filelfo continues, “without warning that clever and crafty old fox, Cosimo de’ Medici – that deceiver, poisoner, and blasphemer, than whom no one, in my opinion, is more dangerous or criminal or more skilled at every kind of villainy and evil – when he met with his kindred spirit Giovanni Vitelleschi, who, as patriarch of Alexandria and likewise cardinal, condottiere or rather monstrous beast (atrocissima belua) in the service of Pope Eugenius, just now suffered due punishment – Cosimo de’ Medici, I say, that unholy criminal, relying not so much on the daring and strength as the deceit and intrigue of the aforementioned Giovanni Vitelleschi, whom he easily bribed, once again roused, kindled, and raised the deadly fires of civil feuds (pestiferos civilium bellorum ignis), strife, sedition and war that by now were slumbering and practically snuffed out, and he cast the state into such woes that by now it is all but enslaved, nay, it is manifestly enslaved, as you see” (1, 11).

Halfway through the first book, when describing the fatal danger of riches without virtue, Filelfo cites the telling example of Cosimo de’ Medici: “There is no need for us to recall for this purpose the examples of our ancestors. In this very city of ours we have seen many [examples of riches without virtue] at various times, but in our time we have the greatest example of all in Cosimo de’ Medici, who, through the power of the money he has procured and continues to procure for himself by all manner of outrage and crime, has inflicted upon the republic innumerable disasters, conflagrations, and plagues (quantas pestes)! Were he stripped of his money, he would have done no harm, and not only would he have been able to do no harm, but perhaps he would not even have desired to do so. For when he understood that his efforts would be in vain, he would clearly have preferred to follow reason rather than impulse so as to take better care of himself and his interests (rationem quam libidinem sequi, quo rectius rebus suis sibique consuleret)” (1, 99).

The same opinion about the risks of riches without virtue is expressed in a passage in book 3, where Filelfo points out that Jesus Christ possessed nothing on earth and taught us that the kingdom of heaven belongs to the poor, while hell is the destiny of the rich: “It is worthwhile for us to be poor in our spirit but rich in the Spirit of God if we should wish to achieve true blessedness. It is appropriate for us to be poor in all those matters by which we are provoked to destructive emotions, which are like savage beasts in the body (quibus in pestiferas animi permotiones quasi efferatas corporis beluas irritamur). No one doubts that the riches of the world are among them, since they draw people into other diseases of base appetite, but especially into pride” (3, 96).

Although the comment is generic, it is not far-fetched to consider it an echo of the criticism of the immensely rich Cosimo: in both passages the allegation is that those following the savage beasts that are their raging emotions, and of their greed in particular, rather than reason, are suffering a disease, a plague that makes it impossible for them to be virtuous persons.

Apart from conveying the plague image as a symbol for the pernicious role of Cosimo de’ Medici and his confederates, Filelfo also uses it for depicting the condition humaine and our relegation to this earthly prison in general. He evokes it when describing the ordeals of life – the fear of which, however, is nothing else than a self-inflicted punishment. “For the mind, being subject to pain and pleasure, fear and desire, is afflicted day and night as if by some savage inner demons (intimis quibusdam et efferatis beluis). For even if the mind were to alleviate its diseases (eas pestes) somewhat with the pharmacopeia of reason, yet it can never be rid of its torments altogether; for as long as it is housed in the body, it can never be free of the passions it receives from the body” (1, 189).

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The associatively layered imagery of Florence suffering the plague called Cosimo, who himself, as an extremely rich man, falls inevitably victim to the plague of his virtue-inhibiting emotions, is a recurring theme in Filelfo’s letter collection as well.19

Filelfo himself had to flee in exile from Florence, but in the year before the political turmoil that made him do so came about, on 1 May 1433, when they were still on speaking terms, Filelfo wrote one of his three letters to Cosimo de’ Medici himself. While the letter (PhE·02.42) mainly concerns the troubles which Filelfo’s rivals Niccolò Niccoli and Carlo Marsuppini were causing him, there is a quite interesting passage where Filelfo moves from a reference to an actual plague epidemic that made Cosimo and his family take refuge in Verona to an elaborate metaphorical use of the plague imagery. Filelfo wishes that the plague would have been locked up in the city of Florence, which would then have contained its “pestiferous poison”. Yet that is not how things went: Cosimo was followed by two men whose souls are “more pestiferous than any plague,” Niccolò Niccoli and Carlo Marsuppini, who infected Cosimo himself with their “pestiferous disease” and so to speak put a spell on him, so that they had Cosimo in their power, which made him comply with whatever those two flatterers and scoundrels wanted him to do.20

The second and last letter (PhE·02.31) to Niccolò Niccoli that was included in the epistolarium is dated to a few weeks earlier, to wit 13 April 1433. Filelfo urges Niccoli to drop his unfounded accusations and agitation against him and he accuses Niccoli of “considering it an honour to manage to ban all good and learned men from Florence” and of “being proud of having chased Manuel Chrysoloras and kicked out Guarino and Giovanni Aurispa, leaving only Filelfo to be shortly exiled or harmed.”21

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Not long afterwards, Filelfo was indeed forced to leave Florence. He describes his motivations for moving in two letters sent from Siena, where he first took refuge: on 28 February 1436 to Giuliano Cesarini (PhE·02.66), declining the cardinal’s invitation for him to act as interpreter at the Ecclesiastical Council if it were held in Basel or anywhere else outside Italy. “However, if the possibility exists that the council will take place in Italy, I will follow your advice and accept your kind offer, provided that it is safe for me to attend. For Florence I must avoid like the plague (Florentia mihi non secus vitanda est quam pestilitas quaedam ac pernicies), due to the snares laid by those who have made it their foremost mission to eliminate all good and learned men. In fact, you know how I have been treated and what I need to watch out for.” The next letter is dated to 11 April 1436 and addressed to Leonardo Bruni (PhE·02.67), who had informed Filelfo through his friend Lapo da Castiglionchio that he deeply regretted Filelfo’s leaving Florence: “Although I enjoyed living in Florence (for many reasons, but most of all because of you, learned and excellent man that you are), I am happier now that I have left the place, knowing as I do that many snakes lurk among the flowers, and venomous and malicious ones at that (inter istos flores multae viperae delitescunt, et eae quidem venenosae ac pestiferae). For the restraint and patience with which I always put up with the traps set by my enemies have not escaped your notice. So, in order to escape a perpetually imminent disaster, I took refuge from those continually troubled waters in the next anchorage, Siena, where I will remain until a more favorable wind takes me to a safer port. For I see that even here I cannot lead a life that is secure enough, on account of the city’s proximity to those who (as it appears to me) hate the fact that I am alive.”

Filelfo’s worst fears came through: not much later the Medici sent a mercenary to Siena in order to assassinate (or mutilate) their nemesis Filelfo. He relates the incident in a letter to his former pupil Enea Silvio Piccolomini (PhE·03.04, 28 March 1439): “As to the identity of the assassin, it is well-known; as to the identity of the person who hired him, however, although nothing is certain, the finger is being pointed at the Medici and Cosimo, not only because his clan has always opposed me, but also because his brother Lorenzo has openly acted against me on many occasions. A few months later, Cosimo himself was first imprisoned on account of the civil strife, and then banished to Venice, without any further complaint from the populace. The civil unrest calmed down for a while as a result, until Cosimo, having bribed the leaders of the republic, was invited back to the city a year later. Then all law, both human and divine, was thrown into chaos. All the aristocrats were either banished or outlawed. Plundering, mugging, and murdering ensued. I witnessed this in person and realised the danger I was in by staying in the great shipwreck that was Florence, since I had already been shipwrecked before, in a manner which had come, so to speak, like a bolt from the blue.”

The first three letters of book 4 of Filelfo’s epistolarium are closely connected, yet too long to be discussed in detail here. Strangely enough, the second and the third letter predate the first one, since PhE·04.01 is sent on 11 July 1440 to Rinaldo degli Albizzi, one of the Florentine aristocrats who had been exiled after Cosimo’s return to power in 1434. In this letter, Filelfo informs Rinaldo that Filippo Maria Visconti is willing to send troops to help the exiled Florentine aristocrats recapture their hometown. In PhE·04.02, sent on 16 June 1440 to the Senate and people of Florence, Filelfo states that he has always admired Florence and cherishes the memory of the honours bestowed on him. He condemns discord and encourages the Florentines to readmit the exiled aristocrats and to reconcile with Filippo Maria Visconti. In PhE·04.03, sent on 4 July 1440, to Cosimo de’ Medici himself, Filelfo refers to the preceding letter and urges Cosimo to follow Filelfo’s advice: he should readmit the exiled aristocrats and make peace with Filippo Maria Visconti. In both these long letters Filelfo again uses the plague imagery to convey the threat posed by factional tendencies. In PhE·04.02 Filelfo states that enhancing the presence of partisanship, factions, baleful rivalries and ambitions of the citizens (posteaquam partium studia fovere, factiones complecti, pestiferas aemulationes ambitionesque civium alere coepisset) will inevitably make the city collapse. In his concluding remarks he argues that while money and manpower can favour a city’s well-being when its citizens are living in concord, “in the presence of civil discord and factions, all those assets are quite detrimental and destructive” (haec omnia et detrimentosa admodum sunt et pestifera).

In PhE·04.03, then, Filelfo urges Cosimo to count his blessings rather than to strive for ever more power, causing shipwreck for his hometown. Indeed, he continues, people who want to dominate cause “private and public animosity, pernicious factions (pestiferae factiones), sedition, and even civil war,” bringing their fatherland down.

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This mental landscape of Filelfo’s staging Cosimo de’ Medici as a pestiferous beast that cannot contain its appetites and passions, as a ‘Cosmic plague’ threatening the city with his unreasonable ambitions and thereby with detrimental factionalism, is the background against which we see Palla Strozzi and Manuel Chrysoloras leaving a pestilential Florence to find the answer to an essential question that goes to the core of our condition humaine, and asking themselves how to cope with it. Indeed, the passage quoted above, where we saw Strozzi and Chrysoloras arrive in the Casentino, continues as follows (3, 131–132):

Et quoniam ad quietem veneramus, non ad laborem, ocio magis quam negocio studebam, idque ob eam maxime rationem, ut viro illi quem ego, ut nosti, plurimum venerabar, iucunditati essem in ea calamitate temporum, non molestiae. Tum ille postridie ex quo eo loci perveneramus, circiter meridiem, cum amota mensa simul sederemus in porticu, magno cum silentio, ad me conversus: ‘Cur non nostri, o Pallas,’ inquit, ‘similes sumus?’ Ad quod ego dictum veluti excitatus non sine pudore subdidi: ‘Cur istud, o Manuel?’ Tum ille: ‘Scis enim agere proprium esse hominis. Nam caetera animalia, quoniam ratione carent, agere non dicuntur, quemadmodum ne pueri quidem ob tenerae aetatis imbecillitatem, nec etiam ii qui sanae mentis non sunt. Solos agere dicimus, qui rationis ductu id faciunt. Nam appetitio nobis est communis cum beluis, quae mentis inopes ad sensum omnia referunt.’ Et ita vir ille doctissimus et optimus nihil omisit quod ad totius hominis vitam, quod ad bene beateque vivendum pertineret. Quare non ipse meum quicquam locutus sum, sed quae ex Manuele Chrysolora audisse memini.

(And since we had come for rest, not for work, I was eager for leisure rather than business, especially because I wished to be at that calamitous time a source of pleasure rather than a burden to that man, whom, as you know, I deeply venerated. Then, the day after our arrival, around midday, after dinner, we were seated together in the portico. Amid the deep silence he turned to me and said, “Why, Palla, are we not like ourselves?” Stimulated by this question, I replied, not without embarrassment: “How so, Manuel?” He replied: “You know that action is proper to man. For other animals, lacking reason, are not said to act, just as children are not, by reason of the weakness of their tender years, or the insane. We only say that they act who do it under the guidance of reason. For we have appetency in common with beasts, who, being devoid of mind, relate everything to the senses.” And thus that most learned and best man omitted nothing relevant to the life of the whole man, to living well and blessedly. Therefore I did not say anything of my own, but what I remember hearing from Manuel Chrysoloras).

This scene is an illumination of the Commentationes Florentinae de exilio as a whole, a miniature mirroring the nine aristocrats and Filelfo meeting for a dialogue about their condition in exile, assisting each other in their soul-searching and looking for strategies to cope with life after the doomsday that made them all – including the narrating author – leave Florence, the cradle of Humanism. It is no coincidence that in this context Manuel Chrysoloras is quoted as the ultimate auctoritas concerning how one should approach life, the vir omni humanitate humanior, by whom – as Leonardo Bruni underscores in his immediate reply to Palla’s anecdote – “eloquence, buried already for so many centuries, was called back among the Latins as if from the underworld to the light, and so too were all the cultivated disciplines of the mind.” In other words, Chrysoloras was the founding father of the studia humanitatis that came into being in the blessed city of Florence before the pestiferous Cosimo and his allies such as Niccolò Niccoli chased them away, along with the aristocrats, such as Chrysoloras’ former pupil Palla Strozzi, and their good friend Francesco Filelfo, who happened to have the founding father Chrysoloras’ niece Theodora as his wife.

In this passage we see a rare illustration of the narrator introducing himself into the text as a character relevant to the overall story. Filelfo does this only on three other occasions in the whole narrative of the Commentationes Florentinae de exilio: twice to fashion himself as a Graecus (in the first instance he has Palla Strozzi quote some verses of Hesiod “that our friend Filelfo has translated for us” (1, 23), and in the second he has Poggio admit to Manetti that he “would easily prove to you how much value Homer attached to the strength and power of wine, if, like you, I had learned Greek from Filelfo, namely by those very verses which Niccolò Niccoli frequently praises to the skies,” soon thereafter also mentioning Chrysoloras’ Greek classes (1, 160).

The third occasion is when having listed famous people from antiquity who left their homeland to become successful elsewhere, Filelfo mentions as an initial contemporary example “Jacob Bucellus, a Florentine citizen of noble family, who could have lived most honorably in his homeland, the maternal uncle of our friend Francesco Filelfo, [but who] chose Tolentino as his homeland” (1, 210):

Et ne invidere nostrae tempestatis hominibus putemur: Iacobus Bucellus, et civis Florentinus et nobili familia natus, qui honestissime in patria esse posset, nostri huius Francisci Philelfi maternus avus, Tholentinum sibi patriam delegit, fuitque apud Rhodulfum illum seniorem – quo et ipsi fortunatissimo imperatore et Picentes iustissimo principe usi sunt – omnium primus.

The exemplum is not fortuitous: Filelfo’s claiming of noble Florentine ancestors is all the more relevant when we know that in his satires he liked to dwell upon the non-Florentine origin of the Medici.22 In the Commentationes too Filelfo refers three times to the Mugello background of the Medici. In book 3, for example, when Bruni points out that one would prefer to be noble rather than wealthy, Rinaldo degli Albizzi replies: “You are joking with us, Leonardo, as if you were not aware that Cosimo and Lorenzo de’ Medici have no qualms putting wealth not only before nobility but also before virtue” (3, 33). Bruni, however, begs to differ, stating that Rinaldo must be the joker, as he is talking about “freeborn men and Florentines, not natives of the Mugello and tame beasts (de Mucellensibus et servilibus beluis) who, since they were born, reared, and educated in obscurity never know how to act in broad daylight.”

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In all this mirroring of historical reality and fictional narration, of frame story and related anecdotes, in this mise-en-abyme of allusions, cross-references and striking similarities, something should be said about the enigmatic question at the heart of our passage: “Why, Palla, are we not like ourselves (Cur non nostri similes sumus)?”

The phrase similis sui in classical Latin usually describes something that possesses an inherent resemblance to itself. This apparent tautology – how can something not resemble itself? – can be illustrated with a passage in which Cicero describes human degeneration from natural law (De legibus 1, 29). He remarks that, were it not for moral depravity, “no one would be so like himself, as all people would be like one another (sui nemo ipse tam similis esset quam omnes sunt omnium).” Universal self-similarity, in other words, coincides with the deeply moral state of humans as endowed by nature. So the issue is that we are not like ourselves, that some of us do not live in concordance with our true human nature.

The staging of Chrysoloras is indeed the justification of Palla’s explanation about appetency. He argues, with Chrysoloras, the vir omni humanitate humanior, that action and reason are proper to man, while “we have appetency in common with beasts (communis cum beluis), who, being devoid of mind, relate everything to the senses.”

It will be clear from various quotes above that the use of the word belua is hardly to be taken neutrally here, and that this is another example, albeit implicit this time, of the dehumanizing of Filelfo’s opponents, who are not capable of mastering their appetites and passions.

True human nature is another universe, the one of Boccaccio, where “Umana cosa è aver compassione degli afflitti,” to quote the opening words of the Decameron. In Boccaccio’s world, the plague cannot be controlled by any human act, nor can human love be governed by will. Both pestilence and desire overpower human ingegno. Boccaccio has the plague overcome every umano provedimento: the intellect is powerless, human ingenuity is unavailing. The tension between eros and thanatos, between pestilence and passion as it can be seen in the Decameron, has mutated in Filelfo’s Commentationes to an opposition between belua and ratio, between the plague of passion and the mental liberation assured by reason, by the wisdom of Greek philosophy – a wisdom of which Filelfo is the herald, as a familiaris of Chrysoloras, the founding father of Greek studies and thereby of Humanism.

At the end of the Decameron, Boccaccio’s brigata returns to Florence. For Filelfo’s exiled aristocrats, there was no such happy end in sight; perhaps that is one of the reasons why the Commentationes was due to remain an unfinished symphony. When after the Battle of Anghiari in 1440 it had become clear that they would not reconquer Florence, Filelfo even went as far as blaming the aristocrats themselves for having failed in their attempts to return to Florence. And he did so in a letter Rinaldo degli Albizzi, his former hero.23

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The theme of exile is notably absent from Filelfo’s later writings – a silence that may be considered telling, since there are clear indications that he did indeed consider himself exiled from Florence, where as a young scholar he had been able to take up such a prominent position. The only exception is letter PhE·30.01, sent on 31 January 1469 to Federico da Montefeltro, where Filelfo cites the exemplum of Marcus Marcellus, who quite happily lived his exile in Mytilene because his newly won otium allowed him to dedicate his time to philosophy and the study of the virtues, freed as he was of all passions of the soul (cunctis animi perturbationibus vacuus se totum philosophiae contemplandisque virtutibus dedidisset).

Filelfo’s waning interest for the exile theme is also reflected by the fact that his Commentationes remain almost unmentioned after 1462. In March of that year Filelfo asks Cardinal Jean Jouffroy of Arras to deliver a copy of the work to Prospero Colonna (PhE·18.07 and 18.09) and in June of the same year, in the long letter PhE·18.25 consoling Onofrio and Gianfrancesco Strozzi on the passing away of their father, Palla Strozzi, he refers to the Commentationes for his description of how an extraordinary philosopher Palla showed himself in the disputes that Filelfo tried to record as much as his memory allowed.24 The only mention beyond that year is a letter from 7 October 1471 to Gasparino Ardizio, whom he asks to return a copy of the Commentationes.

The reason Filelfo seems to have grown rather reticent about the work might have been his ongoing negotiations with the Medici about a return to Florence. In fact, Filelfo maintained good contacts with Piero de’ Medici, and after courting Lorenzo il Magnifico for many years, he was finally invited back to teach at the Studio – while the protagonists in the Commentationes in real life had not been able to return and were forced to settle for the consolation of Greek philosophy. How ironically full became the circle then, when Filelfo himself in the end, after those protracted negotiations with the Medici – and at the same time having ‘negotiated’ the fall-out of his provocative, Medici-bashing satirical and consolatory writings – in the summer of 1481 finally was allowed to return to Florence, only to meet his own sudden death. And so it happened that Filelfo’s severely-suffered and ever-deplored exile from the — pestiferous — cradle of humanism, which he had been writing off for the better part of his career, came to an end at the same time as his exile in this worldly prison. To quote Albert Camus’ La peste one more time: “Si c’était l’exil, dans la majorité des cas c’était l’exil chez soi.”

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Munde, tuus rursum venit modo, dire, Philippus

Mordanschlag und Exil in Francesco Filelfos Satyra 5, 6

Maria Barbara Kapeller (Wien)

Sicis ipse venenisque utatur, ego autem

ingenio et arundine.1

Francesco Filelfo

Als der italienische Humanist Francesco Filelfo (1398–1481) Ende des Jahres 1434 in der Hoffnung, einer Bestrafung durch Cosimo de’ Medici zu entgehen, Florenz verließ, sollte ihm Siena als Ort der Zuflucht dienen.2 Cosimo war seinerseits gerade aus der Verbannung und an die Macht zurückgekehrt, und die Angst Filelfos, sein Leben in Florenz würde nach dem Wiederauftauchen der Medici auf der politischen Bühne der Stadt in Gefahr schweben, war durchaus berechtigt, hatte er doch in ihrer beinahe elf Monate währenden Abwesenheit kein Blatt vor den Mund genommen, was seine wahre Gesinnung der Familie gegenüber anbelangte.3 So gab vor allem die Satyra 4, 1, in der sich der Tolentiner,4 während sich Cosimo und seine Anhäng­er im September 1433 in Gefangenschaft befanden und auf ein Urteil über ihr weiteres Schicksal warteten, gegen eine Verbannung und für deren Todesstrafe aussprach, Grund zur Annahme, dass diese Meinungsäußerung im Falle einer Rückkehr der Medici mit großer Wahrscheinlichkeit nicht ohne Konsequenzen für ihn bleiben würde.5 Auch war am 18. Mai des Vorjahres bereits ein Attentat auf Filelfo verübt worden, hinter dem er Cosimo als Anstifter vermutete.6 Dieser, so Filelfo, habe den sicarius Filippo da Casale mit seiner Ermordung beauftragt, ein Plan, der jedoch gescheitert sei, da er lediglich eine Wunde im Gesicht davongetragen habe.7 Aufgrund dieser äußerst heiklen Situation bevorzugte es Filelfo, Cosimos Rache, die neben dem Anführer der verdrängten oligarchischen Partei, Rinaldo degli Albizzi,8 auch zahlreiche andere seiner Unterstützer, wie etwa Palla Strozzi,9 traf, zuvorzukommen und sein Heil im Exil zu suchen.10

Da Filelfo dort seine medicifeindliche Haltung nicht einstellte und die verhasste Partei auch aus der Ferne literarisch bekämpfte und provozierte,11 kam es zu einem weiteren Vorfall, den er nur dank glücklicher Umstände überlebte: Anfang Mai des Jahres 1436 begab sich derselbe Meuchelmörder, der ihn schon fast genau drei Jahre zuvor tätlich angegriffen hatte, mit identischem Auftrag nach Siena.12 Dank eines aufmerksamen Freundes, Pietro Giovannetti, dem die Person verdächtig erschien, konnte das geplante Verbrechen jedoch verhindert werden.13 Dem Festgenommenen, der unter Folter gestand, von Girolamo Broccardi14 beauftragt worden zu sein, wurde zur Strafe die rechte Hand abgehackt.15

Der Humanist nahm diese Affäre zum Anlass, um eine Satire an Cosimo de’ Medici zu richten, den, so glaubte er, wahren Auftraggeber des Mordversuchs (Sat. 5, 6). Filelfo arbeitete von 1431 bis 1449 an der umfangreichen Sammlung seiner Satyrae (insgesamt 100 Gedichte zu je 100 Hexametern, paritätisch verteilt auf 10 Bücher), die wie kaum ein anderes Werk einen Eindruck von der politischen und kulturellen Atmosphäre des italienischen Quattrocento vermitteln, wobei mit der strikten Form der von großer varietas gekennzeichnete Inhalt konstrastiert.16 Die fünfte Dekade, die u.a. das zeitgenössische Geschehen in Florenz und Siena reflektiert, sticht durch ihren politischen Charakter hervor. In diesen Kontext gehört auch die Satyra 5, 6, die vermutlich noch im Jahr des vereitelten Anschlags verfasst und in Umlauf gebracht wurde.17

Die Satyra 5, 6, in der Filelfo wie auch in anderen Gedichten mit den Grenzen der Gattung spielt,18 weist so zahlreiche Merkmale einer Invektive auf,19 dass sie als „l’invettiva più feroce dell’intera raccolta“ bezeichnet worden ist.20 Anhand einer eingehenden Analyse ausgewählter Textstellen soll im Folgenden aufgezeigt werden, wie und unter Einsatz welcher rhetorischer und stilistischer, aber auch lexikalischer Mittel Filelfo die für ihn besonders aufwühlenden Ereignisse in Siena literarisch verarbeitet hat.21

Bereits die Eröffnungsverse der Satire greifen das Thema des Mordanschlags auf (Sat. 5, 6, 1–4):22

Munde, tuus rursum venit modo, dire, Philippus,

in faciem quicunque tuo mihi nomine quondam

inflixit vulnus, quo me sicarius aura

privaret tandem et tanta te mole levaret.

(Unheilvoller Mundus, dein Philipp, der mir einstmals in deinem Namen eine Wunde im Gesicht zugefügt hat, durch die der Mörder mich schließlich des Atems berauben und dich um eine so große Last erleichtern wollte, ist gerade zurückgekommen).

Sie tun dies durch eine kurze Allusion auf den erneuten Mordversuch und die Reminiszenz an jenen von 1433 gleich doppelt. Gleichzeitig mit den Verbrechen wird auch der Mann, der sie angeblich angeordnet hat, eingeführt: Cosimo. Durch seine direkte Ansprache gleich mit dem ersten Wort, einem verächtlichen Munde, dem kurz darauf das Adjektiv dire nachgestellt wird, wird er als Adressat der Satire eindeutig definiert.23 Mundus ist ein von Filelfo für Cosimo häufig verwendetes Epitheton, das sich auf die Etymologie von „Cosimo“, nämlich κόσμος, zurückführen lässt.24 Der Autor spielt mit dem Ausdruck voller Ironie auf Cosimos Hochmut an, denn dieser meine, die ganze Welt zu beherrschen.

Die Verbindung tuus […] Philippus weist den sicarius, der Filelfo namentlich bekannt ist, fast als wäre er ein altbekannter Freund, eindeutig seinem Auftraggeber zu. Mit der auffallend dichten Verwendung von Possessiv- und Personalpronomina in diesen vier Versen schafft der Tolentiner zudem eine klare Distanz zwischen sich und dem politischen Machthaber: tuus, tuo und te stehen in Gegensatz zu mihi und me.25 Dennoch beschreibt Vers 4 eine Gemeinsamkeit beider: Sowohl Filelfo als auch Cosimo wäre im Falle des Gelingens des Attentats etwas weggenommen worden – dem einen sein Lebensatem, dem anderen eine Last: quo me sicarius aura / privaret […] et tanta te mole levaret.

Das Motiv der Last zieht sich auch in der nun folgenden rhetorischen Frage weiter, die Filelfo ebenfalls direkt an Mundus richtet (5–6): Quur adeo tibi nostra gravis, tibi nostra dolori / est vita, et tantos affert tibi, perdite, luctus? („Warum ist dir mein Leben so beschwerlich, so schmerzhaft und bringt dir so große Trauer, Verdorbener?“). Auch hier steht tibi […] tibi […] tibi wieder im klaren Gegensatz zu dem vom Autor verwendeten nostra […] nostra. Cosimo wird als Leidtragender dargestellt, der Filelfos Existenz ertragen muss, die ihm gravis und dolori ist und die ihm, als Höhepunkt der trikolonischen Klimax, tantos luctus bringt. Diesem seinen Leiden wollte er wohl mit den beiden geplanten Mordanschlägen ein Ende setzen. Der gesandte sicarius sollte ihn endlich davon befreien, was allerdings weder beim ersten Versuch noch beim zweiten während Filelfos Exil in Siena gelungen war.

In den folgenden, von Filelfo selbst vorgeschlagenen Antworten auf die in 5–6 gestellten Fragen tritt zum ersten Mal explizit das Thema des Exils zum Vorschein (7–11):

Num quia quo possum faveo quos ieceris urbe,

consilio atque fide? Quod quae mihi praemia Sena

munere pro pulchro statuit communia mecum

immerito patria pulsis et fraude fugatis

esse volo, nulloque inopes discrimine servo?

(Etwa, weil ich, wo ich kann, die, die du aus der Stadt geworfen hast, durch Ratschlag und Treue unterstütze? Weil ich will, dass die Vorzüge, die mir Siena zum schönen Geschenk bestimmt hat, den unverdient aus der Heimat Verstoßenen und durch Betrug Vertriebenen mit mir gemeinschaftlich sind, und ich ohne Unterschied den Mittellosen diene?).

Als variatio für quos ieceris urbe verwendet Filelfo hier die alliterierenden Ausdrücke patria pulsis und fraude fugatis. Alle drei Wendungen suggerieren eine unrechtmäßige Verhängung des Exils, das nur durch Betrug durchgesetzt worden sei. Filelfo stellt sich selbst als guten Samariter dar, der seinen Leidensgenossen consilio atque fide zur Seite stand. Das Adverb immerito unterstreicht, dass sich die Exilanten unverdient in ihrer Lage befanden: sie sind zu Unrecht vom ‚bösen‘ Cosimo verstoßen worden.

Die Vorgeschichte zu Filelfos Exil begann mit seiner Anstellung am Studium Florentinum26 im April 1429, die von Palla Strozzi und Persönlichkeiten wie Cosimo de’ Medici, Niccolò Niccoli, Ambrogio Traversari und Leonardo Bruni befürwortet worden war. Seine Vorlesungen fanden zwar allseits großen Anklang, doch geriet Filelfo schon bald „in die Mühlen des Florentiner Ränkespiels“.27 Immer heftiger und häufiger wurden die Auseinandersetzungen mit den anderen Gelehrten, beispielsweise mit Carlo Marsuppini, der versuchte, Filelfo seine Stelle am Studio streitig zu machen.28 Spielten anfangs noch Differenzen in kulturellen Fragen die Hauptrolle, so gewann mit der Zeit die politische Dimension die Oberhand. Filelfo gelang es nicht, sich angesichts der zunehmenden Spannungen zwischen der Partei der Albizzi und der aufstrebenden Familie der Medici neutral zu verhalten. Er schlug sich auf die Seite der schwächeren Partei von Rinaldo degli Albizzi, womit er sich Cosimo de’ Medici und dessen gesamte Anhängerschaft, neben Marsuppini auch Poggio Bracciolini und Niccoló Niccoli, zum Feind machte. Ausschlaggebend war 1431–1432 Filelfos lectura Dantis im Studio, in der er mit Dantes traditionalistischer Sichtweise übereinstimmte, die für die Werte des bürgerlichen Patriotismus stand und mit der republikanischen Oligarchie in Verbindung gebracht wurde.29 Wie erwähnt gipfelte die Auseinandersetzung im Attentat vom 18. Mai 1433, das Filelfo Cosimo zur Last legte. Da dieser aufgrund seines zu großen Machteinflusses noch im selben Jahr von der Signoria ins Exil geschickt wurde, schien die Lage vorerst entschärft. Bereits elf Monate später jedoch, am 6. Oktober 1434, gelang Cosimo die Rückkehr, was seinen endgültigen Sieg über die oligarchische Partei der Albizzi und Filelfos Abschied aus Florenz bedeutete.

Doch zurück zur Satyra 5, 6, wo Filelfo wie folgt fortfährt (12–14a): An quia te satyrae cruciant, quibus undique notus / factus es et nunquam de te stupefacta silebit / posteritas probrisque tuis? („Oder weil dich die Satyrae quälen, durch die du überall bekannt geworden bist und die erstaunte Nachwelt niemals schweigen wird über dich und deine Schandtaten?“). Die dritte Antwort besagt, dass Cosimo womöglich von Filelfos Satiren heimgesucht wird, da diese dafür sorgten, dass er und seine Schandtaten nicht nur zum damaligen Zeitpunkt in aller Munde waren, sondern auch die Nachwelt noch lange beschäftigen würden. Dafür verantwortlich zeichnet Filelfo selbst, dessen Genugtuung unverkennbar zwischen den Zeilen durchschimmert. Mit der durch das que erzeugten engen Verbindung von te und probris tuis wird Cosimo auch syntaktisch auf eine Stufe mit seinen Schandtaten gestellt und letztlich über sie definiert. In den probra schwingen zwar wiederum die beiden Mordversuche mit, doch meint Filelfo nicht nur die ihm persönlich zugefügten Untaten, sondern auch jene, die Cosimo dem Volk von Florenz angetan habe. Um welche Vergehen es sich genau handelt, bleibt allerdings offen.

Der Dichter wirft stattdessen die Frage Fugis, improbe, nomen / immortale, fugis? auf (14b–15a). Der Kyklos, gebildet von fugis […] fugis, umschließt eine Einheit, die den Ruf oder Namen Cosimos, nomen, ins Zentrum stellt, der ewig, immortale, sein werde. Durch die morphologischen Entsprechungen von improbe und immortale, die jeweils das Negationspräfix im-, ein kurzes o in der Mitte und die Endung -e enthalten, entsteht der Eindruck, als verweise eben dieses improbe auf den besagten unsterblichen Namen. Anschließend fährt Filelfo mit seinen Fragen fort: Nec quantum fama superstes / ferre voluptatis secum solet, improbe, sentis? (15b–16, „Bist du dir nicht bewusst, wieviel an Annehmlichkeit dauerhafter Ruhm mit sich zu bringen pflegt, Unverschämter?“). Erneut kommt der Vokativ improbe zum Einsatz, wodurch die frühere Beschimpfung bekräftigt wird. Zwei Beispiele von antiken Berühmtheiten, die durch ein Verbrechen unsterblichen Ruhm erlangt hätten, folgen in den Versen 17–22:

Nonne ausus quidam templum inflamare Dianae?

Nonne tulit regi faeralia fata Philippo

Pausanias, clarum quo longa in saecula nomen

aptus, item gelidi post tristia fata sepulchri

viveret et, probitas quam non dabat ulla diurnam,

redderet aeternam scelus indelebile famam?

(Hat es nicht jemand gewagt, den Tempel der Diana anzuzünden? Hat nicht Pausanias dem König Philipp das todbringende Schicksal gebracht, damit er, indem er einen über viele Jahrhunderte hinweg berühmten Namen erwarb, auch nach dem traurigen Schicksal des kalten Grabes weiterlebe und ein unauslöschliches Verbrechen seinem Ruhm, den Rechtschaffenheit ihm nicht einmal für einen Tag bescherte, Ewigkeit verleihe?).30

Als Erstes nennt Filelfo hier eine unbestimmte Person, quidam, die es gewagt habe, den Tempel der Diana in Brand zu stecken. Natürlich ist damit Herostratos gemeint, der seinen Namen durch diese Tat unsterblich machen wollte, was ihm augenscheinlich auch gelang, muss Filelfo doch nicht einmal seinen Namen nennen. Die zweite Begebenheit aus der Antike, auf die Filelfo Bezug nimmt, ist die Ermordung des makedonischen Königs Philipp II. durch Pausanias, einem Mitglied seiner Leibwache. Auch Pausanias kam so zu einem viele Jahrhunderte währenden Nachruhm – man beachte die abbildende Wortstellung clarum longa in saecula nomen –, den er auf rechtschaffene Weise niemals erworben hätte.

Als unausgesprochener Dritter in dieser Reihe fungiert Cosimo, doch fehlt seinen Untaten das Format, um von sich aus ewige Berühmtheit zu erlangen. Dass sich aushilfsweise Filelfos Satyrae um Cosimos Ruhm bemühen, weiß dieser freilich nicht zu schätzen. Statt sich Filelfo dankbar zu erweisen, ersinne er dessen Tod: Ipse tuae studeo famae; tu, perfidus, atrum / ingratusque mihi loetum struis aere doloque (23–24). Mit dem Begriffspaar aere doloque wird eindeutig darauf angespielt, dass Cosimo einen Auftragsmörder engagiert habe.31 In nur zwei kurzen Versen wird er so als treuloser und undankbarer Mörder charakterisiert, der voller Arglist selbst davor nicht zurückschreckt, andere durch Bestechung zu Verbrechen anzustiften. Dies sei jedoch bloße Geldverschwendung: Nil tamen efficias: nummos consumis et artem (25). Seien ihm, Filelfo, die Sterne nämlich günstig gesonnen, verhindern sie ohnehin die feram necem und Cosimo bemühe sich vergeblich; bedrohen sie ihn aber mit dem Tod, dann würden Filelfos cautio et ingenii vigor indefessus sowie seine acris cura und sein labor vigil nicht zulassen, dass die saeva astra sich durchsetzten (26–27). Auf diese Weise wird Cosimo die Macht über Leben und Tod genommen, die dieser zu haben glaubt. Filelfo schreibt sie stattdessen teils dem Schicksal, teils sich selbst zu. Voll Ironie sich auf die Kosten-Nutzen-Rechnung einer elenden Kaufmannsseele einlassend, fordert der Humanist den Bänker Cosimo wenig später dazu auf, das Geld und Gold, mit dem er die Heimat unterdrücke, lieber zu sparen: Nummis parce tuis, patriam quibus opprimis; auro / parce, quadruplator! (32–33a).

Im Anschluss flicht Filelfo allgemeine Gedanken über den Tod ein, der nur ein Mittel sei, um die Seele aus ihrem Gefängnis, dem Körper, zu befreien und sie dorthin zurückkehren zu lassen, von wo sie gekommen sei (33–50). Der Exkurs leitet inhaltlich geschickt zur zweiten Hälfte der Satire über, wo sich zunächst die Reihe der rhetorischen Fragen fortsetzt: Quidnam mihi triste minaris / adventare canens supremi temporis horam, / […]? / Num biberis Clarii, dic vates, numinis undas? Nachdem Filelfo hat wissen wollen, warum ihm Cosimo seine letzte Stunde androhe, fragt er ihn ironisch, ob er von der Quelle des Clarius, ein Beiname des Wahrsagegottes Apoll, getrunken habe, und nennt ihn einen Propheten, vates (50–53), um gleich darauf seinerseits eine unheilvolle Warnung auszusprechen: Verum / oro, cave ne te brevior iam deserat annus (54b–55). Cosimo möge sich vorsehen, dass er nicht selbst bald sterben werde. Fast genau in der Mitte des Gedichts, das wie jede Filelfische Satyra hundert Verse zählt, erfolgt eine Art Peripetie. Der Dichter, der in Anlehnung an Ovids Ibis selbst zum vates zu werden scheint,32 spricht eine Mahnung aus, die eigentlich das Gegenteil impliziert. Das, wovor er den Adressaten warnt, entspricht dem, was er sich in Wahrheit erhofft, wie die nachfolgenden Verse explizit bestätigen: Illa mihi magna est magni faciunda voluptas, / quod te summa quidem nobis auctoribus unum / pestis perniciesque manet (56–58a). Dass Cosimo Tod und Untergang drohen, pestis perniciesque, und zwar auf Veranlassung Filelfos, bereitet diesem das größte Vergnügen, voluptas. Tatsächlich hatte sich der Humanist 1436 mit anderen Exilierten zusammengeschlossen, um erstmals konkrete Schritte gegen Cosimo und seine Anhänger zu unternehmen.33 Die Gruppe setzte ihrerseits einen Meuchelmörder auf Cosimo, Marsuppini und Girolamo Broccardi an, worauf die Formulierung nobis auctoribus anspielt. Doch die Anschläge scheiterten allesamt, woraufhin Filelfo auch offiziell verurteilt, d.h. aus Florenz verbannt wurde.

Was in den nachfolgenden Versen geschildert wird, erinnert an ein apokalyptisches Szenario oder an Kampfszenen aus den großen Epen. Zu Lande und zu Wasser klirren die Waffen, die Kriegsgöttin Bellona drängt, Mars spornt die Pferde an: Terraque marique / arma fremunt, Bellona premit, Mars ferreus ultro / urget equos (58b–60a). In Parallele zur Formulierung Bellona premit ist der Satz cuncti premunt: odiis te iustis, baelua, cuncti, / tetra, probi poenisque premunt gesetzt (60b–61a). Cosimo wird zu einer hässlichen Bestie erklärt, der alle Tüchtigen mit gerechtem Hass und Strafen zusetzten.34 Auffällig ist hierbei die p-Alliteration, probi poenisque premunt, die bereits in Vers 58 mit pestis perniciesque eingeführt wurde. Der Plosivlaut vermittelt den Eindruck, als würde Filelfo die Worte geradezu ausspucken. Eine weitere Vorhersage im gleichen Tenor folgt auf dem Fuß: Dabis, impie, dignum / supplicium patriae atque bonis, nec longa moratur / hora (61b–63a). Cosimo, der hier mit dem Vokativ impie bedacht wird, würde schon bald eine Strafe ereilen, die seiner Heimat und den Guten würdig sei.

Die unheilvolle Atmosphäre erreicht gleich darauf ihren Höhepunkt (63–67):

Brevi videas ardenti forcipe corpus,

Munde, tuum, periture, trahi tremulumque secari

undique membratim, spectantibus undique plausu

civibus et superum magnae solventibus arae

vota piosque greges pro libertate recepta.

(In Kürze mögest du, todgeweihter Mundus, sehen, wie dein zitternder Körper mit einer glühenden Zange auseinandergezogen und stückweise an allen Seiten zerschnitten wird, während die Bürger zuschauen und von allen Seiten Beifall klatschen und während sie am großen Altar der Götter Gelübde erfüllen und gottgefällige Herden opfern für die wiedererlangte Freiheit).

Durch eine genüsslich-sadistische Beschreibung, wie Cosimo grausam zu Tode kommen wird, entlädt sich der ganze Hass, den Filelfo gegen den Mann hegt, der einen Meuchelmörder für seine Ermordung angeheuert hat. Sowohl der Ton als auch die detailgetreue Darstellung der Szene erinnern stark an Ovids Ibis.35 Bereits im ersten Vers wird das ‚Todeswerkzeug‘ genannt, eine glühende Zange, ardenti forcipe, mit der zuerst an Mundus’ zitterndem Körper, corpus tremulum, gezogen wird, trahi, bevor dieser Stück für Stück, Glied für Glied, membratim, zerrissen bzw. wörtlich: „zerschnitten“ wird, secari.36 Der angesprochene Cosimo, Munde, erhält das Attribut periture, „der du zugrunde gehen wirst“. Die t-Alliteration von tuum […] trahi tremulumque bildet die affektive Betroffenheit des Sprechers ebenso ab wie die oben erwähnte des p-Lauts. Cosimos Folter und Hinrichtung spielen sich unter Applaus seiner zuschauenden Mitbürger ab, spectantibus […] plausu civibus,37 die als Dank für die wiedererworbene Freiheit, libertate recepta, die dafür gelobten Votivgaben darbringen und Tiere opfern. Cosimos Tod bereitet also nicht nur dem Dichter Freude (vgl. voluptas in v. 56), sondern auch den Florentinern, die endlich von einem schrecklichen Ungeheuer befreit sind.38 Obgleich Filelfo ein ihm als Individuum widerfahrenes Verbrechen zum Anlass der Satire nahm, verknüpft er sein persönliches Schicksal mit demjenigen eines Kollektivs, der Bürger von Florenz.

Die von Filelfo für Cosimo imaginierte Hinrichtung entspricht zugleich der Bestrafung, die von den Florentiner Statuten von 1415 für Staatsumstürzler vorgesehen war.39 Der Dichter stellt sich somit einen Tod vor, den üblicherweise ‚Revolutionäre‘ erleiden mussten, ja er selbst würde der Hinrichtung zuschauen, wobei der gefesselte Cosimo ihn vom hohen Wagen aus sehen und um Gnade flehen würde: Ipse tuam spectabo necem, quemque, impie, porro / audis invitus curru spectabis ab alto / vinctus, et ‚Oh!‘ clamans ‚Miseri, miserescite Mundi!‘ (70–72).40 Zum wiederholten Male wird hier der Adressat der Invektive mit impie angesprochen, und die Fügung tuam necem nimmt auf feram necem aus Vers 28 Bezug, mit dem Unterschied, dass es jetzt um Cosimos öffentliche Exekution, nicht um Filelfos hinterhältige Ermordung geht. Der Einsatz der direkten Rede gestaltet die Schilderung sehr lebhaft und zeugt von der emotionalen Ergriffenheit des Sprechers, der Cosimo anschließend die Frage stellt, wie er sich wohl dereinst fühlen wird, wenn er ihn sieht und sich daran erinnert, dass er ihm sein Schicksal vorausgesagt hatte (73–77):

Quid tibi tunc animi cum me prope videris, olim

quem ventura tibi noris cecinisse latroni

fata, quibus lueres commissa piacula dirus

proditor, eversor patriae, cunctisque profanus

hostis et infestus decoret quos aurea virtus?

(Wie ist dir dann ums Herz, wenn du mich aus der Nähe siehst, und den erkennst, der dir, dem Dieb, gesungen hat, dass der Tod kommen wird, mit dem du die begangenen Verbrechen büßen wirst, unheilvoller Verräter, Zerstörer des Vaterlandes, und allen, die die goldene Tugend schmückt, ein gottloser und bedrohlicher Feind?).

An dieser Stelle wird Cosimo als latro bezeichnet (74), womit Filelfo den Invektiventopos des Diebstahls bedient.41 Schwerwiegend und traditionsreich sind auch die Beschimpfungen als dirus proditor, als eversor patriae und cunctisque profanus hostis et infestus (75–77), wobei das Adjektiv dirus den Vokativ dire aus Vers 1 wieder aufnimmt und proditor ebenso wie eversor mit dem Genitivattribut patriae zu verbinden ist: Cosimo wird zum Verräter und Vernichter des Vaterlands gestempelt,42 das Filelfo ebenso wie viele andere durch dessen Schuld verlassen musste. Zudem sei Cosimo allen, die sich durch die goldene Tugend, aurea virtus, auszeichneten, ein frevelhafter und bedrohlicher Feind (77), eine Gegnerschaft, die impliziert, dass er als Vertreter des vitium angesehen werden muss.43 Die nächste Frage enthält die erneute Anschuldigung, dass es Cosimo zusetze, dass Filelfo den Exilanten finanzielle Unterstützung zukommen lasse, exulibusne doles, quoniam substantia quantum / nostra sinit praebemus opem monitisque favemus? (78–79), gefolgt von den provozierenden Fragen Odisti officium? Virtus tibi pulchra dolori est? (80). Das Thema moralischer Rechtschaffenheit, virtus, wird hier weitergeführt, wobei ihr diesmal das Attribut pulchra als variatio zum vorherigen aurea zugeteilt wird. Die virtus anderer ist für Cosimo etwas, das ihm Schmerz bereite, und auch pflichtbewusster Hilfsbereitschaft, officium, begegne er mit Hass. Der florentinische Machthaber erscheint so als Gegenbild eines ciceronischen vir bonus.

Sollte der Leser geglaubt haben, dass der Höhepunkt Filelfischer Bosheit bereits mit dessen Beschreibung von Cosimos grausamem Tod erreicht worden sei (63–67), so sieht er sich nun in den Versen 81–82 getäuscht, die das bisher Vorgetragene um Facetten grober Gemeinheit und Obszönität bereichern: Oderis et doleas, rumparis, et intima laxent / pendentis testes cum spurco viscera pene. Die konzessiven Konjunktive oderis und doleas nehmen das Vokabular aus Vers 80 wieder auf. Das nachfolgende rumparis kann entweder rückbezogen werden und dann psychisch so viel wie „du sollst vor Missgunst platzen“44 bedeuten oder aber es markiert eine physische Verletzung, die mit dem anschließenden Wunsch korrespondiert, Cosimos Geschlechtsteile mögen funktionslos werden. Mit diesem direkten Angriff auf Cosimos Männlichkeit scheint Filelfo jegliche Hemmung und Respekt verloren zu haben – Nisard spricht sogar von „science pornographique“ –, zugleich bewegt er sich jedoch in den vorgezeichneten Bahnen antiker Invektiventopik.45

Ab Vers 83 schildert Filelfo die Verurteilung des sicarius Philipp, der vergeblich um die Hilfe seines Auftraggebers Mundus fleht. Auch Philipps Bestrafung erfolgt unter Beifall des Volkes, populi plausu (89), womit ein klarer Rückbezug zu Vers 65 und damit eine Parallelität zwischen Cosimo und dem Meuchelmörder hergestellt wird. Philipp wird jene rechte Hand abgeschnitten, mit der er einst auf Anweisung des Medici Filelfos Gesicht verwundet und durch eine Narbe entstellt hatte: Flaenti truncatur dextra Philippo / illa tuo faciem qua dudum vulnere nobis / foederat (92b–94a). Abschließend wird Cosimo ermahnt, er solle sich endlich seinem Verbrechen stellen und sich daran erinnern, dass es eine göttliche Macht gebe, der nichts verborgen bleibe, die den ganzen Geist sehe, Geheimnisse erkenne und über alles urteile und die dem Schuldigen und dem Frommen gleichermaßen zurückerstatten würde, was sie verdienen (96–100a):

Pone modum sceleri tandem, numenque memento

esse aliquod latuisse nihil quod possit, et omnem

quod videat mentem secretaque cernat, et omnes

iudicet, ac referat pariter sontique pioque

pro meritis.

Der Schlussvers der Satire verdeutlicht jedoch durch das nachklappende Surdo narratur fabula Mundo (100b) die Sinnlosigkeit der Ermahnung: Mundus bleibt für Filelfos Worte taub. Dass er kein aktiver Zuhörer ist, wird durch die Passivkonstruktion unterstrichen. Der Dichter scheint, erschöpft nach all den Beleidigungen und Verunglimpfungen, zu resignieren. Zugleich schließt sich mit dem letzten Wort, Mundo, der Kreis zum Anfang der Satire, die mit dem Vokativ Munde (1) begann.

Fassen wir zusammen: Filelfo nimmt das Attentat von 1436 als Ausgangspunkt für eine scharfe Invektive gegen Cosimo de Medici, den er mit Munde (1; 35; 64), perdite (6), improbe (14 und 16), perfidus (23), ingratus (24), quadruplator (33), vates (54), baelua tetra (60–61), impie (61 und 70), dirus proditor, eversor patriae, profanus hostis et infestus (75–77) anspricht. Die häufige und regelmäßige Verwendung von Schimpfwörtern und Verheißungen trägt zu dessen ausschließlich negativem Gesamtbild bei. Mundus ist für Filelfo nicht nur die Person, die ihn tot sehen wollte, sondern auch ein Verräter des Vaterlandes, verantwortlich für das schwere Schicksal zahlreicher Menschen, die seinetwegen ins Exil gehen mussten. Filelfo, selbst davon betroffen, unterstützt die Exilanten finanziell und durch Ratschläge und glaubt daher, Cosimo ein Dorn im Auge zu sein. Auch quält er ihn angeblich mit seinen Satiren. So entsteht der Eindruck eines leidtragenden Cosimos, der Filelfos Existenz sowie seine Invektiven ertragen muss. Der Satiriker spricht sich auf diese Weise sehr viel Macht zu, indem er meint, Einfluss auf seinen Antagonisten auszuüben. Jegliche Hoffnung auf Besserung Cosimos, Inbegriff des vitium, wird jedoch am Ende der Satire ausgeschlossen, da dieser als surdus die Anschuldigungen gegen ihn gar nicht hören kann bzw. will.

Filelfo lässt Cosimo im Rahmen der Satyra 5, 6 qualvolle Torturen erleiden und einen grausamen Tod sterben, womit er die Rollen gewissermaßen neu verteilt bzw. vertauscht: Der Mann, der dem Dichter angeblich nach dem Leben trachtete, wird zu demjenigen, der stirbt, während die ursprüngliche Zielscheibe geplanter Mordanschläge als Zuschauer danebensteht. Die Darstellung dieser imaginierten Hinrichtung ist voller Hass und Pathos und lässt die starke emotionale Involviertheit des Autors erkennen. Filelfos Wunschvorstellung entspricht nicht der Realität,46 sie wird jedoch, zumindest zum Teil, in der tatsächlich vollzogenen Handamputation Philipps, der gewissermaßen als Stellvertreter Cosimos fungiert, realisiert.

Das Exil gewinnt vor dem Hintergrund des zweiten Mordanschlags bei Filelfo eine neue Dimension: Obgleich er sich in Siena, fern des eigentlichen Konfliktherds Florenz, wohl größtenteils in Sicherheit wiegte, machten die Mordabsichten seiner Gegner nicht einmal vor dieser ‚Grenze‘ Halt. Räumlich nicht weit genug von der Arnostadt entfernt gelegen, bot Siena für Filelfo keinen Ort der absoluten Sicherheit, was ihm wohl auch bewusst war. Der sicarius Philipp hat diese geographische, aber auch metaphorische Grenze überschritten und somit Filelfos Lebenswelt in Siena mit jener in Florenz verschmelzen und eins werden lassen.

Das Exil war zwar ursprünglich nicht eine Bestrafung, die jemand aktiv über ihn verhängt hatte, sondern ‚freie‘ Wahl, insofern man diesen Begriff für Filelfos Situation, mit der er sich bei der Rückkehr der Medici konfrontiert sah, anwenden kann. Dennoch war es durch die Umstände erzwungen und notwendig. Einzig seine Meinungsfreiheit ließ er sich auch im Exil nicht nehmen, wie die Satyra 5, 6 bestens vor Augen führt. Eben diese wurde ihm jedoch beinahe zum Verhängnis, denn Cosimos Haltung gegenüber den Werken der Humanisten kann als widersprüchlich bezeichnet werden: Einerseits gab er sich als gönnerhafter Mäzen und Förderer der Literatur, andrerseits tolerierte er diese – was den Inhalt betraf – nur bis zu einem gewissen Punkt.47 Gerade dieser Aspekt, das Thema der Meinungsfreiheit, verleiht der Satyra 5, 6 auch in heutiger Zeit große Aktualität.

Festzuhalten sind einige Parallelitäten zwischen dem politischen Machthaber Cosimo und dem Humanisten Filelfo. Zunächst wechselten sie sich im wirklichen Leben mit dem Exil ab: Cosimo kehrte aus seinem zurück, woraufhin jenes Filelfos seinen Anfang nahm. Man könnte beinahe sagen, dass Filelfo die Rolle von Cosimo als Exilanten übernahm. In der fiktiven Welt der Satire übernimmt hingegen Cosimo Filelfos Rolle als Todgeweihter, d.h. er ist nun derjenige, nach dessen Leben getrachtet wird. Die Schicksale der beiden werden so auf einer Metaebene von Literatur und Realität miteinander verflochten.

Auch später hielt der Hass Filelfos auf Cosimo und seine Partei noch geraume Zeit an, wenngleich die Invektiven allmählich nachließen. Cosimo selbst freilich hob die Verbannung des Tolentiners nie auf. Erst sein Enkel Lorenzo de’ Medici holte Francesco Filelfo kurz vor dessen Lebensende 1481 zurück nach Florenz.

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III. Weitere Italiener im italienischen Exil / Altri italiani in esilio in Italia
In familiæ patriæque absentia

ossia D’illegittimità e sradicamento nell’Alberti

Francesco Furlan (C.N.R.S., Paris)

Di padre fiorentino ma esule, morto in Padova quand’egli era ancora adolescente, e di madre genovese quasi neppur conosciuta, che lo lasciò orfano nei primissimi suoi anni, l’Alberti, si sa, non ebbe quasi famiglia, né ebbe moglie o figli. Nato al di fuori del matrimonio, illegittimo (seppur riconosciuto) frutto della relazione verosimilmente per piú anni intrattenuta a Genova dal padre e dalla giovane vedova di una locale famiglia, sia essa o meno da identificarsi in Bianca di Carlo Fieschi,1 egli ebbe bensí un fratello cui sempre fu legato, Carlo, ma nei confronti del quale, pur di lui certamente maggiore d’età,2 si comportò costantemente con atteggiamento di protezione quasi paterna – tant’è che il nome stesso di Carlo di Lorenzo Alberti appare sostanzialmente legato all’opera di Battista.3 Fra i congiunti o affini o parenti meno stretti uno o due soltanto se ne distinguono in positivo, Francesco d’Altobianco (1401–1479), dedicatario del terzo libro de Familia e figura non ignota alla cultura quattrocentesca,4 e Bernardo d’Antonio (1435–1495), con cui Battista spartí negli ultimissimi suoi anni la proprietà del palazzo avito in Santa Croce a Firenze.5 Con gli altri, con tutti o quasi gli altri, ebbe ben piú conflitti, anche d’estrema durezza e assai aspri – l’autobiografia o Vita allude persino a un tentativo d’omicidio –, che pacifiche frequentazioni o intese qualsiasi.

Da tali telegrafici cenni può, io credo, già inferirsi come la presenza, pur relativamente frequente nei primi scritti volgari dell’umanista, della propria famiglia d’origine, si situi per l’Alberti in una dimensione assai astratta e quasi mitica, e come in concreto essa si sia ben presto tradotta in un’autentica assenza, in prosieguo di tempo da lui ineluttabilmente accettata e fatta propria. Anticipando quanto in parte vedremo meglio nel séguito, potremmo aggiungere o affermare che della famiglia, che in sostanza non ebbe, l’Alberti scrisse quasi come della patria, che in sostanza non si riconobbe, o finí col non riconoscersi: ne scrisse (e vi pensò) insomma inizialmente, o soprattutto inizialmente, ma molto meno in séguito – nella mentalità non meno che nella società del tempo, e perciò negli stessi suoi scritti, «famiglia» e «patria» sono infatti strettamente unite e pressoché inscindibili.6

*

Sporadicamente dalla metà circa del Cinquecento, ma con costanza pressoché assoluta da un secolo e piú a questa parte, dell’Alberti si ripete che nacque in esilio e in esilio si formò, visse in esilio, o perlopiú in esilio, e in esilio altresí morí. L’«esilio» (< lat. exsilium < exsul, i.e. ‹proscritto›, ‹bandito› o per l’appunto ‹esiliato›) non è peraltro se non da una «terra», anche proprio nell’accezione toscana e rinascimentale di ‹città›, da una «patria» insomma (< lat. patria, femm. sostantivato dell’agg. patrius, -a, -um, sottintendente terra, e dunque col significato di ‹luogo o paese natale› ovvero, e in senso piú stretto, di ‹luogo o paese del padre›). Ma qual è, quale fu la patria dell’Alberti? In un’accezione strettamente etimologica del termine essa fu certamente Firenze, terra avita, poiché città natale del padre Lorenzo e del padre di questi Benedetto, nonno (paterno) di Battista; in un’accezione appena piú larga, e certamente piú consona all’uso moderno del termine, italiano ma non soltanto italiano, essa fu non meno certamente Genova, suo accertato luogo di nascita, e luogo – di contro a quanto talvolta si sottintende – tutt’altro che casuale, posto che l’unico parente cui sempre egli rimase legato, il fratello Carlo per l’appunto, ebbe i natali nella medesima città, prima ancora di lui e secondo ogni probabilità da una stessa madre – una donna, sia detto per inciso, che le tradizioni del tempo e gli stessi interessi politici ed economici della consorteria mai avrebbero consentito a Lorenzo di «torre per sua» in matrimonio. Chi prescinda da ciò, viene a negare il piú fondamentale degli elementi costituenti la personale identità dell’Alberti, de facto disconoscendone il presupposto primo della nascita stessa. E nega e disconosce altresí il peso a un tempo simbolico e reale degli affetti e dei legami materni, non meno personali che familiari – peso storicamente attestato in una lunga o lunghissima serie di casi concreti,7 e tanto piú forte e quasi ovvio da risultare di norma preponderante nel caso di figli «naturali», a richiamare il quale basterà qui riandare ai medesimi due figli di Lorenzo, i fratelli Carlo e Battista, e rilevare come né l’uno né l’altro di essi porti un nome che in un modo o nell’altro rinvii alla famiglia paterna – nel cui àmbito risultano tutt’altro che radicati, e anzi sostanzialmente sprovvisti d’attestazione8 – ovvero alla patria di Lorenzo, laddove il primo ripete con ogni probabilità il nome del nonno materno e il secondo quello del santo protettore o patrono della città natale di entrambi, non di Firenze cioè, come spesso si è detto e scritto,9 ma di Genova.

Qual è dunque, o quale fu, la patria dell’Alberti? Invero, e almeno in pienezza di termini, né l’una né l’altra di tali due città. Rileviamo ancora come nei suoi scritti l’aggettivo «patrius, -a, -um» ricorra, anche nel femminile sostantivato «patria», non troppo di rado e, per esempio, altresí in diretta relazione con la lingua da lui adottata nell’opera senz’altro per noi piú interessante, i libri de Familia intendo – lingua definita con decisione (oltreché con apprezzabile precisione etimologica) come «patrius sermo» in Vita, 13. Basta però ricordare come l’espressione sia per il solito, in terra di Francia, tradotta con «langue maternelle» per misurare tutta la distanza che indiscutibilmente intercorre fra il senso etimologico del termine che ci interessa e ogni sua piú moderna accezione. E per misurare nel contempo tutta la complessità e la difficoltà dell’impresa di chi si accinga a indagare i concreti sentimenti e legami del grande umanista servendosi di spogli lessicali o linguistici, e intenda dunque poggiare la propria analisi sull’improprio, nel nostro caso, fondamento della frequenza di questo o quel termine e di questa o quell’espressione nella sua opera scritta. Tanto piú che non sembra possano rinvenirvisi determinazioni o specificazioni del termine «patria» quali sarebbero, e.g., gli aggettivi «fiorentina» o «genovese».

In particolare, nessun accenno al luogo di nascita e, parallelamente, nessuna rivendicazione di fiorentinità, né invero di qualche speciale o semplicemente significativo proprio legame con Firenze o con Genova, è dato di rinvenire nell’autobiografica Vita, ov’è viceversa sottolineata la radicale estraneità iniziale dell’Alberti alla lingua toscana, l’originaria sua recisa non conoscenza di quel «patrius sermo» ch’egli avrebbe iniziato a usare, spintovi dallo specifico fine ch’era allora il suo, ma senza realmente possederlo, soltanto nella prima o primissima redazione dei libri de Familia… nel trentesimo suo anno d’età, precisa l’umanista, nel 1433–1434 insomma, e a Roma (Vita, 13).

Sul piano simbolico, assai significativo è del resto lo spesso elettivo «prænomen» dall’Alberti adottato almeno dagli anni Trenta (e al piú tardi nella seconda redazione della Philodoxeos fabula): «Leo», per l’appunto, o «Leone». Non v’è infatti a parer nostro alcun dubbio sul fatto ch’esso rinvii – giusta un’ipotesi condivisa dalla Bertolini e dalla Massalin che trova palese riscontro nella stessa coloritura padano-veneta, e fors’anche veneta tout court, delle poche sue epistole volgari superstiti,10 oltreché nel rilievo dall’umanista concesso nella propria autorappresentazione al motivo delle ali – a Venezia e alla tradizionale raffigurazione in veste, per cosí dire, di «leone alato» dell’evangelista che ne fu il simbolo universale. Peraltro, che agli occhi dell’Alberti «Leo» / «Leone» avesse, in quanto «prænomen», delle non trascurabili virtú intrinseche, e quali fossero tali virtú, è accertabile nel famoso passo del secondo de Familia in cui Lionardo afferma che

ne’ buoni ingegni uno leggiadrissimo nome [è] non minimo stimolo a fare che desiderino aguagliarsi come al nome, cosí ancora alla virtú11

– passo redatto nello stesso torno di tempo in cui quel «prænomen» veniva definitivamente assunto dall’Alberti, che del resto, di contro a quanto si è sostenuto,12 se ne serví non tanto come autore quanto nell’autorappresentazione di se stesso in vesti per cosí dire ufficiali, cioè non semplicemente familiari e informali; e lo prova un significativo luogo dell’autobiografia (Vita, 85–86), ov’egli deliberatamente alterna i due nomi «Baptista» e «Leo» nel pungolare se stesso a produrre.

Sicché (un po’ come per il Petrarca) la sola, l’unica vera patria dell’Alberti sembra situarsi in massima parte fuori dal tempo e dallo spazio in cui concretamente egli vive, avere precipua dimensione storica e culturale, intellettuale e artistica, e ricondursi in un modo o nell’altro alla memoria o alle memorie dell’antico e, nell’antico, alla romanità. Uomo senza vera patria, l’Alberti fu infatti, senz’altro a suo modo ma inequivocabilmente, quel «cittadino del mondo» che il Marsh ritrova nel testamento da lui lasciatoci.13

*

Lo stesso studioso individua in una duplice esclusione, della famiglia da Firenze e dell’umanista dalla famiglia (s’intenda in entrambi i casi la famiglia paterna) da un lato e, dall’altro, nel rifiuto della sua opera e delle sue iniziative da parte delle élites intellettuali e politiche fiorentine, le «precarie» fondazioni della personalità dell’Alberti – il cui penchant per l’autobiografia sarebbe all’origine del Leitmotiv ch’entro la sua opera conseguentemente formerebbe il tema dell’esclusione.14

Che quelli indicati dal Marsh siano o possano essere i tre pilastri, per cosí dire, su cui precariamente poggiarono le «fondazioni della personalità» albertiana potrebbe apparire una semplice constatazione se in essa e dietro di essa non riconoscessimo il postulato, invero mai dimostrato, dell’intrinseca «fiorentinità» dell’Alberti, e dunque di un suo legame profondo, insieme biologico e culturale, piú ancora che con la città e il dominio di Firenze, con una stirpe, una tradizione, un patrimonio giuridico, tecnico-artistico e letterario riconoscibili con chiarezza e in pienezza di termini come fiorentini; nel qual caso, giova rilevare, persino in assenza di concreti, materiali interessi, dovremmo ritrovarvi quella sorta di dipendenza ideale, nel contempo psicologica e affettiva, in cui siffatto legame di norma si traduce.

Ritengo che uno spassionato esame dei dati reali in nostro possesso induca a dubitare fortemente della validità e del fondamento stesso di tale postulato. Che in gran parte crederei peraltro riconducibile a un’assai tarda riscrittura e invero mistificazione storiografica d’origine fiorentina compiutasi, benché con taluni estemporanei e disorganici accenni precedenti, che un primo e cosciente intento traducono soltanto negli anni di Lorenzo, in Età ducale e granducale, regnante Cosimo I de’ Medici (1519–1574, duca di Firenze dal ’37 e granduca di Toscana dal ’69), col Vasari e col Bartoli innanzitutto – l’uno e l’altro dei quali pur reca vistose, inequivocabili tracce dell’autentico ostracismo riservato all’opera e al nome stesso dell’Alberti nella Firenze a lui contemporanea, e in quella anche delle generazioni immediatamente successive: basti qui accennare all’accusa di pratica incapacità lanciata dal Vasari al tanto di lui piú grande architetto e umanista, e all’esclusione, fra le altre non pochissime opere, dell’intera serie dei dialoghi volgari mimetici dalla silloge degli scritti dell’Alberti edita dal Bartoli con l’incongruo titolo d’Opuscoli morali.

Invero, mai l’Alberti si dice «Florentinus» o «fiorentino», né «fiorentino» o «Florentinus» lo dicono i codici manoscritti, non almeno quelli al suo laboratorio o a lui direttamente legati, né quelli da essi immediatamente discesi, pur non pochissimi e non meno volgari che latini, e neanche i codici, perlopiú volgari, di tradizione fiorentina a lui contemporanei. E «fiorentino», o «Florentinus», non lo dicono neppure le intitolazioni delle prime e piú antiche stampe, quelle uscite lui vivente, che pur non esitano a definirlo «poeta laureato», o quelle degli altri incunaboli noti, ivi compresa la fiorentinissima (nell’operazione editoriale tutta, ma in primis nella dedicatoria del Poliziano a Lorenzo) editio princeps del De re ædificatoria.15

È del resto evidente che l’evocare l’esilio, fisico e materiale, oppure sentimentale e intellettuale, implica il riconoscimento preliminare di una «patria» insieme reale e ideale. Col che torniamo alla fondamentale domanda già posta: è davvero fiorentino l’Alberti? è davvero, l’Alberti, legato a Firenze come città e come terra, come cultura e come tradizione artistica e intellettuale? a Firenze piú che ad altri luoghi, piú che a Bologna, a Roma, a Ferrara, a Mantova, a Venezia, etc.? Se ci tenessimo alla vulgata dal Vasari e dal Bartoli costruita in ottemperanza al tenace disegno propagandistico perseguito dal duca Cosimo I e ai connessi suoi desiderata di riscrittura storiografica, dovremmo con ogni probabilità concludere per il sí. Ma è quella la realtà? è davvero in quella vulgata la verità storica?

Soffermiamoci brevemente sui libri de Familia, per molteplici riguardi lo scritto dell’Alberti per noi piú significativo, l’unica sua opera non di poco momento in cui venga espressamente da lui posto il problema della propria ascendenza e famiglia, della propria patria e della propria terra, e dunque la sola sua opera di vasta portata in cui il tema dell’esilio risulti anche esplicitamente trattato, e ne segni indelebilmente molte pagine e passi e molte o moltissime riflessioni. Se dunque è lecito sostenere che i dialoghi Sulla famiglia nascano in certo modo proprio dal tentativo del loro autore di metter radici, umanamente e psicologicamente, in seno a una determinata famiglia e a una ben precisa terra, quelle non già della madre (allusa, entro l’opera dell’Alberti, forse soltanto nella Vidua, non senza peraltro una qualche irriverente ironia16), ma del padre Lorenzo (principale interlocutore del primo Atto del libro I, ove dialoga coi congiunti Lionardo e Adovardo) e, soprattutto, del nonno paterno Benedetto (significativamente presente nell’opera per il tramite soprattutto dell’emblematico suo discorso riportato da Lorenzo a I 143–255), il quale è altresí protagonista della breve intercenale Divitiæ; se è senz’altro lecito scorgere nei libri de Familia un simile tentativo, anche va rilevato e detto ch’esso in massima parte abortí ineluttabilmente non appena portato a conoscenza dei parenti, i quali vi opposero il reciso rifiuto su cui si dilunga la Vita, piú volte definendoli «ingrati» o «improbi» (§ 27) e «iniqui» (§ 69), e ricordando dolorosamente come «inter omnes Albertos» appena uno degnò di leggere i «librorum tituli» dell’opera, peraltro ancora incompleta, offerta loro – ciò che ben s’attaglia a quanto è dato sapere circa la circolazione e la fortuna di quei dialoghi. Abortito che fu, quel tentativo venne poi ben presto, se non in toto abbandonato, quanto meno messo in sordina, e piú tardi ripreso solo assai parzialmente, e solo tramite la fondamentale ridefinizione iscritta nei Profugia o nel De iciarchia, dialoghi non già «domestici e familiari» ma tutt’al piú «amichevoli», segnati dall’abbandono definitivo del quadro familiare e dalla ricerca di un possibile, seppur improbabile orizzonte cittadino, i cui interlocutori non son piú, né piú posson essere, degli Alberti stricto sensu; messo dunque in sordina e superato, quel tentativo, da tematiche e scritti (il Momus e il De re ædificatoria, principalmente) che volgono ad altro l’attenzione e lo sforzo creativo dell’umanista. D’altro canto, non può certo negarsi che quel tentativo sia stato sin dall’inizio e con estrema chiarezza inquadrato, col Prologus, nel piú vasto orizzonte, culturale e psicologico insieme, in cui tutta la produzione seguente dell’Alberti andrà con naturalezza a iscriversi, quello appunto della romanità – di una romanità palesemente ridefinita come italicità e, in tal modo, riconquistata e fatta propria: la celeberrima dissertazione su virtú e fortuna che di quel Prologus costituisce la parte maggiormente saliente non lascia invero, al riguardo, dubbio alcuno.

Assai piú e assai meglio d’ogni altra sua opera, i libri de Familia traducono ed esprimono quindi il tentativo di un Alberti ancor relativamente giovane e, insomma, scrittore della prima propria maturità – la concezione, la redazione e la diffusione medesima dell’opera da parte del suo autore sono infatti integralmente comprese fra il ’33 e il ’41 – di iscriversi, invero per taluni riguardi persino a viva forza, nella tradizione e nella patria fiorentine del padre Lorenzo e del nonno paterno Benedetto, della famiglia insomma di cui, recentemente purgato «in presentia […] pape» dal proprio giuridico peccato d’origine da Biagio da Molin, portava ora con fierezza il nome – gli Alberti.17 Nel palese suo tradurre problematiche e interessi pressoché esclusivamente tecnico-artistici e architettonici da un lato, e ludici dall’altro, la produzione dell’ultimo trentennio di vita dell’Alberti, ormai quasi per intero in latino ed esplicitantesi soprattutto, per la sua parte scritta, nella concezione, redazione, revisione del De re ædificatoria da un canto e del Momus dall’altro, che le ultime ricerche filologiche provano non esser mai stati pubblicati o diffusi dal loro autore, il quale vi lavorò viceversa sino alla morte (1472),18 attesta dal canto suo con chiarezza il superamento e il sostanziale abbandono del disegno, indiscutibilmente perseguito dall’Alberti negli anni Trenta del Quattrocento, di una propria re-inserzione o piú semplicemente di un proprio reale inserimento nell’àmbito familiare della consorteria degli Alberti non meno che in quello dell’originaria loro patria fiorentina e toscana, come membro de iure della prima e come fattivo «civis» o «concivis» della seconda.

Opere, l’una e l’altra, a Roma legate e a Roma, secondo ogni probabilità, in massima parte redatte e lungamente rielaborate, riviste, corrette, Momus e De re ædificatoria appaiono in concreto infinitamente piú italiche e classiche che fiorentine o toscane. E se sporadici accenni alle terre d’Etruria o di Toscana sono, fra i molti altri, ben naturalmente anche in esse rinvenibili – il memorabile tentavivo operato a I 26–31 dal proteiforme protagonista del Momus di spegnere con la predicazione il culto degli dèi che l’avevano esiliato, tentativo che si vuole ironicamente espletato in Etruria, ne costituisce un pregevole esempio –; se d’altra parte la tarda composizione dei libri de Iciarchia prolunga e porta a compimento il geniale polittico dei dialoghi italiani dell’umanista, nel contempo dissolvendone la dimensione familiare in quella, urbana e sociale, della rete d’amicizie o d’alleanze, nella fattispecie fiorentine, concretamente additata come indispensabile non meno alla famiglia che all’individuo; è chiaro per noi che sarebbe un errore scorgervi o leggervi altro da quel generico permanere di taluni, materiali e perlopiú concreti interessi dell’Alberti a Firenze e in Toscana che i documenti biografici noti attestano con bastante chiarezza, non meno chiaramente attestando la sussistenza di paralleli, concreti interessi e ideali legami dell’Alberti in tutta una serie d’altri luoghi, da Roma a Padova e da Bologna a Mantova – città, quest’ultima, ov’egli non a caso progetta, ancora nei primi mesi del ’70, d’acquistar una o piú proprietà.19 E, ciò, quand’anche acconsentissimo a considerare esaurite e ormai spente le strette relazioni da lui avute con Ferrara fino almeno al ’50 e alla morte di Leonello d’Este, o con Rimini fino alla morte di Sigismondo Pandolfo Malatesta nel ’68, e quelle intessute altresí con l’Italia aragonese e insulare, con Napoli oltreché con Palermo e la Sicilia, di cui quasi nulla di preciso si sa – i superstiti documenti dicono invece ben poco d’altri luoghi ancora, e in primis di Venezia, che conserva e, ancor piú, ha conservato per secoli documenti e codici albertiani di primaria importanza, in non piccola parte autografi o idiografi e postillati o glossati, e con cui è pertanto giocoforza supporre che l’Alberti mantenesse sino alla morte uno speciale e forte legame, stretto con ogni evidenza negli esordî stessi della propria vita activa; vi rinviano infatti i tratti fondamentali della sua formazione (l’accentuato peso dell’aristotelismo), della medesima sua lingua naturale (la citata veneticità delle lettere volgari), di molti suoi ricordi (quando nell’àmbito di una bellissima similitudine indica in De familia, II 1987 ss. un porto per antonomasia, è quello di Venezia che ricorda e descrive) ed eloquenti simboli (come s’è visto, a suggerire un’intima preferenza e una personale adesione trasceglie, fra i mille possibili prænomina, il simbolico ed esclusivo nome di Venezia: Leo o Leone); né può essere del tutto casuale che lo stesso suo impiego in curia, e la conseguente fine dei suoi forti disagi economici, e persino la bolla con cui il veneto papa Eugenio IV lo mondava, il 7 ottobre 1432, dal difetto della nascita illegittima, gli siano stati ottenuti, non già da un qualsiasi principe della Chiesa, ma dal veneto patriarca Biagio da Molin, suo protettore.20

Neppure è da ritenersi privo di significato il fatto che taluni dei suoi stessi ultimi soggiorni a Firenze siano stati determinati o richiesti, non già da suoi interessi fiorentini, o da interessi di fiorentini o della Firenze contemporanea nei confronti suoi e della sua opera ma, al contrario, dalla persistenza dei forti suoi legami con territorî e ottimati e governi da Firenze distinti e lontani: emblematico può a tal proposito ritenersi il caso del suo intervento per la tribuna della Santissima Annunziata, effettuato a partire dal 1467 ca., e dunque parallelamente alla redazione dei tre libri de Iciarchia, per conto e per volontà di Ludovico Gonzaga, che ne era il patrono e che seppe imporre il nome dell’Alberti a dei fiorentini perlomeno assai riluttanti a servirsi di lui – parzialmente edita (e commentata) dal Fubini, la corrispondenza al riguardo scambiata da Lorenzo de’ Medici col Gonzaga è sotto ogni riguardo eloquente.21

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Come può chiarire, fra l’altro, un semplice confronto tra le disposizioni testamentarie di Battista (Roma, 19 aprile 1472) e quelle del di lui biscugino Bernardo d’Antonio di Ricciardo Alberti (Firenze, 16 maggio 1495),22 che in virtú del lodo arbitrale pronunciato da Marco Parenti nell’ottobre del ’68 con l’umanista spartisce per poco piú di tre anni il palazzo fatto costruire nell’odierna via de’ Benci dal nonno di questi Benedetto, e che l’Alberti – evidentemente a lui, negli ultimissimi suoi giorni, piú che ad altri legato in conseguenza di quello stesso «misterioso» lodo23 – nomina suo parziale erede,24 laddove la fiorentinità di Bernardo e lo stesso suo legame con gli albertiani «lares et penates» fiorentini sono palesi e indubbî, la postulata fiorentinità di Battista appare, alla morte di lui, perlomeno assai sfumata e, certo, piú stemperata ancora del legame ch’egli allora intrattiene col ramo fiorentino della famiglia di cui porta il nome: basti, al riguardo, richiamare (1) come nessuno dei ben tre esecutori testamentarî dall’Alberti nominati (il cardinal Niccolò Forteguerri, Antonio Grassi bolognese e il pisano Mattia Palmieri) sia un suo consanguineo, (2) come lo specifico legato istituente un collegio di studî in Bologna evidenzî innanzitutto un duraturo, fortissimo legame ideale con l’Emilia, e infine (3) come la disposizione con cui espressamente e senza sorpresa alcuna egli ordina d’esser sepolto in Padova (in sepulchro patris sui) ratifichi e sigilli definitivamente la defiorentinizzazione, per cosí dire, tanto sua quanto del ramo paterno della famiglia. E ciò, giusta quanto a ben vedere già enunciava l’autocertificazione in proposito consegnata al De iciarchia, secondo ogni probabilità l’ultimissimo scritto dell’Alberti, laddove Battista afferma che

Dei costumi della terra [sc. la città di Firenze] mai accadde a me altrove ragionarne; e sonci come forestiere, raro ci venni e poco ci dimorai.25

Era quanto i fiorentini contemporanei dell’Alberti, e quelli anche delle prime generazioni seguenti, ben sapevano e fecero caparbiamente valere nella multiforme, mai contraddetta censura con cui tentarono di sotterrarne l’opera e nell’autentico ostracismo con cui ne colpirono il nome medesimo, deliberatamente taciuto – si sa – non soltanto nelle carte di Giovanni di Paolo Rucellai, ma persino laddove, come nelle Vite di Vespasiano da Bisticci, ci si vedeva costretti ad accennare all’una o all’altra delle molteplici sue iniziative. È quanto a ben vedere traluce nella stessa editio princeps del De re ædificatoria, che insieme anticipa d’un soffio, fiorentinizzandola, un’iniziativa chiaramente nell’aria in molti luoghi d’Italia, e non soltanto d’Italia, e censura tutto il resto della multiforme produzione albertiana;26 ed è quanto, ancora, la stampa tardissima, della metà dell’Ottocento, e per iniziativa di un non toscano, il Bonucci, della serie intera dei suoi dialoghi volgari, o la circolazione manoscritta e a stampa essenzialmente extra-fiorentina della massima parte della sua opera latina inequivocabilmente dimostra a chi ancora volesse dubitarne.

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Capolavoro del dialogo albertiano, e del dialogo rinascimentale tout court, i libri de Familia impostano dunque e al tempo stesso chiudono o archiviano il tentativo dall’Alberti compiuto negli anni Trenta di fiorentinizzarsi. Non sarà inutile rilevare al riguardo come in quel medesimo torno d’anni, e a ben vedere con identica forzatura, quel tentativo trovi espressione altresí nella dedica al Brunelleschi,27 non già e non certo del De pictura, né già sic et simpliciter della redazione volgare di quel trattato sotto ogni riguardo fondativo e rivoluzionario, ma di un solo esemplare di tale redazione del De pictura: il codice oggi II iv 38 (olim Magl. XXI 119) della fiorentina Biblioteca Nazionale Centrale, codice, com’è noto, legato allo scrittoio o al laboratorio personale dell’autore stesso, dal quale non sembra, vivente l’Alberti, esser mai uscito; ed esemplare, dunque, mai presentato al destinatario, al Brunelleschi.

Eloquente in tal senso è il fatto stesso che di quella redazione volgare, che quasi non circolò e di cui si perse ben presto, nell’Europa del Rinascimento e a Firenze stessa, ogni notizia o memoria – come ho altrove già rilevato, le versioni italiane del Domenichi prima (1546 e 1565) e del Bartoli poi (1568) seguono, in ogni senso del termine, l’editio princeps del testo latino stampata a Basilea nel 1540! –, siano noti solo due altri testimoni manoscritti,28 e ch’essi siano entrambi in toto indipendenti dal succitato codice recante il Prologus al Brunelleschi. Come la presentazione cosí anche la dedica a questi della riduzione in volgare del trattato dovette, insomma, restare un progetto non mandato ad effetto, un’idea in prosieguo di tempo abbandonata dall’autore.29

Ma torniamo ai libri de Familia che, dicevamo, impostano e insieme sostanzialmente archiviano il tentativo albertiano di fiorentinizzarsi. Lo fanno dando vita a un dialogo il cui autore entra direttamente in gara coi massimi rappresentanti della tradizione classica greco-romana – e giudica persino, nell’ultimo libro, d’averli inequivocabilmente superati.30 L’ardito, arditissimo disegno dell’opera, e piú ancora forse del suo libro de Amicitia, l’imprudente genialità di cui l’Alberti dà prova nella sua esecuzione – tanto piú imprudente in quanto accompagnantesi ad altre sue rivoluzionarie prove, prima fra tutte quella della dimostrazione della grammaticalità del volgare e della sua derivazione dal latino nel Della lingua toscana, dimostrazione dolorosa per una parte non piccola dell’élite umanistica del tempo e dolorosissima per Leonardo Bruni in particolare –, suscitarono contro di lui, com’è noto, la spietata, tenacissima censura dell’establishment culturale umanistico e dell’intelligencija fiorentina tutta in occasione del Certame dell’ottobre 1441.

Il verdetto dei giudici umanistici e della Firenze ufficiale, verdetto senza appello e, come tutto induce a credere, rinnovato e fatto valere in molteplici occasioni lungo l’intero secolo seguente (e oltre) a Firenze, non lasciò all’Alberti altra scelta che quella d’archiviare definitivamente il tentativo compiuto – tentativo di fiorentinizzazione e, in un senso, acclimatazione nell’ancestrale patria del padre. E invero la sua opera seguente e i decennî da lui vissuti dopo di allora testimoniano di un’almeno progressiva sua appropriazione e valorizzazione di una patria piú vera e piú ampia, quella di una classicità dinamicamente intesa e di un’italicità senza confronto sfaccettata e ricca. Col che, sia lecito concludere, egli superava, archiviandolo, anche l’originario suo sentimento d’esclusione e d’esilio – quel sentimento che tanta parte aveva per l’appunto avuto nella concezione del De familia e nell’adozione stessa del volgare –, facendo del persistente, oggettivo proprio sradicamento quella definitiva, e privilegiata, condizione di riflessione, di creazione e di scrittura, non meno che d’alterità intellettuale e creativa, cui l’intera sua opera in ultima analisi rinvia.31

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Esilio e satira in un epigramma di Porcelio de’ Pandoni

Antonietta Iacono (Napoli)

Negli anni tra il 1455 ed il 1456 Porcelio de’ Pandoni1 progettò di mettere insieme una raccolta di Epigrammata in onore di Francesco Sforza, il principe che s’era mostrato disposto ad accoglierlo presso la sua corte per il tramite di due personaggi di gran prestigio, l’umanista Francesco Filelfo e il primo secretario ducale Cicco Simonetta. La raccolta, che ci è giunta in piú redazioni testualmente e strutturalmente diverse, è a me nota nella forma documentata da tre testimoni allestiti dall’autore stesso o sotto la sua supervisione e rilevanti per valore documentario:

1. Berlin, Staatsbibliothek, Lat. qu. 390=B

membr., sec. XV, 250×170mm, cc. I+52+I; miniature a bianchi girari che interessano esclusivamente le lettere iniziali (cc. 2r, 8r, 17r, 24r, 32r, 37v, 43r, 48r). Sul piatto anteriore nel margine superiore si legge la nota Cl(arissimi) poetæ laureati ab imp(eratore) Federico III. Porcelii Epigrammata sunt hæc anno D(omi)ni 1452 (apud) agrum Brixiensem. A c. 2r compare il titolo della raccolta: Epigrammata Porcelii poe / tæ laureati de summis / imperatoris laudibus Francisci Sfortiæ Mediolanen / sium ducis.2

2. Città del Vaticano, Biblioteca Apostolica Vaticana, Urb. Lat. 708=U

membr., sec. XV, 237×165, cc. I+57+I, miniato in oro e colori; stemma sforzesco, tit. Porcelii poetæ laureati Epigrammata parva incipiunt; a c. 53r: Finit per Porcelium poetam laureatum / anno Domini 1456 seguito da un carme di dedica Illustrissimo Mediolanensium duci Francisco Sfortiæ (inc. Accipe tranquillæ quæ do tibi præmia pacis; expl. vivet et æternum gloria vatis ope).3

3. Città del Vaticano, Biblioteca Apostolica Vaticana, Vat. Lat. 2857=V

cart., sec. XV, 170×240, cc. IV+44+III; fascicolazione irregolare; a c. 44v si legge finit tertius (liber) 1456 dopo un carme, che qui non reca titolo (inc. Accipe tranquillæ quæ do tibi præmia pacis; expl. vivet et æternum gloria vatis ope). Contiene una raccolta di Epigrammata del Pandoni, che mostra una sostanziale convergenza con il contenuto dell’Urb. Lat. 708. La data, 1456, che si legge alla c. 44v, ma anche a c. 1r defilata nel margine superiore destro, concorda con quella recata dal codice Urb. Lat. 708 (c. 53r).4

Il codice berlinese è un manoscritto membranaceo con miniature a bianchi girari che interessano esclusivamente le lettere iniziali (cc. 2r, 8r, 17r, 24r, 32r, 37v, 43r, 48r). Il testo d’impianto è vergato in un’elegante umanistica ricorretta da altra mano identificata come quella del Pandoni. Nella pagina incipitaria (2r) il serto retto da due angeli appena abbozzati (con le sole ali colorate in oro) destinato ad accogliere lo stemma del dedicatario è stato lasciato vuoto: lo stemma mancante nella carta d’apertura svela che la progettata copia di dedica non fu ultimata e che non arrivò mai nelle mani di un destinatario. L’allestimento del codice subí un arresto e da pregevole copia di dedica esso si trasformò in copia di lavoro, nei cui margini e interlinea l’autore operò una fitta serie di correzioni e aggiunte testuali. Alla mia valutazione emerge che nell’originario progetto di allestimento (poi abbandonato) la ricorrenza delle capolettere miniate doveva scandire l’articolazione della raccolta posta dall’autore sotto il nome di Francesco Sforza in otto sezioni, ciascuna aperta da un carme proemiale indirizzato a un illustre destinatario.5 Il codice, per vicende personali del poeta e sotto l’incalzante opera di revisione esercitata sui testi, si trasformò in un contenitore di componimenti pensati e scritti per persone di rango e ambienti cortigiani, componimenti, però, anche soggetti a riutilizzi e riscritture funzionali agli interessi contingenti dell’autore stesso. La complessa stratificazione dell’opera di composizione e di revisione dei singoli carmi rende difficile la datazione del piano originario d’allestimento del codice, sicché, senza addentrarmi nella questione, mi limito a indicare la data ipotizzata per la sua messa a punto nel 1466, data dopo la quale il codice rimase nello scrittoio del Pandoni destinato a fornire via via testi da modificare per essere attualizzati e acconciati ai nuovi progetti di vita, di pubblico, di studio dell’umanista.6 Il codice berlinese, quindi, per l’operazione di revisione che l’autore effettua sui carmi è portatore d’una silloge strutturalmente instabile, perché soggetta a modifiche testuali mirate al riutilizzo di testi composti anche in tempi lontani.7

Il codice Urb. Lat. 708 si presenta come una copia di dedica, sorvegliata dall’autore stesso, che interviene sul testo dei componimenti con una serie di accurate aggiunte, piccoli aggiustamenti e correzioni. Esso presenta, sí, molti punti di contatto col codice berlinese, ma ha una storia profondamente diversa. La nota anno Domini 1456 recata alla c. 53r lo colloca alla corte sforzesca, e il carme-epigrafe che si legge alle cc. 53r–v (lo stesso che si ritrova a c. 44v di V) pone la silloge di Epigrammata sotto il nome del duca e ne ribadisce il carattere di dono destinato all’illustre destinatario:

Accipe tranquillæ quæ do tibi præmia pacis,

Ausoniæ o sydus spesque decusque lyræ.

Incipiam posthac, o nostro tempore Cæsar,

Prælia et Anguigeri bella severa ducis

Sfortigenasque acies et partos marte triumphos

Sanguineo et vera gloria quanta tibi.

Sic, dux et princeps, totum volitabis in orbem

Vivet et æternum gloria vatis ope.

In definitiva, quest’elegante libello dalla struttura coerente e monografica fino a c. 538 è il risultato dell’attività d’un poeta pienamente assorbito dall’ambiente milanese, da storie personali di speranza, di ricerca di mecenati, d’amicizie e, al solito, anche d’irriducibili ostilità.

Il codice Vat. Lat. 2857 contiene una raccolta di Epigrammata che sembrerebbe scandita in tre libri, se si accolgono i suggerimenti delle notazioni (che a me sembrano autografe) che si leggono a c. 15v: finit primus liber; a c. 16r nel margine superiore: 2us lib(er) incipit; a c. 28v: liber tertius incipit; e a c. 44v: tertius <liber> finit. Denso di correzioni, espunzioni e varianti dovute anch’esse alla mano dell’autore il codice presenta una raccolta di Epigrammata imparentata con quella esibita dall’Urbinate.

A Milano e alla corte degli Sforza il Pandoni dovette approdare nel 14569 e trovare un ambiente accogliente e due protettori – come già ricordato – nel segretario ducale, Cicco Simonetta, e nell’umanista Francesco Filelfo. Anche la permanenza milanese era, però, destinata a durare poco, dal 1456 all’aprile del 1459, e a esser turbata da inimicizie con gli intellettuali dell’entourage sforzesco. Infatti, una serie di carmi ingiuriosi rivolti contro Pier Candido Decembrio documenta l’odio viscerale del Pandoni nei confronti di quell’intellettuale potente e autorevole alla corte milanese, un odio alimentato forse per via indiretta dal Filelfo, notoriamente ostile a quell’umanista.10 E presto dovettero incrinarsi anche i rapporti col Filelfo, che già in una lettera del novembre del 1456 chiedeva al Pandoni di restituirgli quanto gli aveva prestato (non si sa se soldi o roba),11 cui si aggiungono alcuni epigrammi a contenuto osceno e ingiurioso sia di Francesco sia di Gianmario Filelfo volti a suscitare il pubblico ludibrio nei confronti del poeta.12 Quando questi si allontanò da Milano è difficile dire con esattezza, ma dalla lettera di dedica dell’opusculum aureum de Talento datata 1° febbraio del 1459 e indirizzata a Cicco Simonetta si ricava ch’egli si trovava sicuramente ancora a Milano in tale data.13

In tutti e tre i codici la raccolta di epigrammata si apre con lo stesso carme (inc. Ibit ad Insubrum superatis Alpibus urbem UV, Ibit ad Insubrum superatis fluctibus urbem B; expl. Dat Latio leges et favet ingeniis BUV), che in U reca il seguente e piuttosto articolato titolo:

Poeta discedens ab urbe Roma se / confert ad Illustr(issimum) militiæ impera(torem) / F(ranciscum) S(fortiam) ac veniam petens ab ampliss(imo) P(atre) / pr(incipe) Cardinali Columna ostendit in / hac epistula quare urbem Romam et Neapolim pa / triam deserat cum summa laude et gloria / Sforcigenæ imperatoris;

in V il titolo, anch’esso dettagliato e di difficile lettura:

Ad amp(lissimum) p(rincipem) d(ominum) Prosperum cardinalem Columnam de abitu / poetæ ab urbe Roma et a patria Parthenope ut se conf(erat) / Ad ill(ustrissimum) pr(incipem) Fr(anciscum) S(fortiam) Vicecomitem inclytum militiæ imp(eratorem) / et Mediolani ducem ob (…)rum et virtutem et vitæ / claritatem incipit;14

e in B, infine, reca il titolo:

Ad cardinalem / de Columna lege felicter de abitu ab ur / be et patria / Parthenope.

Il carme proemiale si presenta come un addio alla città di Napoli, patria del poeta, e come proposizione di un nuovo progetto di vita, il trasferimento a Milano presso la corte di Francesco Sforza, che viene celebrato per le virtú guerriere e per la giustizia e la pace che regna nei territorî sotto il suo dominio, ed è esaltato come nuovo Augusto portatore d’una novella e tà dell’oro – una celebrazione topica in ambito umanistico, ma di grande impatto ideologico.15 Si apre cosí in forma personale ed esistenziale, ma anche con toni encomiastici, una raccolta di Epigrammata che si presenta nel segno dello Sforza, dal momento che il titolo del codice di Berlino pone in rilievo proprio l’aspetto laudativo e celebrativo della silloge de summis imperatoris laudibus Francisci Sfortiæ Mediolanensium ducis; perché nella carta d’apertura di U campeggiano le iniziali del duca nel segno di un’apostrofe a lui, per l’appunto Francisco Sfortiæ, rivolta perché legga feliciter i versi destinatigli, ed infine nel segno sempre dello Sforza, a cc. 53r–v di U e a c. 44v di V, il carme-epigrafe sigilla la raccolta.

L’epigramma longum presenta una struttura complessa che in termini generali si può riassumere in tre momenti. La prima parte si configura infatti come un’appassionata apostrofe al cardinal Prospero, membro dell’illustre famiglia dei Colonna ch’ebbe un ruolo non secondario nella formazione romana del poeta e che nel corso degli anni Trenta del Quattrocento fu punto di riferimento politico e ideologico importante per l’umanista.16 Questa sezione del carme si presenta anche come un addio alla città di Roma, che il poeta delinea in una descrizione tutta focalizzata sulle tracce della sua antichità e, quindi, fortemente caratterizzata in senso antiquario, secondo una sensibilità specifica del Pandoni. La seconda parte esalta in toni aulici il duca di Milano e la sua corte, una corte dove vivono intellettuali che rinnovano con le loro opere la grande tradizione della classicità legata ai nomi di Cicerone, Sallustio e Virgilio, e dove vive de Mecenate propago Cicco Simonetta, che il Pandoni considera e celebra come suo patrono. In tale sezione egli rinnova la promessa di un canto indirizzato al duca, un canto che concederà al Signore di Milano gloria ed eternità pari a quella degli antichi eroi (vv. 131–144 UV=103–116 B):

Tunc ego Phœbeo lætus modulabor œstro

Et statuam sexto grandius ire pede.

Tunc tibi cantabunt mea numina, Phoebus et alma

Cecropis et Musæ turba vocata novem;

Hic acies, hic bella, duces populosque subactos,

Unde tibi æternum, Sfortia, nomen erit,

In quem pene omnes coniuravere Latini

Et rex et regis miles et arma ducum.

Hic patris imperium et tituli scribemus arma,

Hic genus omne tuum Sforcigenasque deos.

Cantabo armatas convexo umbone phalanges

Et Venetum pulsos in sua regna duces.

O mihi si liceat divo sub principe vitam

Ducere, quas acies, quæ fera signa canam!

La parte finale segna una vera e propria svolta all’interno del componimento: in essa, infatti, il poeta adotta un tono polemico, satirico e invettivo, dichiarando le ragioni che lo hanno costretto ad allontanarsi dalla sua patria, Napoli, di cui traccia un fosco quadro che significativamente capovolge il mito d’una città edenica, luogo quasi di un paradiso in terra e specchio d’una corte magnifica e coesa intorno a un sovrano virtutum omnium viva imago,17 e condanna le mode allogene importate dai príncipi aragonesi in quanto lontanissime dall’austerità del mos maiorum della tradizione napoletana.18

Significative varianti testuali e strutturali concorrono a distinguere le versioni dell’epigramma tràdite dai testimoni a me noti, dal momento che B reca una redazione brevior di 176 versi, e UV recano una redazione longior sostanzialmente convergente di 204 versi. Le divergenze redazionali macroscopiche si possono cogliere nel quadro sinottico che fornisco di séguito:


UV 1–76 77–86 87–88 con differenze testuali 89-90 91–94 con differenze testuali 95–98 99–110 111–120 121–122 123–126 127–128 129–204 → → → → → → → → B 1–76 mancanti 77–78 mancanti 79–82 83–86 mancanti 87–96 mancanti 97–100 mancanti 101–176

Senza addentrarmi in una valutazione strettamente filologica delle varianti strutturali e testuali mi limito qui a rilevare che i versi mancanti nella versione brevior sono generalmente rivolti alla celebrazione e all’encomio del duca e dell’entourage sforzesco, e che la porzione iniziale con l’apostrofe al cardinal Prospero Colonna e l’addio a Roma, agli amici e alla famiglia (vv. 1–60 UVB), come la porzione finale in cui il poeta spiega le ragioni del proprio allontamento da Napoli (vv. 173–204 UV=145–176 B), sono testualmente e strutturalmente convergenti nei tre testimoni.

Il legame insieme con Napoli e con Roma spiega il congedo doppio escogitato dal poeta, rivolto dapprima in toni accorati e malinconi nella parte iniziale a Roma, alla sua famiglia e agli amici d’ambiente romano, e poi con toni invettivi nella parte finale a Napoli, sua patria d’origine. In piú luoghi della propria poesia, infatti, il Pandoni chiamò Napoli esplicitamente come sua patria, non mancando però di rimarcare il proprio legame con Roma, dove trascorse una parte importante della vita e, certamente, gli anni della formazione.19 Cosí, in un autoepitaffio il Pandoni si celebra come poeta che canta laudes vatumque ducumque e ricorda Parthenope come sua patria, dichiarando d’appartenere alla casata dei Pandoni e citando lo stesso suo legame con Roma:

Qui cecini egregias laudes vatumque ducumque

condor in hoc tumulo carmine perpetuo:

Porcelius nomen, Pandonus sanguine. Romam

incolui egregiam, patria Parthenope.

Hic sita sit coniux dignissima vate marito

hic soboles quanta est; hic sua posteritas.20

In un altro epigramma, poi, il poeta confermava che la dolce Parthenope lo aveva generato dalla stirpe dei Pandoni, non senza confessarvi, ai vv. 3–6, probabilmente in risposta a chi lo credeva veramente nato a Roma,21 di non essere romano per nascita e di non potersi, perciò, dire discendente di Enea:

Non sum, confiteor, Romana natus in urbe

nec pater Æneas sanguinis auctor erit;

sed me Pandonio peperit de sanguine dulcis

Parthenope, patrio virgo sepulta solo.22

Dedicato al cardinal Prospero Colonna,23 per lunghezza, contenuti e varietà d’intonazione l’epigramma proemiale esibisce una caratteristica Gattungsmischung: l’autobiografia nel solco della poesia esilica di Ovidio, la satira moraleggiante d’intonazione patetica derivata da Giovenale, l’ekphrasis erudita alimentata da interessi antiquarî specifici e attualmente oggetto di particolare attenzione da parte degli studiosi dell’umanista.24 Il poeta motiva (nei versi 173–196 UV=145–168 B) la propria partenza da Napoli lasciando intendere d’aver preso una decisione non facile, costretto da nemici che gli avevan reso la vita impossibile nella corte napoletana nonché dall’imbarbarimento suscitato dai costumi importati da príncipi stranieri, estranei all’austero mos maiorum della nobiltà napoletana; e annuncia, inoltre, il progetto di trasferirsi presso la corte del duca Sforza (vv. 1–10 UVB):

Ibit ad Insubrum superatis fluctibus urbem,

Ibit ad Anguigerum Musa beata ducem.

Nec sine te tumeant pictæ data vela carinæ,

o decus, o sacræ relligionis honor.25

Non tamen incipiam divina a prole tuorum

Nec quantum volites docta per ora virum:

Ad mea si quando spirabunt carmina Musæ,

cantabo generis nomen et arma tui.

Namque ubi Phœbeo fuerim percussus œstro,

Gaudebit tanti nominis auctor avus.

Nel congedarsi dal cardinal Colonna, membro della famiglia illustre e potente cui s’era legato sin dagli anni della formazione romana,26 il poeta saluta Roma, sua seconda patria, descritta passo passo in una mappa di antiquitates connotanti la città, care insieme a lui e al destinatario del carme (vv. 15–30 UVB):27

Destituo septem collis urbemque Quirinam

Et qui Tarpeia summus ab arce tonas;

Destituo delubra deum et laquearia tecti

Ærea et æratas per loca sacra fores;

Destituo insignes arcus mirasque figuras

Et conscriptorum marmora viva patrum,

Quin et cælatas mira novitate columnas,

in quibus Augusti Cæsaris ossa cubant;

Destituo celebris spectacula vana theatri

quin etiam veterum monumenta virum,

et vos, o Phidiæ divi opus aut Polycleti,

marmora Salmatica [sic!] candidiora nive.

Destituo Charites Pario de marmore nudas,

par quibus est ætas, par quoque forma quibus;

destituo tandem pompas clarosque triumphos

et vetus imperium cæsareosque deos.

Ci troviamo qui dinanzi a una vera e propria mappa di Roma che parte dall’ovvia celebrazione dei sette colli e del mito di fondazione della città stessa, e si snoda in un itinerario che illustra monumenti mirabili e connotanti il panorama dell’antica capitale, ma rende anche omaggio al cardinal Colonna, ai suoi interessi di collezionista e antiquario, alla storia della sua casata.28 Nell’ordine il poeta cita infatti anzitutto il tempio di Giove Capitolino (v. 16 UVB) attraverso l’apostrofe diretta al dio che tuona dall’alto della rocca Tarpea,29 e poi il piú importante luogo della città santa, la basilica di San Pietro, evocata attraverso preziose e allusive perifrasi nel distico 17–18 (destituo delubra deum et laquearia tecti / ærea et æratas per loca sacra fores, UVB).30 La visuale piú generale del distico successivo, 19–20 UVB, che apre uno squarcio sul panorama delle rovine della città attraverso le ovvie citazioni d’archi, statue e ritratti degli eroi della storia antica, inclina poi di nuovo nel distico successivo (vv. 21–22 UVB) al riferimento puntuale e dettagliato, attraverso la rievocazione della colonna di Traiano (Quin et celatas mira novitate columnas, / in quibus Augusti Cæsaris ossa cubant), resa ben identificabile dall’artificio della decorazione e dalla notizia che le ossa d’un imperatore vi riposano nel basamento.31 La citazione della colonna Traiana, ben inserita nel panorama d’antiquitates romane, è anche un omaggio al dedicatario, il cardinal Colonna, e alla sua potente famiglia, che secondo una tradizione proprio da quella colonna aveva tratto il nome, dal momento che la dimora storica della famiglia Colonna era situata sul Quirinale, in prossimità proprio dell’antico monumento.32 Emerge una peculiare tensione celebrativa, esplicita nei vv. 7–8 UVB nei quali il poeta promette per l’appunto un’opera in cui, se opportunamente ispirato dalle muse, canterà generis nomen et arma del cardinal Colonna. Nei due distici successivi (vv. 23–26 UVB) egli menziona ancora in termini allusivi un teatro famoso che senza troppi problemi può esser identificato nell’anfiteatro Flavio, e una scultura di marmo attribuibile a Fidia o a Policleto, di piú problematico riconoscimento.33 Nel distico successivo (vv. 27–28 UVB) l’autore dice addio anche a un monumento rappresentante le Cariti scolpite nude nel marmo pario, e ancora (vv. 29–30) alla storia stessa di Roma, ai suoi trionfi, all’antico potere e agli dèi protettori dei Cesari. Anche questo passo cela un’allusione celebrativa alla famiglia Colonna, e nello specifico al cardinal Prospero che, appassionato archeologo, nel palazzo romano di famiglia sul Quirinale, la cosiddetta Loggia dei Colonnesi,34 esponeva già alla metà del Quattrocento un’antica scultura raffigurante le Cariti rinvenuta nel giardino del palazzo stesso o forse in un sito archeologico sui colli Albani posseduto dalla famiglia.35

La porzione successiva inclina a toni piú drammatici e sentimentali, e apre in maniera inattesa uno spaccato della vita familiare del poeta, che nelle tristi circostanze dell’addio evoca le figliolette e la devota e schiva moglie (vv. 31–36 UVB):

Præterea dulces, patris pia pignora, natos

Desero et uxoris ora pudica meæ

Bisque duæ flebunt, me discedente, puellæ,

quarumque maior nunc patris orat opem.

Ut cito labenti succrescunt gramina rivo,

sic adolet nostra virgo quaterna domo.

La scena (segnata dall’unica similitudine che si registra nel carme) apre uno spiraglio sulla poco nota dimensione intima e domestica del Pandoni: le quattro figlie (quattro appunto, come si ricava anche da altri carmi, cui va aggiunto il figlio maschio Laurentius o Laurus, come il poeta alternativamente lo chiama)36 sono presentate dal poeta in lacrime, mentre la maggiore di esse reclama giustamente il conforto e la presenza del padre. La similitudine, che accosta le figlie all’erba che cresce veloce lungo il corso d’un ruscello, riconcinna con abilità il ricordo d’Ovidio, Amores 2, 16, 9–10 (versi non a caso autobiografici che rievocano Sulmona fertile di biade e di viti, ricca d’erbe sempre rinascenti per lo scorrere di ruscelli), e in realtà l’intero passo è tramato di tessere classiche che mostrano di prediligere Ovidio (cfr., per esempio, gramina rivo e Ov., Met. 9, 656; patris pia pignora natos e Ov., Fast. 3, 775: patres sua pignora natos), un auctor ben presente al Pandoni, anche nella sua produzione piú ardua, rappresentata per esempio dai Fasti di cui il poeta reclamava copie agli amici corrispondenti.37 Ovidio vi risulta un modello di calzante ispirazione soprattutto nei passi in cui piú incisiva risulta la topica dell’addio, della lontananza, del congedo disperato: la specifica movenza dell’addio alla moglie e alle figlie risulta infatti, a mio avviso, ispirata da reminiscenze ovidiane, che restano sullo sfondo come apporti tematici (per esempio, Ov. Trist. 3, 3, 18; o 3, 4, 59 per il riferimento alla moglie), ma forniscono anche piú decisivi apporti (per esempio, Trist. 1, 3, 17 per l’addio alla moglie).38

All’addio alla moglie e alle figlie39 segue il congedo dalla cerchia degli amici romani, che mostra quanto il Pandoni fosse inserito nei circoli culturali della città, e in particolare negli ambienti della curia pontificia (vv. 37–62 UVB):

Quinetiam linquo tristes abiturus amicos,

de quorum multis Cambius unus erat.

Mirantur patres abitus interque loquuntur

Deque patrum sermo plurimus ore cadit.

Nemo tamen potuit tacitam cognoscere mentem,

Nemo meæ potuit certior esse viæ.

Consilium solus nosti et mea pectora solus,

Melchior, o phidibus altera Musa meis.

Me quamvis Tybris, me quamvis Martius ultro

Sæpe vocet Campus et vocet urbis amor,

Etsi nulla meam succendit gloria mentem,

Ibit ad Anguigerum Musa vocata ducem.

Iam tandem ad vates deflexit lumina divus

Cæsar: adeste novem numina magna deæ!

Imperat Augustus vivitque hoc tempore Cæsar:

Surge, age, Musa, redi; surge, age, vive, Maro.

Inde mihi venient animo vigilata sereno

Carmina fatidico, carmina digna deo.

Hic tuus, hic vates dicar, dignissima coniunx,

Ne careas titulo nominis ipsa mei.

Cessabunt luctus, suspiria nulla subibunt,

Nulla tuas tinget roscida gutta genas.

Hic stringunt lachrymas trepidæ, mea cura, puellæ,

Nullaque de patris omine tristis erit.

Accedo miræ laudis succensus amore

Me trahit Anguigeri gloria summa ducis.

Laddove di difficile identificazione risulta il Cambius pur citato con particolare enfasi, il Melchior del v. 44 (UVB) potrebbe invece esser facilmente identificato in Melchiorre Bandini da Camerino, cavaliere del Sacro ordine gerosolimitano, segretario e visitatore per l’Ordine in Francia nel 1446, presidente e procuratore generale nella curia di Roma sotto Paolo II, nel 1451 sicuramente legato di Niccolò V, e amico carissimo del poeta che in piú luoghi dell’opera ne tesse le lodi.40 A quei passi che aprono uno spiraglio sulla dimensione piú intima e affettiva del poeta, l’orditura poetica affianca poi versi d’atmosfera cortigiana, una dimensione cui il Pandoni sintonizzò la sua vita, la sua poesia, la sua attività culturale. L’arrivo alla corte di Milano è immaginato da lui come l’approdo agognato che metterà fine alle sue miserie e alla disperazione della moglie e delle figlie (55–58 UVB):

Hic tuus, hic vates dicar, dignissima coniunx,

ne careas titulo nominis ipsa mei.

Cessabunt luctus, suspiria nulla subibunt,

nulla tua tinget roscida gutta genas.

L’ultima sezione del carme è animata da una ispirazione drammatica, fortemente invettiva e satirica, che si traduce anche in una strenua orditura retorica e in forti coloriture che rimandano al modello della satira di Giovenale. Un modello che, di contro al canone satirico classico che dichiarava sempre gli archetipi, non è mai esplicitamente citato dal poeta, ma emerge nell’intensa, violenta e sofferta intonazione. Il contesto improprio in cui è calata l’ispirazione invettiva ci mette dinanzi a uno dei tanti risultati della contaminazione di generi e forme cui gli umanisti amarono sottoporre la lezione dei classici, riattualizzandola e rifunzionalizzandola.41 E d’altra parte il Pandoni non era nuovo al genere satirico, dal momento che nel codice Conv. Soppr. J IX 10 (240) della Biblioteca Nazionale Centrale fiorentina, una delle piú complete raccolte dell’opera in versi del Pandoni, si legge alle cc. 44r–55r un lungo e complesso componimento (tuttora inedito) che reca sin dal titolo la definizione di Satyra (inc. Mene tibi facilem quondam caput orbis et una; expl. casta cupidine penetrarant tela sagictæ). A Giovenale riconduce senz’altro la tragica pittura della dilagante corruzione sociale che imbarbarisce Napoli (173–176 UV→145–148 B):

Nam mea Parthenope iam facta est barbara: mores,

Lingua habitusque virum barbariem redolet.

Non possum mores patriæ sufferre vetustæ,

Non possum Crassos Tantalidesque pati.

Da un lato, la satira III di Giovenale – con il suo complesso quadro di Roma come città in cui non c’è piú luogo per lavori onesti; anzi, in cui chi è onesto non può piú vivere42 – offre una trama su cui poggiare la denuncia del decadimento di Napoli; dall’altro, la prima satira dello stesso Giovenale, soprattutto nei vv. 87–117, fornisce l’apporto retorico dell’indignatio. L’uso del modello classico non è un mero ricalco, ma è come incanalato a rappresentare, in un’intensa attualizzazione, comportamenti e atteggiamenti (177–188 UV→149–160 B):

Hic nullus rerum pudor aut reverentia divii

Nullaque servatur gratia, nulla fides.

Strangulat hic omnes funesta pecunia, vincit

Bella Venus, vincit et Ganymedis amor.

Es leno impurus, placet alea, fallis amicos,

Es tandem dignus fulmine? Divus eris!

Quid refert viris tanto indulgere labori

Quidve bonas artes edidicisse iuvat?

Non est virtuti quisquam locus, usquam triumphat

Sanguinis atra sitis et comes invidia.

Corrupti mores, corrupta tempora magni

Principis in patriam qui tulit arma meam.

La matrice giovenaliana è svelata nella contaminazione dei versi 12–13 della decima satira: «sed pluris nimia congesta pecunia cura / strangulat et cuncta exuperans patrimonia census», che dà vita al verso sentenzioso Strangulat hic omnes funesta pecunia (v. 179 UV→151 B). Il recupero della preziosa tessera giovenaliana definisce il contesto poetico in cui l’autore intende muoversi nel costruire il complesso epilogo del carme: l’appoggio alla satira retorica di Giovenale legittima a un tempo l’orditura retorica dei versi e il temperamento incline al patethikon, in cui s’incunea anche la reale esperienza esistenziale dell’uomo e del poeta. L’alta moralità di cui il poeta si fa rappresentante e che lo costringe ad allontanarsi da una patria pure amata, onorata ed esibita come cifra d’identità e d’appartenenza vi spiega l’assoluto predominio della feroce denuncia moralistica, della decadenza del costume e della politica a Napoli e alla corte dei sovrani aragonesi. Il lusso d’oltremare importato dalla corte aragonese, la magnificentia esaltata dagli umanisti come la cifra connotante il regno di Alfonso, sono proposti in una luce negativa e considerati come la causa del disfacimento e della decadenza morale della città, dove non c’è piú posto per la virtú e su tutto trionfa la sete di sangue e l’invidia sua compagna, sanguinis atra sitis et comes invidia.43 Il riferimento a mores, lingua habitusque virum che puzzano di barbarie ha una sua pregnanza: si appunta infatti sugli specifici cambiamenti che investirono la società napoletana con l’entrata d’un sovrano straniero (e barbaro) che portava con sé i suoi funzionari da una terra lontana, innestando Napoli e il regno all’interno del sistema politico e amministrativo della corona d’Aragona.44Il Pandoni si appropria di motivi precisi della propaganda filo-aragonese e li rilegge in una prospettiva satirica e negativa alla luce del tipico moralismo suntuario che condannava le innovazioni di comportamenti sociali come mode cortigiane e ne identificava, cosí, la paternità nei costumi d’una corte allogena, estranea al mos maiorum napoletano. Ci troviamo, dunque, dinanzi a una vera e propria palinodia con doppia partitura, politica e moralistica, che pare voler rinnegare un decennio e piú di lodi e celebrazioni per Alfonso composte dal poeta, a partire dal Triumphus Alfonsi regis, il poemetto con cui l’umanista si presentò al Magnanimo ottenendone il favore.45 Un passo del secondo canto proprio del Triumphus ci offre un significativo termine di paragone per tale palinodia (vv. 94–120):

Sed tua Parthenope regum certissima sedes

Quæ tibi Romanos dederit servata triumphos,

Hanc cecinit regis memorandam in sæcula laudem:

‹Rex, decus Hesperiæ, genus alto e sanguine regum

Innumeros populos et regna ingentia centum

Qui subigis, proavos imitatus et alta parentum

Nomina, quo incolumi nullum sperare timorem

Possumus, o Siculi, spes tandem et gloria, salve.

Salve iterum dive Cæsar, salve omnibus une,

Une tamen dilecte Deis. Tibi sidera et auster

Militet æthereus, tua Mars tibi vota secundet,

Fortunetque armatus iter seu lætus ad Indos,

Ad Thetidis seu pergis aquas gelidosque Triones,

Seu Libyem irrigui terres trepida ostia Nili,

ut tua Cæsareis veneremur gesta triumphis.

Te mage nemo pius, bello nec clarior; adde

Iustitiam sanctamque fidem et moderamina rerum.

Dicam equidem in medium felicia tempora, dicam

Felicem hanc patriam et qui te sub Cæsare vivunt.

Te duce, parta quies populis, te pacis amatæ

Auctoremque ferunt; duce te, virtusque pudorque

Iam subeunt; periere simul scelus omne nefasque

Et scelerum damnata fides, periere tyramni,

Et, duce te, fulvi redierunt sæcla metalli.

Tu pacis fundator ades, nisi numina fallant,

Læta vetus veteres faciet tibi Roma triumphos

Altaque Cæsareas statuent Capitolia pompas›.46

Il poeta vi poneva sulla scena la città di Napoli che, personificata, prendeva la parola per rivolgere al vincitore Alfonso una lunga e accorata apostrofe celebrativa all’interno del trionfo allestito per il re conquistatore. I vv. 96–120 del Triumphus celebravano infatti Alfonso non solo quale re di stirpe essa stessa regale e guerriero vittorioso, ma anche quale pacis fundator, secondo uno dei motivi piú fortunati del mito del Magnanimo, quello del re pacificatore e garante di pace.47 L’iconografia alfonsina acquisí a tal punto il motivo che nelle medaglie coniate dal Pisanello il ritratto d’Alfonso è accompagnato dall’epigrafe Triumphator et pacificus; nelle iscrizioni dell’arco di trionfo Alfonso volle che fosse posta l’epigrafe «Alphonsus rex Hispanus, Siculus, Italicus, pius, clemens, invictus»; e nella pagina iniziale splendidamente miniata del codice 831 della fiorentina Biblioteca Riccardiana contenente i Gesta di Bartolomeo Facio, campeggia affianco alla figura di un guerriero su un cavallo bardato di rosso la scritta «Alfonsus rex pacis».48 All’esaltazione del valore guerriero del Magnanimo il poeta fa seguire nel Triumphus – ancora per bocca di Parthenope – il catalogo delle virtú di pietas, iustitia, fides, temperantia che il re incarna, annunciando poi i tempi nuovi che la città s’accingeva a vivere sotto la guida del re e della sua dinastia come novella e tà dell’oro (v. 116: Et duce te fulvi redierunt sæcla metalli), un’epoca di pace, priva di scelleratezze e di tirannie, secondo un topos particolarmente caro alla storiografia dinastica aragonese.49

Di contro al preludio celebrativo contenuto nell’antico poemetto composto un decennio prima, tra il ’43 e il ’44, in questo componimento il poeta individua nello sfarzo della corte alfonsina l’esca della dissolutezza che aveva travolto senza limiti la città, in piena sintonia con la letteratura non allineata (188–196 UV→161–168 B):

Emicat Astræi pennata per æthera virgo

Virgoque virginibus it comitata tribus.

Hei mihi, nulla sacris dantur sua dona poetis,

Virtutum nulla præmia, nullus honos.

Unus adulator socium ducit agmina et aures

Principibus hic solus datque adimitque sacri.

Non sic cognomen Tarquinum odere Quirites,

nomen ut exorret nescia turna meum.

Rispetto al mito della Napoli alfonsina il capovolgimento è perfetto: alla città sede di scuole d’antica tradizione sapienziale, alla capitale d’un regno governato da un principe che incarna un ben definito sistema di virtú sociali e politiche comprendente la clementia, la pietas e la iustitia, a quel locus d’edenica bellezza,50 il poeta oppone un luogo di disfacimento morale abbandonato dalla giustizia significata dalla dea Astrea, da ogni senso di religiosità e di rispetto significato dalle tre dee che formano il corteggio di Astrea, ovvero Fede, Speranza e Carità; insomma un luogo dove non c’è piú spazio per lo ius, per le arti liberali e, soprattutto, per la poesia. Al mito dell’età alfonsina come novella e tà dell’oro, come tempo di rinnovamento e di pace, il Pandoni contrappone un’attualità fatta da corrupti mores nei corrupta tempora d’un principe che ha osato volgere le armi contro la sua patria. E la contrapposizione, tutta giocata su di una precisa identità morale della città rinnegata e decaduta, trova nella figura d’Alfonso il suo fulcro, sicché al sovrano di cui la letteratura di corte vantava la provenienza spagnola, da una terra che aveva partorito a Roma una schiera d’illustri imperatori (di cui il Magnanimo sarebbe stato l’ultimo e piú eccelso rappresentante),51 il Pandoni oppone un principe straniero, sí, ma anche barbaro, che con i suoi costumi ha contaminato un’intera città;52 al sovrano connotato da una purezza quasi monacale dei costumi,53 il Pandoni contrappone il monarca d’una città dissoluta e in preda a devianti brame sessuali;54 al sovrano che si vuole l’incarnazione perfetta di un sistema di virtú comprendente fortitudo, clementia, iustitia e gravitas, protettore di artisti e poeti, giusta il mito costruito da Bartolomeo Facio nei Commentarii e da Antonio Panormita in quell’opera singolare e sfuggente che fu il De dictis et factis Alfonsi regis,55 il Pandoni sostituisce qui la figura di un principe aggressore (v. 188 UV→160 B: in patriam qui tulit arma meam), ma debole, in quanto assoggettato alla volontà di un adulatore che ne disserra e richiude a proprio piacimento le orecchie. La citazione dell’adulatore, poi, non è solo mera rievocazione letteraria della adulandi gens prudentissima di Giovenale 3, 86, ma anche rappresentazione icastica della realtà subita dall’umanista: l’adulatore subdolo la cui figura vien posta all’apice del fosco quadro di dissolutezza che coinvolge insieme corte e città va infatti identificato in Antonio Panormita, influente consigliere del Magnanimo e nemico giurato del Pandoni:56 l’incompatibilità tra i due che, determinata da radicali differenze di carattere, di gusti poetici, di schieramenti ‹politici›,57 si fa risalire persino al 1432–33, seppur intervallata da periodi d’apparente non belligeranza rese sempre tumultuose le loro relazioni.58

Il disperato sfogo autobiografico si condensa poi in una nota sentenziosa di sapore liviano (cfr. Liv. 2, 2, 3), in cui il poeta dichiara che ormai a Napoli il suo nome è odiato piú di quanto fosse quello dei Tarquinii a Roma. Il doloroso addio a Napoli s’acquieta allora solo nella speranza d’esser accolto alla corte sforzesca e nella promessa finale di un canto (tipica prassi del Pandoni) che avrà a oggetto i fortia facta del duca (vv. 197–204 UV→169–176 B):

Ergo vale, o præsul, divina e prole Columnæ,

solus honestatis splendor honorque lyræ.

Et vos, o nati, vos, coniugis ora pudicæ,

Turba puellarum, quæ mea corda premis.

Nam mea Sforcigenam plenis petet aurea velis

Musa ducem, cuius fortia facta canam.

Hic pacem bellumque gerit sub fortibus armis:

Dat Latio leges et favet ingeniis.

Ma anche quei versi che modellano il ritratto dello Sforza su quello di condottieri e sapienti politici dell’Antichità (Hic pacem bellumque gerit sub fortibus armis: / dat Laio leges et favet ingeniis) è una palinodia di versi antichi in cui il poeta s’era scatenato contro lo Sforza dipingendolo come un tiranno perverso e ingiusto59 – contraddizione, questa, concessa dalla pragmatica etica adottata da un intellettuale alla ricerca di mecenati, di stipendî e di privilegi.

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Et grauior Scythico mihi uisa Bononia caelo

Das ‚gefühlte Exil‘ Ludovico Emilio Boccabellas

Burkhard Krieger (Leipzig)

Zunächst soll der weitgehend unbekannte Dichter Ludovico Emilio Boccabella kurz vorgestellt werden, um anschließend die Darstellung seines „Exils“ zu untersuchen, inwieweit sie der historischen Wahrheit entsprechen kann oder ob sie eher auf literarischem Spiel nach dem Vorbild Ovids beruht.

Der aus einer adligen Familie stammende Dichter Ludovico Emilio Boccabella,1 bisher im „Dizionario Biografico degli Italiani“ unter dem Namen Paolo Emilio Boccabella geführt,2 kommt aus Rom und ist im Jahr 1453 geboren. Eine gewisse Bedeutung hat er durch sein Mitwirken in der Römischen Akademie um Pomponio Leto erlangt, eine der schillerndsten Figuren des Humanismus in Italien des Quattrocento. Dadurch kam Boccabella, wie sich auch anhand seiner Gedichte belegen lässt, mit sehr vielen weiteren zeitgenössischen Größen in Kontakt, darunter Bartolomeo Platina, Domizio Calderini, Giannantonio Campano, Francesco Filelfo und Porcelio de’ Pandoni. Bekannt ist Boccabella auch durch sein Mitwirken an einer gedruckten Gedichtsammlung für Alessandro Cinuzzi, einen Pagen Pietro Riarios.3

Nachdem sein erster Mäzen, der Kardinal Pietro Riario, im Januar 1474 überraschend verstorben war, fand Emilio Boccabella wohl noch im gleichen Jahr mit dem Kardinal Francesco Gonzaga aus Mantua einen neuen Förderer. Doch unter Gonzagas Ägide musste Boccabella im Jahr 1475 Rom verlassen. Auf Betreiben seines neuen Mäzens war er gezwungen, nach Bologna zu gehen, um dort ein Jurastudium aufzunehmen. Im September 1480 wurde Boccabella jedoch in Bologna von seinem Bruder Alessandro Boccabella vermutlich während eines Streits erstochen.

Sein früher Tod erklärt das überschaubare literarische Erbe des Dichters, das hauptsächlich auf vier Epigrammbüchern beruht, die in ihrer Gesamtheit allein in der Handschrift Weimar, Herzogin Anna Amalia Bibliothek, Q 114, überliefert sind. Weitere Überlieferungsträger einzelner Bücher sind die Handschriften Vatikanstadt, Biblioteca Apostolica Vaticana, Vat.lat. 3603 (Buch 1); ibidem, Ottob.lat. 2280 (Buch 1–3); Venedig, Biblioteca Nazionale Marciana, XII 178 (= 4025, Buch 4).

Die Aufnahme des Studiums in Bologna bildet einen Bruch in der Biographie Boccabellas. Zu seinem Gang in die „gelehrte Stadt“ schreibt er in dem Gedicht Io. Francisco de Gonzaga (2, 3, 5–12), das sich an Giovanfrancesco Gonzaga richtet, den jüngeren Bruder Francesco Gonzagas, folgendes:4

Accipe Felsineae quid agam nouus accola terrae

Quiue recens patria traxit ab urbe calor.

Romulides quondam ueluti studiosus Athenas

Aut Rhodon aut Tharson excoluitque Pharon,5

Hic ego sic aliquos statui dare legibus annos,

Consilio fratris praesidioque tui.

In proprijs Laribus permissa licentia rerum

Ad palmam recta non sinit ire uia.

(Höre, was ich als neues Bewohner der Erde Bolognas mache,

Oder welcher Eifer mich aus der heimatlichen Stadt geschleppt hat.

Wie einst der wissbegierige Nachkomme des Romulus Athen,

Rhodos, Tharsos oder Pharos beehrt hat,

So habe ich beschlossen, hier einige Jahre den Gesetzen zu widmen,

Auf den Ratschlag und unter dem Schutz deines Bruders.

In den eigenen Laren lässt mich die erlaubte Zügellosigkeit in den Dingen

Nicht auf dem rechten Weg zur Siegespalme marschieren).

Mit dem Verb statui deutet Boccabella zwar an, dass die Entscheidung, Rom zu verlassen und ein Studium in Bologna aufzunehmen, auf ihn selbst zurückgeht. Aber im Pentameter des gleichen Distichons lässt er keinen Zweifel darüber aufkommen, dass die treibende Kraft hinter dieser Entscheidung der Bruder Giovanfrancesco Gonzagas war, d.h. sein neuer Mäzen Francesco Gonzaga. Boccabella stand in einem Klientelverhältnis gegenüber seinem Mäzen, wie er in der Prosapräfatio zum vierten Buch darlegt:

[…] quin ad innocentiam fidem obseruantiamque nominis tui dies ac noctes plurimas assumpsi, ut optimum clientem decet […].

([…] ja ich habe sogar zur Rechtschaffenheit, Ehrenhaftigkeit und Hochachtung deines Namens Tage und Nächte auf mich genommen, wie es sich für einen sehr guten Klienten gehört […]).

Das Studium in Bologna trat Boccabella wohl im Jahr 1475 an. Dies geht aus der Präfatio des zweiten Buchs hervor, in dem Boccabella vom „im vorherigen Jahr aufgenommenen Studium“ spricht:

Etsi uereor a multis argui posse hoc mihi studium carminis repetitum, quod superiore anno missum feci legibus omnem uitam atque operam daturus […].

(Wenn ich auch fürchte, dass [mir] von vielen diese von mir wieder aufgegriffene Begeisterung um die Dichtung vorgeworfen wird, welche ich im vorherigen Jahr niedergelegt hatte, als ich [mein] ganzes Leben und alle Mühe den Gesetzen widmen wollte, […]).

Seine Studienzeit in Bologna stellt Boccabella in seinen Gedichten als ein seelisches Martyrium dar, das in erster Linie mit Heimweh begründet wird.6 Wiederholt (in mehr als zehn Gedichten) bittet er seinen Mäzen Francesco Gonzaga darum, ihn nach Rom zurückgehen zu lassen (2, 1; 2, 15; 2, 30; 2, 32; 2, 43; 2, 48; 2, 56; 3, 1; 4, 7). Bereits in Gedicht 2, 1, keine zwei Jahre nach Beginn seines Studiums in Bologna, lässt Boccabella diesen Wunsch vorsichtig anklingen (19–20):

Forsitan et nostri non immemor unus et alter

Te capient, ut me tunc redijsse putent.7

(Vielleicht wird der eine oder andere, der unser nicht uneingedenk ist,

Dich einnehmen, damit sie glauben, dass ich dann zurückkehre).

Die nächste Andeutung erfolgt in dem Gedicht Ad Musam (2, 15, 11–12):

Illuc Felsinea ueniam cessurus ab urbe,

In qua me studij uita seuera tenet.8

(Dorthin [sc. Rom] werde ich kommen, indem ich die Stadt Bologna verlassen werde,

In der mich das harte Leben des Studiums festhält).

Die Härte des Studiums, über die sich Boccabella beklagt, uita seuera studii, muss sich allerdings nicht auf Boccabellas Heimweh beziehen, sondern kann auch allein auf das Studium und den großen Konkurrenzkampf gemünzt sein, der an der Universität herrschte und der dem – nicht nur in diesem Gedicht – kranken Dichter eventuell auf das Gemüt schlug.9 Die Betonung, dass der Gang in seine Heimatstadt Rom ihn von dem Druck des Studiums befreie, ist jedoch als Indikator zu sehen, dass ihm nicht nur das Studium, sondern auch Bologna als Stadt missfällt.

In Gedicht 2, 32, 1–4, das sich an Domenico Foschi richtet, wird Boccabella konkreter. Domenico Foschi stammte aus Rimini und lebte, wahrscheinlich als Schreiber in der Kanzlei, schon länger in Bologna. Darüber wundert sich Boccabella in seinem Gedicht. Er bringt sein Unverständnis darüber zum Ausdruck, dass Domenico Foschi bereits acht Jahre lang in Bologna lebe, wohingegen er selbst es kaum so viele Monate ausgehalten habe:

Octonos tenuit te Felsina docta per annos

In patriam nec mens ulla redire tibi est.

Ipse ego uix potui laetus tot uiuere menses,

Hic sitio Latiam dum remeare domum.10

(Acht Jahre lang hält dich das gelehrte Bologna

Und du trägst keinen einzigen Gedanken, in die Heimat zurückzukehren.

Ich selbst habe kaum so viele Monate [hier] fröhlich leben können,

Während ich mich hier danach sehne, nach Hause zurückzukehren).

Die Verse sind ein Hinweis darauf, dass Boccabella das gelehrte Bologna geradezu als ein „Provinznest“ ansieht. In diese Richtung weist auch eine despektierliche Äußerung in Gedicht 4, 41, 24. Dort schimpft er Bologna einen ager sterilis.

Neben der Strenge des Studiums und der Verachtung der Stadt führt Boccabella als weiteren Ablehnungsgrund für einen weiteren Aufenthalt in Bologna das dortige Klima an. Mehrfach schreibt er seinem Mäzen Kardinal Francesco Gonzaga, dass in Bologna „skythische Zustände herrschten“,11 beginnend in Gedicht Cardinali Mantuano (2, 43, 11–12):

Et grauior Scythico mihi uisa Bononia caelo,

Quae ter in Elysias paene coegit aquas.

(Und schlimmer als der skythische Himmel scheint mir Bologna,

das mich dreimal fast zu den elysischen Wassern zwang).

Das skythische Klima Bolognas habe Boccabella bereits mehrmals beinahe in die Unterwelt befördert. Mit der Übernahme des ovidischen, in der neulateinischen Dichtung sonst nicht belegten Ausdrucks Scythicum caelum (Ov. Pont. 4, 9, 81: quaere loci faciem Scythicique incommoda caeli) weist Boccabella darauf hin, dass er sich in Bologna als Exilant wie Ovid in Tomis bei den Geten fühlte.

In dem Gedicht Diuo Francisco Cardinali Mantuano (3, 1, 16–21) folgt die nächste Klage:

Quare me Ioue crassiore natum

Romano gelidus molestat äer

Felsinus studio datum Mineruae.

Annus uix abijt quater citatus

Inferni Ditis horrui tribunal.

Nec dum squalor abest. […]12

(Deshalb belästigt mich, der ich unter einem dichteren Himmel geboren bin,

Dem römischen, die eiskalte Luft

Bolognas, mich, der ich mich dem Studium der Minerva hingegeben habe.

Kaum geht ein Jahr hinweg, [schon] viermal herbeigerufen

Habe ich gezittert vor dem Gericht des unterweltlichen Dis.

Noch [immer] ist die Unwirtlichkeit nicht fern. […]).

Auch hier wird das Motiv der Kälte angeführt, verbunden mit dem anschließenden Verweis auf die Unwirtlichkeit des Exilortes. Schon Ovid schildert z.B. in Trist. 3, 10 die Winter in Tomis, die für ihn eine große physische und seelische Belastung bedeuteten. Verknüpft werden die ovidischen Exilklagen über die Kälte und die barbarischen Zustände in Tomis mit dem Motiv der Krankheit, wie es in Trist. 3, 3, aber auch Tib. 1, 3 auftaucht. Dort befindet sich Tibull, der seinen Mäzen Messalla begleitet hatte, krank auf der Insel Corcyra.

Die drastischer werdenden Schilderungen von Kälte, Unwirtlichkeit und Krankheitsfällen in Bololgna dienen Boccabella dazu, seinen Mäzen Francesco Gonzaga – wie einst der verbannte Ovid Augustus – wiederholt darum zu bitten, ihn nach Rom zurückkehren zu lassen. Diese Bitte folgt auch nach dem oben zitierten Ausschnitt aus Gedicht 3, 1, in den Versen 21–24:

[…] Ut ergo possim,

Quod restat mihi, mitiore caelo

Sanus ducere tempus otiosum,

Da sedem placidae nouam quieti, […]

([…]. Damit ich es daher vermag,

Was mir verbleibt, unter einem milderen Himmel

Die der Muße ergebenen Zeit gesund zu verbringen,

Gib einen neuen Wohnsitz von gefälliger Ruhe, […]).

Der Ausschnitt verdeutlicht, dass sich Boccabella während seines Aufenthalts in Bologna als Flüchtling fühlt. Der Ausdruck da sedem wird von römischen Epikern in einschlägigem Kontext verwendet, und zwar in den Punica des Silius Italicus, wo Venus das Schicksal ihres Sohnes Aeneas beklagt, da sedem, genitor (Sil. 3, 567), und in Statius’ Thebais, wo Bacchus sich als Opfer Juppiters betrachtet, da sedem profugo (Theb. 7, 182). In Boccabellas Gedicht 4, 7, das sich an einen Freund richtet, der krank darnieder liegt, bringt der Dichter seine ganze Verbitterung über das Leben in Bologna zum Ausdruck (10):

Hic uitam mihi perditam recepi.13

(Ich habe hier [in Bologna] ein mir hoffnungsloses Leben aufgenommen).

Die von den Humanisten gerne benutzten Motive des Nordens, der Kälte bzw. des Winters und der Krankheit bis hin zum Tod in der Fremde leiten sich, wie Bernhard Coppel in Bezug auf den Humanisten Petrus Lotichius Secundus (1528–1560) bestätigt, „archetypisch von der Elegie her: Das Nord- und Wintermotiv von der Exilpoesie Ovids, das Gedichtthema des se aegrotante von Tibulls Krankheit auf der Insel Corcyra und von Ovids Krankheit in Tomis.“14 Es liegt auf der Hand, dass Boccabella mit dem Rückgriff auf die beiden römischen Elegiker, aber auch auf Statius und Silius Italicus ein literarisches Spiel betreibt. Denn wie sollten die Klagen über das skythische Bologna in den Ohren seines Mäzens Francesco Gonzaga geklungen haben, an den die Gedichte mit Bitte um eine Rückkehr nach Rom gerichtet sind? Ovid konnte mit seinen Klagen über die barbarische Kälte bei aller Übertreibung noch ein gewisses Maß an Überzeugungskraft gewinnen, allein aus Unwissenheit der Leser über seinen fernen Verbannungsort.15 Doch in Anbetracht der Tatsache, dass Francesco Gonzaga aus dem – von Bologna aus betrachtet – nördlicheren Mantua stammte, liegt die Vermutung nahe, dass Boccabellas Klagen über die skythische Kälte in der emilianischen Universitätsstadt bei Gonzaga eher für Erheiterung sorgten und nicht ernst genommen wurden. Mit Blick auf Boccabellas Darstellung seines ‚Exils‘ in Bologna stellt sich daher die Frage nach dem Verhältnis von literarischer Fiktion und historischer Wahrheit.

Es ist möglich, dass Boccabella aufgrund seines Gesundheitszustands die Winter in Bologna als hart empfunden hat. In seinen Gedichten thematisiert er auffällig oft, mindestens elf Mal (2, 15; 2, 24; 2, 30; 2, 45; 2, 48–49; 2, 56; 3, 36; 3, 62; 3, 63; 4, 64), eine eigene Erkrankung. Trotz des bereits dargelegten literarischen Spiels, das hier in Anlehnung an Tibull und Ovid geboten wird, sind die Krankheiten keine bloße Erfindung, was sich zumindest für das Gedicht Ad Musam 2, 15 belegen lässt. Dort schreibt Boccabella, dass er todkrank gewesen sei (1–2):

Iam prope me Stygia Charon deduxerat unda,16

Visus et ex oculis non nisi mortis erat.

(Schon hatte mich Charon fast auf dem stygischen Gewässer fortgeführt,

Und aus meinen Augen kam kein Blick außer dem des Todes).

Dass es sich nicht nicht um eine reine Hyperbel handelt, um Mitleid zu erregen und dem in 2, 15, 11 geäußerten Wunsch Nachdruck zu verleihen, Bologna verlassen zu dürfen, beweist das nachfolgende Gedicht Baptistae Mantuano Poetae (2, 16). Es richtet sich an einen der berühmtesten und angesehensten Dichter seiner Zeit, Giovanni Battista Spagnoli (Baptista Mantuanus), den Erasmus in einem Brief Vergilius Christianus nennt.17 In diesem Gedicht bedankt sich Boccabella bei Spagnoli für ein Gedicht an Apollon, in dem dieser den Heilgott gebeten habe, sich für die Gesundheit seines Freundes einzusetzen:

Carmine, quo nostrae Phoebum, Baptista, saluti

Sollicitas, maius nemo dedisse potest.

Tum quia testatur ueri graue pectus amici

Et uideor membris firmior esse meis.

(Niemand kann etwas Größeres gegeben haben als das Gedicht,

Mit dem du, Battista, Phöbus, für unsere Gesundheit tätig werden ließest.

Daraufhin, weil es die kranke Brust des wahren Freundes bezeugt,

scheine ich kräftiger in meinen Gliedern zu sein).

Tatsächlich findet sich in Spagnolis Silven das Gedicht (2, 7). In dessen Überschrift und in den ersten beiden Versen ist herauszulesen, dass Boccabella krank ist und Apollon daher um Hilfe angerufen wird:

Deprecatio pro salute Aemylii Romani

Phoebe quid Aemylio febrem sinis esse molestam?

In tua quid iuris corpora languor habet?18

(Bitte um Gesundheit für Aemilius Romanus

Phöbus, warum lässt du zu, dass Aemilius ein beschwerliches Fieber hat?

Welche Macht hat die Mattigkeit über deinen Körper?).

Der Kontext des Gedichts legt nahe, dass mit Aemilius Romanus Ludovico Emilio Boccabella gemeint ist, zumal in den Handschriften Boccabellas eigene Epigrammbücher mit diesem Namen versehen sind. Spagnolis Gedicht ist ein Beleg dafür, dass Boccabella tatsächlich von einem Fieber befallen war und in Gedicht 2, 15 somit kein rein literarisches Spiel mit dem Krankheitsmotiv in der Ferne vorliegt.19 Boccabella nimmt die Krankheit, die der historischen Wahrheit entspricht, als Grundlage, um darauf hinzuweisen, wie grausam ein Tod fern der Heimat wäre. Er teilt hier die gleiche Angst, wie sie bereits Tibull äußert (Tib. 1, 3, 3–4):

Me tenet ignotis aegrum Phaeacia terris,

Abstineas avidas, Mors, modo, nigra, manus.

(Mich hält krank in unbekannen Landen Corcyra,

Halte nur, schwarzer Tod, deine gierigen Hände fern).

Auch Ovid fürchtet sich, wie aus Trist. 3, 3, 3–4 hervorgeht, um seine Gesundheit, während er sich fern der Heimat in Tomis befindet:

Aeger in extremis ignoti partibus orbis,

Incertusque meae paene salutis eram.

(Krank in der entlegensten Gegend eines unbekannten Erdkreises

und fast ungewiss bezüglich meines Heils war ich).

In dem Gedicht Io. Baptistae Mantuano phisico (3, 64) rekurriert Boccabella auf Spagnolis Apollon-Gedicht, indem er ihn, den Dichter und Karmeliter, scherzhaft einen Arzt, physicus, nennt, der ihn durch sein Apollon-Gedicht geheilt habe.

Vor diesem Hintergrund ist auch Boccabellas Gedicht Ad quartanam von Bedeutung, in dem er das Quartanfieber schildert, an dem leide (3, 36, 1–4 und 16–18):

Febris pessima, quando te carebo

Totis noxia uiribus meoque

Demens ingenio lyrale plectrum,

Instans pectore sublatenter aegro.

[…]

Infers arctibus anxium sitimque.

In te non Phylarae genus tuetur.

Nostram ne rediens premas salutem!

(Schlimmstes Fieber, wann werde ich dich entbehren,

Du, allen Kräften schädlich, meinem

Verstand das poetische Plektrum wegnehmend,

Verborgen unter der kranken Brust drohend?

[…]

Du bringst den Gliedern Angst und heißes Verlangen.

Gegen dich schützt nicht das Geschlecht der Philyra.

Setze nicht mit deiner Rückkehr meinem Wohlergehen zu!).

Die hier zum Schluss geäußerte Angst um eine Rückkehr des Quartanfiebers ist nicht unbegründet, denn dieses heimtückische Fieber kann nach der Infektion noch fünfzig Jahre lang immer wieder aufbrechen.20 Die gesundheitliche Anfälligkeit, die Boccanalla in seinen Gedichten wiederholt suggeriert, ist aller Wahrscheinlichkeit nach darauf zurückzuführen, dass er an dieser langanhaltenden und unheilbaren Form der Malaria litt. Dieser Umstand rückt Boccabellas Sorge, fern der Heimat zu sterben, in ein realistischeres Licht, fernab bloßer dichterischer Übertreibung. Wie eng die Krankheit, aegritudo, an den Begriff Furcht, timor, gebunden ist, zeigt Cicero, der ebenfalls das Schicksal des Exils erleiden musste, in seinen philosophisch-rhetorischen Schriften auf.21

Boccabella war demnach ein gesundheitlich angegriffener junger Mann, der sich seinen Lebenswandel in Rom zurückwünschte, wie er ihn unter dem großzügigen Mäzen Pietro Riario genossen hatte. Seine Klagen über Bologna bergen einen historischen Kern: Die Ferne von seiner Heimat, seiner Familie (außerhalb Roms lassen sich kaum Spuren der Familie Boccabella nachweisen) und seiner Freunde, gerade jener aus der Römischen Akademie. Genau auf diese fehlende Wärme verweist Boccabella, wenn er seinem Mäzen in dem Gedicht Diuo Francisico Cardinali Mantuano (2, 34, 3–4) schreibt:

Diuidor a patriae longum complexibus urbis.22

Externa iaceo solus et aeger humo.23

(Weit abgeschnitten bin ich von den Umarmungen der heimatlichen Stadt [sc. Rom]

Auf fremdem Boden liege ich allein und krank).

Ihm fehlen die Umarmungen, d.h. die Geborgenheit und der Schutz seitens der Familie und der Freunde. Beides suchte er in Bologna vergeblich, wo er ein hartes Studium zu absolvieren hatte, das ihm nicht gefiel. Hinzu kam das Los einer regelmäßig auftretenden schweren Krankheit, die bewirkte, dass sich Boccabella wie einst Ovid in Tomis oder Tibull auf Corcyra (ob oder inwieweit diese antiken Szenarieren real sind, ist eine andere Frage) gefühlt haben mag: Er fühlte die Angst vor einem Tod in der Ferne, weshalb seine übertriebene Klagewut über das skythische Klima in Bologna und sein Betteln um eine Versetzung nach Rom in ähnlicher Weise und ebenso oft zu vernehmen ist wie die Klagen Ovids in den Tristia und den Epistulae ex Ponto. In diesem Sinne weisen Boccabellas Gedichte ein nicht unerhebliches Maß an autobiographischer Qualität auf, wie sie für humanistische Dichter nicht untypisch ist.24

Wie sehr Boccabella auf eine Versetzung nach Rom hoffte, zeigt zu guter Letzt seine poetische Bitte an Platina, einen guten Freund aus der Römischen Akademie, der unter Papst Sixtus IV. Bibliothekar der Bibliotheca Apostolica Vaticana geworden war (3, 67, 3–6):

Dum potes absentis fortunam tollere amici,

Officium praesta grande piumque tuum!

Viuimus in studio patria procul urbe remoti.

Paene quater campos uidimus Elysios.

(Solange du das Los des abwesenden Freundes beheben kannst,

Gewähre dein großes und väterliches Pflichtbewusstsein!

Wir leben während des Studiums weit entfernt von der väterlichen Stadt,

Viermal haben wir fast die elysischen Gefilde gesehen).

Boccabella bittet hier den einflussreichen Platina um einen Posten an der Kurie, um seinem Schicksal in Bologna zu entgehen und sich dem Einfluss seines Mäzens zu entziehen. Am Ende war Boccabella jedoch wie Ovid genau jenes Los beschieden, das er unter allen Umständen zu vermeiden suchte: Der Epigrammatiker starb 1480 in Bologna, also in der Stadt, die er einerseits mit Hilfe der altbekannten Nord-, Kälte- und Krankheitstopik literarisch zu einem Schreckensort stilisierte und die er andererseits tatsächlich immer dann als Exil empfunden haben dürfte, wenn er von schweren Krankheiten oder der Rückkehr des Quartanfiebers betroffen war. Die so immer wieder neu entfachte Todesangst überwog insgesamt den Schmerz über den von Gonzaga erzwungenen Heimatverlust.

Literaturverzeichnis

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Garcea, Alessandro: Cicerone in esilio. L’epistolario e le passioni, Hildesheim 2005 (Spudasmata, Bd. 103).

Garnham, Percy Cyril Claude: The myth of quartan malaria (Haemamoeba laverani var. quartana Labbé, 1894), Transactions of the Royal Society of Tropical Medicine and Hygiene 75, 1981, 616–617.

Helzle, Martin: Fiktion und Realität in Ovids Exildichtung am Beispiel Epistulae Ex Ponto IV 7, Würzburger Jahrbücher für die Altertumswissenschaft 30, 2006, 139–152.

Krieger, Burkhard: Ludovici Aemilij Buccabellae epigrammatum libri quattuor. Erstedition des dritten Buchs mit Übersetzung und Kommentar sowie einer Biographie des Autors, Dissertation Universität Leipzig 2017 (noch in der Publikation befindlich).

Nagle, Betty Rose: The Poetics of Exile. Program and Polemic in the Tristia and Epistulae ex Ponto of Ovid, Brüssel 1980 (Collection Latomus, Bd. 170).

Robert, Jörg: Lyrische Experimente mit dem Leben, IASL(online) 14.5.2003 [http://swbplus.bsz-bw.de/bsz087088088rez.htm, Abruf am 12.09.2018].

Schäfer, Eckart: Lotichius’ Liebesdichtung – ein Experiment mit dem Leben, in: Ulrike Auhagen / Eckart Schäfer (Hgg.): Lotichius und die römische Elegie, Tübingen 2001 (NeoLatina, Bd. 2), 241–298.

Stevens, Benjamin: Per gestum res est significanda mihi: Ovid and Language in Exile, Classical Philology 104, 2009, 162–183.

Tissoni Benvenuti, Antonia: L’Orfeo del Poliziano. Con il testo critico dell'originale e delle successive forme teatrali, Padua 1986.

Trombetti Budriesi, Anna Laura: L’esame di laurea presso lo Studio bolognese. Laureati in diritto civile nel secolo XV, in: Gian Paolo Brizzi (Hg.): Studenti e università degli studenti dal XII al XIX secolo, Bologna 1988 (Studi e memorie per la storia dell’Università di Bologna, Bd. 7), 137–191.

Wesche, Markus: Formosissimus puer. Gedichte auf den Tod des Pagen Alessandro Cinuzzi 1474, Hamburg 2009 (Bibliothek rosa Winkel, Bd. 50).

Plutarchus exilium nostrum solatus est

Angelo Barbatos lateinische Übersetzung von Plutarchs Περὶ φυγῆς (1516)

Boris Dunsch (Marburg)

Am 12. Juni 1516 erschien in Rom bei Giacomo Mazzocchi die erste uns bekannte lateinische Übersetzung von Plutarchs De exilio (Περὶ φυγῆς). Ihr Übersetzer war Angelo Barbato,1 ein aus Padua2 stammender, heute nur wenig bekannter Humanist geistlichen Standes, als dessen Wirkungszeit sich grob das letzte Jahrzehnt des 15. und die ersten drei des 16. Jahrhunderts bestimmen lassen.3 Er widmete sein Werk Papst Leo X., dem vormaligen Kardinal Giovanni de’ Medici, der sich im dritten Jahr seines Pontifikats befand. Im vorliegenden Aufsatz sollen die Intentionen untersucht werden, die Barbato mit der Anfertigung dieser Übersetzung verfolgt haben könnte; in diesem Kontext werden die soziale Funktion, ein Patronageverhältnis zu den Medici zu etablieren oder auszubauen, und die Selbstdarstellung Barbatos als Gelehrter in den Blick kommen, nicht zuletzt vor dem Hintergrund, dass er selbst möglicherweise von Exil oder zumindest unfreiwilliger Heimatferne betroffen war und er die Exilthematik im Widmungsschreiben an den Papst direkt anspricht. Schließlich soll der lateinische Text der Übersetzung anhand einiger ausgesuchter Beispiele vorgestellt und kurz charakterisiert werden.

Barbatos Erfolg im Kontext der Plutarchrezeption im 16. Jahrhundert

Schon bald nach ihrer Erstpublikation erfreute sich Barbatos Übersetzung einer schnellen und nachhaltigen Popularität. Bereits 1517 wurde sie in Paris von Gilles de Gourmont und in Nürnberg von Friedrich Peypus erneut gedruckt. Ein Jahr später erschien sie in Basel bei Johann Froben in einer Auswahl lateinischer Übersetzungen aus den Moralia, die unter anderem von so illustren Gelehrten wie Erasmus, Melanchthon und Pirckheimer verfasst worden waren. Auch danach findet sie sich in wichtigen Anthologien lateinischer Plutarch-Übersetzungen, so z.B. in zwei Sammlungen aus Basel, gedruckt von Andreas Cratander (1530) bzw. Michael Isingrin (1541), im ersten Band der Anthologie von Sebastian Greyff (Lyon 1542), in einer von Michel de Vascosan gedruckten Pariser Anthologie (1544), in einer Auswahl von Johan Haynpol, die ebenfalls bei Isengrin erschien (1553–1555), schließlich in der zweisprachigen Genfer Plutarch-Gesamtausgabe von Henri Estienne (1572).1 Neue lateinische Übersetzungen von Περὶ φυγῆς legten 1570 Wilhelm Holtzmann (Xylander) und 1573 Hermann Crüser (Cruserius) vor.2 Auch ohne hier den Details der facettenreichen Rezeptionsgeschichte von Barbatos Übersetzung nachgehen zu können, lässt sich konstatieren, dass sie eine bemerkenswerte Karriere gemacht hat. So nimmt es nicht wunder, dass sich eine direkte Rezeption seiner Übersetzung z.B. bei Philipp Melanchthon,3 Konrad Peutinger,4 Johannes Castelius5 und Jacques Amyot6 nachweisen lässt.

Obwohl die Publikations- und Rezeptionsgeschichte der Übersetzung Barbatos sicherlich als Zeichen dafür gedeutet werden darf, dass man die Qualitäten seiner lateinischen Prosa zu schätzen wusste, ist ihre weite Verbreitung damit allein nicht erklärt. Vielmehr kann man spätestens seit Beginn des 16. Jahrhunderts allgemein einen weiteren Aufschwung des schon seit längerer Zeit bestehenden7 Interesses an Plutarch (zunächst vor allem an den Vitae) in Italien und, mit kurzer Verzögerung, auch in anderen Ländern wie Frankreich und Deutschland feststellen. Dieses Interesse manifestierte sich nicht zuletzt in einer Vielzahl lateinischer Übersetzungen einzelner Viten, aber auch einiger Traktate aus den Moralia.8 Übersetzungen dieser Art wurden zum einen als Hilfsmittel für den Unterricht im Griechischen verwandt,9 dienten aber zum anderen wegen ihrer mit zeitgenössischer Ethik weitgehend kompatiblen, gleichsam salonfähigen Inhalte10 auch als beliebte moralpädagogische Lektüren für den Nachwuchs der höheren Stände.11 Von dieser Entwicklung hat Barbatos Übersetzung profitiert. Sie war, so kann man sagen, zur rechten Zeit und am rechten Ort publiziert worden.

Im Laufe der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts hatten bereits Plutarchs Vitae, meist in lateinischen Übertragungen, die Aufmerksamkeit einer vergleichsweise großen Leserschaft gefunden,12 was nicht zuletzt den Bemühungen des florentinischen Kanzlers Coluccio Salutati (1331–1406) zu verdanken war.13 Ebenfalls in Florenz wurden einige Jahrzehnte nach Salutatis Zeit eine Reihe einzelner Biographien Plutarchs ins Lateinische übersetzt und verschiedenen Mitgliedern der Medici-Familie gewidmet. Im Laufe des 15. Jahrhunderts wurden auch Übersetzungen einzelner Traktate aus den Moralia angefertigt, so z.B. um 1440 eine des Septem sapientium convivium durch Giovanni Aurispa.14 In der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts wird die Beschäftigung mit den Moralia intensiver, was sich vor allem an der Zahl der ins Lateinische übertragenen Abhandlungen ablesen lässt.15

Mit der im Jahr 1509 bei Aldus Manutius gedruckten, von Demetrios Dukas16 besorgten Editio princeps17 der Moralia erfuhr diese Entwicklung weiteren Auftrieb. Mit der Publikation der Aldina lag der griechische Text in einer Gesamtausgabe vor, die in der Folgezeit viele Gelehrte zur Anfertigung lateinischer Übersetzungen einzelner Traktate aus den Moralia inspirierte. So hat z.B., den Trend der Zeit erkennend, Erasmus 1513–1526 bei Johann Froben lateinische Übersetzungen von elf Traktaten vorgelegt.18 Trotz beachtlicher Aktivitäten wie dieser war es, wie es scheint, vor 1516 zu keiner Publikation einer lateinischen Übertragung von Περὶ φυγῆς gekommen. Die Gelegenheit, eine solche zu publizieren und sich auf diese Weise in den zeitgenössischen gelehrten Diskurs einzuschreiben war also günstig. Barbato hat sie erkannt und ergriffen. Im Folgenden sollen zunächst die Intentionen, die Barbato mit der Anfertigung der Übersetzung und ihrer Zueignung an den Papst verfolgt hat, näher untersucht werden.

Barbatos Intentionen – Eine Untersuchung des Widmungsschreibens an Leo X.

Barbato widmete seine Übersetzung Papst Leo X. Dass er mit dieser Zueignung weiter gehende Zwecke verband, macht bereits der Titel der Dedikation deutlich, in dem er von seiner seiner Mittellosigkeit spricht und den Text geradewegs als supplicatio bezeichnet: AD LEONEM DECIMVM PONTIFICEM / maximum Angeli barbati pro inopia sua inplu-[sic]/tarchi exilium supplicatio.1 Gleich in den ersten Sätzen der Widmung nimmt er einen möglichen Einwand vorweg, den man gegen die Zueignung an den Papst anführen könnte: Etsi hoc Plutarchi de exilio opusculum, summe Pontifex, minime ad te pertinere videtur, quem deus optimus maximus in patriam restituit et in terris principem locum tenere voluit, id tamen non minus iure quam necessitate tibi potissimum nuncupamus. Es könnte scheinen, heißt es, dass dieses kleine Werk Plutarchs über das Exil sich in keiner Weise zur Person des Papstes in Beziehung setzen lasse. Schließlich habe der allmächtige Gott ihn nicht nur in sein Vaterland zurückkehren lassen, sondern ihn mit der Berufung ins Papstamt an die bedeutendste Position der Welt gestellt. Hier spielt Barbato auf das Exil an, in dem sich die aus Florenz geflohenen Medici von 1494 bis 1512 befunden hatten.2 Wie sehr das Exil-Thema auch zu dieser Zeit noch in der Familie der Medici aktuell war, belegt zum einen die 1522 erfolgende Publikation des Medices Legatus de exsilio des Petrus Alcyonius,3 zum anderen ein von Leo X. in Auftrag gegebenes Fresko Franciabigios, das die Rückkehr Cosimos des Älteren nach Florenz darstellt, nachdem dieser 1433–1434 ins Exil in Venedig gezwungen worden war.4 Barbato verwahrt sich auf diese Weise indirekt dagegen, dass er mit der Bezugnahme auf das Exil Kapital schlagen möchte. Im Gegenteil, so behauptet er, erfolge die Widmung der Schrift an Leo mit gutem Recht, iure, und nicht bloß wegen einer persönlichen Zwangslage, necessitate, des Autors.

Dann führt er den ersten Aspekt aus und begründet, weshalb die Widmung an den Papst zu Recht erfolge:

Iure etenim Medicum familiae praeclarissimae debetur quicquid litterarum Graecarum adhuc extat. Quarum nullum vestigium reliquum esset, nisi Laurentius pater tuus, vir nunquam satis laudatus, non privati civis, sed summi optimique imperatoris opus executus, eas e Turcarum manibus vendicasset, grandi proposita pecunia, ut boni authores, qui impiissimae gentis armis oppressi, inter cadavera urbium quasi sepulti iacerent, prodirent in lucem et Florentiae urbis Italiae florentissimae et per totam Italiam et, quam late Christianorum imperium patet, semina illa omnium liberalium artium omniumque virtutum propagarentur, quando in Graecia, ubi diu floruerant, tanto Christiani nominis hostium incendio devastata et ad sterilem quendam litterarum squalorem deducta, amplius germinare non possent.

Die Existenz aller griechischen Schriften, die es überhaupt gebe, sei mit Recht den Medici geschuldet, so der hyperbolische Auftakt. Denn der Vater des Papstes, Lorenzo il Magnifico (1449–1492), habe nicht mit den normalen Kräften eines Privatmanns, sondern mit denen eines mächtigen und tugendhaften Herrschers diese wertvollen Schriften unter Aufwendung großer Finanzmittel aus den Händen der Türken gerettet. Hiermit meint Barbato vor allem die Missionen, auf die Lorenzo den griechischen Humanisten Janos Laskaris (1445–1534) in den Jahren 1490 und 1491 geschickt hatte, um mit Sultan Bayezid II. (1447/48–1512) und anderen, z.B. den Mönchen auf dem Athos, über Ankäufe griechischer Handschriften zu verhandeln.5 Diese Missionen waren in der Tat sehr erfolgreich gewesen. Dennoch ist es eine übersteigerte Artigkeit, wenn Barbato sagt, es sei ausschließlich Lorenzo de’ Medici zu verdanken, dass die Saat der guten Autoren und aller Artes liberales, die in den Trümmern der eroberten Städte des byzantinischen Reiches gleichsam beerdigt gelegen habe, jetzt in Florenz, in Italien und in allen Ländern der Christenheit wieder ans Licht gelange, da sie in Griechenland, wo sie so lange in Blüte gestanden habe, nicht mehr weiter fruchtbar sein könne.

Bemerkenswert ist, dass Barbato in diesem Kontext zwar auf die Missionen von Laskaris Bezug nimmt, ihn aber nicht nennt, obwohl dieser schon 1513 vom neu gewählten Papst nach Rom berufen worden war und dort, wie z.B. auch Pietro Bembo, zum inneren Zirkel der Humanisten um Leo gehörte. Er nahm eine bedeutende Position in dessen Bildungs- und Kulturpolitik ein, gerade auch im Zusammenhang mit dem vom Papst gegründeten Collegium Graecum ad Caballinum Montem.6 Diese Leerstelle im Text fällt auf; sie mag darauf hindeuten, dass Barbato zu Laskaris keine (oder wenigstens keine enge) Beziehung besaß. Man könnte zwar auf den Gedanken kommen, das Schweigen über Laskaris als Ausdruck einer Konkurrenz zwischen ihm und Barbato zu deuten; dies will aber angesichts der deutlich weniger prominenten Rolle Barbatos nicht recht einleuchten. Darüber hinaus würde eine Nennung von Laskaris natürlich Lorenzos eigenes Verdienst schmälern; auch das konnte nicht im Interesse Barbatos liegen.

Völlig zu Recht also, so fasst Barbato diesen blumig-panegyrisch formulierten Teil seiner Widmung zusammen, solle das, was ohnehin sein sei (in diesem Fall also die Schrift De exilio, von der hier stillschweigend – und unzutreffend – angenommen wird, sie sei erst mit Laskaris nach Italien gelangt), vom Namen des Papstes schon in der Überschrift geschützt publiziert werden, wenn auch eigentlich als eine zu geringe Gabe für den allergrößten Pontifex. Aber, so führt Barbato die Bescheidenheitstopik weiter, auch Gott selbst nehme ja von denen, die Gold und Silber nicht aufbringen könnten, die Gabe von Weihrauch und Kerzen an, und er erhöre die Bitten der einen nicht weniger als die der anderen, ohne einen Unterschied zwischen der Größe ihrer Gaben zu machen:

Quare iure optimo, rei Christianae praesul sanctissimae, quod tuum est, in prima statim fronte tuo nomine munitum exire debet, parum id quidem Pontifici maximo; sed et deo, cuius vicarium geris, qui aurum vel argentum offerre nequeunt, thus aut ceram offerunt, nec minus quam ceteri exaudiuntur.

Hier greift Barbato seine bereits in der Überschrift thematisierte inopia auf und verbucht sie im christlichen Sinne als positives Argument auf seiner Seite.7 Zugleich beeilt er sich anzufügen, dass er weitere kleine Werke in Arbeit habe, de iustitia, de pluto und de symposiis. Dies sei nichts von der Art, was andere dem Papst zum Geschenk machen könnten, aber eben jene Art von Gabe, die literarisch Gebildete machten, die nichts anderes besäßen, was sie geben könnten:

Paramus tamen et alia quaedam, opusculum de iustitia, de pluto, de symposiis, quae munuscula si et ipsa non id genus sunt, qualia offeruntur ab aliis, ignoscas quaeso, quando litterarum studiosis nihil aliud est, quod offerant.

Die Werke, von denen hier die Rede ist, lassen sich nicht eindeutig identifizieren.8 Sollten weitere lateinische Plutarch-Übersetzungen gemeint sein, so wäre bei de iustitia an περὶ δικαιοσύνης πρὸς Χρύσιππον zu denken, eine Abhandlung, von der sich allerdings kaum etwas erhalten hat. Mit de pluto könnte Plutarchs κατὰ πλούτου gemeint sein, aber auch dieses Werk ist nur in spärlichen Fragmenten überliefert. Vielleicht ist eher an die Schrift περὶ φιλοπλουτίας (mor. 523 C bis 528 C) zu denken. Dem Titel de symposiis ließen sich verschiedene Schriften Plutarchs zuordnen, z.B. die umfangreichen Συμποσιακὰ προβλήματα, die aber in keiner Weise als opusculum zu bezeichnen wären, oder aber das Τῶν ἑπτὰ σοφῶν συμπόσιον (mor. 146 B bis 164 E).9

Nun wendet sich Barbato dem zweiten Aspekt zu, der necessitas, die ihn zwinge, sein Werk Leo zu widmen. Hier macht er zwei interessante autobiographische Aussagen. Er erwähnt sein eigenes Exil, in das er nicht aufgrund eines von ihm begangenen Verbrechens, sondern wegen eines Mangels an finanziellen Mitteln und einer durch Kriege verursachten Unruhe geraten sei. Beide Umstände werden in einem Zuge genannt, so dass der Eindruck entsteht, dass letzterer Ursache für ersteren ist:

Nam et necessitas, quae ad hoc de exilio opusculum tibi dedicandum nos impulit, ea fuit, ut exilium nostrum non ullo scelere, sed rerum penuria et bellorum tumultu, quod Plutarchus, dum a me, quoad fieri potuit, Latine loqui docetur, verbis solatus est.

Mit dem tumultus bellorum meint Barbato sicherlich den erbitterten Kampf um Padua, das im September 1509 von den Kräften der Liga von Cambrai unter Führung Maximilians I. im Kampf um die terra ferma Venedigs belagert wurde. Im Zuge dieser Belagerung musste auch das Studium Patavinum schließen, und der Lehrbetrieb kam zum Erliegen. Infolgedessen verließen nicht wenige Gelehrte die Stadt, so z.B. Marcus Musurus (ca. 1470–1517), der nach Venedig ging, um dort mit Aldus Manutius zusammenzuarbeiten, und schließlich 1516 nach Rom kam.10 Mir scheint im übrigen einiges dafür zu sprechen, dass Barbato ein paralleles Schicksal gehabt haben und dieselben Stationen von Padua über Venedig nach Rom durchlaufen haben könnte wie Musurus.11 Die Auseinandersetzungen zwischen dem Reich und Italien zogen sich jedenfalls bis 1516 hin. Tatsächlich lässt sich also sagen, dass sich Barbato, wenn man seinen Angaben glauben will, in Rom in einer Art Exil und in einer nicht von ihm selbst verschuldeten Notlage befand.

Im zweiten Teil der Periode schließt sich in hoher sprachlicher Verdichtung die andere bemerkenswerte Selbstaussage Barbatos an: In diesem Exil habe Plutarch ihn mit seinen Worten getröstet, exilium nostrum […], quod Plutarchus […] verbis solatus est, während er den Griechen, soweit er es vermochte, gelehrt habe, Latein zu sprechen. Zunächst behauptet Barbato hier, dass er sich mit der Abhandlung Plutarchs beschäftigt habe, um selbst aus ihr Trost zu schöpfen. Indem er auf diese Weise die Lektüre von De exilio zu seiner persönlichen Situation in Bezug setzt, vermittelt er auf geschickte, indirekte Art den Eindruck, dass ihre Auswahl für eine dem Papst zu dedizierende Übersetzung weder aus Kalkül geschah noch willkürlich war, sondern sich auf authentische und nachvollziehbare Weise aus seiner eigenen Lebenssituation ergab. Zugleich zeigt er sich dem Adressaten im Habitus eines Humanisten, der sich, um Trost zu empfangen, der Lektüre der Alten, besonders der Griechen, zuwendet. Die metonymisch realisierte fictio personae Plutarchs als jemandem, der Barbato unmittelbar tröstet, unterstreicht das auf diese Weise geradezu ins Präsentische gehobene Nahverhältnis zwischen beiden. In diesen Ausdruck inszenierter Emotionalität flicht Barbato einen Temporalsatz ein, dessen Inhalt eine ‚metatranslatorische‘ Bemerkung ist, die eine Art von Gleichrangigkeit zwischen dem tröstenden Griechen und dem ihn übersetzenden Italiener herstellt: Plutarch habe ihn getröstet, während er Plutarch gelehrt habe, Latein zu sprechen. Implizit erhebt Barbato hier, nicht ohne eine formelhafte Bekundung von Bescheidenheit, quoad fieri potuit, den Anspruch, ein fidus interpres zu sein.12 Seine Übersetzung von De exilio stellt sprachlich das dar, was Plutarch gesagt hätte, wenn er es auf Latein hätte sagen können. Diese Bemerkung Barbatos ist nicht ohne Pointe, da Plutarch in seiner Demosthenesvita von sich selbst sagt, er habe erst im fortgeschrittenen Alter begonnen, sich mit lateinischen Autoren zu beschäftigen, bei deren Lektüre er nicht so sehr aus den Worten den Sinn, sondern mittels des ihm bekanntes Sinnes die Worte erfasst habe. Für ein tieferes Eindringen in die lateinische Sprache fehlten ihm jedoch die Muße und Aufnahmefähigkeit der Jugend (Dem. 2, 2–3). Es ist möglich, dass Barbato diese Bemerkung kannte und hier auf sie anspielt. Mit seiner Aussage, er habe Plutarch gelehrt, sich lateinisch auszudrücken, erhebt Barbato en passant übrigens auch den Anspruch, ein kompetenter Sprachlehrer zu sein.

Indes, dieses Niveau einer rhetorisch gelungenen, sein eigentliches Anliegen geschickt couvrierenden Supplikation hält Barbato nicht weiter durch. Vielmehr wendet er sich nun direkt an Leo:

Tu, Pontifex sanctissime, re aliqua soleris et sacerdoti iam in omni rerum inopia consenescenti, tua in bonorum morum et litterarum studiosos liberalitas tantum ex tot tantisque ecclesiasticis bonis tribuat, quantum ad frigus diramque famem propellendam satis sit.

Der Papst möge ihm, den Plutarch mit Worten, verbis, getröstet hat, mit nennenswerter Sachhilfe Trost spenden, re aliqua soleris. Diese Anspielung auf das aus Rhetorik und Übersetzungstheorie seit der Antike bekannte Begriffspaar von res und verba13 mutet trotz ihrer Gelehrsamkeit etwas zu unvermittelt und fordernd an. Der Papst solle einem in die Jahre kommenden Priester, dem es an allem mangele, in seiner bekannten Freigebigkeit gegenüber denen, die sich um gute Sitten und kulturelle Bildung bemühen, wenigstens so viel aus dem großen Vermögen der Kirche zukommen lassen, dass Kälte und schrecklicher Hunger vertrieben werden könnten.

Schließlich aber, so lässt Barbato den letzten Teil seines Dedikationsschreibens mit einer seit der Antike belegen Schlussformel beginnen,14 sei der Prolog jetzt schon länger als das durch ihn eingeleitete Theaterstück,15 woraufhin er seinen Text mit einer Grußformel an den Adressaten ausklingen lässt, die eine Reihe floskelhafter Verherrlichungen des Papstes und der Medici als den größten Förderern aller Bildung enthält:

Sed quoniam iam prologus fabula longior, quam diutissime et felicissime valeas, Pater beatissime, litteratorum decus et praesidium, et vigeat semper et floreat Medicum nomen et gloria, quorum patrocinium iam pridem litterarum studia, ne pereant, fovet et alit.

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