Kitabı oku: «Handy Prüfungsfragen Sportküstenschifferschein SKS. Zum Üben per Smartphone & Tablet. 2013»
Handy-Prüfungsfragen:
Sportküstenschifferschein
SKS
Zum Üben. Auf Basis des amtlichen Fragen- und Antworten-Katalogs
Ausgabe 1.2, Mai 2013
Gültig für Prüfungen seit 1. Januar 2007
Quelle: Der amtliche Sportküstenschifferschein (Antriebsmaschine und unter Segel) Fragen- und Antwortenkatalog, Stand: 1. Juli 2006, Herausgegeben vom: Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung In Zusammenarbeit mit der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes, dem Deutschen Motoryachtverband, dem Deutscher Segler-Verband. Details siehe am Ende dieses Dokuments.
Imprint
Handy-Prüfungsfragen Sportküstenschifferschein (SKS), Segel & Motor. Zum Üben. Auf Basis des amtlichen Fragen- und Antworten-Katalogs.
Herausgeber: Ludwig Brackmann
published by: epubli GmbH, Berlin, www.epubli.de
Copyright: © 2012, 2013 Ludwig Brackmann
ISBN 978-3-8442-5709-0
Ausgabe 1.2., Mai 2013
Haftungsausschluß: Die Prüfungsfragen und Antworten in diesem eBook wurden unverändert aus der offiziellen Quelle (Stand 01.07.2006) übernommen. Somit geht der Autor nach bestem Wissen und Gewissen davon aus, dass durch die Inhalte dieses eBook eine mögliche Prüfung nicht negativ beeinflusst werden wird. Eine Gewähr für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der dargebotenen Informationen wird nicht übernommen.
Anmerkungen: Zur Auflockerung des Prüfungsstoffs finden sich in diesem eBook einige Segelfotos mit Bildunterschriften sowie Internet-Links. Dieses ist nicht Bestandteil der Prüfungsinhalte. Internet-Links wurden während der Erstellung dieses eBooks sorgfältig recherchiert und der Autor hofft, dass die Links möglichst lange Zeit erreichbar sind. Eine Garantie dafür kann nicht übernommen werden.
Kartenaufgaben und deren Lösungen sind in diesem eBook nicht enthalten.
Die vorliegende Ausgabe dieses eBooks basiert auf dem neuesten, mit Stand vom 01.07.2006 veröffentlichten Fragenkatalog, mit Gültigkeit für die Prüfungen seit 1.7.2007. Bitte konsultieren Sie Ihre Segelschule im Vorfeld Ihrer Prüfung um sicherzustellen, dass es zwischenzeitlich keine weiteren Änderungen/Korrekturen durch das Bundesministerium für Verkehr und die o.g. Herausgeber gab.
Warenzeichen und Marken
Apple, iPhone, iPad, iBooks sind Warenzeichen der Firma Apple Inc in den U.S. und anderen Ländern. Amazon, das Amazon-Logo und Kindle sind Warenzeichen von Amazon.com, Inc. oder eines seiner verbundenen Unternehmen. Google Play ist ein Warenzeichen von google.com.

Vorwort
Die „Handy-Prüfungsfragen Sportküstenschifferschein (SKS)“ sind für die Nutzung per Smartphone, Tablet sowie eBook-Reader entwickelt und optimiert.
Per Smartphone, Tablet oder eBook-Reader kann man damit unterwegs und zu Hause durch die Fragen klicken und lernen.
Dazu wurde das eBook so gestaltet, dass zunächst die jeweilige Prüfungsfrage ohne die zugehörige Musterantwort erscheint. Durch Weiterblättern erreicht man die nächste eBook-Seite. Hier wird die Frage wiederholt und darunter die Musterantwort angezeigt. Je nach Bildschirmgröße erstreckt sich die Antwort über eine oder mehrere Bildschirmseiten. Auf Tablets sollte das eBook hochkant gelesen werden, damit nur eine Seite (statt zwei) angezeigt wird und man nicht schummeln kann ;-).
Tipps
1. Mit der Schnell-Navigation der meisten eBook-Lese-Apps auf Phones & Pads (oft am unteren Buchrand eingeblendet) können Sie quasi zufällig zwischen einzelnen Fragen aus unterschiedlichen Themenfeldern hin und her springen. So müssen Sie die Fragen nicht in fortlaufender Nummerierung wiederholen.
2. Mit der Lesezeichen-Funktion der meisten eBook-Lese-Apps können Sie Fragen, die Sie intensiver wiederholen möchten, markieren und später nur derartig markierte Fragen gezielt wiederholen.
3. Mit der Notiz-Funktion einiger eBook-Lese-Apps können Sie Anmerkungen in Ihr eBook einfügen. Alle Notizen lassen sich oftmals als Liste anzeigen, so dass Sie auch die Notiz-Funktion während des Lernens zum Segelschein zur Steigerung Ihres Lernfortschritts einsetzen können.
Die beiden letzten Kapitel dieses eBooks:
- Seemannschaft I Frage 1 – 163 (Antriebsmaschine und unter Segel)
- Seemannschaft II Frage 1 – 146 (Antriebsmaschine)
sind bei vielen Fragen ähnlich jedoch nicht identisch. Wählen Sie bitte den Bereich zum Lernen, der zum beabsichtigten Umfang Ihrer Prüfung passt.
Viel Spaß beim Lernen, viel Erfolg und viel Freude auf dem Wasser!
Feedback, Anregungen und Ideen gerne unter mail@derchartertoern.de
Ludwig Brackmann
www.derchartertoern.de – mit Seminar-Folien für Segellehrer
www.charter-logbuch.de – mit Downloads, Checklisten für Segeltörns & Skippertipps-Newsletter
Downloads:
Seemeilenbestätigung (Formular)
Merkblatt: seekrank werden?
Checklisten für Segeltörns & Newsletter
Im Anhang dieses eBooks:
Gesamtverzeichnis Segeln 2013
Die Kapitel
Anfang - Einleitung & Vorwort
Navigation Frage 1 - 118
Schifffahrtsrecht Frage 1 - 110
Wetterkunde Frage 1 - 101
Seemannschaft I Frage 1–163 (Antriebsmaschine und unter Segel)
Seemannschaft II Frage 1 – 146 (Antriebsmaschine)
Anhang:
Gesamtverzeichnis Segeln 2013
Bild: Auf in den Segelurlaub! Törnstart in der Bucht von Palma de Mallorca.
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hilft beim Einchecken wie die Profis:
Ist alles an Bord?
Verstehe ich alles?
Ist alles funktionsfähig?
Checklisten:
Yachtübernahme in der Charterbasis
Bootseinweisung mit der Crew
Sicherheitseinweisung mit der Crew
ca. 500 Check-Punkte, 6 Seiten pro Segeltörn, dreispaltig
Logbuch-Seiten für:
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Zum Seemeilennachweis für SKS & SSS:
hilft:
Seglern: Seemeilenbestätigung
Seglern: Seesack-Packen für den Segeltörn
Skippern: beim Briefing der Crew
Extras:
Packliste für individuelles Törn-Briefing
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60 Seiten, Softcover, DIN A5, s/w
Web: Meilenbuch-Segeln
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Gliederung der Fragen
Präambel
Dieser Katalog stellt eingedenk des Ziels der Sportseeschifferscheinverordnung, einen Beitrag zur Sicherheit und Leichtigkeit des Verkehrs in den Küstengewässern, küstennahen Seegewässern und auf der hohen See zu leisten, eine Hilfe zur Ausbildung und Prüfung zum Sportküstenschifferschein dar. Der Fragenkatalog enthält verbindliche Fragen mit Musterantworten. Die Antwort des Bewerbers braucht nicht wörtlich mit dem Antwortvorschlag übereinzustimmen. Die Bewertung der Beantwortung der Frage richtet sich danach, in welchem Umfang die gegebene Antwort mit dem sachlichen Inhalt, der Vollständigkeit und der fachlichen Terminologie der Musterantwort übereinstimmt. Der Rahmen des Inhalts der Prüfungsfächer bestimmt sich nach Anlage 1 zu den Durchführungsrichtlinien Sportküstenschifferschein.
Navigation Frage 1 - 118
- Seekarten und weitere nautische Publikationen
- Ortsbestimmung, Navigieren
- Gezeiten
- Elektronische Navigation
- Allgemeines (Ausrüstung, Gerätekunde)
Schifffahrtsrecht Frage 1 - 110
- KVR
- SeeSchStrO
- Allgemeines (Schiffspapiere, SUG, Flaggen-/Hoheitsrecht)
- MARPOL, besondere Verkehrs- und Befahrensregeln
Wetterkunde Frage 1 - 101
- Allgemeine Begriffe aus der Wetterkunde
- Wolken
- Druckgebilde
- Land- und Seewind
- Anwenden von Seewetterberichten
- Wichtige Wetterregeln
- Nebel
- Seegang
- Meteorologische Messinstrumente
Seemannschaft I Frage 1–163 (Antriebsmaschine und unter Segel)
- Yacht- und Bootsbau
- Takelung, stehendes und laufendes Gut
- Segel
- Ausrüstung (allgemein)
- Kenntnisse über Segelstellung, Stabilität und Rumpfgeschwindigkeit
- Antriebsmaschine (Betrieb und Wartung)
- Umgang mit Tauwerk
- Bootspflege, Instandhaltung
- Führen einer Segelyacht, Vorbereitung, Allgemeines
- Manöver im Hafen und auf See
- Manöver bei schwerem Wetter
- Manöver in strömenden Gewässern
- Mensch-über-Bord-Manöver
- Sicherheitsausrüstung
- Seetüchtigkeit
- Maßnahmen bei Notfällen
- Ankern
- Seeschiffe, Manövrierverhalten/Eingeschränkte Sicht
Seemannschaft II Frage 1 – 146 (Antriebsmaschine)
Anmerkung: vergleiche mit dem Inhalt des vorangegangenen Kaptitels
- Yacht- und Bootsbau
- Ausrüstung (allgemein)
- Kenntnisse über Stabilität, Trimm und Rumpfgeschwindigkeit
- Antriebsmaschine (Betrieb und Wartung)
- Umgang mit Tauwerk
- Bootspflege, Instandhaltung
- Führen einer Motoryacht, Vorbereitung, Allgemeines
- Manöver im Hafen und auf See
- Manöver bei schwerem Wetter
- Manöver in strömenden Gewässern
- Mensch-über-Bord-Manöver
- Sicherheitsausrüstung
- Seetüchtigkeit
- Maßnahmen bei Notfällen
- Ankern
- Seeschiffe, Manövrierverhalten/Eingeschränkte Sicht
Navigation
Bild: Stavoren (IJsselmeer) begrüßt nachts einlaufende Schiffe mit mehreren Marinas und entsprechend befeuerten Hafeneinfahrten sowie benachbarten Verkehrsampeln.
◊
1. Worauf müssen Sie als Schiffsführer vor Reiseantritt hinsichtlich der Seekarten und Seebücher achten?
1. Worauf müssen Sie als Schiffsführer vor Reiseantritt hinsichtlich der Seekarten und Seebücher achten?
Auf Vollständigkeit der Unterlagen und deren Berichtigung auf den neuesten Stand.
2. Warum muss in der GPS-Navigation das jeweilige Kartendatum unbedingt berücksichtigt werden?
2. Warum muss in der GPS-Navigation das jeweilige Kartendatum unbedingt berücksichtigt werden?
Weil sich das von GPS verwendete Bezugssystem WGS 84 (World Geodetic System 1984) von anderen verwendeten Bezugssystemen (Kartendatum) unterscheiden kann.
3. Welche Differenzen können zwischen WGS 84 und anderen Bezugssystemen auftreten?
3. Welche Differenzen können zwischen WGS 84 und anderen Bezugssystemen auftreten?
Die Differenzen von
(Phi) und
(Lambda) liegen im Allgemeinen in der Größenordnung von 0,1 kbl bis 1 kbl, also etwa von 20 bis 200 m. Es können größere Unterschiede auftreten.
4. Wo finden Sie in der Seekarte Angaben über das benutzte Bezugssystem und ggf. entsprechende Korrekturhinweise?
4. Wo finden Sie in der Seekarte Angaben über das benutzte Bezugssystem und ggf. entsprechende Korrekturhinweise?
Am Kartenrand unter dem Titel.
5. Wie lautet ggf. der Korrekturhinweis bezüglich GPS in der Seekarte, wenn das benutzte Kartendatum (z. B. ED 50) und WGS 84 nicht übereinstimmen?
5. Wie lautet ggf. der Korrekturhinweis bezüglich GPS in der Seekarte, wenn das benutzte Kartendatum (z. B. ED 50) und WGS 84 nicht übereinstimmen?
Durch Satellitennavigation (z. B. GPS) erhaltene Positionen im WGS 84 sind 0,... Minuten nordwärts/südwärts und 0,... Minuten westwärts/ostwärts zu verlegen, um mit dieser Karte übereinzustimmen.
6. Woran erkennen Sie, bis wann eine deutsche Seekarte „amtlich“ berichtigt ist?
6. Woran erkennen Sie, bis wann eine deutsche Seekarte „amtlich“ berichtigt ist?
Am Berichtigungsstempel des BSH oder einer amtlichen Seekartenberichtungsstelle.
7. Woran erkennen Sie, bis wann eine britische Seekarte „amtlich“ berichtigt ist?
7. Woran erkennen Sie, bis wann eine britische Seekarte „amtlich“ berichtigt ist?
Am Berichtigungsstempel auf der Rückseite der Seekarte.
8. Was bedeutet der Stempel auf der britischen Seekarte: Corrected up to N.T.M. 3595 1998?
8. Was bedeutet der Stempel auf der britischen Seekarte: Corrected up to N.T.M. 3595 1998?
Seekarte ist berichtigt bis zur Mitteilung 3595 der Admiralty Notices to Mariners (N.T.M.) in 1998.
9. Welche Angaben enthalten die Nachrichten für Seefahrer (NfS)?
9. Welche Angaben enthalten die Nachrichten für Seefahrer (NfS)?
In den NfS werden für die sichere Schiffsführung wichtige Maßnahmen, Ereignisse und Veränderungen auf den Seeschifffahrtsstraßen, auf der Hohen See sowie in den Hoheitsgewässern anderer Staaten im europäischen und angrenzenden Bereich bekannt gegeben.
10. In welcher Sprache werden die Nachrichten für Seefahrer (NfS) verfasst?
10. In welcher Sprache werden die Nachrichten für Seefahrer (NfS) verfasst?
Die Angaben erfolgen in deutscher und in englischer Sprache.
11. Welche Angaben enthalten deutsche und britische Leuchtfeuerverzeichnisse?
11. Welche Angaben enthalten deutsche und britische Leuchtfeuerverzeichnisse?
Beschreibung der Leuchtfeuer, Feuerschiffe und Großtonnen sowie deren geographische Lage.
12. Welche schwimmenden Schifffahrtszeichen werden in der britischen List of Lights und in deutschen Leuchtfeuerverzeichnissen nicht angegeben?
12. Welche schwimmenden Schifffahrtszeichen werden in der britischen List of Lights und in deutschen Leuchtfeuerverzeichnissen nicht angegeben?
Tonnen kleiner als 8 m Höhe.
13. Wo finden Sie Angaben über die Merkmale der Schifffahrtszeichen?
13. Wo finden Sie Angaben über die Merkmale der Schifffahrtszeichen?
1. In den Leuchtfeuerverzeichnissen bzw. in der List of Lights sowie auszugsweise in den Seekarten.
2. In der Karte 1/INT 1 des BSH.
3. Schwimmende Schifffahrtszeichen zusätzlich in der Anlage I zur SeeSchStrO (z. B. Tonnen des Lateral- bzw. Kardinalsystems).
14. Worauf beziehen sich die Höhenangaben der Leuchtfeuer in Leuchtfeuerverzeichnissen in der Nord- und Ostsee?
14. Worauf beziehen sich die Höhenangaben der Leuchtfeuer in Leuchtfeuerverzeichnissen in der Nord- und Ostsee?
In Gewässern mit Gezeiten (z. B. Nordsee) auf mittleres Hochwasser, in gezeitenlosen Gewässern (z. B. Ostsee) auf mittleren Wasserstand.
15. Wo finden Sie Angaben über Brückensignale?
15. Wo finden Sie Angaben über Brückensignale?
In den See- und Hafenhandbüchern und in den Seekarten.
16. Welche Themen (Grobgliederung) enthalten die Seehandbücher des BSH?
16. Welche Themen (Grobgliederung) enthalten die Seehandbücher des BSH?
1. Schifffahrtsangelegenheiten,
2. Naturverhältnisse,
3. Küstenkunde und Segelanweisungen.
17. Wie werden Richtungsangaben in nautischen Veröffentlichungen gemacht?
17. Wie werden Richtungsangaben in nautischen Veröffentlichungen gemacht?
1. Rechtweisend in Grad,
2. im Uhrzeigersinn (rechtsherum) zählend.
18. In welchem Quadranten liegt der rote Warnsektor eines Leitfeuers mit der Angabe rot 030°–042°? (Begründung!)
18. In welchem Quadranten liegt der rote Warnsektor eines Leitfeuers mit der Angabe rot 030°–042°? (Begründung!)
Im Südwest-Quadranten. Angegeben sind die Peilungen zum Leuchtfeuer.
19. Was sind Leitfeuer (direction lights)?
19. Was sind Leitfeuer (direction lights)?
Leitfeuer sind Einzelfeuer, die durch Sektoren verschiedener Farbe oder Kennung (Leit- oder Warnsektoren) im Allgemeinen ein Fahrwasser, eine Hafeneinfahrt oder einen freien Seeraum zwischen Untiefen bezeichnen.
20. 1. Was sind Richtfeuer (leading lights)? 2. Wann befindet man sich in einer Richtlinie eines Richtfeuers?
20.
1. Was sind Richtfeuer (leading lights)?
2. Wann befindet man sich in einer Richtlinie eines Richtfeuers?
1. Richtfeuer sind Feuer, die als Unter- und Oberfeuer in Deckpeilung als Richtlinie beispielsweise einen Kurs im Fahrwasser, durch eine Hafeneinfahrt oder im freien Seeraum zwischen Untiefen bezeichnen.
2. Ein Schiff befindet sich in der Richtlinie, wenn Unter- und Oberfeuer senkrecht unter-/übereinander erscheinen.
21. Was ist ein Torfeuer?
21. Was ist ein Torfeuer?
Ein Torfeuer besteht aus zwei Feuern gleicher Höhe, gleicher Lichtstärke und gleicher Kennung, die zu beiden Seiten der Fahrwasserachse einander genau gegenüber (rechtwinklig zur Fahrwasserachse) und von der Fahrwasserachse gleich weit entfernt angeordnet sind.
22. Was ist die „Tragweite“ eines Feuers?
22. Was ist die „Tragweite“ eines Feuers?
Unter Tragweite versteht man denjenigen Abstand, in dem ein Feuer einen eben noch deutlichen Lichteindruck im Auge des Beobachters hervorruft.
23. Was ist die „Nenntragweite“ eines Feuers?
23. Was ist die „Nenntragweite“ eines Feuers?
Nenntragweite ist die Tragweite eines Feuers für einen definierten Wert bei einer meteorologischen Sichtweite am Tage von 10 sm.
24. Wovon hängt die „Tragweite“ eines Feuers ab?
24. Wovon hängt die „Tragweite“ eines Feuers ab?
Sie hängt u. a. ab
1. von der Lichtstärke (Helligkeit) des Feuers und
2. vom Sichtwert (Lichtdurchlässigkeit der Atmosphäre).
25. In der Seekarte finden Sie bei einem Leuchtfeuer die Eintragung: 18 M. Was bedeutet diese Angabe?
25. In der Seekarte finden Sie bei einem Leuchtfeuer die Eintragung: 18 M. Was bedeutet diese Angabe?
Es ist die Nenntragweite, hier 18 Seemeilen.
26. Was ist die „Sichtweite“ eines Feuers? Wovon hängt sie ab?
26. Was ist die „Sichtweite“ eines Feuers? Wovon hängt sie ab?
Sichtweite ist die Entfernung, auf die ein Leuchtfeuer über die Erdkrümmung (Kimm) hinweg vom Beobachter gesehen werden kann.
Sie hängt ab
1. von der Feuerhöhe und
2. von der Augeshöhe des Beobachters.
27. Wie müssen sich Tragweite und Sichtweite zueinander verhalten, damit das Verfahren zur Ortsbestimmung „Feuer in der Kimm“ angewandt werden kann?
27. Wie müssen sich Tragweite und Sichtweite zueinander verhalten, damit das Verfahren zur Ortsbestimmung „Feuer in der Kimm“ angewandt werden kann?
Die Tragweite muss mindestens gleich der Sichtweite sein.
28. Wo findet man Tabellen zur Ermittlung des Abstandes eines Feuers in der Kimm?
28. Wo findet man Tabellen zur Ermittlung des Abstandes eines Feuers in der Kimm?
In deutschen und britischen Leuchtfeuerverzeichnissen.
29. Wo sind die in Seekarten verwendeten Symbole und Abkürzungen erklärt?
29. Wo sind die in Seekarten verwendeten Symbole und Abkürzungen erklärt?
In der Karte 1/INT 1 des BSH.
30. Wer veröffentlicht die Bekanntmachungen für Seefahrer (BfS) und was umfassen diese Veröffentlichungen?
30. Wer veröffentlicht die Bekanntmachungen für Seefahrer (BfS) und was umfassen diese Veröffentlichungen?
1. Die BfS werden von den jeweils zuständigen Behörden der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes bzw. der Länder veröffentlicht.
2. Sie enthalten alle wichtigen Maßnahmen und Ereignisse auf den Seeschifffahrtsstraßen und der ausschließlichen Wirtschaftszone Deutschlands.
31. Wie werden die Bekanntmachungen für Seefahrer (BfS) der Sportschifffahrt zur Kenntnis gebracht?
31. Wie werden die Bekanntmachungen für Seefahrer (BfS) der Sportschifffahrt zur Kenntnis gebracht?
Die BfS werden an den amtlichen Aushangstellen (z. B. bei Wasser- und Schifffahrtsämtern, Hafenverwaltungen, WSP-Dienststellen, Schleusen, Yachthäfen) für das betreffende Seegebiet, in dem die Aushangstelle liegt, und für die angrenzenden Reviere und Gebiete sowie im Internet unter www.elwis.de zur Kenntnis gebracht.
32. Zählen Sie die am häufigsten vorkommenden Ereignisse und Maßnahmen auf, über die die Bekanntmachungen für Seefahrer (BfS) unterrichten.
32. Zählen Sie die am häufigsten vorkommenden Ereignisse und Maßnahmen auf, über die die Bekanntmachungen für Seefahrer (BfS) unterrichten.
1. Änderungen an Befeuerung, Betonnung und Landmarken,
2. veränderte Wassertiefen,
3. Wracke, Schifffahrtshindernisse, Rohrleitungen usw.,
4. Bauarbeiten, Baggerarbeiten, militärische Übungen und damit zusammenhängende Sperrungen oder Behinderungen.
33. Wer gibt die nautischen Warnnachrichten (NWN) heraus und von wem werden sie verbreitet?
33. Wer gibt die nautischen Warnnachrichten (NWN) heraus und von wem werden sie verbreitet?
Nautische Warnnachrichten (NWN) werden von den Verkehrszentralen für deren Zuständigkeitsbereich und von dem ständig besetzten Seewarndienst Emden für das gesamte deutsche Warngebiet zur Verbreitung über Funk herausgegeben. Der Rundfunksender Deutschlandfunk verbreitet alle über Funk abgegebenen NWN.
34. Was bedeutet der Zusatz „vital“ bei einer nautischen Warnnachricht (NWN)?
34. Was bedeutet der Zusatz „vital“ bei einer nautischen Warnnachricht (NWN)?
Die NWN erhält den Zusatz „vital“, wenn die Warnung auf eine lebensbedrohende Gefahr hinweist.
35. Welche Besonderheit bezüglich des Zusatzes „vital“ bei einer nautischen Warnnachricht (NWN) gibt es für die Sportschifffahrt?
35. Welche Besonderheit bezüglich des Zusatzes „vital“ bei einer nautischen Warnnachricht (NWN) gibt es für die Sportschifffahrt?
Vitale nautische Warnnachrichten für die Sportschifffahrt werden während der Zeit vom 1. April bis zum 31. Oktober zur Verbreitung über ausgewählte private und öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalten weitergeleitet.
36. Wer gibt die Nachrichten für Seefahrer (NfS) heraus und wie und wie oft erfolgt die Herausgabe?
36. Wer gibt die Nachrichten für Seefahrer (NfS) heraus und wie und wie oft erfolgt die Herausgabe?
Die NfS werden vom BSH in Heftform und im Internet herausgegeben und erscheinen einmal wöchentlich.
37. Welche Unterlage steht Ihnen zur Verfügung zur Berichtigung von britischen Seekarten, die nicht von den NfS erfasst werden?
37. Welche Unterlage steht Ihnen zur Verfügung zur Berichtigung von britischen Seekarten, die nicht von den NfS erfasst werden?
Die britischen Notices to Mariners.
38. 1. Was sind P-Nachrichten? 2. Wie verfährt man mit diesen Nachrichten im Berichtigungsverfahren? (Begründung!)
38.
1. Was sind P-Nachrichten?
2. Wie verfährt man mit diesen Nachrichten im Berichtigungsverfahren? (Begründung!)
1. P-Nachrichten sind solche, die eine bevorstehende (preliminary) Maßnahme ankündigen.
2. Wegen der begrenzten Geltungsdauer werden keine Berichtigungen auf der Grundlage von P-Nachrichten vom BSH bzw. von amtlichen Seekartenberichtigungsstellen durchgeführt.
Deshalb müssen vor Gebrauch jeder Seekarte die noch gültigen P-Nachrichten erfasst und in der Karte vermerkt werden.
39. 1. Was sind T-Nachrichten? 2. Wie verfährt man mit diesen Nachrichten im Berichtigungsverfahren? (Begründung!)
39.
1. Was sind T-Nachrichten?
2. Wie verfährt man mit diesen Nachrichten im Berichtigungsverfahren? (Begründung!)
1. T-Nachrichten sind solche, die über einen zeitweiligen (temporary) Zustand unterrichten.
2. Wegen der begrenzten Geltungsdauer werden keine Berichtigungen auf der Grundlage von T-Nachrichten vom BSH bzw. amtlichen Seekartenberichtigungsstellen durchgeführt. Deshalb müssen vor Gebrauch jeder Seekarte die noch gültigen T-Nachrichten erfasst und in der Karte vermerkt werden.
40. Worauf muss beim Ansteuern einer Küste bei der Auswahl von Seekarten geachtet werden? Begründen Sie Ihre Antwort.
40. Worauf muss beim Ansteuern einer Küste bei der Auswahl von Seekarten geachtet werden? Begründen Sie Ihre Antwort.
Seekarten mit größtmöglichem Maßstab verwenden.
Nur in diesen Karten sind alle Schifffahrtszeichen und weitere für die Navigation wichtigen Informationen eingetragen.
41. Was müssen Sie bei Kursberechnungen hinsichtlich der in der Seekarte angegebenen Ortsmissweisungen beachten?
41. Was müssen Sie bei Kursberechnungen hinsichtlich der in der Seekarte angegebenen Ortsmissweisungen beachten?
Die für ein bestimmtes Jahr angegebene Missweisung muss mittels der in der Seekarte angegebenen jährlichen Änderung für das aktuelle Jahr berichtigt werden.
42. Was müssen Sie bei der Benutzung von deutschen „Sportbootkarten“ beachten?
42. Was müssen Sie bei der Benutzung von deutschen „Sportbootkarten“ beachten?
Sie werden nach dem Druck weder vom BSH noch von den Seekartenvertriebsstellen berichtigt.
Sie müssen also vom Nutzer nach dem Kauf vor Benutzung über die NfS auf den aktuellen Stand berichtigt werden.
43. Nach welcher Faustregel können Sie m/s in Knoten umrechnen?
43. Nach welcher Faustregel können Sie m/s in Knoten umrechnen?
„Doppelt so viele Knoten (kn) wie m/s“ oder „m/s multipliziert mit 2 = kn“.
44. Was müssen Sie beachten, wenn Sie die mit Loggen ermittelte Fahrt z. B. für das Arbeiten in Seekarten berücksichtigen wollen?
44. Was müssen Sie beachten, wenn Sie die mit Loggen ermittelte Fahrt z. B. für das Arbeiten in Seekarten berücksichtigen wollen?
Die üblichen Logmethoden liefern ausschließlich die „Fahrt durchs Wasser (FdW)“. Um die „Fahrt über Grund (FüG)“ zu ermitteln, müssen Stromrichtung und Stromgeschwindigkeit berücksichtigt werden.
45. Welche Fahrt zeigen GPS-Geräte an?
45. Welche Fahrt zeigen GPS-Geräte an?
Die Fahrt über Grund (FüG).
46. Welchen Kurs zeigen GPS-Geräte an?
46. Welchen Kurs zeigen GPS-Geräte an?
Den Kurs über Grund (KüG).
47. Warum müssen Sie Ihre Position regelmäßig in die Seekarte eintragen?
47. Warum müssen Sie Ihre Position regelmäßig in die Seekarte eintragen?
Um Abweichungen von der Kurslinie frühzeitig und sicher zu erkennen und um ggf. den Kurs zu berichtigen.
48. Was ist die Besteckversetzung (BV)?
48. Was ist die Besteckversetzung (BV)?
Richtung (rw) und Entfernung (in sm) vom Koppelort (Ok) zum beobachteten Ort (Ob), bezogen auf den gleichen Zeitpunkt.
49. Welche Ursachen kann die Besteckversetzung (BV) haben?
49. Welche Ursachen kann die Besteckversetzung (BV) haben?
Die BV kann folgende Ursachen haben:
1. ungenaues Steuern und Koppeln,
2. Kursfehler (z. B. ungenaue Steuertafel) und
3. fehlende oder unvollständige Berücksichtigung von Strom und Wind.
50. Warum sollte der Winkel zwischen zwei Peilungen nicht kleiner als 30° und nicht größer als 150° sein?
50. Warum sollte der Winkel zwischen zwei Peilungen nicht kleiner als 30° und nicht größer als 150° sein?
Damit der gefundene Standort eine ausreichend sichere Positionsbestimmung ergibt.
51. Warum sind regelmäßige Kompasskontrollen erforderlich?
51. Warum sind regelmäßige Kompasskontrollen erforderlich?
Zur Überprüfung der Funktionsfähigkeit des Kompasses und der Werte in der Ablenkungstabelle.
52. Wodurch können auch in gezeitenlosen Revieren erhebliche Wasserstandsschwankungen und Strömungen (z. B. Triftstrom) hervorgerufen werden?
52. Wodurch können auch in gezeitenlosen Revieren erhebliche Wasserstandsschwankungen und Strömungen (z. B. Triftstrom) hervorgerufen werden?
Durch Stärke, Dauer und Richtung des Windes oder „Zurückschwappen“ aufgestauter Wassermassen (z. B. Ostsee).
53. Welche navigatorischen Vorbereitungen treffen Sie vor einer Fahrt in Dunkelheit?
53. Welche navigatorischen Vorbereitungen treffen Sie vor einer Fahrt in Dunkelheit?
1. Kurse und Kursänderungspunkte möglichst vorausbestimmen,
2. Untiefen und Hindernisse in der Karte besonders kennzeichnen,
3. in der Seekarte markieren, welche Leuchtfeuer wann und wo in der Kimm erscheinen und
4. Wegstrecke nach unbefeuerten Tonnen absuchen.
54. Welche Möglichkeiten der terrestrischen Ortsbestimmung muss man kennen?
54. Welche Möglichkeiten der terrestrischen Ortsbestimmung muss man kennen?
1. Kreuzpeilung,
2. Peilung und Abstand (Feuer in der Kimm, Radarabstand),
3. Peilung und Lotung.
55. Nennen Sie zwei Möglichkeiten der Ortsbestimmung, wenn Sie nur ein Objekt mit bekannten Merkmalen (z. B. Leuchtturm) in Sicht haben.
55. Nennen Sie zwei Möglichkeiten der Ortsbestimmung, wenn Sie nur ein Objekt mit bekannten Merkmalen (z. B. Leuchtturm) in Sicht haben.
1. Peilung und Abstand (Feuer in der Kimm, Radarabstand),
2. Peilung und Lotung.
56. Welche Nordrichtungen werden in der Navigation unterschieden? Erläutern Sie diese kurz.
56. Welche Nordrichtungen werden in der Navigation unterschieden? Erläutern Sie diese kurz.
1. rwN: rechtweisend Nord ist die Richtung eines Meridians zum geographischen Nordpol.
2. mwN: missweisend Nord ist die Richtung des erdmagnetischen Feldes zum magnetischen Nordpol, abhängig von Schiffsort und Datum (Jahr). In diese Richtung stellt sich eine ungestörte Magnet-(Kompass-)nadel ein.
3. MgN: ist die Richtung zu Magnetkompass-Nord. In diese Richtung zeigt die durch das schiffsmagnetische Feld beeinflusste Kompassnadel an Bord.
57. Nennen Sie die Winkel zwischen den Nordrichtungen rechtweisend Nord (rwN), missweisend Nord (mwN) und Magnetkompass-Nord (MgN).
57. Nennen Sie die Winkel zwischen den Nordrichtungen rechtweisend Nord (rwN), missweisend Nord (mwN) und Magnetkompass-Nord (MgN).
1. Mw: Missweisung ist der Winkel von rwN nach mwN.
2. Abl: Ablenkung (Abl) oder Deviation (Dev) ist der Winkel von mwN nach MgN.
58. Nennen Sie den Winkel zwischen den Nordrichtungen rwN und MgN.
58. Nennen Sie den Winkel zwischen den Nordrichtungen rwN und MgN.
Der Winkel von rwN nach MgN ist die Fehlweisung (Fw; Abl + Mw = Fw).
59. Wo finden Sie die erforderlichen Werte der Missweisung? Worauf ist dabei zu achten?
59. Wo finden Sie die erforderlichen Werte der Missweisung? Worauf ist dabei zu achten?
1. Die Missweisung findet sich in der Seekarte eingedruckt für ein bestimmtes Jahr.
2. Dieser Wert muss mit der ebenfalls in der Seekarte angegebenen jährlichen Änderung auf das Jahr der Benutzung berichtigt werden.
60. Wo finden Sie die erforderlichen Werte der Ablenkung (Abl)? Worauf ist dabei zu achten?
60. Wo finden Sie die erforderlichen Werte der Ablenkung (Abl)? Worauf ist dabei zu achten?
1. Die Abl wird einer Ablenkungstabelle entnommen.
2. Die Abl ist abhängig vom anliegenden Kurs.
61. Warum muss für jedes Fahrzeug eine eigene Ablenkungstabelle (Steuertafel) erstellt werden?
61. Warum muss für jedes Fahrzeug eine eigene Ablenkungstabelle (Steuertafel) erstellt werden?
Die Ablenkungstabelle kann auf jedem Schiff andere Werte haben.
62. Worauf müssen Sie achten, wenn eine Magnetkompasspeilung (MgP) auf eine rechtweisende Peilung (rwP) beschickt werden soll?
62. Worauf müssen Sie achten, wenn eine Magnetkompasspeilung (MgP) auf eine rechtweisende Peilung (rwP) beschickt werden soll?
Abl für den anliegenden MgK (Magnetkompasskurs) aus der Steuertafel (Ablenkungstabelle) entnehmen; an den so erhaltenen mwK (missweisenden Kurs) die für das laufende Jahr der Seekarte entnommene Mw anbringen.
63. Unter welchen Voraussetzungen ergibt sich eine brauchbare Standlinie aus einer Lotung?
63. Unter welchen Voraussetzungen ergibt sich eine brauchbare Standlinie aus einer Lotung?
Der Meeresgrund muss ausreichend regelmäßig und ausreichend steil ansteigen/abfallen.
64. Neben den Fahrwassertonnen liegen auf den Seeschifffahrtsstraßen weitere Tonnen aus, die für die Sportschifffahrt besonders wichtig sind. Welche Schifffahrtszeichen sind das?
64. Neben den Fahrwassertonnen liegen auf den Seeschifffahrtsstraßen weitere Tonnen aus, die für die Sportschifffahrt besonders wichtig sind. Welche Schifffahrtszeichen sind das?
Sonderzeichen zur Bezeichnung von Sperrgebieten und Kardinalzeichen für allgemeine Gefahrenstellen.
65. Aus welchen nautischen Publikationen können Sie Sperr- und Verbotsgebiete mit ihren Grenzen ersehen?
65. Aus welchen nautischen Publikationen können Sie Sperr- und Verbotsgebiete mit ihren Grenzen ersehen?
Aus den Seekarten, Bekanntmachungen für Seefahrer (BfS) und Nautischen Warnnachrichten (NWN).
66. Welche Sonderzeichen kennzeichnen Reeden, besondere Gebiete oder Stellen, z. B. Warngebiete?
66. Welche Sonderzeichen kennzeichnen Reeden, besondere Gebiete oder Stellen, z. B. Warngebiete?
Gelbe Fasstonnen, Leuchttonnen, Spierentonnen oder Stangen.
67. Welche Sonderzeichen kennzeichnen Sperrgebiete?
67. Welche Sonderzeichen kennzeichnen Sperrgebiete?
Gelbe Fasstonnen, Leuchttonnen, Spierentonnen oder Stangen mit einem breiten roten Band. Beschriftung auf Fasstonne oder Leuchttonne mit schwarzen Buchstaben: „Sperrgebiet“ oder „Sperr-G.“
68. Welche Farbe haben Feuer auf Sonderzeichen, wenn vorhanden?
68. Welche Farbe haben Feuer auf Sonderzeichen, wenn vorhanden?
Farbe gelb.
69. Was bedeutet das Ausliegen der folgenden Schifffahrtszeichen: weiße Fasstonne, Kugeltonne oder Stange mit einem – von oben gesehen – rechtwinkligen gelben Kreuz bzw. bei Stangen mit einem breiten gelben Band?
69. Was bedeutet das Ausliegen der folgenden Schifffahrtszeichen: weiße Fasstonne, Kugeltonne oder Stange mit einem – von oben gesehen – rechtwinkligen gelben Kreuz bzw. bei Stangen mit einem breiten gelben Band?
Fahrverbot für Maschinenfahrzeuge und Wassermotorräder auf wegen Badebetrieb gesperrten Wasserflächen.
70. Wie stehen Sonne und Mond winkelmäßig zur Erde bei Springzeit und bei Nippzeit (die Springverspätung soll hier unberücksichtigt bleiben)?
70. Wie stehen Sonne und Mond winkelmäßig zur Erde bei Springzeit und bei Nippzeit (die Springverspätung soll hier unberücksichtigt bleiben)?
Bei Springzeit befinden sich Mond und Sonne in einer Ebene mit der Erde, bei Nippzeit stehen die Verbindungslinien Erde/Sonne und Erde/Mond im rechten Winkel zueinander.
71. Erklären Sie den Begriff „Alter der Gezeit“.
71. Erklären Sie den Begriff „Alter der Gezeit“.
Das Alter der Gezeit gibt an, in welcher Phase (Nippzeit, Mittzeit, Springzeit) sich das aktuelle Tidengeschehen befindet.
72. Warum findet man z. B. bei Bezugsorten in der Nordsee bzw. im Englischen Kanal zeitweise nur ein Hoch- bzw. Niedrigwasser pro Tag?
72. Warum findet man z. B. bei Bezugsorten in der Nordsee bzw. im Englischen Kanal zeitweise nur ein Hoch- bzw. Niedrigwasser pro Tag?
Die Umlaufzeit des Mondes um die Erde dauert im Mittel 24 h 50 min (Mondtag) gegenüber dem Sonnentag (= 24 h). Deshalb „rutscht“ das letzte HW oder NW zeitweise in den nächsten Tag.
73. Weshalb und wie können die tatsächlichen Wasserstände von den Angaben in den Gezeitentafeln teilweise erheblich abweichen?
73. Weshalb und wie können die tatsächlichen Wasserstände von den Angaben in den Gezeitentafeln teilweise erheblich abweichen?
Durch Wind und/oder durch sehr hohen bzw. sehr niedrigen Luftdruck können erhebliche Wasserstandsänderungen entstehen. HWH bzw. NWH können höher oder niedriger sein als angegeben, die Hoch- und Niedrigwasserzeit kann früher oder später eintreten als angegeben.
74. Worauf beziehen sich die Tiefenangaben in Seekarten in den deutschen Gewässern der Ost- und Nordsee?
74. Worauf beziehen sich die Tiefenangaben in Seekarten in den deutschen Gewässern der Ost- und Nordsee?
Auf Kartennull (KN).
75. Was ist Kartennull?
75. Was ist Kartennull?
Kartennull (KN) ist die Bezugsfläche für die Tiefenangaben in einer Seekarte.
76. Wie ist Kartennull (KN) in der Ost- und Nordsee und im Englischen Kanal definiert? Wo finden Sie die entsprechenden Angaben zur Kartennullebene?
76. Wie ist Kartennull (KN) in der Ost- und Nordsee und im Englischen Kanal definiert? Wo finden Sie die entsprechenden Angaben zur Kartennullebene?
In der Ostsee entspricht KN dem mittleren Wasserstand. In der Nordsee und im Englischen Kanal entspricht KN dem niedrigstmöglichen Gezeitenwasserstand (LAT = Lowest Astronomical Tide). In der jeweiligen Seekarte ist die Kartennullebene beschrieben.
77. Was müssen Sie bedenken, wenn Sie die Wassertiefe außerhalb der Niedrigwasserzeit loten?
77. Was müssen Sie bedenken, wenn Sie die Wassertiefe außerhalb der Niedrigwasserzeit loten?
Beim folgenden Niedrigwasser wird die Wassertiefe geringer sein als zum Zeitpunkt der Lotung.
78. Was ist die Kartentiefe?
78. Was ist die Kartentiefe?
Die Kartentiefe (KT) ist die auf Kartennull bezogene Wassertiefe. Kartentiefe ist Wassertiefe abzüglich Höhe der Gezeit.
79. Mit welcher Wassertiefe können Sie bei einer Lotung normalerweise mindestens rechnen?
79. Mit welcher Wassertiefe können Sie bei einer Lotung normalerweise mindestens rechnen?
Mit der Kartentiefe.
80. Welche Bedeutung hat die Angabe „Springzeit“ für die Wasserstände in Gezeitengebieten?
80. Welche Bedeutung hat die Angabe „Springzeit“ für die Wasserstände in Gezeitengebieten?
Zur Springzeit sind besonders hohe Hochwasser und besonders niedrige Niedrigwasser zu erwarten.
81. Welche Bedeutung hat die Angabe „Nippzeit“ für die Wasserstände in Gezeitengebieten?
81. Welche Bedeutung hat die Angabe „Nippzeit“ für die Wasserstände in Gezeitengebieten?
Zur Nippzeit sind besonders niedrige Hochwasser und besonders hohe Niedrigwasser zu erwarten.
82. Welche Bedeutung haben die Angaben „Nippzeit“ bzw. „Springzeit“ für die Gezeitenströme?
82. Welche Bedeutung haben die Angaben „Nippzeit“ bzw. „Springzeit“ für die Gezeitenströme?
Zur Springzeit setzen die Gezeitenströme z. T. deutlich stärker als zur Nippzeit.
83. Wo können Sie Informationen über Gezeitenströme in Küstengewässern finden?
83. Wo können Sie Informationen über Gezeitenströme in Küstengewässern finden?
1. In Gezeitenstromatlanten, Seehandbüchern,
2. in Seekarten aus Gezeitenstromtabellen, die bezogen sind auf die Hochwasserzeiten des dort genannten Bezugsortes.
84. Auf einer Seekarte finden Sie in Küstennähe die Tiefenangabe 23. Was bedeutet das?
84. Auf einer Seekarte finden Sie in Küstennähe die Tiefenangabe 23. Was bedeutet das?
Der Ort der Zahl liegt 2,3 m über Kartennull und kann trockenfallen.
85. In welchem Zusammenhang stehen Kartentiefe (KT), Wassertiefe (WT) und Höhe der Gezeit (H)?
85. In welchem Zusammenhang stehen Kartentiefe (KT), Wassertiefe (WT) und Höhe der Gezeit (H)?
WT – H = KT oder KT + H = WT (Lösung auch als Skizze möglich).
86. Warum ist es in Tidengewässern wichtig, die Uhrzeit einer Lotung festzuhalten?
86. Warum ist es in Tidengewässern wichtig, die Uhrzeit einer Lotung festzuhalten?
Um anhand der Gezeitentafel feststellen zu können, ob das Wasser steigt oder fällt.
87. Was ist ein Pegel?
87. Was ist ein Pegel?
Eine Skala zur Anzeige des Wasserstandes.
88. Welchen Einfluss kann der Wind auf die Gezeiten haben?
88. Welchen Einfluss kann der Wind auf die Gezeiten haben?
Der Wind kann Strömungen und Wasserstandsänderungen hervorrufen, die zu den Gezeitenströmen und den Gezeiten hinzutreten.
89. Nennen Sie drei wichtige Vorzüge von GPS.
89. Nennen Sie drei wichtige Vorzüge von GPS.
1. GPS arbeitet weltweit.
2. Die Positionsanzeige ist jederzeit verfügbar.
3. Der Positionsfehler ist gering.
90. Wie groß ist die typische und realistische Genauigkeit von Positionen, die mit GPS und DGPS ermittelt werden?
90. Wie groß ist die typische und realistische Genauigkeit von Positionen, die mit GPS und DGPS ermittelt werden?
1. GPS: 10–20 m bei einer Wahrscheinlichkeit von etwa 95 %.
2. DGPS: 1–10 m bei einer Wahrscheinlichkeit von etwa 95 %.
91. Wo muss man mit ungenauen Anzeigen des GPS rechnen?
91. Wo muss man mit ungenauen Anzeigen des GPS rechnen?
1. Bei Abschattung der GPS-Antenne.
2. In der Nähe von Flughäfen und in der Nähe von Fernsehsendern.
3. In der Nähe von Marineeinrichtungen.
4. Bei Nutzung von UKW-Geräten und anderen elektronischen/elektrischen Geräten an Bord.
92. Was bedeutet die Abkürzung GPS?
92. Was bedeutet die Abkürzung GPS?
Global Positioning System.
93. Was ist das Grundprinzip von GPS?
93. Was ist das Grundprinzip von GPS?
Durch Laufzeitmessungen von GPS-Signalen vom Satelliten zum Empfänger und damit durch Abstandsmessungen zu den Satelliten wird die Ortsbestimmung ermöglicht.
94. Was bedeutet die Abkürzung DGPS und nach welchem Prinzip arbeitet DGPS?
94. Was bedeutet die Abkürzung DGPS und nach welchem Prinzip arbeitet DGPS?
DGPS = Differential Global Positioning System.
Hierbei handelt es sich um eine regionale Verbesserung der Ortsbestimmung. Dabei werden von Referenzstationen über Funk Korrekturwerte für die GPS-Messwerte an die Schiffe übertragen.
95. Was ist bei Anbringung einer GPS-Antenne zu beachten?
95. Was ist bei Anbringung einer GPS-Antenne zu beachten?
1. Sie muss ringsum freie Sicht (ohne Abschattungen) haben.
2. Einwandfreie Erdung.
96. Was bewirkt die Bedienung der MOB-Taste bei GPS-Geräten?
96. Was bewirkt die Bedienung der MOB-Taste bei GPS-Geräten?
1. Die Position zur Zeit des Tastendrucks wird gespeichert.
2. Rechtweisende Peilung (rwP) und Distanz zu diesem Punkt werden angezeigt.
97. Was bedeutet die Aussage: „Die Ortsgenauigkeit beträgt 100 m mit einer Wahrscheinlichkeit von 95 %“?
97. Was bedeutet die Aussage: „Die Ortsgenauigkeit beträgt 100 m mit einer Wahrscheinlichkeit von 95 %“?
Das Schiff befindet sich mit einer Wahrscheinlichkeit von 95 % in einem Fehlerkreis von 100 m Radius um den beobachteten Ort. Also: jede 20.
Ortsbestimmung (5 %) ist ungenauer als ca. 100 m.
98. Wie kann man feststellen, ob die GPS-Position genau bzw. zuverlässig ist?
98. Wie kann man feststellen, ob die GPS-Position genau bzw. zuverlässig ist?
1. Durch den vom Empfänger angezeigten HDOP (horizontal dilution of precision = Satellitenverteilung).
2. Durch die vom Empfänger angezeigte Anzahl der getrackten Satelliten.
3. Durch Vergleich mit anderen Navigationssystemen und der Koppelposition.
99. Was ist bei Eintragung eines GPS-Ortes in eine Seekarte zu beachten?
99. Was ist bei Eintragung eines GPS-Ortes in eine Seekarte zu beachten?
Das Bezugssystem muss übereinstimmen. Dieses kann geschehen durch:
1. Auswahl und Einstellung des Kartenbezugssystems im Empfänger.
2. Manuelle Verschiebung des GPS-Ortes um die in der Seekarte angegebenen N/S- und E/WKorrektur.
3. Verwendung von Seekarten, die auf dem System WGS 84 beruhen.
100. Was ist ein Wegpunkt?
100. Was ist ein Wegpunkt?
Geographische Koordination eines anzusteuernden Punktes.
101. Was bedeutet WGS 84 und was wird damit erreicht?
101. Was bedeutet WGS 84 und was wird damit erreicht?
1. Globales Bezugssystem „World Geodetic System 1984“.
2. Mit diesem System (= Referenzellipsoid bei GPS) wird weltweit eine optimale Anpassung an die reale Form des gesamten Erdkörpers erreicht.
102. Wodurch können Radarechos von kleinen Fahrzeugen und Tonnen auf den Sichtschirmen von Radargeräten „verschwinden“?
102. Wodurch können Radarechos von kleinen Fahrzeugen und Tonnen auf den Sichtschirmen von Radargeräten „verschwinden“?
1. Durch Seegang und/oder Niederschlag,
2. durch falsche Bedienung,
3. durch zu große Entfernung,
4. durch Gieren des eigenen Fahrzeugs bei relativ vorausorientierter Radarstellung (head up).
103. Wie kann man mit Radar den eigenen Schiffsort bestimmen?
103. Wie kann man mit Radar den eigenen Schiffsort bestimmen?
1. Peilung eines Objektes gibt einen Peilstrahl als Standlinie.
2. Abstandsmessung mit dem VRM (Variable Range Marker) gibt einen Abstandskreis als Standlinie.
104. Wie kann man gegebenenfalls verhindern, dass sich Echoanzeigen von Zielen (z. B. 2 Tonnen, 2 Molenköpfe) überlappen?
104. Wie kann man gegebenenfalls verhindern, dass sich Echoanzeigen von Zielen (z. B. 2 Tonnen, 2 Molenköpfe) überlappen?
1. Kurze Impulslänge wählen.
2. Messbereich verkleinern.
105. Was bedeutet der Begriff AIS auf See?
105. Was bedeutet der Begriff AIS auf See?
AIS bezeichnet das automatische Identifizierungssystem (Automatic Identification System).
106. Welche Aufgaben hat AIS?
106. Welche Aufgaben hat AIS?
Alle ausgerüsteten Schiffe senden automatisch (also ohne Aufforderung und menschliches Eingreifen) in regelmäßigen kurzen Abständen ihre Identität und einen schiffsbezogenen Datensatz.
Außerdem können bei Bedarf sicherheitsrelevante Nachrichten („safety related messages“) von Bord oder von Landstationen gesendet werden.
107. Welche Reichweite hat ein AIS-Bordgerät und wovon ist sie abhängig?
107. Welche Reichweite hat ein AIS-Bordgerät und wovon ist sie abhängig?
Die Reichweite und Ausbreitungsbedingungen entsprechen denen von UKW. Bei Handelsschiffen kann man von 20 bis 30 sm ausgehen. Die Reichweite ist abhängig von der Antennenhöhe.
108. Wie kann die Reichweite eines AIS-Bordgerätes landseitig erhöht werden und wie wirken sich dabei Hindernisse (z. B. Berge) aus?
108. Wie kann die Reichweite eines AIS-Bordgerätes landseitig erhöht werden und wie wirken sich dabei Hindernisse (z. B. Berge) aus?
Unter bestimmten Umständen kann die Reichweite heraufgesetzt werden (z. B. mit Hilfe von „Relaisstationen“), wobei ggf. auch abschattende Hindernisse umgangen werden können.
109. Welche AIS-Daten werden von Schiffen aus der Berufsschifffahrt gesendet?
109. Welche AIS-Daten werden von Schiffen aus der Berufsschifffahrt gesendet?
– Statische Daten: ID, Rufzeichen, Länge und Breite des Schiffes u. a.
– Dynamische Daten (i. w. Sensordaten): UTC, Position, Heading, Kurs und Fahrt über Grund, ggf. Rate-of-turn, Fahrtstatus (z. B. Maschinenfahrzeug mit Fahrt durchs Wasser, Ankerlieger, manövrierbehindertes Fahrzeug.
– Reisebezogene Daten: Tiefgang, Zielort (Destination), ETA u. a.
110. Wann kann man sich auf die Verfügbarkeit und Anzeige von AIS-Signalen anderer Fahrzeuge verlassen? Nennen Sie die wesentlichen Voraussetzungen!
110. Wann kann man sich auf die Verfügbarkeit und Anzeige von AIS-Signalen anderer Fahrzeuge verlassen? Nennen Sie die wesentlichen Voraussetzungen!
Andere Fahrzeuge werden nur angezeigt, wenn das Fahrzeug auch sendet, d. h., wenn
1. das Fahrzeug mit AIS ausgerüstet ist,
2. das sendende Fahrzeug AIS nicht abgeschaltet hat (darf der Kapitän allerdings nur bei bestimmten zwingenden Gründen),
3. GPS aktiv ist und
4. aus Kapazitätsgründen (z. B. durch zu viele Schiffe in einem Seegebiet = „target overflow“) keine Fahrzeuge ausgeschlossen werden.
111. Wie ist die Genauigkeit von AIS-Daten zu beurteilen (Position und manuell eingegebene Daten)?
111. Wie ist die Genauigkeit von AIS-Daten zu beurteilen (Position und manuell eingegebene Daten)?
– Position:
Mit AIS wird zusätzlich zur GPS-Position eines Schiffes die Information übertragen, ob es sich um einen GPS- oder DGPS-Ort handelt. Ist die GPS-Position eines Schiffes falsch, wird diese falsche Position auf allen anderen Schiffen angezeigt.
– Manuell eingegebene Daten:
Es muss damit gerechnet werden, dass Zielort, Tiefgang, Fahrtstatus u. a. falsch sind, wenn sie – z. B. aus Nachlässigkeit – nicht von der Schiffsführung aufdatiert werden.
112. Welche besondere Bedeutung hat AIS für die Sportschifffahrt im Vergleich mit der Radaranzeige auf anderen Schiffen?
112. Welche besondere Bedeutung hat AIS für die Sportschifffahrt im Vergleich mit der Radaranzeige auf anderen Schiffen?
Sportfahrzeuge werden häufig auf den Radargeräten anderer Schiffe nicht sicher angezeigt bzw. die Anzeigen gehen im Seegangsclutter oder in der Informationsfülle unter. Da jetzt auf vielen Schiffen die AIS-Daten zusätzlich im Radar dargestellt werden, besteht die Gefahr, dass Sportfahrzeuge noch weniger auffällig sind, wenn sie nicht selbst mit AIS ausgerüstet sind.
113. Welche Navigationsgeräte sollten Sie auf einer Yacht auch bei Kurzfahrten nahe der Küste mindestens an Bord haben?
113. Welche Navigationsgeräte sollten Sie auf einer Yacht auch bei Kurzfahrten nahe der Küste mindestens an Bord haben?
Steuerkompass, Peilkompass, Lot, Log, Uhr.
114. Was gehört zur navigatorischen Mindestausrüstung einer Yacht in Küstengewässern? Nennen Sie mindestens 6 Beispiele.
114. Was gehört zur navigatorischen Mindestausrüstung einer Yacht in Küstengewässern? Nennen Sie mindestens 6 Beispiele.
1. Steuerkompass,
2. Peileinrichtung,
3. terrestrisches oder satellitengestütztes Funknavigationsgerät,
4. Log,
5. Lot,
6. Fernglas,
7. Barometer,
8. Weltempfänger für Rundfunk,
9. Seebücher und auf den neuesten Stand berichtigte Seekarten für das zu befahrende Seegebiet,
10. Logbuch,
11. Uhr/Zeitmesser.
115. Welchen Vorteil hat ein Kugelkompass gegenüber einem Flachglaskompass?
115. Welchen Vorteil hat ein Kugelkompass gegenüber einem Flachglaskompass?
1. Der Kugelkompass kann auch bei größerer Krängung noch als Messinstrument benutzt werden.
2. Die Kugelform verbessert die Ablesbarkeit der Kompassrose (Vergrößerungseffekt).
116. Was beeinflusst die Ablenkung eines Kompasses dauerhaft?
116. Was beeinflusst die Ablenkung eines Kompasses dauerhaft?
Veränderung des magnetischen Zustandes an Bord, z. B. Einbauten und Lageänderung von Ausrüstungsgegenständen.
117. Was beeinflusst die Ablenkung eines Kompasses vorübergehend?
117. Was beeinflusst die Ablenkung eines Kompasses vorübergehend?
Elektronische Geräte (z. B. Radio, Handy), magnetisierte Gegenstände (z. B.Werkzeug, Peilkompass) und Gleichstromleitungen in der Nähe des Kompasses.
118. Welchen Abstand muss magnetisierbares Material vom Magnetkompass haben?
118. Welchen Abstand muss magnetisierbares Material vom Magnetkompass haben?
Mindestens 1 Meter.
Schifffahrtsrecht
Bild: Wechsel der Gastlandflagge unter der Steuerbord-Saling vor dem Einlaufen in einen griechischen Hafen aus der Türkei kommend – bei deutscher Schiffsflagge.
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1. Was sind „Sicherheitszonen“ im Sinne der Verordnung zu den KVR?
1. Was sind „Sicherheitszonen“ im Sinne der Verordnung zu den KVR?
Sicherheitszonen sind Wasserflächen im Umkreis von 500 m um Plattformen, Bohrinseln, Forschungsanlagen u. a., die nicht befahren werden dürfen.
2. Die Verordnung zu den KVR verbietet die Führung eines Fahrzeugs, wenn man infolge des Genusses alkoholischer Getränke in der sicheren Führung des Fahrzeugs behindert ist. Welchen örtlichen Geltungsbereich hat die vorgenannte Verordnung?
2. Die Verordnung zu den KVR verbietet die Führung eines Fahrzeugs, wenn man infolge des Genusses alkoholischer Getränke in der sicheren Führung des Fahrzeugs behindert ist. Welchen örtlichen Geltungsbereich hat die vorgenannte Verordnung?
Die Verordnung gilt auf Seeschifffahrtsstraßen und für Schiffe, die die Bundesflagge führen, seewärts der Begrenzung des Küstenmeeres der Bundesrepublik Deutschland (also weltweit), soweit nicht in den Hoheitsgewässern anderer Staaten abweichende Regelungen gelten.
3. Wer darf lt. Verordnung zu den KVR ein Fahrzeug nicht führen oder als Mitglied der Crew eine andere Tätigkeit des Brücken- oder Decksdienstes nicht ausüben (allgemein ohne Zahlen zu beantworten)?
3. Wer darf lt. Verordnung zu den KVR ein Fahrzeug nicht führen oder als Mitglied der Crew eine andere Tätigkeit des Brücken- oder Decksdienstes nicht ausüben (allgemein ohne Zahlen zu beantworten)?
Wer infolge körperlicher oder geistiger Mängel oder des Genusses alkoholischer Getränke oder anderer berauschender Mittel in der sicheren Führung eines Fahrzeugs oder in der sicheren Ausübung einer anderen Tätigkeit des Brückenoder Decksdienstes behindert ist.
4. Welche Atem- bzw. Blutalkoholkonzentration darf lt. Verordnung zu den KVR nicht erreicht werden, damit kein Verbot für ein Führen eines Fahrzeugs oder als Mitglied der Crew für ein Ausüben des Brückendienstes besteht?
4. Welche Atem- bzw. Blutalkoholkonzentration darf lt. Verordnung zu den KVR nicht erreicht werden, damit kein Verbot für ein Führen eines Fahrzeugs oder als Mitglied der Crew für ein Ausüben des Brückendienstes besteht?
0,25 mg/l oder mehr Alkohol in der Atemluft oder
0,5 Promille oder mehr Alkohol im Blut oder
eine Alkoholmenge, die zu einer solchen Atem- oder Blutalkoholkonzentration führt.
5. Die KVR regeln u. a. das Verhalten der Schiffsführungen bei Kollisionsgefahr. Was ist im Rahmen der Verantwortlichkeit bei der Auslegung und Befolgung der KVR zu berücksichtigen?
5. Die KVR regeln u. a. das Verhalten der Schiffsführungen bei Kollisionsgefahr. Was ist im Rahmen der Verantwortlichkeit bei der Auslegung und Befolgung der KVR zu berücksichtigen?
Bei der Auslegung und Befolgung der KVR sind stets alle Gefahren der Schifffahrt und des Zusammenstoßes sowie alle besonderen Umstände einschließlich Behinderungen der betroffenen Fahrzeuge gebührend zu berücksichtigen, die zum Abwenden unmittelbarer Gefahr ggf. auch ein Abweichen von diesen Regeln erfordern können (z. B. Abweichen von der Kurshaltepflicht, wenn der Ausweichpflichtige nicht angemessen handelt).
6. Welche Grundregeln für das Verhalten im Verkehr verlangen die KVR, die ein Schiffsführer zu berücksichtigen hat, auch wenn keine konkrete Regel anwendbar ist?
6. Welche Grundregeln für das Verhalten im Verkehr verlangen die KVR, die ein Schiffsführer zu berücksichtigen hat, auch wenn keine konkrete Regel anwendbar ist?
Die KVR befreien nicht von den Folgen, die durch unzureichende Einhaltung der KVR oder unzureichende Vorsichtsmaßnahmen entstehen, d. h., allgemeine seemännische Praxis oder besondere Umstände des Falles können über die Mindestanforderungen der KVR hinausgehende Maßnahmen erfordern.
7. Was sind Verkehrstrennungsgebiete? Wie sind sie zu befahren?
7. Was sind Verkehrstrennungsgebiete? Wie sind sie zu befahren?
1. Verkehrstrennungsgebiete sind Schifffahrtswege, die durch Trennlinien oder Trennzonen in Einbahnwege geteilt sind.
2. Diese dürfen nur in Fahrtrichtung rechts der Trennlinie/Trennzone befahren werden, aber unter Nutzung der vollen Breite des Einbahnweges.
8. Was ist ein „manövrierunfähiges Fahrzeug“?
8. Was ist ein „manövrierunfähiges Fahrzeug“?
Manövrierunfähig ist ein Fahrzeug, das wegen außergewöhnlicher Umstände (z. B. Ruderbruch) nicht regelgerecht manövrieren und daher einem anderen Fahrzeug nicht ausweichen kann.
9. Was ist ein „manövrierbehindertes Fahrzeug“?
9. Was ist ein „manövrierbehindertes Fahrzeug“?
Manövrierbehindert ist ein Fahrzeug, das durch die Art seines Einsatzes behindert ist (z. B. Bagger, Kabelleger), regelgerecht zu manövrieren, und daher einem anderen Fahrzeug nicht ausweichen kann.
10. Nennen Sie mindestens 3 Beispiele für „manövrierbehinderte Fahrzeuge“.
10. Nennen Sie mindestens 3 Beispiele für „manövrierbehinderte Fahrzeuge“.
1. Tonnenleger, Kabelleger, Rohrleger im Einsatz,
2. Bagger, Vermessungsfahrzeuge im Einsatz,
3. Versorger im Einsatz,
4. Flugzeugträger im Einsatz,
5. Minenräumfahrzeuge im Einsatz,
6. Fahrzeuge während eines Schleppvorganges, bei dem das schleppende Fahrzeug und sein Anhang erheblich behindert sind, vom Kurs abzuweichen.
11. Was ist unter „sicherer Geschwindigkeit“ zu verstehen?
11. Was ist unter „sicherer Geschwindigkeit“ zu verstehen?
Das Fahrzeug muss jederzeit innerhalb einer solchen Entfernung zum Stehen gebracht werden können, dass ein Zusammenstoß vermieden wird.
12. Ab welcher Länge müssen Sportfahrzeuge mit den Lichtern/Signalkörpern ausgerüstet sein, die bei Manövrierunfähigkeit zu setzen sind?
12. Ab welcher Länge müssen Sportfahrzeuge mit den Lichtern/Signalkörpern ausgerüstet sein, die bei Manövrierunfähigkeit zu setzen sind?
Fahrzeuge ab 12 m Länge.
13. Sie sehen in der Dämmerung in der Nordsee in der Zufahrt zur Jade einen großen Tanker mit der üblichen Lichterführung, auf dem kurze Zeit später die Lichter rot-weiß-rot senkrecht übereinander zusätzlich zu den Fahrtlichtern gesetzt werden. Welche rechtliche Bedeutung hat die geänderte Signalgebung für Sie?
13. Sie sehen in der Dämmerung in der Nordsee in der Zufahrt zur Jade einen großen Tanker mit der üblichen Lichterführung, auf dem kurze Zeit später die Lichter rot-weiß-rot senkrecht übereinander zusätzlich zu den Fahrtlichtern gesetzt werden. Welche rechtliche Bedeutung hat die geänderte Signalgebung für Sie?
Beim Erreichen des Geltungsbereiches der SeeSchStrO kennzeichnet sich der Tanker als Wegerechtschiff, das als manövrierbehindertes Fahrzeug gilt. Diesem so gekennzeichneten Fahrzeug muss im Falle einer Kollisionsgefahr ausgewichen werden.
14. Welche Lichter müssen manövrierbehinderte Fahrzeuge (außer Minenräumfahrzeuge) führen 1. ohne Fahrt durchs Wasser (FdW), 2. mit FdW, 3. vor Anker?
14. Welche Lichter müssen manövrierbehinderte Fahrzeuge (außer Minenräumfahrzeuge) führen
1. ohne Fahrt durchs Wasser (FdW),
2. mit FdW,
3. vor Anker?
1. Ohne FdW: rot-weiß-rot senkrecht übereinander.
2. Mit FdW: rot-weiß-rot senkrecht übereinander und Lichter eines Maschinenfahrzeugs (Topplicht[er]), Seitenlichter, Hecklicht).
3. Vor Anker: rot-weiß-rot senkrecht übereinander und Ankerlicht(er).
15. Wie sind manövrierbehinderte und manövrierunfähige Fahrzeuge am Tage bezeichnet?
15. Wie sind manövrierbehinderte und manövrierunfähige Fahrzeuge am Tage bezeichnet?
1. Manövrierbehinderte Fahrzeuge: Ball-Rhombus-Ball senkrecht übereinander.
2. Manövrierunfähige Fahrzeuge: zwei schwarze Bälle senkrecht übereinander.
16. Wie müssen Sie Ihr Fahrzeug unter Segel bei Tage und bei Nacht kennzeichnen, wenn Sie gleichzeitig mit Maschinenkraft fahren?
16. Wie müssen Sie Ihr Fahrzeug unter Segel bei Tage und bei Nacht kennzeichnen, wenn Sie gleichzeitig mit Maschinenkraft fahren?
1. Bei Nacht Lichterführung eines Maschinenfahrzeugs entsprechender Größe,
2. bei Tage einen Kegel – Spitze unten – im Vorschiff gut sichtbar.
17. Was müssen Sie hinsichtlich der Zeiten der Lichterführung beachten?
17. Was müssen Sie hinsichtlich der Zeiten der Lichterführung beachten?
Die Lichter müssen geführt werden
1. zwischen Sonnenuntergang und Sonnenaufgang,
2. bei verminderter Sicht auch zwischen Sonnenaufgang und Sonnenuntergang.
18. Sie sehen am Tage ein Fahrzeug, augenscheinlich kürzer als 50 m, mit dem Sichtzeichen „schwarzer Rhombus“, dahinter in gleichbleibendem Abstand ein weiteres Fahrzeug mit dem gleichen Signalkörper. 1. Worum handelt es sich? 2. Wie sind die Fahrzeuge bei Nacht gekennzeichnet?
18. Sie sehen am Tage ein Fahrzeug, augenscheinlich kürzer als 50 m, mit dem Sichtzeichen „schwarzer Rhombus“, dahinter in gleichbleibendem Abstand ein weiteres Fahrzeug mit dem gleichen Signalkörper.
1. Worum handelt es sich?
2. Wie sind die Fahrzeuge bei Nacht gekennzeichnet?
1. Es handelt sich um einen Schleppverband länger als 200 m (Heck des Schleppers – Heck des Anhangs).
2. Der Schlepper führt nachts drei weiße Topplichter senkrecht übereinander, Seitenlichter, Hecklicht und das gelbe Schlepplicht über dem Hecklicht. Der Anhang führt Seitenlichter und
Hecklicht.
19. Man hört bei Nebel folgendes Schallsignal mit der Pfeife – • • (lang-kurz-kurz), unmittelbar gefolgt von – • • • (lang-kurz-kurz-kurz) etwa jede Minute. Worum handelt es sich dabei?
19. Man hört bei Nebel folgendes Schallsignal mit der Pfeife – • • (lang-kurz-kurz), unmittelbar gefolgt von – • • • (lang-kurz-kurz-kurz) etwa jede Minute. Worum handelt es sich dabei?
Es ist das Schallsignal eines Schleppverbandes in Fahrt (schleppendes Fahrzeug lang-kurz-kurz; Anhang lang-kurz-kurz-kurz).
20. Bei Nebel im Küstenbereich fahrend, hört man etwa jede Minute folgendes Signal: drei Glockenschläge, dann ca. 5 Sekunden lang rasches Läuten einer Glocke, dann drei Glockenschläge. Wer gibt dieses Signal?
20. Bei Nebel im Küstenbereich fahrend, hört man etwa jede Minute folgendes Signal: drei Glockenschläge, dann ca. 5 Sekunden lang rasches Läuten einer Glocke, dann drei Glockenschläge. Wer gibt dieses Signal?
Dieses Signal gibt ein Fahrzeug auf Grund unter 100 m Länge.
21. Sie sehen ein Fahrzeug mit folgender Lichterführung:
1. Worum handelt es sich? 2. Welches Schallsignal müsste dieses Fahrzeug bei unsichtigem Wetter geben?
21. Sie sehen ein Fahrzeug mit folgender Lichterführung:
1. Worum handelt es sich? 2. Welches Schallsignal müsste dieses Fahrzeug bei unsichtigem Wetter geben?
1. Treibnetzfischer (Fahrzeug, das nicht trawlt) in Fahrt oder vor Anker mit ausgebrachtem Fanggerät, das waagerecht weiter als 150 m ins Wasser reicht. (Das untere weiße Licht kann auch das Hecklicht sein).
2. Schallsignal – • • (lang-kurz-kurz) mindestens alle 2 Minuten.
22. Sie sehen nachts auf See 2 rote Lichter senkrecht übereinander:
Worum handelt es sich?
22. Sie sehen nachts auf See 2 rote Lichter senkrecht übereinander:
Worum handelt es sich?
Um ein manövrierunfähiges Fahrzeug in Fahrt ohne Fahrt durchs Wasser.
23. Die Lichteranordnung eines Fahrzeugs ändert sich plötzlich von
in
Was schließen Sie daraus?
23. Die Lichteranordnung eines Fahrzeugs ändert sich plötzlich
von
in
Was schließen Sie daraus?
Ein manövrierunfähiges Fahrzeug in Fahrt ohne Fahrt durchs Wasser (FdW) hat FdW aufgenommen, da man jetzt auch das Bb.-Seitenlicht sieht.
24. Was bestimmen die KVR über das Ausguckhalten?
24. Was bestimmen die KVR über das Ausguckhalten?
Es muss jederzeit durch Sehen und Hören sowie durch jedes andere verfügbare Mittel gehöriger Ausguck gehalten werden, der einen vollständigen Überblick über die Lage und die Möglichkeit der Gefahr eines Zusammenstoßes gibt.
25. Was bestimmen die KVR für das Verhalten von Fahrzeugen von weniger als 20 m Länge oder von Segelfahrzeugen im Fahrwasser einer Seeschifffahrtsstraße?
25. Was bestimmen die KVR für das Verhalten von Fahrzeugen von weniger als 20 m Länge oder von Segelfahrzeugen im Fahrwasser einer Seeschifffahrtsstraße?
Fahrzeuge von weniger als 20 m Länge oder Segelfahrzeuge dürfen nicht die Durchfahrt eines Fahrzeuges behindern, das nur innerhalb eines engen Fahrwassers oder einer Fahrrinne sicher fahren kann.
Sie müssen, wenn es die Umstände erfordern, frühzeitig Maßnahmen ergreifen, um genügend Raum für die sichere Durchfahrt des anderen Fahrzeugs zu lassen.
26. Was ist eine „Küstenverkehrszone“?
26. Was ist eine „Küstenverkehrszone“?
Das Gebiet zwischen der Küste und der landwärtigen Grenze eines Verkehrstrennungsgebietes.
27. Welche Fahrzeuge dürfen die Küstenverkehrszone benutzen, ohne einen Hafen innerhalb der Küstenverkehrszone anzusteuern?
27. Welche Fahrzeuge dürfen die Küstenverkehrszone benutzen, ohne einen Hafen innerhalb der Küstenverkehrszone anzusteuern?
Fahrzeuge von weniger als 20 m Länge und Segelfahrzeuge.
28. Wie müssen Maschinenfahrzeuge ohne Radar bei verminderter Sicht ihre Fahrweise einrichten?
28. Wie müssen Maschinenfahrzeuge ohne Radar bei verminderter Sicht ihre Fahrweise einrichten?
Maschinenfahrzeuge müssen mit sicherer Geschwindigkeit fahren, die den gegebenen Umständen und Bedingungen der verminderten Sicht angepasst ist.
29. Wie müssen sich Segelfahrzeuge ohne Radar bei verminderter Sicht verhalten? Was gehört dabei zu den Regeln guter Seemannschaft?
29. Wie müssen sich Segelfahrzeuge ohne Radar bei verminderter Sicht verhalten? Was gehört dabei zu den Regeln guter Seemannschaft?
1. Segelfahrzeuge müssen mit sicherer Geschwindigkeit fahren, die den gegebenen Umständen und Bedingungen der verminderten Sicht angepasst ist.
2. Bei Segelfahrzeugen, die eine Maschine an Bord haben, gehört das Bereithalten der Maschine zu den Regeln guter Seemannschaft.
30. Wie müssen sich Fahrzeuge ohne Radar bei verminderter Sicht verhalten, wenn sie voraus das Schallsignal eines anderen Fahrzeuges hören?
30. Wie müssen sich Fahrzeuge ohne Radar bei verminderter Sicht verhalten, wenn sie voraus das Schallsignal eines anderen Fahrzeuges hören?
Jedes Fahrzeug, das anscheinend vorlicher als querab das Schallsignal eines anderen Fahrzeuges hört, muss seine Fahrt auf das für die Erhaltung der Steuerfähigkeit geringstmögliche Maß verringern. Erforderlichenfalls muss es jegliche Fahrt wegnehmen und in jedem Fall mit äußerster Vorsicht manövrieren, bis die Gefahr eines Zusammenstoßes vorüber ist.
31. Sie segeln in der Nordsee bei guter Sicht. Ihnen kommt in stehender Peilung ein Maschinenfahrzeug entgegen, das keine Anstalten macht, seiner Ausweichpflicht nachzukommen. Geben Sie in einer sinnvollen Reihenfolge an, was von Ihnen zu unternehmen ist. Welche dieser Maßnahmen sind zwingend vorgeschrieben?
31. Sie segeln in der Nordsee bei guter Sicht. Ihnen kommt in stehender Peilung ein Maschinenfahrzeug entgegen, das keine Anstalten macht, seiner Ausweichpflicht nachzukommen. Geben Sie in einer sinnvollen Reihenfolge an, was von Ihnen zu unternehmen ist. Welche dieser Maßnahmen sind zwingend vorgeschrieben?
1. Über Funk versuchen, das andere Fahrzeug auf seine Ausweichpflicht aufmerksam zu machen.
2. Schallsignal: mindestens fünf kurze, rasch aufeinander folgende Pfeifentöne geben.
3. Ggf. Ergänzung zu 2.: Lichtsignal von mindestens fünf kurzen, rasch aufeinander folgenden Blitzen.
4. Manöver des sog. „vorletzten Augenblicks“ fahren.
5. Manöver des sog. „letzten Augenblicks“ fahren.
Zwingend vorgeschrieben sind die Maßnahmen nach 2. und 5.
32. Auf einem Segelfahrzeug unter Motor sieht man nachts fast recht voraus ein näher kommendes Fahrzeug mit folgender Lichterführung: oben ein weißes Licht, seitlich darunter ein grünes Licht, zeitweise rechts von dem grünen Licht auf gleicher Höhe auch ein rotes Licht. Um was für ein Fahrzeug handelt es sich, was ist von Ihnen und was ist auf dem anderen Fahrzeug zu unternehmen?
32. Auf einem Segelfahrzeug unter Motor sieht man nachts fast recht voraus ein näher kommendes Fahrzeug mit folgender Lichterführung:
oben ein weißes Licht, seitlich darunter ein grünes Licht, zeitweise rechts von dem grünen Licht auf gleicher Höhe auch ein rotes Licht. Um was für ein Fahrzeug handelt es sich, was ist von Ihnen und was ist auf dem anderen Fahrzeug zu unternehmen?
Es handelt sich um ein Maschinenfahrzeug von weniger als 50 m Länge, das im Seegang oder durch schlechtes Steuern giert. Man muss annehmen, dass sich zwei Maschinenfahrzeuge auf entgegen gesetzten oder fast entgegen gesetzten Kursen nähern und die Möglichkeit der Gefahr eines Zusammenstoßes besteht. Beide Fahrzeuge müssen den Kurs nach Steuerbord ändern und dieses durch einen kurzen Ton anzeigen.
33. Wie muss man sich verhalten, wenn man gezwungen ist, ein Verkehrstrennungsgebiet zu queren?
33. Wie muss man sich verhalten, wenn man gezwungen ist, ein Verkehrstrennungsgebiet zu queren?
Kielrichtung (rwK) muss möglichst rechtwinklig zur allgemeinen Verkehrsrichtung zeigen.
34. Wie muss man sich verhalten, wenn man einen betonnten Schifffahrtsweg (z. B. in der Ostsee) queren will?
34. Wie muss man sich verhalten, wenn man einen betonnten Schifffahrtsweg (z. B. in der Ostsee) queren will?
Die Ausweichregeln der KVR beachten.
35. Wie ist die Gefahr eines Zusammenstoßes sicher erkennbar?
35. Wie ist die Gefahr eines Zusammenstoßes sicher erkennbar?
Wenn die Kompasspeilung zu einem anderen Fahrzeug steht und sie sich einander nähern.
36. Wie müssen Sie Ausweichmanöver durchführen?
36. Wie müssen Sie Ausweichmanöver durchführen?
1. Möglichst frühzeitig,
2. durchgreifend, sodass das andere Fahrzeug rasch Ihre Absicht erkennen kann, und um sich gut klar zu halten.
37. Wie müssen Sie sich verhalten, nachdem Sie ein vorgeschriebenes Ausweichmanöver eingeleitet haben?
37. Wie müssen Sie sich verhalten, nachdem Sie ein vorgeschriebenes Ausweichmanöver eingeleitet haben?
Der Erfolg des Manövers ist laufend zu überprüfen, bis das andere Fahrzeug klar passiert ist.
38. Sie segeln mit Wind von Steuerbord und sehen nachts in Luv ein einzelnes rotes Licht, das in stehender Peilung näher kommt. 1. Was ist das für ein Licht? 2. Wer muss ausweichen? (Begründung!)
38. Sie segeln mit Wind von Steuerbord und sehen nachts in Luv ein einzelnes rotes Licht, das in stehender Peilung näher kommt.
1. Was ist das für ein Licht?
2. Wer muss ausweichen? (Begründung!)
1. Das Licht ist das Backbordlicht eines Segelfahrzeugs in Fahrt.
2. Das Segelfahrzeug in Luv muss ausweichen, entweder weil es den Wind von Backbord hat oder weil es – wenn mit Wind von Stb. segelnd – luvwärts steht.
39. Sie segeln mit Wind von Backbord und sehen nachts in Luv ein einzelnes grünes Licht, das in stehender Peilung näher kommt. 1. Was ist das für ein Licht? 2. Wer muss ausweichen? (Begründung!)
39. Sie segeln mit Wind von Backbord und sehen nachts in Luv ein einzelnes grünes Licht, das in stehender Peilung näher kommt.
1. Was ist das für ein Licht?
2. Wer muss ausweichen? (Begründung!)
1. Das Licht ist das Steuerbordlicht eines Segelfahrzeugs in Fahrt.
2. Ihr Fahrzeug muss als leewärtiges Fahrzeug ausweichen, weil Sie (mit Wind von Backbord segelnd) nicht erkennen können, von welcher Seite das andere Fahrzeug den Wind hat.
40. Sie segeln nachts mit raumem Wind und machen gute Fahrt. Sie sehen an Steuerbord voraus ein einzelnes weißes Licht in (nahezu) stehender Peilung. Näher kommend verschwindet das weiße Licht gelegentlich und es erscheint stattdessen in etwa gleicher Höhe und links davon ein rotes Licht. Jeweils kurzfristig sind beide Lichter gleichzeitig zu sehen. 1. Worum handelt es sich bei diesen Lichtern? 2. Wer muss ausweichen? (Begründung!)
40. Sie segeln nachts mit raumem Wind und machen gute Fahrt. Sie sehen an Steuerbord voraus ein einzelnes weißes Licht in (nahezu) stehender Peilung. Näher kommend verschwindet das weiße Licht gelegentlich und es erscheint stattdessen in etwa gleicher Höhe und links davon ein rotes Licht. Jeweils kurzfristig sind beide Lichter gleichzeitig zu sehen.
1. Worum handelt es sich bei diesen Lichtern?
2. Wer muss ausweichen? (Begründung!)
1. Man sieht Hecklicht und/oder Bb.-Seitenlicht eines Segelfahrzeugs in Fahrt, das im Seegang giert.
2. Ihr Fahrzeug nähert sich aus dem Hecksektor des anderen Fahrzeugs. Es steht eben auf dessen Sektorengrenze und muss als überholendes Fahrzeug ausweichen. Im Zweifel (hier Sektorengrenze!) muss man sich als Überholer betrachten.
41. Sie segeln nachts mit raumem Wind und sehen nahezu achteraus ein Fahrzeug mit der Lichterführung rot-weiß-rot senkrecht übereinander, das näher kommt. Zusätzlich sehen Sie neben zwei weißen Topplichtern links ein grünes und rechts ein rotes Licht auf gleicher Höhe. 1. Was bedeuten diese Lichter? 2. Wer muss ausweichen? (Begründung!)
41. Sie segeln nachts mit raumem Wind und sehen nahezu achteraus ein Fahrzeug mit der Lichterführung rot-weiß-rot senkrecht übereinander, das näher kommt. Zusätzlich sehen Sie neben zwei weißen Topplichtern links ein grünes und rechts ein rotes Licht auf gleicher Höhe.
1. Was bedeuten diese Lichter?
2. Wer muss ausweichen? (Begründung!)
1. Man sieht ein manövrierbehindertes Fahrzeug mit FdW (Topplichter, Seitenlichter).
2. Dieses Fahrzeug nähert sich im Hecklichtsektor und muss deshalb als Überholer ausweichen.
42. Welcher Zeitpunkt ist im freien Seeraum entscheidend für die Verantwortlichkeit (hier = Ausweichpflicht!) der Fahrzeuge untereinander?
42. Welcher Zeitpunkt ist im freien Seeraum entscheidend für die Verantwortlichkeit (hier = Ausweichpflicht!) der Fahrzeuge untereinander?
Der Augenblick des ersten Insichtkommens. Eine spätere Änderung der Lage der Fahrzeuge zueinander verändert nicht die Verantwortlichkeit.
43. Ein anderes Fahrzeug muss Ihnen ausweichen. Welche Verpflichtung nach KVR haben Sie? Was unternehmen Sie, wenn das andere Fahrzeug nicht ausweicht?
43. Ein anderes Fahrzeug muss Ihnen ausweichen. Welche Verpflichtung nach KVR haben Sie? Was unternehmen Sie, wenn das andere Fahrzeug nicht ausweicht?
1. Mein Fahrzeug ist „Kurshalter“, d. h., es muss Kurs und Geschwindigkeit beibehalten.
2. Mein Fahrzeug darf zur Abwendung eines Zusammenstoßes manövrieren, sobald erkennbar wird, dass das andere Fahrzeug nicht angemessen (= regelgerecht) manövriert („Manöver des vorletzten Augenblicks!“).
3. Mein Fahrzeug muss zweckdienlich manövrieren, wenn ein Manöver des Ausweichpflichtigen allein einen Zusammenstoß nicht mehr vermeiden kann („Manöver des letzten Augenblicks!“).
44. Welchen Fahrzeugen muss ein Segelfahrzeug ausweichen?
44. Welchen Fahrzeugen muss ein Segelfahrzeug ausweichen?
1. Einem manövrierunfähigen Fahrzeug,
2. einem manövrierbehinderten Fahrzeug,
3. einem fischenden Fahrzeug,
4. ggf. einem anderen Segelfahrzeug, abhängig von der Segelstellung in Bezug auf den Wind.
45. 1. Wie muss sich ein Sportfahrzeug gegenüber einem tiefgangbehinderten Fahrzeug verhalten? 2. Schlagen Sie entsprechende Maßnahmen/Manöver vor.
45.
1. Wie muss sich ein Sportfahrzeug gegenüber einem tiefgangbehinderten Fahrzeug verhalten?
2. Schlagen Sie entsprechende Maßnahmen/Manöver vor.
1. Das Sportfahrzeug muss vermeiden, die sichere Durchfahrt eines tiefgangbehinderten Fahrzeugs zu behindern.
2. Dieses kann durch eine frühzeitige Kursänderung, Geschwindigkeitsänderung oder beides geschehen.
46. Wo unterliegt Ihr Segelfahrzeug bzw. Ihre Motoryacht unter 20 m Länge einem Behinderungsverbot?
46. Wo unterliegt Ihr Segelfahrzeug bzw. Ihre Motoryacht unter 20 m Länge einem Behinderungsverbot?
1. In engen Fahrwassern,
2. auf dem Einbahnweg eines Verkehrstrennungsgebietes (VTG) gegenüber Maschinenfahrzeugen im VTG.
47. Welchen Abstand muss man von Minenräumfahrzeugen halten?
47. Welchen Abstand muss man von Minenräumfahrzeugen halten?
Mindestens 1000 m.
48. Auf einer Motoryacht A sieht man nachts etwa recht voraus Topplicht und beide Seitenlichter eines Fahrzeugs B. Die Lichter werden rasch heller. 1. Was ist B? 2. Wie ist die Situation zu klären?
48. Auf einer Motoryacht A sieht man nachts etwa recht voraus Topplicht und beide Seitenlichter eines Fahrzeugs B. Die Lichter werden rasch heller.
1. Was ist B?
2. Wie ist die Situation zu klären?
1. B ist ein Maschinenfahrzeug von weniger als 50 m Länge in Fahrt.
2. A und B müssen ihren Kurs so nach Stb. ändern, dass sie einander an der Bb.-Seite passieren. Dabei müssen A und B das Signal „ein kurzer Ton“ geben.
49. Auf einer Motoryacht A erkennt man nachts etwa 2 Strich an Bb. folgende Lichter des Fahrzeugs B, die rasch näher kommen.
Die Kompasspeilung zum Fahrzeug B ändert sich dabei nur geringfügig. 1. Worum handelt es sich bei Fahrzeug B? 2. Wer muss ausweichen? 3. Was muss Fahrzeug A tun?
49. Auf einer Motoryacht A erkennt man nachts etwa 2 Strich an Bb. folgende Lichter des Fahrzeugs B, die rasch näher kommen.
Die Kompasspeilung zum Fahrzeug B ändert sich dabei nur geringfügig. 1. Worum handelt es sich bei Fahrzeug B? 2. Wer muss ausweichen? 3. Was muss Fahrzeug A tun?
1. B ist ein Maschinenfahrzeug von weniger als 50 m Länge in Fahrt, dessen Stb.-Seite man sieht.
2. B muss ausweichen, weil es die Motoryacht A an seiner Stb.-Seite hat.
3. Die Motoryacht A muss Kurs und Geschwindigkeit beibehalten.
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