Kitabı oku: «Ist der Ruf erst ruiniert...»

Yazı tipi:

Ruth Broucq

Ist der Ruf erst ruiniert...

liebt es sich ganz ungeniert

Dieses ebook wurde erstellt bei

Inhaltsverzeichnis

Titel

Index:

Ausklang

Dornröschenschlaf

Seitenwechsel

Sex-Netz

Marius

Liebesglück

Eifersucht

Sexsüchtig

Altersgeilheit

Sternchenaugen

Turbulenzen

Frivol

Nymphoman

Egoismus

Männertoll

Liebeskrank

Gefallsucht

Mitleidlos

Krankhaft

Sehnsucht

Seelenqual

Frusttherapie

Einsicht

Hoffungsschimmer

Eitelkeit

Liebessturm

Selbstkritik

Ausleben

Gefühlsarmut

Sex-Schluss-Panik

Sex-Göttin

Einsamkeit

Psycho-Spiele

Alte Böcke

Perversionen

Widerwillig

Umzug

Urlaubsreif

Hassliebe

Geile Kerle

Seelenfrieden

Ausgeträumt

Ausklang

Dornröschenschlaf

Seitenwechsel

Sex –Netz

Marius

Liebesglück

Eifersucht

Sexsüchtig

Altersgeilheit

Sternchenaugen

Turbulenzen

Frivol

Nymphoman

Egoismus

Männertoll

Liebeskrank

Gefallsucht

Mitleidlos

Krankhaft

Sehnsucht

Seelenqual

Frusttherapie

Einsicht

Hoffnungsschimmer

Eitelkeit

Liebessturm

Selbstkritik

Ausleben

Gefühlsarmut

Sex-Schluss-Panik

Sex-Göttin

Einsamkeit

Psycho-Spiele

Frust oder Lust

Alte Böcke

Perversionen

Widerwillig

Umzug

Urlaubsreif

Hassliebe

Geile Kerle

Seelenfrieden

Ausgeträumt

Impressum neobooks

Index:

Ist der Ruf erst ruiniert –

(liebt es sich ganz ungeniert)

Impressum

Copyright by:…. Ruth Broucq

42699 Solingen

Autorin3@gmail.com

Das Werk, einschließlich seiner Teile, ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung ist ohne Zustimmung der Autorin unzulässig.

Dies gilt insbesondere für die elektronische oder sonstige Vervielfältigung, Übersetzung, Verbreitung und öffentliche Zugänglichmachung.

Ausklang

Dornröschenschlaf

Die bekannte Glosse: ist der Ruf erst ruiniert- l(i)ebt es sich ganz ungeniert, trifft in meinem Fall sicher voll und ganz zu. Ob meine Mutter, Gott hab sie selig, das geahnt hatte, als sie mir vor Jahrzehnten ein Poesiealbum schenkte, in welchem sie sich auf der ersten Seite mit dem mahnenden Spruch verewigt hatte:

Redet einer schlecht von dir - so sei es ihm erlaubt-

doch du lebe so - dass keiner es ihm glaubt!

Welch ein Ansinnen. Wer konnte es schon Jedem recht machen? Dazu hätte ich ins Kloster gehen müssen und dann hätte es sicher noch Stimmen gegeben, die behauptet hätten: aha sie ist Lesbe. Ich jedenfalls hatte mir Zeit meines Lebens erspart mich darum zu bemühen, das wäre mir viel zu anstrengend gewesen. Das Gegenteil war der Fall. Weder in meiner Vergangenheit und schon gar nicht jetzt im Rentenalter hatte ich mich um anderer Leute Meinung gekümmert, sondern immer so gehandelt wie ich es für meine Person angebracht, sinnvoll und richtig hielt.

Das hatte mir kein leichtes aber meist erfolgreiches und interessantes Leben ermöglicht. Zwar waren meine Tätigkeiten fast immer am Rande der Legalität, aber niemals krimineller Art gewesen, sondern bewegten sich meist im Milieu. Meine Beziehungen waren leider nicht von dauerhaftem Glück gesegnet, während ich aber in vielen kritischen Situationen immer im letzten Augenblick mit einem blauen Auge davongekommen, also oftmals „mehr Glück als Verstand“ gehabt hatte.

Das Glück schien sich allerdings ausgerechnet ab dem Moment von mir verabschiedet zu haben, als ich vor 3 Jahren endlich mein Wunschziel erreicht, nämlich meine Immobilie verkauft hatte. Denn das hatte ich mir seit langem gewünscht: die Erbschaftsstreitigkeiten zwischen meinen Kindern zu verhindern in dem ich mein Haus vor meinem Tode verkaufen und mein schwer erarbeitetes Vermögen so verteilen konnte, wie ich es für richtig hielt. Oder es lieber selbst verprassen.

Kurz vor der Zwangsversteigerung, also quasi in letzter Minute, hatte ich noch einen Käufer gefunden und auch ein nettes Sümmchen übrig behalten, glaubte, nach jahrelanger Stagnation habe sich alles zum Guten gewendet.

Doch ganz im Gegenteil, seit dem Zeitpunkt war eigentlich alles schiefgegangen.

Obwohl ich immer behauptet hatte, mit Geld umgehen zu können, stieg mir wohl das gut gefüllte Konto zu Kopfe, als man mich in der Bankfiliale plötzlich hofierte. Für windige Geschäfte mit noch windigeren Leuten, Reisen mit und zu meinem Freund Ramsis, für Möbel und Umzüge von mir und meiner Tochter Rabea sowie Baby-Erstausstattung, für Rabeas kleine Tochter Rubina war schnell fast die Hälfte des Geldes verpulvert.

Die warnenden weisen Voraussagen und Ratschläge meiner Freundin Esther schlug ich in den Wind. Zwar transferierte ich noch einen Teil auf ein Auslandskonto, legte es für drei Jahre gut an, aber auch das hinderte mich letztlich nicht, den nächsten Fehler zu begehen. Denn bei der Bank gewährte man mir natürlich einen großzügigen Dispokredit, da die Sicherheit ja vorhanden war. So kam ich jederzeit an meine Festanlage, was ich dummerweise reichlich nutzte.

Wieder gegen den gutgemeinten Rat meiner lieben Freundin investierte ich in ein letztes ebenfalls unsicheres Geschäft und eröffnete mit viel Renovierungs- und Einrichtungsaufwand einen Salon für erotische Massagen.

Anfangs lief das Geschäft auch recht gut an, doch die Unzuverlässigkeit der Mitarbeiterinnen sorgte für Probleme. Letztendlich waren diese Frauen wie alle Huren nur Hobbyarbeiterinnen, die nur dann erschienen wenn sie Lust oder Geldmangel hatten. Einen Tag gut verdient, denn die Auszahlung war leider üblicherweise täglich, machten sie erst einmal einen Einkaufsbummel, anstatt zur Arbeit zu erscheinen. Dass ich die Kunden dann wegschickte, obwohl ich bei vielen Kunden die Massagen selbst hätte machen können, war wieder eine falsche Entscheidung. So konnte ich kaum den Kostenapparat bewältigen bis auch noch eine behördliche Schwierigkeit auf mich zukam.

Die Bauaufsicht stellte fest, dass in diesen Räumlichkeiten kein Gewerbe ausgeübt werden durfte, weil das Haus einem Baubauungsplan unterlag der besagte dass in diesem ehemaligen Kircheneigentum nur die Nutzung für einen Kindergarten oder eine religiöse Einrichtung erlaubt war.

Damit waren mein geschäftliches Aus und damit ein erneuter finanzieller Verlust durch meine eigene Fehlplanung vorprogrammiert.

Dummerweise hatte ich arbeiten und wohnen im gleichen Objekt vereint, was auch nicht teilbar war, so dass ich mich schon wieder total neu orientieren und umziehen musste. Mein Vermieter glaubte, sich nicht an meinen enormen Investitionen für sein Eigentum, die einer Sanierung gleich kam, beteiligen zu müssen, so dass ich direkt konsequent den Vertrag kündigte, die Mietzahlungen einstellte und anwaltliche Hilfe in Anspruch nehmen musste, während ich mich nach einem neuen Domizil umsah.

Mit Abmeldung des Gewerbes war ich finanziell am Ende, das ich gezwungen war, zu meiner kleinen Rente nun Sozialmittel, genannt Grundsicherung zu beantragen. Mein Wunsch war in Erfüllung gegangen, wenn auch anderes als ich es mir vorgestellt hatte, die Kohle war verprasst, ich pleite.

Aber es blieben noch einige offenstehende Verpflichtungen zu begleichen, die restliche Umsatzsteuer, die Steuerberaterin und so weiter, was von dem kleinen Einkommen nicht möglich sein würde. Außerdem war mir auch klar, dass ich mit der geringen Rente und der sozialen Unterstützung niemals auskommen konnte und zudem wollte ich auch nicht vor Langeweile umkommen, sondern etwas tun.

Wie es meinem Charakter entsprach gab ich nicht auf. „Ich massiere die Stammkunden selbst, die noch hier hin kommen.“ Erklärte ich meiner Tochter Rabea mein Vorhaben.

„Ja, warum nicht.“ Meinte sie, „Das hast du zwar bis jetzt auch nicht gemacht, aber du kannst es ja mal versuchen.“ zweifelte jedoch: „Ich bin mir nur nicht sicher ob es sich lohnt ohne zu bumsen. Du weißt doch das viele Kunden auch mit Verkehr wollen, und das machst du doch wohl nicht?“ fragte sie besorgt.

„Warum nicht? Dann muss ich eben notfalls auch bumsen, was die Weiber können, kann ich schon lange. Und wenn nicht genug Kerle kommen, werde ich mir halt noch neue Kunden suchen. Im Internet gibt es ja genügend Möglichkeiten, wie zum Beispiel: miete mich! Wird schon klappen!“ widersprach ich stur.

„Mama!“ empörte sich meine Tochter, „in deinem Alter kannst du doch nicht mehr anschaffen!“

„ Und wieso nicht? Hab doch nach keinem zu fragen.“ Bestand ich trotzig auf mein alleiniges Entscheidungsrecht. „Außerdem gibt es unter den Kunden ein paar Leckerchen die ich gerne mal vernaschen würde. Hoffentlich kommen die auch wieder, nachdem im Dezember der Laden hier dicht war.“ Überlegte ich schmunzelnd.

„Igitt - was für Leckerchen? Das sind doch Freier!“ rief Rabea angeekelt: „wie kannst du auf solche Wichser nur Bock haben?“

„Und?“ fragte ich mit Unschuldmiene, „sind das etwa keine Männer? Ich bin nun mal in nem Alter wo man nicht mehr die freie Auswahl hat, sondern nehmen muss, was sich anbietet. Und das ist nicht allzu viel. Wenn die dazu noch für ein olles Huhn wie mich bezahlen, das ist doch der Hit. Außerdem bin ich jetzt wieder auf Suche und in diesen blöden Partnerbörsen gibt es doch nur alte verschrumpelte Gestalten die auch ausschließlich die Bumserei im Sinn haben, aber eigentlich in ein Pflegeheim gehören wo sie schon mal Probe liegen können. Die Erfahrung hab ich ja gerade bei „Singleclub“ zur Genüge gemacht. Nee, wenn ich schon bumsen muss, dann lieber für Kohle!“ sagte ich mit Nachdruck.

„Ich verstehe nicht, dass du damit so gelassen umgehen kannst. Denkst du das ist das Gleiche wie privat? Frag doch mal die Huren, ob sie das schön finden, stinkende Schwänze zu lutschen und verschwitzte Eier zu lecken. Willst du das etwa machen?“ wollte sie mir die Nachteile verdeutlichen.

„Nee, das mach ich natürlich nicht! Blasen schon, aber mit Gummi. Aber an den Eiern rumlecken? Nee! Bah! Muss ICH doch nicht! Das läuft so wie ich es will. Wirst schon sehen!“ erwiderte ich eigensinnig.

Sie schüttelte energisch den Kopf und behauptete: „Das will kein Mann, mit Gummi geblasen werden, und Eier lecken ist ganz normal. Sag mal, hast du den Weibern denn nie zugehört, wenn die erzählt haben, was sie alles machen mussten? Dieser Job ist knall hart, bestimmt kein Zuckerschlecken, und in deinem Alter schon mal überhaupt nicht.“ Behauptete sie mit Nachdruck.

Amüsiert kicherte ich: „Hi hi hi, das finde ich gerade lustig, das ist doch der Witz: statt in Rente in den Puff. Was ich vorher nie nötig hatte, jetzt im Rentenalter muss ich mit bumsen meinen Unterhalt verdienen. Zum lachen, oder?“

Rabea schüttelte nur missbilligend den Kopf. Sie fand die Stelle zum lachen nicht.

Schon bei den ersten Kunden musste ich feststellen, dass mein Vorhaben nicht so einfach war, wie ich es mir vorgestellt hatte. Entweder die Männer waren mir suspekt oder unsympathisch so dass ich das Geschäft als geschlossen erklärte und sie weg schickte, oder ich musste erleben, dass manche Kunden nicht bei mir bleiben wollten, weil sie eine jüngere Masseurin bevorzugten.

Ich war bereits ziemlich niedergeschlagen, als nach vier erfolglosen Tagen ein dünner alter Mann vor mir stand und bedauernd fragte ob ich nicht die Massage machen könne.

Zwar war er genau der Typ, den ich absolut verabscheute, weil er mindestens 80, dünn und total faltig war, aber dennoch wirkte er sehr gepflegt und war gut gekleidet. Kein armer Mann, das war unübersehbar.

Also ran an die Bouletten, endlich Kohle verdienen, dachte ich, nickte und fragte freundlich: „Eine Stunde?“

„Was kostet denn die Stunde? 50?“ erkundigte er sich.

„Nein, nein“ wehrte ich bestimmt aber lächelnd ab, „der Preis ist gleich geblieben, 90. Für 50 gibt es nur eine halbe Stunde.“

„Dann nehme ich die Halbe. 90 ist mir zu teuer.“ Entschied er.

Auch noch kniepig, dachte ich und versuchte ihn umzustimmen: „In einer halben Stunde kann ich aber keine ausgiebige Tantra - Massage machen, sondern nur die einfache Body to Body. Reicht Ihnen das denn?“

Er lächelte süffisant während er erwiderte: „ Das ist schon okay. Ich heiße übrigens Peter, das Sie lass mal weg, per du ist intimer. Du bist doch nackt bei der Massage, oder?“ geierte er lauernd.

Alter Schmecklecker, igitt, dachte ich während ich entgegenkommend bestätigte: „Ja natürlich. Wie soll ich sonst das Öl mit dem Körper verteilen? Mit Stoff geht das nicht. Und bevor du fragst, Peter, am Ende ist selbstverständlich eine Handentspannung. Okay?“

„Ach ja, das ist nicht das wichtigste.“ Wehrte er ab. Und ich wusste in diesem Moment noch nicht was ich von dieser Aussage halten sollte.

„Aber ich darf dich doch auch anfassen?“ wollte Peter noch wissen.

„Sicher, bin ja nicht aus Zucker. Wir bleiben gleich hier,“ sagte ich während ich das Rollo runterließ und die kleine rote Tischlampe einschaltete. „Das Finanzielle machen wir bitte vorher und leg doch schon einmal deine Kleidung hier ab.“ Dabei deutete ich auf den einzigen Stuhl des kleinen Bizarr- Zimmers, welches ich während der Geschäftzeiten überwiegend als Empfangs- oder Warteraum genutzt hatte, weil Bizarr – Massagen nicht gefragt waren. Jetzt allerdings erschien mir das stabile Stahl-Himmelbett wegen seiner Liegehöhe als geeigneter, da ein alter gebrechlicher Mann bei den, auf dem Boden liegenden Massage-Matratzen sicher seine Probleme beim Aufstehen gehabt hätte.

Umständlich und langsam fummelte er einen Fünfziger aus seiner Brieftasche und begann dann gemütlich sich zu entkleiden. Er hatte Mühe sich zu bücken um seine Schnürsenkel zu öffnen, dabei zitterten seine Hände leicht.

Oh Schreck, das kann ja heiter werden, hoffentlich klappt das bei dem Alten überhaupt noch, nicht das ich Muskelkater vom wichsen kriege und es kommt doch nur Luft. Aber soll mir ja eigentlich egal sein, Hauptsache ich hab die Kohle im Sack, dachte ich und ging hinaus um die Knete in Sicherheit zu bringen und mich auszuziehen.

Nur mit einem Badetuch umschlungen kam ich Barfuss ins Zimmer zurück und glaubte meinen Augen nicht zu trauen, er war immer noch mit den Schuhen beschäftigt.

„Soll ich dir helfen, Peter?“ fragte ich mitfühlend.

„Warum? Hast du es eilig?“ kam gelassen die Gegenfrage.

„Nein!“ sagte ich und ging schnell wieder hinaus, um meine Ungeduld zu verstecken.

Puh, das glaub ich ja jetzt nicht. Bis der ausgezogen ist, ist seine halbe Stunde um. Ich ahnte doch gleich, dass mein unangenehmes Bauchgefühl irgendeinen Sinn hatte. Der war immer so lahm beim an- und ausziehen. Jetzt weiß ich woher ich sein Gesicht kenne. Die Mädels waren jedes Mal total genervt, wenn sie ihn schon sahen, und nach der Massage noch mehr. Und das als mein erster Kunde - Seuche! dachte ich niedergeschlagen. Aber nun musste ich da durch!

Für das Öl aufzuwärmen ließ ich mir deshalb Zeit, bis ich dann endlich wieder ins Bizarr-Zimmer zurück ging.

Ein Bild zum Weglaufen bot sich mir, als ich das abgemagerte alte Männlein nur mit seiner runzeligen Haut bekleidet leicht bibbernd auf der Bettkante sitzend vorfand.

Peter hatte es tatsächlich geschafft sich zu entkleiden, sah mir erwartungsvoll entgegen.

Mit einer einladenden Handbewegung gebot ich ihm, sich auf die ausgebreiteten Badetücher zu legen. „Auf den Bauch bitte!“ befahl ich scharf, als er die Rückenlage anstrebte.

„Oh, so streng, die Dame? Mach ich ja schon.“ Meinte er kleinlaut, aber auch leicht ironisch, und wendete sich langsam und ächzend.

Du liebe Zeit- womit hab ich das verdient? Warum konnte nicht mein erster Kunde ein hübscher strammer Kerl oder eines von den Sahnebällchen sein, wie die, um die ich die Mädels des Öfteren beneidet habe? Aber nein, ich krieg einen Tattergreis mit Plissee-Look im Gesicht und einem Knautschlack-Körper! dachte ich und dabei hatte ich meine Enttäuschung in Form von zischend ausgestoßener Luft hörbar gemacht.

„Ist irgendetwas passiert? Geht es dir nicht gut?“ fragte Peter sofort besorgt.

„Nein, nein, alles bestens.“ Log ich und versuchte seine dünnen knochigen Beine und die viel zu großen Hautlappen auf seinem flachen Gesäß zu massieren, was eigentlich nur ein hin- und her Geschiebe war. Ekelig!

Lange hielt ich mich nicht mit dieser Sinnlosigkeit auf, setzte mich vorsichtig auf seine Rückseite und massierte den mageren Rücken.

Dabei ergriff Peter die Gelegenheit um nach mir zu grabschen, was ihm jedoch nicht so richtig gelang, weil ich zu weit weg saß.

Als ich dann flach auf ihm lag, und er immer noch nicht meinen Genitalbereich zu fassen bekam, schlug er vor: „Mach doch jetzt lieber anders weiter, sonst wird die Zeit zu knapp. Steh bitte auf, ich will mich mal rumdrehen!“

Mühsam drehte er sich auf den Rücken, langte direkt voll zwischen meine Beine, und weil ich dem entfliehen wollte machte ich einen entscheidenden Fehler.

Ich kniete mich über ihn an das Kopfende mit dem Blick Richtung Fußende.

Weil ich die Massage zu Ende bringen wollte, seine schlappe Pelle, in der wohl mal ein Penis gewesen sein musste, dazu zwangsläufig ergreifen wollte, musste ich mich etwas strecken. Das war noch eine falsche Entscheidung, denn damit lieferte ich mich ihm aus.

Wie viel Kraft so ein alter gebrechlicher Kerl noch in seinen Armen hatte, konnte ich nicht vermuten. Er umklammerte mein Gesäß, zog mich zu sich herab und grub seinen Mund in meine trockene Spalte. Seine flinke Zunge bearbeitete sofort schnell und hart meinen Kitzler, dass mir bei allem Widerwillen, schon nach wenigen Minuten die Feuchtigkeit aus der Scheide floss. Er saugte sie gierig auf.

Ich stemmte mich voller Ekel gegen die Arme, doch die waren stark wie Schraubstöcke. Er hielt mich fest. Leckte, saugte, mit einer Ausdauer, die ich diesem alten Kerl nicht zugetraut hätte. Schließlich gab ich nach, wissend dass er sonst nie ein Ende finden würde und ließ mich auf seinem Gesicht nieder, in der Hoffnung, dass ihm die Luft knapp werde.

Nichts dergleichen passierte, sondern er bearbeitete meine empfindlichste Stelle so geschickt und heftig dass mir der lange aufgestaute Saft mit erleichtertem Stöhnen in einem heftigen Schwall ausfloss. Genüsslich schlürfte der Alte die Flüssigkeit in sich rein.

Ich hatte das Gefühl mich übergeben zu müssen, weil ich mich vor mir selbst ekelte. Mit aller Kraft nahm ich mich zusammen.

Augenblicklich ließ Peter mich aus seiner Umklammerung, er war wohl mit seiner Arbeit zufrieden.

Meinem Blick auf seine schlappe Pelle folgend, bei der keine Veränderung zu erkennen war, sagte er: „Lass nur, das wird heute nichts. Ist kein Problem!“

Ich hechtete vom Bett, flüchtete regelrecht aus dem Zimmer ins Bad, und versuchte mich zu beruhigen. Zwar hatte ich noch die Übelkeit und den Druck in der Magengegend aber außer einem Würgen kam mir nichts hoch. Also warf ich mir lediglich kaltes Wasser ins Gesicht und schrubbte meine Hände.

Als der Kunde später endlich zur Tür raus war, stieg ich unter die Dusche. Aber auch das heiße Wasser konnte mir das Ekelgefühl nicht abwaschen.

Nein, nein und noch mal nein, das konnte ich nicht. Niemals könnte ich mich damit abfinden, dass widerliche alte Kerle mich begrabschen, belecken und besabbern. Da hatte sie verdammt recht, meine Tochter, es war ekelhaft. Ein harter Job. Wie hatte ich mich zusammen nehmen müssen um mich nicht loszureißen und von dem Bett zu springen. Und das sollte so weitergehen? Mehrmals in der Woche? Oder sogar des Öfteren täglich? Nein, nicht auszudenken. Aber von was sollte ich meinen Lebensunterhalt bestreiten? Von dieser kleinen Rente, keine dreihundert monatlich? Das reichte weder für die notwendigsten Lebensmittel geschweige denn für Miete, Strom und so weiter. Und der soziale Zuschuss deckte gerade eben die Wohnkosten ab. Also arbeiten! Das wollte ich ja gerne, schließlich war ich fit, relativ fit für mein Rentenalter. Einen normalen Job finden? In meinem Alter? Utopisch. Heutzutage nur noch mit Vitamin B möglich. Hatte ich die noch- Beziehungen? Nein, kaum. Dazu war ich zu lange weg aus meinem Arbeits- und Bekanntheitsbereich und auch davor immer nur eine Einzelkämpferin gewesen. Für einen großen Freundeskreis und Hobbys hatte ich weder die Zeit übrig noch wirkliches Interesse gehabt. Also, was blieb mir? Doch anschaffen? Augen zu und durch? Ja- eine andere Wahl blieb mir momentan gar nicht.

Armes Deutschland- was machst du mit deinen Rentnern?

Am nächsten Tag erschien eines dieser leckeren Sahnetörtchen, mein Lieblingskunde: Holger.

Er war ein großer, stattlicher sympathischer Mittvierziger, war fast wöchentlich zur Massage erschienen, hatte nie nach Verkehr gefragt und auch keine spezielle Masseurin verlangt, weil es ihm tatsächlich nur um die Massage gegangen war. Mit seiner gleichbleibend freundlich lächelnden Art avancierte er schnell zum gern gesehenen Stammgast. Schon mehrmals hatte Holger mich gefragt warum ich nicht mitarbeitete, was ich mit der gleichbleibenden Ausrede: „Ich kann meinen Mitarbeiterinnen doch nicht die Arbeit wegnehmen. Die Mädels sind hier um Geld zu verdienen,“ abgelehnt hatte, obwohl ich das speziell bei ihm insgeheim bedauerte, denn ich fand diesen Mann enorm anziehend.

„Eine geile Sau!“ hatte ich zu einigen Mädels gesagt, die ihn zwar nett fanden aber meine Meinung nicht teilen konnten, weil sie kein Gespür für seine sexuelle Ausstrahlung hatten.

Wie immer strahlte Holger mich an als er mir in der Diele gegenüberstand.

„Tja, Holger, ich muss dich schon wieder enttäuschen“, sagte ich mit bedauerndem Gesichtsausdruck, weil ich ihn bereits zweimal mangels Personal weggeschickt hatte. „Leider ist niemand mehr hier außer mir!“

Sein Lächeln wurde breiter als er freudig erwiderte: „Aber das ist doch keine Enttäuschung!“ dabei sah er mir erwartungsvoll tief in die Augen und kam mir so nahe, dass sein Atem mein Gesicht streichelte, während er meine Hände in die seinen nahm.

Obwohl mir sieden heiß wurde, ich fühlen konnte wie mir das Blut ins Gesicht stieg, bot ich ihm an: „Wenn du mit mir vorlieb nehmen möchtest kannst du gerne bleiben.“ Ich hatte den Satz kaum beendet als er mich zielstrebig in Richtung Romantik-Zimmer zog. Er kannte sich aus.

„Gerne!“ sagte er dabei mit einem seltsam-lockenden Ton, dass ich froh war hinter ihm zu gehen und er so meine Verlegenheit nicht sehen konnte.

Oh Gott, ich werde verrückt - hoffentlich geht das gut! dachte ich mit einem mulmigen Gefühl im Magen. Diesmal vor ängstlicher sexueller Erregung.

Als er sich seiner Kleidung entledigte musste ich mich zwingen nicht auf seine Männlichkeit zu starren, obwohl ich vor Neugierde zu platzen drohte, aber der Anblick hätte mich nur noch nervöser gemacht.

Wie gewohnt ging Holger gelassen ins Bad und kam bald frisch geduscht mit einem Badetuch um den Bauch zurück. Er ließ sich bäuchlings auf die dicke Matratze fallen und wartete auf mich.

Er drehte den Kopf zu mir, beobachtete wie ich mein Badetuch beiseite legte und betrachtete ungeniert meinen nackten Körper von oben bis unten.

Mein Gesicht machte einer reifen Tomate Konkurrenz und eine Hitzewelle von mehr als 90 grad schwappte über mich hinweg und schien mich zu verbrennen.

Schnell kniete ich mich zwischen seine ausgebreiteten stabilen Beine und begann das warme Babyöl auf den Beinen und dem strammen Po zu verteilen.

„Na, da hab ich aber was zu massieren!“ versuchte ich die Spannung mit einem Spaß ein wenig zu lockern, was mir aber nicht gelang. Er antwortete nicht.

Langsam glitten meine öligen Hände über seine Haut, knetete ich mal leicht mal kräftig seine Füße, Beine und Gesäß, während sich eine seltsam gespannte Stimmung im Raum verbreitete. Sein wohliges stöhnen und brummen ließ darauf schließen, dass ich nicht ungeschickt vorging, wenn ich seine Pobacken und die Schenkelinnenseiten massierte.

Als ich meine Ungeduld nicht mehr beherrschen konnte, schob ich eine Hand von hinten zwischen seine Oberschenkel, griff nach seinem Hodensack und massierte zartfühlend seine gewichtigen Eier. Ächzend hob er seinen Unterkörper an um mir Platz zu schaffen und ich ergriff die Gelegenheit und fasste mit der freien Hand nach seinem steifen Schwanz.

Himmel, ist das ein mächtiges Ding. Den hätte ich jetzt lieber in mir, anstatt in der Hand! dachte ich sehnsüchtig, dabei entwich mir leise ein zischender Laut, als ich die angehaltene Luft ausatmete.

Zartfühlend bearbeiteten meine Hände seine Genitalien und dabei ließen seine ausgestoßenen Töne keinen Zweifel daran, dass ihm die Massage gefiel.

Nach kurzer Zeit zog ich meine Hände aus dem unteren Körperbereich zurück und bestäubte seinen breiten Rücken mit etwas Öl während ich es gleichmäßig verteilte. Seine starken Schultern und den Nackenbereich bezog ich mit ein, knetete diese Partie eine Weile durch bis ich mich auf seinen Rücken legte und seine Arme und Hände streichelnd massierte, gleichzeitig den Nackenmuskel mit meinem Kinn kräftig rieb. Sein breites Grinsen bestätigte mir dass ich auf dem richtigen Weg war.

Dann begann ich mit der Body to Body- Massage in dem ich mit meinem Busen über seinen Rücken und meiner Muschi über seine Schenkel und sein Gesäß rutschte.

Sein Stöhnen wurde lauter intensiver- was mir tierischen Spaß bereitete, weil ich seine Wollust schürte. Ich legte mich flach und lang auf seine Rückseite, und bedeckte seine Gesichtshälfte mit zarten kleinen Küssen. Als er seinen Kopf drehte und meinen Mund suchen wollte zog ich mich zurück, ließ von ihm ab, kniete mich neben ihn und befahl:

„Dreh dich bitte um und rück ein wenig nach unten. Danke.“ Das hatte sich kühl und professionell angehört. So hoffte ich zumindest.

Nun sah ich endlich seinen Schwanz. Er stand kerzengrade, war dick und fleischig, passend zu dem kräftigen Mann und er gefiel mir so sehr, dass ich ein starkes Ziehen im Unterleib spürte. Wie gerne hätte ich ihn mal ausprobiert, aber das durfte ich dem Kunden nicht zeigen, denn er hatte auch mich nicht nach Verkehr gefragt, also wollte er das auch nicht. Zu schade.

Ich bewegte mich ans andere Ende der Matratze, in Erinnerung an den Vortag kniete mich diesmal absichtlich breitbeinig oberhalb seines Kopfes. Beugte mich provokativ so tief hinunter, dass meine Brüste direkt über seinem Gesicht hingen und massierte zartfühlend seinen Kopf mit Gesicht, Haaransatz und Nacken. Er schloss genüsslich die Augen und brummelte weiter vor Wohlgefallen.

Dann glitten meine Hände langsam über seinen Bauch nach unten, dabei berührte ich absichtlich mit meinen Brüsten seinen Mund. Wie ich es erwartet hatte griff er zu. Mit einer Hand umfasste er meinen Rücken, griff eine Brust fest mit einer Hand und mit seinem Mund die Andere und saugte sich langsam an der Brustwarze fest. Ich verharrte kurze Zeit und genoss die Zärtlichkeiten, während ich sanft seinen Bauch abwärts massierte. Langsam war ich bis zu seinem hart stehenden Glied vorgedrungen, massierte und streichelte seine Hoden und den Schwanz. Weil ich mich ziemlich lang strecken musste, war er gezwungen meine Brust loszulassen, aber dadurch schwebte nun meine heiße Muschi genau über seinem Gesicht.

Mit einem lauten Aufstöhnen griff er mein Gesäß, zog mich ganz tief auf sein Gesicht und leckte und saugte so fest und heftig meinen Kitzler, dass ich mich mit einem spitzen Schrei erleichtert in seinen Mund ergoss, dabei automatisch fester zugriff und seinen Schwanz mit einer Hand kräftiger und mit der Anderen sanfter seine prall gefüllten Eier massierte.

Holger kam so schnell und heftig zum Orgasmus, dass ich eben noch den Kopf beiseite drehen konnte als er losspritzte. Sein Samen verteilte sich über meine Brust, den Oberarm und eine Kleinigkeit blieb auch an meiner Haarspitze kleben.

Darüber musste ich lachen: „Sind wir hier bei American- Pie?“ Flachste ich, was er nicht verstand weil er die gleichnamigen Teenie-Filme vermutlich nicht kannte.

„Möchtest du zuerst ins Bad?“ fragte ich, reichte ihm saugstarkes Papier und stand auf. Dabei bemerkte ich zwar seinen erstaunten Blick, aber ich wusste nicht warum er stutzte. Widerspruchslos nickend ging er duschen und fragte mich nachdem er fertig angezogen war: „Was bekommst du denn?“

Erstaunt antwortete ich: „Wieso? Das gleiche wie die anderen auch, 90.“

„Eine Stunde?“ fragte er und hielt mir einen Hunderter hin. Mir war nicht klar dass er fragte weil unsere ganze Aktion nur eine halbe Stunde gedauert hatte.

Mehr fragend als bestimmt antwortete ich: „Dann kriegst du jetzt noch 10?“

Kopfschüttelnd sagte er: „ist okay!“

„Trinkgeld? Schön. Danke!“ alberte ich verlegen und steckte das Geld ein.

Bei der Verabschiedung wollte ich ihn locken bald wieder zu kommen, deshalb flachste ich: „Dann bis demnächst, Mann meiner Träume.“

Im gehen erwiderte er: „ Du meinst wohl Albträume?“ und verschwand um die Ecke.

Mein: „Nein, nein, bestimmt nicht!“ hörte er vermutlich schon nicht mehr.

Erst als ich die Haustür hinter ihm geschlossen hatte, wurde mir klar, dass er vermutlich nicht zufrieden gewesen sein könne, weil er zwar eine Stunde bezahlt, die aber gar nicht bekommen hatte. Um die Uhr im Auge zu behalten fehlte mir schlicht die Routine und dazu war ich auch viel zu nervös gewesen.

Ich schwankte zwischen Enttäuschung über mein eigenes Verhalten und einem undefinierbaren Glücksgefühl. Über die gesamte Situation zerbrach ich mir lange und oft den Kopf, weil mir bewusst wurde dass ich grobe Fehler gemacht hatte und wie kindisch distanziert ich mich zeitweilig benommen hatte. Ich überlegte hin und her, was ich hätte anders, besser machen können, sollte ich ihm mehr entgegenkommen?

Mich von ihm küssen lassen? Oder gar seinen Schwanz lutschen und die Eier lecken? Hätte er mich dann gebumst? Oh Schreck- welche Gedanken ich mir machte! Was war denn passiert? Eigentlich nichts. Vermutlich wollte der Mann gar nichts anderes von mir, als massiert werden, wie vorher auch. Aber warum wollte er mich küssen? Und dann wahrscheinlich doch auch vögeln? Wollte ich das denn? Ja, ja genau das hätte ich gerne gehabt. Ich hatte mich lediglich nicht getraut ihm meine Willigkeit zu zeigen.

Hatte er die anderen Masseurinnen auch immer geleckt? Wen konnte ich danach fragen? Niemanden.

Aber nein, das hätten die Mädels mir erzählt, er hatte sich immer nur eine Handentspannung machen lassen. Bei mir war das sicher was anderes, denn er hatte mich ja des Öfteren gefragt, warum ich ihn nicht bedienen wolle.

Vielleicht hatte er sich in mich verliebt und käme schon morgen oder übermorgen wieder? Oder in einer Woche? Was wenn er so enttäuscht oder gar verärgert war und gar nicht mehr käme? Bald musste ich die Wohnung wechseln, würde er mich dann noch finden? Aber ob er mich überhaupt suchen würde? Trotz meiner tiefen Zweifel hoffte ich dennoch ihn bald wiederzusehen. Dabei wurde ich mir plötzlich darüber klar dass ich mich verliebt hatte. Ich war wie aus einem Dornröschenschlaf erwacht, hatte endlich wieder Frühlingsgefühle. Das machte mich glücklich und unruhig zu gleich. Was sollte denn daraus werden? Sicher hatte er Familie. Mit einer Hure wollte er bestimmt keine Beziehung. Oder doch? Klar, er hatte schon länger Interesse an mir- so wie er meinen Körper liebkost hatte.

Wie ein Ertrinkender der endlich Wasser fand. Ja- ich war mir ganz sicher- er war genau so verliebt in mich wie ich in ihn. In meiner Seeligkeit suchte ich ein Ablassventil.

Wie immer war Esther die Leidtragende, weil ich meine Freundin mit meinen Gedanken überschüttete. Ihr meine Fehler und Hoffnungen berichtete, sie um ihre Meinung fragte, auch wenn wir beide genau wussten, dass ich wieder alle guten Ratschläge ignorieren würde. Aber sie hörte mir geduldig zu, versuchte mich wieder aufzurichten wenn ich down war und kritisierte mich wenn ich übers Ziel hinaus schoss und zu euphorische Traumvorstellungen äußerte. Eben meine beste Freundin!

„Bea, ich habe mich verliebt! Der Holger war hier!“ berichtete ich dann auch später strahlend meiner Tochter.

„Welcher Holger?“ fragte sie verständnislos. „Ein Kunde? Verliebt? Mama! Das ist jetzt nicht dein Ernst, dass du dich in nen Freier verliebst? Oder wer ist bitte Holger?“

Nachdem ich ihr die ganze Story berichtet hatte meinte sie mit angewiderter Miene: „Nee, das kann ich nicht verstehen! Ekelig, du schwärmst von nem Freier! Was willst du mit dem? Such dir nen vernünftigen Mann, aber doch nicht so einen!“

„Ist klar- du meinst so einen alten dicken glatzköpfigen Tattergreis, in meinem Alter. Oder? Glaubst du wirklich dass so ein Opa zu mir passt? Was soll ich denn damit? Der kriegt doch keinen mehr hoch!“ lehnte ich empört ab. Dabei dachte ich an Peter und seinen ausgemergelten Körper mit der schlaffen Pelle anstatt einem Penis.

„Also Mama, aus dem Alter solltest du aber wirklich langsam raus sein, dass du den Sex so wichtig findest.“ Meinte sie Kopfschüttelnd.

Erstaunt fragte ich: „Was redest du denn für einen Blödsinn? Warum sollte denn der Sex in meinem Alter plötzlich unwichtig sein? Was hat denn das Alter mit sexuellen Dingen zu tun? Meinst du die Gefühle sterben mit zunehmendem Alter langsam ab, oder was soll der Quatsch?“

„Sei doch nicht gleich eingeschnappt. Ist doch nicht böse gemeint. Aber ich dachte, im Seniorenalter wird man ruhiger, hat man sich längst ausgetobt.“ Versuchte Rabea zu beschwichtigen.

„Ach stell doch die älteren Leute nicht als gefühllose Neutren hin. Ist ja zum Kotzen was ihr jungen Leute euch für Vorrechte herausnehmen wollt. In den letzten Jahren hab ich doch nur selten und dann auch noch schlechten, völlig unbefriedigenden Sex gehabt. Ramsis Einstellung zu dieser Sache ist doch auch dir bekannt. Jetzt habe ich dieses Kapitel endlich abgeschlossen, kann mir mal endlich eine angenehmere Lebensweise gönnen, da muss ich mir von dir nur verständnislose Vorwürfe anhören. Hab ich denn nicht lange genug nur für die Familie gesorgt? Darf ich wenigstens im Rentenalter mal an mich denken? Tun was mir Spaß macht?“ ärgerte ich mich.

„Tut mir leid, Mama. Ich will dich doch nicht an irgendetwas hindern. Nein, ich habe nur eine andere Meinung über diese Männer. Sorry. Natürlich kannst du tun was du möchtest.“ Entschuldigte meine Tochter sich bedrückt. „Aber wenn ich höre was du erzählst, kommt mir halt das Essen hoch. Entschuldige, ich habe gegen die Kerle eben eine große Abneigung.“ Konnte sie sich nicht verkneifen noch einmal nachzulegen.

Ich winkte frustriert ab: „Ist schon gut. Ich erzähl dir einfach nichts mehr. Spreche ich lieber mit der Esther. Die gibt mir nur Ratschläge, aber sie macht mir die Sache nicht mies.“

Seitenwechsel

Erst zwei Monate waren nach meiner Trennung vergangen, doch diese lange Beziehung hatte zwar acht Jahre gehalten, aber nur in den ersten beiden Jahren wirklich die Bezeichnung Beziehung verdient.

Was alle möglichen Leute damals zu Beginn gesagt hatten, hatte sich als voll und ganz richtig erwiesen, ich hatte nur das Abenteuer gesucht. War es leid gewesen, mein Leben nach den Bedürfnissen meiner Familie auszurichten, wollte ausbrechen. Jahrzehnte hatte ich nur gekämpft- geschuftet- aufgebaut. Immer mit einem männlichen Anhang, der in der Regel mehr die Erfolge meiner Arbeit genossen hatte, als mir dabei behilflich zu sein. Dann erfasste mich das Ägypten-Fieber. Ich verliebte mich in Ramsis und ließ alles hinter mir um mit ihm am Roten Meer zu leben. Nach 2 Jahren war ich zwar zu der Erkenntnis gelangt, dass die Beziehung in eine Schieflage geraten war, ich mich in diesem Land nicht weiter wohlfühlen konnte und kehrte nach Deutschland zurück. Aber die Verbindung hielt ich als Fernbeziehung noch über sechs Jahre bei, bis ich endlich eingesehen hatte, dass die Vorteile eindeutig auf Ramsis Seiten lagen, mir dieser Anhang nur noch Last war. Ich zog einen Schlussstrich.

Eigentlich hatte ich nach Ramsis keine neue Beziehung mehr anknüpfen wollen, hatte geglaubt, dass es ein ganz normaler Vorgang sei wenn das Liebesleben und die damit verbundenen Gefühle im Rentenalter vorbei wären. Meine beste und einzige Freundin, Esther, war schließlich das lebendige Beispiel für Altersfrigidität. Auch meine eigene sexuelle Gleichgültigkeit der letzten Jahre, während der unbefriedigenden Fernbeziehung mit Ramsis, zeugten eigentlich von dem Ende derartiger Bedürfnisse.

Aber dann passierte das unvorhergesehene, ich war zu neuem Leben erweckt worden. Zwar hatte ich meinem Erlöser nichts von meinen Gefühlen sagen können, aber ich hoffte doch inständig dass er es wusste und genau das Gleiche für mich empfand. Also wartete ich voller Sehnsucht auf den Mann meiner Träume und hoffte, Märchenähnlich dass Holger der Prinz und ich das Dornröschen sei.

Stundenlang saß ich am Fenster und starrte Tag für Tag wie gebannt auf die Straße ohne zu wissen was ich mir zu sehen erhoffte. Denn in dieser belebten Gegend, am Rande der Fußgängerzone, floss der Verkehr so schnell dass ich keine Fahrzeuginsassen erkennen konnte. Aber das störte mich nicht, schließlich hatte ich sonst nichts Erquickendes zu erwarten.

Dabei durchdachte ich wohl Hunderte Male was ich dem Glücklichen sagen, wie ich ihn empfangen würde. Musste ich denn überhaupt irgendetwas sagen? Nein, er würde wissen was ich empfand schließlich käme er ja deshalb, der Liebe wegen, meinetwegen.

Unterbewusst entwickelten sich sexuelle Bedürfnisse, ja geheime Gelüste, deren ich mir anfangs noch nicht richtig bewusst war, hatte mein Gefühlsleben die Seite gewechselt, von der Kälte zur Hitze.

Weil ich aber dringend Geld brauchte wartete ich weiterhin auch auf Kundschaft in der Hoffnung diese möge genau so nett sein wie mein Holger.

Als sich fast die zweite Woche mit endlos leerer Wartezeit dem Ende zuneigte, ich wiederum einigen neuen Kunden vorsichtshalber die Massage versagt hatte, sah ich mich schon in düsteren Gedanken einer finanziell grauen Zukunft entgegen steuern. Gerade war ich zu dem Entschluss gelangt, dieses zu abzuwenden in dem ich in der einschlägigen Zeitungsrubrik ein Inserat aufgeben und um Kunden werben wollte, als es klingelte.

Das freundliche, wenn auch vor Frost gerötetes Gesicht eines Herrn in meinem Alter lächelte mir entgegen. „Brrr ist das kalt. Gut das es hier bei euch so gemütlich warm ist. Ist die Carina da?“ fragte der nette Kunde und rieb sich die gefrorenen Hände während er eintrat.

Bedauernd schüttelte ich den Kopf und lud ihn mit einer Handbewegung ein in den Bizarr-Bereich weiter durch zu gehen.

Ortskundig nahm er gleich den Besuchersessel in Beschlag und knöpfte seinen Mantel auf.

„Nein, das tut mir leid, es ist keine Masseurin mehr im Haus. Wir haben den Geschäftsbetrieb aus Baurechtlichen Gründen zum Ende letzten Jahres aufgeben müssen.“ Erklärte ich dem erstaunten Gast. „Ich bin nur hier um den Kunden bescheid zu sagen und meine Stammgäste zu bedienen.“ Baute ich ihm eine Brücke in der Hoffnung er möge sie nutzen.

Sofort wich das Erstaunen einem freudigen Lächeln als er spontan fragte: „Darf ich denn hoffen, das ich auch zum Stammgast werden und gleich mit der ersten Massage beginnen kann, Chefin?“

Ich nickte zustimmend und gab mich zugänglich: „Ja, ich habe zufällig gerade Zeit, weil ein Termin abgesagt wurde.“ Und log dreist weiter: „Normalerweise geht das bei mir nur auf Termin weil ich viele Vorbestellungen habe. Aber heute bin ich mal ausnahmsweise nicht ausgebucht. Was machen wir denn?“

„Ich hatte immer eine halbe Stunde.“ Sagte er und hielt mir einen Fünfzig-Euro-Schein hin.

Ich nahm das Geld und dachte: Schon wieder so ein Kleckerkram. Ob ich hier jemals Geld verdiene? antwortete aber laut: „Okay- dann komm mal mit mir und sag mir doch bitte deinen Namen.“ dabei ging ich auf dem langen Gang zu den Massage-Räumen voraus und führte dieses Mal den Gast nach rechts ins China-Zimmer.

Der Zwölfquadratmeter-Raum war ganz in Rot-schwarz-weiß im asiatischen Design eingerichtet. Ein großer chinesischer Fächer auf einer roten Wand und schwarze chinesische Schriftzeichen auf den weißen Raufaser-Wänden dienten ebenso als Deko wie der kleine schwarze Chinalack-Schrank mit den Schnitzereien, dem japanischen Lackstuhl und der Einmeterfünfzig großen geschnitzten, vergoldeten Holzfigur die eine Thailändischen Tempeltänzerin darstellte. Auch die original chinesische Hängelampe diente nur der Dekoration, denn während der Massagen wurden eine kleine rote Tischlampe und eine Rotlichtlampe benutzt, was dem Zimmer einen erotischen Touch verlieh.

„Michael. Ich heiße Michael. Kann ich vorher kurz das Bad benutzen?“ erkundigte der Gast sich freundlich.

„Sicher Michael.“ Erwiderte ich gnädig. „Aber leg mal erst hier ab,“ ich deutete auf den Stuhl und das kleine Garderobenreck an der Wand, „danach bring ich dich dann ins Badezimmer. Ich bin gleich zurück.“

Ich brachte meinen Lohn in die Sicherheit meines Privatraumes und ließ schnell meine Kleidung fallen.

Mit dem üblichen Badetuch um den Körper gewickelt ging ich zurück um Michael ins Bad zu bringen. Das war das übliche Ritual, was die Masseurinnen während des Betriebes immer zu beachten hatten, damit sich die Gäste nicht auf dem Flur begegneten. Zwar war das nun nicht mehr erforderlich, aber ich hatte alle anderen Türen auf dem Flur und auch den Vorhang zum Privattrakt geschlossen um den Eindruck zu erwecken, dass wir nicht alleine in der Wohnung wären.

Mit dem warmen Ölfläschchen in der Hand erwartete ich vor der Badezimmertür den Kunden. Michael war so schnell fertig, dass er sicher nicht geduscht haben konnte. Als könne er Gedanken lesen erklärte er: „Ich komme eben vom duschen, deshalb hab ich mich nur kurz frisch gemacht.“

Zur Bestätigung nickte ich nur. Peinlich- er hatte meinen Blick verstanden.

Michael hatte etwas Mühe zu der, auf dem Boden liegenden, Matratze hinunter zu kommen um sich bäuchlings niederzulegen. Er war zwar korpulent aber nicht direkt dick, schien aber ein wenig unbeweglich zu sein.

Als ich das Massageöl auf seiner Rückseite verteilen wollte musste ich aufpassen nicht laut loszulachen, ich fand den Anblick des nackten weißhäutigen Mannes, nur noch mit schwarzen Socken bekleidet einfach belustigend.

So sieht also ein Sockentänzer aus, dachte ich und lachte lautlos in mich hinein. Er sah es ja nicht.

Lange konnte ich mich wegen der Kürze der Behandlungszeit nicht mit der Rückenpartie aufhalten, so dass ich mich schnell auf ihm langlegte.

Als er nach mir griff, seine Hand meinen Körper berührte rief ich erschrocken: „Oh nein, bitte nicht! Hast du kalte Hände. Die muss ich aber erst einmal anwärmen. Huh- buh, ach wie eiskalt ist dein Händchen?“

Michael lachte, sagte aber dennoch schuldbewusst: „Ja- tut mir leid. Hab ich im Moment nicht dran gedacht. Ich bin das gewohnt. Habe ich immer.“ Dabei zog er sofort seine Hand zurück.

Ich nahm seine Arme, legte sie Schmetterlingsgleich auseinander, dann massierte ich seine Arme und hauptsächlich die Hände mit dem Öl. Viel Erfolg erzielte ich allerdings nicht damit, seine Hände waren wie Eiszapfen. Weil mir die Zeit davon lief gab ich auf.

„Drehst du dich bitte um?“ bat ich ihn freundlich. „Und hältst die Hände bitte bei dir?“

Er lachte erneut und nickte: „Ja, das versteh ich. Ich werde mir Mühe geben daran zu denken.“

Dann erst sah ich seine dicken roten Narben, die sich über seinen gesamten Brustkorb zogen und fragte mitfühlend: „Was für eine Operation war das?“

„Herzinfarkt. Vor 3 Jahren. Keine Sorge, mir geht es wieder gut. Ich mache Sport, bin viel an der frischen Luft. Schon durch meinen Hund, habe ich täglich mehrmals viel Bewegung. Ich bin fitter als zuvor.“ Erklärte er freundlich lächelnd. Dann bat er: „Könntest du mir ein wenig die Brustwarzen massieren? Das hab ich sehr gerne. Natürlich nur wenn es dir nichts ausmacht.“ Dabei sah er mich leicht verlegen an.

„Klar. Kein Problem, Michael. Mach ich doch gerne.“ Übertrieb ich, denn nichts machte ich wirklich gerne bei diesem Kunden. Ich hätte zu keinem Zeitpunkt sagen können warum, aber ich mochte diesen Mann nicht.

Seine Warzen schwollen an. Ruhig, fast teilnahmslos nahm er die gewünschte Behandlung hin und nur an seinem Gesichtsausdruck war zu erkennen, dass es ihm gut tat.

Nach kurzer Zeit wechselte ich zum Kopfende hinauf und arbeitete mich, in der schon gewohnten Position kniend von seinem Kopf über die Brust, den Bauch zu seinem zwar steifen, aber ruhig auf dem Bauch liegenden Penis hinunter. Als ich sein Glied ergriff fühlte ich ganz zart und vorsichtig, fast wie fragend, seine Zunge über meinen Kitzler gleiten.

Ein kalter Schauer lief wie eine Welle meinen Rücken hinunter, so abstoßend fand ich diese Berührung, ich hielt aber trotzdem still während ich mit der Hand fest zugriff und kräftig rubbelte. Nach nur wenigen Handbewegungen, die nicht einmal eine Minute in Anspruch genommen hatten, hielt er plötzlich mein Handgelenk fest und stoppte somit meine Bewegung. Hätte ich nicht das Zucken seines Schwanzes gefühlt, wäre ich niemals auf den Gedanken gekommen das er einen Höhepunkt hatte. Denn er spritzte trocken. Keine Spur von Feuchtigkeit fand sich an meiner Hand oder seinem Bauch.

Seltsam. Das hatte ich auch noch nicht erlebt.

„Bleib liegen. Ruh dich ein bisschen aus. Ich wasch mir nur eben die Hände. Bin gleich zurück.“ Sagte ich während ich mich aufrichtete.

Zurück im Zimmer fand ich Michael schon halb angezogen vor. „Möchtest du etwas trinken? Ein Glas Wasser?“ fragte ich und griff zu der Wasserflasche auf dem Chinaschrank.

„Nein danke. Ich mag kein Wasser. Aber ich will auch im Moment nichts trinken, ich gehe jetzt zum Sport und da trink ich noch genug. Mach dir keine Mühe, danke schön.“ Erwiderte er lächelnd.

Michael wandte sich zur Tür und bedankte sich: „Dann kann ich dir nur sagen, es war sehr schön. Danke dir. Wenn ich darf, komme gerne wieder. Immer mittwochs um die Zeit. Ich rufe aber vorher an. Geht das?“

„Gerne, Michael.“ Log ich. „Dann wünsch ich dir einen schönen Tag und viel Spaß beim Sport.“ Schüttelte seine Hand und deutete einen Wangenkuss an. Hielt ihn fest als er sich zum Gehen wenden wollte und erklärte: „Immer auf beide Seiten, Michael. Das macht man so.“ dabei deutete ich den Kuss auf die andere Wange an.

„Okay, wie du meinst. Dann bis nächste Woche.“ Schmunzelte er im Hinausgehen.

Ohne eine Erklärung dafür zu haben fühlte ich eine starke Abneigung bei dem Gedanken, dass ich diesen Kunden nun wöchentlich massieren sollte. Dabei war er durchaus angenehm in seinem ganzen Verhalten. Höflich, freundlich und nicht fordernd oder besitzergreifend, trotzdem fand ich ihn abstoßend und unsympathisch. Ich hatte eine seltsame Antipathie vom ersten Anblick empfunden. Aber ich wollte Sympathie und Gefühl, Berührungen von angenehmen, schönen Männern, wie Holger.

Dumme Gans, schalt ich mich selbst. Wenn alle so rücksichtsvoll und genügsam wären, könnte ich doch zufrieden sein. Aber mein Gefühl müsste ich abschalten, versuchen neutral zu sein. Ob ich das könnte? Klar, schließlich war das nur ein Job, kein privates Sexvergnügen. Wenn ich nur ein, nein besser zwei dieser Kunden täglich hätte, käme ich finanziell gut klar und die Arbeit wäre schnell getan, so dass ich den Rest des Tages Freizeit hätte. Besser ginge es doch gar nicht.

Allerdings war der Erlös innerhalb von 2 Wochen langweiliger Wartezeit sehr mager. Drei Kunden, nein zwei Halbe und ein Ganzer, das war einfach zu wenig. Damit konnte ich auf gar keinen Fall zurecht kommen. Ich musste Kunden werben. Aber wie? Wer konnte mir raten. Esther.

„Tja, da kann ich dir schlecht einen Rat geben!“ sagte diese, nachdem ich ihr mein Dilemma geschildert und die verschiedenen Alternativen erläutert hatte. „Das dir die paar Kröten nicht weiterhelfen, ist klar. Wenn du schon den ganzen Tag in der Bude hocken und auf Kundschaft warten musst, sollte sich das zumindest lohnen.“ Meinte sie und überlegte weiter: „Aber in den Zeitungen inserieren? Dadurch bist du doch so schnell in die Behördenzange geraten, wegen der regelmäßigen Anzeigen und noch dazu mit voller Adresse. Und die Telefonnummer kennen die beim Amt jetzt auch. Damit fällst du doch direkt auf. Also damit jetzt zu werben, nee das ist riskant. Dann versuch es doch lieber mal erst übers Internet, wie heißt das? Miete mich? Oder in einem solchen Forum neue Kunden zu werben. Wenn du da die Bezahlung als Taschengeld deklarieren kannst, kann man dir vielleicht keine gewerbliche Tätigkeit nachweisen. Das scheint mir in deiner momentanen Situation der leichtere Weg. So sehe ich das aus meiner Sicht. Aber sicher weiß ich es auch nicht, damit kenn ich mich ja schließlich nicht aus.“

Nach einem langen Telefonat war ich zwar nicht restlos von diesem Werbeweg ab, aber Esthers Warnung zur Vorsicht, damit ich nicht in die nächsten Schwierigkeiten geriet, sah ich ein. Nun konnte mir eigentlich nur noch Rabea helfen, weil sie sich besser mit dem Internet auskannte.

Wenn auch ungern, so blieb mir keine andere Wahl, als meine Tochter um Hilfe bei der Einrichtung dieser Suchanzeige zu bitten. „Weißt du wie das geht mit diesem: miete-mich? Hilfst du mir mal dabei?“ bat ich sie telefonisch.

„Hab ich doch selbst noch nicht gemacht, Mama. Geh mal rein und versuch es einfach mal. Kannst ja lesen.“ Lehnte sie genervt ab.

„Danke! Sehr freundlich!“ ärgerte ich mich sofort. „Wenn man dich mal um was bittet. Aber ich- ich muss immer parat stehen. Sehr nett. Danke!“

„Sei nicht gleich beleidigt. Das stimmt doch gar nicht.“ Empörte sie sich. „Ich bin immer für dich da, wenn du mich brauchst. Aber du musst doch verstehen, dass ich meiner Mutter nicht auch noch dabei helfen will, sich als Hure anzubieten. Also wirklich, Mama. Das ist doch ganz natürlich!“

„Okay, aus deiner Sicht verständlich,“ lenkte ich ein, „aber ich habe nun mal keine andere Wahl, ich muss Geld verdienen. Zeig mir eine andere Möglichkeit, und ich werde es versuchen. Weißt du eine? Nein- woher auch. Also kümmre dich nicht darum was ich damit machen will, sondern einfach nur das du mir helfen sollst etwas zu handhaben was du besser kannst als ich. So einfach ist das.“ Verlangte ich energisch.

„Ist in Ordnung, Mama.“ Lenkte Rabea ein, „ich guck mir das die Tage mal an!“

Dennoch dauerte es fast eine Woche bis ich endlich dazu kam mein geschäftliches Weiterkommen einzuleiten, weil ich selbst dauernd in Sachen Wohnungssuche unterwegs war. Dadurch hatte ich auch keine Möglichkeit weitere Kunden zu empfangen, also wusste ich nicht wer alles vergeblich geklingelt hatte, was mir alles entgangen war.

Als ich endlich etwas zur Ruhe kam und Rabea mich besuchte, nutzte ich die Gelegenheit, sie gleich zur Hilfe zu bewegen. Widerwillig zeigte sie mir wie ich diese Website öffnen konnte und sagte: „Hier sieh mal wie einfach das ist. Das ist fast so wie bei Singleclub. Da steht ja alles was du machen musst. Das meinte ich, dass du ja lesen kannst. Die Fragen musst du eh alleine beantworten. Also mach selbst und wenn du nicht klar kommst, helfe ich dir natürlich.“

Noch am gleichen Abend meldete ich mich bei: miete-mich.com an. Als Pseudonym wählte ich Bodyandsoul und zum Passwort den Namen Holger. Schon beim Alter ging der Schwindel los. Natürlich konnte ich nicht mein wahres Alter angeben, sicher hätte ich damit keinen Hund hinter dem Ofen vorgelockt, oder nur die ganz Perversen angelockt, also machte ich mich um viele Jahre jünger. Schließlich war ich mehrfach geliftet, wenn auch nur Augen- Halbface und Busen, aber mit meiner relativ schlanken Figur und meiner guten Haut- Haar- und Körperpflege sah ich um mehrere Jahre jünger aus. Schließlich sagte man mir das bei jeder Gelegenheit. Also war einundfünfzig eine glaubhafte Altersangabe.

Mit den weiteren persönlichen Daten wie Größe- (auch Brustmaße), Gewicht- Haar- und Augenfarbe, Honorarvorstellung, der Beschreibung der Person sowie der Vorlieben hatte ich keinerlei Probleme, und ich gab mir den schönen Namen Julia. Ich konnte mich selbst beweihräuchern, das genoss ich regelrecht. Mein ausgeprägtes Selbstvertrauen kam dabei voll zur Geltung. Zum Glück hatte ich seit langem eine Reserve-Mobilnummer, die für diesen Zweck gut geeignet war, weil die kaum Jemand kannte. Die erste Schwierigkeit ergab sich als ein Foto verlangt wurde. Natürlich wollte ich mein Gesicht nicht zeigen, schließlich wusste man nicht wer sich alles in diesem Forum tummelte. Außerdem hatte ich auch nur eine einzige passable Portrait-Aufnahme die ich hätte zeigen können. Ansonsten hatte ich lediglich ein Foto im BH von meinem recht üppigen Dekolletee, was wir für die Massage- Werbung ins Netz gestellt hatten. Das war nicht schlecht, das konnte ich vorerst als einziges Lockmittel nutzen.

Also rief ich Rabea an um ihr mitzuteilen dass ich sie samt ihrer Digitalkamera benötigte. „Ich muss dringend ein paar gute Fotos machen. Ich habe nichts was halbwegs sexy aussieht.“ Erklärte ich ihr. Sie versprach, mich in den nächsten Tagen zu fotografieren.

Bereits am nächsten Vormittag klingelte recht früh meine neue Arbeitsnummer, hörte ich eine Männerstimme fragen. „Hallo, Julia? Hier ist Günter. Hast du nachher Zeit?“

Im ersten Moment war ich so geschockt, dass ich unfähig war zu antworten.

„Hallo- bin ich denn da richtig, bei Julia?“ vergewisserte sich der Mann.

„Ja- ja.“ Beeilte ich mich zu bestätigen, fragte trotzdem erstaunt: „Woher hast du denn meine Nummer?“

Seine Verständnislosigkeit war unüberhörbar: „Na von miete-mich. Du bist doch Bodyandsoul, oder?“

„Ja- ja, das bin ich.“ Musste ich mich zwingen zuzugeben. „Wann möchtest du denn kommen, Günter.“

„So gegen 11 wäre mir recht. Wo muss ich denn hinkommen? Einhundert nimmst du für eine Stunde?“ klärte er auch gleich die Preisfrage.

Nachdem ich ihm die Adresse genannt und den Termin bestätigt hatte, hatte ich weiche Knie und ein mulmiges Gefühl im Magen. Ich wurde mir plötzlich der Gefährlichkeit der Situation bewusst, dass ich fremde Männer empfangen wollte, mit denen ich ganz alleine in der Wohnung war und denen ich mich beim Sex total auslieferte. Was wenn so ein Kerl mir in irgendeiner Form Gewalt antun wollte? Ich fand mich plötzlich sehr leichtsinnig. Aber ich konnte natürlich versuchen die Anwesenheit anderer Personen in meiner Wohnung vorzutäuschen. Schließlich gab es hier genügend Türen und der verwinkelte Flur ließ durch die Vorhänge keinen Einblick in die weiteren Räumlichkeiten zu. Das war mein Plus. Trotzdem beruhigte mich der Gedanke, dass die Herren ja auch nicht wussten was sie hier erwartete, auch nicht wirklich. Aber da musste ich jetzt durch, was hatte ich für eine Wahl? Um einen Bodyguard zu bezahlen verdiente ich nicht genug. Dafür müsste ich aber noch viel bumsen. Dieser Gedanke brachte mich zum lachen, entschärfte meine dunklen Gedanken und hellte meine Stimmung im Nu auf. Das wäre doch der ganz besondere Gag, bewacht wie die Kronjuwelen im Nebenzimmer für Kohle zu rammeln.

Günter entpuppte sich als gepflegter, gut riechender Herr um die Fünfzig, ehemals sicher rothaarig, nun grau-gewellt. Leichter Bauchansatz, mittlere Schwanzgröße und ein wilder Stecher, der ständig die Bumsposition wechseln wollte und zwischendrin immer versuchte ins falsche Loch zu stoßen. Dagegen wehrte ich mich freundlich aber energisch, dabei dachte ich: nix da mein Lieber, mein Arsch ist ne Einbahnstraße! Also fummelte er zwischendrin nur mal mit dem Finger an meinem Hinterausgang, schien das Lieblingsloch von Günter zu sein. Solange er da nichts einführte, ließ ich ihm den Spaß.

Als diese hektische Nummer vorbei war, Günter sich wusch, dann wieder anzog, wunderte ich mich, dass mir die Sache nichts ausgemacht hatte. Es hatte mich nicht gestört natura an seinem Schwanz zu lutschen und auf seinen Wunsch an den rasierten Eiern zu lecken, denn er hatte sich als sehr sauber erwiesen. Auch seine Fummelei und Rammelei waren gefühlsmäßig spurlos an mir vorübergegangen, nichts davon hatte mich innerlich berühren können. Viel abstoßender fand ich die Zungenküsse. Dabei hatte ich entweder versucht meine Mundöffnung so schmal als möglich zu machen oder ich hatte den Kopf wie unabsichtlich zur Seite gedreht wenn sich seine Lippen näherten. Das musste ich nun wirklich nicht unbedingt haben, dass mir jeder Kerl seinen Lappen in den Hals hängen wollte. Das würde ich zu verhindern wissen. Für den Schwanz gab es ja Kondome, den einzuführen war erträglich, aber um die Zunge konnte man leider kein Gummi ziehen. Auch fremden Speichel- Sabber schlürfen zu müssen, fand ich absolut nicht erquickend.

Mein Fazit war also, ich würde diesen Job problemlos ausüben können.

Aber dass eine solche Turnübung, wie mit dem hektisch-leidenschaftlichen Günter, anstrengend war, machte sich, dank meines Alters, im Nachhinein schon bemerkbar. Es knackte verdächtig in meinem Gebälk, dass ich mich reckte und verbog um die Glieder etwas zu lockern. Danach legte ich mich mit einem großen Kaffee, alle viere ausgestreckt auf mein Bett, um mich ein wenig zu erholen.

Dennoch war ich happy wieder einen Hunderter verdient zu haben. Dafür hatte sich die knappe Stunde gelohnt. So konnte es weiter gehen.

„Bea- es war schon einer da!“ musste ich direkt über das Telefon kundgeben.

„Wer? Was? Wovon redest du?“ fragte meine Tochter verständnislos.

„Na ein Freier auf miete-mich! Du, nach so kurzer Zeit! Erst ein paar Stunden da ein Profil reingesetzt und direkt Kundschaft. Toll! So kann das weitergehen!“ erklärte ich freudig lachend.

„Mama, ich versteh dich nicht mehr! Wie kannst du dich über so einen Wichser freuen?“ klang ihre Stimme ungläubig, fast angewidert.

„Blödsinn! Über die Kohle, nicht den Kerl. Der ist mir doch egal!“ belehrte ich sie.

Esther war wesentlich verständnisvoller. Nach meinem Bericht fragte sie neugierig: „Und du hast das erst gestern reingesetzt? Toll- das scheint ja effektiv zu sein. Ha ha ha, lustig! Und du konntest mit dem Kerl poppen ohne dich zu ekeln? Dann wirst du bestimmt genug verdienen um zu Recht zu kommen. Aber sag mal, meinst du nicht dass du ein wenig zu sehr unter dein wahres Alter gegangen bist? 51? Nee- das ist doch nicht glaubhaft. 57 oder 58 wäre akzeptabel. Nicht dass dir demnächst so mancher Kunde an der Tür gleich wieder wegläuft. Hi hi, weil der keine Omi poppen will.“ Kicherte sie amüsiert.

„Reife Frauen sind gefragt! Und bis jetzt hatte ich ständig Angebote von den Kunden, viele wollten lieber mich als so junge Hühner. Meinst du die hätten mich gefragt wenn sie mich als Oma gesehen hätten? Nee!“ erwiderte ich beleidigt.

Sie lachte: „War doch nicht so gemeint. Natürlich siehst du gut aus, sieht man dir dein Alter nicht an. Das muss man anerkennen. Klar. Aber ich finde nur, du solltest es nicht übertreiben mit der Schummelei. Nicht das du dir ein Eigentor schießt.“

„Werde ich ja sehen. Aber ein paar schöne Fotos muss ich noch hochladen. Ich warte auf Bea mit ihrer Digicam. Dann wird die Sache sicher noch besser laufen.“ Beendete ich das Telefonat.

Als Rabea am nächsten Tag erschien um die Aufnahmen zu machen ergab sich ein neueres Problem.

„Was willst du denn für die Fotos anziehen?“ wollte sie wissen.

„Wie anziehen? Ich will sexy Bilder reinsetzen. Keine Modeaufnahmen! Die sollen Appetitanregend sein!“ belehrte ich meine Tochter.

Sie schüttelte den Kopf und erklärte: „Das weiß ich ja. Aber du willst doch bestimmt keine Nacktbilder reinstellen, deshalb sollten die mit schöner Wäsche sein. Zeig mal was du in der Richtung hast!“

„Nix.“ Wehrte ich energisch ab. „Mit meiner Baumwoll-Unterwäsche kann ich mich nicht zeigen, jedenfalls nicht um Kunden zu werben. So was haben die Männer zu Hause, ne Ehefrau mit Oma-Strickstrumpf-Schlüpfer. Nein- ich will Bilder oben ohne, nur mit einer engen Jeanshose mit offenem Reißverschluss. Hab ich in einer Illustrierten gesehen. Das war echt geil. Pass auf, ich zeig dir mal wie!“ begeisterte ich mich und wechselte die Kleidung.

Nachdem wir den richtigen Hintergrund gefunden und einige Aufnahmen in verschiedenen Posen, ohne den Kopf zu zeigen, gemacht hatten, starteten wir den Versuch die Bilder ins Netz zu setzten. Aber es haperte an der nicht vorhandenen Software.

„Geht nicht Mama. Das können wir nur über meinen Laptop machen, auf deinem kann ich nicht einmal mit dem Speicherchip arbeiten. Das olle Ding hat dafür keine Anschlussstelle. Tja, musst du entweder zu mir kommen oder ich bringe meinen Läppi mit.“ Bedauerte meine Tochter ehrlich.

„Gut,“ nickte ich, „dann komm ich nach Feierabend zu dir runter. Brauchst mich nicht abzuholen, ich fahre mit dem Bus. Gegen acht bin ich da.“

Sie lachte wie über einen Witz während sie wissen wollte: „Wie bitte? Wieso Feierabend? Du musst doch hier keine Stempelkarte drücken. Du kannst doch kommen und gehen wann du willst. Komm direkt mit. Auf was willst du warten?“

Ärgerlich belehrte ich sie: „Mein liebes Kind. Es gab hier mal Geschäftszeiten. Diese hatte ich schon wegen der arbeitsunlustigen Weiber auf acht Stunden von 11 bis 19 Uhr gekürzt, obwohl die Öffnungszeiten in solchen Läden überall 12 bis 14 Stunden sind. Daran hatten sich die Kunden gewöhnt. Und genau diese Zeiten werde ich hier einhalten, denn in der Zeit können noch Kunden hier anklingeln. Und genau auf die warte ich. 3 hatte ich ja schon und es werden hoffentlich bald mehr.“

Mit einem verständnislosen Murren verabschiedete sich meine Tochter.

Am Abend setzten wir nur 2 der Fotos in mein miete-mich-Profil, weil die restlichen Aufnahmen nicht gut aussahen. Denn es war für mich nicht einfach mich in Fotopose zu setzen, ich ließ mich ungern fotografieren und meistens sah man das auch. In diesem Fall hatte ich eine schlechte Haltung oder Bea nicht zielgerichtet geknipst, weil ich den Kopf nicht sichtbar haben wollte.

Wir waren uns darüber einig, dass es für mich Zeit war, mal attraktivere Unterwäsche zu kaufen um wirklich reizvolle Aufnahmen gemacht zu bekommen.

Ich blieb über Nacht bei den beiden und fuhr am nächsten Morgen gerädert von Rabeas harter Couch nach Hause.

Im Bus sitzend ließ ich die letzten Wochen untätigen Wartens gedanklich an mir vorüberziehen. Es war eine bescheidene Bilanz. Für eine Hure eher sogar eine schlechte, dachte ich, was mir ein breites Grinsen aufs Gesicht zauberte. Irgendwie machte es mir dennoch Spaß als Rentnerin eine Huren-Karriere zu starten. Karriere? Oh ja, die würde es werden! Da war ich mir sicher. Denn was auch immer ich in meinem Leben gemacht hatte, ob in der Glückspiel- Gastronomie- oder Puffbranche oder auch als Marktschreierin, ich war immer erfolgreich. Und das wollte ich auch im Rentenalter sein und bleiben: wenn schon- denn schon: erfolgreich!

Ich war mir darüber im Klaren, dass es nur einer guten Organisation und ein wenig Anlaufzeit bedürfe, wie in jedem Geschäft. Keinen Augenblick zweifelte ich an meiner Attraktivität und schon gar nicht an meinen Fähigkeiten.

Zu Hause vertrieb ich mir die Zeit mit solch lapidaren Dingen wie Staub saugen und -wischen in meiner großen 5 Zimmer Wohnung von 135 Quadratmetern, die nun für mich alleine viel zu groß war. Das war schnell erledigt, weil die meisten Räume kaum noch benutzt wurden.

Gerade hatte ich mich noch einmal geduscht und geschminkt als es klingelte.

Leckerchen Nummer zwei, mit Namen Berni, stand vor mir.

„Hallo, das ist aber eine nette Überraschung. Wolltest du zu mir?“ fragte ich freudestrahlend.

Der sympathische Stammkunde nahm mich spontan in den Arm, küsste mich auf die Wange und erwiderte schmunzelnd: „Frohes neues Jahr, Chefin. Gerne, du wärest doch ein nettes Neujährchen.“

„ Im Ernst, Berni. Den Massagebetrieb musste ich aus Baurechtlichen Gründen schließen. Ich habe keine Mädels mehr hier. Ich bin nur hier um den Kunden bescheid zu sagen und wer mit mir Vorlieb nehmen will.....“

Weiter kam ich nicht, denn der immer höfliche Berni unterbrach mich erfreut: „Das meinte ich ernst, mit dem netten Neujährchen. Von dir wollte ich schon länger mal massiert werden. Aber mit dem gleichen Service wie bei deinen Mädels auch, ja?“ vergewisserte er sich und damit meinte er eindeutig Sex.

Ich nickte und zog ihn den Gang hinunter hinter mir her.

Das wird doch hoffentlich mal ne geile Nummer. Diesmal werde ich nicht nein sagen, wie bei Holger. Berni den Sahneballen wollte ich doch schon länger mal vernaschen. Mal sehen ob er was bringt. dachte ich erregt.

Berni reichte mir zusammengefaltete Geldscheine, zog sich schnell aus, und ging eilig zielstrebig Richtung Badezimmer. Er kannte sich aus. Aus dem Handtuchregal fischte er im Vorübergehen ein Badelaken und verschwand unter der Dusche. Ich mit dem Geld in meinem Schlafzimmer. Als ich das Romantik-Zimmer betrat hatte Berni bereits die Musik eingeschaltet, das Licht gedämmt und stand nackt neben der großen Matratze. Ich betrachtete ungehemmt den Teil seines Körpers, von dem seine volle Manneskraft aufgerichtet stramm und hoch stand. Ich war ein wenig enttäuscht. Für seine kräftige Statur, Alter und Körpergröße war das Männlein ziemlich bescheiden.

Berni zog mich zu sich heran, warf mit einem Ruck mein Badetuch hinter sich auf den Sessel und küsste mich zart und voller Gefühl. Während des langen liebevollen Kusses hob er mich hoch und ich umklammerte seine Hüften mit beiden Beinen, ohne mit seinem Penis in Berührung zu kommen.

Na ja, wenigstens küssen kann er schon mal. dachte ich und genoss seine Zärtlichkeit. Ich fühlte mich wohl auf seinem Arm.

Dann trug er mich die zwei Schritte zur Matratze und ging langsam auf die Knie um mich nieder zu legen.

Ist ja wie im Kino, ging es mir durch den Kopf und ich fand es total romantisch.

Er wusste was er tat, wie er mit einer Frau umzugehen hatte um sie zu befriedigen. Seine streichelnden Hände, die liebevollen Küsse und seine Zungentechnik, mal zart mal hart, bereiteten mir ein herrliches Gefühlschaos, mal rauf, mal runter. Ich hechelte, stöhnte in den unterschiedlichsten Tönen, überließ mich seinen Händen, hob meinen Unterleib seiner Zunge entgegen und zerfloss vor Geilheit. Es war himmlisch nach langen Jahren wieder einmal ein solches Wonnegefühl zu erleben.

Dann drehte er mich sanft auf den Bauch und ich fühlte das warme Öl auf meinen Rücken tropfen bevor er es sanft einmassierte. Unter seinen sachkundigen weichen Händen entspannte sich mein ganzer Körper wurde das Wohlbefinden zu einem sehnsüchtigen Verlangen nach seinem Schwanz. Ich machte eine Wendung, drehte mich um meine eigene Achse, lutschte und saugte genussvoll an seinem Schwanz und leckte sein frischen haarfreien Eier.

„Komm, ja komm, nimm mich endlich! Steck ihn rein.“ hörte ich mich verlangen, dabei war mir meine eigene Stimme fremd.

Unter kleinen stammelnden Lauten kam er recht schnell zum Höhepunkt. Für mich blieb nur eine kleine Enttäuschung übrig, denn mir war sein Bewegungs-Rhythmus zu langsam um dabei einen Orgasmus zu bekommen.

Nee, Schatzi- du bist zwar ganz lieb, aber ficken kannst du nicht, dachte ich, aber ich fühlte mich trotzdem recht zufrieden. Er hatte mir gut getan.

„Es war sehr schön, Chefin. Ich würde gerne wiederkommen. Wann bist du denn erreichbar?“ fragte Berni zum Abschied.

„Ja, das fand ich auch.“ Bestätigte ich, „ich versuche die alten Geschäftszeiten einzuhalten, schon wegen den Kunden, die unangemeldet kommen, weil sie noch nicht wissen, dass wir geschlossen haben. Aber besser wäre es wenn du vorher anrufst. Du hast doch noch die Nummer?“ erklärte ich und versuchte mir damit den Kunden zu sichern.

Fröhlich trällernd richtete ich später das Romantik-Zimmer wieder her und duschte danach ausgiebig. Das Klingeln meines Handys veranlasste mich in mein Schlafzimmer zu eilen.

Sicher meine liebe Tochter, sprach ich laut mit mir selbst. Doch ich hörte eine Männerstimme als ich das Gespräch annahm ohne auf den Display geschaut zu haben.

„Hallo, hier ist Michael. Kann ich kommen?“ klang es in mein Ohr.

Michael? Welcher Michael, zum Teufel? dachte ich und fragte: „Warst du schon einmal hier, Michael?“

Erstaunen klang aus seiner Stimme als er erwiderte: „Ja, sicher. Vor 2 Wochen, vergangene Woche auch, aber da warst du nicht zu Hause. Ich habe doch gesagt, dass ich immer mittwochs komme. Oder hast du keine Zeit?“

Oh Schreck lass nach. Der Sockentänzer? Oh nein, das muss ich aber nicht haben. Der verdirbt mir jetzt die ganze Stimmung, dachte ich, sagte aber: „Ach du Michael. Entschuldige. Natürlich erinnere ich mich, ich habe nur deine Stimme nicht erkannt. Ja klar, kannst du kommen. Gerne!“

„In 5 Minuten!“ rief er fröhlich.

Tja Mädchen, das sind 50 Euro - die dir jede Woche sicher sind, denn der Kunde scheint ja zuverlässig zu sein. Also, immer nur lächeln. Der Rubel muss rollen - dabei atmete ich tief durch und straffte mich.

Dieses Mal lief die Massage ohne meinen Einsatz ab. Michael wollte nicht eingeölt werden, sondern die Rollen tauschen. Ich musste mich hinlegen und er streichelte mich mehr als das er massierte, erst kurz meine Rückseite, dann die Front. Lange hielt er sich nicht mit der Handberührung auf, denn er war ebenfalls ein Fan der oralen Stimulation. Er schob sanft aber bestimmt meine Schenkel auseinander, legte sich bäuchlings dazwischen und klappte meine Schamlippen auf. Mit leichtem Druck glitt seine Zunge über meine Klitoris hin und her während er mit zarten Händen meine Brustwarzen streichelte. Er war sehr ausdauernd und ich hätte es genießen können wenn ein anderer Mann zwischen meinen Beinen gelegen hätte. Ach lieber Holger, wo bist du? dachte ich seufzend.

Bei Michael hatte ich nur einen Wunsch, dass die Zeit schnell umgehen möge. Mein einziges Gefühl war Abneigung.

Aber ich gab mir Mühe, ihm mit Seufzen und leisem Stöhnen Wohlgefallen vorzuheucheln, damit er in Erregung geriet. Als ich bemerkte, dass er den Körper etwas zur Seite drehte, weil er auf seinem erregierten Penis nicht mehr liegen konnte, wechselte ich die Position, und griff schnell zu und bewegte hart und kräftig seine Vorhaut.

Ein kurzes Keuchen und sein Handzeichen zu stoppen zeigten mir dass er sich erleichtert hatte. Wieder ohne einen Tropfen Sperma auszustoßen. Ein seltsamer Kerl.

Zufrieden ging er ins Bad- und verabschiedete sich danach lächelnd: „Danke dir, dann bis nächste Woche um die gleiche Zeit.“

„Freue ich mich, bis dann.“ Log ich und küsste ihn wieder auf die Wangen.

Na- das war doch heute schon etwas besser, Berni und Michael. Zusammen anderthalb Stunden. So geht es ja langsam bergauf und so darf es auch weitergehen. Fleißiges Mädchen - lobte ich mich selbst und klopfte mir vor dem großen Spiegelschrank auf die Schultern.

Der nächste Tag zog sich elend langweilig wie Gummi. Nichts passierte. Kein Anruf- kein Gast.

„So ein Scheiß!“ erzählte ich meiner Freundin Esther. „Montag Einer- Dienstag null- Mittwoch zwei Gäste aber im Prinzip nur anderthalb- und gestern wieder keiner. Ist doch Käse. Miete-mich hat mir einen einzigen Gast gebracht. Und das war es. Mensch, dafür hier rumzusitzen ist elend langweilig. Und von Holger habe ich jetzt 3 Wochen nichts gesehen und gehört. Von dem bin ich ja vielleicht enttäuscht. Das hatte ich mir alles anders vorgestellt. Ich glaube ich muss doch in der Zeitung inserieren. Wenn ich nur ab und zu eine Anzeige bei euch schalte, nicht hier in unserem Stadtanzeiger sondern in eurem Rundblick, das kann doch mal gut gehen, muss doch nicht gleich Probleme bringen. Oder meinst du die Ordnungsämter lesen auch die Zeitungen der Nachbarstädte? Dann hätten die doch viel zu tun. Nee, ich glaube, ich versuch das mal, wenigstens einmal!“ jammerte ich genervt.

Esther widersprach: „Das denke ich doch. In den Ämtern sitzen Leute die alle diese Anzeigen regelmäßig aufmerksam lesen, auch die aus den umliegenden Städten, da bin ich fast sicher. An deiner Stelle würde ich das lassen. Gibt es denn nicht noch mehr Möglichkeiten im Internet? Nur miete-mich, kann ich mir nicht vorstellen. Wenn du da unter Taschengeld suchst ist das doch ungefährlicher als bei den gewerblichen Weibern in den einschlägigen Zeitungsrubriken.“ Mahnte sie zur Vorsicht.

Leicht geknickt erwiderte ich: „Du hast ja recht, aber ich bin echt genervt von der Warterei. Mensch Esther, welch ein Unterschied zu der Zeitungswerbung. Da klingelte das Telefon so oft, dass man es kaum noch hören konnte und hier war Bewegung. Die Kunden gaben sich manches Mal die Tür in die Hand, auch wenn die nicht alle geblieben sind, aber es kamen welche. Und jetzt? Shit! Das muss sich ändern! „

„Vielleicht wird das noch besser. Warte doch mal ab. Du bist zu ungeduldig.“ Versuchte sie mich zu beruhigen.

„Nee!“ sagte ich energisch: „So geht das nicht. Das halt ich nicht aus. Ich muss was tun. Mir fällt gerade ein, da gibt es noch so ein Forum, da hat mir ein Mädel von erzählt, das heißt, na warte, Ach ja, vögeln.de. Die Kleine hat gesagt, dass sie darauf gut zu tun hatte. Da werde ich jetzt mal reinsehen. Also Süße, ich melde mich wieder. Bussi!“ war ich sofort Feuer und Flamme eine neue Werbemöglichkeit gefunden zu haben.

Sofort öffnete ich das Sex-Forum vögeln.de und stellte fest, dass das von dem gleichen Provider angeboten wurde, also auch die Handhabung ähnlich war. Bis auf die Tatsache das man angeben musste wenn man finanzielle Interessen hatte. Natürlich klickte ich das an, schließlich suchte ich nicht den Mann fürs Leben, sondern Kunden. Ich erstellte umgehend ein neues Profil mit dem Nicknamen: Bodytouch und wieder dem gleichen Passwort: Holger. Aber mit dem Hochladen der Fotos würde ich später wieder einmal Rabea belästigen müssen, weil mein Laptop dazu nicht fähig war.

Zufrieden betrachtete ich mein Werk und war sofort wieder in froher Stimmung, als es klingelte.

Im Türrahmen stand frierend und schmunzelnd, der alte verschrumpelte Peter.

Meine fröhliche Laune war schlagartig verschwunden und der Unterkiefer fiel mir runter, als er gut gelaunt grüßte: „Guten Tag, liebe Ruth, darf ich reinkommen oder komme ich ungelegen?“

„Nein, nein, wieso denn, warum ungelegen?“ stammelte ich verdattert und musste mir große Mühe geben ein Lächeln auf meine entgleisten Gesichtszüge zu zaubern. „ Komm schnell rein - die Kälte ist ja furchtbar. Hier ist es schön warm!“

Er grinste und sagte anzüglich: „Uns wird es gleich noch viel wärmer werden, meine Liebe. Das verspreche ich dir!“ dabei strich er mir mit der einen Hand über den Busen und mit der Anderen griff er zwischen meine Beine.

Ich wäre ihm am liebsten an die Gurgel gegangen, musste aber entgegenkommend bleiben. Deshalb deutete ich auf die Tür zum Bizarr-Raum und bat ihn: „Geh doch schon mal voraus, Peter. Du kennst dich ja aus. Ich komme gleich.“ Schob ihn in das Zimmer und schloss schnell die Tür hinter ihm.

Womit hab ich das verdient? Ausgerechnet dieser alte Grabscher muss mich heute besuchen. Konnte es denn nicht mein Holger sein? Oder wenigstens der Berni? Pfui Teufel, mir wird jetzt schon schlecht. Aber was kann ich machen? Nur Zähne zusammen beißen, dachte ich während ich tief durchatmete.

Dieses Mal würde ich ihm Paroli bieten, das nahm ich mir vor. Freundlich aber bestimmt würde ich ihm klar machen, dass hier nach meinen Regeln gespielt wurde, vom Service her so wie zeitlich gesehen. Auch wenn ich das Geld noch so dringend brauchte, hier bestimmte immer noch ich.

Doch ich hatte die Rechnung ohne den Wirt gemacht. Peter war penetrant. Er ließ sich weder zur Eile bewegen, sondern machte alles genüsslich langsam, noch ließ er sich davon abhalten zu grabschen. Lediglich zum lecken kam er nicht. Ich war stärker.

Oh ja, ich kniete mich über seinen Kopf, hielt ihm breitbeinig meine heiße Muschi übers Gesicht, nur klemmte ich seinen Kopf so fest zwischen meine Oberschenkel und stemmte ich mich so kräftig gegen seinen Zugriff, dass er es nicht schaffte an meinen Weichteilen zu schlecken. Auch hatte ich genügend Öl in der Hand um sein schlappes Glied heftig zu massieren. Peters Penis spuckte schon nach wenigen Handbewegungen ein paar spärliche Tröpfchen auf seinen mageren Bauch.

Behände hüpfte ich vom Bett nachdem ich ihm ein Papiertuch gereicht hatte und sagte: „Du kannst ins Bad gehen. Ich wasch mir die Hände nebenan.“

Die Zimmertür ließ ich offen stehen und ging schnell in die Gästetoilette.

Lange blieb ich dem Bizarr-Zimmer fern, setzte in der Küche Kaffeewasser auf, zog mir Jeans und Pulli über, und trödelte so lange herum, bis ich glaubte, dass er fertig angezogen sei.

„Wo warst du denn so lange? Kaffee trinken?“ fragte Peter irritiert, als ich endlich den Raum betrat.

Schlagfertig antwortete ich: „Ja, genau. Anziehen kannst du dich ja alleine, oder? Und Zuschauer brauchst du sicher auch nicht. Also was soll ich hier? Da kann ich mir lieber einen Kaffee machen. Oder hast du was dagegen?“

Er brummelte sich was in den Bart, was ich nicht verstand und zog seinen Mantel an.

„Ich bekomme noch das Geld, lieber Peter.“ Sagte ich während ich den Ausgang blockierte. „Und sei bitte so freundlich und mach das demnächst vorher. Ich mag nicht danach fragen müssen.“ Tadelte ich ihn ruhig aber ernst.

Peter nestelte drei zwanziger aus der Innentasche und verlangte: „Ich kriege aber noch zehn zurück. Keine Sorge, ich zahle schon.“

„Sicher.“ Erwiderte ich Kopfschüttelnd und holte das Rückgeld.

Als er weg war schimpfte ich vor mich hin: so ein alter Geizkragen! Aber diesmal hab ich ihm den Weg gezeigt. Der hat mich nur einmal überrumpelt. Jetzt weiß er, für fünfzig gibt es nur ne Massage und sonst nix. Pfui bah, alter geiler Fummler.

Um mich ein wenig abzulenken ging ich in die nahegelegene City und kaufte mir neue Unterwäsche und Kuchen.

Mit Kaffee und einem großen Stück Torte setzte ich mich an meinen Laptop und öffnete mein neues Profil bei vögeln.de.

Sofort stach mir eine Mitteilung des Providers ins Auge: Profile mit finanziellen Interessen sind kostenpflichtig. Bitte lesen Sie unsere Bedingungen.

Aha! Also las ich dass ich für sechs Monate 100 Euro bezahlen musste, oder der Hinweis dass ich ein Taschengeld für meine Dienste verlangte würde nicht in meinem Profil ausgewiesen.

„Tja, das sind 16 Euro im Monat. Dagegen kannst du aber nichts haben.“ Meinte Esther, als ich sie anrief.

„Na ja, das ist nicht viel, das stimmt. Aber wenn das so schlecht läuft wie miete-mich, dann lohnt sich das nicht.“ Murrte ich.

Esther gab zu bedenken: „Das weißt du ja nicht. Das Mädel hat dir doch erzählt, sie hätte durch vögeln. de so gut verdient. Das Risiko musst du eingehen oder nicht. Aber was willst du machen? So geht es doch auch nicht.“

„Ja, du hast recht. Mach ich auch. Versuch macht klug. Zeitungswerbung ist viel teurer. Kann ich ja notfalls immer noch machen. Ja- sag nix- ich weiß, ist zu riskant. Also zahl ich das gleich mal ein und dann fahr ich zur Bea. Hi hi, ich hab mir geile Unterwäsche gekauft, ich muss bessere Fotos machen. 2 Garnituren, weiße fast durchsichtige, und grüne mit Spitzenhöschen. Also, bis morgen, meine Süße.“ Freute ich mich schon auf die Abwechslung.

Sex-Netz

Das Wochenende verbrachte ich bei Rabea und Rubina. Wie so oft passte ich auf die Kleine auf weil mal wieder eine Ü30 Party in der nahegelegenen Disco angesagt war, zu der meine Tochter mit Freunden ging. Das kam so 2-mal im Monat vor und ich fühlte mich dabei sehr wohl an dem Aufwachsen der süßen Kleinen teilhaben zu können.

Den langweiligen Sonntagnachmittag konnten wir wegen der Kälte nicht mit meiner Lieblings-Sonntags-Beschäftigung, die Trödelmärkte der Umgebung zu durchstöbern ausfüllen, aber dafür mit den Aufnahmen in meiner neuen Unterwäsche. Damit hatten wir ausreichend zu tun.

Zum Schluss schickten wir noch einige der Fotos ins Netz, so dass ich mein Profil zusätzlich um ein paar neue Bilder erweitert hatte. In schwarzen halterlosen Strümpfen, Pumps und den Spitzendessous, mal liegend, sitzend oder stehend, jedoch immer ohne Kopf, fand ich das Ganze sexy und ansprechend. Nun musste doch jede Menge Kundschaft kommen.

Aber der Wochenanfang war eine Enttäuschung. Den Montagvormittag hatte ich wieder mit Behördenbesuchen und Wohnungsbesichtigungen ausgefüllt und den restlichen Tag schlug ich mit Hausarbeiten die Langeweile tot.

Abends jedoch bekam ich die ersten Emails auf meine Anzeige bei vögeln.de.

Ich amüsierte mich über die Nicknamen oder Fotos und wunderte mich teilweise darüber was Männer so alles wünschten, möglichst umsonst. Langsam machte ich mich mit der Handhabung dieses Forums vertraut, fand heraus, dass die Sache nicht uninteressant aufgebaut war. So konnte man in den Profilen das Alter- Sternzeichen- Familienstand, Körpergröße und Gewicht, die Haarfarbe und -länge, ja sogar die Penislänge und den Durchmesser, die sexuellen Vorlieben und Wünsche der Männer lesen. Auch der Wohnort war angegeben, und eine Beschreibung der eigenen Person, sowie was der jenige suchte. Mann oder Frau, Homos- Heteros- Paare oder Transsexuelle, sogar gleich mehrere Wünsche waren möglich. Selbst welche Art Kontakt man bevorzugte- ein One Night Stand, Affäre, Seitensprung, Partnertausch oder Beziehung, oder gar nur eine Begleitung in ein Pornokino oder Swingerclub? Nichts war unmöglich bekannt zu geben.

Man konnte genau sehen wann wer Interesse gezeigt und das Profil besucht hatte, denn sogar die letzten 150 Profilbesucher waren gespeichert um die Kontaktaufnahme noch zu einem späteren Zeitpunkt zu ermöglichen. Die Chatpartner konnte man sich aussuchen und wenn man keine Lust hatte eine Mail zu beantworten konnte man einen „Nein danke“ Button anklicken und die freundliche Erklärung dass man nicht interessiert war kam automatisch vom Provider. Praktisch.

Ich war fasziniert von der Vielseitigkeit dieses Werbe-Forums und beantwortete die ersten Anfragen, die sich den telefonischen Fragen auf die Zeitungsinserate ähnelten. Nach dem Preis, dem Leistungsangebot und zu welchen Zeiten man empfangsbereit war.

Es war witzig von einem „Ladyficker“ oder „Kuschelhase“ oder „Immernurgeiler“ angeschrieben zu werden, die unmöglichsten Namen gab es, was mich köstlich amüsierte. Allerdings war es gewöhnungsbedürftig wie direkt sich manche Männer ausdrückten. „Fickst du nur mit Gummi? Kann ich dir in den Mund spritzen und schluckst du auch? Ich liebe Analverkehr, du auch?“ waren nur einige der Anfragen, die ich nicht so prickelnd fand.

Freundlich lieb und nett schrieb ich den Interessenten zurück. Zwischendurch feilte ich noch ein wenig an meinem Profiltext und fand dass mir meine selbstgebastelte Werbung recht gut gelungen war. Zwar hätte ich gerne schon ein paar Termine vereinbart, aber trotzt der Interessenten ging ich, ohne ein Ergebnis zu erzielen spät nachts ins Bett. Die Zeit war verflogen.

Ein Norbert rief mich recht früh an und vereinbarte einen Termin für 14 Uhr. Erst nachdem ich ihm schon die Adresse genannt hatte fragte ich nach seiner Herkunft und erfuhr erschrocken dass er ein paar Straßen weiter wohnte.

Zu spät etwas zu ändern, war ich ärgerlich über meine eigene Oberflächlichkeit, denn aus meiner Heimatstadt wollte ich eigentlich keinen Kunden haben.

„Ach Quatsch!“ sagte Esther, als ich ihr telefonisch meine Bedenken erzählte. „Was soll das? Erst jammerst du, dass du nicht klar kommst und jetzt willst du nen Hunderter sausen lassen weil der in der Nähe wohnt? Blödsinn, warum? Meinst du der geht damit hausieren, dass er fürs Poppen bezahlt. Das kann der sich sicher nicht erlauben. Vermutlich hat er Familie oder vielleicht muss er auch aus beruflichen Gründen schweigen. Egal- da passiert nix. Du musst alles mitnehmen was kommt. Sei nicht dumm. Wer weiß wie viel oder wenig da kommt und auch wie lange es geht. Nimm jeden Euro den du kriegen kannst und bunkere dein Geld für schlechtere Zeiten.“ Mahnte meine Freundin eindringlich.

Einsichtig war ich zwar nicht, aber rückgängig konnte ich den Termin nun so wie so nicht mehr machen, deshalb gab ich ihr recht und wechselte das Thema. „Stell dir vor, ich war gestern wieder bei dem Amt, weil die immer noch nicht meinen Antrag bearbeitet haben. Ständig wollen die noch mehr Unterlagen haben. Jetzt den Rückkaufswert meiner Lebensversicherung, letztens noch die BWA vom Dezember, was soll da noch alles kommen? Verdammt bei mir wird es richtig eng. Gut dass ich die Miete nicht noch bezahle, sonst säße ich schon so auf dem Trockenen dass ich nix mehr zu beißen hätte. Und mit der Wohnung werde ich wohl am besten zu der Genossenschaft gehen, in Privathäusern sind die einfach zu teuer. Das pack ich nicht. Ich weiß ja nicht wie es finanziell weitergeht. Ich werde auch vorläufig gewerblich nichts mehr machen. Jetzt macht mir nämlich plötzlich die Frau von meinem Vermieter Probleme. So doof und unbeholfen wie der Schröder behauptet, scheint seine Olle doch nicht zu sein. Aber an mir beißt die Tussi sich die Zähne aus. Hab ihr geschrieben, dass es von mir kein Geld gibt, bis ich zumindest die Materialkosten von der Renovierung zurück habe und dass es bei mir in naher Zukunft nichts zu holen geben wird! Das wollen wir doch mal sehen, ob ich mein Recht kriege oder nicht!“

„Sieh zu dass du da raus kommst. Recht oder nicht. Die Wohnung ist zu teuer, jeder Monat den du sparst ist ein Gewinn. Auch wenn du momentan die Miete nicht zahlst, du weißt nicht wie die Sache ausgeht. Nimm dir besser einen Anwalt, den musst du doch nicht bezahlen, in deiner Situation kriegst du doch Prozesskostenhilfe.“ Riet sie mir sachkundig. „ Und wenn du Hilfe brauchst, für Essen und Trinken, du weißt ja, dass ich jederzeit für dich da bin. Verhungern wirst du sicher nicht. Und wenn irgendetwas anderes wichtiges anfällt, wenn du Geld für deinen Umzug brauchst, ich kann notfalls meinen Schmuck in die Pfanne bringen, schäm dich nicht mir bescheid zu sagen.“ Versicherte sie nachdrücklich.

„Danke Maus, das weiß ich doch. Aber das ist derzeit nicht nötig. Ich habe noch ein paar Euro und ein bisschen kommt ja auch durch die Kunden rein. Das muss doch jetzt besser werden. Danke für dein Angebot. Aber ich denke ich schaffe das schon alleine.“ Erwiderte ich und versuchte meine Rührung zu verbergen.

Den ganzen Dienstag verbrachte ich im Netz mit meinen beiden Werbeforen. Wobei miete-mich eine bescheidene Resonanz aufwies, aber bei vögeln.de eine Flut von Anfragen auf mich einstürmte.

Ich war fast ärgerlich als es mittags klingelte. Oh Schreck- mein Termin!

Norbert war ein älterer sehr schüchterner Mann, dessen Gesicht mir nicht bekannt war. Er war offensichtlich kein Puff-Gänger, denn ich musste ihn leiten und anweisen, was ich als anstrengender empfand als selbstbewusste sachkundige Kunden die mehr wollten als ich zu geben bereit war. Er traute sich kaum mich anzufassen, was den Vorteil hatte, das er ruhig auf dem Rücken liegen blieb, mich nicht bedrängte. Nachteilig war, das ich nicht erfuhr was er gerne hatte und was nicht. Also versuchte ich, im Schweiße meines Angesichtes, mit Händen und Mund den schlaffen Penis des Mannes zum Leben zu erwecken. Vergeblich. Nach einer Weile gab ich auf. Er auch. Bevor er ging versicherte er, dass das nicht mein Verschulden sei, er sei einfach zu nervös gewesen.

Den werde ich nicht wiedersehen. Aber egal, einhundert im Täschchen, was kann ich dafür, dass der Kerl keinen hoch kriegt? Geackert hab ich ja genug. Dachte ich, als er gegangen war.

Als Rabea anrief und fragte, ob ich mit ihr zum einkaufen fahren wolle, reagierte ich ablehnend: „Doch nicht jetzt, während der Geschäftszeit, Maus. Wir können gerne heute Abend einkaufen gehen, nach sieben Uhr.“

„Du mit deiner blöden Geschäftszeit. Ich finde das albern, dass du die einhalten willst. Du hast das Geschäft abgemeldet, das gibt es nicht mehr!“ sagte sie verständnislos.

Leicht säuerlich erklärte ich ihr: „Was denkst du eigentlich warum ich hier sitze? Weil es mir Spaß macht? Nee! Weil ich Geld brauche und schließlich schon einige Kunden hier waren. Und die kennen ja die Öffnungszeiten von Montags bis Freitags von 11 bis 19 Uhr und darum werde ich die auch einhalten. Außerdem steht das so auch in meiner neuen Internet-Werbung. Deshalb kann ich jetzt gar nicht mehr weg, in dieser Zeit. Lach da nicht drüber sondern akzeptiere das endlich! Und was noch dazu kommt, der Holger müsste eigentlich bald wieder hier erscheinen, dann möchte ich auf jeden Fall hier sein. Okay?“

„Reg dich nicht gleich auf. Ist ja in Ordnung, wie du meinst, auch wenn ich das als Blödsinn ansehe. Und dass du dir den Holger noch nicht abgeschminkt hast, versteh ich schon mal gar nicht. Na ja, das ist deine Sache. Mach wie du denkst. Aber so spät möchte ich mit der Kleinen nicht einkaufen gehen, dann mach ich das jetzt alleine. Kommst du denn heute Abend zu uns? Soll ich dich abholen? Kannst ja bei uns schlafen. Es reicht schließlich wenn du den ganzen Tag alleine bist. Ja?“ schlug sie vor.

„Das weiß ich noch nicht. Vielleicht, ich kann ja auch mit dem Bus kommen. Kein Problem. Aber ich will auch morgen früh endlich mal zum Arzt, der Knoten in meiner Hand wird immer größer und tut mir auch bei jeder Berührung weh. Also ich weiß es noch nicht. Wir telefonieren später noch mal.“ Kannte sie mich so wenig oder war ihr meine Einstellung so unwichtig? Verärgert dass ich meiner Tochter erneut meinen Standpunkt verdeutlichen musste beendete ich das Gespräch, denn ich wollte mich wieder meinem vögeln- Profil zuwenden. Ich fand es amüsant.

Vier Stunden später fiel mir auf das ich die Zeit total vergessen hatte. Hätte sich nicht der Hunger mahnend und nagend bemerkbar gemacht, wäre ich vermutlich bis zum umfallen beim Chatten und Mailen geblieben.

Allerdings stellte ich ebenfalls fest, dass es bereits nach 21 Uhr war und somit zu spät noch zu Rabea zu fahren. Als ich sie anrief um ihr mitzuteilen dass ich zu Hause bleiben wolle, maulte sie: „Das hättest du mir wenigstens mal früher sagen können. Ich hatte extra was gekocht. Pass bloß auf das du dich da oben nicht eingräbst. Ich verstehe nicht was du da den ganzen Tag machst. Ist das nicht tierisch langweilig, so alleine?“ wunderte sie sich.

„Ich will eh morgen ganz früh zum Arzt, also ist es sinnvoller hier zu bleiben. Und langweilig ist mir nicht mehr, ich bin richtig fasziniert von vögeln.de. Total lustig was man da für Leute findet. Geil. Kann ich mich stundenlang mit beschäftigen. Aber das müsstest du doch am besten wissen. Du chattest doch auch ständig mit deinen Freunden bei Facebook. Du weißt doch wie spannend das ist.“ Erzählte ich begeistert.

Rabea widersprach mir energisch: „Aber das ist doch ganz etwas anderes, Mama. Das kann man doch nicht vergleichen mit den Wichern die sich bei vögeln tummeln. Nee, also so was Abartiges ist nichts für mich. Dich versteh ich nicht, dass du so etwas gut findest. Nee!“

„Quatsch, Bea! Die Leute bei vögeln sind nur ehrlich, nicht abartig! Nicht nur ich, auch du hast das doch selbst erlebt, das die Penner, die bei den Partner-Börsen angeblich eine seriöse Beziehung oder Lebensgefährten suchen auch nur ans bumsen denken. Nee hier bei vögeln da geht es ums bumsen, klar. Aber das ist jedem bewusst der sich da einlogt. Ich finde das korrekter!“ sagte ich meine Meinung.

Wir wurden uns wieder einmal nicht einig.

Der nächste Tag war Michael-Tag, Mittwoch. Ich dachte bereits beim Aufwachen mit Schrecken daran. Das sorgte bereits in aller Frühe für schlechte Laune. Schnell machte ich mich auf den Weg zu meinem Arzt, der nach Begutachtung des Knotens in meiner Handinnenfläche lediglich eine Überweisung zum Chirurgen ausstellte, was ich auch nicht anders erwartet hatte. Was sollte ein Allgemeinmediziner sonst machen?

Er riet mir noch eindringlich die Sache nicht auf die lange Bank zu schieben, da man nicht wisse was es sei. Lustig. So schlau war ich selbst. Natürlich würde ich gleich am nächsten Morgen dort hingehen. Allerdings machte mir dass keine Sorge, es war nur sinnvoll schnellstens zu entfernen.

Tja Mädchen, das Alter! Da hat man so seine Wehwehchen. Vor ein paar Monaten der Knoten am Unterkiefer. Gott sei Dank harmlos, aber ein kleiner operativer Eingriff. War ne schnelle Geschichte. Jetzt in der Hand. Wird sicher auch nix schlimmes sein, aber wieder was Neues. Auch wenn du das nicht wahrhaben willst, aber im Kopf bist du jung und knackig- wirklich bist du ne Omi! Hi hi, wenn das so mancher Freier wüsste. dachte ich und musste laut lachen. Die Leute sahen mich erstaunt an, denn ich ging in diesem Moment durch die belebte Fußgängerzone der City.

Mit frischen Brötchen und einem dicken Stück Torte ausgerüstet kam ich heim und beruhigte mal erst meinen leeren knurrenden Magen.

Kurz nach dem Frühstück wurde ich angenehm überrascht. Berni meldete sich telefonisch für mittags an.

Sofort hellte sich meine Stimmung wieder auf. Der Mann war angenehm, und da er noch vor Michael kommen wollte, würde es mir leichter fallen, anschließend den komischen Trockenspritzer zu ertragen.

Aber ich sollte eine Überraschung erleben.

Anstatt Berni kam um Punkt 14 Uhr dessen Bruder Andreas. Den kannte ich zwar auch, weil die beiden Brüder ein paar Mal zusammen zur Massage und mehr mein Geschäft beehrt hatten. Aber auf Andreas war ich gar nicht eingestellt.

Andreas lachte über mein verdattertes Gesicht und erklärte fröhlich: „Da staunst du, Chefin, nicht wahr? Mein kleiner Bruder hat mich angerufen, weil er den Termin nicht einhalten konnte. Sein Chef hat ihm kurzfristig noch nen eiligen Auftrag erteilt. Ich hoffe du hast nichts dagegen, dass ich einspringe? Ich war gerne dazu bereit, weil der Berni mir ganz begeistert von deinen Vorzügen berichtet hat. Da war ich doch richtig geil drauf, die auch kennen zu lernen.“ Dabei nahm er mich in seine Arme und küsste mich stürmisch.

Er nahm mir den Atem, aber auf eine ganz angenehme Weise.

Unterschiedlicher als diese Beiden konnten Brüder kaum sein. Charakterlich so wie optisch. Im Gegensatz zu Berni, dem großen blonden Mann, mit liebevoll- zärtlichem, rücksichtsvollen Wesen, der sicher seine Frau, trotzt regelmäßiger Puff-Besuche, auf Händen trug, war der ältere Andreas ein Draufgänger-Typ. Er war kleiner mit leichtem Bauchansatz aber trotzdem beweglicher und auch hübscher mit graumelierten Locken die er immer mit starkem Haargel in Form hielt.

Wild, hemmungslos und leidenschaftlich hatte ich ihn schon auf Distanz eingeschätzt, und das erwies sich als richtig.

Wir machten nicht gemeinsamen Sex, nein Andreas bestimmte den Ablauf, er nahm mich. Wie er es wollte. Von vorne, von hinten, der Seite, oben, unten, lecken, küssen, fummeln und fingern, er war wendig wie ein Aal und seine Hände und auch der Mund waren überall. Mir wurde fast schwindelig so sehr war Andreas in Aktion. Allerdings musste ich ihn einmal energisch ausbremsen, als er versuchte ohne Kondom in mich einzudringen. Zwar reagierte er mit erstauntem Blick, aber er akzeptierte es sofort.

„Du bist wirklich eine Granate, Ruth.“ Sagte er, nachdem er zweimal abgespritzt hatte und er endlich befriedigt, auf der Matratze ruhte.

Als er geduscht war fragte er beim anziehen: „Mein Bruder hat mir nicht zu viel versprochen. Ich komme gerne wieder. Sag, was kriegst du denn jetzt?“

Ich schüttelte irritiert den Kopf, erwiderte: „Das gleiche wie die anderen Mädels auch, oder denkst du ich bin teurer?“

Er stutzte kurz, dann lachte er: „Nein, ist okay. Ich frag ja nur.“

Nachdem Andreas gegangen war saß ich total gerädert in meinem Schreibtischsessel und dachte über diese seltsame Frage nach, während ich einen heißen Kaffee schlürfte. Bisher hatte jeder Kunde, der vorher hier schon Massage-Kunde war, die gleiche Frage gestellt. Holger, Berni, Peter und nun auch Andreas. Nur Michael nicht, der hatte mir unaufgefordert einen Fünfziger hingehalten und war diskret darüber hinweg gegangen. Ja verdammt, was glaubten die anderen Herren denn? Dachten die ich sei billiger oder teurer? Das hätte ich gerne mal gewusst. Vielleicht könnte ich ja mehr nehmen? Oder wollten die gar weniger bezahlen? War ich weniger wert weil ich älter war? Oder weil ich die Chefin war? Nee- dann müsste ich ja teurer sein. So ein Unfug!

Als Michael sich telefonisch anmeldete hatte ich mich wieder erholt.

Artig reichte er mir wieder unaufgefordert das Geld und ich stellte erstaunt fest dass er mir siebzig gegeben hatte.

Ach wie schön. Trinkgeld. So sollte es bei allen Kunden sein, unaufgefordert, bevor es zur Sache ging und ab und zu ein kleines Zubrot in Form eines Trinkgeldes von 20 bis 30 Prozent. So hätte ich es am liebsten. Dachte ich grinsend.

Überhaupt war Michael ein angenehmer Kunde- freundlich, höflich, bescheiden und dankbar für die Zuwendungen. Nur die Socken - oh nein!

Danach rief ich gut gelaunt meine Tochter an, bat sie, mich abends abzuholen. „Aber erst nach Feierabend. Nach sieben. Ich muss mir die Haare färben. Hilfst du mir dabei?“ bat ich.

„Gerne Mama, bin ich kurz nach sieben da. Bis gleich.“ Es kam kein Einspruch mehr, wegen meiner Arbeitszeiten.

Noch bis kurz bevor Rabea und Rubina kommen würden amüsierte ich mich mit meinen Chat-Partnern bei vögeln. Mein Profil war gut besucht, ich hatte 14 Mails in meiner Abwesenheit erhalten und während ich online war bestürmten mich viele User mit Angeboten und Fragen. Mehr oder weniger direkt, mal vorsichtig- freundlich, oder dreist- unverschämt aber eben auch amüsant und interessiert. Viele fragten nach dem Preis für eine halbe Stunde, weil diesen Herren der Hunderter zu teuer war. Das lehnte ich freundlich aber bestimmt ab, mit der Begründung, dass ich die Besucherzahlen gering und überschaubar halten wolle, was zwar nicht falsch aber auch nicht ganz richtig war. Ich wollte nicht sämtlichen Pöbel bedienen müssen und mich auch nicht unter Preis verkaufen. Nein, nur Stundenpreis, war meine Devise. Als es Zeit wurde die Färbeutensilien zusammen zu packen, weil Rabea bald kommen würde, war ich richtig traurig das Forum schließen zu müssen. Einen Termin hatte ich nicht ergattern können.

Es wurde ein gemütlicher Abend, wenn man von dem Geschmiere mit der Haarfarbe absah. Anschließend quälte mich die durchgelegene Couch bis zum frühen Morgen.

Als ich fertig angezogen schon im Hinausgehen war krabbelten Rabea und die Kleine gerade aus den Federn.

„Wo willst du denn jetzt schon hin?“ fragte meine Tochter verschlafen. „Was bist du denn so hektisch? Es ist erst kurz vor neun. Ich fahre dich doch. Warte!“

„Nein, lass nur, Kind. Ich nehme den Bus weil ich noch zu dem Chirurgen will. Du weißt ja 11 Uhr. Tschüss, bis später.“ Ließ ich mich nicht von meinem Vorhaben abhalten.

Die chirurgische Gemeinschaftspraxis bestand aus 4 Fachärzten, die jeweils ein Spezialgebiet hatten. Das Wartezimmer war total überfüllt. Es dauerte fast eine Stunde bis ich endlich den Arzt erblickte. Nachdem die Hand geröntgt war, legte der junge Facharzt gleich für die kommende Woche den Op-Termin fest. Auch er war der Meinung dass es sich um einen kleinen Eingriff handeln werde. Darin stimmten wir überein.

„Wenn Sie wollen können wir die Operation auch in unserer anderen Praxis machen. Dann hätten Sie Ihre Nichte dabei.“ Bot der nette Doktor mir an.

Ich schüttelte den Kopf und lehnte energisch ab: „Nein danke. Ich brauche niemand zum Händchen halten. Außerdem ist es hier näher für mich. Ich wohne ja in der Straße nebenan. Also dann bis nächste Woche.“

Eine meiner Nichten arbeitete seit vielen Jahren in der chirurgischen Praxis eines bekannten Unfallchirurgen, wo auch der Handspezialist zeitweilig tätig war. Doch ich benötigte keine moralische Unterstützung. Ich war stark genug.

Kaum zu Hause meldete sich telefonisch ein Kunde der mich in miete-mich gefunden hatte. Nachdem wir die Konditionen geklärt und die Zeit vereinbart hatten, klingelte gleich das zweite Telefon. Ein Massage-Kunde fragte nach einem Termin.

„Hallo, hier ist Lars. Kann ich um 15.30 kommen? Habt ihr dann eine Stunde für mich frei?“

„Wann warst du denn das letzte Mal hier, Lars?“ fragte ich vorsichtig.

„Och ist schon länger her. Ich war bei der blonden, ich glaube Kathi hieß sie. Kann das sein?“ überlegte er unsicher.

Ich sah mich gezwungen ihn aufzuklären: „Tja Lars, die ist nicht mehr hier. Um genau zu sein, außer mir ist niemand mehr hier, weil wir das Geschäft aufgegeben haben. Ich bin nur zum Bescheid geben und für Stammkunden hier. Tja...“

„Das ist kein Problem. Ich komme gerne zu dir. Du bist doch die hübsche Chefin? Oder nicht?“ unterbrach er mich schnell.

Geschmeichelt erwiderte ich: „Ja, ich bin die Chefin. Okay Lars, dann komm um halb vier. Bis gleich!“

Seine Stimme hatte sich sympathisch und relativ jung angehört. Jung hatte ich zwar nicht gerne, aber nur ne Massage, doch das ginge.

Ich triumphierte. 2 Stunden, das wäre doch geil. Erst um 14 Uhr der Freier von miete-mich und danach ne Stunden-Massage. Der Tag würde sich lohnen. Prima.

Frohen Mutes schaltete ich den Computer ein und fand bei miete-mich 2 uninteressante Mails, die ich gleich beantwortete. Aber in meinem vögeln-Profil erwarteten mich wieder 11 Mails. Als ich die Mail von einem „hamiltonmercedes“ öffnete starrte ich verdutzt auf eine Tasse Kaffee.

Was sollte das denn? Kein Wort nur eine Tasse mit dampfenden Kaffee? So was Blödes.

Ich klickte die nächste Mail an. Nachdem ich alle mehr oder weniger schweinischen Angebote und Fragen gelesen und dementsprechend beantwortet hatte, öffnete ich die komische Mail erneut.

Was war das für ein komischer Kerl. Ich las seinen Profiltext, der eigentlich eine eigene Personenbeschreibung sein sollte, was ich da las fand ich ulkig.

„Mario- Mietboy- der Gratis-Mann für Haus, Hof und Garten. Rasen schneiden, Blumen mähen? Schrauben- sägen, dübeln. Fenster putzen mit einer Tasse Kaffee? Mario der kostenlose Hausboy für die Dame. Massage gefällig? Anschreiben genügt, komme sofort. Aber in einen Porsche Turbo passt kein Rasenmäher.“

Was sollte bitte dieser Unfug? Der Kerl war ein Komiker. Unter Fantasien stand:

„Tempo 360 auf Autobahnen damit der Turbo frei laufen kann- und die Kleinen gehören auf den Standstreifen.“

Wie bitte? Was war das für ein Blödsinn? Das sollte irgendein Mensch verstehen?

Ich betrachtete die beiden Fotos. Hm, na ja, nicht gerade eine Schönheit der Kerl. Aber sah eigentlich ganz normal aus, Malocher-Typ. Dunkelblond- noch nicht ganz Stirnglatze eher lichtes Haar, schmales Gesicht, ziemlich große Nase und grinste breit mit geschlossenem Mund. Sehr schlank fast dünn, absolut kein Mann der mir auffallen würde oder gefallen könnte. Alter 43, 1,85 groß, 80 Kilo. Zu dünn also, viel zu dünn. Wohnort Korschenbroich, 46 Kilometer entfernt. Aber was war das? Was stand da? Penislänge 22cm und Durchmesser 6 cm.

Das glaub ich ja nicht! Der hat nen Schwanz von 22 cm? Puh- das ist ja ein Ding - entfuhr es mir laut.

Erschrocken dachte ich: gut das niemand hier ist! Nicht übel! Ob der überhaupt ganz rein geht? Und der Durchmesser ist auch sehr appetitlich. Da kriegt man ja gleich ziehen im Unterleib. Den könnte ich jetzt gut vertragen. Pfui Ruth, schäm dich. Aber der ist ja noch größer als das Sahneteilchen vom Holger, der ist zwar auch so dick aber zumindest ein ganzes Stück kürzer . Junge das macht mich ja ganz fickerig.

Ich war ziemlich nervös und hätte am liebsten sofort diesen komischen Kerl vernascht, oder notfalls irgendeinen Anderen.

Lange musste ich nicht warten, denn um 14 Uhr kam der miete-mich Kunde. Ein großer stabiler Mann um die Fünfzig, der einen gepflegten und sehr sympathischen Eindruck machte und auf den Namen Klaus hörte. Schnell hatten wir die finanzielle Seite geregelt und ich führte ihn ins chinesische Zimmer.

Er ging auf Socken mit schlabberiger Boxershorts bekleidet mit mir zum Badezimmer. Nicht unbedingt ein appetitanregender Anblick. Ein Badetuch wollte er nicht, weil er frisch geduscht sei, sagte er. Also reichte ich ihm ein kleines Handtuch und ging in mein Schlafzimmer um das Geld und meine Kleidung abzulegen.

Nach kaum drei Minuten öffnete sich mit einem kurzen Klopfen hinter mir die Tür und der Freier stand im Rahmen: „Ich bin fertig.“ Erklärte er freudestrahlend, sah mein Bett und fragte: „Machen wir es hier?“ weil ihn wohl mein Bettzeug irritierte.

Ich grinste, versuchte meinen Ärger zu verbergen, dass er so einfach in einen Raum platzte, dessen Tür die große Aufschrift: PRIVAT trug.

„Nein das ist mein Privatraum, nicht für Gäste gedacht. Wir gehen dahin wo du eben deine Sachen abgelegt hast. Komm!“ dabei schob ich ihn zur Tür hinaus, den Gang hinunter, in Richtung Massageraum.

„Kann ich doch nicht wissen.“ Maulte er beleidigt. „Hier kann man sich ja verlaufen. So viele Türen und Gänge. Und du warst nicht zu sehen. Da hab ich dich natürlich gesucht.“ Versuchte er sich zu verteidigen.

Ich gab mir Mühe freundlich zu bleiben, konnte mir dennoch einen tadelnden Ton nicht verkneifen. „Aber ich kann auch nicht wissen, dass du in zwei Minuten schon fertig bist? Bei mir dauert waschen länger.“

„Hab ich ja nicht. Nur gepinkelt. Ich dusche immer morgens zu Hause. Ich bin doch noch frisch. Zu viel duschen ist auch nicht gut.“ Rechtfertigte er sich.

Es verschlug mir die Sprache und wäre ich auch nur noch ein kleines bisschen geil gewesen, hätte diese Aussage mir den Rest Appetit verdorben. Welch ein Ferkel! Was glaubte dieser Penner denn? Das ich sein frisch bepinkeltes Teil anfassen oder gar in den Mund nehmen würde? Nie und nimmer!

„Tja, dann leg dich mal hin, den Rest mach ich dann.“ Wies ich ihn an und packte sofort das Kondom aus. Griffbereit stand ich vor ihm und wartete darauf, dass er endlich seine Schlabber-Unterhose fallen ließ.

Als er sich gemächlich dieses Monstrums entledigte hätte ich am liebsten laut gelacht. Ein niedliches kleines Kinderpimmelchen, von der Größe meines kleinen Fingers, hing schlaff zwischen einer langen Wolle, seinen Schamhaaren. Das Dingelchen würde in dem Kondom verschwinden, nicht mehr sichtbar sein.

Ach Gott- wie niedlich! Eines von seinen Haaren macht Pipi! dachte ich und wendete ihm kurz den Rücken zu, damit er mein schadenfrohes Grinsen nicht sah.

Der Sex, falls man es überhaupt so bezeichnen kann, war eine mittlere Katastrophe. Er lag rücklings auf der Matratze, ich blieb kniend neben ihm und verhinderte mit Händen und Körper dass er die Position wechseln konnte. Wenn er mich küssen wollte drehte ich den Kopf beiseite. Das kleine Pimmelchen war zwar steifer aber kaum größer geworden und rutschte in dem Gummi hin und her, dass ich es kaum zu fassen bekam. Ich versuchte es mit dem Mund, was mir Übelkeit verursachte und die Befürchtung mich gleich an der überschüssigen Gummipelle zu verschlucken. Kurz entschlossen zog ich das Kondom ab, warf es beiseite und rubbelte das klägliche Ding zwischen Daumen und Zeigefinger heftig.

„Ohaaaaa- ja das war aber eine mächtige Ladung. Toll!“ schrie er laut und ich glaubte Augen und Ohren nicht trauen zu können, weil ich weder fühlte noch sah was er meinte. Ich musste schon genau hinsehen um die drei Tröpfchen auf seinem Bauch zu erspähen, deshalb suchte ich die Umgebung ab. Weder auf den Badetüchern noch auf der dünnen Wolldecke, die ich immer als Unterlage benutzte, noch irgendwo anders im Umkreis der Matratze fand ich Spermaspuren. Der Kerl war ein Spinner.

„Möchtest du jetzt duschen?“ fragte ich als ich ihm die Serviette reichte.

Er griff zu seiner Schlabberunterwäsche und lehnte ab:“ Nein, lass mal, das mach ich zu Hause.“

„Klar, du duscht ja immer morgens.“ Konnte ich mir nicht verkneifen zu flachsen. „Also morgen früh wieder?“

„Stimmt!“ strahlte er.

Ich war fassungslos. Welch ein Widerling, er wusch sich nicht einmal.

„Es war wunderschön, mein Hübsche. Vielen Dank. Ich komme wieder.“ Sagte er zum Abschied und ich hoffte nur, dass er diese Drohung nicht wahr machen würde.

Nach diesem Vorfall war ich völlig abgekühlt, und ich brauchte dringend ein langes heißes Duschbad und einen großen starken Kaffee.

Lange konnte ich mich nicht von dem Schreck erholen, denn der nächste Kunde würde bald erscheinen.

„Na hoffentlich ist das nicht so ein Schmuddel. Igitt war das ein ekliger Kerl. Wie der erste Eindruck doch täuschen kann. Der sah so sauber aus. Bah Pfui.“ schüttelte ich mich noch einmal.

Gerade wollte ich meine Freundin anrufen um ihr von meinen Erlebnissen zu berichten, als dir Türklingel anschlug. Nanu, es war er kurz nach drei, das konnte noch nicht der Termin sein.

Schnell lief ich ins Wohnzimmer, dort stand der Monitor meiner Überwachungsanlage. Ein unbekannter Mann stand draußen.

Ich öffnete die Haustür und fragte: „Ja bitte?“

„Guten Tag. Mein Name ist Werner von der Bauaufsicht. Ich wollte mal überprüfen ob Sie das Gewerbe noch ausüben.“ Sagte der Fremde und machte einen Schritt auf mich zu um ins Haus zu kommen.

Ich vertrat ihm den Weg, sagte energisch: „Moment mal mein Herr. Was soll das denn? Ich habe Ihrer Kollegin Meinel doch die Gewerbeabmeldung zugeschickt. Das muss doch wohl reichen. Also warum sind Sie hier?“

Er lächelte ironisch, blieb aber im Ton freundlich als er erklärte: „Ja das mag sein, aber Papier ist geduldig. Ob Sie aber das Gewerbe wirklich eingestellt haben, das ist hier die Frage und das habe ich zu überprüfen. Das ist meine Aufgabe.“

Jetzt wurde ich einen Ton lauter, auch mit leichter Ironie in der Stimme als ich ihm vorschlug: „Dann versuchen Sie das mal zu klären. Aber von draußen. Denn hier kommen Sie nicht rein. Das ist jetzt nur noch meine Privatwohnung, zu der ich Ihnen keinen Zutritt gewähren muss. Und ihre Frau Meinel werde ich gleich mal anrufen und fragen, was sie denn glaubt, wie Sie mein lieber Herr Werner, feststellen können ob ich hier noch Massagen mache oder nicht? Ich lasse mich doch nicht von Ihnen tyrannisieren. So, das war meine Antwort. Auf Wiedersehen.“ Damit schlug ich ihm die Tür vor der Nase zu.

Ich sah im Monitor noch eben seine Rückseite bevor er aus meinem Blickfeld verschwand.

Nur Minuten später klingelte es erneut. In der Annahme dass der Bauaufsichtsmensch noch einmal zurückgekommen sei, war ich wütend zur Tür gestürmt. Erbost riss ich die Haustür auf und wollte gerade schimpfen, als ich in das hübsche Gesicht eines blonden, blauäugigen jungen Mannes blickte.

Gut das ich mich noch gebremst hatte.

„Hallo, ich bin der Lars.“ Sagte er während er eintrat.

Am liebsten hätte ich geantwortet: Donnerwetter. Der liebe Gott hat ein Einsehen. Das ist doch mal eine Belohnung. Komm rein du Sahneteilchen. Dich vernasch ich jetzt auf der Stelle.

Stattdessen flötete ich: „Hallo Lars, schön dich zu sehen, komm doch rein.“ Wie blöd von mir, er war ja schon in der Diele. Aber ich war einfach zu überrascht einen so gutaussehenden Mann bedienen zu dürfen. Ja, tatsächlich, ich durfte ihn massieren. Toll. Mir lief der Sabber im Mund zusammen.

„Dir ist aber klar dass ich dich massiere? Das hattest du doch richtig verstanden?“ vergewisserte ich mich noch einmal.

Erstaunt antwortete er: „Ja. Sicher. Mache ich den Eindruck, dass ich nicht gut höre?“

„Nein, nein. Aber ich erinnere mich gar nicht an dein Gesicht. Normalerweise habe ich ein sehr gutes Gedächtnis, wenn ich jemanden schon einmal gesehen habe, weiß ich das in der Regel auch. Oder war ich nicht hier als du bei der, sagtest du Kathi, warst?“ wunderte ich mich einen so schönen Kerl nicht erkannt zu haben.

Er lächelte, dass ich glaubte die Sonne gehe auf, und seine Antwort ging mir runter wie Öl: „Doch du hast mir auch die Tür geöffnet. Eben deshalb war ich angenehm überrascht, dass du mich massieren wirst. Damals wollte ich das auch gerne, aber du hast das abgelehnt.“

Junge, Junge, das werde ich, ich werde dich massieren, das dir das Toupet wegfliegt, dachte ich und grinste in diebischer Vorfreude.

Das Romantik - Zimmer erschien mir der richtige Rahmen für den Süßen zu sein, also brachte ich ihn dort hin.

„Oh, das ist aber schön eingerichtet. Klasse.“ staunte Lars und betrachtete die große Wandtapete mit den barocken Nymphen im Garten. Der kristallene Kronleuchter und die altweiß- vergoldeten Chippendale-Möbel passten zu dem Ohrensessel aus rot-geblümtem Samt und dem weißen Engel mit goldenen Flügeln auf einem passenden Sockel.

„Eine Stunde sagtest du?“ fragte ich als er sich ausziehen wollte.

Er griff in die Tasche, reichte mir zusammengelegte Scheine und entschuldigte sich: „Sorry, natürlich erst das Geld. 90 nicht wahr? Aber ich würde gerne erst duschen, ich komme von der Arbeit. Darf ich?“

Als er sich auszog blieb mir die Spucke weg, hatte der Mann einen super Body. Zwar war er nicht groß, vielleicht 1,73 m, hatte aber einen durchtrainierten, trotzdem stabilen und schön geformten Körper mit Waschbrettbauch. Außerdem war er Sonnengebräunt und bei seinen Bewegungen spielte jeder Muskel deutlich sichtbar unter seiner Haut. Wow, ein Mann zum anbeißen.

Er duschte ausgiebig, während ich bereits mit dem üblichen Badetuchwickel in der Diele auf ihn wartete. Die Frische der Duschcreme roch ich noch als er sich bäuchlings auf die Matratze legte. Ich schaltete die große Beleuchtung aus, nur die Rotlichtlampe hinter meinem lebensgroßen Engel mit dem Amorbogen ein und machte die Relaxmusik an.

Sanft drückte ich seine Beine auseinander und hockte mich dazwischen.

Welch ein Anblick! Da lag dieses Sahnebällchen in seiner ganzen Pracht vor mir, war meinen Händen und Wünschen hilflos ausgeliefert und wollte nur eine Massage, sonst nichts. Welch eine Verschwendung. Zwar hatte ich sein bestes Stück nur in schlaffem Zustand gesehen, wusste nicht ob es sich lohnen würde ihn zu genießen, aber das war mir in diesem Moment egal. Sein schöner Körper verführte jede Frau mit Gefühl zum Träumen. Der Mann war eine Sünde wert. Ich fühlte die Feuchtigkeit zwischen meinen Schamlippen austreten.

Und wie er sich anfühlte, seine Haut war Seidenweich, obwohl ich jeden Muskel darunter fühlte als ich ihn sanft streichelte. Ich musste mich gedanklich zur Ordnung rufen, deshalb begann ich die Massage an seinen gepflegten Füßen, nachdem ich warmes Öl auf seinen Beinen verteilt hatte.

Langsam arbeitete ich mich über die muskulösen Beine zu seinem Knackarsch hoch. Klein, rund und fest lag dieser süße Hügel vor mir, als ich ihn etwas kräftiger knetete glaubte ich ein Entgegenkommen zu spüren. Deshalb streichelte ich zärtlich mit einem Finger zwischen seine kernigen Pobacken von oben nach unten. Er zuckte leicht und ich sah dass er seinen Gesäßmuskel anspannte. Ich unterdrückte meine Erheiterung, am liebsten hätte ich gekichert. Die typisch männliche Reaktion wenn es um deren Hinterteil ging. Die automatische Ablehnung auf anale Berührung, war auch bei Lars sofort zum Vorschein gekommen.

Okay mein Freund, dann will ich doch mal testen ob du an deinem Goldstück auch so empfindlich bist und mit Abneigung reagierst. Ich denke nicht, dachte ich und war froh dass er mein schelmisches Grinsen nicht sehen konnte.

Mein nun schon üblicher Griff, nach der Innen-Schenkel-Massage die Hoden zu greifen, wurde von Lars mit einem kleinen Seufzer honoriert. Es gefiel ihm dass ich seine Eier kraulte, denn er hob den Unterleib leicht an um mir einen besseren Zugang zu ermöglichen. Schnell schlich sich meine freie rechte Hand von der Seite unter seinen Bauch und ich fühlte die Härte seines Gliedes. Fast erschrocken ließ der überraschte Mann seinen Unterkörper wieder fallen dass ich nur noch schnell meine Hand zurück ziehen konnte.

Aha, der Herr war sensibel, er liebte keine Überraschungsangriffe?

Also war es besser langsam weiter aufzubauen.

Ich nahm das Ölfläschchen und tropfte ein wenig auf seinen schönen Rücken, und rieb liebevoll seine Rückseite von der Taille bis zum Nacken bis das Öl eingezogen war, dabei setzte ich mich auf seinen gut gepolsterten Po und bewegte sein Gesäß mit dem Meinen.

Dann schüttete ich ausreichend Öl in meine Hände um es über seine Arme bis zu den Händen zu verstreichen. Ich legte mich lang auf ihn, massierte die Arme, seine Hände auch zwischen den Finger in dem ich sanft unsere Hände gegeneinander rieb. Gleichzeitig bewegte ich meinen Busen über seinen Oberkörper und mit dem Kinn massierte ich seinen Nacken.

Lars bemühte sich ruhig zu atmen, blieb ganz steif mit geschlossenen Augen liegen, aber ich sah dennoch sein glückliches Lächeln als er meine Brust auf seinem Körper fühlte. Zart knabberte ich an seinem Ohr und hauchte ihm die Andeutung eines Kusses auf die Wange. Er roch leicht nach einem herben Eau de Cologne. Der Geruch machte mich total an, ich sog ihn genüsslich ein.

Nach einer Weile rollte ich von ihm runter, kniete neben ihm und bat ihn leise: „Drehst du dich bitte um?“

Fast geräuschlos stieß er beim Wenden den angehaltenen Atem aus und dann sah ich seinen mittelgroßen geraden Schwanz, der kräftig und steif hoch aufgerichtet stand. Lars hielt die Augen fest geschlossen und ich konnte mich des Eindrucks nicht verwehren dass es ihm etwas peinlich war in dieser Position vor mir zu liegen.

Genüsslich betrachtete ich das stramme Gerät, dabei massierte ich seine Beine, wieder hauptsächlich die Innenseiten bis in die Leisten, wobei ich immer absichtlich an den Hoden vorbeistreifte.

„Es macht Spaß dich zu massieren. Du hast einen super Body. Sicher machst du sehr viel Sport?“ versuchte ich sein Schamgefühl etwas zu mindern.

„Ja, drei bis vier mal wöchentlich Bodybuilding. Man muss was tun um fit zu bleiben in meinem Alter.“ Erklärte er, öffnete die stahlblauen Augen und sah mich mit verklärtem Blick an.

Mensch Junge, du bist ja genau so geil wie ich. Sag was und ich vernasch dich auf der Stelle, dachte ich und lachte süffisant: „Na ja, von Alt kann ja wohl kaum die Rede sein. Mit deinen 30 musst du dich noch nicht so anstrengen. Konkurrenz brauchst du doch bestimmt nicht zu fürchten.“

„Nettes Kompliment, danke. 30 wäre ich gerne noch einmal. Ich bin 43, da ist der Kampf gegen die Altersbeschwerden schon voll im Gange.“ Wehrte er grinsend ab.

Total überrascht erwiderte ich: „Was 43? Das hätte ich nie gedacht. Donnerwetter du hast dich aber gut gehalten.“

Geschmeichelt antwortete er: „Danke, danke, aber das Kompliment kann ich nur erwidern. Du siehst auch sehr attraktiv und fit aus.“

Kommentarlos nahm ich das hin, obwohl ich am liebsten gefragt hätte: und warum fickst du mich denn nicht, wenn ich dir so gefalle?

Stattdessen wechselte ich sicherheitshalber die Position, um seinem seltsamen Blick zu entgehen, der mich zu fragen schien: willst du es auch?

„Kannst du bitte ein wenig nach unten rutschen?“ bat ich und hockte mich in die Über-dem-Kopf-Position.

Ich saß wieder breitbeinig am Kopfende, sah hinunter auf sein ebenmäßig schönes Gesicht mit der schmalen Nase, dem vollen Mund und dem markanten Kinn welches ein kleines Grübchen in der Mitte hatte und begann seinen Nacken, Haaransatz und Schläfen zu massieren.

Lars hielt die Augen geschlossen und ließ ein kleines Seufzen hören, als ich liebevoll sein Gesicht streichelte. Stirn, Wangen, Nase und Kinn, sowie über seine leicht geöffneten Lippen tasteten meine Fingerspitzen mit zarter Hand.

„Wenn dir etwas nicht gefällt, sag es mir bitte.“ Flüsterte ich und beugte mich dabei so tief über ihn, dass mein Atem sein Gesicht streichelte.

Lars öffnete die Augen, sah meine Brüste nur wenige Zentimeter über sich baumeln und stöhnte sehnsüchtig: „Das ist aber jetzt gemein.“

„Was meinst du?“ fragte ich in unschuldigem Ton, obwohl ich sein heißes Verlangen erkannte.

Langsam senkte ich meinen Oberkörper, so dass eine Brustwarze leicht seine Lippen berührte. Blitzschnell öffnete er den Mund, saugte sich an der Warze fest und umklammerte hart und fest meinen Rücken, damit ich mich ihm nicht wieder entziehen konnte. Er war stark. Vor Geilheit stöhnend genoss ich es, während ich mich zart an seinem Bauch entlang bis zu seinem steifen Glied vortastete. Als ich seinen harten Schwanz berührte stöhnte er laut auf. Es war unverkennbar eine freudige erleichterte Reaktion, dass ich endlich an seiner heißesten Stelle angekommen war.

Nach einer Weile löste er etwas den harten Griff und ich entzog ihm meine Brüste in dem ich mich lang streckte so dass meine Muschi seinem Mund ganz nahe kam. Lars hatte jede Hemmung überwunden, er sagte fordernd: „Komm her, gib sie mir!“ zog meinen Unterkörper tief zu sich hinunter und fuhr mit seiner Zunge schlürfend zwischen meinen Schamlippen hindurch, bis er meinen Kitzler erreichte, den er mit festem Druck bearbeitete.

Mit einem erleichterten Aufschrei fühlte ich den ersten Schwall ausfließen, und sah in diesem Moment seinen Schwanz direkt vor meinem Gesicht hoch aufgerichtet stehen. Der Penis war zum platzen gespannt, dass seine Vorhaut die komplette Eichel freigegeben hatte, die jetzt prall und purpurrot leuchtete.

Ich leckte zart darüber, dass er laut aufstöhnte: „Ja, oh ja. Ja, ja, oh ja!“ was mich so geil machte, das ich meinen Mund weit öffnete und seinen Schwanz ganz tief aufnahm. Ich saugte und lutschte im Wechsel und fand es so köstlich das ich gar nicht bemerkte wie sich sein Unterkörper leicht anhob. Als er meinen Kitzler feste ansaugte, gleichzeitig seinen Mittelfinger in meine Scheide schob, damit kräftig in mir rubbelte, und er mir in den Mund spritzte, wurde mir erst klar, dass er kurz vor der Explosion gewesen war. Völlig überrumpelt schluckte ich seinen Saft und kam gleichzeitig ebenfalls erneut zum Erguss.

Wir waren beide etwas verdutzt über die Heftigkeit unserer Reaktion, mit welcher Gier wir uns aneinander gekrallt hatten, dass ich unbeholfen nach der Papierrolle suchte und ihm diese reichen wollte.

„Danke, ich brauche kein Papier, ich tropfe nicht, ich bin trocken.“ Lehnte er verlegen ab. „Aber darf ich noch mal kurz das Bad benutzen?“ fragte er.

Ich nickte nur und öffnete ihm die Tür.

Als er zurückkam bot ich ihm Mineralwasser an und blieb wartend auf der Matratze sitzen.

Nach einem Blick auf die Uhr griff Lars seine Kleidung und erklärte, während er sich anzog. „Gut, das hat ja nicht ganz so lange gedauert, da kann ich noch etwas Wichtiges erledigen. Sei nicht böse, ich zieh mich jetzt wieder an.“

Nachdem ich mich geduscht hatte, musste ich mich erst einmal lang legen. Mit der üblichen großen Tasse Kaffee legte ich mich auf die Couch und versuchte das Fernsehprogramm zu verfolgen. Die Bilder bewegten sich vor meinen Augen, ohne dass ich deren Bedeutung wahr nahm. Stattdessen lief die letzte Massage wie ein Film in meinem Kopf ab.

Ihm war seine Geilheit und der Endspurt peinlich gewesen, oder warum hatte er es sonst plötzlich so eilig? Fast geflüchtet war er nachdem er abgespritzt hatte. Hatte ich einen Fehler gemacht? Mir den Kunden vergrault? Aber er wollte es doch auch, oder warum war er so heiß geworden, dass er mich so heftig geleckt hatte, dass ich dachte er frisst mich auf? Wieder hatte ich die Stunde nicht eingehalten, deshalb war wegen meiner eigenen Ungeduld und meinem Verlangen nach Sex, die Sache aus dem Ruder gelaufen.

Aber nein, was war denn passiert? Nichts! Leider! Wie gerne hätte ich seinen harten Schwanz in mir gespürt, hätte mich mit ihm im Schweiße unserer Körper bis zur Ekstase über die Matratze gewälzt, gespürt wie unser Münder sich beim Zungenspiel ineinander festsaugten und ich dabei seinen Speichel getrunken hätte. Lars wäre genau das Richtige gewesen um meine Geilheit zu befriedigen und meine Hitze abzukühlen. Stattdessen musste ich weiterhin versuchen meine Sehnsucht nach körperlicher Nähe und sexueller Erleichterung zu besänftigen.

Welch ein Pech.

Aber da war doch mein Profil bei vögeln. Vielleicht hatte sich da Jemand interessantes gemeldet. Ich eilte sofort zu meinem Schreibtisch um den PC einzuschalten.

Zwar waren wieder eine nicht unbeträchtliche Anzahl Mails in meinem Nachrichtenspeicher, aber nach gründlicher Durchsicht war nichts Ansprechendes dabei. Ich war ein wenig enttäuscht und las gelangweilt noch einmal die alten Nachrichten durch.

Dieser komische Vogel, mit dem Nicknamen „hamiltonmercedes“ fiel mir erneut auf. Diese blöde Kaffeetasse und sonst nichts wurde für mich immer rätselhafter. Was wollte der Kerl mir damit sagen? Wie hieß er noch? Mario! Mietboy Mario. Wie Mietboy? Wollte der eventuell auch noch Geld haben? Ach nein, da stand ja in seinem Profiltext, kostenlos. Der Kerl bereitete mir Kopfzerbrechen. Warum?

Bevor ich länger darüber nachdenke, schreib ich ihm einfach mal. Jawohl. Also antwortete ich auf seine Mail: „Wie soll ich das verstehen? Willst du mich zum Kaffee einladen?“

Gespannt wartete ich auf die Antwort. War er überhaupt online? Ja, in der linken Rubrik der grüne Punkt war die Sichtbarkeitsanzeige. Er leuchtete, das hieß, dieser Mario war online.

Schon wenige Minuten vergingen und ich bekam die Meldung: „Sie haben 1 neue Nachricht.“

Tatsächlich hatte er geantwortet. Das ging aber schnell. Ich wurde ganz zappelig als ich dann las: „Hallo und guten Tag, schöne Frau. Wie geht es denn so? Lg Ma“

Ich war enttäuscht. Das war alles? Aber was hatte ich denn erwartet? Das wusste ich selbst nicht. Doch dann kam schon die zweite Nachricht von Mario hinterher: „Ja gerne. Soll ich morgen früh um 6 Uhr mit Brötchen und Kaffee kommen? LgMa“

„Du bist mir vielleicht einer, erst schickst du mir nur eine Kaffeetasse und dann willst du gleich zum Frühstück kommen? Nee du, das ist mir zu schnell und auch zu früh. Zu Bäckerszeiten schlaf ich noch.“ sendete ich als Antwort.

Vergeblich wartete ich auf seine Reaktion, und ich musste nach einer ganzen Weile feststellen, dass sich hinter seinem Profilnamen der Punkt verwandelt hatte. Aus dem Grünen war ein roter Punkt geworden. Das Zeichen für Abwesenheit. Mario hatte sich ausgeloggt. Kommentarlos? Komischer Kauz. Höflichkeit hatte man ihm offensichtlich nicht in die Wiege gelegt.

Das ganze Wochenende verbrachte ich bei meiner Tochter und ihrer süßen Kleinen. Rabea arbeitete seit kurzem in einem Altenpflegeheim als Pflegehelferin. Das hieß für mich, wenn sie jedes 2te Wochenende Dienst hatte, das ich Rubina beaufsichtigte. Weil das Wetter derzeit einfach zu kalt, mal mit Regenschauern oder Schneetreiben nicht zum rausgehen einlud, zogen sich die beiden Tage langweilig zäh hin.

Als ich montags vormittags nach Hause kam war meine erste Beschäftigung den Hauseingang von der leichten Vereisung zu befreien. Meine Erdgeschosswohnung hatte einen separaten Seiteneingang der über eine kleine Treppe erreichbar war. Weil diesen Eingang nun zwei Tage und Nächte niemand benutzt hatte, war der Regen in der Kälte zu Eis gefroren. Mit einer kräftigen Ladung Salz würde die dünne Eiskruste aber schnell aufgetaut sein.

Schnell drehte ich alle Heizköper höher, schaute nach ob die Massageräume in Ordnung waren und begann mein Stylingprogramm.

Als ich endlich alles erledigt hatte, öffnete ich total gespannt mein vögeln-Profil und war über die Fülle der Nachrichten überrascht. In den zwei Tagen waren 35 Mails bei mir eingegangen. Das fand ich sehr erfreulich, denn da mussten doch mal ein paar Termine bei rauskommen und vielleicht auch mal netter Mann dabei sein, der mir privat gefallen könnte.

Sofort sprang mir ein Absender ins Auge „hamiltonmercedes“. Aha, Mario hatte geschrieben. Warum wurde ich denn so nervös? Unsinn, doch nicht wegen diesem Komiker? Trotzdem las ich seine Mail zuerst.

„dann kann ich erst am Samstag, wenn dir das zu früh ist. Sag mir wann und wo. Lgma“

Spontan antwortete ich „am Wochenende arbeite ich nicht- nur mo-fr und nur von 11- 19 Uhr- wenn du zu den Zeiten nicht kannst, dann wird es nichts- Bussi Julia“

Erst als ich die Mail gesendet hatte sah ich dass er einen roten Punkt hatte. Er war abwesend. Schade. Aber sicher würde er mir antworten sobald er online war. Außerdem was sollte das? Der Kerl war eh hässlich, überhaupt nicht mein Fall, also wäre es auch nicht so tragisch wenn er sich nicht mehr melden würde. Doch, schade wäre es schon. Irgendwie machte mir die Kommunikation mit ihm Spaß.

Belüg dich nicht selbst, mein Mädchen. Du bist geil auf seine 22 Zentimeter. Das ist es, du bist geil und fantasierst schon von einem großen dicken Schwanz. Und den hat dieser Mario, falls seine Angabe stimmt, dachte ich und schmunzelte in mich hinein.

Unter den anderen Schreibern fand ich 2 Interessenten für ein Date. Ein Manfred mit dem doofen Pseudonym „Knutschbumser“ fragte wie hoch mein Taschengeld sei und ob ich am Dienstag um 10 Uhr einen Termin frei hätte. Er kam aus Leverkusen, war 44 Jahre, mollig und verheiratet. Wie konnte es auch anders sein, die meisten Ehemänner wurden von ihren Frauen gut gemästet, damit ja keine Andere das gute Stück angrabschen wollte.

Manfred war zwar auch nicht online aber dennoch schrieb ich ihm: „hallo Manfred, über deine Mail habe ich mich sehr gefreut, aber 10 Uhr ist mir ein wenig zu früh, ich halte dir den Termin für morgen Vormittag 11 Uhr gerne frei- geht das auch? Bitte gib mir Nachricht- schicke dir dann die Adresse, oder ruf mich kurz an. Bussi Julia“

Gerade wollte ich die Mail des zweiten Date-Interessenten beantworten, als mein Handy klingelte. Ich sah eine unbekannte Mobil-Nummer im Display.

„ Ja? Hallo?“ fragte ich.

„Hallo? Ich hab dich bei vögeln gesehen. Du bist doch Bodytouch? Hier ist Nico, Kann ich morgen um 12 kommen? Was nimmst du denn die halbe Stunde? Und wie heißt die Straße, wo.... „

„Stopp, stopp. Mach mal bitte langsam!“ unterbrach ich seinen Wortschwall. „Also Nico, erstens mache ich keine Kurz-Termine und zweitens würde ich gerne wissen mit wem ich zu tun habe, sag mir mal deinen Namen bei vögeln.“ wollte ich mich vergewissern dass ich es nicht mit irgendeiner behördlichen Überprüfung zu tun hatte.

Er lachte: „Ist klar, verstehe ich. Ich bin der „Pussylecker39“. Hab dir zwei Mails geschrieben. Morgen hab ich in deiner Nähe zu tun, muss da was ausliefern, danach wollte ich ne geile Nummer schieben. Bist du rasiert? Kann man ja nicht sehen auf deinen Fotos. Geile Titten hast du ja und die Figur ist auch klasse. Bist du wirklich 51? Dafür hast de dich aber gut gehalten, alle Achtung. Also was ist jetzt mit Morgen Mittag?“

Ein wenig ungeduldig antwortete ich: „Nico, ich schreibe dir die Adresse per Mail. Ich will mir erst mal dein Profil ansehen. Okay? Den Termin kann ich dir dann auch bestätigen, um die Zeit habe ich nichts anderes vor. Also, wahrscheinlich bis Morgen. Tschüß Nico.“ Ich wartete seine Antwort nicht mehr ab, der Kerl war mir zu anstrengend, der redete nicht nur viel sondern auch noch schnell wie ein Wasserfall.

Leute gibt es. Hier macht man ja vielleicht Erfahrungen. Junge, Junge.

dachte ich und wollte mich gerade abwenden als ich eine neue Nachricht bekam.

Sie war von „hamiltonmercedes“. Erfreut las ich.

„hallo, guten Tag, dann werde ich dich nächste Woche besuchen wenn ich einen freien Tag habe. Ich melde mich. Lgma“ schrieb er.

Na also, geht doch. Man muss sich nur gleich von Anfang an die Männer erziehen. Wäre doch gelacht. Aber er fragte gar nicht wie viel es kostet. Seltsam. Oder er hatte es nicht nötig zu fragen? Konnte sich vielleicht erlauben mal eben so nen Hunderter springen zu lassen? Egal, das würde sich zeigen.

Froh gestimmt öffnete ich die Mails von diesem Nico. Was der alles wollte, und wie er sich ausdrückte ging mir schon gegen die Natur. Auf die ganz ordinäre Art fragte er: „was nimmst du denn für ne geile halbe Stunde? Ich steh auf Arschficken- in den Mund spritzen mit Schlucken, und deinen Natursekt trinken find ich auch geil. Du bläst doch ohne Gummi? Ich ruf dich morgen mal an. Geile Titten hast du, da will ich auch drauf spritzen. Ich könnte mir jetzt glatt einen runterholen. Süße- ich will dich ficken. Dein Nico“

Unmöglich primitiv und ordinär. Na dem würde ich was erzählen!

Ich antwortete: „ Lieber Nico, hast du sonst noch Wünsche die du alle in einer halben Stunde erledigen willst? Also, alles was du bevorzugst, lehne ich ab. Ich mache kein AV und in den Mund? Nein! Du kannst mit mir ganz normalen Sex machen, oral- küssen- Verkehr natürlich mit Schutz, Und sonst noch etwas? Nein. Außerdem läuft bei mir nichts unter 1 Stunde und die kostet 100 E. Noch Fragen? Nach der Adresse vielleicht? Dann melde dich. Gruß Julia.“ So dem hatte ich es mal gegeben, so ein Primitivling.

Meine gute Laune war hinüber, ich musste etwas zur Hebung meiner Stimmung tun, also schloss ich den PC und rief ich Esther an.

Nachdem ich ihr die Höhen und Tiefen meiner letzten Erfahrungen berichtet hatte, sie sich köstlich über Pippi-Klaus und die ulkigen Pseudonyme der Sex-Foren-Nutzer amüsiert hatte meinte sie: „Also ehrlich, ich muss dich bewundern, ich könnte das nicht. Natürlich ist das auch kein Wunschkonzert, für Kohle zu poppen. Die Freier sind nicht zum Aussuchen. Da kommen nicht nur die Leckerchen, nee, auch die ekligen Arschlöcher, aber damit musst du klar kommen. Die Erfahrung hast du doch schon in dieser Branche hinter dir. Ein bisschen aussortieren kannst du ja immer, musst schließlich nicht alles nehmen. Dass der finanzielle Erfolg noch sehr mager ist, was da bisher bei rumgekommen ist, das ist zwar richtig, aber du darfst nicht vergessen dass du ja erst am Anfang bist. Ich denke, das wird wesentlich besser werden. Wenn du in den paar Tagen schon so viele Anfragen auf vögeln.de gekriegt hast, wird da sicher noch einiges auf dich zukommen. Aber ich finde ja immer noch, dass du mit der Altersangabe zu sehr gemogelt hast. Ruth, du siehst ja wirklich nicht so alt aus, aber 51, das ist meiner Meinung nach zu krass. Okay, die meisten Männer gucken in ihrer Geilheit sowieso nicht so genau hin, aber wundere dich nicht wenn dir mancher an der Tür wieder abhaut. Tja, du musst es selbst wissen. Also, das du so heiß bist, entschuldige, ich gönne dir ja dein Vergnügen, aber nee, ich könnte das wirklich nicht. Pfui, wenn ich schon daran denke, so ein Kerl wollte mich anpacken. Ich würde ihn in die Eier treten. Nee- ich fahre lieber meine Transporte.“

Esthers Abneigung ließ mich laut lachen: „Ich hole nach, Esther. Die letzten acht Jahre, die ich mit einem Sextrottel verbracht habe. Wo ist der Unterschied? Ich sehe den nicht mehr. Mann ist Mann, mal dünn, mal dicker, aber in einem sind sie alle gleich, sie sind geil und wollen poppen. Okay, sollen sie haben. Aber nicht mehr umsonst. Mit mir nicht mehr. Nö, ich habe jahrelang nur still gehalten und das auch noch umsonst. Jetzt hol ich mir mein Vergnügen und dafür gibt es auch noch Geld.“ Amüsierte ich mich.

Weil ich wusste das meine Freundin es gut mit mir meinte, wurde ich ernsthaft und widersprach ich ihr energisch: „Nein, ich finde 51 ist genau das richtige Alter. Reife Frauen sind derzeit sehr gefragt. Es gibt schon einige Privat-Puffs, die nur Weiber ab 50 nehmen. Hab in Passau eine 62 jährige kennen gelernt, die sah aus wie so eine dicke alte Mama, hatte einen dicken ausgeleierten Bauch von mindestens 10 Schwangerschaften, Hüften und Arsch wie ein Brauereipferd, Titten wie ne tragende Milchkuh und selbst blondierte dauergewellte Oma-Löckchen. Du, die hat verdient wie Sau. Unglaublich. Die Kerle sind pervers, das ist ja nichts Neues. Aber wenn so Eine noch ankommt, dann muss eine attraktive gut erhaltene Frau in den 50zigern, doch der Renner sein, da müssen die Männer Schlange stehen, denke ich. Und wenn mir mal einer abhaut, und? Das passiert selbst 18jährigen Teenies. Darüber mach ich mir keine Gedanken. Nee, das ist schon gut so. Außerdem ändern kann ich das immer noch, wenn es sein muss.“

„Aber du bist nicht in den 50zigern. Na gut, okay, wenn die dicken Omas gut verdienen, wirst du bestimmt richtig absahnen. Hi hi hi, mach sie fertig, Baby!“ prustete sie mit gluckernder Stimme.

Über 2 Stunden diskutierten und beratschlagten wir, bis wir heiße Ohren hatten und uns einig wurden, die Fortsetzung auf den nächsten Tag zu vertagen.

Weil es noch früh am Nachmittag war, ich mir mal etwas Gutes tun wollte, ging ich in die nahegelegene City. Ganz verschwenderisch bestellte ich mir bei Douglas mein heißgeliebtes „Paris“ von Yves Saint Laurent zu einem Horrorpreis und kaufte mir ein weißes sexy Spitzenhemdchen, auf den passenden Stringtanga verzichtete ich jedoch. Hi hi hi, ich und ein String, nee, ich bin schon verrückt genug! Und das in dem Alter! Ne verrückte geile Omi. Wenn das die Freier wüssten, dachte ich, vor mich hin grinsend.

Noch über eine Stunde bummelte ich durch die Fußgängerzone und begutachtete hauptsächlich die schöne Unterwäsche in den Geschäften. Zum Schluss fand ich einen Asia-Shop in dem ich mich nach einem Kimono erkundigte. Was man mir zeigte gefiel mir nicht, die Farbe, Länge, Muster sagten mir nicht zu, so dass ich den Laden enttäuscht verließ. Ich dachte schon länger daran, die Kunden in einem schönen Kimono auf HighHeels mit Dessous darunter zu empfangen. In den letzten Wochen hatte ich jeden Morgen das Problem: was zieh ich an um auf den ersten Blick sexy zu wirken? Da ich gleich im Außenbereich stand, weil ich einen eigenen ebenerdigen Hauseingang hatte, konnte ich nicht in Unterwäsche die Tür öffnen. So ein kurzer roter oder schwarzer Kimono wäre sicher ein reizvoller und dennoch normaler Anblick. Aber blau und lang entsprach nicht meinen Vorstellungen. Also weiter suchen.

Ein dickes Stück Torte sollte mir den restlichen Tag versüßen, also tätigte ich in der Bäckerei den abschließenden Einkauf.

An diesem Montagabend ging ich früh schlafen.

Nach einem wilden Traum, in dem ich inmitten mehrerer Männer, von großen stehenden Schwänzen umgeben, nicht zum Sex kam und ausgehungert den Anderen zusehen musste, wurde ich missgestimmt früh wach.

Noch im Bademantel, mit meinem üblichen Kaffeepott, saß ich kaum von der Toilette zurück am Computer.

Ich hatte 6 neue Nachrichten auf meinem Profil.

Von „Hamiltonmercedes“ war die Erste, die mir ins Auge stach.

Ich suchte seine Nachrichten schon. Wieso? Welch ein Unfug, der komische Typ war doch nichts für mich. Aber 22 Zentimeter- das wäre es doch jetzt.

Wie bitte? Um 3.Uhr 16 Minuten hatte er die Mail geschrieben? Der war aber noch heißer als ich. Schön. Ich grinste geschmeichelt vor mich hin.

„Hallo, ich kann voraussichtlich am Freitag frei bekommen, wann hast du dann Zeit? Lgma“ fragte der 22 Zentimeter-Mann an.

Ja, nun wurde es aber Zeit die Finanzen zu regeln. Aber oh Schreck, ich hatte ja meinen Op-Termin ganz vergessen, das war doch morgen früh um Neun. Nee, da fiel aber der Freitag ins Wasser. Überhaupt die ganze Woche würde ausfallen. Mit einer Hand massieren ging nicht und mit Schmerzen bumsen ebenfalls kein angenehmer Gedanke. Shit.

Also antwortete ich „Hallo Mario- nein leider geht das nicht. Ich werde morgen Vormittag an der linken Hand operiert, nur ein kleiner Eingriff. Aber ich denke dass ich mit Schmerzen keine Sexgelüste haben werde. Das müssen wir verschieben. Oder kannst du heute noch? Heute hätte ich Bock auf dich. Bussi Julia“

Ich hatte schon auf „senden“ gedrückt als mir einfiel, dass er das vielleicht gar nicht rechtzeitig las. Wie dumm von mir, was er wohl denken würde, bekäme er die Mail erst morgen? Egal, was kümmerte mich das? Danach stylte ich mich erst Mal schnell, bevor ich weitere Mails öffnete.

Die anderen Emails waren zum größten Teil uninteressant für mich, weil es wieder nur Anfragen nach Kosten und Zeiten waren. Die Männer waren echt zu blöd zu lesen. Ganz deutlich unter meiner Rufnummer standen meine Arbeitzeiten. Montags bis Freitags von 11 bis 19 Uhr.

Mein Blick auf die Uhr zeigte mir, dass ich von Manfred, dem Knutschbumser, versetzt worden war. Es war fast 12 Uhr da wäre eigentlich schon der nächste Termin fällig. Wenn ich in diesem Forum war, konnte ich mich so beschäftigen, dass ich jedes Zeitgefühl verlor. Der Nächste um 12 wäre dieser Nico, der käme bestimmt nicht. Eine Antwort auf meine Mail von gestern hatte ich nicht in meinem Nachrichtenspeicher. Also war ich sicher, dass der zweite Termin heute auch noch platzen würde. Nur noch zehn Minuten, dann wusste ich ob ich recht hatte. Also blieb ich online- durchforstete mal alle Kontaktmöglichkeiten, machte mich besser vertraut mit meiner neuen Werbung. Wie ich es schon geahnt hatte kam dieser Penner von Nico auch nicht, was mich nicht unbedingt traurig stimmte, weil er schon am Telefon eine Kostprobe seiner schlechten Manieren zum Besten gegeben hatte. Solche Idioten musste ich nicht in meinen Kundenkreis aufnehmen. Der sollte schon nur aus wirklichen Gentlemen bestehen, wie ich es auch in meinem Profiltext geschrieben hatte. Ich fand den Text sehr gut gelungen, las es noch einmal:

„Als reife verwöhnte Lady liebe ich potente, smarte gepflegte Gentlemen (ab 30 J), die sich für die schönste Sache der Welt Zeit nehmen und sich auch gerne mit einer einfühlsamen Massage stimulieren lassen aber auch ausdauernd, geil, geschickt, leidenschaftlich und zärtlich genug sind, um eine heißblütige Frau wie mich zu befriedigen. Denn auch ich will den Sex genießen. Bei Interesse bitte anrufen, beantworte Mails nur 1x- sms gar nicht. (mache lieber was schöneres.)“

Auf meinem Monitor erschien die Meldung: Sie haben eine neue Nachricht.

Meine Ahnung bestätigte sich, „hamiltonmercedes“ hatte geantwortet.

Aufgeregt öffnete ich die Mail und las überrascht: „Hallo, guten Tag, Bock auf dich hab ich auch, aber ich kann erst morgen früh gegen 5-6 Uhr kommen, ich muss leider vorher noch arbeiten. Also wenn du mich willst, noch vor deiner OP, dann heute Nacht. Lgma“

Ich sah auf die Uhr, es war kurz vor 13 Uhr, wann arbeitete denn dieser Mann? Normale Leute haben jetzt Mittagspause und am frühen Abend ist die Arbeitszeit zu Ende. Wieso konnte der nur in der Nacht? Seltsam, wie der ganze Kerl.

„Leider zu spät- um 9 Uhr ist meine OP- Schade- ich bin heiß- hätte so gerne vorher noch Sex gehabt- kann bestimmt eine Woche vor Schmerzen nichts machen- Tja- Pech. Bussi „ schrieb ich zurück.

Nach mehr als einer Stunde kam die Antwort „ich könnte vielleicht so gegen 4, muss ich früher Schluss machen, wenn du willst. 5 Stunden ist doch noch Zeit genug. Was hast du denn am liebsten? Lgma“

Aha, der Typ arbeitete irgendwo in der Spät- oder gar Nachtschicht. Deshalb wollte er um solche Uhrzeiten in aller Frühe kommen. Nach der Arbeit.

„Bist du dann nicht zu müde, wenn du vorher gearbeitet hast? Ich brauche einen ausdauernden Lecker und Ficker, keinen der dabei einschläft. Bin ausgehungert.“ schrieb ich frech zurück und freute mich diebisch darüber.

Ein tolles Forum, man konnte schreiben was und wie man wollte, die Mail-Partner kannte man nicht und wusste auch nicht ob man sie je kennen lernen würde. Und wenn doch, auch nicht tragisch weil man ja mit Gleichgesinnten zu tun hatte. Die Schreiberei machte mir immer mehr Spaß und speziell mit „hamiltonmercedes“ fand ich die Kommunikation besonders anregend.

Es dauerte diesmal 20 Minuten und ich befürchtete schon, er sei angenickelt, doch dann kam die Antwort: „ beim Sex bin ich immer fit, keine Sorge, ich lecke dich bis du wund bist und ich ficke dich bis du abwinkst. Also was ist mit heute Nacht? ich bin schon richtig geil auf deine Fotze. Lgma“

Uff- das war hart. Ich holte tief Luft und fühlte ein heftiges Ziehen im Unterleib. Verdammt, der Kerl machte mich so geil, dass ich es mir am liebsten selbst gemacht hätte. Nun wollte ich genaueres wissen, deshalb fragte ich: „stimmt das wirklich? 22 Zentimeter? Mensch, der Gedanke an deinen Schwanz macht mich ich so heiß, ich muss mich jetzt mal eben selbst befriedigen - bis gleich“

Seine Antwort kam umgehend: „ja 22, also mach es dir, viel Spaß und dann melde dich, ich brauch noch deine Adresse“

Tatsächlich musste mein Vibrator mir die Befriedigung verschaffen die ich durch meine Kunden bisher nicht bekommen hatte. Obwohl mein Körper auf die kräftige Vibration sehr schnell mit einem heftigen Orgasmus reagierte fühlte ich mich anschließend leer, wie ausgehöhlt. Meine Bedürfnisse nach körperlicher Nähe und menschlicher Wärme waren damit nicht befriedigt. Danach blieb ich noch einen Moment liegen und dachte über meine eigenartige Veränderung nach. Ewig lange hatte ich keine Selbstbefriedigung mehr gemacht, weil ich einfach das Bedürfnis nicht hatte. Ich war die letzten Jahre gefühlsmäßig fast tot gewesen. Wo durch sich mein Gefühlsleben so plötzlich verändert hatte war mir selbst rätselhaft. Aber ich fand den jetzigen Zustand neu und spannend, nahm mir vor, jede Gefühlsregung zu genießen, aus allem voller Egoismus meinen Nutzen zu ziehen. Dann erhob ich mich, ging ins Bad um mich abwechselnd heiß und kalt zu duschen und setzte mich dann total erfrischt wieder an den PC.

Also würde ich diesem Mario meine Adresse schicken. Egal ob er mir nun gefiel, ich brauchte endlich ausgiebigen, geilen Sex und in der Not frisst ja auch der Teufel Fliegen. Ich grinste ironisch, welch ein Vergleich.

Die Mail mit der Adresse und noch einmal der Bestätigung, dass ich ihn um 4 Uhr in der Nacht erwarten werde, sandte ich ihm umgehend.

„Und hast du es dir selbst gemacht? War es gut? Ich besorg es dir besser. Aber ich zahle nicht für Sex- wenn du Geld willst komme ich nicht. Dann verpasst du allerdings das Beste was du bisher erlebt hast.“ kam sofort die Antwort.

„Ich will nicht dein Geld - ich will deinen Schwanz!“ kommentierte ich deutlich.

Er schrieb sofort zurück „ du wirst es nicht bereuen- und zieh nichts an- empfange mich nackt, damit ich dich sofort ausgiebig lecken kann. Ich freue mich, bis später, ich ruf dich an, Lgma“

Bevor ich ihm mitteilen konnte, dass ich nicht nackt die Haustür öffnen könne und auch nicht wolle, hatte er sein Profil schon verlassen. Der rote Punkt war hinter seinem Namen.

Das war mein Nachteil, er hatte meine Rufnummer, ich hatte von ihm nichts. Ich konnte jetzt raten und musste hoffen, dass er wirklich kam, wenn nicht hätte ich Pech gehabt. Das war blöd, ein Ungleichgewicht was nicht in Ordnung war. Wie sollte ich bloß den restlichen Tag umkriegen? Sollte ich vorher schlafen? Klar, musste ich doch, wegen der OP, schließlich musste ich pünktlich in der Praxis sein. Eigentlich hatte ich etwas Dummes gemacht, dass ich mir einen Lover für diese Nacht bestellt hatte. Ich kicherte laut. Ich hatte mir in dem Alter tatsächlich einen Stecher bestellt. Ein Witz. Circa zehn Jahre zuvor hatte ich mal die Idee gehabt, in einen Männer-Puff zu gehen und mir mal so einen Stricher zu mieten, dem ich Anweisungen geben konnte, was er an welcher Stelle und wie lange machen sollte . Das Vorhaben war nur daran gescheitert, das ich keine Ahnung hatte, wo es ein Männer-Bordell gab. Nun kam in der Nacht Einer der mir versprochen hatte mich zu befriedigen, und das ohne Bezahlung. Na ja, für mich gab es schließlich auch keine Kohle. Aber das war mir egal. Ich brauchte eine Zunge zwischen meinen Beinen die mich zum Wahnsinn leckte und einen kräftigen Schwanz, der meine Muschi richtig rubbelte, ja, das bekam ich in einigen Stunden. Gut! Lange genug hatte ich darauf verzichtet.

Aber mit einem fremden Mann, hier in meiner Wohnung, mitten in der Nacht? Wo ich doch wirklich ganz alleine war, und mich niemand hören würde wenn ich Hilfe brauchte? Dazu war das alleinstehende Haus, zwischen einer Kirche und Bäumen, mit nur einer Nachbarfamilie über mir, die auch noch verreist war, eigentlich zu einsam gelegen. Plötzlich wurde mir der Leichtsinn meines Vorhabens bewusst.

Ach Quatsch- ich kenne doch sein vögeln-Profil, das schreib ich mir auf. Wird sicher richtig geil, das brauche ich heute, dachte ich und schob die ängstlichen Bedenken beiseite.

Gegen Abend rief Rabea an, fragte: „Mama hast du keine Lust bei uns zu schlafen? Ich muss morgen früh in die Stadt, das könnten wir zusammen machen. Soll ich dich abholen?“

Erschrocken erwiderte ich schnell: „Nein Maus, ich habe doch morgen früh die OP. Ich bleibe lieber hier. Vielleicht morgen Abend. Je nach dem wie es mir geht. Heute nicht.“

„Aber das macht doch nichts. Ich will auch ganz früh um 8 raus. Dann fahr ich dich hin. Um wie viel Uhr musst du denn da sein?“ plante sie.

Ich wurde ungeduldig: „Nein, heute nicht. Habe ich nicht klar und deutlich gesagt, heute nicht? Ich habe nachher noch einen Termin. Weißt du jetzt warum?“

„Ist ja schon gut, sei doch nicht gleich so aggressiv. Kann ich doch nicht riechen. Aber wieso so spät? Es ist doch schon nach acht. Das machst du doch sonst nicht. Ich denke deine Geschäftszeit geht bis sieben? Kommt der Holger etwa? Oder was ist das für ein besonderer Freier?“ wurde meine Tochter plötzlich sehr neugierig.

„Nee. Erinnere mich bloß nicht an den. Von dem bin ich sehr enttäuscht, der hat mich ganz vergessen.“ Ärgerte ich mich, dass sie mich auch noch darauf aufmerksam machte, dass ich mich in den treulosen Kerl verguckt hatte.

„Hab ich dir doch gleich gesagt, Mama. Ist eben nur ein Freier.“ Trumpfte sie auf.

„Okay, schon gut, du hattest recht. Also bis morgen!“ beendete ich säuerlich das Telefonat.

Das hätte mir noch gefehlt, dass ich mich vor meiner Tochter rechtfertigen müsse, dass ich mir just for fun einen Bespringer bestellt hatte, ohne dafür Geld zu nehmen. Diese Diskussion könnte ich mir gar nicht reinziehen. Nein, das ging sie nun wirklich nichts an. Schließlich war das mein Körper, den konnte ich beglücken lassen von wem und wann ich wollte. Beglücken, das war es was mich zum Überlegen veranlasste. Wie empfing ich ihn? Nackt ging sicherlich nicht, aber da kam mir eine Idee. Ein Hauch von Nerz durfte es sicher sein. Klar, ich lachte laut auf. Wofür hatte ich den meine Pelze? Nerz auf nackter Haut, das war doch geiler Luxus pur. Ich holte meinen schwarzen wadenlangen Nerzmantel aus der Verpackung, suchte meine schwarzen Pumps, waren zwar keine High Heels, aber immerhin ein Acht-Zentimeter-Absatz, und darunter nichts. Ja, so würde ich ihm die Tür öffnen. Und mir würde es nicht zu kalt sein. Dann noch gut frisiert und geschminkt. Der würde staunen.

Wieder hatte ich Probleme mich auf das Fernsehprogramm zu konzentrieren, deshalb legte ich mich gegen 22 ins Bett. An schlafen war aber überhaupt nicht zu denken, ich war viel zu nervös. Ich stand wieder auf, versuchte einige Vorsichtsmaßnehmen zu treffen, ich schloss die Türen der hinteren Massage-Räume ab und deponierte die Schlüssel in meinem Schlafzimmer mit der Aufschrift „Privat“. Dann bereitete ich das Bizarr-Zimmer vor. Der erste Raum im Eingangsbereich, gleich neben der Haustür schien mir die beste Möglichkeit zu sein, dem Fremden so wenig Spielraum wie eben nötig zu geben. Noch ein paar Kerzen, ein Schüsselchen mit Bonbons, sowie 2 kleine Flaschen Mineralwasser und 2 Gläser, zwei zusätzliche Kissen und die zweite leichte Wolldecke, schon war das schwarze Stahl-Himmelbett mit den roten Dekoschals und der anderen roten Dekoration empfangsbereit und gemütlich. Ja, damit konnte Mario eigentlich zufrieden sein. Was hieß denn hier zufrieden? Der Kerl bekam ein super Geschenk, wie er es in seinem ganzen Leben sicher noch nie bekommen hatte. Diese Arroganz besaß ich schon, dass ich mir meines Wertes bewusst war.

Gegen Mitternacht ließ ich mir Badewasser ein. Ich wollte ein heißes Vollbad mit dem Rosenöl aus Ägypten nehmen. Nicht nur ich sondern die ganze Wohnung würde dann verführerisch nach Rosen duften. Allgemein benutzte ich Räucherstäbchen um einen angenehmen Wohlgeruch zu verbreiten, aber heute Nacht wollte ich was besonders gut riechendes verbreiten. Nach dem Bad würde ich dann sicher endlich einschlafen können, denn ein paar Stunden hatte ich ja noch.

Gerade wollte ich in die Wanne steigen, als mein Handy klingelte. Die Nummer kannte ich nicht. Wer mochte das sein? Normalerweise würde ich um diese Zeit keine Gespräche annehmen, aber Mario wollte mich anrufen, das könnte er sein. Er war es.

Im Hintergrund hörte ich Fahrgeräusche. Eine sympathische warme Männerstimme rief: „Hallo, schöne Frau? Hier ist der Mario. Wie geht es dir? Du hast doch hoffentlich unsere Verabredung nicht vergessen? Ich werde wohl früher kommen. Ist heute nicht so viel zu tun. Gegen drei Uhr bin ich da. Ist das okay?“

Verdutzt fragte ich: „Wie nicht viel zu tun? Was machst du denn? Du bist doch im Auto, oder?“

Er erklärte lachend: „Ja, hab ich dir das nicht geschrieben? Ich fahre einen 40Tonner. Noch die eine Tour, dann bin ich fertig für heute. Fahr dann schnell nach Hause umziehen und dann komm ich. Ist das in Ordnung?“ fragte er.

„Ja- ja ist okay. Also gegen 3?“ vergewisserte ich mich noch einmal.

„Ja, ich freu mich! Du auch?“ wollte er wissen.

Seine angenehme wohlklingende Stimme ging mir unter die Haut, deshalb antwortete ich aufrichtig: „Ja, ich freue mich auch. Bis gleich.“ Dabei schmunzelte ich selig in mich hinein.

Nach dem Gespräch sah ich auf die Uhr. Aus meinem Vorschlafen würde unter diesen Umständen nichts werden. Keine 3 Stunden mehr, also schnell das Styling beginnen.

Ich aalte mich im Rosenöl-Bad, wusch mir die Haare, zupfte die Augenbrauen, schminkte mich, fönte die Haare und ondulierte sie noch mit meiner Lockenbürste, dann strich ich noch eine dünne Lackschicht über meine Fingernägel, und wieder klingelte das Telefon.

Nun kannte ich die Nummer. Mario! „Ja? Hallo?“ fragte ich unsicher was nun kommen würde.

„Hallo Julia, ich komme um 2. Bin schon fertig. Bis gleich!“ rief er fröhlich und das Gespräch brach ab. Erleichtert atmete ich aus. Ich hatte schon befürchtet er wolle absagen. Oh Schreck, nur noch 45 Minuten. Nun wurde mir doch ein wenig mulmig im Magen. Ich war aber auch ein abenteuerlustiges Weib, verabredete mich mitten in der Nacht mit einem Wildfremden zum Sex. Verrückt. Wenn mir das jemand noch vor ein paar Wochen erzählt hätte, den hätte ich ausgelacht. Wahnsinn. Was war das nun für ein Gefühl, hatte ich Angst oder war es nur nervöse Geilheit, was mir im Moment diese Unruhe verursachte? Ich rannte wie ein aufgescheuchtes Huhn durch die Wohnung, immer wieder in mein Schlafzimmer vor den großen Spiegelschrank und betrachtete mich.

Nun ja, der Bademantel war nicht das passende Outfit um sexy auszusehen, aber der Kopf konnte sich sehen lassen.

Mein Handy klingelte erneut. „Mario“ stand auf dem Display. Halb zwei. Was jetzt schon wieder? Absage- bestimmt! Shit!

„Ja? Hallo?“ versuchte ich einen gelassenen Ton anzuschlagen, denn meine Enttäuschung wollte ich ihm auf gar keinen Fall zeigen.

„Ich stehe vor deiner Haustür. Nummer 35, linker Seiteneingang ist doch richtig, oder?“

Erschrocken stammelte ich: „Was jetzt? - Eh ja, Moment. Oh Gott. Ich- ja- sofort!“ Ließ den Bademantel fallen, warf mir den Nerz über, schlüpfte in die Pumps, wie gut das ich alles bereitgestellt und schon die Kerzen angezündet hatte, zog schnell die Schlafzimmertür und die Vorhänge in der Diele zu und ging zur Haustür.

Marius

Ein großer Mann ganz in schwarz gekleidet, Bomberjacke, Schirmmütze und schwarze Hose, stand verlegen grinsend vor mir und blinzelte in das Flurlicht.

„Ich bin etwas schneller gefahren. Darf ich reinkommen? Übrigens guten Abend!“ sagte er und betrachtete mich von Kopf bis Fuß.

„Ja. Hallo Mario. Komm schnell rein, es ist sehr kalt. Hier ist es warm.“ Erwiderte ich mit etwas belegter Stimme, denn die Situation war mir auch nicht ganz geheuer. Wie begrüßt man einen Fremden, den man zum ficken eingeladen hat? Die Hand geben ist unpersönlich, auf die Schulter klopfen ist kumpelhaft, ihn küssen zu aufdringlich, ihm die Eier kraulen ordinär, aber wie? schoss es mir durch den Kopf.

Ich war ratlos und unbeholfen. Ein seltener Zustand.

Seine große Nase in dem schmalen Gesicht, was mit seiner Kappe vermutlich noch schmaler wirkte, fiel mir als erstes auf. „Ja, das dir kalt ist sieht man. Aber hier drin brauchst du doch keinen Pelzmantel. Hier ist es ja wie in einer Sauna.“ lachte er über mein Outfit.

Der Kerl hatte entweder keine Ahnung von Pelzen und kein Gespür für meine exquisite Ausstattung, oder er wollte nur seine Verlegenheit überspielen und wusste nicht wie er anfangen sollte. Ich überhörte den unpassenden Gag diskret. Aber ich war die Gastgeberin, also musste ich die Führung übernehmen.

In der kleinen Vordiele stand er ziemlich nah vor mir und überragte mich trotzt Absätzen noch um eine Kopflänge. Während ich zu ihm hochsah deutete ich auf die Tür zum Bizarrzimmer und lud ihn ein: „Komm bitte hier rein und sei bitte leise, weil meine Freundin dort hinten schläft.“

Schnell ging er durch den angebotenen Eingang und sah mich leicht erschrocken an, dass ich ihn sofort beruhigte: „Nein, die stört uns nicht, keine Sorge. Die schläft weit genug weg von hier, am anderen Ende der Wohnung. Aber ich sage dir das nur, damit du bescheid weißt, warum ich dich gleich hier rein lotse, und das du nicht durch die Wohnung laufen kannst. Okay?“

Er nickte wortlos.

Ich schloss die Tür hinter uns und wir standen uns in dem engen Raum gegenüber, ich trat einen Schritt zurück, dann bot ich ihm an: „Dort kannst du ablegen und ich habe nicht sehr viel auszuziehen, das wolltest du ja so. Was dich so amüsiert hat, Mario, mein Pelzmantel, war die einzige Möglichkeit dir leicht bekleidet die Haustür zu öffnen, ohne mich zu erkälten.“ Sagte ich und beobachtete ihn beim Ausziehen. Er grinste nur breit.

Unter seiner Mütze kam das lichte dunkelblonde glatte Haupthaar zum Vorschein und mit jedem Kleidungsstück wurde der Mann dünner. Das Ablegen der breiten Bomberjacke machte ihn um die Hälfte schmaler, beim Verlust des dicken Sweatshirts zeigten sich die dünnen Arme. Als er Hose, Tshirt und Unterhemd abgelegt hatte, stand vor mir ein viel zu dünner Mann mit leicht gekrümmter Haltung, knochigen Schultern und dünnen Armen. Der eben noch große imposante Mann mit Kleidung, war nackt in seiner altmodischen schwarzen Unterhose nur noch eine lange dünne Latte.

Ein schöner Mann sah anders aus.

Nun blieb mir keine Wahl. Wer A sagt muss auch B sagen, also ließ ich Filmreif meinen Nerz einfach zu Boden fallen und setzte mich aufs Bett.

„Aha. Schön! Du siehst gut aus!“ sagte er anerkennend und musterte mich ungeniert. Dann zog er seinen Schlüpfer aus und legte sich zu mir an das Fußende des Bettes.

Oh ja- in hängendem schlappen Zustand sah sein Schwanz schon groß aus, da war ich aber mal gespannt wie der erst wurde wenn der steif war. Schlechter bestimmt nicht, obwohl es mich enttäuschte, dass er noch runter hing und nicht vor Geilheit wie ein Soldat stand.

Ohne Vorwarnung drückte Mario meine Beine auseinander und betrachtete interessiert meine Muschi. Wortlos begann er zu lecken.

„Oh, ja. Oh ja, das ist gut.“ Stöhnte ich glücklich. Dieser Mann wusste was er tat und wie er es tun musste. Gierig hob ich ihm meinen Unterleib entgegen und als ob er meine Gedanken lesen könnte tasteten seine Hände sich hoch zu meinen Brüsten und er streichelte meine Brustwarzen.

Nach nur wenigen Minuten kam ich zum ersten Höhepunkt. Ein lange aufgestauter Schwall innerer Flüssigkeit lief auf die Unterlage und Marios Gesicht bekam um die Mundpartie einen Teil der Ladung ab. Wenn ich gedacht hatte er zucke zurück, so sah ich mich getäuscht. Mario griff nur noch fester zu, rieb Zunge, Mund, Kinn und Nase durch meine nasse Furche und zwickte meine Warzen dabei noch intensiver.

Ich ergoss mich noch einmal und Mario unterbrach abrupt seine Tätigkeit ohne seine Position zu verlassen.

Ich hob den Kopf ein wenig und blickte nach unten, in sein Gesicht. Er lag schräg zwischen meinen Beinen, sah zu mir hoch und bearbeitete mit einer Hand seinen Schwanz.

Das darf doch wohl nicht wahr sein. Was ist denn mit dem los? Er muss seinen Schwanz hoch wichsen. Ich dachte er ist auch geil. Der Kerl hat doch so große Töne gespuckt, wie lange er ficken kann. Und dann steht sein Schwanz, selbst nach dem intensiven Lecken, nicht von alleine? Na hoffentlich wird die Nacht kein Reinfall. Welch ein eigenartiger Vogel. dachte ich verblüfft.

Als würde es ihn geil machen, dass ich ihm beim wichsen zusah, konnte ich beobachten wie sein Ding unglaublich groß, dick und hart wurde. Mario robbte zu mir hoch, schob meine Beine weiter auseinander und wollte in mich eindringen.

„Halt, halt mein Lieber.“ Rief ich erschrocken und rutschte, wie von der Tarantel gestochen, unter ihm weg weiter nach oben. „Doch nicht ohne Gummi! Warte, erst das Kondom überziehen.“ Befahl ich, setzte mich aufrecht und griff zu den Kondomen, unter der Papierrolle, auf dem kleinen Beistelltisch. Ich riss eine Verpackung auf.

Als ich es ihm überziehen wollte, sah ich seinen Penis in sich zusammensacken.

„Das geht nicht!“ sagte Mario, der sich ebenfalls aufgerichtet hatte und bedauernd mit den Schultern zuckte. „Bei Gummis fällt er runter. Nee, damit geht es nie und nimmer.“ Er sah mich mit deutlich ärgerlichem Blick an.

Energisch lehnte ich ab: „Dann Pech! Dann ist ficken gestrichen, mein Lieber. Nee, ich ficke nicht ohne. Kommt nicht in Frage.“ Und schüttelte zur Unterstützung heftig den Kopf.

Mario saß zusammengesunken am Fußende und sah mich mit undurchsichtiger Miene schweigend an. Ich hatte das seltsame Gefühl, er werde jeden Moment ausrasten. In diesem Augenblick beschlich mich eine leise Angst und mir wurde erneut mein Leichtsinn und die Gefährlichkeit der Situation bewusst. Besorgt beobachtete ich sein Gesicht, unsicher wie er reagieren würde. Er hatte seine Augen und Augenbrauen zusammen gekniffen, auch auf seiner Stirn lagen tiefe Falten. Mit fest aufeinandergepressten Lippen schien er zu überlegen, was er tun wollte. In dem Augenblick wirkten seine Gesichtszüge alt, eingefallen, fahl und verbraucht wie bei einem alten Mann. Am liebsten hätte ich ihn gebeten zu gehen. Aber ich entschied mich zu abzuwarten.

Er blieb stumm, äußerte sich nicht zu meiner abrupten Art ihn auszubremsen.

Doch er fing sich schnell wieder, legte einfach den Kopf wieder zwischen meine Beine und streichelte und leckte mich erneut, als sei nichts gewesen.

Er war so ausdauernd, gefühlvoll und so zielgenau an der richtigen Stelle, dass ich in meinem eigenen Saft badete, aber auch immer mehr das Bedürfnis nach geschlechtlicher Vereinigung bekam. Ich sah zu ihm runter, den Kopf zwischen meinen Schenkeln liegen, und als ich den großen dicken Schwanz stramm hoch stehen sah, konnte ich mich nicht länger zügeln. Vor Geilheit heiser verlangte ich: „Komm, steck ihn mir rein. Komm, fick mich endlich. Ich brauche jetzt deinen Schwanz. Komm, mach!“ Mir war alles egal, nahm jedes Risiko in Kauf, wollte nur eines, seinen Schwanz in mir spüren.

Als er langsam in mich eindrang schrie ich vor Glück auf.

Mario bevorzugte die Missionarsstellung, die ich auch am allerliebsten mochte, allerdings setzte er bei mir mehr Gelenkigkeit voraus, als es den Tatsachen entsprach. Er stützte sich mit den Armen ab so dass er Bewegungsfreiheit hatte und hob meine Beine hoch auf seine Schultern um seinen Schwanz tiefer in meine heiße Grotte zu versenken. Gekonnt wechselte er den Rhythmus von langsam zu schnell, schob sein mächtiges Teil mal halb, mal ganz bis zum Anschlag in mich hinein, ohne meinen Körper mit seinem Gewicht zu belasten. Schnell hatte ich mich an diese Stellung sowie die Penisgröße gewöhnt und ich gab mich ihm mit geschlossenen Augen hin. Ich ließ meinen Gefühlen freien Lauf, genoss jede Bewegung seines kräftigen Gliedes, das mich voll ausfüllte, jauchzte und stöhnte: „Ja- oh komm! Schneller- tiefer, fester! Ja- ja- das ist gut. Das ist so geil- ja, nimm mich. Fest. Oh ja!“ Er tat mir so gut, verwöhnte mich mit unglaublichem Gespür für die richtigen Momente, dass ich regelrecht zerfloss.

Mario arbeitete unermüdlich wie ein Pferd, er war ausdauernd und geschickt ohne auch nur einen Ton von sich zu geben. Kein keuchen, hecheln oder irgendein Anzeichen das ihn die lang anhaltenden Bewegungen anstrengten, es schien ihm so leicht zu fallen, als sei er im Training, wäre das sein normales Tagespensum. Noch niemals zuvor hatte ich so viele Orgasmen beim normalen Geschlechtsverkehr gehabt.

Nach langer Zeit öffnete ich die Augen, sah ihn an und stellte fest, dass er mich während seiner Aktivität intensiv beobachtete. Als unsere Augen sich trafen, die Blicke ineinander vertieften, senkte er seinen Oberkörper ein wenig tiefer und küsste mich zu ersten Mal. Sein Mund war so breit und groß, die Unterlippe größer als die Obere, dass ich befürchtete er würde mich verschlingen. Aber der Mann küsste genau so gekonnt wie er alle anderen Spielarten beherrschte und er schmeckte sehr gut. Keinerlei Gerüche die mich gestört hätten, es war alles an ihm einfach gut. Mehr als gut.

Nach dem Kuss zog er sich aus mir zurück und rollte von mir runter ohne abgespritzt zu haben. Ich war etwas irritiert, doch bevor ich fragen konnte, legte er sich ganz eng neben mich, nahm mich in seinen Arm und fragte mit leiser, zärtlicher Stimme: „Geht es dir gut?“

„Ja.“ Hauchte ich nur und dachte: oh ja, so gut wie lange nicht mehr. Dabei schmiegte ich mich an seinen heißen Körper und fühlte mich so geborgen, als sei ich nach einer langen Reise endlich heim gekommen.

Ich war happy, schwebte auf Wolken. Konnte nicht mehr verstehen wie ich so viele Jahre auf einen solchen Genuss hatte verzichten können.

Als ich eine Bewegung seines Körpers spürte, sah ich dass sein rechter Arm tätig war. Aufmerksam folgte mein Blick dem Auf- und Ab- Rhythmus bis hinunter zu seiner Hand, die damit beschäftigt war, seinen Schwanz zu bearbeiten. Ich wandte den Kopf, sah in seine Augen, und bevor ich auch nur angesetzt hatte zu sprechen, befahl er: „Küss mich!“

Während des langen, leidenschaftlichen Kusses hörte ich sein leises Stöhnen und fühlte die gewaltige Hitze seines Körpers die mir immer stärker zu werden schien. Er zog mich noch näher an sich, drückte mich fester und stammelte hechelnd: „Bist du meine geile Fotze? Meine geile Fickfotze? Willst du meinen Schwanz lutschen? Soll ich dir in den Mund spritzen? Und willst du meinen Saft trinken, du geile Nutte?“ Dabei rieb er sein großes Glied in gleichmäßigem Auf und Ab.

Im ersten Augenblick war ich geschockt. Holte tief Luft und rang nach Worten. Doch bevor ich mich entscheiden konnte, ob ich beleidigt sein und ärgerlich reagieren sollte, oder wie ich mich überhaupt verhalten konnte, sprach er weiter: „Sag, das du meine geile Fickfotze bist. Bitte sag es.“ Dabei sah er mich so flehentlich an, dass ich begriff, er brauchte das. Er meinte das nicht so, aber er konnte nicht anders, musste sich aufputschen um abspritzen zu können. Stand ja auch in seinem Profil: Dirty Talk. Armer Kerl.

„Ja, Schatz, ich bin deine geile Fotze. Komm fick sie, die Fotze. Ganz tief und ganz fest.“ Hörte ich mich sagen, aber es kam mir sehr zögerlich über die Lippen, weil ich eigentlich solche Sprüche nicht mochte.

Ich fühlte das sein glühender Körper zu schwitzen begann, hörte ihn keuchen, dann stöhnte er: „Ich komme gleich, ja jetzt. Oh, gut. Du bist gut!“ und er drückte mir hart fordernd seine Lippen auf meinen Mund und küsste mich.

Mario blieb nur ein paar Sekunden ruhig den fragte er in ganz normal sachlichem Ton: „Hast du mal eine Serviette oder so etwas?“

Als ich ihm einige Stücke von der Papierrolle abriss, meinte er: „Genug, nicht so viel. Eins ist doch genug!“ riss sich einen Teil ab und tadelte: „Welch eine Verschwendung für die paar Tropfen, ich muss mich doch nicht ganz abtrocknen.“

Während ich ihm zusah wie er den Samen von seinem Bauch wischte murrte ich: „Hab ich doch nur gut gemeint, Mario.“

„Ich heiße richtig Marius. Der Mario ist nur Inkognito.“ Grinste er spöttisch.

„Heißt du denn richtig Julia? Sicher auch nicht, oder?“ wollte er dann wissen.

Spontan log ich: „Doch. Das ist mein richtiger Name! Warum sollte ich einen falschen Namen angeben? Ich habe nichts zu verstecken und nach keinem zu fragen.“

„Na ja,“ erwiderte er nachdenklich, „die meisten Leute bei vögeln lügen doch. Du ja auch. Deine Altersangabe stimmt mit Sicherheit nicht. Nee, meine Liebe. Du bist älter als 51. Das sehe ich. Wie alt bist du wirklich?“ fragte er frech und musterte mich abschätzend.

Trotzt des abgedunkelten Raumes mit dem milden roten Licht, hatte ich Sorge, er sähe meine Verlegenheit, weil ich die Röte in mir hochsteigen fühlte. Dennoch blieb ich bei meiner Angabe, log trotzig: „Wie kommst du denn darauf? Nein, das ist nicht gemogelt, das stimmt. Ich bin 51!“

Er schüttelte den Kopf, sagte spöttisch: „Nein, nein, das glaub ich nicht. Ich sehe das an deinen Oberarmen, innen. Du bist älter, mein Schatz. Mir ist das egal. Völlig schnuppe. Von mir aus kannst du 60 oder 70 sein. Du siehst klasse aus und du bist gut, da ist mir das Alter unwichtig. Ich war mal 6 Jahre mit ner 60zig jährigen zusammen. Und? Wenn man sich versteht, ist das nicht wichtig.“ Meinte er gelassen.

„Willst du zuerst ins Bad. Da müsste ich nämlich auch mal hin. Gehst du vor mir oder nach mir? Oder besser erst was trinken?“ versuchte ich von dem unangenehmen Thema abzulenken. Ich griff die Flasche Mineralwasser.

Marius lachte leise und glucksend: „Nein, ich will nichts trinken, danke. Ist okay, brauchst kein Anlenkungsmanöver zu starten. Mir ist es egal, aber ich bin nicht dumm, mein Schatz. Dann zeig mir mal das Bad.“ Damit erhob er sich.

Ich hüpfte schnell von dem Bett, trat falsch auf und stöhnte laut auf: „Au. Verdammt, Entschuldigung. Aber hab mir den Fuß verdreht.“

Er lachte ironisch: „Tja, ab nem gewissen Alter sollte man auch alles ein bisschen langsamer machen, da geht manches nicht mehr so leicht.“

Angestoßen knurrte ich: „Danke, sehr freundlich. Aber jetzt sei bitte leise auf dem Flur. Wegen meiner Freundin, sagte ich ja eingangs schon!“ dabei legte ich meinen Zeigefinger vor den Mund. Als ich ihm ein Badetuch reichte, lehnte er ab: „Schon wieder so was großes? Brauch ich nicht, hast du kein normales Handtuch?“

Um den Vorwand mit der Freundin glaubwürdig zu machen, blieb ich vor der Badezimmertür stehen und brachte ihn schon nach wenigen Minuten ins Bizarrzimmer zurück. „Bin gleich zurück. Trink mal was.“ deutete ich auf das Wasser.

Nachdem ich mir schnell die wichtigste Stelle frisch gewaschen hatte, denn ich wollte ihn nicht unnötig lange alleine lassen, erwartete ich eigentlich seinen Aufbruch. Das erwies sich als Irrtum.

Marius lag gemütlich auf dem Bett und sah mir gelassen entgegen. „Weiß deine Freundin denn was du machst? Oder macht die das auch? Habt ihr hier in Wirklichkeit einen Privat-Puff?“ fragte er neugierig.

Ich lachte Kopfschüttelnd: „Nein, was denkst du denn? Wegen dem Raum hier? Nein, das kann ich dir erklären. Wir hatten hier ein Massage-Studio für erotische Massagen. Aber das Bauamt, beziehungsweise die Kirche hinter uns, hat uns einen Riegel vorgeschoben. Gewerbliche Tätigkeit irgendwelcher Art ist hier in diesem Bereich nicht erlaubt. Also mussten wir das nach nur 6 Monaten wieder aufgeben. Meine Freundin arbeitet in einem Cafe als Kellnerin, tja und ich versuch mal ein bissel nebenbei zu verdienen, na ja, wie weißt du ja.“ Grinste ich verschmitzt.

„Vorher haben andere die Knete für mich verdient.“ Vollendete ich noch.

„Wie Massagen? Du meinst ficken? Also war das doch ein illegaler Puff?“ war seine verständnislose Reaktion.

Kopfschüttelnd betonte ich energisch: „Nein, nur Massagen. Body to Body-Massagen mit Handentspannung. Ohne ficken, mein Lieber!“

Erstaunt fragte Marius: „ Was? Für einen runter zu holen zahlen die Kerle? Das gibt es wirklich? Und du hast also nur gewichst, nicht gefickt?“

Betont deutlich erwiderte ich: „Nein, ich gar nicht! Ich sagte doch eben, dass Andere die Kohle für mich verdient haben. Ich hatte mehrere Mädels für die Massagen. Ich hatte es nicht nötig selbst zu arbeiten. So, weißt du jetzt alles?“

„Aha, und was hast du jetzt vor? Keine Masseurinnen mehr, jetzt musst du selbst arbeiten und auch noch für Geld ficken?“ konnte er sich die Neugierde nicht verkneifen und grinste anzüglich.

„Warum müssen Männer so viel fragen? Ja, ich muss umziehen und ich suche im Moment eine andere Wohnung, dafür habe ich aber ein halbes Jahr Zeit. Angeblich sind Männer doch nicht neugierig.“ Antwortete ich schnodderig.

„Stimmt.“ Sagte er und wie zur Bestätigung wechselte er seine Lage und zog mich näher zu sich ran. Er streichelte eine Brustwarze während seine Zunge an der anderen leckte. Die Berührung war so leidenschaftlich und geschickt, dass mein Körper zitternd vor Geilheit darauf reagierte. Jeder Nerv, bis in die Fußspitzen, aber hauptsächlich im Genitalbereich, fieberte diesen Liebkosungen entgegen. Ich konnte mich nicht dagegen wehren, er war einfach so gut, so erfahren, dass bei mir keine Gegenwehr aufkam.

Marius Hand tastete sich weiter zu meinem Schamhügel, glitt über die Klitoris weiter runter und sein Mittelfinger bis zu meiner frisch getrockneten Scheide vordrang. Dann löste er seinen Mund von meiner Brust, leckte über seinen Zeigefinger und befeuchtete meinen Scheideneingang damit. Er schwang sich über mich, dabei schob er mit einem Knie meine Schenkel auseinander.

„Oh, noch einmal?“ versuchte ich lustlos zu widerstehen: „Eigentlich bin ich müde, ich weiß nicht ob ich das schaffe. ich hab doch gleich die OP und ich wollte eigentlich......“ weiter kam ich nicht.

Denn Marius ignorierte meinen Einwand und drang einfach wortlos in mich ein. Dabei hob er erneut meine Beine auf seine Schultern und als er seine gekonnt rhythmischen Bewegungen begann, war jeder Einwand vergessen. Ich fühlte nur noch heißes Verlangen nach Erlösung in mir aufsteigen. Eine orgastische Welle folgte der nächsten und ich wusste bald nicht mehr wie oft ich gekommen war oder wie lange der Geschlechtsakt gedauert hatte. Wieder ohne selbst zum Höhepunkt gekommen zu sein, zog Marius sich aus mir zurück, küsste mich und setzte sich aufrecht ans Fußende des Bettes und betrachtete intensiv wie ich total ermattet vor ihm lag.

„Ich glaub, ich hab mich verknallt!“ sagte er verwundert und sah mich liebevoll an. „Das gibt es doch nicht! Unglaublich, ich habe mich in dich verliebt.“

Das war so eine krasse Überraschung für mich und ging mir auch für meinen Geschmack entschieden zu schnell, deshalb fehlte mir die Antwort. Ich nahm seine Feststellung ohne Erwiderung gelassen hin und dachte im Stillen: Nee mein Lieber, du verwechselst vielleicht Liebe mit Leidenschaft. Vermutlich weil du schon lange keine Frau mehr hattest. So gut du auch bist, trotzdem gefällst du mir nicht. Du bist absolut nicht mein Typ. Und wie sehr mir das Ficken mit dir auch gefällt, trotzdem wird das heute bestimmt eine einmalige Geschichte sein. Dessen bin ich mir ganz sicher.

Ich betrachtete ihn zum ersten Mal genauer, dabei stellte ich fest, dass er einen schönen sinnlichen Mund hatte. Ja, der war zum Küssen genau richtig. Aber eine viel zu große Nase dominierte sein schmales Gesicht. Das war eigentlich total unproportional, länglich, mit hoher Stirn, die durch den weit zurückgegangenen Haaransatz und die wenigen Haarstoppeln in der Mitte Übergröße erreicht hatte. Seine Augen standen recht weit auseinander und die dünn gewachsenen Brauen genauso. Sein Straßenköterblondes Haar wirkte insgesamt sehr spärlich und die Augenbrauen ebenfalls. Das spitze Kinn machte das ganze Gesicht nur noch länger und schmaler. Nein, ein schöner Mann war Marius sicher nicht. Aber wenn er lächelte, wie gerade in diesem Moment, hatte er etwas liebes, jungenhaft, spitzbübisches. Einfach nettes.

„Sag mir mal ganz ehrlich wie alt du bist? Du kannst mir ruhig die Wahrheit sagen, keine Sorge, das ändert nichts daran das ich mich verknallt habe. Also?“ fragte er mit Nachdruck und sah mich durchdringend an.

Der Kerl hat einen Stich. Was soll das? dachte ich und erwiderte leicht genervt: „Du bist ja wirklich sehr charmant. Sehe ich so alt aus, dass du mir nicht glaubst? Was willst du denn hören? Ich bin und bleibe 51, ob du es glaubst oder nicht!“ blieb ich stur bei meiner Behauptung.

„Nee, du siehst wirklich Klasse aus, tolle Figur, super stramme Titten und ein hübsches Gesicht, du bist eine schöne Frau. Aber ich glaub dir die 51 trotzdem nicht. Das ist einfach Erfahrungssache. Ach vergiss es, ist ja auch egal. Sag mal, schluckst du auch?“ wechselte er unvermittelt das Thema.

Ich schüttelte heftig den Kopf und antwortete angewidert: „Pfui, nein! Das finde ich ekelhaft. Was habt ihr Kerle denn davon? Das ist doch abartig. Nee, das mache ich nicht, niemals!“

Er grinste und spöttelte: „Okay, schon gut, reg dich ab. Wahrscheinlich kann das nur ein Mann verstehen. Muss auch nicht unbedingt sein. Aber bläst du denn wenigstens? Oder auch nicht?“ wollte er dann wissen.

Ich sah auf sein schlappes Glied und frotzelte: „Wenn du dich mal ins Bad bemühst und ihn mal frisch machst, versuch ich mal ihn wieder zu wecken.“

„Was hast du denn für ein Problem? Ist doch jetzt nur dein Geschmack dran. Magst du nicht mal deinen eigenen Saft?“ lachte er mich aus.

„Nein! Und waschen hat auch noch keinem geschadet. Dein Schwanz ist doch kein Stück Seife, der nutzt nicht ab vom Waschen. Also geh mal ruhig erst ins Bad, wenn du willst das ich blase.“ Lehnte ich entschieden ab.

Marius war anderer Meinung, daher bewegte er sich nicht von der Stelle, lieber streichelte er sanft meinen Schamhügel und spielte mit dem Finger zwischen meinen Schamlippen bis er den Eingang gefunden hatte. Als sein Finger sich in mir bewegte stöhnte ich laut, zu meinem Erstaunen hörte mich verlangen: „Leck mich noch einmal. Bitte! Das war so gut. Bitte mach!“

Vergessen war was ich Minuten vorher so ablehnend gesagt hatte, mutete ihm zu meinen Saft zu schmecken.

Marius ließ sich nicht lange bitten, er kam umgehend meinem Wunsch nach. Es schien ihm zu schmecken, denn er suhlte sich regelrecht in meiner Scham. Ich wälzte mich wie im Fieber hin und her, genoss seinen Wechsel von Zärtlichkeit bis hin zu leidenschaftlicher Härte, so lange er seine Lust mich oral zu befriedigen auslebte.

Woher auch immer dieser Mann das Gespür für den richtigen Moment nahm, war mir ein Rätsel, denn er löste sich aus meinem Genitalbereich als ich total erschöpft war und kroch zu mir hoch. Er legte sich neben mich und begann eng an mich geschmiegt seinen Schwanz zu massieren.

Dieses Mal fand ich seinen Dirty Talk nicht mehr unangenehm, im Gegenteil ich heizte ihn sogar an: „ Schatz, liebst du meine geile Fotze? Fickst du gerne meine heiße Fotze. Komm fick sie doch, du geile Sau!“

„Ja, gib sie mir, deine geile Fickfotze. Deine Nuttenfotze. Bist du meine geile Nuttenfotze, ja? Sag es, sag: ich bin deine geile Nutte. Bitte, sag es.“ Flehte er.

Das war hart, er verlangte ziemlich viel von mir. Es kostete mich Überwindung, mich selbst so zu betiteln. Aber als ich den flehenden Blick seiner grünblauen Augen sah, ging ich auf ihn ein, auch wenn es mir dennoch ein wenig schwer von den Lippen kam: „Ja Schatz, ich bin deine geile Nuttenfotze. Komm spritz sie an, die geile Fotze. Sie gehört nur dir. Spritz, Schatz!“

Er hechelte, stammelte stöhnend: „Oh ja, ich spritz jetzt. Gleich, du geile Nutte. Jaaa. Ich komme!“ Dabei drückte er seinen Körper so nah an mich, das sein Sperma sich auf meinem Schamhügel und Bauch verteilte. Es war eine kräftige Ladung.

Erleichtert küsste er mich kurz, dann rollte er sich zur Seite, rückte von mir ab als sei ihm meine Nähe unangenehm.

Während er ruhig neben mir lag, mich betrachtete, griff ich nach der Papierrolle und wischte seine Spuren von meinem Körper. Ich schüttete Mineralwasser in zwei Gläser und reichte ihm eines. „Trink jetzt mal. Du schwitzt so sehr, du musst deinen Flüssigkeitshaushalt dringend auffüllen. Du trinkst zu wenig, mein Freund.“ Ermahnte ich ihn.

Er gehorchte grinsend und trank.

In der morgendlichen Stille hörte ich plötzlich im Hintergrund die Kirchglocken läuten. Ich zählte die Schläge mit: „Sieben Uhr?“ rief ich entsetzt. „Ach du meine Güte. Ich muss mich ja fast schon fertig machen! Um 9 muss ich bei dem Arzt sein. Mein Gott, ich habe ja jegliches Zeitgefühl verloren.“

„Ist das nicht schön? Wenn man sich so verlieren kann?“ fragte Marius fast zärtlich. „Sei nicht so nervös, du hast doch noch 2 Stunden Zeit. Was musst du denn groß machen, außer duschen? Zum schlafen reicht die Zeit jetzt sowieso nicht mehr. Also mach mal langsam und in Ruhe. Schon deine Nerven.“ Redete er ruhig auf mich ein. „Und jetzt geh ich schnell ins Bad!“

sagte er und verschwand.

Diesmal ging ich nicht mit ihm sondern nutzte die Zeit um mich im Gäste-WC frisch zu machen.

Als er zurückkam fragte ich: „Kannst du eigentlich nicht anders spritzen? Nur wenn du es selbst machst? Ist das aus einer inneren Zeugungsangst? Die brauchst du bei mir bestimmt nicht zu haben.“

Mir war plötzlich ein möglicher Grund eingefallen, warum er sich immer selbst befriedigte. Ich hatte mich erinnert, dass es damals bei Ramsis, auch anfangs ein ähnliches Problem gegeben hatte. Aus Furcht ungewollt Vater zu werden, hatte Ramsi sich immer kurz vor dem Samenerguss zurückgezogen und war dann mit seinem Daumen auf seinem Ausstoß - Röhrchen ins Badezimmer gerannt. Es hatte sehr komisch ausgesehen, wenn der dunkelbraune Mann mit seinem stehenden Schwanz in der Hand wie ein aufgescheuchter Hahn loslief. Nach dem ich ihm erklärt hatte, dass ich wegen einer Totaloperation gar nicht mehr Schwanger werden konnte, dauerte es noch eine ganze Weile, ehe Ramsi diese Angewohnheit ablegen konnte.

Marius lachte spöttisch: „Nein, das ist mir schon klar, dass du aus dem Alter raus bist. Das ist nicht der Grund, aber frag nicht, ich weiß es selbst nicht. Ich kann nicht in einer Frau kommen. Das ist einfach so. Basta.“ Das Thema gefiel ihm offenbar nicht, deshalb nahm ich es so hin, denn schließlich fand ich es ganz gut, dass ich nicht seinen ganzen Sabber in der Scheide auffangen musste und dann anschließend diesen ekligen Auslauf hatte.

Oh Schreck, ich war aber auch leichtsinnig. Dabei kam mir mal erst richtig zum Bewusstsein, dass ich mit einem wildfremden Kerl ohne Kondom gefickt hatte. Wenn der nun krank war? Oh Gott! Der war ja so dünn. Vielleicht ein Zeichen von HIV? Um Himmels Willen! Wie konnte ich denn so unvorsichtig sein? „Sag mal, wieso bist du eigentlich so dünn? Warst du immer so, oder erst seit einiger Zeit? Warst du vielleicht krank?“ fragte ich besorgt.

Marius lachte belustigt auf, sagte beruhigend: „Nee, keine Sorge, Schatzi. Ich bin gesund. Ich war und bin einfach so. Brauchst dir keine Gedanken zu machen. Es ist dir nichts passiert, außer dass du geil gefickt wurdest. Also nimmst du ihn jetzt mal in den Mund? Probier doch mal wie er so frisch schmeckt, ja?“ fragte er süffisant während er sein halbhartes Glied rieb.

Seine Art machte mich heiß, ich nickte und beugte mich über ihn um die dicke Eichel zu lecken. Sein Schwanz war total trocken und er roch angenehm frisch, als ich ihn mit weit geöffnetem Mund zwischen meine Lippen nahm. Als seine Hände nach mir griffen, rutschte ich ihm seitlich so weit entgegen, dass er alle empfindsamen Stellen meines Körpers erreichen konnte.

Sein Streicheln weckte meine Bedürfnisse nach Befriedigung erneut. Ich stöhnte leise.

„Komm, leg dich hin und mach die Beine breit, ich fick dich noch mal zum Schluss. Komm, du willst doch auch, oder?“ flüsterte er.

Ich konnte nicht so schnell antworten wie er auf mir lag.

Nach dem dritten langen Akt gab er sich endlich zufrieden. Ich war total schlapp aber glücklich, ja, tatsächlich glücklich wie ewig lange nicht mehr. Das musste ich mir insgeheim eingestehen. Aber das sagte ich ihm nicht.

„Sehen wir uns wieder?“ fragte er zum Abschied.

Ich erwiderte nur unverbindlich: „Ich melde mich sobald es mir wieder gut geht. Lass mich mal erst meine OP hinter mir haben. Okay? Komm gut nach Hause.“ Verabschiedete ich ihn an der Haustür.

Unter der Dusche fühlte ich das heiße Wasser prickelnd wie kleine Nadelstiche auf meiner Haut und ich träumte es seien die streichelnden Hände von Marius. Ich wunderte über mich selbst, wie sehr ich seine Liebkosungen genossen hatte, konnte kaum glauben, dass ich wirklich dieses Risiko eingegangen war und das Glück gehabt hatte, keinem Triebtäter in die Hände zu fallen, sondern einen ausdauernden, einfühlsamen und geschickten Liebhaber zu erleben. Das durfte man keinem erzählen.

Noch auf den Wegen zu der Arztpraxis und zurück, sowie während der Handoperation dachte ich an die seltsame, unvergesslich schöne Nacht mit einem Fremden aus dem Sex-Net.

Liebesglück

Ich hatte fast den ganzen Tag verschlafen als ich am späten Nachmittag durch die Hausklingel geweckt wurde.

Mühevoll fand ich in die Gegenwart zurück und zwang mich aus dem Bett. Ich fühlte mich wie gerädert, wusste im ersten Moment nicht einmal warum, bis die Erinnerung zurück kehrte. Marius!

Verträumt lächelte ich vor mich hin als ich die Tür öffnete.

Rabea schaute mich mit sorgenvoller Miene an und maulte gleich: „Mama, du machst ja vielleicht Sachen! Kannst du nicht wenigstens ne kurze SMS schreiben, das alles in Ordnung ist? Dir muss doch klar sein, dass ich mir Gedanken mache, was mit dir los ist. Also wirklich, du bist doch sonst nicht so oberflächlich.“

„Was soll denn mit mir sein? Ich habe nach der OP geschlafen. Ich war einfach kaputt. Hab die Nacht kein Auge zugemacht.“ Bagatellisierte ich.

„Eben, darum! Nicht wegen heute morgen, sondern weil du gestern Nacht noch Besuch hattest. Woher weiß ich denn, dass dir nichts passiert ist? Also bitte, das kannst du doch nicht machen, mich einfach im unklaren lassen. Du musst mir wenigstens eben Bescheid geben. Demnächst ruf mich eben an oder schick ne SMS, damit ich beruhigt bin,“ verlangte meine Tochter.

Ich winkte ab: „Ach, was soll mir schon passieren. Ich bin doch schon groß!“

Sie überhörte meinen Gag, fragte ärgerlich: „Wieso machst du denn auch noch so spät Termine? Das ist doch viel zu riskant hier so alleine! Wer war das denn? War der schon mal hier? Kennst du den schon lange? Oder war das vielleicht gar kein Kunde, sondern der Darki?“ drängte sie mich zu einer Erklärung.

„Ist das jetzt ein Verhör, oder was?“ war meine abweisende Gegenfrage. „Ich hatte Besuch, basta. Geht dich nichts an. Aber der Darki war es nicht. So Schluss jetzt. Aber in einem hast du recht, ich werde dich demnächst eben informieren. Ist es damit gut?“ versuchte ich den Frieden wieder herzustellen und so weiteren Fragen auszuweichen. Ich wollte ihr nichts von meinem Ausrutscher erzählen. Ja, genau als das sah ich es, als einmaligen Ausrutscher. Rabea hätte dafür kein Verständnis, sie würde es als Irrsinn ansehen, mich für verrückt erklären. Eine ganze Nacht mit einem Fremden zu ficken und das noch ohne Bezahlung.

Ich sah es anders, Marius hatte mir mehr gegeben als Geld. Befriedigung und Glück und die Bestätigung noch eine begehrenswerte Frau zu sein. Noch nicht zu den Abgeschriebenen, Ausgemusterten zu gehören. Endlich konnte ich wieder über die Straße gehen in dem Selbstbewusstsein, von dem anderen Geschlecht wieder beachtet zu werden. Lange Zeit, ich wusste nicht zu sagen wie viele Jahre, war ich mir wie eine graue Maus vorgekommen, kein männlicher Blick hatte mich verfolgt oder auch nur gestreift, war ich Luft gewesen. Für eine selbstbewusste Frau, die im ganzen Leben immer beachtet, begehrt, bewundert, beneidet und Mittelpunkt war, eine demütigende Erfahrung. Das war seit der letzten Nacht anders, hatte sich ins Gegenteil gewendet. Schon vor einigen Stunden, als ich durch die Fußgängerzone gegangen war, sowie in der Arztpraxis, da hatte ich bereits festgestellt, dass mich ein paar Herren aufmerksam gemustert hatten. Frech hatte ich den Männern in die Augen gesehen und Einer hatte mir sogar zugezwinkert. Das hatte mir enormen Auftrieb gegeben. Ich war wieder da. War wieder Weib.

Das hatte ich Marius zu verdanken, denn vermutlich hätte ich gar nicht darauf geachtet, wäre weiterhin blind durch die Stadt gelaufen, wenn dieser seltsame Mann mich nicht derart begehrt hätte und mir nicht gesagt hätte, dass er sich in mich verliebt habe. Aber nun, fühlte ich mich wieder schön und jung genug, um noch einmal eine neue Liebe zu beginnen. Natürlich nicht mit Marius, der hatte seine Schuldigkeit getan. Aber wofür sollte Marius bezahlen?

Das Geld würde ich mir von den anderen holen, dass ich es konnte, das wusste ich ja nun.

Bereits am Abend hatte ich 2 Nachrichten von Marius. Um 15.54 hatte er geschrieben: „ es war schön mit dir- ich hoffe es geht dir gut? Lgma“

Vermutlich weil ich nicht geantwortet hatte dann zwei Stunden später noch einmal: „es ist doch alles in Ordnung? Mache mir sorgen. melde dich mal.

lgma“

Versonnen lächelte ich vor mich hin, freute mich über seine liebevolle Anteilnahme und obwohl ich sah, das er nicht online war, antwortete ich schnell: „Hallo Marius- danke der Nachfrage- ja es ist alles ok- habe sehr lange geschlafen- kein Wunder- ich war völlig geschafft- erst die schlaflose Nacht und dann die OP- aber nun geht es mir gut, habe kaum Schmerzen- Julia“

Ich hatte die Mail schon gesendet, da fiel mir ein, dass ich gar nicht darauf eingegangen war, ob mir die Nacht gefallen hatte. Wie egoistisch ich meine Antwort verfasst hatte, seine Bemühungen der letzten Nacht und die Offenbarung seiner Gefühle hatte ich mit keinem Wort erwähnt. Beschämend. Also holte ich das umgehend nach in dem ich eine zweite Mail schrieb: „es ist sehr lieb von dir- dass du dir Gedanken machst- und ich denke auch gerne an die letzte Nacht- es hat mir sehr gut gefallen- danke- bussi julia“

Das sah doch sicher schon besser aus.

Ob er sich wohl wieder melden würde? Klar, er war doch verliebt. Krass. So ein Blödsinn, doch nicht nach dem ersten Mal. Dazu brauchte man doch länger, musste man den Anderen doch erst einmal besser kennen lernen. Oder? Dachte ich skeptisch.

Quatsch, was für ein Unfug! Wie war das denn mit Ramsi, meine Liebe? Ich musste mir eingestehen, dass ich mit zwei verschiedenen Maßen zu Werke ging. Mir war es doch mit Ramsi noch schneller passiert, als es Marius mit mir ging. Ich hatte keinen Sex, nicht einmal eine Berührung gebraucht um mich Hals über Kopf in Ramsi zu verlieben. Das konnte ich doch nicht vergessen haben. Damals waren Rabea- Marina und ich in einem kleinen Souveniershop in Hurghada und wühlten uns durch einen Berg von Galabeas, als Ramsi rein kam um mit seinem Freund, dem Ladenbesitzer, zu reden. Ich hatte den hübschen dunkelhäutigen Ägypter nur ganz kurz angesehen und war wie vom Blitz getroffen. Wie ich später erfuhr war es bei Ramsi keine Liebe auf den ersten sondern eher auf den zweiten oder gar dritten Blick gewesen. Falls es überhaupt von seiner Seite jemals Liebe war, was ich mittlerweile sehr bezweifelte. Vermutlich war es nur Überlebenstaktik, denn durch eine Europäerin öffnet sich für einen klugen Ägypter die Tür zu einer besseren Welt, mit viel Glück vielleicht sogar zu Reichtum und Wohlstand. Und Ramsi war klug.

An diesem Abend hatte ich mich spät aus dem Internet ausgeloggt, denn ich hatte eine endlose Hin und Her Mailerei mit einem Tom aus der Schweiz. Als frisch umgesiedelter Ruhrpottjunge klagte er über die hohen Kosten in der Schweiz und dass er leider keine Hundert Euro ausgeben könne. Aber nur noch einen Tag in Deutschland sei, er mich sehr gerne noch besuchen wolle, bevor er endgültig in die Schweiz abreise. Ich ließ mich bequatschen und vereinbarte eine halbe Stunde für Sechzig. Ich hatte ihm erklärt, dass ich ein wenig behindert sei, die linke Hand nicht benutzen könne, das störte ihn nicht, deshalb fand ich die Preisreduzierung in Ordnung. Besser als nichts verdienen. Er wollte am übernächsten Tag um 12 Uhr kommen.

Anschließend ging ich zu Bett, lag aber sehr lange wach weil ich den ganzen Tag geschlafen hatte.

Nach einer unruhigen Nacht mit wilden Träumen, an deren genaue Inhalte ich mich zwar nicht erinnerte, die aber kein angenehmes Gefühl bei mir hinterlassen hatten, wurde ich schon früh wach. Überrascht stellte ich fest, dass ich die OP nur noch spürte, wenn ich die Operationsnaht berührte. Gut, dann konnte ich wenigstens mit ein wenig Vorsicht arbeiten.

Es war schon fast eine Sucht, denn ich sah noch vor dem Anziehen nach meinem Nachrichteneingang in mein Profil bei vögeln.de.

Tatsächlich, als ob ich es gewusst hätte, war eine Antwort von Marius eingegangen.

Um 5.23 Uhr? Der Junge hatte es aber dringend nötig, dass der sich so oft mitten in der Nacht, vermutlich nach seiner Arbeit, noch hinsetzte um mir eine Mail zu schreiben. Donnerwetter, war der geil.

Er schrieb: „schön das es dir gefallen hat. Geht es dir schon besser damit wir die Nacht bald wiederholen können? Freue mich schon darauf. Lgma“

Ein warmes Gefühl durchrann meinen Körper und zauberte ein Lächeln auf mein Gesicht. Er wollte mich wiedersehen, die Nacht wiederholen. Ja, das war klar. Wo kriegt man eine so heiße Sexnacht umsonst? Sicher nirgendwo. Nur ich war so blöd- ließ mich umsonst von ihm vögeln.

Nein, mein Mädchen, belüge dich nicht selbst, du warst nicht blöd, nur notgeil und hattest in ihm den Richtigen gefunden. Aber wiederholen? Wieder umsonst? Schön war es schon, schöner als je zuvor. Und sein Schwanz war oberaffengeil. Hm, mal in Ruhe nachdenken. Soll ich oder soll ich nicht?

Nimm dir Zeit, liebe Ruth, halt ihn erst einmal hin.

Also schrieb ich zurück: „Hallo Marius- ich habe zwar keine Schmerzen- aber berühren darf ich die Naht noch nicht und die Hand ist auch noch dick verbunden- ein bissel mehr Zeit musst du mir schon geben. Bussi“

Meine morgendliche Restauration ging besser als ich vermutet hatte, denn ich hatte zum Duschen enge Gummihandschuhe angezogen damit der Verband nicht nass wurde. Zwar musste ich tatsächlich etwas vorsichtig hantieren, aber im Großen und Ganzen klappte alles wunderbar.

Den ganzen Tag verbrachte ich mit kleinen Ordnungsarbeiten, und zwischendurch ging ich in die City zum einkaufen. Auch mein geliebtes, sündhaft teures Parfüm „Paris“ holte ich ab, die 75 Euro taten mir weh.

Als ich mich am späten Nachmittag wieder in mein Profil einloggte, fiel mein erster Blick auf den Absender „hamiltonmercedes“. Marius hatte mir bereits 2 Emails geschrieben, war aber nicht mehr online.

Der Mann schien nicht viel Schlaf zu benötigen, denn schon um 11Uhr 22 Minuten hatte er die erste Mail abgesendet. „natürlich muss es dir erst wieder besser gehen. Ich wollte dich nicht drängen. Melde dich wenn du Lust hast meinen Schwanz und meine Zunge zu spüren. Grins. Lgma“

Ich schüttelte grinsend den Kopf, welch ein geiles kleines Ferkelchen. Süß! Er wollte mich heiß machen, das war mir klar.

Schaffte er auf Anhieb, denn bei der Vorstellung seinen Kopf zwischen meinen Schenkeln liegen zu haben und seine Zunge an meinem Kitzler zu fühlen, wurde mir ziemlich warm im Genitalbereich. So ein Strolch, kannte er mich schon so gut? Unmöglich!

Was schrieb er denn in der nächsten Mail, vier Stunden später? „keine Antwort? Kann ich dich anrufen? Hast du Festnetz? Lgma“

Aha, der Herr war sparsam, hatte sicher auch Flatrate. Das war gut, dann konnte ich mal wieder seine Stimme hören, denn ich mochte seinen leichten Dialekt gerne, diese Mischung zwischen Rheinisch und Niederländisch. Ich schrieb ihm umgehend meine Festnetznummer.

Zu meiner Enttäuschung hatte ich sonst keine interessanten Nachrichten bekommen, so dass ich mich entschloss das Fernsehprogramm zu genießen.

Aber von genießen konnte keine Rede sein, denn ich war in Gedanken immer wieder bei der Nacht mit Marius und meine Ohren waren wie Antennen auf das Telefon ausgerichtet, um bloß seinen Anruf nicht zu verpassen.

Niemand rief an. Ob er die Mail noch nicht gelesen hatte? Warum? Weil er arbeiten musste, oder kein Interesse mehr hatte? Quatsch. Sei nicht so ungeduldig, du heißes Frauenzimmer, musste ich mich selbst beruhigen. Er meldet sich sicher morgen. Zum Schluss ging ich frustriert früh zu Bett.

Bis zum nächsten Morgen hatte Marius zwar nicht angerufen, aber die erste Mail hatte er um 4 Uhr 11 geschrieben: „schön Schatzi. Ich rufe dich am Nachmittag mal an. Freue mich deine Stimme zu hören. Lgma“

Erleichtert atmete ich auf, also war alles in Ordnung. Er hatte nur keine Zeit gehabt. Erstaunlich wie sehr meine Stimmung bereits von ihm abhing.

Zufrieden schloss ich das Internet wieder und bereitete mich auf den Kunden vor.

Tom ähnelte Riese Rübezahl. Mächtig groß, 1,95 m und so breit wie hoch. Sein Lebendgewicht war sicher um die Zweieinhalb Zentner. Zu allem Überfluss war er auch noch behaart wie ein Bär, nicht nur auf dem Kopf und im Gesicht, mit Vollbart, auch am ganzen Körper, einschließlich Intimbereich, dichte, lange schwarze Haare. Ekelhaft.

Doch der liebe Gott hatte den imposanten Mann im Genitalbereich nicht so imposant ausgestattet. Eher bescheiden. So ein Pech für ihn und Glück für mich. Für die Sechzig hatte ich auch keine Lust auf einen Riesen-Penis. Es gab also doch so etwas wie Gerechtigkeit, dachte ich und musste mir ein hämisches Grinsen verkneifen.

Es war eine einfache Geschichte, er leckte ein wenig, natürlich an der falschen Stelle, ich gab mir Mühe auf ihm rum zu hoppeln, wobei ich sein Teil kaum spürte, weil er so breit war, dass sein Schniedelchen kaum in die Scheide kam, gut so, dann war er auch schon fertig, und siehe da, sogar zufrieden. Na fein. Feiner Junge, würde ich ihn loben, wenn er ein Hund wäre.

Als Tom sich verabschiedet hatte eilte ich wieder an meinen Computer. Gerade wollte ich mein Profil öffnen, als mein Telefon klingelte.

Ein Harry fragte nach einem Termin um 18.30.

„Warst du schon einmal hier oder woher hast du meine Nummer?“ fragte ich vorsichtig.

Er verneinte, er habe die Nummer von miete-mich.

„Von wo kommst du? Hier aus der Nähe?“ wollte ich sicher gehen nicht wieder einen Fast-Nachbarn vor mir zu haben.

Er verneinte wieder, er sei geschäftlich hier, käme aus Hessen. Das fand ich gut, deshalb gab ich ihm die Adresse.

Erst danach sah ich, dass auf dem Display meines Telefons ein Anruf in Abwesenheit angezeigt wurde. Unbekannte Nummer! Na Bravo! Das hasste ich. Dieses Gespräch hätte ich so wie so nicht angenommen. Leute die ihre Rufnummer nicht anzeigen wollten hatten was zu verbergen, mit denen wollte ich nicht sprechen.

Aber wenn Marius der Anrufer war? Vielleicht hatte er Gründe seine Nummer nicht zu zeigen? Wenn es so wäre, würde er mir das sicher erklären. Ich würde also bei diesen unbeliebten Anrufen erst einmal das Telefonat annehmen müssen, sonst liefe ich Gefahr, seinen Anruf zu verpassen. Nein, das wollte ich auf gar keinen Fall.

Sie haben mindestens eine neue Nachricht, wurde mir in der Informationsleiste von meinem vögeln-Profil angezeigt.

Es waren gleich neue 6 Emails, aber ich öffnete zuerst die von Marius, er hatte mir um 12.42 Uhr geschrieben. Also genau in der Zeit als ich mit dem Schweizer Rübezahl beschäftigt war. Vermutlich hatte er mich angerufen und weil er mich nicht erreicht hatte, dann die Email gesendet.

„hab angerufen, hattest du Kundschaft? Dann geht es dir sicher besser? Soll ich heute Nacht kommen, Dich lecken? Willst du meinen Schwanz spüren? Ich melde mich später. Bin geil auf dein Loch und auf dich. Lgma“

Ich starrte auf die Zeilen und wusste nicht ob ich lachen oder mich ärgern sollte, kalt oder warm war. Sollte ich mich freuen, dass er sich mehr auf mein Loch als auf mich freute? Oder sollte ich sauer sein, dass er mir so deutlich klar machte, dass ich nur ein Sex-Objekt für ihn war? War ich vielleicht zu empfindlich? Ich war ratlos, wurde mir meiner Gefühle nicht klar.

Nein, es war die Reihenfolge, erst das Teil, was er zur sexuellen Befriedigung benötigte und dann die Person, ich. War ich ungerecht? Hatte er vielleicht nur unüberlegt auf die Schnelle geschrieben? Warum machte ich mir über diese Nichtigkeiten solches Kopfzerbrechen? Blödsinn. Abhaken. Abwarten.

Dieser komische Kunde namens Harry kam nicht. Ich war versetzt worden.

Zwar war ich nicht traurig dass ich mich nicht verstellen musste, was ich automatisch bei jedem neuen Kunden machte, aber das Geld hätte ich schon gerne gehabt. Und weil ich mich umsonst vorbereitet hatte und so ein Arschloch dann einfach nicht kam, das ärgerte mich schon.

Erst am Abend rief Marius an. Trotzt der eindeutigen Fahrgeräusche seines LKWs hörte sich seine Stimme fröhlich und liebevoll an. „Hallo, wie geht es denn? Besser mit deiner Hand? Hast du schon gearbeitet, Schatzi? Bist du fit genug für die Fortsetzung heute Nacht ? Hast du Lust auf meinen Schwanz? Ich könnte gegen 4 oder 5 Uhr bei dir sein. Willst du?“ fragte er gut gelaunt.

Ohne lange zu überlegen stimmte ich sehr schnell zu: „Ja, komm, ich warte auf dich. Ich freue mich.“

„Gut Schatzi! Ich werde dich lecken bis du nicht mehr kannst. Ich freue mich auch auf deine geile Fotze. Soll ich dich anrufen wenn ich vor der Tür bin?“ vergewisserte er sich.

Doch ich bat ihn: „Nein, Marius, bitte nicht erst dann. Ruf mich bitte an wenn du dich auf den Weg machst. Wie lange brauchst du ungefähr von dir bis zu mir? Eine Stunde? Dann habe ich Zeit genug, wach zu werden und mich frisch zu machen. Ja? Bitte gib mir die Zeit, die brauche ich!“

„Wird gemacht, Schatzi. Ich ruf an wenn ich losfahre. Schlaf schön, damit du fit bist. Bis gleich.“ Konnte ich seine Vorfreude deutlich hören.

Obwohl es noch keine 22 Uhr war, ich noch mindestens sechs Stunden hätte schlafen können, machte ich vor Aufregung kein Auge zu. Ich wälzte mich im Bett von einer Seite auf die Andere, stand wieder auf, versuchte mich auf das Fernsehprogramm zu konzentrieren, vergebens. Also ging ich ins Internet. Aber die ganzen Freier schienen entweder zu schlafen oder ausgestorben zu sein. Ich hatte keine Mails und nur zwei meiner bisherigen Kandidaten waren online und offenbar mit anderen Damen im Chat. Sie zeigten kein Interesse. Ich versuchte neue Kontakte zu knüpfen, aber auch das klappte nicht, mir fehlte die Konzentration. Ich war nervös wie die Braut vor der Hochzeitsnacht.

Also legte ich mich wieder hin und ließ meinen Gedanken freien Lauf. Ich fragte mich, warum ich einer Fortsetzung zugestimmt hatte. Wieso ich mich auf eine Affäre einließ, denn das wäre es ja spätestens ab dem zweiten Sex-Date, wenn mir der Mann doch gar nicht gefiel? Nein, gefallen hatte Marius mir nicht, sicher nicht. Er war optisch absolut nicht mein Fall. Aber sexuell! Ja, das war es! Marius war für mich genauso ein Objekt meiner sexuellen Begierde wie ich für ihn. So, jetzt hatte ich mir endlich eingestanden, dass auch ich ihn aus reiner Geilheit wiedersehen wollte. Dass es mir lediglich um meine Befriedigung ging, dass ich seine Zunge, Hände und seinen Schwanz spüren wollte, mir das Aussehen des Mannes, völlig egal war. Ich machte ja sowieso die Augen zu! Jawohl, genau das war es doch. Welche Geschlechtsgenossin auch immer jemals behauptet hatte oder behaupten würde, Frauen bräuchten immer das Herz, die Liebe um sich einem Mann hinzugeben, die log, absichtlich oder unbewusst. Nein, ich brauchte nur den Körper des Mannes für meine sexuelle Befriedigung, denn den Mann sehe ich nicht, ich schließe beim Sex die Augen.

Um halb Vier riss mich das Klingeln meines Handys aus einem leichten Halbschlaf.

„Ja? Hallo?“ fragte ich verschlafen.

„Schatzi, ich fahre jetzt los. Bin in einer halben Stunde bei dir. Alles okay mit dir?“ klang Marius freudige Stimme aus dem Gerät.

„Ja, ja, alles bestens. Bis gleich.“ Beeilte ich mich zu bestätigen.

Schnell sprang ich aus dem Bett, unter die Dusche, machte mir einen großen Kaffee, stylte meine Haare mit dem Locki, schminkte mich und stand dann ratlos vor dem Kleiderschrank. Was anziehen? Irgendein sexy Outfit. Welches? So etwas hatte ich gar nicht. Bademantel? Nein, schrecklich steril. Jeans? Auch nicht, zu normal. Kleid? Die Auswahl war sehr bescheiden. Also ein tief dekolletiertes Long Shirt. Ja, das ging. Dazu halterlose schwarze Strümpfe mit Pumps und geile Unterwäsche. Welche? Hm die Slips waren ein wenig zu groß, Tangas hatte ich nicht, fand ich immer zu unbequem und auch unpassend für mich. In diesem Moment hätte ich gerne wenigstens einen Tanga gehabt. Was konnte ich nun machen? Keinen Slip anziehen. Ja, das mochte Marius, das war mir noch im Gedächtnis. Was hatte er letztens gesagt? „und zieh nichts an, damit ich dich gleich lecken kann“

Na bitte. Das Shirt reichte bis zur Mitte der Oberschenkel, gerade bis knapp über das Strumpfband. Man sah es nicht, dass ich keinen Schlüpfer trug, man konnte es nur fühlen. Perfekt.

Gott, was machte ich mir denn für Umstände wegen eines Stechers? War doch egal, sowieso nur noch das eine Mal.

Na ja, aber sexy wollte ich schon sein. Weiblich. Ihn reizen! Quatsch, würde ich ihn nicht reizen, käme er ja nicht.

Das Klingeln meines Handys unterbrach meine Überlegungen.

„Ich stehe vor deiner Tür!“ sagte Marius. „Ich wollte nicht klingeln, wegen deiner Freundin. Machst du mir auf?“

Flugs schaute ich noch nach ob alle Zimmertüren und Vorhänge geschlossen waren, ein letzter Blick in den Spiegel, dann stolzierte ich zur Haustür.

Marius blinzelte wieder in die Dielenlampe, grinste mich an und nahm sein Käppi ab. „Hallo, wie geht es denn? Gut siehst du aus, Schatzi. Hast du dich für mich so hübsch gemacht?“ fragte es fast zärtlich, dabei ging er in die Knie so dass er mit mir in Augenhöhe stand, legte die Arme um mich und küsste mich zart.

Ich musste über seine komische Haltung lachen, bot ihm an: „Stell dich doch gerade. Welch unbequeme Haltung, du kriegst ja Krämpfe in den Beinen wenn du so lange stehen, nein man kann eher sagen, hocken bleibst.“

Er schüttelte den Kopf, erklärte: „Nein, ist schon okay so, dann musst du dich nicht nach mir recken. Das ist angenehmer für dich. Klappt schon.“

Ein komischer Kauz, aber sehr lieb von ihm, dass er nicht wollte, dass ich mir den Hals verrenke. Lieber nahm er die gekrümmten Beine in Kauf. Sehr rücksichtsvoll. Ein Gentleman. Donnerwetter.

Seinen großen weichen Mund zog er viel zu schnell wieder zurück, er hatte meinen Appetit angeheizt und mir das Herz geöffnet. Als ich ihn ansah, fand ich seine, von der Kälte leicht gerötete Nase gar nicht mehr so groß und sein Lächeln ganz süß, der ganze Mann sah irgendwie anders aus. Der war doch nicht hässlich. Wo hatte ich nur in der ersten Nacht meine Augen gehabt? Ach ja, geschlossen. Vielleicht sollte ich doch manchmal gucken? Ich schmunzelte vor mich hin.

Wie selbstverständlich ging Marius ins Bizarr-Zimmer.

Ich beobachtete ihn genau, als er sich auszog. Zuerst legte er Autoschlüssel, Handy und Portemonnaie auf der Fensterbank ab, weil es in dem kleinen Raum wenig Möglichkeiten gab, dann entledigte er sich seiner Kleidung. Dabei fragte er liebevoll lächelnd: „Und was hast du die Tage alles gemacht? Geht es schon so viel besser mit deiner Hand, dass du schon arbeiten kannst? Ach ja, zum ficken braucht man nicht unbedingt die Hände.“ Lachte er über seinen eigenen Gag.

Ich suchte vergeblich den Witz, war eher etwas angestoßen. Deshalb kritisierte ich ihn scharf: „Lustig! Nein, dazu braucht man keine Hände, aber ich ficke nicht dauernd, sondern massiere meistens die ehemaligen Stammkunden. Und ich hatte auch keinen Kunden, denn dazu brauche ich meine Hände, und zwar beide.“

Marius lenkt sofort ein: „Tschuldige, Schatzi, war nicht so gemeint. Komm mal her, ich will dich nicht ärgern, sondern glücklich machen. Ich habe mich so auf dein leckeres Fötzchen gefreut, du dich auch auf meinen Schwanz? Komm, lass mich mal erst lecken.“ Damit setzte er sich auf das Bett und ich konnte sehen, dass sein mächtiger Penis selbst im noch schlaffen Zustand beeindruckend war. Marius zog mich ganz nah an sich. Seine Hände griffen unter mein Shirt, er fühlte meinen nackten Po und stöhnte: „Ah wie schön, du hast daran gedacht nichts drunter zu ziehen, das ist gut!“

Ich fühlte seine Hände unter meinem Shirt hoch gleiten, geschickt löste er meinen BH, streifte mir die lästige Kleidung über den Kopf und legte mich auf das Bett, so dass meine Füße noch den Boden berührten.

Er ging mit den Knien auf den Laminat, drückte meine Beine auseinander und seine Zunge suchte sich den Weg von meinen Innenschenkeln hoch bis zu meiner Klitoris.

Ich stöhnte laut auf: „Ja, ja, das ist gut. Darauf habe ich gewartet. Ach ja, das brauche ich. Ich brauche dich. Du bist gut, sehr gut! Ja, so ist es gut!“

Marius antwortete nicht, er war intensiv damit beschäftigt meinen Kitzler zu lecken, dabei schlichen sich seine Hände langsam bis zu meinem Busen, bis er meine Warzen erreicht hatte. Er kniff mich so fest hinein, dass ich laut aufschrie: „Au! Nicht so fest! Du tust mir weh!“

Statt einer Antwort oder gar einer Entschuldigung, änderte er seine Lage, hob meine Beine auf das Bett, schob mich mehr in die Mitte und kroch hinterher.

Schnell und hart stieß er mir den Schwanz in die Scheide.

Wieder schrie ich auf, aber vor Glück: „Ja! Komm! Tief und fest. Oh ja, darauf habe ich mich den ganzen Tag gefreut. Mein Gott, bist du gut! Hast du einen geilen dicken Schwanz. Den brauche ich, ja ich brauche dich, Marius!“

„Ja, schrei. Laut, ich liebe es. Du bist gut, du bist die Beste. Ich will dich immer ficken, dein geiles Loch. Ja, komm, schrei!“ keuchte er und bewegte sich schneller und wilder.

In gewohnter Art hatte Marius wieder meine Beine geschultert um besser in mich eindringen zu können. Plötzlich ließ er meine Beine runter gleiten und er senkte sich auf meinen Körper herab. Sein Mund suchte den Meinen, und sein Kuss wechselte zwischen heiß - leidenschaftlich zu sanft und zärtlich, und war von langer Dauer. Ich trank seinen Speichel mit Genuss, hoffte der Kuss werde niemals enden und gab mich selig seiner Führung hin.

Nach endlos langem Geschlechtsakt zog er sich aus mir zurück und legte sich neben mich. Obwohl Marius wieder die gleiche Stellung bevorzugt hatte, sich auch kein Wechsel ankündigte, fand ich das gar nicht eintönig. Er hatte mich erneut zu mehreren Höhepunkten gebracht und mich völlig atemlos gemacht. Er war ein sehr einfühlsamer Lover. Der Beste den ich je kennen gelernt hatte.

Ich wusste was nun kam und schmiegte mich so nah wie möglich an seinen heißen schlanken Körper. Das Gefühl zu Hause zu sein ergriff mich auch bei diesem zweiten Mal des Zusammenseins. Das war sehr schön.

Marius massiert seinen Schwanz, küsste mich und stammelte abwechselnd: „Ich liebe deine geile Fotze. Du hast das geilste Fickloch was ich kenne. Du bist die beste Nuttenfotze. Komm, küss mich. Komm, saug meinen Schwanz aus. Warum schluckst du denn nicht? Das ist so geil.“

Nach einem langen leidenschaftlichen Kuss, stöhnte er: „Gleich komm ich. Sag dass du meine geile Nutte bist. Sag es, bitte. Willst du nicht meinen Saft probieren? Sag ja, bitte. Ich komme jetzt.“

„Ja, komm, spritz! Ja, ja ich will deinen Saft. Ich brauche das!“ wollte ich ihm nur Hilfestellung leisten, deshalb zuckte ich erschrocken zusammen, weil er meine Zustimmung wörtlich nahm.

Bei seinem heftigen Orgasmus hatte Marius eine kräftige Ladung Sperma auf seinen Bauch und etwas auch auf seine Hand gespritzt. Danach schob er mir plötzlich seinen Spermafinger in den Mund und bei einem anschließenden Kuss seine Zunge hinterher.

Ich war so verdattert von diesem Überraschungsangriff, dass ich tatsächlich den Geschmack testete, in dem ich schluckte und mir nach dem Kuss über die Lippen leckte.

Als mir bewusst wurde, was da eben passiert war, sagte ich erbost: „Bah, pfui, das mag ich nicht. Mach das nie wieder!“ drehte mich von ihm weg, griff zur Wasserflasche und spülte den Rest runter.

Marius grinste und fragte mit Unschuldsmiene: „Aber das wolltest du doch. Oder habe ich dich falsch verstanden?“ dabei nahm er die Papierrolle und riss sich ein Stück ab.

Ich schüttelte wortlos den Kopf und blieb ihm die Antwort schuldig. Er wusste sie sowieso.

„Aber Schatzi, hast du denn noch nie geschluckt? Das macht doch die Vereinigung noch intensiver. Das ist normal wenn man zusammen gehört!“

erklärte er ernsthaft in liebevollem Ton. Ich wandte mich Kopfschüttelnd ab, blieb aber stumm.

Freiwillig ging Marius ins Bad um sich zu säubern und ich zum Gäste WC für eine Kaltwasser- Kurzreinigung.

Gleichzeitig trafen wir uns wieder an der Zimmertür. Er nahm mich wortlos in seine Arme und flüsterte mir ins Ohr. „Ich bin verliebt. Du bist eine tolle Frau. Ich hoffe das ist heute nicht das letzte Mal sondern das wird mit uns eine längere Beziehung? Das fände ich sehr schön. Ich möchte gerne mit dir zusammen bleiben. Und du, was denkst du darüber?“

Ich nickte nur, wusste nicht was ich sagen sollte. Ja, ich war frei und ungebunden, klar. Zwei Monate erst, oder schon? Wie sollte, konnte ich das sehen? Den endgültigen Schlussstrich hatte ich im Dezember gezogen, aber zu Ende war meine letzte Beziehung doch schon viel, viel länger. Seit wann vermochte ich gar nicht zu sagen. Hatte der Anfang vom Ende nicht schon zu dem Zeitpunkt angefangen, als ich meinen Wohnsitz in Hurghada verlassen und mich wieder dauerhaft in Deutschland aufgehalten hatte? Doch sicher, aber weder Ramsi noch ich hatten das so gesehen. Er weil es für ihn vorteilhafter war, dass ich mich an ihn gebunden fühlte. Und ich, weil ich nichts Besseres fand, obwohl ich sicher nicht gesucht hatte. Faulheit? Nein. Lustlosigkeit? Vielleicht. Nein, es war Gleichgültigkeit. Dem Mann, der Beziehung, sowie der Sexualität gegenüber. Ich war zu bequem, fand es exotisch und ungewöhnlich sagen zu können: ich habe noch eine Wohnung in Ägypten und einen Mann der darin auf mich wartet und derweil auf die Möbel aufpasst. Ja, so war das wohl.

Eigentlich suchte ich keine neue Beziehung, oder doch? Keine Ahnung. Ich wusste wohl derzeit selbst nicht was ich suchte. Alles? Nichts? Egal. Ich würde es einfach auf mich zukommen lassen. Schließlich hatte ich auf niemanden Rücksicht zu nehmen oder Rechenschaft abzulegen.

Marius wartete die Antwort nicht ab, ließ sich auf dem Bett nieder und fragte weiter: „Sagst du mir denn jetzt wie alt du wirklich bist?“

Leicht genervt, damit er endlich dieses Thema abhakte, antwortete ich: „Also okay, damit du deine Ruhe hast, es stimmt, ich bin schon 55. Zufrieden?“

Er lachte auf, sagte spöttisch: „Du kannst mir nichts erzählen. Nee, das stimmt auch noch nicht. Du bist älter! Ich weiß zwar nicht, warum du mir dein wahres Alter nicht sagen willst, noch dazu wo ich doch mal mit einer Sechzigjährigen zusammen war, aber ist egal. Sagst du mir schon irgendwann.“ War er sich sicher.

Nachdem Marius ein zweites Mal begann meinen Körper zu erkunden und mich liebevoll zu verwöhnen, er anschließend seinen Höhepunkt auf seine ihm eigene Art vollendet hatte, war ich irgendwann in seinen Armen eingeschlafen.

Genau so, in Marius Armen, wurde ich kurz vor Mittag wach. Verwundert schlug ich die Augen auf und sah in das Gesicht des schlafenden Mannes neben mir. Ich betrachtete den Schlafenden, erforschte seinen friedlichen Gesichtsausdruck und konnte nicht mehr verstehen, warum er mir anfangs nicht gefallen hatte. Als ob er meinen Blick gefühlt hätte, öffnete er die Augen und sah mich mit einem jungenhaften - zärtlichen Lächeln an. Die Liebe leuchtete mir aus seinen blau-grünen Augen entgegen, dass ich nicht anders konnte, als ihm einen scheuen Kuss auf die Stirn zu hauchen.

Sofort bot er mir seinen Mund zum Kuss an und drückte mich an sich, danach sagte er: „Guten Morgen, schöne Frau. Gut geschlafen? Ah, ja, danke der Nachfrage, ich habe sehr gut geschlafen. Es ist schön bei dir!“ rekelte und streckte er sich wohlig.

„Guten Morgen, ja, ich habe auch gut geschlafen. Es ist ein bissel eng hier, das schmale Bett, aber es war trotzdem eine gute Nacht.“ Stellte ich leicht erstaunt fest, denn bisher hätte ich dieses Einmeterzwanziger Bett mit niemand geteilt. Es wunderte mich dass Marius meinen Schlaf nicht gestört hatte. Normalerweise hasste ich es, im Schlaf eingeengt, oder gar festgehalten zu werden. Auch dass ich mich ehrlich gefreut hatte, beim Aufwachen in das Gesicht dieses Mannes zu sehen, war eine ganz neue Erfahrung für mich. Eigentlich war ich ein absoluter Morgenmuffel, konnte beim wach werden niemanden neben mir ertragen, musste mir immer erst mit zwei großen Kaffees die Laune aufhellen.

Vorsichtig schnupperte ich während er sprach, aber ich konnte keinen unangenehmen Mundgeruch wahrnehmen. Seltsam, es gab nichts was mich störte, der Mann war in seiner ganzen Art und Ausstrahlung ein angenehmer Bettgenosse. Ich wunderte mich über meinen Anpassungswillen.

Das war wohl der Moment, in dem ich meine Ablehnung völlig aufgab, mich plötzlich enorm zu ihm hingezogen fühlte, mir wünschte, er möge bei mir bleiben.

„Stört es deine Freundin auch nicht, das ich noch hier bin? Ich will dir keine Schwierigkeiten machen. Ich bin gleich weg!“ fragte Marius besorgt.

Ich winkte lachend ab: „Nein, keine Sorge. Die ist schon lange weg. Die muss um 9 Uhr anfangen, dann macht das Cafe auf. Also lass dir ruhig Zeit. Aber sag mal, kannst du einfach über Nacht wegbleiben? Bekommst du keinen Ärger? Wartet niemand auf dich?“ kam mir plötzlich der Gedanke, dass ich gar nichts von ihm wusste. In seinem Profil stand zwar Single, aber ob das stimmte? Er hatte selbst gesagt, dass in diesem Forum viel gelogen wird. Machte ich zwar auch, unter anderem hatte ich meine Freundin als Mitbewohnerin erfunden, aber nur zu meinem Selbstschutz, na ja und eben das Alter. Aber er? Vielleicht hatte er Familie und ich war nur der Seitensprung? Eine Abwechslung von der langweilig gewordenen Ehefrau?

Marius lachte laut auf, erwiderte verächtlich: „Du meinst eine Frau? Nee, ich war noch niemals verlobt und schon gar nicht verheiratet. Ich bin ledig, habe keine Kinder und lebe im Haus meiner Eltern. Ich kann machen was ich will!“

„Okay,“ war ich sichtlich erleichtert, „dann mach ich jetzt mal erst einen Kaffee für uns. Wie trinkst du deinen Kaffee? Mit Milch und Zucker? Oder?“

Aber Marius schüttelte den Kopf und lehnte ab: „Nein, lass mal. Ich muss mich beeilen, habe heute noch jede Menge zu tun. Zum Kaffee trinken habe ich leider keine Zeit mehr. Holen wir nach. Ja? Nicht böse sein.“ Bat er.

Irgendwie fand ich diesen abrupten Aufbruch zwar blöd, andrerseits kam es mir auch entgegen, denn ich fürchtete das Rabea und Rubina jeden Moment auftauchen könnten um mich zum gemeinsamen Einkauf abzuholen. Es wäre mir nicht recht gewesen, wenn meine Tochter meinen neuen Liebhaber getroffen hätte.

Was hatte ich eben gedacht? Meinen Liebhaber? War Marius das? Sicher! Was sonst? Ein zahlender Kunde war er nicht, also hatte ich jetzt einen Lover. Im Rentenalter, nach Jahren eine neue Liebe? Ein neues Glück? Ja, tatsächlich, Marius gab mir ein ganz neues, wirklich befriedigendes Liebesglück. Über diesen Gedanken schmunzelte ich noch als der Mann schon lange weg war.

Eifersucht

Ich hatte eben mein Morgenstyling fertig als meine beiden Mädels klingelten. „Guten Morgen Omi. Wir wollen einkaufen gehen. Gehst du mit?“ fragte meine Tochter lachend und die kleine Rubina bekräftigte: „Ja, Omi, komm, einkaufen gehen.“

Wie immer, wenn wir durch die City bummelten, landeten wir bei Family und ich kaufte einige Anziehsachen für die Kleine. Nachdem wir alle Einkäufe erledigt hatten, war es an der Zeit für Rubinas Mittagsschlaf. Wir entschlossen uns, während dieser Zeit in meiner Wohnung fernzusehen. Als die Süße schlief, Rabea und ich in der Wartezeit gemütlich Kaffee tranken, kam Darkan überraschend zu Besuch.

Weil er in der Nähe an einem türkischen Cafe beteiligt war, besuchte er mich ab und zu auf einen Sprung und dabei half er mir hin und wieder, wenn ich kleinere Reparaturen in der Wohnung zu machen hatte.

Bei der Begrüßung ergriff ich gleich die Gelegenheit, bat ihn: „Darki, du kommst mir wie gerufen. Ja, guck mich nicht so genervt an. Ist nur eine Kleinigkeit!“ lachte ich als ich seinen ablehnenden Blick sah. „Ich möchte gerne das Messingbett wieder ins Romantikzimmer stellen, kannst du mir helfen es aus dem Keller zu holen und aufzubauen? Siehst du, ist nichts langwieriges, oder?“

„ Nee, ist wirklich nix Zeitaufwendiges, aber dir fällt immer irgendetwas ein, womit du alle Leute um dich herum zu beschäftigen weißt.“ Knurrte er missmutig, sah Rabea Beifallheischend an und fragte sie: „Hab ich Recht oder nicht, Bea? Wenn deine Mutter mal keine Änderungswünsche mehr hat, ist sie vermutlich tot. Komm, Bea, fass mir eben an, das Ding ist zwar nicht schwer, aber sperrig. Bringen wir es direkt hinter uns, damit sie ihre Ruhe hat.“ Forderte er meine Tochter auf.

Auch Rabea verzog unlustig die Mundwinkel, erhob sich aber widerspruchslos und ging mit Darki in den Keller.

Das Einmeterfünfziger Messingbett bestand nur aus drei Teilen, Kopf- und Fußteil und einem Stahlnetz-Rost mit Lattenverstärkung in der Mitte. Mit ein paar Handgriffen war die stabile Liegefläche schnell in den Messingpfosten eingehangen. Die dicke Einmetersechzig breite Matratze ragte zwar an den Seiten um ein paar Zentimeter über, was aber nicht mehr sichtbar war, als die dicke- große Tagesdecke darauf lag, weil diese an den Seiten lang runter hing.

Zufrieden strahlte ich: „Das sieht doch viel besser aus, als mit der Matratze auf der Erde. Das mochte ich nie, das sah so ärmlich aus. So ist das ganze Zimmer viel gemütlicher. Jetzt wird es dem Namen Romantik-Zimmer endlich gerecht. Danke ihr Beiden.“

Nachdem die Beiden mir lustlos bestätigt hatten dass das Zimmer mit Bett besser aussah, verzogen sie sich schnell ins Wohnzimmer. Zu dritt hatten wir dann einen gemütlichen Kaffeeklatsch Stündchen bis die Kleine wach wurde.

Während Rabea der Süßen ein Brot machte und Darki sich mit Rubina unterhielt ging ich schnell ein paar Sachen einpacken, weil ich die Nacht bei den Beiden schlafen wollte. Das wir das Wochenende zusammen verbrachten war schon zur lieben Gewohnheit geworden.

Als wir abends in Rabeas Wohnzimmer zusammen saßen, wollte meine Tochter gerne einen Film sehen, der mich absolut nicht interessierte.

Gelangweilt saß ich neben Rabea und startete einen Versuch, ihr von Marius zu erzählen.

„Maus, ich hab da jemand kennen gelernt. Der ist zwar eigentlich nicht mein Typ, aber ich finde ihn irgendwie süß. Wieso weiß ich auch nicht, aber er....“

„Was nu? Entweder ist er was für dich oder nicht. Wenn du dich entschieden hast, sag Bescheid.“ Unterbrach sie mich abweisend. Rabea ließ mich kalt abblitzen. Sie mochte die Störung nicht.

Es war mir zwar klar, dass sie kein Interesse hatte, aber ich erstickte fast an meinem Geheimnis. Weder Esther noch ihr hatte ich bisher davon erzählt. Hatte mich nicht getraut von meiner Verfehlung und den Zweifeln zu berichten, weil ich nicht riskieren wollte, negative Kritik zu hören. Zwar brauchte ich keinen Rat, dazu hätte ich meine Freundin angerufen, aber ich wusste selbst nicht wie ich meine neue Bekanntschaft bezeichnen sollte, wollte erfahren wie ich mich ausdrücken würde, wenn ich von ihm erzählte.

Plötzlich schien ihr ein Licht aufzugehen, lauernd fragte sie: „War das der späte Besuch diese Woche? Deshalb wolltest du nicht hier schlafen? Wegen nem Kerl? Woher kennst du den denn? Sag jetzt bitte nicht, das ist ein Freier? Mama, das ist doch nicht etwa der Holger?“ war meine Tochter ganz aufmerksam.

Ich grinste geheimnisvoll, versuchte es spannend zu machen: „Nein, der doch nicht. Nein, ich habe einen netten Mann kennen gelernt, aus dem Internet kenne ich ihn. Er ist kein Freier. Weißt du eigentlich ist er das Gegenteil von all meinen bisherigen Lovern. Optisch und auch allgemein, ein Otto-Normalverbraucher, er ist LKW-Fahrer. Aber er hat....“

Wieder unterbrach meine Tochter: „Was erzählst du denn da? Kein Freier? Aus dem Internet? Von miete-mich oder vögeln? Dann ist es doch ein Freier. Mama- igitt- wie kannst du nur? Ich versteh dich nicht.“

„Okay, Bea, stimmt, ich kenne ihn durch vögeln.de. Aber da gehen unsere Meinungen ja nun total auseinander. Nicht Jeder der da drin ein Profil hat ist ein Freier.“ Versuchte ich eine Unterhaltungsbasis zu finden.

Rabea legte das anders aus als ich es gemeint hatte, sie sagte abfällig: „Nee, aber dann sind es Wichser. Primitive Wichser. Und so Einen hattest du letztens zu Besuch? Privat? Ohne Geld etwa? Sag dass das nicht dein Ernst ist!“

Ich resignierte, schwächte ab: „Nein, beim ersten Mal mit Bezahlung!“ log ich um weiteren Kritiken zu entgehen.

Sie hatte meinen Unterton nicht überhört, fragte empört: „Was? Der war schon öfter da? Und dann umsonst? Mama, du bist total verrückt geworden. Ich fass es nicht wie du dich verändert hast.“

Ärgerlich beendete ich die Unterhaltung: „Ist ja meine Sache. Aber dir erzähl ich gar nichts mehr. Guck deinen Film, ich geh ins Netz, zu vögeln.de, das ist interessanter für mich. Du musst das ja auch nicht verstehen.“

Ganz offensichtlich war das Thema damit abgeschlossen, denn Rabea vertiefte sich weiter in die Handlung des Films und ich öffnete als erstes die Mail von „hamiltonmercedes“ die erst Minuten zuvor gekommen war.

Wie gebannt starrte ich auf die kurze Nachricht und war überglücklich als ich las: „Schatzi, es war wunderschön mit dir, du schmeckst oben und unten gleich gut, ich liebe dich, sehen wir uns morgen? Lgma“

In diesem Moment war ich mir absolut sicher, diesen Mann wollte ich behalten, er war der Mann auf den ich gewartet hatte. Wir hatten uns gesucht und gefunden. Egal wie und wodurch wir uns fanden, egal der Altersunterschied, egal die Entfernung zwischen unseren Wohnorten, egal wie viel und welche Widerstände auch auftauchen würden, diesen Mann ließ ich mir nicht vermiesen. Auch nicht durch meine Lieblingstochter.

Ich antwortete schnell „ja- gerne- wann, abends? Ruf mich an- bin noch bei meiner Tochter bis morgen- wenn du mich auf Festnetz nicht erreichst, Handy- freue mich auf morgen- gute nacht- Bussi Julia“

Zwar hatte ich noch 6 Mails, aber nach dieser schönen Nachricht von Marius nicht die geringste Lust, den schwachsinnigen Mist der Freier zu lesen. Lieber träumte ich mit offenen Augen vor mich hin, dachte an die Liebkosungen und Zärtlichkeiten die ich von Marius erfahren hatte und hörte im Inneren noch immer die liebevolle Frage, die er in diesen beiden Nächten so oft gestellt hatte: „Geht es dir gut?“

Oh ja, wenn ich nur an dich denke, mein Liebster, dann geht es mir schon gut!

Am nächsten Tag, dem üblichen langweiligen Sonntag, war ich total unlustig und unruhig. Mir ging die Zeit nicht um.

Bereits am frühen Nachmittag bat ich Rabea: „Fährst du mich bitte gleich nach Hause?“

Verwundert fragte sie: „Jetzt schon? Wieso bleibst du nicht bis Morgen? Du hast doch zu Hause nichts zu tun und außerdem arbeitest du doch sonntags auch nicht. Weshalb willst du denn jetzt schon gehen?“

„Ich habe keine Lust mehr!“ erklärte ich lapidar. Wollte keine weitere Debatte darüber.

Aber so schnell ließ sich meine Tochter nicht abspeisen, sie rätselte: „Ist es wegen dem Kerl, eh Mann den du kennen gelernt hast? Ich war gestern vielleicht ein bisschen voreilig, erzähl doch mal. Was ist denn mit dem? Woher kommt er denn und wie sieht er aus, wie alt und so weiter. Erzähl mal!“ forderte sie.

Ich schüttelte den Kopf erwiderte eigensinnig: „Nein, jetzt will ich nicht mehr. Vielleicht ein anderes Mal. Ich will jetzt nach Hause, wegen dem Kerl. Der kommt nämlich heute. Und der will anrufen und mir sagen wann. So!“

„Aber dann ist es doch immer noch früh genug nach Hause zu fahren. So lange kannst du doch noch bleiben.“ Schlug Rabea vor.

„Nein, er ruft mich auf Festnetz an. Und da das Homezoone ist, erreicht er mich nicht wenn ich hier bei dir bin. Also, fährst du mich jetzt?“ bestand ich darauf aufzubrechen.

Knurrig gab sie nach, zog der Kleinen warme Sachen an.

Unterwegs sagte sie beiläufig: „Ich hoffe, es lohnt sich für dich, wegen dem Mann unser gemütliches Wochenende vorzeitig abzubrechen.“

Ich lachte selig, sagte träumerisch: „Wenn es wieder so schön wird wie die anderen beiden Nächte, lohnt es sich bestimmt. Du könntest deiner Mutter ruhig mal ein neues Glück gönnen.“

„Aber Mama, das tue ich doch. Ich wünsche dir nur das Beste, das müsstest du wissen. Aber ich habe einfach was gegen die Leute, die sich in diesem ekelhaften Forum tummeln. Sorry, ich kann mich nicht dagegen wehren.“ Gab sie sich nachgiebig.

„Ach ja? Du hast also auch was gegen mich? Du sagtest gegen die Leute! Ich gehöre auch zu diesen Leuten. Vergessen?“ stellte ich empört fest.

„Du weißt genau, dass ich die Männer meine!“ korrigierte sie sofort.

Ich schwieg, hatte keine Lust auf weitere Erklärungen und Missverständnisse.

„Kommt ihr noch mit rein?“ fragte ich kurz vor meiner Wohnung.

Nun war meine Tochter stur und lehnte ab: „Nee, keine Lust. Bis morgen.“

In mir keimte die Vermutung auf, dass Rabea eifersüchtig war, vielleicht Sorge hatte, ein neuer Mann an meiner Seite könne ihr etwas wegnehmen. Blödsinn. Oder doch nicht? Ja, auf jeden Fall Zeit, die würde eine neue Beziehung ihr tatsächlich wegnehmen. Aber damit musste sie genau so klar kommen wie ich das auch müsste, denn sicher würde auch meine Tochter irgendwann mal wieder einen Partner finden. Das man seinem Liebsten Zeit widmete, ohne Mutter oder Tochter dabei haben zu wollen war ja normal.

Rabeas momentane, manchmal aggressive oder depressive Art entsprang einfach der Tatsache, dass sie mit ihren Beziehungen Pech gehabt und nun mit den Problemen einer alleinerziehenden Mutter zu kämpfen hatte. Eigentlich war ihr ein liebes, anpassungsfähiges, ausgeglichenes Wesen zu Eigen und obwohl sie eine Schützin war, glich ihr Wesen mehr dem Sternzeichen Waage. Doch derzeit stand die Waage ziemlich schief.

Oft glaubte ich an Rabeas unglücklicher Situation einen Teil der Schuld zu tragen, weil ich sie vor 10 Jahren, noch in ihrer Oberstufenschulzeit mit nach Ägypten geschleppt hatte. Auch Rabea entdeckte gleich im ersten Urlaub ihre Vorliebe für dieses Land. Als sie sich in Mahmut verliebte und gleich nach dem Abitur, ohne hier eine Ausbildung zu absolvieren, mit Sack und Pack nach Hurghada ausreiste, hatte ihr Pech schon angefangen. Mir fehlte die Härte und Strenge sie aufzuhalten, im Gegenteil bestärkte ich meine Tochter noch, in dem ich es ihr sechs Monate später nachahmte, mich ebenfalls dort niederließ. Nach nur einem Jahr musste Rabea einsehen, dass sie in diesem Land keine beruflichen Chancen hatte und ihr die lächerlichen Jobs und die Zusammenarbeit mit den meist dummen, ungelernten Einheimischen nicht ausreichten.

Sie setzte Himmel und Hölle in Bewegung um ihren Liebsten mit nach Deutschland zu nehmen, damit sie ein Studium aufnehmen konnte. Mit einer überstürzten Heirat, um die deutschen behördlichen Vorschriften des Eheschließungsverfahrens zu umgehen, in Dänemark, schaffte sie ihr Vorhaben recht schnell. Natürlich unterstützte ich meine Tochter mal wieder, half bei Wohnungssuche und Einrichtung, wie immer auch finanziell.

Anfangs schien sich auch Mahmut in Deutschland recht wohl zu fühlen, arbeitete aushilfsweise in dem Malerbetrieb meines Sohnes Rene und Rabea ging zur Universität, studierte Chinesisch und Arabisch mit dem Berufsziel Diplomübersetzerin. Obwohl auch ich zu dem jungen Haushalt beisteuerte, war das Geld zu knapp um die jugendlichen Vergnügungsbedürfnisse und Wünsche zu erfüllen. Als Rene aus Arbeitsmangel seinen Schwager Mahmut dann nicht mehr beschäftigen konnte, war die Unzufriedenheit normaler Alltag, die junge Ehe wurde auf eine harte Probe gestellt. Weil Mahmut mangels ausreichenden Deutschkenntnissen und auch aus mangelndem Interesse keinen Job fand, war Rabea gezwungen ihr Studium aufzugeben und sich einen Job zu suchen.

Sie wurde Flugbegleiterin, war dauernd unterwegs, Mahmut saß zu Hause.

Ausgerechnet in dieser Krise, kam ich zu einem längeren Besuch, weil ich an beiden Schultern operiert werden musste und gleichzeitig gewaltige Probleme mit dem Finanzamt zu klären hatte, vermutlich Steuerschulden nachzahlen musste.

Nach nur 2 Monaten entschloss ich mich ebenfalls in Deutschland zu bleiben, suchte mir eine Arbeit, weil ich sonst meine Schulden beim Fiskus nicht hätte regeln können. Ich hatte Glück und fand einen Job als Büffetkraft in einer neuen Nachtbar in der nahegelegenen Landeshauptstadt. Schlechte Grundlöhnung aber mit prozentuellem Zuschuss.

Weil Rabea und ich ständig in der Sbahn zur Arbeit viel Zeit verbringen mussten, suchten wir eine Wohnung in Düsseldorf, wobei die Beiden darauf bestanden, dass ich mit ihnen darin wohnen sollte. Auch die Hoffnung, Mahmut könne in der großen Stadt mit den vielen gut besuchten gastronomischen Betrieben eher eine Tätigkeit finden, hatte zu unserem sinnvollen Entschluss beigetragen. Wir fanden schnell eine günstige Dreizimmerwohnung und zogen um.

Aber mein Schwiegersohn wurde immer missgestimmter und unlustiger. Er vernachlässigte den Deutschunterricht und war häufig nächtelang bei den neugewonnenen Freunden. Es kriselte gewaltig. Als Mahmut seine Eltern in der Heimat besuchen wollte, zeigte auch Rabea Verständnis und ich gab ihm noch das Reisegeld.

Er kam nicht zurück, teilte Rabea per SMS mit, dass er in Deutschland nicht leben könne, in Ägypten bliebe, deshalb die Trennung wolle. Rabea brach fast zusammen und ich hatte lange Zeit wirkliche Mühe, meine Tochter davor zu bewahren, wieder einen Fehler zu begehen und ihrem Mann in dessen Heimat zu folgen. Aber ihr Herz hing noch zu sehr an Mahmut, das sie zumindest an der Ehe festhielt und eine Fernbeziehung führte. Ab dem Zeitpunkt reisten wir beide wieder hin und her, hatten beide eine Beziehung, die eigentlich keine war. Bis Rabea nach 2 Jahren eine neue Liebe fand.

Ich war von dem Neuen absolut nicht begeistert, ahnte das Fiasko voraus. Mit ihrer Vorliebe für Exoten hatte meine Tochter sich in einen Brasilianer verliebt, ausgerechnet einen Musiker, der zu allem Überfluss nur ein Touristen-Visum besaß. Wieder führte Rabea einen Kampf um ihren Liebsten, gegen die deutschen Behörden. Darin hatte sie bereits Übung. Ich konnte und wollte nicht mit dem „Trommler“ wie ich ihren neuen Lebensgefährten abfällig nannte in einer Wohngemeinschaft leben, daher suchten wir uns getrennte Wohnungen, allerdings im gleichen Haus. Dann wurde meine Tochter schwanger. Ich war besorgt, enttäuscht und fassungslos. Meine Tochter, schwanger von einem solchen Luftikus, der schon in seiner Heimat 3 Kinder mit drei verschiedenen Frauen hatte.

Ausgerechnet in dieser Zeit des Umbruchs bekam ich beängstigende, massive finanzielle Schwierigkeiten. Die Pächterin meiner Gastro-Immobilie zahlte keine Miete mehr. Ich stand vor dem Ruin. Fast ein Jahr lebte ich in heller Panik, schlug mich mit diversen Jobs, als Türfrau oder Hausdame in verschiedenen Privat-Bordellen durch, hielt mich eben über Wasser, bis ich endlich, kurz vor der drohenden Zwangsversteigerung Käufer für mein Haus fand. Zwar waren meine finanziellen Sorgen vorbei und ich konnte meiner Tochter helfen die Erstausstattung für die Neugeborene sowie den Umzug in eine größere Wohnung zu bezahlen, aber Rabeas Glück war nicht von langer Dauer. Rubinas Geburt und deren erste Lebenswochen stellten Rabea auf eine harte Probe. Die Kleine war stressig, schrie viel, dadurch schlief meine Tochter wenig und war ständig gereizt. Ich versuchte mein Bestes, Rabea ein wenig zu entlasten, was man von dem Kindesvater nicht behaupten konnte. Der lebte zwar mit den Beiden zusammen in einer Wohnung, aber er lebte sein Leben. Kam und ging wie und wann er wollte, blieb nächtelang weg, kam meist betrunken nach Hause und dort schlief er nur. Sobald er wach wurde, ging er.

Wie ich es geahnt hatte, ging die Beziehung meiner Tochter, mit dem Vater meiner süßen Enkelin auseinander, weil sie herausbekam, dass der lebenslustige Musiker sich gerne in fremden Betten tummelte. Rabea warf ihn raus und blieb mit ihrer Tochter alleine. Sie gab sich alle Mühe, war eine aufmerksame liebevolle Mutter, mit ihrem Leben jedoch völlig unzufrieden und auf Männer sehr schlecht zu sprechen. Von Partnern hatte Rabea daher vorerst genug, sie wollte alleine bleiben, sich nur um ihr Kind kümmern.

Wieder machte ich mir ernsthafte Sorgen um meine jüngste Tochter, jedoch konnte ich ihr bei dieser Art von Problemen leider nicht helfen.

Aber die Beziehungsprobleme meiner Tochter waren kein Grund für mich, ebensolche Abneigungen gegen neue Bekanntschaften oder eine Partnerschaft zu entwickeln. Durch mein Zusammentreffen mit Marius war genau das Gegenteil war der Fall. Ich sehnte mich plötzlich nach Nähe, Geborgenheit, Wärme und Zusammengehörigkeit.

Die nächsten Stunden zogen sich wie Kaugummi, in denen ich nichts mit mir anzufangen wusste. Ich wartete auf seinen Anruf, konnte mich weder für das Fernsehprogramm noch für mein vögeln- Profil begeistern. Kontrollierte ständig meine optische Erscheinung, putzte mir jede Stunde die Zähne, hoffte auf sein Erscheinen oder ich zweifelte an seiner Zuverlässigkeit. Nach endlosen Stunden glaubte ich schon in Vergessenheit geraten zu sein, als mein Telefon klingelte.

Trotzt der Anzeige: unbekannte Nummer, wusste ich gefühlsmäßig, das ist er, Marius.

„Hallo, Schatzi, wie geht’s?“ drang seine warme Stimme in fröhlicher Weise in mein Ohr. „Und? Hast du Lust auf mich? Soll ich gleich kommen? Willst du geleckt werden, Schatzi? Dann mach ich mich gleich auf den Weg. Sag es mir, ob du willst!“

Ich lachte erleichtert, forderte ihn in offener Vorfreude auf: „Ja, Schatz, komm. Komm ganz schnell, ich warte schon den ganzen Tag auf dich. Ich freue mich auf dich. Wann bist du hier?“

Wie leicht mir das Kosewort von den Lippen ging und wie ernsthaft ich es meinte, wurde mir bei meiner Antwort bewusst. Wie sehr ich mich nach ihm sehnte, nach so kurzer Trennung von nicht mal 2 Tagen, war eine neue, aber auch schöne, Erfahrung für mich.

Sein Lachen war weich und zärtlich als er mich beruhigte: „Gleich Schatzi. Gegen zehn, denke ich. Hältst du es noch so lange ohne mich aus? Und zieh nicht so viel an, du weißt doch wie ich es mag, oder? Bis gleich, ich freue mich auf dein Loch.“

Bevor ich antworten konnte, fragen wieso er noch fast zwei Stunden benötige, obwohl der Weg aber nur eine halbe Stunde in Anspruch nahm, hatte er die Leitung geschlossen.

Versonnen lächelte ich vor mich hin, fühlte mein Herz schneller schlagen, bei dem Gedanken daran, wie sein Körper, vor seinem Höhepunkt zu glühen und schwitzen begann. Ich mochte seine Art der Liebe, so ungewöhnlich sie war, oder vielleicht gerade deshalb? Vermutlich weil er anders war als alle Männer die ich bisher erlebt hatte.

Für den Empfang hatte ich mir schwarze halterlose Strümpfe angezogen und darüber nur ein enges, dunkelrotes, sehr kurzes Wollkleid in dem sich die Form meiner Brüste deutlich abzeichnete und die Warzen sich hart durchdrückten. Weder BH noch Slip trug ich darunter. Dann noch meine hohen schwarzen Sandaletten mit den Strasssteinchen, das würde ihm sicher gefallen.

Unruhig lief ich durch die Wohnung, dann kam mir der Gedanke, dass das Romantik-Zimmer, mit dem breiten Messingbett, für eine gemütliche gemeinsame Nacht sicher geeigneter war als das schmale Himmelbett. Schnell räumte ich die zusätzlichen Wolldecken und Kissen um, stellte Wasser und Süßigkeiten bereit und überlegte was für eine Story ich Marius diesmal erzählen konnte. Die imaginäre Freundin durfte nicht zu Hause sein, sie übernachte bei ihrem Freund, schien mir die glaubhafteste Lüge.

Gerade hatte ich die großen Teelichter angezündet, die ich in der kleinen Eingangs-Diele sowie auf dem langen Flur, auf jeder Abstellmöglichkeit platziert hatte, als Marius pünktlich um 22 Uhr klingelte.

Weil ich auf die Deckenbeleuchtung verzichtet hatte, nur das flackernde weiche Kerzenlicht sein Gesicht beleuchtete, schien es mir jungenhaft hübsch, als er mich liebevoll anlächelte. Trotzdem hatte ich wieder den Eindruck, das er verlegen war, denn er redete wie ein Wasserfall: „Na, Schatzi, wie geht es? Gott ist das ein schreckliches Wetter, eisig kalt und Regen. Da wird es morgen sicher glatt sein, wenn es diese Nacht friert. Auf der Fahrt hierher hatte ich schon den Eindruck, dass alle Leute langsamer fahren. Also so ein Quatsch, vorsichtig zu fahren, ist bei dem Wetter ja okay, aber schleichen muss man deshalb doch nicht. Schließlich ist noch kein Glatteis, auf der Autobahn sowieso nicht. Wo führst du mich denn hin, Schatzi? Was ist mit deiner Freundin? Ist die nicht da? Oh, ein anderes Zimmer? Ich bin verwirrt.“

Ich war vorausgegangen, weil ich nur dazu kam mit Kopfbewegungen zu antworten, entweder zu nicken oder zu schütteln.

Er war mir gefolgt und im Romantik blieb er erst einmal stehen und stoppte vor Staunen seinen Redeschwall.

Ich lachte, erklärte ihm: „Meine Freundin übernachtet bei ihrem Freund, weil sie sonntags und montags frei hat bleibt sie dann bei ihm. Der wohnt nämlich weiter weg. Deshalb können wir uns heute und morgen in der Wohnung frei bewegen. Wenn du willst zeig ich dir die anderen Räume, außer die ihren natürlich.“

„Und das hier ist dein Schlafzimmer?“ fragte er neugierig und sah sich abschätzend um. „Sehr schön, Schatzi. Aber hast du keinen Kleiderschrank?“ wunderte er sich.

Spontan improvisierte ich: „Doch, wir haben ein gemeinsames Ankleidezimmer, weil wir nicht so volle Räume mögen und die Zimmer auch relativ klein sind.“ Uff - das war aber eine gute Idee.

Marius schien meine Ausrede zu schlucken, er meinte: „Na ja, klein ist relativ. Aber ihr Frauen habt ja immer ne andere Vorstellung als wir Männer. Nein, aber echt, klasse Einrichtung, gefällt mir. Du hast einen guten Geschmack.“

„Siehst du doch an dir.“ flachste ich lachend.

Er zog mich näher an sich ran, ging in die Knie um auf Augenhöhe mit mir zu sein und fragte: „Geht es dir gut?“

Ich sah die Liebe aus seinen Augen leuchten und nickte glücklich: „Ja, jetzt geht es mir gut.“ Dann versank ich in seinen Armen zu langen leidenschaftlichen Küssen und heißem Sex.

Das Glück, mein Glück hatte einen Namen: Marius.

„Und was machen die Geschäfte, Schatzi? Hast du neue Kunden gehabt? Ach Quatsch, nee ist doch Wochenende. Da arbeitest du ja nicht. Hab ich ganz vergessen.“ Spöttelte er unvermittelt, nach dem ersten Liebesakt, als ich ihm gerade ein Glas Wasser reichte.

Kopfschüttelnd wunderte ich mich: „Wieso interessiert dich das? Ganz abgesehen davon, dass ich die ganze Woche nicht arbeiten konnte, finde ich es seltsam, dass du darüber sprechen kannst.“

Marius lachte und fragte belustigt: „Warum nicht? Ich weiß doch was du machst. Schließlich hab ich dich ja bei vögeln gefunden. Außerdem wollte ich schon immer ne Nutte als Freundin haben. Ich finde das interessant.“

Das traf mich wie ein Tiefschlag, unerwartet und unfair unter der Gürtellinie. Als was sah er mich? Als eine billige Nutte? Ich holte tief Luft

und korrigierte ihn pikiert: „Erstens ist die Bezeichnung Nutte eine Beleidigung, die Frauen nennen sich Hure, nicht Nutte oder Schlampe, das sind die, die umsonst mit Jedem ficken. Und ich zähle mich nicht dazu, denn zweitens habe ich dir schon einmal gesagt, dass ich bis jetzt nur Massage-Kunden hatte. Ich weiß zwar nicht warum, aber irgendwie läuft das nicht so recht, mit der Werbung bei vögeln, ich bin ja erst seit 2 Wochen da drin.“

Er lenkte schnell ein: „War nicht böse gemeint Schatzi, sei nicht sauer. Aber wenn du möchtest, sag ich dir woran das vermutlich liegt, das du wenig Erfolg hast.“ Dabei sah er mich fragend an. Als ich zustimmend nickte fuhr er fort: „An den Fotos. Die sind zu lieb, Hausfrauen-Look, nicht sexy. Ja, guck nicht so, du bist eine tolle Frau, aber davon sieht man auf deinen Fotos nichts. Die Unterwäsche, vor allem die hässliche grüne, mit dem Riesen Schlüpfer, nee Schatzi, der Liebestöter kommt nicht gut. Mach bessere Fotos rein, und der Laden läuft.“ Sagte er, zog die Mundwinkel nach unten und schüttelte mit dem Kopf um seine Meinung zu bekräftigen.

Ein wenig eingeschnappt murrte ich: „Ich finde die grüne Wäsche schön, hab ich extra für die Fotos gekauft. Und außerdem hat meine Tochter die Aufnahmen gemacht, und das auch nur widerwillig.“

„Du hast eine Tochter? Das hast du mir ja gar nicht erzählt. Wie alt ist sie und weiß sie wofür die Fotos sind und was du hier machst?“ staunte er.

Ich nickte, erklärte ihm: „Ja, sie ist 28 und hat auch eine kleine Tochter. Bea weiß zwar was ich mache und hat natürlich was dagegen, aber kann mich ja nicht daran hindern. Deshalb kann ich von ihr keine Ratschläge erwarten. Leider wüsste ich sonst niemand. Oder willst du mal schönere Bilder von mir machen?“

„Sehr gerne Schatzi. Mach ich. Hast du ne Kamera? Mach ich sobald ich wieder hier bin.“ Versprach er freudestrahlend.

„Echt?“ rief ich aufgeregt. „Ich kaufe mir die nächsten Tage geile Unterwäsche und dann kann es losgehen. Die Digicam leih ich mir von meiner Tochter. Kein Problem. Wann hast du Zeit?“

„Wann du willst. Ich habe nächste Woche ein paar Tage Urlaub. Kann ich jederzeit. Sag mir wann und ich komme.“ Bot er mir spontan an. Dann nahm er mich in die Arme, sah mir tief in die Augen und fragte liebevoll: „Möchtest du denn das ich wiederkomme? Ich würde gerne länger mit dir zusammen bleiben. Sag es mir bitte ganz ehrlich. Auch wenn du nur eine kurze Affäre suchst, ich möchte nur wissen worauf ich mich einstellen kann. Was denkst du? Bleiben wir zusammen?“

Ich nickte, sagte glücklich lächelnd: „Ja Marius, ich möchte dass du wieder kommst, ich möchte auch mit dir zusammen bleiben. Es ist schön mit dir. Ich bin sehr glücklich wenn du bei mir bist.“ Und wir erlebten den nächsten lang andauernden sexuellen Rausch.

Nach der glühenden Liebesstunde lagen wir eng aneinandergeschmiegt und ich fühlte mich rundherum wunschlos glücklich und zufrieden, mit dem Gefühl der Geborgenheit wie ich es so vorher nicht gekannt hatte. Zu diesem Mann hatte ich schon nach so kurzer Zeit uneingeschränktes Vertrauen. Mit ihm konnte ich reden, ihm meine sexuellen Wünsche klar und deutlich sagen, ohne die geringste Scham. Ein Wunder. Nie hatte ich das bisher über mich gebracht, egal welchem Partner zu sagen, wie und wo er was machen sollte um mich zu stimulieren, zu befriedigen. Bei Marius war das kein Problem, es gab kein Hindernis mich auszudrücken.

Als wir das Bedürfnis verspürten uns frisch zu machen, gingen wir gemeinsam zum Badezimmer. In der Diele blieb Marius vor meinen gerahmten Diplomen stehen, die ich dort aufgehängt hatte. Nachdem er sie aufmerksam gelesen hatte fragte er neugierig: „Heißt deine Freundin Ruth und ist Fußpflegerin und Motivationstrainerin? Aber was ist bitte eine Motivationstrainerin? Kenn ich nicht.“ Wollte er genaueres wissen.

Nachsichtig lächelnd log ich: „Ach ja, die Diplome gehören meiner Freundin. Das ist so ein autogenes Training, weiß ich auch nicht so genau. Blöd sie dahin zu hängen, oder? Sieht nur dekorativ aus in diesen Goldumrandeten Rahmen, deshalb hab ich nichts dagegen gehabt. Na, ja, ist Quatsch.“ Versuchte ich die Sache zu bagatellisieren.

„Komm, ich zeig dir mal die Küche und das Wohnzimmer, damit du dich hier besser zurecht findest.“ Lenkte ich sein Interesse in andere Bahnen.

„Hm, hm, ja!“ brummelte er vor sich hin und folgte mir. Als er die weiße Küche und das riesig große Wohn-Esszimmer gesehen hatte, sagte er anerkennend: „Nanu, zwei Fernseher? Oh, aha, eine Überwachungsanlage. Kluge Mädchen. Aber eine sehr schöne geschmackvolle Einrichtung. Wie groß ist die Wohnung komplett?“

„Das sind fünf Zimmer auf 135 Quadratmeter, inklusiv Bad und Gäste WC. Für eine Person viel zu groß, deshalb suche ich was Kleineres.“ Erklärte ich.

Hellhörig geworden wollte er wissen: „Wieso für eine Person? Ich denke ihr seid zu zweit? Deine Freundin und Du? Wie versteh ich das denn jetzt?“

So schnell war ich nicht in Verlegenheit zu bringen, mir fiel sofort die passende Ausrede ein: „Ja, noch sind wir zu zweit. Aber wir suchen jetzt getrennt. Meine Freundin will wieder mit ihrem Freund zusammen ziehen. Das wird zwar nicht gut gehen, weil die sich erst vor einem halben Jahr getrennt hatten, sich jetzt wieder vertragen haben und noch einmal von vorn beginnen wollen. Aber das werden die Beiden ja selbst feststellen. Ja, und deswegen suche ich alleine, von WGs hab ich vorerst die Nase voll. Ich sehe ja jetzt was ich davon habe. Nur Ärger.“

„Ach so.“ gab Marius sich mit der Auskunft zufrieden. Nach kurzer Überlegung fragte er: „ Welche Größe suchst du denn, zwei Zimmer? Die sind ja ausreichend für dich.“

Ich verneinte: „Nein, ganz so klein auch wieder nicht. Mit zwei Schlafzimmern hätte ich schon gerne, wegen meiner kleinen Enkelin. Wenn meine Tochter Wochenend-Dienst hat, passe ich auf die Kleine auf. Das ist jede zweite Woche. Wenn die Kleine bei mir schläft, brauche ich ein extra Zimmer für die. Ich kann nicht mit ihr in einem Zimmer schlafen, die schläft sehr unruhig. Dann mache ich kein Auge zu. Deshalb hätte ich gerne eine Art Gästezimmer, und wenn es nur so klein ist, das ein Bett rein passt. Ich bin im Moment auf der Suche. Ist aber nicht so einfach, weil ich in einer bestimmten Gegend suche, in der Nähe von meiner Tochter.“ Versuchte ich ihm meine Vorstellung zu verdeutlichen.

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