Kitabı oku: «Der Profikurs für das Vibrationstraining auf Vibrationsplatten mit 250 Übungsvorlagen»
Der Profikurs für das
Vibrationstraining
auf Vibrationsplatten
mit 250 Übungsvorlagen
Optimale Trainingserfolge in puncto Muskelaufbau, Leistungssteigerung, Hautstraffung, Bodystyling
© 2019 by verlag4you
Autor und Redaktion: Siegfried Schmidt
Titelbildgestaltung: Frank Stange (verlag4you)
Fotos: Alle Rechte bei Siegfried Schmidt
2. Auflage (Ebookversion)
Das Werk, einschließlich seiner Teile, ist urheberrechtlich geschützt. Die Verwertung ist ohne Zustimmung des Verlages und des Autors unzulässig. Dies gilt insbesondere für die elektronische oder sonstige Vervielfältigung, Übersetzung in andere Sprachen und für Zwecke der Unterrichtsgestaltung, Verbreitung und öffentliche Zugänglichmachung. Der Inhalt des Werkes darf lediglich mündlich und optisch zu Ausbildungs- und Therapiezwecken vermittelt werden.
Published in Germany
ISBN 978-3-936612-59-2 (Ebook)
Inhaltsverzeichnis
Vorwort Autor
Einführung
Nutzungsbedingungen für nachfolgende Übungen
Betrachtung unserer Kundenstruktur im Studio
Trainingsprogramm zusammenstellen
Risiken beim Vibrationstraining
Sportplatten & Platteneinstellungen
Der tonische Reflex
Gewöhnung der Kunden mit der Beschleunigungsplatte
Sicherheitsbestimmungen
Warm-Up
Die Darstellung der wichtigsten Muskelgruppen
Muskulatur-Übersicht zum Download
Warm-up Übungen zuerst für den Unterkörper
Warm-up Übungen für den Oberkörper
Warm-up Übungen für den ganzen Körper
Trainingsumsetzung
Das Body-Toning funktioniert nach einem einfachen Prinzip
Trotz dieser Erfolge bitte nie außer Acht lassen
Tipp für Athleten und Profisportler: High Intensity Training (HIT)
Zum Training
Trainingseinheiten nach Muskelgruppen
Zwillingswadenmuskel
Vorderer Schienbeinmuskel
Vierköpfiger Schenkelmuskel
Oberschenkelanzieher
Oberschenkelabspreizer
Zweiköpfiger Schenkelbeuger
Großer Gesäßmuskel
Gerade und schräge Bauchmuskeln
Die Rückenstrecker, kleine Tiefenmuskeln
Breiter Rückenmuskel (gehört zur allochthonen Muskulatur)
Größerer Brustmuskel & kleiner Brustmuskel
Zweiköpfiger Armmuskel
Dreiköpfiger Armmuskel
Deltamuskel
Kapuzenmuskel (gehört zur allochthonen Muskulatur)
Kopfwender & Halswirbelsäule
Ulnarer Handstrecker, Ulnarer Handbeuger, Fingerstrecker, Oberarmspeichenmuskel
Partnertraining
Warm up (Partnertraining)
Zwillingswadenmuskel (Partnertraining)
Zweiköpfiger Schenkelmuskel (Partnertraining)
Vierköpfiger Schenkelmuskel (Partnertraining)
Schenkelabspreizer (Partnertraining)
Großer Oberschenkelanzieher (Partnertraining)
Großer Gesäßmuskel (Partnertraining)
Äußerer schräger Bauchmuskel (Partnertraining)
Gerader Bauchmuskel (Partnertraining)
Rückenstrecker (Partnertraining)
Großer Brustmuskel (Partnertraining)
Dreiköpfiger Armmuskel (Partnertraining)
Zweiköpfiger Armmuskel (Partnertraining)
Deltamuskel, breiter Rückenmuskel (Partnertraining)
Kapuzenmuskel (Partnertraining)
Handicap-Training
Handicaptraining
Falls der Kunde trotz Ihrer Aufklärung unbedingt trainieren will
Wie trainieren Sie einen Kunden mit „Handicap“
Bei Lähmungen
Konditionstraining
Konditionstraining auf der Vibrationsplatte
Massageübungen
Slow down
Massage als slow down
Abbau von Cellulite / Fettverbrennung
Rückenmassage
Theoretischer Teil
Vibrationstraining / Beschleunigungsplatten - was ist das?
Was ist überhaupt Ganzkörpervibrationstraining?
Was genau versteht man unter einer Schwingung?
Kurzüberblick über die unterschiedlichen Vibrationsplatten
Was bewirkt Vibrationstraining für unseren Körper?
Nerven
Blutgefäße
Hormone
Neutrotransmitter
Knorpel
Sehnen, Faszien, Bindegewebe, Kapseln und Gelenke
Muskelgewebe
Stoffwechsel
Haut
Blutgefäße
Knochen
Hormone
Beweglichkeit
Koordination
Schmerzlinderung
Risiken des Trainings mit Vibration
Herzschrittmacher
Künstliche Gelenke und Implantate aus Metall
Schwangerschaft
Thrombose
Diabetes
Übersicht
Haftungsfreigabe
Die Kontraindikation
Vorbereitung auf das Training - Standort des Gerätes
Trainingssteuerung
Was erwartet der Kunde vom Vibrationstraining?
Fitnesstraining
Beweglichkeitstraining
Krafttraining
Massage
Die richtigen Positionen beim Vibrationstraining
Die richtige Position des Oberkörpers
Die richtigen Gelenkwinkel
Trainingsabbruch
Erschwertes Trainieren und Aufbau des Trainings
Fragen rund um das Vibrationstraining
Leserbelehrung
Autorenbiografie
Ein paar Bilder aus 5 Jahren Studiozeit
Vorwort Autor
Jeder, der schon einmal „richtig“ auf einer Vibrationsplatte trainiert hat, fühlt es...
„Eine neue Trainingsära im Kraft- und Fitnesssport hat begonnen.“
Der moderne Mensch, Termin gestresst und immer unter Zeitdruck, hat keine Zeit stundenlang Sport zu machen.
1,5 bis max. 3 Stunden wöchentlich sollten genügen, um dem persönlichen Ideal näher zu kommen.
Mit der Umsetzung dieser Trainingsvorschläge werden Sie schnell körperliche Erfolge erzielen und dabei noch viel Zeit gegenüber konventionellem Krafttraining sparen können.
Sie können mit dieser Anleitung variantenreiches, interessantes Vibrationsplatten-Training lehren oder sich selbst damit in körperliche Höchstform bringen.
Wer die Übungen selbst ausprobiert und sich mit den Vibrationsplatten befasst, wird einen fantastischen Body und eine starke Kernmuskulatur bekommen.
Sie können Ihre Kondition und Beweglichkeit deutlich verbessern, Muskeln separiert trainieren und dabei noch schlank werden.
Ihre Knochenstruktur wird sich verbessern und man kann, wie in meinem Fall, nach multiplen Verletzungen wieder schmerzfrei leben.
Ihnen da draußen wünsche ich eine tolle, erfolgreiche Figuroptimierung und viel Spaß bei den Übungen.
Mit sportlichen Grüßen
Ihr Siegfried Schmidt
Einführung
Nutzungsbedingungen für nachfolgende Übungen
Die in diesem Buch veröffentlichten Inhalte wurden mit größter Sorgfalt vom Autor erarbeitet und ärztlich von unserer Internistin durchgesehen.
Dennoch besteht immer noch ein nicht auszuschließendes, gesundheitliches Restrisiko bei der Ausführung von gymnastischen Übungen.
Dieses Risikos sollten Sie sich bitte bewusst sein.
Wenn Sie Übungen, die in diesem Buch „Das Profi - Kompendium für das Training mit Vibrationsplatten“ vorgestellt werden, nachmachen, so geschieht dies auf eigene Gefahr.
Der Autor und der Verlag übernehmen keine Haftung für Personen-, Sach- und Vermögensschäden, die aus der Reproduktion der Übungen aus dem Lehrbuch „Der Profikurs für das Vibrationstraining auf Vibrationsplatten“ entstehen.
Die in diesem Lehrbuch veröffentlichten Übungen können insbesondere auch keine ärztliche Diagnostik, Beratung und Behandlung ersetzen. Sie stellen keine Anleitung zur Selbstbehandlung bei Erkrankungen dar, auch wenn der Autor das bei sich am eigenen Körper tat und hier dokumentiert.
Sollten bei Ihnen gesundheitliche Beschwerden vorliegen, suchen Sie immer zuerst Ihren Arzt auf.
Wenn Sie unsicher sind, fragen Sie bitte immer zuerst Ihren Arzt, bevor Sie die auf den nachfolgenden Seiten veröffentlichten Übungen nachmachen.
Bitte fragen Sie aber nur Ärzte, die mit der Vibrationstrainingsart vertraut sind. Leider kommt es auch bei Ärzten vor, dass sie pauschal etwas ablehnen ohne dieses jemals probiert zu haben.
Bei uns im Studio trainieren z. B. Internisten, Allgemeinmediziner und Gynäkologen. Alle sind begeistert und kommen wieder...
<< Gehen Sie dennoch niemals ein gesundheitliches Risiko ein! >>
Die veröffentlichten Übungen des Buches stellen keine therapeutische Maßnahme bzw. Behandlungsform dar.
Sie dienen lediglich zur Information und Gedächtnisstütze.
Ob und inwieweit die Nutzer dieses Buches die Übungsdemonstrationen umsetzen, bleibt den Nutzern selbst überlassen.
Der Autor
Betrachtung unserer Kundenstruktur im Studio
• Über 2 000 Kundinnen und Kunden
• Alter zwischen 13-70 Jahren
• Etwa 80 % Frauen (Hauptkundinnen zwischen 20-45 Jahren)
• In der Regel in Job und Beruf erfolgreiche Kunden, die wenig Freizeit haben
• Von untrainiert bis zum Athleten
• Viele ehemals mit Rückenschmerzen geplagte Kunden
• Saisonal besuchen Sportmannschaften wie z.B. die Landesliga Handball Herrenmannschaft und Regionalliga Fußball Herrenmannschaft der Stadt Pfullendorf, die Damenfußballmannschaft aus Sigmaringen oder die Ringer aus Taisersdorf unser Studio zur Vorbereitung der Saison.

Fußball Regionalliga Süd SCP Pfullendorf beim Gruppentraining im Figurwelt-Studio
So, jetzt geht es los liebe Trainerinnen und Trainer, liebe Sportlerinnen und Sportler.
Wer von Ihnen zum Thema Vibrationsplatten noch nicht so viele Kenntnisse besitzt, dem empfehle ich, ZUERST die theoretische ZUSAMMENFASSUNG am Ende des Trainingsbuches zu lesen. Genug Argumente und Fachwissen für den Kundenverkehr zu sammeln sind nicht nur monetär entscheidend!
Für die Personen, die sich selbst toll in Form bringen möchten, sollte das besondere Beachten der Sicherheitsbestimmungen und des Folgetextes ausreichen, um in das Training einzusteigen. Kenntnisse, was im Körper bei dieser Art von Training passiert, heben die Trainingsmotivation und machen verständlich, warum Vibrationsplattentraining so effektiv ist.
Bitte beachten Sie:
Durch die hohe Vorspannung der Muskulatur (über 90 %) auf der Vibrationsplatte machen Sie schweres Krafttraining!
Dies passiert, auch wenn die Muskeln nur wenige Millimeter von der Maschine vorgespannt und dann wieder vom Körper kontrahiert werden.
Ihr Muskelquerschnitt wächst nur in der Ruhephase, die beim Plattentraining mindestens 30 Stunden Pause benötigt.
Diese sollte aber auch nicht länger als 70 Stunden dauern, bevor das nächste Training auf der Platte stattfindet, um die angesprochenen Muskeln erneut zu trainieren.
Erst dann sind Sie in der so genannten Superkompensationsphase, die Ihnen eine Verbesserung des Leistungsniveaus ermöglicht.
Der Profi trainiert in der aufsteigenden Superkompensation, die etwa 30 Std. nach dem Training beginnt und bis zur Fünfundvierzigsten Stunde nach dem Training andauert.
Alles Andere ist beim Kraftsport mit Vibration kontraproduktiv. Natürlich können Sie in den Erholungsphasen (nicht wettkampfmäßig) Rad fahren, joggen, schwimmen, Tennis spielen oder wandern.
Die Massage auf der Platte ist auch dienlich, aber bitte kein Krafttraining absolvieren!
Für Profis und Therapeuten: „Bitte steigen Sie in den Übungsteil erst ein, wenn Sie sicher auf Kundenfragen antworten können und die Sicherheitsbestimmungen beherrschen.“
Trainingsprogramm zusammenstellen
Abkürzungen der Übungsbeschreibungen:

Umsetzung der Lektüre:
Je Übung sehen Sie eines oder mehrere Fotoabbildungen. Diese sprechen in der Regel für sich.
Unterhalb der Abbildungen befinden sich Sie Vorschläge zur Zeitdosierung für Anfänger, Fortgeschrittene und Sportler in Sekunden und die angesprochenen Hauptmuskelgruppen in deutscher Bezeichnung.
Manchmal sind fehlerhafte Haltungen im Bild mit Absicht eingebaut, um diese Fehler dann separat ebenfalls unter dem Bild beschreiben zu können.
Wenn Sie jetzt ein Training zusammenstellen wollen, nehmen Sie einfach zu jeder Muskelgruppe eine Übung heraus und stellen Ihren gedachten Trainingsablauf immer wieder neu zusammen!
Den schnellsten Erfolg im Body-Toning haben Sie, wenn alle Muskelgruppen trainiert werden.
Bei Kurzprogrammen nicht nur Bauch, Beine, Po, sondern Bauch - Rücken, Beine und Po trainieren - da immer Agonist und Antagonist gefordert werden sollten.
Am besten ist es aber, wenn Sie den kompletten Muskeltonus trainieren.
Wirken Sie oder die Kunden unterfordert, bauen Sie nach mehreren Kraftübungen, eine oder zwei Konditionsübungen ein. Sie können natürlich auch die Zusatzgewichte oder die Zeit der Übungen verändern.
Beim Gruppentraining stellen Sie bitte alle Maschinen auf die gleiche Sekundenzahl ein. Weisen Sie Anfänger und Fortgeschrittene bitte so ein, dass sie bei Übungsabbruch von der Platte gehen ohne die Maschine zu stoppen.
Sie sollen dann die verbleibende Zeit zum Durchatmen nutzen bis die anderen mit längeren Trainingszeiten fertig sind.
Auch im Circuit möglichst die Maschinen laufen lassen und nicht abbrechen. Die Erfahrung zeigt, dass die Personen, die öfters bei Ihnen trainieren, durch schnellere Umsetzung etwa 10 Sekunden schneller pro Übung sind als Anfänger. Manchmal verstellen Kunden durch Fehlbedienung der Knöpfe auch die Frequenz, den Modus oder die Zeit auf dem Display.
Bitte achten Sie auf folgende Symptome:
Klassisches Muskelzittern ist ein Zeichen für Überlastung der Muskelregion. Lassen Sie sich oder Ihrer Kundschaft genug Zeit beim Übungswechsel, so dass getrunken werden kann und genug Zeit zum Luft holen ist. Schließen Sie nicht von sich auf Ihren Kunden, sondern beobachten Sie sensibel die Reaktionen der Kundschaft.
Risiken beim Vibrationstraining
Zum Glück hatten wir in all den Jahren keine schweren Verletzungen, so dass ich nicht wirklich weiß, wie die unterschriebene Willenserklärung (Kontraindikation, Musterschreiben siehe im Kapitel Theoretischer Teil rechtlich zu bewerten ist, falls es doch einmal vor Gericht gehen sollte.
Im Studio lassen wir Kunden, die uns diese Kontraindikation nicht abzeichnen, nicht auf die Platte. Dies kam bisher nur 2mal vor, das entspricht ca. einem Tausendstel der Kundschaft.
Ich rate dringend davon ab, die Beschleunigungsplatten unbeaufsichtigt in irgendeiner Ecke im Fitnessstudio, Hotel oder in der Kureinrichtung aufzustellen! Dafür sind die Platten zu wertvoll und zu gefährlich bei falscher Anwendung.
Ein Kunde, der ohne Wissen um die Stand- oder Liegepositionen auf die Platte geht, kann bei seinem Körper dadurch viel kaputt machen.
Wichtige Sicherheitsmerkmale des Plattentrainings sind:
• die Aufsicht
• der Blickkontakt zur Kundschaft
• vor dem ersten Plattentraining das Unterschreiben der Kontraindikation & Sicherheitseinweisung
Sportplatten & Platteneinstellungen
Bitte beachten Sie die Herstellerinformationen, da diese abweichen können. Im Breitensport verwende ich Sportplatten mit einem Gesamthub von ca. 4 bis 8 mm (2x die Amplitude, meistens mit Low oder High bezeichnet. Ausnahme war bisher eine Platte mit 12mm Hub/6 mm Amplitude.)
Letztere ist für Anfänger meines Erachtens ungeeignet, weil sie zu intensiv ist! Für Fortgeschrittene ist diese Platte durchaus geeignet.
Das Wichtigste bei der Qualität der Platten ist, dass die Schwingungsanzahl (Hz Zahl), die an der Konsole eingestellt wird, auch unten an der Platte kontinuierlich ankommt. Das Schlechteste für den zu trainierenden Muskel ist eine unharmonische Schwingung.
Die oben an der Konsole eingestellte Amplitude ist in der Regel auf der Schwingungsplatte etwas kleiner.
Der Muskel braucht eine saubere Kontraktion und auch genügend Zeit hierfür.
Die schnellste Einstellung sollte bei maximal 33 Hz liegen, um eine saubere Kontraktion zu gewährleisten (maximale Schnellkraft).
Die besten Ergebnisse erzielen wir mit einer Verminderung der Hertzzahl, wobei wir die 25 Hertz nicht unterschreiten sollten.
Diesen Bereich <25 Hz sollten nur Therapeuten nutzen, die spezielle Maschinen mit sehr kleinen Amplituden fahren und im Reha-Bereich arbeiten. Die Gefahr innere Organe, die Augen oder das Gehirn zu schädigen, ist von einem Personal-Trainer oder einem privaten Interessenten nur schwer abschätzbar. Lassen Sie aus Eigenschutz diese Frequenzbereiche unter 25 Hz weg!
Sportplattenhersteller, die schon ca. 10 Jahre Erfahrungen gesammelt haben, sperrten diesen Frequenzbereich, da Sportplatten selbst im Amplitudenbereich Low > 1,5 G (Erdbeschleunigung) bis ca. 4 G an Beschleunigungskräften aufbauen (je nach Hertzfrequenz-Einstellung).
Mit Hertzeinstellungen zwischen 25-33 Hertz machten wir also die besten Erfahrungen.
Der Muskel ist bei höheren Einstellungen nicht mehr in der Lage, eine saubere Kontraktion des gesamten angesprochenen Muskels zu gewährleisten.
Der tonische Reflex
Die Spannung des Muskels erfolgt durch die Platte, die Kontraktion durch den Körper, als Reaktion auf die Meldung der Muskelspindel, dass der Längenzustand nicht mehr dem ursprünglichen Zustand entspricht.
Die Gegenreaktion des Körpers nennt man den Tonischen Reflex. Dieser findet in etwa mit gleicher Stärke statt, wie die Platte auf uns einwirkt.
Da dieser Prozess sehr schnell im Unterbewusstsein stattfindet, werden viel höhere Spannungszustände erreicht, als wenn man z.B. ein Gewicht bewusst anhebt. Das ist der größte Vorteil gegenüber herkömmlichem Krafttraining!
Sie dürfen also nicht unterschätzen, dass Sie ohne es sofort zu merken in der Regel das Doppelte an Körpergewicht zu stemmen haben (in etwa 2 G).
Sie trainieren mit höchster Muskelvorspannung!
Die Bereiche >34 Hz sind dann im Massagebereich zur Lösung von Gewebeverklebungen, Hämatombehandlung, Verbesserung der Durchblutung bei Gewebeschwäche oder Revitalisierung sinnvoll.
Einfaches Prinzip: Schlackestoffe raus, Nährstoffe rein!
Eine hohe Durchblutung bis in das kleinste Kapillargefäß ist erwünscht!
Dadurch, dass aber die einwirkenden G-Kräfte mit steigender Hertzzahl stärker werden, sollten Sie Schwingungen über 50 Hertz meiden.
Die Standzeit Ihrer Platten könnte kürzer werden, wenn Platten gewerblich im täglichen Einsatz sind.
Höhere Schwingungsbereiche verursachen mehr Lärm, was wiederum zu persönliche Beschwerden im Umfeld führen kann. Dadurch schwindet auch der Entspannungsfaktor automatisch.
Kurzum Massage zwischen 35-50 Hz, je nach Empfinden der Kundschaft, macht Sinn und Laune.
In unseren Studios stellen wir allerdings unsere Platten, außer in der Zeiteinstellung, überhaupt nicht um. Die Dauereinstellung ist bei 25 Hertz. Unsere Platten laufen so jahrelang ohne Ausfälle.
Für Sie ist es wichtig zu wissen, dass für eine sinnvolle Massage nicht zwingend die Frequenz erhöht werden muss.
Gewöhnung der Kunden mit der Beschleunigungsplatte
Beim ersten Kontakt mit Ihren Kunden oder Interessenten kann man begeistern oder den potentiellen Kunden verlieren.
Gehen Sie nach der Begrüßung des Erstkunden und dem üblichen Smalltalk bitte unbedingt die Kontraindikation mit allen Punkten durch und lassen Sie den Kunden die Haftungsfreigabe unterschreiben.
Gleichzeitig bekommen Sie die Daten des Kunden für Ihre Kundendatei und sichern so Ihre Firma bei Personenschäden / Versicherungsschäden ab.
Erklären Sie in wenigen Sätzen, warum Sie sich selbst für das effektive Vibrationsplattentraining entschieden haben.
Sprechen Sie ruhig die Argumente der Betriebspflichtversicherung an.
W I C H T I G:
Ohne unterschriebene Kontraindikation kein Training bei Ihnen 
Erklären Sie dem Kunden die Vorteile der Vibrationsplatte und warum wir uns entschieden haben, die Vibrationen im Training zu nutzen.
Erwähnen Sie den Mehrwert für den Kunden und erklären ihn warum er hier trainieren soll und nicht beim Mitbewerber? 
Mehrwertargumente:
• Muskelvorspannung
• starke Durchblutung
• unbewusste Trainingsleistung
• kürzere Trainingszeit
• Betreuung durch Personal
• Training usw.
Wichtig ist, dass Sie den Kunden, der noch nie auf der Platte stand, zuerst einmal die Vibration spüren lassen.

Der Kunde stellt ein Bein auf die Trainingsfläche. Lassen Sie ihn fühlen, wie sich die Vibrationsstärke verringert, wenn man etwas die Ferse anhebt. Er steuert die Intensität selbst, das gibt ihm Vertrauen, die Platte zu beherrschen und gleichzeitig auch Selbstsicherheit.
Stellen Sie ruhig eine Minute Zeit ein. Während der Kunde den Fuß auf der Platte hat, nutzen Sie bitte die Zeit, die Sicherheitsbestimmungen auf der Platte zu erklären:
Sicherheitsbestimmungen
• Nie den Kopf oder die Halswirbelsäule auf die Platte legen.
• Bei Standübungen das Kniegelenk immer leicht beugen.
• Wenn man über die Knie zu den Zehen hinunter sieht und diese nicht sehen kann, sind die Knie zu weit nach vorne gebeugt! Vorsicht Kreuzbandverletzungen sind dann möglich! Das Schienbein möglichst senkrecht zur Platte stellen und dafür lieber die Oberschenkel leicht nach hinten neigen.
• Im Armstütz die Ellenbogengelenke leicht beugen - das schont die Gelenke!
• Nicht mit dem Brustkorb auf die Platte liegen (Ausnahme mit dicker Schutzmatte und nur für ein bis zwei Übungen).
• Wenn der Rücken aufgelegt wird, dann immer die Schutzmatte verwenden.
• In Rückenlage die Schulterblätter, die Halswirbelsäule und den Kopf nie auf die laufende Platte legen.
• Mit Implantaten aller Art nicht auf die Vibrationsplatte gehen. Ausnahmen sind hier Zahnimplantate, dann aber nicht die Zähne zusammenbeißen.
• Not-Stop Schalter erklären und zeigen.
• Start-Stop Bedienung erklären und den Neukunden selbst starten lassen.
• Die Amplitude und die Hertzzahl stellen nur der Trainer/ Platteninhaber ein!
• Um Meniskusverletzungen vorzubeugen, bitte die Füße immer parallel nach vorn in Standrichtung ausrichten.
Folgenden Personen ist das Training zu verbieten:
• Schwangeren
• Menschen mit Herzschrittmachern
• Krebspatienten oder Tumorpatienten
• Personen mit künstlich einoperierten Gelenken aus Fremdstoffen oder Verschraubungen oder Verplattungen
• Menschen mit Zementierungen zum Beispiel an der Wirbelsäule
• Kindern unter 12 Jahren
• Patienten nach bestimmten Augenoperationen
Hier noch eine einfache Gewöhnungsübung, ehe wir mit dem Training beginnen:

Den Kunden auf der Platte stehen lassen, die Fersen leicht anheben, Knie leicht gebeugt, Griff an die Konsole.
Lassen Sie ihn spüren wie sich die Vibrationsstärke verändert, wenn das Gewicht auf die Ferse oder auf die Zehenballen verlagert wird.
Fragen Sie ihn nach seinem Befinden: „Wie fühlst du dich?“
Wichtig, um Kreuzbandverletzungen zu vermeiden, sollten Sie:
Knie leicht anwinkeln, aber nie mit den Knien vor die Zehenspitzen gehen. Besser ist es, die Oberschenkel leicht nach hinten zu neigen und gleichzeitig die Unterschenkel möglichst senkrecht auf der Grundplatte zu halten.
Um den Innen- und Außenmeniskus nicht so stark zu belasten, bitte die Füße immer parallel nach vorn in Standrichtung ausrichten. Sie ärgern sonst den Meniskus.
Warm-Up
Wie in jedem anderen Sport signalisiere ich meinem Körper, dass ich jetzt körperliche Leistung von ihm will. Bei traditionellen Sportarten und beim Profisport kann das durchaus über 15 Minuten dauern, um die Verletzungsrisiken zu bannen.
Wir machen auch mindestens eine Aufwärmübung.
Auf der Vibrationsplatte genügen 1-2 Min., um die Muskulatur aufzuwärmen.
• Vermeiden Sie Sprungübungen oder zu starke Dynamik beim Warm-up!
• Es ist sinnvoll, den Bereich aufzuwärmen, den Sie auch trainieren wollen.
• Wärmen Sie z. B. für das Beintraining den Unterkörper auf.
Falls Sie zu wenig Platten zur Verfügung haben, können Sie selbstverständlich Crosstrainer, Boxsack, Indoor-Fahrräder oder Laufbänder dem Plattentraining vorschalten, um die Kunden oder sich selbst aufzuwärmen.
Wir machen das gerne in unseren Circuit-Stunden, um die teuren Platten ausschließlich für die Kraftübungen einzusetzen. Das spart Ressourcen.
Die Darstellung der wichtigsten Muskelgruppen
Die gesamte Muskulatur des Menschen ist in über 600 verschiedenen Muskeln aufgeteilt. Für das Vibrationstraining ist es aber vollkommen ausreichend, die wichtigsten Muskelgruppen zu kennen.
Damit Sie die beschriebenen Muskelgruppen in sämtlichen der folgenden Trainingseinheiten bildlich zuordnen können, habe ich eine Muskulatur-Übersicht angefertigt. Die Muskelgruppen sind in deutsch beschriftet. Mit der vereinfachten Darstellung bleibt die Muskulatur-Übersicht überschaubar und übersichtlich.
Muskulatur-Übersicht zum Download
Da die Beschriftungen der Muskelgruppen auf den beiden folgenden Abbildungen in der Ebookansicht nicht vergrößert werden können und aufgrund der kleineren Schriftgröße vermutlich nicht leserlich sind, können Sie die Muskulatur-Übersicht über www.verlag4you.de als PDF-Dokument herunterladen.
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Muskulatur-Übersicht (Vorderansicht)

Muskulatur-Übersicht (Rückseite)

Warm-up Übungen zuerst für den Unterkörper

Die Knie können bei dieser Übung ausnahmsweise durchgestreckt werden, da die Sprunggelenke die Pufferung übernehmen.
• Ausführung: Dynamisch
• Muskel: Zwillingswadenmuskel


Nur einen Fuß auf der Platte abstützen, der andere Fuß steht auf dem Boden. Drücken Sie Ihren Körper mit dem auf der Platte stehenden Bein nach oben als würden Sie eine Treppenstufe hinauf gehen. Danach das Bein wieder auf den Boden stellen. Der Beinwechsel erfolgt erst nach der eingestellten Trainingszeit.
• Ausführung: leichte Dynamik ohne großen Krafteinsatz
• Muskel: Vierköpfiger Schenkelmuskel


Fersen nicht auf den Boden stellen; Innenschenkel fest an die Platte drücken. Den Innenschenkeldruck so stark erhöhen, dass man das Gesäß von Boden abheben kann.
Bei Knieproblemen soll der Kunde nahe an die Maschine heran, damit die Hebelwirkung auf den Innenmeniskus nicht zu stark wird.
• Ausführung: Isometrisch
• Muskel: Großer Oberschenkelanzieher, zweiköpfiger Schenkelmuskel, Thorakahler Becken-Rippenmuskel


Bitte in der leichten Dehnung nur die Ferse anheben und absenken; erst eine Seite, dann die andere.
• Ausführung: Dynamisch
• Muskel: Zwillingswadenmuskel, Dehnung vierköpfiger Schenkelmuskel, großer Gesäßmuskel


Wadenwippe - zuerst die Fersen nach oben drücken. Bitte nicht lange in dieser Position verweilen, da die Vibrationen so besonders stark wirken. Danach werden die Zehenspitzen nach oben gedehnt.
• Ausführung: Dynamisch
• Muskel: Zwillingswadenmuskel, vorderer Schienbeinmuskel

Warm-up Übungen für den Oberkörper

Auf weicher Matte auf der Platte sitzend beide Arme beugen und stecken. Diese Übung ist besser sitzend als stehend auszuüben, um die Vibrationen näher am angesprochenen Muskel zu haben.
• Ausführung: Dynamisch (leichte Hanteln zum Warm-up)
• Muskel: Breiter Rückenmuskel, Zweiköpfiger Armmuskel, teilweise Dreiköpfiger Armmuskel.


Warm-up mit 2 Swingsticks (für Fortgeschrittene). Diese Übung ist erst bei sicherem Stand und sicherem Umgang mit der Maschine zu empfehlen. Die Swingsticks gleichzeitig oder gegengleich neben dem Körper zum Schwingen bringen (auf die Knie aufpassen!). Vorsicht: Den Swingstick nicht auf das Knie schlagen! Armhaltung: breit
• Ausführung: Dynamisch
• Muskel: Breiter Rückenmuskel, Großer Brustmuskel, Zweiköpfiger Armmuskel, dreiköpfiger Armmuskel, die Rückenstrecker

* nur einen Stick nehmen und horizontal schwingen lassen

Diese Stützstellung kann bei falscher Ausführung zu Handgelenkschmerzen führen. Deshalb ist es wichtig, die Hände vorne an der Kante zu positionieren und diese weniger als 90 Grad abzuwinkeln. Das Ellenbogengelenk muss unbedingt angewinkelt werden.
• Ausführung: Statisch
• Muskel: Dreiköpfiger Armmuskel, Breiter Rückenmuskel


Die Hände fest an die Plattenaußenseite drücken. Die Plattenseite „zusammendrücken“. Diese Übung ist bei mechanischen Platten sinnvoll. Wenn Sie eine Kompressormaschine mit Luftdruck besitzen, ist die Vibration allerdings am Außengehäuse stark abgeschwächt.
• Ausführung: Isometrisch
• Muskel: Großer Brustmuskel, zweiköpfiger Armmuskel

Warm-up Übungen für den ganzen Körper

Setzen Sie sich auf einen großen Gymnastikball und halten Sie sich mit den Händen an der Platte. Nehmen Sie die Knie und Füße ganz hoch und weg vom Boden; mit den Adduktoren fixieren Sie den Ball fest. Jetzt versuchen Sie erst einfach zu hoppeln. Danach steigern Sie die Intensität so, dass Sie mit dem Ball, ohne sich mit den Füßen am Boden abzustoßen, in die Luft kommen. Ständig wiederholen.
• Ausführung: Dynamisch
• Muskel: Annähernd alle Muskeln sind im Einsatz


Wadenpumpen auf dem Zehenballen. Swingstick bei maximaler Streckung schwingen (Knie ausnahmsweise gestreckt; die Pufferung übernehmen die Sprunggelenke).
• Ausführung: Dynamisch
• Muskel: Zwillingswadenmuskel, Rückenstrecker, Deltamuskel, Kapuzenmuskel


Halten Sie die Swingsticks ganz locker. Schwingen Sie diese mit geraden Armen zur Seite.
• Ausführung: Dynamisch
• Muskel: Rückenstrecker, Deltamuskel, breiter Rückenmuskel, teilweise großer Gesäßmuskel, vierköpfiger Schenkelmuskel. Hohe Durchblutungssteigerung in diversen anderen Muskeln.

Trainingsumsetzung
Viele sind der Meinung, dass man sowohl Muskeln auf der Platte nicht separiert, als auch keine Kondition trainieren kann. Das ist so nicht korrekt. Es ist kein Problem z.B. den Zwillingswadenmuskel medial oder lateral zu beanspruchen. Es stimmt wohl, dass nie ausschließlich dieser Muskel alleine arbeitet, aber die Hauptarbeit für den Muskel, der am meisten gefordert wird, den kann der Trainer sehr genau vorgeben.
Unsere Figurwelt-Trainingsmethode zeigt allerschnellste Erfolge, indem wir immer den gesamten Körper, Muskel für Muskel sehr intensiv beanspruchen.
Vor allem am Anfang empfehle ich den Trainern entweder von oben nach unten oder von unten nach oben, wie mit einem roten Leitfaden, Muskelgruppe für Muskelgruppe den Körper zu trainieren, um keinen Muskel zu vergessen. Das dauert mind. 30 Minuten. (ca. 20 Übungen bis zu 60 Sek. + kurze Pausen)
Ihre Lieblingsproblemzone greifen Sie ruhig mit je einer 2. oder 3. Übung danach noch einmal an, ehe Sie sich eine Massageeinheit (auch etwa 3 Minuten) gönnen.
Es gilt: Von unten nach oben oder von oben nach unten! Bitte trainieren Sie immer, wenn möglich, den Agonisten und danach den Antagonisten!
Vorsicht! Noch einmal zur Wiederholung! 
Was auf der Platte geleistet wird, ist `schweres Krafttraining`, resultierend aus der sehr hohen Muskelspannung (auch, wenn Sie es nicht gleich spüren). In der Regel kommt der Muskelkater nicht am nächsten, sondern am übernächsten Tag.
Ihr Körper braucht zur Regeneration zwischen 30 - 70 Stunden nach Ihrer Trainingseinheit.
Wenn Sie in dieser Zeitspanne wieder trainieren, sind Sie in der so genannten Superkompensation und somit in der Lage, Ihre Körperleistung zu verbessern.
Kürzere Trainingsintervalle als 30 Std. sind kontraproduktiv, weil Sie Ihr Leistungspotential verschlechtern können!
Wenn Sie länger als 70 Std. warten, können Sie vielleicht Ihr Potential halten, das sichtbare Aufbauen der Muskulatur ist aber so ohne weiteres Training nicht möglich!
Das Body-Toning funktioniert nach einem einfachen Prinzip:
• Durch Muskelquerschnittswachstum erhöhen wir unseren Energiebedarf.
• Wenn Sie jetzt nicht mehr Energie zuführen (d.h. mehr essen) als sonst, werden Fette abgebaut, Muskulatur aufgebaut und wenn Sie die Massageeinheiten ernst nehmen, wird zusätzlich auch Ihr Oberflächengewebe gestrafft.
• Trainieren Sie nach unserer Trainingsmethode und andere werden Ihre Figurveränderung schon nach: ca. 25 Einheiten in 12 Wochen optisch wahrnehmen können. (2 x wöchentlich trainieren ist gut, besser noch ist 3x wöchentlich)
• Ihr Körpergefühl ist ein völlig anderes und Sie haben wieder Lust an der Bewegung.
• Sportler werden schneller werden, da deren Muskulatur sich bei höchster Vorspannung im schnellsten Kontraktionsbereich verbessert.
• Vielleicht legen Sie für diese Anfangszeit einfach die Waage weit weg. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass die meisten Personen trotz viel schönerer Figur in etwa gleichviel gewogen haben.
• Gerade ältere Personen bauen wieder schnell gute Knochensubstanz auf. Das alleine kann schon ca. 1 Kilogramm betragen.
• Fette sind keine Wasserspeicher wie die Muskeln, wiegen auch viel weniger bei gleichem Volumen.
Also, die Verbesserungen ruhig mit Maßband oder Sportlerwaage, aber eben ohne handelsübliche Personenwaage kontrollieren.
Wenn Sie massiv abnehmen müssen, weil Sie z.B. Gelenk- oder Herzprobleme haben, dann unterstützen Sie es dadurch, dass Sie etwa 3 Stunden vor dem Schlafengehen keine Kohlenhydrate und Fette zu sich nehmen. Wir haben etwa 150 Personen, die so in einem Jahr bis zu 50 Kilogramm leichter wurden. Bestes Beispiel dafür ist meine Tochter Nicole, 30 Jahre, die durch das Plattentraining und gezielte Ernährung 40 kg abgenommen hat. Heute ist sie selbst Trainerin.
Trotz dieser Erfolge bitte nie außer Acht lassen:
• Zu leichte Menschen sind oft nicht gesund, weil sie oft zu wenig Muskelmasse und/oder keine gute Knochensubstanz haben.
• Auch braucht das Gehirn Kohlenhydrate und die Synapsen Fette zum einwandfreien Arbeiten.
Was bringt es super schlank zu sein, aber im Job nicht mehr standhalten zu können, weil man den Stress nicht mehr aushält?
Fette sind unsere Vitaminspeicher und die Energie für schlechte Zeiten!
Somit erübrigt sich die Frage, wie gesund es ist, einen Körperfettanteil von kleiner als 10 % zu haben. Wie so oft liegt die „Wahrheit“ wohl in der Mitte.
Also, cool bleiben, trainieren Sie 2x die Woche, wer es schneller will, 3x in der Superkompensationszeit, der Rest kommt von alleine.
Die Platten haben ein gewisses Suchtpotential. Unsere guten Sportler/Sportlerinnen bestätigen, dass sie das Plattentraining nie mehr missen wollen und können. Wahrscheinlich sind das die Endogenen Morphine kurz Endorphine, die durch vermehrte Hormonausschüttung beim Vibrationsplattentraining von der Hypophyse ausgeschüttet werden.
Aber vielleicht fühlen sie sich auch bei uns und Ihrem Trainer einfach nur w
hl!?
Tipp für Athleten und Profisportler: High Intensity Training (HIT)
Neueste Erkenntnisse der Wissenschaft belegen, dass man mit High Intensity Training (HIT) den höchsten Leistungszuwachs erzielen kann.
4×4 Minuten mit ca. 90 % Krafteinsatz; Zwischen den Intervallen je eine Minute Pause (Optimaleinstellung!).
Da die meisten Platten nur bis 180 Sek. gehen, empfehle ich den Athleten:
5 Einheiten × 3 min. mit über 80 % der körperlichen Belastbarkeit (Das hat in etwa den gleichen Effekt.)
Zum Training
Anwendungshinweis:
In diesem Buch stelle ich Ihnen pro Muskel immer mehrere Vorschläge zusammen. Wählen Sie einfach eine Übung pro Muskel aus.
Bei 16 Muskeln der Hauptgruppen - Unterteilung und ca. 10 Vorschlägen pro Gruppe können Sie so mit diesem Übungsbuch ca. 6 Monate Training geben, ohne sich zu oft zu wiederholen,.
Sie können die Übungen ja unterschiedlich zusammenstellen. Zum Beispiel Waden Übung 3, Oberschenkeln Übung 10, Bauch Übung 8 usw.. Der Kunde sollte auch nur max. 3 x die Woche trainieren. (mind. 30 Std. zur Regeneration abwarten)
• Wir beginnen hier mit dem Unterkörper (Bsp. roter Leitfaden von unten nach oben).
• Nehmen Sie am Anfang je eine Übung pro Muskelgruppe. Dort wo der Kunde oder Sie selbst den Hauptfokus setzen, nehmen Sie noch eine oder zwei Übungen mehr.
• Bei der Muskelgruppenauswahl bitte erst „jumpen“ (virtuos zusammenstellen), wenn Sie im Kopf jede Muskelpartie, die trainiert wurde, abhaken können.
Die Gefahr, eine wichtige Partie zu vergessen, ist sehr hoch, vor allem mit größeren Kundengruppen wie beim Gruppentraining.
Ich mache Ihnen jetzt verschiedene Vorschläge zum Training der verschiedenen Muskelgruppen:
Suchen Sie sich pro Muskelgruppe eine Übung dieser Vorschläge heraus und arbeiten den gesamten Körper zumindest einmal durch. Bei der Muskulatur, bei der Sie den Hauptfokus setzen, bitte eine 2. oder 3. Übung ansetzen (Bsp. Po und Bauch).
In diesem Kompendium habe ich Ihnen ca. 250 von etwa 1.500 Übungen zusammengestellt, die ich für die Platte entwickelt oder umgestaltet habe. Ich habe hier für die Vereinfachung 3 Schwierigkeitsstufen gewählt. Im Studio haben wir diese noch einmal unterteilt in zusammen 6 Schwierigkeitsstufen, von Stufe 1: Übungen Reha und Senior über 60 Jahre, bis Stufe 6: Artistik, fast nicht mehr ausführbar.
Die Einteilung in 6 Stufen würde allerdings deutlich den Rahmen dieses Buches sprengen und wird bei uns nur in unserer Academy im Lehrgang „Personal-Trainer VPT“ gelehrt.
Damit Sie sofort loslegen können, reicht die Unterteilung in 3 Schwierigkeitsstufen.
Die Ausübung der Geschwindigkeit während der Übung kann man ohne Bedenken dem Kunden/der Kundin überlassen. In der Regel passt er/sie diese seinem/ihrem Leistungspotential und Trainingswillen an.
Trainingseinheiten nach Muskelgruppen
Zwillingswadenmuskel:

Fußspitzen in negative V-Stellung, Fersen heben und senken
• Ausführung: Dynamisch
• Muskel: Zwillingswadenmuskel; äußerer (lateral) Muskel stärker belastet


Fußspitzen in V-Stellung Fersen heben/senken
• Ausführung: Dynamisch
• Muskel: Zwillingswadenmuskel; innerer Muskelstrang stärker belastet (medial)


Versuchen Sie sicher zu stehen. Diese Übung trainiert nicht nur den Zwillingswadenmuskel, sondern auch massiv den Gleichgewichtssinn. Lassen Sie zum Schutz vor Stürzen die Hände an oder zumindest in der Nähe der Konsole.
• Ausführung: Statisch
• Muskel: Zwillingswadenmuskel, vierköpfiger Schenkelmuskel


Liegend auf dem Steppbrett. Um aus dieser Übung eine Übung für den Zwillingswadenmuskel zu machen, bitte bei der Ausführung darauf achten, dass der Kunde mit den Zehenballen auf der Platte steht.
• Ausführung: Statisch
• Muskel: Zwillingswadenmuskel, Zweiköpfiger Schenkelmuskel, großer Gesäßmuskel, trainiert auch die Beckenbodenmuskulatur.


Beidbeinige Wadenpresse mit Hanteln zur Gewichtsverstärkung (freihändig zur Gleichgewichtsschulung). Sie können die Knie durchstrecken, da die Pufferung der Vibrationen im Körper durch die Sprunggelenke erfolgt. Heben und Senken der Fersen.
• Ausführung: Dynamisch
• Muskel: Zwillingswadenmuskel


Diese Übung ist für Anfänger mit Konsolengriff ohne Hantel geeignet, da man sich zur Stabilisierung mit den Händen an der Konsole festhalten kann. Beidbeiniges Heben und Senken der Fersen.
• Ausführung: Dynamisch
• Muskel: Zwillingswadenmuskel


Einbeinige Wadenpresse ohne Gewicht mit Griff an der Konsole. Diese Übung sieht leicht aus, führt aber zu starkem Muskelkater, wenn man eine hohe Dynamik hat und zu lange ausübt.
• Ausführung: Dynamisch
• Muskel: Zwillingswadenmuskel


Die ganze Fußsohle auf dem Ball zu postieren ist viel leichter als sich nur mit dem Zehenballen sich auf dem Ball zu halten. Vorsicht Muskelkater Gefahr.
• Ausführung: Statisch
• Muskel: Zwillingswadenmuskel, zweiköpfiger Schenkelmuskel, großer Gesäßmuskel, Rückenstrecker

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