Kitabı oku: «Gesundheit aufs Brot»
Silke Gugenberger-Wachtler
Ruediger Dahlke | Dr.med. Helmut B. Retzek
Gesundheit aufs Brot
Pflanzliche Aufstriche: Vegan, raffiniert und vollwertig genießen

1. Auflage 2019
© 2019 Windpferd Verlagsgesellschaft mbH, Oberstdorf
Alle Rechte vorbehalten
Kein Teil des Buches darf in irgendeiner Form oder zu irgendeinem Zweck elektronisch oder mechanisch, einschließlich Fotokopie, Recording und Wiederherstellung ohne schriftliche Genehmigung des Verlages wiedergegeben werden.
Der Verlag weist ausdrücklich darauf hin, dass er auf im Text enthaltene externe Links keinerlei Einfluss hat. Eine Haftung des Verlags ist daher ausgeschlossen.
Umschlaggestaltung: Jenny Jünemann | www.bitdifferent.de
unter Verwendung einer Illustration von: swavo@123rf.de
Fotos: Silke Gugenberger-Wachtler
Fotos auf den Seiten 20, 34, 38, 40: 123rf:
Lektorat: Sylvia Luetjohann
Layout und Satz: Marx Grafik & ArtWork
eISBN 978-3-86410-247-9
www.windpferd.de
Für Fabian
Inhalt
Vorwort von Dr. Ruediger Dahlke
Stimme zum Buch von Dr. Helmut Retzek
Warum ein Buch über rein pflanzliche Brotaufstriche?
Pflanzen sind gesund
Länger leben dank Pflanzenkraft
Vegan für Tier und Umwelt
Bio tut gut
Unser täglich Brot
Herkömmlicher Brotbelag
Kleine Warenkunde
Zum Glück gibt es Standmixer
Nüsse und Kerne hab’ ich so gerne
Hülsenfrüchte
Immer geschmeidig bleiben
Zuckersüß und trotzdem gesund
Sauer macht lustig …
Toppings
Haltbarkeit und Mengen
Gesunde Brote
Raffiniertes Walnussbrot
Rohköstliches Gemüse-Leinsamen-Brot/Cracker
Farbfrisches Rosa(b)rot
Glutenfreie süße Rosinen-Brötchen
Kernige Fitnessweckerl
Glutenfreies Kurkuma-Vollkorn-Brot
Gesunde herzhafte Brotaufstriche
Baba Ganoush
Dreierlei Cashew-Käse
Cashew-Schnittlauch-Käse:
Cashew-Curry-Käse:
Cashew-Cranberry-Käse:
Kurkuma-Karotten-Aufstrich
Guacamole
Kürbiskernaufstrich à la Silke
Hummus natur
Curry-Hummus
Zitronen-Basilikum-Hummus
Kräuter-Frischkäse
Artischockencreme
Würzige Champignoncreme
Cashew-Kartoffelkas
Liptauer
Belugalinsen-Aufstrich
Würziger Räucherstreich
Petersilien-Bohnencreme
Tomaten-Oliven-Aufstrich
Zitronige Erbsencreme
Pikanter Paprika-Aufstrich
Mexikanischer Bohnen-Aufstrich
Cashew-Gurken-Creme
Sauerkraut-Aufstrich
Kokos-Curry-Kartoffelaufstrich
Kürbisaufstrich
Süße Brotaufstriche
Schoko-Tofu-Ingwer-Creme
Rohköstliche Erdbeer-Chia-Marmelade
Nussmus mit Früchten
Erdnuss-Bananen-Brot
Mandel-Blaubeer-Brot
Cashew-Apfel-Brot
Marzipan-Aufstrich à la India
Rohköstlicher Mangostreich
Fußnoten
Die Autorin

Vorwort
von Dr. Ruediger Dahlke
Die Autorin beschreibt ihre beeindruckende Krankengeschichte, bei der sie wenig ausgelassen hat – bis hin zu schulmedizinisch hoffnungslosem Krebs. Sie steigt nach Operation und Chemotherapie aus dem Konzept der Schulmedizin aus, das ihr nicht nachhaltig hilft, sondern sie quält und schwächt. Als – wie so oft – der Krebs nach einer ersten scheinbar gewonnenen Schlacht wieder auftaucht, gewinnt sie den Krieg auf eher sanfte Art: mit einer Besinnung auf den Sinn dieser Krankheitserfahrung und einer Ernährungsumstellung auf pflanzlich-vollwertige Kost.
Der Gedanke an eine Einweihungskrankheit wie in schamanischen Kulturen drängt sich geradezu auf. Es ist in ihren eigenen Worten die pflanzlich-vollwertige Kost, die sie wie Phönix aus der Asche wieder zur Gesundheit aufsteigen lässt, um anschließend das selbst erlebte Heilungsgeschehen nicht nur mit anderen zu teilen, sondern für andere Betroffene auch hilfreich zu nutzen. So weiht uns Silke Gugenberger-Wachtler nun ihrerseits in die Kunst gesunden Brotes und entsprechender Aufstriche ein.
Und das ist nicht irgendein beliebiger Ansatzpunkt. „Unser täglich Brot“ ist zumindest im deutsch-sprachigen Bereich nicht nur eine biblische, sondern eine geradezu heilige Angelegenheit. Wir haben hierzulande eine regelrechte Brot-Kultur, oder anders ausgedrückt: Brot ist Kult, längst mehr und verbindlicher als die Bibel selbst. Es heißt eben nicht „Gib uns unser täglich Fleisch“, sondern ausdrücklich „unser täglich Brot“. Auf Fleisch verzichten inzwischen schon wachsende Teile der Bevölkerung aus gesundheitlichen, humanitären, ökologischen und tierfreundlichen Gründen. Immerhin 17% der jungen Frauen zwischen 19 und 39 waren 2016 in Österreich bereits Veganerinnen. Das beklagte jedenfalls larmoyant der ORF, der öffentlich-rechtliche österreichische Rundfunk, der eigentlich unparteiisch sein sollte.
Aber Brot, das ist doch noch einmal etwas ganz anderes. Nur – ist unser Brot noch so gut, wie es einmal war? Tatsächlich erlaubt die EU, dem täglichen Brot über 1000 Chemikalien beizumischen, ohne dieselben deklarieren zu müssen; darunter sind Stoffe, die lediglich das Reinigen der Backmaschinen erleichtern. Was immer an Scheußlichkeiten heute ins Essen gemischt werden, ausgerechnet in unserem täglichen Brot braucht nichts deklariert zu werden.
Als ich „Geheimnis der Lebensenergie“ schrieb, fiel es mir beim Thema Brot wie Schuppen von den Augen, wie industriefreundlich und verbraucherfeindlich die Bestimmungen inzwischen sind. Das heutige Brot hat mit dem Brot der frühen Jahre, das Christus brach, nicht mehr das Geringste zu tun. Das damalige Getreide Einkorn hatte 16 Chromosomen, der heutige Hartweizen hat 46. Zum Vergleich, der Schimpanse unterscheidet sich genetisch vom Menschen durch nicht einmal 2% der Chromosomen. Obendrein ist modernes Brot ein Getreideprodukt voller Gluten, dem Weizenkleber, den viele durchaus nicht vertragen.
Aber auch für diesen Um- beziehungsweise Missstand hat die Autorin wundervolle Antworten in Gestalt gesunder Brot-Rezepte, die auf die vielen erlaubten Unsäglichkeiten wie auch auf Gluten verzichten und dazu anregen, ein ehrliches, sauberes, kostbares Brot selbst zu backen – ein Ritual, das weit über gesundheitliche Belange hinausgeht und uns mit unserem Urgrund verbinden und versöhnen kann.
Zur Höchstform läuft Silke Gugenberger-Wachtler bei ihren Aufstrichen auf, um die sich ihr Buch vor allem dreht. Sie nimmt uns diesbezüglich bei der Hand und schenkt uns Rezepte nicht nur kostbarer, sondern köstlicher Art, die wir mit Achtsamkeit selbst zubereiten und so mit wachsender Bewusstheit essen können, anstatt uns unbewusst alle möglichen Scheußlichkeiten aufs Brot zu schmieren beziehungsweise schmieren zu lassen.
In Zukunft kann die Kunst des Brotes und der passenden individuellen Lieblingsaufstriche kulinarische Triumphe feiern und dem Tag den notwendigen Rahmen geben. Immerhin beginnen die meisten Menschen bei uns ihren Tag am Morgen mit dem Frühstück und das bedeutet ein Stück Brot, auf das sie sich süße Köstlichkeiten streichen, und sie beenden ihn abends wieder mit Brot, auf das sie sich Herzhaftes wünschen. Beides bietet das Buch überzeugend und schmackhaft und auf wundervoll gesundem Niveau.
Die Aufstriche von Silke Gugenberger-Wachtler können uns die Tage am Morgen versüßen und die Nächte am Abend herzhaft vertiefen. So wird jeder Tag mit „Gesundheit aufs Brot“ einen würdigen und manchmal würzigen Rahmen bekommen – auf dass es ein guter Tag werde.
Ruediger Dahlke (www.dahlke.at)
TamanGa, im November 2018

Stimme zum Buch
von Dr. Helmut Retzek
Silkes Buch ist eine Eröffnung und ein Aha-Erlebnis: Rohkost-Brot, Rosa-Brot, Kurkuma-Karotten-Aufstrich, Kräuter-Frischkäse, Cashew-Kartoffelkas, Bohnencreme und vieles mehr – alles angefertigt mit Lebensmitteln und Gewürzen, die wir bei allen Experten der Ernährungsmedizin als „Heiler“ kennengelernt haben. Wie frustrierend ist es oft in der Praxis, den Patienten das Fleisch des armen Mannes (Linsen, Bohnen) schmackhaft zu machen, wohl wissend, dass sie dieses vielleicht nur ein- oder zweimal essen, weil wir keine Rezept-Kultur dafür haben und die Patienten doch immer ihre gewohnten Speisen vorziehen. Jetzt bekommen meine Patienten Silkes Buch in die Hand mit dem Auftrag, täglich ein Rezept daraus zu probieren – und als Beweis dafür einen Strich ins Buch beim Rezept zu machen und mir das nächste Mal zu zeigen, was ihnen am besten geschmeckt und am besten getan hat.
Die interessanten Fachbücher mit dem ganzen wissenschaftlichen Hintergrund zu Silkes wundervoller Rezeptsammlung sind Dr. Jacobs Weg des genussvollen Verzichts und Dr. Joel Fuhrmans Eat to live, die beide genau diese Heiler in der Ernährung propagieren: Mikronährstoffdichte pflanzliche Lebensmittel, entzündungshemmende und vitalisierende Gewürze, fleisch- und getreidereduzierte Ernährung, vitale ganzheitliche Öle und fettlösliche Vitamine in den Samen und Nüssen.
Die Amish – eine religiöse Gruppe von Menschen mit einem sehr vergleichbaren Lebensstil in den USA – zeigen uns, was mit Ernährung möglich ist: Sich vegetarisch ernährende Amish leben um fast zehn Jahre länger als ihre fleischtigernden Brüder und Schwestern. Wenn die Vegetarier noch regelmäßig Nüsse und Samen dazu essen, dann gibt es nochmal eine um vier Jahre längere gesunde Lebenszeit. Man muss ja vielleicht nicht alles gleich perfekt machen, aber sich in die richtige Richtung zu entwickeln macht doch Sinn und Silkes Rezeptsammlung ist hier eine echte Hilfe, danke dafür!
Dr. Helmut B Retzek Ganzheitsmediziner in Vöcklabruck

Warum ein Buch über rein pflanzliche Brotaufstriche?
Gesundheitliche Probleme begleiteten mich bereits mein Leben lang. Als Kind litt ich unter Pseudokrupp und war öfter dem Erstickungstod nahe. Als Heranwachsende hatte ich starke Probleme mit dem Magen, während des Studiums entwickelte ich Schuppenflechte, außerdem entdeckten die Ärzte einen Tumor an der Leber. Mit Mitte zwanzig, als ich gerade mit einer Freundin eine Werbeagentur gegründet hatte, bekam ich auf einmal Asthma. Und mit gerade einmal 31 Jahren wurde bei mir Krebs diagnostiziert: ein hochaggressives Lymphom. Laut Schulmedizin hatte ich gute Chancen, wieder ganz gesund zu werden. Ich begab mich also vertrauensvoll in die Hände der Ärzte und ließ eine große Operation über mich ergehen, worauf ein halbes Jahr Chemotherapie folgte. Danach wurde ich als geheilt entlassen. Aber nur drei Monate später, bei meiner ersten Nachuntersuchung, war der Krebs bereits wieder da. Meine Prognose verschlechterte sich schlagartig. Selbst mit schulmedizinischer Hammerkeule inklusive Hochdosis-Chemo und Stammzellentransplantation betrug die Wahrscheinlichkeit, die nächsten fünf Jahre zu überleben, nur 20%. Für mich definitiv zu wenig!
Die Schulmedizin konnte mir also nicht helfen. Ich erkannte, dass sie nur mein Symptom (den Tumor) bekämpfte, nicht aber die Ursachen. Also entschied ich mich gegen die Schulmedizin (auch wenn ich sie zur Beobachtung meiner Fortschritte sehr wohl weiterhin in Anspruch nahm und sie ebenfalls als Backup betrachtete, sollte mein Weg nicht fruchten), obwohl mir meine Ärzte ohne schulmedizinische Behandlung den baldigen Tod innerhalb weniger Monate prophezeiten. Ich las Hunderte Studien zum Thema Krebs, Ernährung und Krebsentstehung sowie über Pflanzen, die nachweislich gegen Krebs wirken. Ich beschäftigte mich intensiv mit der Bedeutung meiner Krankheit (hier halfen mir die Bücher Krankheit als Symbol von Dr. Ruediger Dahlke und Heile deinen Körper von Louise Hay sehr weiter) und betrachtete diese nicht länger als Feind. Die Krankheit machte mich ganz und zeigte mir, wo mein seelisches Defizit lag. Ich musste nur bereit sein, das, was die Krankheit mir brachte, auch ohne Krankheit einzufordern, und das, wozu sie mich zwang, freiwillig zu tun. Ich fing an, mein Denken und Fühlen zu beobachten, zu meditieren und mein ganzes Wesen auf Gesundheit auszurichten. Ich gab den Kampf gegen den Krebs auf und machte mich stattdessen auf den Weg zu meiner Gesundheit. Ich machte mich auf die Suche nach dem Sinn des Lebens, um wieder Lebenswillen zu entwickeln.
Außerdem – und für mich auch ein absoluter Schlüssel zu meiner Genesung – begann ich mich rein pflanzlich, vollwertig und möglichst zuckerfrei und mit einem hohen Anteil an Rohkost zu ernähren und integrierte sehr viele Nahrungsmittel mit nachgewiesener Wirkung gegen Krebs in meinen Speiseplan. Innerhalb von nur fünf Wochen schrumpfte der Tumor um über 1,5 Zentimeter. Meine Ärzte waren fassungslos. Bis der Tumor vollkommen verschwunden und auch im PET-CT nicht mehr nachweisbar war, dauerte es allerdings fast anderthalb Jahre.
Und heute? Heute bin ich vollkommen gesund und fühle mich besser als je zuvor. Meine vielfältigen anderen gesundheitlichen Probleme haben unterwegs ebenfalls ausgedient und inzwischen bin ich nicht nur meinen Lymphdrüsenkrebs los, sondern auch Schuppenflechte, Asthma und der Lebertumor (der nach der Chemotherapie 7,5 cm maß) haben ihre Schuldigkeit getan und konnten gehen.
Warum erzähle ich dir das? Aus einem einfachen Grund, der auf der Einsicht beruht: Wir müssen nicht krank sein! Dazu besteht keine zwingende Notwendigkeit. Jeder von uns hat die Macht, Körper, Geist und Seele wieder in Richtung Gesundheit auszurichten. Ich sage nicht, dass das einfach ist, aber es ist machbar. Ich möchte dir als Beispiel dienen, denn wenn ich das kann, kannst du es auch! Meiner Meinung nach stellt eine pflanzliche, vollwertige Ernährung einen großen Schritt zur Gesundheit dar. Wenn wir uns einer pflanzlichen Ernährung zuwenden, kann der Körper besser funktionieren, besser entgiften und Entzündungen besser bekämpfen, muss weniger Müll, Schwermetalle und Abfall beseitigen, wird nicht mit Leichen- und Verwesungsgiften konfrontiert, nicht mit Wachstums-, Schwangerschafts- und Stillhormonen bombardiert. Er muss sich nicht mit tierischen Fetten und Eiweißen auseinandersetzen, die beide in wissenschaftlichen Studien mit zahlreichen Krankheiten in Verbindung gebracht werden. Stresshormone, die die Tiere im Todeskampf und bereits davor ausschütten, müssen nicht mehr in den Körper integriert werden. Er bekommt im Gegensatz dazu alles, was er braucht, um gesunden zu können: Unmengen an wertvollen Vitaminen, Enzymen, Spurenelementen, Mineralstoffen, Ballaststoffen, Antioxidantien, wertvollen sekundären Pflanzenstoffen, Eiweißen, Fetten und komplexen Kohlenhydraten. Einzige Ausnahme ist Vitamin B12, das bei einer rein pflanzlichen Ernährung supplementiert werden sollte.
Mit jeder pflanzlichen Mahlzeit versorgen wir unseren Körper mit reiner Pflanzen- und Lebenskraft, was wiederum unsere Abwehrkräfte massiv steigert, den meisten Zivilisationskrankheiten wie Krebs, Schlaganfall, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Diabetes vorbeugt und Übergewicht entgegenwirkt. Es wäre doch schade, wenn wir nicht versuchen würden, bei jeder Mahlzeit das Maximum an Gesundheit für unseren Körper herauszuholen.
Seit meiner heilsamen Erfahrung möchte ich mein Wissen weitergeben. Ich möchte Menschen helfen, ihre persönliche Gesundheit zu verbessern und ein glücklicheres, freieres und vor allem gesünderes Leben zu führen. Nachdem viele von uns gerne und oft Brot essen – meiner Meinung nach aber mit dem komplett falschen Belag –, setze ich nun bei unserem täglichen Brot an.
Die meisten Menschen lieben Brot. Der Duft von frisch gebackenem Brot lässt uns sogleich das Wasser im Mund zusammenlaufen. Wo es so gut duftet, fühlen wir uns sofort heimisch und wohl.
Der durchschnittliche Deutsche und Österreicher isst fast zweimal täglich Brot: Entweder schon zum Frühstück oder zur sogenannten Brotzeit – die in Österreich schlicht Jause heißt – und auch abends zum „Abendbrot“ erfreut sich das belegte Brot großer Beliebtheit.
Womit belegen wir aber die köstlichen Brotlaibe? Meist kommen hier ziemlich fette tierische Produkte zum Einsatz, vollgepackt mit schädlichen Zusatzstoffen, angefangen beim Pökelsalz, über Konservierungsmittel und Geschmacksverstärker bis hin zu gesundheitlich bedenklichen Farbstoffen. Die WHO (Weltgesundheitsorganisation) stuft verarbeitetes rotes Fleisch (also Wurstwaren, Schinken, Salami und Co.) als genauso krebserregend ein wie Asbest und Tabakrauch. Aber auch unverarbeitetes rotes Fleisch wird als wahrscheinlich krebserregend angesehen. Selbst vermeintlich gesunde Milchprodukte wie Käse bergen ein gewisses Gesundheitsrisiko. So konnte etwa im Tierversuch gezeigt werden, dass Casein, das Milcheiweiß, das Wachstum von Krebszellen stark anregt1. Auch die enthaltenen bovinen Wachstumshormone stimulieren das Krebswachstum und regen zudem auch die Bildung von körpereigenen Wachstumshormonen an, was wiederum zusätzlich Krebswachstum befeuert. Auch sind Wurst- und Milchprodukte meist arm an Vitaminen, Enzymen, Ballaststoffen und vor allem an den so wertvollen sekundären Pflanzenstoffen. Mit jeder Fleisch- oder Milchmahlzeit bringst du dich um die immensen gesundheitlichen Vorteile, die Pflanzenkost einfach mit sich bringt.
Süße Aufstriche, die oft als Alternative für Tierisches herhalten, sind ebenfalls nicht gerade gesund: Herkömmliche süße Aufstriche wie Marmelade, Nutella und Co. überschütten unseren Körper mit Unmengen an Zucker, der weder unseren Zähnen noch unseren Bauchspeicheldrüsen, inneren Organen und Abwehrkräften gut tut und zudem das Wachstum von Krebszellen, Bakterien und Pilzen fördert. Nuss-Nougat-Aufstriche beinhalten zudem riesige Mengen an ungesunden Fetten, was weder für unsere Leber noch für unsere Gefäße und damit letztlich unsere Herzgesundheit förderlich ist.
Für unsere Gesundheit ist es sinnvoll, sich so oft wie möglich Gesundheit aufs Brot zu streichen – und zwar am besten in Form dieser 39 delikaten Rezepte für Brote und Brotaufstriche von deftig bis süß, die deinen Gaumen erfreuen und deinen Körper mit einem Mehr an Vitaminen, Enzymen, Spurenelementen, Fettsäuren, Mineral-, Ballast- und sekundären Pflanzenstoffen versorgen. Wenn du dein belegtes Brot nun noch mit einem leckeren Salat oder frischem Obst und Gemüse kombinierst, profitierst du noch mehr von der geballten Kraft der Pflanzen. So kannst du ohne Reue genießen. Probiere es aus und ich verspreche dir, der Geschmack kommt sicher nicht zu kurz! Zudem lege ich großen Wert auf unkomplizierte Rezepte, die man schnell und einfach zubereiten kann, sodass auch ungeübte Köche kulinarisch glänzen können. Schnell, unkompliziert und dennoch unglaublich lecker ist hier die Devise!
Pflanzen sind gesund
Länger leben dank Pflanzenkraft
Obst und Gemüse stellen die Ur-Nahrung des Menschen dar. Sie sind die besten und gesündesten Nahrungsmittel, die es für uns Menschen gibt. Je mehr Gemüse eine Bevölkerungsgruppe verzehrt, umso niedriger ist beispielsweise deren Krebsrate. Geschichtlich gesehen hatten und haben gerade die Bevölkerungsgruppen mit dem höchsten Gemüse- und Obstanteil in der Nahrung auch die höchste Lebenserwartung, wie etwa die Japaner in Okinawa. Dort leben die meisten Hundertjährigen weltweit, was viele auf die Ernährungsgewohnheiten der Bewohner zurückführen. Die Bewohner Okinawas essen traditionell viel Obst und Gemüse und wenig Fleisch, Fisch, Milchprodukte und Eier. Die Ernährung ist fettarm, dafür kohlehydratreich. Leider reduziert sich die Lebenserwartung mittlerweile auch in Okinawa mit dem Einzug der westlichen Ernährungsweise, die reich an Fleisch, Milch, Eiern und Fisch ist.
Generell belegen viele verschiedene Studien einen Zusammenhang zwischen pflanzlicher Nahrung und einer höheren Lebenserwartung und Gesundheit. Mindestens ebenso viele Studien legen auch einen Zusammenhang zwischen tierischer Nahrung und unseren sogenannten Zivilisationskrankheiten wie Krebs, Herz-Kreislauferkrankungen, Multiple Sklerose, Demenz, Alzheimer, Asthma, Neurodermitis, Diabetes und Co. nahe.
Ich möchte hier kurz eine Studie2 der Harvard Medical School vom Oktober 2016 aufgreifen, bei der 130.000 Menschen, die im Schnitt 49 Jahre alt waren, bis zu 32 Jahre lang von Wissenschaftlern begleitet wurden. Dabei wurden im Abstand von zwei Jahren Fragebögen zu Ernährung, Lebensstil und Gesundheitszustand beantwortet. Es zeigte sich, dass die Probanden durchschnittlich 14% ihrer täglichen Kalorienmenge über tierische Proteine und nur ca. 4% über pflanzliche Proteine deckten. Nicht verwunderlich also, dass in der ganzen Studienzeit insgesamt 36.115 der Teilnehmer starben. Die Nummer eins der Todesursachen war erwartungsgemäß Krebs mit 13.159 Todesfällen, gefolgt von Herz-Kreislauf-Erkrankungen mit 8.851 Todesfällen. Erhöhte sich bei den Testpersonen der Anteil an tierischem Eiweiß, der ohnehin schon extrem hoch war, um weitere 10%, erhöhte sich auch das Risiko, während der Studienzeit zu sterben, um 2%. Sieht man sich nur das Risiko an, in diesem Fall an einer Herz-Kreislauf-Erkrankung zu sterben, stieg dieses sogar um 8%.

Ganz im Gegensatz dazu führte jedoch eine Erhöhung des Anteils an Kalorien aus pflanzlichem Eiweiß um nur 3% zu einer Senkung der Sterblichkeit während der Studie um 10%. Rein auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen bezogen sank die Sterblichkeit sogar um 12%.
Laut der Studie haben also Menschen, die mehr tierisches Eiweiß aufnehmen, ein höheres Risiko, frühzeitig zu sterben. Im Gegensatz dazu leben Menschen mit einem höheren Anteil an pflanzlichem Eiweiß länger und haben eine höhere Chance, gesund alt zu werden.
In einer weiteren Studie3 aus dem Jahre 2013 verglichen Forscher der Loma Linda University in den USA die Ernährungsgewohnheiten von 73.308 Menschen einer relativ homogenen Gruppe, den Siebenten-Tags-Adventisten. Sie alle befolgten, abgesehen von der Ernährungsweise, ähnliche Lebensstile. Dabei fanden die Wissenschaftler heraus, dass das Risiko, während des Untersuchungszeitraums zu sterben, bei Pesco-Vegetariern (also Vegetariern, die auch Fisch essen) um 19%, das von Veganern um 15% und das von Vegetariern um 9% niedriger war als bei Fleischessern. Wobei die Studienautoren auch anmerkten, dass die Fleischesser in dieser Studie relativ wenig Fleisch aßen verglichen mit der amerikanischen Standardernährung und dass der Studienzeitraum mit sechs Jahren eher kurz war und sich zu erwartende, langfristig positive Effekte einer pflanzlichen Ernährung erst später zeigen würden.
2014 kam eine weitere Übersichtsstudie4 an der Loma Linda University in den USA zu einem noch klareren gesundheitlichen Vorteil für Pflanzenesser. Dabei wurden drei große Studien an Siebenten-Tags-Adventisten ausgewertet, unter anderem auch die zuvor erwähnte, und dabei zeigte sich, dass vegetarisch lebende Adventisten ein um 9% niedrigeres generelles Sterberisiko hatten als fleischessende Adventisten und vegane Adventisten ein um 14% niedrigeres Sterberisiko. Hinzu kam ein um bis zu 68% niedrigeres Sterberisiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Gefäßerkrankungen im Gehirn (also Schlaganfälle, zerebrovaskuläre Demenz und ähnliche Symptome) für Vegetarier und Veganer sowie ein um 8% niedrigeres Risiko, an Krebs zu sterben, für Vegetarier und ein um 14% niedrigeres Risiko für Veganer, an Krebs zu sterben. Veganer hatten zudem zusätzlich noch ein geringeres Risiko für Übergewicht, Typ-2-Diabetes, Bluthochdruck und Herz-Kreislauf-Erkrankungen als Vegetarier, die wiederum deutlich besser abschnitten als Fleischesser.
Wie Dr. Retzek eingangs bereits erwähnte, leben vegetarische Amish, die regelmäßig Nüsse und Kerne verzehren, laut Studien durchschnittlich 14 Jahre länger als ihre „normalessenden“ Glaubensbrüder. Im Umkehrschluss leben Fleischesser also um etwa 14 Jahre kürzer. Wusstest du, dass dies nahezu die identischen Werte sind, die Raucher kürzer leben? Raucher müssen mit ca. 13 bis 14 Jahren weniger Lebenszeit rechnen als Nichtraucher, was Fleischkonsum in etwa so gesundheitsschädlich macht wie Rauchen! Wie sieht das aber bei Veganern aus? Nachdem wir wissen, dass Veganer ein noch geringeres Sterberisiko aufweisen als Vegetarier, wäre der lebensverlängernde Vorteil einer veganen Ernährung also mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit sogar noch größer als bei Vegetariern.
Die höhere Lebenserwartung von Menschen, die weniger Tierisches und mehr Pflanzliches zu sich nehmen, liegt auch an den vielen positiven Inhaltsstoffen, die wir in pflanzlichen Lebensmitteln finden: So enthalten sie etwa große Mengen lebenswichtiger Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente. Es gibt aber noch weitere wunderbare Stoffe in Pflanzen, die mindestens ebenso wichtig sind: sekundäre Pflanzenstoffe, Antioxidantien (wobei auch Vitamine und sekundäre Pflanzenstoffe als Antioxidantien fungieren) und Ballaststoffe.
Sekundäre Pflanzenstoffe werden von Pflanzen aus unterschiedlichen Gründen hergestellt: So schützen sich die Pflanzen damit etwa vor Schädlingen, Krankheitserregern und UV-Licht, sie dienen zur Kommunikation untereinander und dem Anlocken von nützlichen Insekten. Sekundäre Pflanzenstoffe in der Nahrung haben aber auch einen immensen Vorteil für die Gesundheit von uns Menschen.
Sekundäre Pflanzenstoffe:
• bekämpfen Bakterien, Viren und Pilze
• regen die Produktion von entgiftenden Enzymen an und befreien unseren Körper damit auch von krebserregenden Substanzen und schädlichen Giften aus unterschiedlichen Quellen, zum Beispiel Unkrautvernichtungsmitteln wie Glyphosat
• fördern die Herzgesundheit
• fördern die Effektivität und Funktion unseres Immunsystems
• aktivieren Reparaturmechanismen für beschädigte DNA-Sequenzen und hemmen deren Verdoppelung
• helfen uns bei der Abwehr von Krankheitserregern und der Vernichtung von Krebszellen
• lösen den programmierten Zelltod von Krebszellen aus (Apoptose)
• verhindern die Bildung neuer Blutgefäße zur Versorgung von Tumoren (Anti-Angiogenese)
• wirken entzündungshemmend, schmerzstillend und heben unsere Laune
• harmonisieren Blutdruck, Cholesterinspiegel und Insulinspiegel
• fördern die Verdauung
• wirken Demenz und Alzheimer entgegen
• und noch viel mehr!
Biologisch angebautes Obst und Gemüse haben übrigens einen weitaus höheren Anteil an sekundären Pflanzenstoffen als konventionell angebautes. Da sich die Pflanzen im Bio-Landbau selbst besser vor Schädlingen, Umwelteinflüssen und Ähnlichem schützen müssen, bilden sie natürlich auch mehr sekundäre Pflanzenstoffe aus. Ganz nebenbei bemerkt ist auch der Anteil an Vitaminen, Spurenelementen und Mineralstoffen oft höher, da unter anderem die Böden nicht so ausgelaugt sind, wie dies im konventionellen Landbau oft der Fall ist.
Pflanzen enthalten zudem eine große Menge an Antioxidantien. Diese wirken beispielsweise
• entzündungshemmend
• bewahren uns vor Zellschäden
• steigern unsere Lebenserwartung
• wirken der vorzeitigen Zellalterung entgegen und halten uns so jung, knackig und beweglich und
• schützen nachweislich vor verschiedenen degenerativen Erkrankungen wie beispielsweise Krebs und Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie Demenz.
Ebenfalls finden wir in pflanzlichen Nahrungsmitteln Ballaststoffe. Ein regelmäßiger und reichlicher Genuss von Ballaststoffen
• kurbelt die Verdauung an
• senkt den Cholesterinspiegel
• senkt das Risiko für eine koronare Herzkrankheit und damit auch das Risiko für einen Herzinfarkt
• senkt den Blutzuckerspiegel
• senkt das Risiko für Darmkrebs
• senkt das Risiko für Brustkrebs und
• wirkt Übergewicht entgegen.
Jedes Mal, wenn wir anstelle von Obst, Gemüse, Getreide, Hülsenfrüchten, Pilzen und Nüssen leere Kohlenhydrate ohne Nährwert (wie Weißmehl, geschälter weißer Reis, Zucker, Stärke) oder aber tierische Produkte zu uns nehmen, bringen wir uns um all die wunderbaren Vorteile, die vollwertige Pflanzen unserer Gesundheit bieten. Stattdessen überschwemmen wir unseren Körper mit krankmachenden Substanzen aus Fleisch, Fisch, Eiern und Milch, wie beispielsweise:
• verschiedene Leichengifte (in Fleisch und Fisch)
• Karzinogene (krebsauslösende Stoffe, in Fleisch, Fisch, Eiern und Milchprodukten)
• Eiter (in Milchprodukten)
• Antibiotika (in Fleisch, Fisch, Eiern und Milchprodukten)
• Wachstumshormone, die Krebszellen in ihrer Ausbreitung begünstigen (in Milchprodukten, Eiern, Fisch und Fleisch)
• Häm-Eisen (Eisen aus tierischen Produkten, dieses steht im Verdacht, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes und Krebserkrankungen zu fördern)
• Arachidonsäure (stark entzündungsfördernd)
• weibliche Sexual- und Schwangerschaftshormonen (in Milchprodukten)
• Stresshormone (in Fleisch, Fisch und Milch)
• Mineralstoffräuber, die Kalzium aus unseren Knochen und Zähnen lösen (in Fleisch und Milchprodukten)
• Dioxin (Milch)
• giftige Schwermetalle wie Quecksilber (Fisch)
• gefährliche Zusatzstoffe wie Pökelsalz, Konservierungs- und Farbstoffe (in Wurstwaren)
Hingegen sinkt die Wahrscheinlichkeit, im Laufe des Lebens Krebs oder eine Herz-Kreislauf-Erkrankung zu entwickeln (übrigens die Todesursachen Nummer 1 und 2 in der westlichen Welt), wenn man mehr pflanzliche Lebensmittel in seinen Speiseplan einbaut.
So schreiben etwa Dr. Gullet und seine Kollegen von der renommierten Emory University, USA, zum Thema Krebs: „Es gibt viele Berichte über krebsverhindernde Aktivitäten von pflanzlichen Lebensmitteln, inklusive Kreuzblütlergewächsen wie Kohl und Brokkoli, Zwiebelgewächsen wie Knoblauch und Zwiebel, Grüntee (Matcha), Zitrusfrüchten, Sojabohnen, Tomaten, Beeren und Ingwer sowie Medizinalpflanzen […] Sekundäre Pflanzenstoffe haben großes Potenzial in der Krebsvorbeugung, weil sie sicher, günstig und oral bioverfügbar sind.“5
Das, was du isst, bestimmt, wie alt du wirst und auch, wie gesund du deine Lebenszeit verbringen wirst. Triff die Entscheidung, was du zu dir nimmst, also bewusst und weise.
Wenn dich das Thema interessiert und du mehr darüber wissen möchtest, kann ich dir Peace Food von Dr. med. Ruediger Dahlke, How not to die von Dr. med. Michael Greger und die China Study von den beiden Ärzten T. Colin und Thomas M. Campbell empfehlen.

Vegan für Tier und Umwelt
Die Gründe für eine rein pflanzliche oder vegane Ernährung sind vielfältig und gehen über eigene gesundheitliche Vorteile weit hinaus. Da sich dieses Buch jedoch hauptsächlich mit den gesundheitlichen Aspekten einer pflanzlichen Ernährung beschäftigt, möchte ich nur ganz kurz auf andere Gründe eingehen. Natürlich kommt mit einer veganen Lebensweise kaum ein Tier zu Schaden. Tiere sind fühlende und soziale Wesen: Für unser Überleben ist es überhaupt nicht notwendig, ja sogar schädlich, sie unter teils desaströsen Bedingungen zu halten, anschließend über weite Strecken zu transportieren, zu töten und zu verspeisen. Wir essen mit den Tieren nicht nur deren Fleisch, sondern auch die niedrig schwingende Energie von Verwesendem sowie die Angst und Verzweiflung der Tiere mit. Wenn jemand eine tote Maus im Garten findet oder eine überfahrene Katze am Straßenrand, würde niemand von uns auf die Idee kommen, diese anzufassen, geschweige denn zu essen! Warum nicht? Zum einen, weil uns beigebracht wurde, dass tote Tiere giftig sind (Leichengifte) und zum anderen, weil uns ein natürlicher Ekel überfällt – es sei denn wir sind unser bisheriges Leben lang auf das eigenständige Erlegen von Tieren getrimmt worden, ob kulturell oder aus der Not heraus. So oder so ist dies kein natürlicher Instinkt von uns Menschen. Wenn wir tote Tiere nicht einmal anfassen wollen, wieso stecken wir sie uns dann in den Mund und essen sie?
Auch Milchkühe geben nicht freiwillig Milch. Sie müssen dazu ständig trächtig sein. Zudem sind es sehr soziale Tiere, die tagelang nach ihren Kindern schreien, die ihnen meistens sofort nach der Geburt weggenommen werden. Milchkühe sind zudem heute teilweise so hochgezüchtet, dass sie aufgrund der Größe ihrer Euter kaum noch gehen können.
Generell werden Tiere zu Nahrungszwecken meistens als Kinder oder Teenager getötet. Beispielsweise haben Milchkühe in freier Wildbahn eine Lebenserwartung von 30 Jahren. Im Milchbetrieb werden sie jedoch bereits nach 4 bis 5 Jahren (also nach einem Sechstel ihrer Lebenserwartung) zum Schlachter gebracht, da dann die Milchleistung nachlässt, aber sich mit dem Fleisch noch gutes Geld verdienen lässt. Umgerechnet auf den Menschen entspräche das einem Alter von etwa 14 Jahren.
Tierschutz ist also einer der großen Gründe für eine vegane Lebensweise, genauso wie auch Umweltschutz. Etwa 58% der Äcker hierzulande werden für den Anbau von Tierfutter verwendet. Denn um eine Kilokalorie aus tierischer Nahrung herzustellen, benötigt man durchschnittlich etwa 7 Kilokalorien aus Pflanzen, was alles andere als effizient ist. Auch werden bei der herkömmlichen Produktion der Futterpflanzen oft schädliche Substanzen (Herbizide, Pestizide und Co.) ausgebracht, die zusammen mit der Gülle der Tiere unsere Böden, unser Grundwasser und unsere Umwelt vergiften.
Aber nicht nur pflanzliche Futtermittel werden en masse benötigt, auch Wasser wird in der Viehwirtschaft stark verbraucht. Etwa 2.488 Liter Wasser sind nötig, um ein Kilo Milch und Eier zu erwirtschaften und die Bilanz für Fleisch schaut noch schlechter aus! Durchschnittlich benötigt man für die Herstellung von 1 kg Gemüse und Früchte 425 Liter Wasser, für 1 kg Getreide und Hülsenfrüchte 1.629 Liter, für 1 kg Milchprodukte und Eier 2.488 Liter und für 1 kg Fleisch sogar 8.576 Liter Wasser. Ein einziges Kilo Steak verbraucht genauso viel Wasser wie 120 kg Kartoffeln.
Auch Treibhausgase werden vermehrt durch die Haltung von Tieren zu Nahrungszwecken erzeugt. Laut dem Sachverständigenrat für Umweltfragen in Deutschland beträgt der Anteil der Landwirtschaft an den gesamten Treibhausgas-Emissionen weltweit ca. 10 bis 12%, wovon mehr als 60% auf die Viehwirtschaft entfallen. So titelte etwa die Zeitung „Die Welt“ bereits 2007: „Ein Kilo Fleisch – schädlich wie 250 km Autofahrt“. Dabei wird auf das Ergebnis einer Studie Bezug genommen, die belegte, dass bereits 1 Kilo Fleisch in etwa 36 Kilogramm Kohlendioxid produziert, wobei in diesen Werten der Energieverbrauch der Tierfarmen oder der Rinder- und Fleischtransport noch nicht einmal berücksichtigt wurden.
Wir sehen also, dass die Gründe für eine vegane Ernährung vielfältig sind. Nachdem wir mit allem, was existiert, in Verbindung stehen – auch wenn wir uns oft scheinbar getrennt von anderen und unserer Umwelt erleben –, kommt alles, was wir anderen Gutes tun, letztendlich auch uns selbst zugute. Wenig verwunderlich also, dass das, was deinem Körper und Geist gut tut, auch den Tieren und der Umwelt gut tut, und somit wieder deinen Mitmenschen und letztlich dir selbst. Man könnte es den Kreislauf der Liebe nennen: Tu das, was für alles Existierende rund um dich herum am besten ist, denn das ist letztendlich auch genau das, was für dich selbst am vorteilhaftesten ist.
Ücretsiz ön izlemeyi tamamladınız.