Kitabı oku: «Aufbruch – Eine Reise in Liebe ins Glück»
Simon Kyung-Ha Herz
AUFBRUCH –
EINE REISE IN LIEBE INS GLÜCK
Betrachtungen und Gedanken
zur christlichen Religion
Engelsdorfer Verlag
Leipzig
2016
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Copyright (2016) Engelsdorfer Verlag Leipzig
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www.engelsdorfer-verlag.de
Inhalt
Cover
Titel
Impressum
Einleitung
1. Liebe ist Glück
2. Berührung der Liebe
3. Ich
4. Gebet
5. Ich, mein Elend, das der Erde, und trotzdem geliebt in Gottes „Sein“
6. Liebe lernen - 1. Teil
7. (Gedanken über den) Tod
8. (Gedanken über) Entsagung
9. Über die Überwindung, von Begierde und Hass, von Leid
10. Liebe lernen - 2. Teil: Wie Gott uns liebt
11. Die Frauen, die stärkste Begierde meines selbstbezogenen egoistischen Ichs
12. Vergangenheit und Gegenwart. Warum die alte und wahre christliche Religion?
13. Fortsetzung von Kapitel 11
14. Der Hauptfeind, der Richter, in uns (Gedanken)
15. Die Feinde sind in uns
16. Ich im Beruf und Dienst
17. Gedanken über das Gebet und meine Begierden
18. Ich bin manches Mal lieb und manches Mal böse
19. J. und ich und wenige gemeinsame Beter
20. Gedanken darüber, warum das Böse existiert, es aber nicht müsste
21. Ich am 24.12.2014
22. Stille und Gedanken des Ich um Weihnachten
23. Schlussgedanke
24. Der Psalm 22 und die Bergpredigt
25. Gedanken im März
26. J. und nicht ich
27. Mein christliches Ich in einem christlichen Kindergarten
28. Weisheit?
29. So geht das Leben dahin
30. Grund der Entstehung
31………
Ausklang
Einleitung
Dieses Buch handelt davon, was ich während einer Phase der minimalen positiven Veränderung von mir selbst erlebte und welche Gedanken über die Liebe mich dabei begleiteten.
In dieser Zeit bat ich manches Mal Folgendes:
… Wasche mein Schuld von mir ab, und mache mich rein von meiner Sünde! … Erschaffe mir, Gott, ein reines Herz, und gib mir einen neuen, beständigen Geist! … (Psalm 51)
Ich hörte dann:
… Ich hole euch heraus, … Ich gieße reines Wasser über euch aus, dann werdet ihr rein. Ich reinige euch von aller Unreinheit, von all euren Götzen. Ich schenke euch ein neues Herz und lege einen neuen Geist in euch. Ich nehme das Herz von Stein aus eurer Brust und gebe euch ein Herz von Fleisch. Ich lege meinen Geist in euch und bewirke, dass ihr … auf meine Gebote achtet und sie erfüllt (, weil sie Liebe sind, und alles schützen). Ihr werdet mein Volk sein, und ich werde euer Gott sein. (Der Prophet Hesekiel 36.24)
… Gefallen hat Gott an denen, … , die voll Vertrauen warten auf seine Huld, (seine Freundlichkeit, Zugewandtheit, sein Wohlwollen). (Psalm 147)
… Gott bringt die Verlassenen heim, führt die Gefangenen hinaus ins Glück … (Psalm 68)
Das niedergeschriebene Werk wäre nicht in dieser Form entstanden, ohne die geteilte Liebe und Weisheit von einigen Menschen.
Ich danke deshalb diesen: Günter von Arte Omni, den Benediktinermönchen von St. Stephan, den Dominikanermönchen von Heilig Kreuz, der St. Ulrich und Afra Betgemeinde, der koreanischen evangelischen Gemeinde von der Jakobskirche und vielen weiteren Christen; ich danke auch koreanischen Buddhisten, Buddhisten aus der Rabten Chöling Gemeinschaft in Europa (Geshe Thubten Trinley, Gonsar Rinpotsche, Geshe Tsültrim) und denen der Plum Village Gemeinschaft in Südfrankreich, wie auch denen von Zen in Augsburg.
Andere Menschen haben mir ebenfalls Gutes getan, doch kann ich sie hier aus Platzgründen nicht alle nennen, außer noch die Kinder und Erwachsenen aus den Kindertagesstätten in den ich arbeiten durfte.
Für dieses Buch danke ich noch Kommandersch für die Gestaltung des Buchrückens und Günter für die Erlaubnis der Nutzung des unaufdringlichen dezent leuchtenden Arte Omni Bildes auf der Buchvorderseite.
Dieses Buch ist für Soon-ki Min, Reinhard, Nina und Julia Herz und die Familien Min, Herz und Wrana, meine Freunde und Bekannten, und Dich.
1. Liebe ist Glück
(Gedanken im Herbst)
Glücklich der Mann, der nicht folgt dem Rat der Gottlosen, den Weg der Sünder nicht betritt …, sondern seine Lust hat am Gesetz des HERRN (von dem einzigen Gott JAHWE), und über sein Gesetz sinnt Tag und Nacht … (Psalm 1.)
Das hebräische Wort „Psalm“ stammt vom griechischen Wort „Psalmos“ und dies heißt „Lied“. Im Hebräischen, der Sprache der Israeliten, des von Gott auserwählten Volkes, werden die Psalmen auch mit „Lobgesänge“ überschrieben. Psalm 1. ist etwa 3000 alt, manche Aussagen daraus wurden auch schon im ersten Buch Mose bei Stellen über Josef erwähnt, sind also an die 4000 Jahre alt. Der oben genannte Ausschnitt ist eine authentische wortwörtliche Übersetzung des hebräischen Textes ins Deutsche aus der Elberfelder Bibel.
Was macht den Mann und die Frau, die Kinder und die Alten, glücklich? Was ist das Gesetz Gottes? Der Kern der Heiligen Schrift Bibel ist, wie sie selbst im alten wie im neuen Testament erwähnt, Gott zu lieben, seinen - immer jeweils momentanen - Nächsten zu lieben, und sich selbst zu lieben. Im alten Testament wird nun eben gelehrt: Höre … : Jahwe ist unser Gott, der Herr allein! Und Du sollst Jahwe, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deiner ganzer Kraft. Und diese Worte, die ich dir heute gebiete, sollen in deinem Herzen sein. Und du sollst sie deinen Kindern einschärfen und du sollst davon reden, wenn du in deinem Hause sitzt und wenn du auf dem Weg gehst, wenn du dich hinlegst und wenn du aufstehst. (Das fünfte Buch Mose. Kapitel 6, Vers 4-7) Du sollst deinen Bruder in deinem Herzen nicht hassen. Du sollst deinen Nächsten ernstlich zurechtweisen, damit du nicht seinetwegen Schuld trägst. Du sollst dich nicht rächen und den Kindern deines Volkes nichts nachtragen und sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. (Es heißt hier, „wie dich selbst“, weil Dein Nächster bist Du selbst, weil alles Eines ist, da miteinander verbunden.) Ich bin Gott. (Das dritte Buch Mose. Kapitel 19, Vers 16-18) Im neuen Testament antwortet sein Sohn, sein Kind, sein Geschöpf, Jesus Christus als er gefragt wird: Lehrer welches ist das größte Gebot im Gesetz? Jesus Christus aber sprach zu ihm: „Du sollst den Herrn, Jahwe, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deinem ganzen Verstand.“ Dies ist das größte und erste Gebot. Das zweite aber ist ihm gleich: „Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.“ An diesen zwei Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten. (Matthäus, Kapitel 22. Vers 36.40) Man beachte, dass Jesus „Verstand“ anstatt „Kraft“ sagt. Verstand ist Kraft. Außerdem sagt Jesus Christus, das zweite ist dem ersten gleich. Er meint damit: Der einem nahestehende Mensch und man selbst ist ein Teil Gottes. Auch der Nächste ist Gott wie der Heilige Apostel Paulus sagt: … dass sie Gott suchen, ob sie ihn vielleicht tastend fühlen und finden, obwohl er ja nicht fern ist von jedem von uns. Denn in ihm leben wir und bewegen uns und sind wir … (Apostelgeschichte Kapitel 17, Vers 27.28)
Die Weisung Gottes ist auch Geduld zu üben, was bedeutet viel Leid ertragen zu können, aber auch viel Glück annehmen zu können. Jesus Christus hat einen grausamen ungerechten Tod, der ihm von unwissenden, machtgierigen, eifersüchtigen, gewalttätigen, böswilligen Menschen angetan wurde, vergebend und liebend ertragen. Einst lehrte er seinen Schülern das Gebet „Vater Unser“ beten, er lehrte sie nur dieses eine kurze Gebet. Wenn Du aber betest, bete zu deinem Vater (Gott) der im Verborgenen ist! Und dein Vater der im Verborgenen sieht, wird dir vergelten; Betet ihr nun so: Unser Vater, der du bist in den Himmeln, geheiligt werde dein Name (JAHWE, GOTT, oder JESUS CHRISTUS oder HEILIGER GEIST was drei Teile einer Einheit sind); dein Reich komme; dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auch auf Erden! Unser tägliches Brot gib uns heute; und vergib uns unsere Schulden (Der Evangelist Lukas übersetzt an dieser Stelle Sünden), wie auch wir unseren Schuldnern vergeben haben; und führe uns nicht in Versuchung, sondern rette uns von dem Bösen! – Denn wenn ihr den Menschen ihre Vergehungen vergebt, so wird euer himmlischer Vater auch euch vergeben; wenn ihr aber den Menschen nicht vergebt, so wird euer Vater eure Vergehungen auch nicht vergeben. (Matthäus Kapitel 6, Vers 6-15) In dessen Mitte heißt es dann bei der Wiedergabe des Evangelisten Lukas: und vergib uns unsere Sünden, denn auch wir selbst vergeben jedem, der uns schuldig ist. (Lukas Kapitel 11. Vers 3) Rache erzeugt Hass, und dieser erzeugt Gewalt, also Zerstörung, also Leid; Vergebung erzeugt Dankbarkeit, die auch Liebe ist, also Glück; dies hatte Jesus Christus erkannt. Der Heilige Apostel Paulus erwähnt in seinem Hohen Lied der Liebe, - in der genauesten Definition was Liebe ist und an deren Punkten sich ein Mensch prüfen kann was er schon oder noch nicht von ihr verinnerlicht hat -, dass sie das einzige erstrebenswerte Gut eines Menschen ist; er definiert nun eben darin: sie (die Liebe) trägt das Böse nicht nach, und an erster Stelle erwähnt er ihre Charaktereigenschaft Geduld (Langmut) und an beinahe letzter, sie erträgt alles. (1.Korinther Kapitel 13. Das Hohe Lied der Liebe) Jesus Christus war der König der Geduld, der alles ertragen und doch noch vergeben hat. Jesus aber sprach (als er hingerichtet wurde): Vater, vergib ihnen! Denn sie wissen nicht was sie tun. (Lukas 23,34) Dies sagte er als er verraten, verlassen, verleugnet, gequält, verhöhnt worden war, während seinem Sterben, nachdem er von Menschenhand hingerichtet worden war. Geduld und Vergebung sind also ineinander verwoben, weil sie beide die höchsten Aspekte der Liebe sind, Aspekte dessen was der Wunsch Gottes an uns Menschen ist, Eigenschaften die uns glücklich machen, auch dann wenn unser Körper stirbt, es sind die Eigenschaften die den unsterblichen glücklichen Geist entfalten.
Gott (die Liebe) bringt die Verlassenen heim, führt die Gefangenen hinaus in das Glück; … (Psalm 68)
2. Berührung der Liebe
(Gedanken im Herbst)
Am einfachsten ist es Gott, der die Liebe ist, in Gestalt des bedeutendsten wichtigsten Menschen auf unserer Erde, in Gestalt von Jesus Christus, - der ganz Gott und vollständig Mensch zugleich war, und der noch immer und ewig sein wird, weil er wie Gott unendlich und allmächtig ist, - und in seinen Worten aus den Evangelien zu lieben. Und Gott ist zu lieben, weil er die die Quelle der Liebe ist, weil er alles das, was wir lieben, in seiner unendlichen Güte für uns geschaffen hat. Er war Gott um den Hochmütigen zur Demut zu führen und hat sich als Mensch erniedrigt um den Erniedrigten durch Hoffnung aufzurichten.
Heilig, heilig, heilig, Herr, Gott, Allmächtiger, der war und der ist und der kommt! … denn du hast alle Dinge erschaffen, um deines Willens wegen waren sie und sind sie erschaffen. (Offenbahrung 4.8,11)
Und Christus ist der Weg der zu dieser Liebe führt.
Wer wird uns scheiden von der Liebe Christi? Bedrängnis oder Angst oder Verfolgung oder Hungersnot oder Blöse oder Gefahr oder Schwert? … Aber in diesem allen sind wir mehr als Überwinder durch den, der uns geliebt hat. Denn ich bin überzeugt, dass weder Tod noch Leben, weder Engel noch Gewalten, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, noch Mächte, weder Höhe noch Tiefe, noch irgendein anderes Geschöpf uns wird scheiden können von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unserem Herrn. (Römer 8.35-39)
Wir haben erkannt, dass der Mensch nicht durch Werke des Gesetzes gerecht wird, sondern nur durch den Glauben an Jesus Christus. (Galater 2.16)
Christus hat für uns gelitten und uns ein Beispiel gegeben, damit wir ihm folgen auf seinem Weg. Er hat keine Sünde begangen und in seinem Mund war keine Falschheit. Als er geschmäht wurde, schmähte er nicht, sondern überließ seine Sache dem gerechten Richter. Er hat unsere Sünden mit seinem eigenen Leib am Holz des Kreuzes getragen, damit wir tot sind für die Sünden und leben für die Gerechtigkeit. Durch seine Wunden sind wir geheilt. (1. Petrus 2.21) Jesus Christus heilt uns, wenn wir krank im Geist oder am Körper sind.
Weil ich lebe, werdet auch ihr leben. An jenem Tag werdet ihr erkennen, dass ich in meinem Vater (Gott) bin und ihr in mir, und ich in euch. Wer meine Gebote hat, und sie hält, der ist es der mich liebt ( - weil Jesus Christus Gott ist und Gott alles ist, und weil die Gebote Liebe sind, also alles schützen, also Gott nicht schaden); wer aber mich liebt, wird von meinem Vater geliebt werden … Wenn jemand mich liebt, so wird er mein Wort halten, und mein Vater wird ihn lieben, und wir werden zu ihm kommen und Wohnung bei ihm machen. (Johannes 14,19-23) Jesus Christus sagt, so denke ich: Wenn jemand mich, die Liebe liebt, so wird er automatisch die Gebote der Liebe halten. Jesus Christus hat alle Gebote der Liebe vollständig gehalten und hält sie noch immer überall zu jederzeit.
Durch seine Gedanken bei Jesus Christus ist ein Mensch in der Liebe und die Liebe ist in ihm, denn Jesus Christus hat die Gebote der Liebe vollständig erfüllt, es heißt an einer Stelle: Denkt nicht, ich sei gekommen, um das Gesetz und die Propheten aufzuheben. Ich bin nicht gekommen, um aufzuheben, sonder um zu erfüllen. (Matthäus 5.17)
Was nicht Liebe ist, und was Liebe ist, wird später noch behandelt werden.
Nun aber sei erklärt: Wer an Jesus Christus denkt, denkt nur an Liebe. Wenn ein Mensch die Liebe berührt, dann ist das Herz, der Geist, und der Körper eines Menschen wahrlich lebendig und er ist dann kein lebender Toter. Gott ist lebendiger Geist und lebendiger Körper, in dem Menschen, der ihn durch den Gedanken an ihn wahrnimmt, dieser fühlt die Gegenwart Gottes im Geist, im Herz, und im Körper. Das Reich Gottes kommt nicht so, dass man es beobachten könnte, auch wird man nicht sagen: Siehe hier! Oder: Siehe dort! Denn siehe, das Reich Gottes ist mitten unter euch (- in einem Menschen und um ihn; in der Mitte.). (Lukas 17.20,21) Durch Jesus Christus kann Gottes Reich bereits Hier und Jetzt, in jedem von uns und außerhalb von uns, was ihm Grunde nicht voneinander getrennt ist, berührt werden; alles ist mit allem verbunden; so wird Gott in Allem und im Nichts, und vorallem dazwischen in der Mitte, berührt; so wird Gott berührt, als er in der Mitte starb, neben einem reuigen Verbrecher einerseits, der nur weil er den Gesandten bat an ihn zu denken, das heißt weil er auf Gott vertraute, noch am selben Tag in das Paradies in den Himmel einging, sowie andererseits neben einen Gott lästernden Verbrecher, dessen Nichtigkeit vielleicht auch jeder in sich selbst erkennt. Und als sie an den Ort kamen … kreuzigten sie dort ihn und die Übeltäter, den einen zur Rechten, den anderen zur Linken … Einer der gehenkten Übeltäter aber lästerte ihn: Bist du nicht der Christus? Rette dich selbst und uns! Der andere aber antwortete und wies ihn zurecht und sprach: Auch du fürchtest Gott nicht, da du in dem selben Gericht bist? Und wir zwar mit Recht, denn wir empfangen, was unsere Taten wert sind (, was wir verdienen, was wir uns selbst eingebrockt haben); dieser aber hat nicht Unstatthaftes (Unrechtes) getan. Und er sprach: Jesus, gedenke meiner, wenn du in dein Reich kommst! Und er (Jesus Christus) sprach zu ihm: Wahrlich, ich sage dir: Heute wirst du mit mir im Paradies sein. (Lukas 23,33.39-43) Gott erwartet nichts mehr von diesem Menschen, auch kein frommes Ritual, sondern Gottes Geist in ihm wird durch das „ja zu Gott“ des Verbrechers berührt, durch den Glauben das Jesus Christus ein Mittler zu Gott ist; interessant ist: das Deutsche „ja“ ist verwandt mit dem hebräischen einsilbigen Namen für Gott: „Jah“. Jesus Christus vermag es, ohne Bedingungen, einem Verbrecher zu helfen, noch Heute, jetzt, in das Paradies zu gelangen; und das einzige was dieser tut ist auf Jesus Christus, also auf Gott, zu vertrauen.
Gott ist rein in der Mitte von den Zweien, Gott wird bei seinem Tod auferweckt, jenseits von Himmel und Erde. Der Himmel und die Erde werden vergehen, meine Worte aber werden nicht vergehen … Wacht (seid achtsam) nun und betet zu aller Zeit, dass ihr imstande seid, diesem allem, was geschehen soll, zu entfliehen und vor dem Sohn des Menschen (der nach Gottes Ebenbild geschaffen ist) zu stehen. (Lukas 21,33.36) Wer die Worte über Gott, die Liebe, den Glauben annimmt wird nicht vergehen:
Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, der wird leben auch wenn er stirbt; und wer (dessen Geist) da (nach dem leiblichen Tod) lebt und glaubt an mich der wird nimmermehr sterben. (Johannes 11.25,26)
Die Liebe vergeht niemals. (1.Korinther 13.8)
Die Liebe ist die Erfüllung des Gesetzes (, der zehn Gebote). Seid niemand etwas schuldig, als nur einander zu lieben! Denn wer den anderen liebt, hat das Gesetz erfüllt. Denn das: „Du sollst nicht ehebrechen, du sollst nicht töten, du sollst nicht stehlen, du sollst nicht begehren“, und wenn es ein anderes Gebot gibt, ist in diesem Wort zusammengefasst „Du sollst deinen nächsten lieben, wie dich selbst“, die Liebe tut dem nächsten nichts Böses. Die Erfüllung des Gesetzes ist also die Liebe. (Römer 13,8-10)
Alles Leid wird durch die Liebe aufgehoben, wie zum Beispiel die innere Unruhe die von Begierden verursacht wird; und die Harmonie zerstörenden Geisteszustände Ärger und Hass werden unter anderem von nicht erfüllten Begierden verursacht, weil man nicht bekommt was man will. Die Liebe macht glücklich, sie gräbt alle Wurzeln der schwarzen Pflanze in uns aus, so dass nichts neues Schwarzes mehr wachsen kann. Die Liebe ist die Person welche die schwarze Pflanze mitsamt den Wurzeln ausgräbt, die Liebe ist Jesus Christus in uns, der die vollkommene Liebe ist, also Gott selbst.
Wenn zum Beispiel eine Frau begehrt wird, ist man unfrei, weil etwas von dieser gewollt wird; denn solange man etwas will hat man keine Ruhe um das Hier und Jetzt überhaupt wahrzunehmen, - das Einzig was wir wirklich haben -, da man mit dem weltlichen Wollen vor dem Hier und Jetzt flieht in etwas, was man noch nicht hat, und was auch nicht sicher ist ob man es bekommt, und das Bild der Begierde im Geist ist auch nur eine Illusion, nichts Reales, etwas was einen davon abhält den Moment, die Wirklichkeit, Hier und Jetzt, wahrzunehmen. Wenn eine Frau aber stattdessen mit reinem Herzen geliebt wird, dann will man sie nur glücklich sehen, will dabei aber nichts für sich selbst, für das Ich, für die eigene Befriedigung der Sinne haben. Und wer eine Frau rein liebt macht sie in der Regel glücklich, allein den Fluss der Liebe zu spüren macht schon glücklich. Und sollte diese die Zuneigung aber nicht erwidern, kann man trotz dessen für sie beten; diese Zugewandtheit im Gebet erreicht sie irgendwie, da nichts vergebens ist. Wenn sie aber zur Gefühlsbefriedigung der eigenen Sinne besessen werden will, kann als nicht unbedeutende Nebenwirkung Angst entstehen, dass sie einen nicht mag, und somit einige Gefühle nicht befriedigt werden, oder aber dass sie einen verlässt, sollte sie doch für kurze Zeit einem selbst zu Eigen gemacht worden sein. Die Depression, das Unglück, entsteht aus Angst. - Herr, sei mir gnädig, denn mir ist angst; vor Gram zerfallen mir Auge, Seele und Leib. In Kummer schwindet mein Leben dahin, meine Jahre verrinnen im Seufzen. Meine Kraft ist ermattet im Elend, meine Glieder sind zerfallen. … Ich aber, Herr, ich vertraue dir, ich sage: „Du bist mein Gott.“ … Ich aber dachte in meiner Angst: Ich bin aus deiner Nähe verstoßen. Doch du hast mein lautes Flehen gehört, als ich zu dir um Hilfe rief. Liebt den Herrn, all seine Frommen! Seine Getreuen behütet der Herr … (Psalm 31) - Und Angst entsteht aus Sünde, aus bösem Denken, Sprechen und Tun, das keine Liebe ist, Angst entsteht als Auswirkung der begangenen Sünde, über das Erkennen was in einem selbst ist, und wo es einen hinzuführen vermag. Ja, ich bekenne meine Schuld, ich bin wegen meiner Sünde in Angst. (Psalm 38)
Wer also Jesus Christus, die reine Liebe, liebt, liebt Gott die reine Liebe, und wer die reine Liebe liebt ist glücklich und frei von allen geistigen Leiden, wie Begierde, Hass und so weiter, da wir nicht zwei Gedanken gleichzeitig denken können, sondern immer nur einen, und einer ersetzt den anderen.
Durch das Gegenteil der Liebe, durch den Hass, ist man von der Liebe getrennt. Wer von der Liebe getrennt ist, der fühlt sich vom Leben getrennt, weil Liebe und Leben im Deutschen zwei ähnlich klingende Wörter sind; er nimmt das mit dem er verbunden ist, mit dem er ein großes Ganzes ist, und von dem er beständig abhängig ist, die Materie, die Elemente, die Herzen, den Geist, nicht mehr wahr; somit ist er nicht dankbar, und weil Dankbarkeit auch Liebe ist, hat er diese nicht, und somit tut er meist erst recht das Gegenteil, er hasst weiter. Wer hasst, schafft in seinem eigenen geistigen Wohlbefinden und dadurch auch in seinem Körper, und für andere, Leid. Hass ist die größte Sünde an der Liebe, an Gott, sowie also an den Mitgeschöpfen die Gott sind, welche geliebt sein wollen und hin und wieder auch aufgrund von Gottes Wirken lieben. Hass ist das Gegenteil von Liebe. Wer in seinem Denken hasst, begeht unheilsame Taten mit der Sprache und mit dem Körper an anderen, verletzt sie, und lässt sie so leiden.
Der Frevler (in uns) spricht: „Ich bin entschlossen zum Bösen.“ In seinen Augen gibt es kein Erschrecken vor Gott. Er gefällt sich darin, sich schuldig zu machen und zu hassen. (Psalm 36)
Jeder ist für sein Denken und somit für sein Glück selbst verantwortlich, außer wenn Gott Gedanken schenkt und lenkt. Doch wir besitzen natürlicherweise die kostbare Freiheit uns zu entscheiden, bereits so lange, seit der Mensch über lange Zeiträume hin erschaffen worden ist, wir besitzen die kostbare Freiheit, mit Hilfe von Jesus Christus, an den lieben Gott zu denken, und somit ohne zu viele Gedanken einfach zu sein.
3. Ich
Die am Anfang beschriebene Erkenntnis, dass allein Gott zu lieben reicht, und in ihm alle Geschöpfe, um für immer glücklich zu sein, um von allen inneren Feinden, den unheilsamen Gedanken, erlöst zu sein, kam mir am letzten Novemberwochenende im Jahre 2014, 2014 Jahre nach der Geburt Gottes als Mensch auf Erden, nach etwa 10 Jahren eines spirituellen Lebens, von seinen kläglichen, stümperhaften Anfängen voller Leid, bis hin zu einer ansatzweißen Stabilität. Jesus Christus, die menschliche Manifestation Gottes auf Erden, durch den die Liebe auf Erden eine Gestalt bekam, indem Gott Energie ausgesandt hat und diese in einer materiellen Hülle manifestieren ließ, diese reine Erscheinung Gottes zu lieben reicht, um Erlösung zu erlangen. Alles bisher geleistete, die Besuche der Tempel, Kirchen und Klöster, das Hören der Lehren, das Geben, die Gottesdienste und der Empfang einiger Sakramente, der Dienst an den Wesen durch die Arbeit und auch anderweitig, die oft - jedoch nicht immer – missglückte und gescheiterte Pflege von Freundschaften und Beziehungen, die Zen-Meditationen und verschiedenen Gebete, alles mir bisher Geschenkte, ob Leid oder Glück, haben mich nun zu dem Punkt gebracht, dass allein Gott zu lieben die Erlösung, die Befreiung bringt. Diese Erfahrung Gott in Jesus Christus lieben zu dürfen, hatte ich am Ende jenes oben genannten spirituellen Wochenendes, als ich am Sonntagabend erschöpft gerade noch das Kreuzzeichen machen konnte, doch die passenden Worte dazu nicht mehr aussprechen konnte. Ich war mit meinen Kräften, ermüdet durch das viele Ringen, mit meiner Hoffnung auf Befreiung von meinen mich plagenden inneren Feinden, am Ende. Anschließend lag ich nur noch erschöpft auf dem Bett und plötzlich wurde mir diese Erkenntnis in Verbindung mit einem echten Gefühl der Zuneigung, des Friedens, des Wohlbefindens, der Zuversicht und einer stillen Freunde im Brustbereich, geschenkt.
Die Worte aus den ersten zwei stillen und sogleich mächtigen Kapiteln sind ein wichtiger Brief, eine ratschlagende Nachricht, an mich. Diese aufs wesentliche reduzierte Zeilen, diese wenigen mit schwarz bedruckten weißen Seiten, sind eine Erklärung, eine Belehrung, sie kommen aus den alten Lehren der Vergangenheit, sie sind meine Erfahrung von besonderen Wörtern die vor Jahrtausenden von heiligen Wesen verfasst worden sind. Sie richten sich an mich, vielleicht auch an Diejenige und Denjenigen der sie liest (wenn dies überhaupt jemand mit Interesse tun sollte), vielleicht stehen sie aber auch einfach nur bereit, oder gar nur für sich selbst, ohne sich Irgendjemandem aufzuzwängen.
Ich schreibe sie auf, mit 35 Jahren, ich weiß nicht wieso, vielleicht für mich, um mich an eine lebenswichtige Erfahrung zu erinnern.
Jesus Christus, war mit 33 Jahren bereits gestorben und auferstanden. Bei diesem Gedanken fühle ich, wie auch ich bereits eines qualvollen Todes hätte sterben können, und somit wäre auch mein Ego, mein böses Ich, mein Wille der noch oft die ein oder andere Vergnügung für sich möchte, der möchte das es MEIN ist, tot. Wieso sollte gerade außerdem ich unbedeutendes aber geliebtes Staubkörnchen länger auf dieser Erde leben als Jesus Christus, der Größte? Und somit bemerke ich, dass ich nun bereit wäre sogar zu sterben, denn der gekreuzigte Sohn hat es uns vorgemacht; außerdem habe ich die Liebe in einigen Momenten meines zerrissenen Lebens erleben dürfen, bei alten weisen Männern, Meistern, Mönchen, bei Freunden, in der Gegenwart von Kindern, in den Blicken von Frauen, im Duft von Blumen, bei meiner Katze, im Licht der Sonne, in meiner Familie, und in meinem Geist und als Regung in meinem Herzen. Manche Kinder sterben früh, doch sie haben die Wesen in ihrer Umgebung aufrichtig angelächelt und umarmt; wenn dies ein Wesen getan hat, dann hat es alles getan was das Leben wertvoll macht.
Manche machthungrigen, gewalttätigen, bösartige Politiker und Mächtige im Geschäftsleben, religiöse Fanatiker, Drogendealer, Menschenhändler, Frauenhändler, Kinder misshandelnde herzlose „Menschen“, Mörder, Erdausbeuter und Naturzerstörer, Tierquäler u.s.w. haben aufgrund ihrer eigenen lieblosen Erziehung wahrscheinlich selten gelächelt.
Das Leid der misshandelten Kinder, Tiere, und der Erde, ist so viel; die Täter denken nur an ihre eigenen Begierden. Es gibt jedoch auch Menschen die hatten eine mehr oder weniger lieblose Erziehung und haben sich trotzdessen um Liebe bemüht. Und es gibt Menschen wie mich, die auch einmal Böse waren und durch Gottes Hilfe, der mir den Gedanken an die Liebe Jesu Christi geschenkt hat, erträglich wurden.
Wenn Jesus Christus 33 Jahre auf dieser Erde war, warum sollte ich, der ich nicht so vollkommen gut war wie er, sondern oft das Gegenteil, dann länger leben dürfen, warum sollte ich länger leben wollen bei all dem Leid, das böse Menschen anrichten? Ich wäre ja froh, wenn ich, weil ich auf Gott die Liebe vertraue, nach meinem leiblichen Tod wohin könnte, wo es mehr Liebe gibt. Jedoch gibt es auch auf dieser Erde gute Menschen, da Gott auch auf sie seine Liebe sendet, und die materielle Natur ist ebenso an sich bereits wunderschön, ein Paradies aus Licht, Farben und Formen, und das wundervollste Geschenk ist erst recht ein reiner Geist, schon jetzt auf dieser Erde, und trotzdem macht es mir nichts mehr aus irgendwann zu sterben. Ich habe für die, welche ich liebe, gebetet, dass sie die Liebe erkennen, oder noch mehr erkennen, und sich hin und wieder an sie erinnern mögen, und ich habe sogar manchmal für die Feinde gebetet, für die welche die Liebe nicht mögen, seien es böswillige Einzelpersonen oder Gruppierungen; mehr konnte ich nicht tun.
Ich schreibe, denn draußen ist ein kalter feuchter nebeliger Herbst, in der alten Arbeiterstadt Augsburg, deren Innenstadt umgeben von einem flachen Gebiet zwischen zwei Flüssen auf einem niedrigen Hügel liegt, und deren Altstadt darunter, und die in der Ferne umgeben ist von mit Nadelbäumen bewaldeten Hügeln.
Ich schreibe um zu verstehen. Und daraufhin werde ich aufhören zu schreiben.
Ich habe es lange Zeit nicht geschafft jemanden zu besuchen um Gottes Gegenwart mit anderen zu teilen, die Liebe in mir war noch nicht stabil, ich hätte nichts geben könne, also wollte ich niemanden sehen. Lange Zeit habe ich Gott in der Einsamkeit gesucht, und in diesem Zeitraum war ich, wenn ich jemanden sehen wollte, keine angenehme Begleitung für andere, erst dann als ich es zuließ, dass seine Liebe in mir zu einem halbwegs stabilen Stamm wächst.
In letzter Zeit habe ich jedoch bereits begonnen, bewusst Menschen zu treffen, wenn sie wollen, denn nur dann nimmt auch mal wieder jemand Kontakt mit mir auf. In der Regel empfängt nur wer auch gibt, doch oft empfängt auch derjenige Gottes Gnaden, der zu arm ist um zu geben. Mich freuen die Kontakte mit der Familie, Freunden, Bekannten und Fremden. Doch sogar die Eltern, die engsten Verwandten, werden sterben, dann bin ich ganz allein mit Gott, und letzten Endes werde auch ich sterben; möglicherweise sterbe ich auch vor ihnen. Es spielt keine Rolle, es hat keine Bedeutung, nur die Berührung des ewigen unendlichen reinen Geistes, von dem ein Teil in jedem Menschen weilt und durch den wir immer und überall mit allen im unendlichen Geist vereint sind, ist wichtig, ist lebenswert.
Ich kann nicht klagen und klage nicht. Nein. Es ist so wie es gerade ist. Und Gott hat es gut mit mir gemeint. Natürlich hat er mich bereits dem ein und anderen Leiden überlassen, der Sünde, den Schuldgefühlen, der Trennung von der Liebe, der Einsamkeit und anderem, aber nur dass ich daraus lerne, wie es auch sein kann, und dann hat er mir gezeigt, wie es sich anfühlt, wenn die Wunden beinahe gänzlich verheilt sind, man seine Schuld bezahlt hat.
Das erste drittel meines bisherigen Lebens war oft wundervoll, trotz der ein oder anderen großen Entbehrung, wie die der Gegenwart meiner Mutter; doch immerhin durfte ich sie ab und zu sehen und es war gut so, so konnte ich mir eigene Gedanken machen, oder auch fremde annehmen, von denen nicht alle schlecht waren.
Das zweite Drittel war der Kunst, einem Geschenk an die Menschen, gewidmet, weil ich damals nur sie als Gut kannte und noch nicht die Religion. Für sie war ich bereit, auch dunklere Facetten des Lebens kennenzulernen. Ich habe geschaut wie weit ich gehen kann, wo die Grenze ist, wo der Abgrund ist, sogar wie es in ihm aussieht, dass auch dort Wesen hausen, ich habe ihnen vertraut, daraufhin habe ich mich in ihm verlaufen, weil auch sie sich verlaufen hatten, doch ich habe für mich entschieden, dass ich dort nicht länger verweilen möchte. Ich habe erwähnt, dass Gott mich dies alles hat erfahren lassen.
Ich denke es ist so, weil ich es ja nicht besser wusste, weil er mich noch nicht unterwiesen hatte. Sicherlich habe ich mich letztendlich bei jedem Leiden selbst geschlagen, weil ich Dinge getan habe, die mich selbst haben leiden lassen, die nichts mit Liebe zu tun hatten, doch ich war eben solange unwissend, bis ich aus meinen Fehlern gelernt hatte, und vielleicht war ich auch zu Stolz, dass ich nur so lernen konnte, indem ich gelitten habe bis mein stolzes egoistisches Ich, vom Leiden überrollt, zerbrach.
Im letzten Drittel musste ich schauen wie man wieder aus den Abgründen herauskommt, Wege ausprobieren, die Führer die mir von Gott geschickt worden waren musste ich erkennen, ihr Wort am eigenen Leib prüfen, und dann ihren Worten auch mein Vertrauen schenken. Letzten Endes haben sie mich wieder herausgeführt, aus der dunklen Schlucht mit seinem gefährlichen Sumpf, an das Tageslicht. Man muss nicht beide Seiten kennen lernen, für den der nur auf der guten Seite bleibt, ist es wundervoll. Aber ich bin Gott wirklich oft im Stillen dankbar, für die Schönheit, wie schön es bei ihm ist, weil ich erfahren habe, wie es ohne ihn ist. Der Herr, dein Gott, hat dich auf dem ganzen Weg, den ihr gewandert seid, getragen, wie ein Vater seinen Sohn trägt, bis ihr an diesen Ort kamt. Trotzdem habt ihr nicht an den Herrn, euren Gott, geglaubt, der euch auf dem Weg vorangegangen war, um euch die Stelle für das Lager zu suchen. Bei Nacht ging er im Feuer voran, um euch den Weg zu zeigen, auf dem ihr gehen solltet, bei Tag in der Wolke. (5.Buch Mose: Kapitel 1. Vers 31-33)
Was meine derzeitige Situation betrifft: Ich bin des öfteren glücklich. Nur manchmal litt ich bisher hin und wieder unter Schuldgefühlen, unter einem schlechten Gewissen, dass ich dies oder jenes nicht verdient habe. Doch wenn mir nun etwas Gutes widerfährt, dann weiß ich, es passiert aus Liebe, dann sollte ich es dankbar annehmen wie ein Kind.
Die in der Vergangenheit geschriebenen dunklen Seiten sind da, doch ich muss sie nicht immer wieder lesen, vor allem weil sie nur gedruckte Seiten auf dem Papier sind und nicht die Wirklichkeit im Hier und Jetzt. Das Dunkle werde ich in Zukunft für mich behalten, außer in der Beichte, wenn ich irgendwann mal wieder gehen soll, wie ich einige wenige Male heiligen Männern, - und nicht nur Christen -, meine Sünden, mein Leid mitgeteilt habe. Weitere Mitteilungen über Dunkelheit schaden mir und anderen und sie sind auch schon Vergangenheit, nicht Gegenwart, das einzige was ist und das einzige was zählt, ist was ich hier und jetzt denke und tue, oder vielleicht noch besser, was ich nicht denke und nicht tue, wenn ich einfach da bin.
Genauso wie ich mich darum bemühe, anderen keinen Vorwurf mehr zu machen, so mache ich mir auch keinen mehr. Gott hat mich alles mögliche erfahren lassen, und der Teufel hat mich in diesen Möglichkeiten manchmal verführt, und ich habe in meiner damaligen Unwissenheit zugestimmt, und nun möchte der Tod mir immer noch hin und wieder Schuldgefühle einreden; doch Gott hat immer gehofft, dass ich zu ihm umkehre, und er hat mir vergeben, und mich zu einem wundervollen Ort in mir geführt, wo ich jetzt noch leben darf, und oft bin ich ihm bereits wenigstens etwas dankbar.
Ich habe das recht glücklich zu sein, weil mir, wie jedem, seit der Geburt ein zum Glück fähiger unvergänglicher Geist und ein Herz gegeben sind. Und ich darf es dort sein wo ich im Moment bin, denn es ist der Wille dessen, der Geist und Herz geschaffen hat, dass ich es eben bin, und nicht erst irgendwo oder irgendwann, und wenn ich an Gott glaube, ist es Gottes Wille, dass ich jetzt dort bin. Ich brauche keine Schuldgefühle haben und sollte nicht unbedingt mehr wollen, außer vielleicht in aller Bescheidenheit Dinge die mir zum Leben und zum Glücklich-Sein zustehen oder noch fehlen. Letzten Endes empfangen mein Geist und mein Körper bereits so vieles aus dem gesamten Universum, weil alles miteinander verbunden ist, sich austauscht. Alles ist in einem.
Darüber hinaus entscheidet Gott was und wen ich bekomme und was und wen nicht. Wenn die Umstände und Gegebenheiten zum Glück dienen, dann sollte ich sie gerechterweise auch in Dankbarkeit und Freude über Gottes Güte genießen.
Ich denke sogar das Kreuz, - das Leiden, das „Getötet-Werden“ durch die Menschen um der Wahrheit der Liebe willen -, gehört mit zum Glück, weil die Liebe nicht sterben kann, sondern wieder und größer aufersteht, und wer das größte Leid mit Vergebung, ohne Rache und Gewalt, erträgt, der liebt allumfassend, der hat keine Feinde mehr. Zum Leiden das auch Glück sein kann, dazu wird weiter hinten noch der Psalm 22 erwähnt, indem es heißt wie man sich von Gott verlassen fühlen kann, aber damit bestätigt dass es ihn letztendlich gibt, und er einen gar nicht verlassen hat, sondern dass - wenn dann - man selbst ihn verlassen hat, indem man sich ein Bildnis von ihm gemacht hat, dieses Bildnis aber im Tod für die Liebe verschwindet. Doch ich glaube auch, dass ich nicht beständig leiden soll, nur wenn es zum Wachstum nötig ist.
Ich darf die Stadt der Liebe auch genießen. Und ich kann es, indem ich Folgendes umsetze und tue: Du sollst Gott lieben – in seiner Gesamtheit, in allem, weil er alles ist, alles geschaffen hat.
Und sollte ich darüber nachdenken, wie jegliche materielle Energie vergeht, und ich darüber traurig bin, dass der Körper sich wandelt, weil selbst der Körper sehr schön sein kann, dann ist es dennoch wie folgt: Mein Geist stirbt nicht, und auch nicht der der anderen, denn der reine Geist beinhaltet nichts was vergehen kann, er ist unendlich und ewig, also muss ich mich nicht einmal wegen meines leiblichen Todes bekümmern; und vielleicht sogar nicht einmal wegen der bösen Taten mancher „Feinde“, denn nur durch das Böse kann die Liebe in mir unendlich wachsen, denn wenn sie das Böse lieben kann, erst dann ist sie vollkommen und dann gibt es für sie keine Grenzen mehr, und somit auch nicht für das Glück.
Diese Ansicht die ich an mancher Stelle vertrete, rechtfertigt jedoch nicht, in keiner Weise und niemals, wenn jemanden, zum Beispiel einem wehrlosen Kind, etwas Schreckliches wie Missbrauch antut. Dies muss die Menschheit auf jeden Fall gemeinsam verhindern lernen. Ich meine nur, wenn etwas Leidvolles durch eine falsche Entscheidung eines in diesem Moment bösen Menschen geschieht, dann soll dies vergeben werden, aber andere sollen vor diesen Menschen auch geschützt werden.
Zusammenfassend ist es so: Gott bringt die Verlassenen heim (in das Hier und Jetzt, nach hause in die Gegenwart Gottes in uns und außerhalb von uns, in das Paradies), führt die Gefangenen hinaus in das Glück. (Psalm 68) Wir sind Gefangene von Vorstellungen von Bildern über andere und anderes und in dem selbst gezeugten Anhaften oder Abwehren davon, und dies bewerten wir auch noch, und deshalb leiden wir. Ein leerer reiner Geist würde die Wirklichkeit erkennen, die wie ich glaube, letztendlich von einem wundervollen ewigen Licht durchdrungen ist. Wer Opfer des Lobes bringt, ehrt mich; wer rechtschaffen lebt, dem zeig’ ich mein Heil … Rufe mich an am Tag der Not; dann rette ich dich, und du wirst mich ehren.(Psalm 50)
In diesem Buch umwandere ich immer den selben höchsten Berg. Oft bewege ich mich nicht und betrachte seine majestätische Schönheit. Dann bestaune ich ihn von einem anderen Standpunkt, doch es ist immer der selbe stabile Berg Namens Liebe.
4. Gebet
(Ich im Dezember)
Heute, an einem Samstag im fast andauernd nebeligen Dezember, bin ich früh aufgestanden und habe, wie nun schon seit längerer Zeit, die Psalmen gebetet. Es ist wirklich ein Geschenk, an einem freien Wochenende noch vor Sonnenaufgang aufzuwachen, einen Kaffee zu machen, sich auf das gemachte Bett mit aufrechten Rücken auf zwei übereinander geschichtete Kissen mit gekreuzten Beinen zu setzen, das Psalmengebetsbuch, den Wochenpsalter der katholischen Kirche in die Hand zu nehmen, und sich auf die Worte konzentrierend laut beten zu dürfen. So schwinden die hin und wieder auftauchenden unheilsamen bewertenden Gedanken und es herrscht Stille im Geist, und auch noch in der Welt. Nur das Licht der hohen orangenfarbenen Straßenlaterne leuchtet durch das Fenster und wenn ich nach den Psalmen noch das „Vater Unser“ immer wieder bete, nur im Stillen, im Geist, und das Licht ausgeschaltet habe, sehe ich durch ihr Licht und das des Mondes und durch die Lichter der Stadt, die Schatten und Konturen im Zimmer und freue mich in einem warmen geborgenen Gefühl am Leben zu sein, bewusst atmen zu dürfen, zu beten.
Ich verstehe: Das „Vater Unser“ hat Jesus Christus bewusst kurz gehalten, damit es jeder beten kann, auch nicht studierte, einfache Menschen und erst recht geistig arme Menschen, die sich selbst verleugnet haben, und nicht wieder reich im Geiste werden wollen, durch ein Übermaß einer komplizierten „Erlösungstaktik“; im Grunde reicht das Vertrauen, der Glaube an die sichtbar Liebe auf Erden, Jesus Christus, auf Gott, und das von ihm gelehrte Gebet „Vater Unser“; recht bald kann dadurch ein beinahe gänzlich heiler klarer Zustand des Geistes erreicht werden, inklusive der Mithilfe des heilige Geistes. Ich erkenne das an dem neben Jesus Christus sterbenden Verbrecher, der noch heute, also Jetzt und Hier, in einen ewig währenden innerlichen paradiesischen Zustand versetzt wurde, und das wirklich „nur“, weil er auf Jesus Christus, auf Gott, vertraute, an ihn glaubte; Jesus Christus hat die Erlösung für die Menschen von ihrem Leid leicht gemacht. Ja, er liebte, liebt und wird lieben, und möchte nicht, dass die Menschen für seine Liebe etwas schwer erarbeiten oder abarbeiten müssen.
Später erkenne ich, dass ich ein Sünder war und bin, dass meine Eltern und meine Schwester Sünder waren, und vielleicht manchmal noch sind, dass die meisten Menschen Sünder waren, oder auch noch sind. Und ich war auch schon ein Judas, der Jesus Christus, die Liebe, verraten und verkauft hatte.
Die Sünde gebiert aus der Erbsünde. Von den Eltern, und Bekannten, bekommen wir, durch deren Verhalten, durch deren Gedanken in Worten und Taten mit, was diese wiederum von ihren Eltern mitbekommen haben und so weiter. So wird - und formen wir danach zusätzlich selbständig - unser Ich, unsere Seele, und werden aber von so manchen unheilsamen Gewohnheiten erlöst, wenn wir uns dem lebendigen Gott in uns, sowie seiner Lehre, dem Guten, zuwenden.
Die Eltern haben natürlich auch viel Gutes getan, sonst wären wir alle nicht am leben, sie haben ihr Bestes gegeben, uns jeden Tag gefüttert, eingekleidet, uns spielen lassen, zur Schule geschickt u.s.w.
Die Erbsünde begann mit einem Menschen, der vom Guten absichtlich abgefallen war, indem er sich über Gott gestellt hatte.
Wundervoll, das der christliche eine Gott, ein vergebender Gott ist. Durch Jesus Christus sagte er selbst zu sich: Jesus aber sprach: Vater, vergib ihnen! Denn sie wissen nicht was sie tun. (Lukas 23,34) Seit ich erfahren habe, dass Gott mir vergeben hat, dieses Wesen von dem alles abhängt, weil er einzig allmächtig, weil er die Quelle von Geist und Materie - von allem - ist, weil er selbst der unsterbliche ewige Geist ist, und seit ich erfahren habe, damit durch diesen alles entsteht wie er es möchte, weil er die unendliche bedingungslose Liebe ist, kann ich wieder ohne bedrückende Schuldgefühle in seiner Gnade und Liebe leben und auch anderen vergeben. Alles was war, hatte irgendwo seinen Sinn für meinen und den Wachstum anderer; nicht das ganz Böse, der Teufel, aber ich denke doch das meiste.
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