Kitabı oku: «wellenschwer und federleicht»

Yazı tipi:

Impressum

Autorin: Sonja Pistracher

wellenschwer und federleicht

13. Mai 2020 bis 13. Mai 2021

Design: Katja Berndt

2021

ISBN: 978-9-4036-3065-6

© Sonja Pistracher

Nachdruck und Vervielfältigung jeder Art, auch auf Bild-, Ton-, Daten- und anderen Trägern, insbesondere Fotokopien, sind (außer zum privaten Gebrauch unter Angabe der Autorin) kommerziell nur nach Absprache mit der Autorin erlaubt und möglich.

WELLENSPIEL UND FEDERLEICHT

Sonja Pistracher

Illustrationen Katja Berndt

Verlag - meinbestseller.de

Inhaltsverzeichnis

Cover

Titel

Impressum

Einleitung

Goethe, Weimar und ich

Herein! Ich bin schon da?

Schwäche versus Stärke

Dem Schlaf entrückt

Dunkle Momente

Die Welt wird stumm

Elternstreit (aus der Sicht eines Babys)

Schmerz

Vatertag

Merci - gut, dass es dich gibt

Meine eigene Macht

Kleine Glücksmomente

Altaussee

Traum

Juli

Mein Besuch in Weimar

In den Wolken leben

In mir

Des, wos i mog (Rätsel)

Marillenmarmelade

Sornarsonur (Enkel)

Fürchtetränen

Leise und Vage

Was ist Glück

Ich hab geträumt

Behüten will ich dich

Meine Sehnsucht nach Meer

Depression

Sommerhitze

Krieg und mein Frieden

Der Liebe wegen

Ekel

Regentropfen

Es gibt die kleinen Wunder

Morgenbetrachtung

Dein Schatz

Weil ich im Traum dich so vermisst

Kindertage

Erfrischend

Alltagssorgen

Mama

Sei ein Baum

Älter werden, begleitet von Demenz

Später

Morgenstund

Danke

Visionen

Der Stein im Schuh

Ein guter Tag

Schlaflosigkeit

Geborgenheit und Liebe

Auszeit

Glück der Sehnsucht

Danach

Muss ich mir Sorgen machen

Fortpflanzung (Rätsel)

Hoffnungsschimmer

Der Spätherbst

Schmeicheleinheiten

Gedankenreisen

Ameisengleich

Frühstücksgäste

Besserwisserei

Mein Auto

Weil ich ein guter Mensch ja bin

Annehmen

Ist uns die Welt Völlig egal?

Wehklagend blass

Glücksgefühl

Gedanken zum Welttierschutztag

Phobien

Es war einmal ein Mädchen

Ins Burnout gemobbt

Ich bin vernetzt

Ich war wohl pubertär

Rechts ein Küsschen, links ein Küsschen

Romantikraub

Himmelwärts

Great Barrier Reef

Zu spät

Der Zug des Lebens

Seelenzauber “Pochette dämour”

Um Haaresbreite

Gegensätze

Abgrundtief

Gegangen

Altruismus

Das Glück, verschieden zu sein

Emanzipation

Streit

Lockdown II

Gefühle

November

Wien, 2.11.2020

Vereint mit dir

Es war einmal und wird stets sein

Zitate mit Hintergrund (angelehnt an Goethe)

Martini

So will ich sein

Herzklopfen

Tiefenentspannung

Auf deinen Spuren

Hab ich dich wirklich eingeladen

Wenn der Himmel die Erde berührt

Was einmal war

Verzeihen?

Die Gefahr in uns

Liebesgeflüster

Und die Krippe sagte dazu

Covid-Emotionen

Gefangen

Brief an das Christkind

Eine Weihnachtsgeschichte

Ein kleiner brauner Teddybär

Weihnacht hab Dank

Es fragt das Kind

Am Sammelplatz

Silvestervorsätze

Tauche ein in das Wort

Ärzte, die hsl. Rattenbisse an Kindern behandeln (in den Flüchtlingslagern in Griechenland)

Elfi - 11i - in Dankbarkeit

Es ist ein Kreuz mit dem Kreuz

Einen Reim will ich mir machen

Kennst du den Moment

Wenn der See in sich ruht

Kühlschrankgedanken

Für Euch

Geborgen

Die Nachweihnachtstage

Wohlstand

Kommentarlos

Ärgernis und Wut - alles wieder gut

Monoton und Stereotyp

Erinnerungsgedankenträume

Schneeflocken streicheln mein Gesicht

Zwiegespräch

Wahnsinn und Hilflosigkeit

Fluchtgedanken

Küchenpanik

Die Tücken mit den Mücken

Unhandliches Handling

Die Schatten werden länger

Luvgier

Täuschen und Tarnen

Dem Himmel bereits nah

Zeitlose Selbstbestimmung

Die Welt - mein Raumschiff

Die Reifezeit im Lenz

Seelenruhe

Handspiel

Räder mit silbernen Speichen

Mir fallen die Augen zu

Maria Lichtmess 1. Feb

Zivilcourage

Tablettenabhängig

Fröhlichkeit

Einst

Hand in Hand

Verbundenheit ist keine Phrase

Am Pulsschlag des Lebens

Akzentuiere und kommentiere

Valentinstag - a Blumerl muass her

Im Einklang

Urvertrauen gesucht

Virenentsprung

ES ist da

Erkennen, entfalten, vertrauen

Dem Danach geschuldet

Die Waage

Grau und Weiß als Virusblocker

Grundsätzliches

Sterben lebt sich leicht

Vom hehren Augenblick

Wenn das Erleben der Lust am Wandern Gestalt annimmt

Rätsel

Heilende Zeit

Sticheleien

mma und Schokolade

Schweine sind klug, sie vergessen nie

Des Lebens weise Spuren - 3 Versionen

Man sollte ihn küssen

Leises Erwachen

Mich dünkt, ich hör ein Flehen

Ich koche heute innerlich

Falsch abgebogen?

Schwereloses Blatt

Schwerelos

Frühlingsgefühle

Weltschmerz

Schicksal, das nicht mehr trägt

Dich zu lieben war mein Plan

Entflogen meiner prickelnd Lust

Vertreibung aus dem Paradies

Klingende Worte

Worte ohne Grenzen

Wie Zauberei

Klamotten

Bin ich neurotisch?

Nicht, was wir sollen ist das Ziel

Der Motor des Lebens

Stille in mir

Eine Herzgeschichte

Schicksal oder Plan

Allein

Nur ein Haarband

Kummer - Freude - Übermut

Der Rhythmus

Stille im Ursprung

Konrad Lorenz und meine Gedanken dazu

Reiselust im Kopf

Leere

Mutlose Tage

Abschied aus dem Poetenforum “poeten.de” am 13. Mai 2021

Wettbewerbe “Die Feder des Monats”

Endlich

Am Jadebusen

Das Kuckucksei

Es war einmal

Licht und Schatten

Nimm fremdes Schicksal in die Hand

Am offenen Fenster

Am geschlossenen Fenster

Sonja Pistracher

Danke

Weitere Bücher von Sonja Pistracher:

EINLEITUNG

Dieses Buch ist dadurch entstanden, dass ich die Corona-Lockdown-Zeiten dazu nutzen wollte, mehr zu schreiben, mich in einem Forum anderen gleichgesinnten Poeten zu stellen bzw. durch sie meine Metrik zu verbessern. Ich hatte Glück, weil ich mit offenen Armen aufgenommen wurde, die Kritik fundiert, die Freude am gemeinsamen Schreiben groß und die Intensität dieses Jahres mir unwiderruflich sehr viele schöne Momente geschenkt hat. Allen Poeten auf www.poeten.de, die zu meiner Zeit und zwar vom 13. Mai 2020 bis 13. Mai 2021 jeden Tag mit mir die Freude am Wort gelebt haben, danke ich mit diesem Buch auf das Herzlichste. Vor allem auch dem Herausgeber dieses Forums, der erst die Möglichkeit dafür geschaffen hat.

Im Folgenden möchte ich statistisch einige Fakten auf den Tisch legen, um nie zu vergessen, was in diesen Tagen des Corona-Pandemiejahres geschah:

Erster Corona-Fall in Österreich: 25. Feb. 2020

Höhepunkt der ersten Infektionswelle: 26. März 2020

1057 neue Fälle täglich

Höhepunkt der zweiten Welle: 11. Nov. 2020

9174 neue Fälle täglich

Höhepunkt der dritten Welle: 23. März 2021

3544 neue Fälle täglich

Ab 16. März 2020 erster Lockdown / am 1. Mai aufgehoben

Ab 03. Nov. 2020 zweiter Lockdown / ab 7. Dez. aufgehoben

bzw. bis Ende Dez. Lockdown light

Ab 26. Dez. 2020 dritter Lockdown / Mitte Feb. teilw. aufgehoben

Vom 1. bis 11. April 2021 Lockdown verschärft in NÖ, Wien, Bgld.

Erste Impfungen ab dem 27.12.2020

Nach völliger Entspannung im Mai / Juni beginnen die Zahlen der Neuinfektionen ab Juli 2021 wieder zu steigen. Diesmal sind vor allem Jugendliche mit der Delta-Variante zwischen 15 und 25 betroffen.


GOETHE, WEIMAR UND ICH

Ich bin hier

und es ist mir,

als ob die Welt

sich erhellt,

als ob verführt

gespürt

sich Vergangenheit

mit der Zeit

im Jetzt

vernetzt.

Die Gegenwart

gepaart

mit Zeit

rückt vor

um das Zuvor

zu erheben,

mit dem Bestreben,

es mit Bedacht

zu erreichen

es anzugleichen.

Gefühle fühlen

und spülen

die Zeit der Nacht hinweg,

weil zu eng,

und atemlos,

das, was zu groß

dem Schoß

der Welt entstiegen,

mich in den Schlaf will wiegen.

Bis ins Innerste trifft

mich das Erkennen,

um mich

beim Namen zu nennen,

sodass fiebrig leicht

es mein Gemüt

erreicht

und es erblüht

in meinem Jetzt

dergestalt

nur Wortgewalt.

Sie trägt mich fort,

bleibt stehen

an einem Ort,

ich kann ihn sehen,

der eingebettet

rettet,

schenkt, verwöhnt,

sich nach Erfüllung sehnt.

Benommen

angekommen,

spür ich ein Beben,

vergangenes Leben,

erkenne Vertrauen,

ein Schauen,

und Demut und Lust,

mich fallen zu lassen,

will fassen

die Reime, das Wort

immerfort.

Welch glückselig Empfinden,

ist Wolfgang

von Goethe,

der stete

Begleiter in mir,

gerade hier,

ich danke dafür.

Einstiegsgedicht am 13.05.2020 / Kategorie Wortspieldichtung

HEREIN! ICH BIN SCHON DA?

Hab ich's gehört

verkehrt

wahrgenommen

das „HEREIN“,

es war kein Gruß,

sondern dem Muss

geschuldet,

dass zu schnell

zur Stell ich war.

„Du bist schon da?“

war Frage nicht,

nur Klagsverzicht,

denn es findet

sich kein Zeichen,

um zu erreichen

dies „Herein“,

kein Geläut

hat heut

dein Ohr vernommen

es ist wahr,

ich war schon da!

Affront für dich

an sich,

geahndet und dargelegt,

was nicht Pflicht,

doch vielmehr

guter Ton,

obschon

zum Schein dein Herein

mich geziert verführt,

ohne Glocke einzutreten,

weil ich dachte,

ich sei erbeten.

Blogeintrag am 13.05.2020 / Kategorie Blogeintrag

SCHWÄCHE VERSUS STÄRKE

Schwäche ist gelebte Demut,

die voller Stärke in sich ruht,

durch Gegenwehr darin bestärkt,

was nur ein kluger Kopf bemerkt.

Stärke schenkt dem Gegenüber

wenn sie erblühend sich bewegt,

Überlegenheit und manchmal Sieg,

doch auch Vernichtung, Leid und Krieg.

Nur die Willenskraft hat Größe

und gibt sich nicht die Blöße,

dass Hilflosigkeit dort mündet

wo sie den Weg zurück nicht findet.

Denn schwach zu sein erzeugt auch Mut,

der keinem wirklich etwas tut,

kraftlos sein ist zu erkennen,

dass es zielloses Verrennen.

Mit einem Grinsen hinzutreten,

um stete Tiefen zu erraten,

lässt den Gaukler gar vermuten -

am Widerstande zu verbluten.

Ist es Heldentum, sich nicht zu zieren

den andern als Verlierer vorzuführen,

seine Mankos gerne aufzudecken,

um guten Eindruck zu erwecken?

Doch generiert Schwäche eine Kraft,

die Vorteil für den andern schafft,

der stark und sicher danach giert,

darin gebündelt Allmacht spürt.

Wer Schwäche allerdings kreiert,

die sich als Dummheit deklariert -

dann ist sie wohl nur noch zum Schrei'n,

und es nicht leicht, ihr zu verzeih'n.

Eingestellt am 17.05.2020 / Kategorie Gedanken

DEM SCHLAF ENTRÜCKT

Des Schlafes Ruh beraubt

und mit erhobenem Haupt

vor Wachsein bebend

die Nacht durchlebend,

so lag ich lang verloren da,

bis der Tag geboren war.

Eingestellt am 20.05.2020 / Kategorie Gedanken

DUNKLE MOMENTE

Um diese Tage

führ ich Klage,

bin betroffen

und offen

für Veränderung,

die gut mir täte,

weil diese stete

Wiederholung dessen

unvermessen

hoch als Preis dafür,

dass zwischen dir und mir

ein Loch entsteht,

das weitergeht

und ohne Einsicht

am Schweigen zerbricht.

Was schade ist,

weil du mir bist

viel mehr,

doch leer

empfinde ich

dann dich,

der nicht erkennt,

es brennt

zu laut, zu tief, zu hoch in mir -

die Angst davor,

was ich verlor

in dem Moment,

der kein Erbarmen kennt,

der hochgespielt,

aufgewühlt,

sich potenziert

und mich und dich verliert.

Um diese Tage

führ ich Klage,

weil sinnlos verloren

sie scheinen

und mein weinen

darüber

dir lieber,

als nachzugeben,

aufzuleben,

einzusehen,

zu mir zu stehen

und aufzuhör'n,

abzuwehren,

die Pflicht, das Soll,

weil übervoll

ich suche, was sonst bliebe -

vielleicht Liebe.

Ins Dunkel gestürzt sind es

Gedanken, die ein Licht suchen.

Eingestellt am 28.05.2020 / Kategorie Herzensangelegenheiten

DIE WELT WIRD STUMM

Die Welt wird stumm,

bevor der Sturm, der sich nicht legt

über sie mit einer Stärke fegt,

die sie erschüttert

und atemlos erst dann erreicht,

wenn ihr Zustand einem Wahnsinn gleicht.

Die Welt wird stumm

und gibt nicht auf,

obwohl zu Hauf

der Mensch die Ohnmacht spürt,

während die Angst sich anschleicht

und voll Wucht den Tag an jede Nacht verliert.

Die Welt ist stumm

betroffen, bleich

und selbst das Wörtchen „reich“

interpretiert sich zitternd,

den Verfall der Zukunft witternd

anders, leidgeprüfter, kraftlos eben und will doch leben.

Die Welt, die stumm

sich präsentiert und ungeniert ankämpft

gegen Goliath, der unsichtbar,

doch wahr uns Menschen schockt,

während er in jedem Winkel hockt,

kompensiert mit aller Kraft

den Druck auf jeden, der nun in einer Einzelhaft.

Die Welt erkennt

im dunklen Drama dieser Zeit,

es ist soweit, dass, um uns selbst zu schützen,

jeder von uns muss jedem nützen

und dass nur so unser aller Zukunft mag gelingen,

wenn wir gemeinsam, bevor verzweifelt, das Leid zu Boden zwingen.

Die Welt sind wir,

die sich vereint

und stärker als die Sonne scheint,

voll Kraft, Dankbarkeit und tief empfundener Empathie

aufsteht, weitergeht, gebündelt ihre Energie

dem Alltag übergibt und schenkt,

sodass gelenkt wird jeder weitere Schritt

und als Segen geht auf unser aller Wege mit.

Eingestellt am 31.05.2020/ Politisches und Gesellschaftliches


ELTERNSTREIT (AUS DER SICHT EINES BABYS)

Es spiegelt die Sonne sich

im Fenster und kitzelt mich,

so dass es mich zerreißt,

ein lautes "HATSCHI!" ich mir leist'!

Mama stürzt sofort ins Zimmer,

seh ich feuchten Augenschimmer,

ihre Sorge, gilt die mir,

ich sie fragend anvisier?

Die Angst, dass ein Virusstamm,

haut mir meine Abwehr z'samm,

verstehe, wenn sie so dächte,

sind auch ihre langen Nächte.

Sie lächelt mir zu,

trotzdem die Unruh

in ihrem Blick,

ich haxl und nick,

doch bei allem Bemüh'n,

bring ich nicht zum Erglüh'n

ihre sonst so fröhliche Natur,

ja, was hat sie denn nur?

Endlich nahen die Schritte,

komm Papa, mach bitte,

dass Mama wieder ist,

wie ich es vermisst.

Aber nein, warum das,

laut ertönt Papas Bass

und was ich gar nicht will,

Mama antwortet schrill.

Sodass ich erschrecke,

schlupf unter die Decke,

die Tränen, die quillen

gegen den Willen,

am Körper ein Schauer,

in mir eine Trauer,

die Gedanken, sie purzeln,

im Chaos sie wurzeln.

Was hab ich verbrochen?,

vielleicht schon vor Wochen?,

Mama zu kränken,

daran möcht' ich nicht denken,

halte im Weinen inne,

streng an meine Sinne.

Die Stimmen sind leiser,

Mama ist heiser,

sie nimmt mich ganz zart,

klingt gar nicht mehr hart,

als ich seh, dass sie weint,

"Mama, ich hab's nicht bös

gemeint -

bitter sei ich angeklagt,

hab sicher viel zu laut

"HATSCHI" gesagt!"

Aus meinem Buch "So fängt es an, das erste Jahr" (2004)

Eingestellt am 02.06.2020 / Kategorie Herzensangelegenheiten

SCHMERZ

Ein Wehklagen entspringt als Ach

und wach atme ich laut ein,

kein Ächzen nur zum Schein;

nein, es ist dem Schmerz entsprungen,

der bedungen durch den Moment,

heute keine Grenzen kennt,

mich bewegungsstarr durchlebt,

nicht angestrebt und doch erreicht

und nicht mehr weicht;

still verharrend dringt ein Hoffen

fast betroffen in mich ein,

so will ich nicht mehr sein.

Eingestellt am 09.06.2020 / Kategorie Gedanken

VATERTAG

Als Kind hab ich dir so vertraut

wie keinem auf der Welt,

ich habe zu dir aufgeschaut,

du warst mein größter Held.

Später dann habe ich vertraut

auf dein Verstehen oft,

hat sich ein Kummer aufgestaut,

hast du mit mir gehofft.

Auf einmal hast du mir vertraut,

verstehend nur genickt,

so haben wir was aufgebaut,

was nicht sehr oft wem glückt.

Ich danke sehr für diese Kraft,

die du mir hast gegeben,

bis heute habe ich's geschafft,

die Freude, so zu leben.

Dein Abschied ist, ich weiß es ja,

auch wenn mir davor graut,

so wahr, wie es dein Leben war,

nur gar nicht mehr vertraut.

Als Kinder haben wir dir so vertraut

wie keinem auf der Welt,

wir haben zu dir aufgeschaut,

du warst wohl unser Held.

Später dann haben wir vertraut

auf dein Verstehen oft,

hat sich ein Kummer aufgestaut,

hast du mit uns gehofft.

Liebevoll hast du vertraut,

verstehend nur genickt,

so haben wir was aufgebaut,

was nicht sehr oft wem glückt.

Wir danken sehr für diese Kraft,

die du uns hast gegeben,

bis heute haben wir's geschafft,

die Freude, so zu leben.

Dein Abschied ist, wir wissen's ja,

auch wenn uns davor graut,

so wahr, wie es dein Leben war,

nur gar nicht mehr vertraut.

Da ich “wir” und “ich” abwechselnd im Urprungsgedicht geschrieben hatte,

wurde ich darauf hingewiesen, die Person innerhalb eines Gedichtes nicht zu

ändern. Und es wurde dadurch viel intensiver und besser.

Eingestellt am 15. 06.2020 / Kategorie Gedanken

MERCI - GUT, DASS ES DICH GIBT

Es war einmal ein einsamer Bauer, der Tag und Nacht auf dem Feld arbeitete, um sich und seine Familie zu ernähren. Weil er so viel zu tun hatte, vergaß er sogar nach Hause zu gehen, um zu essen. Seine Frau kam ihm aufs Feld nach und brachte ihm eine Jause: „Das sagt mir doch der Hausverstand, du musst etwas essen- mach mal Pause“. „Ja natürlich, liebe Frau“ sprach der Bauer. Hungrig setzte sich der Bauer ins Gras und fing zu essen an, während sich seine Frau wieder auf den Heimweg machte. Als er gerade genüsslich vom Wasser trank und sich dachte „das belebt die Sinne“, fing sich unter ihm der Boden zu bewegen an. Der Bauer erschrak fürchterlich. Eine klebrige braune Gestalt kroch zwischen den Ackerfurchen hervor und fragte „Alles Müller oder was? Warum schaust denn so?“ Der Bauer meinte: „Nein, ich heiße nicht Müller und merk Dir, von meiner Jause kriegst Du nichts, denn ich bin doch nicht blöd Mann“ und machte ein paar schnelle Schritte rückwärts. Schon fiel er rücklings auf den Boden und das Brot flog in hohem Bogen davon. Kichernd kroch dieses unansehnliche Wesen flink und behände zur Stelle, wo das Brot gelandet war und schnappte es sich. Der Bauer rappelte sich hoch und stürzte sich auf die Kreatur. Nie war es so wertvoll wie heute, dieses Brot. Der Bauer verfehlte jedoch sein Ziel, weil dieses Erdmanderl bereits drauf und dran war, mit dem Brot im Erdreich zu verschwinden, während es hämisch lachend rief „Geiz ist geil alter Bauer!“ Das ließ sich dieser aber nicht sagen, denn er war immer fleißig, gerecht und fair gewesen. Er packte die Kreatur am Schopf und rief „weg mit dem Speck - der gehört mir“ und schnappte sich den Inhalt des Brotes, der sofort in seinem Mund verschwand. In den nun offenen Mund des Wesens stopfte er das Brot und sagte: „Da, iss was G'scheits!“ Verblüfft und schmatzend saßen nun beide nebeneinander und ohne zu diskutieren, packte der Bauer ein Schokoladenstück aus, wahrscheinlich die längste Praline der Welt und teilte diese in zwei gleiche Hälften. Erstaunt machte das erdige braune Wesen den Mund weit auf, während dem Bauer ein Körpergeruch entgegenschlug, der ihn fast umwarf. „Du Schreckgespenst Du, kauf Dir Rexina - das lässt Dich nie im Stich und verleiht Dir Flügel“. Dankbar schmiegte sich das Wesen an den Bauern und mit ihm die klebrige Erde.

Der Bauer dachte sich: „Es ist verdammt hart, der Beste zu sein“ und schlang seinen Arm um die Kreatur.

Das war der Moment, als dem Bauern die Augen aus dem Kopf fielen. Die Kreatur löste sich auf und der Bauer rief: „Im Falle eines Falles klebt Uhu wirklich alles“. Im gleichen Moment gab es einen Knall, ein Leuchten, ein Dampfen, ein Pfauchen und Brausen. Dem Bauer schwindelte. Die Kreatur verschwand schon wieder im Erdreich und rief noch: „Ich heiße Bepa-Mobelix und kost fast nix, nur ein Brot, das ich mag, bitte jeden zweiten Tag“ und schon war sie

verschwunden. „Alles liebe, Bepa“ rief ihm der Bauer nach. Währenddessen fingen die gerade noch gesäten Pflanzenkörner zu wachsen an, trieben aus, trugen sofort Früchte und dies blieb nun für immer so. Erfreut sagte der Bauer: „Nicht mehr spar, spar, sondern alles da, da”. Er rief seine Familie und dachte sich „herrlich, weil sie es sich wert sind“. Und so lebten alle für immer glücklich und zufrieden.

Eingestellt am 17.06.2020/Kategorie Schattenwelt

MEINE EIGENE MACHT

Wie gerne spür ich mich

und lieb* es so zu leben,

wirkt es auch kümmerlich

du kannst mir nicht mehr geben.

Und will ich auch Teil sein

deines Schicksals mittendrin

kann es nur zum Schein sein,

du weißt nicht, wer ich bin.

Drum stelle ich mich leise

ins Abseits deiner Nacht,

bin ewig auf der Reise,

zu meiner eig‘nen Macht.

Eingestellt am 20.06.2020 / Kategorie Sinnestanz

KLEINE GLÜCKSMOMENTE

Kurz vorm Schlafengehen nach einem langen Tag......

Frisch gebodet,

super drauf,

die Hoar stegan mir zu Hauf,

eing'ölt wia a Fisch in der Konserv'n,

tua i mein Mann a bissl nerv'n,

druck eahm a Bussl in sei G'sicht,

dass er glei goar nix mehr sicht,

weil mei Creme sei Brü'n verschmiert

und nun a sei Nos'n ziert.

Glücklich wandert i von dannen,

weil mir wuarscht san soilche Pannen,

kraxel in mei Bett hinein,

mein Gott, is des Leben fein.

Eingestellt am 22.06.2020 / Kategorie Humorecke

ALTAUSSEE

Der Landschaft stille Seite

habe ich gesehen,

zu ihr und ihrer Weite

will ich gerne geh'n.

Denn sie mit ihrer Würde,

trägt fein ein Festgewand,

mit Stolz auch jede Bürde,

gern geb ich ihr die Hand.

Spür tief in mir die Sehnsucht,

voll Glück und Harmonie,

Wege, die das Herz sucht

liebevoll begeh ich sie.

Eingestellt am 29.06.2020 / Kategorie Flora und Fauna

TRAUM

Ach Traum,

den ich geträumt

und kaum

durchlebt mit Bangen,

sei nicht versäumt,

lass mich zu dir gelangen.

Eingestellt am 30.06. 2020 / Kategorie Philophenrunde


JULI

Urlaub, Sonne,

Strand, welch' Wonne

ist das Ziel

mit recht viel

Vorsatz,

zu genießen

und nichts tun zu müssen.

Man freut sich

weitaus länger vorher drauf

und hat zu Hauf

Ideen, was zu tun,

vor allem auszuruh'n.

Der Namensursprung

ziemlich alt, nicht jung,

die Namensgebung

geht laut Erhebung

auf 45 v. Christus zurück

mit dem causalen Blick

auf Julius Cäsar.

Gutes Wetter

wäre gescheit,

denn umso fetter

fällt aus die Erntezeit,

nur den Himmel nicht reizen,

umso besser der Weizen,

das Obst und der Wein,

doch das zu steuern,

dazu sind wir zu klein.

Eingestellt am 03.07.2020 / Kategorie Feiertage

MEIN BESUCH IN WEIMAR

Ein Zauber wohnt inne

der Stadt und mir,

die zur Kür

sich verneigt

und von der besten Seite zeigt.

Zwei Menschen

mit offenem Sehen

bleiben stehen

und wählen das Wort

als lebendigen Ort.

Es entsteht ein Vereinen

und man will meinen,

dass dem Zufall geschuldet

das Schicksal erduldet

die Notwendigkeit

der Gemeinsamkeit.

Man spricht,

regt an,

um im Bann

der Interessen

den Nenner zu bemessen.

Gelungen

und bedungen

durch den Zauber,

den wir gespürt

im schwarzem Barock

dieser Stadt,

die uns erwartet hat,

im Frühling mit Flieder,

lassen wir uns gemeinsam nieder.

Eingestellt am 04.07.2020 / Kategorie Weitere

IN DEN WOLKEN LEBEN

Dem Worte tiefst ergeben

folgen wir ganz still im Geist,

tänzeln von Vers zu Strophe

kein Silbenstamm verwaist.

Die Sphären schenken gern

den wortgewaltigen Reim,

verzaubernd weltfremd fern

als Gedanken uns allein.

Glaub gern die Mär der Dichter,

dass, wenn das Wort gemolken

sie himmelwärts entfliehen

und leben in den Wolken.

Eingestellt am 14.07.2020 / Kategorie Gedanken

IN MIR

Diese Frage, wie es denn so ist,

weil ich älter im Gesicht,

„was fühlst du? Wie du bist?“

warum wundert es mich nicht?

Kopfgefühl und Intuition

lächeln frech das Gegenüber

an, sozusagen als Reaktion

„ich bin da und nicht hinüber“.

Kann dir sagen, was ich fühle,

wenn feinsinnig faltenlos

ich im Rad der Lebensmühle

stelle mein Innerstes dir bloß.

Lebensfreude, Freiheit, Liebe,

gepaart mit Zukunft und Vergangenheit,

nichts bereuen und dass bliebe

so manch Augenblick der Zeit.

Lust, Vertrauen, verrückte Visionen,

so leb' ich den Moment in mir

Lebensglück in Rationen,

das versteckt sich hinter meiner Tür.

Eingestellt am 15.07.2020 / Kategorie Gedanken

DES, WOS I MOG (RÄTSEL)

Kennst den Duft

in der Luft,

den i man,

wann i sog,

dass i'n mog?

Wos is rund,

net so g'sund,

oba tuat

mir so guat?

Denk a wengerl,

hot zwa Schenkerl,

is kurvig g'schnitt'n

in der Mitten?

Endorphine wern munter,

jetzt greif i d'runter

und heb's mir entgegen,

so ein Segen!

Ich speichelt so recht

und ruck ma's zurecht,

g'schmackig und dick

hob is im Blick,

hoilt hin mei Nos'n,

nur net blos'n

und scho hob i

einibiss'n ins Zipferl

von mein Vanille.........!

Eingestellt am 16.07.2020 / Kategorie Humorecke

MARILLENMARMELADE

Golden und mit roten Backen

standen sie morgens vor der Tür,

und schon saßen mir im Nacken,

der Fleiß, das Muss, wie ein Geschwür.

Duftend nahm ich sie wohl wahr

und sah Ameisen zu Hauf

sie stellten eine Symbiose dar,

ich goss Wasser auf sie drauf.

Ohrwürmer flüchteten zuerst,

die gleich ausgesetzt im Garten

von mir zum Thema gut belehrt

nun auf neue Futterquellen warten.

Schürze um in Arbeitsschritten

mit Messern, die auch Zacken

schnell entkernt und beschnitten

Kugeln mit vollroten Backen.

Welche Kugeln sind das wohl,

von denen hier die Rede,

wenn entkernt, dann sind sie hohl,

und ich mag und liebe jede.

Klein geschnipselt und zerlegt

kommen sie ins Zuckerbad,

dieses kochen, das bewegt,

vor allem so bei hundert Grad.

Doch nur kurz und nicht zu lang

darf diese Frucht entschwitzen

widerstehe diesem Drang,

sonst wird sie dir nicht nützen.

Eingestellt am 18.07.2020 / Kategorie Humorecke

SORNARSONUR (ENKEL)

Irden feuchtnass angekommen

im Gedränge einer Nacht,

laut den Weg zu dir erklommen

du hast im Hintergrund gewacht.

Leise gewartet und die Tränen,

die im Augenblick verweilten,

drückten aus ein feines Sehnen

während Eltern zu mir eilten.

Heute sind wir herzensgleich

uns immer sehr verbunden,

ich tauch in dein Gedankenreich

gern ein in vielen Stunden.

Wir spüren Nähe immerzu

im Alltag unserer Tage

das graue Haar ist unser du,

ein Band, das niemals vage.

Und ist die Zeit gekommen,

dass du im Gedränge einer Nacht,

ich fühle mich beklommen - gehst - ,

dann sei von mir bewacht.

Auch Johann Wolfgang von Goethe (1749 - 1832) dürfte einmal so empfunden haben:

„Erhabne Groß-Mama! Des Jahres erster Tag erweckt in meiner Brust ein zärtliches

Empfinden.......”

Eingestellt am 19.07.2020 / Kategorie Herzensangelegenheiten

FÜRCHTETRÄNEN

Gehörte Wörter liebe ich,

wenn sie dem Mund entfliehen,

Kreationen, die an sich

ein Lächeln nach sich ziehen.

Besonders Kindermund lässt

oftmals klar den Sinn erkennen,

weil ohne Scham oder Geäst

sie ihr Gefühl beim Namen nennen.

Dazu ein Beispiel in der Waschanlage:

Im wasserspeienden Ungeheuer,

gebaut für Autos frischer Zier

saß ich am ungelenkten Steuer

ein kleines Mädchen fuhr mit mir.

Perlend rannen alsbald Tränen

über ihr trauriges Gesicht

es war sehr laut, möcht ich erwähnen,

ratternd dunkel, nicht viel Licht.

Ob Schmerz, ob andere Dringlichkeit

stand mir als Frage wohl im Blick,

für kleine Geschäfte keine Zeit,

es half nicht mal ein Zaubertrick.

Sie schüttelte nur leis den Kopf

einzig Flucht verhieß ihr Sehnen,

ich umarmte liebevoll den armen Tropf,

als sie gestand:

„das sind nur FÜRCHTETRÄNEN!“

Eingestellt am 22.07.2020 / Kategorie Wortspieldichtung

LEISE UND VAGE

Um diese Tage

führ' ich Klage,

bin betroffen

und offen

für Veränderung,

die gut mir täte,

weil diese stete

Wiederholung dessen,

unvermessen

hoch als Preis dafür,

dass zwischen dir und mir

ein Loch entsteht,

das weitergeht

und ohne Einsicht

am Schweigen zerbricht.

Was schade ist,

weil du mir bist

viel mehr,

doch leer

empfinde ich

dann dich,

der nicht erkennt,

es brennt

zu laut, zu tief, zu hoch

in mir

die Angst davor,

was ich verlor

in dem Moment,

der kein Erbarmen kennt,

der hochgespielt,

aufgewühlt,

sich potenziert

und mich verliert.

Um diese Tage

führ ich Klage,

weil sinnlos verloren

sie scheinen

und ich suche, was bliebe,

vielleicht Liebe.

Leise und vage

verdamme ich die Tage

im Innern von mir-

Was kann ich dafür?

Was du?

Will Ruh!

Eingestellt am 27.07.2020 / Kategorie Schattenwelt


WAS IST GLÜCK

Einen Zauber gespürt,

Sterne kreiiert,

tief eingeatmet,

abgewartet,

ein Empfinden

in dir zu finden,

das dich belebt,

die Stimmung hebt

voll Kraft und Ruh,

die Augen zu,

komm erzähle,

Glück ist das Lächeln der Seele.

Eingestellt am 02.08.2020 / Kategorie Weisheiten

ICH HAB GETRÄUMT

Ich hab' geträumt,

ich hab' versäumt

an dich zu denken,

ließ verschenken

mein Gefühl,

was kühl

sich anfühlte

und ich wühlte

im Empfinden,

dich wiederzufinden,

lautlos und stumm

sinnlos herum.

Wehmut kehrte ein,

die Liebe war zu klein.

Ich hab' geträumt,

ich habe dich versäumt!

Eingestellt am 02.08.2020 / Kategorie Herzensangelegenheiten

BEHÜTEN WILL ICH DICH

Ich sehe in dir weise

klug und wissend Augen

als ich dich frag ganz leise

tätest du es mir erlauben,

dass ich dich behüte,

befeuchte deine Haut,

ich sehe deine Güte,

wir sind uns so vertraut.

Dein Lidschlag sagt es mir,

ich darf mich um dich sorgen,

ich bin am Bett bei dir,

versprochen, auch noch morgen.

Du warst und bist gewesen

mein Schimmer in der Nacht,

zu spät, um zu genesen,

ich drück dich mit Bedacht.

Den Weg, den du jetzt gehst,

wer kann etwas dafür,

ich spüre, wie du flehst,

deine Spuren zeigen mir,

wohin die Reise geht,

die ich einst wandeln muss

wenn sich der Zeiger dreht,

ich geb dir einen Kuss.

Eingestellt am 03.08.2020 / Kategorie Freundschaft

MEINE SEHNSUCHT NACH MEER

Salzgeruch

in meiner Nase,

auf der Haut

und im Gesicht

verspricht

mir Sonne,

die mit Wonne

inhaliert

mich spürt.

Wärme,

die verführt

und giert

nach Kühle

im Nass

ist krass

erlebt

im Wellengang

den Strand entlang.

Wohlgefühl

an allen Ecken

erwecken

klingende Seiten

in mir,

welche die Kür

im Eintauchen finden

und münden

singulär

im unendlichen Meer.

Eingestellt am 05.08.2020 / Kategorie Flora und Fauna

DEPRESSION

Schatten,

die sich überflügeln,

nicht zügeln,

sondern sich ergießen

müssen,

verbreiten Angst

und du wankst

ihnen entgegen.

Welch ein Segen,

wenn Sie entschwinden,

ohne zu finden,

was zu entdecken

in allen Ecken

sie verrucht

gesucht.

Bleib fern

als Stern

und unerreicht

leicht

diesen Schatten,

die ermatten,

wenn das Licht,

das sich in ihnen bricht

erhebt

und lebt.

Zu schnell,

zu grell

und bewusst

wäre der Verlust,

wenn du dich ergibst

und sie liebst.

Eingestellt am 08.08.2020 / Kategorie Schattenwelt

SOMMERHITZE

Schmetterlinge schweben

im flimmernden Leben

der Sommerhitze

entgegen.

Jede Ritze

der knorrigen Bäume

bietet dunkle Räume

für Käfer und Krabbler

die es komfortabler

nicht haben könnten.

Während Spinnen

den Fliegen kein entrinnen

erlauben und schnell

individuell

ihre glitzernden Fäden

ganz genau planen

und spannen.

Inmitten der Mensch

als Alphatier,

mit dem Aspekt,

dass er versteckt

in der Glut

der hitzigen Flut

wie zum Verdruss

sich bewegen muss

sodass er in

menschlicher Manier

Abkühlung sucht

und die Hitze verflucht.

Eingestellt am 10.08.2020 / Kategorie Flora und Fauna

KRIEG UND MEIN FRIEDEN

Frieden ist so ein wunderschönes Wort. Mit einem Sinn dahinter, der uns Ruhe und Geborgenheit schenkt, wenn es ihn denn gibt.

Schließ deine Augen und empfinde die Gedanken eines angsterfüllten Menschen mit, der das Wort “Krieg” mehr kennt, als er jemals dem Frieden nahe gewesen ist. Erst der Tod bringt den erhofften Frieden.

“Meine Ohren sind laut,

nicht hingeschaut,

meine Augen sehen weit

soviel Leid,

mein Atem geht schnell,

dunkel, nicht hell

ist es um mich her,

staubig und leer.

Alleine bin ich inmitten

grausamer Sitten,

ich lebe, doch wie,

schick fort doch SIE,

kann nicht mehr steh'n

und aufrecht geh'n.

Schließe die Augen,

will glauben,

geborgen zu sein

und bilde mir ein,

will es auch sagen,

dass ich geliebt und getragen.

Eine Hand mittendrin

fasst mir ans Kinn,

blickt tief in mein Herz,

erkennt meinen Schmerz,

hebt mich empor,

so wie geträumt g'rad zuvor,

ich wage zu schauen,

du schenkst mir Vertrauen.

Du bist mein Geschenk,

den ich eingedenk

all der Pein und der Not

erkenne im Tod

deine rettende Hand,

ich liege im Sand,

weich und gebettet,

endlich gerettet.“

Eingestellt am 11.08.2020 / Politisches und Gesellschaftliches

DER LIEBE WEGEN

Erklimm den höchsten Ast,

den Stamm, der verzweigt

dem Abgrund mehr geneigt

als den der Sicherheit geschuldeten

und seiner Last geduldeten

Schwere - der Liebe wegen,

dann wird sich fügen,

was zu siegen

dir gelingt

und dem Gefühl entspringt.

Besteig den Fels, der überhängt

und sich unbeugsam

dem Grat entgegensenkt,

während du zitternd deine Grenze,

die zur Gänze

dir verloren ging

überschreitest - der Liebe wegen,

sodass eine Leichtigkeit

für alle Zeit,

dich hegt

und sich auf deine Seele legt.

Tauch in die Tiefe ein,

die dir die Luft zum Atmen nimmt,

wo nur dies eine Feuer glimmt,

das dein Verlangen stillt,

weil dort die Hitze kühlt,

was deine Seele fühlt

und bleibe - der Liebe wegen,

um zu erkennen,

dass du nur dort zu Hause bist,

wo diese ganz dein eigen ist.

Eingestellt am 13.08.2020/ Kategorie Herzensangelegenheiten

EKEL

Die Stirn kraus,

kribbeln im Mund

in den Fingerspitzen

ein schwitzen

ganz ungesund,

kein Gezanke,

nur ein Fluchtgedanke,

dir graut

spürst Gänsehaut -

Ekel, der kein Erbarmen kennt,

wenn er dich beim Namen nennt.

Eingestellt am 14.08.2020 / Kategorie Gedanken

REGENTROPFEN

Ein Regentropfen

mit seiner Anmut

der schimmernd gefällt

bricht sich

im Licht der Welt,

die sich darin spiegelt,

Phantasie beflügelt,

sodass er es schafft,

eine Botschaft zu nähren

vom Ursprung

der himmlischen Sphären.

Eingestellt am 15.08.2020 / Kategorie Flora und Fauna

ES GIBT DIE KLEINEN WUNDER

Vor einer gefühlten Ewigkeit in meinem Leben trug sich folgende Episode zu. Sie zaubert mir heute noch ein Lächeln ins Gesicht, wenn ich daran denke.

Statussymbol "AUTO". In diesem Fall das Auto meines irgendwann gewesenen Partners. Käfer - hellblau - sein Heiligtum. Ich als Führerscheinneuling durfte natürlich dieses Auto nur vom Nebensitz aus - zum Glück schon vorne - oder die Außenansicht bewundern. Dafür rundherum. Nach ca. 4 Jahren durfte ich dann am Fahrersitz Platz nehmen. Für eine Strecke von 25 km durch die Wachau.

Ewige Geschwindigkeitsbegrenzungen halten da eine - wie ich damals wirklich war - schüchterne und dem Leben noch nicht so aufgeschlossene

Jungzwanzigerin schon in Schach. Dachte sich nun mein am Beifahrersitz Platz genommener Mann. Mit seinem gequältem Blick und einem sprungbereiten Körperverhalten, um jede noch so kleine Fehleinschätzung meinerseits umkehren zu können, begannen wir die Fahrt.

Starten ging ja noch, aber den Gang einlegen und wirklich loszufahren, erlaubte mir die mit Anweisungen von rechter Seite überhitzte Situation nur mit größter Mühe. Alle Einwände, jede Ermahnung, die vielen kleinen Hinweise auf mögliche Außenkontakte, die zu vermeiden wären und diese untergriffig ausgeführten Bemerkungen, die auf meine angeblich minder bemittelten Fahrversuche eine Kampfansage waren, brachten mein Blut ganz schön in Wallung. Aber ich überließ ihm nicht das Steuer, sondern erfreute mich ein bisschen an der Gewissheit, dass er - wie schon erwähnt - gequält diesem Schauspiel beiwohnen musste.

Kurz vor dem Tunnel in Dürnstein verminderte ich meine Geschwindigkeit, erstens weil kurvig, zweitens, weil das Gebot der Stunde dort auch eine Reduktion vorsieht. Was mein (zum Glück damaliger) Mann auf Grund seiner hitzigen Angriffsparolen übersah und mich zu mehr Gas aufforderte. Gehorsam drückte ich - um der inneren Erregung endlich mal etwas Luft zu verschaffen - aufs Gas.

Und schon sprang ein Polizist vor das Fahrzeug und baute sich anschließend vor meinem Seitenfenster auf. "Führerschein - Papiere! Sie wissen, dass Sie die vorgeschriebenen 50 km/h überschritten haben?"

Kleinlaut sagte ich "ja", während mein Mann murmelte: “Etwas anderes war ja nicht zu erwarten!". Das war mir zuviel. Mein Frust erreichte

ungeahnte Höhen. Darum meine Antwort: "Er - auf meinen Mann zeigend - sagt mir die ganze Zeit, wie ich fahren soll; er kritisiert all meine Handlungen am Steuer und er hat gesagt, ich soll Gas geben. Ich weiß, ich hätte das nicht dürfen, aber ich will sowieso nicht mehr weiterfahren!"

Der Polizist schaute mich durchdringend an, erkannte die Situation, ging auf die andere Seite und sagte: "Sie zahlen jetzt die Strafe und bekommen von mir eine Verwarnung für Einschüchterung des Fahrers. Das ist mindestens genauso schlimm wie die Geschwindigkeitsübertretung. Und Ihre Frau fährt!"

Als ich wieder anfuhr, war mein Mann plötzlich sehr leise.

Eingestellt am 14.08.2020 / Blogeintrag

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