Kitabı oku: «Günter, der innere Schweinehund»
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Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Informationen sind im Internet über http://dnb.d-nb.de abrufbar.
E-Book (PDF): 978-3-95623-151-3
E-Book (Epub): 978-3-95623-152-0
Umschlaggestaltung: Martin Zech Design, Bremen,
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Illustrationen: Timo Wuerz,
© 2014 GABAL Verlag GmbH, Offenbach Alle Rechte vorbehalten. Vervielfältigung, auch auszugsweise, nur mit schriftlicher Genehmigung des Verlages.
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Stefan Frädrich
Günter, der innere Schweinehund
Ein tierisches Motivationsbuch

Illustriert von Timo Wuerz

Bibliografische Information Der Deutschen Bibliothek
Die Deutsche Bibliothek verzeichnet diese Publikation in der
Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische
Informationen sind im Internet über http://dnb.ddb.de abrufbar.
Buch (schwarz-weiß): 978-3-89749-457-2
E-Book (PDF): 978-3-86200-084-5
E-Book (Epub): 978-3-86200-881-0
Audio-CD: 978-3-89749-545-6
MP3: 978-3-86200-371-6
Lektorat: Ute Flockenhaus, Fischerhude
Umschlaggestaltung: +malsy Kommunikation und Gestaltung, Bremen
Illustrationen: Timo Wuerz, Hamburg
Satz und Layout: Das Herstellungsbüro, Hamburg www.buch-herstellungsbuero.de
Druck und Bindung: Bretschneider GmbH, Braunschweig
© 2004 GABAL Verlag GmbH, Offenbach Alle Rechte vorbehalten. Vervielfältigung, auch auszugsweise, nur mit schriftlicher Genehmigung des Verlages.
1. Der junge Günter

Günter hat dich jahrelang begleitet und dir viele gute Ratschläge gegeben.
Das ist Günter. Günter ist dein innerer Schweinehund. Er lebt in deinem Kopf und bewahrt dich vor allem Übel dieser Welt. Früher, als du ein Kind warst, war Günter noch ein Ferkelwelpe. Damals haben deine Eltern, Großeltern, Tanten und Onkels, deine älteren Geschwister und Lehrer, Freunde und Kollegen Günter gefüttert.»Pass gut auf dein Herrchen auf«, haben sie gesagt und ihm immer wieder erklärt, was gut und was schlecht für dich ist.
Das alles hat sich Günter zu Herzen genommen und dich immer brav gewarnt, wenn du etwas tun wolltest, was du noch nicht konntest.»Das ist gefährlich«, hat er dir dann gesagt oder:»Das wird schwierig«, hat er dich gewarnt. Und weil Günter so gute Ratschläge gegeben hat, hat er weiterhin sein Futter bekommen und ist über die Jahre zu einem ausgewachsenen Schweinehund geworden.
2. Günter heute

Günter ist jetzt ein ausgewachsener Schweinehund. Er gibt dir immer noch viele Ratschläge. Aber auch du bist jetzt erwachsen. Brauchst du seine Ratschläge noch?
Günter ist jetzt ausgewachsen. Über die Jahre ist er groß und dick und fett und träge geworden – eben ein echter Schweinehund. Neues lernen will er jetzt nicht mehr. Schließlich weiß er schon ganz genau, was gut für dich ist. Darauf ist Günter sehr stolz und er macht seine Arbeit immer noch gewissenhaft.
Jedes Mal, wenn du etwas Neues ausprobieren willst, etwas lernen oder dich anstrengen musst, ist Günter zur Stelle:»Lass das sein!«, sagt er dann oder:»Das schaffst du nicht!«Damit will dich Günter schützen, so wie es ihm früher deine Eltern, Großeltern, Tanten und Onkels, älteren Geschwister und Lehrer, Freunde und Kollegen gesagt haben.
Aber obwohl sie es stets gut mit dir gemeint haben, konnten sie damals nicht wissen, was heute gut für dich ist. Und weil Günter immer auf die anderen und nie auf dich gehört hat, weiß er nicht, dass du mittlerweile selbst weißt, was gut für dich ist.
3. Schönes und weniger Schönes

Oft passieren schöne Dinge, manchmal weniger schöne. Günter berät dich in beiden Fällen. Und manchmal berät er dich falsch!
In den vielen Jahren, in denen Günter dein treuer Ratgeber war, hast du dir dein Leben aufgebaut. Dir sind viele gute, schöne und glückliche Dinge passiert – aber leider auch einige böse, hässliche und traurige. Vieles, was gut war, konnte passieren, weil Günter dich gut beraten hat. Aber auch bei den schlechten Dingen hat Günter dich beraten und sie sind trotzdem passiert.
Natürlich war nicht immer Günter schuld, wenn etwas Schlechtes passiert ist. Oft sind schlechte Dinge passiert, ohne dass jemand etwas dafür konnte. Aber ab und zu waren Günters Ratschläge falsch und haben dir deswegen geschadet. Das kommt daher, dass deine Eltern, Großeltern, Tanten und Onkels, älteren Geschwister und Lehrer, Freunde und Kollegen Günter jahrelang gefüttert haben. Und die konnten schließlich nicht immer wissen, was für dich das Beste ist.
4. Die Botschaften des Universums

Höre auf die Botschaften des Universums!
Die Botschaften des Universums sind keine Nachrichten von Marsmenschen, sondern die tausend kleinen Hinweise, die dir jeden Tag zeigen, ob du auf dem richtigen oder auf dem falschen Weg bist. Geht dir dein Leben locker von der Hand und hast du meistens Rückenwind? Oder gibt es etwas, das dich immer wieder ärgert? Misslingen dir lauter Dinge, die im Grunde leicht für dich zu bewältigen sind? Passiert so rein gar nichts Spannendes in deinem Leben? Bist du andauernd deprimiert, gestresst, gereizt, überfordert, krank oder kraftlos?
Günter ist ein Sturkopf. Wenn er mal einen Weg eingeschlagen hat, bleibt er dabei. Dieser Weg kann noch so offensichtlich falsch sein – Günter dreht erst dann um, wenn es kracht oder sich die drohende Katastrophe schon deutlich abzeichnet. Leider verschwendest du dabei deine Zeit und Energie mit etwas völlig Sinnlosem, denn du setzt dich mit dem Gequassele von Günter auseinander, anstatt die Dinge so zu betrachten, wie sie sind. Dabei hast du oft schon am Anfang gewusst, dass du in einer Sackgasse landen wirst
5. Vorsicht, Falle!

Wenn du zu kurzfristig denkst oder immer am gleichen Problem hängen bleibst, steckt wahrscheinlich der faule Günter dahinter.
Wenn du sicher wüsstest, wann dir Günter falsche Ratschläge gibt, könntest du ihm das nächste Mal misstrauen und lieber selbst entscheiden, was du tun willst. So schwer ist das gar nicht: Günter pfuscht immer dann, wenn dir etwas zwar kurzfristig bequem erscheint, aber langfristig schadet. Sagst du dir schon seit Monaten, dass du weniger Alkohol trinken solltest, und trinkst so viel wie immer? Oder parkst du aus Faulheit lieber ohne zu bezahlen und zahlst unterm Strich mehr Strafe, als du je für Parkgebühren hättest ausgeben müssen?
Auch wenn dir in bestimmten Situationen immer das gleiche Pech passiert, ist Günter am Werk. Günter kennt diese Situationen gar nicht. Aber weil er – wie jeder Schweinehund – zu faul zum Nachdenken ist, lernt er nichts dazu und gibt dir lautstark immer wieder die gleichen falschen Tipps. Streitest du dich zum Beispiel mit deinem Partner immer über die gleiche Belanglosigkeit? Oder fährst du jetzt schon zum vierten Mal in denselben Baustellenstau hinein, weil du hoffst, dass sie endlich fertig gebaut haben? Günter ist überall!
6. Vorsicht, wieder Falle!

Wenn du häufig Dinge tust, die du gar nicht willst, oder wenn du oft eine unerklärliche Angst hast, solltest du lernen, richtig mit Günter umzugehen!
Günter hat gelernt, wie wichtig es ist, auf andere Menschen zu hören. Daher tust du häufig Dinge, die andere Menschen von dir wollen, obwohl du diese Dinge selbst gar nicht tun willst. Dann fühlst du dich so, als hättest du keine Kontrolle über das, was passiert. Vorsicht, eine typische Günter-Falle! Machst du zum Beispiel immer wieder Überstunden, weil dein Kollege so dringend nach Hause muss? Oder lässt du deine Freundschaften schleifen, weil dein Partner deine Freunde nicht mag?
Wenn du dich nicht traust, eigentlich einfache und harmlose Dinge zu tun oder zu ändern, weil du davor eine unerklärliche Angst hast, berät dich Günter ganz besonders falsch. Traust du dich zum Beispiel nicht, anderen Menschen zu widersprechen, auch wenn sie ganz offensichtlich Blödsinn erzählen? Hast du Angst, tagsüber alleine Straßenbahn zu fahren oder alleine einen Kaffee trinken zu gehen? Dann wird es dir helfen, den richtigen Umgang mit Günter zu lernen!
7. Die sechs wichtigen Lebensbereiche

Die sechs wichtigen Lebensbereiche sind deine Familie, dein soziales Umfeld, deine Arbeit, deine Finanzen, deine Gesundheit und deine persönlichen Werte.
Willst du wissen, was du in deinem Leben verbessern kannst? Dann machen wir zuerst eine Bilanz. Keine Sorge, das wird keine so komplizierte Bilanz wie beim Kaufmann. Aber ähnlich aufschlussreich wird sie schon. Wir durchsuchen jetzt nämlich systematisch deine sechs wichtigen Lebensbereiche nach Verbesserungsmöglichkeiten. Und am Ende bilanzieren wir, was du verändern kannst.
«Was für Lebensbereiche sind das denn?«, wirst du dich vielleicht fragen.»Der Hobbykeller, das Wohnzimmer und die Terrasse?«Nein. Etwas abstrakter betrachtet, besteht dein Leben aus den Bereichen Familie und soziales Umfeld, Job und Geld, Gesundheit und persönliche Werte. Wenn man diese Lebensbereiche nacheinander betrachtet und ein paar Fragen stellt, wird bald klar werden, wo der Schuh drückt und wo Günter Ärger macht.
8. Deine Familie und dein soziales Umfeld

Hast du eine intakte Familie und bist du mit deinem sozialen Umfeld zufrieden?
Deine Familie besteht aus deinen engsten Verwandten: Partner, Kinder, Eltern, Geschwister, manchmal auch aus deinen Großeltern, Tanten und Onkels. Wie steht es um deine Familie? Vertragt ihr euch gut und habt ihr Vertrauen zueinander oder hängt bei euch chronisch der Haussegen schief? Was ließe sich verbessern? Was könntest du tun, um die Dinge ins Lot zu bringen, was könnten die anderen tun?
Dein soziales Umfeld besteht aus deinen Freunden und Bekannten und aus der Art, wie und wo du lebst und was du in deiner Freizeit tust. Wie steht es um dein soziales Umfeld? Hast du gute Freunde und genügend Bekannte? Lebst du gerne dort, wo und so, wie du lebst? Wie verbringst du deine Freizeit am liebsten? Was ließe sich verbessern? Was könntest du tun, um Verbesserungen in Gang zu bringen?
9. Dein Job und dein Geld

Magst du deine Arbeit und hast du genug Geld?
Dein Job ist das, womit du deinen oder euren Lebensunterhalt verdienst. Was also arbeitest du? Machst du deine Arbeit gerne oder musst du dich jeden Tag zur lästigen Pflicht quälen? Hast du eine qualifizierte Ausbildung oder tust du mal dies und mal das? Magst du deine Firma, deine Kollegen, Vorgesetzten und Kunden? Was ließe sich verbessern? Was könntest du tun, damit dir die Arbeit mehr Spaß macht? Bist du arbeitslos? Was könntest du tun, damit du wieder einen Job bekommst?
Mit deinem Geld musst du deine Ausgaben bestreiten – die monatlichen und die langfristigen, wie die zusätzliche Altersvorsorge, das Eigenheim, den kostenpflichtigen Zahnersatz, die Ausbildung der Kinder und so weiter. Wie sieht es denn mit dem lieben Geld aus? Wo bekommst du es her und hast du genug davon? Gibst du zu viel aus oder nimmst du zu wenig ein? Sparst du dein Geld? Was könntest du tun, damit die Kasse lauter klingelt?
10. Deine Gesundheit und persönlichen Werte

Bist du gesund und lebst du nach deinen persönlichen Werten?
Mens sana in corpore sano! Das ist Lateinisch und heißt» Ein gesunder Geist steckt in einem gesunden Körper!«. Denn schon die alten Römer wussten die psychische und körperliche Gesundheit zu schätzen. Wie steht es um deine Gesundheit? Wie geht es deinem Körper, wie deiner Seele? Achtest du auf dich und lebst du gesund? Wo zwickt es und warum? Was könntest du tun, damit es dir besser geht?
Welche persönlichen Werte hast du? Glaubst du an Gott, an die Naturwissenschaften, die Demokratie, die Freiheit, den Fortschritt, deinen Chef, deinen Fußballclub, die Astrologie oder Psychoanalyse? Glaubst du an dich selbst? Was gibt deinem Leben einen Sinn? Lebst du jeden Tag nach deinen Werten oder musst du dich dauernd verbiegen? Was könntest du tun, damit du deinen Werten besser gerecht wirst?

Thilo Baum · Stefan Frädrich
Günter, der innere Schweinehund, wird Nichtraucher
Ein tierisches Gesundheitsbuch
Illustriert von Timo Wuerz


Bibliografische Information der Deutschen Bibliothek
Die Deutsche Bibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Informationen sind im Internet über http://dnb.ddb.de abrufbar.
Buch: 978-3-89749-625-5
E-Book (PDF): 978-3-86200-083-8
E-Book (Epub): 978-3-86200-880-3
Audio-CD: 978-3-89749-753-5
MP3: 978-3-86200-370-9
Lektorat: Christiane Martin, Köln
Umschlaggestaltung: +malsy Kommunikation und
Gestaltung, Willich
Illustrationen: Timo Wuerz, Hamburg
Satz und Layout: Das Herstellungsbüro, Hamburg,
www.buch-herstellungsbuero.de
© 2006 GABAL Verlag GmbH, Offenbach Alle Rechte vorbehalten. Vervielfältigung, auch auszugsweise, nur mit schriftlicher Genehmigung des Verlages.
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Der schlaue Spruch, bevor es losgeht:
«Wir sollten der Hypothese Aufmerksamkeit schenken, dass die hohen Profite der Tabakindustrie direkt mit der Tatsache zusammenhängen, dass der Kunde vom Produkt abhängig ist.«
(British American Tobacco, 1979)
1. Günter, der innere Schweinehund

Günter ist dein Freund. Freunde wollen dir gute Ratschläge geben.
Das ist Günter. Günter ist dein innerer Schweinehund. Er lebt in deinem Kopf und bewahrt dich vor allem Übel dieser Welt. Immer wenn du etwas Neues lernen sollst, ist Günter zur Stelle:»Lass das sein!«, sagt er dann,»Das ist viel zu mühsam!«oder» Das haben andere nicht geschafft, also kannst du es auch nicht«. Innere Schweinehunde sind nämlich furchtbar faul. Und weil Günter denkt, dass du genauso schweinehundefaul bist wie er, will er dich mit seinen Ratschlägen vor unnützer Mühe beschützen. Ist das nicht nett von ihm?
Also gibt dir Günter den ganzen Tag lang Tipps:»Wozu arbeiten? Morgen ist auch noch ein Tag!«, rät er dir, oder:»Appetit? Iss doch ein Stück Schokolade!«Günter will nämlich, dass du dich immer gleich und sofort gut fühlst. Und was er für schwierig hält, will er dir gar nicht erst zumuten. Schade nur, dass Günter dabei oft kurzfristig denkt! So können dir seine Ratschläge manchmal nämlich schaden …
Am besten siehst du Günter als Freund an: Er berät dich zwar, aber entscheiden tust du letztlich selbst. Du kannst Günters Tipps also befolgen oder sie missachten.
2. Der junge Günter

Günter holt sich seine Ratschläge von anderen Leuten. Manchmal liegt er dabei falsch.
Günter redet dir ganz schön in dein Leben rein.»Tu dies, lass das sein, mach jenes später, gönn dir mal was. «Das ist angenehm. Denn es kostet dich keine Mühe, zu tun, was er sagt:»Sport machen? Lieber hinsetzen und ausruhen!«,»Mit dem Rauchen aufhören? Nächstes Jahr vielleicht!«,»Gesünder leben? Erst mal einen Kaffee trinken!«. Und schon bald hechelst du auf der Treppe, hast ständig Husten und fühlst dich immer schlapper. Alles wegen Günter …
Aber wo hat Günter eigentlich seine ganzen Tipps her? Tja, das ist so eine Sache: Die meisten Ratschläge kennt er von anderen Leuten. Denn weil Günter zu faul zum Selberdenken ist, übernimmt er einfach die Tipps und Tricks anderer Menschen. Das macht am wenigsten Mühe.»Man gönnt sich ja sonst nichts«, sagt Tante Lieselotte und greift nach den Keksen – und Günter findet das richtig gut. Auch wenn Klaus immer mehr Geld ausgibt, als er hat, ist Günter begeistert. Denn der Klaus sagt sich:»Wird schon. «Und Günter ist Feuer und Flamme:»Wie einfach das Leben doch ist!«
3. Das war schon immer so!

Günter macht immer gerne alles so, wie es immer war. Und du trittst auf der Stelle.
Günter ist ein Gewohnheitstier. Was er einmal gelernt hat, will er immer auf die gleiche Weise machen. Das ist nämlich am leichtesten. So muss er die Dinge immer nur einmal lernen …»Das war schon immer so«, sagt er dir also gerne. Und du gehst immer in denselben Supermarkt zum Einkaufen, fährst immer an den gleichen Urlaubsort, isst in derselben Pizzeria immer die gleiche Pizza und vertagst gesunde Ernährung und Sport Jahr um Jahr. Ist ja auch klar: Es war schon immer so! Außerdem: Geht doch!
Günter findet das alles ganz prima. Denn so ist das Leben angenehm und mühelos. Und wenn du dennoch mal etwas Neues ausprobieren willst, protestiert Günter lautstark:»Die Möbel umstellen? Du spinnst doch!«, meckert er dann,»Salat statt Pizza? Ich bin doch kein Hase!«und:»Mit dem Fahrrad statt mit dem Bus fahren? Viel zu gefährlich!«Du siehst: Günters Ausreden sind ziemlich bestechend. Und Günter ist stolz, dass er dir das Leben so leicht macht.
Schade nur, dass du so kaum neue Erfahrungen sammelst …
4. Die andere Seite

Günter hat schnell die passende Ausrede parat. Dabei sind Menschen, die gesund leben, meistens sehr glücklich.
Auf der anderen Seite weißt du ganz genau, was gut für dich wäre: zum Beispiel die Wohnung aufräumen und die Wäsche bügeln.»Klar machen wir das«, sagt Günter großzügig.»Sobald Zeit dafür ist. «Oder fitter und gesünder werden.»Sport? Unmöglich!«, mäkelt Günter.»Das Fitnessstudio ist zu weit weg!«Oder doch endlich Spanisch lernen?» Wäre die Volkshochschule nur nicht so kalt und ungemütlich!«Scheinheiliger Günter! Du siehst: Er wickelt dich ganz schön um den Finger – und du bleibst da stehen, wo du bist.
Aber fällt es gesunden und fitten Menschen nicht sogar leicht, gesund und fit zu sein? Und krempeln manche Menschen nicht hin und wieder gerne ihre Wohnung um? Essen nicht manche Salat statt Pizza und fühlen sich dabei sogar noch besser als die, die ständig Kalorienpampe in sich hineinstopfen? Manche fahren sogar wie selbstverständlich mit dem Fahrrad statt mit dem Bus – und sind dadurch besser trainiert!» Haben die denn gar keinen inneren Schweinehund?«, wundert sich Günter. Doch, doch! Nur sind auch deren Schweinehunde Gewohnheitstiere. Und die haben sich eben an ein gesundes Leben gewöhnt …
5. Alles ganz normal!

Schweinehunde sind verschieden. Aber jeder ist von sich selbst überzeugt und findet sein Verhalten normal.
Was Günter also für normal hält, hängt davon ab, was er von wem lernt und woran er sich gewöhnt hat. Wächst Günter unter Raufbolden auf, sagt er bei Stunk:»Hau drauf!«Besucht Günter dagegen den Schachklub, findet er Argumente besser. Lebt Günter in Europa, rät er dir beim Essen selbstverständlich zu Messer und Gabel. Wohnt er in Asien, empfiehlt er dir Stäbchen. Und jeder Schweinehund findet sein eigenes Verhalten normal – und das von anderen oft fremdartig. Ist das nicht merkwürdig? Jeder Schweinehund ist der Nabel der Welt!
Und keinem Schweinehund fällt sein eigenes Verhalten schwer!» Hm«, überlegt Günter.»Heißt das, dass sich Salathasen gar nicht überwinden müssen, wenn sie Salat essen?«Genau! Mundharmonikaspieler spielen schließlich auch ohne Anstrengung Mundharmonika. Und überzeugte Autofahrer vermissen kein Fahrrad, während überzeugten Radlern kein Auto fehlt. Und vermutlich ist es für dich ganz normal, wenn du eine Zigarette rauchst. Klar: Das Rauchen ist für Raucher schließlich genauso normal wie das Nichtrauchen für Nichtraucher!
6. Günter raucht

Ungefähr ein Viertel der Menschen in der westlichen Welt raucht. Drei Viertel rauchen nicht.
«Stimmt!«, sagt Günter und erinnert sich.»Du könntest mal wieder eine rauchen. «Aber Moment mal:»Das ist hier ja ein Nichtraucherbuch, oder?!«Egal, denkt Günter und empfiehlt dir:»Mach trotzdem mal eine Pause und rauch eine. «Klar: Günter will sich entspannen, also empfiehlt er dir eine Zigarette. Das ist für Günter völlig normal.
Manche Schweinehunde sind Raucher, andere nicht. Wenn Günter raucht, dann gehört er zu dem Viertel aller Schweinehunde, das sich täglich Zigaretten reinzieht, während die anderen drei Viertel das nicht tun müssen. Obwohl diese» Angewohnheit «meist zwei Seiten hat: Auf der einen Seite rauchst du gern, und Günter empfiehlt es dir immer wieder. Auf der anderen Seite überlegst du dir womöglich, ob du nicht doch wieder Nichtraucher werden solltest. Ein Hin und Her im Kopf … Erkennst du dich wieder?
Woher dieses Hin und Her kommt und wie du ganz einfach wieder Nichtraucher werden kannst, wird sich bald zeigen, keine Sorge! Jetzt genieß erst einmal deine Zigarette. Du hast sie dir verdient.
7. Die kleine Welt

Alles, was heute gewohnt ist, war einmal ungewohnt. Was wir ändern, wird gewohnt.
Das Rauchen ist für Günter also ganz normal. Für Nichtraucher aber nicht! Warum nur? Nun, alle Schweinehunde leben in ihrer eigenen kleinen Welt. In der befindet sich all das, was für sie normal ist.
Denk mal an die Dinge, die du in deiner kleinen Welt