Kitabı oku: «Von Hühnern und Menschen»
Das Buch
Dass Delfine, Pferde, Hunde und Katzen überaus intelligente Wesen sind, gilt heute bei Tierforschern als Tatsache. Auch dass man mit ihnen „sprechen“ und sich telepathisch mit ihnen verständigen kann ist nicht neu. Aber ausgerechnet mit Hühnern!? Die Gesprächsprotokolle in diesem Buch zeigen auf erstaunliche Weise: Hühner sind nicht nur die pickenden, scharrenden Kreaturen, die sich kopfüber auf zugeworfenes Futter stürzen - sie sind wache, intelligente, ja sogar weise Tiere, die die Menschen gerne und sehr genau beobachten: in ihrer Geschäftigkeit und ihrem Hochmut ebenso wie in ihren Ängsten, Zweifeln und Lebenslügen.
Kurz: Hühner werden, so die Erfahrung der Autorin, ähnlich wie Genies eindeutig verkannt. Sie können Berater und Helfer in vielen Lebenslagen sein. Und sie erinnern uns ungeschminkt an das, was wir, die vermeintliche „Krone der Schöpfung“, eigentlich wissen müssten, aber ständig und immer wieder verdrängen und vergessen.
Hühner haben uns, wie die Autorin erfahren durfte, eine Menge zu erzählen. Nur - wie eines ihrer Tiere treffend bemerkte - fragt sie selten jemand nach ihrer Meinung.Hühner haben die Sichtweise von Tatjana Adams auf die Welt gründlich verändert. Vielleicht ergeht es Ihnen ja auch so, wenn Sie dieses Buch gelesen haben.
Die Autorin
Tatjana Adams ist Physiotherapeutin und Kindertherapeutin - neben Kindern spielten Tiere in ihrem Leben immer eine zentrale Rolle. Schon mit drei Jahren beschloss sie, kein Fleisch mehr zu essen. Dem Thema „Tierkommunikation” stand sie zunächst sehr skeptisch gegenüber, bis ein Gespräch mit ihrer Hündin ihr Leben nachhaltig veränderte. Seither beglückt sie die Kunst, mit Tieren zu sprechen, jeden Tag aufs Neue. Tatjana Adams lebt mit ihrem Mann, zwei Kindern sowie ihren Hühnern und anderen Tieren auf dem Land an der Ostseeküste.
Tatjana Adams
Von Hühnern und Menschen
Was Hühner uns schon länger mal sagen wollten

Inhaltsverzeichnis
Umschlag
Das Buch / Die Autorin
Titel
Inhaltsverzeichnis
Widmung
Die Autorinnen
Einführung
Ein erschütterndes Erlebnis
Der Hase und die Hühner
Paulas Tod
Henriettes Tod
Fortuna
Vorgespräch mit Fortuna
ANGST
VERTRAUEN
DAS VERGESSEN
ANDERS SEIN
DAS VERLANGEN
FRIEDEN
VOM LEBEN ALS HUHN
PECH
LIEBE
ZUFRIEDENHEIT
STINKIG
GELASSENHEIT
PROSTITUTION
DANKBARKEIT
TAGESIMPRESSIONEN
MOTIVATION
DAS HERZ
LOSLASSEN
MOMENTAUFNAHMEN
STORNIERUNGEN
GEDANKEN
LEBENSLINIEN
LEBENSLÜGE
LEBENSKUNST
EIN NEUER TAG
DAS SONNENLICHT
EIER LEGEN
WIND
TRAUER
VON SPATZEN UND TAUBEN
BÄUME
WOW
FEDERN
VOM KÖRPERGEFÜHL ALS HUHN
DANKSAGUNG von Fortuna
Nachwort
Hühnergedanken zum Schluss
Danksagung von mir
Impressum
Für meine Hühner.
Sie wollen Spuren hinterlassen
in Herzen und Köpfen

Die Autorinnen
Fortuna | Ludmilla |
Bertha | Brunella |
Frieda | Agnetha |
Einführung
Dieses Buch ist wahrlich verwunderlich. Auch für mich.
Noch vor einiger Zeit hätte ich mir so etwas nicht träumen lassen. Und es ist für mich immer noch schwer zu begreifen, wie diese Art der Kommunikation mit Hühnern oder auch anderen Lebewesen funktioniert.
Ich werde in meinem Buch aber nicht auf die Methoden der Tierkommunikation eingehen. Das ist nicht das, worum es meinen Hühnern geht, und darüber wurde auch schon genug geschrieben.
Das analytische Verständnis ist meiner Ansicht nach auch nicht wichtig, weil der Verstand dann dem Herzen im Wege steht.
Die Botschaften meiner Hühner sind klar und schonungslos und auch für mich zum Teil überraschend und aufrüttelnd.
Es gibt auf dieser Welt viele Dinge, die ich mit meinem Verstand nicht erfassen kann und dennoch als gegeben hinnehme - warum also nicht auch diese Form der Kommunikation?
Ich für meinen Teil verstehe z. B. überhaupt nicht, wie eine solche Datenmenge auf einen so kleinen USB-Stick passen kann. Ja, ich verstehe noch nicht einmal, was eine Datei eigentlich ist. Aber weil ich damit groß geworden bin, stelle ich das nicht in Frage.
Natürlich ist die Existenz dieser Datenmengen irgendwie nachweisbar, aber wirklich verstehen kann ich es trotzdem noch nicht.
Mit der Tierkommunikation bin ich leider nicht groß geworden. Daher war sie nicht so selbstverständlich in meine Welt integriert. Es wäre schön, wenn sich das zumindest ein Stück weit auch für andere Menschen ändern würde. Denn sie ist eine echte Bereicherung für das Leben.
Zuhören reicht ja schon.
Jedes Tier hat etwas zu sagen, und jedes Tier ist besonders. So wie wir auch.
Ich habe mich nun für dieses Buch überwiegend mit Hühnern unterhalten und kann sagen, dass sie eine Menge zu erzählen haben.
Und sie tun es in einer beeindruckenden Art und Weise!
Die meisten Gespräche habe ich als philosophisch und tiefsinnig erlebt. Nur die von Brunella unterscheiden sich deutlich.
Brunella ist einfach anders. Zum Glück hat sie sich trotzdem entschlossen, an unserem Buch mitzuwirken!
Das freut mich besonders, da sie uns Einblicke in den Hühneralltag gewährt und damit den Rest des Buches bereichert und auflockert.
Beim Verteilen von Leseproben in meinem Freundes- und Bekanntenkreis stieß ich natürlich auch auf die ersten Zweifler.
Ganz klar - die Tierkommunikation ist noch sehr fremd in der Gesellschaft, und dass ein Tier wie ein Huhn solche Dinge zu sagen haben soll, ist noch viel fremder.
Wenn ich mit Tieren anderer Menschen spreche - sei es Hund, Katze, Pferd oder was auch immer, ist die Akzeptanz der Menschen deutlich größer. Einfach weil ich von vielen dieser Tiere Dinge gesagt bekomme, die ich so nicht wissen konnte.
Bei meinen Hühnern verhält es sich anders. Schnell ist die Vermutung da, dass es eigentlich meine Gedanken sind und nicht die der Hühner.
Ich kann diese Zweifel natürlich nicht ganz löschen.
Ich kann nur sagen, dass im Verlauf dieser Interviews Dinge gesagt werden, über die ich persönlich noch nie nachgedacht habe und die ich auch nie so treffend und schön hätte formulieren können.
Viele ihrer Aussagen finde ich sehr gut, sie decken sich auch mit meiner Meinung - aber zum Teil waren sie auch durchaus neu und sehr lehrreich für mich.
Ich würde mir wünschen, dass Sie mir das glauben und wirklich meine Hühnerdamen als Autorinnen ansehen.
Vielleicht fragen Sie sich, wie meine Gesprächsprotokolle mit den Hühnern konkret zustande kamen?
Ich habe mich für ein Gespräch immer zurückgezogen und musste mich gut konzentrieren. Da ich das Huhn aber schlecht in mein „stilles Kämmerlein” mitnehmen konnte, nutzte ich den Weg über die Fotografie; das Bild des Tieres, mit dem ich sprechen wollte, genügte.
Das ist auch einer der Gründe, warum meine Hühner hier nicht im Original abgelichtet erscheinen möchten.
Die Gespräche habe ich übrigens nie direkt hintereinander geführt - dafür reicht meine Konzentrationsfähigkeit auch nach inzwischen längerer Übung nicht aus - das zweite Gespräch wäre dann qualitativ deutlich schlechter gewesen.
Die Hühner selbst (wie Tiere generell) sind übrigens völlig problemlos in der Lage, ununterbrochen auf dem Wege der Telepathie zu kommunizieren. Sie sind darin wahre Meister. Sie können sogar mehrere Unterhaltungen gleichzeitig führen!
Ich übe noch.
Ich möchte an dieser Stelle noch einmal ausdrücklich darauf hinweisen, dass meine Hühner sich ihre Themen eigenständig und völlig frei ausgewählt haben. Ich hatte darauf keinen Einfluss und war selbst vor jedem Gespräch sehr gespannt und dann häufig wirklich überrascht und beeindruckt.
Daher trage ich keine Verantwortung für den Inhalt der Gespräche. Missverständnisse und Fehler kann ich leider nicht vollständig ausschließen.
Ein erschütterndes Erlebnis
Ich muss ein wenig ausholen um zu erklären, wie es dazu kam, dass ich für mich die Weisheit der Hühner entdeckte. Es hatten vorher schon Gespräche mit ihnen stattgefunden. Die waren aber nicht bemerkenswerter als die mit meinen anderen Tieren.
Jedem Menschen, der mit seinen Haustieren gesprochen oder ein Gespräch mit ihnen in Auftrag gegeben hat, ist bekannt, dass es sehr verblüffend sein kann, was sie alles über einen wissen.
Sie sehen klar und deutlich auf unseren inneren Kern, kennen alle Familienmitglieder sehr genau und können durchaus Probleme und Schwächen aufzeigen oder einem sehr gute und interessante Denkanstöße geben.
Genauso waren meine Hühner auch. Etwas mehr in Form eines Supervisors vielleicht, da sie nicht so stark in das Familienleben eingebunden sind wie ein Tier, das direkt mit im Haushalt lebt.
Und dann kam der Hase.
Dieser Hase war eines schönen Vormittags plötzlich bei uns im Garten.
Und er verreckte dort elendig. Das muss ich leider so sagen, weil es so war.
Ich weiß wirklich nicht, was dieses Tier hatte. Aber er wand sich fürchterlich, zuckte unkontrolliert und war nicht mehr in der Lage zu laufen.
Es war deutlich, dass er dem Tod geweiht war, aber sein Sterben dauerte für mich zu lange.
Es fiel mir schwer, dieses Leiden mit anzusehen.
Gleichzeitig wusste ich aber auch, dass ich selbst ihn wohl nicht würde erlösen können.
Also suchte ich mir Hilfe, nachdem ich eine gefühlte Ewigkeit abgewartet und erfolglos versucht hatte, den Hasen auf meine Art und Weise beim Sterben zu begleiten.
In dem Moment, als der Mensch, der dieses Tier „erlösen“ sollte, auf den Hof kam, hatte ich das Gefühl, dass das nicht richtig ist.
Aber nun gab es irgendwie kein Zurück mehr.
Der Hase und die Hühner
Einige Tage später sprach ich mit meinem Huhn, Ludmilla.
Aus einer Eingebung heraus fragte ich sie, wie sie den Vorfall mit dem Hasen erlebt hatte. Ihre Antwort war: „Das mit dem Hasen war so ´ne Sache. Es war nicht richtig, ihn totzuschlagen. Er hätte noch Zeit gebraucht, sich zu lösen.“
Ich konnte das Leiden nicht mehr ertragen!
„Ihr seht das falsch. Es gehört zu unserem Leben dazu. Das ist der Lauf der Dinge. Jeder bekommt, was er verdient.“
Aber so ein Leiden hat doch keiner verdient.
„Nein - das Leiden nicht. Aber er brauchte das für seine Persönlichkeitsentwicklung. Davon hast du ihm jetzt ein Stück genommen. Aber du hast es in bestem Wissen und Gewissen getan, deshalb war es in Ordnung.“
Es fällt mir schwer, das mit dem Leiden so zu akzeptieren.
„Das darfst du so nicht sehen. Mitleid ist nie gut, nie produktiv.“
Ich muss zugeben, dass mich das sehr beeindruckt hat. Neugierig geworden fragte ich ein weiteres meiner Hühner, Paula.
Ihre Antwort auf die gleiche Frage:
„Ich sehe das ähnlich wie Ludmilla. Wobei sie etwas zu hart zu dir war, finde ich.
Du konntest es einfach nicht aushalten und das ist auch okay.
Ist ja auch schwer zu ertragen, wenn man wie ihr als Menschen meint, überall mitreden zu müssen.
Wir kümmern uns nur um uns selbst.
Dann kommen wir nicht in solche Situationen.“
Paulas Tod
Paula ging es seit einiger Zeit schlecht.
Bessere Zeiten wechselten sich mit schlechteren ab.
Aber eines Tages war klar, dass es nun zu Ende geht.
Sie hat ihren Tod mit einer solchen Würde getragen, dass es mich noch heute sprachlos macht.
Das Einzige, was sie sich von mir gewünscht hat war, dass ich sie in ihr Nest setze.
Sie wollte gerne dort sterben und war selbst schon zu schwach, um dort hinaufzukommen.
Ihr Tod dauerte mehrere Tage, und sie durchlebte verschiedene Phasen. Sie hatte Schmerzen und sie hatte Angst. Allerdings hatte sie keine Angst vor dem Tod an sich. Es ging dabei mehr um den Prozess des Sterbens und das Loslassen des Lebens. Aber sie hat das alles souverän bewältigt und ist letztendlich ganz friedlich in ihrem Nest eingeschlafen.
Für mich war es eine harte Lektion.
Der erste Impuls war natürlich, ihr zu helfen, sie umzubringen.
Aber wem helfe ich damit wirklich? Mir oder ihr? Diese Frage musste ich mir nach dem Hasen-Erlebnis ja nun stellen.
Paula war bis zum letzten Atemzug geduldig mit mir und ausgesprochen liebenswürdig.
Ich habe sie natürlich persönlich gefragt, was SIE möchte.
Ihre Antwort:
„Ich will jetzt sterben. So macht es keinen Spaß mehr.
Unterstützen (meine Versuche, sie zu heilen) hilft jetzt nicht mehr. Ich bin schon auf dem Weg.
Es war gut, in Ruhe Abschied nehmen zu können.
Ich weiß, dass du mich sehr geschätzt hast und traurig sein wirst. Aber das brauchst du nicht! Ich lebe weiter - in dir. Du wirst mich nicht vergessen und das ist viel wert.
Du brauchst mir nichts Nettes mehr zu sagen. Ich sehe direkt in dein Herz.
Ich möchte keine Hilfe beim Sterben. Ich schaffe das alleine. Sonst melde ich mich.
Es macht dir Angst, ich weiß. Das macht es mir nicht leichter, das weißt du auch.
Aber es ist nur menschlich. Ihr habt den Tod aus eurem Leben ausgeklammert. Aber er gehört dazu. Fürchte ihn nicht.
Du wirst lernen, damit umzugehen.
Lass mir meine Ruhe und gib mir Zeit. Dränge mich nicht.
Halte es aus.“
Kurze Zeit später war sie tot.
Alle Hühner, die im Anschluss die Gelegenheit hatten, sich dazu zu äußern, haben ihren Tod als sehr friedlich und gut empfunden.
Von uns allen begleitet und getragen.
Sie alle haben gesagt, dass sie sich den Tod ebenso wünschen würden, wenn sie es sich aussuchen könnten.
Henriettes Tod
Ungefähr zwei Wochen später starb Henriette. Es kam völlig überraschend und ging sehr schnell.
Ihr ging es körperlich sehr viel schlechter als Paula und mein erster Impuls als ich sie fand war - wegrennen, Hilfe holen, sie erlösen.
Das habe ich nicht getan.
Ich bin bei ihr geblieben, habe mit ihr gesprochen und sie bis zum letzten Atemzug begleitet.
So war es ihr Wunsch.
Sie war außerordentlich tapfer und sehr stark.
Was mich an ihrem Tod am meisten berührt hat ist, dass sie in all ihrem Leid noch die Kraft und das Bedürfnis hatte, mir etwas mit auf den Weg zu geben.
Sie hat mir wirklich geholfen, das beim Hasen bereits aufgetretene Thema „Leiden“ mit anderen Augen zu sehen.
Sie war zu keinem Zeitpunkt verzweifelt oder desolat. Im Gegenteil! Tiere fügen sich auf eine Art und Weise ohne zu klagen in ihr Schicksal, die den meisten von uns völlig fremd ist.
So weit sind wir wohl noch nicht.
Die Tiere haben allerdings auch einen großen Vorteil. Sie wissen, wohin sie nach ihrem Tod gehen, wissen, was kommt.
Und sie wissen, dass es gut ist.
Paula sprach davon, nach Hause zu kommen. Henriette davon, von ihren irdischen Qualen erlöst zu werden.
Das heißt aber nicht, dass es ihnen leicht fällt, das irdische Dasein loszulassen.
Beiden war es zwar wichtig, diesen Weg selbstständig bis zum Ende gehen zu dürfen, sie wollten dabei aber gerne begleitet sein, indem jemand einfach bei ihnen war.
Und ich kann sagen, es fühlte sich richtig und gut und friedlich an und ich bin dankbar, dass sie mich daran haben teilhaben lassen.

Fortuna
Nachdem nun zwei unserer Hühner gestorben waren, beschlossen wir, uns neue dazuzukaufen.
Meine Eltern waren gerade zu Besuch und machten sie uns zum Geschenk.
Als Dank durften sie jeder einem Huhn einen Namen geben.
Meine Mutter suchte sich also eines aus und nannte es Fortuna.
Ich fand diesen Namen für ein Huhn etwas dick aufgetragen, aber sie durfte ihr Huhn ja so nennen wie sie wollte.
Also hieß sie nun Fortuna. Gut.
Das Huhn meines Vaters heißt übrigens Brunella.
Einige Wochen vergingen, und dann sprach ich zum ersten Mal mit unseren neuen Mitbewohnern.
Fortuna war als Letzte dran.
Das gefiel ihr gar nicht, und das ließ sie mich auch direkt wissen.
Das Gespräch plätscherte friedlich über Oberflächlichkeiten dahin.
Aber dann plötzlich war es so, als würde sie mich an den Schultern packen und begann Klartext zu reden.
Dieses Buch ist eigentlich ihr Buch.
Ohne sie hätte ich es nie geschrieben. Es geschieht auf ihren ausdrücklichen Wunsch.
Sie glaubt, dass die Welt bereit ist umzudenken und dass es wichtig ist, dass die Menschen hören, was sie als Hühner zu sagen haben.
Ich bin ihr Kanal.
Zuerst wollte ich ihr diese Buch-Idee ausreden, weil ich mir das so gar nicht vorstellen konnte und auch nicht wollte.
Ich sagte ihr also, dass ich darüber nachdenken würde. Aber so leicht ließ sie mich nicht davonkommen.
Und nun sitze ich hier und schreibe diese Zeilen.
Und während ich sie schreibe, merke ich, dass Fortuna Recht hat; ich merke, dass es wichtig ist, das weiterzugeben, was ich von meinen Hühnern gelernt habe.
Viele Menschen können davon profitieren und ihre Sichtweise verändern - wenn sie es wollen und es zulassen.
Ich danke meinem Huhn dafür, dass sie mich dazu gebracht hat und muss sagen: Fortuna trägt ihren Namen nicht zu Unrecht und er ist auch nicht zu hochtrabend für sie.
Im folgenden Teil des Buches werden meine Hühner über Themen sprechen, die sie sich selbst gewählt haben.
Ich bin sehr gespannt darauf.
Vorgespräch mit Fortuna
Da ich im Laufe der Interviews mit meinen Mädels festgestellt habe, dass es manchmal doch sehr verwunderlich ist, was sie so alles sagen, habe ich mich entschlossen, die Hauptinitiatorin dieses Buches, Fortuna, noch einmal vorab konkret zu einigen Themen zu befragen.
Ich hoffe, das erhöht das Verständnis und die Akzeptanz für die dann folgenden Gedanken.
Viel Spaß dabei.
1. Was bedeutet es für dich, zu leben?
Ich lebe, weil es meine Bestimmung ist.
Leben ist alles, was zählt.
Ich genieße jeden Augenblick, koste das Leben aus.
Es ist groß und großartig.
Das größte Geschenk, das wir bekommen können.
In ihm spüren wir Gottes Kraft.
Es ist ein wahres Wunder, das es zu danken lohnt.
Ich lebe gerne und besonders gerne bei euch.
Das Leben hält viele Überraschungen parat. Es ist voller Windungen und Wirrungen. Aber noch kein Weg hat mich in die Irre geführt. Alles war bisher für irgendetwas gut. Ist das nicht faszinierend?
Wir sind wahrlich getragen und geführt von etwas sehr viel Höherem als wir uns vorstellen können.
Ich danke, Teil dieser Gemeinschaft sein zu können.
Und sei es nur für eine Weile.
Ich komme wieder, ganz bestimmt.
2. Wie hast du dein Leben bisher erlebt?
Mein Leben war voller Aufs und Abs.
Behandelt wie ein Stück Dreck und nun auf Händen getragen…. Manchmal ist es schwierig, das verarbeitet zu kriegen.
Aber ich denke einfach nicht darüber nach, sondern genieße nur.
Als kleines Huhn habe ich nicht viel Gutes erfahren. Damals war es ein wahrer Überlebenskampf.
Warst du nicht stark genug oder hattest auch nur einen kleinen Mangel, wurdest du aussortiert. Aber so ist es nun mal in der Natur - normalerweise nicht unter solchen Extrembedingungen, aber der Grundsatz bleibt.
Ich möchte nie wieder dorthin zurück, wo ich herkomme.
Dort herrscht Leid und Trauer.
Für uns ist es nicht lustig, ohne Mutter aufzuwachsen. Wir stecken das nicht so einfach weg - genau wie ihr.
Aber wir haben ja keine andere Wahl.
Und zum Glück steckt noch so viel Instinkt in uns, dass wir es doch irgendwie schaffen, unseren Weg zu machen.
Nur - wofür? Das muss man sich schon bei manchem Schicksal fragen.
Wir sind sanfte Wesen, die viel erdulden und sich nie gegen ihre Menschen erheben.
Das nutzt ihr aus, das ist schade.
Ich habe Glück gehabt und ich weiß es jeden Tag zu schätzen. Ich danke dir.
3. Warum wisst ihr so viel über uns Menschen?
Warum?
Das ist eine gute Frage. Dieses Wissen ist einfach in uns drin. Wir sehen viel, wir hören viel, wir bekommen einfach alles mit, was um uns herum passiert.
Außerdem sehen wir in euer Herz. Wir sehen, was ihr denkt, und wir wissen, wie ihr tickt.
Ihr nennt das Menschenkenntnis. Und es hat bei euch mit Intuition zu tun.
Bei uns ist das etwas anders.
Wir SEHEN wirklich konkret mehr als ihr. Ein Mensch, durch unsere Augen betrachtet, sieht anders aus als ihr das so kennt.
Wir gucken bis aufs Mark.
Und wir sehen Ideen, Narben, Hoffnungen.
Das ist schön und manchmal auch traurig.
Am liebsten betrachte ich Kinder. Aber ich sehe sie ungern groß werden. Sie verlieren unterwegs so viel von ihrer Schönheit.
Euer Alltägliches ist in euch gespeichert. Das könnt ihr nicht vor uns verheimlichen. Es ist allgegenwärtig.
Bestimmte Personen aus eurer Geschichte sind uns ein Begriff, weil ihr euch Gedanken über sie macht oder weil wir sie kennen gelernt haben.
Aber das sprengt sicher wieder eure Vorstellungskraft.
Auf dem Gebiet seid ihr nämlich leider ganz schön begrenzt. Und ihr selbst seid es, die diese Grenzen setzen.
Die Umwelt möchte das nicht. Sie hätte es lieber, wenn ihr das Ganze betrachten würdet. Dann wärt ihr nämlich auch achtsamer mit vielem und vielen.
Also alles, was in unserem Umfeld geschieht, ist für uns präsent - und sei es nur in euren Köpfen.
4. Kannst du mir etwas über Inkarnationen sagen?
Natürlich kann ich das. Meinst du, dass du das schon verträgst?
Na schön.
Meine Inkarnationen gehen weit zurück. Ich habe viele Monde kommen und gehen sehen.
Ihr Menschen wart immer da.
Früher aber war noch viel mehr Artenvielfalt dazwischen.
Nun ist es etwas karger geworden.
Ihr habt euren Anteil daran, aber wir sicher auch.
Ich weiß nicht, ob ich immer ein Huhn war. Aber ich war sicher häufig eines.
Und ich habe in dieser Hülle viel gelernt.
Es ist schön, ein Huhn zu sein.
Allerdings war es früher schöner. Da durften wir noch mehr wir selbst sein.
Das hat etwas nachgelassen.
Vielleicht war ich auch mal ein Mensch. Aber das ist jetzt sicher nicht der richtige Zeitpunkt, um darüber zu sprechen.
Ich weiß nur, dass meine Seele schon sehr alt ist.
Sie hat viel gesehen und wenig vergessen.
Manchmal ist das gut, manchmal nicht.
Aber ich bin auf jeden Fall froh, dass ich das alles so bewusst erleben darf.
Ich bin ein Teil des Kreislaufs, und das gibt mir unglaublich viel Vertrauen ins Leben.
Davon profitiere ich jeden Tag.
Ich danke dafür und wünsche euch sehr, dass ihr auch diese Stufe erreicht.
Ihr seid nicht mehr weit davon entfernt.
Ich wünsche euch alles Gute dafür.
Ücretsiz ön izlemeyi tamamladınız.
Ludmilla
Bertha
Brunella
Frieda
Agnetha