Kitabı oku: «Die Seitensprung Millionärin»

Yazı tipi:

Theo Gitzen

Die Seitensprung Millionärin

Bis dass der Tod euch scheidet - fungtioniert leider nicht immer

Dieses ebook wurde erstellt bei

Inhaltsverzeichnis

Titel

Leo zum letzten Mal

OFFENBARUNG

bye bye my Love

Etwas Lustiges (und ein bisschen Wahres) hinterher

Tamaras

Impressum neobooks

Leo zum letzten Mal

Die Seitensprung-Millionärin

oder

„Bis dass der Tod euch scheidet“

Funktioniert leider nicht immer

Eine (fast) wahre Geschichte

von Theo Gitzen

INHALTSVERZEICHNIS

Die Seitensprung-Millionärin

Etwas Lustiges vorweg

Kapitel 1

Fremdgehen - Wie peinlich ist das denn?Kapitel 2 Die erste große LiebeKapitel 3 „Bis dass der Tod euch scheidet“ zum 1. Kapitel 4 LEO – zum erstenKapitel 5 Willkommen im Club der „Ehebrecherinnen“Kapitel 6 LEO – zum zweitenKapitel 7 CharlyKapitel 8Bis dass der Tod euch scheidet“ zum 2. Kapitel 9 LEO – zum dritten und letzten MalKapitel 10Tamaras OffenbarungKapitel 11 bye bye my love

Etwas Lustiges hinterher

Die Seitensprung-Millionärin Eine (fast) wahre Geschichte von Theo Gitzen

Oder besser noch:Eine kleine Anleitung für alle Frauen die schon einmal mit einem Seitensprung geliebäugelt haben oder auch mitten in einem stecken. Damit sie ihn aber nicht hinterher oder gar zwischendurch etwa fürchterlich bereuen, erzählt der Autor die (fast) wahre Geschichte der Tamara B.

Tamara hat scheinbar alles richtig gemacht!Sie hat all ihren Mut zusammengenommen und den Schritt in ein neues Leben gewagt. Dass dies, rückwirkend betrachtet die beste Entscheidung ihres Lebens sein sollte, zeigt das Ergebnis. Tamara ist heute glücklich, wohlhabend und absolut unabhängig. Sie erzählte mir ihre Geschichte damit ich sie weitergebe an all die Frauen, die etwas in ihrem Leben verändern wollen um dem tristen Einerlei in der Beziehung (Ehe) zu entfliehen. Ihre Botschaft: „Bis dass der Tod euch scheidet“ einfach mal zu überdenken.

Beginnen will ich Tamaras Geschichte mit zwei netten Witzen zum Thema Seitensprung, die ein wenig wiederspiegeln sollen was so alles um uns herum geschieht oder geschehen könnte. Und das ein klein wenig davon auch in jedem Nachbarn, Freund, Freundin Bruder Schwester, Papa oder auch Mama stecken könnte. Natürlich haben wir persönlich damit nichts am Hut! Oder? Denn ein Seitensprung kommt für uns nicht in Frage. Oder etwa doch?

Wie auch immer.

WITZ Nr.1

Ein jung verheiratetes Ehepaar wohnt in einem Hochhaus zusammen mit 34 anderen Miet-Parteien.

Es ist ein regnerischer Sonntag und beide liegen zusammen im Bett und wollen sich vergnügen.

Als sie merkt, dass er nicht bei der Sache ist, fragt sie ihn besorgt was er denn habe, dass es nicht klappen will.

„Ich kann mich nicht konzentrieren“, antwortet er.

Ich mache mir die ganze Zeit schon Gedanken, wer die Frau in unserm Hause sein soll, die noch nicht mit dem neuen, verdammt gut aussehenden Mann aus der 3.Etage geschlafen hat.

Sie überlegt eine Weile -

„Das kann doch nur die Frau Schmitz aus der 5. sein!“

WITZ Nr. 2

Die hübsche Nachbarin Karin nutzt die Gelegenheit, dass ihr Mann schon zur Arbeit ist und vergnügt sich mit seinem besten Freund im ehelichen Schlafzimmer.

Als plötzlich ihr Mann im Schlafzimmer auftaucht, verlässt sie fluchtartig und splitterfasernackt den Raum um sich im Ankleidezimmer einzuschließen.

Wutentbrannt greift der gehörnte Ehemann in die Nachttischschublade, nimmt zwei Duellierpistolen heraus und reicht eine davon seinem Freund mit den Worten

„ Du oder ich“.

Daraufhin antwortet dieser: Ist sie das wert? Ich schlage vor wir schießen beide in die Luft und lassen uns dann fallen. Und zu wem sie als erstes läuft der soll sie haben.

Der gehörnte Ehemann willigt ein und beide schießen in die Luft um sich dann sofort auf den Boden fallen zu lassen und tot zu stellen.

Es dauert auch nur wenige Sekunden da öffnet die Frau die Tür, rennt zum ersten, springt über ihn, rennt zum zweiten, springt über ihn, öffnet den Schlafzimmerschrank und ruft:

Kannst rauskommen Paul – sind beide tot.“

Was lehren uns diese beiden lustig und dennoch irgendwie wahren Witze?

Wer mit einem Seitensprung oder gar einem festen Verhältnis liebäugelt, der sollte bedenken, dass die Ursachen oft in der Vergangenheit liegen und der Seitensprung oft nur eine Flucht aus der Tristesse des Alltags ist.

Wer es dennoch wagt, sollte sich im Klaren sein, dass nach dem ersten Schritt alles anders wird. Denn ab jetzt sind Gewissen, Verlangen und Leichtsinn stets drei gemeinsame Verbündete.

Nur wenn alle „Drei“ perfekt zusammenwirken, kann ein Seitensprung so manche Beziehung retten oder auch zu einer dauerhaften Beziehung werden.

Wenn jedoch einer dieser „Drei“ Partner plötzlich nicht mehr mitspielt, dann kann es schnell zum Verhängnis wie in „Eine verhängnisvolle Affäre“ mit Michael Douglas und Glenn Close kommen. Und aus einem anfänglich kleinen Seitensprung wird ein großes (Ehe)-Drama.

Wie man die „Drei“ aber richtig koordiniert, das erzählt nun die Geschichte der Tamara B.

Kapitel 1

Fremdgehen -Wie peinlich ist das denn?

„Musst du mir das antun? Was denkst du dir eigentlich dabei?“, dröhnte es wieder aus dem Nachbarhaus durch das geöffnete Fenster an Tamaras Ohr, die gerade in ihrem Zimmer auf dem Bett lag und in der aktuellen BRAVO blätterte. Genervt stand Tamara auf, schloss das Fenster und setzte sich die Kopfhörer auf, um mit ihrer Lieblingsband, den Backstreet Boys, dieses „Gekeife“, wie sie es nannte, zu übertönen.

Sie konnte es nicht mehr hören. Jeden Tag hatten sich ihre Nachbarn, der dicke Willi und seine schlanke, schon etwas angegraute Elli in der Wolle und fetzten sich solange bis entweder er oder sie das Haus mit einem lauten Zuschlagen der Haustür verließ. Um dann aber nach genau 45 Minuten, solange dauerte der Spaziergang, um das Dorf wieder vor der Tür zu stehen. An manchen Tagen ging alles gut und es herrschte Ruhe. Aber oft ging es danach wieder los und dann verließ der andere das Haus, um seine sprichwörtliche Runde zu drehen. So auch an diesem Tag. Selbst durch die Kopfhörer konnte sie hören, wie Elli die Tür hinter sich zuknallte, um entschlossen und wutentbrannt ihre Runde zu drehen. Und wie immer folgte dem Türknallen, wenn sie ging, dann der laute, fast schon kreischende Nachruf: Dann hau doch ab du Schlampe! Kannst dich ja bei deinem Liebhaber einnisten! Und wenn er ging, dann rief sie ihm hinterher: Geh zu deinem Flittchen und werde glücklich. Dann kann sie dir ja die Socken und deine beschissenen Unterhosen waschen! Von ihrem Zimmer aus konnte Tamara dann auch sehen, wie sich die anderen, ach so ehrenwerten Nachbarn hinter ihren Vorhängen versteckten, um dann am nächsten Tag mit: Weißt du schon das Neueste von den Schmitzens ..., sich den Mund mit den ebenfalls neugierigen Moralaposteln aus der Nachbarschaft den Mund fusselig zu reden. Diese Heuchler, dachte Tamara, hatte sie doch oft genug mitbekommen, wie gerade die „brave“ Elke von schräg gegen-über sich heimlich mit dem Paketzusteller abknutschte, wenn dieser mal wieder gerade dann ein Paket ablieferte, wenn Elkes Mann Bernd zur Arbeit war. Manchmal kam es vor, dass der Paketzusteller etwas länger blieb, um dann, wie Tamara, wenn sie sich ein wenig aus dem Fenster lehnte und so einen Blick auf die Dachterrasse von Elke hatte sehen konnte, wie die beiden einen schnellen Quickie schoben. Meistens jedoch blieb es bei dem flüchtigen Kuss und Elke verließ kurze Zeit später aufgedonnert das Haus, um schnell mit ihrer Familienkutsche wegzufahren und dann genau eine Stunde später, bevor die beiden Kinder aus der Schule nach Hause kamen, wieder zurückzukehren, um für sie das Essen zu kochen.

Tamara war mit ihren gerade 16 Jahren mitten in der Pubertät. Alles, was irgendwie mit Männern, Sex, Liebe und all dem Kram zu tun hatte, war ihr äußerst peinlich. Sie wollte mit all dem nichts am Hut haben. Aber egal was sie auch anstellte, überall wurde sie mit diesen peinlichen Dingen konfrontiert. Nicht nur das sie jeden Tag sich die peinlichen Spielchen der Nachbarn anschauen musste, auch fingen ihre Freundinnen damit an, sich heimlich mit Jungs zu treffen und mit diesen rumzumachen, wie sie es nannte. So richtig peinlich und schockierend wurde es aber für sie an dem Tag, als sie früher von der Schule nach Hause gekommen war, weil mal wieder der Musikunterricht ausgefallen und kein Ersatz für den jungen Musiklehrer aufzutreiben war. Da um diese Zeit meistens keiner zu Hause war, verkroch sie sich mit der neuesten BRAVO auf ihr Zimmer, um darin zu stöbern und sich die neuesten Tipps von Dr. Sommer rund um die Fragen anderer pubertierender Jungs und Mädchen durchzulesen. Schließlich spürte sie indirekt, wie sich einiges in ihrem Körper zu verändern schien und wie auch bei ihr so langsam das Interesse an Jungs auflebte.

Auch wenn sie sich das noch nicht so richtig zugestand, aber blieben noch vor Kurzem ihre Blicke mehr bei den Geschichten rund um Mädchen, Pferde und Idolen hängen, so wechselte ihr Interesse langsam und die Berichte und Anmerkungen von Dr. Sommer wurden zusehend spannender. Aber am liebsten las sie die wunderbaren und herzerwärmenden Storys um Stars und Sternchen, Prinzen und Prinzessinnen in den typischen Frauenzeitschriften, die ihre Mutter immer aus der Bäckerei, wo sie vormittags arbeitete, mitbrachte, wenn diese durch neue ersetzt wurden. Neuerdings fielen ihr diese auch beim Friseur oder beim Frauenarzt, wo sie ihre Mutter vor ein paar Wochen hingeschleppt hatte, weil sie ja jetzt doch langsam eine Frau werde, auf. Tamara fühlte sich immer so richtig wohl, wenn sie eintauchen konnte in die wundervolle, harmonische Welt dieser immer toll aussehenden und glücklich wirkenden Menschen.

Sie lag auf ihrem Bett und las fasziniert in der aktuellen BRAVO.

... es ist ganz normal, dass bei jungen Menschen im Alter von 13 bis 16 Jahren die ersten Härchen auf dem Körper zu sehen sind. Meistens beginnt es in den Achselhöhlen und im ... als plötzlich die Haustür laut zugeschlagen wurde und sie förmlich aus ihrem wichtigen Informationsbericht von Dr. Sommer riss. Neugierig und ganz leise schlich sie sich an ihre halb offenstehende Zimmertür, um nachzusehen wer da ins Haus gekommen war. Tamara konnte kaum atmen, schlug ihr Herz doch rasend vor Angst. Schließlich konnte das weder ihr Vater, der ja auf der Arbeit im Chemiewerk war, noch ihre Mutter, die vormittags in der Bäckerei arbeitete, sein. Blitzschnell kombinierte sie, dass es sich nur um einen Einbrecher handeln konnte, was ihr Herzrasen noch verstärkte. Neugierig schob sie ihren Kopf durch den Türspalt, um zu schauen ob er der Einbrecher schon die Treppe heraufkommen würde, um sich dann schnell einzuschließen und um Hilfe zu rufen. Mit Verwunderung sah sie jedoch, wie eine Frau ihren Mantel über dem Treppengeländer ablegte.

„Und du glaubst wirklich, dass wir ungestört sind?“, hörte sie eine tiefe männliche Stimme etwas ängstlich fragen. „Mach dir keine Sorgen Schatz. Hier sind wir die nächsten zwei Stunden ungestört! Gerda und Hans sind arbeiten und die kleine Tamara ist in der Schule.“

Wie vom Blitz getroffen durchfuhr Tamara die Erkenntnis, das sind Tante Bettina und Pascal Bergmann, der Vater von Luise, ihrer besten Freundin. Ihr blieb förmlich die Spucke weg. Wie peinlich ist das denn. Ihre ach so biedere Lieblingstante mit einem anderen Mann und dann noch hier bei ihr im Haus.

„Komm“, hörte sie Bettina sagen und registrierte, dass sich beide in Richtung des elterlichen Schlafzimmers bewegten.

Erst als sie hörte, dass sich die Tür des Schlafzimmers schloss, traute sich Tamara, obwohl sie höllische Angst hatte, entdeckt zu werden, ganz langsam die Treppe hinunter um dann an der Tür des Schlafzimmers zu lauschen. Tamara hielt die Luft an und presste ihr Ohr vorsichtig an die Tür. Für einen Augenblick hatte sie die Befürchtung, dass man das laute Pochen ihres Herzens durch die Tür hören könnte.

„Komm - zier dich nicht so, hier sind wir ungestört und ich will dich spüren – jetzt sofort!“, flüsterte Bettina mit einem auffordernden Unterton.

Tamara hielt die Luft an und presste ihr Ohr vorsichtig an die Tür. Für einen Augenblick hatte sie die Befürchtung, dass man das laute Pochen ihres Herzens durch die Tür hören könnte. Sie war schockiert! Da lag doch ihre Lieblingstante nackt auf dem Bett und wedelte Pascal mit ihrem Slip zu, während sie mit der anderen Hand auf die Matratze schlug und ihn aufforderte zu ihr zu kommen. Fast wäre Tamara ein lautes Lachen über die Lippen gekom-men, sah es doch so aus, als würde sie einem kleinen Hund befehlen, „sitz“ zu machen. Das Lachen jedoch blieb ihr schlagartig im Halse stecken und wandelte sich augenblicklich in pure Angst, als Pascal sich umdrehte und zur Tür kam. Oh Gott - er hat mich entdeckt fuhr es Tamara durch den Kopf. Bestimmt wird er mich jetzt umbringen. Vor lauter Angst bekam sie nicht wirklich mit wie Pascal zu Bettina sagte: „Ich schließ lieber mal ab, sicher ist sicher.“

Tamara zitterte am ganzen Körper, und erst als dieses peinliche Gestöhne an ihr Ohr drang, rappelte sie sich auf, schlich die Treppe ebenso leise wieder hinauf, wie sie auch herunter gegangen war, um sich dann in ihrem Zimmer einzuschließen. Für sie stand fest. Sie würde nie mit anderen Männern rum-machen so wie die Nachbarin und nun auch Tante Bettina. Sie würde sich den Mann „fürs Leben“ suchen und dann mit ihm 100 Jahre alt werden und mindestens drei Kinder und viele, viele Enkelkinder haben. Und wenn er jemals auf die Idee kommen würde, sie zu betrügen, dann würde sie ihm den ... abschneiden! Tamara, die sich ihre Kopfhörer übergezogen und die Musik voll aufgedreht hatte, weil sie dieses peinliche Gestöhne nicht hören wollte, hatte nicht mitbekommen, das Bettina und Pascal das Haus mittlerweile verlassen hatten. Erst als ihre Mutter an ihre Tür klopfte, wurde sie aus ihren intensiven Gedanken an die Nachbarn, ihre heuchlerische Tante Bettina und diesem Miststück von Pascal, dem Vater von Luise, erlöst. Ob Mutter darüber Bescheid wusste, was ihre Schwester hier trieb, wenn sie nicht da war? Sie würde sie zur Rede stellen, wenn sich die Gelegenheit ergäbe. Jetzt wollte sie erst einmal nichts mehr davon hören. Tamara schloss widerwillig die Tür zu ihrem Zimmer auf und ließ ihre Mutter eintreten.

Was ist denn los? Wieso bist du schon hier und warum schließt du dich ein? Und, und, und ... Tamara beantwortete all ihre Fragen wie durch einen Schleier. Sie wollte nur noch raus.

Einige Tage später

Tamara, die gerade von der Schule kam, hatte sich schon den ganzen Tag so richtig auf das leckere Mittagessen Omas „Flinsen“ gefreut. Flinsen das waren leckere Pfannkuchen mit Nutella. Sie liebte diese speziell nach dem Rezept der Oma gemachten Pfannkuchen. Umso verwunderter war sie, als nicht nur ihre Mutter am Küchentisch, sondern auch ihre Tante Bettina saßen und sich scheinbar intensiv unterhielten. Sie konnte gerade noch sehen, wie Bettina schnell versuchte, den Slip, den ihr Mutter gegeben hatte, in ihrer Handtasche zu verstauen. Auch wenn Tamara geahnt hatte, dass ihre Mutter über das Verhältnis ihrer Schwester Bescheid wusste, so war sie doch jetzt nicht nur schockiert, sondern total enttäuscht. Gerade ihre Mutter, die immer treu zur Familie stand und die für sie eine wahre Wächterin von Sitte und Moral darstellte, deckte ihre Schwester, die ihren Mann nach allen Regeln der Kunst hinterging und betrog. Aber das Schlimmste war, dass sie auch noch ihr Ehebett, wo sie Tamara gezeugt wurde, für dieses frevelhafte Treiben zur Verfügung stellte. Ohne ein Wort zu sagen, geschweige denn die beiden auch nur eines Blickes zu würdigen, schlenderte Tamara seelenruhig an ihnen vorbei in Richtung des elterlichen Schlafzimmers um dann leise dreimal an die Tür zu klopfen, aber ohne sie jedoch zu öffnen.

„Kannst dich wieder ausziehen! Mama kommt gleich auch noch zu dir!“ Dann kannst du ja mit beiden vergnügt in Papas Bett weitervögeln.

Wie aus dem Nichts schlug die flache Hand in ihr Gesicht und verursachte einen brennenden Schmerz. Ohne ein weiteres Wort zu sagen, ließ sie ihre Mutter einfach stehen, drehte sich um und verließ das Haus. Für Tamara war nun auch das letzte Bisschen Ehrfurcht vor ihrer Mutter und Tante verloren gegangen. Und obwohl ihre Mutter immer wieder versuchte, sie zu einem Gespräch zu überreden um den Sachverhalt zu klären, dauerte es Wochen, bis Tamara bereit war, sich ihre Version der Dinge anzuhören. Tante Bettina mied jeglichen Kontakt zu Tamara. War sie sich doch nicht sicher, ob diese ihr kleines Geheimnis für sich behalten würde. Die Einzigen die von der ganzen Sache nie erfuhren, waren ihr Onkel und ihr Vater. Tamara zog sich mehr und mehr zurück. Das lag nicht nur an der Enttäuschung, die sie mit ihrer Tante und auch ihrer Mutter erlebt hatte, sondern auch an ihren frühreifen Freundinnen, die scheinbar nichts anderes mehr im Kopf hatten als mit Jungs rumzumachen. Und obwohl ihre Mutter ihr beteuerte, dass sie nie mit einem anderen Mann ein Verhältnis hatte, geschweige denn ins Bett gegangen ist, blieb bei Tamara ein fader Beigeschmack haften. Für sie waren ab sofort alle mit Vorsicht zu genießen. Erst Monate später als sie ihre Periode bekam und die damit verbundenen Leiden ersten Leiden überstanden hatte, spürte auch sie des Öfteren dieses Gefühl von Verlangen. Laut der BRAVO und Dr. Sommer war sie jetzt eine Frau und geschlechtsreif. Während ihre Freundinnen schon mit den ersten Liebeserlebnissen prahlten, hielt sie sich noch zurück und konzentrierte sich ausschließlich auf das Erreichen des Abiturs.

Kapitel 2

Die erste große Liebe

Es war ein rauschendes Fest. Die Aula platzte aus allen Nähten und es herrschte ein lautes Stimmengewirr, welches die kleine Schülerband um Längen übertönte. Tamara war stolz wie Oskar. Hatte doch sie ihr Abi eine der Besten mit 1,1 geschafft. Nachdem sie ihre Urkunde erhalten hatte und der feierliche, offizielle Teil beendet war, verabschiedeten sich ihr Vater und ihre Mutter mit Tränen in den Augen. Auch Tante Bettina und ihr Mann waren anwesende und gratulierten von Herzen. Tamara mochte es noch nie im Mittelpunkt zu stehen und diese „Lobhudeleien“ über sich ergehen lassen zu müssen. Umso froher war sie nun, dass alle Familienmitglieder verschwunden und sie endlich unter ihres Gleichen waren. Es war ein Abiball, wie ihn auch schöner Hollywood nicht hätte inszenieren können. Alle sahen toll aus in ihren Anzügen und Kleidern und irgendwie wirkten sie alle anders als sonst. Reifer und eleganter und dennoch ausgelassene Teenager. Tamara hatte sich mit ihren Freundinnen abgestimmt und alle hatten sie eng anliegende Hotpants an, die durch einen weiten, langen Wickelrock verdeckt waren. Und nur wenn beim Tanz oder auf dem Hocker die Rockenden auseinander klafften, konnte man diese und die langen Beine der Mädels, die zudem noch in hochhackigen Pumps steckten, sehen. Das und auch die hauchzarten, weit aufgeknöpften Blusen taten ihr Übriges und ließen die Blicke der Jungs unruhig werden. Tamara hatte sich anfangs noch gegen die Idee der Freundinnen, sich so aufzudonnern, ausgesprochen, doch nun, nach ein paar Schlucken aus dem Sektglas, gefiel es ihr, dass sich die Jungs quasi um sie drängten und sie immer wieder zum Tanz aufforderten. Aber je später der Abend, desto aufdringlicher wurden manche Jungs und einige wollten sogar mit ihr nach draußen verschwinden um dann „rumzumachen“, wie sie es nannte. Als sie sich dann irgendwann mit dem coolen David einließ und im Foyer anfing rumzuknutschen und dieser scheinbar die Kontrolle zu verlieren schien und ihr zwischen die Beine faste, fielen ihr schlagartig die „Nachbarinnen“ und Tante Bettina ein, die nichts anderes im Sinne hatten als rumzuhuren. Nein - so wollte sie auf keinen Fall sein und auch nicht werden. Beherzt stieß sie David von sich, rückte ihren Rock zurecht und ging schnurstracks, nicht ohne noch zu hören, was für eine Schlampe sie sei, zurück in den großen Saal. Dass sie dabei David noch den berühmten Mittelfinger zeigte, sei nur am Rande erwähnt.Von Ihren Freundinnen war nichts mehr zu sehen. Scheinbar waren alle schon irgendwo in den Hecken am Rummachen. Egal - sagte sich Tamara und ging schnurstracks an die Bar, um sich noch einen letzten Caipirinha zu genehmigen, bevor sie nach Hause gehen würde. Na schönes Kind, was darfs denn sein sprach sie der gut aussehende Kellner von hinter der Theke aus an. Einen Caipirinha mit viel Calchassa bitte.

„Ist der nicht ein wenig zu stark für dich?“, fragte eine sanfte und wohlklingende Stimme von rechts hinter ihr, als sie gerade kräftig an dem Strohhalm sog. Tamara hätte sich um ein Haar verschluckt. War sie doch mit ihren Gedanken bei diesem David und das sie sich um ein Haar mit ihm eingelassen hätte. Leicht hustend drehte sie sich in Richtung der Stimme, die sie so erschrocken hatte um.

„Bern ... äh Bernhard“ kam es leise und ein wenig stotternd über ihre Lippen als sie den schlaksigen Jungen aus der Parallelklasse erkannte.

„Ja – und du bist Tamara, die Unnahbare. Stimmt’s?“

Tamara schaute Bernhard von oben bis unten an.

„Wieso Unnahbare?“

„Nun – so nennen sie Dich. Liegt wohl daran das du nicht mit jeden rummachst, so wie deine Freundinnen.“

„Ach – und jetzt willst du die Unnahbare knacken“, sagte Tamara. Und ihre Stimme klang wie eine Mischung aus Verachtung und Vorsicht!

„Nein, erwiderte Bernhard. Ich wollte nur meine Ruhe und bin deshalb an die Bar um mir noch einen Absacker zu genehmigen, bevor ich nach Hause gehe.“

Für einen kleinen Moment war Tamara wirklich überrascht. Hatte sie doch nach dem Erlebnis mit David auch jetzt mit einem plumpen Anmachversuch gerechnet. Aber dass es scheinbar nicht so war und dass dieser Bernhard eigentlich genauso zurückhaltend war wie sie, imponierte ihr mächtig. Unverhohlen taxierte sie ihn von Kopf bis Fuß. Er war ihr schon ein paar Mal über den Weg gelaufen, doch nie aufgefallen. Warum eigentlich stellte sie sich die Frage. Der sieht doch gut aus und ist auch nicht fett oder gar so ein aufgedunsener Fitnessheini. Und im Gegensatz zu manch anderem wirkte er auch viel reifer und nicht so kindisch. Irgendetwas faszinierte sie an ihm. Noch jedoch konnte sie nicht genau sagen, was es war, das sie so unruhig werden ließ. Das es etwas Tieferes war, das sollte sich erst Wochen später herausstellen. Tamara hatte sich genauso wie auch Bernhard, obwohl sie davon nichts wusste, bei dem ortsansässigen Chemieriesen auf Drängen ihres Vaters auf eine Lehrstelle als Chemielaborantin beworben. Chemielaboranten sind etwas ganz besonderes, tragen weiße Kittel und verdienen eine Stange Geld, hatte er gesagt und sie mit zum Personalbüro geschleppt, wo sie dann direkt ihre Bewerbungsunterlagen ausfüllte und dort abgab. Um die Zeit zu überbrücken und sich ein wenig Geld für ihren Führerschein zu verdienen, machte sie ein Langzeitpraktikum im örtlichen Reisebüro. Es war eine schöne Zeit. Zweimal schickte sie ihr Chef auf eine sogenannte Expedienten-Reise nach Mallorca, um sich dort umzuschauen und die vom Reiseveranstalter angeboten Hotels zu begutachten und später Kunden von der Qualität der Hotels zu berichten. Eigentlich gefiel ihr dieser Job sehr gut. Reiseverkehrskaufmann hörte sich ja auch nicht schlecht an. Zudem kam man ganz schön in der Welt herum. Aber am liebsten hätte sie die Bewerbung bei der Chemiefirma wieder rückgängig gemacht, wenn sie bloß nicht so eine Angst davor gehabt hätte, ihren Vater zu enttäuschen. Dass ihr aber der Abschied aus der Reisebranche etwas leichter fiel, lag auch daran, dass sie mitbekam, wie vier Männer aus einem benachbarten Dorf angeblich eine Skattour nach Berlin buchten um dann von dort aus heimlich für drei Tage nach Mallorca an den Ballermann zu fliegen, um die sprichwörtliche „Sau“ herauszulassen. Was für sie quasi nichts anderes hieß, als Frauen aufs Kreuz zu legen. Da waren sie plötzlich wieder, diese Schweine, die ihre Ehepartner nach Strich und Faden betrogen. Die Welt schien jetzt erst recht nur noch aus Fremdgehern und Betrügerinnen zu bestehen. Tamara war froh, jetzt endlich ihre Lehre beginnen zu können und von all dem nichts mehr hören zu müssen. Zwischenzeitlich hatte sie ihren Führerschein gemacht und auch ein erstes intimes Erlebnis mit einem gleichalterigen Fahrschüler gehabt. Ihren Traum, den Richtigen fürs ewige Leben gefunden zu haben, musste sie sich schnell wieder abschminken. Bodo so hieß ihr Auserwählter hatte sich als Zeitsoldat bei der Bundeswehr beworben und auch prompt die Zusage zu den Gebirgsjägern nach Bayern erhalten. Mit einem verschmitzten Lächeln und einen schnellen Quickie verabschiedete er sich auf nimmer wiedersehen. Für Tamara brach eine Welt zusammen. Zugegeben, er war nicht der Schönste, aber immerhin gehörte er nicht zu den Jungs, die jedem Rock hinterher glotzten.

Es war der erste Tag im Ausbildungsbetrieb für Chemielabor-anten. Obwohl es an dem frühen Morgen schon recht heiß war, zitterte Tamara vor Aufregung am ganzen Körper. Das klipp, klapp ihrer halbhohen Stöckelschuhe auf dem gefliesten Korridor machte sie noch nervöser als sie ohnehin schon war. Die Tür zum Hörsaal stand offen und eine Hinweistafel hieß die Neulinge willkommen. Vorsichtig und langsam schaute sie sich um. Alle 30 Neulinge saßen weit auseinander, über alle Sitzbänke und Reihen verteilt. Tamara hatte sich einen freien Platz am Rand einer der mittleren Reihen ausgesucht und stieg die steile Treppe hinunter, um sich den Platz zu sichern. Sie hatte das Gefühl, als würde ihr Gesicht glühen und ihr die Beine wegknicken, weil sie sich von allen beobachtet fühlte. Jetzt bloß nicht schlapp-machen sagte sie sich, um dann mit angehaltenem Atem schnell ihren Platz einzunehmen. Mit einem Seufzer ließ sie sich in ihren Sitz fallen, um tief nach Luft zu schnappen.

„Caipirinha – hilft!“, hörte sie den Mann drei leere Stühle wie durch einen Schleier neben sich sagen.

Vorsichtig drehte sie sich in Richtung der Stimme um, die ihr irgendwie bekannt vorkam, um.

„Bernhaaard“ flüsterte sie sichtlich überrascht ihn hier zu sehen.

„Tamara“, antwortete dieser und ein Lächeln huschte über sein Gesicht.

„Nein! Bitte keinen Caipirinha, ich bräuchte jetzt eher eine Wärmflasche“, antwortete sie. Schließlich hatte ihr die Mutter immer eine Wärmflasche auf den Bauch gelegt wenn sie krank oder unruhig war. Ohne ein weiteres Wort stand Bernhard auf, setzte sich direkt neben sie um ihre kleinen, eiskalten Hände in seinen großen und warmen Händen verschwinden zulassen. Schlagartig beruhigte sich Tamara und ihr Puls schien wieder auf normaler Frequenz zu schlagen. Sie spürte eine wohltuende Wärme und hätte sich am liebsten an seine Schulter angelehnt, als plötzlich die Tür zum Podium aufging und ein grauhaariger kleiner Mann in weißem Kittel den Hörsaal betrat. Wie auf Kommando richteten sich Tamara und auch Bernhard auf, um kerzengerade, fast wie Wachsfiguren bei Madam Tussaud, den lockeren Begrüßungsworten des Chemikers zu lauschen. Nach den fast zwei Stunden der gewichtigen Worte des Chemikers wurden alle in das Lehrlabor beordert, wo ihnen dann alles Weitere zur praktischen Ausbildung erläutert wurde. Dass sich Tamara und Bernhard zwei nebeneinander-liegende Arbeitsplätze aussuchten, verstand sich fast von selbst.

Die ersten Wochen waren aufregend und spannend zugleich. Alles war neu und auch musste man sich an die jeweiligen Ausbilder und Räumlichkeiten im Lehrlabor gewöhnen. Einfacher war es da mit den zugewiesenen Labor- und Arbeitsgebäuden im Werk. Während Tamara in Hauptlabor der chemischen Forschung landete, begann Bernhard in einem Anwendungsbetrieb für Pflanzenschutzprodukte. So nett die Kollegen*innen auch waren, am meisten freute sie sich auf die drei Wochentage im Lehrlabor und in der werkseigenen Berufsschule. Es waren weder die Ausbilder noch die Mitschüler, die sie auf die Tage im Ausbildungs-zentrum freuen ließen, vielmehr war es Bernhard.

In den letzten Wochen waren sie sich näher gekommen und nach und nach entstand so etwas wie Zuneigung, gar inniges Verlangen auf den jeweils anderen, bei beiden. Im Laufe der nächsten Wochen traf man sich auch regelmäßig zum Mittagessen in der Werkskantine und hier und da auch im Lord Nelson, der Kultdisco am Ort. Tamara und auch Bernhard hatten es vermieden, den jeweils anderen zu sich nach Hause einzuladen. Hatte man doch gegenüber den Eltern keinen triftigen Grund, warum man sich mit einem Jungen bzw. Mädchen auf seinem Zimmer aufhalten sollte. Erst als Bernhard meinte, dass es doch super wäre, wenn man zusammen lernen würde, wurde der erste Versuch unternommen und man traf sich bei Tamara zu Hause. Nachdem Tamaras Eltern Bernhard beschnuppert hatten, gaben sie grünes Licht und er durfte dann mit ihr auf ihr Zimmer - um zu lernen!

So vergingen noch einige Wochen und aus dem hier und da mal lernen, wurde ein regelmäßiges Treffen. Mal bei ihr, mal bei ihm. Die ständigen Störungen: „braucht ihr noch etwas?“ oder: „habe euch ein paar Butterbrote geschmiert“, wurden nach und nach weniger, um irgendwann ganz aufzuhören. So sehr sie sich auch jedes Mal auf eine „Übungsstunde“ freuten, bis auf die ständig wachsende Zuneigung war nichts zwischen beiden passiert. Das sollte sich jedoch an dem Tag ändern, als Tamaras Eltern für eine Woche in Urlaub fuhren und sie quasi „sturmfreie“ Bude hatten. Bernhard hatte am ersten Abend eine Flasche Rotwein mitgebracht und noch vor dem üblichen Lernen zwei Gläser gefüllt, die sie dann mit Genuss tranken, was übrigens das erste Mal war, das sie gemeinsam einen Rotwein tranken, ohne das jemand sie störte. Tamara drehte die Musik, die sie immer laufen ließen, damit ihre Eltern nicht unbedingt jedes Wort, das sie wechselten, mitbekommen mussten, ein wenig lauter. Ein Bett im Kornfeld ... dröhnte es aus dem alten Kofferradio auf ihrem Nachtischchen. Leicht beschwipst vom kräftigen Rotwein, ließ sich Tamara auf den dicken Flokati Teppich mitten im Raum nieder, um sich dort zu rekeln, als wäre sie auf dem „Kornfeld“, von dem Jürgen Drews gerade im Radio sang. Die oberen Knöpfe ihrer Bluse waren leicht geöffnet und gaben den Blick auf den Ansatz ihres Busens frei. Auch ihr kurzer Minirock war leicht nach oben geschoben und so konnte Bernhard bei jeder Bewegung Tamaras Höschen ein wenig aufblitzen sehen. Bernhard hatte schon lange seine Gefühle zu Tamara unterdrückt. Doch jetzt faste er allen Mut zusammen und legte sich vorsichtig neben Tamara auf den Flokati. Wie durch Zufall berührten sich ihre Hände, und als Tamara sich dann zu ihm umdrehte und mit ihrem Gesicht seinen Hals berührte, war Bernhards Schüchternheit und die Angst, sie könnte ihn abweisen wie weggeblasen und er bedeckte ihren Hals wild mit Küssen. Alles in Tamara geriet nun in Wallung und es passierte, was passieren musste. Sie liebten sich. Wild und unbeholfen, gierig nach Sex und Liebe.

Türler ve etiketler

Yaş sınırı:
0+
Hacim:
150 s. 1 illüstrasyon
ISBN:
9783742770059
Yayıncı:
Telif hakkı:
Bookwire
İndirme biçimi: