Kitabı oku: «Wenn einem der Rücken in den Rücken fällt», sayfa 2
Genetische Faktoren beschreiben erbliche und angeborene Merkmale, die zu Rückenschmerzen führen können, während sich biophysikalische Faktoren mit der Erklärung von Symptomen durch physikalische Gesetze beschäftigen. Soziale und psychologische Faktoren beschreiben den Einfluss von sozialen Ressourcen und selbstwirksamen, psychologischen Bewältigungsmechanismen, während der Begriff Komorbidität für den Zusammenhang von Rückenschmerzen und weiteren Erkrankungen steht.
Im Folgenden sollen einige ausgewählte Ursachen beziehungsweise Diagnosen von Rückenschmerzen kurz aufgezählt werden:
Muskelverspannungen zählen zu den häufigsten Ursachen für Rückenschmerzen und können durch abgestimmte Therapien sehr gut behandelt werden.
Fibromyalgie bedeutet wörtlich übersetzt „Faser-Muskel-Schmerz“ und ist ein Zusammentreffen mehrerer unterschiedlicher Beschwerden. Sie dauern in der Regel über einen längeren Zeitraum an, und das hauptsächliche Ziel von Behandlungen ist die Linderung der Beschwerden, vorwiegend durch körperliche Aktivität in Kombination mit Schulungen.
Unter dem Überbegriff Bandscheibenschäden werden unterschiedliche Beschwerden der Bandscheiben zusammengefasst. Hierbei wird zwischen einer Bandscheibenvorwölbung (Protrusio), einem Bandscheibenvorfall (Prolaps) und einer vor allem alters- und belastungsbedingten Bandscheibendegeneration (Chondrose) unterschieden.
Wirbelkörperfrakturen bezeichnen Knochenbrüche im Bereich der Wirbelsäule und können durch Traumata oder infolge geminderter Knochensubstanz (Osteoporose) auftreten.
Wirbelgleiten (Spondylolisthesis) beschreibt das Verschieben einzelner Wirbelkörper. Es kann sowohl angeboren sein als auch durch Abnutzungen oder Traumata entstehen und hat infolge der Verschiebung ganzer Wirbelkörper und der damit einhergehenden Einengung des Wirbelkanals in einigen Fällen eine Spinalkanalstenose zur Folge.
Die Spinalkanalstenose beschreibt eine Einengung des Wirbelkanals und bewirkt ausstrahlende Schmerzen in die Extremitäten, Gefühlsstörungen, Gangstörungen oder Einschränkungen der Feinmotorik.
Angeborene Verformungen der Wirbelsäule können Skoliosen, also unnatürlich seitliche Krümmungen des Rückens sowie Hyperkyphosen (Buckel) oder Hyperlordosen (Hohlkreuz) sein, welche zu vermehrten Abnutzungserscheinungen, Muskelverspannungen und somit zu Schmerzen im Rücken führen. All diesen Verformungen kann durch gezielte körperliche Aktivität und Muskelaufbau in den meisten Fällen sehr gut entgegengewirkt werden.
Das Facettensysndrom, auch Wirbelgelenkarthrose genannt, ist eine Erkrankung der Gelenke zwischen den Wirbeln seitlich der Dornfortsätze und gehört zu den degenerativen, also abnutzungsbedingten Erkrankungen. Häufig tritt es in Kombination mit weiteren degenerativen Erkrankungen der Wirbelsäule auf.
Probleme der Wirbelendplatte, auch Cauda-equina-Syndrom genannt, sind eine Kombination neurologischer Ausfallsstörungen, die aufgrund einer Quetschung der cauda equina entstehen und sich in Form von Gefühlsstörungen, motorischen Ausfällen und ausstrahlenden Schmerzen sowie in schwereren Fällen durch Inkontinenz und Impotenz bemerkbar machen.
Axiale Spondyloarthritis ist ein Sammelbegriff für eine Reihe an chronischen Autoimmunerkrankungen, die sich in Form von Entzündungen äußern.
Komorbidität
RISIKOFAKTOREN FÜR RÜCKENSCHMERZEN
DAS BIO-PSYCHO-SOZIALE MODELL
Aufgrund vieler unterschiedlicher Einflussfaktoren aus dem biologischen, psychologischen und sozialen Bereich, die sowohl positive als auch negative Auswirkungen auf Schmerzen haben können, ist ein umfassendes bio-psycho-soziales Modell zur Erklärung und Behandlung von Rücken- und Nackenschmerzen wichtig. Die moderne Medizin geht davon aus, dass die meisten Krankheiten nicht durch einen einzigen Auslöser, sondern meistens durch ein unterschiedliches Ausmaß an biologischen, psychologischen und sozialen Faktoren entstehen und dass andererseits bestehende Krankheiten unterschiedliche körperliche, seelische und gesellschaftliche Folgen nach sich ziehen. Diese moderne Sichtweise legt die Vermutung nahe, dass zur Behandlung von vielen Krankheiten und Beschwerden, darunter auch Nacken- und Rückenschmerzen, eine multiprofessionelle Behandlung zu empfehlen ist, in der umfassend auf biologische, psychologische, soziale und gesellschaftliche Faktoren eingegangen wird.
Krankheit und Gesundheit sind im bio-psycho-sozialen Modell nicht als ein Zustand zu verstehen, sondern als Endpunkte auf einem ständig veränderbaren, dynamischen Kontinuum. Schmerzfreiheit ist also ein anzustrebendes Ziel, das allerdings keinesfalls dauerhaft ist, sondern für dessen Erreichen und Beibehalten täglich etwas getan werden muss.
Durch biologische Voraussetzungen kann die Entstehung von Rückenschmerzen begünstigt werden. Die Kombination von speziellen Lebensereignissen und einem belastenden sozialen oder emotionalen Umfeld führt zum Empfinden von Überlastung, und körperliche Beschwerden wie Muskelverspannungen entstehen. Besonders Nackenschmerzen und Kopfschmerzen werden häufig durch Überforderung und Stress ausgelöst. Durch diese Schmerzen kommt es zu einer Einschränkung der körperlichen Funktionsfähigkeit und infolgedessen zu Müdigkeit und körperlicher sowie emotionaler Erschöpfung, welche wiederum zu Schonung, sozialem Rückzug und in einigen Fällen zu Depressionen und negativen Gefühlen führen. Durch diesen Rückzug aus dem gewohnten Alltag wird die Schmerzsymptomatik zusätzlich verstärkt, und Betroffene machen sich große Sorgen um ihre Gesundheit. Sie empfinden eine starke innere Unruhe und Niedergeschlagenheit. Infolgedessen kommt es wieder zu Überforderungen im alltäglichen Leben und zu Stress, und der Teufelskreis verstärkt sich kontinuierlich, bis Nacken- und Rückenschmerzen chronisch werden.
Daher ist es wichtig, in allen genannten Bereichen rechtzeitig Verbesserungen anzustreben und sowohl im biologischen als auch im psychischen, sozialen und gesellschaftlichen Bereich entsprechende Therapieangebote wahrzunehmen.
Die folgende Abbildung soll diesen Schmerzkreislauf bildlich veranschaulichen.

RESSOURCEN DER GESUNDHEITSFÖRDERUNG
PRÄVENTION
Unter Prävention versteht man vorbeugende Maßnahmen zur Bekämpfung von Krankheiten und Beschwerden. Es wird zwischen primärer, sekundärer und tertiärer Prävention unterschieden, wobei die Grenzen nicht streng gesetzt sind und sich die Bereiche teilweise überschneiden.
Primäre Prävention hat zum Ziel, das Auftreten einer Krankheit zu vermeiden und somit Rücken- und Nackenschmerzen entgegenzuwirken, bevor sie sich bemerkbar machen.
Sekundäre Prävention beschäftigt sich mit einem möglichst frühzeitigen Erkennen und Diagnostizieren von Beschwerden, um einen schnellstmöglichen und wirkungsvollen Behandlungsbeginn zu garantieren. Sie hat das Ziel, negative Folgen, die durch einen zu späten Behandlungsbeginn auftreten, zu reduzieren.
Tertiäre Prävention beschäftigt sich damit, ein erneutes Auftreten von Schmerzen sowie Rückfälle und Chronifizierungen von Nacken- und Rückenschmerzen zu vermeiden.
Das gemeinsame Ziel aller präventiven Maßnahmen zur Gesundheitsförderung ist die Vermeidung von Krankheiten, Beschwerden und Einschränkungen sowie deren Folgen als auch eine damit verbundene Steigerung von Zufriedenheit, Wohlbefinden und Lebensqualität. Die folgenden Kapitel beschäftigen sich ausschließlich mit Verhaltensprävention, also mit jenen präventiven Maßnahmen, die Betroffene selbst ergreifen können.
Richtlinien für präventive Maßnahmen richten ihren Fokus auf körperliche, psychosoziale und komplementärmedizinische Verfahren und weniger auf Operationen und Medikamente. Die größte präventive Wirkung zur Vorbeugung und Bekämpfung von Rückenschmerzen wird derzeit in einer Kombination aus körperlicher Aktivität und Wissensvermittlung vermutet.
Ergonomie zur Gesundheitsförderung
Schäden an der Wirbelsäule entstehen vor allem durch einseitige, monotone und übermäßige Belastungen, welche zu Schmerzen und Bewegungseinschränkungen führen. Daher ist es wichtig, auf einen abwechslungsreichen Bewegungsalltag zu achten, um den Rücken gesund zu halten.
Beim richtigen Stehen sollten Kopf, Schulter, Hüfte und Knie bei seitlicher Betrachtung eine senkrechte Linie ergeben und beide Beine gleichmäßig belastet werden. Nur so kann die Wirbelsäule ihre natürliche, gesunde Position erhalten. Die Knie sind minimal gebeugt, Bauch und Gesäß leicht angespannt, sodass das Becken in einer guten Ausgangsposition ist, und kein Hohlkreuz oder Rundrücken entsteht. Der Brustkorb ist aufgerichtet, die Schultern sind leicht zurückgezogen und der Nacken bleibt gerade, sodass der Kopf nicht nach vorne geschoben wird.
Die folgenden Abbildungen veranschaulichen die richtige Position im Stehen.

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