Kitabı oku: «EE-Methode»
Tony Gaschler
EE-METHODE
Die systematische Beseitigung von Schüchternheit, Lampenfieber, Erröten, Minderwertigkeitskomplexe, Angstzustände wie Prüfungsangst oder Redeangst und anderen seelischen Hemmungen.
www.verlag4you.de
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2. Auflage (EBOOK) aus 3. Auflage (PRINT)
ISBN 978-3-936612-68-4 (EBOOK)
ISBN 978-3-936612-12-7(PRINT)
Textformatierung und Umschlaggestaltung: verlag4you
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INHALTSÜBERSICHT
EINFÜHRUNG
Vorwort
Das Prinzip des Lebens
Leben bedeutet Anteilnahme am Leben der Gesellschaft
Hemmungen sind immer Entfaltungshemmungen
Das Wesen seelischer und sozialer Hemmungen
Die Ursache seelischer und sozialer Hemmungen
Das JETZT entscheidet über Ihre Zukunft
Wir begleiten Sie mit unserem Support
1. STUFE
Das Ziel dieser Methode
Die vorschriftsmäßige Durchführung dieser Methode
Die merkwürdigen Wirkungen des Wollens auf Hemmungen
Unsere erste Stufe: EMOTIONALE AUTOSUGGESTION
Download der Hilfsmittel
Erlebte Autosuggestion
Die Durchführung des Pendelversuches
Die Erklärung des Pendelversuches
Vertonte Übungsbeispiele zum Thema „Emotionale Auto-Suggestion“
Die erste emotionale Autosuggestions-Übung
Übungsplan der ersten Woche
2. STUFE
Die Wirkung der emotionalen Autosuggestions-Übung
Autosuggestions-Übungen sind Tatsachen im Körpergeschehen
Die Beseitigung der einzigen Schwierigkeit beim Üben
Das Abschalten hemmungsverstärkender Faktoren
Die Hilfsübung der Momentabschaltung
Die zweite emotionale Autosuggestions-Übung
Das emotionale Sprechdenken
Übungsplan der zweiten Woche
3. STUFE
Jeder Mensch hat ein Recht auf Selbstentfaltung
Ersatzentfaltung als Folge von Hemmungen
Warum nicht eigentlich auch ICH
Die dritte emotionale Autosuggestions-Übung
Einzelheiten zur Durchführung der Spiegelübung
Die Hilfsübung des positiv-emotionalisierenden Denkens
Die Durchführung des positiv-emotionalisierenden Denkens
Die Macht des positiven Denkens
Übungsplan der dritten Woche
4. STUFE
Die Rolle der Emotionen bei der Enthemmung
Die emotionale Funktion des Errötens
Das Wesen der emotionalen Enthemmung
Der Unterschied zwischen gehemmten und freien Menschen
Der gehemmte Mensch
Der freie Mensch
Die Fähigkeit, sich frei zu unterhalten
Die verschiedenen Ausdrucksmöglichkeiten
Einfühl-Übung in das emotionale Sprechen
Beginn der Übungsarbeit in der Praxis des Alltags
Die vierte emotionale Autosuggestions-Übung
Übungsplan der vierten Woche
5. STUFE
Selbstbeherrschung oder automatische Selbstkontrolle
Das Hauptausdrucksmittel für Emotionen
Praktische Lern- und Beobachtungsmöglichkeiten
Das Sprechen mit dem Gesicht
Einfühl-Übung zum Sprechen mit dem Gesicht
Die fünfte emotionale Autosuggestions-Übung
Übungsplan der fünften Woche
6. STUFE
Phantasie und Tagträume als Hemmungsursache
Der Gesamtausdruck als lebendiges Geschehen
Das Sprechen mit dem Körper
Der befreiende lebendige Gesamtausdruck
Einfühl-Übung zum Sprechen mit dem Körper
Emotionale Anpassungsfähigkeit
EMOTIONEN UND EXMOTIONEN
STANDARD-EXMOTIONS-ÜBUNGEN
Übungsplan der sechsten Woche
7. STUFE
Unser neues Übungsgelände: der Alltag
Alle Emotionen lebendig ausdrücken
Alle Emotionen spontan ausdrücken
Alle Emotionen wahrhaftig ausdrücken
Die praktische Übungsarbeit innerhalb des Alltags
Fehlerkorrektur als Grundlage der Anpassung
Übungsplan der siebenten Woche
8. STUFE
Die natürliche Aufgabe der Emotion
Die emotionale Freiheit beginnt bei kleinen Dingen
Die emotionale Freiheit in entscheidenden Situationen
Der freie Ausdruck richtungweisender Emotionen
Der freie Ausdruck von Zuneigung und Lust
Der freie Ausdruck von Abneigung und Unlust
Der freie Ausdruck von Missmut und Ärger
Der freie Ausdruck von Freude und Glück
Der freie Ausdruck verschiedener Emotionen
Der unmittelbare Ausdruck aller Emotionen
Die praktische Erprobung im Alltag
Übungsplan der achten Woche
9. STUFE
Der Mensch ist ein soziales Wesen
Die Mehrzweck-Übung der neunten Übungswoche
Das Streben nach einer gleichberechtigten Hauptrolle
Die Technik des sozialen Kontaktens
Eine ganz nüchterne Rechnung
Wie man Verlegenheitsmomente ausschaltet
Übungsplan der neunten Woche
10. STUFE
Die systematische Beseitigung von Resthemmungen
Die Wiederholungsmethode
Die Angstausschaltung durch bewusstes Wollen
Die Hemmungsausschaltung durch bewusstes Wollen
Erfahrungsmangel als Hemmungsgefühl
Das freie und unbefangene Auftreten in Gesellschaft
Die innere Wandlung zum neuen Menschen
Die Grenzen der Emotionalen Enthemmungsmethode
Übungsplan der zehnten Woche
WEITERE TITELVORSCHLÄGE
VORWORT
Das Hemmungsproblem ist ein soziales Existenzproblem. Die Tatsache, ob ein Mensch an seelischen und sozialen Hemmungen leidet oder ob er frei und selbstsicher auftreten und sprechen kann, entscheidet darüber, wieweit er sich innerhalb der menschlichen Gesellschaft entfalten und wieweit er am Leben und am Wohlstand der Gesellschaft Anteil nehmen kann. Es ist ja eine altbekannte Tatsache, dass sich gehemmte Menschen nicht oder nur sehr mangelhaft entfalten können. Dass gehemmte Menschen nicht in der Lage sind, die berufliche und soziale Stellung einzunehmen, die sie infolge ihrer Kenntnisse, Fähigkeiten und Leistungen verdient hätten und die ihnen angemessen wäre. Und es ist auch eine altbekannte Tatsache, dass gehemmte Menschen leiden, unzufrieden und unglücklich am Rande der Gesellschaft isoliert dahinleben, wo doch auch ihnen von Natur aus die aktive Anteilnahme am Leben der Gesellschaft zustehen würde. Von der Lösung des Hemmungsproblems hängt es daher ab, wie Ihre persönliche soziale Existenz in Zukunft aussieht, wie Sie selbst sich in Zukunft entfalten können und ob Sie die gewünschte soziale Stellung in Zukunft einnehmen werden. Und von der Lösung des Hemmungsproblems hängt es ebenfalls ab, wieweit Sie sich in Zukunft dem Idealbild eines zufriedenen, erfolgreichen und glücklichen Menschen nähern können.
Die vorliegende Emotionale Enthemmungsmethode (EE-Methode) hat die Aufgabe, Ihnen die persönliche Lösung des Hemmungsproblems zu ermöglichen. Sie bringt Ihnen eine Reihe hochwirksamer und erfolgssicherer Übungen, die bei vorschriftsmäßiger Durchführung dazu führen, dass negative seelische und soziale Hemmungen restlos verschwinden und sich an deren Stelle positive und entfaltungsfördernde Eigenschaften und Fähigkeiten einstellen wie: Selbstvertrauen, sicheres Auftreten, Ausdrucksfreiheit, Selbstsicherheit und neuer Lebensmut. Und damit gibt Ihnen diese Methode die praktische Möglichkeit, ein neuer, ein freier und selbstsicherer Mensch zu werden und ein neues, ein besseres, ein erfolgreicheres und auch ein durchaus zufriedeneres und glücklicheres Leben einzuleiten. Dass die Emotionale Enthemmungsmethode dies auch tatsächlich kann, beweisen ihre bisherigen Erfolge. In den ersten drei Jahren ihres Bestehens erhielten wir über 4000 ( viertausend ! ) Erfolgsberichte von solchen Personen, welche die Methode bereits angewandt hatten. Und das will etwas bedeuten! Diese Erfolgsberichte stammen von Personen aus allen Bevölkerungskreisen, angefangen vom Hilfsarbeiter mit nur mangelhafter Volksschulbildung bis hin zum Juristen und Hochschullehrer mit abgeschlossener Hochschulbildung. Aber auch viele Personen des weiblichen Geschlechts konnten mit dieser Methode einen vollen Erfolg erzielen, angefangen von jungen Verkäuferinnen bis hin zur erfahrenen Chefsekretärin. In vielen dieser Erfolgsberichte wurde bestätigt, dass nicht nur die früheren Hemmungen verschwanden, sondern dass sich darüber hinaus ein völlig neues Lebens- und Glücksgefühl einstellte.
Die so gewonnenen Erfahrungen zeigten uns klar und eindeutig, dass tatsächlich in jedem Falle ein voller Erfolg erzielt werden kann, wo die vorgeschriebenen Übungen richtig und täglich durchgeführt werden. Dass die Übungen auch tatsächlich leicht durchführbar sind und dass ihre Durchführung sogar Spaß macht, wurde in vielen Erfolgsberichten ausdrücklich erwähnt.
Wenn Sie nun zielbewusst und fest entschlossen an die Methode herangehen und sie dann vorschriftsmäßig durchführen, dann vergehen nur noch wenige Wochen, bis auch Sie das erstrebte Ziel erreicht haben und der volle Erfolg eingetreten ist. Und diesen vollen Erfolg, den bisher so viele erreicht haben, wünschen wir auch Ihnen von ganzem Herzen !
| Tony Gaschler(Urheber) |
Das Prinzip des Lebens
Wenn wir ganz sachlich, unvoreingenommen und ohne Vorurteile die Lebensäußerungen des Menschen beobachten, dann werden wir immer wieder feststellen, dass sein Denken und Fühlen, sein Wollen und Streben und auch sein Tun und Handeln in eine einzige Richtung weisen. In die Richtung auf:
GLÜCKSERLEBEN UND SELBSTENTFALTUNG !
Jeder gesunde und normale Mensch strebt nach Glückserleben und Selbstentfaltung. Dieses Grundstreben des Menschen ist der lebendige Ausdruck des in ihm wirksamen Prinzips des Lebens. Jedes aus dem Menschen selber kommende Denken, Fühlen, Wollen, Streben und Handeln zielt darauf hin, Glück zu erleben und sich selber innerhalb der natürlichen Gegebenheiten und innerhalb der menschlichen Gesellschaft optimal (bestmöglich) zu entfalten. Glückserleben und Selbstentfaltung der menschlichen Gesellschaft sind der eigentliche, verstandesmäßig wie auch gefühlsmäßig erfassbare Sinn des Lebens.
Nun gibt es allerdings die verschiedensten Vorurteile gegen diese Einstellung zum Leben. Besonders solche religiöser Art. Aber alle diese Vorurteile werden unwirksam, wenn wir den Menschen ganz natürlich und vom Standpunkt der modernen psycho-somatischen Medizin aus betrachten. Dazu einige Tatsachen:
Glückserleben ist der natürliche und normale Bewusstseinszustand des Menschen. Sein Nervensystem ist auf Glückserleben eingestellt. Es funktioniert in der Tat nur dann einwandfrei, normal und harmonisch, wenn der Mensch glücklich ist. Die inneren Organe des Menschen funktionieren nur dann einwandfrei, wenn sich der Mensch glücklich fühlt. Das gesamte Drüsensystem des Menschen arbeitet nur dann normal und einwandfrei, wenn sich der Mensch glücklich fühlt. Der Körper ist nur dann voll widerstandsfähig gegen Krankheiten (auch gegen ansteckende Krankheiten !), wenn sich der Mensch glücklich fühlt. Die Sinnesorgane arbeiten nur dann am besten, wenn sich der Mensch glücklich fühlt. Die geistige und körperliche Leistungsfähigkeit ist nur dann vollständig und bestmöglich verfügbar, wenn sich der Mensch glücklich fühlt. So funktioniert der ganze Mensch mit seinem Körper, mit seinen seelischen Funktionen und seinen geistigen Fähigkeiten NUR dann optimal (bestmöglich), wenn er sich glücklich fühlt. Das sind Tatsachen! Und diese Tatsachen geben zu denken.
Eine echte Glückserfahrung ist aber immer nur dann möglich, wenn sich der betreffende Mensch innerhalb seiner Umgebung und innerhalb seiner Mitmenschen (also innerhalb der menschlichen Gesellschaft) bestmöglich entfalten kann. Und hier kommen wir zum Thema dieser vorliegenden Methode. Denn gerade die seelischen und sozialen Hemmungen sind es, die eine echte und freie Selbstentfaltung und damit eine echte Glückserfahrung dauernd verhindern, verzögern und unmöglich machen. Bevor sich daher der normale und natürliche Bewusstseinszustand des Menschen von selber einstellen kann, müssen die vielen seelischen und sozialen Entfaltungshemmungen beseitigt und durch Selbstvertrauen, sicheres Auftreten, Ausdrucksfreiheit und Selbstsicherheit ersetzt werden. Und dies ist die Hauptaufgabe der vorliegenden Methode.
Leben bedeutet Anteilnahme am Leben der Gesellschaft
Der Mensch ist ein Gemeinschaftswesen. Eine echte Selbstentfaltung kann der Einzelne nur innerhalb der menschlichen Gesellschaft verwirklichen. Auch eine echte Glückserfahrung bedarf immer der Mitwirkung anderer Menschen. Zieht sich der Einzelne von der Gesellschaft zurück und verkriecht er sich in den Panzer seines eigenen kleinen Ichs, dann kann er weder eine echte Glückserfahrung erleben noch ist er überhaupt in der Lage, sich tatsächlich optimal zu entfalten.
Negative seelische und soziale Hemmungen isolieren den Menschen von der menschlichen Gemeinschaft. Sie verhindern die aktive und volle Anteilnahme am Leben der Gesellschaft. Negative seelische und soziale Hemmungen sind daher der eigentliche Hauptfeind jeder echten Glückserfahrung und jeder tatsächlichen Selbstentfaltung. Um einen gehemmten Menschen wieder voll entfaltungsfähig zu machen bedarf es der Beseitigung negativer seelischer und sozialer Hemmungen. Und das geschieht innerhalb der vorliegenden Methode. Diese ist daher nicht nur eine Enthemmungsmethode, sondern zugleich eine Entfaltungsmethode.
Das in jedem Menschen wirkende Lebensprinzip ist:
DAS STREBEN NACH GLÜCKSERLEBEN UND SELBST-ENTFALTUNG INNERHALB DER MENSCHLICHEN GEMEINSCHAFT UND GESELLSCHAFT !
Glückserleben ist der natürliche und normale Bewusstseinszustand des Menschen. Glückserleben ist aber nur dann und nur dort möglich, wo sich der Einzelne innerhalb der Gesellschaft optimal entfalten kann. Und eine optimale Selbstentfaltung ist nur dann möglich, wenn der Einzelne frei und ungehemmt am Leben der Gemeinschaft und Gesellschaft Anteil nehmen kann. Mit anderen Worten: Glückserleben und Selbstentfaltung sind nur dann möglich, wenn negative seelische und soziale Hemmungen beseitigt sind und an ihrer Stelle positive und entfaltungsfördernde Eigenschaften erworben werden wie Selbstvertrauen, sicheres Auftreten, Ausdrucksfreiheit und Selbstsicherheit.
Hemmungen sind immer Entfaltungshemmungen
Seelische und soziale Hemmungen negativer Art sind immer Entfaltungshemmungen. Sie verhindern die Selbstentfaltung innerhalb der menschlichen Gesellschaft und verhindern somit, dass sich der natürliche und normale Bewusstseinszustand des Menschen - das Glückserleben - einstellen kann. Solche negativen Entfaltungshemmungen sind: Unsicherheit in Gesellschaft, Sprechangst, Erröten, Angst vor Vorgesetzten, Befangenheit vor Personen des anderen Geschlechts, Minderwertigkeitsgefühle, Menschenscheu, falsche Scham- und Schuldgefühle, Mangel an Courage, Schüchternheit, sozialer Kontaktmangel, Ausdrucksgehemmtheit und Ausdrucksunsicherheit, Angstgefühle vor ganz bestimmen Personen und Personenkreisen, Angstgefühle vor ganz bestimmen Situationen, Unfähigkeit, anderen Menschen frei in die Augen zu sehen, Mangel an Gelassenheit, Examensangst, Scheu vor Menschenansammlungen und überfüllten Räumen, Furcht vor Ämtern und Amtspersonen, Verlegenheitsgefühle, Beklommenheitsgefühle, Angstschweiß in bestimmen Situationen und vor bestimmten Personen, Angst und Scheu vor Unterhaltungen und Gesprächen, Angst vor dem freien Ausdruck der eigenen Meinung, Mangel an Durchsetzungsfähigkeit, Mangel an Entschlussfähigkeit, leichte Beeinflussbarkeit (sog. Willensschwäche), Überempfindlichkeit gegenüber Gemütsbewegungen usw.
Alle diese Hemmungen und Hemmungserscheinungen sind Entfaltungshemmungen. Sie müssen beseitigt werden und durch ein freies, ungehemmtes und selbstsicheres Auftreten und Sprechen ersetzt werden. Nur dann wird Ihnen eine tatsächlich optimale Selbstentfaltung innerhalb der Gesellschaft möglich. Nur dann können Sie wieder voll und ganz am Leben der Gemeinschaft Anteil nehmen. Und nur dann werden Sie wieder ein freier und glücklicher Mensch.
Das Wesen seelischer und sozialer Hemmungen
Seelische und soziale Hemmungen sind keine Krankheiten. Sie sind lediglich unzweckmäßige und entfaltungshemmende Verhaltensgewohnheiten. Gehemmte Personen reagieren ihrer Umgebung und ihren Mitmenschen gegenüber ganz gewohnheitsmäßig (unterbewusst-automatisch) mit Hemmungen und Hemmungserscheinungen. Wissenschaftlich ausgedrückt: seelische und soziale Hemmungen sind unzweckmäßige und entfaltungshemmende REAKTIONS-SYSTEME, die UNTERBEWUSST-AUTOMATISCH ablaufen. Der Mensch reagiert seiner Umgebung und seinen Mitmenschen gegenüber so, wie er es in seiner Kindheit und Jugend ERLERNT hat. Der Gehemmte reagiert mit Hemmungserscheinungen.
Der freie Mensch reagiert mit freiem Verhalten. Hemmende Reaktions-Systeme können auch noch beim erwachsenen Menschen durch systematische Übungen in freie und selbstsichere Reaktions-Systeme umgewandelt werden. Systematisches Üben bedeutet: NEU LERNEN !
Damit aber dieses Neulernen positiver und entfaltungsfördernde Reaktions-Systeme (Verhaltensgewohnheiten) nicht zu lange dauert, wenden wir innerhalb dieser Methode besonders hochwirksame Übungen an. Übungen, die bereits innerhalb weniger Tage ganz deutliche Nachwirkungen zeigen und die innerhalb weniger Wochen dazu führen, dass sich ein ganz neues, ein freies und selbstsicheres Verhalten einstellt. So werden schon in kurzer Zeit aus negativen und entfaltungshemmenden Reaktions-Systemen neue, positive und entfaltungsfördernde Reaktions-Systeme. Und diese neuen Reaktions-Systeme lassen dann Ihr gesamtes Verhalten ganz UNTERBEWUSST-AUTOMATISCH frei und selbstsicher ablaufen. Die früheren Hemmungen und Hemmungserscheinungen verschwinden dabei ganz von selber.
Dabei geht es aber nicht etwa darum, dass Sie ein freies und selbstsicheres Verhalten, Auftreten und Sprechen bewusst erleben, um es dann dauernd bewusst und mit bewussten Anstrengungen anzuwenden. Nein! Das wäre zu umständlich und auch zu anstrengend.
Die in der vorliegenden Methode zur Anwendung kommenden Übungen bewirken schon in kurzer Zeit, dass das freie und selbstsichere Auftreten ganz von selber abläuft, nämlich gewohnheitsmäßig, oder wie wir dazu sagen: GANZ UNTERBEWUSST-AUTOMATISCH. Und gerade diese Tatsache macht die Anwendung der Methode so bequem. Sie bemerken nämlich mit zunehmender Durchführung der vorgeschriebenen Übungen immer mehr und immer deutlicher, wie Ihre früheren Hemmungen schwächer werden, wie diese immer seltener auftreten und wie sie schließlich ganz verschwinden. Und gleichzeitig steigern sich Ihre positiven Eigenschaften und Fähigkeiten. Ihr Selbstvertrauen nimmt zu, Ihre Selbstsicherheit steigert sich, Sie werden ausdrucksfreier und ausdrucksgewandter und auch Ihre Courage ( Mut und Schneid ) und Ihre soziale Kontaktfähigkeit nehmen ständig zu, bis das Ziel der Methode voll und ganz erreicht ist. Das ist die Wirkungsweise der Emotionalen Enthemmungsmethode. Die ersten deutlichen Wirkungen zeigen sich dabei meist schon nach den allerersten Übungstagen. Diese Wirkungen nehmen dann mit zunehmenden Übungen ständig zu, bis schließlich nach 6 bis 10 Übungswochen der volle Erfolg eingetreten ist. Je nach Art und Schweregrad der vorhandenen Hemmungen und Hemmungserscheinungen tritt der volle Enderfolg früher oder später ein. Dabei hat die Erfahrung bewiesen, dass der volle Enderfolg bei schweren Hemmungen meist früher eintritt als bei leichteren Hemmungen. Das kommt daher, weil schwer gehemmte Personen die vorgeschriebenen Übungen intensiver und regelmäßiger durchführen als solche Personen, die weniger stark unter Hemmungen zu leiden haben und daher bei der Durchführung der Übungen nachlässiger und "schlampiger" vorgehen.
Die Ursachen seelischer und sozialer Hemmungen
Die eigentlichen Ursachen seelischer und sozialer Hemmungen liegen in der frühen Kindheit und Jugend. Nur in Einzelfällen werden Hemmungen noch in der Zeit des Erwachsenseins verursacht. Die Hauptursache der Gehemmtheit und der vielfältigen Hemmungserscheinungen ist die in der Kindheit und Jugend erworbene Gewohnheit des ZURÜCKHALTENS VON EMOTIONEN. Dadurch kommt es zu starken Emotions-Stauungen im Gehirn, die laufend unterbewusst-automatisch Hemmungserscheinungen der verschiedensten Art auslösen. Um aber das ganz klar zu verstehen müssen wir zunächst einmal den Grundbegriff dieser Methode näher kennen und verstehen lernen, den Grundbegriff: EMOTION.
Im “Duden", dem Buch der deutschen Rechtschreibung, steht: Emotion (Gemütsbewegung; Aufregung) / emotional (auf das Gefühl bezogen, dem Gefühl zugehörig; gefühlsmäßig ). Und damit ist das Wesentliche unseres Grundbegriffes bereits klar gesagt: EMOTION = GEMÜTSBEWEGUNG. Da vom genauen Verstehen und Begreifen dieses Grundbegriffes aber der ganze Erfolg dieser Methode abhängt, wollen wir noch etwas weitergehen und diesen Grundbegriff noch deutlicher und ausführlicher darstellen. Teilen wir dazu das Wort EMOTION in seine zwei Teilbegriffe auf: E - MOTION. Dabei bedeutet: E = innerlich und MOTION = Bewegung. So gedeutet ist eine Emotion eine innerliche Bewegung, eine Gemütsbewegung. Verwandte Begriffe sind: Motiv = Beweggrund, Motilität = Beweglichkeit, Motor = Beweger, Motorik = Bewegungslehre. Eine EMOTION ist etwas, was den Menschen innerlich bewegt. Eine Gemütsbewegung, ein bewegendes Gefühl, eine bewegende Aufregung, eine bewegende Anregung, eine bewegende Erregung, eine innerlich bewegende, bildhafte Vorstellung, das alles können wir mit dem Grundbegriff: EMOTION bezeichnen. So ist alles, was uns innerlich gemütsmäßig und gefühlsmäßig irgendwie bewegt und erregt, eine EMOTION. Aus dieser Sicht wollen wir nun einige alltägliche Redensarten deuten, damit Ihnen dieser Grundbegriff: EMOTION auch tatsächlich ganz klar verständlich und begreifbar wird.
Vergleichen Sie folgende Deutungen:
„Ich war innerlich bewegt“
„Ich war emotionalisiert“
„Die Ansprache rührte mich“
„Die Ansprache rief in mir Emotionen wach“
„Er sprach mit bewegter Stimme“
„Er sprach emotionalisierend“
„Er drückte sich sehr gefühlvoll aus“
„Er drückte sich emotional aus“
„Die Nachricht erschütterte ihn und bewegte ihn heftig“
„Die Nachricht ließ ihn lebhafte Emotionen erleben“
„Er war aufgeregt“
„Er war emotionalisiert“
„Er war freudig erregt“
„Er erlebte die Emotion der Freude“
„Die Rede rief bei allen Zuhörern eine tiefe Bewegtheit hervor“
„Die Rede rief bei den Zuhörern starke Emotionen hervor“
Vor Erregung konnte er nichts erwidern“
„Starke Emotionen hemmten seine Sprache“
„Vor Schreck war er bewegungslos“
„Die Emotion des Schrecks lähmte seine Glieder“
„Vor Freude begann er zu tanzen“
„Die Emotion der Freude machte ihn tanzend“
„Er wurde vor Zorn rot im Gesicht“
„Die Emotion des Zornes ließ in rot anlaufen“
“Vor Wut bebte sein Körper“
„Die Emotion der Wut ließ seinen Körper beben“
„Die neue Hoffnung ließ ihn befreit aufatmen“
„Die Emotion der Hoffnung ließ ihn befreit aufatmen“
Sicher ist Ihnen nun schon weitgehend klar, was Emotionen sind. Emotionen sind solche Bewusstseinsinhalte, die den Menschen innerlich bewegen, rühren, erregen, aufregen, anregen oder sonst wie innerlich ergreifen. Es gibt viele verschiedene Emotionen. Hier eine Aufzählung der häufigsten Emotionen:
Andacht, Angst, Ärger, Abneigung, Besorgnis, Bewunderung, Befriedigtsein, Begeisterung, Befangenheit, Demut, Dankgefühl, Ehrfurcht, Enttäuschung, Ekel, Entfaltungsgefühl, Freude, Freiheitsgefühl, Fröhlichkeit, Glücksgefühl, Geringschätzung, Gram, Hass, Hemmungsgefühl, Heldenverehrung, Hoffnung, Hoffnungslosigkeit, Huldigung, Kummer, Liebe, Lust, Lebhaftigkeit, Mitleid, Mut, Neugier, Opferbereitschaft, Panik, Reue, Rachegefühl, Scham, Schauder, Scheu, Schmeichelei, Schreck, Schüchternheit, Schuldgefühl, Stolz, Tollkühnheit, Triumphgefühl, Unlust, Unsicherheit, Unterlegenheitsgefühl, Überlegenheitsgefühl, Verachtung, Verdruss, Verehrung, Verlegenheit, Verzweiflung, Vorwurf, Wohlgefühl, Wollust, Wut, Zartgefühl, Zorn, Zufriedenheit, Zuneigung usw.
Es gibt Emotionen, die als angenehm und solche, die als unangenehm empfunden werden. Freude, Liebe und Hoffnung z. B. werden als angenehm erlebt. Diese Aufzählung der verschiedensten Emotionen, verbunden mit der vorausgegangenen Begriffserklärung, wird Ihnen sicher genügen, um klar und eindeutig zu verstehen, was Emotionen sind. Und somit können wir mit der Beschreibung der Ursachen seelischer und sozialer Hemmungen fortfahren.
Die eigentliche Grundursache der meisten Hemmungen und Hemmungserscheinungen ist das gewohnheitsmäßige ZURÜCKHALTEN VON EMOTIONEN, das NICHTAUSDRÜCKEN VON EMOTIONEN. Und dadurch entstehen sog. EMOTIONS-STAUUNGEN. Jede Emotion hat von Natur aus das Bestreben in sich, sich irgendwie auszudrücken. Durch die Sprache, durch die Betonung, durch einen lebhaften Gesichtsausdruck, durch Gesten oder durch sonst einen tatsächlichen, KÖRPERLICHEN AUSDRUCK. Sobald eine Emotion bewusst wird, entsteht im Gehirn ein entsprechender elektrischer Ausdrucksimpuls. Dieser elektrische Ausdrucksimpuls ist dazu bestimmt, den körperlichen Ausdruck der betreffenden Emotion auszulösen. Wird die Emotion irgendwie ausgedrückt, dann verschwindet dieser elektrische Ausdrucksimpuls wieder. Die Sache ist damit erledigt. Wird aber die Emotion nicht ausgedrückt, sondern zurückgehalten und dadurch gestaut, dann bleibt der elektrische Ausdrucksimpuls in Form einer kleinen elektrischen Ladung in den betreffenden Gehirnzellen bestehen.
Werden Emotionen wiederholt nicht ausgedrückt, sondern zurückgehalten und gestaut, dann summieren sich die betreffenden elektrischen Ladungen im Gehirn und wenn diese eine bestimmte obere Ladungsgrenze erreicht haben, erfolgt eine Zwangsentladung. Und diese Zwangsentladung löst dann ganz unwillkürlich, ganz automatisch und zwangsmäßig eine Hemmungserscheinung wie Angstgefühl, Erröten, Schweißausbruch, Unsicherheitsgefühl oder dgl. aus. Gegen solche Zwangsentladungen in Form von Hemmungserscheinungen kann selbst der stärkste Wille nichts ausrichten. Im Gegenteil sogar: Je mehr man mit dem Willen versucht, eine Hemmungserscheinung zu unterdrücken, umso heftiger wird sie sich zeigen.
Die emotionale Enthemmung besteht nun darin, dass Sie mit Hilfe hochwirksamer Übungen lernen, Ihre Emotionen laufend frei, spontan und wahrhaftig auszudrücken. Dadurch werden bereits bestehende Emotionsstauungen abgebaut und zugleich wird verhindert, dass sich neue Emotions-Stauungen bilden können. Das Ergebnis ist, dass Sie mit fortlaufenden Übungen immer freier, ungehemmter und selbstsicherer werden. Als Folge dieser fortlaufenden Enthemmung kann sich in Ihnen das natürliche Lebensprinzip immer besser verwirklichen. Das zeigt sich darin, dass Sie immer mehr erleben, wie sich eine neue Lebensfreude, ein neuer Lebensmut und eine sich immer häufiger zeigende, echte Glückserfahrung einstellt.
Das JETZT entscheidet über Ihre Zukunft
Der Mensch lebt immer nur in der Gegenwart, im HEUTE, im JETZT. Eben dieser jetzige Augenblick, das ist die Wirklichkeit des Lebens. Das, was Sie HEUTE tun, entscheidet darüber, wie Sie morgen leben. Das, was Sie heute erlernen, können Sie morgen schon anwenden. Und das, was Sie sich heute erüben, entscheidet über Ihr morgiges Verhalten. Die Emotionale Enthemmungsmethode ist ein übendes Verfahren. Wenn ihr Ziel mit Sicherheit erreicht werden soll, dann müssen ihre Übungen auch tatsächlich durchgeführt werden. Die Ergebnisse, die wir mit der Methode erzielen konnten, zeigen klar und eindeutig, dass in jedem Falle ein voller Erfolg erzielt werden kann, wo die vorgeschriebenen Übungen richtig und während der Gesamtübungszeit auch täglich durchgeführt werden. Gelegentliches oder zeitweises Üben nämlich brachte bisher in allen Fällen lediglich Teilerfolge. Wenn Sie Ihre eigenen Übungen diesen Erfahrungen entsprechend richtig und täglich durchführen, dann ist auch Ihnen der volle Enderfolg sicher.
Vor jeder Tat steht der Entschluss, diese Tat auch tatsächlich durchzuführen. Die Durchführung dieser Methode ist eine Tat, die Ihr ganzes Leben positiv verändern wird. Eine Tat, die darüber entscheidet, wie Sie in einem Vierteljahr leben. Wie Sie in einem Jahr leben und wie Sie nach 10 oder 20 oder 40 Jahren leben. Gehemmt zu sein ist eine Last, ist ein dauerndes Leiden und ein dauernder Kampf mit sich selber und mit seiner Umwelt. Hemmungen kosten viel wertvolle Lebenskraft. Hemmungen bringen aber keinen Nutzen und kein Glück. Jetzt haben Sie es in Ihren eigenen Händen, was Sie aus Ihrem Leben machen wollen. Und Sie selber stehen vor dem Entschluss, die vorliegende Methode anzuwenden. Sobald Sie diesen entscheidenden Entschluss gefasst haben, denken Sie immer daran, dass das HEUTE, das JETZT darüber entscheidet, wie Ihre Zukunft aussieht. Und diesen Gedanken, dass das HEUTE, das JETZT über Ihre Zukunft entscheidet, halten Sie während Ihrer Übungen immer fest. Er wird Sie sicher zum Ziel führen !
Wir begleiten Sie mit unserem Support
Sofern sich während der Durchführung dieser Methode spezielle Fragen oder Probleme ergeben sollten, können Sie das EEM-Forum nutzen, welches unter www.verlag4you.de eigens für die EE-Methode eingerichtet wurde. Im EEM-Forum können Sie auch mögliche Fragen klären oder einfach nur Erfahrungsberichte austauschen.
Falls Sie eine diskrete Beratung wünschen, können Sie uns über die oben genannte Internetseite kontaktieren.
1. STUFE
Das Ziel dieser Methode
Die vorliegende Methode ist ein aktiv-übendes Verfahren zur systematischen Beseitigung von Entfaltungshemmungen. Die Methode hat ein klares und fest umrissenes Ziel. Dieses ist: Ihnen durch emotionale Enthemmung ein freies und sicheres Auftreten zu vermitteln, das vor jeder Person und in jeder Situation voll wirksam ist. Da dieses Ziel mit bestimmten Erfahrungen und Erlebnissen verbunden ist, die für den vollen Erfolg ausschlaggebend sind, bedarf es Ihrer freiwilligen und aktiven Mitarbeit. Diese besteht darin, dass Sie die ganze Methode mit Ihrer vollen Aufmerksamkeit durchstudieren und die darin beschriebenen Übungen vorbehaltlos durchführen. Nur dann, wenn Sie freiwillig und aktiv mitarbeiten, kann das gesteckte Ziel voll und ganz erreicht werden.
Den Menschen zu belehren, ist eine Sache; ihn zu ändern, eine andere. Die vorliegende Methode will Sie nicht belehren. Sie will Ihnen helfen, sich zu ändern. Sich so zu ändern, dass Ihre negativen und sozial unzweckmäßigen Entfaltungshemmungen restlos verschwinden und Sie dafür die positive und entfaltungsfördernde Fähigkeit erwerben, vor jeder Person und in jeder Situation frei und sicher auftreten und sprechen zu können. Und das kann die vorliegende Methode in jedem Falle dort voll und ganz erreichen, wo sie vorschriftsmäßig durchgeführt wird.
Die vorschriftsmäßige Durchführung dieser Methode
Zur vorschriftsmäßigen Durchführung dieser Methode gehören die folgenden Punkte:
1.Lesen Sie zunächst einmal die ganze Methode mit Ihrer vollen Aufmerksamkeit durch, damit Sie einen möglichst klaren und eindeutigen Überblick bekommen. Was Sie auf den ersten Blick nicht voll und ganz begreifen, studieren Sie wiederholt durch. Ebenso das, was Sie in Ihrem persönlichen Fall für besonders wichtig und bedeutsam halten. Erst dann, wenn Sie tatsächlich alles klar und eindeutig verstanden haben, beginnen Sie mit der vorschriftsmäßigen Durchführung der beschriebenen Übungen.
2.Die Erfahrungen, die wir bisher mit der Methode gemacht haben, zeigen klar und eindeutig, dass in jedem Falle ein voller Erfolg erzielt werden kann, wenn die vorgeschriebenen Übungen richtig und täglich durchgeführt werden. Ein gelegentliches oder zeitweises Üben aber bringt immer nur Teilerfolge. Sie sind ein Zeichen dafür, dass Ihre innere Einstellung noch nicht richtig ist. Die beste und erfolgreichste innere Einstellung zu den Übungen hingegen ist erst dann richtig, wenn Sie stets bestrebt sind, aus jeder einzelnen Übung eine Meisterleistung zu machen. Wenn Ihnen dies auch zu Beginn noch nicht ganz gelingen sollte, so bewirkt diese innere Einstellung dennoch, dass jede einzelne Übung tatsächlich eine optimale (bestmögliche) Wirkung auslösen kann.
3.Wenn Sie infolge anderweitiger Verpflichtungen einmal nicht in der Lage sein sollten, diese oder jene Übung durchzuführen, dann wiederholen Sie die betreffende Übung einfach am darauf folgenden Tag. Sollten es aber besondere Umstände mit sich bringen, dass Sie gleich mehrere Tage hindurch mit den Übungen aussetzen müssen, dann ist es ratsam, nicht nur die versäumten Übungen, sondern auch die vorhergehende Stufe zu wiederholen.
Die merkwürdigen Wirkungen des Wollens auf Hemmungen
Jeder Gehemmte kennt die Tatsache, dass seine Hemmungen gerade dann am stärksten auftreten, wenn er mit seinem bewussten Wollen gegen sie ankämpft und sie bewusst unterdrücken will. Hemmungen sind entfaltungshemmende und sozial unzweckmäßige Reaktionen und Verhaltensweisen auf die Umwelt und auf die Mitmenschen. Sie werden unterbewusst-automatisch von Reaktions-Systemen ausgelöst. Solche Reaktions-Systeme haben zwei merkwürdige Eigenschaften:
1.Die Wirkung eines Reaktions-Systems wird immer dann VERSTÄRKT, wenn man diese Wirkung NICHT WILL und mit dem bewussten Willen GEGEN SIE ANKÄMPFT. Ein Beispiel: Erröten ist eine weit verbreitete Hemmungserscheinung. Kämpft eine an Erröten leidende Person ganz bewusst GEGEN das Erröten an, indem sie angestrengt NICHT ERRÖTEN WILL, gerade dann wird sie erleben, dass sie ganz besonders stark und heftig errötet.
2.Die Wirkung eines Reaktions-Systems wird immer dann ABGESCHWÄCHT, wenn man diese Wirkung in allen Einzelheiten VOLLBEWUSST WILL. Beim Erröten bedeutet das: Versucht eine an Erröten leidende Person, das Erröten VOLLBEWUSST in allen Einzelheiten zu WOLLEN, gerade dann wird sie NICHT ERRÖTEN KÖNNEN.
So ist es bei allen Hemmungserscheinungen. Jeder Versuch, NICHT GEHEMMT SEIN ZU WOLLEN, bewirkt eine VERSTÄRKUNG DER HEMMUNGEN. Und jeder Versuch, ganz BEWUSST GEHEMMT SEIN ZU WOLLEN, bewirkt eine ABSCHWÄCHUNG DER HEMMUNGEN.
Diese grundlegende Erkenntnis ist gerade zu Beginn der vorliegenden Methode sehr wichtig. Jeder Gehemmte versucht ja laufend, mit seinem bewussten Wollen gegen seine Hemmungen anzukämpfen und bewirkt dadurch laufend, dass sich die Hemmungserscheinungen verstärken. Wird aber durch diese Erkenntnis erreicht, dass jedes bewusste Dagegenkämpfen unterbleibt, so dass die Hemmungen nun nicht mehr laufend verstärkt werden, dann unterstützt das natürlich die enthemmenden Wirkungen der zur Anwendung kommenden Übungen ganz bedeutend. Das Ergebnis ist dann, dass sich schon in den ersten Übungstagen ganz bedeutende Besserungen zeigen.
Ihre erste praktische Aufgabe ist es also:
VERMEIDEN SIE AB SOFORT JEDES BEWUSSTE UND WILLENTLICHE ANKÄMPFEN GEGEN DIE HEMMUNGEN !
Führen Sie dafür die in dieser Methode beschriebenen Übungen richtig und täglich durch. Und vertrauen Sie voll und ganz den Wirkungen dieser Übungen. Diese Übungen haben bisher schon so vielen geholfen und werden mit Sicherheit auch Ihnen helfen, das erstrebte Ziel zu erreichen.
Unsere erste Stufe: EMOTIONALE AUTOSUGGESTION
Autosuggestion bedeutet: bewusste Selbst-Beeinflussung. Wir verstehen darunter ein Verfahren, das es uns ermöglicht, aus geistigen Bereichen heraus einen wirksamen Einfluss auf psycho-somatische (seelischkörperliche) Bereiche auszuüben. So gibt uns z. B. die Autosuggestion die Möglichkeit, auf unser Verhalten und auf unsere Reaktionen einen tatsächlichen und anhaltenden Einfluss auszuüben. Um die Autosuggestion wirksam durchführen zu können müssen Sie zunächst einmal ihre Wirkungen verstehen, erfahren, erleben und fühlen.
Die althergebrachte Form der Autosuggestion, wie sie heute noch in vielen Büchern und Broschüren beschrieben wird und die auf den französischen Apotheker Emile Coué zurückgeht, hat aber einen wesentlichen Nachteil. Sie hilft nämlich nur dann, wenn man an ihre Wirkung glaubt. Um diesen Nachteil auszuschalten, wenden wir in der vorliegenden Methode eine andere Art der Autosuggestion an: die EMOTIONALE AUTO-SUGGESTION. Sie hat gegenüber allen anderen Arten von Autosuggestion den Vorteil, dass ihre positiven Wirkungen MIT SICHERHEIT eintreten, wenn die betreffenden emotionalen Autosuggestions-Übungen richtig und während einiger Wochen täglich durchgeführt werden. Die emotionale Autosuggestion hat also IMMER positive Wirkungen und nicht nur dann, wenn man an diese Wirkungen glaubt. Die Wirkungen der emotionalen Autosuggestions-Übungen sind ja nicht etwa nur eingebildete Wirkungen, sondern TATSÄCHLICHE Wirkungen, die sich im vegetativen Nerven-System, im endokrinen Drüsen-System und im ganzen Körper abspielen.
Die emotionale Autosuggestion dieser Methode besteht darin, dass die zwei folgenden Wirkfaktoren organisch gekoppelt werden:
1.Positive Suggestions-Texte: Das sind vorgedruckte Texte, deren Inhalt und Sinn der Zielrichtung dieser Methode entsprechen.
2.Positive Emotionen: Das sind lebhafte Gemütsbewegungen, deren Inhalt und Sinn ebenfalls der Zielrichtung der Methode entsprechen.
Beide Wirkfaktoren, zusammen angewandt, ergeben lebhafte Momentwirkungen und lebhafte Nachwirkungen, die wiederum zur Folge haben, dass sich sowohl Ihr Verhalten, Ihre Grundeinstellung, Ihre Grundstimmung als auch Ihr Auftreten ganz automatisch in Richtung auf das Ziel der Methode einstellen. Dabei bemerken Sie, wie mit zunehmenden Übungen Ihre früheren Hemmungen laufend schwächer werden und schließlich immer seltener auftreten. Und gleichzeitig bemerken Sie, wie Ihre Selbstsicherheit, Ihr Selbstvertrauen, Ihr Lebensmut und Ihre Lebenslust ständig zunehmen und wie sich dementsprechend auch Ihr ganzes Verhalten, Ihr Auftreten und Sprechen immer mehr und mehr der Zielrichtung der Methode anpassen. Als sehr angenehm wird es empfunden, dass sich diese positiven Wirkungen der emotionalen Autosuggestions-Übungen völlig unterbewusst-automatisch einstellen, und zwar einzig und allein dadurch, dass die betreffenden Übungen richtig und täglich durchgeführt werden. Ein bewusstes Sich-Anstrengen in Richtung auf das Ziel wird dabei weder verlangt noch ist es überhaupt erwünscht, denn die Wirkungen treten ja ganz von selber als logische Folge der täglich durchgeführten Übungen ein.
Ein weiterer Vorzug der emotionalen Autosuggestion ist es, dass ihre theoretischen Grundlagen spielend leicht verstanden und begriffen werden können. Das wirksame Prinzip der emotionalen Autosuggestion ist der Satz:
LEBENDIGE UND BILDHAFTE VORSTELLUNGEN RUFEN KÖRPERLICHE WIRKUNGEN HERVOR.
Dazu ein einfaches Beispiel: Stellen Sie sich jetzt einmal ganz lebendig und bildhaft vor, wie Sie in Ihrer rechten Hand eine eben aufgeschnittene, halbe Zitrone halten. Und stellen Sie sich jetzt ebenso lebendig und bildhaft vor, wie Sie die Hand mit der halben Zitrone langsam zum Mund führen. Und stellen Sie sich jetzt ebenso lebendig und bildhaft vor, wie Sie den Mund öffnen und nun ganz langsam und tief in die halbe, saftige und saure Zitrone hineinbeißen. Stellen Sie sich das alles so lebendig, so lebhaft und so bildhaft vor, als ob es wirklich wäre! Was zeigt sich als körperliche Wirkung? Sie bemerken sicher, dass Ihnen ganz wie beim Hineinbeißen in eine echte Zitrone das Wasser im Mund zusammenläuft. Nicht wahr?
Das war ein einfacher Autosuggestions-Versuch. Die lebendige und bildhafte Vorstellung vom Hineinbeißen in eine Zitrone löste in Ihren Mundspeicheldrüsen eine erhöhte Speichelabsonderung aus, also eine durchaus echte, tatsächliche körperliche Wirkung.
Es gibt eine ganze Menge solcher Autosuggestions-Versuche. Hier einige kurze Beispiele: Die lebendige und bildhafte Vorstellung, dass der rechte Arm schwer wird, löst nach einiger Zeit eine Erweiterung der Blutgefäße aus. Diese können dann mehr Blut aufnehmen und der Arm wird tatsächlich etwas schwerer. Die lebendige und bildhafte Vorstellung, dass eine Hand in einem Behälter voll Eiswasser steckt, lässt die Oberflächentemperatur der betreffenden Hand etwas absinken. Ein empfindliches Thermometer liefert leicht den Beweis dafür. Stellt man sich ganz lebendig und bildhaft vor, dass man soeben ein Stück fettes Fleisch isst und lässt man dann eine Magensaftprobe entnehmen und sie chemisch untersuchen, stellt sich heraus, dass der Magensaft gerade die Zusammensetzung hat, die er zur Verdauung eines fetten Fleischstückes benötigt. Würde man sich anschließend lebendig und bildhaft vorstellen, dass man eine leckere Süßspeise verzehrt, um dann erneut eine Magensaftprobe machen zu lassen, dann hätte der Magensaft eine ganz andere - eben der Süßspeise entsprechende - Zusammensetzung. Stellt man sich eine längere Zeit lang ganz lebendig und bildhaft eine Situation vor, in welcher man eine heftige Angst erlebt, dann ergibt die chemische Untersuchung des Blutes und des Urins einen deutlichen Anstieg des Zuckerspiegels. So rufen alle lebendigbildhaften Vorstellungen wie auch alle lebhaften Emotionen (lebhaften Gefühle und Gemütsbewegungen) eine ihnen entsprechende körperliche Wirkung hervor.
Hier das erweiterte Prinzip der emotionalen Autosuggestion:
LEBENDIG-BILDHAFTE VORSTELLUNGEN UND EMOTIONEN RUFEN KÖRPERLICHE WIRKUNGEN HERVOR, DIE GENAU DEN BETREFFENDEN VORSTELLUNGEN UND EMOTIONEN ENTSPRECHEN.
Nun wollen wir aber nicht weiter über Theorie sprechen, denn bekanntlich ist jede Theorie grau. Das Prinzip der emotionalen Autosuggestion überzeugt erst dann, wenn wir es ERLEBEN.
Download der Hilfsmittel
Laden Sie zunächst auf der Internetseite www.verlag4you.de die Hilfsmittel wie Pendeltafel, Textblätter und die vertonten Übungsbeispiele zum Thema „Emotionale Auto-Suggestion“ herunter.
Rufen Sie dazu auf der Internetseite den Artikel „EE-METHODE“ auf und scrollen auf dieser Artikelseite ganz nach unten. Dort klicken Sie auf den Download-Button und geben folgende Zugangsdaten ein, um den Download zu starten:
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Speichern Sie nun die ZIP-Datei in einen beliebigen Ordner. Die Vorlagen für die Pendeltafel und Textblätter sind im PDF-Format erstellt und können mit dem Adobe Acrobat Reader aufgerufen werden. Falls nicht vorhanden, können Sie den Reader von Adobe kostenlos unter www.adobe.de herunterladen. Die vertonten Übungsbeispiele zum Thema „Emotionale Autosuggestion“ stehen Ihnen im MP3-Format zur Verfügung und können über die geläufigen Audio-Player abgespielt werden.
Für die praktische Durchführung ist es notwendig, die Pendeltafel sowie die Textblätter auf Papier auszudrucken.
Die Anwendung der Hilfsmittel wird in den nachfolgenden Kapitel eingehend erläutert.
Hinweis: Falls beim Herunterladen, abspeichern oder öffnen der Datei irgendwelche Schwierigkeiten auftreten sollten oder Ihnen die Voraussetzung zum Download und/oder zum Ausdrucken nicht gegeben ist, nehmen Sie über www.verlag4you.de Kontakt auf. Telefonisch oder per E-Mail wird Ihnen dann umgehend geholfen.
Rechtshinweis zum Urheberschutz: Die Pendeltafel und Textblätter sowie die vertonten Übungsbeispiele zum Thema „Emotionale Autosuggestion“ dürfen nur für den persönlichen Gebrauch auf ein Speichermedium kopiert, gesichert oder auf eine Printvorlage bezüglich der Pendeltafel und Textblätter ausgedruckt werden.
Erlebte Autosuggestion
Ein einziges Erlebnis kann mehr vermitteln als tausend Worte. Aus diesem Grunde wollen wir jetzt einen einfachen und spielend leicht gelingenden Versuch beschreiben, der Ihnen ganz genau zeigt und beweist, wie sich lebendig-bildhafte Vorstellungen körperlich sichtbar verwirklichen. Dieser Versuch ist der klassische Pendelversuch von Chevreul. Er wurde schon zu Beginn des vorigen Jahrhunderts von Chevreul durchgeführt und ist bis heute der beste Versuch und das einfachste Mittel, um die körperliche Wirkung der Autosuggestion, wie sie durch einfache lebendig-bildhafte Vorstellungen ausgelöst wird, klar und eindeutig erleben zu lassen.
Um diesen Versuch durchführen zu können, brauchen Sie ein Pendel und eine Pendeltafel (siehe Absatz „Download der Hilfsmittel“). Ein Pendel fertigen Sie sich jetzt selber an. Sie nehmen dazu irgendeinen Faden von etwa 40 cm Länge und befestigen an einem Ende durch eine Schlinge oder einen Knoten einen kleinen Gegenstand, einen Fingerring, einen kleinen Schlüssel, ein kleines Gewicht oder sonst etwas. Wie das Pendel nach Fertigstellung aussieht, ersehen Sie auf der herunter geladenen Abbildung Nr. 1 für den Pendelversuch. Das Material, aus dem der Faden und der Pendelgegenstand bestehen, ist völlig gleichgültig. Wenn Sie mit dem Pendel fertig sind, nehmen Sie die ausgedruckte Pendeltafel, legen diese auf den Tisch und setzen sich dazu, wie das in der Abbildung Nr. 2 gezeigt wird. Schon kann der interessante und überzeugende Versuch beginnen.
Die Durchführung des Pendelversuches
Nun halten Sie das Pendel über dem dicken Punkt in der Mitte der Pendeltafel und versuchen, es dort zum Stillstand zu bringen. Notfalls können Sie es mit der anderen Hand etwas festhalten, bis es ganz stillsteht. Ist dies eingetreten, nehmen Sie die Hand wieder weg, so dass das Pendel frei hängt. Nun entspannen Sie sich am ganzen Körper, besonders aber die beiden Arme, und sehen auf das Pendel (auf den Pendelgegenstand). Versuchen Sie nun, sich ganz lebhaft und lebendig-bildhaft vorzustellen, dass das Pendel rechts herum im Kreis, also in Richtung der aufgedruckten Pfeile, zu kreisen beginnt. Je lebhafter Sie sich das vorstellen, umso schneller wird das Pendel tatsächlich beginnen, in der vorgestellten Richtung zu kreisen. Denken Sie während des ganzen Versuches an nichts anderes als wirklich nur an das Pendel und stellen Sie sich ganz, ganz lebhaft und lebendig vor, wie das Pendel rechts herum immer mehr und immer weiter ausholend kreist. Wenn Sie das alles richtig machen, werden Sie bemerken, dass das Pendel tatsächlich beginnt, in der lebhaft vorgestellten Richtung zu kreisen. Sobald Sie die ersten Bewegungen des Pendels bemerken, stellen Sie sich noch lebhafter und lebendiger vor, wie das Pendel immer mehr und immer weiter ausholend kreist. Bald wird das Pendel Ihren lebhaften und lebendigen Vorstellungen folgen und die Kreise, die es über der Pendeltafel beschreibt, werden immer größer. Sobald das Pendel einen Kreis von etwa 2-3 cm Durchmesser beschreibt, ist der Versuch voll und ganz gelungen und Sie legen nun das Pendel wieder weg.
Pendelversuche gelingen besonders gut, wenn Sie die folgenden Punkte beachten:
1.Körper und Arme gut entspannen, also keineswegs anspannen oder verkrampfen.
2.Das Pendel ganz passiv und ohne jede willkürliche Bewegung einfach zwischen Daumen und Zeigefinger festhalten.
3.Jeden bewussten Bewegungswillen ausschalten und sich NUR LEBHAFT UND LEBENDIG-BILDHAFT VORSTELLEN, wie das Pendel kreist.
4.Obwohl diese Vorstellung so lebhaft und lebendig sein soll wie Ihnen das überhaupt möglich ist, dürfen Sie sich dabei nicht anstrengen oder innerlich verkrampfen.
5.Die vorgestellten Bewegungen des Pendels sollen Sie innerlich bereits vorerleben und vorerfühlen, sich also diese Bewegungen, schon bevor sie in der Tat vorhanden sind, so lebhaft und lebendig vorstellen, als ob sie bereits vorhanden wären.
Sollten Sie besonders leicht beeinflussbar sein und bei Ihnen das Pendel sehr schnell reagieren oder in sehr großen Kreisen schwingen, dann erschrecken Sie bitte nicht! Es sind bei diesem Versuch tatsächlich keinerlei übersinnliche Mächte, keine Magie, keine siderischen Kräfte und auch keine unbekannten Strahlen im Spiel. Es handelt sich lediglich um das, was Sie jetzt kennen lernen.
Die Erklärung des Pendelversuches
Der Effekt, dass ein Pendel in der lebendig-bildhaft vorgestellten Richtung schwingt, ist schon lange bekannt. Früher wurde aber angenommen, dass irgendwelche geheimen Mächte, magische Kräfte oder von den Sternen kommende Strahlen dabei im Spiele wären. Heute weiß man, dass dies nicht der Fall ist. Es handelt sich lediglich um eine Autosuggestions-Wirkung. Durch die lebendig-bildhafte Vorstellung, dass das Pendel kreist, werden über das Nervensystem in den Armmuskeln ganz kleine und nicht wahrnehmbare Bewegungen ausgelöst. Und diese unbewussten Muskelbewegungen der Arme setzen das Pendel in der lebendig-bildhaft vorgestellten Richtung in Bewegung. Man kann daher das Pendel auch in allen möglichen anderen Richtungen kreisen und schwingen lassen. Man kann es linksherum kreisen lassen, wenn man sich diese Bewegung lebendig-bildhaft vorstellt. Man kann es von rechts nach links oder auch von oben nach unten hin- und herschwingen lassen, ganz wie man es wünscht. Immer wird das Pendel den lebendig-bildhaften Vorstellungen folgen.
Bei Beginn eines Pendelversuches schwingt das Pendel nur ganz schwach. Wird aber die lebendig-bildhafte Vorstellung einige Zeit lang in gleicher Richtung beibehalten, dann summieren sich die kleinen und schwachen Muskelbewegungen im Pendel und es entsteht so mit der Zeit eine immer stärkere Pendelbewegung. So ist es überall bei der Autosuggestion. Zuerst werden nur kleine und schwache Wirkungen bemerkt, die sich dann aber laufend steigern, bis sie zu großen und starken Gesamtwirkungen werden. Daher gilt für die Autosuggestion allgemein folgender Satz:
KLEINE WIRKUNGEN KÖNNEN DURCH LAUFENDE WIEDERHOLUNG GESTEIGERT WERDEN, SO DASS DARAUS GROSSE UND STARKE WIRKUNGEN ENTSTEHEN.
Vertonte Übungsbeispiele zum Thema „Emotionale Auto-Suggestion“
Um die Durchführung dieser Methode in der Praxis zu unterstützen, stehen Ihnen einige vertonte Übungsbeispiele im MP3-Format zur Verfügung (siehe Absatz „Download der Hilfsmittel“). Die vertonten Übungen zum Thema EMOTIONALE AUTO-SUGGESTION dienen ausschließlich als Muster.
Die Übgungsbeispiele sind also lediglich nur als Richtschnur zu betrachten, um die Vorstellung zu bekommen, wie die emotionalen Auto-Suggestionen, die nachfolgend in dieser Methode für die praktische Anwendung beschrieben stehen, geübt und ausgedrückt werden können. Da jeder Anwender einen individuellen Entfaltungscharakter besitzt, ist es selbstverständlich, dass Sie ihre natürliche Ausdrucksweise beibehalten, die ihrem Charakter entspricht.
Bevor Sie mit den Übungen beginnen, möchten wir Sie an dieser Stelle nochmals daran erinnern die ganze Methode mit Ihrer vollen Aufmerksamkeit durch zu lesen, damit Sie einen klaren und eindeutigen Überblick bekommen.
Die vertonten Übungsbeispiele haben insgesamt eine Laufzeit von ca. 28 Minuten und umfassen drei Bereiche zum Thema EMOTIONALE AUTOSUGGESTION:
Emotionale Auto-Suggestion – Beschreibung, Wirkung und Anleitung (Laufzeit ca. 08:20 Minuten)
Emotionale Auto-Suggestionsübungen mit positiven Texten (Laufzeit ca. 04:00 Minuten)
Emotionale Einfühlübungen verschiedener Emotionsausdrücke (Laufzeit ca. 15:40 Minuten)
Die erste emotionale Autosuggestions-Übung
Die emotionale Autosuggestion, wie wir sie hier anwenden, hat eine doppelte Wirkung:
1.Sie wirkt EMOTIONAL PRÄGEND in Richtung auf unser Ziel.
2.Sie wirkt stark ENTHEMMEND und BEFREIEND.
Sie hat aber nichts mit anderen Autosuggestions-Übungen zu tun, bei denen Suggestionssätze lediglich monoton heruntergeleiert werden. Bei unserer Art der Autosuggestion zeigen sich schon nach den ersten paar Übungen stark prägende und enthemmende Nachwirkungen. Und darauf kommt es uns besonders an.
Die emotionalen Autosuggestions-Übungen bestehen darin, dass positive und enthemmende Vorstellungen so lebhaft und lebendig wie möglich erzeugt und zugleich so lebhaft und lebendig wie möglich ausgedrückt werden. Nehmen Sie nun das ausgedruckte Textblatt Nr. 1 (siehe Absatz „Download der Hilfsmittel“). Nun lesen Sie den Suggestionstext zunächst einmal aufmerksam durch, damit Sie wissen, um was es bei der ersten Übung geht. Nachdem Sie das getan haben, beginnen Sie mit der ersten Übung wie folgt:
A.Nehmen Sie das Textblatt Nr. 1 zur Hand. Stellen Sie sich aufrecht in die Mitte des Zimmers. Kopf hoch, Brust heraus, Blick geradeaus und den Mund mit leicht aufgeworfenen Lippen etwas öffnen. Diese Stellung soll etwa so aussehen, wie wenn Sie ein Redner wären, der gerade zu seinen Zuhörern spricht. Diese aufrechte Körperhaltung ist unsere Ausgangsstellung für alle emotionalen Autosuggestions-Übungen. Auch die Körperhaltung hat eine autosuggestive Wirkung und beeinflusst unsere Grundstimmung und das Grundverhalten.
B.Nun lesen Sie den Suggestions-Text langsam und deutlich in flüsternder Sprechweise vom Textblatt ab, und zwar MIT DER GANZEN KRAFT IHRER AUSDRUCKSFÄHIGKEIT. Das bedeutet: mit lebendiger und sinnvoller Betonung, mit klarer, deutlicher und beseelter, flüsternder Aussprache, mit lebendigem Gesichtsausdruck und mit lebhaften Gesten. Je lebhafter und lebendiger Ihr Gesamtausdruck ist, umso besser wird die enthemmende Wirkung einer jeden Übung sein.
C.Während Sie den Suggestions-Text mit optimaler Ausdruckskraft ablesen, versuchen Sie - so gut es Ihnen zu Beginn überhaupt schon gelingt - sich innerlich im Sinne des Textes zu begeistern, zu erregen, zu beseelen und aufzuwühlen. Steigern Sie sich sozusagen in den Sinn und Inhalt des Textes hinein, so gut und so lebhaft Ihnen das gelingt. Diesen Vorgang der SELBSTBEGEISTERUNG, der SELBSTERREGUNG und der SELBSTAUFWÜHLUNG nennen wir auch: SELBST-EMOTIONALISIERUNG. Emotionalisieren Sie sich in diesem Sinne optimal in den Text hinein! Je besser Ihnen das gelingt, umso stärker wird die emotional prägende Wirkung einer jeden Übung sein. Damit Ihnen dies gleich zu Beginn bestmöglich, also optimal, gelingt, dürfen Sie bei den Übungen weitgehend ÜBERTREIBEN, und zwar sowohl im GESAMTAUSDRUCK als auch in der SELBSTEMOTIONALISIERUNG.
D.Wenn Sie mit dem Ablesen des Textes einmal fertig sind, dann sehen Sie auf die Uhr, setzen einige Sekunden aus und beginnen, den Text in der beschriebenen Art und Weise noch einmal abzulesen. So lesen Sie den Text VIERMAL durch, was einer Gesamtübungszeit von etwa 10 bis 12 Minuten entspricht. Wenn Sie zum viermaligen Ablesen des Suggestions-Textes weniger als 10 Minuten brauchen, dann sprechen Sie zu schnell. Wenn Sie aber über 12 Minuten dazu brauchen, dann sprechen Sie zu langsam. Stellen Sie Ihre Sprechweise ungefähr so ein, dass Sie zur viermaligen Textlesung etwa zwischen 10 und 12 Minuten brauchen.
E.So führen Sie die ganze erste Übungswoche täglich zwei solcher Übungen durch. Die günstigsten Übungszeiten sind: am Vormittag zwischen 7 und 9 Uhr und am Abend zwischen 19 und 21 Uhr. Falls es Ihnen aber nicht möglich ist, diese Übungszeiten einzuhalten, können Sie auch andere Übungszeiten wählen. Wichtig ist dabei nur, dass zwischen zwei Übungen jeweils eine Pause von mindestens vier Stunden liegt. Die beiden täglichen Übungen sollen also nie zu einer doppelten Übung zusammengefasst werden. Auch sollen Sie nie aus Ehrgeiz oder falschem Streben mehr als zwei Übungen pro Tag durchführen. Das Maß von zwei richtigen und intensiv durchgeführten Übungen mit OPTIMALEM GESAMTAUSDRUCK UND OPTIMALER SELBST-EMOTIO-NALISIERUNG reicht vollkommen aus um die beabsichtigte emotional prägende und enthemmende Wirkung auszulösen.
F.Nach Beendigung einer jeden Übung legen Sie das Textblatt und die gesamte Methode weg. Sie sollen nach einer Übung auf keinen Fall in der Methode weiterstudieren. Vielmehr sollen Sie bestrebt sein, nach jeder Übung unter die Leute zu gehen, sich also voll und ganz einem sozialen Alltagskontakt hingeben. Das hat den Sinn und Zweck, dass Sie die positiven und enthemmenden Nachwirkungen immer unter Menschen bewusst erleben. Nur so wird es gelingen, in kurzer Zeit neue und sozial zweckmäßige Reaktions-Systeme zu schaffen. Wenn Sie die einzelnen Übungen richtig und intensiv durchführen, werden Sie sowieso ganz automatisch einen gewissen inneren Drang nach sozialem Kontakt bemerken, den Sie unter allen Umständen im Rahmen des Möglichen befriedigen sollten.
Bevor Sie nun mit der ersten Übung beginnen, lesen Sie nochmals alles aufmerksam durch, was diese Übung betrifft, damit Ihnen gleich die allererste Übung voll und ganz gelingt. Je klarer Sie alles verstehen und je besser Ihnen gleich die ersten paar Übungen gelingen, umso mehr werden Sie bemerken, dass Ihnen die Durchführung dieser Übungen Spaß und Freude macht.
WICHTIG: Führen Sie die vorgeschriebenen Übungen erst dann durch, wenn Sie sicher sind, dass Sie alles klar verstanden haben, wenn Sie also die einzelnen Übungen auch tatsächlich richtig durchführen können.
Übungsplan der ersten Woche
1) Täglich einen Pendelversuch durchführen !
Führen Sie während der ganzen ersten Woche täglich einen Pendelversuch durch. Dadurch erreichen Sie, dass das Prinzip der Autosuggestion nicht nur verstandesmäßig erfasst und im Gedächtnis registriert wird, sondern dass auch Ihr inneres Wesen sich dieses Prinzips voll bewusst wird. Wissen, Verstehen und Erkennen sind passive Funktionen. Nur das, was man erlebt, erfahren und erfühlt hat, wird tatsächlich zu dem, was wir unser geistiges Eigentum nennen. Daher ist die tägliche Durchführung des Pendelversuches in der ersten Übungswoche so wichtig.
2) Täglich zwei emotionale Autosuggestions-Übungen durchführen !
Dauer jeder Übung: zwischen 10 und 12 Minuten. Die günstigsten Übungszeiten: am Vormittag zwischen 7 Uhr und 9 Uhr und am Abend zwischen 19 Uhr und 21 Uhr. Wichtig bei jeder Übung: OPTIMALER GESAMTAUSDRUCK UND OPTIMALE SELBST-EMOTIONALISIERUNG. Ferner wichtig: NACH JEDER ÜBUNG UNTER MENSCHEN GEHEN. Nur dann können sich in kurzer Zeit positive, entfaltungsfördernde und sozial zweckmäßige Reaktions-Systeme bilden.
3) Keine Anstrengungen gegen die Hemmungen unternehmen !
Willentliche und bewusste Anstrengungen GEGEN Hemmungen und Hemmungserscheinungen bewirken nur eines: Sie VERSTÄRKEN die Hemmungen. Vermeiden Sie daher gleich von Anfang an jede bewusste, willentliche und gegen die Hemmungen und Hemmungserscheinungen gerichtete Anstrengung. Führen Sie lediglich die vorgeschriebenen Übungen durch. Der Erfolg tritt dann ganz von selber, also unterbewusst-automatisch, ein. Ihre Hemmungen und Hemmungserscheinungen werden dann laufend schwächer und treten immer seltener auf. Und Ihre positiven Eigenschaften und Fähigkeiten nehmen laufend zu. Ihr Selbstvertrauen, Ihre Selbstsicherheit wie auch Ihr Lebensmut und Ihre Lebensfreude steigern sich laufend. Ebenso werden Ihr Auftreten und Sprechen wie überhaupt Ihr gesamtes soziales Verhalten immer freier, ungehemmter und selbstsicherer.
4) Denken Sie immer nur an das Wesentliche !
Entscheidend für den vollen Erfolg der Emotionalen Enthemmungsmethode ist einzig und allein die tatsächliche Durchführung der vorgeschriebenen Übungen. Jede einzelne dieser Übungen hat ihre spezifische Wirkung. Aber erst die Summe der Wirkungen aller Übungen zusammen ergibt die gewünschte Wesens- und Verhaltensänderung, die dem Ziel dieser Methode entspricht. Das Wesentliche bei der Durchführung der Methode ist also die richtige und tägliche Durchführung der vorgeschriebenen Übungen. Wenn Sie nun Ihr Denken und Handeln in dieser Richtung ausrichten, dann wird der volle Erfolg auch bei Ihnen mit Sicherheit eintreten. Dieser Erfolg ist ja in jedem Falle die logische Folge der tatsächlich durchgeführten Übungen. Denken Sie also immer nur an das Wesentliche! Denken Sie immer nur daran, die vorgeschriebenen Übungen richtig und täglich durchzuführen. Wenn Sie das tun, dann dauert es nun nicht mehr lange, bis Sie das Ziel erreicht haben, das Ziel: „Ein freier und selbstsicherer Mensch zu sein, der in jeder Lebenslage und vor jeder Person frei, ungehemmt und selbstsicher auftreten, sprechen und wirken kann.“
2. STUFE
Die Wirkungen der emotionalen Autosuggestions-Übungen
Die Wirkungen der emotionalen Autosuggestions-Übungen bestehen aus einem ganzen Komplex verschiedener Einzelwirkungen. Diese Einzelwirkungen sind:
1. Die emotional enthemmende Wirkung. Sie besteht darin, dass sich mit zunehmenden Übungen allmählich die Gewohnheit ausbildet, möglichst alle Emotionen irgendwie auszudrücken. Dadurch lösen sich die Emotions-Stauungen, die die Hemmungen verursachen. Als logische Folge der ständig fortschreitenden Lösung dieser Emotions-Stauungen im Gehirn bemerken Sie eine immer deutlicher werdende allgemeine Lösung, Befreiung und Erleichterung. Diese positive Wirkung geht so weit, dass sich schon bald eine befreiende Lösung der verschiedensten körperlichen Verkrampfungs- und Spannungszustände bemerkbar macht. Druck- und Spannungsgefühle in der Magengegend lassen nach und es zeigt sich immer deutlicher das Gefühl, dass die schwere Last der Hemmungen, des Gehemmtseins und der seelisch-körperlichen Verkrampfung immer mehr abfällt und verschwindet.
2. Die emotional-prägende Wirkung. Sie besteht darin, dass sich das gesamte Verhalten wie auch die ganze Grundeinstellung immer mehr und mehr dem Sinn und Inhalt der Suggestions-Texte anpasst und sich in Richtung auf das Ziel dieser Methode hin ausrichten. Dadurch werden das ganze Verhalten, Auftreten und Sprechen mit zunehmenden Übungen immer freier, mutiger und selbstsicherer. Diese emotional-prägende Wirkung vollzieht sich völlig unterbewusst-automatisch. Es bedarf daher außer der täglichen Durchführung der Übungen keinerlei bewusster und willensmäßiger Anstrengung.
3. Die soziale Kontaktwirkung. Sie besteht darin, dass sich nach der Durchführung einer emotionalen Autosuggestions-Übung ganz von selber der lebhafte Drang nach sozialem Kontakt einstellt. Und dieser Drang mündet in den konkreten Wunsch, mit Menschen zusammenzukommen, sich mit ihnen zu unterhalten und sich in ihrer Anwesenheit emotional-frei auszudrücken. Dieser lebhafte und sich mit zunehmenden Übungen immer mehr steigernde Drang wird vielfach mit einer gewissen Verwunderung wahrgenommen. Man wundert sich, dass man sich auf einmal nach Menschen geradezu sehnt, wo man früher vielfach vermieden hatte, mit Menschen überhaupt zusammenzukommen. Man ist erstaunt, dass man sich auf einmal immer mehr nach Unterhaltungen und Gesprächen sehnt, wo man doch früher sich solchen Situationen meist durch eine Flucht entzogen hat. Man wagt sich auf einmal ganz von selber in Situationen hinein, vor denen man früher geflohen ist.
4. Die Identifikations-Wirkung. Sie besteht darin, dass man mit zunehmenden Übungen immer mehr und immer öfter bemerkt, dass man sich nicht nur frei, mutig und selbstsicher fühlt, sondern dass man auch tatsächlich frei, mutig und selbstsicher ist. Man erlebt plötzlich, dass man sich in dieser oder jener Situation, vor der man früher noch Hemmungen hatte, ganz einfach mit Freiheit, Mut und Selbstsicherheit gleichsetzt (identifiziert) und als Folge davon auch tatsächlich frei, mutig und selbstsicher auftritt und spricht. Solche Augenblicke der Identifikation mit Freiheit, Mut und Selbstsicherheit werden in manchen Fällen geradezu als heftiges Glücksgefühl erlebt, das neuen Lebensmut und neue Lebensfreude auslöst.
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