Kitabı oku: «Lernen im Schlaf - Schnell, einfach und effektiv »

Yazı tipi:

Tony Gaschler

LERNEN IM SCHLAF

Schnell, einfach und effektiv.

Sprachen lernen wie ein Profi.

Fremdsprachen lernen ohne Akzent.

Texte und Vokabeln lernen ohne büffeln.

verlag4you

© 2019 by verlag4you

www.verlag4you.de

2. Auflage (EBOOK) aus 1. Auflage (PRINT)

ISBN 978-3-936612-45-5 (EBOOK)

ISBN 978-3-936612-43-1 (PRINT)

Text- und Grafikgestaltung: verlag4you

Alle Rechte, auch der auszugsweise Nachdruck, die photomechanische oder digitalen Wiedergabe, die Übersetzung in anderen Sprachen und für Zwecke der Unterrichtsgestaltung, sind ausdrücklich verlag4you vorbehalten.

Inhaltsverzeichnis

I. Die theoretischen Grundlagen

Wissen und Können als Grundlagen unserer Erfolge

Auf der Suche nach neuen Lernmethoden

Quellenhinweis und Nutzungsbereich von Lerninhalten

Wunderbare Gedächtnisleistungen in Hypnose

Was entscheidet: Gedächtnis oder Erinnerungsfähigkeit?

Interessante Versuche während des Schlafes

Zweck und Nutzen von Lernen im Schlaf

Unser Gehirn arbeitet auch während des Schlafes

Vom uralten Tempelschlaf

Schneller und leichter lernen durch Lernen im Schlaf

Falsches Lernen und richtiges Lernen

Worauf es beim Lernen im Schlaf ankommt

Die Eingewöhnungsphase

Wie lange dauert das Eingewöhnen?

II. Die praktischen Grundlagen

Vorschriftsmäßige Durchführung dieser Methode

Planmäßiges Arbeiten – planmäßiges Lernen

Die Praxis der Eingewöhnung in das Lernen im Schlaf

1. Lernen im Schlaf mit einem Wiedergabegerät

2. Lernen im Schlaf mit einem Recorder

Die ersten praktischen Versuche mit Lernen im Schlaf

Die günstigsten Zeiten für das Lernen im Schlaf

Die Steigerung der unterbewussten Aufnahmefähigkeit

Entspannungsübungen

Wie oft müssen Lerntexte im Schlaf wiederholt werden?

Schlaflernversuche als Beweis für den Lernerfolg

Wie man Unlust beim Lernen beseitigen kann

III. Technische Hilfsmittel und Geräte für das Lernen im Schlaf

1. Wiedergabegerät oder Recorder

2. Tonträger

3. Ein Lautsprecher oder Mini-Ohrhörer

4. Eine Zeitschaltuhr

Welches digitale Wiedergabegerät eignet sich für Lernen im Schlaf?

1. CD-Player:

2. Audio-Player-Software (PC/Festplatte):

3. Mobiles Multimedia-Player-Gerät (MP3-Player):

Anleitung für das zeitversetzte Speichern von vertonten Lerninhalten

Welches Tonbandgerät eignet sich für Lernen im Schlaf?

Welcher Recorder eignet sich für Lernen im Schlaf ?

Lautsprecher und Mini-Ohrhörer

Die Zeitschaltuhr

Die Zusammenschaltung der Geräte

Wie gute Tonaufnahmen entstehen

IV. Praktische Anleitungen zum Lernen im Schlaf

Fremdsprachen lernen im Schlaf

Die Standard-Methode

Abrufen durch Nachüben

Die TOGA -Schlaf-Lernmethode für Fremdsprachen

Die Erweiterung des Wortschatzes durch Lernen im Schlaf

Fremdsprachliche Fortbildung für Fortgeschrittene

Lernen im Schlaf beim technischen Fernunterricht

Lebendiges Lernen beim technischen Fernunterricht

Effektive berufliche Fortbildung im Schlaf

1. Die Fortbildung mit Hilfe von Fachbüchern

2. Die Fortbildung mit Hilfe von Fachzeitungen

Schlaflernen für Erfinder und schöpferische Menschen

V. Lernen im Schlaf ohne technische Hilfsmittel

Das Vorschlaf-Lernen

Die Vorschlaf-Kurzlehrmethode

Die Vorschlaf-Imagination (Vorschlafbilder)

Schlaflernen mit Hilfsperson

Lernen in Hypnose

Das Halbschlaflernen

Lernen in Tiefen-Entspannung

Theorie der Tiefen-Entspannung

Lernen durch Hypnoidisierung

Verwandte Lernmethoden

Eine uralte Methode – heute wieder modern

Die Methode des rhythmischen Wiederholens

Die Methode der Textberieselung

Fremdsprachen ganz nebenbei lernen

Textberieselung für Schauspieler

Eine ganz neue Lernmethode: unterschwelliges Lernen

VI. Selbsterziehung im Schlaf

Die theoretischen Grundlagen der Schlafsuggestion

Die Lehre vom mächtigen Unterbewusstsein

Die Praxis der Schlafsuggestion an Beispielen

Positive Schlafsuggestionen

Wie oft müssen Schlafsuggestionen wiederholt werden?

Besser schlafen durch Entspannungssuggestionen

Aufsprechmuster für Entspannungssuggestionen

Die Formulierung von Schlafsuggestionen

1. Muster: Selbstvertrauen und Selbstsicherheit

2. Muster: Steigerung der Vitalität (für Personen über 40)

3. Muster: Steigerung der Tatkraft

4. Muster: Beseitigung von Pessimismus

5. Muster: persönlichen Mut erwerben

6. Muster: Überwindung von Trauer

7. Muster: Klares und nüchternes Denken

Die praktische Anwendung der Schlafsuggestionen

Neue Wege - neue Möglichkeiten

Quellenverzeichnis

I. Die theoretischen Grundlagen
Wissen und Können als Grundlagen unserer Erfolge

Jeder Fortschritt im Leben des Einzelnen wie im Leben der Gesellschaft hat eine einzige Ursache: angewandte Kenntnisse und Fähigkeiten, also angewandtes W i s s e n und K ö n n e n. Obwohl wir meist gar nicht daran denken, so ist es doch eine überall sichtbare Tatsache, dass unser persönliches Leben davon abhängt, welche Kenntnisse und Fähigkeiten wir haben und wie wir diese praktisch anwenden. Das bedeutet, dass wir n u r das erreichen können, was wir in uns als Wissen und Können besitzen.

Es gibt nun allerdings eine ganze Menge sog. lllusionisten, die überall die Ursachen persönlicher Erfolge suchen, nur nicht da, wo sie wirklich sind. Für den klar und nüchtern denkenden Menschen aber gibt es tatsächlich nur eine einzige Erfolgsursache: Kenntnisse und Fähigkeiten und deren Verwertung zum Nutzen und Wohle anderer Menschen. Alle anderen Erfolgsursachen haben keinen bleibenden Wert.

Nun ist aber zu diesem Thema noch etwas sehr Bedeutsames zu sagen: Wissen und Können alleine haben keinen Sinn! Es gibt überall Personen, die extrem reich an vielerlei Kenntnissen und Fähigkeiten sind, die aber damit nichts anzufangen wissen und somit im Leben scheitern und immer an untergeordneter Stelle stehen. Wo liegt nun die tatsächliche Ursache dieses sich widersprechenden Verhaltens? Die Ursache liegt in den meisten Fällen darin, dass wohl vielerlei Wissen und Können vorhanden sind, aber kein einziges Gebiet hieraus wird voll und ganz beherrscht. Und damit sind wir beim Problem der so genannten Halbbildung angelangt. Halbes Wissen und halbes Können sind meist nur Lasten und Belastungen für einen Menschen, die ihm wenig nutzen und die ihn außerdem in vielen Hinsichten auch noch seelisch hemmen.

Jeder normale und vernünftige Mensch erkennt (wenn er ernstlich darüber nachdenkt), dass er im Leben etwas erreichen und zu Wohlstand und Ansehen kommen kann, sobald er sein Wissen ordnet, vervollkommnet und es dann anwendet, um anderen Menschen und der ganzen menschlichen Gesellschaft Nutzen zu bieten. Daraus ergibt sich folgende praktische Forderung für den, der mehr erreichen will:

Er sollte sich neue Kenntnisse und Fähigkeiten aneignen u n d bereits vorhandene Kenntnisse und Fähigkeiten so weit verbessern und ausbauen, dass ihre praktische Anwendung in nutzbringender Art und Weise möglich ist. Wer anderweitig die Ursache des Erfolges sucht, läuft Illusionen ohne Wert nach.

Auf der Suche nach neuen Lernmethoden

Die Situation auf dem Arbeitsmarkt ist heute eine grundlegend andere als früher. Arbeitslosigkeit ist zwar immer noch vorhanden, aber weniger bei den qualifizierten Berufen. Es besteht sogar ein Mangel an Fachkräften und daher werden diese heute relativ besser bezahlt als früher. In manchen Berufen ist es sogar so, dass ein Fortschritt infolge Mangels an geeigneten und qualifizierten Fachkräften kaum möglich ist. Man versucht daher, durch Rationalisierung und Automation diesen Mangel zu umgehen. Nun braucht man aber zur Automation wiederum besondere Fachkräfte und somit steigen die Chancen des Spezialisten immer mehr. Wenn wir nun diese Entwicklung weiterverfolgen, dann steht fest, dass Spezialisten immer besser bezahlt werden und daher immer mehr Möglichkeiten zu Wohlstand und Ansehen haben.

Was liegt da nun näher für einen strebsamen und nüchtern denkenden Menschen, als zu versuchen, neue und spezialisierte Kenntnisse und Fähigkeiten zu erwerben, also zu L e r n e n. Nun aber ergeben sich auch hier ähnliche Schwierigkeiten wie auf dem Arbeitsmarkt. Entweder wird das Schulsystem rationalisiert, Schulen werden einerseits geschlossen und andererseits zu Gesamtschulen vereint. Folglich sind die Schulen überfüllt oder es besteht darüber hinaus ein Mangel an Lehrkräften. Es gibt kaum Möglichkeiten, sich auf althergebrachte Art weiterzubilden. Immer mehr neue Möglichkeiten und Lernmethoden werden gesucht und zum Teil auch gefunden. Abendschulen, Fernunterricht, Heimstudium, außerordentliche Fachkurse im Rahmen der Betriebe usw. finden immer weitere Verbreitung und werden immer mehr in Anspruch genommen.

Dabei kann man immer deutlicher feststellen, dass dazu neue und modernere Lernmethoden angewandt werden. Das früher übliche „Büffeln“ ist vielfach schon veraltet und man nimmt immer mehr Rücksicht auf neue, wissenschaftliche Erkenntnisse der Psychologie wie Lernen am Erfolg, unterbewusste Aufnahmefähigkeit, bedingte Reflexe, Anregung der Assoziationsfähigkeit usw. Weltweit wendet man sich sogar ganz neuen Methoden zu wie Lernen im Schlaf, Lernen in Entspannungszuständen usw. Dazu werden immer mehr technische Hilfsmittel durch die Wiedergabe von Tonträgern in Anspruch genommen.

Wenn man diese neue Lernsituation eingehend betrachtet, kann man sagen, dass sich gerade auf diesem Gebiet gänzlich neue und viel effektivere Möglichkeiten anbahnen als früher auch nur erträumt wurden. Die vorliegende Methode zum Selbstunterricht handelt nun von solchen neuen Möglichkeiten. Sie soll Grundlagen aufzeigen, Anregungen geben und Anleitungen bringen, die es jedem ermöglichen, hier selber Versuche zu machen und nach einigen grundlegenden Erfahrungen daraus praktischen Nutzen zu ziehen. Das Gebiet ist noch neu und daher besonders anziehend und interessant, speziell für findige Köpfe.

Quellenhinweis und Nutzungsbereich von Lerninhalten

In der heutigen Zeit gibt es für jeden Bildungsgrad eine große Auswahl an potentiellen Lerninhalten. Sie können zur Anwendung dieser Methode z.B. vertonte Fremdsprachenkurse auf Datenträgern, Aufnahmen von fremdsprachigen Radio- und TV-Sendungen oder Selbstaufnahmen mit individuell unbegrenzten Lerninhalten verwenden.

HANDEL:

Im Handel erhalten Sie Fremdsprachenkurse mit Vokabeln und Texten in allen Schwierigkeitsgraden von unterschiedlichen Produzenten. Bei den vielen Angeboten ist es wichtig darauf zu achten, dass die Sprachkurse auch vertonte Lerninhalte umfassen.

UNIVERSALE SPRACHKUSRE (empfohlen):

Wenn Sie gezielt eine bestimmte oder mehrere Fremdsprache lernen wollen, empfehle ich Ihnen UNIVERSALE SPRACHKURSE mit über 70 verschiedenen Fremdsprachen zur Auswahl.

Je nach Lernstatus stehen Ihnen mit Basiskurs, Aufbaukurs und Expresskurs inklusiv über mehrere tausend vertonte Vokabeln (Deutsch/Fremdsprache) und vertonte Texte (Fremdsprache) als MP3-Audio-CD oder als MP3-Audio-Download (empfohlen) zur Verfügung.

Diese MP3-Audio-Kurse sind für die Schlaf-Lernmethode LERNEN IM SCHLAF von Tony Gaschler bestens geeignet.

Um Ihre gewünschte Fremdsprache gleich anzufordern, besuchen Sie einfach auf www.verlag4you.de die Artikelseite von LERNEN IM SCHLAF. Im farblich unterlegten Absatz „Geeignete Fremdsprachenkurse für LERNEN IM SCHLAF“ können Sie über den Link MULTIMEDIA-SPRACHKURSE den entsprechenden Kurs auswählen und bestellen.

Anwendungshinweis für das Lernen von Vokabeln und Texten im Schlaf:

Wie man die unterschiedlich vertonten Vokabeln und Texte der MP3-Audio-Kurse für das Lernen im Schlaf vorbereiten und planmäßig anwenden kann, erfahren Sie im III. Kapitel.

KOSTENLOSE BEZUGSQUELLEN:

Im Internet haben Sie allgemein eine große Auswahl an vertonten Lerninhalten für ihr gewünschtes Lernziel. Wenn man allein nur die Fremdsprachen erwähnt, gibt es für Anfänger und Fortgeschrittene ein großes Angebot. Radio- und TV-Sendungen in verschiedenen Fremdsprachen sind hervorragende Übertragungsmedien, um z.B. schon vorhandene Sprachkenntnisse in der Stilistik, Ausdrucksgestaltung, grammatischen Wort- und Satzgestaltung oder in einer bestimmten Aussprache zu optimieren.

Viele Software-Programme wie Audio-Player, Radio-Player und Multi-Media-Player, die auf Ihrem PC installiert sind, beinhalten die Linkadressen zu den Radio- und TV-Sendern in allen Fremdsprachen, die u.a. Talkshows, Hör- und Quizspiele, Vorträge, Berichte, Konferenzen, Nachrichten, Reisemeldungen, Urlaubsangebote, Wissenschaftssendungen etc. ausstrahlen. (mehr dazu in den weiteren Kapiteln)

SELBSTAUFNAHMEN:

Mit Selbstaufnahmen oder Aufnahmen durch andere Personen können Sie individuell ausgewählte Texte, inhaltsbezogene Grammatik, Vokabeln, Gedichte, Übersetzungen, Wissen, Fachgebiete, Formeln etc. zum Erlernen verwenden.

Des weiteren haben Sie auch eine sehr gute Möglichkeit Ihre Persönlichkeit mit Hypnose und Schlafsuggestionen zur Lösung von Problemen oder Verbesserung von bestimmten Eigenschaften und Verhaltensgewohnheiten auszubauen. (mehr dazu in den weiteren Kapiteln)

Wunderbare Gedächtnisleistungen in Hypnose

Der Mensch hat ein Universalgedächtnis. Dieses nimmt alles in sich auf, was jemals erlebt, gesehen, gehört oder sonst wie wahrgenommen wurde. Nichts, was darin einmal aufgenommen ist, kann verloren gehen - aber, und da ist wieder das bekannte, große A B E R - Wert hat ja nicht nur das, was im Gedächtnis sitzt, sondern das, was wir jederzeit bewusst machen, was wir also erinnern können. Und da ist ein ganz großer Unterschied zwischen dem, was wir im Gedächtnis haben und dem, was wir jederzeit erinnern können.

Versuche in der Hypnose zeigen, dass sich der Mensch an alles erinnern kann, was er jemals in sein Gedächtnis aufgenommen hat. Auch solche Erlebnisse, die er im Wachzustand bei bestem Willen nicht mehr erinnern kann.

Hier einige Beispiele:

1. Eine Versuchsperson wurde hypnotisiert und gefragt, was sie an ihrem 6. Geburtstag alles erlebt hat. Dabei kam heraus, dass da ein gewisser und der Versuchsperson im Wachzustand unbekannter Herr A. war, der ihr sogar eine Tafel Schokolade schenkte. Nach dem Wecken aus der Hypnose konnte sich die Versuchsperson bei bestem Willen nicht an diesen Herrn erinnern. Erst durch Rückfragen bei Verwandten stellte sich heraus, dass jener Herr A. ein Gast war, der nur eine Woche im Hause wohnte und dann wieder abreiste.

2. Eine andere Versuchsperson wurde in Hypnose gebeten, die Namen der Mitschüler aus der zweiten Klasse aufzuschreiben. Dabei kam heraus, dass verschiedene Namen fehlerhaft geschrieben waren. So z.B. „Bot“ statt „Boot“, „Stul“ statt „Stuhl“ usw. Eine Kontrolle der Schulhefte ergab, dass es sich dabei um typische Fehler handelte, die in der 2. Klasse öfters bei dieser Versuchsperson auftauchten.

3. Eine weitere Versuchsperson, die in der Kinderzeit einmal einige Wochen bei Verwandten in Frankreich in den Ferien war, erinnerte sich in der Hypnose noch an verschiedene Ausdrücke der französischen Sprache. Im Wachzustand hatte sie aber nicht mehr die geringste Ahnung davon.

So könnte man viele Seiten mit Beispielen solch wunderbar anmutender Gedächtnisleistungen füllen. Die Hypnose beweist, dass der Mensch in seinem Gedächtnis alles aufspeichert, was er jemals erlebt, hört, sieht und lernt.

Diese Erkenntnis zeigt uns, dass die Aufnahme von Wissen in das Gedächtnis kein Problem darstellt. Wir brauchen uns also nicht besonders in dieser Richtung anzustrengen. Wichtiger ist die Möglichkeit, bereits aufgenommenes Wissen jederzeit bewusst zu machen, sich also zu erinnern.

Was entscheidet: Gedächtnis oder Erinnerungsfähigkeit?

Lernen wird meist als eine schwierige Tätigkeit betrachtet und man ist aus diesem Grunde geneigt, dieser scheinbar unangenehmen Tätigkeit so viel als möglich aus dem Wege zu gehen. Woher kommt das? Und wieso wird das Lernen meist als anstrengend, unangenehm, unbequem und als so schwierig betrachtet? Das kommt daher, weil sich das menschliche Unterbewusstsein gegen alles wehrt, was sinnlos ist. Nun kann man aber bestimmt nicht sagen, dass das Lernen sinnlos wäre. Nein, ganz und gar nicht. Aber eine gewisse Art des Lernens ist sinnlos, nämlich die irrigen Anstrengungen, Wissensstoff in das Gedächtnis hineinpressen zu wollen, das so genannte Büffeln.

Unser Gedächtnis nimmt Wissensstoff ganz spielend leicht in sich auf. Man kann zum Beispiel einer hypnotisierten Versuchsperson einen beliebigen Abschnitt aus einer Zeitung ein einziges Mal vorlesen lassen. Dann nimmt man ihr die Zeitung weg. Nach einiger Zeit gibt man ihr ein großes und leeres Blatt Papier in die Hand und suggeriert ihr, dies wäre die Zeitung und sie solle den Abschnitt nun noch einmal vorlesen. Und was erlebt man dabei? Die Versuchsperson reproduziert den Artikel vorstellungsgemäß auf das leere Blatt und liest ihn aus dem Gedächtnis einwandfrei vor.

Dies zeigt, dass das Gedächtnis spielend leicht Wissensstoff aufnimmt und dass tatsächlich jede Bemühung dabei ein Unsinn ist. Aus diesem Grunde reagiert unser Unterbewusstsein auf das Lernen der althergebrachten Art mit Unbehagen und Unwillen und daraus entsteht das lästige Gefühl, dass das Lernen schwierig und umständlich ist.

Wichtig sind nicht die Gedächtnisinhalte, denn diese lassen sich spielend leicht einbringen. Viel, viel wichtiger ist die Übung der Reproduktionsfähigkeit, die Übung des Erinnerns. Und diese Übung kann spielend leicht sein. Erstens entsteht dabei kein seelischer Widerstand und keine Abneigung und zweitens sind solche Übungen immer lebendig und konkret. Um praktisch zu zeigen, wie das gemeint ist, nehmen wir eine physikalische Formel als Beispiel. F a l s c h ist es zu versuchen, eine Formel so lange auswendig zu lernen, bis sie „sitzt“. R i c h t i g vielmehr ist, eine Formel einmal ganz lebendig darzustellen und sie so ganz bewusst zu machen, ganz gleich ob sie darauf oder am nächsten Tag auswendig heruntergeleiert werden kann oder nicht. Darauf übt man sich dann in der praktischen Anwendung der Formel an konkreten Beispielen und bis man sich versieht, sitzt die Formel so fest, dass man sie jederzeit reproduzieren und anwenden kann.

Beim angestrengten Auswendiglernen der Formel entsteht ein Unlustgefühl und es kommt uns schwer an. Bei der obigen Anwendung der bereits im Gedächtnis sitzenden Formel aber fühlen wir Lust und Freude, da wir ja etwas Lebendiges und durchaus Konkretes vor uns haben.

Interessante Versuche während des Schlafes

Schon im zweiten Weltkrieg wurden folgende Versuche gemacht: Einer Versuchsperson wurde während des Schlafes 250-mal eingesagt, dass Urlaubssperre sei. Eine andere Versuchsperson wurde hypnotisiert und ihr wurde dabei einmal eingesagt, dass Urlaubssperre sei. Einer dritten Versuchsperson wurde nur dreimal dasselbe während des normalen Schlafes eingesagt. Am Tag darauf wurden alle drei Versuchspersonen in ein Gespräch über Urlaub verwickelt und ihnen nahe gelegt, sie sollten ihren Urlaub einreichen (alle drei Versuchspersonen hatten längere Zeit keinen Urlaub mehr, so dass die praktische Möglichkeit durchaus bestand).

Dabei stellte sich heraus, dass zwei der Versuchspersonen, die hypnotisierte und die, der man 250-mal einsagte, dass Urlaubssperre sei, der Meinung waren, dass tatsächlich der Urlaub gesperrt sei. Die Versuchsperson aber, der man im Schlaf nur dreimal dasselbe einsagte, erinnerte sich nicht daran.

Dies zeigt, dass man bei einer hypnotisierten Versuchsperson bereits bei einmaliger Einsage einen dauerhaften Eindruck erzeugen kann und bei einer normal schlafenden Person etwas sehr oft wiederholen muss, bis ein Eindruck angenommen wird, also ganz von selber reproduziert werden kann.

Ein anderer, interessanter Versuch wurde von Dr. Lawrence Leshan am College of Williams and Mary in New York gemacht. 20 Jungen, die dauerhaft unter Fingernägelbeißen litten, wurde jede Nacht, während sie im Schlaf waren, 600-mal mit Hilfe eines Tonbandes folgendes eingesagt:

»M e i n e F i n g e r n ä g e l s c h m e c k e n s c h r e c k l i c h b i t t e r …

m e i n e F i n g e r n ä g e l s c h m e c k e n s c h r e c k l i c h b i t t e r ...«

Das Ergebnis: Innerhalb weniger Wochen gaben von den 20 Jungen acht das lästige Beißen auf Fingernägeln gänzlich auf. Dabei aber ist zu berücksichtigen, dass die Beseitigung einer solchen fest sitzenden Gewohnheit wie das Beißen auf Fingernägeln relativ viel schwieriger ist als das Lernen im Schlaf. Bei einer fest sitzenden Gewohnheit ist nämlich außer der Aufnahme in das Gedächtnis auch noch ein bedeutender seelischer Widerstand zu beseitigen.

Unser Gedächtnis und unser Unterbewusstsein sind also auch dann aufnahmefähig, wenn wir ganz normal schlafen. Und diese Grunderkenntnis ist die theoretische Grundlage der Schlaf-Lernmethode. Da bei der Anwendung dieser Methode Gleiches sehr oft wiederholt werden muss, ist die Anwendung moderner, technischer Tongeräte sehr unterstützend und nutzbringend. Nachdem wir die theoretischen Grundlagen kennen, wollen wir darauf näher eingehen und besonders die praktische Anwendung des Tongerätes eingehend behandeln.

Dies liegt nun schon Jahre zurück und in der Zwischenzeit hat sich die Lernmethode auch in der Praxis eingeführt. In vielen Ländern hat sie heute bereits einen hohen Stellenwert. Sie wird benutzt, um Sprachen zu lernen, technischen, kaufmännischen und sonstigen Fernunterricht zu erleichtern, Gewohnheiten und persönliche Fehler zu beseitigen, Akzente in der Sprache zu korrigieren, zurückgebliebene Kinder zu erziehen, Strafgefangene zu bessern und umzuerziehen, seelische Hemmungen zu beseitigen und zu vielen weiteren Zwecken.

Im Zweiten Weltkrieg wurde diese Methode bereits dazu verwendet, im Rahmen der amerikanischen Abwehrorganisation O. S. S. (Office of Strategic Services) Geheimagenten zu schulen und auszubilden. Dabei wurden den Agenten durch Lernen im Schlaf ausländische Akzente, Gewohnheiten, Gebräuche, Daten, Namen usw. beigebracht, die für ihren effektiven Einsatz im Feindgebiet von großer Bedeutung waren. Auch andere, offizielle Stellen wie die Luftwaffe, die Marine und das Heer haben mit der Schlaf-Lernmethode erfolgreiche Versuche gemacht.

Aber auch bekannte Film-, Fernseh- und Bühnenstars verwendeten schon im frühen 20. Jahrhundert das Lernen im Schlaf mit Erfolg, so auch:

Bing Crosby, Gloria Swanson, Rudy VaIlee, Marilyn Erskine, Ramon Vinay, Art Linkletter und viele andere.

Nach Angaben amerikanischer Zeitungen wurden schon damals in den USA für Schlaf-Lernmethoden bereits jährlich mehrere Millionen Dollar ausgegeben. Dazu kommt noch, dass es dort auch bereits eine ganze Anzahl von Hilfsgeräten für das Lernen im Schlaf gab wie: Sleep-O-Matic, Electronic Educator, Sleep Master, Dormiphone Memory Trainer, Blackhawk Message Repeater usw.

Heute ist das Lernen im Schlaf bereits in vielen Ländern der Erde bekannt und überall arbeiten Wissenschaftler daran, die Schlaf-Lernmethode zu vereinfachen und noch effektiver zu gestalten. In verschiedenen Ländern wird diese Methode sogar an verschiedenen Schulen bereits mit bestem Erfolg angewandt. Es wird nicht mehr lange dauern, bis die Schlaf-Lerntechnik weltweit zum festen Bestandteil der Bildungsträger geworden ist.

Zweck und Nutzen von Lernen im Schlaf

Dass das Lernen im Schlaf möglich ist, wurde durch wissenschaftliche Versuche an amerikanischen Universitäten und Instituten bewiesen. Besonders hervorzuheben sind dabei die wissenschaftlichen Arbeiten an der University of North Carolina, Georgetown University, University of California, Parsons Training School, Institute of Logopedics und bei der Sleep Learning Research Association. An allen diesen Institutionen wurden praktische Erfolge mit Lernen im Schlaf nachgewiesen und auch praktisch erzielt.

Unser Gehirn arbeitet auch während des Schlafes

Unser Gehirn erfüllt vielerlei Aufgaben, während wir im Bett liegen und tief schlafen. Es steuert die Atmungstätigkeit, den Herzschlag, den Kreislauf, den Blutdruck, den Stoffwechsel, die Verdauung, die Drüsentätigkeit und viele weitere wichtige Lebensfunktionen.

Die Arbeit unseres Gehirns sorgt dafür, dass wir uns während des Schlafes von einer Seite auf die andere drehen und dass wir nicht aus dem Bett fallen. Es bewirkt, dass wir träumen und sogar sprechen können, während wir schlafen.

Wenn wir eine Mutter beobachten, die neben ihrem Säugling schläft, dann können wir feststellen, dass sie selbst bei starken Geräuschen wie Straßenverkehr oder Gewitter unbesorgt weiterschläft, dass sie aber sofort erwacht, wenn der kleinste Laut von ihrem Säugling kommt. Das Unterbewusstsein arbeitet also auch während des Schlafes zielstrebig.

Es gäbe viele Beweise und Beispiele, dass unser Gehirn auch während des Schlafes arbeitet, aber diese wenigen wollen uns vorerst reichen. Wenn Sie die Schlaf-Lernmethode praktisch anwenden, werden Sie täglich neue Beweise selber erleben.

Vom uralten Tempelschlaf

Man freut sich oft über neue Entdeckungen und muss feststellen, dass sie in vielen Fällen nur Wiederentdeckungen sind. So wurden auch die Grundlagen des Lernens im Schlaf bereits von den alten Ägyptern in ihren Tempeln beim so genannten Tempelschlaf angewandt.

Man legte Kranke auf Teppiche oder Tierfelle und ließ sie einschlafen. Dann kam ein Priester an den Kranken heran und flüsterte ihm während des Schlafes heilende Suggestionen ein. Der Schlaf wurde dabei oft noch durch Abbrennen von narkotisierenden Kräutern vertieft und entspannt.

Diese Methode der Schlafbeeinflussung und Schlafheilung liegt etwa zwischen der modernen Hypnosetherapie und der Schlaf-Lernmethode. Das, was der Priester dem Kranken einflüsterte, drang in das Unterbewusstsein und wirkte von dort aus als lebendige Tatsache.

Es ist heute bekannt, dass ähnliche Methoden auch von anderen alten Kulturvölkern angewandt wurden. Zum Beispiel von den Indern, Chinesen, Mayas, Inkas usw. Aber auch die heute noch von den Medizinmännern in Afrika und Südamerika angewandten Methoden sind im Prinzip ähnlich.

Schneller und leichter lernen durch Lernen im Schlaf

Nachdem wir nun ein klein wenig in die theoretischen Grundlagen der neu entwickelten Schlaf-Lernmethode eingedrungen sind, könnte leicht der Eindruck entstehen, dass wir damit eine Methode zur Verfügung haben, die Wunder wirken kann. Als realistische Menschen nehmen wir das in der Regel nicht an. Wir sind doch moderne Menschen und durchaus nüchtern und jedes Wunder ist uns fremd. Wir sind eher geneigt, hinter der neuen Methode auch die Schwierigkeiten und Nachteile zu suchen.

Nun, ein wenig nachhelfen muss man schon, aber es gibt praktisch keine Nachteile, denn die weiter entwickelte Schlaf-Lernmethode hilft uns, schneller und effektiver zu lernen. Wie wir ja bereits erkannt haben, lässt sich Wissensstoff auch während des Schlafes in das Gedächtnis einbringen. Aber wir wissen auch, dass Gedächtnisinhalte alleine nicht viel nützen. Wir müssen immer noch üben, wenn wir lernen, denn die eingebrachten Gedächtnisinhalte sollen ja jederzeit wieder erinnert werden können.

Aber die Hauptarbeit übernimmt die Methode „Lernen im Schlaf“, die uns nur Vorteile bringt. Wir können mit dieser Schlaf-Lernmethode durch Wiederholungen z.B. mit Hilfe eines Tonwiedergabegerätes so viel Wissensstoff einbringen, wie wir wollen, und brauchen uns nicht mehr im Wachzustand darüber graue Haare wachsen zu lassen, wie wir Wissen erwerben. Wir machen uns das Lernen mit dieser Methode viel leichter, weil wir wissen, dass das im Schlaf eingebrachte Wissen gespeichert bleibt. Wir brauchen uns also nur auf unsere ganze bewusste Lerntätigkeit konzentrieren, uns in der Anwendung des Wissens zu üben und zu vervollkommnen. Aber trotzdem soll keiner hergehen und nun etwa ein Wunder von heute auf morgen oder über Nacht verlangen. Das gibt uns auch die beste Methode nicht. Immer noch müssen wir bewusst daran arbeiten, das Wissen, das wir im Schlaf erwerben, bewusst jederzeit zu reproduzieren, also zu erinnern.

Wenn wir Wissen im Schlaf aufnehmen, dann haben wir am nächsten Tag beim bewussten Lernen das innere Gefühl, als wenn wir etwas, das wir vor längerer Zeit einmal gelernt haben, nur wiederholen. Und dieses Gefühl ermöglicht es uns, das Lernen als etwas Leichtes und Angenehmes zu betrachten. Und wenn wir nach dem Lernen im Schlaf bewusst lernen, dann können wir feststellen, dass wir entweder nur noch die halbe Zeit zum Lernen benötigen oder nun in derselben Zeit den doppelten Lerninhalt reproduzieren.

Der Hauptvorteil der modernen Schlaf-Lernmethode liegt also ganz klar und eindeutig darin, dass wir:

1. S c h n e l l e r l e r n e n

2. E f f e k t i v e r l e r n e n

3. L e i c h t e r l e r n e n

Falsches Lernen und richtiges Lernen

Lernen erscheint meist schwierig. Spielen aber erscheint immer leicht. Warum ist das so? Muss das so sein? Nun - es kommt auf die Voraussetzungen an, auf die seelische Vorspannung. Auf ein Spiel freut man sich, auch wenn es anstrengend ist. Man sieht dabei keine Schwierigkeiten und man hat eben Lust dazu und der Mensch fühlt sich nun zu allem hingezogen, zu dem er Lust hat. Lustempfinden ist ja eines der stärksten Antriebe des Menschen und diesen Antrieb hat die Natur in zweckmäßiger Weise in ihn hineingelegt.

»Wie aber kann man Lernen zur Lust machen? Wie kann man beim Lernen das Gefühl bekommen, Lust zu empfinden?«

Dazu zwei Beispiele:

Person A konzentriert sich beim abstrakten Lernen darauf, alles auswendig zu lernen. Sie büffelt mit Widerwillen stundenlang einzelne Lehrsätzen, Formeln, Regeln, Vokabeln, Wörterreihen. Weil sie es nicht anders kennt, kann es uns auch nicht verwundern, wenn sie das »Lernen« als eine Leistung, eine Anstrengung, eine Schwierigkeit und als eine schwere Arbeit ansieht.

Person B lernt auch. Sie macht sich jeden Lehrsatz, jede Formel, jede Regel und jede Wörterreihe zuerst einmal ganz bewusst und dann konzentriert sie sich darauf, den jeweiligen Lehrsatz usw. praktisch zu üben. Sie macht dabei ganz und gar lebendige und konkrete Übungen, die sie jederzeit v e r w e r t e n k a n n !

W e r, glauben Sie wohl, hat mehr Lustempfinden beim Lernen - der Büffler oder der konkret Lernende? Die Antwort ist der konkret Arbeitende!

Hier sehen Sie den klaren Unterschied zwischen falschem und richtigem Lernen. Nun könnte der Büffler fragen: »Und wie lerne ich nun einen Lehrsatz oder eine Formel auswendig - wie kann ich Vokabeln lernen ?« Nun - durch Büffeln kann man sicher etwas auswendig lernen. Aber unter Unlustgefühlen. Und durch die praktische Übung kann man dasselbe sozusagen ganz nebenbei lernen, ohne Büffeln und hat dabei noch Lustempfinden. Wenn man aber abstraktes Lernen anwendet, dann wehrt sich unser Unterbewusstsein. Wird das Lernen aber lebendig und assoziativ gestaltet, entwickelt sich bei der Durchführung sogar Freude und Lust.

Wie erleichtert muss nun das Lernen sein, wenn man Lerninhalte wie Vokabeln, Lerntexte, Aussprachen, Formeln etc., die bislang überwiegend nur gebüffelt wurden, mit einmal, ohne sich dabei in irgendeiner Weise anstrengen zu müssen, während des Schlafens in das Gedächtnis einbringen kann?

Und welches angenehme Gefühl mag man empfinden, wenn man sich beim bewussten Üben so fühlt, als wenn man nur etwas wiederholen würde, das man schon früher einmal gelernt hat? Und dieses Gefühl gibt uns das Lernen im Schlaf.

Worauf es beim Lernen im Schlaf ankommt

An sich ist die Methode des Schlaflernens spielend leicht in ihrer Anwendung, aber doch müssen dabei drei wichtige Faktoren berücksichtigt werden. Diese sind:

1. Die Methode ist für Sie neu und Sie müssen sich daher erst an sie gewöhnen. Anfangserfolge sollen daher nicht angestrebt werden.

2. Je entspannter Sie schlafen können, umso größer ist Ihre unterbewusste Aufnahmefähigkeit.

3. Bei den ersten Versuchen können seelische Vorspannungen auftreten, die Sie nicht einschlafen lassen. Dazu ist immer eine gewisse Ungeduld vorhanden, die in gewisser Weise leicht nervös macht.

Es kommt infolge dieser drei Faktoren beim Schlaflernen darauf an, dass Sie dieser Methode zu Beginn keine besondere Aufmerksamkeit schenken und sie sozusagen als gänzlich nebensächlich betrachten. Diese innere Einstellung schützt Sie vor seelischen Vorspannungen. Die Methode soll also zuerst einmal eine Zeitlang im Leerlauf betrieben werden. Und zwar so lange, bis Sie sich eingewöhnt haben.

Dann sollen Sie alles versuchen, um so entspannt als möglich schlafen zu können. Dazu können Sie viel beitragen durch Vermeidung jeder Aufregung vor dem Einschlafen. Sie sollen sich auch nicht mit irgendwelchen schwierigen Problemen vor dem Schlaf beschäftigen. Gut ist es, wenn Sie ganz normal entspannt und müde schlafen gehen. Spaziergänge in ruhiger Umgebung sind dabei sehr unterstützend. Nur dürfen Sie sich dabei nicht mit schwierigen und tiefsinnigen Spekulationen beschäftigen. Bei nervösen Personen wirken u. a. pflanzliche Produkte, die besonders das Nervenvitamin B1 enthalten, als unterstützend bei der Eingewöhnung.

Die Eingewöhnungsphase

Bevor mit der Eingewöhnung begonnen wird, soll etwas Zeit verstreichen. Nichts würde mehr schaden, als die hier gebrachten Anleitungen zu lesen und dann mit Begeisterung, Hals über Kopf, die ersten Versuche zu machen. Zuerst eingehend die Grundlagen studieren, dann zuerst einmal darüber nachdenken, was Sie nach der Eingewöhnung als erstes Lernziel anstreben wollen und dann noch etwas warten.

Der Beginn der Eingewöhnung soll mit solchen Lerntexten geschehen, die uns mehr oder weniger gleichgültig sind, denen wir also nicht zu viel Wert beilegen. Es soll also zuerst einmal keinerlei Erfolg angestrebt werden. Es gibt Anwender, bei denen sich seelische Widerstände aktiviert haben, weil sie gleich in den ersten Tagen mit durchschlagenden Erfolgen sich selber und ihre Umgebung überzeugen wollten. Dazu ist später immer noch Zeit und Gelegenheit genug.

Zusammengefasst:

Zu Beginn die Methode leer laufen lassen - keinen Erfolg erreichen wollen - keine Verkrampfungen und keine Ungeduld. Erst einmal eingewöhnen, und zwar ganz ohne Begeisterung. Die ersten Erfolge bemerken Sie dann ganz von selber.

Nach den ersten zwei Wochen können Sie einen Probetext versuchen und dann vergleichen Sie ihn mit einem anderen Text, den Sie in althergebrachter Weise lernen. Sie werden dann bemerken, dass sich der Probetext durch Lernen im Schlaf viel leichter und schneller einprägt als der andere Text durch herkömmliche Lernart.

Wie lange dauert das Eingewöhnen?

Normalerweise soll das Eingewöhnen zwei bis drei Wochen bei t ä g l i c h e r Anwendung der neuen Lernmethode dauern. Nicht früher mit Versuchen und Probetexten beginnen! Sie müssen das Gefühl haben, dass Sie die neue Methode nicht im Geringsten stört. Sie müssen genauso gut und fest die ganze Nacht durchschlafen können wie sonst auch.

Bei manchen Personen, besonders bei seelisch und körperlich verkrampften Menschen, kann die Eingewöhnung einige Wochen länger dauern. Dann sind Entspannungsübungen angebracht. (mehr dazu siehe II., V. und VI. Kapitel)

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