Kitabı oku: «Selbsthypnose lernen nach Anleitung»
Tony Gaschler
Selbsthypnose lernen nach Anleitung
Erfolgreiche Beseitigung von ungewünschten Gewohnheiten, Abhängigkeiten und persönlichen Mängeln
www.verlag4you.de
© 2019 by verlag4you
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3. Auflage (EBOOK) aus 4. Auflage (PRINT)
ISBN 978-3-936612-44-8 (EBOOK)
ISBN 978-3-936612-10-3 (PRINT)
Text- und Grafikgestaltung: verlag4you
Alle Rechte, auch der auszugsweise Nachdruck, die photomechanische oder digitalen Wiedergabe, die Übersetzung in anderen Sprachen und für Zwecke der Unterrichtsgestaltung, sind ausdrücklich verlag4you vorbehalten.
Inhaltsverzeichnis
I. Vorwort
II. Hypnose heilt - Hypnose hilft
Alte Irrtümer über Hypnose
Hypnose ist immer Selbst-Hypnose
Der Unterschied zwischen Wachsein und Hypnose
Was Hypnose kann, kann auch Selbst-Hypnose
Die neue Methode: Vorhypnose-Suggestion
Verschiedene Methoden der Vorhypnose-Suggestion
Vorhypnose-Suggestion ist auch ohne Selbst-Hypnose wirksam
Leichte Hypnose und Tiefenhypnose
Leicht verständliche Hypnosetheorie
Das Wesen der Suggestion
Hypnose und Schlaf
Die Nachwirkung der Selbst-Hypnose
Selbst-Hypnose wirkt immer
Ihr erster Selbst-Hypnoseversuch (Hypnoidisieren)
Das Wecken aus der Selbst-Hypnose
Versuchs-Suggestionsformeln
Wie bemerkt man, dass man in Selbst-Hypnose ist?
Was tun, wenn Sie bei Selbst-Hypnose einschlafen?
Ihr zweiter Selbst-Hypnoseversuch (Hypnotisieren)
Der erste Vorversuch
Der zweite Vorversuch
Das planmäßige Üben der Selbst-Hypnose
III. Die praktische Anwendung der Selbst-Hypnose
Wie wird die leichte Selbst-Hypnose angewandt?
Dauer der Vorhypnose-Suggestion
Selbst-Hypnose wirkt, auch wenn Sie nicht daran glauben
Wie lange dauert es, bis ein Dauererfolg eintritt?
Einfache Suggestionen und bedingte Reflexe
Selbst-Hypnose wirkt stärker als Sie glauben
Wie wird die mittlere Selbst-Hypnose angewendet?
IV. Die Randgebiete der Selbst-Hypnose
Selbst-Hypnose als Grundlage der Autosuggestion
Yoga-Heilung und autogenes Training
Spontane Selbst-Hypnose im Alltag
Das Horoskop wirkt nur durch Selbst-Hypnose
Selbst-Hypnose in der Liebe
Praktische Philosophie
V. Wo kann Selbst-Hypnose helfen?
Selbst-Hypnose beseitigt seelische Hemmungen
Selbstvertrauen und sicheres Auftreten
Nicht gewünschte Gewohnheiten können beseitigt werden
Sexuelle Hemmungen und Gewohnheiten
Besser lernen durch Selbst-Hypnose
Seelische Grundumstellung durch Selbst-Hypnose
Schaffensfreude und Leistungssteigerungen
Konzentration und Gedächtnisleistung
Sportliche Höchstleistungen durch Selbst-Hypnose
Geistige Höchstleistungen und schöpferische Arbeit
Gesünder werden durch Selbst-Hypnose
Die Heilung von Krankheiten durch Selbst-Hypnose
Beseitigung von Schwierigkeiten in der Ehe
Berufliche Schwierigkeiten können beseitigt werden
Persönlicher Mut, innere Freiheit und Selbstbewusstsein
Suggestions-Formeln
Regeln für Suggestions-Formeln
Wichtige Hinweise
Nachwort
Hypnose - Forum
Quellenverzeichnis
I. Vorwort
Selbst-Hypnose ist leicht erlernbar. Es lassen sich mit ihr nicht gewünschte Gewohnheiten, seelische Hemmungen, persönliche Fehler und Mängel erfolgreich beseitigen.
Wenn Sie dies bedenken, dann werden Sie erkennen, dass Sie am Beginn eines neuen Lebensabschnittes stehen. Die Befreiung von nicht gewünschten Gewohnheiten, seelischen Hemmungen, persönlichen Fehlern und Mängeln bedeutet eine grundlegende Änderung auf allen Gebieten des persönlichen Lebens.
In dieser praktischen Methode zum Selbst-Unterricht lernen Sie alles, was Sie wissen und können müssen, um sich jederzeit selber hypnotisieren zu können. Hierzu bekommen Sie auch die notwendigen Suggestionsformeln an die Hand, die Sie zur praktischen Anwendung der Selbst-Hypnose benötigen, wenn Sie die nicht gewünschten Gewohnheiten, seelischen Hemmungen, persönlichen Fehler und Mängel beseitigen wollen.
Bedenken Sie aber bitte gleich zu Beginn Ihrer Arbeit mit Selbst-Hypnose, dass die gebratenen Tauben nicht so einfach vom Himmel fallen und dass allein das Lesen einer Selbst-Unterrichtsmethode nicht den gewünschten Erfolg bringen kann. Sie müssen das, was beschrieben wird, auch anwenden, wenn Sie den gewünschten Erfolg wirklich erreichen wollen.
Ich zweifle nicht, dass Sie den guten Willen haben, für die Erreichung Ihres Zieles täglich einige Minuten zu opfern, und wünsche Ihnen hiermit die besten Erfolge.
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Tony Gaschler
II. Hypnose heilt - Hypnose hilft
Die Hypnose als moderne Heil- und Hilfemethode wird heute in allen Ländern der Erde mit Erfolg angewandt. Dabei ist natürlich das Hauptanwendungsgebiet die Heilung und Besserung von Krankheiten. Hypnose ist eine Heilmethode, die bei sehr vielen Krankheiten eine Heilung oder zumindest eine Besserung bringen kann.
Dieses Gebiet der Hypnoseanwendung sollte aber nicht das Ziel unserer Bemühungen sein, denn die Heilung von Krankheiten muss dem Arzt und Fachmann vorbehalten bleiben.
Wir wollen uns hier ausschließlich damit beschäftigen, wie durch Selbst-Hypnose verschiedene Schwierigkeiten beseitigt werden können, die an sich keine eigentlichen Krankheiten sind. Dazu zählen vor allem die nicht gewünschten Gewohnheiten, die seelischen Hemmungen, die persönlichen Fehler und Mängel.
Alte Irrtümer über Hypnose
Hypnose wird selbst heute noch, im Zeitalter von Wissenschaft und Technologie, als etwas Geheimnisvolles und Mystisches angesehen. Dabei aber ist Hypnose eigentlich nicht mehr als eine Art von Psychotechnik und jeder normal intelligente Mensch kann das Hypnotisieren erlernen.
Sensationelle Zeitungsartikel, Romane, Schaustellungen und Filme tragen dazu bei, dass die alten Ansichten über die Hypnose immer wieder verbreitet werden.
Der größte Irrtum jedoch, der über die Hypnose verbreitet wurde, betrifft den Hypnotiseur und sein Medium. Angeblich geht vom Hypnotiseur auf sein Medium (der Wissenschaftler spricht von Versuchsperson) eine gewisse Kraft über, die dann in der Versuchsperson eben die Hypnose erzeuge. Dies stimmt jedoch ganz und gar nicht. Man kann heute mittels eines Tongerätes hypnotisieren und wo bleibt da diese sagenhafte magische Kraft?
Hypnose ist keine junge und neue Wissenschaft. Sie ist schon sehr, sehr alt und die alten Magier in Persien wie die alten Priester in Ägypten wandten sie genauso an wie die alten Griechen und die Inder. Früher aber hatte man von den Naturkräften und Naturgesetzen keine genaue Kenntnis und so konnten die verschiedensten Ansichten über die Hypnose usw. entstehen, die sich leider bis heute erhalten haben. Aber was ist die Hypnose nun wirklich?
Hypnose ist immer Selbst-Hypnose
Heute hat man erkannt, dass jede Hypnose im Grunde genommen eine Selbst-Hypnose ist. Der Hypnotiseur verhilft dabei der Versuchsperson dazu, dass sich diese selber hypnotisiert. Dazu gibt es verschiedene Methoden. Meist geschieht es durch die Lenkung der Aufmerksamkeit. Ist ein Mensch in Hypnose, dann kann er beeinflusst werden. Diese Beeinflussungen nennt man: Suggestion.
Der Unterschied zwischen Wachsein und Hypnose
Das Wesen der Hypnose erkennt man am besten, wenn man den Unterschied zwischen Wachsein und Hypnose genau betrachtet. Im Wachsein kann ein Mensch nur schwer beeinflusst werden. Die Suggestionen wirken nicht.
Wenn Sie zum Beispiel zu einer wachen Person sagen: „J e t z t k ö n n e n S i e I h r e n A r m n i c h t m e h r b e w e g e n !“, dann wird diese höchstens lachen und den Arm dann doch bewegen können. Wenn Sie aber denselben Satz zu einer hypnotisierten Versuchsperson sagen, dann kann diese den Arm tatsächlich nicht mehr bewegen. Oder Sie sagen einer wachen Person: „S i e f ü h l e n j e t z t i n d e r r e c h t e n H a n d k e i n e r l e i S c h m e r z !“, dann hat das keine Wirkung. Wenn Sie diesen Satz jedoch zu einer hypnotisierten Versuchsperson sagen, dann ist tatsächlich an der erwähnten Körperstelle jeder Schmerz unmöglich. Die Schmerzempfindlichkeit ist verschwunden und Sie können der Versuchsperson in die Hand kneifen oder ihr mit einer Nadel tief in die Muskeln hineinstechen.
Der Unterschied zwischen Wachsein und Hypnose ist die gesteigerte Empfänglichkeit für seelische Beeinflussungen (Suggestionen).
Was Hypnose kann, kann auch Selbst-Hypnose
Da Hypnose und Selbst-Hypnose im Wesen gleich sind, können dieselben Wirkungen bei beiden erzielt werden. Was in Hypnose möglich ist, ist auch in der Selbst-Hypnose möglich.
Die Schwierigkeit liegt nur darin, dass in der Hypnose der Hypnotiseur die Versuchsperson beeinflussen kann, in der Selbst-Hypnose aber ist kein Hypnotiseur vorhanden. Und während man in Selbst-Hypnose ist, kann man sich selber nicht beeinflussen, da man bei jedem Versuch, zu sich selber zu sprechen oder willentlich zu denken, aus der Selbst-Hypnose aufwachen würde. Dies ist der Grund, warum man bis jetzt so wenig über Selbst-Hypnose gehört hat. Wohl war es schon immer möglich, sich selber zu hypnotisieren, aber die Hypnose allein macht ja keinen Sinn. Wenn man sie anwenden möchte und etwas mit ihr erreichen will, dann muss man sich während der Hypnose selber beeinflussen. Sonst hätte es keinen Zweck, sich in Hypnose zu versetzen.
Dieses Problem ist durch die so genannte vorhypnotische Beeinflussung (Vorhypnose-Suggestion) gelöst worden. Diese Methode wird hier erstmals systematisch angewandt und dadurch ist die Selbst-Hypnose nun praktisch nutzbar geworden. In den USA gibt es bereits ähnliche Methoden, die sehr gute Erfolge erzielten.
Die neue Methode: Vorhypnose-Suggestion
Sie wissen jetzt, dass sich Suggestionen (seelische Beeinflussungen) während der Hypnose verwirklichen. Und Sie wissen, dass man sich in der Selbst-Hypnose nicht selber beeinflussen kann. Wenn Sie nun erfahren, dass man sich bei der Anwendung der Selbst-Hypnose schon vor der eigentlichen Hypnose wirksam beeinflussen kann, dann werden Sie erkennen, dass nun die Selbst-Hypnose praktisch nutzbar gemacht ist.
Die Vorhypnose-Suggestion beruht darauf, dass ein Reiz, der oft genug wiederholt wird, im Gedächtnis nachklingt oder nachwirkt. Wenn Sie zum Beispiel in einem Film mehrere sehr aufregende oder traurige Szenen gesehen haben, dann wirken diese auch nach dem Ende des Films noch nach und gehen Ihnen sozusagen immer im Kopf herum. Das kennen doch auch Sie. Nicht wahr?
Besonders gut erkennt man das, wenn man sich nach einem aufregenden Film gleich ins Bett legt. Dann kann man entweder nicht sofort einschlafen oder man träumt davon. Das sind Nachwirkungen.
Wenn Sie einen Satz hundertmal abschreiben und ihn dabei halblaut vor sich hersagen, dann geht Ihnen dieser Satz nachher immer und immer wieder im Kopf herum. Er wirkt nach. Diese Methode wird besonders in Schulen angewandt, damit eine deutliche Nachwirkung erzielt wird. Um solche Nachwirkungen zu erreichen, gibt es verschiedene Methoden.
Verschiedene Methoden der Vorhypnose-Suggestion
Die Grundlage der Vorhypnose-Suggestion besteht darin, dass öfters wiederholte, gleiche Reize nachwirken. Nun braucht man nur diese gleichen, öfters wiederholten Reize so zu gestalten, dass sie zugleich Suggestionen sind. Dies geschieht durch Worte. Hier einige verschiedene Methoden der Vorhypnose-Suggestion.
1. Mehrmaliges Vorlesen
Man kann sich Suggestionsformeln vor der Selbst-Hypnose mehrmals vorlesen. Die Nachwirkung ist dabei umso stärker und dauerhafter, je öfter und je gleichmäßiger das geschieht.
2. Mehrmaliges Abschreiben
Man schreibt eine Suggestionsformel mehrmals ab. Dabei ist die Wirkung umso besser, je öfter, je gleichmäßiger und je langsamer geschrieben wird.
3. Mehrmaliges Hersagen
Man sagt die Suggestionsformel mehrmals vor sich her. Dabei ist die Nachwirkung umso stärker, je gleichmäßiger und monotoner man die Formel spricht.
4. Sprechdenken
Man denkt sich die Suggestionsformel mehrmals, indem man sie im Gedanken spricht, also ohne Ton.
5. Sprechdenken im Atemrhythmus
Dabei wird die Suggestionsformel im Rhythmus des Atems mehrmals wiederholt. Man kann sie dabei nur im Ausatmen oder aber im Aus- und Einatmen je einmal denken. Das macht dann bei fünfzig Atemzügen einhundert Wiederholungen. Diese Art ist besonders wirksam.
6. Beeinflussung vor dem Spiegel
Besonders wirksam ist auch das mehrmalige Hersagen einer Suggestionsformel, wenn man dabei in einen Spiegel sieht und fest die eigenen Augen fixiert (Spiegelübungen).
7. Hersagen und Sprechdenken im Gehen.
Wenn man sich bei gleichmäßigem Gehen eine Suggestionsformel immer wieder selber vorsagt oder sie denkend spricht, dann wirkt das besonders gut, denn auch das Gehen ist ein Rhythmus, der die Gleichmäßigkeit besser steuert.
8. Der dynamische Selbst-Vortrag.
Man kann eine Suggestionsformel auch durch einen Selbst-Vortrag immer und immer wieder in sich hineinbringen. Dabei aber ist es gut, wenn dynamisch (beseelt) gesprochen wird. Man kann einen solchen Selbstvortrag im Stehen oder Gehen machen.
Vorhypnose-Suggestion ist auch ohne Selbst-Hypnose wirksam
Wenn wir die Meditationsschnur der Inder, den Rosenkranz der Christen und die Gebetsmühle der Tibetaner betrachten, werden wir erkennen, dass es sich dabei um dieselbe Sache handelt. Gebete, gleichlautende Gebetsformeln wie das „O m m a n i p a d m e h u m“ der Tibetaner, werden rhythmisch und gleichmäßig wiederholt. Dies sind gleichmäßige und oft wiederholte Reize, die natürlich eine Nachwirkung erzeugen. Und ein zusätzlicher Faktor, der ebenfalls berücksichtigt werden sollte, wird uns jetzt bewusst: Gleichlautende und gleichmäßige Reize, wenn sie oft genug wiederholt werden, erzeugen automatisch einen leichten Selbst-Hypnosezustand. Tatsächlich: Alle Methoden, die mit ständig sich wiederholenden Reizen arbeiten, sind dazu geeignet, einen leichten Selbst-Hypnosezustand zu erzeugen.
Durch diesen leichten Selbst-Hypnosezustand sind die Vorhypnose-Suggestionen alleine bereits wirksam. Wir wollen die Vor-Hypnosesuggestionen dazu verwenden, den Eintritt in die Selbst-Hypnose zu erleichtern.
Leichte Hypnose und Tiefenhypnose
Früher war man der Ansicht, dass eine Hypnose nur dann wirksam sein kann, wenn sie tief genug ist. Heute weiß man aus Erfahrungen, dass selbst ein ganz leichter Hypnosezustand ausreicht, um Heilungen zu erzielen. Dies gibt uns die Möglichkeit, den durch die Vorhypnose-Suggestion erzeugten leichten Hypnosezustand praktisch zu verwerten und auszunutzen.
Bei der Beseitigung von seelischen Hemmungen, nicht gewünschten Gewohnheiten, persönlichen Mängeln und Fehlern hilft bereits die Leichthypnose (der hypnoide Zustand), um damit in wenigen Tagen oder Wochen einen vollen Erfolg zu erzielen. Eine tiefere Hypnose (Hypotaxie oder mittlere Hypnose) ist nur dann erforderlich, wenn es sich um schwierige Fälle handelt. Eine richtige Tiefenhypnose (somnambuler Zustand) ist praktisch nur bei speziellen hypnotischen Experimenten nötig, wie sie zum Beispiel Wissenschaftler und Forscher durchführen. Zur Beseitigung von Hemmungen, Gewohnheiten, Mängeln und Fehlern aber nicht. Aus diesem Grunde wollen wir zwei in sich verschiedene Selbst-Hypnotisiermethoden kennen lernen und praktisch bis zur Beherrschung üben, und zwar die leichte Hypnose (hypnoidisieren) und die mittlere Hypnose (hypnotisieren). Bevor wir mit dem eigentlichen Training der Selbst-Hypnose beginnen, wollen wir uns noch etwas über theoretische Fragen unterhalten, damit Sie besser verstehen, wie und warum es so ist, wie beschrieben.
Leicht verständliche Hypnosetheorie
Wollen wir zuerst wiederholen, was Sie schon wissen:
1. Beim Hypnotisieren geht vom Hypnotiseur keinerlei geheimnisvolle Kraft aus. Hypnotisieren ist nur Psychotechnik.
2. Der Hypnotiseur verhilft der Versuchsperson beim Hypnotisieren nur dazu, dass sie sich selber hypnotisiert.
3. Hypnose ist immer Selbst-Hypnose.
4. Was die Hypnose durch einen Hypnotiseur kann, das kann auch die Selbst-Hypnose ohne Hypnotiseur.
5. Im Wachzustand sind die Menschen nur schwer zu beeinflussen. Suggestionen (seelische Beeinflussungen) wirken nur ganz schwach oder gar nicht.
6. In der Hypnose sind die Menschen leicht zu beeinflussen. Suggestionen wirken besser, gut oder sehr gut.
In der Selbst-Hypnose kann man sich selber nicht beeinflussen, denn wenn man willentlich denkt oder spricht, erwacht man automatisch aus dem Hypnosezustand. Daher müssen zur Beeinflussung andere Methoden angewandt werden. Zum Beispiel die Vorhypnose-Suggestion.
Natürlich kann man alternativ auch ein technisches Hilfsmittel wie z.B. einen MP3-Player als Tonträger zur Übertragung von Suggestionen (Anleitung siehe „MODERNE HYPNOSETECHNIK“, ebenfalls von Tony Gaschler auf www.verlag4you.de ) verwenden oder aber eine eingewiesene Hilfsperson betrauen, die dann die Suggestionsformeln wiedergibt, wenn wir in Selbst-Hypnose sind.
Vorhypnose-Suggestionen bestehen in gleichmäßigen, öfters wiederholten Reizen. Dabei kann man Suggestionsformeln verwenden, in denen das enthalten ist, was wirken soll.
Durch gleichmäßige Reize wird bereits ein leichter Hypnosezustand (hypnoider Zustand) erzeugt, den wir praktisch anwenden wollen.
Zur Hypnosetherapie ist keine tiefe Hypnose erforderlich. Bereits eine leichte Hypnose reicht aus, um volle Erfolge zu erzielen. Nur in schweren Fällen ist eine mittlere Hypnose (Hypotaxie) erforderlich.
Nun wollen wir noch einige weitere, theoretische Grundlagen kennen lernen.
Das Wesen der Suggestion
Suggestion nennt man jede seelische Beeinflussung. Ganz gleich, ob sie durch gesprochene Worte, durch Gesten oder durch Geschriebenes erfolgt.
Durch Suggestionen werden in einer hypnotisierten Versuchsperson bestimmte, der Suggestion entsprechende Vorstellungen erzeugt und diese Vorstellungen haben in der Hypnose das Bestreben, sich zu verwirklichen.
Suggestionsformeln sind Sätze, die eine seelische Beeinflussung zum Inhalt haben. Suggestionsformeln sollen sich in der Hypnose verwirklichen und auch noch nach der Hypnose wirken. Hier ein Beispiel zum besseren Verständnis:
Ein Hypnotiseur sagt zu einer Versuchsperson, die an Schüchternheit leidet: „S i e w e r d e n n a c h d e m E r w e c k e n a u s d i e s e r H y p n o s e ü b e r a l l u n d v o r j e d e r P e r s o n f r e i u n d m u t i g a u f t r e t e n k ö n n e n, g a n z f r e i u n d m u t i g a u f t r e t e n k ö n n e n !“
Dieser Satz ist eine Suggestionsformel. Sie stellt das dar, was erreicht werden soll, was sich in der Hypnose verwirklichen soll.
Durch diese Suggestionsformel wird in der Versuchsperson die Vorstellung des Freiseins und des Mutes erzeugt und diese Vorstellung verwirklicht sich. Sie wirkt dabei noch nach der Hypnose weiter. Manchmal wenige Stunden, oft aber auch viele Monate. Je nach Eigenarten der Versuchsperson. Um eine Dauerwirkung zu erzielen, ist eine mehrmalige Wiederholung der Hypnosebehandlung erforderlich, da die Dauer der Wirkung jedes Mal steigt.
Und nun ein Beispiel aus der Selbst-Hypnose. Ein Schüler der Selbst-Hypnose schreibt auf dem Tisch sitzend hundertmal den folgenden Satz ab: „I c h b i n i m m e r u n d ü b e r a l l f r e i u n d m u t i g !“ Dieser Satz ist die Suggestionsformel und die gleichmäßige und mehrmalige Wiederholung erzeugt durch gleichmäßig wiederholte Reize einen leichten Selbst-Hypnosezustand, den so genannten hypnoiden Zustand. Die Suggestion wirkt nach und bei mehrmaliger Wiederholung der ganzen Übung festigt sich der Erfolg mehr und mehr. Das Verhalten des Selbst-Hypnoseschülers wird immer freier und mutiger und damit verschwindet natürlich die Schüchternheit.
Das Wesen der Suggestion sind Vorstellungen, die sich in der Hypnose oder Selbst-Hypnose verwirklichen.
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