Kitabı oku: «Herrschaft für ein Jahr | Erotischer SM-Roman»
Impressum:
Herrschaft für ein Jahr | Erotischer SM-Roman
von Ven Rouven
Zwei Dinge waren schon immer in Ven Rouven – seit frühester Jugend. Zum einen das Schreiben. Viele Bücher, Drehbücher und Gedichtbände sind das Ergebnis dieser lebenslangen, nicht enden wollenden Leidenschaft. Zum anderen erkannte er erst viel später – im Jahre 2002 – beim Besuch eines SM-Lokals seine wahre sexuelle Ausrichtung. Er ist durch und durch ein Dom. Seine Dominanz und der Hang zum SM-Style waren wie das Schreiben schon immer in ihm, blieben nur viele Jahre unerkannt. Beide Elemente lebt er heute intensiv aus. Und mit erotischen Büchern verbindet er alles zu einem Ganzen. Ven Rouven ist BDSM-Literatur. Schonungslos offen, ehrlich und authentisch
Lektorat: Daniela Jungmeyer
Originalausgabe
© 2019 by blue panther books, Hamburg
All rights reserved
Cover: © Galina Tcivina @ shutterstock.com © Kiselev Andrey Valerevich @ shutterstock.com
Umschlaggestaltung: MT Design
ISBN 9783862773589
www.blue-panther-books.de
ERSTER TEIL
»Führung heißt: einen Menschen so weit bringen,
dass er das tut, was Sie wollen, nicht weil er muss,
sondern, weil er es will.«
Dwight David Eisenhower (1890-1969)
EINFÜHRUNG
Lieber Leser, seien Sie willkommen. Treten Sie ein in eine Welt, die von Schmerzen, Freude, Unterwerfung, Lachen, Macht und Liebe geprägt ist.
Das nun folgende Abenteuer ist tatsächlich so passiert. Es sind keine erfundenen Ereignisse. Dies alles trug sich innerhalb eines Jahres genau so zu, wie es hier zu lesen ist. Nach langen Gesprächen zwischen meiner Dienerin und mir zeichnete ich unsere Erlebnisse und auch unsere Eindrücke auf. Oftmals nur einen Tag nach dem Geschehen. Unsere Geschichten und Abenteuer so frisch wie möglich zu erzählen, war mein Bestreben. Ich konnte aber zu Beginn der Aufzeichnungen nicht wissen, welch tragisches Ende dies alles noch nehmen sollte.
Sie betreten hier nun unsere Welt. Vieles mag sehr verrückt und vielleicht auch abstoßend auf Sie wirken. Vielleicht mögen Sie einiges darin sehr, manches möglicherweise gar nicht. Sie werden auf seltsame Zeitgenossen, ja, sogar auf Zombies treffen. In der Welt, in der wir leben, ist tatsächlich vieles möglich. Sie werden mitunter auf Wege geführt, die für Sie vielleicht so fremd sind, wie einem etwas nur fremd sein kann. Schön so!
Mein Tipp: Lassen Sie sich auf all dies ein. Treten Sie näher, lugen Sie durch das Schlüsselloch in unsere Schattenwelt. Die Art, wie wir leben, hat sehr viel mit Lachen und Weinen zu tun. Seien Sie herzlich willkommen und haben Sie dasselbe Vergnügen beim Lesen dieser Abenteuer, wie wir es beim Erleben hatten.
Aber aufgepasst: Diese Welt kann von einer Faszination sein, die einem ein Leben lang nicht mehr loslässt. Ich weiß, wovon ich spreche.
Also, hereinspaziert, hereinspaziert …
Und viel Vergnügen, Ven Rouven
ERSTES KAPITEL: PANTHER (Mai 2016)
Es klopft an der Tür. Ich habe soeben das Gespräch mit ihr beendet und mein Mobiltelefon in der Innentasche meines Sakkos versteckt. Es auf stumm geschaltet. So, als hätte ich der Frau einen Knebel in den Mund gestopft. Mir gefällt dieses Bild. Nun kann sie nicht mehr schreien, nicht mehr weinen, nicht mehr ihren Schmerz mir zeigen. Gut so!
Nochmals ein Klopfen. Wieder ist es ein schwaches, ein schüchternes Klopfen. Das Klopfen eines Menschen, der um Einlass bittet, aber kaum zu fragen wagt. Wieder ein Bild, das ich mag.
Ich gehe auf den Stuhl zu, der inmitten des Hotelzimmers steht, und sehe mich um. Was mag dieses Zimmer nicht schon alles erlebt haben? Was wurde darin alles an Fantasien verwirklicht? Dieses Bett! Wie viele Männer und Frauen gingen auf dieser Matratze ihrer Passion nach? Wie viele Geheimnisse mochten diese vier Wände für immer in sich verwahren? Und kann ich es schaffen, diesen Raum, nach all den vielen Jahren, nach all dem Erlebten, noch zu schockieren?
Ich betrachte mein Sakko, das lässig über einem zweiten Stuhl hängt. Von mir richtig in Szene gesetzt. Wie so vieles in dieser Unterkunft. Wie oft hatte das Mobiltelefon inzwischen in der Innentasche bereits wieder geklingelt, ohne auch nur einen Ton, eine Vibration von sich zu geben?
Es klopft. Diesmal etwas fester. Nicht fest, nur fester. Gerade so, dass die Person vor der Tür nicht den Eindruck des Forderns erweckt. Ein unterwürfiges und sehr angebrachtes Klopfen. Ein Klopfen, wie ich es mag.
Ich sehe zu der Tür, die nicht verschlossen ist.
»Du kannst hereinkommen!«, sage ich in einem lauten und bestimmenden Ton.
Nur ein paar Atemzüge darauf öffnet sich langsam die Tür und eine hübsche blonde Frau tritt ein. Ohne ein Wort von sich zu geben, ohne mich anzusehen, legt sie Mantel und Tasche ab. Ihr Körper ist in ein geschmackvolles Mieder geschnürt, das aber gekonnt Brüste und Schambereich frei hält. Sie zittert. Nein, es ist kein Zittern. Ihre Angst, ihre Nervosität pendelt bereits in ein fast schon putziges Vibrieren über. Ich schöpfe aus diesen Augenblicken der völligen Hilflosigkeit besonders meine Lust. Wenn sich der Mensch vor mir nicht schlüssig darüber ist, ob das, was er gerade macht, nicht doch ein Fehler war und auch irgendwie über eine Art Flucht nachdenkt. Es sind immer nur wenige Sekunden, wo solche Gedanken das Hirn zermartern. Furchtbare Sekunden für diesen Menschen. Wundervolle für mich.
Ich lasse mir Zeit. Sehr viel Zeit. Ich warte und beobachte. Ein Panther auf der Lauer, sein Opfer umkreisend, denke ich mir und auch dieses Bild mag ich. Die blonde Frau kniet sich demütig vor mich hin. Sie hat ihre Zweifel überwunden und jetzt breitet sie ihre Hände aus, hält den Kopf dabei tief gesenkt und wartet auf meine Anweisungen. Sie ist nun bereit, sich mir vollkommen zu unterwerfen.
»Ich begrüße dich!«, sage ich mit betont tiefer Stimme.
»Ich begrüße Sie, mein Herr!«, antwortet sie. Ihre Kehle klingt trocken. Die Anspannung schnürt ihr den Hals ab. Ich bin nicht ihr Herr … noch nicht. Sie wagt es nicht, mich anzusehen, starrt nur abwartend auf meine Schuhe. Ihr Kopf bleibt gen Boden gerichtet, so wie ich es erwarte und wie es sich auch gehört.
Ich betrachte sie. Ihren Körper, der zittert. Ihre Brust, die schwer mit dem Ein- und Ausatmen auf und ab wogt. Wie Meereswellen.
Oh ja, ich lasse mir Zeit. Ich will dieses Ereignis so lange wie nur möglich erhalten. Es ist fast das Beste daran, reflektiere ich und fasse mir in den Schritt. Ich spüre die aufkeimende Erregung. Ach Gott, wie sehr liebe ich doch diese ganz besonderen Stunden der völligen Überlegenheit. Eine Macht, die ich durch nichts eintauschen möchte.
Irgendwann erhebe ich mich aus meinem Stuhl und gehe an ihr vorüber. Zärtlich, aber gebieterisch streife ich mit meiner Hand ihren Kopf – gehe an ihr vorbei, verschließe die Türe und nehme eine Gerte an mich. Ich taste fast liebevoll mein Schlaginstrument ab. Wir beide, meine Gerte und ich, hatten in den letzten Jahren schon viel Vergnügen. Und das Vergnügen wird hier nicht enden. Ganz bestimmt nicht.
»Lass uns Spaß haben!«, sage ich zu meiner Gerte und hole zu einem ersten festen Schlag aus …
EIN JAHR ZUVOR
Bist du öfters hier?, schreibe ich der Frau im Chat. Wir können uns nicht sehen und wir wissen auch so gut wie nichts voneinander, aber irgendwie spüre ich – sie könnte die Richtige sein. Unser Gespräch hält noch keine zwei Stunden an und doch gibt es da eine Verbindung zwischen uns, die tiefer zu gehen scheint.
Seit einiger Zeit schon. Ich bin auf der Suche nach einem dominanten Herrn, dem ich vertrauen kann und der mich zu beherrschen und erziehen weiß. Leider habe ich kaum Erfahrung im Bereich BDSM, aber ich bin bereit, zu lernen und zu gehorchen, antwortet meine Chat-Bekanntschaft.
Eine gute Grundeinstellung. Aber es ist leichter gesagt als getan. Ich habe schon viele versagen gesehen. Nicht, weil sie dem Schmerz nicht standhielten, sondern, weil sie nicht wussten, was es bedeutet, richtig zu dienen. So zu dienen, wie ich es verstehe.
Und woher weiß ich, ob ich es kann?
Ich antworte nicht. Es folgt eine lange Pause des Schweigens, in der ich spüre, wie sich in ihrem Kopf die Räder drehen. Ihr Verstand läuft gerade auf Hochtouren. Hat sie etwas falsch gemacht? Hat sie eine Frage gestellt, die sie nicht hätte stellen sollen? Warum plötzlich dieses Schweigen?
Der Panther ist wieder unterwegs. Er umkreist seine Beute, zieht den Kreis immer enger.
Herr, ist es mir erlaubt, noch eine Frage zu stellen?
Ich schweige noch immer. Ich mag diese Überlegenheit des Wartens und Zögerns. Mit der Beute spielen. Nach einer gefühlten Ewigkeit für die Frau antworte ich ihr mit einem kurzen Ja.
Herr, darf ich Sie treffen?
Sie hat gerade eben erst die fantastische Welt des Sadomasochismus betreten und sucht nun einen Herrn, um all ihre Fantasien auszuleben. Sich ihm völlig zu unterwerfen und sich anzuvertrauen. Sie ist zum ersten Mal auf der Suche. Davon geträumt hatte sie schon lange und unzählige Male, aber einen Schritt in diese Richtung wagte sie doch nie. Wie oft ich diesen Satz schon hören oder lesen musste.
***
Vor etwas mehr als fünfzehn Jahren rutschte ich durch meine Finanzberaterin in die BDSM-Szene. Wir kannten uns bereits seit ein paar Jahren. Es war eine typische beruflich-freundschaftliche Beziehung. Man kennt sich, man duzt sich und veralbert sich auch schon Mal hin und wieder. So gut kennt man sich dann doch. Aber man weiß so rein gar nichts aus dem Privatleben des anderen. Jeder von uns hat wohl solch berufliche Freunde.
Eines Abends war ich bei ihr zu Gast. Wir wollten einige Unterlagen besprechen. Es war ein Treffen ohne Hintergedanken auf beiden Seiten.
Wie ich ihre Wohnung betrat, in der ich zuvor noch nie gewesen war, entgingen mir nicht die vielen Bilder an den Wänden. Bilder einer Frau in sehr devoten Stellungen. Einer Frau, an ein Andreaskreuz fixiert. Hände in Handschellen. Ein nackter Frauenkörper. Die Haut überzogen von dunklen Hämatomen und Striemen. Bilder von Peitschen oder Gerten.
»Sehr interessante Fotos, die du da hast. Wer ist das?«, fragte ich unbekümmert neugierig.
Meine Gastgeberin betrachtete kurz die Aufnahmen, sah mich an und antwortete trocken:
»Das bin ich. Ist aber schon ein paar Jahre her!«
Ich war verblüfft. Mochte diese saloppe Antwort tatsächlich ernst gemeint sein? Wie konnte das stimmen? War sie mir doch immer nur als ein sehr dominanter Mensch im Bewusstsein. Nie hätte ich gedacht, oder wäre auf die Idee gekommen, dass sie, einige Jahre zuvor, die Rolle der Sklavin innehatte. Wie kann jemand solch unterschiedliche Charaktere in sich vereinen?
Ich betrachtete sie sehr aufmerksam und versuchte diese Information in mir zu ordnen. Die Abbildungen an den Wänden zeigten eine nackte Frau. Gefesselt, benutzt, geschlagen und immer in devoter Körperhaltung. Die Frau mir gegenüber stellte für mich aber die Emanzipation schlechthin dar. Sehr taff, sehr resolut. Und doch waren beide Frauen meine Finanzberaterin. Mein Interesse an den Unterlagen war gleich Richtung null abgedriftet. Ich musste dieses Rätsel lüften und so begann ich unbeirrt mit dem Verhör.
Wir hatten an diesem Abend noch eine sehr lange und sehr vertiefte Unterhaltung. Ohne Scham erzählte sie mir von ihrer Vergangenheit und ich spürte, wie sehr mich diese Geschichten und diese Vorstellung mitrissen. Durch ihre Schilderungen und Erfahrungen über und in dieser Szene wurde meine Neugierde enorm geweckt. Ich war fasziniert, wollte diese andere, diese finstere Welt, unbedingt kennenlernen. Ihre Beschreibungen begeisterten mich. Die Fotos, die sie als Sklavin zeigten, dieses Ausgeliefertsein. Die Geschichten von Demut und Dienerschaft. Eine ganz neue Welt tat sich vor mir auf.
Doch war es nicht die Welt der devoten Sklavin, die mich begeisterte, sondern die des bestimmenden Herrn. Der Mann, der führt und beherrscht.
An jenem Abend spürte ich zum ersten Mal eine Art Panther in mir.
***
Als ich das Lokal betrat, war ich keinesfalls auf das, was ich zu sehen bekam, vorbereitet. Hier sollte die BDSM-Welt anzutreffen sein? Meine Finanzberaterin hatte mir zu dem Besuch geraten, nachdem meine Neugierde und Lust auf diese Szene nicht mehr abklingen wollte.
Schäbige alte Holzstehtische, eine sichtbar in die Jahre gekommene Theke und eine etwas kühle Atmosphäre. Was sollte hier anders sein als in irgendeinem anderen heruntergekommenen Pub? Selbst die Menschen darin waren nicht so viel anders als sonst wo. Gut, auf einem Bildschirm lief ein Bondage-Film. Und das war nun der große Unterschied? Ich empfand Einrichtung, Gäste und Filme eher als langweilig. Für mich machte diese Fesselei auf dem Bildschirm noch keinen Sinn.
Ohne dass ich es bemerkte, stand plötzlich die Kellnerin an meinem Stehtisch.
»Was möchtest du trinken?«, fragte sie mich mit einem unschuldigen Lächeln. Ich war überrascht, zeigte sie doch ungeniert ihre prallen Brüste und ihr Rock verbarg kaum etwas. Das war schon sehr viel anders als in den üblichen Pubs.
Irgendwie war es, wie wenn man als Brillenträger von der kalten Luft in die warme Stube kommt. Die Brillen beschlagen und nur langsam lüftet sich der Schleier und man erkennt erst nach und nach alles in einem Raum. So war es auch hier. Ich entdeckte immer mehr Personen, die sich deutlich von Normalbürgern unterschieden. Meine imaginären Brillengläser gaben langsam die ganze Sicht frei und ich tauchte zum ersten Mal in meinem Leben in die normal verrückte BDSM-Welt ab. Herrlich!
In den nächsten Monaten und Jahren sollte ich noch oft diese Bar aufsuchen. Mich als Stammkunde zu bezeichnen, wäre zu viel gesagt. Dazu war die reale Entfernung zu groß. Gedanklich war ich aber zum Untermieter geworden. Ich besuchte das Lokal, wann immer ich in der Nähe war. Dort freundete ich mich mit dominanten Männern und devoten Frauen an. Dort lernte ich meine ersten Dienerinnen kennen. Dort entwickelte sich auch meine wahre Sexualität. Als hätte ich mich neu erfunden, so fühlte ich mich und war endlich dort angekommen, wo es mich immer schon hingezogen hatte. Schon lange bevor ich überhaupt wusste, dass es so eine Welt überhaupt gab.
FABRIK-SEX
Herr, darf ich Sie treffen?
Jetzt ist genug Zeit seit dieser Frage vergangen. Ihre Angst vor einer Zurückweisung muss sie halb aufgefressen haben. Geschwächt und ohne klaren Gedanken. So mag der Panther seine Beute, ehe er zum Sprung ansetzt.
Ja. Wir werden uns treffen.
***
Es ist exakt ein Uhr nachts. Langsam fahre ich das Fabrikgelände hoch und parke neben einem grauen Mercedes. Es muss ihrer sein. Ich stelle den Motor ab und sehe mich um. Aus einem Fenster der Fabrik dringt ein schwacher Lichtstrahl nach außen. Dort wird also unsere erste gemeinsame Session stattfinden. Sehr schön. Die Motorkühlung lässt einige Schnauber erklingen, ehe es ganz still um mich herum wird. Ich steige aus und gehe langsam auf das Gebäude zu. Die Kieselsteine unter mir geben ein verräterisches Geräusch von sich. Ich fühle mich wie ein Einbrecher auf Raubzug. So bleibe ich stehen, peile erst einmal die Umgebung ab. Alles schläft und es gibt auch niemanden, der sich so spät nachts noch in diese Gegend verirrt. Ich öffne die schwere Eisentüre. Diese ist, wie erwartet, nicht verschlossen und der Schlüssel baumelt auf der Innenseite des Zylinderschlosses. Ich trete ein, verriegle die Türe und schreite langsam, aber sehr bestimmend auf den schwachen Lichtstrahl zu.
Zum ersten Mal begegne ich nun der Frau aus dem Chat. Sie wartet vor dem »Spielraum« in kniender aufrechter Haltung, die ich von ihr verlangte. Vollkommen entkleidet und die Augen mit einem Tuch abgedunkelt. Auch das war eine meiner Anordnungen.
Da kniet sie nun. Inmitten all der kalten Betriebsgegenstände, die mit Sex so gar nichts zu tun haben und doch ist die Erotik nicht zu übersehen. Es riecht nach Maschinenöl und der harte kalte Betonboden hat etwas Distanziertes, aber Geiles. Ich bin erregt. Spüre meinen Schwanz, wie er immer härter anschwillt. Langsam nähere ich mich ihr. Leise, mit bedachten Schritten umkreise ich die Nackte. Ja, der Panther spielt mit seinem Opfer. Die Frau zittert. Dafür ist aber nicht die Kälte verantwortlich, obwohl es kühl ist. Sie holt tief Luft. Ich gehe an ihr vorbei und betrachte das Spielzimmer, in dem sie all ihre Sex-Spielsachen auf einem großen Schreibtisch ausgebreitet hat. Es sind nicht viele und das, was sie hat, sind Dinge, die typisch für eine BDSM-Anfängerin sind. Eine sehr gewöhnliche Gerte, Handschellen mit Plüsch, ein paar Nippelklammern, die kaum Schmerzen bereiten. Sozusagen ein Starterset. Ein Glas Rotwein steht auf einer Anrichte. Alles ist nach meinem Wunsch vorbereitet. Ich lege meine mitgebrachten Utensilien neben die ihren, nehme Halsband und Leine an mich und marschiere zurück zu der nackten Frau, die es nicht wagt, sich zu bewegen. Ich streife ihr mit der Leine über den Kopf. Sie zuckt. Solche Regungen mag ich.
Ohne ein Wort zu sagen, lege ich ihr Halsband und Leine an. Ihr Atem geht schwer. Ihre Brust bebt geradezu auf und ab. Ihr Zittern ist fast schon ein Schütteln. Ich beuge mich etwas zu ihr hinab und flüstere in ihr Ohr.
»Jetzt weißt du, dass du es kannst!« Sie nickt zittrig.
Ich lasse sie auf allen vieren in das Spielzimmer krabbeln und ziehe sie an der Leine, wie einen Hund, hinter mir her und bemerke, wie diese Erniedrigung sie nur noch stärker aufgeilt. Aber vor allem weiß ich, dass sie diese Demütigung noch mehr erregt.
»Auf den Tisch mit dir!«, befehle ich. Ungeschickt versucht sie den Tisch zu ertasten und daran hinaufzuklettern. Ich betrachte das Schauspiel aus guter Entfernung und positioniere sie so, dass sie mir ihre Öffnungen gut sichtbar entgegenstreckt. Im Schreibtischstuhl sitzend betrachte ich sie. Wieder lasse ich mir ungewöhnlich viel Zeit. Für die blonde Frau ist es die Zeit des Zitterns, der Angst, aber auch des Sinnenrausches.
Zeit ist vielleicht das Beste aller subtilen Folterinstrumente. Nichts kann mehr Emotionen hervorrufen, mutmaße ich und genieße den Anblick, der sich mir bietet.
Ich bin ein Liebhaber von Gerte und Rohrstock. Für mich sind diese Schlagwerkzeuge wie ein verlängerter Arm. Mit beidem kann die Kraft der Hand direkt an die gewünschten Stellen weitergegeben werden. Das mag ich. Ich mag das Geräusch, wenn das Leder oder das Holz auf das weiche Fleisch aufschlägt. Ich mag es, wenn es laut knallt und zugleich ein schweres Stöhnen entlockt. Es sind diese Geräusche, die mich berauschen.
Ich nehme meine Gerte an mich und taste mich mit der Spitze an dem Frauenkörper entlang. Ich berühre bestimmend ihren Intimbereich. Sie krächzt leise. Noch habe ich ihre zarte Haut weder mit der Handfläche noch mit den Fingern berührt. Diese Distanz ist mir immer wichtig. Mir gefällt es, wenn in den ersten Minuten jegliche menschliche Wärme fehlt. Es erhöht die Angst meiner Beute, lässt sie keinen Halt finden. Ich genieße es, mit ihrem Verstand zu spielen.
Nun aber ist die Zeit gekommen, um ihrem Martyrium ein Ende zu setzen. Sie darf mich zum ersten Mal richtig spüren. Ich halte meine Handfläche an ihren Mund. Sie küsst sie unterwürfig und gierig. Ich streife über ihr weiches Gesicht und ihre vollen Lippen. Sie nimmt meine Finger in ihren Mund und saugt lechzend an ihnen, als wäre es etwas anderes, etwas sehr Männliches. Wie sehr sie doch diesen menschlichen Kontakt in diesem Augenblick nötig hat. Ihr Durst nach mir dokumentiert dies überdeutlich. Ich entziehe mich der Frau. Dieses Fabrikgelände, die gesamte Umgebung ist kalt und abweisend. Ich bin es auch.
Ich setze mich in den Schreibtischstuhl und halte inne. Ich fühle mich gut.
»Bring mir Wein!«, lautet der nächste Befehl.
»Darf ich die Augenbinde … ich meine das Tuch abnehmen, Herr?«, fragt sie. Ich hole mit meiner Gerte sehr weit aus. Der Knall, der kurz darauf erfolgt, ist ohrenbetäubend. Dieser eine Schlag auf ihren rechten Oberschenkel wandert durch das gesamte kalte Gebäude. Schmerzhaft stöhnt die Frau auf. Die Qual, aber auch diese unbändige Lust nach dieser Strenge zeichnet sich vor mir zeitgleich ab.
»Habe ich dir erlaubt, zu sprechen?«, sage ich und meine Frage ist keine Frage, sondern eine Androhung. Dies war nur ein Vorgeschmack darauf, was kommt, wenn nicht das getan wird, was ich verlange oder erlaube.
»Nein, Herr«, antwortet die blonde Frau eingeschüchtert und ich höre, wie ihre Stimme bricht. Will sie das wirklich alles erdulden? Ist dies alles wirklich ihre Welt? Kann sie mit dem absoluten Gehorsam und der Abgabe ihrer eigenen Wünsche überhaupt existieren?
Sie kann. Davon bin ich überzeugt.
Die Frau erhebt sich schwerfällig. Ungeschickt klettert sie vom Schreibtisch und tastet sich zu dem Weinglas vor. Sie kippt es fast um. Aber nur fast. Das Bewusstsein, nichts falsch machen zu dürfen, ist bereits in ihr. Manche Dinge muss man nicht aussprechen, um deren Folgen zu kennen.
Kniend vor mir hockend überreicht sie mir mit zittriger Hand das Weinglas. Ich beobachte sie. Diese zuckend ausgestreckte Hand. Ich lasse sie warten.
Zeit ist wirklich die beste aller Foltermethoden, grüble ich, lächle und nehme das Glas an mich.
»Auf den Tisch mit dir!«
Die Frau erklimmt wieder den Schreibtisch. Diesmal bereits etwas geschickter. Langsam hat sie sich an die Szenerie und die Dunkelheit gewöhnt.
»Auf den Rücken!«
Ich erhebe mich, drehe die Frau mit dem Gesicht zu mir und lasse ihren Kopf über den Seitenrand des Tisches nach unten baumeln. Meine Hose öffnend hole ich meinen Schwanz hervor und drücke ihn fest in ihren Mund. Die Kälte des Raumes lässt keinerlei Zärtlichkeiten zu.
Diese Frau liebt es, ihren Mund einzusetzen und macht es mit einem großen Engagement. Ich schalte einen Gang härter. Ich drücke mein Becken auf ihr Gesicht. Mein Schwanz verschwindet zur Gänze in ihrem Mund. Sie würgt, keucht, krächzt und ihre Hände ballen sich zu einer Faust, um dem fehlenden Sauerstoff irgendwie entgegenwirken zu können. Ich nehme ihr alle Luft zum Atmen. Sie zappelt und windet sich. Sehr schön.
Ich trete einen halben Schritt zurück. Die Nackte schnappt wild nach Luft. Es ist ein besonderer Moment. Ihr Atem ist so wunderbar schwer und laut. Ich genieße es total und ich kann das Verlangen der Frau nach noch mehr und noch tiefer nur allzu sehr nachvollziehen. Auch wenn sie dies nicht sagt, auch wenn sie dies nicht zeigt. Ich weiß, sie will mehr und sie bekommt auch mehr. Ich gehe wieder einen halben Schritt nach vorne und schon saugt mich die nackte Blondine wieder in sich ein. Abermals nehme ich ihr alle Luft, drücke meinen harten Schwanz tief in ihren Rachen.
Das Spiel der Atemreduktion geht viele Minuten lang so dahin. Sehr intensive Minuten für uns beide. Irgendwann lasse ich von ihr ab. Krächzend und erschöpft bleibt die Frau auf dem Tisch liegen. Ich entferne mich von ihr und entkleide mich selbst.
»Knie dich auf den Schreibtisch und strecke mir deinen Arsch entgegen!«, befehle ich schroff. Sofort verändert sie ihre Position und zeigt sich mir so, wie ich es verlangte.
Ich ziehe meinen Gürtel aus den Schlaufen meiner Hose und hole zum ersten Schlag aus. Es knallt.
Schon beim ersten Schlag fragt sie sich wieder, was sie hier eigentlich macht. So etwas tut man doch nicht. Vor allem aber, so etwas will man doch gar nicht freiwillig erleben. Das ist doch nicht normal. Sie spricht all diese Gedanken natürlich nicht laut aus, aber sie denkt darüber nach. Sie denken doch alle beim ersten Mal darüber nach. Soll das nun tatsächlich der Pfad sein, den sie zukünftig gehen will? Ich lasse ihr einen kurzen Moment, um ihre Gedanken zu sammeln. Dann hole ich wieder weit aus.
Die Intensität der Schläge wird erhöht und jeder Knall ist laut von ihr mitzuzählen. Die Hiebe und diese unnachgiebige Kälte, die ich für sie ausstrahle, sind nur mit Mühe zu ertragen. Aber sie erträgt doch alles. Wusste ich es doch.
Die Schläge werden immer fester, ihr Mitzählen immer gebrochener und mein Vergnügen immer größer.
Nach dem Ledergürtel folgt meine Lieblingsgerte. Ebenfalls aus Leder. Was für ein fantastisches Gefühl, dieses Instrument in die Hand zu nehmen. Ich lasse das Schlagwerkzeug lässig in meiner Hand baumeln.
Ich züchtige sie. Dieser brennende Schmerz. Und doch genießen wir beide es. Ihre Geilheit wird größer. Sie ist den ersten Tränen nahe. Ein Auf und Ab der Gefühle zwischen Verlangen und Leid. Wie die Wellen eines Meeres. Eine Ambivalenz in ihrem Innersten, die mich besonders einnimmt. Aber kein Mitleid.
Die Gerte hinterlässt wunderbare rote Flecken auf ihrem Hinterteil. Ein wirklich schönes Muster wird gestaltet. In meiner Strenge und meiner Führung ergeht sie sich. Sie träumt davon, einem Mann bedingungslos zu gehorchen, sich ihm zu unterwerfen. Sie soll bekommen, wonach ihre Seele und ihr Körper verlangen. Einen Herrn. Und mit dieser Erkenntnis verstummen auch alle Zweifel in ihr.
Die Gerte saust immer wieder auf das zarte Fleisch hernieder. Abgehaktes Atmen.
Die Frau stößt an ihre Grenzen. Ich frage mich nicht, ob ich zu hart und zu unnachgiebig bin. Mir genügt es, alle Lust in diesen Augenblicken auf das Nötigste konzentriert zu wissen. Und dieser Ort lässt mich auch keinerlei Zärtlichkeit oder Gnade erfühlen. An diesem sehr unromantischen Platz, den sie gewählt hat, lernt sie meine außerordentlich unromantische Seite kennen.
In der Züchtigung mit der Gerte findet sie nach und nach ein Ventil. Sie will immer mehr diese harten Schläge spüren. Ich hämmere den Schmerz aus ihr hinaus. Zugleich findet sie eine gewisse Erlösung in diesem Leid. Die äußeren Schmerzen sind die Heilung ihrer inneren Marter. Die Pein gibt ihr einen Halt. Und diesen Halt braucht sie, um sich nicht zu verlieren.
Ich lasse von ihr ab.
Ich reiche ihr meinen Arm und helfe ihr vom Tisch. Sie kniet vor mir und verwöhnt mich wieder mit ihrem Mund.
Ihre Hände sind jetzt mit Handschellen am Rücken fixiert. Die Handschellen wiederum mit ihrem Halsband verbunden. Sie schnürt sich so selbst die Kehle etwas ab. Eine sehr unbequeme Haltung für einen Menschen. Ich ficke ihren Kopf. Aber noch viel wichtiger: Ich ficke ihren Verstand. Das Beste überhaupt.
Ihr ganzes Wesen schreit nach einem Orgasmus und Befreiung von allem, was sich in ihr in den vielen Jahren angestaut hat. Ich verbiete es ihr. Einzig ich alleine entscheide über ihren Körper – jedenfalls in dieser Nacht.
***
Die Stunden verfliegen nur allzu schnell. Die Frau wird mit verschiedenen Plugs, Vibratoren und anderen elektronischen Spielsachen bearbeitet. Die Sexindustrie hat dem Menschen hier kaum Grenzen gesetzt.
Solange und so heftig ich die Frau auch penetriere, ich gestatte ihr nicht, zum Orgasmus zu kommen. Ihr Körper lässt sich kaum noch unter Kontrolle bringen. Alles in ihr verlangt nach einem Höhepunkt und doch erlaube ich es nicht. Ich will das Spiel noch ein wenig gemeiner formen.
»Ab sofort ist es dir untersagt, zu stöhnen oder ähnliche Geräusche von dir zu geben! Ich werde dich lehren, all meinen Wünschen uneingeschränkt nachzukommen. Sollte ich etwas hören, setzt es eine Strafe!« Das Spiel hat nun volle Fahrt aufgenommen.
Wieder ist eine Stunde vergangen. Ihr ganzer Körper bettelt darum, in sie einzudringen. Ich tue es aber nicht, sondern lasse sie zappeln. Sie kann ihre erstickenden Schreie fast nicht mehr unterdrücken.
Es wird in diesem Büro zu keinem Geschlechtsverkehr zwischen uns kommen. Ich weiß es, nur sie ahnt es noch nicht.
Mittlerweile ist es bereits drei Uhr morgens.
»Du darfst jetzt kommen!«, sage ich. Kaum dass ich diese befreienden Worte ausgesprochen habe, setzt ein lautes und schweres Stöhnen ein, das anhält und sich mehr und mehr steigert. Wie eine gigantische Welle schwappt dieses Gefühl über ihren Verstand und beraubt sie jeglichen Denkens. Alles um sie herum wird zur Nichtigkeit. Sie ist wie betäubt. Ihre Beine zucken, als würde Strom durch sie fließen. Noch nie zuvor hat sie sich so sehr als Frau gefühlt wie in diesem Moment der totalen Unterdrückung.
Es ist der erste einer ganzen Reihe von Orgasmen in dieser einen Nacht.
Ich nehme ihr die Augenbinde ab. Die Sonne macht sich bereits am Horizont bemerkbar. Es dauert, bis sich ihre Augen wieder an das helle Licht gewöhnen. Sie erblickt mich zum allerersten Mal.
***
Wir verlassen die Fabrik und marschieren zu meinem Wagen. Es ist fast fünf Uhr morgens. Die Luft ist kalt und sauber und tut auf unseren verschwitzten Körpern gut. Ich halte die Frau an der Hundeleine. Vor dem Auto bleibe ich stehen.
»Es ist dir niemals erlaubt, selbstständig die Autotüre zu öffnen oder zu schließen. Du darfst bei der Autofahrt immer nur geradeaus sehen. Ein zur Seite gucken während der Fahrt zieht eine sofortige Strafe nach sich! Du darfst dich niemals selbst an- oder abgurten und es ist dir auch nicht gestattet, während der Autofahrt zu sprechen. Die Ausnahme: Ich erlaube es dir. Deine Hände haben immer auf deinen Oberschenkeln zu liegen und dürfen keinesfalls weggenommen werden. Dieses Ritual ist ab sofort bei jeder Autofahrt einzuhalten. Hast du das verstanden?« Sie nickt zustimmend, aber gleichwohl irritiert.
Ich will den Alltag außen vor lassen. Der Alltag hat in unserem Leben nichts zu suchen. Probleme, Sorgen, Verbindlichkeiten, Familie, Freunde. All diese Dinge haben in meiner erotischen Welt keinen Platz. Hier muss alles anders und besonders sein. Und dazu dienen diese Regeln.
Unsere Autofahrt zu meinem Hotel geht über eine Stunde. Für die Frau neben mir ist diese auferlegte Stille und diese fixierte Position ein Grausen. Zugleich kann sie aber gerade hier, in dieser totalen Untätigkeit, all den Ballast, der ihr Leben bestimmt, langsam abschütteln. Es gibt für sie nichts als den schmalen Horizont entlang der Straße. Ab und zu nehme ich ihre Hand unter die meinige, um sie zu beruhigen, ihr zu verstehen zu geben, dass alles in Ordnung ist. Manchmal berühre ich sie sogar auch zärtlich an ihrem Hals.
Zeitweise wippt sie ein wenig mit den Füßen, weil dieses Nichtstun für sie so schwer zu erdulden ist. Es ist gerade dieses Nichtstun, das für sehr viele Menschen eine besondere Herausforderung darstellt. Es benötigt eine gewisse Lernphase, um derart lange Strecken mit unterdrückter Bewegung und Sprache anstandslos zu überbrücken. Für sie ist unsere erste Autofahrt eine große Hürde. In einer ganz aufrechten Position zu sitzen und ganz ruhig zu bleiben, kein Wort sagen zu dürfen, noch nicht einmal mit den Fingern oder den Zehen wippen zu können, das ist ihre erste richtige Prüfung. Immer wenn sie unruhig wird, ermahne ich sie. Zu Beginn. Irgendwann geht aber diese alles umfassende Ruhe auch in meine Begleitung über. Die aufgehende Sonne, das monotone Geräusch des Motors. All das lässt sie mit der Zeit ruhig werden und verändert etwas in ihr.
Es ist dies der Zeitpunkt, an dem ich von einem Abenteuer zu ihrem Herrn werde, sie sich mir vollkommen und gänzlich ergibt und sie in meinen Besitz übergeht. Nicht weil ich es verlange, sondern weil sie es so will. Sie will, dass ich sie ganz und gar besitze.
Wie sagte einst Eisenhower? Führung heißt: einen Menschen so weit bringen, dass er das tut, was Sie wollen, nicht weil er muss, sondern, weil er es will. Genau so ist es!
***
Im Hotelzimmer angekommen verändere ich mich. Ich verwandle mich sehr kalkuliert von dem kalten und harten Dom in einen liebevollen und mitunter auch zärtlichen Mann. Wir küssen uns, wir lieben uns. Die warme Ausstrahlung des Hotelzimmers geht in mein Spiel über.
In dem Hotelbett dringe ich auch zum ersten Mal in sie ein. Ich spüre sie. Ihre Wärme, ihre Verletzlichkeit und ihre Weiblichkeit. Etwas, das mir in dem Büro als falsch erschien, fühlt sich hier nun sehr richtig an. Hier entfaltet sich meine sensiblere und weichere Dominanz. Ich bleibe zwar immer der dominierende Part, aber die Handlungen sind nun andere. All das, was ihr noch vor wenigen Stunden und Minuten so hart und distanziert vorkam, ist jetzt verschwunden. Oder wenn auch nicht verschwunden, so doch zumindest in den Hintergrund gerückt. Ich liege auf ihr. Sie sieht mich an und ihre Blicke verraten eine Sehnsucht und einen Hunger nach mir. Ich erwidere ihre Emotionen. Gemeinsam gelangen wir zum Höhepunkt. In jeder Hinsicht.
»Ja, jetzt weiß ich, dass ich es kann!«, haucht sie mir erleichtert entgegen. Ich grinse.
FOKUS
Ich habe eine Übernachtung inklusive Frühstück gebucht und nach der anstrengenden und sehr langen Nacht plagt uns ein mächtiger Hunger. Wir gehen duschen, ziehen uns an und verlassen das Zimmer in Richtung Frühstücksraum.
Für den Neuling ist das erotische Dom/Sub-Abenteuer nun zu Ende. Zumindest wird das gedacht. Ich aber verabscheue alle normalen Handlungen innerhalb meiner BDSM-Welt. Es gibt zu viele Möglichkeiten abseits des Bettes, um eine weitere, eine andere Art der Dominanz und Demut auszuleben. Sie wird diese andere Art sehr rasch kennenlernen.
***
Sich unbedacht zu Tisch zu setzen und gedankenlos Nahrung in sich hineinzustopfen, ist etwas, das mir im BDSM-Kontext zuwider ist. Ein gemeinsames Frühstück hat, wie jede Mahlzeit mit mir, zu etwas Besonderem zu werden. Und weil für mich das Detail stimmig sein muss, sind auch hier von Anfang an die Regeln vorgegeben und exakt einzuhalten.
»Du hast dich immer mir gegenüber zu platzieren. Dabei ist von dir darauf zu achten, dass dein Stuhl mit dem meinen in einer Linie steht. Ebenso dein Teller. Du hast ab sofort nur sehr langsam und sehr bewusst zu essen«, sage ich. Ich merke, wie sich in der Frau tausend Fragen auftun und doch schweigt sie artig.
Selbst die Nahrung darf von ihr in meiner Gegenwart nicht als etwas Alltägliches angesehen werden. Im Zeitalter der Schnelllebigkeit und Fast-Food-Ketten fordere ich diese Verlangsamung des Tuns ein. Eine Aufgabe, die ihr noch besonders viele Mühen abverlangt.
Was sie frühstückt, überlasse ich ihr, jedoch kontrolliere ich ihre Haltung und die Geschwindigkeit der Nahrungsaufnahme.
So schwer ihr auch dieses erste gemeinsame Frühstück fallen mag, es sollte ihr schon bald keine großen Anstrengungen mehr bereiten. Im Gegenteil. Sehr schnell wird sie gelernt haben, sich meinen Wünschen und den Anforderungen anzupassen und diese auch genießen. Sie wird sich in Windeseile zu einer, für mich, perfekten Dienerin entwickeln.
***
Bei allem, was wir tun, versuche ich immer den Fokus auf den Augenblick zu legen. Nichts soll einfach nur so nebenbei geschehen. Nichts! Weder das Essen noch die Autofahrt, noch nicht einmal die Kleidung, die man trägt. Einen ersten Eindruck von meinen Erziehungsmaßnahmen in Bezug auf den »Fokus« erhält die Frau bei diesem Frühstück.
Ich bemerke, wie unangenehm es ihr ist, von mir beim Essen beobachtet zu werden. Wie schwer es ihr fällt, weil ich sie studiere. Es ist für sie kaum auszuhalten und noch weniger erträglich, es zu verheimlichen. Ich weide mich an meinem Wissen von ihrem Leid. Ein Kellner tritt an unseren Tisch.
»Darf es noch etwas sein?«, fragt der junge Mann.
»Für mich nichts, danke«, antwortet die Frau mir gegenüber. Meine Blicke durchbohren sie voller Zorn. Nun erst begreift sie mein Schweigen und erkennt ihren Fehler.
»Wünschen Sie noch etwas?«, fragt der junge Mann mich. Ich ignoriere ihn und seine Worte. Mein Interesse gilt einzig und alleine der Frau mir gegenüber. Der Kellner wartet geduldig.
»Habe ich dir erlaubt zu sprechen?«, frage ich meine Begleitung. Die Farbe im Gesicht meines Gegenübers ist grandios. Die Schamröte folgt sofort. Ob der junge Ober ebenfalls peinlich berührt die Gesichtsfarbe wechselt, kann ich nicht feststellen. Ich schenke ihm keinerlei Aufmerksamkeit. Die Frau ist merklich nervös und stirbt soeben hundert Tode. Ich bemerke aus dem Augenwinkel heraus, dass der junge Mann nun ebenfalls unruhig wird. Ich genieße es.
»Nein, Herr«, antwortet sie befangen.
Der Kellner verlässt nach einer halben Ewigkeit unseren Tisch. Ich fühle seine ratlosen Blicke in meinem Nacken. Mein Gegenüber hingegen versucht Haltung zu bewahren. Sie weiß, dass dies von ihr verlangt wird. Auch wenn sie in diesem Moment am liebsten schreiend aus dem Speisesaal laufen möchte.
»Die Strafe für dein Vergehen darfst du nachher im Zimmer empfangen!«
»Danke, Herr«, antwortet sie unterwürfig.
***
Wir haben aufgegessen.
»Darf ich mir ein Glas Orangensaft holen, Herr?«
Ich erlaube es.
Wenig später kommt sie zurück, nippt kurz an ihrem Glas und geht, nicht ohne zuvor um Erlaubnis gefragt zu haben, noch einmal zum Buffet um eine Nachspeise auszufassen. Wieder an unserem Tisch sieht sich fragend um.
»Was ist los?«, sage ich.
Sie ist irritiert, denn ihr Glas mit dem Orangensaft ist fast leer. Ein etwas größerer Schluck befindet sich noch darin.
»Ich bin offensichtlich noch voll durch den Wind. Ich war der Meinung, von dem Saft nicht so viel getrunken zu haben. Aber wahrscheinlich stehe ich, aufgrund der langen Nacht, nur etwas neben mir und realisiere nur die Hälfte«, sagt sie und setzt sich auf ihren Stuhl.
»Nein. Du hast dein Glas nicht ausgetrunken. Ich war es!«, sage ich. »Aber nicht, weil ich Durst hatte, sondern wegen deines Vergehens. Du hast dir heute nicht mehr Orangensaft verdient!«
Die Frau ist verunsichert. Sie weiß, sie muss mit dieser Strafe klarkommen. Sie trinkt den kläglichen Inhalt ihres Glases.
»Herr, darf ich mir noch ein Glas Orangensaft holen? Ich habe wirklich sehr großen Durst.«
»Es ist dir gestattet!«, sage ich. »Allerdings nur exakt dieselbe Menge, die du eben vorgefunden hast. Nicht mehr und auch nicht weniger!« Die Frau sieht mich verblüfft an.
Im Gegensatz zu ihr hatte ich den Inhalt genau betrachtet und weiß, wie viel sie in das leere Glas nochmals einzufüllen hat.
»Schaffst du es nicht, erhältst du eine weitere Strafe. Ich werde dich darauf trainieren, den Fokus jederzeit auf absolut alles, was uns betrifft, zu legen. Nichts sollst du als gewöhnlich oder unwichtig ansehen.«
Um es kurz zu machen; sie schafft es nicht. Noch ist sie zu ungeschliffen, weiß nicht, worauf es mir ankommt. Aber sie wird es lernen. Mit der Zeit wird sich ihr Horizont verkleinern, aber dafür intensivieren. Es wird nicht mehr das große Ganze geben, sondern nur noch den Augenblick. Ich nehme dieses »Versagen« auch nicht als ein wirkliches Versagen wahr. Zu viel Neues und Ungewöhnliches prasselt fast minütlich auf sie hernieder. Sie kann gar nicht fehlerlos bleiben. Niemand kann das nach solch einer kurzen Zeit.
Mir geht es aber auch nicht darum, irgendwelche Nebensächlichkeiten zu finden, um eine Strafe aussprechen zu können. Das ist mir zu simpel. Es geht darum, alle Sinne zu schärfen. Der Partner (egal, ob Dom oder Sub) soll alles vom anderen wissen, aber auch alles sehen. Welche Kleidung man trägt, was gesprochen wird, was man an Speisen zu sich nimmt. Nichts soll, so wie im alltäglichen Leben, einfach nur so hingenommen werden. In unserem Zeitalter, in dem man ein Wort wie Multitasking wie eine Auszeichnung vor sich herträgt, will ich die Sinne wieder für die einfachen und alltäglichen Dinge schärfen. Das, was uns unmittelbar umgibt. Die Reduktion auf das Wesentliche!
»Darf ich etwas sagen, Herr?«, fragt sie mich. Ich erlaube es.
»Ich möchte Ihnen danken. All diese Dinge wie das Frühstück, der Orangensaft, die Autofahrt. Sie zeigen mir eine ganz neue andere Welt. Eine Welt, in der Dinge, die kaum noch einen wirklichen Wert in meinem Leben haben, plötzlich eine ganz neue Bedeutung erfahren. Und ich liebe bereits jetzt schon diese völlig mir fremde neue Welt und ich hoffe und bitte und bete darum, dass Sie mich weiterhin in Ihr Universum mitnehmen. Ich möchte, wenn ich darf, an Ihrer Seite sein. Jetzt und für immer.«
Schweigend betrachte ich sie. Eine Antwort erfolgt nicht und ich zeige auch keine Regung. So einfach mache ich es diesem Wesen nicht. Eine Dienerschaft muss erst erarbeitet werden.
Wir verlassen den Speisesaal und gehen zurück auf unser Zimmer.
»Hose runterziehen, streck mir deinen nackten Arsch entgegen! Für deinen Ungehorsam, ohne meine Erlaubnis mit dem Kellner zu sprechen, erhältst du 100 Schläge mit dem Rohrstock. Und zähle laut und deutlich mit! Du darfst dich jetzt dafür bedanken.«
»Danke, Herr.«
Eins!
***
Die Strecke zurück zur Fabrik und zu ihrem Fahrzeug ist dieselbe wie bei der Hinfahrt. Und doch ist sie um so vieles kürzer, so viel schwerer für die Frau neben mir. Sie weiß längst, dass sie ihren Herrn gefunden hat, dem sie uneingeschränkt alle Wünsche erfüllen und dem sie dienen möchte. Und sie will sich nicht von ihm trennen.
Bei der Rückfahrt sind wir beide sehr schweigsam. Zu schwer fällt ihr das bevorstehende Auseinandergehen. Ich lasse sie mit ihren Gedanken alleine, lasse sie sich auf das Unvermeidliche vorbereiten.
»Herr, ich möchte Sie nicht gehen lassen. Bitte bleiben Sie.«
Was folgt ist Stille.
Es kommt kein Wort über meine Lippen. Ich weiß, mein Schweigen wird eine Wunde hinterlassen. Die Frau wird mir später einmal gestehen, wie sehr sie dieses Stumm-Bleiben verletzte. Sie wird mir sagen, dass sie diese Lautlosigkeit als eine Art Gleichgültigkeit interpretierte. Kein Schlag konnte ihr solche Schmerzen zufügen wie mein eisiges Schweigen.
Diesmal genieße ich ihr Leid nicht.
Ich weiß dies alles und doch will ich ihr nicht sagen, dass auch ich mich nicht von ihr trennen möchte. Ich könnte ihr gestehen, wie wunderschön diese Nacht war, wie sehr auch ich es hasse, sie nun verlassen zu müssen und wie groß die Sehnsucht nach einem nächsten Treffen ist. Aber es wird den Abschied für uns nicht leichter machen und so bleibe ich stumm.
Nach der Trennung sind meine Gedanken so durcheinandergewürfelt, dass ich zehn Kilometer in die falsche Richtung fahre. Ich bin mehrmals nahe daran, umzudrehen und zu ihr zurückzukehren, um sie noch einmal zu umarmen und zu küssen. Aber ich tue es nicht! Ein Top darf doch keine Gefühle und keine Schwäche zeigen …
Es ist das letzte Mal in meinem Leben, dass ich auf derart abgetretenen Klischees wandere, mich zu einem Bild hinreißen lasse, das andere vorgegeben haben, aber das für mich schon lange nicht mehr passt. Ein Dom kann und soll Gefühle und Schwäche zeigen. Denn dies zeugt erst von seiner wahren Stärke.
NORM
Die blonde Frau führt eine Beziehung. Beziehung ist vielleicht auch das völlig falsche Wort. Ihre Ehe ist bereits längst gescheitert und doch wird sie weitergeführt, um anderes, für beide Gewichtiges, aufrecht zu halten. Diese Ehe, die weit mehr Tiefen als Höhen zu bieten hatte, ist seit vielen Jahren zum Niedergang verurteilt. Nun leben sie nur noch nebeneinander her. Zum Teil aus einer gewissen Bequemlichkeit heraus, zum anderen, weil es Verpflichtungen und Verstrickungen gibt, die eine Trennung nicht so einfach machen, als es möglicherweise, von außen betrachtet, den Anschein haben mag. Und es gibt keine Kinder, die von der Monotonie ablenken könnten. Als diese Frau ihre devote Seite entdeckte, war dies ein weiterer Punkt, der das Paar entzweite. Einen weiteren Keil zwischen sie trieb. Der Mann wollte und konnte mit dieser neuen sexuellen Ausrichtung nichts anfangen. Er hat es probiert. Das konnte man ihm wahrlich nicht vorwerfen. Aber er empfand dies alles von Beginn an als abartig und abstoßend. Er konnte und vielleicht wollte er seine Frau auch nicht verstehen. Die Kluft zwischen den beiden wurde dadurch noch größer. Er versteht es ebenso jetzt noch nicht und will es auch erst gar nicht begreifen. Sie reden auch nicht mehr darüber. Heimlich ist sie daher schon lange daran interessiert, sich diesem anderen Leben hinzugeben. Und jetzt, nachdem sie diese andere Welt zum ersten Mal richtig betreten hat, will sie ohne diese gar nicht mehr existieren.
Sie sitzt neben ihrem Mann, schaut ihn explorierend an. Er wirkt auf sie heute noch jünger und unreifer als bisher wahrgenommen. Gewiss, er hat ein schweres Leben hinter sich. Seine Kindheit, seine Jugend … ein einziges Desaster. Seine gegenwärtige Situation ist kaum besser. Er ist ein Niemand in einer Welt der Erfolgreichen und Arbeitenden. Er wird niemals auf der Sonnenseite des Lebens stehen. So viel ist klar. Seine Beleidigungen und Erpressungen nimmt sie schon lange als ein Faktum hin. Sie sind wohl der Katalysator für sein verpfuschtes Leben. Jedenfalls redet sie sich ihre Situation auf diese Weise schön. Schön oder wenigstens erträglicher.
Sie blickt ihn an, beobachtet ihn und hasst ihn. Sie hasst seine Schwäche, seine Mittelmäßigkeit und seine dummen Versuche, etwas Besseres zu sein.
»Was schaust du denn so blöd?«, schnauzt sie die Mittelmäßigkeit an. Sie zuckt nur gleichgültig mit den Schultern und wünscht sich diese Person einfach nur weg. Ihr Wunsch, ihn wegzuzaubern, ist fast so groß wie der Wunsch, mich herbeizuzaubern.
In den zwei Wochen der Trennung telefonieren wir Stunde um Stunde und wir skypen wie wild. Wir haben immer wieder enthemmten Telefonsex. Wir schicken uns selbst gemachte pornografische Bilder. Ab und zu erhält sie Aufträge von mir, die sie zu erfüllen hat. Erotische Aufgaben, die mir und ihr Befriedigung verschaffen, um die Trennungszeit zu überbrücken und parallel auch eine Art Training für ihre Dienerschaft darstellen.
***
Der Zug rast mit einer hohen Geschwindigkeit an den Häusern vorbei. Sie sieht aus dem Fenster ihres Abteils. Sieht kleine Einfamilienhäuschen, Vorgärten und Zäune. Das biedere Leben. So eines führt sie auch gerade. Hier in dem Zug. Zu weit entfernt von ihrem neuen Herrn, um in diese andere Welt gleiten zu dürfen. Eine Verabredung mit einigen Freundinnen in einer anderen Stadt verleitet sie zu dieser Zugfahrt. Die Damen wollen einmal richtig abfeiern und um Alkohol trinken zu können, nützt sie die Bahn zur Anreise. Alkohol könnte in der Tat etwas helfen. Sie schreibt ihrem Gebieter via Skype, wie sehr sie ihn doch vermisst. Er antwortet zurück, dass auch er jetzt gerne bei ihr wäre. Worte, die ihr richtig guttun. Das hat sie gerade bitter nötig.
In dem Zugabteil, in dem sie alleine ist, macht sie es sich gemütlich. Weil sie ihren Dom so sehr vermisst, knipst sie ein Selfie von sich. Einen Kussmund. Ein kleines Geschenk für ihn aus dem Abteil. Und noch eines. Diesmal hebt sie kurz ihr Shirt, befreit ihre Brüste vom Büstenhalter und drückt auf den Auslöser ihres Handys. Ihr Herr freut sich über solche Bilder, das weiß sie. Sie macht solche Dinge gerne für ihn. Sie fühlt sich in solchen Momenten mit ihm verbunden.
Es ist für die Jahreszeit ungewöhnlich warm. Sie trägt einen leichten Rock und ein nicht allzu sittsames Oberteil.
Kleid etwas nach oben ziehen, Slip zur Seite schieben und ein Bild von deiner Möse machen, schreibt ihr Herr per Skype.
Kurz darauf hat der Mann das gewünschte Foto auf seinem Mobiltelefon. Es gefällt ihm und er verlangt weitere Schnappschüsse.
Führe dir zwei Finger ein und lecke sie ab. Filme dich dabei und schicke es mir, erhält sie die Aufforderung. Sie macht, was er verlangt.
Und jetzt massiere deine Möse.
Herr, darf ich den Bahnhof noch abwarten? Wir fahren soeben in einen ein, fragt sie. Er erlaubt es ihr. Sie ist erleichtert. Der Zug hält und ein Mann steigt ein. Es befindet sich sonst niemand in dem Abteil, aber der Eindringling setzt sich ausgerechnet neben sie. Sie verflucht ihn in ihren Gedanken.
Herr, es ist ein Mann in das Abteil gekommen! Er hat sich zu mir gesetzt. Schade. Gerade jetzt, wo ich so irre erregt bin. Ich wollte für Sie noch viele Bilder machen. Entschuldigen Sie vielmals.
Wie alt ist der Mann und sitzt er neben oder gegenüber von dir?, fragt ihr Herr nach.
Neben mir und er dürfte geschätzte 50 Jahre alt sein, antwortet sie.
Wenn er dir gegenüber Platz genommen hätte, dann hätte ich dir jetzt befohlen, deine Beine etwas zu spreizen, damit er einen Einblick erhält.
So wie ich den einschätze, würde der auch gewiss glotzen.
Sehr gut! Schaut er ab und an zu dir herüber?
Ja, und er hat auch auf mein Handy geguckt.
Gut. Lass uns ein wenig spielen, schreibt ihr Herr und sofort steigt wieder diese ihr bereits bekannte Nervosität und Geilheit zu gleichen Teilen auf.
Ich habe dir doch vor einigen Tagen ein Foto von meinem steifen Schwanz geschickt. Öffne nun dieses Bild und sieh es dir ganz genau an. Aber halte dein Handy so, dass dein Nachbar auch darauf schielen kann. Sag mir, wenn du es getan hast, und ob er es registriert hat.
Verstanden, Herr! Mache ich … Ich öffne jetzt das Bild. Sie nimmt das Mobiltelefon, sucht die gewünschte Aufnahme und betrachtet diese. Ihr Herz klopft verräterisch laut. Jedenfalls glaubt sie das. Im Augenwinkel versucht sie zu erkennen, ob der Mann zu ihr herübersieht. Ihr ganzer Körper kribbelt vor Aufregung und Erregung.
Da! Eine kurze Regung, ein kurzes Hüsteln und ihr war, als hätte sie seinen Atem verspürt. Sie ist nun extrem angespannt.
Ich glaube, er hat es bemerkt. Oh mein Gott, ich werde gerade ganz rot im Gesicht.
Sehr schön. Betrachte weiter dieses Bild. Vergrößere es und erforsche meinen Schwanz ganz gewissenhaft. Luge dabei abwechselnd auf dein Handy und ein wenig hinüber zu seinem Schritt. Mach es etwas verstohlen, aber so, dass er es auch mitbekommt.
Sie überlegt nicht lange, sondern tut das, was ihr Herr von ihr verlangt. Nur nicht nachdenken.
Mache ich, Herr, schreibt sie und vergrößert das Schwanzbild mit Zeigefinger und Daumen.
Gut. Sag mir, wie er reagiert, wenn er reagiert.
Sehr scheu und beklommen versucht sie von ihrem Bildschirm auf die Hose des Sitznachbarn zu schielen. Das praktiziert sie derart, dass es dem Mann nicht entgehen kann. Sofort folgt eine Reaktion. Sie tippt eine weitere Nachricht in ihr Handy.
Er reagiert und macht es sich gemütlich. Seine Arme hält er jetzt hinter seinem Kopf verschränkt. Zuvor hat er kurz seinen Schwanz berührt oder zurechtgerückt.
Sehr gut. Er will, dass du seine Männlichkeit siehst. Er präsentiert sich dir. Wie ein Pfau, der bei der Balz ein Rad schlägt, um zu beeindrucken und auf sich aufmerksam zu machen.
Er schaut immer wieder sehr unmerklich herüber, aber ich sehe es. Ach ja, und eine ansprechende Beule formt sich in seiner Hose.
Schau dir jetzt das Foto von deiner Möse an und vergrößere es am Bildschirm. Halte dabei das Handy so, dass er alles ganz genau sichten kann.
Ohhh mein Gott, ich sterbe tausend Tode. Aber ich mache es sofort, Herr, schreibt sie und sie fühlt, wie ihr Kopf zu einer beschämten roten Tomate anschwillt.
Sag mir wieder, wie er reagiert, wenn er reagiert.
Er sieht ohne Scheu auf mein Handy. Jetzt bin ich echt eingeschüchtert, hihihi.
Zeig ihm mehr von dir! Lass ihn Bilder auf deinem Handy sehen.
Ich blättere in meinem Album, wo ich einige Nacktaufnahmen von mir, für Sie gedacht, habe.
Gut. Und jetzt nimmst du zwei Finger und fährst dir damit in deine Möse, aber schön tief!
Ernsthaft? Sie ist geschockt. Mit einer solch aktiven Handlung hat sie nun wirklich nicht gerechnet.
Ja!
Mache ich, Herr, antwortet die Dienerin. Sie schiebt ihr Höschen ein wenig zur Seite, fährt sich mit zwei Fingern in den Spalt, spürt ihre unsagbar feuchte Lust und leckt diese ab. Der Mann reagiert nun ebenfalls sehr offensiv. Er fasst seine Beule durch die Hose hindurch an und reibt fest daran.
Jetzt machst du ein Foto von deiner nassen Möse. Aber spreize sie dabei weit.
Herr, ich brauche unbedingt ein Mauseloch, in das ich mich verkriechen kann, antwortet sie und verspürt eine unbändige Lust auf diese Art Abenteuer. Das Foto erreicht ihren Herrn nur wenige Sekunden später.
Er hat soeben gefragt, ob ich Zeit habe. Ich antwortete mit einem Nein! Ich sagte, mein Herr hat mir das hier aufgetragen. Er nahm meinen Kopf, streifte mir einmal über mein Haar und meinte: ‚Braves Mädchen, bist eine gute Sub.‘ Und einen schönen Gruß soll ich Ihnen ausrichten.
Sie schickt ihm diese Information und weiß, dass ihn diese Zeilen sehr amüsieren werden. Ein Insider hatte sich offensichtlich neben sie gesetzt.
Er erhebt sich jetzt, weil wir am Zielbahnhof angekommen sind. Endstation! Hoffe wirklich, er fährt nicht auch noch in der gleichen S-Bahn wie ich.
Ich will, falls er dich nochmals ansprechen sollte, dass du ihm sagst, dass ich dir nun verboten habe, dich ein weiteres Mal mit ihm zu unterhalten. So wirst du ihn auch wieder los, bekommt sie als Nächstes zu lesen.
Danke, nicht nötig. Er ist weg.
Herr, darf ich etwas sagen?, schreibt sie. Sie bekommt die Erlaubnis.
Es war der Wahnsinn! Eine Erfahrung, die ich unbedingt wiederholen möchte, wenn ich darf. So etwas habe ich noch nie gemacht. In meiner Fantasie gab es natürlich exhibitionistische Handlungen, aber darüber spricht man doch nicht wirklich oder setzt sie gar in Taten um. Ich bin Ihnen so unendlich dankbar für dieses Erlebnis. Mein Höschen ist klitschnass. Danke!
***
Sie ist an diesem Tag völlig aufgeladen. Das Abenteuer im Zug hat einen weiteren Schalter in ihr umgelegt und ihre exhibitionistische Ader ungeniert entblättert. Auch wenn die Trennung oftmals nicht leichtfällt, so hat auch diese Ferndominanz ihren ganz speziellen Reiz.
Den Verstand ficken.
EIN ANDERES LEBEN
Milch, Brot, Zucker, Bananen, einige Joghurts, etwas zum Naschen, eine Autozeitschrift, zwei Flaschen Coca-Cola, die auf dem Förderband an der Kasse ein wenig herumpurzeln. Schlecht geschlichtet, denkt sie sich und träumt sich Löcher in die Luft. Schweigend und gelangweilt, als ein mühsamer Anhang, so steht sie vor ihrem Mann und wartet darauf, dass die Dame vor ihnen endlich das nötige Kleingeld aus ihrer Geldbörse fischt.
»Alles in Ordnung?«, fragt er sie.
Sie nickt stumm und deutet auf die betagte Lady, die noch immer ihr Kleingeld sorgsam aus ihrem Portemonnaie herauszählt. Wie mühevoll ist es doch in diesem Leben, das kaum Neues zu bieten hat.
Hau endlich ab, du alte Hexe!, brüllt sie die greisenhafte Dame schweigend an. Sie schreit, sie faucht … in ihren Gedanken. Nichts davon tut sie natürlich in der Realität. So etwas macht man auch nicht. Ebenso zeigt man in einem Zugabteil nicht Bilder seiner Möse her oder befingert sich unter Beobachtung. Nein, so etwas tut man nicht. Schließlich ist man doch umgeben von der Normalität, von den guten braven Bürgern. Von jenen, die nur zu Hause, hinter verschlossenen Türen, ihren Abgründen frönen. Falls sie welche haben. Jedenfalls wünscht sie ihnen welche, denn wenn dem nicht so ist, bleibt nur noch diese tödlich langweilige Wirklichkeit.
»Sammeln Sie auch Treuepunkte?«, flötet der junge Mann an der Kasse einstudiert. Natürlich sammelt die alte Lady diese Scheiß-Treuepunkte. Natürlich erst seit eben. Jetzt muss sie diese Scheiß-Treuepunktekarte ausfüllen und jetzt muss sie Mitglied in einem Supermarkt werden, in dem sie wahrscheinlich schon seit Jahrzehnten fast täglich ein und aus geht. Aber nun ist sie auch offiziell ein treuer Kunde. Ein VIP-Kunde.
Very ignorant person.
Ihr Mann sieht sie genervt an. Sie zwingt sich selbst ein Lächeln auf, um keine Unruhe heraufzubeschwören. Sie gibt sich nachsichtig. Ihr Mann hingegen stöhnt laut auf, ebenso wie einige andere Kunden hinter ihnen. Seine Blicke sind voller Hass, die der alten Lady gelten.
Endlich geschafft. Die Seniorin ist fertig, kontrolliert sorgfältig ihre Rechnung und verlässt langsam, sehr langsam, den Kassenbereich.
Das Ehepaar ist rasch durch. Das Geld schnell zur Hand. Ein eingespieltes Team … wenn es um den Einkauf geht. Hinter ihnen atmen die anderen Einkäufer erleichtert durch. Von diesen beiden ist keine Verzögerung zu erwarten, so denken sie.
»Sammeln Sie auch Treuepunkte?«, flötet der junge Mann an der Kasse wieder monoton, aber freundlich. Vielleicht ein wenig zu freundlich. Lernt man eigentlich in diesen Verkaufsschulungen auch, wie man die Kunden anzulächeln hat? Sie weiß es nicht und will es im Grunde auch gar nicht wissen. Ihr Ehemann schüttelt verneinend seinen Kopf.
»Möchten Sie Mitglied werden?« Diese unausweichlichen Fragen. Ihr Mann schlägt auch dieses Angebot aus.
»Natürlich wollen wir das!«, schießt es aus ihrem Mund heraus. Erstaunt blicken sie alle an. Alle! Selbst der junge Angestellte ist über das unerwartete Interesse der Frau erstaunt. Sie lächelt stumm in sich hinein und spürt, wie es sie erregt. Alle Scheinwerfer sind in diesem Moment auf sie gerichtet. Sie ist der Star in der Manege. Und dieser Star beherrscht das Szenario. Wie geil es sie doch macht. Diese plötzliche Aufmerksamkeit, dieses Unerwartete.
»Wollen wir?«, fragt sie ihr Mann überrascht.
»Und ob!«, antwortet sie mit einem breiten Lächeln, während die Verzweiflung der nachfolgenden Kunden deutlich zu hören ist. Noch nie war ihr etwas so gleichgültig wie diese Mitgliedschaft in diesem Scheiß-Supermarkt. Und doch genießt sie jede verstreichende Sekunde davon. Was für ein Tag.
Während sie das Anmeldeformular sehr sorgfältig ausfüllt, hört sie die Stimme ihres Herrn. Natürlich nur in ihrem Kopf. Nicht real. Jedenfalls nicht real für alle anderen. Für sie jedoch ist diese Stimme sehr lebendig. Er lobt sie für ihre Tat. Er ist stolz auf sie und gratuliert ihr zu ihrem Mut. Sie fühlt sich famos.
Den Verstand ficken. Oh, ja. Das macht sie gerade. Und es tut verdammt gut.
Sie träumt sich neben ihren Meister in sein Auto. In aufrechter Haltung sitzend. Die Hände in exakter Position gehalten und darum bemüht, nicht mit den Füßen zu wippen oder zur Seite zu lugen.
»Wir benötigen noch Ihre Unterschrift«, sagt der Mann hinter der Kasse und beendet damit ihren Tagtraum. Sie sieht ihn schweigend an. Sieht ebenso zu ihrem Mann, der voller Ungeduld dasteht und zugleich von einer durchdringenden Peinlichkeit berührt zu sein scheint. Sie beobachtet auch die Menschenschlange hinter ihnen. Diese wütenden und hasserfüllten Gesichter. Alle auf sie gerichtet. Herrlich.
Der Angestellte tippt etwas irritiert fordernd mit seinem Finger auf das Formular.
»Bitte, Ihre Unterschrift noch, sonst können wir die Mitgliedschaft nicht abschließen«, erklärt er.
Den Verstand ficken.
»Ich will das doch nicht!«, hören alle sie sagen und ein Raunen geht durch die Menschenschlange. Sie dreht sich ihrem Mann zu, dessen Kopf dieselbe Farbe angenommen hat wie die Capa eines Toreros in einem Stierkampf. Bestimmend überreicht sie dem Angestellten seinen Kugelschreiber und zerreißt das Formular für die Mitgliedschaft.
»Nein, ich will das nicht!«, wiederholt sie und verlässt den Supermarkt.
Im Auto kann sie sich vor befreitem Lachen kaum halten. Mit hochrotem Kopf kommt ihr Ehemann kurz darauf nach. Er schiebt den Einkaufswagen zum gemeinsamen Auto, lässt ihn dort stehen und geht wutschnaubend weiter. Er sagt kein Wort und würdigt sie auch keines Blickes. Er entfernt sich von dem Fahrzeug, von dem Supermarkt und von ihr.
Noch nie waren sie so weit auseinander wie zu diesem Zeitpunkt. Noch nie war es so offensichtlich.
Den Verstand ficken.
Ab jetzt erst recht!
ZWEITES KAPITEL: ABENTEUER (JUNI 2015)
Wir haben seit ein paar Tagen keinen Kontakt mehr gehabt. Ich will es so. Dieser Entzug bis zum Treffen soll ihre Sehnsucht nach mir nur noch mehr steigern.
Ich hole sie beim vereinbarten Treffpunkt ab. Sie wartet bereits auf mich. Sie sieht mein Auto um die Ecke kommen. Ihr Herz beginnt zu rasen. Sogar aus dieser großen Entfernung kann man das noch sehen. Fantastisch.
Sie versucht ruhig zu bleiben und scheitert doch so kläglich. Nervös und zappelig steht sie da und wagt sich zugleich kaum zu bewegen. Ich erfreue mich an diesem Anblick.
Sie befürchtet, etwas von den Auflagen, die ich ihr diktierte, vergessen zu haben oder nicht erfüllen zu können. In ihrem Kopf spuken so viele Fragen herum. Welche Strafe erwartet sie, wenn sie einmal etwas vergisst? Sie weiß, jede Verfehlung zieht unweigerlich harte Konsequenzen nach sich. Aber das ist nicht so schlimm. Viel mehr peinigt sie der Gedanke, vor ihrem Herrn zu versagen. Damit kann sie überhaupt nicht umgehen.
Ich steige aus, nehme ihre Tasche an mich, lege diese in den Kofferraum, öffne ihr die Beifahrertüre und sie nimmt, in sehr aufrechter Haltung, Platz. Ich gurte sie an und lege ihre Hände, wie gewohnt, auf ihre Oberschenkel. Die Augen sind geradeaus gerichtet. Klassische Musik läuft unterdessen. Alles so, wie es sein sollte.
Wir fahren los. Ich lobe sie für ihre bereits angeeignete untertänige servile Art und die Handhabung gewisser Dinge und es entgeht mir keinesfalls, wie gut ihr dieses Lob tut. Sie ist richtig zufrieden mich sich selbst.
Die Fahrt ist aber wiederholt ungewohnt für sie. Ihre Hände auf den Oberschenkeln zu belassen, ihr Horizont, ein kleiner direkt vor ihr, die aufrechte Haltung beim Sitzen. All diese Dinge sind ihr immer noch nicht so vertraut, gleichwohl sie dies alles schon einmal genießen durfte und auch jetzt irgendwie genießt.
Ich linse zu ihr hinüber. Sie wagt es nicht, sich zu bewegen, aber ich merke auch, wie die Nervosität langsam ein wenig abnimmt und eine unleugbare Zufriedenheit sich in ihr einstellt. Sie weiß nicht, was es ist, aber sie spürt, dass es das ist, was sie will und was sie lieben wird. Jede Sekunde davon.
Die Fahrt dauert diesmal nicht so lange wie beim letzten Mal. Heute fahren wir auch nicht sofort in unser Hotel.
***
Ich habe einen Tisch in einem griechischen Restaurant reserviert und steuere mit meinem Auto direkt darauf zu.
Sie fühlt sich immer besser. Auch wenn ihre Körperhaltung immer noch bewusst sehr aufrecht ist, so kann ich doch eine deutliche Veränderung feststellen. Der Körper ist nun nicht mehr ganz so angespannt. Sie genießt mehr und mehr all das um sie herum.
Von dem, was sie in diesem griechischen Restaurant erwarten wird, weiß sie natürlich nichts. Ein süffisantes Lächeln zaubert sich in mein Gesicht.
»Es ist dir nicht gestattet, mit dem Kellner zu sprechen«, sage ich.
»Kein einziges Wort?«
»Nicht ein Wort! Ebenso darfst du weder die Speisekarte entgegennehmen noch für dich selbst bestellen. Ich alleine werde alle Speisen und Getränke wählen. Zusätzlich darfst du nur trinken, wenn ich es dir gestatte. Hast du alles verstanden?«
Sie schluckt. »Ja, Herr.«
Ich erkenne ihre Beklommenheit. Das Unbehagen vor dem nun Kommenden.
Wir betreten das Restaurant und setzen uns an einen etwas abgelegenen Tisch, um ungestört zu sein. Sie nimmt, wie vorgegeben, mir gegenüber Platz und achtet sorgsam darauf, dass ihr Teller in gerader Linie zu dem meinigen ausgerichtet ist.
Der Kellner, etwa vierzig Jahre alt, kommt an unseren Tisch. Sie starrt mich gebannt an. Sie begreift, sie darf ihn weder angucken noch beachten und schon gar nicht die Speisekarte an sich nehmen. Eine innere Unruhe überfällt sie. Ich grinse. Der Ober begrüßt uns freundlich. Ich grüße zurück. Die Frau mir gegenüber schweigt. Sie fixiert mich mit starrem Ausdruck, aber ihre Augen schreien um Hilfe. Die Bedienung überreicht mir eine Speisekarte und ich nehme sie freundlich lächelnd entgegen. Sie reicht auch meiner Begleitung eine Speisekarte. Nichts geschieht. Die Frau verharrt regungslos in ihrer Position, versucht durch ihre Fixierung auf meine Person irgendeinen Halt zu finden. Ihre Augen flimmern vor Aufregung.
Es sind vermutlich nur wenige Sekunden der totalen Stille und Hilflosigkeit auf beiden Seiten. Doch für diese zwei Personen muss es sich wie eine halbe Ewigkeit anfühlen. Diese Zeitspanne der absoluten Ruhe fühlt sich für mich ausgesprochen gut an. Ihre Augen flehen um Erlösung. Ich warte und weide mich an dem Bild. Der Kellner ist irritiert und legt schließlich die Speisekarte auf unseren Tisch. Gelassen lege auch ich mein Exemplar zur Seite und bestelle zwei Gläser Rotwein und Tafelwasser. Der Mann verlässt mit misstrauischen Blicken unseren Tisch und meine Begleitung stöhnt erleichtert auf. Auch wenn diese Situation sehr beklemmend und unwirklich für sie sein mag: Sie liebt und genießt es, jegliche Kontrolle und alle Verantwortung über ihr Tun an mich abgegeben zu haben. Sie wird ganz und gar fremdbestimmt und es dürstet ihr immer mehr danach. So will sie leben. Jederzeit.
Ich lächle zufrieden.
Der Kellner kehrt an unseren Tisch zurück und sein Gesicht birgt einige unausgesprochene Fragen. Ich gebe zuerst die Bestellung für mich und dann die für meine Begleitung auf. Der Mann erkundigt sich bei ihr, ob sie einen Salat zur Hauptspeise essen möchte. Wieder fixiert sie mich in völliger Starre. Sie spricht kein Wort, beachtet die Bedienung nicht. Dazu ihre Körpersprache! Was für ein fantastischer Moment … für mich!
»Ja, sie wird Salat dazu nehmen«, sage ich trocken. Das Gesicht des Kellners spiegelt, zu meiner Freude, immer noch größere Zweifel wider.
Die nächste Frage richtet er dann auch gleich an mich, um sich eine weitere unangenehme Situation zu ersparen.
Der Kellner entfernt sich von uns und ich überreiche meiner Begleitung ein neues Spielzeug. Einen Vibrator, den man unauffällig unter der Kleidung tragen kann. Zusätzlich ist er mit einem Aufsatz versehen, der die Klitoris stimuliert. Ein astreiner Lustspender.
»Auf die Toilette mit dir und rein damit!«, befehle ich. Sie glotzt überrascht den Vibrator an – sieht sich um. Halte ich ihr doch ganz ohne Scham einen rosafarbenen sehr auffälligen und selbst aus großer Entfernung eindeutig zu identifizierenden Vibrator vor die Nase. Sie nimmt ihn an sich und betrachtet das Teil.
»Das war kein Vorschlag, sondern ein Befehl. Also sofort ab aufs Klo mit dir!«, fauche ich unzufrieden.
Sie erhebt sich und verlässt den Tisch. Der Kellner stiert ihr nach. Er flüstert hinter der Theke mit einem Kollegen. So mag ich es. So macht es Spaß.
Ich platziere die kleine, sehr edel aussehende Fernbedienung neben mir am Tisch und warte ab. Meine Begleitung kommt zurück und sofort registriert sie die Fernbedienung. Hat sie beim Verlassen des Tisches noch nicht gewusst, was auf sie zukommt, so weiß sie es mit Gewissheit jetzt. Schweigend nimmt sie Platz, aber ihre Pupillen flimmern vor Aufregung.
***
Das Essen ist fantastisch. Wein und Wasser fließen reichlich. Auch wenn ich sie immer wieder zu einem langsameren und bedachten Essen ermahnen muss, so verhält sie sich dennoch hervorragend.
Während des Speisens unterhalten wir uns über ganz normale alltägliche Dinge. Nichts Ungewöhnliches und auch nichts Versautes. Noch nicht einmal über Sexuelles. Es ist einfach nur schön. Unsere Bindung geht bereits tiefer.
Sobald wir mit dem Essen fertig sind, tritt der Kellner wieder an unseren Tisch.
»Hat es Ihnen geschmeckt?«, fragt er uns. Ich sage Ja. Die Begleitung schweigt.
»Darf es noch etwas sein?«
Ich halte seit ungefähr fünf Minuten die Fernbedienung in der Hand und spiele damit auffällig am Tisch herum. Nun ist die Zeit gekommen, um unser neues Spielzeug anzustellen.
Während der Kellner seine letzte Frage stellt und meine Begleitung sich einzig auf mich konzentriert, um die Peinlichkeit der Situation etwas zu dämmen, drücke ich den Startknopf. Kein lautes, aber ein doch hörbares Brummen ertönt. Mein Gegenüber schreckt auf. Der Kellner bemerkt das Zucken der Frau und hört auch das Brummen des Vibrators. Aber er denkt, dass es sich um das Vibrationsgeräusch eines Mobiltelefons handelt.
»Bitte nicht im Lokal telefonieren«, sagt er in gebrochenem Deutsch zu der blonden Frau und es fällt mir schwer, nicht zu lachen. Sie ignoriert ihn auch jetzt. Großartig.
»Telefonieren haben wir definitiv nicht vor«, antworte ich fröhlich. Ich beobachte mein leicht zuckendes Gegenüber. Das Vibrieren in ihrem Inneren und die Massage der Klitoris lassen sie roboterartig atmen. Sie ist darum bemüht, nicht zu stöhnen.
»Die Rechnung, bitte!«, sage ich, während die Blondine sich abmüht, um nichts von ihrem inneren Kampf nach außen hin preiszugeben. Wie egal es ihr doch nun ist, den Kellner zu ignorieren. Einzig der Versuch, sich nicht zu verraten, ist es, der sich jetzt noch in ihrem Verstand festgesetzt hat und sie unter Beschlag hält. Sie kämpft mit sich. Ich schöpfe aus ihrem Leid meinen Genuss.
Immer wieder wechselt sie von einer Pobacke auf die andere, um den vibrierenden Druck etwas zu verändern und die Stimulanz anderweitig zu kanalisieren.
»Ruhig sitzen bleiben!«, befehle ich. Sie versucht es. Der Kellner kommt an unseren Tisch und ich bezahle.
»Wir gehen!«, sage ich und erhebe mich. Als wir an dem Kellner vorbeimarschieren und ich mich verabschiede, sieht sie ihn weder an noch spricht sie ein Wort. Das Einzige, was sie von sich hören lässt, ist ein leises Brummen und ein schweres Atmen. Die Angestellten des Restaurants gaffen uns nach.
Für diese Frau war dieses Abendessen etwas völlig Neues und so Fantastisches, dass es ihre Vorstellungen von einer BDSM-Beziehung völlig sprengt. Sie dachte immer, eine Dom/Sub-Beziehung würde lediglich Schlagen, Erniedrigen und Dienen umfassen. Dass eine Herrschaft so viel mehr als das sein kann, so etwas kam ihr nie in den Sinn. Nie wieder möchte sie anders essen gehen, versichert sie mir.
Wir schlendern zum Auto und ich öffne ihr die Türe.
»Herr, darf ich mich für das Essen bedanken?« Ich bejahe diese Frage.
Leise brummend kniet sie sich vor mich hin, nimmt meine Hand und küsst diese unterwürfig. Sie versichert sich nicht, ob uns andere Menschen beobachten oder in unserer Nähe sind. Zum ersten Mal hat sie von selbst den Fokus nur auf uns gelegt. Sie lernt wahrlich sehr schnell.
»Herr, bitte nehmen Sie mich in Ihre Dienste auf. Was auch immer Sie verlangen oder wünschen – ich bin bereit, es für Sie zu tun!«
»Steh auf!«, befehle ich ihr. »Steig ein«, füge ich hinzu.
Die Frau erhebt sich und klettert schweigend in das Fahrzeug. Wieder einmal spuken Tausende von Fragen in ihr herum und doch darf sie keine davon stellen. Sie weiß, es ist ihr nur erlaubt, wenn ich es sage. Sie weiß auch, sie wird meine Gesetze nicht brechen.
Ich setze mich hinter das Lenkrad, starte den Motor, während ich zu ihr hinübersehe. Sie sitzt ganz aufrecht da und ihre Hände ruhen auf ihren Oberschenkeln. Sie verhält sich ganz still und ihr Kopf ist geradeaus gerichtet, weil sie verstanden hat, was mir wichtig ist.
»Nun weißt du, dass du alles kannst!«, sage ich.
»Ja, Herr«, antwortet sie.
»Ab sofort bist du meine Dienerin. Mein Eigentum! Du gehst hiermit in meinen Besitz über. Was auch immer ich verlange, wünsche oder fordere – es muss von dir ohne Widerspruch erfüllt werden. Dein Körper, dein Denken, dein Leben – all das ist ab nun uneingeschränkt meins.«
»Ja, mein Herr! Darf ich darum bitten, mich kurz bewegen zu dürfen?«
»Ja, du darfst«, antworte ich. In derselben Sekunde fällt sie mir leidenschaftlich mit Tränen in den Augen um den Hals. Sie überdeckt mich mit Küssen.
»Ich danke Ihnen so sehr, dass ich Ihr Eigentum sein darf«, flüstert sie mir voller Gier und Erleichterung zu.
Ich trete das Gaspedal durch. Sie brummt.
RAST
Wir fahren die Autobahn entlang. Schweigend und stupid. Meine Dienerin verharrt in ihrer Sitzposition. Ihr Kopf ist unbeweglich nach vorne gerichtet. So, wie ich es verlange. Ich mache etwas Musik zur Entspannung an.
»Zieh dein Oberteil aus!«, sage ich ohne jegliche Vorwarnung.
Sie blickt überrascht zu mir herüber.
»Habe ich dir erlaubt, mich anzusehen?«, ermahne ich sie.
»Nein, Herr. Entschuldigen Sie!«
»Oberteil ausziehen!«, wiederhole ich schroff.
Sie stülpt sich ihr Shirt über den Kopf.
»Alles?«, fragt sie kleinlaut.
»Alles!«, lautet meine Antwort.
Sie nimmt den Büstenhalter ab. In aufrechter Haltung sitzt sie nun mit nacktem Oberkörper neben mir. Mit festem Griff packe ich eine Brust und knete diese. Da es bereits Nacht geworden ist, knipse ich das Beifahrerlicht an, damit auch andere Autolenker eine bessere Sicht auf das Geschehen haben.
Wir überholen Lastwagen, wobei ich darauf achte, sehr langsam an ihnen vorbeizufahren. Leider sind die Brummis alle viel zu sehr mit dem Straßenverkehr oder mit dem Tippen von SMS oder was sonst auch immer beschäftigt. Soweit wir es feststellen können, bemerkt uns niemand. Meine Dienerin fühlt sich von dieser Aufgabe etwas überfordert und gesteht es mir.
»Was habe ich dir gesagt? Du sollst lernen, die Welt um dich herum zu vergessen und nur den Moment und uns zu fokussieren.« Sie nickt genierlich.
»Du hast die Augen von der Straße genommen und zu mir herübergesehen. Etwas, das ich meinem Eigentum nicht erlaubt habe. Dafür erhältst du eine sofortige Strafe!«
»Ich weiß, Herr. Danke!«
»Wenn wir jetzt an den Lkw-Fahrern vorbeifahren, hast du zu ihnen hochzusehen. Schauen sie auf dich herab, dann darfst du dich nicht wegdrehen, sondern musst ihnen in die Augen blicken und sie anlächeln.«
Mutlos nickt sie zustimmend. Ihre erneut auflodernde Angst ist ein wahrer Genuss für mich.
Das Vorbeifahren an den Lastkraftwagen ist hingegen keine Freude für mich. Denn leider greift meine Strafe so gar nicht. Keiner der Lkw-Lenker bemerkt die halb nackte Frau nur wenige Meter von ihnen entfernt. Auch wenn ich es nicht sehe, so kann ich doch das süffisante Lächeln meiner Sitznachbarin spüren. Diese innere Erleichterung, weil diese Strafe ins Leere verpufft. Diese Genugtuung gestatte ich ihr aber nicht.
***
Ich lenke das Fahrzeug auf einen Autobahnparkplatz. Meine Dienerin ist immer noch oberhalb unbekleidet.
»Was machen wir hier, Herr?«, fragt sie skeptisch. Sie ahnt nichts Gutes.
»Ach, ich will mir nur einen Kaffee an so einem Automaten runterlassen. Willst du auch einen?«
»Ja, gerne. Danke, Herr.«
»Gut, du wartest im Auto. Ich hole uns zwei Kaffee.«
Ich parke direkt vor einigen Fahrzeugen, in denen Männer sitzen, die sich ausruhen oder schlafen. Einer tippt geschäftig in seinen Laptop, ein anderer sieht sich einen Film auf einem kleinen Bildschirm an. Die Parkplätze sind so angelegt, dass sich Kühlerhaube an Kühlerhaube reiht. Wir stehen uns gegenüber.
»Darf ich mich wieder anziehen, Herr?«, fragt sie scheu.
»Was hatte ich dir denn aufgetragen?« Meine Aussage ist weniger eine Frage als ein Hinweis darauf, dass ich bereits sehr deutlich meinen Wunsch formuliert habe. Sie begreift, dass sich jegliche weitere Fragen erübrigen. Sie nimmt mit nacktem Oberkörper ihre aufrechte Haltung ein und legt ihre Hände auf die Oberschenkel. Das Cockpitlicht ist an und ihre großen weißen Brüste strahlen im Dunkel der Nacht. Welch ein Bild.
Ich verlasse das Fahrzeug und verschließe die Türen von außen. Das Licht bleibt an. Aus dem Fahrzeuginneren dringt ein entsetztes »Oh, mein Gott!«.
Gemütlich spaziere ich zu dem circa 50 Meter entfernten Kaffeeautomaten. Natürlich lasse ich unser Fahrzeug und auch die Autos nahe dem unserem nicht aus den Augen. Auch wenn meine Dienerin nun alleine auf sich gestellt ist oder es zumindest denkt, so bleibt sie dennoch keine Sekunde unbeobachtet.
Sie verhält sich vorbildhaft. Wahrscheinlich kann sie vor Aufregung kaum noch denken, während ich damit beschäftigt bin, in aller Ruhe darüber nachzugrübeln, ob ich einen Latte macchiato oder doch lieber einen Espresso trinken möchte. Ich überlege gründlich, lasse mir Zeit. Ich habe es nicht eilig.
Zum ersten Mal ist sie in meiner Gegenwart auf sich alleine gestellt. Sie muss lernen, mit dieser Situation zurechtzukommen. Ich teste ihre Bereitschaft, sich vollends meinen Wünschen zu unterwerfen. Unbeweglich sitzt sie da, halb nackt im innen beleuchteten Auto, den beiden Männern gegenüber. Ihre Brüste reflektieren sogar ein wenig das Licht. Die beiden Herrschaften sind aber so in ihre Bildschirme oder ihre Arbeit vertieft, dass sie die Blondine nicht wahrnehmen. Welch ein Jammer.
Irgendwann kehre ich zu unserem Fahrzeug zurück und erlaube ihr, sich anzuziehen, um Kaffee zu trinken. Blitzschnell schlüpft sie in ihr Oberteil und ist offenkundig erleichtert, dass diese Prüfung an ihr vorübergegangen ist. Ich bin sehr stolz auf sie, auch wenn ich mich von den Anwesenden betrogen fühle. Die parkenden Fahrzeuge samt Besitzer haben nicht das erotische Bild vor ihnen registriert. Noch nicht einmal der Mann, der einen Film guckt, hat unsere Aktion bemerkt.
»Du wirst noch lernen, dass es dir egal ist, was andere über dich denken!«, sage ich zu ihr und starte den Motor. Beim Wegfahren bemerken wir, dass der Mann ihr gegenüber, der unaufhörlich auf seinen Bildschirm stierte und nicht ein Mal zu der unbekleideten Frau ihm gegenüber aufsah, sich einen Pornofilm anschaut. Welch eine Ironie. Wir verlassen erheitert den Autobahnparkplatz.
HOTELZIMMER
Ich habe das Hotelzimmer auf unser spätabendliches Eintreffen vorbereitet, es umarrangiert. Das Bett ist mit Gurten so präpariert, dass ich meine Dienerin mit Karabinern und Handschellen fixieren kann. Halsband, Ketten, Leine, Schlaginstrumente, Sexspielzeug – alles liegt einsatzbereit ausgebreitet auf einem Tisch.
Überfallartig tobe ich mich an meinem Eigentum aus. Ein auf den Kopf gestellter Ohrensessel wird zu einer Art Rampe, auf die ich die Blondine fessle und rücksichtslos benutze. Es ist ein wildes, hemmungsloses Treiben. Keine Öffnung von ihr bleibt ungenutzt. Unsere Körper sind bald in Schweiß getränkt. Es riecht in dem Zimmer nach purem Sex.
Gerte, Paddle, Rohrstock, Peitsche, Fesseln, Dildos, Buttplugs, Klammern für die Brüste und Schamlippen, Vibratoren, eine Vaginalpumpe – alles kommt zum Einsatz und findet seine Verwendung. Ich ficke sie hart von hinten und stecke ihr meinen Schwanz so tief in den Hals, dass sie sich mehrmals beinahe übergeben muss. Der Speichel läuft ihr über das Kinn und tropft hinab auf den weichen Teppichboden. Ihren saugenden Schlund benutze ich als mein lebendiges Glory Hole, bis ich in ihr komme. Mein Samen überschwemmt ihren Rachen. Sie schluckt, so gut es geht. Wir genießen.
Ich lasse von ihr ab, setze mich aufs Bett und betrachte sie. Schwer atmend hängt sie über den Ohrensessel fixiert. Sie ist mein Fickstück. Ich sage es ihr und registriere, wie befriedigend diese Worte für sie sind. Diese Entwürdigung, diese Bloßstellung.
»Danke, Herr«, keucht sie mir zu. Sie kann sich nicht bewegen. Ich koste den Anblick dieser Hilflosigkeit aus.
Nach einigen Minuten des Verschnaufens erhebe ich mich vom Bett, nehme einen sehr großen Glasdildo und penetriere die Gefangene hart mit dem kalten Teil. Das Spiel geht in die nächste Runde.
***
Unser animalisches Treiben zieht sich wieder bis zum Sonnenaufgang hin. Erschöpft schlafen wir in den frühen Morgenstunden im Bett nebeneinander fest umschlungen ein, um nur zwei Stunden später wieder zu erwachen. Uns ist die Zeit zu kostbar, um diese mit Schlaf zu vergeuden.
Wir haben Sex. Sehr normalen Sex. Sex, der sich durch nichts von anderen Paaren unterscheidet. Keine Werkzeuge, kein Schlagen.
Der Ablauf und die Handhabung des gemeinsamen Frühstücks unterscheiden sich kaum von dem davor. Die Regeln sind ihr nur vertrauter und sie hat weniger Schwierigkeiten, all den Vorgaben nachzukommen.
Zurück auf dem Zimmer lieben wir uns noch einmal. Wieder zärtlich. Ganz besonders zärtlich.
Die Trennung fällt uns von Neuem schwer, nur diesmal sprechen wir es aus. Kurz vor dem Punkt, an dem unser zweites gemeinsames Abenteuer endet, steuere ich einen Parkplatz an. Dort küssen und berühren wir uns noch einmal sehr vertraut.
Andere Verpflichtungen, das »normale« Leben, erwarten uns bereits!
***
Unsere Beziehung verändert sie. Die Intensität unserer Treffen bleibt nicht ohne innere und äußere Spuren. Sie macht Fehler, verhält sich ihrem Partner gegenüber anders. Er beginnt langsam zu begreifen, dass es da etwas Großes gibt.
Ein erster Fehler unterläuft ihr am Abend nach dem zweiten Treffen. Sie geht mit ihrem Mann in ein Fast-Food-Restaurant. Dort treffen sie sich mit Freunden. Bedauerlicherweise hat sie unsere Essensregeln so sehr verinnerlicht, dass sie automatisch nicht neben ihrem Mann, wie sonst immer, sondern ihm gegenüber Platz nimmt. Etwas, das sie in all den Jahren ihrer Beziehung noch nie getan hat. Ihm gegenübersitzend richtet sie ihr Besteck so aus, dass es in einer Linie mit dem seinigen daliegt. Er beobachtet sie dabei. Sie sieht kurz zu ihm auf, überprüft nochmals das Besteck und erst jetzt begreift sie, welch grober Fauxpas ihr unterlaufen ist.
»Warum sitzt du da?«, fragt er verwundert. Sie zuckt mit den Schultern. Was sollte sie auch darauf sagen …
»Und was soll der Unsinn mit dem Besteck?«, hakt er nach. Sie zuckt wieder mit den Schultern, erhebt sich und setzt sich neben ihn. Eine Antwort darauf fällt ihr nicht ein. Zu ihrer Erleichterung treffen die gemeinsamen Freunde ein und so ist dieses Thema erst einmal vom Tisch. Aber es sollte in den nächsten Tagen und Wochen nicht das letzte Mal sein, dass ihr Handeln Fragen aufwirft.
***
Oft genug hat sie in den letzten Jahren ihren Mann darum gebeten, ihr den Po mit der Hand oder einer Rute zu versohlen. Er hat es auch probiert, das muss man ihm zugestehen, aber alles, was es ihr entlocken konnte, war ein Lachen. Ihm hingegen war gar nicht zum Lachen zumute. Er war noch nie ein dominanter Mensch und er kann und will die BDSM-Welt auch nicht verstehen oder leiden. Als eine abgrundtiefe Perversion hat er diesen Fetisch tituliert. Er kann weder mit ihrem Wunsch umgehen noch ihn erfüllen. Im Gegenteil. Ihr Verlangen erfüllt ihn mit Zorn. Seine Abneigung davor erfüllt sie wiederum mit Hass. Und so stirbt jeglicher Versuch recht rasch und findet auch keine Erwähnung mehr.
Wer ein so ungezähmtes Sexleben genießt wie wir beide, der weiß, dass auf Dauer die Spuren dieser Liebesnächte nicht verborgen bleiben können. Von unserem zweiten Treffen sind deutliche Male zurückgeblieben. Sie liebt diese Zeichen unserer Leidenschaft. Es verbindet sie mit mir. Und so trägt sie diese auch mit Stolz. Sie ist natürlich darum bemüht, alle Merkmale auf ihrem Körper so gut als nur irgendwie möglich zu verbergen. Doch schon am zweiten Tag nach unserem letzten Treffen ist sie unvorsichtig und ihr Mann entdeckt die Striemen auf ihrer Haut.
»Wo hast du die her?«, zeigt er anklagend auf ihren Rücken.
»Das habe ich mir selbst angetan. Mich gegeißelt, da du ja dazu nicht bereit bist!«, lügt sie gut vorbereitet und klagt ihn zugleich an. Angriff ist die beste Verteidigung, davon ist sie überzeugt.
»Ich habe mir die Striemen und blauen Flecke selbst zugefügt, um dieses gute Gefühl zu erleben, nach dem ich mich sehne und das du mir verweigerst. Versteh es oder lass es bleiben. Mir egal. Ich werde jedenfalls nicht damit aufhören.«
Ihre Lüge ist von frecher Einfachheit. Sie hat mit dieser Ankündigung bereits allen Spuren, die er zukünftig noch entdecken sollte, sehr schlau vorgegriffen, ihnen ihr Geheimnis genommen.
Er glaubt ihr und lässt es sein. Verstehen kann er seine Ehefrau ohnehin in den letzten Wochen nicht mehr. Sie verändert sich immer mehr und wird zu einer Person, die er gar nicht mehr wiedererkennt. Zumindest denkt er das. Er glaubt ihr aber möglicherweise auch nur deshalb, weil es ihm zu mühsam ist, über all dies intensiv nachzudenken. Kopfschüttelnd verlässt er das Zimmer.
***
Ich stehe am Fenster meines Büros und schaue gedankenverloren in die Ferne. In meiner Hand halte ich eine Tasse heißen Kaffee, an der ich ab und zu nippe. Meine Assistentin kommt herein. Sie legt mir Unterlagen auf den Schreibtisch. Auch wenn ich es nicht sehen kann, so spüre ich dennoch, dass sie mich beobachtet. Ich stehe sonst nie am Fenster und starre nur so hinaus. Wozu auch.
»Ist etwas, Chef?«, fragt sie mich.
Ich drehe mich ihr zu, gucke sie an, nippe an der Tasse und gehe aus dem Zimmer.
Bislang konnte ich meine beiden Welten immer sehr gut voneinander trennen. Nun verhält es sich etwas anders. Dieses blonde Wesen hat mich tiefer berührt als alle zuvor. Aber will ich das auch?
ANILA
Anila ist eine wunderschöne, gut gebaute dunkelhäutige Schönheit. Ihr Vater stammt aus Indien, genauer gesagt, aus Mumbai. Sie hat sehr große Ähnlichkeit mit dem Star Freida Pinto. Die weibliche Hauptdarstellerin aus dem Kinohit Slumdog Millionaire. Pinto stammt, wie Anilas Vater, ebenfalls aus Mumbai. Aussehen, Alter und Wurzeln liegen bei diesen beiden Damen sehr nahe beieinander. Ansonsten gibt es kaum noch Gemeinsamkeiten.
Anila ist die beste Freundin der Dienerin. Mit ihr kann sie über alles sprechen und umgekehrt gilt dasselbe. Selbst die größten Geheimnisse wissen die zwei voneinander.
Die beiden Frauen brauchen sich. Sie können sich über alles austauschen und sind immer füreinander da. Sie kennen sich bereits eine halbe Ewigkeit und haben schon vieles gemeinsam durchgestanden. Es ist ihre besondere Art, miteinander umzugehen. Jede nimmt die andere so, wie sie ist. Selbst Eigenarten, die der anderen nicht passen, werden toleriert. Anila, obwohl nur wenige Kilometer von ihrer Freundin entfernt geboren, war Zeit ihres Lebens mit dem Makel, eine Ausländerin zu sein, behaftet. Und das, obwohl sie keine ist. Aber ihre dunkle Haut, die sie von ihrem Vater geerbt hat, die wunderschönen braunen Rehaugen und dieser seltene Name machten sie zu etwas, was sie niemals war. Jedenfalls in unserem Breitengrad war sie immer schon die Fremde. Nur für die blonde Freundin an ihrer Seite stellte sie immer nur eines dar: ihre Verbündete. Zwischen ihnen waren Name und Hautfarbe so unwichtig wie das, was die Leute um sie herum dachten.
Anila diente auch mehrfach schon als Alibi für diverse Seitensprünge ihrer besten Freundin, aber auch umgekehrt. Ihre Liebschaften hatten bisher jedoch keinen BDSM-Hintergrund. Bei niemandem. Die zwei sind schon lange nicht mehr glücklich in ihren Beziehungen und doch ist ihr Leben derart verstrickt, dass eine Trennung nicht ohne größere Probleme vonstattengehen würde. Für keine von ihnen. So helfen sie sich gegenseitig, wo es nur geht. Anila führt eine sehr unglückliche Ehe. Eine noch unglücklichere als ihre Leidensschwester. Sie ist auch die Einzige, die in unsere Beziehung eingeweiht ist. Durch die jüngsten Abenteuer ihrer Leidensgenossin inspiriert, begibt sie sich ebenfalls auf die Suche nach einem dominanten Mann. Und auch Anila kann auf keine Kinder zurückgreifen, die von der ehelichen Einöde ablenken könnten. Einzig ihr Bruder hat ein Kind, welches sie mitunter betreut. Aber das reicht nicht aus, um dieses Leben bunter zu gestalten.
Anila trägt, wie meine Dienerin, eine devote Ader in sich, allerdings bei Weitem nicht so ausgeprägt. Sie ist auch nicht so konsequent in der Umsetzung ihrer Fantasien. Es gibt bald viele Chatkontakte zu (angeblich) dominanten Herren, aber noch kein einziges Treffen. Die dunkelhäutige Venus ist eine jener devoten Frauen, die ihre Vorlieben gerne ausleben möchten, der aber die Konsequenz für eine reale Umsetzung fehlt. Und so gibt sie sich bei mehreren angeblichen Doms ihren Fantasien am Computer hin. Leider hat sie eine sehr unglückliche Hand, was die Auswahl ihrer Männer betrifft. Ihr ist das Aussehen viel wichtiger als der Mensch, der dahintersteckt, bzw. hinterfragt sie einen perfekt gebauten Männerkörper erst gar nicht. Es genügt ihr das Bild davon. Und weil Anila sich ja ohnehin zu keinem wirklichen Treffen durchringen kann, ist dieser oberflächliche Gedanke noch nicht einmal so verkehrt.
Nun ist es nicht so, dass sich diese hübsche Exotin nicht ein echtes Treffen herbeiwünscht. Und doch bleibt es bei der Tastenerotik am Computer.
Und das ist auch gut so, denn die meisten dieser angeblichen Tops entpuppen sich entweder als Fake oder angehende Psychopathen, mit denen man besser nicht alleine ist.
Anila tritt, über meine Dienerin, mit einer Bitte an mich heran. Sie sucht einen Despoten wie mich. Jemanden, dem ich eine devote Anfängerin für eine Knechtschaft anvertrauen würde. Der Anila in seine Obhut nimmt, sie in das Leben einer ergebenen Sklavin einführt. Langsam, geduldig und vorsichtig.
Natürlich kenne ich einige aus der Szene, jedoch niemanden, der eine junge Frau aufnimmt, die im Grunde gar nicht wirklich untertänig ist, sondern nur davon träumt, es zu sein. Anila hat ihre Traumvorstellung von einem Herrn aus erotischen Büchern und Filmen, die aber nichts mit der Realität zu tun haben. Fantasien, die nur unerfüllt bleiben.
Ich biete ihr einen Vertrag an. In dem Kontrakt ist zu lesen, dass sie sich mir gänzlich zu ergeben hat. Nicht körperlich, sondern in Bezug auf meine Entscheidungen. Ich werde die gesamte Korrespondenz, die sie mit den angeblichen Doms führt, zu lesen bekommen, und wenn nötig, sogar mit den Männern Kontakt aufnehmen.
Als Erstes werde ich dadurch herausfiltern, ob es sich bei diesen Männern um reale Doms, Fakes oder Spinner handelt. Bislang trafen immer die beiden letzten Punkte auf Anilas Männerauswahl zu.
Ich gebe ihr ein paar Tage Zeit, um über diesen Vertrag nachzudenken. Die Halbinderin lehnt letztendlich ab. Selbst diesen Anforderungen will sie sich nicht unterwerfen. Für mich ist es in Ordnung. Damit ist aber auch meine Bereitschaft, ihr zu helfen, beendet und Anila kontaktiert weiterhin sehr fragliche Typen.
Ich bin der Frau keineswegs böse. Es ist ihre Entscheidung und ich respektiere diese auch. Darüber hinaus mag ich dieses Braunauge von Beginn an. Ich mag ihre Art und ihre Freundschaft zu meiner Dienerin. Sie tut ihr gut!
DAMPF
Um sich die Zeit bis zum nächsten Treffen zu verkürzen, ist wieder ein Abenteuer via Skype angesagt. Meine Dienerin liebt den Saunabesuch und so etwas soll man nutzen. Gemeinsam mit einer anderen Freundin möchte sie einer beliebten Sauna, nahe ihres Wohnortes, einen Besuch abstatten. Mobiltelefone sind in dieser Saunalandschaft nicht erlaubt und so gelingt die Kommunikation diesmal nicht ganz so fließend wie sonst. Aber das hindert uns nicht wirklich an der Umsetzung.
Hier die Instruktionen für den Besuch im Dampfbad, schreibe ich ihr zuvor per Skype. Du suchst dir einen Platz in einer Saunakabine, wo im Idealfall viele Männer anwesend sind. Ist es nur ein einziger Mann, ist auch das in Ordnung. Du schaust bewusst zwischen die Beine der Männer, betrachtest ihre Schwänze interessiert. Wenn sie anfangen, sich selbst anzufassen oder ein steifes Glied bekommen, öffnest du deine Beine ein wenig. Wenn du möchtest und die Möglichkeit vor Ort gegeben ist, darfst du dich vor ihren Augen selbst befriedigen. Es gibt aber ein absolutes Gebot: keine Berührungen, egal wer wen! Ist ein Pärchen oder eine Dame alleine anwesend, kannst du es dir auch vor ihren Augen selbst machen. Aber auch hier gilt: keine gegenseitigen Berührungen! Sollte ein Mann oder mehrere näher an dich herantreten, hast du folgenden Satz zu sagen: Wenn mich jemand berührt oder auch nur streift, ist auf der Stelle alles zu Ende und ich bin weg. Egal, ob mit Absicht oder aus Versehen!
Ich bin mir nicht sicher, ob das hier geht, Herr, weil wir sind in der totalen Provinz, gibt sie via Skype zu bedenken.
Es wird funktionieren! Es haut in jeder Sauna hin, da ein hoher Prozentsatz der Männer dort hofft, etwas Geiles zu erspähen oder zu erleben. Achte nur auf Folgendes: Wie haben sich die Männer hingesetzt? Präsentieren sie sich und ihre Schwänze? Aber vor allem: Achte auf ihre Blicke, wenn eine Frau oder ein Pärchen den Raum betritt oder verlässt. Folgen ihre Augen diesen Personen, hast du deine »Opfer« gefunden.
Ja, Herr, ich passe auf. Ich melde mich dann später wieder.
Es gibt eine Unterbrechung von etwa eineinhalb Stunden.
Ich bin wieder da. Es ist leider nicht viel los. Ich habe beim Aufguss, der vom Personal durchgeführt wird, aber einen Mann entdeckt. Er hielt die Beine etwas gespreizt und beobachtete mich. Ich testete ihn, indem ich auf seinen Schwanz starrte. Ich blickte lange, sehr lange darauf. Dann eine Reaktion von ihm! Er berührte sich ein wenig. Der Mann dürfte um die fünfzig Jahre alt sein. Sehr gepflegte Erscheinung, sportliche Figur. Ich bin dann raus aus der Sauna. Er auch. Jetzt liegt er etwa fünf Liegestühle von uns entfernt. Ich werde nachher eine Kabine aufsuchen, in die kein Personal hineinkommt, da diese Räumlichkeiten zu klein sind. Mal sehen, ob der Mann mir folgt.
Er wird dir folgen!
Wieder eine Unterbrechung von circa zwei Stunden.
Ich war im Dampfbad. Der Mann kam kurz darauf nach. Er setzte sich breitbeinig vor mich hin. Ich starrte direkt auf seinen Schwanz und das war richtig schwer für mich. Sein Glied schwoll etwas an. Er berührte sich wie zufällig immer wieder … ach, wie lustig. Dann hielt er wieder inne und die Schwellung ging zurück. Kurz darauf erneut ein Anschwellen und ein Weilchen danach ein Abschlaffen. Als sein Schwanz erneut steif wurde und nach Kurzem wieder schlappmachte, sagte der Mann zu mir: Ich weiß nicht, aber das ist für mich unheimlich, dass eine Frau sich so offenbart. Dann entschuldigte er sich bei mir. Ich erhob mich, sagte »Bis später« und ging raus.
Toll. Er wird dir nachher wieder folgen.
Zwei Stunden darauf erhalte ich eine weitere Nachricht.
Ich meinte zu meiner Freundin, dass ich jetzt noch einmal alleine ins Dampfbad gehen werde. Dabei achtete ich darauf, es so laut zu sagen, dass es der Fremde mithören konnte. Ich ging in eine der kleinen Kabinen und er folgte mir. Er setzte sich in dem kleinen Raum mir gegenüber hin und plauderte ein wenig. Er fragte mich, ob es ausreicht oder ob er noch mehr Dampf machen soll. Es sei genug, antwortete ich, weil ich seinen Schwanz sonst nicht mehr so optimal erkennen hätte können. Er grinste breit und meinte, dass ich schön verdorben sei und dann wollte er mich im Gesicht berühren.
Ich sagte zu ihm: Mir ist bewusst, dass ich dir unheimlich vorkomme. Ich will nur was Geiles erleben, aber nicht berührt werden. Er verstand nicht, warum ich das nicht will. Ich weihte ihn also ein.
Ich darf keinen körperlichen Kontakt haben, es ist mir nicht erlaubt.
Er schaute etwas verwirrt und meinte, dass das ja niemand wüsste. Mein Herr gestattet es nicht, dass ich berührt werde und ich möchte das auch nicht. Ich glaube nicht, dass er weiß, was ein Herr ist. Er fragte: Darf ich dich ansehen?
Ich lehnte mich zurück und antwortete: Ja klar, schau jetzt genau hin! Ich spielte mit meinen Nippeln und spreizte meine Schamlippen. Er war kurz überfordert, aber seine Lust siegte. Er wichste seinen nun richtig harten Prügel und kam auch sehr schnell in seinem Handtuch zum Orgasmus. Kaum dass er fertig war, verließ er fluchtartig den Raum. Ich spielte weiter an mir herum und träumte dabei von Ihnen und Ihrer Strenge.
Wie war es für dich?
Zuerst war es sehr eigenartig. Ich hatte sehr viel Angst, aber Ihre kurzen Nachrichten bestärkten mich sehr. Zu Beginn aber war es schon echt schlimm. So nackt und aktiv zu sein – und das bei einem mir völlig Unbekannten. Aber vor allem hatte ich Sie nicht an meiner Seite. Und doch war es sehr geil und sehr befriedigend.
Schön! Wir werden bald wieder ein Skype-Abenteuer erleben.
Danke, Herr, ich freue mich darauf!
DRITTES KAPITEL: WOCHEN SPÄTER (AUGUST 2015)
So wie Anila die beste Freundin meiner Dienerin darstellt, so ist ihre Mutter ihre zweitbeste. Sie weiß, dass ihre Tochter in ihrer Ehe alles andere als glücklich ist. Sie kennt auch das Leid, das mit dieser Ehe einhergeht, nur allzu genau. Zwar ist sie mit den Seitensprüngen ihrer Tochter nicht einverstanden, doch kann sie diese auch irgendwie nachvollziehen und akzeptieren. Zu ihrem Glück weiß sie bis jetzt nur sehr wenig von den ausufernden Sexpraktiken abseits dieser Ehe.
Meine Dienerin sieht in ihrer Mutter eine Verbündete, der sie alles erzählen kann. Das ist auch richtig. Allerdings gibt es Dinge, die keine Mutter von ihrer Tochter hören möchte. Ganz egal, wie eng das Verhältnis zwischen ihnen sein mag.
Die ältere Frau ist eigentlich sehr konservativ, und obschon sie die Welt, in der sich ihre Tochter bewegt (einiges hat sie ihr bereits gebeichtet), als pervers und abstoßend empfindet, versucht sie dennoch, immer wieder etwas aus diesem Bereich zu erfahren. Leider ist das, was diese erzählt, weit mehr, als es der Mutter guttut. Und meine Dienerin verschont die arme Frau dabei auch nicht mit eindeutigen Beschreibungen.
***
Die Post bringt meiner Dienerin ein Paket. Ihre Mutter steht zufällig hinter ihr, als sie dieses öffnet. Der Inhalt: ein sehr großer Buttplug aus Glas! Die Mutter nimmt ihr den durchsichtigen Gegenstand aus der Hand und betrachtet ihn.
»Wofür ist das denn?«, fragt sie ungläubig.
»Na, wofür schon? Den schiebt man sich hinten rein.«
»Was??? Und den schiebt dir dein Liebhaber hinten rein und das magst du???«
»Wenn mein Herr das wünscht, dann habe ich zu gehorchen!«
Die Mutter traut ihren Ohren kaum. Sie ist von ihrer Tochter vieles gewohnt, aber das ist selbst für sie neu.
»Ach so, dein Herr?«
»Ja, mein Herr!«
»Was soll das heißen, ‚dein Herr‘?«, fragt die Frau und starrt dabei immer noch skeptisch den Glasplug an.
»Er ist mein Herr, das heißt es«, antwortet die Tochter.
»Also, du bist doch verrückt!«
»Ja? Warum denn? Es ist doch nicht schlimm.«
»Nicht schlimm? Sag mal, wie krank bist du denn?«
»Warum denn krank? Nur weil du so prüde bist, brauchst du doch mich nicht zu verurteilen.«
»Das hat doch nichts mit prüde zu tun, nur weil ich das verurteile, was ihr da macht. Ich versteh’ das auch gar nicht!«
»Na gut, ich erkläre es dir. Es ist so: Ich habe einen Herrn und bin sein Eigentum …«
»Was soll das heißen, du bist sein Eigentum???« Der Plug in ihren Händen hat schlagartig an Bedeutung verloren. Sie starrt ihre Tochter entgeistert an.
»Das ,was es heißt: Ich gehöre ihm. Er kann mit mir machen, was er will.«
Die Mutter ist nur noch fassungslos. Sie ringt um Worte.
»Und was, wenn dieser perverse Tyrann sein Eigentum vielleicht mal erwürgt oder ersticht oder es zur Prostitution zwingt?«
»Ach bitte, du mit deinem TV-KRIMI-MIST, den du dir immer ansiehst. Du schaust viel zu viel von diesem Blödsinn. Du weißt doch gar nicht, wie schön es sein kann, wenn man sich einem anderen Menschen völlig hingibt, er über dein Leben bestimmt, alles für dich übernimmt.«
»Du hast doch einen Vogel! Und deinem Herrscher werde ich was Schönes geben, wenn ich ihm einmal begegnen sollte. Ich ramme ihm unsere Gießkanne hinten rein, damit er auch einmal spürt, wie gut das tut.«
***
Meine Dienerin hat bei den Gesprächen mit ihrer Mutter nicht gerade ein glückliches Händchen bewiesen. Vieles von unserem Tun hätte sie nicht erzählen sollen und vieles hätte ihre Mutter auch gewiss nicht wissen wollen.
Nachdem sie über unser Verhältnis in Kenntnis gesetzt worden ist, hören die Anschuldigungen mir gegenüber nicht mehr auf. Ihr Urteil in Bezug auf mich fällt immer wieder sehr derb aus.
Ihre Mutter mag ihren Schwiegersohn nicht leiden, aber noch weniger mag sie den neuen perversen Despoten an der Seite ihrer Tochter. Ich habe großes Verständnis für sie und ihr Empfinden mir gegenüber.
Auch wenn es nicht gerechtfertigt ist, dass diese Frau, die absolut nichts über mich weiß, mich zu einem Psychopathen abstempelt, so kann ich doch ihr Verhalten nachvollziehen. Mein Eigentum aber leidet unter dem Zwist, der zwischen ihr und ihrer Mutter herrscht. Ich entschließe mich daher dazu, ihrer Erzeugerin eine Nachricht zukommen zu lassen. Ich schreibe ihr eine E-Mail, in der ich mich ihr erkläre.
In diesem Schreiben versuche ich, ihr unser Miteinander in vernünftigen, emotionslosen Worten etwas näherzubringen. Ich bemühe mich, das Schreckgespenst, das ich nun einmal für sie darstelle, etwas zu entgeistern. Meine Worte sind sehr sachlich, ohne Anfeindungen und ohne ins Detail zu gehen, gewählt. Aber es geht mir in diesem Schreiben um noch etwas viel Wichtigeres und dies teile ich ihr auch mit. Ich gestehe, wäre ich an ihrer Stelle, würde ich wahrscheinlich vor Bangen um mein Kind nicht mehr schlafen können. Und dass ich volles Verständnis für ihre Wut und ihre Sorgen habe. Ich versichere ihr aber ebenso, dass ich immer nur das Beste für ihre Tochter will. Auch wenn es wegen unserer Praktiken für sie nicht so aussehen mag, so ist ihre Tochter dennoch bei mir immer beschützt. Ich würde nie etwas tun, was ihr schadet.
Zum Abschluss des Schreibens füge ich noch hinzu, dass ich weiß, dass wir niemals Freunde werden oder sie mich wird leiden können. Das ist auch gar nicht nötig. Aber wenn sie nach dieser E-Mail keine Angst mehr um ihre Tochter hat und meine Schreckensherrschaft nicht mehr allzu diktatorische Vorstellungen in ihr herumspuken lässt, dann habe ich damit mehr erreicht, als ich hoffen darf. Obendrein biete ich ihr an, mich jederzeit per E-Mail zu kontaktieren, wenn sie etwas von mir wissen möchte.
Es ist ziemlich hart für die Mutter, ein Schreiben von ihrem Feind zu erhalten. Persönlich an sie gerichtet. Das ist zu viel für sie. Sie bricht in Tränen aus.
Es ist aber nur ein kurzer Moment der Schwäche. Denn nach den Tränen entflammt erneut der alte Kampfgeist in ihr und über mein Eigentum bricht ein Geschrei voller Anfeindungen, voll gespickt mit Schimpfwörtern, herein. Ihre ganze Ohnmacht entlädt sich an ihrer Tochter.
Nachdem der Sturm etwas vorübergezogen ist, sich die arme Frau wieder etwas beruhigt hat, sagt sie abschließend: Aber eines muss man ihm lassen, schreiben kann der!
Als ich von diesem letzten Satz erfahre, weiß ich, dass wir gewonnen haben. Auch wenn sie niemals Sympathien für mich entwickeln wird, so habe ich ihr doch ein wenig dieses Schreckgespenst genommen. Und mehr wollte ich mit meinem Schreiben auch nicht erreichen.
***
Mittlerweile ist aus unserem Vierzehntagerhythmus ein solides Ritual geworden, wie so vieles andere auch. Wir haben uns schon sehr gut aufeinander eingespielt. Diesmal jedoch ist es mir aus beruflichen Gründen nicht möglich, die zwei Wochen Trennungszeit einzuhalten. Es soll also ein langer Monat vergehen, ehe wir uns wiedersehen. Das ist eindeutig zu lange! Zu lange für mich und zu lange für meine Dienerin.
Es ist erst eine Woche her seit unserem letzten Date. Spontan einigen wir uns darauf, diesmal kein Hotelzimmer zu nehmen, sondern wieder eine Session in jener Firma abzuhalten, in der wir uns schon einmal vergnügten und wo alles angefangen hat. Es ist wie ein Zurückkommen an den Ort des Verbrechens.
Diesmal wollen wir aber nicht erst um die Mitternachtszeit zusammenkommen, sondern einen Ausflug ins Grüne machen. So hole ich meine Dienerin um die Mittagszeit ab und wir fahren in einen etwa fünfzig Kilometer entfernten Ort, der einen idealen Fleck für Spaziergänger und Liebende verspricht. Geparkt wird etwas abseits. Wir wandern gemütlich einen Feldweg entlang und unterhalten uns über alles Mögliche – auch über ihre Mutter und die erschwerte Beziehung und ihre Freundschaft zu Anila. Es wird über alles gesprochen, was uns bewegt. Von Träumen, Plänen und der Zukunft.
Wir kommen an einer kleinen Unterführung einer Bahnstrecke vorüber. Der Weg dorthin ist mit Sträuchern beinahe zugewachsen. Niemand benützt diesen Pfad noch, außer höchstens mal ein Pärchen für ein Liebesabenteuer oder Obdachlose auf der Suche nach einem trockenen Schlafplatz. Wir kämpfen uns zu der Unterführung durch.
»Hände an die Mauer, Rock hochziehen und Arsch schön rausstrecken!«, befehle ich. Sie stellt sich hin, die Hände an der kalten Mauer abgestützt, ihre Beine gespreizt und ihr Hinterteil freigelegt und mir entgegengestreckt. Was für eine Augenweide.
Mit festem Schlag lasse ich meine Hand auf ihre Pobacke schellen. Das Geräusch klingt fantastisch. Sie zuckt zusammen und stöhnt leise auf. Ich befehle ihr, augenblicklich still zu sein. Ich möchte den Knall des Aufpralls nachschwingen hören! Wieder ein Schlag. Wieder ein hallender Nachklang. Wunderbar! Ihre Haut bekommt eine erste rötliche Färbung. Ihre Brust packe ich mit einer Hand und knete sie sehr hart durch. Sie zuckt wieder und stöhnt wollüstig.
»Ruhe, habe ich gesagt!«, sage ich streng.
Noch ein fester Hieb mit meiner blanken Hand auf ihr Hinterteil. Jeder Treffer ist gezielt und mit voller Wucht ausgeführt. Ihr Arsch wird immer rötlicher und entwickelt eine angenehme Wärme. Es setzt Schlag auf Schlag. Immer fester – immer härter. Sie hält allem stand. Meine rechte Hand ist von den vielen Aufschlägen rot unterlaufen. Ich halte sie ihr vors Gesicht. Die Sklavin küsst die Handflächen mit knechtischer Demut. In meiner Hose ist mittlerweile eine sehr ansehnliche Beule gewachsen. Ich fordere sie auf, sich hinzuhocken. Sofort fällt sie auf ihre Knie. Sie kümmert sich nicht um den schmutzigen Untergrund. Gierig öffnet sie meine Hose und saugt meinen Schwanz mit großer Inbrunst in sich ein.
»Hände auf den Rücken!«
Rasch nimmt sie die Hände nach hinten. Ich packe ihren Kopf und führe mein Glied so weit in ihren Mund ein, dass sie mehrmals kurz vor dem Erbrechen steht. Ihr Würgen hält mich aber nicht von meinem Tun ab. Im Gegenteil. Dieser Kampf mit der abgeriegelten Luftzufuhr und den Würgereflexen animiert mich zu einem noch härteren Zustoßen. Ich fasse ihren Kopf an den Haaren und ficke ihr weit geöffnetes Maul. Deep Throat in bester Manier. Hart und schonungslos. Sie hustet, sie keucht und verschluckt sich etliche Male an ihrem eigenen Speichel. All dies hält mich nicht davon ab, weiterhin und immer tiefer in sie zu stoßen.
Die Laute, die verstärkt durch den Hall der Unterführung in die Umgebung dringen, müssen beachtlich sein. Spaziergänger und Radfahrer dürften die verdächtigen Geräusche wohl richtig zuordnen können. Uns ist es egal. Wir sehen und hören niemanden. Und selbst wenn, ich glaube nicht, dass wir unser Treiben stoppen würden.
Ich lasse von ihr ab.
»Steh auf und stell dich wieder an die Wand!«, befehle ich. Sie erhebt sich hüstelnd, legt die Hände wieder an die kalte, feuchte Wand und streckt mir ihren Arsch entgegen. Ich ficke sie sehr hart von hinten im Stehen. Es ist ein phänomenales Gefühl, das uns beide laut stöhnen lässt.
Ich komme in ihr.
Sie sehnt sich ebenfalls einen Orgasmus herbei und bittet mich darum, einen haben zu dürfen.
»Zieh mich wieder an!«, sage ich mit schroffem Ton.
»Bitte, Herr, noch ein wenig mehr! Bitte!«, bettelt sie und dreht mir ihr Hinterteil zu.
»Umdrehen!«, sage ich gereizt.
Sie dreht sich wieder der Wand zu, legt ihre Hände erneut an die Mauer und drückt mir ihren Po entgegen, in der Hoffnung, eine Verlängerung unseres Liebesspiels erfahren zu dürfen. Ich ziehe mich an, hebe einen Weidenzweig auf, nehme ein Taschentuch zur Hand und umwickle den Zweig mit frisch gepflückten Brennnesseln. Damit schlage ich auf das Hinterteil meiner Dienerin ein. Sie erträgt alles still.
»Wenn ich sage, dass du mich anzuziehen hast, dann hast du das gefälligst zu tun!«, fauche ich sie bösartig an, während der Zweig und die Brennnesseln ihr Hinterteil zeichnen.
»Ja, mein Herr! Entschuldigen Sie vielmals meinen Ungehorsam!«
»150 Hiebe auf jeder Seite!«, verkünde ich. »Damit du lernst, dich zu benehmen!«
»Ja, mein Herr, danke!«
Das Geräusch der Schläge ist nicht so laut wie jenes von den Händen, der Schmerz und die Spuren sind dafür umso nachhaltiger. Ihr Hintern ist stark gezeichnet von kleinen juckenden Bläschen und roten Striemen. Ich lasse erst nach dem dreihundertsten Schlag von ihr ab. Die Brennnesseln sind längst zerfleddert und liegen, rund um die Sklavin verteilt, am Boden herum.
***
Wir schlendern zurück zu unserem Fahrzeug. Der Gang meiner Begleitung ist, durch das malträtierte Sitzfleisch, etwas unrhythmisch. Sie hat Schmerzen und die Brennnesseln haben viele kleine, gemein juckende Stellen zurückgelassen. Ihr Ungehorsam erforderte aber eine sofortige harte Strafe. Sie ist sich auch dessen bewusst.
Wir fahren los und machen schließlich an der Mündung eines großen Flusses Halt. Niemand ist hier unterwegs. Wir sind alleine. Der Platz scheint perfekt, da er sogar weichen weißen Sand bietet. Vorsorglich hat die Dienerin eine große Decke mitgenommen und so kampieren wir am Flussufer. Wir entkleiden uns gänzlich und lieben uns. Allerdings nicht sehr lange … … denn eine ganze Armee an Stechmücken hat beschlossen, auf unseren Körpern eine Fiesta abzuhalten. Wir werden von Stichen übersät.
Ich hatte meiner Sklavin aufgetragen, all ihre Spielsachen mit einzupacken. Darunter befindet sich auch ein Lederpaddle. Wenn wir schon so unliebsame Gäste haben und so tolle Werkzeuge, dann will ich beides doch miteinander kombinieren. Ich weise mein Eigentum an, sich ganz ruhig hinzusetzen. Beine weit gespreizt. Jedes Insekt, das auf ihr Platz nimmt, wird von mir mit dem Paddle erschlagen. Der Tod kommt sehr schnell und bestimmt, denn ich kille die fiesen Biester mit einem unverhältnismäßig harten Schlag im Vergleich zu deren Größe.
Ich mag dieses Spiel, da nicht ich es bin, der bestimmt, wohin die Hiebe gehen, sondern diese kleinen gefräßigen Monster.
Schade nur, das diese Tierchen einen ganz entscheidenden Nachteil aufweisen: Ihnen ist es offensichtlich sehr egal, ob ich ein Despot bin und ich sie darauf einschärfe, nur auf meinem Eigentum zu landen. Sie haben es auf mich fast noch mehr abgesehen als auf die Frau neben mir. Das Paddle setze ich für mich natürlich nicht ein, weil es wehtut.
Schließlich gebe ich auf. Was Menschen nicht schaffen, gelingt diesen zentimeter-kleinen Ungetümen sehr rasch. Ich flüchte. Und das aus gutem Grund. Denn am nächsten Tag sehe ich aus, als hätte ich mir Lepra oder die Krätze eingefangen.
Wir verlassen den Ort des Grauens und suchen ein nettes Restaurant nahe am Flussufer auf. Es ist großartig und wir sind bis spät in die Nacht dort zu Gast. Wir genießen den Wein, das gute Essen und unsere sehr entspannten Gespräche. Natürlich behalten wir unsere Regeln auch hier bei. Sie darf nichts bestellen, darf mit der deutlich irritierten Kellnerin nicht sprechen oder gar Augenkontakt halten. Und auch hier wird die Bedienung mit vielen unbeantworteten Fragen zurückgelassen.
***
Es ist Mitternacht, als wir das Lokal verlassen. An einem kleinen Parkplatz vergnügen wir uns erst einmal im Auto miteinander. Nach einer Stunde Heißblütigkeit sind die Fenster vom Kondenswasser vollkommen blind. Wir müssen dafür sorgen, unser Auto wieder fahrtüchtig zu machen, ehe unsere Reise weitergeht. Unser nächster Halt ist die Fabrik.
In der großen Halle der Betriebsgebäudes treiben wir es dann auch sehr rau und ausgiebig. Das Maschinenöl, das sich auf dem Boden befindet und unweigerlich irgendwann auch auf unseren nackten Körpern landet, lässt mich noch maschineller agieren. Der Geruch, die Kälte des Raumes – all das birgt kaum Gefühle, sondern nur sehr harten und sehr schmutzigen Sex. Verdammt guten Sex.
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Wir liegen nackt auf einer Wolldecke am kalten Betonboden der Fabrik und starren sehr befriedigt, aber auch leicht erschöpft auf die Decke hoch über uns.
»Fabrikhallen haben etwas Faszinierendes an sich«, sage ich. Unsere Körper sind verschwitzt und die Luft in der Halle fühlt sich kalt und dreckig an, aber tut auch irgendwie gut.
Sie hat eine große Vorliebe für Hunde. Vielleicht, weil sie niemals selbst einen haben konnte. Eine unerfüllte Sehnsucht in ihr. Sie gesteht mir, dass sie es liebt, sich wie ein Hund zu geben, zu jaulen und sich so zu verhalten. Jedenfalls in ihren Gedanken. Gerne würde sie dies auch real erleben dürfen und bittet mich darum. Für mich persönlich stellt Petplay keinen rechten Reiz dar. Ich bin nicht prinzipiell dagegen, nur befriedigt mich diese Art des Spiels in keinster Weise und ich kann den Wunsch danach auch nicht recht nachvollziehen. Ich bin aber immer darum bemüht, meinen Horizont zu erweitern und so habe ich auch nichts dagegen, sie als Hündin abzurichten. Jedenfalls für einen Augenblick lang.
Ich erhebe mich, lege meiner Sklavin Halsband und Leine an und lasse sie auf allen vieren nackt zu der Hundeschüssel am Klo krabbeln. Ich hatte diese beim Pissen in der Herrentoilette entdeckt. Ganz im Eck. Der Napf ist für die Vierbeiner der Mitarbeiter gedacht. Jedenfalls erkläre ich mir so die Wasserschale. Ich nehme sie, fülle frisches Wasser ein und stelle sie lieblos auf den Boden. Der Boden der Toilette ist schmutzig. Es riecht nach abgestandenem Urin. Ohne darauf zu achten, wohin sie tritt, kriecht sie hinter mir in der Toilette herum.
»Trink!«, befehle ich ihr und lasse sie nur mithilfe ihrer Zunge daraus Wasser aufnehmen. Ich merke, wie sie dieses Spiel erregt und das wiederum macht mich geil.
»Wir gehen Gassi!«
Ich ziehe mir Hose, Shirt und Schuhe über und marschiere mit meinem Haustier Richtung Fabrikeingang. Ich schließe auf und trete nach draußen. Im Schlepptau an der Leine auf allen vieren meine Hündin. Wir gehen durch die Wiese in der Nähe des Parkplatzes. Wir marschieren durch hohes Gras, durch Brennnesseln, hinüber zu einem Baum.
»Los, Hund. Verrichte dein Geschäft«, sage ich sachlich emotionslos. Der erste Gesichtsausdruck zeugt von Überraschung, der zweite eine große Lüsternheit. Nackt krabbelt sie auf allen vieren zu dem Baum, hebt ihr rechtes Bein und drückt einen kräftigen Strahl aus sich hinaus. Weil auch in mir ein natürliches Bedürfnis nach Erleichterung verlangt, öffne ich meine Hose und pisse vor den Augen meiner Dienerin ebenfalls an die Baumwurzeln.
»Sauber lecken!«, sage ich. Der Hund nimmt mein Glied in den Mund und lutscht ihn sauber. Wir gehen wieder zurück in die Fabrikhalle.
Ich führe sie nochmals zu der Hundeschale.
»Trinken«, befehle ich. Ich ziehe meinen Gürtel aus der Schlaufe, und während sie aus der Hundeschale schlürft, schlage ich mit dem Gürtel auf ihren nach oben gereckten Po.
***
Wir lieben uns am Fußboden, auf dem Schreibtisch, auf einem Stuhl und im Stehen. Wir treiben es auf den unterschiedlichen Maschinen und irgendwann scheint es keine einzige Stelle an unseren Körpern mehr zu geben, die nicht voller Schmutz ist.
Gegen vier Uhr früh müssen wir uns dann wieder trennen, ehe die ersten Arbeiter eintreffen. Ich reise zurück in mein Leben und meine Dienerin kehrt in das ihre zurück, das nur wenige Meter von dieser Fabrik, in der wir uns noch eben geliebt haben, stattfindet.
***
Ich schlafe nicht viel. Eigentlich schlafe ich fast gar nichts. Das war immer schon so. Aber umso älter ich werde, umso weniger benötige ich den Schlaf. Meist sind es täglich nicht mehr als zwei oder drei Stunden. Ich fahre gegen fünf Uhr in der Früh eine Raststätte an, nicke für eine Stunde ein und bin danach wieder fast gänzlich reaktiviert. Ich fahre nach Hause und baue beinahe einen Unfall, weil ich während der Fahrt eingeschlafen war.
AUSLANDSREISE
Bislang war es so, dass wir immer nur eine Nacht und den darauffolgenden Vormittag für uns hatten. Unser nächstes Abenteuer wird uns zum ersten Mal ins Ausland führen und so vereinbaren wir, aus dem einen Tag ein ganzes Wochenende zu machen. Endlich einmal richtig Zeit füreinander zu haben.
Bevor es losgeht, erhält sie die Instruktionen für die bevorstehende Reise.
Du darfst für die Hinfahrt anziehen, was auch immer du möchtest (je nach Wetterlage und was dir als richtig erscheint). Allerdings darfst du keinen Slip tragen. Der Slip ist prinzipiell ab sofort immer wegzulassen, außer du erhältst von mir die ausdrückliche Erlaubnis, nachdem du darum gebeten hast.
Sobald wir im Hotel angekommen sind und eingecheckt haben, gehen wir auf unser Zimmer. Dort hast du dich vollständig zu entkleiden. Es ist dir nicht erlaubt, zu sprechen! Du packst nackt unsere Reisetaschen aus und verstaust unsere Sachen ordentlichst, während ich dir vom Sessel aus gemütlich dabei zugucke. Unsere Spielsachen werden ebenso sorgfältig aufgebahrt. Wenn du mit deiner Arbeit fertig bist, hast du dich vor mich hinzuknien und es mir mitzuteilen. Eine Prüfung über den ordentlichen Zustand aller Gegenstände erfolgt. Missfällt mir etwas, setzt es Hiebe auf deine Brüste!
Nach der Prüfung hast du dich ins Bad zu begeben und zu duschen. Ich werde dich begleiten und du hast dich vor mir gründlichst zu waschen. Sei immer darauf bedacht, dass ich auch eine gute Sicht auf dein Tun habe!
Bist du fertig, trocknest du dich ab, entkleidest deinen Herrn und wäscht ihn besonders gründlich. Sollte ich eine Stelle bemerken, die du vergessen hast, setzt es weitere Hiebe auf deine Brüste!
Nach der Dusche gehen wir zurück ins Schlafzimmer. Du bringst mir Halsband und Leine, kniest dich vor mich hin und ich lege dir diese Utensilien an. Ich führe dich an der Leine zum Bett, wo du dich daraufzulegen hast, um mir deinen frisch gewaschenen Körper in allen Details zu präsentieren.
Wir werden dieses Wochenende auch deiner Leidenschaft als Hund frönen. Zwar nicht sofort nach der Ankunft, aber in diesen zwei Tagen werde ich dir den Befehl dazu erteilen. Folgendes erwarte ich: … Dein Körbchen musst du selbst vorbereiten. Woraus du dieses baust, ist alleine dir überlassen. Willst du hierfür etwas mit auf die Reise nehmen – mach das! Sobald ich von dir verlange, ein Hund zu sein, darfst du auch nur noch »Hund« sein. Du darfst nicht mehr sprechen und auch nicht stöhnen. Es ist dir ab dann nur noch Winseln und Bellen gestattet. Beginnt die »Metamorphose«, so hast du mich wie ein treuer Hund freudig zu empfangen. Ich werde dir die Leine anlegen und dich im Zimmer und Hotelflur spazieren führen. Du hast dich wie eine läufige Hündin zu verhalten. Dies bedeutet: gierig im Schritt deines Herrn zu schnüffeln, mir winselnd dein Hinterteil entgegenzustrecken, damit ich dich von hinten besteige. Du wirst von mir zu einer braven Hündin dressiert. Dildo werfen und wieder bringen, artig im Körbchen sitzen bleiben und vieles mehr. Was auch immer ich mit dir anstelle, es darf zu keiner Zeit ein menschliches Geräusch zu hören sein!
Solltest du pinkeln müssen, so nimmst du die Leine zwischen deine Zähne und zerrst daran, damit ich dich ins Bad führe. In der Dusche hast du dann, wie eine Hündin, unter meiner Beobachtung dein Geschäft zu verrichten.
Ist unser Petplay zu Ende, führe ich dich an der Leine ins Bad, schließe die Türe und du wirst dich wieder ankleiden. Lege dir deshalb bereits zuvor deine Kleidung im Bad zurecht. Wenn du dann wieder das Zimmer betrittst, darfst du nicht mehr als Hund agieren und du darfst auch wieder sprechen, wenn ich dich etwas frage.
Die Kleiderordnung für das gemeinsame Abendessen: Du besorgst dir ein neues schönes schwarzes Kleid. Ein elegantes Cocktailkleid. KEIN Slip darunter! Schwarze elegante Schuhe. Keinen BH!
Nach dem Restaurantbesuch fahren wir in ein Erotikkino. Du hast folgende Utensilien mitzunehmen: Leine und Halsband, Augenbinde und Gerte.
Alles Weitere erfährst du vor Ort.
Sie liest diese Zeilen. Immer und immer wieder. Die Vorfreude auf das erste gemeinsame Wochenende ist groß und doch steigt Panik in ihr hoch. Sie hat kein schwarzes Cocktailkleid. Schwarz ist nicht ihre Farbe. Ihr Herr will es aber so, also muss sie sich eines besorgen. Und zwar so rasch wie möglich, denn die Zeit drängt.
Sie begreift dies als eine weitere Prüfung. Ist sie bereit, Anstrengungen zu unternehmen, um ihren Herrn zufriedenzustellen?
Sie überdenkt ihre Situation. Wo bekommt sie so rasch ein passendes Abendkleid her?
Als Erstes durchstöbert sie ihren Kleiderschrank. Sie hat noch ein Kleid aus früheren Tagen, aber beim Anprobieren spürt sie, dass sie dem entwachsen ist. Und ihr Herr verlangte auch nach einem neuen Kleid. Somit keine Option.
Nachdem sich die erste Panikattacke verflüchtigt, überlegt sie besonnener. Was kann sie tun? Wer kann ihr bei der richtigen Wahl des Kleides, in dem sie ihrem Herrn auch gefällt, die besten Ratschläge geben?
Anila ist für zwei Wochen mit ihren Eltern und ihrem Mann nach Indien gereist. Wieder keine Option.
Also ihre Mutter.
Sie ruft sie an und erzählt ihr fast die ganze Wahrheit:
»Mum, ich brauche ganz dringend ein Cocktailkleid. Weißt du, wo ich so eines bekomme und kannst du mitkommen? Ich brauche deinen Rat.«
Ihre Mutter ist nicht gerade erfreut darüber, so plötzlich noch shoppen gehen zu müssen, aber sie sagt zu. Eine halbe Stunde später sitzen beide im Auto mit dem Ziel Innenstadt.
Sie hofft so sehr, dass ihre Mutter sie nicht nach dem Grund für den Kauf eines Cocktailkleides fragt. Die Mutter fragt nicht.
Die Frauen klappern einige Läden ab. Kein Kleid ist darunter, das ihr gefällt oder gut passt. Sie versuchen ihr Glück im Fachhandel für Ball- und Hochzeitskleider. Auch hier ohne Erfolg. Sie brechen die Suche ab.
Kaum zu Hause angekommen hat die verzweifelte Tochter noch eine Idee. Ein weiteres Geschäft fällt ihr ein. Sie bekniet ihre Mutter, sie noch einmal zu begleiten. Zähneknirschend gibt diese nach.
Während der Autofahrt kommt dann doch diese verhängnisvolle Frage.
»Wofür brauchst du denn das Kleid überhaupt?«
Sie will nicht lügen.
»Mein Herr möchte, dass ich eines trage!«
Irgendwie ahnte die Mutter schon so etwas. Ihr Entsetzen hält sich diesmal in Grenzen. Ihr Zorn hingegen nicht.
»Aha, jetzt schafft dir dein feiner Herr auch schon an, was du zu tragen hast? Das ist ja wohl das Letzte!«
»Bitte, Mutter, hör auf damit! Es ist der Wunsch meines Herrn und außerdem gehen wir sehr fein essen. Und dafür braucht man eben ein schönes neues Kleid.«
»Ja, ja, du kannst mir viel erzählen! Und hat der feine Herr auch noch irgendwelche besonderen Wünsche in Richtung Farbe?«
»Ja, es soll schwarz oder sehr dunkel sein«, antwortet die Tochter.
»War ja klar. Weil Schwarz kann man ja zu jeder Sauerei tragen, nicht nur zum fein essen gehen!«
»Mutter! Ich bitte dich!«
Die Stimmung ist auf den Nullpunkt gekippt. Die Autofahrt dauert gefühlt noch länger als zuvor.
In dem Kaufhaus gibt es eine Vielzahl an Kleidern. Ein richtiges Paradies. Leider gibt es nun ein weiteres Problem. Die Modeschöpfer dieser Welt haben sich offensichtlich dazu entschlossen, in diesem Jahr nur helle Farben auf den Markt zu bringen. Kaum dunkle Modelle!
Sie hat bei der Anprobe an jedem Kleid etwas auszusetzen. Keines, das ihren Ansprüchen genügt. Bis auf das allerletzte. Es sieht fantastisch aus und es ist auch bezahlbar. Jetzt muss es nur noch passen! Rasch schlüpft sie in das Kleid, um festzustellen, dass es eben NICHT passt. Sie benötigt eine Kleidernummer größer. Natürlich haben sie dieses Teil nicht in dieser Konfektionsgröße lagernd. Natürlich nicht. Sie ist am Verzweifeln.
Ihr Telefon klingelt. Sie geht ran.
***
»Wie geht es dir bei der Suche?«, frage ich sie sehr entspannt.
»Ich bin etwas gestresst, aber es geht schon, Herr. Danke der Nachfrage.« Mir entgeht nicht der depressive Tonfall in ihrer Stimme.
»Was ist denn los?«, frage ich.
»Ach, ich stehe gerade in der Ankleidekabine. Meine Mutter ist auch dabei. Wir versuchen seit Stunden ein passendes Kleid für die Reise zu finden.«
»Und, hast du etwas Passendes aufgestöbert?«
»Fragen Sie lieber nicht, Herr…«
»So schlimm?«
»Ach, ich habe eben ein passendes Kleid gefunden, aber ich brauche es eine Konfektionsnummer größer. Die Verkäuferin telefoniert jetzt die anderen Filialen durch. Vielleicht ist es in einem anderen Geschäft lagernd.«
»Wirst sehen, du kommst schon noch zu deinem Kleid. Nur Geduld«, beruhige ich tiefenentspannt.
»Es ist einfach so ein Mist. Der ganze Stress und immer funktioniert etwas nicht. Entweder es passt nicht, oder es gibt es nur in hellen Farben. Einfach furchtbar.«
»Psst, ganz ruhig!«
»Ja, das sagt sich so einfach … Blödes dämliches Kleid.«
Ich werde zornig.
»Sofort Ruhe. Hast du mich verstanden!?«
»Ja, Herr, verstanden. Ich bin ruhig. Entschuldigen Sie bitte.«
Ich beende das Gespräch, während die Angestellte zurückkommt und meiner Dienerin mitteilt, dass dieses Kleid in der passenden Konfektionsgröße in einer anderen Filiale noch vorrätig ist. Ein Kuriosum: Es liegt in einer Filiale in der Stadt ihres Herrn.
Nun kann sie wieder lachen.
Die Verkäuferin ordert das Kleid. Die Lieferung soll nur wenige Tage dauern. Es wird zwar knapp, aber die Zeit reicht aus.
Während der Autofahrt zurück ist sie sehr ruhig. Die Mutter gesteht ihrem einzigen Kind diese Ruhe zu. Diesmal gibt es keinen Streit zwischen den beiden.
***
Am Abreisetag komme nicht ich zu meiner Dienerin, sondern sie zu mir. Wir treffen uns in meiner Heimatstadt an einem etwas abgelegenen Parkplatz. Sie stellt ihren Wagen neben dem meinigen ab und bleibt ruhig und abwartend in ihrem Auto sitzen. Sie weiß nur zu gut, dass es ihr nicht erlaubt ist, selbstständig Entscheidungen zu treffen. Ich steige aus, öffne die hintere Türe ihres Mercedes und nehme Gepäck und das neu erworbene Cocktailkleid an mich, verstaue alles in meinem Gefährt und öffne die Wagentüre. Sie steigt aus.
Ohne ein Wort der Begrüßung nimmt sie auf dem Beifahrersitz meines Fahrzeuges Platz. Ich lege ihr den Sicherheitsgurt an. Sie lagert ihre Hände auf ihren Oberschenkeln ab und stiert unbeweglich aus der Windschutzscheibe. Ihr Atem klingt tief und schwer. Erregung und Nervosität sind wieder einmal sehr groß bei ihr. Ich koste dies alles aus.
Unsere Reise führt uns unter anderem zu meinem persönlichen Lieblingsrastplatz an einem wunderschönen und sehr großen See. Ich parke nahe eines Restaurants, beuge mich zu meiner Begleitung hinüber, löse den Sicherheitsgurt, dabei nicht darauf vergessend, ihre prallen Brüste wie nebenbei etwas zu streifen und begrüße sie küssend. Sie umarmt mich stürmisch.
***
Verschwitzt klettern wir aus unserem Fahrzeug. Einige Schaulustige haben ein paar verstohlene Blicke in das Wageninnere riskiert. Wir sind offenkundig in den letzten fünfzehn Minuten etwas zu intensiv übereinander hergefallen. Wir grinsen.
Unser Spaziergang führt uns zu einem gemütlichen Kaffeehaus am Seeufer. Es wird unser Stammcafé werden. Der See, mit seiner fast mystischen Ruhe, seiner atemberaubenden Weite und diesem speziellen Geruch der Natur hat mich schon immer verzaubert. Und das geschieht nun ebenso. Meine Begleitung ist zum ersten Mal in ihrem Leben an diesem Gewässer und auch auf sie hat es eine besondere Wirkung und hinterlässt einen tiefen Eindruck.
Etwas später lassen wir den See hinter uns zurück. Unser nächster Halt ist ein nettes, aber nicht gerade geräumiges Hotelzimmer. Für die Art unserer Spiele nicht unbedingt ideal. Der Ablauf des Tages fällt aber ohnedem ganz anders aus als von mir geplant. Denn kaum haben wir das Zimmer bezogen, fallen wir, mit einer unbändigen Lust, übereinander her. Wir reißen uns die Kleider vom Leib und lieben uns so heißblütig wie noch nie zuvor. Ich dringe sofort in meine Dienerin ein und diese doch sehr »gewöhnliche, normale« Stellung wird die nächsten zwei Stunden unsere bevorzugte Variante sein.
Wie weggeblasen sind alle Vorschriften, die ich meiner Reisebegleitung punktgenau zugeschickt habe und die sie, aus Furcht, etwas falsch zu machen, auswendig lernte. Keine Spielsachen, keine Ordnung, kein Ablauf.
Die Dusche nach dem Sex tut richtig gut. Später präsentiert sie mir ihr neues Kleid, das exakt meinen Geschmack trifft. Sie freut sich auf ein weiteres Abenteuer in einem Restaurant.
***
Die Stühle wirken sehr antik, der Raum ist eher schmal gehalten, aber mit sehr edlen Möbeln dekoriert. Das Restaurant macht einen ziemlich gehobenen Eindruck. Das Essen entkräftet diese Impression nicht und die Rechnung zum Schluss ebenso wenig. So perfekt die Umgebung auch ist, so enttäuscht ist die Dienerin von der fehlenden Spannung, die einfach nicht bei ihr aufkommen mag. Sie vermisst ihre Nervosität und die unangenehmen Situationen, wenn der Kellner die Karte reicht oder sie etwas fragt. Ihr fehlt der Kick.
Sie kann es sich nicht erklären, was diesmal so anders ist als bei den vorangegangenen Treffen. Sie ist enttäuscht.
»Du bist mittlerweile schon so geübt als Dienerin, dass es dir keine große Mühe mehr abverlangt, den Kellner zu ignorieren oder langsam und besonnen zu essen. Du bist eine erstklassige Schülerin. Gratulation dazu. Aber diese Erstklassigkeit hat ihren Preis«, gebe ich ihr zu verstehen. Nachdenklichkeit zeichnet sich bei ihr ab.
Im Gegensatz zu ihr ist es für den Kellner sehr befremdlich, wie wir unsere Tischrituale pflegen. Ich steigere die Situation, indem ich, nach dem Hauptgang, eine zweite Flasche Wasser bestelle. Ich warte einige Sekunden, erhebe mich und gehe auf die Toilette. Ich lasse meine Begleitung alleine am Tisch zurück. Nun erklimmt die Nervosität in ihr doch noch das Portal. Schön. Ich hoffe, der Ober wird sofort wiederkommen, das Wasser auf den Tisch stellen und die blonde Frau ansprechen. Sie wird nicht reagieren. Eine sehr schwierige Situation für beide. Mutmaße ich. Leider funktioniert mein Plan überhaupt nicht. Die Bedienung hat die Situation durchschaut und wartet lauernd, bis ich wieder an meinen Tisch zurückgekehrt bin. Ich nehme Platz und kurz darauf steht die neue Flasche Tafelwasser auf unserem Platz.
Unser Essen nimmt sehr viel Zeit in Anspruch. Gefolgt von den wissbegierigen Blicken der Kellner verlassen wir das Lokal in Richtung Erotikkino.
DIE VÖLLIGE MACHT
Sie hat noch nie zuvor ein Sexkino besucht. Ich mag es, meiner Dienerin eine ihr völlig neue Welt zu offenbaren. Und diese Welt ist für sie noch sehr unbekannt und mysteriös.
Wir betreten ein sehr großes Gebäude in einer verruchten Gegend. Das Erotikkino erstreckt sich über zwei Etagen, es gibt mehrere kleine Kinosäle, eine Stripteasebar, einen Homosexuellenbereich, einen BDSM-Raum und noch so einiges. Das ist weit mehr, als sonst in solchen Etablissements vorhanden ist. Meine Begleitung ist von dem Kino sehr angetan. In ihrem Kopf hatte sie ein Bild von einem siffigen dunklen Kinosaal, in dem unansehnliche Männer verstohlen selbst Hand an sich legen. Seltsame Gerüche und manch Unaussprechbares. So ist es auch zuweilen, aber nicht hier. Nicht in diesem Kino. Hier gibt es nichts Schmuddeliges und falls doch, dann kreuzen diese Menschen erst einmal nicht unseren Weg. Eine wirklich gute Wahl für einen ersten Besuch.
Wenn eine Frau oder ein Pärchen ein Erotikkino betritt, dann herrscht immer Aufruhr in der Männerwelt. Sie hoffen auf eine tolle Show, oder im besten Fall auf ein Mitspielen. Ich lege ihr Halsband und Leine an, und wie wir den ersten Kinosaal betreten, sind wir auch schon von einer Unzahl an erregten Männern umgeben, die damit beginnen, vor unseren Augen sich selbst zu massieren.
Etwas, von dem ich denke, dass es besonders gut zu beherrschen ist, ist es, eine ganze Horde lüsterner Männer nicht nur unter Kontrolle zu halten, sondern diesen regelrecht meinen Willen aufzuzwingen. Dies funktioniert natürlich nur, wenn fast alle Anwesenden den nötigen Respekt mitbringen. Diesen Respekt und diese Kontrolle muss man sich allerdings erarbeiten. Und genau das habe ich vor.
Wir halten uns vorläufig immer nur kurz in den einzelnen Kinosälen auf, da der Ansturm nach wenigen Minuten zu groß ist. Wann immer wir von einem Saal in den nächsten wandern, begleitet uns ein Tross von etwa 20 geilen Männern. Der Rest folgt nach.
Wir haben alle Räume begutachtet und ich entscheide mich für einen kleineren Kinosaal mit bequemen weißen Sofas. Wir setzen uns auf die erste Couch. Um uns herum versammelt sich im Nu ein Knäuel gierig gaffender Kinobesucher. Ich erteile meiner Dienerin den Befehl, die Beine weit zu spreizen. Sie trägt ihr neues schwarzes kurzes Kleid, hat es hochgeschoben, und so kann jeder Mann ihren bereits sehr feuchten Spalt bestaunen. Feucht deshalb, weil sie sehr exhibitionistisch veranlagt ist. Sie mag es, sich Fremden zu präsentieren und liebt es, das lüsterne Betrachten der Herumstehenden auf ihrem Körper zu spüren. Ich lasse die Männer alles genau sichten. Sie wichsen, sie gaffen. Eine Erlaubnis, die Frau zu berühren, gibt es jedoch nicht. Ich warte ruhig ab, bis sich die meisten Männer in dem Gebäude um uns herum versammelt haben. Die Anwesenheit einer zeigefreudigen Frau spricht sich selbst in den größten Erotikkinos rasch herum. Was niemand weiß, ist, dass ich nun damit beginnen werde, mir den nötigen Respekt zu verschaffen, um die versammelte Meute unter Kontrolle zu halten. Sie müssen erkennen, dass ich die einzige Person bin, die in dem Saal das Sagen hat – meine Autorität muss akzeptiert und anerkannt werden. Ein fantastisches Spiel.
Den Verstand ficken!
Ich lasse die anwesenden Männer mein Eigentum aus einer gewissen Distanz beobachten. Unauffällig suche ich mir eine Person aus der Menge aus, die zu meinem Opfer wird, ohne dass er es zu diesem Zeitpunkt weiß. Um mir die nötige Macht in diesem Kino zu verschaffen, brauche ich dieses Opfer. Es ist mein Werkzeug, um meine Kraft und meinen Rang allen Anwesenden zu verdeutlichen.
Das Opfer ist ein junger Mann von etwa 25 Jahren und steht vier oder fünf Schritte hinter uns. Er ist etwas schüchtern, aber nicht so gehemmt, dass er nicht auch versuchen würde, sich zu nähern. Ich habe ihn im Augenwinkel wahrgenommen. Er geht einen Schritt nach vorne und mit fast sanfter Stimme bitte ich ihn, stehen zu bleiben. Ich spreche bewusst so freundschaftlich, damit er sich nicht an meine Vorgabe hält. Das Opfer bleibt erst einmal stehen. Tut, was ich ihm sage. Weil aber meine Aufforderung kaum eine Drohung für ihn darstellt, geht er kurz darauf einen weiteren Schritt nach vorne. Darauf habe ich gewartet. Ich ermahne ihn mit lauter und gehaltvoller Stimme. Jeder in dem Saal hat meine Worte gehört. Der junge Mann bleibt diesmal eingeschüchtert stehen, die Blicke der uns umzingelnden Männer sind alle auf ihn gerichtet. Keiner lächelt. Das Gegenteil ist der Fall. Jetzt habe ich die Masse auf meiner Seite.
»Massiere deine Fotze!«, befehle ich meiner Begleitung. Sie beginnt sofort damit, mit ihrer Hand kreisende Bewegungen zu formen. Der Schwarm um uns herum springt sofort darauf an, wird noch lüsterner.
Das ist der Zeitpunkt, an dem der junge Mann hinter uns zum Opfer wird, ob er es will oder nicht. Meine Dienerin hat begonnen, sich zu massieren und der Kreis gaffender wichsender Männer um uns herum hat sich deutlich verengt, als ich mich, gespielt böse, blitzartig erhebe.
»Anziehen!«, fauche ich die Blondine an. Sie versteht nicht, was sie falsch gemacht hat, aber kommt sofort meinem Befehl nach. Sie schlüpft in ihr Kleid, während die Körpersprache und die Gesichter der Anwesenden eine tiefe Enttäuschung preisgeben.
»Ich sagte dir, stehen bleiben!«, blöke ich den jungen Mann an. »Und wenn sich einer nicht an meine Vorschriften hält, haben eben alle das Nachsehen!«
Mit diesen Worten packe ich die Sklavin unsanft an der Leine und verlasse den Kinosaal. Mindestens dreißig Männer starren hasserfüllt auf den jungen Mann. Vielleicht ist dieser tatsächlich wieder etwas näher gekommen, vielleicht aber auch nicht. Es macht keinen Unterschied. Er war das Bauernopfer, um allen zu zeigen, wer hier die einzige Autorität ist und die Regeln vorgibt. Wir spazieren unterdessen gemütlich in einen anderen Kinosaal.
Wir setzen uns in die Kinostühle und nur wenige Minuten später ist auch dieser Saal mit denselben sexhungrigen Menschen gefüllt wie noch kurz zuvor der andere. Die Gaffer sind erleichtert, dass wir noch nicht völlig abgebrochen haben, ihnen noch einmal eine Chance geben. Ab nun gehört der ganze Saal mir. Ich bin der Leitwolf, der bestimmt, was gemacht oder nicht gemacht wird und jeder in dem Raum hat dies nun akzeptiert und verstanden. Jetzt wagt es niemand, auch nur einen Schritt auf uns zuzukommen, wenn ich es nicht erlaube. Denn wer das tut, der hat einen ganzen gut gefüllten Kinosaal gegen sich. Das riskiert keiner.
Die Besucher sind unter meiner Kontrolle. Es ist die Zeit der völligen Macht und ich liebe diese Macht.
Als sich uns das Opfer auch wieder etwas zu nähern wagt, ballt ein älterer Herr seine Faust und droht ihm, ihn eigenhändig aus dem Kino zu werfen, sollte er sich noch einmal dem Paar nähern, ohne dass es ihm erlaubt wurde. Das Opfer verlässt eingeschüchtert den Raum.
Ich untersuche bei Vorführungen zu Beginn immer sehr genau die Kinosäle, analysiere das Publikum. Wenn es Besucher gibt, die schwer einzuschätzen sind oder von denen eine gewisse Disziplinlosigkeit ausgehen könnte, sehe ich von einer Vorführung ab. Es braucht schon ein gewisses Fingerspitzengefühl, um einen Raum mit zwanzig, dreißig oder vierzig geilen Lüstlingen unter Kontrolle zu halten. Körperlich bin ich denen natürlich vollkommen unterlegen, daher muss meine Autorität bis in die letzten Reihen zu erfühlen sein. Ich habe schon zu oft Vorführungen beigewohnt, wo der Vorführer die Meute eben nicht unter Kontrolle halten konnte. Die Männer tun, was auch immer sie wollen. Sie respektieren ihn nicht und hören nicht auf das, was er ihnen sagt. Für die Frau eine sehr unangenehme Situation, die meist nach wenigen Minuten abgebrochen werden muss, ehe es eskaliert. Manche Männer haben keinen Respekt vor den sich zeigenden Damen und betrachten diese als Freiwild. Sie fassen den Frauen zwischen die Beine und belästigen sie derart, dass jegliche Fantasie und Erotik geraubt wird.
***
Bukkake ist einer ihrer tiefsten erotischen Wunschträume. Seit vielen Jahren schon masturbiert sie in Gedanken zu einer solchen Szenerie oder sieht sich Pornofilme mit derartigen Inhalten an. Sie dachte niemals wirklich daran, diesen Wunsch auch erfüllt zu bekommen. Wie denn auch? Es gibt keine Adventureagentur für Bukkake. Jedenfalls kennt sie keine. Ich hingegen kenne all ihre Sehnsüchte und ich weiß um diese Begierde. Ich werde sie ihr heute erfüllen.
»Ausziehen und auf das Sofa mit dir«, befehle ich der Sklavin. Sie entkleidet sich rasch und legt sich auf die schwarze Ledercouch.
»Ihr dürft mein Eigentum nun als Wichsvorlage verwenden. Ihr dürft und sollt auf sie abspritzen. Überdeckt sie mit Samenflüssigkeit. Aber niemand fasst sie an!«, sage ich zu dem Publikum.
»Schambereich und Haare werden NICHT angespritzt! Und sollte sich irgendjemand nicht an diese Regel halten, ist das Spiel sofort für alle zu Ende und wir gehen.« Die Menschengruppe nickt zustimmend und beginnt zu wichsen.
Ich gehe einen Schritt zurück und beobachte alles aus einer guten Distanz. Ich muss nicht neben ihr stehen, damit sich alle an die Vorgaben halten. Hier kontrolliert jeder den anderen, damit niemand einem die Chance raubt. Die vollkommene Kontrolle.
Der Kreis aus masturbierenden Männern um sie herum zieht sich immer mehr zusammen. Die Luft wird stickiger und ist angereichert mit Ausdünstungen. Schon wenige Sekunden nach Freigabe meiner Dienerin regnet es Sperma auf ihren Körper. Ich schaue in ihr Gesicht und erkenne die Lust und Freude daran.
»Herr, darf ich?«, fragt sie mich lüstern und legt ihre Hand auf ihre Möse. Ich erlaube es. Sie beginnt nun ihrerseits, sich selbst zu befriedigen. Sie schaut den Männern tief in die Augen, sieht ihnen zu, wie sie zum Orgasmus kommen und auf sie abfeuern. Die pulsierenden Schwänze. Der Aufprall der sämigen Flüssigkeit. Die stickige Luft. All das erregt sie zunehmend.
Der Ejakulatregen nimmt nicht ab. Immer neue Männer treten heran, wichsen und spritzen. Sie treffen sie an den Füßen, auf den Brüsten, Händen und im Gesicht. Laut stöhnend gelangt unterdessen meine Dienerin zum Höhepunkt. Ebenso wie zeitgleich circa zehn Männer. Während immer noch Sperma auf sie herabregnet, sie überdeckt, atmet sie sich in einen leichten Trancezustand. Ein grandioses Erlebnis.
***
Den Körper wieder gesäubert wandern wir eine Etage höher. Dort befinden sich die Räumlichkeiten für die Homosexuellen und BDSM-Liebhaber. Ein runder, rot beleuchteter großer Tisch mit Lederüberzug steht in der Mitte eines Raumes. Dieser voluminöse Tisch hat es meiner Sub sofort angetan.
»Schön«, sage ich und ziehe sie am Halsband hinter mir her in einen der nächsten Räume. Natürlich begleitet uns auch hier wieder eine Schar an gierigen Wichsern.
Etwas weiter hinten sind Kabinen aufgestellt, die mit einem »Glory Hole« ausgestattet sind. Einem Loch in der Wand.
Der Mann steckt seinen Penis in die Öffnung und die Person auf der anderen Seite macht dann das damit, wozu auch immer sie Lust hat. Die totale Anonymität auf beiden Seiten. Und diese Anonymität ist es auch, die den Reiz dieses Spiels ausmacht.
Ich befehle meiner Dienerin, sich in eine der Kabinen zu setzen. Da es keine Türen gibt, nur einen schmalen Eingang, stelle ich mich allen Männern hinter mir in den Weg. Es sind sehr viele und ihre Gier drängt sie nach vorne. Es ist nicht einfach, dem Druck entgegenzuhalten. Hier wirkt auch keine Autorität. Immer wieder wird ein steifes Glied durch die runde Öffnung gesteckt. Die Frau in der kleinen Kabine sieht die Schwänze, bleibt aber untätig.
Die Gier der Männer wird immer größer, der Druck hinter meinem Rücken immer stärker. Jeder will etwas von der blonden Frau zu sehen bekommen.
Ein erigierter Penis schiebt sich durch das Glory Hole. Ich befehle ihr, das Glied in die Hand zu nehmen und zu massieren. Zögernd kommt sie meinem Wunsch nach. Zunächst mit der Situation etwas überfordert, findet sie nach einer kurzen Aufwärmphase richtig Spaß daran.
»Darf ich, Herr?«, fragt sie mich und ich weiß, worauf diese Bitte abzielt. Sie will den Schwanz des fremden Mannes, dessen Gesicht sie noch nicht einmal betrachten kann, in den Mund nehmen. Ich lächle. Und ich nicke zustimmend. Inkognito und geil, so erlebt sie die Menschen hinter der Wand.
Sie beginnt die Spitze des Penis mit ihrer Zunge zu umkreisen und nach und nach verschwindet der pralle Schwanz in ihrem Mund. Kurz darauf kommt er in ihr. Sie spuckt den Samen in einen Mülleimer neben sich.
Der nun etwas schlaffe Schwanz verschwindet und ein weiterer wird gierig und sehr prall durch die Öffnung in der Wand geschoben. Sie lächelt mich an und beginnt auch diesen mit ihrem Mund und ihren Händen zu verwöhnen.
Das Ganze geht drei Mal vonstatten, ehe ich auch dieses Treiben beende. Ich schicke sie auf die Toilette, um sich den Mund auszuspülen.
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Wir trinken Alkohol an der Bar und unterhalten uns ein wenig über das eben Erlebte. Die Blondine ist noch immer von den Eindrücken und dem Erfüllen ihrer Träume etwas paralysiert. Eine gewisse Akklimatisierungszeit ist dringend vonnöten.
Später streifen wir wieder durch die Räumlichkeiten des oberen Stockwerks. Erneut gelangen wir zu dem runden, rot beleuchteten Ledertisch. Ich erkenne das erwartungsvolle gierige Glitzern in ihren Augen. Sie will sich darauf allen Männern präsentieren, noch einmal als Wichsvorlage dienen. All ihre jahrelangen Träumereien will sie hier mehrmals real werden lassen. Ich gebe ihr Zeit, um den Tisch zu bestaunen, packe sie an der Leine und verlasse den Raum. Ich bin mit den anwesenden Männern nicht zufrieden. Einige Störelemente vermute ich darunter. Sie wagt es nicht, etwas zu sagen, aber ich kann ihre Enttäuschung spüren.
Wir setzen uns in einen der gemütlicheren Kinosäle und gucken uns einen Film an. Die meisten Männer begleiten uns dabei. Diesmal ignorieren wir sie jedoch, bleiben selbst auch untätig und züchtig und schon bald ist aus den zwanzig Männern nur noch eine Handvoll Unverwüstlicher geworden.
Der Pornofilm ist gut. Das Publikum hat sich inzwischen verändert.
Wir gehen wieder zu dem runden, rot beleuchteten Ledertisch in der ersten Etage und diesmal darf sie sich den Besuchern präsentieren. Ich lasse sie von zwei alten, aber nicht weniger geilen Männern entkleiden. Sie hat sich rücklings auf den Tisch zu legen und ihre Beine auseinanderzuspreizen. Durch das rote Licht, das von der Tischplatte nach oben gestrahlt wird, kommen ihre Öffnungen besonders gut zur Geltung. Das Licht setzt die Frau in Szene und diese genießt das Ganze ungeniert. Sie spreizt ihre Beine noch weiter und gewährt so den umherstehenden Männern einen schönen Einblick. Sie packt ihre Schamlippen und zieht diese weit auseinander und räkelt sich dabei wollüstig auf dem Ledertisch. Die Männer starren gierig lechzend in sie hinein. Sie liebt dieses Gefühl der Reduzierung auf ihre Weiblichkeit. Schmutzig und benutzt.
Ich hingegen erfreue mich auch weiterhin an meiner Macht in dem Kinogebäude.
Ich gestatte ihr Folgendes: Sollte sie einen der stierenden Männer mit ihrem Mund verwöhnen wollen, so darf sie es tun. Das macht sie auch nach einer Zeit des Beobachtetwerdens. Ich verbiete es dem Auserwählten allerdings, sie zu berühren. Gierig hoffend betrachten die anderen Männer das Treiben. Auch sie wollen verwöhnt werden und doch bleibt es bei dem einen Mann. Immer wieder kommen Gäste zu mir, gratulieren mir zu meiner sehr gut abgerichteten Sub, loben meine Sklavinnenhaltung und machen einen auf guter Freund, um sich vielleicht so den einen oder anderen Vorteil gegenüber den anderen zu verschaffen. Ein Versuch, den ich nur zu gut kenne, der aber bei mir noch nie funktioniert hat.
Später lassen wir dieses Abenteuer noch mit einem guten Pornofilm ausklingen, ehe wir das Kinogelände endgültig verlassen.
***
Ich habe ihr einen Abend lang all ihre erotischen Wünsche erfüllt, nun ist es an der Zeit, mich zufriedenzustellen. Im Hotelzimmer benutze ich Paddle, Gerte, Rute. Alles wird sehr vielseitig eingesetzt. Fesseln, Augenbinden, jegliche Art von elektronischen Hilfsmitteln. BDSM und Vanillasex wechseln sich ab. Wir lieben uns einmal mehr bis in die frühen Morgenstunden.
SO ETWAS FÜHREN WIR NICHT!
Etwas müde hieve ich mich aus dem Bett. Lokalisiere die Umgebung. Den Schlaf noch in den Augen sehe ich mich in dem Hotelzimmer um. Irgendwie sieht es hier aus wie nach einem Kampf, denke ich. Ich mag es, wenn das wilde Treiben des Vortages seine Spuren hinterlassen hat. Sowohl in einem Zimmer wie auch an meinem Sparringspartner.
Ich gehe duschen, lasse aber meine Dienerin noch ein wenig schlafen. Als ich aus dem Bad komme, wecke ich sie und befehle ihr, in exakt fünfundzwanzig Minuten fertig geduscht und angekleidet zu sein. Sie weiß, dass diese Zeit für sie sehr knapp bemessen ist. Völlig verschlafen springt sie aus dem Bett und hetzt ins Bad. Ich genieße in einem bequemen Polstersessel das hektische Schauspiel, blättere in einem Buch und hantiere dabei lässig mit meiner Gerte. Meine Dienerin huscht aufgeregt hin und her, versucht, Duschen, Haare föhnen und Ankleiden in das vorgegebene Zeitfenster hineinzuquetschen. Fast auf die Sekunde genau kniet sie sich vor mich hin und ist bereit zu allem, was auch immer ich mir wünsche. Wir gehen frühstücken.
Dieses Frühstück ist, wie gewohnt, sämtlichen Ritualen unterworfen. Meine Begleitung meistert diese Aufgaben mittlerweile ohne jegliche Schwierigkeiten, hat sich längst nicht nur an die Abläufe gewöhnt, sondern genießt diese regelrecht.
Ich beobachte sie. Sie hat alle Rituale so sehr verinnerlicht, dass ihr Tun wie selbstverständlich auf mich wirkt. Es ist einfach nur fantastisch, ihre Fortschritte zu erkennen.
Wir brechen auf. Es ist ein wunderschöner Tag. Das Wetter könnte nicht besser sein. Wir bummeln durch die Altstadt. Wir shoppen wie Tausende andere auch in dieser Stadt, gehen gut essen, haben Spaß und tun all jene Dinge, die auch alle anderen Pärchen so tun. Nichts unterscheidet uns von denen.
Was soll man auch in einer Großstadt, am helllichten Tag, unter Abertausenden von Menschen schon machen?
Nun ja, diese Normalität hält uns nicht davon ab, etwas ungewöhnlichen Spaß zu haben.
»Lass uns in eine Buchhandlung gehen«, sage ich.
»Sehr gerne, Herr«, antwortet sie.
Ich lächle und sie weiß, dass mein Lächeln nichts Gutes bedeutet. Ich nehme ihre fragende Gestik wahr und grinse noch breiter.
Wir suchen eine Buchhandlung auf. Einen sehr großen Laden! Riesige Städte haben auch große Geschäfte. Und wir sind in einer sehr weiträumigen Stadt. Wir sehen uns erst ein wenig um.
»Du gehst jetzt zu der Verkäuferin (ich zeige auf eine Angestellte, die einen sehr biederen Eindruck vermittelt) und fragst nach Büchern mit nackten Männerbildern darin.«
Mein Eigentum verfällt in eine kurze Schockstarre, während mein breites Grinsen wieder in mein Gesicht zurückkehrt.
»Ja, Herr, mache ich«, sagt sie mutlos und will schon losgehen.
»Warte, ich bin noch nicht fertig!«
Sie schluckt schwer. Mein Grinsen erreicht eine noch nie da gewesene Spannbreite.
»Sollte die Verkäuferin sich erkundigen, ob es etwas Bestimmtes ist, das du suchst, dann hast du Folgendes zu sagen: ja, ich suche Bücher mit Bildern von Männerschwänzen!«
Sie schaut mich wie versteinert mit weit aufgerissenen Augen an. Dieser Anblick ist einfach zum Verlieben.
»Herr, ist das Ihr Ernst?«
Die Fröhlichkeit verschwindet blitzartig aus meinem Gesicht. Diese Veränderung in mir kennt sie nur zu gut. Ich erwarte, dass meinem Wunsch sofort nachgekommen wird. Sie erspart sich jedes weitere Nachhaken, holt tief Luft und geht bang auf die ahnungslose Frau mittleren Alters zu.
Ich koste dieses Szenario aus. Langsam nähert sie sich der Dame, die fleißig ihrer Arbeit nachgeht. Nur ein paar Schritte entfernt stelle ich mich zu einem Bücherschrank und tue so, als würde ich etwas suchen. Natürlich besteht mein einziges Ziel darin, alles mit anhören zu können.
Mit feiger Stimme, fast einem kleinen Mädchen gleich, fragt sie die freundliche Dame, ob sie Bücher mit nackten Männern im Sortiment hätte. Die Frau sieht die Kundin ein wenig irritiert an. Sie geht zu einem Computer und kontrolliert den Warenbestand. Meine Dienerin trippelt fieberhaft von einem Fuß auf den anderen. Ungeduldig spielt sie mit ihren Händen. Herrlich. Weil die Angestellte nicht fündig wird, ruft sie einer Kollegin, die einige Meter von ihr entfernt herumwerkelt, zu: »Haben wir Bücher mit nackten Männern?« Fantastisch. Damit hatte ich nicht gerechnet. Ist ja fast wie im Film, sage ich mir und kann meinen Spott kaum zügeln. Während ich mich vor Freude fast verrate, funkeln die Augen meiner Dienerin vor Scham.
»Wir hatten mal welche, aber ich glaube, die sind vergriffen«, brüllt die andere Frau durch den Raum zurück. Einige Kunden lugen zu der aufgeregten Kundin. Ich wünschte, ich könnte dieses Bild einfrieren und immer wieder auftauen und betrachten. Was für eine Filmszene und doch so real. Die Kollegin kommt auf die beiden Frauen zu und beginnt nun ebenfalls im Computer nach nackten Männern zu suchen. Bemüht sind sie, das muss man ihnen zugutehalten.
Die beschämte Blondine zappelt unterdessen verlegen hin und her. Ihr Haupt ist starr zu Boden gerichtet.
Nun ist die Zeit gekommen, das Ganze noch etwas zu würzen. Beim Hineingehen in das Geschäft habe ich darauf geachtet, dass wir nicht als Paar erkennbar sind. Ich bin ein Kunde. Meine Dienerin ist eine (versaute) Einkäuferin. Wir haben nichts miteinander zu tun. Jedenfalls sollen alle Anwesenden so denken. Während die beiden Frauen also in ihren Computer starren und mein Eigentum fipsig unmerklich hin und her hüpft, unterbreche ich die Suche der beiden Verkäuferinnen.
»Entschuldigung, aber suchen Sie nur nach nackten Männern, oder kann ich Sie auch nach keinem Schweinekram befragen?«, echauffiere ich mich bewusst unfreundlich und prüde.
Eine der beiden Damen entschuldigt sich bei mir, da sie mich offensichtlich nicht hat warten sehen. Wie denn auch.
»Was für Bücher suchen Sie denn?«, flötet sie nun übertrieben hilfsbereit.
»Ich suche Werke über richtige Erziehung. Wie man zum Beispiel einem schlimmen Kind, das nicht folgt, Herr wird.« Ich drehe mich meiner Dienerin zu, die meine Anspielung nur zu gut versteht und nun auch schmunzelt.
»Erziehungsratgeber haben wir im zweiten Stock!«, säuselt die nette Dame. Ich bedanke mich bei ihr und sichte noch einige Bücher in der Nähe der Verkäuferin. Schließlich will ich jedes Wort noch mit anhören.
»Leider, so etwas führen wir nicht!«, meint die Frau, nachdem sie die Suche abgebrochen hat. »Lediglich Kalender mit nackten Männern haben wir im Angebot.«
Die blonde Kundin bedankt sich und verlässt rasch das Geschäft. Draußen wartet ihr Herr auf sie und nimmt sie lachend in Empfang. Rasch hat sie alle Peinlichkeiten verdaut und neckt mich. Wir feixen verspielt miteinander. So sehr sie sich in dieser Situation auch unwohl fühlte, so groß war zugleich auch der Spaß daran. Noch steckt aber der Schrecken in ihren Knochen und nur vorsichtig erkundigt sie sich nach unserer nächsten Unternehmung.
Ich lächle sie satanisch an, küsse sie liebevoll auf den Mund und antworte: »Jetzt gehen wir essen. Du hast es dir verdient!«
***
Wir sind den ganzen Tag auf den Beinen und kosten das warme Wetter aus. Die vielen interessanten Läden. Und ab und zu finden wir uns auch in erotischen Abenteuern wieder. Ob in einer Umkleidekabine eines Kaufhauses oder in einer öffentlichen Telefonzelle. Nicht selten an Orten, an denen wir jederzeit von Fremden erwischt werden könnten. Das Spiel mit der Gefahr hat zweifelsohne seine Reize.
Abends sind wir dann zu Besuch in einem der besten Swingerklubs der Stadt. Das Buffet ist sensationell und die Räumlichkeiten lassen kaum Wünsche offen. Auf zwei Etagen gibt es genügend Räume mit den unterschiedlichsten Themenschwerpunkten. Vom Höhlenzimmer mit vielen Glory Holes bis hin zu einer Safari-Lounge mit exotischen Bildern an den Wänden. Ein Tempel eines Pharaos, mit noch mehr Glory Holes, ist dort ebenso vorzufinden wie ein separater Raum für Massagen. Es gibt Dschungelzimmer, Zellen, Saunen, Whirlpools, BDSM-Räume und vieles mehr. Dieser Klub, mit seinen fast eintausend Quadratmetern, ist für jede Art von Fantasie optimal ausgestattet.
In der Umkleidekabine wechseln wir von der Straßenkleidung zu unseren Klub-Dressen. Ich lege ihr Halsband und Leine an. So durchschreiten wir Raum für Raum. Zu meinem Bedauern habe ich meine Gerte im Hotelzimmer liegen gelassen. Als wir den BDSM-Bereich betreten, bereue ich meinen Fauxpas sofort. Ich mag den Raum, ich will sie bespielen – aber keine Schlagwerkzeuge! Wir gehen weiter.
In einem Zimmer ist eine Liebesschaukel montiert. Die Liegestatt ist an den Enden mit Ketten an der Decke befestigt. Halterungen zum Festgurten der Hände und Beine sind vorhanden. Wir wollen unbedingt dieses Bett testen.
Ich lege sie, die Beine weit gespreizt, auf das Slingbrett und fixiere ihre Hände. Sie trägt keinen Slip und ihr kurzer Rock gibt mehr frei, als er verbirgt. Jeder eintretenden Person ist es somit nicht nur möglich, ihr ungeniert zwischen die Beine zu gucken, es ist sogar unmöglich, beim Hereinkommen nicht auf ihre Intimzone zu starren. Das Bett ist so angebracht, dass es das Zentrum dieses Raumes birgt. Ich stelle meinen Besitz, am Rücken liegend, aus.
Die Hände sind in ausgestreckter Position über ihrem Kopf an den Ketten des Bettes befestigt. Nun ist sie allen ausgeliefert. Eine Vorstellung, die sie unleugbar aufgeilt.
Die ersten Männer treten ein. Sie erkennen, dass ich es bin, der über Berührungen entscheidet. Ich halte mein Eigentum an der Leine. Ein unverkennbares Merkmal, um Besitz und Hoheitsentscheid zu symbolisieren. Die Männer halten sich vorerst zurück. Ein Pärchen kommt hinzu. Dass man ungefragt andere Personen nicht anfasst, ist eine Regel, die in Swingerklubs meist nicht extra ausgesprochen werden muss. Jedenfalls meiner Erfahrung nach.
Ein weiteres Pärchen tritt ein und nähert sich uns. Die Frau fragt mich um Erlaubnis, die Brüste meiner Dienerin berühren und küssen zu dürfen. Ich gestatte es ihr. Die lüsterne Dame fasst der Gefesselten an die Brüste und knetet diese sanft. Sie leckt an ihren Nippeln. Unterdessen legt der Mann sein Glied in die ausgestreckte Hand der Fixierten. Sie fängt an, ihn zu massieren. Ein Mann nähert sich und streichelt vorsichtig ihre Beine. Er achtet dabei auf mich, macht eine unterwürfige Geste und bittet somit um Erlaubnis, mit seinen Fingern in ihre Möse eindringen zu dürfen. Auch ihn lasse ich gewähren. Weitere neugierige Personen kommen hinzu, streicheln ihre Beine, kneten Titten und Möse. Meine Sub ist angespannt und erregt zu gleichen Teilen. Ich bin nur erregt.
Derweilen hat sich eine Vielzahl an Menschen um uns herum versammelt, alle betrachten und streicheln die hilflose Frau auf dem Bett. Sie spreizen ihre Schamlippen und glotzen tief in sie hinein. Männer und Frauen unterhalten sich über ihre »Löcher«. Weil sich alle Gäste zu benehmen wissen, lasse ich mein Eigentum auch ungewöhnlich lange als Ausstellungsstück in ihrer Position verharren. Einige Personen kosten sogar vom Sekret der Lust. So ausgeliefert die Frau auf der Liegestatt auch sein mag, sie kann doch letztendlich ihre Geilheit vor niemandem verbergen. Unzählige Männer- und Frauenhände tasten sie ab, bearbeiten ihre Brüste mit ihren Lippen und Zähnen. Befingern sie und kosten von ihrer feuchten Wollust. Einmal mehr ist sie der Mittelpunkt des Geschehens. Einmal mehr erfüllt sich einer ihrer Träume.
***
Wieder eine sehr farbenfrohe Nacht und dabei hat sie erst begonnen. Im Massageraum verwöhne ich meine Begleitung mit einer ausgiebigen Massage, denn auch um meinen Besitz zu umhegen, ist in meinem Leben sehr viel Platz. Die Massage endet für sie mit einem Orgasmus.
Auf unserem Gang zur Bar treffen wir ein Pärchen im besten Alter. Wir sind uns im Laufe des Abends schon mehrmals begegnet und es ist uns nicht entgangen, dass die beiden immer wieder unsere Nähe suchten. Als wir ihnen erneut entgegenkommen, bleiben sie stehen. Der Mann fragt, ob wir an einer Swingersession mit ihnen Interesse hätten. Haben wir nicht. Das Pärchen geht enttäuscht weiter.
An einem Tisch in der Nähe der Bar machen wir es uns auf einem Ledersofa gemütlich. Das enttäuschte Pärchen kommt nochmals auf uns zu.
»Dürfen wir uns zu euch setzen? Nur zum Plaudern, da alle anderen Plätze belegt sind«, fügt der Mann sofort erklärend hinzu, um nicht allzu aufdringlich zu wirken. Natürlich dürfen sie. Noch ein Gast kommt an unseren Tisch und erkundigt sich sehr höflich und zurückhaltend, ob auch er sich bei uns niederlassen darf, weil er niemanden in diesem Klub kennt und etwas Anschluss sucht.
So verbringen wir die nächsten zwei Stunden in dieser Konstellation. Gute Gespräche, nette Drinks und ein paar Bissen vom Buffet zwischendurch. Wir lachen und feixen und unterhalten uns über die verschiedenen Möglichkeiten von Bondage. Der Mann hat auf diesem Gebiet Erfahrung von über 20 Jahren. Meine Dienerin hört interessiert zu. Mich langweilt das Gespräch mit der Zeit.
»Auf die Knie mit dir«, sage ich zu meiner Begleitung ohne erkennbaren Grund. Sie begibt sich sofort zu unseren Füßen. »Erzähl ruhig weiter«, fordere ich den Bondageexperten auf. Er ist etwas abgelenkt, setzt aber seinen Monolog fort.
»Hose aufmachen und blasen!«, befehle ich meiner Dienerin und deute auf den Schritt des Sprechenden. Sie krabbelt zu ihm hinüber und öffnet seine Hose, während er versucht, den Faden nicht zu verlieren. Sie holt sein Glied hervor und verwöhnt ihn mit ihrem Mund. Der dritte Mann im Bund verhält sich ganz still, kann aber seine Verwunderung, und auch seine Begeisterung, über diese überraschende Wendung nicht verbergen.
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