Kitabı oku: «Холодное сердце. Уровень 1 / Das kalte Herz», sayfa 12

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Als Peter nach Hause kam, fand er seine Mutter sehr in Sorgen um ihn. Die gute Frau sah Peter und weinte. Er aber war fröhlich und erzählte ihr, wie er im Walde einen guten Freund getroffen hat, der ihm Geld gab.

Obgleich seine Mutter schon seit dreißig Jahren in der Köhlerhütte wohnte, so war sie doch eitel genug. Sie sprach:

«Ja, als Mutter eines Mannes, der eine Glashütte besitzt, bin ich doch was anderes als Nachbarin Grete und Bete66 und setze mich in Zukunft vornehin in der Kirche, wo rechte Leute67 sitzen.»

Ihr Sohn kaufte die Glashütte. Peter behielt die Arbeiter, die er vorfand, bei sich und ließ nun Tag und Nacht Glas machen. Anfangs gefiel ihm das Handwerk wohl. Er pflegte gemächlich in die Glashütte hinabzusteigen, ging dort mit vornehmen Schritten, die Hände in die Taschen gesteckt, hin und her68, guckte dahin, guckte dorthin, sprach dies und jenes, worüber seine Arbeiter oft lachten, und seine größte Freude war, das Glas blasen zu sehen. Oft machte er sich selbst an die Arbeit und formte aus der noch weichen Masse die sonderbarsten Figuren.

Bald aber war ihm die Arbeit entleidet. Er kam zuerst nur noch eine Stunde des Tages in die Hütte, dann nur alle zwei Tage, endlich die Woche nur einmal, und seine Gesellen machten, was sie wollten.

Das alles kam aber nur vom Wirtshauslaufen. Den Sonntag, nachdem er vom Tannenbühl zurückgekommen war, ging er ins Wirtshaus. Wer sprang auf dem Tanzboden? Natürlich, der Tanzbodenkönig! Der dicke Ezechiel saß auch schon hinter der Maßkanne und knöchelte um Kronentaler69.

Da fuhr Peter schnell in die Tasche – und seine Tasche strotzte von Silber und Gold! Auch in seinen Beinen zuckte und drückte es, wie wenn sie tanzen und springen wollten. Als der erste Tanz zu Ende war, stellte er sich mit seiner Tänzerin oben an neben den Tanzbodenkönig. Als sprang der Tanzbodenkönig drei Schuh hoch, so flog Peter vier, und machte dieser wunderliche und zierliche Schritte, so verschlang und drehte Peter seine Füße, dass alle Zuschauer vor Verwunderung verrückt waren.

Als man aber auf dem Tanzboden vernahm, dass Peter eine Glashütte gekauft hat, als man sah, dass er, so oft er an den Musikanten vorbeitanzte, ihnen eine Münze zuwarf, da war des Staunens kein Ende. Die einen glaubten, er hat einen Schatz im Walde gefunden. Die anderen meinten, er hat eine Erbschaft getan. Aber alle verehrten ihn jetzt und hielten ihn für einen gemachten Mann, nur weil er Geld hat. Verspielte er doch noch an demselben Abend zwanzig Gulden, und nichtsdestominder70 rasselte und klang es in seiner Tasche.

Als Peter sah, wie angesehen er war, wusste er sich vor Freude und Stolz nicht zu fassen. Er warf das Geld mit vollen Händen weg. Er teilte es den Armen reichlich mit. Wusste er doch, wie ihn selbst einst die Armut gedrückt hatte. Des Tanzbodenkönigs Künste waren vor den übernatürlichen Künsten des neuen Tänzers zuschanden. Peter führte jetzt den Namen Tanz-Kaiser.

66.Nachbarin Grete und Bete – соседка Грета или Бета.
67.rechte Leute – достойнейшие люди.
68.hin und her – туда-сюда.
69.knöchelte um Kronentaler – бросал кости на кроненталеры.
70.nichtsdestominder – тем не менее.

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