Kitabı oku: «Холодное сердце. Уровень 1 / Das kalte Herz», sayfa 2

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Es betrübte ihn etwas, es ärgerte ihn etwas, er wusste nicht recht was. Endlich merkte er sich ab, was ihn ärgerte. Das war sein Stand.

«Ein schwarzer, einsamer Kohlenbrenner!» sagte er sich. «Es ist ein elend Leben. Wie angesehen sind die Glasmänner, die Uhrmacher, selbst die Musikanten am Sonntag abends! Abe ich!.. Ach, ich bin nur der Kohlenmunk-Peter!8»

Auch die Flözer auf der andern Seite waren ein Gegenstand seines Neides. Wenn diese Waldriesen herüberkamen, mit stattlichen Kleidern, und an Knöpfen, Schnallen und Ketten einen halben Zentner Silber auf dem Leib trugen, wenn sie holländisch sprachen, da stellte er sich als das vollendetste Bild eines glücklichen Menschen solch einen Flözer vor. Und wenn diese Glücklichen dann erst in die Taschen fuhren, ganze Hände voll großer Taler herauslangten und würfelten9 (fünf Gulden hin, zehn her10), so wollten ihm die Sinne vergehen11. Dann schlich er trübselig nach seiner Hütte. An manchem Feiertagabend hatte er einen oder den andern dieser Holzherren mehr verspielen sehen, als der arme Vater Munk in einem Jahr verdiente.

Es waren drei Männer, von welchen er am meisten bewunderte. Der eine war ein dicker, großer Mann mit rotem Gesicht. Er war de reichste Mann in der Runde. Sein Name war Ezechiel12. Er reiste alle Jahre zweimal mit Bauholz nach Amsterdam und war sehr reich.

Der andere war der längste und magerste Mensch im ganzen Wald. Sein Name war Schlurker, und diesen beneidete Munk. Schlurker widersprach den angesehensten Leuten; er hatte unmenschlich viel Geld.

Der dritte war ein schöner junger Mann, der am besten tanzte und daher den Namen Tanzbodenkönig hatte. Er war ein armer Mensch gewesen und hatte bei einem Holzherrn als Knecht gedient. Da wurde er auf einmal steinreich. Die einen sagten, er hat unter einer alten Tanne einen Topf voll Geld gefunden. Die andern behaupteten, er hat im Rhein mit der Stechstange, womit die Flözer zuweilen nach den Fischen stechen, einen Pack mit Goldstücken heraufgefischt.

An diese drei Männer dachte Kohlenmunk-Peter oft, wenn er einsam im Tannenwald saß. Aber hatten alle drei einen Hauptfehler, der sie bei den Leuten verhaßt machte. Es war dies ihr unmenschlicher Geiz, ihre Gefühllosigkeit gegen Schuldner und Arme.

«So geht es nicht mehr weiter»13, sagte Peter eines Tages schmerzlich betrübt zu sich, «wenn ich nicht bald auf den grünen Zweig komme14, so tu ich mir etwas zuleid. Wäre ich doch nur so angesehen und reich wie der dicke Ezechiel! Oder so kühn und so gewaltig wie der lange Schlurker! Oder so berühmt und könnte den Musikanten Taler statt Kreuzer zuwerfen wie der Tanzbodenkönig! Wo nur der Bursche das Geld her hat?»

Allerlei Mittel ging er durch, wie man sich Geld erwerben könne. Aber keines wollte ihm gefallen. Endlich fielen ihm auch die Sagen von Leuten ein, die vor alten Zeiten durch den Holländer-Mechel und durch das Glasmännlein reich geworden waren. Solange sein Vater noch lebte, kamen oft andere arme Leute zu Besuch. Da wurde oft lang und breit von reichen Menschen gesprochen, und wie sie reich geworden. Da spielte nun oft das Glasmännlein eine Rolle. Konnte er sich beinahe noch des Versleins erinnern, das man am Tannenbühl in der Mitte des Waldes sprechen mußte, wenn es erscheinen sollte.

8.nur der Kohlenmunk-Peter! – всего лишь угольщик Петер Мунк.
9.würfelten – играли в кости.
10.fünf Gulden hin, zehn her – пять гульденов сюда, десять туда.
11.wollten ihm die Sinne vergehen – он почти лишался чувств.
12.Ezechiel – Иезекиил.
13.So geht es nicht mehr weiter. – Так больше продолжаться не может.
14.auf den grünen Zweig kommen – добиться успеха.