Kitabı oku: «Schnellhypnose. Hypnotisieren lernen leicht gemacht.»

Yazı tipi:

William D. Jackson

Schnellhypnose

Hypnotisieren lernen leicht gemacht

Hypnoseexperimente nach Anleitung für Anfänger

12 Lehrbriefe + 1 Hypno-Disc

www.verlag4you.de

© 2019 by verlag4you

www.verlag4you.de

2. Auflage (EBOOK) aus 2. Auflage (PRINT)

ISBN 978-3-936612-49-3 (EBOOK)

ISBN 978-3-936612-09-7 (PRINT)

Text- und Grafikgestaltung: verlag4you

Alle Rechte, auch der auszugsweise Nachdruck, die photomechanische oder digitale Wiedergabe, die Übersetzung in anderen Sprachen und für Zwecke der Unterrichtsgestaltung, sind ausdrücklich verlag4you vorbehalten.

Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Vorwort

Hypnose-Forum

1. Lehrbrief

Was ist Hypnose und was ist Suggestion?

Der böse Blick und das Zauberauge

Was benötige ich zum Hypnotisieren?

Was geschieht beim Hypnotisieren?

Hypnotisieren in zwei Stufen

Wie lange dauert das Hypnotisieren?

2. Lehrbrief

Schnellhypnose in wenigen Sekunden (mit Anleitung)

Fünf Regeln für erfolgreiche Versuche

Schnelles und sicheres Erwecken (mit Anleitung)

Warum das Hypnotisieren so einfach ist

3. Lehrbrief

Hypnose und die Funktion der Seele

Die Funktion des Hypnotiseurs

Der hypnotische Rapport

Warum die Versuchsperson das tut, was der Hypnotiseur will

Die Sicherheit der Versuchsperson

Verbrechen in Hypnose

4. Lehrbrief

Hypnose ohne Schlaf

Wachsuggestionen

Ein sicher gelingendes Wachsuggestions-Experiment

Regeln für Wachsuggestions-Experimente

5. Lehrbrief

Hypnotische Experimente, die gelingen

Eine komplette Hypnosevorführung (Experimente)

Wichtige Hinweise für Experimente

6. Lehrbrief

Die hypnotische Macht des Wortes

Hypnose in der Erziehung

Hypnose im Liebes- und Eheleben

Merksätze für Liebe und Ehe

Gesund werden durch positive Suggestionen

7. Lehrbrief

Hypnosemethoden mit Hilfsmitteln (mit Anleitung)

Zweithypnose in fünf Sekunden (mit Anleitung)

Hypnotisieren durch Signalworte

Anwendung von Signalworten am Telefon

Signalworte und Briefhypnose

Die schnellste Hypnotisiermethode der Welt

8. Lehrbrief

Nachhypnotische Wirkungen durch Posthypnose (Experiment)

Der praktische Nutzen der Posthypnose

Nichtraucher durch Posthypnose (mit Anleitung)

Sprechangst beseitigen durch Posthypnose (mit Anleitung)

Regeln für posthypnotische Suggestionen

Posthypnotische Vorführungen (Experimente)

Signalhypnose als Posthypnose

9. Lehrbrief

Eine Gruppendemonstration zum Nachmachen (mit Anleitung)

Mir mehreren Personen gleichzeitig experimentieren

Massenhypnose

Die Grundlagen der Massenhypnose

Massenhypnose durch die Medien

10. Lehrbrief

Schmerzempfindlichkeit ausschalten in Hypnose (Experiment)

Körperliche Veränderungen durch Hypnose (Experiment)

Anwendung der Hypnose im Alltag (Beispiele)

Anwendung der Hypnose in der Medizin (Beispiele)

11. Lehrbrief

Die Hypnose als Lebensschule

Der praktische Nutzen dieses Lehrganges

Hypnose und Selbsterkenntnis

Änderung der Persönlichkeit durch Hypnose

12. Lehrbrief

Heilmagnetismus und Hypnose

Parapsychologie und Hypnose

Religion und Hypnose

Die Fakirwunder

Die Yoga-Lehre im Licht der Hypnose

Schlusswort

Hilfsmittel

Download und Anwendung der HYPNO-DISC

Die HYPNO-DISC-Methode

Werbeanhang

Zwei weitere Hypnosekurse

Weitere Titelempfehlungen

Einleitung
Vorwort

Wenn Sie das Gebiet der Hypnose und Suggestion zum ersten Mal betreten, werden Sie bald interessiert feststellen, dass sich mit der Anwendung dieser lehrreichen Technik noch viel mehr anregende Möglichkeiten bieten, die weit über das Kernthema hinausgehen.

Das Hypnotisieren ist leicht zu lernen. Darüber hinaus steigert es das Selbstwertgefühl. Bedenken Sie aber stets, dass die Ausübung der Hypnose gleichbedeutend ist mit der Ausübung einer gewissen persönlichen Macht. Wenn Sie sich dessen immer bewusst sind, kommen Sie nicht in die Verlegenheit, die neu gewonnene Macht zu Ihrem und zum Schaden Ihrer Mitmenschen anzuwenden.

Hypnose- Forum

Es ist verständlich, dass ausübende Hypnotiseure ihre Erfahrungen austauschen wollen. Auf www.verlag4you.de steht Ihnen für diesen Zweck ein Hypnose-Forum zu Verfügung. Dieses Forum ist langfristig eine hilfreiche Plattform, offene Fragen zu klären, um seine Kenntnisse und Fähigkeiten weiter zu optimieren.

Wenn Sie mit dem Selbststudium beginnen, lesen Sie zunächst den kompletten Lehrgang einmal durch. Als nächstes studieren Sie mit aller Sorgfalt die einzelnen Lehrbriefe eingehend mit Ihrer ganzen Aufmerksamkeit. Nur mit dieser Voraussetzung sind Sie bestens vorbereitet für die ersten erfolgreichen Hypnotisierversuche.

Und nun wünsche ich Ihnen die besten Erfolge und interessante Stunden!

William D. Jackson

1. Lehrbrief
Lieber Studienfreund,

alles, was mit Hypnose zu tun hat, wird oft mit einem mystischen und geheimnisvollen Schleier umgeben. Und es gibt selbst heute noch, im Zeitalter der Elektronik viele Menschen, die Hypnose für Zauberei und sogar für einen raffinierten Schwindel halten. Noch immer sorgen verschiedene Quellen dafür, dass diese absurden Ansichten nicht aussterben.

Dabei aber ist die Hypnose eine ganz normale und alltägliche Technik und sie wird in aller Welt praktiziert und angewendet. Jeder geistig normale Mensch ist in der Lage, das Hypnotisieren zu erlernen und die Hypnose anzuwenden.

Hypnose ist nichts anderes als die persönliche Einwirkung eines Menschen auf einen anderen Menschen. Diese Einwirkung kann so weit gehen, dass der andere Mensch das tut, was ihm angewiesen wird. Anweisungen sind übrigens nichts außergewöhnliches, da sie im alltäglichen Berufsleben überall angewendet werden.

Nun ist es allerdings noch keine Hypnose, wenn Sie einen Menschen dazu bringen, dass zu tun, was Sie wollen. Aber Hypnose liegt dann vor, wenn ein anderer etwas tut, was er selbst - ohne Beeinflussung von außen - nicht tun würde. Und nun sind wir bereits beim Kernthema: Die BEEINFLUSSUNG!

Hypnose beruht auf die Kunst der Beeinflussung. Es gilt also erstes klar zu verstehen, was unter dem vielgestaltigen Begriff „Beeinflussung“ genau gemeint ist.

Eine Person beeinflussen ist gleichbedeutend mit der Anwendung einer Suggestion, denn Suggestion bedeutet ja: seelische Beeinflussung. Und die Suggestion, die seelische Beeinflussung, ist die Vorstufe und die Grundlage der Hypnose und des Hypnotisierens. Das gilt auch für diesen Lehrgang.

Was ist Hypnose und was ist Suggestion?

Die Hypnose ist ein Zustand, der durch Beeinflussung herbeigeführt wird, der also wie schon gesagt, durch die Suggestion oder anders ausgedrückt durch die Steigerung der Suggestibilität erreicht wird. Ist dieser Zustand erreicht, ist es möglich ist, dass Unterbewusstsein dieser Person (Versuchsperson) weitgehend zu beeinflussen.

Unter Suggestion versteht man allgemein die Beeinflussung einer anderen Person durch Gedankeninhalte, Emotionen und geistigen Vorstellungen. Es gibt auch noch eine so genannte Autosuggestion oder Selbstsuggestion. Dies ist die Beeinflussung der eigenen Person, also eine gewisse Selbstbeeinflussung.

Die Person, welche eine andere Person hypnotisiert, wird Hypnotiseur genannt, und die Person, die sich hypnotisieren lässt beziehungsweise hypnotisiert wird, nennen wir Versuchsperson. Andere Bezeichnungen sind auch Proband oder Hypnotisand.

Der böse Blick und das Zauberauge

Sehr viele Leute nehmen an, dass man durch den Blick, also durch das Auge hypnotisiert. Und sie glauben sogar, dass darin das eigentliche Geheimnis der Hypnose und des Hypnotisierens liegt. Wohl ist es möglich, das Auge als Mittel zur Fixierung der Aufmerksamkeit zu verwenden, aber zum Beispiel eine Glaskugel übernimmt denselben Zweck. Einen „bösen Blick“ oder ein „Zauberauge“ gibt es praktisch nicht. Daher können auch sehbehinderte Personen und Brillenträger gute Hypnotiseure werden.

Was benötige ich zum Hypnotisieren?

Zum Hypnotisieren ist grundsätzlich nichts weiter nötig, als gesprochene Worte. Worte sind es ja, mit denen man einen Menschen beeinflussen kann und ihn zu lenken und zu leiten vermag. Werden nun solche Worte noch durch den BLICK, durch GESTEN und durch HAND-BEWEGUNGEN usw. unterstrichen, dann wird deren Wirkung noch bedeutend verstärkt. Durch Worte, Blicke, Gesten usw. werden BESTIMMTE GEDANKEN und GEISTIGE VORSTELLUNGEN auf eine Versuchsperson übertragen, und diese Gedanken und Vorstellungen sind es, welche die Hypnose auslösen.

Ein Beispiel, wie leicht das Hypnotisieren ist, zeigt die Tatsache, dass es möglich ist, eine Person dadurch zu hypnotisieren, indem man ihr einredet, sie wäre sehr müde und sie werde gleich einschlafen. Dies ist in vielen Fällen leichter als man denkt.

Das Eigentümliche an der Hypnose ist, dass man mit einer hypnotisierten Person noch sprechen kann und dass sie auf die Worte des Hypnotiseurs voll und ganz reagieren kann. Diese geistige Verbindung zum Hypnotiseur ist der wesentliche Unterschied zwischen einer normal schlafenden Person und einer hypnotisierten Versuchsperson.

Das ist Hypnose und sonst nichts: ein Zustand, in dem gewisse Gehirnpartien schlafen und andere wach sind. Dabei schlafen diese Gehirnbereiche nicht immer tief und fest, sondern in vielen Fällen sind sie nur ganz leicht eingeschlafen und sozusagen nur in einem Leichtschlaf. Dieser Zustand, der zwischen Wachsein und Schlaf liegt, das ist die eigentliche Hypnose. Und dieser Zustand kann durch einfachste und leicht durchführbare Methoden jederzeit hervorgerufen werden.

Man kann in diesen Halbschlafzustand auch ganz von selbst kommen, und es geschieht sogar sehr oft, dass Menschen von selbst in Hypnose kommen, ohne dass sie dies überhaupt bemerken.

Was geschieht beim Hypnotisieren?

Beim Hypnotisieren schlafen gewisse Gehirnpartien ein, und damit werden natürlich gewisse Funktionen des Gehirns untätig. Dazu zählen: Verstand, Wille und Kritik. Diese sind in Hypnose mehr oder weniger ausgeschaltet, und daher sind hypnotisierte Personen so leicht zu beeinflussen. Sie denken und wollen nichts mehr und sind in hohem Maße unkritisch demgegenüber, was zu ihnen gesprochen wird.

Hypnotisieren in zwei Stufen

Wenn Sie jemanden hypnotisieren wollen, müssen Sie versuchen, einen Zustand zu erzeugen, der zwischen Wachsein und Schlaf liegt, also einen gewissen Dämmerzustand oder Trancezustand. In diesem Zustand müssen Sie dann die betreffende Person so beeinflussen, dass sie ganz einschläft, aber trotzdem noch zu Ihnen über die Sinnesorgane eine Verbindung bestehen bleibt.

Diese zwei Stufen müssen Sie sich merken:

1. zuerst den Dämmerzustand erzeugen

2. danach die Versuchsperson so beeinflussen, dass sie einschläft

Wenn Sie das umsetzen, dann können Sie bereits hypnotisieren.

Wie leicht das ist und wie schnell das geht, lernen Sie bald kennen. Die ersten Versuche dazu werden Ihnen sicher gelingen.

Wie lange dauert das Hypnotisieren?

Vielleicht denken Sie, dass es lange dauert, bis eine Person hypnotisiert ist und bis sie schläft. Das stimmt aber nicht. Es gelingt in wenigen Sekunden, wenn Sie dazu einen kleinen Trick verwenden. Dieser besteht darin, dass Sie die Aufmerksamkeit der Versuchsperson ganz und gar fesseln. Der Mensch kann in seinem Bewusstsein nämlich zur gleichen Zeit nur einen einzigen Gedanken oder eine einzige Vorstellung haben. Und Sie müssen nun versuchen, dass Sie die Versuchsperson soweit bringen, dass sie nur das im Bewusstsein haben kann, was Sie wollen und was Sie ihr sagen.

Dazu verwenden Sie die Augen. Sie lassen sich in die Augen sehen und sprechen das, was Sie wollen. Zum Beispiel: „Du wirst jetzt schläfrig, ganz schläfrig!“ Wenn Ihnen eine Versuchsperson in die Augen sieht und Sie sprechen dabei zu ihr etwas, indem Sie Ihren Blick nicht abschweifen lassen, dann fühlt die Versuchsperson das, was Sie ihr sagen, weil sie keine andere Vorstellung in ihrem Bewusstsein neben der, die Sie ihr einreden, haben kann. Der Zustand zwischen Wachsein und Schlafen kann so ganz leicht erreicht werden. Dann brauchen Sie der Versuchsperson nur noch einzusagen, dass sie jetzt so schläfrig ist, dass sie einschläft, und sie wird innerhalb weniger Sekunden einschlafen. Das ist Schnell-Hypnose.

2. Lehrbrief

Lieber Studienfreund, das, was Sie bisher gelernt haben, wird Ihnen ziemlich unwahrscheinlich erschienen sein. Sie werden sich die ganze Sache viel umständlicher und schwieriger vorgestellt haben. Aber Sie brauchen nichts zu glauben, bevor Sie es nicht selbst versucht haben.

Damit Sie sich selbst überzeugen können, bringe ich jetzt einen einfachen Versuch, den Sie selbst nachmachen können. Wenn Sie es einigermaßen geschickt anfangen, gelingt er Ihnen leicht und schnell.

Schnellhypnose in wenigen Sekunden

Lassen Sie die Person, die Sie hypnotisieren wollen, ganz bequem hinsetzen. Wenn es möglich ist, auf einem bequemen Liegestuhl, sodass also auch der Kopf bequem angelehnt werden kann. Wenn kein solcher Liegestuhl oder Lehnstuhl vorhanden ist, stellen Sie einen normalen Stuhl an die Wand, sodass der Kopf an die Wand angelehnt werden kann. Die Versuchsperson soll keine engen oder drückenden Kleider anhaben, sondern sich ganz wohl fühlen.

Nun sehen Sie zu, dass die Versuchsperson ganz bequem und entspannt sitzen kann oder dass sie wenigstens der Meinung ist, bequem und entspannt zu sitzen.

So! --- Und jetzt geht es los. Passen Sie genau auf!

Stellen Sie sich vor die Versuchsperson und sehen Sie ihr in die Augen. Dann sagen Sie zu ihr: „Konzentrieren Sie sich jetzt auf meine Augen und achten Sie auf meine Worte --- in kurzer Zeit werden Sie müde und schläfrig --- Ihre Augen werden jetzt schon müde --- entspannen Sie sich --- Sie fühlen sich jetzt schwer --- Ihre Arme, Ihre Beine, alles ist schwer --- Ihre Augen sind schwer --- jetzt sind Sie ganz schläfrig --- Sie schlafen gleich ein --- jetzt schlafen Sie ein --- (wenn sich jetzt nicht die Augen der Versuchsperson schließen, machen Sie eine ruhige und sichere Bewegung mit der Hand vor dem Gesicht der Versuchsperson, von oben nach unten. Diese Bewegung soll so aussehen, wie wenn Sie durch eine „magische Handbewegung“ die Augen der Versuchsperson schließen würden. Dabei aber das Gesicht nicht berühren!) --- Sie schlafen jetzt tief und fest, ganz tief und fest!“

So! --- das war alles. Haben Sie gemerkt, dass zuerst der schläfrige Dämmerzustand erzeugt wurde, und dann in diesem Zustand, wo die Versuchsperson schläfrig und müde ist und sie sich in den Gliedern schwer fühlt, einfach weitersuggeriert wird, bis der Schlaf eintritt?

Wenn Sie diesen Versuch nachmachen, dann haben Sie bei etwa 60 % aller Versuchspersonen einen vollen Erfolg.

Fünf Regeln für erfolgreiche Versuche

Folgende Regeln müssen beachtet werden, damit die Hypnotisierversuche erfolgreich verlaufen:

1. Regel:

Was Sie zu einer Versuchsperson sprechen, muss sicher und ruhig gesprochen werden. Der sicherste Weg zum Misserfolg ist eine unsichere und zaghafte Stimme.

2. Regel:

Machen Sie nur dann Versuche, wenn Sie ganz ruhig und zuversichtlich sind. Hastige und unsichere Bewegungen vereiteln den Erfolg.

3. Regel:

Glauben Sie an sich und an Ihre Fähigkeiten und glauben Sie auch daran, dass Ihnen alles gelingen wird, was Sie machen. Nicht nur das Sprechen und das Auftreten muss sicher sein, sondern ebenso Ihr Inneres und Ihr ganzes Wesen. Wenn Sie an das Gelingen eines Versuches glauben, dann gelingt er auch. Zweifeln Sie aber daran, dann wird Ihnen der Versuch misslingen. Glaube und Zweifel übertragen sich unbewusst auf die Versuchsperson und werden von dieser unbewusst wahrgenommen.

4. Regel:

Die Versuchsperson muss Ihnen ihr ganzes Vertrauen schenken, sonst wird sie von ihrem Instinkt geschützt und kommt nicht in den gewünschten Dämmerzustand. Für ein volles Vertrauen ist es gut, vor einem Versuch ganz ruhig mit der Versuchsperson über das Thema Hypnose zu sprechen. Das Vertrauen wird zusätzlich gestärkt, wenn Sie schon die ersten Versuche erfolgreich durchgeführt haben. Mit dem Hinweis Ihrer schon gesammelten Erfahrungen vermitteln Sie der Versuchsperson noch zusätzliche Sicherheit. Sagen Sie ihr auch, wenn Sie gerne mehrere Versuche praktizieren möchten.

5. Regel:

Machen Sie keine Versuche mit Personen, die an körperlichen und geistigen Krankheiten leiden. Dazu zählen auch Menschen, die unter starkem Medikamenten-, Drogen- oder Alkoholeinfluss stehen. Weiterhin sollen auch Kinder und Greise ausgeschlossen werden. Ganz normale und gesunde Personen sind die besten und geeignetsten Personen für Ihre Versuche.

Am besten gelingen Versuche in den Abendstunden in einem ruhigen und angenehm warmen Zimmer. Blendendes Licht, starke Geräusche, übermäßige Wärme und Kälte können das Gelingen der Versuche beeinträchtigen.

Schnelles und sicheres Erwecken

Das Wecken der Versuchsperson geht genauso schnell und leicht wie das Hypnotisieren selbst.

Die Versuchsperson wird fragen, ob Sie sie wieder wecken können, wenn Sie der Person die Absicht äußern, diese zu hypnotisieren. In diesem Fall müssen Sie ihr nun ganz besonders sicher und zuversichtlich klarstellen, dass das leichter ist als das Hypnotisieren und dass es unmöglich ist, eine Person zu hypnotisieren, ohne das Erwecken zu können. Hier darf bei der Versuchsperson keinerlei Angst oder Zweifel aufkommen.

Wie wecken Sie nun Ihre Versuchsperson? Sie sagen einfach: „Jetzt werde ich Sie wecken, und dann sind Sie wieder ganz wach und munter --- Ich zähle jetzt bis drei und Sie sind wach --- ganz wach --- eins --- Sie fühlen sich wohl und frisch --- zwei --- Sie beginnen zu erwachen --- drei! Sie sind wach und fühlen sich wohl und munter --- ganz wohl und munter!“ Dabei berühren Sie leicht die Schläfen der Versuchsperson, sachte von unten nach oben streichend.

Das ist alles, und Sie sehen, es geht tatsächlich spielend leicht und einfach. Es kann dabei nichts passieren. Die paar Worte, die Sie zu sagen haben, brauchen Sie nur auswendig zu lernen.

Sollten Sie selbst Zweifel haben, ob Sie eine Versuchsperson wieder wecken können, dann sei Ihnen gesagt, dass es auch möglich ist, ganz ohne eigentliche besondere Weckmethode eine hypnotisierte Versuchsperson zu wecken. Man lässt sie einfach eine halbe Stunde in Hypnose und weckt sie dann, wie man eine normal schlafende Person weckt, durch Rütteln oder dergleichen. Die Hypnose geht nämlich innerhalb weniger Minuten in ganz normalen Schlaf über, wenn zur Versuchsperson nicht mehr gesprochen wird, die Person also ruhen lässt.

Warum das Hypnotisieren so einfach ist

Wenn Sie alles genau so machen, wie beschrieben, dann ist es tatsächlich so einfach. Das Hypnotisieren kann man als eine Beeinflussung durch die Persönlichkeit betrachten. Jeder Mensch kann auf den anderen irgendeinen Einfluss ausüben. Viele üben diesen Einfluss nie aus, weil ihnen der Glaube an sich selbst fehlt und es ihnen an Selbstsicherheit mangelt. Anderen wiederum fehlt es an Mut oder wenden diesen Einfluss falsch an, weil sie sich von Natur aus als aggressiv und böswillig erweisen.

Die Fähigkeit, auf andere Personen einen Einfluss auszuüben, ist eine ganz natürliche Fähigkeit des Menschen, und jeder besitzt sie in irgendeiner Art und Weise. Aber nur diejenigen können diese Fähigkeit mit vollem Erfolg anwenden, die eine gewisse Selbstsicherheit besitzen. Wem es aber an Selbstsicherheit mangelt, der kann sich mit der EE-Methode von Tony Gaschler wirksam helfen. (INFO siehe www.verlag4you.de)

3. Lehrbrief

Lieber Studienfreund, nun haben Sie gelernt, wie der erste Versuch zu meistern ist. Sicher interessieren Sie sich auch etwas für Theorie, denn Sie wollen ja sicher verstehen lernen, was sich hinter der Hypnose verbirgt und wie sie wirkt.

Hypnose und die Funktion der Seele

Vielleicht haben Sie sich schon Gedanken darüber gemacht, womit sich die Seele beschäftigt oder was überhaupt eine Seele sein könnte. Nun wissen oder glauben wir, dass der Mensch so etwas wie eine Seele besitzt. Allerdings lässt sich diese nicht so einfach vorstellen, wie zum Beispiel ein Bleistift, eine Banane oder ein Fußball. Die Seele ist ja das, womit wir leben, womit wir fühlen und handeln. In der Seele liegen ja die Ursachen für all das, was wir erleben und was wir sind.

Um Hypnose ganz verstehen zu können, brauchen wir ein bisschen Seelenkunde. Dazu es gibt einige interessante Grundlagen und Grundbegriffe.

Sie wissen doch, dass sich der Mensch bei Tage klare Vorstellungen machen kann und dass er klar und nüchtern denkt, wenn er wach ist. Und Sie wissen auch, dass er bei Nacht träumen kann. Diese Träume sind ebenfalls Vorstellungen, auch wenn diese nicht immer so klar und nüchtern sind.

Wie ist so etwas möglich? Wir schlafen bei Nacht und doch haben wir Vorstellungen, so genannte Träume. Nun glauben wir fest, dass Vorstellungen und Träume in unserer Seele entstehen. Die logische Schlussfolgerung wäre die, dass die Seele auch bei Nacht nicht schläft, sondern ebenso wach ist wie am Tage. Dass die Seele nicht schläft, auch nicht bei Nacht, dass die Seele überhaupt nicht schläft, das zeigen uns die bei Nacht ebenso wie am Tage funktionierenden Lebensfunktionen wie Atmung, Verdauung, Kreislauf usw. Schlafen kann also nur ein Teil vom Bewusstsein sein.

Alles hinter oder unter diesem Bewusstsein ist immer wach, und daher hat man dafür das Wort Unterbewusstsein geschaffen und meint damit dasselbe, was wir auch als Seele bezeichnen.

Ähnlich wie beim Schlaf ist es auch bei der Hypnose. Das Bewusstsein schläft und das Unterbewusstsein, die Seele, ist wach. Der Hypnotiseur hat in diesem Zustand Einfluss und Zugang zum Unterbewusstsein. Das Bewusstsein ist dabei je nach Tiefe der Hypnose entweder teilweise wach oder schläft ganz, wie beim nächtlichen Tiefschlaf.

So wie die Seele den Körper beim Schlafen atmen lässt, so funktioniert unser gesamtes Körpersteuersystem. Zum Atmen gibt uns die Natur den unterbewussten Antrieb. Zu anderen Handlungen kann zum Beispiel das Bewusstsein, der Wille oder der Verstand den ausschlaggebenden Antrieb geben.

Da dieser Teil der Seele aber im Schlaf wie auch während der Hypnose unaktiv ist, also schläft, muss ein Antrieb irgendwo anders herkommen, um die Seele etwas tun zu lassen. Und dieser Antrieb kommt bei der Hypnose von den Worten des Hypnotiseurs.

Die Funktion des Hypnotiseurs

Was geschieht, wenn bei einer automatisch laufenden und gesteuerten Maschine die Automatik ausfällt? Dann kann man die Maschine in der Regel immer noch manuell bedienen.

Und wenn beim Menschen das Bewusstsein ausfällt, wie in der Hypnose, dann kann man ihn immer noch von außen durch Worte (Suggestionen) lenken. Und das geschieht in der Hypnose eben durch die Worte des Hypnotiseurs.

In der Hypnose ist das Bewusstsein der Versuchsperson ausgeschaltet, an seine Stelle tritt das Bewusstsein und das Wollen des Hypnotiseurs. Der Hypnotiseur will etwas bewegen, übermittelt seine Anweisungen durch suggestive Worte, die von der Versuchsperson ausgeführt werden.

Dazu ein Beispiel: Ein Kind schläft an der Seite der Mutter. Die Mutter will, dass das Kind sich anders hinlegt oder sich umdreht. Sie sagt zum schlafenden Kind: „Dreh dich um!“ Das Kind hört das, da zwischen der Mutter und einem Kind selbst im Schlaf noch ein enger seelischer Kontakt bestehen kann, und wird sich umdrehen, so wie die Mutter dies will.

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