Kitabı oku: «Der Terraner / Graffiti», sayfa 4
»Wenn Sie so ein verdammter Moralist sind, warum kommen Sie dann zu mir?« J. Walker gibt sich gelangweilt. Er kennt diese Diskussionen, er ist ihrer müde.
Er hofft, bald genug verdient zu haben, um sich zur Ruhe setzen zu können.
J. Walker ist ein Terraner.
Walter Hansen

Sein Name ist Walter Hansen. Er ist Ingenieur und Technischer Leiter der Fabrik. Seine Aufgabe besteht in der Überwachung der Abwasser- und Kläranlagen. Kurz nach Mitternacht betritt sein Vorgesetzter den nur spärlich beleuchteten Kontrollraum. Es ist ein ungewöhnlicher Besuch zu einer ungewöhnlichen Zeit.
»Wir müssen Schleuse sieben öffnen«, erklärt der nächtliche Besucher ohne Umschweife.
Hansen starrt ihn verwirrt an. »Aber Schleuse sieben sperrt die Tanks zwölf bis achtzehn. Darin befinden sich über zehn Tonnen reiner Säure.«
Etwas unwillig wiederholt der andere: »Haben Sie mich nicht verstanden, Walter? Wir öffnen Schleuse sieben!«
»Die Säure würde unbehandelt in den Fluss gelangen …«, wendet Hansen ein.
Sein Vorgesetzter nickt. »Keine Sorge, die Aktion ist gedeckt. Mein Gott, machen Sie nicht so ein Gesicht, Walter. Wissen Sie, was jeden Tag in den Fluss eingebracht wird? Glauben Sie, zehn Tonnen Dreck mehr oder weniger würden daran etwas ändern?«
»Ich weiß nicht, ob ich es kann«, sagt Hansen niedergeschlagen. »Es könnte den endgültigen Tod des Flusses in diesem Abschnitt bedeuten.«
Der andere winkt ab. »Sie wissen, wie dringend wir die Tanks zwölf bis achtzehn benötigen. Wenn wir den Dreck nicht loswerden, müssen wir Schicht drei einstellen. Das sind achtundfünfzig Arbeitsplätze, Walter. Sehen Sie es aus dieser Sicht. Wollen Sie, dass achtundfünfzig Menschen keine Arbeit mehr haben?«
Hansen fühlt sich in die Enge getrieben.
»Denken Sie auch an Ihre eigene Position«, sagt sein Vorgesetzter leise. »Wenn Sie es nicht tun, wird sich ein anderer dazu bereitfinden.«
Hansen geht wie benommen zur Schaltanlage. Minuten später öffnen sich die Schleusen, zehn Tonnen Säure strömen in den Fluss.
Walter Hansen ist ein Terraner.
Jod Kellar

Sein Name ist Jod Kellar.
Er befindet sich im hintersten Raum eines verfallenen Schuppens. Von irgendwoher kommt wilde Musik. Kellar hockt auf einer Holzkiste. Er hat die Ärmel seines Hemdes hochgekrempelt. Einen Arm hat er mit einem Gummizug so fest abgebunden, dass die Venen hervortreten. Mit einer Spritze zieht Kellar eine Lösung auf, die er sich kurz zuvor zubereitet hat. Sein Gesicht ist blass, die Augen haben einen seltsam entrückten Ausdruck. Die Hände zittern so stark, dass er sein Vorhaben kaum ausführen kann.
Sein Ziel ist, um jeden Preis aus der Trostlosigkeit seiner Lage zu entfliehen.
Als er sich die Droge injiziert hat, wird er schnell ruhiger, seine Augen bekommen Glanz. Es scheint, als wäre Jod Kellar von einer Sekunde zur nächsten ein anderer Mensch geworden.
Zweimal hat er eine Entwöhnungskur mitgemacht, einmal büßte er eine längere Freiheitsstrafe ab, weil er als Dealer arbeitete, um sich Heroin leichter beschaffen zu können.

